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EP 1 513 168 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.03.2017 Patentblatt 2017/10 |
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Anmeldetag: 24.08.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Vorrichtung zum Magnetisieren eines Magnetsystems
Method and apparatus for magnetising a magnet system
Méthode et dispositif de magnétisation d'un système magnétique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
02.09.2003 CH 150603
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.03.2005 Patentblatt 2005/10 |
| (73) |
Patentinhaber: Maurer, Albert |
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8624 Grüt (CH) |
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Erfinder: |
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- Maurer, Albert
8624 Grüt (CH)
- Meyer, Urs
8172 Niederglatt (CH)
- Haas, Stefan
8044 Zürich (CH)
- Müller, Olivier
8303 Bassersdorf (CH)
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| (74) |
Vertreter: Schneider Feldmann AG
Patent- und Markenanwälte |
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Beethovenstrasse 49
Postfach 8027 Zürich 8027 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 101 922 US-B1- 6 249 444
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US-A- 5 469 321
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Magnetisieren
eines Magnetsystems gemäss den Oberbegriffen der unabhängigen Patentansprüche. Die
Erfindung eignet sich z. B. dafür, Dauermagnete aus Seltenerd-Materialien auf dem
Rotor eines Elektromotors zu magnetisieren und magnetisch zu verankern. Sie kann in
automatisierten Magnetisieranlagen mit geringen Taktzeiten bzw. hohen Stückzahlen
eingesetzt werden.
[0002] Es ist bekannt, zum Magnetisieren von Dauermagneten eine Magnetisierspule zu verwenden.
Die Magnetisierspule wird unmittelbar über dem zu magnetisierenden Magnetkörper oder
um ihn herum angeordnet. Der Magnetisierspule ist ein aufgeladener Kondensator zugeordnet,
welcher über die Spule entladen wird. Das in der Magnetisierspule kurzfristig aufgebaute
Magnetfeld magnetisiert den Magnetkörper. Um ein genügend grosses Magnetfeld aufzubauen,
muss eine Magnetisierspule mit vielen Windungen bzw. einer grossen Induktivität verwendet
werden. Die üblichen Pulsdauern betragen 10 ms oder mehr. Dabei wird beobachtet, dass
sich die Magnetisierspule unerwünschterweise stark erwärmt, was eine hohe Taktfrequenz
verunmöglicht und den Einsatz von aufwändigen Kühlsystemen bedingt.
[0003] Ein für den Betrieb von gattungsgemässen Magnetisiervorrichtungen geeigneter elektrischer
Pulsgenerator ist in der DE-28'06'000 offenbart. Dieser Pulsgenerator beinhaltet eine
Schaltung zur Energierückgewinnung mit zwei Kondensatoren oder zwei gleichzeitig gezündeten
Hochstrom-Schaltern.
[0004] Dauermagnete aus Seltenerd-Materialien wie Neodym-Eisen-Bor (NdFeB) lösen zur Zeit
die in grossen Stückzahlen eingesetzten Ferritmagnete ab. Sie sind wegen ihrer hohen
Koerzitivkraft erheblich schwieriger zu magnetisieren. Während für die Magnetisierung
herkömmlicher Magnete aus Magnetlegierungen oder Ferriten eine magnetische Feldstärke
von 800 kA/m genügt, verlangen die modernen Magnete 1600-4000 kA/m. Die letztgenannte
Feldstärke liegt höher als der Sättigungsgrad von allen bekannten ferromagnetischen
Materialien. Ein Eisenrückschluss für die Magnetisierspule hat deshalb höchstens noch
eine unterstützende Wirkung, kann aber keine Feldkonzentration mehr bewirken. Für
das Magnetisieren müssen deshalb Luftspulen eingesetzt werden. Diese haben einen wesentlich
schlechteren Wirkungsgrad in der Magnetisierung, weil sich das Magnetfeld nicht auf
den Magneten konzentrieren lässt. Deshalb müssen wesentlich höhere Leistungen in die
Spule gebracht werden, und deren unerwünschte Erwärmung ist entsprechend grösser.
[0005] Konventionelle Magnetisieranlagen arbeiten mit Pulsdauern von 10 ms oder mehr. Solche
Pulsdauern ergeben genügende Eindringtiefen des Magnetfeldes auch in elektrisch leitfähigen
Materialien, wo die Ausbreitung magnetischer Felder durch Wirbelströme verzögert wird.
Sie erlauben weiter den Einsatz von kostengünstigen Elektrolytkondensatoren zur Energiespeicherung
für den Magnetisierpuls und die Anwendung von Halbleiterschaltern für die Netzfrequenz.
Für einzelne Magnetisierungen in Labor und Fertigungsbereich eignet sich diese Technik
gut, nicht jedoch für die Serienfertigung. In der Serienfertigung fehlt die Zeit zum
Abkühlen der Magnetisierspule zwischen den einzelnen Magnetisiervorgängen. Für moderne
Dauermagnete mit hoher Koerzitivkraft ist die Leistung einer solchen Magnetisieranlage
in der Serienfertigung begrenzt.
