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(11) |
EP 1 514 282 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.04.2009 Patentblatt 2009/16 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.01.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2003/000211 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/105161 (18.12.2003 Gazette 2003/51) |
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| (54) |
WEICHMAGNETISCHER PULVERVERBUNDWERKSTOFF; VERFAHREN ZU DESSEN HERSELLUNG UND DESSEN
VERWENDUNG
SOFT MAGNETIC POWDER COMPOSITE MATERIAL, METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF AND USE
OF THE SAME
MATIERE COMPOSITE EN POUDRE MAGNETIQUE DOUCE, SES PROCEDES DE PRODUCTION ET D'UTILISATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
06.06.2002 DE 10225154
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.03.2005 Patentblatt 2005/11 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- OKUMUS, Adnan
70469 Stuttgart (DE)
- DRAXLER, Waldemar
71706 Markgroeningen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 406 580 US-A- 5 982 073
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DE-A- 19 960 095
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- DATABASE WPI Section Ch, Week 197837 Derwent Publications Ltd., London, GB; Class
L03, AN 1978-66244A XP002242160 & JP 53 091397 A (HITACHI LTD), 11. August 1978 (1978-08-11)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 013, no. 192 (E-753), 9. Mai 1989 (1989-05-09) & JP
01 013705 A (MATSUSHITA ELECTRIC IND CO LTD), 18. Januar 1989 (1989-01-18)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen weichmagnetischen Pulververbundwerkstoff, ein Verfahren
zur Herstellung eines solchen Werkstoffes sowie dessen Verwendung nach der Gattung
der unabhängigen Ansprüche.
Stand der Technik
[0002] Moderne Benzin- und Dieselmotoren benötigen immer leistungsfähigere Magnet-Einspritzventile,
um beispielsweise den Forderungen nach Verbrauchsreduzierung und Schadstoffreduzierung
nachzukommen. Bekannte schnell schaltende Magnetenspritzventile werden aus weichmagnetischen
Werkstoffen wie beispielsweise FeCr- oder PeCo-Legierungen oder aus Pulververbundwerkstoffen
mit möglichst hohem spezifischen elektrischem Widerstand hergestellt. Durch legierungstechnische
Maßnahmen ist bei metallischen Werkstoffen jedoch nur ein spezifischer elektrischer
Widerstand von maximal 1 µΩm erreichbar.
[0003] Weiterhin ist auch bereits bekannt, einen Magnetwerkstoff aus Eisenpulver und organischem
Binder in Ventilen für die Dieseleinspritzung (Common Rail System) einzusetzen. Diese
Werkstoffe weisen zwar höhere spezifische elektrische Widerstände als die vorgenannten
weichmagnetischen Legierungwerkstoffe auf, sie sind jedoch vielfach nur eingeschränkt
treibstoff- und temperaturbeständig und zudem schlecht bearbeitbar.
[0004] In
DE 199 60 095 A1 ist ein gesinterter weichmagnetischer Verbundwerkstoff und ein Verfahren zu dessen
Herstellung beschrieben, bei dem in einer Ausgangsmischung aus der sich nach einer
Wärmebehandlung ein weichmagnetischer Verbundwerkstoff bildet, eine ferromagnetische
Ausgangskomponente als Hauptbestandteil und eine ferritische Ausgangskomponente als
Nebenbestandteil eingesetzt werden. Die zweite Ausgangskomponente bildet nach der
Wärmebehandlung der Ausgangsmischung zu dem Verbundwerkstoff eine Korngrenzenphase.
