[0001] Die Erfindung betrifft einen Lampensockel für eine Hochdruckentladungslampe gemäß
des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 und eine Hochdruckentladungslampe gemäß des
Oberbegriffs des Patentanspruchs 7.
I. Stand der Technik
[0002] Ein derartiger Lampensockel und eine derartige Hochdruckentladungslampe sind beispielsweise
in der Offenlegungsschrift WO 00/59269 offenbart. Diese Schrift beschreibt eine Hochdruckentladungslampe
mit einem Lampensockel, der ein aus Kunststoff bestehendes Sockelaußenteil umfasst,
das mit einer Steckerbuchse zur Spannungsversorgung der Hochdruckentladungslampe versehen
ist. Das Gehäuse der Steckerbuchse ist als Teil des Sockelaußenteils ausgebildet.
Dadurch müssen die metallischen Kontaktstifte der Steckerbuchse während der Sockelmontage
mit den im Lampensockel angeordneten elektrischen Bauteilen der Hochdruckentladungslampe
kontaktiert werden.
II. Darstellung der Erfindung
[0003] Es ist die Aufgabe der Erfindung, einen Lampensockel für eine Hochdruckentladungslampe
und eine Hochdruckentladungslampe mit verbesserten elektrischen Anschlüssen bereitzustellen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 bzw.
7 gelöst. Besonders vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen
Patentansprüchen beschrieben.
[0005] Der erfindungsgemäße Lampensockel besitzt eine Montageplatine für elektronische Bauteile,
vorzugsweise handelt es sich hierbei um die elektronischen Bauteile einer Zündvorrichtung
für eine Hochdruckentladungslampe, und eine Steckerbuchse zum Anschließen einer Spannungsquelle
an den Lampensockel, wobei die Steckerbuchse erfindungsgemäß als oberflächenmontiertes
Bauteil auf der Montageplatine ausgebildet ist. Durch diese Maßnahme kann die vorgefertigte
Steckerbuchse bereits vor der Sockelmontage zusammen mit den anderen elektronischen
Bauteilen auf die Montageplatine montiert werden, um anschließend die komplett bestückte
Montageplatine in den Lampensockel einzusetzen. Dadurch vereinfacht sich die Montage
des Lampensockels bzw. der Hochdruckentladungslampe. Außerdem kann dadurch das Gehäuse
der Steckerbuchse einteilig ausgeführt werden und damit für das Gehäuse in vorteilhafter
Weise die Kunststoffspritzgusstechnik verwendet werden, um darin die metallischen
Kontaktstifte der Steckerbuchse einzuspritzen. Die metallischen Kontaktstifte der
Steckerbuchse sind dadurch in dem Material des Steckerbuchsengehäuses eingebettet
und fixiert.
[0006] Die Fixierung der Steckerbuchse wird in vorteilhafter Weise mittels erster Zapfen
durchgeführt, die einteilig mit dem in Kunststoffspritzgusstechnik ausgeführten Gehäuse
der Steckerbuchse ausgebildet sind und in passgerechte Aussparungen der Montageplatine
greifen. Zur Befestigung der aus der Montageplatine und der darauf fixierten Steckerbuchse
bestehenden Baueinheit an dem Lampensockel, sind an dem Steckerbuchsengehäuse zweite
Zapfen angeformt, die in passgerecht geformte Aussparungen in einer Wand des Lampensockels
greifen. Die ersten und zweiten Zapfen gewährleisten eine Zug- und Druckentlastung
der mit den Leiterbahnen der Montageplatine verlöteten, metallischen Kontaktstifte
der Steckerbuchse beim Einführen und Abziehen eines Steckers in die Steckerbuchse.
Die vorgenannten Zapfen sind vorzugsweise als Sechskant- oder Achtkant-Stifte ausgebildet
und die auf sie abgestimmten Aussparungen weisen vorzugsweise eine kreiszylindrische
Geometrie auf, um eine Steckverbindung zu ermöglichen. Durch diese Formgebung wird
ein Klemmsitz der Zapfen in den Aussparungen gewährleistet, so dass sich weitere Maßnahmen
zur Fixierung der Steckerbuchse auf der Montageplatine bzw. an dem Lampensockel erübrigen.
