| (19) |
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(11) |
EP 1 516 608 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.01.2007 Patentblatt 2007/05 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.09.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Rollstuhlrahmen
Wheelchair frame
Cadre de fauteuil roulant
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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| (30) |
Priorität: |
22.09.2003 DE 10343784 22.09.2003 DE 20314644 U 07.10.2003 DE 20315420 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.03.2005 Patentblatt 2005/12 |
| (73) |
Patentinhaber: MEYRA WILHELM MEYER GMBH & CO. KG |
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D-32689 Kalletal-Kalldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Nahrwold, Andreas
32602 Vlotho (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schaeberle, Steffen |
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Hoefer & Partner,
Patentanwälte,
Gabriel-Max-Strasse 29 81545 München 81545 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 059 075
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DE-U1- 20 216 312
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 2003, Nr. 12, 5. Dezember 2003 (2003-12-05) & JP 2004
073509 A (ITOKI CREBIO CORP), 11. März 2004 (2004-03-11)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Rollstuhlrahmen gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs
des Hauptanspruchs.
[0002] Im Einzelnen bezieht sich die Erfindung auf einen Rollstuhlrahmen für einen mit Hinterrädern
und lenkbaren Vorderrädern versehenen Rollstuhl, mit einem rechten und einem linken
Seitenrahmen sowie mit einem zwischen den Seitenrahmen angeordneten, mit einer Rückenlehne
versehenen Sitz.
[0003] Die Erfindung ist sowohl für starre Rollstuhlrahmen als auch für Rollstuhlrahmen,
die seitlich zusammenlegbar sind, anwendbar.
[0004] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, fachwerkartige Seitenrahmen vorzusehen,
die mit oberen und unteren Längsträgern sowie mit vertikalen Streben versehen sind.
Derartige Konstruktionen sind zum einen aufwendig und teuer in der Herstellung, zum
anderen sind sie vielfach nicht universell einsetzbar, um in einfacher Weise eine
Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse des Benutzers zu ermöglichen. Im Übrigen zeigen
viele der bekannten Konstruktionen ein optisches Erscheinungsbild, welches erhöhten
Design-Anforderungen nicht gerecht werden kann.
[0005] Die DE 202 16 312 U1 beschreibt einen Rollstuhl mit verstellbarer Sitzhöhe, dessen
Seitenrahmen halbkreisbogenförmig ausgebildet ist und an seinen Enden jeweils ein
Rad lagert. Durch die Wahl unterschiedlicher Raddurchmesser ist es möglich, die Sitzposition
und die Sitzhöhe zu verändern.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rollstuhlrahmen der eingangs genannten
Art zu schaffen, welcher bei einfachem Aufbau und einfacher, kostengünstiger Herstellbarkeit
die Nachteile des Standes der Technik vermeidet und sich zudem durch eine optisch
ansprechende Form auszeichnet, ein Rahmenprofil aufweist, welches bei einfachem Aufbau
und einfacher, kostengünstiger Herstellbarkeit die einfache und leichte Befestigung
unterschiedlichster Anbauteile ermöglicht und mit einem Rollstuhlseitenteil versehen
ist, welches bei einfachem Aufbau und kostengünstiger Herstellbarkeit die Nachteile
des Standes der Technik vermeidet und leicht montierbar ist.
[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Hauptanspruchs gelöst, die
Unteransprüche zeigen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0008] Erfindungsgemäß ist somit vorgesehen, dass der Seitenrahmen in Form eines bogenförmigen
Profils ausgebildet ist, welches sich zumindest teilweise oberhalb des Hinterrads
vom Bereich der Rückenlehne aus zu einem Anlenkbereich des Vorderrads erstreckt.
[0009] Der erfindungsgemäße Rollstuhlrahmen zeichnet sich durch eine Reihe erheblicher Vorteile
aus.
