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EP 1 515 049 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.01.2007 Patentblatt 2007/04 |
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Anmeldetag: 12.05.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Hydrauliksteuerung
Hydraulic control
Commande hydraulique
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE IT |
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Priorität: |
09.09.2003 DE 20313998 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.03.2005 Patentblatt 2005/11 |
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Patentinhaber: HAWE Hydraulik GmbH & Co. KG |
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81673 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Heusser, Martin, Dipl.-Ing.
81245 München (DE)
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Vertreter: Grünecker, Kinkeldey,
Stockmair & Schwanhäusser
Anwaltssozietät |
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Maximilianstrasse 58 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 190 431
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US-A- 4 559 965
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Hydrauliksteuerung der im Oberbegriff des Anspruchs 1
angegebenen Art.
[0002] Derartige Hydrauliksteuerungen werden in der Praxis unter anderem in Absetzkippern
verwendet, d.h. in Fahrzeugen mit mehreren Hydraulikverbrauchem, die einzeln oder
auch teilweise überlappend zu steuern sind. Die Druckversorgung erfolgt bei einer
solchen, aus der Praxis durch Vorbenutzung bekannten Hydrauliksteuerung mittels einer
Mehrstufen-Konstantpumpe über einen einzigen Antrieb. Die Leistung des Antriebs ist
begrenzt. Die Mehrstufen-Konstantpumpe ist eine Zweistufen- oder Doppel-Konstantpumpe,
deren jede Pumpenstufe eine einzige Sektion der Verbrauchergruppe mit einer bestimmten
Fördermenge versorgt, so dass ein Zweikreis-Druckversorgungssystem vorliegt. Jede
Pumpenstufe fördert über einen Stromregler zum Tank, wenn kein Leistungsbedarf in
der zugeordneten Verbrauchersektion vorliegt. Wird dabei in der anderen Verbrauchersektion
ein Verbraucher gesteuert, ist nur die Fördermenge der dieser Sektion zugeordneten
Pumpenstufe nutzbar, während die Fördermenge der anderen Pumpenstufe ungenutzt in
den Tank abströmt. Für jede Pumpenstufe kann eine Lastdruckgrenze eingestellt sein,
damit bei Betätigen von Verbrauchern in beiden Sektionen die Leistungsgrenze des Antriebs
nicht überschritten wird.
[0003] Bei der US 4 559 965 A bekannten Ablass-Hydrauliksteuerung einer Erdbearbeitungsmaschine
sind an ein Einkreis-Druckversorgungssystem zwei Konstantpumpen parallel angeschlossen.
Zwischen einer Rücklaufleitung von den Ablasssteuerventilen der Hydrauliksteuerung
und den beiden Pumpen sind zwei parallele Druckwaagen vorgesehen, deren jede durch
ein Lastdrucksignal in Schließrichtung und ein Drucksignal aus der Einleitungsdruckversorgung
in Aufsteuerrichtung vorgesteuert ist. Der Lastdruck Signal-Steuerkreis ist über zwei
einstellbare Druckbegrenzungsventile zum Rücklauf abgesichert, wobei jedes Druckbegrenzungsventil
durch das über eine Blende übertragene Lastdrucksignal geöffnet wird. Die beiden Druckbegrenzungsventile
sind auf unterschiedliche Druckgrenzen eingestellt.
[0004] Bei der aus EP 0 190 431 A bekannten Hydrauliksteuerung für einen Gabelstapler erfolgt
eine Förderstromanpassung mit Hilfe zweier Konstantpumpen, die ein Einleitungs-Druckversorgungssystem
versorgen, wobei die Reihenfolge des Zuschaltens der Konstantpumpen allein abhängig
ist von der Federvorspannung einer ihrer Konstantpumpe zugeordneten Druckwaage. Die
Druckwaage mit der niedrigsten Federvorspannung schaltet die zugehörige Konstantpumpe
zuletzt zum Arbeitskreis. Zur Druckbegrenzung der Hydrauliksteuerung ist ein einziges
Druckbegrenzungsventil zwischen dem Lastdruck-Steuerkreis und der Rücklaufleitung
vorgesehen, das bei Ansprechen beide Druckwaagen gleichzeitig in ihre Stellungen bringt,
in denen die zugeordnete Konstantpumpe direkt in die Rücklaufleitung fördert.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hydrauliksteuerung der eingangs genannten
Art zu schaffen, in der die Verbraucher eine aus den Pumpenstufen verfügbare, maximale
Fördermenge größer als die Fördermenge nur einer Pumpenstufe unter Vermeidung von
Druckschwingungen im System nutzen können.