Die erste Ausgangskomponente ist beispielsweise ein Reineisenpulver oder ein phosphatierte
Eisenpulver, die zweite Ausgangskomponente beispielsweise ein Ferrit-Pulver, insbesondere
ein weichferritisches Pulver wie MnZn-Ferrit öder NiZn-Ferrit. Der Anteil des Eisenpulvers
in der Ausgangsmischung beträgt 95 bis 99 Gewichtsprozent, der Anteil des Ferritpulvers
1 bis 25 Gewichtsprozent.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war die Bereitstellung eines weichmagnetischen
Pulververbundwerkstoffes, der eine möglichst hohe magnetische Sättigungspolarisation
und magnetische Permeabilität in Kombination mit einem möglichst hohen spezifischen
elektrischen Widerstand aufweist, und der insbesondere die Eigenschaften des Verbundwerkstoffes
gemäß
DE 199 60 095 A1 verbessert.
Vorteile der Erfindung
[0006] Der erfindungsgemäße weichmagnetische Pulververbundwerkstoff hat gegenüber dem Stand
der Technik den Vorteil, dass er eine magnetische Sättigungspolarisation von mehr
als 1,85 Tesla, insbesondere 1,90 Tesla bis 2,05 Tesla, aufweist, und dass er einen
gegenüber dem Stand der Technik deutlich erhöhten spezifischen elektrischen Widerstand
von mehr als 1 µΩm, insbesondere von 5 µΩm bis 15 µΩm besitzt. In der Regel liegt
der spezifische elektrische Widerstand bei ca. 10 µΩm. Darüber hinaus ist vorteilhaft,
dass der erfindungsgemäße weichmagnetische Pulververbundwerkstoff eine Biegefestigkeit
von mehr als 120 MPa, gemessen an zylindrischen Proben, aufweist. Die Kantenbruchfestigkeit
von aus diesem Werkstoff hergestellten Bauteilen in Form von Mägnettöpfen für Einspritzventile
liegt bei über 45 kN, und der erhaltene weichmagnetische Pulververbundwerkstoff ist
darüber hinaus bis mindestens 400°C temperaturbeständig und kraftstoffbeständig. Insofern
eignet er sich sehr gut zur Herstellung schnell schaltender Magnetventile, wie sie
bei der bieseleinspritzung in Kraftfahrzeugmotoren benötigt werden.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung des weichmagnetischen Pulverwerkstoffes
ist vorteilhaft, dass das Pressen durch Zusetzen eines Presshilfsmittels zu der Ausgangsmischung,
beispielsweise ein Microwachs, erleichtert werden kann, und dass die Eigenschaften
des erhaltenen Pulververbundwerkstoffes sehr einfach über die Gasatmosphäre und das
Temperaturprogramm beim Entbindern bzw. der Wärmebehandlung eingestellt werden können.
[0008] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den in den Unteransprüche
genannten Maßnahmen.
[0009] So ist es besonders vorteilhaft, wenn das eingesetzte Weichferritpulver ein MnZn-Ferritpulver,
ein NiZn-Ferritpulver oder eine Mischung aus beiden Pulvern ist. Das eingesetzte Reineisenpulver,
Eisenlegierungspulver oder das bevorzugt eingesetzte phosphatierte Eisenpulver weisen
weiter vorteilhaft eine mittlere Korngröße der Pulverteilchen zwischen 30
µm und 150
µm auf, während die Körngröße des eingesetzten Weichferritpulvers demgegenüber vorteilhaft
deutlich kleiner ist und im Mittel weniger als 20 µm beträgt. Bevorzugt beträgt die
mittlere Korngröße der eingesetzten Weichferritpulverteilchen weniger als 5 µm, insbesondere
weniger als 1 µm.
Ausführungsbeispiele
[0010] Zur Herstellung des weichmagnetischen Pulververbundwerkstoffes geht man zunächst
von einer Ausgangsmischung aus, die aus einem Reineisenpulver oder einem phosphatierten
Eisenpulver und einem Weichferritpulver besteht. Alternativ zu dem Eisenpulver können
auch Eisenlegierungspulver wie FeCr-Pulver oder FeCo-Pulver eingesetzt werden.