[0010] Durch die Ausgestaltung des Seitenrahmens in Form eines einzigen, bogenförmigen Profils
ergibt sich ein sehr geringer Fertigungsaufwand. Es ist lediglich erforderlich, dieses
eine Profil entsprechend zu verformen bzw. zu biegen. Am vorderen Ende des Profils
können die lenkbaren Vorderräder direkt befestigt werden. Das Profil erstreckt sich
zumindest bis in den Bereich der Rückenlehne, es kann jedoch noch weiter nach hinten
verlängert werden. Erfindungsgemäß sind somit keine weiteren unteren Horizontalverstrebungen
erforderlich, vielmehr ist das Profil das tragende Konstruktionselement des Rollstuhlrahmens
bzw. der beiden Seitenrahmen.
[0011] Zur Lagerung der Hinterräder ist erfindungsgemäß an dem hinteren Bereich des Seitenrahmens
eine Rückstrebe befestigt, deren freies Ende eine Achse für das Hinterrad lagert.
Die Rückstrebe kann sich dabei schräg nach unten und vorne erstrecken, sodass die
Achse des Hinterrades unterhalb des Sitzbereiches des Rollstuhlrahmens angeordnet
ist.
An den freien Enden der Rückstreben ist eine diese verbindende Querstrebe angeordnet,
die entsprechend die Achsen für die Hinterräder lagert oder ausbildet. Die Querstrebe
dient dabei zur Verbindung der beiden Seitenrahmen.
[0012] Die vorderen Endbereiche der beiden Seitenrahmen können bevorzugter Weise mittels
einer Fußplatte verbunden sein, die am vorderen Ende der beiden Seitenrahmen montiert
ist. Dabei ist es besonders günstig, wenn die Fußplatte in verschiedenen Positionen
montierbar ist, sodass eine Anpassung an die jeweilige Körpergröße bzw. Beinlänge
des Benutzers ermöglicht wird.
[0013] Erfindungsgemäß ist der Sitz mit der Rückenlehne als Sitzmodul ausgebildet. Somit
kann dieses Sitzmodul separat eingebaut oder auch demontiert werden. Es ist auch möglich,
eine separate Sitzschale einzusetzen, die beispielsweise auch entnehmbar ist und für
andere Anwendungszwecke verwendet werden kann, beispielsweise als Autositz für den
Behinderten. Da der erfindungsgemäße Rollstuhlrahmen insbesondere für Kinderrollstühle
einsetzbar ist, ist diese Variante besonders vorteilhaft.
[0014] Das Sitzmodul ist jeweils so ausgebildet und montiert, dass unterschiedlichste Montagepositionen
erzielbar sind. Hierdurch lässt sich die Sitzhöhe in leichter Weise einstellen, gleiches
gilt für die Sitztiefe sowie die relative Lage zu der Achse der Hinterräder. Das Sitzmodul
ist zusätzlich durch unterschiedliche Montagepunkte in einem Winkel zur Horizontalen
geneigt einbaubar. Hierdurch ist es möglich, unterschiedlich geneigte Sitzpositionen
zu realisieren.
[0015] Das Sitzmodul umfasst in günstiger Weiterbildung der Erfindung jeweils eine seitliche,
im Wesentlichen horizontale Sitzstrebe, die beispielsweise an dem bogenförmigen Profil
(vorderes Ende) sowie an der Rückstrebe (hinteres Ende) montiert sein kann. Diese
Montagepunkte können variabel sein, beispielsweise durch Bereitstellen einer Reihe
unterschiedlicher Bohrungen, um eine beliebige demontierbare Verschraubung zu gewährleisten.
Die Rückenlehne kann entsprechend mit den horizontalen Streben verschraubt sein. Auch
hierbei ist es möglich, verschiedene Montagestellungen zu wählen, sodass die Sitztiefe
in einfacher Weise variabel ist.
[0016] Die Rückstreben können in günstiger Weise nach oben verlängert sein bzw. Teil eines
Schieberohrs bilden, wobei die beiden Schieberohre mittels eines Bügels verbunden
sind. Hierdurch wird ein Schieber gebildet, dessen Schiebekräfte direkt in den Rahmen
des Rollstuhls eingeleitet werden und der gänzlich unabhängig von dem Sitzmodul und
dessen Position ist. Die Position der Schieberohre sowie deren Anordnung ist bevorzugter
Weise so gewählt, dass diese weit hinter der Hinterachse (Antriebsachse) liegen. Somit
ergibt sich ein sehr leichtes Manövrieren des Rollstuhls durch eine Begleitperson.