[0006] Bei beengtem Raum für die Magnetisierspule lassen sich Magnete im montierten Zustand
mit herkömmlichen Methoden kaum magnetisieren. In diesem Fall werden bereits vorher
magnetisierte Dauermagnete in das Magnetsystem eingebaut, was besondere Anforderungen
an die Montage stellt. Die Handhabung von magnetisierten Dauermagneten und Magnetsystemen
ist heikel, weil ferromagnetische Partikel jeder Art angezogen werden und sich kaum
mehr entfernen lassen. Dasselbe gilt für Absplitterungen der Magnete, wie sie sich
bei einem zufälligen Aufprall der Dauermagnete zwangsläufig ergeben. Ohne Magnetisierpulse
kommt die in der
DE-100'49'766 offenbarte Anordnung zum Magnetisieren von Magnetsystemen aus. Gemäss dieser Schrift
wird eine aus einem kühlbaren Hochtemperatursupraleiter aufgebaute Magnetisierspule
verwendet, welche durch eine regelbare Gleichstromquelle gespiesen wird. Diese Anordnung
erfordert eine aufwändige Kühlung und verbraucht viel Energie. Die Magnetisierspule
aus einem Hochtemperatursupraleiter ist teuer und störungsanfällig.
[0007] In der DE-39'34'691 ist eine Vorrichtung beschreiben, bei welcher die Magnete in
einen stromdurchflossenen Leiter geschoben werden. Ein Magnetisieren von vormontierten
Magneten ist mit dieser Vorrichtung nicht zu erreichen. Die in der DE-39'34'691 erwähnte
Parallelisierung bezieht sich auf nebeneinander liegende Leiter zum Magnetisieren
von langen Stabmagneten beziehungsweise zur mehrpoligen Magnetisierung.
[0008] US 5,469,321 offenbart den Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0009] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Magnetisierung
von Dauermagneten anzugeben, welche die oben genannten Nachteile nicht aufweisen.
Das Verfahren und die Vorrichtung sollen es insbesondere ermöglichen, auch Dauermagnete
aus Seltenerd-Materialien in Serienfertigung mit hoher Taktrate von einer Sekunde
oder weniger zu magnetisieren und so eine hohe Produktivität zu gewährleisten. Das
Verfahren und die Vorrichtung sollen für den Einsatz in einer automatisierten Produktionsanlage
geeignet sein, wobei sie auch das Magnetisieren von bereits auf Rotoren aufbandagierten
Magneten zulassen sollen. Sie sollen energiesparend arbeiten und mit Luftkühlung auskommen.
Ferner soll die Vorrichtung kompakt, robust sowie kostengünstig sein und nach Möglichkeit
Standardkomponenten verwenden.
[0010] Diese und andere Aufgaben werden durch das Verfahren bzw. die Vorrichtung gelöst,
wie sie in den unabhängigen Patentansprüchen definiert sind. Vorteilhafte Ausführungsformen
sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0011] Gemäss der Erfindung wird das zu magnetisierende Material mit einem durch eine Magnetisierspule
fliessenden Strompuls bzw. dem durch die Magnetisierspule aufgebauten Magnetfeld magnetisiert
und magnetisch verankert. Der Magnetisierung durch das Magnetfeld steht die Erwärmung
der Magnetisierspule entgegen. Daher muss der Strompuls genug kurz sein, um keine
zu hohe Erwärmung zu verursachen. Erfindungsgemäss wird ein Strompuls mit einer Pulsdauer
zwischen 10 µs und 500 µs und vorzugsweise zwischen 10 µs und 200 µs verwendet. Der
Strompuls muss aber gleichzeitig genug stark sein, um ein für die Magnetisierung genügendes
Magnetfeld aufzubauen. Der dazu erforderliche kurze Puls mit starkem Magnetfeld wird
vorzugsweise durch Superposition von mehreren Magnetisierspulen mit geringer Windungszahl
erreicht.
[0012] Dementsprechend wird im erfindungsgemässen Verfahren zum Magnetisieren eines Magnetsystems
dem Magnetsystem eine Magnetisierspule zugeordnet. Die Magnetisierspule wird mit einem
Strompuls mit begrenzter Pulsdauer beaufschlagt, wodurch ein mit dem Magnetsystem
wechselwirkendes Magnetfeld aufgebaut wird. Dabei wird die Pulsdauer des Strompulses
auf einen Wert zwischen 10 µs und 500 µs und vorzugsweise zwischen 10 µs und 200 µs
begrenzt. In einer bevorzugten Ausführungsform werden dem Magnetsystem mindestens
zwei Magnetisierspulen zugeordnet und derart gegenseitig angeordnet, dass sich ihre
Magnetfelder verstärkend überlagern, und die Magnetfelder der mindestens zwei Magnetisierspulen
werden gleichzeitig aufgebaut.
[0013] Die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Magnetisieren eines Magnetsystems beinhaltet
eine Pulsgeneratorschaltung mit einem Kondensatorelement, einer mit dem Kondensatorelement
elektrisch verbundenen Magnetisierspule und einem Schaltelement, durch dessen Betätigung
die Magnetisierspule mit einem durch Entladung des Kondensatorelements entstehenden
Strompuls mit begrenzter Pulsdauer beaufschlagbar und somit der Aufbau eines Magnetfeldes
auslösbar ist. Die Pulsgeneratorschaltung ist derart aufgebaut, dass die Pulsdauer
des Strompulses auf einen Wert zwischen 10 µs und 500 µs und vorzugsweise zwischen
10 µs und 200 µs begrenzt ist.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform sind mindestens zwei Magnetisierspulen vorhanden
und derart gegenseitig angeordnet, dass sich ihre Magnetfelder verstärkend überlagern,
und mindestens ein Schaltelement ist derart angeordnet und betätigbar, dass die mindestens
zwei Magnetisierspulen gleichzeitig mit je einem Strompuls beaufschlagbar sind. Jeder
der mindestens zwei Magnetisierspulen kann ein Schaltelement zugeordnet sein, wobei
diesfalls die Vorrichtung ferner Betätigungsmittel aufweist, mittels welcher die mindestens
zwei Schaltelemente gleichzeitig betätigbar sind.
