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EP 1 514 816 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.06.2006 Patentblatt 2006/25 |
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Anmeldetag: 16.08.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Wickelmaschine zum Wickeln einer Materialbahn
Winding machine for winding a material web
Machine pour enrouler une bande de matériau
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
12.09.2003 DE 10342020
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.03.2005 Patentblatt 2005/11 |
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Patentinhaber: Voith Paper Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Wetschenbacher, Ewald
73485, ZOEBINGEN (DE)
- Maurer, Jörg
89555, STEINHEIM (DE)
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 1 280 352 US-A1- 2002 104 629
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US-A- 4 191 341
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Wickelmaschine zum Wickeln einer Materialbahn, insbesondere
einer Faserstoffbahn, mit einer gegen einen Tambour drückbaren Luftabquetschwalze.
[0002] Die US-Offenlegungsschrift US 2002/0104629 A1 zeigt eine Vorrichtung zum kontinuierlichen
Aufwickeln einer Faserstoffbahn, insbesondere Papierbahn, wobei die Faserstoffbahn
über eine Tragtrommel geführt und in weiterer Folge auf einem in einer horizontal
verschiebbaren Haltevorrichtung gelagerten Tambour zu einer Wickelrolle aufgewickelt
wird. Die horizontal verschiebbare Haltevorrichtung weist eine Kraftmesseinrichtung
zur direkten und exakten Messung der Andruckkraft der Wickelrolle an die Tragtrommel
auf.
[0003] Beim Wickeln einer Materialbahn muss ein bestimmter von der Materialbahn abhängiger
Bahnzug, der über die Breite der Materialbahn wirkt, eingehalten werden. Aus diesem
Grund ist es wichtig, den Bahnzug während des gesamten Wickelvorganges zu überwachen
und zu regeln. Bei einem Tambourwechsel muss ein Nip zwischen einer Tragtrommel und
dem Tambour während des Wickelvorganges geöffnet werden. Somit sind bei einem Tambourwechsel
an die Überwachung und Regelung des Bahnzugs im Vergleich zum Wickelvorgang mit geschlossenen
Nip, bei dem die Tragtrommel gegen den Tambour drückt, besondere Anforderungen gestellt.
Beim Tambourwechsel mit offenem Nip wird die Luftabquetschwalze (Hilfswalze) gegen
den Tambour gedrückt. Der Zentrumsantrieb des Tambours, dessen Drehmoment bei geschlossenem
Nip vorzugsweise entsprechend einer Kurve gesteuert wird, übernimmt bei geöffnetem
Nip die Regelung des Bahnzugs. Zu diesem Zweck wird der Bahnzug über eine vor der
Tragtrommel angeordnete Messwalze gemessen, und die Drehzahl und/oder das Drehmoment
des Zentrumsantriebs des Tambours entsprechend des gemessenen Bahnzugs verändert.
Die Drehzahl der Luftabquetschwalze wird während des Wickelvorganges mit offenem Nip
an die Drehzahl des Tambours angepasst. Bei diesem aus dem Stand der Technik bekannten
Tambourwechsel mit offenem Nip ist jedoch die Gleichmäßigkeit des Bahnzugs problematisch.
Die Verfahrensbewegungen, insbesondere Auf- und Abbewegungen, Beschleunigungen, Verzögerungen
und dergleichen, des Tambours während des Tambourwechsels führen zu Änderungen des
Bahnzugs. Außerdem hat der aufgewickelte Tambour ein sehr hohes Massenträgheitsmoment,
das eine präzise Bahnzugregelung erschwert. Ferner ist der Zentrumsantrieb des Tambours
auf den Wickelbetrieb mit geschlossenem Nip zwischen Tragtrommel und Tambour ausgelegt
beziehungsweise optimiert. Deshalb ist der Zentrumsantrieb meist zu langsam, um den
Bahnzug zu regeln. Ein ungleichmäßiger Bahnzug beim Tambourwechsel ist die Folge.
Zusätzlich muss der Zentrumsantrieb beim Wickeln mit offenem Nip ein sehr hohes Drehmoment
aufbringen. Deshalb müssen der Antriebsmotor, der Frequenzumrichter und die Mechanik
des Tambours für diese starken Belastungen entsprechend dimensioniert werden.