Die Schieberohre können auch abknickbar oder zusammenlegbar ausgebildet sein, um die
Abmessungen des Rollstuhls beim Transport reduzieren zu können.
[0017] An der Querstütze, welche die Achse der Hinterräder lagert, kann eine Kippstütze
gelagert werden. Diese Kippstütze kann lösbar ausgebildet sein, um das Zusammenlegen
des Rollstuhlrahmens bei abgenommenen Hinterrädern zu vereinfachen. Günstig ist es,
wenn nur eine mittige Kippstütze vorgesehen ist, da diese dann eine Begleitperson
beim Schieben des Rollstuhls nicht behindert.
[0018] Die erfindungsgemäße elliptische oder bogenförmige Form des Profils des Seitenrahmens
gestattet es weiterhin, dieses Profil direkt als seitliche Körperabstützung zu verwenden,
sodass auf separate Armlehnen oder Ähnliches verzichtet werden kann.
[0019] Zusätzlich kann es möglich sein, eine Seitenabdeckung direkt an dem Profil zu montieren.
[0020] Das Profil des Seitenrahmens ist bevorzugter Weise so ausgebildet, dass sich eine
Vielzahl von Anbauelementen verdrehsicher an dem torsionssteif ausgestalteten Profil
montieren lassen.
[0021] Erfindungsgemäß ist weiterhin vorgesehen, dass das Rahmenprofil einen zentrischen,
flachen Mittelbereich umfasst, an dessen beiden Seiten sich jeweils ein verdickter
Bereich anschließt.
[0022] Durch die Verwendung eines zentrischen, flachen Mittelbereichs ist es in einfacher
Weise möglich, Anbauteile anzuschrauben. Das Mittelteil kann mit Bohrungen versehen
sein oder sonstige Ausnehmungen aufweisen. Die sonstigen Ausnehmungen können beispielsweise
dazu dienen, das Gesamtgewicht des Profils zu reduzieren, ohne dessen strukturelle
Festigkeit zu beeinträchtigen. Kleinere, meist zylindrische Ausnehmungen können vorgesehen
sein, um Anbauteile in unterschiedlichen Positionen zu befestigen. Das Profil kann
hierzu auch baukastenartig mit regelmäßigen Bohrungen im Mittelbereich versehen sein.
In einer Abwandlung der Erfindung ist es auch möglich, Längsschlitze oder Ähnliches
im Mittelbereich vorzusehen. Diese können sich in Parallelrichtung des Rahmenprofils
erstrecken, sie können jedoch auch in einem Winkel geneigt sein.
[0023] Bei einem derartigen Rahmenprofil können somit unterschiedlichste weitere Konstruktionselemente
in einfachster Weise befestigt werden, wobei sowohl eine bleibende Befestigung beispielsweise
durch Nieten oder nicht lösbare Verschraubungen oder eine demontierbare Befestigung
möglich ist.
[0024] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist das Rahmenprofil mit einem zu einer
Mittelebene symmetrischen Profilquerschnitt versehen. Es ist jedoch auch möglich,
das Profil asymmetrisch auszubilden, wobei beispielsweise einer der verdickten Bereiche
andere Dimensionen aufweist, als der andere verdickte Bereich.
[0025] Zur Gewichtsreduzierung und zur Erhöhung der Steifigkeit kann der verdickte Bereich
des Profils jeweils als Rohr ausgebildet sein.
[0026] Das erfindungsgemäße Rahmenprofil kann in einfacher Weise als Strangpressteil hergestellt
sein, beispielsweise aus Aluminium oder einer sonstigen, geeigneten Legierung. Hierdurch
ergibt sich eine besonders kostengünstige Herstellungsmöglichkeit.