[0015] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung
ist die Pulsgeneratorschaltung mehrfach, bspw. vier- bis zwölffach, vorhanden, was
im Folgenden als "parallele Vervielfachung" oder "Parallelisierung" der Pulsgeneratorschaltung
bezeichnet wird. Dank der parallelen Vervielfachung kann die Induktivität der Magnetisierspule
und der die Kapazität des Kondensatorelements im Schwingkreis klein gehalten werden.
Dadurch ergeben sich die erforderlichen kurzen Pulsdauern von bspw. 100 µs; trotzdem
werden genügend hohe Magnetfelder erzeugt, um auch moderne, anspruchsvolle Magnetsysteme
zu magnetisieren.
[0016] Für eine Reduktion der Wärmeenergie, die in der Magnetisierspule freigesetzt wird,
ist also der Magnetisierpuls in seiner Dauer zu begrenzen. Die übliche Entladeschaltung
mit Freilaufdiode setzt einen wesentlichen Anteil der im Kondensator gespeicherten
Impulsenergie beim exponentiell abfallenden Ende des Pulses um. Dieser Abschnitt hat
aber keine magnetisierende Wirkung mehr. Mit einer neuartigen Schaltung, die im Pfad
der Freilaufdiode eine Speicherdrosselspule aufweist, lässt sich das exponentielle
Auslaufen des Stromes in der Magnetisierspule unterdrücken und die darin steckende
Energie grossenteils zurückgewinnen. Die induktive Rückführung ermöglicht das zweite
Umschwingen der Kondensatorspannung und verhindert dadurch die ohmschen Verluste durch
Ausschwingen. Die verbleibende Energie lädt das Kondensatorelement bereits für den
nächsten Puls wieder auf. Somit wird ein geringer Energieverbrauch erzielt, und es
ist keine aufwändige Kühlung der Spule nötig. Das zweite Umschwingen über die induktive
Rückführung ergibt bei einer vierfachen Parallelisierung der Magnetisierspule eine
zusätzliche Energieersparnis von 43 %. Ohne Parallelisierung, mit einer einzigen Magnetisierspule
und gleicher Leistung, sind es lediglich 18 %.
[0017] Dementsprechend weist vorzugsweise die Pulsgeneratorschaltung einen parallel zur
Magnetisierspule angeordneten Rückführpfad auf, welcher ein Speicherdrosselelement
und ein in Richtung des Strompulses sperrendes Diodenelement beinhaltet. Das Speicherdrosselelement
wird dabei vorteilhafterweise so dimensioniert, dass es zusammen mit dem Speicherkondensator
einen Schwingkreis bildet, dessen Periodendauer grösser ist als die entsprechende
des Magnetisierkreises.
[0018] Der elektromagnetische Schwingkreis kann durch einen bereits magnetisierten Dauermagneten,
vorzugsweise einen NdFeB-Magneten, unterstützt werden. Dieser wird in die Magnetisierspule
derart eingelegt, dass sein Feld jenes der Spule überlagert und verstärkend wirkt.
[0019] Zur Magnetisierung von typischen Magnetsystemen sind Leistungen nötig, die Spannungen
von 1000 V und mehr sowie Ströme im Bereich von Kiloampere bedingen. Die erfindungsgemässe
Vorrichtung lässt sich mit etwa 1000 V betreiben, wodurch die Anforderungen an die
Lackisolation (125 V pro Windung bei 8 Windungen) zwischen einzelnen Drahtwindungen
in der Magnetisierspule noch im unproblematischen Bereich liegen. Als Energiespeicher
werden vorzugsweise pulsfeste Kondensatoren mit metallisierter Kunststofffolie verwendet.
Diese haben eine geringe Eigeninduktivität, was die Eigenschaften des Schwingkreises
weniger beeinflusst. Zum Schalten der Spannungen und Ströme kommen z. B. Bipolartransistoren
mit isoliertem Tor oder schnelle Thyristoren in Frage.
[0020] Nachfolgend werden vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnungen
detailliert erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- einige wichtige Elemente der erfindungsgemässen Vorrichtung in einer sehr schematischen
perspektivischen Ansicht,
- Fig. 2
- eine Pulsgeneratorschaltung für die erfindungsgemässe Vorrichtung,
- Fig. 3
- einen zeitlichen Verlauf verschiedener Grössen beim erfindungsgemässen Verfahren in
einem Diagramm,
- Fig. 4
- ein Schaltelement für die erfindungsgemässe Vorrichtung,
- Fig. 5
- eine Anordnung von Magnetisierspulen des erfindungsgemässen Verfahrens in einer Draufsicht
und
- Fig. 6
- einen Querschnitt entlang der Linie VI-VI durch die Anordnung von Fig. 5.