[0007] Die erfindungsgemäße Hochdruckentladungslampe weist einen Lampensockel und eine darin
angeordnete Montageplatine für elektronische Bauteile, die vorzugsweise Komponenten
der Zündvorrichtung der Hochdruckentladungslampe sind, sowie eine Steckerbuchse zum
Anschließen einer Spannungsquelle an die Hochdruckentladungslampe auf, wobei erfindungsgemäß
die Steckerbuchse als oberflächenmontiertes Bauteil auf der Montageplatine ausgebildet
ist. Wie bereits oben erwähnt wurde, kann durch diese Maßnahme die vorgefertigte Steckerbuchse
bereits vor der Sockelmontage zusammen mit den anderen elektronischen Bauteilen auf
die Montageplatine montiert werden, um anschließend die komplett bestückte Montageplatine
in den Lampensockel der Hochdruckentladungslampe einzusetzen. Dadurch vereinfacht
sich die Montage der Hochdruckentladungslampe.
[0008] Der Lampensockel der erfindungsgemäßen Hochdruckentladungslampe besitzt vorzugsweise
dieselben vorteilhaften Merkmale, die bereits oben im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Lampensockel beschrieben wurden. Die Erfindung lässt sich vorteilhaft auf Hochdruckentladungslampen
mit im Lampensockel integrierter Zündvorrichtung, insbesondere auf Hochdruckentladungslampen
für Kraftfahrzeugscheinwerfer, anwenden.
III. Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels
[0009] Nachstehend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- Ein Querschnitt durch die Steckerbuchse des Lampensockels einer Hochdruckentladungslampe
gemäß des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung
- Figur 2
- Eine Seitenansicht der in Figur 1 abgebildeten Steckerbuchse nach der Montage auf
einer Montageplatine
- Figur 3
- Eine Draufsicht auf die in Figur 2 abgebildete Montageplatine und Steckerbuchse
- Figur 4
- Eine Draufsicht auf das Sockelaußenteil des Lampensockels der Hochdruckentladungslampe
gemäß des bevorzugten Ausführungsbeispiels
- Figur 5
- Eine Seitenansicht der Hochdruckentladungslampe gemäß des bevorzugten Ausführungsbeispiels
[0010] In Figur 5 ist eine Hochdruckentladungslampe gemäß des bevorzugten Ausführungsbeispiels
der Erfindung abgebildet. Bei dieser Hochdruckentladungslampe handelt es sich um eine
Metallhalogenid-Hochdruckentladungslampe mit einer im Lampensockel integrierten Impulszündvorrichtung.
Diese Hochdruckentladungslampe ist zur Verwendung als Lichtquelle in einem Kraftfahrzeugscheinwerfer
vorgesehen.
[0011] Die Hochdruckentladungslampe besitzt ein von einem gläsernen Außenkolben 12 umschlossenes
Entladungsgefäß 11 aus Quarzglas mit darin angeordneten Elektroden 13, 14 zum Erzeugen
einer Gasentladung. Die Elektroden 13, 14 sind jeweils mit einer aus dem Entladungsgefäß
11 herausgeführten Stromzuführung 15 bzw. 16 verbunden, über die sie mit elektrischer
Energie versorgt werden. Die aus dem Entladungsgefäß 11 und dem Außenkolben 12 bestehenden
Baueinheit 1 ist im Lampensockel 2 fixiert. Der Lampensockel 2 umfasst ein Sockelaußenteil
21 und einen Deckel 22, der die Kammern des Sockelaußenteils 21 verschließt, sowie
eine Steckerbuchse 40 zur Spannungsversorgung der Hochdruckentladungslampe.
