| (19) |
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(11) |
EP 1 513 732 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.03.2006 Patentblatt 2006/09 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.06.2003 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2003/000392 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/000667 (31.12.2003 Gazette 2004/01) |
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| (54) |
SELBSTÖFFNER-VERSCHLUSS FÜR VERBUNDPACKUNGEN ODER FÜR MIT FOLIENMATERIAL ZU VERSCHLIESSENDE
BEHÄLTER- ODER FLASCHENSTUTZEN
SELF-OPENING CLOSURE FOR COMPOSITE PACKAGINGS OR FOR CONTAINER OR BOTTLE NOZZLES FOR
SEALING WITH FILM MATERIAL
FERMETURE AUTO-OUVRANTE POUR DES EMBALLAGES COMPOSITES OU POUR DES TUBULURES DE CONTENANT
OU DE BOUTEILLE A FERMER A L'AIDE D'UN MATERIAU PELLICULAIRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
20.06.2002 CH 10512002 21.08.2002 CH 14362002 24.03.2003 CH 4972003
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.03.2005 Patentblatt 2005/11 |
| (73) |
Patentinhaber: SIG Technology Ltd. |
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8212 Neuhausen am Rheinfall (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- WEIST, Mario
79780 Stühlingen (DE)
- HUBER, Hansjörg
78315 Radolfzell (DE)
- SEELHOFER, Fritz
CH-8315 Lindau (CH)
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| (74) |
Vertreter: Felber, Josef |
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Felber & Partner AG
Dufourstrasse 116
Postfach 105 8034 Zürich 8034 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 088 764 WO-A-95/05996
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WO-A-02/28728 US-A- 5 482 176
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Diese Erfindung betrifft einen Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen sowie
für mit Folienmaterial zu verschliessende Behälterstutzen oder Flaschenstutzen aller
Art. Dabei ist namentlich an Flüssigkeitspackungen in Form solcher Verbundpackungen
aus folienbeschichtetem Papier gedacht, in denen etwa Milch, Fruchtsäfte, allerlei
nichtalkoholische Getränke oder generell Flüssigkeiten auch aus dem Non-Food-Bereich
verpackt werden. Der Verschluss kann aber auch für Verbundpackungen eingesetzt werden,
in denen schüttfähige Güter wie etwa Zucker, Gries oder allerlei Chemikalien und ähnliches
aufbewahrt bzw. verpackt werden. Beim diesem folienbeschichteten Papier handelt es
sich um einen Laminatstoff, etwa um eine mit Kunststoff wie zum Beispiel Polyäthylen
und/oder Aluminium beschichtete Papier- oder Kartonbahn. Gebräuchliche Volumina solcher
Packungen reichen von 20cl bis zu 2 Litern und mehr. Alternativ kann der Selbstöffner-Verschluss
auch an Behältern montiert werden, die von einem Folienmaterial verschlossen sind,
etwa an allerlei Flaschen aus Glas oder Kunststoff oder an ähnlichen Behältern. Derartige
Verschlüsse aus Kunststoff sind in verschiedenen Ausführungen bekannt (siehe zum Beispiel
Dokument US-A-5 482 176). Sie bilden, wenn sie für eine Verbundpackung bestimmt sind,
im wesentlichen einen Ausguss-Stutzen mit von seinem unteren Rand radial auskragender
Schulter, die an diesem Ausguss-Stutzen einen abschliessenden Flansch bildet. Der
Stutzen ist mit einem Aussengewinde ausgerüstet, auf welches eine Gewindekappe als
Verschluss aufgeschraubt werden kann. Ein solcher Selbstöffner-Verschluss wird auf
die Verbundpackung aufgeflanscht, indem er mit der Unterseite seines auskragenden
Randes, also mit der Unterseite seines Flansches, auf die Verbundpackung dichtend
aufgeschweisst wird. Der freie Durchgang am unteren Ende des Stutzens ist danach vom
Papier und der Dichtfolie der Verbundpackung verschlossen. Im Falle eines Flaschenverschlusses
ist der Ausguss-Stutzen seinerseits auf eine Flaschenmündung aufsteck- oder aufschraubbar
und auf seiner Innenseite mit einer Folienmembran verschlossen. Der Stutzen ist mit
einem Aussengewinde ausgerüstet, auf welches dann die Gewindekappe als Verschluss
aufgeschraubt werden kann.
[0002] Das unterhalb des aufgeschweissten Stutzens durchgehende folienverstärkte Papier
oder die innerhalb des Stutzens verlaufende Folienmembran muss zum Öffnen aufgeschnitten,
aufgerissen oder weggedrückt werden, damit der Durchgang freigegeben wird und die
Flüssigkeit oder das Schüttgut aus dem Behälter durch den Stutzen ausgegossen bzw.
ausgeschüttet werden kann. Hierzu ist im Innem des Stutzens eine Hülse angeordnet,
welche beim Drehen der aufgeschraubten Kappe von dieser mitgenommen wird und deshalb
durch diese in gleicher Umdrehungsrichtung gedreht wird. Durch ein zum Gewinde an
der Aussenseite des Stutzens und der Innenseite der Kappe gegenläufiges Gewinde an
der Innenseite des Stutzens und an der Aussenseite der Hülse bewegt sich diese beim
Wegschrauben der Gewindekappe, das heisst wenn diese sich gegenüber der Flüssigkeitspackung
nach oben verschiebt, stetig nach unten. Der untere Rand der Hülse ist mit einem oder
mehreren Reiss- oder Schneidezähnen ausgestattet. Dadurch soll die Hülse infolge ihrer
Drehung und stetigen Abwärtsbewegung eine Scheibe aus dem unter ihr durchlaufenden
folienverstärkten Papier oder der dortigen Folienmembran herausdrücken oder herausschneiden.
[0003] Herkömmliche solche Selbstöffner-Verschlüsse funktionieren jedoch nicht zur vollen
Zufriedenheit. Es werden keine Scheiben sauber aus der Papierfolie oder der Folienmembran
herausgeschnitten, sondern vielmehr drücken diese Hülsen einfach ein Stück Folie aus
dieser heraus. Der verbleibende Rand ist ausgefranzt und somit ragen Papierfetzen
oder Folienfetzen in den Durchgang, welcher eigentlich freigelegt werden sollte. Diese
Fetzen ragen oft auch nach unten in den Behälter und versperren beim Ausgiessen oder
Ausschütten womöglich den Weg für die von aussen in den Behälter einzuströmende Luft,
oder sie ragen gar in den Weg des ausströmenden Flüssigkeitsstrahls oder der ausgeschütteten
Güter. Bei grösseren Packungen mit stärkerem follenverstärkten Papier oder Karton
wird die Öffnung noch weniger zuverlässig und sauber vollzogen. Die sich langsam nach
unten bewegende und gleichzeitig drehende Hülse berührt mit ihrem ganzen unteren Rand
quasi gleichzeitig die aufzuschneidende folienverstärkte Papierbahn und drückt sie
insgesamt nach unten und dreht sich auf ihr, bis ein Loch mehr durchgeschabt oder
durchgebrochen denn sauber aufgeschnitten wird. Ein Problem dafür, warum das Aufschneiden
unsauber erfolgt, liegt unter anderem darin, dass die aufzuschneidende Folie dem Druck
der gewissermassen als Bohrkrone wirkenden Hülse etwas nach unten ausweicht und somit
die Hülse nicht mehr auf eine ebene Papierfolie wirkt, sondern auf eine nach unten
gekrümmte.
[0004] Weiter erfordern die bisherigen Lösungen infolge der Gestaltung der Hülsen, die sinnigerweise
auch als Durchstosser bezeichnet werden, weil sie eben mehr ein Papierfolien-Stück
durchstossen als eine kreisrunde Scheibe sauber aus ihm auszuschneiden, eine gehörige
Kraft von Seiten des Benützers. Es muss nämlich ein grosses Drehmoment aufgebracht
werden, weil die Zähne oder Aufreisser am unteren Durchstosser-Rand bzw. Hülsenrand
die Folie zunächst längs des ganzen Hülsenrandes bloss ankratzen und hernach einen
grossen Drehwiderstand überwinden müssen. Sie wirken in der obersten Schicht der Papierdicke
ähnlich wie Aufreisszähne, nämlich schabend, drückend und reissend, anstatt als wirkliche
Schneidklingen zu wirken.
[0005] Um das Herausbrechen oder Herausreissen zu erleichtern, wird für die herkömmlichen
Selbstöffner-Verschlüsse dieser Art das Folienmaterial oder der Verbundstoff mittels
Lasern oder Stanzwerkzeugen an den gewünschten Reiss-Stellen vorgeschwächt. Dieses
Vorschwächen ist jedoch technisch mit erheblichem Aufwand verbunden. Man benötigt
teure Einrichtungen und das Handling für die Bearbeitung der Durchstoss-Stellen an
den Folien ist zeitraubend. Trotz dieser aufwändigen Schwächungsmassnahmen schneiden
die herkömmlichen Selbstöffner-Verschlüsse nicht sauber, sondern reissen die Papier-
oder Kunststofffolie eher auf als dass sie dieselbe sauber aufschneiden, was die grossen
Drehwiderstände erklärt. Wegen dieser grossen Drehwiderstände treten ab und zu sogar
Brüche der Mittel auf, welche die Übertragung des Drehmomentes von der Gewindekappe
auf die Durchstosserhülse übernehmen, oder die vorgesehenen Mitnehmernocken, welche
in Nuten an der Durchstosserhülse eingreifen, springen aus diesen Nuten heraus. Wenn
solches passiert, ist der Selbstöffner-Verschluss nicht mehr funktionstüchtig. Ein
weiteres Problem besteht darin, dass die herausgerissene oder halbwegs herausgeschnittene
Folienscheibe von der Durchstosserhülse zuwenig nach abwärts geklappt wird oder die
Folienscheibe über die Gebrauchsdauer des Verschlusses hinweg zu wenig abwärts geklappt
bleibt, weil die Durchstosserhülse nicht sicher in der Endstellung fixiert ist.
[0006] Alle diese Probleme sollten von einem richtigen Selbstöffner-Verschluss gelöst werden.
Ausserdem wäre es erwünscht, in einer Variante einen Selbstöffner-Verschluss zu haben,
welcher das automatische Zudosieren einer zum Inhalt der Verbundpackung gesonderten,
geringen Menge Substanz in fester, flüssiger, kömiger oder in Pulverform erlauben
würde, sobald der Verschluss geöffnet wird, oder der das Zudosieren einer solchen
gesonderten Substanz in fester Form beim Ausgiessen bewirken würde, indem die Substanz
hierzu übergossen und ausgewaschen würde.
[0007] Es gilt daher, diesen Problemen Abhilfe zu leisten und einen Selbstöffner-Verschluss
für Verbundpackungen oder für mit Folienmaterial zu verschliessende oder bereits mit
Folienmaterial verschlossene Behälter- oder Flaschenstutzen zu schaffen, der für verschiedene
Dimensionen ein zuverlässiges Ausschneiden der Laminatscheibe oder Folienscheibe im
lichten Stutzendurchgang ermöglicht, wobei saubere Schnittränder erzielt werden, sodass
in den Durchgang ragende Fetzen vermieden werden. Für eine Vielzahl von Folienmaterialien
und Verbundstoffen soll ein gezieltes Vorschwächen der Schneidstellen durch Stanzen
oder durch eine Laser-Behandlung sogar entfallen können. In einer speziellen Ausführung
soll der Selbstöffner-Verschluss auch das automatische Zudosieren einer zum Inhalt
der Verbundpackung gesonderten, geringen Menge Substanz in fester, flüssiger, kömiger
Form oder in Pulverform ermöglichen, sobald der Verschluss geöffnet wird. In einer
anderen speziellen Ausführung soll er auch das Zudosieren einer gesonderten festen
Substanz ermöglichen, indem diese beim Ausgiessen des Inhaltes der Verbundpackung
durch ein Übergiessen vom Ausgiess-Strahl ausgewaschen und mitgenommen wird.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst von einem Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen
sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende Behälter- oder Flaschenstutzeri, bestehend
aus einem Ausguss-Stutzen, welcher dichtend auf eine Verbundpackung oder auf einen
mit Folienmaterial zu verschliessenden Behälter- oder Flaschenstutzen montierbar ist,
einer zugehörigen Drehkappe sowie einer innerhalb des Ausguss-Stutzens angeordneten
Selbstöffner-Hütse, welche von der Drehkappe in Drehung versetzbar ist, und der sich
dadurch auszeichnet, dass die Selbstöffner-Hülse an ihrem unteren Rand und von diesem
abstehend mindestens ein einzelnes kombiniertes Stech- und Schneidorgan aufweist,
und dass diese Selbstöffner-Hülse, der Ausguss-Stutzen sowie die Drehkappe mit Führungs-
und Kraftübertragungsmitteln ausgerüstet sind, die derart miteinander zusammenwirken,
dass beim erstmaligen Drehen der Drehkappe in Öffnungsrichtung die Selbstöffner-Hülse
zunächst im Ausguss-Stutzen ohne Drehung axial abwärts stossbar und anschliessend
ohne Axialbewegung um ihre Achse drehbar ist. Die erweiterten Aufgaben für das Zudosieren
gesonderter Substanzen werden von Ausführungen gemäss den abhängigen Patentansprüchen
gelöst.
