[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Heutzutage werden Golfschläger auf Wunsch an die körperlichen Gegebenheiten eines
Spielers oder einer Spielerin angepaßt, und zwar nich nur auf statische Weise, bei
der ein Testschläger auf den Boden gestellt und die Schaftlänge sowie der Winkel zwischen
dem Schlägerkopf und dem Schaft, dem sogenannten Lie-Winkel, an die Größe des Spielers
angepaßt werden, sondern auch auf dynamische Weise unter Berücksichtigung der Bewegungsverhältnisse
beim Schlagen nach einem Golfball. Dabei wird ein Golfschläger als passend bezeichnet,
wenn im Treffmoment die Sohle des Schlägerkopfes genau mittig den Boden berührt. Wenn
dies der Fall ist, wird der Schläger im Treffmoment nämlich weder nach rechts, noch
nach links verdreht, was bei nicht mittigem Bodenkontakt zwangsläufig der Fall wäre.
[0003] Da ein kompletter Schlägersatz 14 Golfschläger umfaßt, die alle verschiedene Anstellwinkel
für die Schlagfläche haben (allgemein als Loft-winkel oder kurz "Loft" " bezeichnet),
wäre es theoretisch zweckmäßig, alle Schläger eines Satzes derart passend herzustellen,
daß mit jedem Schläger der Bodenkontakt mittig erfolgt. Es hat sich aber herausgestellt,
daß es wesentlich wichtiger ist, die kurzen Eisen genau passend einzustellen, während
dies für die längeren Eisen und Hölzer nicht so wichtig erscheint. Dabei versteht
man unter kurzen Eisen Schläger wie Sand Wedge (SW) mit einem Loft von zB. 55°, Pitching
Wedge mit einem Loft von zB. 48°, Eisen 9 mit einem Loft von zB. 44° und Eisen 8 mit
einem Loft von zB. 39°. Die sogenannten mittlern Eisen Nr. 7 bis 5 haben demgemäß
Loft-Winkel von zB. 35° bis 27°, während für lange Eisen Nr. 4 bis 1 der Loft zB.
24° bis 16° sein kann.
[0004] Bekannt ist es nun, die individuelle Anpassung nach zwei Methoden vorzunehmen. Die
statische Anpassungsmethode ist die ältere von beiden; sie wird weltweit allgemein
als "Static-Lie-Fitting" bezeichnet. Die jüngere und damit modernere dynamische Methode,
die heute den Stand der Technik darstellt, wird als "Dynamic-Lie-Fitting" bezeichnet.
Bei der zuletzt genannten Methode schlägt der Spieler zweckmäßigerweise mehrere Bälle
von einer besonders vorbereiteten Unterlage, dem sogenannten Schlagbrett oder "Lie-Test-Hitting-Board".
Letzteres ist eine etwa 1-3cm dicke Platte, üblicherweise aus Holz mit den Abmessungen
von 1m x 1m. Die Größe sollte so bemessen sein, daß ein Spieler auf der Platte stehend
die Probeschläge ausführen kann. Um dabei die Sohle des Schlägerkopfes mit einer Berührungsmarkierung
versehen zu können, ist in die Platte üblicherweise eine Markierungsfläche eingearbeitet,
die eine Farbschicht, beispielsweise Graphit, aufweist und die bei richtig ausgeführtem
Golfschlag die Sohle des Schlägerkopfes mit einer farbigen Markierung versieht, die
die Berührungslinie der Sohle mit der Unterlage darstellt.
[0005] Bislang sind Schlägerhersteller nun so vorgegangen, daß sie dann, wenn die Berührungslinie
nicht mit der Sohlenmitte zusammenfiel, was der Regelfall sein dürfte, den Winkel
zwischen Schaft und Sohle, der als "Lie-Winkel" (α) bezeichnet wird, durch Biegen
auf einer Biegemaschine verändert haben, bis die Berührungslinie nach wiederholten
Probeschlägen mit der Sohlenmitte in etwa deckungsgleich geworden war.