[0006] Die gestellte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Da die vorhandenen Pumpenstufen in das allen Verbrauchern gemeinsame Einkreis-Druckversorgungssystem
fördern, steht zumindest bis zum Erreichen der niedrigeren Lastdruckgrenze die gesamte
Fördermenge aus allen Pumpenstufen zur Nutzung durch jeden Verbraucher zur Verfügung.
Da diese kombinierte Fördermenge nur bis zum Erreichen der niedrigeren Lastdruckgrenze
tatsächlich zum Steuern eines oder mehrerer Verbraucher benutzt wird, wird auch der
gemeinsame Antrieb der Mehrstufen-Konstantpumpe nicht über seine Leistungsgrenze belastet.
Sobald jedoch die niedrigere Lastdruckgrenze erreicht und die zugehörige Pumpenstufe
auf drucklosen Umlauf geschaltet wird, bleibt im Einkreis-Druckversorgungssystem weiterhin
die Fördermenge der Pumpenstufe mit der höchsten Lastdruckgrenze nutzbar. Da dann
die Leistungsabnahme der wenigstens einen Pumpenstufe mit niedrigerer Lastdruckgrenze
verringert ist, kann zumindest die höchste Lastdruckgrenze der dann weiter zur Steuerung
benutzten Pumpenstufe optimal hochgesetzt werden. Es lässt sich auf diese Weise beispielsweise
mit mehreren Pumpenstufen eine treppenartige, für eine bezüglich der Leistungsgrenze
des Antriebs optimale Förderleistung erzielen. Druckschwingungen im System werden
vermieden, und zwar sowohl beim Umschalten des jeweiligen Ablass-Druckwaagenregelventils
auf drucklosen Durchlauf als auch bei normalen Druckregelvorgängen vor Erreichen der
Lastdruckgrenze, da im Steuerkreis zwischen dem Lastdruckmeldekreis und den Sicherheitsventilen
eine hydraulische Dämpfvorrichtung vorgesehen ist. Die Dämpfvorrichtung weist eine
Dämpfdrossel und zwei gegensinnige Beipass-Rückschlagventile auf, von denen nur eines,
zweckmäßigerweise das in Strömungsrichtung zum Lastdruckmeldekreis öffnende Rückschlagventil,
federbeaufschlagt wird.
[0008] Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform ist ein gemeinsamer Lastdruckmeldekreis für
alle Lastdruckabgriffe der Verbrauchergruppe vorgesehen. Aus dem Lastdruckmeldekreis
werden die Druckwaagen-Ablassventile gegen den Versorgungsdruck vorgesteuert, der
aus dem Einkreis-Druckversorgungssystem abgegriffen wird. Damit dann, wenn eine Pumpenstufe
mit niedrigerer Lastdruckgrenze im drucklosen Umlauf arbeitet, kein Druckmittel von
der Pumpenstufe mit der höheren Lastdruckgrenze abströmen kann, ist die jeweils auf
eine niedrigere Lastdruckgrenze eingestellte Pumpenstufe durch ein Rückschlagventil
gegenüber dem Einkreis-Druckversorgungssystem abgesichert. Ferner ist nur dem Sicherheitsventil,
an dem jeweils die niedrigere Lastdruckgrenze eingestellt wird, die Blende vorgesetzt,
die verhindert, dass bei Ansprechen dieses Sicherheitsventils auch der Lastdruck für
das jeweils andere Sicherheitsventil abgebaut wird. Mit dieser Verschaltung stellt
sich die Hydrauliksteuerung selbsttätig auf die jeweiligen Operationsbedingungen ein,
so dass zumindest bis zum Ansprechen eines Sicherheitsventils eine kombinierte maximale
Fördermenge im Einkreis-Druckversorgungssystem von allen Verbrauchern der Verbrauchergruppe
nutzbar ist.