[0004] Die Erfindung hat deshalb die Aufgabe bei einem Tambourwechsel den Bahnzug trotz
geöffnetem Nip möglichst gleichmäßig zu halten. Außerdem soll der Zentrumsantrieb
des Tambours entlastet werden.
[0005] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch eine Wickelmaschine der eingangs genannten
Art, bei der erfindungsgemäß die Drehzahl und/oder das Drehmoment der Luftabquetschwalze
abhängig von einem momentanen Bahnzug der Materialbahn regelbar ist. Folglich wird
die Drehzahl und/oder das Drehmoment der Luftabquetschwalze erhöht, wenn der gemessene
momentane Bahnzug zu gering ist. Im umgekehrten Fall wird die Drehzahl und/oder das
Drehmoment der Luftabquetschwalze gesenkt, wenn der gemessene momentane Bahnzug zu
hoch ist. Auf diese Weise kann der Bahnzug auch bei offenem Nip möglichst gleichmäßig
gehalten werden. Es herrschen jetzt beim offenem Nip die gleichen Bedingungen wie
beim gelschlossenen Nip, wenn die Tragtrommel, deren Drehzahl ebenfalls durch den
gemessenen momentanen Bahnzug geregelt wird, gegen den Tambour drückt. Da die Luftabquetschwalze
den Bahnzug der Materialbahn korrigiert, muss die Luftabquetschwalze ebenfalls einen
Teil des erforderlichen Drehmomentes aufbringen, sodass der Zentrumsantrieb nicht
mehr das gesamte Drehmoment aufbringen muss, und deshalb kleiner dimensioniert werden
kann. Außerdem kann die Luftabquetschwalze auch zum Abbremsen des vollen Tambours
benutzt werden.
[0006] In einer besonderen Ausführungsform ist die Luftabquetschwalze mit einer Messeinrichtung
zum Messen des Bahnzugs ausgerüstet. Dann kann der an der Luftabquetschwalze gemessene
Bahnzug zur Korrektur der Drehzahl der Luftabquetschwalze verwendet werden. Eine Messung
des Bahnzugs an der Luftabquetschwalze, an der auch der Bahnzug korrigiert werden
soll, ermöglicht auch bei geöffnetem Nip eine sehr hohe Gleichmäßigkeit des Bahnzugs,
wobei die Anforderungen an die Gleichmäßigkeit des Bahnzugs von der jeweils zu wickelnden
Materialbahn abhängen. Weiterhin besteht ein Vorteil im Messen des Bahnzugs im freien
Zug, das heißt, dass keine Walze zwischen der Messeinrichtung und der Luftabquetschwalze
vorhanden ist.
[0007] Wenn in Abhängigkeit von der zu wickelnden Materialbahn besonders hohe Anforderungen
an einen konstanten Bahnzug bei geöffnetem Nip gestellt werden, kann auch die Tragtrommel
mit einer Messeinrichtung zum Messen des Bahnzugs ausgerüstet sein, und die Drehzahl
der Tragtrommel abhängig vom an der Tragtrommel gemessenen momentanen Bahnzug der
Materialbahn geregelt werden. Diese Ausgestaltung ist vorzugsweise nur bei einer großen
Umschlingung der Tragtrommel möglich.
[0008] Wenn die zu wickelnde Materialbahn nur geringere Anforderungen an die Gleichmäßigkeit
des Bahnzugs stellt, ist es in einer weniger aufwändigen und somit preisgünstigeren
Ausführungsvariante auch möglich, dass nur die Tragtrommel mit einer Messeinrichtung
zum Messen des Bahnzugs ausgerüstet ist. Der an der Tragtrommel gemessene Bahnzug
beeinflusst dann die Drehzahl der Luftabquetschwalze, um den Bahnzug zu korrigieren.
[0009] Um das Kosten-Nutzen-Verhältnis in Abhängigkeit von der zu wickelnden Materialbahn
optimal zu gestalten, kann es auch sinnvoll sein, dass nur eine vor der Tragtrommel
angeordnete Leitwalze oder Breitstreckwalze mit der Messeinrichtung zum Messen des
Bahnzugs ausgerüstet ist. Dann beeinflusst der an der Leitwalze oder Breitstreckwalze
gemessene Bahnzug die Drehzahl und/oder das Drehmoment der Luftabquetschwalze, wodurch
der Bahnzug korrigiert wird.