[0006] Ein Nachteil dieses "Dynamic-Lie-Fitting-Verfahrens" besteht darin, daß sich nicht
alle Golfschläger biegen lassen. Um den Lie-Winkel α zu verändern, muß nämlich die
Biegemaschine am Schlägerkopf ansetzen und dabei den Winkel zwischen Kopf und Hals
verändern, was aber nur bei geschmiedeten Schlägern möglich ist. Gegossene Schläger
lassen sich nämlich nicht verbiegen, da das Material nicht die erforderliche Elastizität
hat und einfach brechen würde.
[0007] Die
US-A-6,102,811 offenbart lediglich ein ballig geformtes Schlagbrett, mit dem man ermitteln kann,
an welcher Stelle der Schlägerkopf eines Golfschlägers den Boden berührt.
[0008] Der Artikel von
Jason Campbell: "The Fit - That's it" - A Primer on Golf Club Fitting for Everyone [Online] 27-Mai
2001 (2000-05-27) XP002219823, vermittelt zunächst die Theorie zum Treffen eines Golfballes.
Nach seinem Vorschlag werden verschieden lange Eisen mit gleichem Lie-Winkel ausprobiert,
bis ein mittiger (''squarer") Bodenkontakt erzielt wird. Wenn dann die richtige Schaftlänge
bei mittigem Kontakt gefunden wurde, werden die übrigen Eisen des Satzes dadurch angefertigt,
daß ihre Schäfte um je 1/2 inch gekürzt bzw. verlängert werden.
[0009] Die
CA-A-2, 312, 587 offenbart nur ein Verfahren zur Ermittlung des Kontakts der Schlägersohle mit dem
Boden, wobei ein Sohlenklebeband mit speziellen Markierungen auf eine Schlägersohle
aufgeklebt wird, um den Kontaktbereich mit dem Boden beim Schlag zu ermitteln.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein verbessertes dynamisches Herstellungsverfahren
zu schaffen, mit dem sowohl geschmiedete als auch gegossene oder auf andere Weise
hergestellte Golfschläger individuell passend herstellbar sind.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe dient das Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1.
[0012] Dadurch wird erreicht, daß praktisch alle Golfschläger, sei es für Damen, für Herren
oder für Kinder auch hinsichtlich ihres dynamischen Schwungverhaltens optimal passend
hergestellt werden können. Dies ist dann der Fall, wenn die Golfschlägerlänge zu dem
vorhandenen Lie-Winkel unter Berücksichtigung der Schaftdurch biegung im Treffmoment,
dem sogenannten "toe-down-bending", passend abgestimmt ist, so daß die Sohle des Schlägerkopf
den Boden im Treffmoment genau mittig berührt und dadurch kein Verdrehen des Schlägerkopfs
im Treffmoment erfolgt.
[0013] Das Schablonenverfahren macht das bisherige Fitten, d.h. die Veränderung des Lie-Winkels
durch Verbiegen unter Beibehaltung der Schaftlänge überflüssig, weil nämlich erstmals
von vornherein ein Schlägerset mit für den Verwender passenden Schaftlängen und ohne
Lie-Veränderung hergestellt werden kann. Ausserdem wird durch die Auswertung des Testschlags
mittels der Schablone erstmals die Wirkung der Verbiegung des Schlägers beim Schlag
berücksichtigt. Diese Verbiegung ist offenbar nicht errechenbar, sondern nur experimentell
feststellbar. Das Schablonenverfahren wird dazu führen, besonders die durch den Testschlag
experimentell festgestellte Verbiegung, die in die Markierung auf der Schlägerkopfsohle
einfliesst, ebenfalls bei der Herstellung eines von vornherein passenden Schlägersets
zu berücksichtigen.