[0009] Da der Leistungsbedarf einer Pumpenstufe dann deutlich verringert ist, wenn das zugeordnete
Sicherheitsventil angesprochen hat und das Druckwaagen-Ablassregelventil auf drucklosen
Umlauf schaltet, lässt sich dann die Leistung des Antriebs überwiegend zur Förderung
mit der Pumpenstufe nutzen, die auf die höchste Lastdruckgrenze eingestellt ist. Diese
Pumpenstufe wird zweckmäßig auch mit der höchsten Fördermenge ausgelegt. Die Fördermengen
weiterer Pumpenstufen werden stufenweise abnehmend eingestellt, wobei die jeweils
eingestellten Lastdruckgrenzen ebenfalls mit den abnehmenden Fördermengen gestuft
abnehmen können. Auf diese Weise lässt sich das bereits erwähnte Treppenprofil der
Druck/Fördermengen-Charakteristik optimal einstellen.
[0010] Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform wird nur eine Zweistufen- oder Doppelkonstantpumpe
vorgesehen, deren Pumpenstufen-Fördermengen in einem Verhältnis von etwa 2:1 stehen.
Die Lastdruckgrenze für die Pumpenstufe mit der höchsten Fördermenge wird um etwa
50 % höher eingestellt, als die Lastdruckgrenze der anderen Pumpenstufe. Beispielsweise
wird bei einer Fördermenge der einen Pumpenstufe von etwa 77 l/min die Lastdruckgrenze
auf etwa 300 Bar eingestellt, während bei der Pumpenstufe mit einer Fördermenge von
etwa 38,5 l/min die Lastdruckgrenze auf nur etwa 200 Bar eingestellt wird.
[0011] Schließlich ist es zweckmäßig, einzelne Lastdruckleitungsabschnitte stromauf der
hydraulischen Dämpfvorrichtung über Wechselventile miteinander zu verknüpfen, so dass
den Sicherheitsventilen stets der höchste Lastdruck von den betätigten Verbrauchern
gemeldet wird.
[0012] Anhand der Zeichnung wird eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes erläutert.
Fig. 1 ist ein Blockschaltbild einer Hydrauliksteuerung, wie sie beispielsweise bei
einem Absetzkipper für dessen hydraulische Verbraucher nutzbar ist.
[0013] Eine in Fig. 1 gezeigte Hydrauliksteuerung S dient zum Betätigen mehrerer Verbraucher
einer Verbrauchergruppe, von der der Einfachheit halber nur zwei Verbraucher V1 und
V2 angedeutet sind, obwohl durchaus weitere, in Fig. 1 nicht gezeigte Verbraucher
vorgesehen und in die Hydrauliksteuerung S eingegliedert sein können.
[0014] In der Hydrauliksteuerung S wird jeder Verbraucher V1, V2 mittels eines Wegesteuerventils
C1, C2 in seiner Richtung und Geschwindigkeit gesteuert. Die Wegeventile C1, C2 sind
beispielsweise magnet- und handbetätigte Proportionalwegesteuerventile mit Druckvorsteuerung
und jeweils mindestens einem Lastdruckabgriff L für den Lastdruck des Verbrauchers
V1, V2. Die Wegesteuerventile C1, C2 sind an ein gemeinsames Einkreis-Druck-versorgungssystem
3, 4, 5 sowie über eine Tankleitung 6 an einen Tank T angeschlossen. Zur Druckversorgung
ist eine Mehrstufen-Konstantpumpe P vorgesehen, die von einem einzigen Antrieb A angetrieben
wird. Im gezeigten Ausführungsbeispiel in Fig. 1 handelt es sich um eine Zweistufen-
oder Doppel-Konstantpumpe mit einer ersten Pumpenstufe P1 für eine Fördermenge Q1
und einer zweiten Pumpenstufe P2 für eine Fördermenge Q2. Die Fördermenge Q1 beträgt
beispielsweise etwa 38,5 l/min, während die Fördermenge Q2 beispielsweise 77 l/min
beträgt.
[0015] Von den Pumpenstufen P1, P2 führen Anschlussleitungen 1, 2 zu einer Zusammenführung
3, von der eine Versorgungsleitung 4 zu einer allen Verbrauchern V1, V2 gemeinsamen
Hauptversorgungsleitung 5 führt.
[0016] Ferner ist ein gemeinsamer Lastdruckmeldekreis 8 vorgesehen, an den die Lastdruckgriffe
L aller Wegesteuerventile C1, C2 angeschlossen sind, zweckmäßigerweise über einzelne
Lastdrucksteuerleitungsabschnitte verknüpfende Wechselventile W.
[0017] Jeder Pumpenstufe P1, P2 ist ein Druckwaagen-Ablassregelventil DW1, DW2 zum Tank
T zugeordnet, das durch eine Regelfeder F1, F2 in Schlließrichtung beaufschlagt ist.