[0027] Zum Anbau von weiteren Konstruktionselementen ist es besonders günstig, wenn an dem
flachen Mittelbereich zumindest ein Montageelement befestigbar ist. Dieses kann beispielsweise
verdrehsicher an den verdickten Bereichen anlegbar sein. Somit ergibt sich eine Verkipp-
oder Verdrehsicherung, welche besonders einfach und in höchstem Maße wirksam ist.
Dabei kann beispielsweise auch nur ein Verbindungselement, wie etwa eine Schraube
oder eine Niete ausreichen, um eine sichere Befestigung zu gewährleisten. Der flache
Mittelbereich bietet eine ausreichende Anlagefläche, um eine ausreichende Kraftübertragung
sicherzustellen.
[0028] Das erfindungsgemäße Rollstuhlseitenteil weist an seinem Grundkörper einstückig ein
Befestigungsteil auf, welches an ein Rahmenrohr des Rollstuhls anklipsbar ist.
[0029] Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich durch eine Reihe erheblicher Vorteile aus.
Durch die anklipsbare Befestigung des Rollstuhlseitenteils sind zu dessen Montage
keinerlei Werkzeuge erforderlich. Das Rollstuhlseitenteil wird vielmehr lediglich
aufgedrückt oder angeklipst. In entsprechend einfacher Weise kann es jederzeit wieder
demontiert werden.
[0030] Weiterhin ist es besonders vorteilhaft, dass an dem Rollstuhlrahmen selbst keine
zusätzlichen Anbauteile oder Ähnliches erforderlich sind. Hierdurch ermäßigen sich
die Gesamtkosten ganz erheblich.
[0031] Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass das erfindungsgemäße Rollstuhlseitenteil nicht
an einer exakt definierten Stelle an dem Rahmen des Rollstuhls angeklipst zu werden
braucht. Vielmehr ist es möglich, den Einbauort variabel zu gestalten, um beispielsweise
unterschiedliche Stellungen eines Sitzmoduls berücksichtigen zu können.
[0032] Da erfindungsgemäß die Abstützung des Rollstuhlseitenteils direkt am Rahmen erfolgt,
ist dieses platzsparend bei unterschiedlichsten Rahmenkonstruktionen einsetzbar. Spezielle
Anbauteile oder Ähnliches können gänzlich entfallen.
[0033] Durch die Möglichkeit, das Seitenteil anzuklipsen, ergibt sich eine vorgespannte
Montage, die aus sich selbst heraus klapperfrei ist. Zusätzliche Maßnahmen zur Geräuschverminderung
können somit entfallen.
[0034] In besonders günstiger Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Befestigungsteil
des Rollstuhlseitenteils einen Querschnitt aufweist, welcher passend zu der Außenkontur
des Rahmenrohrs ausgebildet ist und dieses entsprechend hintergreift. Hierdurch ergibt
sich ein sicherer Sitz des Rollstuhlseitenteils an dem Rahmen, wodurch zusätzlich
eine Verdrehsicherheit gewährleistet werden kann.
[0035] Der Befestigungsteil weist bevorzugterweise über seine gesamte Länge einen gleichen
Querschnitt auf. Somit kann das Rollstuhlseitenteil an unterschiedlichen Rohrabschnitten
eines Rollstuhlrahmens aufgeklipst werden.
[0036] Besonders günstig ist es, wenn das Rollstuhlseitenteil bzw. dessen Befestigungsteil
einen im montierten Zustand sich im Wesentlichen seitlich oder horizontal erstreckenden
oberen Schenkel umfasst. Durch diesen Schenkel kann zum einen das Rohr des Rollstuhlrahmens
zusätzlich abgedeckt werden, zum anderen kann der Schenkel so breit ausgebildet sein,
dass er als Armablage dient und sich beispielsweise auch über einen Teil des Rades
oder über das gesamte Rad erstreckt und somit ähnlich einem Schutzblech vor Verschmutzungen
durch das Rad oder vor Verletzungen des Rollstuhlbesitzers schützt.