[0014] Im ersten Schritt stellt der Hersteller von Golfsehlägern eine Gruppe von Testschlägern
mit gleichem Loft, jedoch unterschiedlichem Bodenabstand H ("Wrist-to-Floor" (WtF)
genannt) her, beispielsweise Eisen 9 (Loft = 44°; Lie = 64°) mit WtF von 23" bis 38",
wobei die Maße weltweit und unabhängig von dem in Europa üblichen Maßsystem der S.I.
Einheiten [mm oder cm] in inch ["] angegeben werden. Nun ist es nicht erforderlich,
die Testschläger in allen Abstufungen von 1", als beispielsweise 16 Schläger Eisen
9 mit WtFs von 23", 24".....38" herzustellen. Es genügt wohl, wenn nur solche Schläger
geliefert werden, wie sie in etwa für die zu erwartenden Kunden passen, zB. Eisen
9 mit WtFs von 29", 31", 33" und 35".
[0015] Es wird darauf hingewiesen, daß es ausreicht, wenn der Golfspieler die Anpassung
anhand eines einzigen Testschlägers zB. des Typs Eisen 9 mit ungefähr passendem Bodenabstand
(Wrist-to-Floor) vornimmt, denn wenn ein Schläger richtig angepaßt ist, dann passen
auch alle anderen Schläger des gleichen Satzes, also auch Sand Wedge (SW), Pitching
Wedge (PW) sowie Eisen 8 bis 1.
[0016] Im
zweiten Schritt wird eine Schablone für den Testschlägersatz hergestellt, die anzeigt, um wieviel
sich der Kontaktpunkt der Schlägersohle mit dem Boden aus der Mitte verlagert, wenn
ein und dieselbe Testperson mit Schlägern, die gleiche Loft- und Lie-Winkel, jedoch
andere Wrist-to-Floor Abstände haben, einen Golfschlag beispielsweise auf einem Schlagbrett
ausführt.
[0017] Im
dritten Schritt wird bei einem Probanden der Abstand seines Handgelenks zum Boden in senkrechter
Richtung gemessen, also der Bodenabstand H (oder Wrist-to-Floor (WtF)) und ein möglichst
dazu passender Testschläger ausgewählt.
[0018] Im
vierten Schritt führt der Proband ein paar Golfschläge mit dem wie zuvor ausgewählten Testschläger
auf einem Schlagbrett durch.
[0019] Im
fünften Schritt nimmt der Schlägerhersteller die gemäß dem zweiten Schritt hergestellte Schablone,
hält sie auf die Sohle des Testschlägers und liest ab, wo der Kontaktpunkt oder die
Kontaktlinie in Bezug auf die Mitte der Sohle liegt.
[0020] Im
sechsten Schritt liest der Schlägerhersteller aus einer Tabelle ab, wie lang der Schläger unter Berücksichtigung
der mit der Schablone ermittelten Korrektur sein sollte und schneidet dann den Schaft
auf die richtige Länge ab.
[0021] Im
siebenten Schritte wird dann nur noch der Griff in der üblichen Weisen auf das Ende des Schafts aufgebracht.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- einen Golfschläger in schematischer Darstellung;
- Fig. 2
- eine erste Schablone;
- Fig. 3
- einen Golfschläger beim Schlag; und
- Fig. 4
- drei weitere Schablonen.
[0023] Figur 1 zeigt schematisch einen Golfschläger mit einem Schlägerkopf 1, einem daran ansetzenden
Schaft 2 und einem Griff 3. Der Griff 3 ist auf dem vom Schlägerkopf 1 entfernten
Ende des Schafts 2 aufgebracht.
[0024] Der Schlägerkopf 1 besitzt eine Schlagfläche 4, die mit einer Vertikalebene, die
der Zeichenebene entspricht, einen sogenannten Loft-Winkel β einschließt. Üblicherweise
kann der Loft von 10° bis etwa 60° reichen. Näheres zeigt die weiter unten wiedergegebene
Tabelle. Die Berührung des Bodens erfolgt im Treffmoment mit der Sohle 5, wobei die
Berühung mittig entsprechend der Linie 0 erfolgen soll, damit kein Drehmoment entstehen
kann, das den Schlägerkopf 1 nach rechts oder links verdrehen würde.