Ferner sind die Schließsteuerseiten der Druckwaagen-Ablassregelventile DW1, DW2 an
den gemeinsamen Lastdruckmeldekreis 8 angeschlossen. Zu diesem Zweck zweigt von einem
zentralen Wechselventil W eine Steuerleitung 9 ab, in der eine hydraulische Dämpfungsvorrichtung
10 angeordnet ist, und die zu einer Abzweigung 11 führt.
[0018] Die hydraulische Dämpfungsvorrichtung 10 enthält eine Dämpfdrossel 20 und zwei gegensinnig
angeordnete Beipass-Rückschlagventile 21, 22, von denen zumindest das zum Lastdruckmeldekreis
8 öffnende Beipass-Rückschlagventil 22 federbeaufschlagt (Ventilfeder 23) sein kann.
[0019] Von der Abzweigung 11 führt eine Steuerleitung 12 zur Schließsteuerseite des Druckwaagen-Ablassregelventils
DW1 und zum Eingang eines Sicherheitsventils 13, das durch eine Feder in Schließrichtung
beaufschlagt und in Öffnungsrichtung aus der Steuerleitung 12 druckvorgesteuert ist.
Stromauf des Sicherheitsventils 13 und stromab der Abzweigung 11 ist eine Blende B
vorgesehen. Das Sicherheitsventil 13 ist auf eine niedrige Lastdruckgrenze eingestellt,
beispielsweise auf 200 Bar.
[0020] Von der Abzweigung 11 führt eine Steuerleitung 14 zu einem weiteren Sicherheitsventil
15, das funktionell dem Sicherheitsventil 13 entspricht, und auch zur Schließsteuerseite
des anderen Druckwaagen-Ablassregelventils DW2. Das Sicherheitsventil 15 ist auf eine
höhere Lastdruckgrenze bzw. auf die höchste Lastdruckgrenze eingestellt, beispielsweise
auf etwa 300 Bar. Die erwähnten Lastdruckgrenzen können beispielsweise anhand der
Sicherheitsventilfedern variiert werden. In der Steuerleitung 14 ist keine Blende
enthalten.
[0021] Die Aufsteuerseiten der beiden Druckwaagen-Ablassregelventile DW1, DW2 sind an das
Einkreis-Druckversorgungssystem 3, 4, 5 angeschlossen. Im Detail zweigt zur Aufsteuerdruckseite
des Druckwaagen-Ablassregelventils DW1 eine Steuerleitung 16 von der Zusammenführung
3 ab. In der Steuerleitung 16 ist eine Blende 17 enthalten. Die Steuerleitung 16 könnte
auch zur Aufsteuerseite des anderen Druckwaagen-Ablassregelventils DW2 geführt sein.
Bei der gezeigten Ausführungsform zweigt jedoch eine Steuerleitung 18 in etwa in Verlängerung
der Anschlussleitung 2 zur Aufsteuerseite des Druckwaagen-Ablassregelventils DW2 ab.
In der Steuerleitung 18 ist ebenfalls eine Blende 19 enthalten.
[0022] Weitere schaltungstechnische Details in Fig. 1 sind für die Erfindung von nebensächlicher
Bedeutung und werden deshalb nicht detailliert erläutert.
Funktion:
[0023] Wird der Antrieb A eingeschaltet, dann fördern beide Pumpenstufen P1, P2 ihre Fördermengen
Q1, Q2. Die Druckwaagen-Ablassregelventile DW1, DW2 sind in ihren Schließstellungen.
Wird kein Verbraucher V1, V2 betätigt, dann stellen die Steuerdrücke in den Steuerleitungen
16 und 18 die beiden Druckwaagen-Ablassregelnventile in die Durchgangsstellungen,
so dass die Fördermengen Q1, Q2 im drucklosen Durchlauf in den Tank T zurückströmen.
[0024] Wird beispielsweise der Verbraucher V1 durch Betätigen des Wegesteuerventils C1 gesteuert,
so baut sich im Lastdruckmeldesystem 8 ein Lastdruck entsprechend der vorhandenen
Last auf. Dieser Lastdruck verstellt die beiden Druckwaagen-Ablassregelventile DW1,
DW2 in Schließrichtung, derart, dass der Versorgungsdruck im Einkreis-Druckversorgungssystem
3, 4, 5 jeweils geringfügig höher ist als der erforderliche Lastdruck. Bis zum Erreichen
der niedrigeren Lastdruckgrenze des Sicherheitsventils 13 sind im Einkreis-Druckversorgungssystem
3, 4, 5 die kombinierten Fördermengen Q1, Q2 von jedem Verbraucher V1, V2 nutzbar.