[0021] In
Figur 1 sind sehr schematisch wichtige Elemente einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen
Vorrichtung 1 dargestellt. Die Vorrichtung 1 beinhaltet mehrere vorzugsweise identische
Pulsgeneratorschaltungen 2.1-2.4. Im Ausführungsbeispiel von Fig. 1 sind vier derartige
Pulsgeneratorschaltungen 2.1-2.4 angedeutet; es können jedoch auch mehr oder weniger
sein. Jede Pulsgeneratorschaltung 2.1-2.4 weist ein Kondensatorelement 21, vorzugsweise
einen Folienkondensator, und eine mit dem Kondensatorelement 21 elektrisch verbundene
Magnetisierspule 22 auf. Jede Pulsgeneratorschaltung 2.1-2.4 weist ausserdem ein Schaltelement
23, bspw. einen Thyristor, auf, durch dessen Betätigung eine pulsartige Entladung
des Kondensatorelements 21 über die Magnetisierspule 22 und somit der Aufbau eines
Magnetfeldes in der Magnetisierspule 22 auslösbar ist. Die Vorrichtung 1 weist ferner
Betätigungsmittel 3 auf, mittels welcher die Schaltelemente 23 der mindestens zwei
Pulsgeneratorschaltungen 2.1-2.4 gleichzeitig betätigbar sind. Derartige Betätigungsmittel
sind dem Fachmann bekannt; siehe z. B.
Werner Lücking, "Thyristor-Grundschaltungen: Handbuch für Ausbildung, Studium und
Praxi", VDE-Verlag, 1984. Die Pulsgeneratorschaltungen 2.1-2.4 und insbesondere die Magnetisierspulen 22 sind
derart gegenseitig angeordnet, dass sich ihre Magnetfelder verstärkend überlagern.
Auf Einzelheiten der Pulsgeneratorschaltungen 2.1-2.4 wird anlässlich der Fig. 2 weiter
eingegangen.
[0022] Figur 2 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer Pulsgeneratorschaltung 2 für die erfindungsgemässe
Vorrichtung 1. Zu erkennen sind die bereits anlässlich der Fig. 1 eingeführten Elemente
Kondensator 21 mit einer Kapazität C, Magnetisierspule 22 mit einer Induktivität L
und Thyristor 23. Der Kondensator 21 hat eine innere Induktivität L
2, die Magnetisierspule 22 einen inneren Widerstand R
1 und der Thyristor 23 sowie die diese Elemente verbindenden elektrischen Leitungen
einen inneren Widerstand R
2.
[0023] Die Pulsgeneratorschaltung 2 ist derart beschaffen und dimensioniert, dass die Entladung
des Kondensatorelements 21 eine Pulsdauer von ca. 10-500 µs und vorzugsweise ca. 10-200
µs hat. Um derart kurze Pulsdauern zu erreichen, müssen die Werte von C und L klein
sein. Es kann bspw. gelten: 1 µH < L < 15 µH sowie 15 µF < C < 150 µF, und vorzugsweise
2 µH < L < 8 µH sowie 30 µF < C < 75 µF. Um trotz der kleinen L- und C-Werte genügend
hohe Magnetfelder aufzubauen, wird vorzugsweise die Pulsgeneratorschaltung 2 oder
Teile davon parallel vervielfacht, wie anlässlich von Fig. 1 dargestellt und erläutert.
Das mindestens eine Kondensatorelement 21 soll mit Spannungen uC von ca. 100-5000
V und vorzugsweise ca. 1200-2000 V aufladbar sein. Die Pulsgeneratorschaltung 2 soll
Entladeströme iL
1 von ca. 1-10 kA und vorzugsweise ca. 2-5 kA ermöglichen.
[0024] In der besonders vorteilhaften Ausführungsform von Fig. 2 ist parallel zur Magnetisierspule
22 ein Rückführpfad 24 angeordnet. Dieser beinhaltet eine Speicherdrosselspule 25
mit einer Induktivität L
d und eine in Richtung des Entladungsstrompulses sperrende Diode 26. Die Speicherdrosselspule
25 hat einen inneren Widerstand R
d. Mit dem Rückführpfad 24 lässt sich das exponentielle Auslaufen des Stromes in der
Magnetisierspule 22 unterdrücken und die darin steckende Energie grossenteils zurückgewinnen.
Die Speicherdrosselspule 25 wird dabei so dimensioniert, dass sie zusammen mit dem
Kondensatorelement 21 einen Schwingkreis bildet, dessen Periodendauer grösser, bspw.
2- bis 1000-mal grösser und vorzugsweise 10- bis 100-mal grösser, ist als die entsprechende
Periodendauer des Magnetisierkreises ohne Rückführpfad 24. Um dies zu erreichen, wird
vorzugsweise eine Speicherdrosselspule 25 gewählt, die eine Induktivität L
d hat, die 2- bis 1000-mal grösser und vorzugsweise 10- bis 100-mal grösser ist als
die Induktivität L
1 der Magnetisierspule, z. B. 10 µH < L
d < 150 µH.
[0025] Anhand von
Figur 3 wird eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens erläutert,
welche sich auf die Pulsgeneratorschaltung 2 von Fig. 2 bezieht. Das Diagramm von
Fig. 3 zeigt eine rechnerische Simulation des zeitlichen Verlaufs verschiedener Grössen,
nämlich:
Kurve 91: der Ladespannung uLade = uC - uL2,
Kurve 92: des Magnetisierstroms iL1,
Kurve 93: des Stroms iL2 und
Kurve 94: der Diodenspannung uD.
[0026] Die verschiedenen Phasen des zeitlichen Ablaufs sind zur Verdeutlichung durch drei
senkrechte Linien voneinander abgegrenzt.
[0027] Die Simulation basiert auf den folgenden Werten:
uC(t=0) = 1000 V
C = 60 µF
L2 = 2.66 µH
L1 = 5.49 µH
R1 = 0.062 Ω
R2 = 0.01 Ω
Ld = 54.9 µH = 10L1
Rd = 0.1 Ω.