[0010] Zweckmäßigerweise können die Messeinrichtungen der Luftabquetschwalze und/oder der
Tragtrommel und/oder der Leitwalze und/oder der Breitstreckwalze mit mindestens einer
Kraftmessdose und/oder mit mindestens einem Piezoelement versehen sein. Die Piezoelemente
können in der aus dem Stand der Technik bekannten Weise auf den betreffenden Walzen
verteilt sein. Sie ermöglichen dann die Messung eines mittleren Bahnzugs oder die
Messung eines Bahnzugprofils entlang der Materialbahnbreite.
[0011] Wenn der von der Luftabquetschwalze aufgebrachte Anteil am Bahnzug bei ca. 20 Prozent
liegt, muss der Zentralantrieb nur noch 80 Prozent des Bahnzugs aufbringen, sodass
der Zentralantrieb somit erheblich kleiner dimensioniert werden kann.
[0012] Die Luftabquetschwalze kann einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. Die mehrteilige
Luftabquetschwalze kann zwischen einzelnen Teilwalzen mit Lagern versehen sein, an
denen die Luftabquetschwalze abgestützt wird. Stützkräfte, die an den Lagern wirken,
drücken dann die Luftabquetschwalze gleichmäßig über ihre Länge gegen den Tambour,
um eine optimale Anpressung der Luftabquetschwalze gegen den Tambour sicherzustellen.
Alternativ kann die einteilige Luftabquetschwalze zur optimalen Anpressung gegen den
Tambour mit Stützwalzen versehen sein, die dann die Luftabquetschwalze zwischen ihren
Enden unterstützen und gegen den Tambour pressen.
[0013] Ein besonders gutes Drehmoment und eine optimale Anpressung gegen den Tambour wird
mit der einteiligen Luftabquetschwalze erzielt, wenn ihr Durchmesser zwischen 500
Millimetern und 900 Millimetern liegt. Die mehrteilige Luftabquetschwalze liefert
für Durchmesser zwischen 340 Millimetern und 600 Millimetern ein zufriedenstellendes
Drehmoment und eine zufriedenstellende Anpressung.
[0014] Um die Luftabquetschwalze bei geöffnetem Nip optimal gegen den Tambour drücken zu
können, kann die Luftabquetschwalze mindestens eine Stützwalze aufweisen.
[0015] Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Regeln des Bahnzugs der Materialbahn,
insbesondere der Faserstoffbahn, während des Wickelvorganges auf der Wickelmaschine,
bei dem erfindungsgemäß die Luftabquetschwalze durch eine Veränderung ihrer Drehzahl
und/oder ihres Drehmoments den Bahnzug korrigiert.
[0016] Ebenso kann auch die Tragtrommel durch eine Veränderung ihrer Drehzahl und/oder ihres
Drehmoments den Bahnzug korrigieren.
[0017] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Wickelmaschine anhand
der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
[0018] Im Einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht auf eine erste Ausführungsform einer Wickelmaschine;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht auf eine zweite Ausführungsform einer Wickelmaschine;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht auf eine dritte Ausführungsform einer Wickelmaschine;
- Fig. 4
- eine perspektivische Draufsicht auf eine mehrteilige Luftabquetschwalze; und
- Fig. 5.
- eine perspektivische Draufsicht auf eine einteilige mit Stützwalzen versehene Luftabquetschwalze.
[0019] Fig. 1 zeigt eine Wickelmaschine 10 mit einem Tambour 11, auf den eine Materialbahn
12 aufgewickelt wird. Während eines Tambourwechsels drückt eine Luftabquetschwalze
13 gegen den Tambour 11. An einer Leitwalze 14 ist eine Messeinrichtung 15 angebracht,
die den Bahnzug der Materialbahn 12 an der Leitwalze 14 misst. Die Messeinrichtung
15 misst vorzugsweise bei geschlossenem Nip und sie mit einem Antrieb der Luftabquetschwalze
13 verbunden. Somit kann die Drehzahl und/oder das Drehmoment der Luftabquetschwalze
13 abhängig von dem an der Leitwalze 14 gemessenen Bahnzug korrigiert werden, wodurch
auch der Bahnzug im Bereich der Luftabquetschwalze 13 korrigiert wird. Wenn der gemessene
Bahnzug zu gering ist, wird die Drehzahl der Luftabquetschwalze 13 erhöht. Ist hingegen
der gemessene Bahnzug zu hoch, dann wird die Drehzahl der Luftabquetschwalze 13 gesenkt.