[0009] In den Figuren sind vorteilhafte Ausführungen dieses Selbstöffner-Verschlusses für
Verbundpackungen in verschiedenen Ansichten dargestellt. Anhand dieser Figuren werden
diese Selbstöffner-Verschlüsse nachfolgend im einzelnen beschrieben und ihre Funktion
wird erläutert und erklärt.
Es zeigt:
- Figur 1:
- Den Selbstöffner-Verschluss mit seinen drei Bestandteilen in auseinandergenommenem
Zustand in einer perspektivischen Darstellung;
- Figur 2:
- Die Drehkappe des Selbstöffner-Verschlusses in perspektivischer Darstellung, annähernd
von unten her gesehen;
- Figur 3:
- Den Ausguss-Stutzen des Selbstöffner-Verschlusses in perspektivischer Darstellung,
annähernd von unten her gesehen;
- Figur 4:
- Die Selbstöffner-Hülse des Selbstöffner-Verschlusses in perspektivischer Darstellung,
annähernd von unten her gesehen;
- Figur 5:
- Den zusammengesetzten Selbstöffner-Verschluss in einer Draufsicht von unten her gesehen;
- Figur 6:
- Den zusammengesetzten Selbstöffner-Verschluss von der Seite her gesehen, in Ausgangsstellung
der Selbstöffner-Hülse;
- Figur 7:
- Den zusammengesetzten Selbstöffner-Verschluss von der Seite her gesehen, nach einer
90°-Öffnungsdrehung der Drehkappe und dem dadurch bewirkten axialen Niederdrücken
der Selbstöffner-Hülse im Innern des Ausguss-Stutzens;
- Figur 8:
- Den zusammengesetzten Selbstöffner-Verschluss von der Seite her gesehen, nach der
vollendeten Horizontaldrehung der Selbstöffner-Hülse im Innem des Ausguss-Sutzens,
und nach dem Entfernen der Drehkappe;
- Figur 9:
- Den Selbstöffner-Verschluss von der Seite her gesehen, nach dem erneuten Aufsetzen
der Drehkappe zum Verschliessen und der ersten Phase dessen Aufdrehens;
- Figur 10:
- Den Selbstöffner-Verschluss von der Seite her gesehen, nach dem erneuten Aufsetzen
der Drehkappe zum Verschliessen und nach dem vollständigen Aufschrauben der Drehkappe;
- Figur 11:
- Den Selbstöffner-Verschluss von der Seite her gesehen in einer Ausführung zum Aufschrauben
des gesamten Verschlusses auf einen Gewindestutzen eines Behälters oder einer Flasche;
- Figur 12:
- Einen Selbstöffner-Verschluss für das automatische Zudosieren einer gesonderten Substanz,
ausgelöst durch das Öffnen des Verschlusses, von der Seite her gesehen in einem Teilschnitt,
auf eine Verbundpackung aufgeschweisst;
- Figur 13:
- Eine Variante eines Selbstöffner-Verschluss mit Dosierkammer zum Aufschrauben des
gesamten Verschlusses auf einen Gewindestutzen eines Behälters oder einer Flasche,
von aussen gesehen;
- Figur 14:
- Den Selbstöffner-Verschluss nach Figur 13 in einer perspektivischen Ansicht von schräg
unten;
- Figur 15:
- Den Selbstöffner-Verschluss nach Figur 13 und 14 in einem Schnitt dargestellt;
- Figur 16:
- Einen Selbstöffner-Verschluss mit zusätzlich eingebautem Nippel zum Entfernen der
von der Selbstöffner-Hülse herausgeschnittenen Folienscheibe in einem Schnitt dargestellt;
- Figur 17:
- Einen Selbstöffner-Verschluss mit zusätzlich eingebautem Nippel zum Entfernen der
von der Selbstöffner-Hülse herausgeschnittenen Folienscheibe in einer Ansicht von
oben mit zwei Schnittdarstellungen längs der Linien A-A und B-B der Figur mit der
Ansicht von oben;
- Figur 18:
- Den Ausguss-Stutzen des Selbstöffner-Verschlusses gemäss Figur 17 in einer Ansicht
von oben mit zwei Schnittdarstellungen längs der Linien A-A und B-B der Figur mit
der Ansicht von oben;
- Figur 19:
- Die Selbstöffner-Hülse und den Nippel zum Entfernen der herausgeschnittenen Folienscheibe
des Selbstöffner-Verschluss nach Figur 17 mit zwei Schnittdarstellungen längs der
Linien A-A und B-B der Figur;
- Figur 20:
- Die Kappe des Selbstöffner-Verschluss nach Figur 17 mit zwei Schnittdarstellungen
längs der Linien A-A und B-B der Figur;
- Figur 21:
- Eine Kappe eines Selbstöffner-Verschlusses mit integrierter Dosierhülse zum Zudosieren
einer separaten Substanz;
- Figur 22:
- Einen Selbstöffner-Verschluss mit einer Kappe mit Dosierstutzen in einem teilweisen
diametralen Schnitt dargestellt, mit aufgeschweisster Verpackungsfolie.
[0010] In Figur 1 ist der Selbstöffner-Verschluss mit seinen drei Bestandteilen in auseinandergenommenem
Zustand perspektivisch gesehen dargestellt, wobei der Blick von schräg unten auf den
Verschluss fällt. Man erkennt rechts die Drehkappe 1, in der Mitte den Ausguss-Stutzen
2 und links die Selbstöffner-Hülse 3. Innerhalb der Drehkappe 1, die hier als Gewindekappe
1 ausgeführt ist und entsprechend mit einem Innengewinde 4 ausgerüstet ist, erkennt
man als wesentliches Merkmal zwe konzentrisch zur Kappendrehachse auf der Innenseite
ihres Deckels angeordnete Zylinderwandsegmente 5. Diese Zylinderwandsegmente 5 dienen
als Kraftübertragungsmittel, damit beim Drehen der Gewindekappe 1 in Löserichtung,
das heisst von oben auf die Gewindekappe 1 gesehen im Gegenuhrzeigersinn, von ihr
ein Drehmoment auf die Selbstöffner-Hülse 3 übertragbar ist. Es können übrigens auch,
und das sogar mit Vorteil, drei konzentrisch zur Kappendrehachse angeordnete identische
Zylinderwandsegmente vorgesehen werden, denn dann wird die Kraft noch gleichmässiger
auf die Selbstöffner-Hülse übertragen, wie das noch erklärt wird. Die genaue Form
und Gestaltung dieser Zylinderwandsegmente 5 wird aus weiteren Zeichnungen hervorgehen.
Links neben der Drehkappe 1 ist der Ausguss-Stutzen 2 des Verschlusses dargestellt.
Er bildet im wesentlichen einen hohlzylindrischen Stutzen oder Rohrabschnitt, der
auf seiner Aussenseite mit einem Aussengewinde 6 versehen ist, welches zum Innengewinde
4 der Drehkappe 1 passt. Auf der unteren Seite des Ausguss-Stutzens 2, in der gezeigten
Darstellung also auf der linken Seite, erkennt man eine radiale Auskragung 7 am unteren
Stutzenrand. Mit dieser Auskragung 7, die am unteren Ende des Ausguss-Stutzens 2 einen
Flansch bildet, wird der Ausguss-Stutzen 2 in bekannter Weise auf eine Verbundpackung
aufgeschweisst, sodass also die Unterseite des Flansches auf dem Verbundstoff aufliegt
und dichtend mit demselben verbunden ist. Auf der Innenseite des Ausguss-Stutzens
2 erkennt man verschiedene Führungsstege 8, wovon die einen L-förmige Führungsstege
17 sind. Diese Führungsstege 8,17 dienen dazu, dass die Selbstöffner-Hülse im Innem
des Ausguss-Stutzens 2 in der gewünschten Weise geführt ist, wie das später noch klar
wird. Ganz links im Bild erkennt man die Setbstöffner-Hülse 3. Diese passt in das
Innere des Ausguss-Stutzens 2 und weist hier ein einzelnes kombiniertes Stech- und
Schneidorgan 9 auf. Dieses Stech- und Schneidorgan 9 ist hier am unteren Rand der
Selbstöffner-Hülse 3 einstückig an diese angeformt. Es bildet im gezeigten Beispiel
ein gleichseitiges Dreieck, wobei die nach unten ragende Spitze 10 geschärft ist und
auch die freibleibenden Seiten des Dreiecks geschärfte Kanten 11 bilden. Dieses Dreieck
wirkt deshalb als Stechschneider 9, wie das im Weiteren noch beschrieben wird. In
einer vorteilhaften Variante, die sich besonders für stärkere Dichtfolien eignet,
können auch zwei Stechschneider 9 anstelle eines einzigen vorgesehen werden, die dann
einander annähernd diametral gegenüberliegend am unteren Rand der Selbstöffner-Hülse
3 angeformt sind. Ein solcher zweiter Stechschneider 9 ist hier strichliniert angedeutet.
Mit zwei in dieser Weise einander gegenüberliegenden Stechschneidem 9 wird erreicht,
dass die beim Anstechen der Folie auf die Hülse wirkenden Reaktionskräfte gleichmässig
verteilt sind und also nicht nur an einer Stelle wirken. Damit wird erzielt, dass
die Hülse 3 im Stutzen 2 nicht verkantet. Am oberen Rand der Selbstöffner-Hülse 3,
und zwar auf dessen Innenseite, erkennt man einen Mitnehmemocken 12. Dieser gehört
zu den Kraftübertragungsmitteln und übernimmt zusammen mit dem diametral gegenüberliegenden
gleichen Mitnehmernocken, der hier allerdings nicht einsehbar ist, das von der Drehkappe
1 aufgebrachte Drehmoment und überträgt es auf die Selbstöffner-Hülse 3, sodass diese
mit der Drehkappe 1 mitdreht. Anstelle einzelner Nocken 12 kann auch eine durchgehender
Steg angeordnet sein, also eine Verbindung zwischen den beiden Nocken 12. Die Kraftübertragung
ist dann in dem Sinne gesichert, dass keine Nocken von irgendwelchen Führungsrippen
abgleiten können. Allerdings wird dann der Durchfluss von diesem Steg etwas gestört.
Auf der Aussenseite der Selbstöffner-Hülse 3 sieht man Führungsrippen 21, welche dazu
dienen, die Selbstöffner-Hülse 3 unter dem Einfluss des auf sie wirkenden Drehmomentes
in eine bestimmte Bewegung zu zwingen. Diese Führungsrippen 21 sind U-förmig ausgebildet,
indem sie durchwegs aus einem horizontal an der Aussenwand der Selbstöffner-Hülse
verlaufenden Abschnitt 22 bestehen und zwei ab dessen Enden vertikal nach unten vedaufenden
Schenkeln 23.