[0028] Es resultieren folgende Werte:
maximaler Spulenstrom iL1,max = 2348 A
Pulsdauer = 71 µs
uLade(Ende) = 658 V
Energie(t=0) = 30 Ws
Energie(Ende) = 43 % der Energie(t=0).
[0029] Das Schaltelement 23 der erfindungsgemässen Vorrichtung 1 kann statt des in Fig.
2 beispielhaft dargestellten Thyristors auch einen Bipolartransistor 4 mit isoliertem
Tor (insulated-gate bipolar transistor, IGBT) beinhalten. Ein derartiges Schaltelement
23 ist beispielhaft in
Figur 4 dargestellt. Der Kollektor C des IGBT 4 ist mit der Magnetisierspule 22 elektrisch
verbunden. Zwischen der Magnetisierspule und dem IGBT kann fakultativ eine entgegen
der Richtung des Entladungsstrompulses sperrende Diode 41 geschaltet sein. Das Tor
G des IGBT 4 wird von einem Ansteuergerät 42 angesteuert. Das Ansteuergerät 42 weist
einen Zündeingang 43 für einen Zündpuls auf. Nach dem Emitter E des IGBT 4 ist ein
Stromsensor 44 eingebaut, dessen Signal über einen Sensoreingang 45 in das Ansteuergerät
42 eingespiesen wird. Ist der Emitterstrom I
E positiv und ist ein Zündpuls vorhanden, so soll der IGBT 4 durchlassen; andernfalls
soll der IGBT 4 sperren.
[0030] In
Figur 5 ist eine bevorzugte Anordnung von Magnetisierspulen 22.1-22.8 in der erfindungsgemässen
Vorrichtung 1 in einer Draufsicht dargestellt. Figur 6 zeigt einen Querschnitt entlang
der Linie VI-VI in Fig. 5. In diesem Ausführungsbeispiel sind acht Magnetisierspulen
22.1-22.8 mit unterschiedlichen Durchmessern ineinander verschachtelt. Jede Magnetisierspule
22.1-22.8 weist bspw. sechs Windungen auf. Es können auch Magnetisierspulen mit bifilaren
oder multifilaren Wicklungen eingesetzt werden. Die Magnetisierspulen 22.1-22.8 können
rechteckig, quadratisch oder rund sein oder andere Geometrien aufweisen. Die Anordnung
kann beidseitig durch je eine Epoxy-Glasplatte 27.1, 27.2 abgeschlossen sein. Der
Innen- bzw. Aussendurchmesser einer solchen Anordnung hängt von der jeweiligen Anwendung
ab und liegt typischerweise im Bereich von einigen bis einigen hundert Zentimetern.
Das resultierende Magnetfeld B, d. h. die Superposition der in den acht Magnetisierspulen
22.1-22.8 aufgebauten Magnetfelder, ist mit einem Pfeil angedeutet. Die Anordnung
wird z. B. auf der Oberfläche eines zu magnetisierenden Magnetsystems 8 positioniert,
derart, dass ein möglichst grosser Teil des Magnetfelds B mit dem Material des Magnetsystems
8 wechselwirken kann. Falls das Magnetsystem 8, zumindest teilweise, von den Seiten
her zugänglich ist, wird die Anordnung vorzugsweise derart positioniert, dass die
Magnetisierspulen 22.1-22.8 das Magnetsystem 8, zumindest teilweise, umgeben. So kann
eine noch effizientere Magnetisierung erzielt werden.
[0031] Alternativ zum hier gezeigten Ausführungsbeispiel können die Magnetisierspulen 22.1-22.8
auch dieselben Durchmesser aufweisen und übereinander angeordnet sein. Selbstverständlich
sind auch Kombinationen von Verschachtelung und Anordnung übereinander möglich.
Bezugszeichenliste:
[0032]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Pulsgeneratorschaltung
- 21
- Kondensatorelement
- 22
- Magnetisierspule
- 23
- Schaltelement
- 24
- Rückführpfad
- 25
- Speicherdrosselspule
- 26
- Diode
- 27.1, 27.2
- Epoxy-Glasplatte
- 3
- Betätigungsmittel
- 4
- IGBT
- 41
- Diode
- 42
- Ansteuergerät
- 43
- Zündeingang
- 44
- Stromsensor
- 45
- Sensoreingang
- 8
- Magnetsystem
- 91
- Ladespannung uLade = uC - uL2
- 92
- Magnetisierstrom iL1
- 93
- Strom iL2
- 94
- Diodenspannung uD
1. Vorrichtung (1) zum Magnetisieren eines Magnetsystems, beinhaltend
eine Pulsgeneratorschaltung (2) mit einem Kondensatorelement (21), einer mit dem Kondensatorelement
(21) elektrisch verbundenen Magnetisierspule (22) und einem Schaltelement (23), durch
dessen Betätigung die Magnetisierspule (22) mit einem durch Entladung des Kondensatorelements
(21) entstehenden Strompuls mit einer auf 10 µs bis 500 µs begrenzten Pulsdauer beaufschlagbar
und somit der Aufbau eines Magnetfeldes (B) auslösbar ist, wobei die Pulsgeneratorschaltung
(2) ein, in Richtung des Entladungsstrompulses (iL1) sperrendes, Diodenelement (26) parallel zur Magnetisierspule (22) als Rückführpfad
(24) angeordnet
aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass der parallel zur Magnetisierspule (22) angeordnete Rückführpfad (24) eine Speicherdrosselspule
(25) aufweist, wobei der Rückführpfad (24) zusammen mit dem Kondensatorelement (21)
einen elektrischen Schwingkreis bildet, wobei die Periodendauer des den Schwingkreis
bildenden Rückführpfad (24) grösser ist als die Periodendauer der Pulsgeneratorchaltung
(2) ohne den Rückführpfad (24).