Somit kann die Drehzahl eines Antriebes 16 des Tambours 11 im Betrieb mit geöffnetem
Nip, wenn die Luftabquetschwalze 13 am Tambour 11 anliegt, in Abhängigkeit vom Drehmoment
des Antriebes 16 gesteuert werden, also ebenso, wie dies im Betrieb mit geschlossenem
Nip zwischen einer Tragtrommel 17 und dem Tambour 11 möglich ist. Es findet also keine
Zugübergabe statt.
[0020] Fig. 2 zeigt eine Wickelmaschine 20, bei der die Materialbahn 12 auf den Tambour
11 aufgewickelt wird. An der Tragtrommel 17 ist eine Messeinrichtung 21 zur Messung
des Bahnzugs der Materialbahn 12 angeordnet. Die Messeinrichtung 21 ist mit dem Antrieb
der Luftabquetschwalze 13 verbunden. Somit wird die Drehzahl der Luftabquetschwalze
13 entsprechend des an der Tragtrommel 17 gemessenen Bahnzugs korrigiert, wodurch
auch der Bahnzug der Materialbahn 12 im Bereich der Luftabquetschwalze 13 korrigiert
wird. Auch bei der Wickelmaschine 20 wird die Drehzahl des Antriebes 16 bei geöffnetem
Nip in Abhängigkeit vom Drehmoment des Antriebes 16 gesteuert.
[0021] Fig. 3 zeigt eine Wickelmaschine 30, die mit zwei Messeinrichtungen 31 und 32 versehen
ist, die jeweils an der Luftabquetschwalze 13 und an der Tragtrommel 17 angeordnet
sind. Somit wird durch die Messeinrichtungen 31 an der Luftabquetschwalze 13 der Bahnzug
der Materialbahn 12 gemessenen, und bei einem von einem Sollwert abweichenden Bahnzug
die Drehzahl der Luftabquetschwalze 13 entsprechend verändert. Durch die Messeinrichtung
32 wird außerdem an der Tragtrommel 17 der Bahnzug gemessen, und bei einem vom Sollwert
abweichenden Bahnzug die Drehzahl der Tragtrommel 17 ebenfalls angepasst. Da bei der
Wickelmaschine 30 der Bahnzug direkt am Messort korrigiert wird, liefert diese Anordnung
optimale Ergebnisse bezüglich eines möglichst gleichmäßigen Bahnzugs. Durch die Messung
des Bahnzugs an zwei verschiedenen Orten und durch die Korrektur direkt an den beiden
Messorten, lässt sich die Gleichmäßigkeit des Bahnzugs zusätzlich optimieren. Abhängig
von den durch die Materialbahn gestellten Anforderungen an einen gleichmäßigen Bahnzug
kann die Wickelmaschine auch mit nur einer Messeinrichtung versehen sein, wobei die
Drehzahlkor rektur direkt am Messort durchgeführt wird. Auch bei der Wickelmaschine
30 wird die Drehzahl des Antriebes 16 bei geöffnetem Nip abhängig vom Drehmoment des
Antriebes 16 gesteuert.
[0022] Aus Gründen eines optimalen Anpressdruckes kann eine Luftabquetschwalze 40 mehrere
Teilwalzen 41 aufweisen. Zwischen den einzelnen Teilwalzen 41 sind dann Lager 42 angeordnet,
an denen die Luftabquetschwalze 40 abgestützt wird. Stützkräfte F, die an den Lagern
42 wirken, drücken dann die Luftabquetschwalze 40 gleichmäßig über ihre Länge gegen
einen hier nicht näher dargestellten Tambour.
[0023] Alternativ kann eine Luftabquetschwalze 50 auch einteilig ausgebildet sein, wobei
die Luftabquetschwalze 50 zur optimalen Anpressung gegen einen hier nicht näher dargestellten
Tambour mit Stützwalzen 51 versehen ist. Die Stützwalzen 51 können in allgemeinerer
Form auch als beliebige Stützelemente ausgebildet sein.