[0011] Bevorzugt wird phosphatiertes Eisenpulver eingesetzt, da damit die besten elektrischen
Eigenschaften des Pulververbundwerkstoffes erzielt werden.
[0012] Weiter kann der Ausgangsmischung auch ein Presshilfsmittel, wie ein Microwachs, zugesetzt
sein, das im Laufe einer nachfolgenden Wärmebehandlung der Ausgangsmischung zur Herstellung
des weichmagnetischen Pulververbundwerkstoffes wieder entfernt wird. Der Anteil des
Presshilfsmittels in der Ausgangsmischung beträgt 0 Masse% bis maximal 0,8 Masse%.
Abgesehen von dem Presshilfsmittel besteht die Ausgangsmischung aus mindestens 99,4
Masse% eines Reineisenpulvers oder eines phosphatierten Eisenpulvers und 0,1 Masse%
bis 0,6 Masse% eines Weichferritpulvers. Bevorzugt beträgt der Anteil des Reineisenpulvers
oder des phosphatierten Eisenpulvers mehr als 99,5 Masse%, insbesondere 99,7 Masse%
bis 99,8 Masse%. Der Anteil des Weichferritpulvers beträgt bevorzugt weniger als 0,5
Masse%, insbesondere 0,1 Masse% bis 0,3 Masse%. Bei dieser Berechnung der Zusammensetzung
des erhaltenen weichmagnetischen Verbundwerkstoffes, die sich nach einem Mischen,
einem Verdichten, einem Entbindern und der Wärmebehandlung der zunächst hergestellten
Ausgangsmischung einstellt, wurden unvermeidbare Verunreinigungen bzw. geringfügige
Reste des zunächst zugesetzten Presshilfsmittels, die möglicherweise noch vorhanden
sind, vernachlässigt.
[0013] Das eingesetzte Weichferritpulver ist bevorzugt ein Mangan-Zink-Ferrit (MnZnOFe
2O
3) oder ein Nickel-Zink-Ferrit (NiZnO-Fe
2O
3) oder eine Mischung aus beiden Pulvern. Bevorzugt wird phosphatiertes Eisenpulver
oder phosphatiertes Reineisenpulver und eines dieser beiden weichferritischen Pulver
eingesetzt.
[0014] Das Reineisenpulver oder das phosphatierte Eisenpulver weist eine mittlere Korngröße
der Pulverteilchen von 50 µm bis 100 µm auf. Die Korngröße des eingesetzten weichferritischen
Pulvers liegt bevorzugt deutlich unter 20 µm, vorzugsweise unter 5 µm. Beispielsweise
liegt sie im Bereich zwischen 0,5 µm bis 2 µm, insbesondere bei 1 µm.
[0015] Im Übrigen sei noch betont, dass bei der Zusammensetzung der Ausgangsmischung, die
im Wesentlichen aus dem Reineisenpulver oder dem phosphatierten Eisenpulver und dem
Weichferritpulver besteht, je nach beabsichtigter Verwendung des erhaltenen Werkstoffes
über eine Variation der Zusammensetzung des Werkstoffes einerseits mehr Gewicht auf
eine möglichst hohe magnetische Sättigungspolarisation und eine möglichst hohe magnetische
Permeabilität, d.h. µ
max größer 800, oder andererseits mehr Gewicht auf einen möglichst hohen spezifischen
elektrischen Widerstand gelegt werden kann.
[0016] Die vorstehend erläuterten Pulver werden zunächst wie erläutert in Form einer Ausgangsmischung
bereitgestellt, diese wird vermischt und anschließend mit Hilfe einer Presse unter
erhöhtem Druck verdichtet und in die gewünschte Form gebracht. Anschließend werden
die derart hergestellten Grünkörper in einem Ofen in einer Inertgasatmosphäre, beispielsweise
einer Stickstoffatmosphäre, oder einer sauerstoffhaltigen Gasatmosphäre entbindert.