Über die Wechselventile W wird der jeweils höchste Lastdruck gemeldet, so dass der
Versorgungsdruck entsprechend ansteigt.
[0025] Wird im Lastdruckmeldesystem 8 die niedrigere Lastdruckgrenze des Sicherheitsventils
13 erreicht, dann wird das Sicherheitsventil 13 auf Durchgang geschaltet und die Steuerleitung
12 entlastet. Das Druckwaagen-Ablassregelventil DW1 wird über den Druck in der Steuerleitung
16 auf Durchgang gestellt, so dass die Fördermenge Q1 in den Tank T abströmt. Da das
Sicherheitsventil 15 bei dieser niedrigeren Lastdruckgrenze nicht anspricht, wird
das Einkreis-Druckversorgungssystem 3, 4, 5 weiterhin mit der Fördermenge Q2 der anderen
Pumpenstufe P2 gespeist.
[0026] Damit bei drucklosem Umlauf der Pumpenstufe P1 kein Druckmittel von der Zusammenführung
3 über das offene Druckwaagen-Ablassregelventil DW1 abströmt, ist zwischen der Anschlussleitung
1 und der Zusammenführung 3 ein Rückschlagventil 7 vorgesehen, das in Strömungsrichtung
zum Druckwaagen-Ablassregelventil DW1 sperrt.
[0027] Jeder Verbraucher V1, V2 kann dann bis zum Erreichen der höchsten Lastdruckgrenze
des Sicherheitsventils 15 weiterhin mit der Fördermenge Q2 betrieben werden, wobei,
zweckmäßigerweise, die Fördermenge Q2 und die höchste Lastdruckgrenze am Sicherheitsventil
15 so gewählt sind, dass bei Erreichen der höchsten Lastdruckgrenze der Antrieb A
gerade nicht überbelastet wird.
[0028] Obwohl in Fig. 1 nur eine Zweistufen- oder Doppel-Konstantpumpe P gezeigt ist, könnte
die Hydrauliksteuerung eine Mehrstufen-Konstantpumpe P mit mehr als zwei Pumpenstufen
umfassen. Dann müsste jeweils eine Pumpenstufe mit niedriger Lastdruckgrenze durch
ein Rückschlagventil entsprechend dem Rückschlagventil 7 gegenüber einer Pumpenstufe
mit höherer Lastdruckgrenze abgesichert sein. Ferner müsste jedes Sicherheitsventil,
das auf eine niedrigere als die höchste Lastdruckgrenze eingestellt ist, durch eine
Blende analog zur Blende B abgesichert sein, um zu verhindern, dass der bei Ansprechen
des zugeordneten Druckwaagen-Ablassregelventils entlastete Steuerdruck auch den Steuerdruck
für das auf eine höhere Lastdruckgrenze eingestellte Sicherheitsventil verringern
könnte.
[0029] Die Größe der Blende B ist so gewählt, dass die Blende B weniger Steuerdruckmittel
abströmen lässt, als Steuerdruckmittel aus dem Lastdruckmeldesystem 8 nachströmt.
[0030] Die hydraulische Dämpfungsvorrichtung 10 ist wichtig, da die Dämpfungsdrossel 20,
obwohl sie in beiden Strömungsrichtungen über das jeweilige Rückschlagventil 21 oder
22 umgehbar ist, Druckschwingungen im Steuerkreis rasch zum Abklingen bringt, ehe
diese über die Druckwaagen DW1, DW2 in die Arbeitsleitungen übertragen werden, und/oder
falls solche Druckschwingungen aus den Arbeitsleitungen oder von den Verbrauchern
her in den Steuerkreis übertragen worden sind.
[0031] Anstelle der Druckwaagen-Ablassregelventile DW1, DW2 könnten auch Dreiwege-Stromregelventile
benutzt werden. Ferner ist es möglich, die Sicherheitsventile 13, 15 anders auszubilden
als durch die Symbole angedeutet.