[0011] Die Figur 2 zeigt zunächst die Drehkappe 1 des Selbstöffner-Verschlusses in perspektivischer
Darstellung annähernd von unten her gesehen und gesondert dargestellt. Diese Drehkappe
1 ist hier mit zwei einander gegenüberliegenden, konzentrisch zur Drehachse der Drehkappe
1 angeordneten Zylinderwandsegmenten 5 ausgestattet, die an der Innenseite des Kappendeckels
16 angeformt sind. Wie oben schon erwähnt können es auch drei Zylinderwandsegmente
sein, die Ober den Umfang verteilt angeordnet sind. Die Zylinderwandsegmente 5 sind
in jedem Fall jeweils alle identisch, jedoch speziell geformt. Die unteren Ränder
der Segmente 5 weisen nämlich zwei gegenläufig ansteigende Abschnitte auf, wobei diese
ansteigenden Randabschnitte 13,14 bezüglich der Drehkappe 1 axial zueinander versetzt
sind, sodass in der Mitte eine Stufe 15 gebildet ist. Der hier im Gegenuhrzeigersinn
gesehen erste Randabschnitt 13 beginnt ab dem Niveau des Kappendeckels 16 zu steigen
an und endet nach einem Umfangsabschnitt von 90° des Zylinderwandsegmentes 5, im Fall
von drei Segmenten nach einem Umfangsabschnitt von 60°, wobei er über diesen Abschnitt
etwa auf 2/3 der Höhe des Zylinderwandsegmentes 5 ansteigt. Diese Höhe entspricht
ungefähr dem 1.5-fachen der Gewindehöhe an der Dreh- bzw. Gewindekappe 1. Anschliessend
an diesen Abschnitt mit ansteigendem Rand folgt eine vertikale Stufe 15, die sich
bis auf die Höhe des unteren Randes der Drehkappe erstreckt, was gleichzeitig der
Höhe des Zylinderwandsegmentes 5 selbst entspricht. Der gegenläufig ansteigende Randabschnitt
14 des Zylinderwandsegmentes 5 beginnt auf dem Niveau des unteren Beginns der Stufe
15 zu steigen an und erstreckt sich bis zum oberen Ende der Stufe 15. Dabei erstreckt
sich dieser Randabschnitt 14 um etwas weniger als 90° längs der Umfangsrichtung des
Zylinderwandsegmentes 5, das sich daher insgesamt um annähernd 180° erstreckt. In
der Ausführung mit drei Zylinderwandsegmenten erstreckt sich der Randabschnitt 14
entsprechend um etwas weniger als 60° und ein einzelnes Zylinderwandsegment erstreckt
sich dann um annähernd 120°. Zwischen den Zylinderwandsegmenten 5 und der Innenwand
der Drehkappe 1 verbleibt so viel Raum, dass dort einerseits die Wand des Ausguss-Stutzens
2 wie auch die im Innern des Ausguss-Stutzens 2 angeordnete Selbstöffner-Hülse 3 Platz
findet.
[0012] Die Figur 3 zeigt den Ausguss-Stutzen 2 des Selbstöffner-Verschlusses in perspektivischer
Darstellung annähernd von unten her gesehen in gesonderter Darstellung. Auf seiner
Aussenseite ist die Wand des Ausguss-Stutzens 2 mit einem Aussengewinde 6 ausgerüstet,
auf welches das Innengewinde 4 der Drehkappe 1 aufgeschraubt werden kann. Das Aussengewinde
6 erstreckt sich dabei jedoch nur um drei Windungen ab dem unteren Rand des Ausguss-Stutzens
2, während die Wand darüber frei bzw. glatt bleibt. An der Innenwand des Ausguss-Stutzens
2 sind Führungsstege 8,17 angeformt. Es handelt sich um zwei an der Innenwand an gegenüberliegenden
Stellen angeordnete L-förmige Führungsstege 17 einerseits und um zwei dazwischen ebenso
an gegenüberliegenden Stellen angeordnete, horizontal am Ausguss-Stutzen 2 verlaufende
Führungsstege 8. In der gezeigten Darstellung ist von jedem Führungssteg-Typ 17,8
jedoch nur ein einziger einsehbar. In der Ausführung mit drei Zylinderwandsegmenten
sind entsprechend von jedem Typ Führungssteg je drei in der gezeigten Art um den Umfang
verteilt angeordnet. Am unteren Rand des Ausguss-Stutzens 2 ist die radiale Auskragung
7 zu erkennen, die einen Flansch bildet, mit dessen Unterseite der Stutzen 2 auf eine
Verbundpackung aufgeschweisst wird. An einer Stelle am unteren Innenrand des Flansches
sieht man einen Nocken 20. Dieser Nocken wirkt als Anschlagnocken 20 für die drehende
Selbstöffner-Hülse 3, wie das im Verlauf der Beschreibung noch erklärt wird.
[0013] Die Figur 4 zeigt die Selbstöffner-Hülse 3 von schräg unten gesondert dargestellt,
jedoch in einer anderen Drehlage als in Figur 1 gezeigt. Die Selbstöffner-Hülse 3
ist im Durchmesser so bemessen, dass sie in das Innere des Ausguss-Stutzens 2 einpasst,
wobei die Führungsrippen 21 jeweils an denjenigen Stellen im Ausguss-Stutzen 2 zu
liegen kommen, wo dieser keine Führungsstege 8,17 aufweist. In der gezeigten Darstellung
sieht man von aussen auf den einzelnen Stechschneider 9. Ein zweiter Stechschneider
9 ist hier strichliniert eingezeichnet. Oberhalb des Stechschneiders 9 ist eine der
U-förmigen Führungsrippen 21 angeordnet. Deren einer vertikaler Schenkel 23 reicht
nicht ganz bis zum unteren Rand der Hülse 3, wie das ebenfalls zutrifft für sämtliche
anderen vertikalen Führungsrippen-Abschnitte 23, mit einer einzigen Ausnahme, nämlich
dem hier sichtbaren Schenkel 24, welcher, wenn man von oben oder hier von hinten auf
die Selbstöffner-Hülse 3 schaut, dem Stechschneider 9 im Gegenuhrzeigersinn vorangeht.
Dieser Abschnitt 24 reicht also bis zum unteren Rand der Selbstöffner-Hülse 3 und
hat die Funktion, dass er nach vollendeter Horizontalbewegung der Selbstöffner-Hülse
3 am in Figur 3 gezeigten Anschlagnocken 20 am Ausguss-Stutzen 2 anschlägt und somit
die Drehung der Hülse 3 im Innern des Ausguss-Stutzens 2 begrenzt.
[0014] Die Figur 5 zeigt den Selbstöffner-Verschluss in zusammengesetztem Zustand direkt
von unten her gesehen. Man erkennt zunächst die flanschartige Auskragung 7 und im
Innem des Ausguss-Stutzens 2 die konzentrisch eingelegte Selbstöffner-Hülse 3 sowie
die ebenfalls konzentrisch angeordneten Zylinderwandsegmente 5 an der Innenseite des
Deckels 16 der Drehkappe 1. Man erkennt sowohl die Führungsrippen 21 an der Selbstöffner-Hülse
3 und den Stechschneider 9 sowie den optionalen zweiten Stechschneider strichliniert
eingezeichnet. Ausserdem erkennt man die Führungsstege 21 an der Aussenwand des Ausguss-Stutzens,
die sich um den gesamten Umfang abwechseln. Weiter sind die beiden einander diametral
entgegengesetzten Mitnehmemocken 12 sichtbar. Es ist klar, dass anstelle von blossen
Mitnehmemocken 12 wie hier gezeigt auch ein diametral durchgehender Steg deren Funktion
übernehmen kann. Ein brückenartiger Steg, der die in der Zeichnung gezeigten beiden
Mitnehmernocken 12 verbindet, bringt den Vorteil, dass die Selbstöffner-Hülse von
der Mitte des Steges aus spritzbar ist. Man verfügt dann nämlich über einen zentralen
Anspritzpunkt, was das Kunststoffspritzen generell erleichtert und eine höhere Festigkeit
des Spritzteiles ergibt als eine Anspritzung über sogenannte Side-gates, also seitlich
angeordnete Spritzdüsen. Solche sind bei der gezeigten Ausführung nötig. Das in Figur
5 gezeigte Teil wird also von zwei einander gegenüberliegenden Spritzdüsen aus gespritzt
und der eingespritzte Kunststoff muss in der Spritzwerkzeug-Kavität zusammenlaufen
und sich innig verbinden. Die Ausführung ohne einen Steg bringt aber den Vorteil,
dass der Ausguss-Stutzen frei bleibt und den Ausfluss nicht behindert, während ein
Steg sich natürlich quer über den Ausguss-Stutzen erstreckt und entsprechend den Ausfluss
behindert. Je nach Anwendung gilt es daher, eine Abwägung der Vor- und Nachteile einer
Ausführung mit oder ohne Steg vorzunehmen.
[0015] In Figur 6 ist der zusammengesetzte Selbstöffner-Verschluss von der Seite her gesehen
gezeigt, und zwar in Ausgangsstellung, das heisst vor seinem erstmaligen Öffnen. Man
erkennt in der Ausgangsposition bloss die Drehkappe 1 und den unteren Teil der Ausguss-Stutzens
2, namentlich dessen untere radiale Auskragung 7. Am unteren Rand der Drehkappe 1
kann diese wie hier gezeigt ein Garantieband 25 aufweisen, das über eine Anzahl dünne
Materialbrücken 26 mit der Drehkappe 1 verbunden ist. Dieses Garantieband 25 wird
beim erstmaligen Aufsetzen der Drehkappe 1 über einen speziellen Wulst gestülpt, der
am Ausguss-Stutzen 2 unterhalb dessen Aussengewindes den Stutzen 2 umläuft. Der Wulst,
welcher hier allerdings nicht einsehbar ist, weist hierzu einen abgerundeten oberen
Rand und einen kantigen unteren Rand auf, sodass das Garantieband 25, wenn es erst
einmal über diesen Wulst gestülpt ist, nicht mehr zurück über den Wulst nach oben
ziehbar ist, weil dieser wie ein Widerhaken wirkt, sondern das Garantieband 25 unterhalb
dieses Wulstes den Ausguss-Stutzen satt umschiesst. Zum Öffnen des Verschlusses, das
heisst zum Wegdrehen der Drehkappe 1, muss zunächst das Garantieband 25 unter Bruch
der Materialbrücken 26 weggerissen werden. Erst dann kann die Drehkappe 1 gedreht
und vom Stutzen 2 abgeschraubt werden.
[0016] Die Figur 7 zeigt den zusammengesetzten Selbstöffner-Verschluss von der Seite her
gesehen, nach dem axialen bzw. vertikalen Niederdrücken der Selbstöffner-Hülse im
Innern des Ausguss-Stutzens 2. Der Stechschneider 9 ragt nun vollständig über den
unteren Rand der flanschartigen Auskragung 7 hinaus, ebenfalls der annähernd diametral
gegenüberliegende, hier strichliniert eingezeichnete, falls ein solcher zweiter Stechschneider
9 vorhanden ist. Nachdem das Garantieband entfernt wurde, kann die Drehkappe 1 von
oben gesehen im Gegenuhrzeigersinn gedreht werden. Entsprechend bewegt sich im Falle
einer Gewindekappe 1 dieselbe am Ausguss-Stutzen nach oben. Gleichzeitig wirkt der
ansteigende Randabschnitt 13 an ihren innenliegenden Zylinderwandsegmenten 5 auf die
Mitnehmemocken 12 an der eingesetzten Selbstöffner-Hülse 3 und drückt diese nach unten.
Der oder die Stechschneider 9 treten in Aktion und es vollzieht sich das genau Gleiche
wie bei einem Büchsenöffner in der ersten Phase. Die Folie oder Verbundpackung wird
in einer reinen vertikalen Bewegung zu ihr angestochen, an einer Stelle oder im Falle
von zwei Stechschneidem 9 an zwei Stellen. Das ist sehr wesentlich, denn nur wenn
die Folie zunächst einmal ausschliesslich angestochen wird, kann hernach mit einer
Schneidebewegung ein sauberer Schnitt erzielt werden. Dieser Selbstöffner-Verschluss
macht sich also den Büchsenöffner-Effekt zunutze. Genau wie auch ein Büchsenöffner
für eine Konservenbüchse zunächst konsequent das Büchsenblech vertikal durchsticht
und erst hernach mit dem Aufschneiden des Büchsendeckels längs des Büchsenrandes beginnt,
wird auch hier zunächst mit einer reinen vertikalen bzw. axialen Bewegung des einzelnen
Stechschneiders 9 oder der beiden gegenüberliegenden Stechschneider 9 die darunterliegende
Folie oder die Verbundpackung durchstochen. Das auf die Drehkappe 1 applizierte Drehmoment
wird also in eine reine Axialbewegung der Selbstöffner-Hülse 3 umgesetzt und somit
wird die aufgewändete Kraft zunächst auf das reine Anstechen der Folie oder Verbundpackung
konzentriert, in einer Art wie das mit den herkömmlichen Selbstöffner-Hülsen bisher
nie der Fall war. Hierzu ist die Spitze 10 des Stechschneiders 9 besonders geschärft
und auch die in Umfangsrichtung zeigenden Kanten 11 des Stechschneiders 9 sind geschärft,
damit die Spitze 10 beim Einstechen das erzeugte Loch in der Folie oder Verbundpackung
nahtlos auf beiden Seiten erweitert. Nach dem Niederstossen des einzelnen Stechschneiders
9 oder im Falle von zwei Stechschneidem 9 der beiden Stechschneider 9 nimmt dieser
bzw. nehmen diese die hier gezeigte Position ein und überragen also die Auskragung
7 am Ausguss-Stutzen 2 nach unten. Die Drehkappe 1 ist unterdessen um 90° in Öffnungsrichtung
gedreht worden und am Ausguss-Stutzen 2 ein Stück weit nach oben geschraubt worden,
lässt sich aber noch nicht entfernen. In ihrem Innern haben sich unterdessen die Randabschnitte
13 der Zylindersegmente 5 gegenüber der Selbstöffner-Hülse 3 um ebenfalls 90° verschwenkt.