[0012] Das in Figur 4 abgebildete Sockelaußenteil 21 besitzt einen im wesentlichen quadratischen
Querschnitt. Der Innenraum des Sockelaußenteils 21 wird durch eine Trennwand 213 in
zwei unterschiedlich große Kammern 214, 215 unterteilt. Die kleinere, erste Kammer
214 ist zur Aufnahme eines Stabkerntransformators (nicht abgebildet) vorgesehen, der
als Zündtransformator für die im Lampensockel 2 untergebrachte Impulszündvorrichtung
der Hochdruckentladungslampe dient. In der größeren, zweiten Kammer 215 sind die restlichen
Komponenten der Impulszündvorrichtung (nicht abgebildet) angeordnet. In dem Sockelaußenteil
21 ist ein elektrisches Kontaktelement eingebettet. Das erste Ende 31 des elektrischen
Kontaktelementes erstreckt sich in die erste Kammer 214 und ist nach der Montage des
Stabkerntransformators mit dem Hochspannung führenden Zündspannungsausgang des Stabkerntransformators
verschweißt. Das zweite Ende 32 des elektrischen Kontaktelementes 3, das mit einer
durchgehenden Bohrung 33 für die innere Stromzuführung 15 der Hochdruckentladungslampe
versehen ist, erstreckt sich in die zweite Kammer 215. In dem Sockelaußenteil 21 ist
eine Wanne 2171 vorgesehen, die durch einen hohlzylindrischen Steg 217 begrenzt wird.
Das zweite Ende 32 des Kontaktelementes bildet einen Teil des Wannenbodens. Nach dem
Verschweißen der inneren Stromzuführung 15 mit dem zweiten Ende 32 des Kontaktelementes
wird die Wanne 2171 mit einer elektrisch isolierenden Vergussmasse ausgefüllt, so
dass die Schweißstelle zwischen den beiden Lampenkomponenten 15, 32 in der Vergussmasse
eingebettet ist. Das in den Sockel 2 zurückgeführte Ende der aus dem sockelfernen
Ende des Entladungsgefäßes 11 herausragenden äußeren Stromzuführung 16 erstreckt sich
in den hohlzylindrischen Steg 218, der ebenfalls an dem Sockelaußenteil 21 angeformt
ist. Weitere hohlzylindrische Stege 219 dienen zur Befestigung der in den Figuren
1 bis 3 dargestellten Steckerbuchse 40, die zum Anschließen einer Spannungsquelle
an die Hochdruckentladungslampe dient.
[0013] Die Steckerbuchse 40 besitzt ein Gehäuse 41, das als Kunststoffspritzgussteil ausgebildet
ist und aus Polyamid besteht. In dem Material des Gehäuses 41 sind drei metallische
Kontaktstifte 42 eingebettet, welche die elektrischen Anschlüsse der Hochdruckentladungslampe
bilden. Jeweils ein Ende 421 der Kontaktstifte 42 ist mit einer Leiterbahn der Montageplatine
50 verlötet. Das jeweils andere Ende der Kontaktstifte 42 ist über die Öffnung 45
der Steckerbuchse 40 für einen Stecker zugänglich. Das Gehäuse 41 weist zwei angeformte
erste Zapfen 43 auf, die in passgerecht darauf abgestimmte kreiszylindrische Durchbrüche
der Montageplatine 50 greifen und mit diesen eine Steckverbindung eingehen. Zusätzlich
weist das Gehäuse 41 zwei angeformte zweite Zapfen 44 auf, die in die passgerecht
darauf abgestimmten hohlzylindrischen Stege 219 des Sockelaußenteils 21 greifen. Die
Stege 219 besitzen kreiszylindrische Geometrie. Sowohl die ersten 43 als auch die
zweiten Zapfen 44 sind als Sechskant-Stifte ausgebildet. Sie bilden mit den entsprechenden
kreiszylindrischen Aussparungen der Montageplatine 50 bzw. mit den hohlzylindrischen
Stegen 219 eine Steckverbindung. Das Sockelaußenteil 21 weist in einer Seitenwand
2151 im Bereich der Stege 219 eine Aussparung für die Steckerbuchse 40 auf. Die Form
der on den Figuren 2 und 3 dargestellten Montageplatine 50 ist passgerecht auf den
Querschnitt der zweiten Kammer 215 abgestimmt ist. Die Montageplatine 50 verschließt
nach ihrer Montage die Kammer 215. Die auf der Montageplatine 50 angeordneten Bauteile
(nicht abgebildet), wie zum Beispiel der Zündkondensator und die Funkenstrecke der
Impulszündvorrichtung, ragen in die zweite Kammer 215 hinein. Der Steg 218 des Sockelaußenteils
21 ist mit einer Auflagefläche 2181 für die Montageplatine 50 ausgestattet. Das Ende
der in dem Steg 218 verlaufenden, sockelfernen Stromzuführung 16 ist mit dem in der
Montageplatine 50 integrierten ringscheibenförmigen Metallkontakt 52 verschweißt oder
verlötet. Der Innendurchmesser des ringförmigen Metallkontaktes 52 bzw. seine Ringöffnung
53 ist zu diesem Zweck auf die Dicke der Stromzuführung 16 abgestimmt. Zwei an das
Sockelaußenteil 21 angeformte Stege 220 greifen in entsprechend darauf angepasste
Durchbrüche 51 in der Montageplatine 50 und bilden mit diesen eine Steckverbindung.