[0037] Der Befestigungsteil des Rollstuhlseitenteils kann einen oberen und einen unteren
Schenkel umfassen, so dass sich ein im Wesentlichen U-förmiger Querschnitt ergibt,
durch den das Rahmenrohr sicher umgriffen werden kann.
[0038] Weiterhin ist es günstig, wenn der Grundkörper des Rollstuhlseitenteils von der Seite
des Sitzes des Rollstuhls aus anklipsbar ist. Hierdurch führt die durch einen Benutzer
aufgebrachte Kraft, mit welcher sich dieser gegen das Rollstuhlseitenteil anlehnt,
zu einem verstärkten Anpressen oder Aufdrücken des Befestigungsteils auf den Rahmen
des Rollstuhls.
[0039] Erfindungsgemäß ergibt sich somit eine sehr leichte Konstruktion, das Rollstuhlseitenteil
kann aus einem dünnen, leichten Material gefertigt sein, bevorzugterweise aus Kunststoff.
[0040] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit
der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Rollstuhlrahmens,
- Fig. 2
- eine vereinfachte Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten Rollstuhlrahmens,
- Fig. 3
- eine Schnittansicht durch ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Rahmenprofils,
- Fig. 4
- eine schematische, perspektivische Darstellung eines Rollstuhls unter Verwendung des
erfindungsgemäßen Rahmenprofils,
- Fig. 5
- eine vergrößerte Darstellung eines Teilbereichs des in Fig. 4 gezeigten Rollstuhl-Rahmens
mit einem an dem erfindungsgemäßen Rahmenprofil montierten Montageelement,
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht eines Rollstuhls mit erfindungsgemäßem Rollstuhlseitenteil,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Rollstuhlseitenteils,
- Fig. 8
- eine Schnittansicht längs der Linie A-B von Fig. 7,
- Fig. 9
- eine Schnittansicht längs der Linie C-D von Fig. 7, und
- Fig. 10
- eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 7.
[0041] Die Fig. 1 zeigt einen Rollstuhl mit Hinterrädern 1 sowie lenkbaren Vorderrädern
2. Die Hinterräder 1 sind in üblicher Weise ausgebildet, sodass auf deren Beschreibung
verzichtet werden kann. Sie umfassen beispielsweise einen Greifring sowie nicht dargestellte
Speichen. Die Vorderräder 2 sind jeweils drehbar an einer Gabel gelagert, welche um
eine nicht dargestellte vertikale Achse schwenkbar an einem Lagerbock 18 gelagert
sind.
[0042] Der erfindungsgemäße Rollstuhl umfasst einen rechten Seitenrahmen 3 sowie einen linken
Seitenrahmen 4. Diese sind jeweils in Form eines bogenförmigen, beispielsweise teil-elliptischen
Profils ausgebildet. Das Profil wird im Einzelnen in Verbindung mit der Fig. 3 erläutert.
[0043] Das jeweilige Profil des Seitenrahmens 3 bzw. 4 lagert direkt den jeweiligen Lagerbock
18 des Vorderrads 2.
[0044] Das hintere, obere Ende des jeweiligen Profils des Seitenrahmens 3, 4 ist mit einer
Rückstrebe 7 (rechts) bzw. 8 (links) verbunden, an deren unterem Ende eine Querstrebe
9 (Rohr) befestigt ist, welche die nicht dargestellten Achsen für die Hinterräder
1 lagert. Die Befestigung der Querstrebe 9 kann beispielsweise über eine Klemmverbindung
erfolgen, so wie dies in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist.
[0045] Die Rückstreben 7, 8 sind nach oben verlängert und bilden Schieberohre 12, 13, deren
Endbereiche mittels eines Bügels 14 verbunden sind, um auf diese Weise einen Schieber
für den Rollstuhl zu bilden.
[0046] Zur Zusammenlegung des Schiebers können Gelenke 19 vorgesehen sein, so wie dies in
Fig. 1 gezeigt ist.
[0047] Die Profile des Seitenrahmens 3 und 4 sind jeweils so angeordnet und dimensioniert,
dass sie zugleich eine Armlehne oder seitliche Abstützung des Rollstuhlrahmens bilden.