Die Selbstöffner-Hülse 3 ist mit ihren Führungsrippen 21, namentlich mit deren vertikalen
Abschnitten 23,24, an den vertikalen Abschnitten 18 der Führungsstege 8 am Ausguss-Stutzen
2 zunächst unverdrehbar geführt. Daher wird sie von den Randabschnitten 13 der Zylindersegmente
5 bloss vertikal nach unten gestossen, bis die Enden der Randabschnitte 13 die nach
innen zeigenden Mitnehmernocken 12 an der SelbstöffnerHülse 3 erreicht haben. Jetzt
ist die Selbstöffner-Hülse 3 gegenüber dem Ausguss-Stutzen 2 soweit nach unten verschoben,
dass ihre vertikalen Führungsrippen-Abschnitte 23,24 unter die vertikalen Abschnitte
18 der Führungsstege 8 am Ausguss-Stutzen 2 verschoben sind. Daher kann jetzt die
Selbstöffner-Hülse 3 im Ausguss-Stutzen 2 verdreht werden.
[0017] Dreht man also an der Drehkappe 1 weiter im Gegenuhrzeigersinn, so kommen die Stufen
15 an den unteren Rändern der Zylinderwandsegmente 5 in Aktion und versetzen die Selbstöffner-Hülse
3 in eine horizontale Drehung um ihre Drehachse, indem diese Stufen 15 die Mitnehmemocken
12 vor sich herschieben. Die Selbstöffner-Hülse 3 ist dabei längs der horizontalen
Abschnitte 22 ihrer Führungsrippen 21 und jener 19 der Führungsstege 8 am Ausguss-Stutzen
2 geführt. Diese Drehung in der Horizontalebene bewirkt, dass nun der Stechschneider
9 als reines Schneidorgan wirkt, indem die scharfe Kante 11, die in Richtung Gegenuhrzeigersinn
zeigt, die angestochene Folie oder Verbundpackung sauber aufschneidet. Die Schneidedrehung
erstreckt sich im Fall eines einzelnen Stechschneiders über fast 360°. Kurz vor Erreichen
der Volldrehung, also etwa 5° vor Erreichen einer 360°-Drehung, kommt der eine vertikale
Abschnitt 24 derjenigen Führungsrippe 21, die über dem Stechschneider 9 angeordnet
ist, am Anschlagnocken 20 am Ausguss-Stutzen 2 zum Anschlag und die Drehung der Selbstöffner-Hülse
3 kommt zum Stoppen. Gleichzeitig hat die Drehkappe 1 in dieser Position infolge der
Gewindeverbindung mit dem Ausguss-Stutzen 2 soviel an Höhe gegenüber dem Ausguss-Stutzen
2 gewonnen, dass sie vom Gewinde freigegeben ist und daher vertikal nach oben abgezogen
oder weggehoben werden kann. Die fast um 360° gedrehte Selbstöffner-Hülse 3 hat dabei
eine Scheibe aus dem Folien- oder Verbundmaterial herausgeschnitten und infolge ihrer
Drehung um annähernd 360° wird diese Scheibe nach unten weggeschwenkt und gibt den
Durchfluss frei. Die Figur 8 zeigt diese eben beschriebene Bewegungsphase der Selbstöffner-Hülse
3 von der Seite her gesehen auf, und deren Endposition nach der vollendeten Horizontaldrehung
der Selbstöffner-Hülse 3 im Innem des Ausguss-Sutzens 2, sowie andeutungsweise die
ausgeschnittene Folienscheibe 27 in abgeschwenktem Zustand strichliniert eingezeichnet.
Die Drehkappe 1 wurde entfernt und der Inhalt der Verbundpackung kann nun ungehindert
durch Schwenken der Packung durch den Ausguss-Stutzen 2 ausgegossen werden. Wenn die
Selbstöffner-Hülse 3 mit zwei annähernd gegenüberliegenden Stechschneidem 9 ausgerüstet
ist - ein zweiter Stechschneider ist hier strichliniert eingezeichnet - so wird die
Geometrie mit dem vertikalen Abschnitt 24 derjenigen Führungsrippe 21, die über dem
Stechschneider 9 angeordnet ist und am Anschlagnocken 20 am Ausguss-Stutzen 2 zum
Anschlag kommt, so gewählt, dass eine Drehung der Selbstöffner-Hülse 3 um bloss 180°
möglich ist. Weil die beiden Stechschneider 9 nicht genau gegenüberliegend angeordnet
sind, überschneidet der eine Stechschneider 9 dann einen Abschnitt, durch welchen
der zweite bereits geschnitten hat, während dieser zweite am Ende einen kleinen Abschnitt
der Folie undurchschnitten lässt, um welchen dann die so herausgeschnittene Folien-Scheibe
27 abschwenkbar ist
[0018] Giesst man nicht alles sofort aus, so kann der Verschluss wieder verschlossen werden.
Hierzu wird die Drehkappe 1 wieder auf den Ausguss-Stutzen 2 aufgesetzt und der Verschluss
zugeschraubt. Die Figur 9 zeigt den Selbstöffner-Verschluss von der Seite her gesehen
nach diesem erneuten Aufsetzen der Drehkappe 1 und der ersten Phase dessen Zuschraubens.
Bei diesem Zuschrauben der Drehkappe 1 nach dem erstmaligen Öffnen kommen die Randabschnitte
14 der Zylindersegmente 5 mit gegenläufiger Steigung in Aktion. Sie überstreichen
beim ersten Zuschrauben der Drehkappe 1 nach dem ersten Öffnen die am Innenrand der
Selbstöffner-Hülse 3 angeordneten Mitnehmernocken 12 und stossen die Selbstöffner-Hülse
3 zunächst ein erstes Stück weiter in den Ausguss-Stutzen 2 und somit in den Behälter
hinein, wodurch die vorher herausgeschnittene, strichliniert eingezeichnete Scheibe
27 noch weiter in das Behälterinnere geschwenkt wird, wie das in Figur 9 dargestellt
ist.
[0019] Beim Weiterschrauben im Zuge des ersten Zuschraubens der Drehkappe 1 werden diese
Randabschnitte 14 über die Mitnehmernocken 12 hinausgedreht. Nach einer Drehung um
fast 180° - bei drei Zylinderwandsegmenten entsprechend nach einer solchen um fast
120° - und unterdessen weiter erfolgter Abwärtsbewegung der Drehkappe 1 am Ausguss-Stutzen
2 überstreichen diese Randabschnitte 14 der Zylinderwandsegmente 5 die Mitnehmemocken
12 erneut und schieben die Selbstöffner-Hülse 3 in einem zweiten Schub abermals ein
Stück weiter in den Verbundpackungs-Behälter hinein. Die Figur 10 zeigt den Selbstöffner-Verschluss
von der Seite her gesehen in dieser Endposition, das heisst nach dem erneuten Aufsetzen
und vollständigen Zuschrauben der Drehkappe 1. Somit wird die herausgeschnittene Folienscheibe
27 mit dem erneuten Zuschrauben der Drehkappe nach deren erstmaligem Entfernen sehr
zuverlässig weit in den Behälter hineingeschwenkt und somit der Ausguss-Stutzen 2
vollständig freigegeben, das heisst die niedergeschwenkte Scheibe 27 ragt nicht mehr
in den Durchflussbereich des Ausguss-Stutzens 2 oder in den beim Ausgiessen entstehenden
Flüssigkeitsstrahl. Vielmehr ist sie weit nach unten in den Behälter hineingeschwenkt
und wird in dieser Position vom in zwei weiteren Schüben nach unten geschobenen Stechschneider
9 gehalten.
[0020] Es versteht sich, dass die Drehkappe 1 nicht unbedingt eine Gewindekappe sein muss,
sondern das Prinzip dieses Selbstöffner-Verschlusses auch mit einer Drehkappe funktioniert,
die mit dem Ausguss-Stutzen etwa einen Bajonettverschluss bildet. Es müssen dann einzig
die Steigungen der Randabschnitte der Zylinderwandsegmente auf der Innenseite des
Kappendeckels weniger steil ausgebildet sein. Ausserdem kann der Selbstöffner-Verschluss
aussen verschiedenartig gestaltete Drehkappen aufweisen. So ist im Falle einer Gewindekappe
eine gerändelte oder gerillte Griff-Fläche vorteilhaft, damit sie von Hand auch gegen
den Widerstand, welcher durch das Stechen und Schneiden der Folie entsteht, leicht
gedreht werden kann. Für besonders starke Verbundmaterialien und Folien oder für besonders
gross dimensionierte Ausführungen dieses Verschlusses kann die Drehkappe im Grundriss
auch einen Vier-, Sechs- oder Achtkant als Aussenform aufweisen, sodass sie mit einem
Gabelschlüssel oder einem Rollgabelschlüssel geöffnet werden kann. Als Alternative
ist auch eine Ausführung denkbar, bei welcher die Gewindekappen-Oberseite mindestens
eine diametrale Nut aufweist, sodass sie etwa mit Hilfe einer Münze oder eines quer
auf sie gelegten Vierkantstahls geöffnet werden kann. Weiter kann sie auch eine Oberseite
aufweisen, an der ein diametraler, nach oben ragender Steg ausgeformt ist, an welchem
die Drehkappe besonders gut von Hand gedreht werden kann und auch grössere Drehmomente
aufgebracht werden können, besonders wenn bei Bedarf noch ein Werkzeug, zum Beispiel
ein Engländer oder eine Zange eingesetzt wird.
[0021] Die Figur 11 zeigt eine alternative Ausführung dieses Selbstöffner-Verschlusses zur
Montage auf dem Hals eines Behälters oder einer Flasche. Dabei ist der untere Teil
des Verschlusses in einem Schnitt längs der Drehachse der aufgeschraubten Drehkappe
dargestellt. Der Ausguss-Stutzen 2 weist in diesem Fall an seiner Unterseite keinen
auskragenden Rand auf, sondern ist über eine Schulter 28 in eine Gewindehülse 29 übergeführt,
die auf das Aussengewinde eines Flaschenhalses oder auf den Ausguss-Stutzen eines
beliebigen Behältnisses geschraubt werden kann. Die durchzustechende und dann aufzuschneidende
Folie 30 kann als gesondertes Teil von unten auf die Schulter 28 geschweisst sein
oder sich bereits oben auf der nicht eingezeichneten Mündung des Flaschenhalses mit
Aussengewinde befinden, mit welcher sie verschweisst ist, sodass der Flascheninhalt
versiegelt ist.
[0022] Die Figur 12 zeigt eine weitere besondere Variante des Seibstöffner-Verschlusses.
Dieser Verschluss ist hier in einer Ansicht von der Seite her gesehen in einem Teilschnitt
dargestellt, aufgeschweisst auf eine Verbundpackung 31. Nachdem der Selbstöffner-Verschluss
hergestellt und zusammengebaut ist, was maschinell erfolgt, indem auch die Gewindekappe
1 auf den Stutzen 2 aufgepresst und die Selbstöffner-Hülse 3 eingesetzt wird, wird
anschliessend der Verschluss in gestürzter Lage mit einer gesonderten Substanz 33
befüllt, die vor dem Gebrauch des Verbundverpackungsinhaltes mit demselben vermischt
werden soll. Diese Substanz 33 kann zum Beispiel ein Brausepulver, ein Konzentrat
oder ein sonstiges schüttfähiges Granulat, Pulver oder eine Flüssigkeit sein. Die
mit dieser Substanz befüllten Selbstöffner-Verschlüsse werden hernach verschlossen,
indem eine dichtende Folienlaminatscheibe 32 auf die Unterseite des Flansches bzw.
der Auskragung 7 am Ausguss-Stutzen 2 geschweisst oder geklebt wird. Diese Folienscheibe
32 kann aus demselben Material bestehen wie die Verbundpackung 31 selbst oder auch
eine andere dichtende Laminatfolie mit einer Aluminium- oder Kunststoffschicht sein.