1. Wickelmaschine (10, 20, 30) zum Wickeln einer Materialbahn (12), insbesondere einer
Faserstoffbahn, mit einer gegen einen Tambour (11) drückbaren Luftabquetschwalze (13),
dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl und/oder das Drehmoment der Luftabquetschwalze (13) abhängig von einem
momentanen Bahnzug der Materialbahn (12) regelbar ist.
2. Wickelmaschine (30) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftabquetschwalze (13) mit einer Messeinrichtung (31) zum Messen des Bahnzugs
ausgerüstet ist.
3. Wickelmaschine (30) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Tragtrommel (17) mit einer Messeinrichtung (32) zum Messen des Bahnzugs
bei vorzugsweise offenem Nip ausgerüstet ist und die Drehzahl und/oder das Drehmoment
der Tragtrommel (17) abhängig vom an der Tragtrommel (17) gemessenen momentanen Bahnzug
der Materialbahn (12) regelbar ist.
4. Wickelmaschine (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nur die Tragtrommel (17) mit einer Messeinrichtung (21) zum Messen des Bahnzugs ausgerüstet
ist.
5. Wickelmaschine (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nur eine vor der Tragtrommel (17) angeordnete Leitwalze (14) oder Breitstreckwalze
mit einer Messeinrichtung (15) zum Messen des Bahnzugs ausgerüstet ist.
6. Wickelmaschine (10, 20, 30) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftabquetschwalze (13) und/oder die Tragtrommel (17) und/oder eine Leitwalze
(14) und/oder eine Breitstreckwalze mindestens eine Kraftmessdose und/oder mindestens
ein Piezoelement aufweist.
7. Wickelmaschine (10, 20, 30) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein von der Luftabquetschwalze (13) aufgebrachter Anteil am Bahnzug bei ca. 20 Prozent
liegt.
8. Wickelmaschine (10, 20, 30) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftabquetschwalze (13) einteilig oder mehrteilig ist.
9. Wickelmaschine (10, 20, 30) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der einteiligen Luftabquetschwalze (13) zwischen 500 Millimetern
und 900 Millimetern liegt.
10. Wickelmaschine (10, 20, 30) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der mehrteiligen Luftabquetschwalze (13) zwischen 340 Millimetern
und 600 Millimetern liegt.
11. Wickelmaschine (10, 20, 30) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftabquetschwalze (13) mindestens eine Stützwalze aufweist.
12. Verfahren zum Regeln des Bahnzugs der Materialbahn (12), insbesondere der Faserstoffbahn,
während des Wickelvorganges auf der Wickelmaschine (10, 20, 30) mit einer gegen einen
Tambour (11) drückbaren Luftabquetschwalze (13), dadurch gekennzeichnet, dass die Luftabquetschwalze (13) den Bahnzug durch eine Veränderung ihrer Drehzahl und/oder
ihres Drehmoments korrigiert.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Tragtrommel (17) den Bahnzug durch eine Veränderung ihrer Drehzahl und/oder
ihres Drehmoments korrigiert.
1. Winding machine (10, 20, 30) for winding a material web (12), in particular a fibrous
web, having an air displacement roll (13) which can be pressed against a spool (11)
in order to squeeze out air, characterized in that the rotational speed and/or the torque of the air displacement roll (13) can be regulated
as a function of an instantaneous web tension of the material web (12).
2. Winding machine (30) according to Claim 1, characterized in that the air displacement roll (13) is equipped with a measuring device (31) for measuring
the web tension.
3. Winding machine (30) according to Claim 2, characterized in that the carrier drum (17) is also equipped with a measuring device (32) for measuring
the web tension with the nip preferably open, and the rotational speed and/or the
torque of the carrier drum (17) can be regulated as a function of the instantaneous
web tension of the material web (12) measured on the carrier drum (17).
4. Winding machine (20) according to Claim 1, characterized in that only the carrier drum (17) is equipped with a measuring device (21) for measuring
the web tension.
5. Winding machine (10) according to Claim 1, characterized in that only a guide roll (14) or spreader roll arranged upstream of the carrier drum (17)
is equipped with a measuring device (15) for measuring the web tension.
6. Winding machine (10, 20, 30) according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the air displacement roll (13) and/or the carrier drum (17) and/or a guide roll (14)
and/or a spreader roll has at least one force transducer and/or at least one piezoelectric
element.