[0025] Der Winkel α, den der Schaft 2 mit dem Boden einschließt, ist der sogenannte Lie-Winkel,
der aufgrund langjähriger Erfahrung den einzelnen Schlägern eines Satzes zugeordnet
worden ist. Ein Beispiel gibt hierfür wieder die nachstehende Tabelle; es wird jedoch
darauf hingewiesen, daß auch andere Lie-Winkel dem jeweiligen Schläger zugeordnet
sein können. So muß beispielsweise ein Eisen 9 nicht unbedingt einen Lie α = 64° haben;
es könnten auch ein oder zwei Grad mehr oder weniger sein, je nachdem, wie der Hersteller
den Schlägersatz bauen will.
[0026] Wenn nun ein Golfschläger mit einem bestimmten Lie-Winkel α auf den Boden gestellt
wird, so daß seine Sohle 5 mittig aufliegt, dann ergibt dies gemäß Figur 1 einen Bodenabstand
H von der Mitte des freien Endes des Griffs 3 zum Boden gemessen, der in etwa dem
Abstand des Handgelenks eines den Griff 3 umfassenden Spielers zum Boden entspricht,
so daß H auch als "Wrist-to-Floor" (W-t-F) bezeichnet wird.
[0027] Ferner ist in Figur 1 die Schlägerlänge L eingezeichnet, die vom Ende des Griffs
3 bis zum Aufsetzpunkt am Boden gemessen wird. Daraus ergibt sich die Beziehung:

oder

[0028] Die nachstehende Tabelle 1 zeigt diese errechneten Werte für vier Wrist-to-Floor
Werte.
| Tabelle 1: |
|
|
|
|
|
|
|
| Eisen Nr. |
Loft° |
Lie° |
H |
35 |
34,5 |
34 |
33,5 |
| 1 |
16 |
56 |
L = |
42,2 |
41,6 |
41,0 |
40,4 |
| 2 |
18 |
57 |
L = |
41,7 |
41,1 |
40,5 |
39,9 |
| 3 |
21 |
58 |
L = |
41,3 |
40,7 |
40,1 |
39,5 |
| 4 |
24 |
59 |
L = |
40,8 |
40,2 |
39,7 |
39,1 |
| 5 |
27 |
60 |
L = |
40,4 |
39,8 |
39,3 |
38,7 |
| 6 |
31 |
61 |
L = |
40,0 |
39,4 |
38,9 |
38,3 |
| 7 |
35 |
62 |
L = |
39,6 |
39,1 |
38,5 |
37,9 |
| 8 |
39 |
63 |
L = |
39,3 |
38,7 |
38,2 |
37,6 |
| 9 |
44 |
64 |
L = |
38,9 |
38,4 |
37,8 |
37,3 |
| SW/PW |
55 |
65 |
L = |
38,6 |
38,1 |
37,5 |
37,0 |
[0029] Ausgangspunkte sind dafür einmal die üblichen Lie-Winkel von 56° bis 65° für Eisen
1-9 und SW/PW. Wählt ein Schlägerhersteller andere Lie-Winkel für seine Schlägersätze,
so verändern sich natürlich die Werte in der Tabelle 1. Am Prinzip sollte sich aber
nichts ändern, denn die Wrist-to-Floor Abstände H sind in Schritten von ½" wiedergegeben.
Mit Tabelle 1 könnten demnach nur Personen arbeiten, deren Wrist-to-Floor Abstand
zwischen 33,5" und 35" liegt; es macht für den Fachmann jedoch keine Schwierigkeiten,
die Tabelle auf Werte von H = 23 bis 38 auszuweiten.