Die in dieser Weise mit einer Substanz befüllten Selbstöffner-Verschlüsse werden dann
mit ihrer unteren Folienscheibe 32 auf eine Verbundpackung 31 aufgeschweisst oder
aufgeklebt. Wird nun der Verschluss das erste Mal geöffnet, so durchsticht die Spitze
des Stechschneiders 9 der Selbstöffnerhülse 3 nicht nur die Verbundpackung 31, sondern
vorher auch die Folienscheibe 32. Beim weiteren Drehen der Verschlusskappe 1 schneidet
der Stechschneider 9 eine runde Scheibe aus der Folienscheibe 32 und der Verbundpackung
31 heraus und klappt diese in das Innere der Verbundpackung 31 hinein. Das hat zur
Folge, dass die Substanz 33 im Innem des Selbstöffnerverschlusses in die Verbundpackung
hineinfällt. Die Verbundpackung kann dann zum besseren Vermischen der Substanz mit
ihrem Inhalt etwas geschüttelt werden, wozu gegebenenfalls die Gewindekappe nochmals
aufgeschraubt wird. Hernach ist der Inhalt für den Gebrauch vorbereitet und kann nach
abermaligem Öffnen des Verschlusses ausgegossen werden.
[0023] In einer noch weiteren Ausführung kann die Innenseite der Selbstöffner-Hülse mit
einer bestimmten löslichen Substanz beschichtet sein. In diesem Fall erfolgt beim
Ausgiessen ein automatisches Zudosieren dieser gesonderten Beschichtungssubstanz,
indem sie vom Ausgiess-Strahl weggewaschen und mitgenommen wird.
[0024] Die Figur 13 zeigt eine Ausführungsvariante eines Selbstöffner-Verschlusses mit Dosierkammer
zum Aufschrauben des gesamten Verschlusses auf einen Gewindestutzen eines Behälters
oder einer Flasche von aussen gesehen. Er besteht aus einer Deckelkappe 1 sowie dem
darunter liegenden Ausguss-Stutzen mit daran angeformter Gewindehülse 29 zum Aufschrauben
des Verschlusses auf einen Behälter. Die Figur 14 gewährt einen Blick von unten in
diese Ausführungsvariante. Man erkennt die Gewinderippen 38 an der Gewindehülse 29
und an der Unterseite der Schulter 28 zwischen Gewindehülse 29 und Ausguss-Stutzen
2 zwei konzentrische Rillen 39. Auf diese Rillen 39 ist eine kreisscheibenförmige
Folie auflegbar, wobei ihr Durchmesser dem Innendurchmesser der Gewindehülse 29 entspricht,
sodass die Schulter 28 ganz von ihr abgedeckt wird. Diese Folie kann sodann mit den
Rillen 39 verschweisst werden, was etwa durch eine übliche Utraschallschweissung erfolgen
kann. Zuvor kann der Raum innerhalb des Ausguss-Stutzens 2 mit einer gesonderten Substanz
befüllt werden, sodass dann die aufgeschweisste kreisscheibenförmige Folie diese Substanz
dichtend einschliesst. Man sieht in der gezeigten Ansicht des Selbstöffner-Verschlusses
noch den oberen Rand der Deckelkappe 1, dann innerhalb des Ausguss-Stutzens 2 die
Zylinderwandsegmente 5 an der Unterseite der Deckelkappe 1 und um dieselben herum
angeordnet die Selbstöffner-Hülse 3 mit ihrem wenigstens einen Stechschneider 9 sowie
einen ihrer Mitnehmernocken 12. In Figur 15 ist dieser Selbst öffner-Verschluss noch
in einer Schnittdarstellung gezeigt. Wenn also eine Folienscheibe von unten auf die
Rillen 39 aufgeschweisst ist und die Deckelkappe 1 das erste Mal in Öffnungsrichtung
gedreht wird, so wird die Selbstöffner-Hülse 3 zunächst axial nach unten geschoben
und das Stech- und Schneidorgan 9 sticht die Folie auf. Hernach wird die Selbstöffner-Hülse
3 in eine reine Drehung um ihre Drehachse versetzt und dabei schneidet das Schneidorgan
9 die Folie längs des Innenrandes des Ausguss-Stutzens 2 auf. Die bisher über der
Folie gehaltene Substanz fällt dadurch in das Innere des Behälters und wird mit dessen
Inhalt vermischt.
[0025] Die Figur 16 zeigt eine weitere besondere Variante des Selbstöffier-Ver schlusses.
Dieser hier gezeigte Verschluss verfügt über einen zusätzlich eingebauten Nippel zum
Entfernen der von der Selbstöffner-Hülse herausgeschnittenen Folienscheibe. Man sieht
den Verschluss hier von leicht schräg unten in einem diametrischen Schnitt dargestellt,
mit den bisher beschriebenen Teilen Deckelkappe 1, Ausguss-Stutzen 2 und Selbstöffner-Hülse
3. Auf der Unterseite der Deckelkappe 1 ist nun aber zusätzlich ein Stutzen 34 angeformt,
welcher an seinem unteren Ende einen nach aussen auskragenden Rand 35 aufweist. Wenn
die Deckelkappe 1 gedreht wird, dreht sich folglich auch dieser Stutzen 34 mit ihr
mit. Über diesen Stutzen 34 ist nun von unten ein Nippel 36 gestülpt, mit an seinem
oberen Ende nach innen auskragendem Rand 37. Die Geometrie und Elastizität dieser
beiden auskragenden Ränder 35,37 erlaubt es, dass der Nippel 36 gerade noch über den
Stutzen 34 stülpbar ist, und wenn er einmal über denselben gestülpt ist, wird er an
ihm von den dann einander hintergreifenden Rändern 35,37 gehalten. Der Nippel 36 ist
aber gegenüber dem Stutzen 34 frei drehbar. Die Funktion dieses an der Deckelkappe
1 sowohl axial verschiebbaren wie auch drehbaren Nippels 36 ist nun Folgende: Wenn
der Selbstöffner-Verschluss auf eine Folie oder vorbereitete Verbundpackung aufgeschweisst
wird und zu diesem Zweck mit der Unterseite der Auskragung 7 am Ausguss-Stutzen 2
auf die Folie oder Verpackung aufgeschweisst wird, so wird gleichzeitig auch der untere
Rand 40 des Nippels 36 auf diese Folie oder diese Verpackung aufgeschweisst. Beim
erstmaligen Öffnen des Verschlusses wird ja wie schon beschrieben die Selbstöffner-Hülse
3 nach unten geschoben, das Stech- und Schneidorgan 9 sticht die Folie oder Verbundpackung
an und hernach wird die Selbstöffner-Hülse 3 gedreht, sodass das Stech- und Schneidorgan
9 eine kreisförmige Bewegung vollführt und dabei eine kreisscheibenförmige Scheibe
aus der Folie oder der Verbundpackung herausschneidet. Das Stech- und Schneidorgan
9 bewegt sich dabei zwischen dem Ausguss-Stutzen 2 und dem Nippel 36 um denselben
herum. Gleichzeitig wird ja die Drehkappe 1 durch ihr Gewinde angehoben und mit ihr
auch der Stutzen 34, während der Nippel 36 stationär bleibt. Die nach einer 360°-Drehung
der Selbstöffner-Hülse 3 vollständig aus der Folie oder dem Verbundstoff herausgeschnittene
Scheibe hängt hernach bloss noch am unteren Rand des Nippels 36. Wenn jetzt die Deckelkappe
1 entfernt wird, so zieht der Stutzen 34 an ihrer Unterseite den Nippel 36 mit sich
hoch und die herausgeschnittene Kreisscheibe wird dadurch von der Verpackung entfernt.
[0026] Die Figur 17 zeigt einen solchen Selbstöffner-Verschluss in einer Ansicht von oben
und daneben und unterhalb davon dargestellt zwei Schnittdarstellungen längs der Linien
A-A und B-B der Figur. In diesen Darstellungen sind alle Teile im zusammenmontierten
Zustand dargestellt. Die Figur 18 zeigt den Ausguss-Stutzen zu diesem Selbstöffner-Verschluss
gesondert dargestellt, von oben sowie daneben und darunter in zwei diametralen Schnitten
längs der Linien A-A und B-B der Figur. Die Figur 19 zeigt die Selbstöffner-Hülse
3 gesondert dargestellt, von oben sowie daneben und darunter in zwei diametralen Schnitten
längs der Linien A-A und B-B der Figur. Bei dieser Variante ist wie in Figur 19 ersichtlich
der Nippel 36 über zwei dünne Materialstege 41, wozu etwa Füllstege dienen können,
mit der Selbstöffner-Hülse 3 verbunden, sodass diese beiden Teile in einem Vorgang
spritzbar sind. Die Figur 20 zeigt schliesslich die zugehörige Deckelkappe 1 gesondert,
ebenfalls von oben sowie daneben und darunter in zwei diametralen Schnitten längs
der Linien A-A und B-B der Figur. Bei dieser Ausführung des Verschlusses wird gewährleistet,
dass die herausgeschnittene Folienscheibe vollständig entfernt wird und also nicht
mehr in die Verpackung hinabgeschwenkt wird.
[0027] Schliesslich zeigt die Figur 21 nochmals andere Variante dieses Selbstöffnerverschlusses,
und zwar hier bloss eine zugehörige besondere Deckelkappe 1. Das Besondere an dieser
Deckelkappe 1 ist es, dass sie einen konzentrisch zur Kappe 1 angeordneten Dosierstutzen
42 aufweist, der an der Unterseite des Kappendeckels 43 angeformt ist. Dieser Stutzen
42 ist von einem Rohrabschnitt gebildet, der sich ab der Unterseite des Kappendeckels
43 nach unten erstreckt und so lang bemessen ist, dass er bei aufgeschrauber Deckelkappe
1, das heisst wenn diese auf einem Ausguss-Stutzen mit inliegender Selbstöffner-Hülse
aufgeschraubt ist, mit seinem unteren Rand 44 die flanschartige Auskragung 7 am Ausguss-Stutzens
2 nach unten überragt. Wenn nun eine Folie oder ein Verbundlaminat auf die Unterseite
der Auskragung 7 geschweisst wird, so beaufschlagt der untere Rand 44 des Dosierstutzens
42 dieses Laminat oder diese Folie, wie das in Figur 22 dargestellt ist. Dort ist
der untere Bereich des Verschlusses in einem diametrischen Schnitt dargestellt, während
man die Deckelkappe 1 von der Seite her sieht. Der Verschluss ist mit seinem Ausguss-Stutzen
2 auf das Verbundlaminat 31 einer Verbundpackung oder aber auf eine Dichtfolie 30
aufgeschweisst, welche zum dichtenden Verschliessen eines Behälters oder eines Flaschenstutzens
dient. Bevor der Verschluss aber aufgeschweisst wird, was in gestürzter Lage geschieht,
sodass also die Öffnung des Dosierstutzens 42 nach oben ragt, wird der Dosierstutzen
42 mit einer Substanz 45 befüllt, welche später dem Inhalt der Verpackung, des Behälters
oder der Flasche zudosiert werden soll. Bei einer solchen Substanz 45 handelt es sich
etwa um eine feste Substanz, um ein oder mehrere kleine Stücke davon, um eine pulverförmige
oder um eine körnige, schüttfähige Substanz oder um ein fliessfähiges bis flüssiges
Medium. Beim Aufschweissen der Folie 30 oder des Verbundlaminates 31 auf die Unterseite
des Ausguss-Stutzens 2, was also von oben auf den gestürzten Verschluss und Ausguss-Stutzen
2 geschieht, schlägt der Dosierstutzen 42 aufgrund seiner Länge mit seinem unteren
Rand 44 an der Folie 30 oder dem Laminat 31 an und dieses wird demzufolge leicht vorgespannt
auf die Unterseite des Stutzens 2 geschweisst. Dadurch wird eine Abdichtung des Inhaltes
45 des Dosierstutzens 42 durch die Folie 30 oder das Laminat 31 erzielt Dieser Inhalt
ist auch gegen die Umgebungsluft des Verschlusses besonders gut abgedichtet, einerseits
von der Wand der Dosierstutzens 42 und andrerseits noch von der Deckelkappe 1. Der
Inhalt ist also doppelwandig gasdicht isoliert und jegliches Eindringen von Luft oder
Wasserdampf ist sicher unterbunden. Beim ersten Öffnen dieses Verschlusses schneidet
die Selbstöffnerhülse mit ihren Stechschneidem 9 eine Scheibe aus dem Laminat 31 oder
der Dichtfolie 30, wodurch der Inhalt 45 des Dosierstutzens aus diesem heraus in die
Verbundpackung oder Flasche hineinfällt und mit deren Inhalt vermischt wird.
1. Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende
Behälterstutzen, bestehend aus einem Ausguss-Stutzen (2), welcher dichtend auf eine
Verbundpackung oder auf einen mit Folienmaterial verschlossenen Behälter- oder Flaschen
stutzen montierbar ist, einer zugehörigen Drehkappe (1) sowie einer innerhalb des
Ausguss-Stutzens (2) angeordneten Selbstöffner-Hülse (3), welche von der Drehkappe
(1) in Drehung versetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Selbstöffner-Hülse (3) an ihrem unteren Rand und von diesem abstehend mindestens
ein kombiniertes Stech- und Schneidorgan (9) aufweist, und dass diese Selbstöffner-Hülse
(3), der Ausguss-Stutzen (2) sowie die Drehkappe (1) mit Führungs- und Kraftübertragungsmitteln
ausgerüstet sind, die derart miteinander zusammenwirken, dass beim erstmaligen Drehen
der Drehkappe (1) in Öffnungsrichtung die Selbstöffner-Hülse (3) zunächst im Ausguss-Stutzen
(2) ohne Drehung axial abwärts stossbar und anschliessend ohne Axialbewegung um ihre
Drehachse drehbar ist.
2. Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende
Behälter- oder Flaschenstutzen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an Unterseite der zugehörigen Drehkappe (1) und konzentrisch zu derselben ein Stutzen
(34) mit auskragendem Rand (35) an seinem unteren Ende angeformt ist, über denselben
ein Nippel (36) mit auf seiner Oberseite nach innen auskragendem Rand (37) gestülpt
ist, wobei die beiden auskragenden Ränder (35,37) einander hintergreifen, wodurch
der übergestülpte Nippel (36) gegenüber dem an der Drehkappen-Unterseite angeformten
Stutzen (34) drehbar und in axialer Richtung längsverschiebbar ist, und der freie
Verschiebeweg in axialer Richtung mindestens dem axialen Weg der Drehkappe (1) entspricht,
welche diese beim erstmaligen Drehen in Öffnungsrichtung vollführt, bis die Selbstöffner-Hülse
(3) zunächst im Ausguss-Stutzen (2) axial abwärts gestossen ist und anschliessend
um ihre Drehachse ohne Axialbewegung um 360° gedreht ist.
3. Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende
Behälter- oder Flaschenstutzen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Nippel (36) über dünne Materialstege (42) mit der Selbstöffner-Hülse (3) verbunden
ist, die als Sollbruchstellen zu wirken bestimmt sind.
4. Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende
Behälter- oder Flaschenstutzen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die miteinander zusammenwirkenden Kraftübertragungsmittel an der Drehkappe (1) zwei
Zylinderwandsegmente (5) einschliessen, die an der Innenseite des Drehkappendeckels
(16) konzentrisch zur Drehkappenachse angeordnet sind und deren in axialer Richtung
liegender unterer Rand eine Führungskurve bildet, die zusammenwirkt mit den Kraftübertragungsmitteln
(12) an der Selbstöffner-Hülse (3), welche aus zwei Nocken (12) am oberen Innenrand
der Hülse (3) bestehen, und dass die miteinander zusammenwirkenden Führungsmittel
aus Führungsrippen (21) an der Aussenseite der Selbstöffner-Hülse (3) und Führungsstegen
(8) an der Innenseite des Ausguss-Stutzens (2) bestehen, sodass beim erstmaligen Drehen
der Drehkappe (1) in Öffnungsrichtung die Selbstöffner-Hülse (3) zunächst im Ausguss-Stutzen
(2) vertikal abwärts stossbar und anschliessend in der Horizontalen über annähernd
360° drehbar ist.
5. Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende
Behälter- oder Flaschenstutzen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Selbstöffner-Hülse (3) an ihrem unteren Rand und von diesem abstehend zwei einander
annähernd diametral gegenüberliegend angeordnete, kombinierte Stech- und Schneidorgane
(9) aufweist, und dass die miteinander zusammenwirkenden Kraftübertragungsmittel an
der Drehkappe (1) drei Zylinderwandsegmente (5) einschliessen, die an der Innenseite
des Drehkappendeckels (16) konzentrisch zur Drehkappenachse angeordnet sind und deren
in axialer Richtung liegender unterer Rand eine Führungskurve bildet, die zusammenwirkt
mit den Kraftübertragungsmitteln (12) an der Selbstöffner-Hülse (3), welche aus drei
Nocken (12) am oberen Innenrand der Hülse (3) bestehen, und dass die miteinander zusammenwirkenden
Führungsmittel aus Führungsrippen (21) an der Aussenseite der Selbstöffner-Hülse (3)
und Führungsstegen (8) an der Innenseite des Ausguss-Stutzens (2) bestehen, sodass
beim erstmaligen Drehen der Drehkappe (1) in Öffnungsrichtung die Selbstöffner-Hülse
(3) zunächst im Ausguss-Stutzen (2) vertikal abwärts stossbar und anschliessend in
der Horizontalen über annähernd 180° drehbar ist
6. Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende
Behälter- oder Flaschenstutzen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die miteinander zusammenwirkenden Kraftübertragungsmittel (5) an der Drehkappe (1)
mehrere Zylinderwandsegmente (5) einschliessen, die an der Innenseite des Drehkappendeckels
(16) konzentrisch zur Drehkappenachse angeordnet sind, und deren in axialer Richtung
unten liegender Rand zwei gegenläufig zueinander ansteigende Randabschnitte (13,14)
bildet, die in axialer Richtung stufenförmig zueinander versetzt sind, wobei der erste,
von unten in den Drehkappendeckel (16) gesehen im Gegenuhrzeigersinn ansteigende Randabschnitt
(13) ab dem Niveau des Drehkappendeckels (16) ansteigt, und der zweite, gegenläufig
ansteigende Randabschnitt (14) ab dem Niveau des Endes des ersten ansteigenden Randabschnittes
(13) in Uhrzeigerrichtung ansteigt, und dass die Kraftübertragungsmittel (12) an der
Selbstöffner-Hülse mehrere Mitnehmernocken (12) am oberen Innenrand einschliessen,
ferner dass jedes kombinierte Stech- und Schneidorgan (9) an der Selbstöffner-Hülse
(3) einen vom unteren Hülsenrand abstehenden Stechschneider (9) mit scharfer Spitze
(10) und in Umfangsrichtung der Hülse geschärften Schneidekanten (11) einschliesst,
sowie dass die miteinander zusammenwirkenden Führungsmittel an der Selbstöffner-Hülse
(3) aus mehreren an der Aussenwand über ihren Umfang verteilt angeordneten Führungsrippen
(21) mit je zwei vertikalen (23,24) und einem sie auf der oberen Seite verbindenden
horizontalen Abschnitt (22) bestehen, und an der Innenwand des Ausguss-Stutzens (2)
mit diesen Führungsrippen (22,23,24) zusammenwirkenden Führungsstegen (8) mit horizontalen
Abschnitten (19), welche sich in der Ausgangsdrehlage der in den Ausguss-Stutzen (2)
eingesetzten Selbstöffner-Hülse (3) gegenüber dem Ausguss-Stutzen (2) über die freibleibenden
Umfangsabschnitte an der Selbstöffner-Hülse (3) erstrecken, wobei wenigstens zwei
horizontale Abschnitte (19) am von oben auf den Ausguss-Stutzen (2) im Uhrzeigersinn
gesehenen Ende einen daran anschliessenden vertikalen Abschnitt (18) aufweisen, sodass
beim Losdrehen der Gewindekappe (1) die Selbstöffner-Hülse (3) daran vertikal geführt
ist, derart, dass der Mitnehmemocken (12) an der Hülse (3) von demjenigen ansteigenden
Randabschnitt (13) am Zylinderwandsegment (5), der bis zum Gewindekappendeckel (16)
reicht, längs der vertikalen Abschnitte (23,24) der Führungsrippen (21) und Führungsstege
(8) nach unten stossbar ist, bis der Mitnehmemocken (12) an der Stufe (15) anschlägt,
und anschliessend von dieser in eine horizontale Drehung unterhalb und längs der horizontalen
Abschnitte (22) der Führungsrippen (21) und Führungsstege (8) versetzbar ist.
7. Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende
Behälter- oder Flaschenstutzen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehkappe (1) eine Gewindekappe (1) mit Innengewinde (4) und der Ausguss-Stutzen
(2) ein Gewindestutzen mit Aussengewinde (6) ist, und dass eine der vier an der Aussenwand
der Selbstöffner-Hülse über ihren Umfang verteilt angeordneten Führungsrippen (21)
sich über jenen Umfangsbereich erstreckt, über welchen sich der Stechschneider (9)
erstreckt, und dass derjenige vertikale Abschnitt (24) dieser Führungsrippe (21),
der sich von oben gesehen im Gegenuhrzeigersinn vor dem Stechschneider (9) befindet
und ihm also beim Drehen im Gegenuhrzeigersinn vorausgeht, sich bis zum unteren Rand
der Selbstöffner-Hülse (3) erstreckt, und dass am unteren Innenrand des Ausguss-Stutzens
(2) ein nach innen ragender Anschlagnocken (20) angebracht ist, der in der Ausgangslage
der im Ausguss-Stutzen (2) eingelegten Selbstöffner-Hülse (3) an der Stelle der Spitze
(10) des Stechschneiders (9) liegt, wobei die wirksame Höhe und Steigung des Gewindes
an der Gewindekappe (1) so dimensioniert sind, dass die Selbstöffner-Hülse (3) von
den Kraftübertragungsmitteln bis zur freigeschraubten Position der Gewindekappe (1)
zunächst vertikal nach unten stossbar ist, bis der Stechschneider (9) den unteren
Rand des Ausguss-Stutzens (2) überragt, und anschliessend über annähernd 360° in der
Horizontalebene drehbar ist, in welcher Position der bis zum Rand reichende Vertikalabschnitt
(24) der Führungsrippe (21) am Anschlag-Nocken (20) anschlägt und ein Weiterdrehen
der Selbstöffner-Hülse (3) verhindert.
8. Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende
Behälter oder Flaschenstutzen nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die von unten in die Gewindekappe (1) gesehen in Uhrzeigerrichtung ansteigenden Randabschnitte
(13) der Zylinderwandsegmente (5) so dimensioniert sind, dass sie beim Aufschrauben
der Gewindekappe (1) auf den Ausguss-Stutzen (2) nach deren erstmaligen Losschrauben
je zweimal über die nach innen ragenden Nocken (12) an der Selbstöffner-Hülse (3)
gleiten und sie in der Folge innerhalb des Ausguss-Stutzens (2) in zwei Schüben nach
unten schieben.
9. Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende
Behälterstutzen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes kombinierte Stech- und Schneidorgan (9) an der Selbstöffner-Hülse (3) einen
vom unteren Hülsenrand abstehenden Stechschneider (9) in Form eines mit einer Spitze
nach unten ragenden gleichschenkligen Dreiecks ist, dessen nach unten ragende Spitze
(10) zwischen den gleichlangen Schenkeln des Dreiecks liegt und geschärft ist und
dessen in Umfangsrichtung weisende freie Dreiecksseiten je eine geschärfte Kante (11)
bilden.
10. Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende
Behälter- oder Flaschenstutzen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er mit einer schütt- oder fliessfähigen Substanz (33) befüllt ist und von der Unterseite
her mit einer Laminatfolie (32) dichtend verschlossen ist.
11. Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende
Behälter- oder Flaschenstutzen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass seine Selbstöffner-Hülse (3) auf ihrer Innenseite mit einer löslichen Substanz beschichtet
ist.
12. Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende
Behälter- oder Flaschenstutzen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite seines Kappendeckels ein Dosierstutzen (42) angeformt ist, der
in seiner Länge so bemessen ist, dass er bei aufgeschraubter Deckelkappe (1) mit seinem
unteren Rand (44) die flanschartige Auskragung (7) am Ausguss-Stutzen (2) nach unten
überragt.
13. Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende
Behälter- oder Flaschenstutzen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Rand der Gewindekappe (1) ein Garantieband (25) über eine Anzahl feine
Materialbrücken (26) angeformt ist, welches über einen am Ausguss-Stutzen (2) unterhalb
dessen Aussengewinde (6) umlaufenden Wulst gestülpt ist und den Ausguss-Stutzen (2)
auf der Unterseite des Wulstes umschliesst.
14. Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende
Behälter- oder Flaschenstutzen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenumfangsseite der Drehkappe (1) eine gerändelte oder gerillte Griff-Fläche
bildet, einen Vier-, Sechs- oder Achtkant, oder dass in der Drehkappen-Oberseite mindestens
eine diametrale Nut oder ein diametraler nach oben ragender Steg ausgeformt ist.
1. A self-opener closure for composite packagings as well as for container spouts to
be closed with film material, consisting of a pour-out spout (2) which may be sealingly
assembled onto a composite packaging or onto a container spout or bottle spout closed
with a film material, of an associated rotary cap (1) as well as a self-opener sleeve
(3) which is arranged within the pour-out spout (2) and which may be set into rotation
by the rotary cap (1), characterised in that the self-opener sleeve (3) at its lower edge and projecting from this comprises at
least one combined piercing and cutting member (9), and that this self-opener sleeve
(3), the pour-out spout (2) as well as the rotary cap (1) are equipped with guide
and transmission means which cooperate with one another in a manner such that on rotating
the rotary cap (1) for the first time in the direction of opening, the self-opener
sleeve (3) firstly may be pushed axially downwards in the pour-out spout (2) without
rotation and subsequently is rotatable about its rotary axis without axial movement.
2. A self-opener closure for composite packagings as well as for container spouts or
bottle spouts to be closed with film material, according to claim 1, characterised in that on the lower side of the associated rotary cap (1) and concentrically to this there
is integrally formed a spout (34) with a projecting edge (35) at its lower end, over
which a nipple (36) with an inwardly projecting edge (37) on its upper side is pushed,
wherein the two projecting edges (35, 37) engage behind one another, by which means
the pushed-over nipple (36) is rotatable with respect to the spout (34) integrally
formed on the rotary cap lower side and is longitudinally displaceable in the axial
direction, and the free displacement path in the axial direction corresponds at least
to the axial path of the rotary cap (1) which this executes on rotating in the opening
direction for the first time, until the self-opener sleeve (3) firstly is pushed axially
downwards in the pour-out spout (2) and subsequently is rotated by 360° about its
rotational axis without axial movement.
3. A self-opener closure for composite packagings as well as for container spouts or
bottle spouts to be closed with film material, according to claim 2, characterised in that the nipple (36) is connected to the self-opener sleeve (3) via thin material webs
(42) which are envisaged to act as break-off locations.
4. A self-opener closure for composite packagings as well as for container spouts or
bottle spouts to be closed with film material, according to one of the preceding claims,
characterised in that the force transmission means on the rotary cap (1) cooperating with one another include
two cylinder wall segments (5) which are arranged on the inner side of the rotary
cap lid (16) concentrically to the rotary cap axis and their lower edge lying in the
axial direction forms a guide curve which cooperates with the force transmission means
(12) on the self-opener sleeve (3) which consists of two cams (12) on the upper inner
edge of the sleeve (3), and that the guide means cooperating with one another consist
of guide ribs (21) on the outer side of the self-opener sleeve (3), and guide webs
(8) on the inner side of the pour-out spout (2), so that on rotating the rotary cap
(1) in the opening direction for the first time the self-opener sleeve (3) may firstly
be pushed vertically downwards in the pour-out spout (2) and subsequently rotated
in the horizontal about approximately 360°.
5. A self-opener closure for composite packagings as well as for container spouts or
bottle spouts to be closed with film material, according to one of the claims 1 to
3, characterised in that the self-opener sleeve (3) at its lower edge and projecting from this comprises two
combined piercing and cutting members (9) arranged approximately diametrically opposite
one another, and that the force transmission means on the rotary cap (1) cooperating
with one another include three cylinder wall segments (5) which are arranged concentrically
to the rotary cap axis on the inner side of the rotary cap lid (16) and their lower
edge lying in the axial direction forms a guide curve which cooperates with the force
transmission means (12) on the self-opener sleeve (3) which consist of three cams
(12) on the upper inner edge of the sleeve (3), and that the guide means cooperating
with one another consist of guide ribs (21) on the outer side of the self-opener sleeve
(3) and guide webs (8) on the inner side of the pour-out spout (2), so that on rotating
the rotary cap (1) in the opening direction for the first time the self-opener sleeve
(3) firstly in the pour-out spout (2) may be pushed vertically downwards and subsequently
may be rotated over approximately 180° in the horizontal.
6. A self-opener closure for composite packagings as well as for container spouts or
bottle spouts to be closed with film material, according to one of the preceding claims,
characterised in that the force transmission means (5) on the rotary cap (1) cooperating with one another
include several cylinder wall segments (5) which are arranged on the inner side of
the rotary cap lid (16) concentrically to the rotary cap axis and whose lower edge
lying below in the axial direction forms two edge sections (13, 14) ascending counter
to one another which are displaced to one another in the axial direction in a stepped
manner, wherein the first edge section (13) seen from below into the rotary cap lid
(16), ascends in the anti-clockwise direction from the level of the rotary cap lid
(16), and the second counter ascending edge section (14) ascends in the clockwise
direction from the level of the end of the first ascending edge section (13), and
that the force transmission means (12) on the self-opener sleeve include several catching
cams (12) on the upper edge, further that each combined piercing and cutting member
(9) on the self-opener sleeve (3) includes a piercing cutter (9) projecting from the
lower sleeve edge with a sharpened tip (10) and with cutting edges (11) sharpened
in the circumferential direction of the sleeve, as well as that the guide means on
the self-opener sleeve (3) cooperating with one another consist of several guide ribs
(21) arranged distributed over its circumference on the outer wall, with in each case
two vertical sections (23, 24) and a horizontal section (22) connecting these on the
upper side, and of guide webs (8) cooperating with these guide ribs (22, 23, 24) on
the inner wall of the pour-out spout (2), said guide webs having horizontal sections
(19) which in the initial rotational position of the self-opener sleeve (3) applied
in the pour-out spout (2) with respect to the pour-out spout (2) extend over the circumferential
sections (19) on the self-opener sleeve (3) which remain free, wherein at least two
horizontal sections (19), seen from above onto the pour-out spout (2) in the clockwise
direction comprise a vertical section (18) connecting thereto, so that on untuming
the threaded cap (1) the self-opener sleeve (3) is vertically guided therein in a
manner such that the catching cam (12) on the sleeve (3) may be pushed downwards along
the vertical sections (23, 24) of the guide ribs (21) and guide webs (8) by that ascending
edge section (13) on the cylinder wall segment (5) which reaches up the threaded cap
lid (16), until the catching cam (12) abuts on the step (15), and subsequently may
be set by this into a horizontal rotation below and along the horizontal sections
(22) of the guide ribs (21) and the guide webs (8).
7. A self-opener closure for composite packagings as well as for container spouts or
bottle spouts to be closed with film material, according to claim 6, characterised in that the rotary cap (1) is a threaded cap (1) with an inner thread (4) and the pour-out
spout (2) is a threaded spout with an outer thread (6), and that one of the four guide
ribs (21) arranged distributed on the outer wall of the self-opener sleeve over its
circumference extends over that circumferential region over which the piercing cutter
(9) extends, and that that vertical section (24) of this guide rib (21) which seen
from above in the anti-clockwise direction is located in front of the piercing cutter
(9), thus precedes it on rotation in the anti-clockwise direction, extends up to the
lower edge of the self-opener sleeve (3), and that at the lower inner edge of the
pour-out spout (2) there is formed an inwardly projecting abutment cam (20) which
in the initial position of the self-opener sleeve (3) applied in the pour-out spout
(2) bears on the location of the tip (10) of the piercing cutter (9), wherein the
effective height and pitch of the thread on the threaded cap (1) is dimensioned such
that the self-opener sleeve (3) may firstly be pushed vertically downwards by the
force transmission means up to the screwed-free position of the threaded cap (1),
until the piercing cutter (9) projects beyond the lower edge of the pour-out spout
(2), and subsequently is rotatable over approximately 360° in the horizontal plane,
in which position the vertical section (24) of the guide rib (21) reaching up to the
edge abuts the abutment cam (20) and prevents a further rotation of the self-opener
sleeve (3).
8. A self-opener closure for composite packagings as well as for container spouts or
bottle spouts to be closed with film material, according to claim 6 or 7, characterised in that the edge sections (13) of the cylinder wall sections (5) which seen from below into
the threaded cap (1) ascend into the clockwise direction are dimensioned such that
on screwing the threaded cap (1) onto the pour-out spout (2), after its unscrewing
for the first time, they in each case slide twice over the inwardly projecting cams
(12) on the self-opener sleeve (3) and as a result push it downwards within the pour-out
spout (2) in two thrusts.
9. A self-opener closure for composite packagings as well as for container spouts or
bottle spouts to be closed with film material, according to one of the preceding claims,
characterised in that each combined piercing and cutting member (9) on the self-opener sleeve (3) is a
piercing cutter (9) projecting from the lower sleeve edge in the form of an isosceles
triangle with a tip projecting downwards, whose tip projecting downwards (10) lies
between two equal length limbs of the triangle and is sharpened and whose free triangle
sides facing in the circumferential direction in each case form a sharp edge (11).
10. A self-opener closure for composite packagings as well as for container spouts or
bottle spouts to be closed with film material, according to one of the preceding claims,
characterised in that it is filled with a substance capable of being trickled or poured and from the lower
side is sealingly closed with a laminate film (32).
11. A self-opener closure for composite packagings as well as for container spouts or
bottle spouts to be closed with film material, according to one of the preceding claims,
characterised in that its self-opener sleeve (3) on its inner side is coated with a soluble substance.
12. A self-opener closure for composite packagings as well as for container spouts or
bottle spouts to be closed with film material, according to one of the claims 1 to
9, characterised in that on the lower side of its cap lid there is integrally formed a metering spout (42)
which in its length is dimensioned such that with a screwed-on lid cap (1), it with
its lower edge (44) downwardly projects beyond the flange-like projection (7) on the
pour-out spout (2).
13. A self-opener closure for composite packagings as well as for container spouts or
bottle spouts to be closed with film material, according to one of the preceding claims,
characterised in that on the lower edge of the threaded cap (1) there is integrally formed a guarantee
strip (25) via a number of fine material bridges (26) which is pushed over a bead
which is circumferential on the pour-out spout (2) below its outer thread (6) and
encloses the pour-out spout (2) on the lower side of the bead.
14. A self-opener closure for composite packagings as well as for container spouts or
bottle spouts to be closed with film material, according to one of the preceding claims,
characterised in that the outer circumferential side of the rotary cap (1) forms a knurled or grooved grip
surface, a square, hexagon or octagon, or that in the upper side of the rotary cap
there is formed at least one diametrical groove or a diametrically upwardly projecting
web.
1. Bouchon ou fermeture à ouverture automatique pour emballages composites ainsi que
pour embouchures de récipients devant être fermées avec du matériau en feuille, ce
bouchon étant constitué par une embouchure verseuse (2), pouvant se monter de façon
étanche sur un emballage composite ou sur une embouchure de récipient ou de bouteille
fermé avec du matériau en feuille, d'un capuchon rotatif (1) correspondant ainsi que
d'une douille (3) d'ouverture automatique disposée à l'intérieur de l'embouchure verseuse
(2), cette douille pouvant être mise en rotation par le capuchon rotatif (1), caractérisé en ce que la douille (3) d'ouverture automatique comporte sur son bord inférieur au moins un
organe combiné de perçage et de découpage (2) s'écartant de ce bord, et que cette
douille d'ouverture automatique (3), l'embouchure verseuse (2) ainsi que le capuchon
rotatif (1) sont équipés de moyens de guidage et de transmission de forces, qui coopèrent
entre eux de telle sorte qu'au moment de la première rotation du capuchon rotatif
(1) dans le sens de l'ouverture, la douille (3) d'ouverture automatique peut d'abord
être poussée axialement et sans rotation vers le bas dans l'embouchure verseuse (2)
et ensuite être tournée autour de son axe de rotation, sans mouvement axial.