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei die Periodendauer des einen elektrischen Schwingkreis
bildenden Rückführpfad (24) 2-bis 1000-mal grösser und vorzugsweise 10- bis 100-mal
grösser ist als
die Periodendauer der Pulsgeneratorschaltung (2) ohne den Rückführpfad (24).
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei die Speicherdrosselspule (25) eine Induktivität
(Ld) aufweist, die 2- bis 1000-mal grösser und vorzugsweise 10- bis 100-mal grösser ist
als die Induktivität (L1) der Magnetisierspule (22).
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei mindestens zwei Magnetisierspulen (22) vorhanden
und derart gegenseitig angeordnet sind, dass sich ihre Magnetfelder (B) verstärkend
überlagern, und mindestens ein Schaltelement (23) derart angeordnet und betätigbar
ist, dass die mindestens zwei Magnetisierspulen (22) gleichzeitig mit je einem Strompuls
beaufschlagbar sind.
5. Vorrichtung (1) nach Anspruch 4, wobei mindestens zwei Magnetisierspulen ineinander
verschachtelt sind.
6. Vorrichtung (1) nach Anspruch 4 oder 5, wobei jeder der mindestens zwei Magnetisierspulen
(22) ein Schaltelement (23) zugeordnet ist und die Vorrichtung (1) ferner Betätigungsmittel
(3) aufweist, mittels welcher die mindestens zwei Schaltelemente (23) gleichzeitig
betätigbar sind.
7. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 4-6, wobei die Vorrichtung (1) mindestens
zwei vorzugsweise identische Pulsgeneratorschaltungen (2.1-2.4) aufweist.
8. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1-7, wobei das Kondensatorelement (21) ein
festes, flächiges, mit einer Metallschicht versehenes Dielektrikum beinhaltet, und
vorzugsweise ein Folienkondensator ist.
9. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1-8, wobei das Schaltelement (23) einen Bipolartransistor
(4) mit isoliertem Tor beinhaltet, dessen Kollektor (C) mit der Magnetisierspule (22)
elektrisch verbunden ist.
10. Vorrichtung (1) nach Anspruch 9, wobei das Tor (G) des Bipolartransistors (4) mit
isoliertem Tor von einem Ansteuergerät (42) ansteuerbar ist, welches einen Zündeingang
(43) für eine Zündpuls und einen Sensoreingang (45) für ein Signal eines den Emitterstrom
(IE) messenden Stromsensors (44) aufweist, und der Bipolartransistor (4) mit isoliertem
Tor vom Ansteuergerät (42) derart ansteuerbar ist, dass er sperrt, wenn der Stromsensor
(44) einen negativen Emitterstrom (IE) feststellt.
11. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1-8, wobei das Schaltelement (23) einen Thyristor
beinhaltet.
12. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1-11, wobei in mindestens einer Magnetisierspule
(22) ein bereits magnetisierter Dauermagnet, vorzugsweise ein NdFeB-Magnet, derart
eingesetzt ist, dass sein Magnetfeld das von der Magnetisierspule (22) aufgebaute
Magnetfeld (B) verstärkend überlagert.
13. Verfahren zum Magnetisieren eines Magnetsystems (8) unter Verwendung einer Vorrichtung
nach einem der Ansprüche 1-14, wobei durch das Schaltelement (23) die Magnetisierspule
(22) mit einem durch Entladung des Kondensatorelements (21) entstehenden Strompuls
mit begrenzter Pulsdauer durch das zuvor aufgeladene Kondensatorelement (21) beaufschlagt
wird, wodurch ein mit dem Magnetsystem (8) wechselwirkendes Magnetfeld (B) aufgebaut
wird,
dadurch gekennzeichnet, dass,
nach der Erzeugung des Strompulses durch Entladung des Kondensatorelementes (21) und
der damit verbundenen Magnetisierung des Magnetsystems (8), ein exponentielles Auslaufen
des Stromes in der Magnetisierspule (22) unterdrückt wird, indem der verbliebene Strompuls
über den parallel zur Magnetisierspule (22) angeordneten Rückführpfad (24) induktiv
über die Speicherdrosselspule (25) in das Kondensatorelement (21) zurückgeführt wird
und somit das Kondensatorelement (21) für den nächsten Strompuls bereits teilweise
aufgeladen wird, wodurch elektrische Energie grossenteils zurückgewonnen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei dem Magnetsystem (8) mindestens zwei Magnetisierspulen
(22) zugeordnet werden, die mindestens zwei Magnetisierspulen (22) derart gegenseitig
angeordnet werden, dass sich ihre Magnetfelder (B) verstärkend überlagern, und die
Magnetfelder (B) der mindestens zwei Magnetisierspulen (22) gleichzeitig aufgebaut
werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei die Magnetisierspule (22) und das Kondensatorelement
(21) derart gewählt und gegenseitig angeordnet werden, dass die Pulsdauer des Strompulses
auf einen Wert zwischen 10 µs und 500 µs und vorzugsweise zwischen 10 µs und 200 µs
begrenzt wird.