[0030] Zu
Tabelle 2 kommt man, wenn man die Werte aus Tabelle 1 mit einem Korrekturfaktor versieht, nämlich
einen konstanten Faktor A = 2,5 abzieht, da sich der Wrist-to-Floor Abstand eines
Spielers gegenüber der aufrechten Ausgangsstellung mit gerade am Körper herunter hängenden
Armen reduziert, wenn sich der Spieler leicht nach vorne neigt und seine Hände den
Griff 3 umfassen. Der Faktor A ist ein Erfahrungswert, der zweckmäßigerweise bei 2,5
liegt, jedoch auch den Bereich von 1,5 - 3,0 umfassen könnte.
| Tabelle 2: |
|
|
|
|
|
|
|
| Eisen Nr. |
Loft° |
Lie° |
H |
35 |
34,5 |
34 |
33,5 |
| 1 |
16 |
56 |
L1 = |
39,7 |
39,1 |
38,5 |
37,9 |
| 2 |
18 |
57 |
L1 = |
39,2 |
38,6 |
38,0 |
37,4 |
| 3 |
21 |
58 |
L1 = |
38,8 |
38,2 |
37,6 |
37,0 |
| 4 |
24 |
59 |
L1 = |
38,3 |
37,7 |
37,2 |
36,6 |
| 5 |
27 |
60 |
L1 = |
37,9 |
37,3 |
36,8 |
36,2 |
| 6 |
31 |
61 |
L1 = |
37,5 |
36,9 |
36,4 |
35,8 |
| 7 |
35 |
62 |
L1 = |
37,1 |
36,6 |
36,0 |
35,4 |
| 8 |
39 |
63 |
L1 = |
36,8 |
36,2 |
35,7 |
35,1 |
| 9 |
44 |
64 |
L1 = |
36,4 |
35,9 |
35,3 |
34,8 |
| SW/PW |
55 |
65 |
L1 = |
36,1 |
35,6 |
35,0 |
34,5 |
[0031] Tabelle 3 entwickelt sich aus Tabelle 2 wenn man die Länge L1 mit einem weiteren Korrekturfaktor
versieht, nämlich dem Faktor B für die Durchbiegung des Schlägerschaftes beim Schlag,
das sogenannte "toe-down-bending", das in
Figur 3 gezeigt ist. Je länger ein Schläger ist, um so größer ist dieser Korrekturfaktor
B. Er läuft von 0,0 bis 0,9 in Schritten von 0,1. Mithin werden die Werte aus der
Tabelle 2 für die Tabelle 3 beispielsweise um jeweils 0,1 erhöht, also bei einem Eisen
9 und einem 35" Schläger von 36,4 auf 36,5 usw..
| Tabelle 3: |
|
|
|
|
|
|
|
| Eisen Nr. |
Loft° |
Lie° |
H |
35 |
34,5 |
34 |
33,5 |
| 1 |
16 |
56 |
L2 = |
40,6 |
40,0 |
39,4 |
38,8 |
| 2 |
18 |
57 |
L2 = |
40,0 |
39,4 |
38,8 |
38,2 |
| 3 |
21 |
58 |
L2 = |
39,5 |
38,9 |
38,3 |
37,7 |
| 4 |
24 |
59 |
L2 = |
38,9 |
38,3 |
37,8 |
37,2 |
| 5 |
27 |
60 |
L2 = |
38,4 |
37,8 |
37,3 |
36,7 |
| 6 |
31 |
61 |
L2 = |
37,9 |
37,3 |
36,8 |
36,2 |
| 7 |
35 |
62 |
L2 = |
37,4 |
36,9 |
36,3 |
35,7 |
| 8 |
39 |
63 |
L2 = |
37,0 |
36,4 |
35,9 |
35,3 |
| 9 |
44 |
64 |
L2 = |
36,5 |
36,0 |
35,4 |
34,9 |
| SW/PW |
55 |
65 |
L2 = |
36,1 |
35,6 |
35,0 |
34,5 |
Schließlich gelangt man zur endgültigen
Tabelle 4, wenn die Werte der Tabelle 3 in Schritten von 0,5 geglättet werden, was man am besten
an Hand der Spalte 34,5 erkennt.