2. Bouchon ou fermeture à ouverture automatique pour emballages composites ainsi que
pour embouchures de récipients ou de bouteilles devant être fermées avec du matériau
en feuille suivant la revendication 1, caractérisé en ce que sur la surface inférieure du capuchon rotatif (1) correspondant et concentriquement
par rapport à celui-ci il est formé un élément en cloche (34), comportant à son extrémité
inférieure un rebord (35) dirigé vers l'extérieur, que recouvre un coulisseau cylindrique
(36), comportant sur sa surface supérieure un rebord (37) dirigé vers l'intérieur,
cependant que les deux rebords (35, 37) s'accrochent l'un dans l'autre, de sorte que
le rebord qui recouvre (36) peut tourner par rapport à la cloche (34), formée sur
la surface inférieure du capuchon rotatif et qu'il est déplaçable en longueur axialement,
et que la course de déplacement libre correspond axialement au moins à la course axiale
du capuchon rotatif (1) que celui-ci accomplit à la première rotation dans le sens
de l'ouverture, jusqu'à ce que la douille (3) soit d'abord poussée axialement vers
le bas dans l'embouchure (2) et qu'ensuite elle soit tournée de 360° autour de son
axe de rotation, sans mouvement axial.
3. Bouchon ou fermeture à ouverture automatique pour emballages composites ainsi que
pour embouchures de récipients ou de bouteilles devant être fermées avec du matériau
en feuille suivant la revendication 2, caractérisé en ce que le coulisseau (36) est relié à la douille (3) d'ouverture automatique par des minces
pontets (41) de matériau, destinés à être utilisés comme des points de déchirement
prévus.
4. Bouchon ou fermeture à ouverture automatique pour emballages composites ainsi que
pour embouchures de récipients ou de bouteilles devant être fermées avec du matériau
en feuille suivant une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de transmission des forces coopérant entre eux comportent sur le capuchon
rotatif (1) deux secteurs (5) de paroi cylindrique, qui sont disposés sur la surface
intérieure du couvercle (16) de capuchon rotatif concentriquement par rapport à l'axe
du capuchon et dont le bord axialement inférieur forme une came de guidage, coopérant
avec les moyens de transmission des forces (12) disposés sur la douille (3) d'ouverture
automatique, ces moyens étant constitués par deux taquets (12), disposés sur le bord
intérieur supérieur de la douille (3), et que les moyens de guidage coopérant entre
eux sont constitués par des nervures de guidage (21), disposées sur la surface extérieure
de la douille (3) et par des baguettes de guidage (8), disposées sur la surface intérieure
de l'embouchure verseuse (2), de sorte qu'au moment de la première rotation du capuchon
rotatif (1) dans le sens de l'ouverture, la douille (3) peut d'abord être poussée
verticalement vers le bas dans l'embouchure (2) et ensuite mise en rotation à l'horizontale
sur environ 360°.
5. Bouchon ou fermeture à ouverture automatique pour emballages composites ainsi que
pour embouchures de récipients ou de bouteilles devant être fermées avec du matériau
en feuille suivant une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la douille 3 présente, en saillie sur son bord inférieur, deux organes combinés de
perçage et de découpage (9) approximativement diamétralement opposés entre eux et
que les moyens de transmission des forces coopérant entre eux disposés sur le capuchon
rotatif (1) comportent trois secteurs (5) de paroi cylindrique, disposés concentriquement
sur la surface intérieure du couvercle (16) de capuchon rotatif et dont le bord axialement
inférieur forme une came de guidage, coopérant avec les moyens de transmission des
forces (12) disposés sur la douille (3), ces moyens étant constitués par trois taquets
(12), disposés sur le bord intérieur supérieur de la douille (3), et que les moyens
de guidage coopérant entre eux sont constitués par des nervures de guidage (21), disposées
sur la surface extérieure de la douille (3) et par des baguettes de guidage (8), disposées
sur la surface intérieure de l'embouchure verseuse (2), de sorte qu'au moment de la
première rotation du capuchon rotatif (1) dans le sens de l'ouverture, la douille
(3) peut d'abord être poussée verticalement vers le bas dans l'embouchure (2) et ensuite
mise en rotation à l'horizontale sur environ 180°.
6. Bouchon ou fermeture à ouverture automatique pour emballages composites ainsi que
pour embouchures de récipients ou de bouteilles devant être fermées avec du matériau
en feuille suivant une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de transmission des forces (5) coopérant entre eux et disposés sur le
capuchon rotatif (1) comprennent plusieurs secteurs (5) de paroi cylindrique, disposés
sur la surface intérieure du couvercle (16) du capuchon rotatif, concentriquement
par rapport à l'axe du capuchon et dont le bord inférieur axialement forme deux tronçons
(13, 14) de bord montant en sens contraires, ces tronçons étant échelonnés et décalés
axialement entre eux, cependant que le premier tronçon (13) de bord, qui, vu d'en
bas dans le couvercle (16) du capuchon rotatif, monte dans le sens contraire des aiguilles
d'une montre, à partir du niveau de ce couvercle (16), et que le deuxième tronçon
(14) de bord, montant en sens contraire, monte, à partir du niveau de l'extrémité
du premier tronçon montant (13) de bord, dans le sens des aiguilles d'une montre,
et que les moyens de transmission des forces (12), disposés sur la douille (3) d'ouverture
automatique, comportent sur le bord intérieur supérieur plusieurs taquets d'entraînement
(12), que par ailleurs chaque organe combiné de perçage et de découpage (9) disposé
sur la douille (3) comporte, en saillie sur le bord inférieur de douille un organe
de découpage (9) à pointe aiguisée (10) ainsi que, sur le pourtour de la douille,
des arêtes de coupe aiguisées (11) et que les moyens de guidage coopérant ensemble
sur la douille (3) sont constitués par plusieurs nervures de guidage (21), réparties
sur le pourtour de sa paroi extérieure, avec chaque fois deux tronçon verticaux (23,
24) et un horizontal (22), les reliant sur la surface supérieure, et que, sur la paroi
intérieure de l'embouchure verseuse (2), des baguettes de guidage (8), coopérant avec
ces nervures de guidage (22, 23, 24), comportant des tronçons horizontaux (19), qui
s'étendent sur la douille (3), dans la position de rotation de départ par rapport
à l'embouchure (2) de la douille (3) insérée dans l'embouchure (2) sur les tronçons
du pourtour restés libres, cependant qu'au moins deux tronçons horizontaux (19) présentent,
à l'extrémité vue d'en haut vers l'embouchure (2), dans le sens des aiguilles d'une
montre, un tronçon vertical (18) s'y raccordant, de sorte qu'au moment du dévissage
du capuchon fileté (1), la douille (3) y est guidée verticalement, de sorte que le
taquet d'entraînement (12), qui est sur la douille 3, peut sous l'action du tronçon
montant (13) de bord, disposé sur le tronçon (5) de paroi cylindrique, allant jusqu'au
couvercle (16) du capuchon fileté, être poussé vers le bas, le long des tronçons verticaux
(23, 24) des nervures de guidage (21) et des baguettes de guidage (8), jusqu'à ce
que le taquet d'entraînement (12) vienne en butée sur le méplat (15) et puisse être
mis en rotation horizontale par celui-ci au-dessous et le long des tronçons horizontaux
(22) des nervures de guidage (21) et des baguettes de guidage (8).
7. Bouchon ou fermeture à ouverture automatique pour emballages composites ainsi que
pour embouchures de récipients ou de bouteilles devant être fermées avec du matériau
en feuille suivant la revendication 6, caractérisé en ce que le capuchon rotatif (1) est un capuchon fileté (1) à taraudage (4), que l'embouchure
verseuse (2) est une embouchure filetée à filetage extérieur (6), qu'une des quatre
nervures de guidage (21) réparties sur le pourtour de la paroi extérieure de la douille
(3) s'étend sur la zone de pourtour sur laquelle la lame de perçage et de découpage
(9) s'étend, que le tronçon vertical (24) de cette nervure de guidage (21), qui se
trouve, vu de haut, dans le sens contraire des aiguilles d'une montre avant la lame
de perçage et de découpage (9) et la précède donc en rotation dans le sens contraire
des aiguilles d'une montre, s'étend jusqu'au bord inférieur de la douille (3), et
que, sur le bord intérieur inférieur de l'embouchure (2), il est disposé un taquet
de butée (20), qui dépasse vers l'intérieur et qui, dans la position de départ de
la douille (3) insérée dans l'embouchure (2), se trouve à l'endroit de la pointe (10)
de l'organe de perçage et de découpage (9), cependant que la hauteur et la montée
efficaces du filetage du capuchon fileté (1) sont dimensionnées de façon que la douille
(3) d'ouverture automatique puisse d'abord être poussée verticalement vers le bas
par les moyens de transmission des forces jusqu'à la position libérée du capuchon
fileté (1), jusqu'à ce que la lame de perçage et découpage (9) dépasse le bord inférieur
de l'embouchure (2) et puisse ensuite être mise en rotation dans le plan horizontal
sur approximativement 360°, position dans laquelle le tronçon vertical (24) - de la
nervure de guidage (21) - atteignant le bord, vient en butée sur le taquet de butée
(20) et empêche la douille (3) de continuer sa rotation.
8. Bouchon ou fermeture à ouverture automatique pour emballages composites ainsi que
pour embouchures de récipients ou de bouteilles devant être fermées avec du matériau
en feuille suivant la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que, si on regarde d'en bas dans le capuchon fileté (1), les tronçons (13) de bord des
secteurs (5) de paroi cylindrique montant dans le sens des aiguilles d'une montre
sont dimensionnés de sorte qu'au moment du vissage du capuchon fileté (1) sur l'embouchure
(2), ils glissent, après le premier dévissage, chacun deux fois sur les taquets (12)
dépassant vers l'intérieur et disposés sur la douille (3) et qu'ils la poussent ensuite
à l'intérieur de l'embouchure verseuse (2) en deux poussées vers le bas.
9. Bouchon ou fermeture à ouverture automatique pour emballages composites ainsi que
pour embouchures de récipients devant être fermées avec du matériau en feuille suivant
une des revendications précédentes, caractérisé en ce que chaque organe combiné de perçage et de découpage (9) disposé sur la douille (3) est
une lame de perçage (9), en saillie sur le bord inférieur de cette douille et ayant
la forme d'un triangle équilatéral, dont une pointe (10) dépasse vers le bas, cette
pointe étant aiguisée et disposée entre les côtés de même longueur du triangle, cependant
que, dans le sens du pourtour, les côtés libres du triangle forment chacun une arête
aiguisée (11).
10. Bouchon ou fermeture à ouverture automatique pour emballages composites ainsi que
pour embouchures de récipients ou de bouteilles devant être fermées avec du matériau
en feuille suivant une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu' il est rempli d'une substance (33) pouvant être versée ou fluide et qu'il est fermé
depuis la surface inférieure au moyen d'une feuille (32) de laminé.
11. Bouchon ou fermeture à ouverture automatique pour emballages composites ainsi que
pour embouchures de récipients ou de bouteilles devant être fermées avec du matériau
en feuille suivant une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sa douille (3) d'ouverture automatique est enduite sur sa surface intérieure avec
une substance soluble.
12. Bouchon ou fermeture à ouverture automatique pour emballages composites ainsi que
pour embouchures de récipients ou de bouteilles devant être fermées avec du matériau
en feuille suivant une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que sur la surface inférieure de son couvercle de capuchon il est formé un cylindre de
dosage (42), dont la longueur est telle que, quand le capuchon couvercle (1) est vissé,
ce cylindre dépasse vers le bas, avec son bord inférieur (44), le collet (7) en forme
de bride, disposé sur l'embouchure (2).
13. Bouchon ou fermeture à ouverture automatique pour emballages composites ainsi que
pour embouchures de récipients ou de bouteilles devant être fermées avec du matériau
en feuille suivant une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur le bord inférieur du capuchon fileté (1) il est formé par l'intermédiaire d'un
certain nombre de fins pontets (26) une bande de garantie (25), qui recouvre un bourrelet
circulaire, disposé sur l'embouchure (2), au-dessous de son filetage extérieur (6)
et enserre l'embouchure (2) sur la surface inférieure du bourrelet.
14. Bouchon ou fermeture à ouverture automatique pour emballages composites ainsi que
pour embouchures de récipients ou de bouteilles devant être fermées avec du matériau
en feuille suivant une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface extérieure du pourtour du capuchon rotatif (1) forme une surface de prise
moletée ou rainurée ou une surface à quatre, six ou huit pans ou que, dans la surface
supérieure du capuchon rotatif, il est formé au moins une rainure diamétrale ou une
barrette saillant vers le haut.