1. A device (1) for magnetizing a magnet system, comprising
a pulse generator circuit (2) with a condenser element (21), a magnetizing coil (22)
electrically connected to the condenser element (21), and a switching element (23),
the activation of which can apply a current pulse to the magnetizing coil (22) resulting
from the discharge of the condenser element (21) with a pulse duration limited to
10 µs to 500 µs, and therefore trigger the generation of a magnetic field (B), wherein
the pulse generator circuit (2) comprises a diode element (26) which is blocking in
the direction of the discharge current pulse (IL1) and arranged parallel to the magnetizing coil (22) as a return path (24),
characterized in that
the return path (24) arranged parallel to the magnetizing coil (22) comprises a storage
choke coil (25), wherein the return path (24) together with the condenser element
(21) forms an electrical resonant circuit and the period duration of the return path
(24) forming the resonant circuit is greater than the period duration of the pulse
generator circuit (2) without the return path (24).
2. The device (1) according to claim 1, wherein the period duration of the return path
(24) forming an electrical resonant circuit is up to 1000 times greater, and preferably
10 to 100 times greater, than the period duration of the pulse generator circuit (2)
without the return path (24).
3. The device (1) according to claim 1, wherein the storage choke coil (25) has an inductance
(Ld) which is 2 to 1000 times greater, and preferably 10 to 100 times greater, than the
inductance (L1) of the magnetizing coil (22).
4. The device according to claim 1 or 2, wherein at least two magnetizing coils (22)
are present and arranged relative to each other in such a way that their magnetic
fields (B) are superimposed additively, and at least one switching element (23) is
arranged and can be actuated in such a way that the at least two magnetizing coils
(22) can each have a current pulse applied simultaneously thereto.
5. The device (1) according to claim 4, wherein at least two magnetizing coils are nested
one inside another.
6. The device (1) according to claim 4 or 5, wherein a switching element (23) is assigned
to each of the at least two magnetizing coils (22) and the device (1) also comprises
actuating means (3), by means of which the at least two switching elements (23) can
be actuated simultaneously.
7. The device (1) according to any one of claims 4 - 6, wherein the device (1) comprises
at least two preferably identical pulse generator circuits (2.1-2.4).
8. The device (1) according to any one of claims 1 - 7, wherein the condenser element
(21) has a fixed, flat dielectric coated with a metal layer, and is preferably a film
condenser.
9. The device (1) according to any one of claims 1 - 8, wherein the switching element
(23) comprises an insulated-gate bipolar transistor (4), the collector (C) of which
is electrically connected to the magnetizing coil (22).
10. The device (1) according to claim 9, wherein the gate (G) of the insulated-gate bipolar
transistor (4) can be controlled by a control device (42), which comprises an ignition
input (43) for an ignition pulse and a sensor input (45) for a signal of a current
sensor (44) which measures the emitter current (IE), and the insulated-gate bipolar transistor (4) can be controlled by the control
device (42) in such a way that it blocks when the current sensor (44) detects a negative
emitter current (IE).
11. The device (1) according to any one of claims 1 - 8, wherein the switching element
(23) comprises a thyristor.
12. The device (1) according to any one of claims 1 - 11, wherein an already magnetized
permanent magnet, preferably an NdFeB magnet, is used in at least one of the magnetizing
coils (22) in such a way that the magnetic field thereof is additively superimposed
on the magnetic field (B) generated by the magnetizing coil (22).
13. A method for magnetizing a magnet system (8) using a device according to any one of
claims 1 - 14, wherein the previously charged condenser element (21) applies a current
pulse with limited pulse width resulting from the discharge of the condenser element
(21) to the magnetizing coil (22) by means of the switching element (23), causing
a magnetic field (B) to be generated which interacts with the magnet system (8),
characterized in that
after the generation of the current pulse due to the discharging of the condenser
element (21) and the associated magnetization of the magnet system (8), an exponential
leakage of the current in the magnetizing coil (22) is suppressed by the remaining
current pulse being inductively fed back into the condenser element (21) via the storage
choke coil (25) along the return path (24) arranged parallel to the magnetizing coil
(22), and the condenser element (21) therefore being already partially charged ready
for the next current pulse, which enables a large amount of electrical energy to be
re-used.
14. The method according to claim 13, wherein at least two magnetizing coils (22) are
assigned to the magnet system (8), the two magnetizing coils (22) being arranged relative
to each other in such a way that the magnetic fields (B) thereof are superimposed
additively, and the magnetic fields (B) of the at least two magnetizing coils (22)
are generated simultaneously.
15. The method according to claim 14, wherein the magnetizing coil (22) and the condenser
element (21) are chosen and arranged relative to each other in such a way that the
pulse duration of the current pulse is limited to a value between 10 µs and 500 µs,
and preferably between 10 µs and 200 µs.
1. Dispositif (1) pour aimanter un système d'aimant, contenant
un circuit de générateur d'impulsions (2) avec un élément de condensateur (21), une
bobine d'aimantation (22) électriquement reliée à l'élément de condensateur (21) et
un élément de commutation (23) par l'actionnement duquel la bobine d'alimentation
(22) peut être sollicitée avec une impulsion de courant d'une durée d'impulsion limitée
à 10 µs jusqu'à 500 µs, se produisant par la décharge de l'élément de condensateur
(21) et de déclencher de ce fait la constitution d'un champ magnétique (B), le circuit
de générateur d'impulsions (2) comportant un élément à diode (26) bloquant dans le
sens de l'impulsion du courant de décharge (iL1), disposé en tant que chaîne de rétroaction (24) parallèlement à la bobine d'aimantation
(22)
caractérisé en ce que
la chaîne de rétroaction (24) disposée parallèlement à la bobine d'aimantation (22),
comporte une bobine d'inductance de stockage (25), la chaîne de rétroaction (24) formant
ensemble avec l'élément de condensateur (21) un circuit oscillant, la durée de période
de la chaîne de rétroaction (24) formant le circuit oscillant étant plus grande que
la durée de période du circuit de générateur d'impulsions (2) sans la chaîne de rétroaction
(24).