[0014] In den Seitenwänden 2151, 213 und dem Boden der ersten Kammer 214 sind Führungsmittel
2142, 2131, 2144 für den Stabkerntransformator vorgesehen. Der Deckel 22 deckt die
Montageplatine 50 ab und verschließt beide Kammern 214, 215 des Sockelaußenteils 21.
1. Lampensockel für eine Hochdruckentladungslampe mit einer Montageplatine (50) für elektronische
Bauteile und mit einer Steckerbuchse (40) zum Anschließen einer Spannungsquelle an
den Lampensockel (2),
dadurch gekennzeichnet, dass die Steckerbuchse (40) als oberflächenmontiertes Bauteil auf der Montageplatine (50)
ausgebildet ist.
2. Lampensockel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckerbuchse (40) ein Kunststoffgehäuse (41) aufweist, das mit angeformten ersten
Zapfen (43) versehen ist, die in passgerechte Aussparungen der Montageplatine (50)
eingreifen.
3. Lampensockel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffgehäuse (41) mit angeformten zweiten Zapfen (44) versehen ist, die
in passgerechte Aussparungen (219) des Lampensockels (2) eingreifen.
4. Lampensockel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffgehäuse (41 ) als Kunststoffspritzgussteil ausgebildet ist.
5. Lampensockel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckerbuchse (40) mindestens einen metallischen Kontaktstift (42) aufweist,
der in dem Material des Kunststoffspritzgussteils (41) eingebettet ist.
6. Lampensockel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten (43) oder / und zweiten Zapfen (44) als Sechskant- oder Achtkant-Stifte
ausgebildet sind und die Aussparungen (219) kreiszylindrische Geometrie aufweisen.
7. Hochdruckentladungslampe mit einem Lampensockel (2) und einer im Lampensockel (2)
angeordnete Montageplatine (50) für elektronische Bauteile sowie mit einer Steckerbuchse
(40) zum Anschließen einer Spannungsquelle an die Hochdruckentladungslampe,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steckerbuchse (40) als oberflächenmontiertes Bauteil auf der Montageplatine (50)
ausgebildet ist.
8. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckerbuchse (40) ein Kunststoffgehäuse (41) aufweist, das mit angeformten ersten
Zapfen (43) versehen ist, die in passgerechte Aussparungen der Montageplatine (50)
eingreifen.
9. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffgehäuse (41) mit angeformten zweiten Zapfen (44) versehen ist, die
in passgerechte Aussparungen (219) des Lampensockels (2) eingreifen.
10. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffgehäuse (41) als Kunststoffspritzgussteil ausgebildet ist.
11. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckerbuchse (40) mindestens einen metallischen Kontaktstift (42) aufweist,
der in dem Material des Kunststoffspritzgussteils (41) eingebettet ist.
12. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten (43) oder / und zweiten Zapfen (44) als Sechskant- oder Achtkant-Stifte
ausgebildet sind und die Aussparungen (219) kreiszylindrische Geometrie aufweisen.