1. Hydrauliksteuerung (S) für eine über Wegesteuerventile (C1, C2) mit Lastdruckabgriff
(L) steuerbare Verbrauchergruppe (V1, V2), insbesondere für mehrere Verbraucher eines
Absetzkippers, mit einer von einem gemeinsamen Antrieb (A) getriebenen Mehrstufen-Konstantpumpe
(P), von der jeweils eine eine individuelle Fördermenge (Q1, Q2) liefernde Pumpenstufe
(P1, P2) an die Druckversorgung zumindest einer Sektion der Verbrauchergruppe angeschlossen
ist, mit einem jeder Pumpenstufe (P1, P2) zugeordneten, lastdruck- und pumpendruckabhängig
gesteuerten Druckwaagen-Ablassregelventil (DW1, DW2), und mit den Druckwaagen-Ablassventilen
(DW1, DW2) der Pumpenstufen (P1, P2) zugeordneten Sicherheitsventilen (13, 15), zum
Begrenzen des Lastdrucks in einem Lastdruckmeldekreis (8), wobei die Sicherheitsventile
(13, 15) auf unterschiedliche Lastdruckgrenzen eingestellt sind und alle Pumpenstufen
(P1, P2) an ein allen Verbrauchern (V1, V2) gemeinsames Einkreis-Druckversorgungssystem
(3, 4, 5) angeschlossen sind, in dem bei steigendem Lastdruck bis zum lastabhängigen
Erreichen einer jeweils niedrigeren Lastdruckgrenze eine kombinierte Fördermenge aus
der Fördermenge (Q2) der Pumpenstufe (P2) mit der höchsten Lastdruckgrenze und zumindest
der Fördermenge (Q1) der Pumpenstufe (P1) mit der nächst niedrigeren Lastdruckgrenze
für jeden Verbraucher (V1, V2) nutzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Lastdruckmeldekreis (8) und den Sicherheitsventilen (13, 15) eine hydraulische
Dämpfvorrichtung (10) vorgesehen ist, die eine Dämpfdrossel (20) und zwei gegensinnige
Beipass-Rückschlagventile (21, 22) umfasst, von denen nur eines federbeaufschlagt
ist.
2. Hydrauliksteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein an die Druckwaagen-Ablassregelventile (DW1, DW2) an deren Schließseiten angeschlossener,
gemeinsamer Lastdruckmeldekreis (8) für alle Lastdruckabgriffe (L) vorgesehen ist,
dass das Einkreis-Druckversorgungssystem (3, 4, 5) an die Aufsteuerseiten der Druckwaagen-Ablassregelventile
(DW1, DW2) angeschlossen ist, dass zwischen einer Zusammenführung (3) der Pumpenstufen
(P1, P2) in das Einkreis-Druckversorgungssystem und einer Anschlussleitung (1) von
der Pumpenstufe (P1), der die niedrigere Lastdruckgrenze zugeordnet ist, und dem Druckwaagen-Ablassregelventil
(DW1) ein zum Druckwaagen-Ablassregelventil (DW1) sperrendes Rückschlagventil (7)
angeordnet ist, und dass stromab der hydraulischen Dämpfvorrichtung (10) und einer
Abzweigung (11) vom Lastdruckmeldekreis (8) zu den Sicherheitsventilen (13, 15) nur
dem Sicherheitsventil (13), an dem jeweils die niedrigere Lastdruckgrenze eingestellt
ist, eine Blende (B) vorgesetzt ist.
3. Hydrauliksteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsventil (15) der Pumpenstufe (P2) mit der höchsten Fördermenge (Q2)
auf die höchste Lastdruckgrenze eingestellt ist und dass Sicherheitsventile (13) weiterer
Pumpenstufen (P1, P2), die stufenweise gegenüber der höchsten Fördermenge (Q2) abnehmende
Fördermengen (Q1) liefern, auf mit den abnehmenden Fördermengen (Q1) gestuft abnehmende
Lastdruckgrenzen eingestellt sind.
4. Hydrauliksteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrstufen-Konstantpumpe (P1) eine Zweistufen- oder Doppel-Konstantpumpe ist,
deren Pumpen-Stufen-Fördermengen (Q2, Q1) in einem Verhältnis von etwa 2:1 stehen,
wobei die Lastdruckgrenze des Sicherheitsventils (15) der Pumpenstufe (P2) mit der
höchsten Fördermenge (Q2) um etwa 50 % höher eingestellt ist als die Lastdruckgrenze
des Sicherheitsventils (13) der anderen Pumpenstufe (P1), vorzugsweise bei Fördermengen
von 77 bzw. 38,5 l/min auf 300 bzw. 200 Bar.
5. Hydrauliksteuerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Lastdruckmeldekreis (8) stromauf der hydraulischen Dämpfvorrichtung (10) einzelne
Lastdruckleitungsabschnitte über den jeweils höchsten Lastdruck an die Sicherheitsventile
(13, 15) meldende Wechselventile (W) miteinander verbunden sind.
1. Hydraulic control system (S) for a consuming unit assembly (V1, V2) controllable via
directional control valves (C1, C2) with load pressure pick-up (L), especially for
a plurality of consuming units of a skip loader, comprising a multistage fixed displacement
pump (P) which is driven by a common drive (A) and respectively one pump stage (P1,
P2) of which, delivering an individual output (Q1, Q2), is connected to the pressure
supply at least of a section of the consuming unit assembly, comprising a pressure-balance
relief control valve (DW1, DW2), which is assigned to each pump stage (P1, P2) and
is controlled as a function of load pressure and pump pressure, and comprising safety
valves (13, 15), assigned to the pressure-balance relief valves (DW1, DW2) of the
pump stages (P1, P2), for limiting the load pressure in a load-pressure indicator
circuit (8), wherein the safety valves (13, 15) are set to different load pressure
limits and all pump stages (P1, P2) are connected to a single-circuit pressure supply
system (3, 4, 5) which is common to all consuming units (V1, V2) and in which with
rising load pressure, until such time as a respectively lower load pressure limit
is reached on a load-dependent basis, a combined output consisting of the output (Q2)
of the pump stage (P2) having the highest load pressure limit and at least the output
(Q1) of the pump stage (P1) having the next lower load pressure limit for each consuming
unit (V1, V2) is utilizable, characterized in that between the load pressure indicator circuit (8) and the safety valves (13, 15) a
hydraulic damping device (10) is provided, which comprises a damping throttle (20)
and two oppositely working bypass check valves (21, 22), only one of which is spring-loaded.
2. Hydraulic control system according to Claim 1, characterized in that a common load pressure indicator circuit (8), connected to the pressure-balance relief
control valves (DW1, DW2) on their closing sides, is provided for all load pressure
pick-ups (L), in that the single-circuit pressure supply system (3, 4, 5) is connected to the opening sides
of the pressure-balance relief control valves (DW1, DW2), in that between a convergence (3) of the pump stages (P1, P2) into the single-circuit pressure
supply system and a connecting line (1) from the pump stage (P1) to which the lower
load pressure limit is assigned, and the pressure-balance relief control valve (DW1),
there is disposed a check valve (7) which shuts off the path to the pressure-balance
relief control valve (DW1), and in that, downstream of the hydraulic damping device (10) and of a branch connection (11)
from the load pressure indicator circuit (8) to the safety valves (13, 15), an orifice
plate (B) is placed only in front of the safety valve (13) at which the lower load
pressure limit is respectively set.
3. Hydraulic control system according to Claim 1, characterized in that the safety valve (15) of the pump stage (P2) having the highest output (Q2) is set
to the highest load pressure limit, and in that safety valves (13) of further pump stages (P1, P2), which deliver outputs (Q1) that
decrease in steps relative to the highest output (Q2), are set to load pressure limits
which decrease step by step as the outputs (Q1) decrease.
4. Hydraulic control system according to Claim 1, characterized in that the multistage fixed displacement pump (P1) is a two-stage or double fixed displacement
pump, the pump stage outputs (Q2, Q1) of which are in a ratio of about 2:1, the load
pressure limit of the safety valve (15) of the pump stage (P2) having the highest
output (Q2) being set about 50% higher than the load pressure limit of the safety
valve (13) of the other pump stage (P1), preferably, in the case of outputs of 77
and 38.5 l/min, to 300 and 200 bar respectively.
5. Hydraulic control system according to Claim 2, characterized in that, in the load pressure indicator circuit (8) upstream of the hydraulic damping device
(10), individual load pressure line sections are connected one to another via shuttle
valves (W) indicating the respectively highest load pressure to the safety valves
(13, 15).