Dazu wird die verdichtete Ausgangsmischung in dem Ofen auf eine Temperatur von 400°C
bis 500°C aufgeheizt und dort über eine Zeitdauer von 10 Minuten bis 1 Stunde gehalten.
Die Temperatur beim Entbindern hängt vor allem von dem eingesetzten Presshilfsmittel,
d.h. dem verwendeten Mikrowachs, ab. Insofern kann sie auch unterhalb den erläuterten
400°C, beispielsweise im Bereich von 220°C bis 300°C liegen.
[0017] Nach dem Entbindern erfolgt eine weitere Wärmebehandlung der entbinderten, verdichteten
Ausgangsmischung in einer oxidierenden Gasatmosphäre bei einer Temperatur von 410°C
bis 500°C in einem Ofen. Dabei wird der Pressling in dem Ofen auf diese Temperatur
aufgeheizt und dort über eine Zeitdauer von 20 Minuten bis 400 Minuten, beispielsweise
200 Minuten, gehalten. Die Gasatmosphäre in dem Ofen ist beispielsweise Luft.
[0018] Nach Abschluss dieses Verfahrens wird ein weichmagnetischer Pulververbundwerkstoff
erhalten, bei dem das eingesetzte Weichferritpulver zumindest weitgehend als Korngrenzenphase
vorliegt, d.h. die weichferritischen Pulverteilchen umgeben die in dem Pulververbundwerkstoff
eingesetzten Eisenpulver= teilchen.
[0019] Das im Laufe des Herstellungsverfahrens eingesetzte Presshilfsmittel erleichtert
die Verdichtung und Formgebung der Ausgangsmischung beim Pressen. Andererseits sollte
das Presshilfsmittel beim Entbindern wieder vollständig entfernt bzw. verdampft werden,
so dass es keinen direkten Einfluss auf die erreichbaren Materialkennwerte des erhaltenen
weich= magnetische Pulververbundwerkstoffes hat. Dies wird vor allem durch Verwendung
von Microwachs als Presshilfsmittel erreicht.
[0020] Das Verdichten der Ausgangsmischung in der Matrize unter erhöhtem Druck erfolgt bevorzugt
durch uniaxiales Pressen bei einem Druck von bevorzugt 500 MPa bis 1000 MPa.
[0021] Abschließend sei nach erwähnt, dass mit dem erfindungsgemäßen weichmagnetische Pulververbundwerkstoff
hergestellte Magnetventile bei typischen Einsatzbedingungen in der Diesel-Einspritzung
von Kraftfahrzeugen uneingeschränkt treibstoff- und temperaturbeständig sind. Weiter
weisen sie eine sehr gute mechanische Belastbarkeit sowohl hinsichtlich Biegefestigkeit
wie auch Kantenbruchfestigkeit auf.
1. Weichmagnetischer Pulververbundwerkstoff, der aus mindestens 99,4 Masse% eines Reineisenpulvers,
eines phosphatierten Eisenpulvers öder eines Eisenlegierungspulvers und 0,05 Masse%
bis 0,6 Masse% eines Weichferritpulvers besteht.
2. Weichmagnetischer Pulververbundwerkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Weichferritpulver ein Mnzn-Ferritpulver, ein NiZn-Ferritpulver oder eine Mischung
aus beiden ist.
3. Weichmagnetischer Pulververbundwerkstoff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Reineisenpulver oder das phosphatierte Eisenpulver eine mittlere Korngröße der
Pulverteilchen zwischen 30 µm und 150 µm aufweist.
4. Weichmagnetischer Pulververbundwerkstoff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Weichferritpulver eine mittlere Korngröße der Pulverteilchen von weniger als
20 µm aufweist.
5. Weichmagnetischer Pulververbundwerkstoff nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Korngröße der Pulverteilchen unter 5 µm, insbesondere unter 1 µm, liegt.