[0032] Bezeichnen wir also mit H den Abstand Wrist-to-Floor, die Schlägerlänge mit L
3 und den Lie-Winkel mit α, so ergibt sich folgende Beziehung für die Werte in Tabelle
3:

wobei
A = 2,5
B = n x 0,1
ist und darin
n = 1, 2, ... 9 bedeutet.
[0033] Die so ermittelten Werte von Tabelle 3 sind dann in
Tabelle 4 derart gerundet worden, daß jedem Grad Lie-Winkel eine Schritthöhe von 0,5 entspricht.
| Tabelle 4: |
|
|
|
|
|
|
|
| Eisen Nr. |
Loft° |
Lie° |
H |
35 |
34,5 |
34 |
33,5 |
| 1 |
16 |
56 |
L3 = |
40,6 |
40,0 |
39,4 |
38,8 |
| 2 |
18 |
57 |
L3 = |
40,1 |
39,5 |
38,9 |
38,3 |
| 3 |
21 |
58 |
L3 = |
39,6 |
39,0 |
38,4 |
37,8 |
| 4 |
24 |
59 |
L3 = |
39,1 |
38,5 |
37,9 |
37,3 |
| 5 |
27 |
60 |
L3 = |
38,6 |
38,0 |
37,4 |
36,8 |
| 6 |
31 |
61 |
L3 = |
38,1 |
37,5 |
36,9 |
36,3 |
| 7 |
35 |
62 |
L3 = |
37,6 |
37,0 |
36,4 |
35,8 |
| 8 |
39 |
63 |
L3 = |
37,1 |
36,5 |
35,9 |
35,3 |
| 9 |
44 |
64 |
L3= |
36,6 |
36,0 |
35,4 |
34,8 |
| SW |
55 |
65 |
L3 = |
36,1 |
35,6 |
34,9 |
34,3 |
[0034] Figur 2 zeigt eine Schablone, die für ein Eisen 9 erstellt worden ist und der man entnehmen
kann, wie groß die Verschiebung der Kontaktlinie gegenüber der Mitte oder der Null-Linie
für einen Schläger mit einem Bodenabstand H oder einem Wrist-to-Floor von 24" in Schritten
von ± 0,5 ist. Grund für diese Verschiebung ist die Krümmung des Schaftes 2 beim Schlag,
wie dies der rechte Teil von
Figur 3 zeigt, was zu dem bereits erwähnten toe-down-bending des Schlägerkopfes 1 führt.
Trifft der Proband also das Schlagbrett mit dem Schlägerkopf 1 derart, daß sich eine
Kontaktlinie ergibt, die gemäß der Schablone nach
Figur 2 bei +1 liegt, dann muß der Hersteller in der Tabelle 4 von Spalte 34 zu Spalte 35
wechseln, um die richtige Länge L
3 für das Eisen 9 zu ermitteln, also statt 35,4" die Länge 36,6" wählen und bei einem
neuen Schlägerkopf 1 des gleichen Typs wie der Testschläger den Schaft 2 des neuen
Schlägers bei 36,6" abschneiden. Anschließend wird der Griff 3 aufgesetzt und das
individuell angepaßte Eisen 9 ist fertig. Die übrigen Schläger des Satzes werden dann
ohne weitere Tests mit den Längenangaben nach Spalte 35 von Tabelle 4 gefertigt.
[0035] Figur 4a-c zeigt drei weitere Schablonen, bei denen die Berührungslinien für Schläger mit gleichem
Lie-Winkel α, jedoch unterschiedlichem Handgelenkabstand H und damit mit anderen Wrist-to-Floor-Werten
nicht in Abständen von ± 0,5" sondern unmittelbar in Wrist-to-Floor-Werten angegeben
sind.
[0036] Figur 4a zeigt dabei eine Schablone für einen 28" Schläger des Typs Eisen 9, wobei die Mittellinie,
die bei der Schablone nach Figur 2 mit 0 bezeichnet ist, hier die Aufschrift 28" trägt.