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, la durée de période de la chaîne de rétroaction
(24) formant un circuit oscillant électrique étant 2 à 1000 fois plus grande et de
préférence 10 à 100 fois plus grande que la durée de période du circuit de générateur
d'impulsions (2) sans la chaîne de rétroaction (24).
3. Dispositif (1) selon la revendication 1, la bobine d'inductance de stockage (25) présentant
une inductivité (Ld) qui est 2 à 1000 fois plus grande, de préférence 10 à 100 fois plus grande que l'inductivité
(L1) de la bobine d'aimantation (22).
4. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, au moins deux bobines d'aimantation (22)
étant présentes et disposées de manière opposée de telle manière que leurs champs
magnétiques (B) se superposent cumulativement et au moins un élément de commutation
(23) étant disposé et pouvant être actionné de telle sorte qu'au moins les deux bobines
d'aimantation (22) peuvent être simultanément sollicitées respectivement avec une
impulsion de courant.
5. Dispositif (1) selon la revendication 4, au moins deux bobines d'aimantation étant
emboîtées l'une dans l'autre.
6. Dispositif (1) selon la revendication 4 ou 5, un élément de commutation (23) étant
affecté à chacune des au moins deux bobines d'aimantation (22) et le dispositif (1)
comportant en outre des moyens d'actionnement (3) au moyen desquels les au moins deux
éléments de commutation (23) peuvent être simultanément actionnés.
7. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 4 - 6, le dispositif (1)
comportant au moins deux circuits de générateur d'impulsions (2.1-2.4) de préférence
identiques.
8. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 1 - 7, l'élément de condensateur
(21) contenant un diélectrique doté d'une couche métallique fixe plane et étant de
préférence un condensateur à feuille.
9. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 1 - 8, l'élément de commutation
(23) contenant un transistor bipolaire (4) avec une porte isolée dont le collecteur
(C) est relié électriquement à la bobine d'aimantation (22).
10. Dispositif (1) selon la revendication 9, la porte (G) du transistor bipolaire (4)
avec la porte isolée pouvant être activée par un appareil de commande (42), lequel
comporte une entrée d'allumage (43) pour une impulsion d'allumage et une entrée de
détection (45) pour un signal d'un détecteur de courant (44) mesurant le courant d'émetteur
(Iε) et le transistor bipolaire (4) avec porte isolée pouvant être actionné par l'appareil
de commande (42) de telle manière qu'il bloque lorsque le détecteur de courant (44)
constate un courant d'émetteur négatif (Iε).
11. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 1 - 8, l'élément de commutation
(23) contenant un thyristor.
12. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 1 - 11, un aimant permanent
déjà magnétisé, de préférence un aimant NdFeB, étant utilisé dans au moins une bobine
d'aimantation (22) de telle manière que son champ magnétique superpose cumulativement
le champ magnétique (B) constitué par la bobine d'aimantation (22).
13. Procédé pour aimanter un système d'aimant (8) en utilisant un dispositif selon l'une
quelconque des revendications 1 - 14, la bobine d'aimantation (22) étant, grâce à
l'élément de commutation (23), sollicitée par l'élément de condensateur (21) préalablement
chargé, avec une impulsion de courant d'une durée d'impulsion limitée, se produisant
par la décharge de l'élément de condensateur (21), un champ magnétique (B) agissant
de manière interactive avec le système d'aimant (8) étant de ce fait constitué,
caractérisé en ce
qu'après la production de l'impulsion de courant par décharge de l'élément de condensateur
(21) et de l'aimantation associée à celle-ci du système d'aimant (8), un écoulement
exponentiel du courant dans la bobine d'aimantation (22) est supprimé, l'impulsion
de courant restée étant redirigée dans l'élément de condensateur (21) de manière inductive
par la bobine d'inductance de stockage (25) par le biais de la chaîne de rétroaction
(24) disposée parallèlement à la bobine d'aimantation (22) et l'élément de condensateur
(21) étant de ce fait déjà en partie chargé pour l'impulsion de courant suivante,
ce qui permet de récupérer en grande partie l'énergie électrique.
14. Procédé selon la revendication 13, au moins deux bobines d'aimantation (22) étant
affectées au système d'aimant (8), les au moins deux bobines d'aimantation (22) étant
disposées de manière opposée de telle sorte que leurs champs magnétiques (B) se superposent
cumulativement et les champs magnétiques (B) des au moins deux bobines d'aimantation
(22) sont simultanément constitués.
15. Procédé selon la revendication 14, la bobine d'aimantation (22) et l'élément de condensateur
(21) étant choisis et disposés de manière opposée de telle sorte que la durée d'impulsion
de l'impulsion de courant est limitée à une valeur se situant entre 10 µs et 500 µs
et de préférence entre 10 µs et 200 µs.
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- WERNER LÜCKINGThyristor-Grundschaltungen: Handbuch für Ausbildung, Studium und PraxiVDE-Verlag19840000 [0021]