6. Weichmagnetischer Pulververbundwerkstoff nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Sättigungspolarisation von mehr als 1,85 Tesla, insbesondere 1,90 Tesla bis
2,05 Tesla, aufweist.
7. Weichmagnetischer Pulverbundwerkstoff nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass er einen spezifischen elektrischen Widerstand von mehr als 1 µΩm, insbesondere 5
µΩm bis 15 µΩm, aufweist.
8. Verfahren zur Herstellung eines weichmagnetischen Pulververbundwerkstoffes nach einem
der vorangehenden Ansprüche mit den Verfahrensschritten: a) Bereitstellen einer Ausgangsmischung
mit einem Reineisenpulver, einem phosphatierte Eisenpulver oder einem Eisenlegierungspulver
und einem Weichferritpulver, b) Mischen der Ausgangsmischung, c) Verdichten, der Ausgangsmischung
in einer Presse unter erhöhtem Druck, d) Entbindern der verdichteten Ausgangsmischung
in einer Inertgasatmosphäre oder einer sauerstoffhaltigen Gasatmosphäre, und e) Wärmebehandlung
der verdichteten Ausgangsmischung in einer oxidierenden Gasatmosphäre bei einer Temperatur
von 410°C bis 500 C.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgangsmischung vor dem Mischen ein Presshilfsmittel, ins= besondere ein Microwachs,
zugesetzt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Entbindern bei einer Temperatur von 400°C bis 520°C über eine Zeitdauer von 10
Minuten bis 1 h erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmebehandlung über eine Zeitdauer von 20 min bis 400 min erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 8 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Entbindern in einer Stickstoffatmosphäre oder einem Sauerstoff-Stickstoff-Gemisch,
insbesondere mit 5 Vol% bis 30 Vol% Sauerstoff, oder an Luft über eine Zeitdauer von
10 min bis 70 min erfolgt.
13. Verwendung eines Weichmagnetischen Pulververbundwerkstoffes nach einem der vorangehenden
Ansprüche in schnell schaltenden Magnetventilen, insbesondere bei der Dieseleinspritzung
in Kraftfahrzeugmotoren.
1. Soft-magnetic powder composite material consisting of at least 99.4% by mass of a
pure iron powder, of a phosphated iron powder or of an iron alloy powder and from
0.05% by mass to 0.6% by mass of a soft ferrite powder.
2. Soft-magnetic powder composite material according to Claim 1, characterized in that the soft ferrite powder is an MnZn ferrite powder, an NiZn ferrite powder or a mixture
of the two.
3. Soft-magnetic powder composite material according to Claim 1 or 2, characterized in that the mean grain size of the particles of the pure iron powder or of the phosphated
iron powder is between 30 µm and 150 µm.
4. Soft-magnetic powder composite material according to Claim 1 or 2, characterized in that the mean grain size of the particles of the soft ferrite powder is less than 20 µm.
5. Soft-magnetic powder composite material according to Claim 4, characterized in that the mean grain size of the powder particles is less than 5 µm, in particular less
than 1 µm.
6. Soft-magnetic powder composite material according to one of the preceding claims,
characterized in that it has a saturation polarization of more than 1.85 Tesla, in particular of from 1.90
Tesla to 2.05 Tesla.
7. Soft-magnetic powder composite material according to one of the preceding claims,
characterized in that it has an electrical resistivity of more than 1 µΩm, in particular of from 5 µΩm
to 15 µΩm.
8. Process for producing a soft-magnetic powder composite material according to one of
the preceding claims, comprising the following process steps: a) providing a starting
mixture comprising a pure iron powder, a phosphated iron powder or an iron alloy powder
and a soft ferrite powder, b) mixing the starting mixture, c) compressing the starting
mixture in a press under elevated pressure, d) removing the binder from the compressed
starting mixture in an inert gas atmosphere or an oxygen-comprising gas atmosphere,
and e) subjecting the compressed starting mixture to heat treatment in an oxidizing
gas atmosphere at a temperature of from 410°C to 500°C.