[0037] Figur 4b zeigt eine ähnliche Schablone wie
Fig. 4a, jedoch für einen 30" Testschläger, während die Schablone nach
Fig. 4c für einen 32" Testschläger gedacht ist.
[0038] Wenden wir uns nun noch einmal einem Probanden mit einem Wrist-to-Floor-Wert von
beispielsweise 32" zu, so wird dieser für die Auswahl des optimal angepaßten Schlägersatzes
zunächst einen 32" Testschläger wählen, der aus den gleichen Köpfen, Schäften und
Griffen wie das gewünschte Schlägerset gefertigt wurde. Mit diesem Testschläger führt
der Proband nun 1, 2 oder mehr Golfschläge auf einem Test-Brett aus. Dabei entsteht
auf der Sohle 5 des Schlägerkopfes 1 eine Markierung, die anzeigt, an welcher Stelle
die Sohle 5 das Test-Brett beim Schlag berührt hat.
[0039] Anschließend nimmt der Club-Maker in dem Fall eine Schablone nach
Figur 4c mit der Aufschrift 32" zur Hand und legt sie so auf die Sohle 5 des Schlägerkopfes
1, daß sich die auf der Sohle 5 immer vorhandenen Gravuren wie etwa die betreffenden
Markennamen und eventuell die Ziffer für den Schlägerkopf genau decken, so daß die
Schablone 32" präzise mit der Sohle des 32"-Testschlägers vom Typ Eisen 9 ausgerichtet
ist.
[0040] Die durch die Film-Schablone sichtbare, von dem Testschlag stammende Markierung auf
der Sohle 5 wird dann oft nicht mit der Mittellinie, die durch die in der ovalen Umrandung
dargestellte Zahl 32" angegeben ist, zusammenfallen, sondern rechts oder links daneben
liegen. Diejenige senkrechte Linie, die der Markierung am nächsten liegt, ist dann
die maßgebenden Linie und der Club-Maker kann nun an Hand der dieser Linie zugeordneten
Zahl ablesen, welcher Wrist-to-Floor-Wert für den Probanden am nächsten liegt. Liegt
diese Markierung nun beispielsweise zwischen den Linien 33" und 33,5" bei der Schablone
nach Figur 4c, jedoch näher an der 33,5"-Linie, so bedeutet dies, daß der Proband
am besten mit einem Schlägersatz mit einem Wrist-to-Floor-Wert von 33,5" treffen würde,
da er mit einem solchen Schlägersatz dann in der Regel eine ebene Unterlage genau
mit der Mitte der Sohle 5 des Schlägers berühren würde.
[0041] Auf das weiter oben angegebene Beispiel angewendet würde dies bedeuten, daß der Club-Maker
für den Probanden einen Schlägersatz nach der Spalte 33,5 in Tabelle 4 herstellen
würde, also für ein Eisen 9 mit einer Länge L = 34,8". Der gleichen Tabelle kann nun
der Club-Maker die Längen für Eisen 1 bis 8 entnehmen, also von 38,8" - 35,3".
[0042] Es wird nun noch einmal darauf hingewiesen, daß die Erstellung der Tabellen nicht
Gegenstand der Erfindung ist, denn es kann für jeden Schlägertyp und jeden Schlägerkopf
eine eigene Tabelle aufgestellt werden. Ferner kann jeder Schlägerhersteller eigene,
produktbezogene Tabellen aufstellen, nach denen er seine Schläger herstellen möchte.
Wesentlich ist es lediglich, daß zu jedem Testschläger eine Tabelle existiert und
daß in Abhängigkeit von der mit der erfindungsgemäßen Schablone gemessenen Verlagerung
der Kontaktlinie auf der Sohle des Schlägerkopfes der richtige Wrist-to-Floor-Wert
und damit die richtige Tabellenspalte ausgewählt werden.