1. Commande hydraulique (S) destinée à un groupe de consommateurs (V1, V2) pouvant être
commandé par l'intermédiaire de vannes de distribution (C1, C2) avec captage de pression
de charge (L), en particulier à plusieurs consommateurs d'une multibenne, comportant
une pompe à cylindrée constante multi-étagée (P) entraînée par un entraînement commun
(A), dont chaque fois un étage de pompe (P1, P2) fournissant un débit individuel (Q1,
Q2) est raccordé à l'alimentation en pression d'au moins une section du groupe de
consommateurs, comportant une vanne de régulation de décharge à balances de pression
(DW1, DW2) associée à chaque étage de pompe (P1, P2), commandée en fonction de la
pression de charge et de la pression de pompe, et comportant des soupapes de sûreté
(13, 15) associées aux vannes de décharge à balances de pression (DW1, DW2) des étages
de pompes (P1, P2), pour limiter la pression de charge dans un circuit de signalisation
de pression de charge (8), les soupapes de sûreté (13, 15) étant réglées sur des limites
de pression de charge différentes et tous les étages de pompe (P1, P2) étant raccordés
à un système d'alimentation en pression à circuit unique (3, 4, 5) commun à tous les
consommateurs (V1, V2) dans lequel, lorsque la pression de charge augmente jusqu'à
atteindre en fonction de la charge une limite de pression de charge chaque fois inférieure,
un débit, combiné à partir du débit (Q2) de l'étage de pompe (P2) avec la limite de
pression de charge la plus élevée et au moins du débit (Q1) de l'étage de pompe (P1)
avec la limite de pression de charge inférieure la plus proche, est utilisable pour
chaque consommateur (V1, V2), caractérisée en ce qu'un dispositif amortisseur hydraulique (10), qui comprend un étranglement amortisseur
(20) et deux clapets anti-retour en dérivation (21, 22) en sens opposé dont l'un seulement
est contraint par ressort, est prévu entre le circuit de signalisation de pression
de charge (8) et les soupapes de sûreté (13, 15).
2. Commande hydraulique selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un circuit de signalisation de pression de charge (8) commun, raccordé aux vannes
de régulation de décharge à balances de pression (DW1, DW2) à leurs côtés fermeture,
est prévu pour tous les prélèvements de pression de charge (L), que le système alimentation
de charge à circuit unique (3, 4, 5) est raccordé aux côtés commande d'ouverture des
vannes de régulation de décharge à balances de pression (DW1, DW2), qu'un clapet anti-retour
(7) bloquant en direction de la vanne de régulation de décharge à balance de pression
(DW1) est disposé entre un collecteur (3) des étages de pompes (P1, P2) dans le système
d'alimentation de pression à circuit unique et une conduite de raccordement (1) de
l'étage de pompe (P1) auquel est associée la limite de pression la plus basse et la
vanne de régulation de décharge à balance de pression (DW1) et qu'en aval du dispositif
amortisseur hydraulique (10) et d'une dérivation (11) du circuit de signalisation
de pression de charge (8) vers les soupapes de sûreté (13, 15), un diaphragme (B)
est monté uniquement devant la soupape de sûreté (13) sur laquelle est chaque fois
réglée la limite de pression de charge la plus basse.
3. Commande hydraulique selon la revendication 1, caractérisée en ce que la soupape de sûreté (15) de l'étage de pompe (P2) avec le débit le plus élevé (Q2)
est réglée sur la limite de pression de charge la plus élevée et que des soupapes
de sûreté (13) d'autres étages de pompe (P1, P2), qui délivrent des débits (Q1) décroissant
par paliers par rapport au débit le plus élevé (Q2), sont réglées sur des limites
de pression de charge décroissant par paliers avec les débits (Q1) décroissant.
4. Commande hydraulique selon la revendication 1, caractérisée en ce que la pompe à cylindrée constante multi-étagée (P1) est une pompe à cylindrée constante
à deux étages ou double, dont les débits d'étages de pompes (Q1, Q2) sont dans un
rapport d'environ 2:1, la limite de pression de charge de la soupape de sûreté (15)
de l'étage de pompe (P2) fournissant le débit (Q2) le plus élevé étant réglée environ
50 % plus haut que la limite de pression de charge de la soupape de sûreté (13) de
l'autre étage de pompe (P1), fournissant de préférence des débits de 77 et respectivement
38,5 l/min à 300 et respectivement 200 bars.
5. Commande hydraulique selon la revendication 2, caractérisée en ce que dans le circuit de signalisation de pression (8) en amont du dispositif amortisseur
hydraulique (10), des sections de conduite de pression de charge individuelles sont
reliées ensemble par l'intermédiaire de sélecteurs de circuit (W) signalant chaque
fois la pression de charge la plus élevée aux soupapes de sûreté (13, 15).