9. Process according to Claim 8, characterized in that mixing is preceded by the addition of a pressing aid, in particular a microwax, to
the starting mixture.
10. Process according to Claim 8, characterized in that the binder is removed at a temperature of from 400°C to 520°C over a time period
of from 10 minutes to 1 h.
11. Process according to Claim 8, characterized in that the heat treatment is carried out over a time period of from 20 minutes to 400 minutes.
12. Process according to Claim 8 or 10, characterized in that the binder is removed in a nitrogen atmosphere or an oxygen/nitrogen mixture, in
particular comprising from 5% by volume to 30% by volume of oxygen, or in air over
a time period of from 10 minutes to 70 minutes.
13. Use of a soft-magnetic powder composite material according to one of the preceding
claims in rapidly switching solenoid valves, in particular for diesel injection in
motor vehicle engines.
1. Matériau composite magnétique doux en poudre constitué d'au moins 99,4 % en masse
d'une poudre de fer pur, d'une poudre de fer phosphaté ou d'une poudre d'alliage de
fer et de 0,05% en masse à 0,6 % en masse d'une poudre de ferrite douce.
2. Matériau composite magnétique doux en poudre selon la revendication 1, caractérisé en ce que la poudre de ferrite douce est une poudre de ferrite au MnZn, une poudre de ferrite
au NiZn ou un mélange de ces poudres.
3. Matériau composite magnétique doux en poudre selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la poudre de fer pur ou la poudre de fer phosphaté présente des particules d'une
granulométrie comprise entre 30 µm et 150 µm.
4. Matériau composite magnétique doux en poudre selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la poudre de ferrite douce présente des particules d'une granulométrie moyenne inférieure
à 20 µm.
5. Matériau composite magnétique doux en poudre selon la revendication 4, caractérisé en ce que la granulométrie moyenne des particules de poudre est inférieure à 5 µm et en particulier
inférieure à 1 µm.
6. Matériau composite magnétique doux en poudre selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il présente une polarisation de saturation supérieure à 1,85 Tesla et en particulier
de 1,90 à 2,05 Tesla.
7. Matériau composite magnétique doux en poudre selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il présente une résistance électrique spécifique supérieure à 1 µΩ.m et en particulier
de 5 µΩ.m à 15 µΩ.m.
8. Procédé de fabrication d'un matériau composite magnétique doux en poudre selon l'une
des revendications précédentes, qui présente les étapes suivantes :
a) préparation d'un mélange initial d'une poudre de fer pur, d'une poudre de fer phosphaté
ou d'une poudre d'alliage de fer et d'une poudre de ferrite douce,
b) homogénéisation du mélange initial,
c) compactage du mélange initial dans une presse sous haute pression,
d) enlèvement du liant du mélange de départ compacté dans une atmosphère de gaz inerte
ou dans une atmosphère de gaz contenant de l'oxygène et
e) traitement thermique du mélange de départ compacté, dans une atmosphère de gaz
oxydante et à une température de 410°C à 500°C.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'avant le mélange, un adjuvant de compression, en particulier une microcire, est ajouté
au mélange de départ.
10. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que la déliaison s'effectue à une température de 400°C à 520°C et pendant une durée de
10 minutes à 1 h.
11. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le traitement thermique est conduit pendant une durée de 20 min à 400 min.
12. Procédé selon les revendications 8 ou 10,
caractérisé en ce que l'enlèvement du liant est réalisé dans une atmosphère d'azote ou dans un mélange
d'oxygène et d'azote, qui contient en particulier 5 % en volume à 30 % en volume d'oxygène,
ou à l'air, pendant une durée de 10 min à 70 min.
13. Utilisation d'un matériau composite magnétique doux en poudre selon l'une des revendications
précédentes dans des soupapes magnétiques à commutation rapide, en particulier pour
l'injection de diesel dans les moteurs à combustion interne.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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