7. Winding machine (10, 20, 30) according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the proportion of the web tension applied by the air displacement roll (13) is around
20%.
8. Winding machine (10, 20, 30) according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the air displacement roll (13) is in one piece or in many pieces.
9. Winding machine (10, 20, 30) according to Claim 8, characterized in that the diameter of the one-piece air displacement roll (13) is between 500 millimetres
and 900 millimetres.
10. Winding machine (10, 20, 30) according to Claim 8, characterized in that the diameter of the multi-piece air displacement roll (13) is between 340 millimetres
and 600 millimetres.
11. Winding machine (10, 20, 30) according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the air displacement roll (13) has at least one supporting roll.
12. Method for regulating the web tension of the material web (12), in particular the
fibrous web, during the winding operation on the winding machine (10, 20, 30) with
an air displacement roll (13) which can be pressed against a spool (11) in order to
squeeze out air, characterized in that the air displacement roll (13) corrects the web tension by changing its rotational
speed and/or its torque.
13. Method according to Claim 12, characterized in that the carrier drum (17) also corrects the web tension by changing its rotational speed
and/or its torque.
1. Bobineuse (10, 20, 30) pour enrouler une bande de matériau (12), notamment une bande
fibreuse, avec un rouleau d'écrasement d'air (13) pouvant être pressé contre un tambour
(11), caractérisée en ce que la vitesse et/ou le couple du rouleau d'écrasement d'air (13) peut être régulé(e)
en fonction d'une traction momentanée de la bande de matériau (12).
2. Bobineuse (30) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le rouleau d'écrasement d'air (13) est équipé d'un dispositif de mesure (31) pour
mesurer la traction de la bande.
3. Bobineuse (30) selon la revendication 2, caractérisée en ce que le tambour porteur (17) est également équipé d'un dispositif de mesure (32) pour
mesurer la traction de la bande lorsque la ligne de contact est de préférence ouverte,
et la vitesse et/ou le couple du tambour porteur (17) peut être régulé(e) en fonction
de la traction momentanée de la bande de matériau (12) mesurée sur le tambour porteur
(17).
4. Bobineuse (20) selon la revendication 1, caractérisée en ce que seul le tambour porteur (17) est équipé d'un dispositif de mesure (21) pour mesurer
la traction de la bande.
5. Bobineuse (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que seulement un rouleau directeur (14) disposé avant le tambour porteur (17), ou un
rouleau d'étirage en largeur, est équipé d'un dispositif de mesure (15) pour mesurer
la traction de la bande.
6. Bobineuse (10, 20, 30) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le rouleau d'écrasement d'air (13) et/ou le tambour porteur (17) et/ou un rouleau
directeur (14) et/ou un rouleau d'étirage en largeur présente(nt) au moins une boîte
dynamométrique et/ou au moins un élément piézoélectrique.
7. Bobineuse (10, 20, 30) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'une proportion de traction de bande appliquée par le rouleau d'écrasement d'air (13)
est de l'ordre d'environ 20 pour cent.
8. Bobineuse (10, 20, 30) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le rouleau d'écrasement d'air (13) est réalisé d'une seule pièce ou en plusieurs
pièces.
9. Bobineuse (10, 20, 30) selon la revendication 8, caractérisée en ce que le diamètre du rouleau d'écrasement d'air (13) réalisé en une seule partie est compris
entre 500 mm et 900 mm.
10. Bobineuse (10, 20, 30) selon la revendication 8, caractérisée en ce que le diamètre du rouleau d'écrasement d'air (13) réalisé en plusieurs parties est compris
entre 340 mm et 600 mm.
11. Bobineuse (10, 20, 30) selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que le rouleau d'écrasement d'air (13) présente au moins un rouleau de support.
12. Procédé de régulation de la traction de bande de la bande de matériau (12), notamment
de la bande fibreuse, pendant l'opération d'enroulement sur la bobineuse (10, 20,
30) avec un rouleau d'écrasement d'air (13) pouvant être pressé contre un tambour
(11), caractérisé en ce que le rouleau d'écrasement d'air (13) corrige la traction de la bande par une modification
de sa vitesse et/ou de son couple.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que le tambour porteur (17) corrige aussi la traction de la bande par une modification
de sa vitesse et/ou de son couple.