Weiterhin sind die Profile der Seitenrahmen 3, 4 mit einer Vielzahl von Ausnehmungen
oder Montagelöchern versehen. Diese können zum Teil zur Gewichtsersparnis dienen,
zum anderen Teil handelt es sich um zylindrische Ausnehmungen, durch welche Schrauben
durchführbar sind, um beispielsweise die Lagerböcke 18 zu befestigen. In gleicher
Weise ist bei dem erfindungsgemäßen Rollstuhlrahmen eine Fußplatte 10 vorgesehen,
die in der in Fig. 1 dargestellten Weise verschraubt ist und die unteren vorderen
Enden der beiden Seitenrahmen 3, 4 verbindet.
[0048] Der Rollstuhl weist weiterhin eine Rückenlehne 5 sowie einen Sitz 6 auf, die als
Modul ausgebildet sind und an seitlichen, im Wesentlichen horizontalen Sitzstreben
11 gelagert sind. Wie sich beispielsweise aus der Darstellung der Fig. 2 ergibt, sind
die Sitzstreben 11 an ihren vorderen und hinteren Endbereichen jeweils mit einer Vielzahl
von Ausnehmungen versehen. Gleiches gilt für den jeweiligen Bereich der Seitenrahmen
3, 4 sowie der Rückstreben 7, 8. Hierdurch ist eine angepasste Einstellung der Sitzhöhe
sowie der Position des Sitzmoduls möglich.
[0049] An den Sitzstreben 11 sind im Wesentlichen vertikale Rückenstreben 20 befestigt,
welche in üblicher Weise die Rückenlehne 5 lagern. Wie die Fig. 2 zeigt, sind die
Rückenstreben 20 ebenfalls verstellbar mit dem Seitenrahmen 3 bzw. 4 verschraubt.
Durch die Vielzahl der vorgesehenen Befestigungsbohrungen ergibt sich die Möglichkeit,
die Neigung der Rückenstreben 20 einzustellen. Gleiches gilt für die Montage an den
horizontalen Sitzstreben 11. Hierbei kann auch die Sitztiefe in einfacher Weise angepasst
werden.
[0050] Die Fig. 2 zeigt weiterhin, dass zur Lagerung der Vorderräder 2 an den Gabeln 17
mehrere Montagepunkte vorgesehen sind, um eine Höheneinstellung vorzunehmen.
[0051] Die Fig. 1 zeigt weiterhin eine mittige Kippstütze 15, welche an der Querstrebe 9
gelagert ist. Die Kippstütze 15 kann in einem im Wesentlichen vertikalen Lagerrohr
21 verdrehbar aufgenommen sein, um beim Zusammenlegen des Rollstuhlrahmens bei abgenommenen
Hinterrädern 1 nach vorne verschwenkbar zu sein. Diese Verschwenkung kann auch bei
einem manuellen Betrieb des Rollstuhls erfolgen, um dem Benutzer die Möglichkeit zu
geben, die Vorderräder 2 entsprechend anzuheben.
[0052] Weiterhin ist in Fig. 1 eine Seitenabdeckung 16 gezeigt, die zur Verbreiterung der
Armauflage und zum seitlichen Schutz auf die Seitenrahmenprofile 3, 4 montiert werden
kann.
[0053] Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, umfasst das erfindungsgemäße Rahmenprofil einen flachen
Mittelbereich 101, welcher einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweist.
Anschließend an die beiden schmalen Seiten des flachen Mittelbereichs 101 ist einstückig
jeweils ein verdickter Bereich 102 bzw. 103 ausgebildet. Die verdickten Bereiche 102,
103 sind als Rohrprofil ausgestaltet, während der flache Mittelbereich aus vollem
Material besteht.
[0054] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Profil mit einem Querschnitt versehen,
welcher um eine Mittelebene 104 symmetrisch ist.
[0055] Die Fig. 5 zeigt in vergrößerter Darstellung eine gebogene Ausgestaltung des Rahmenprofils.
Dabei ist ersichtlich, dass eine Vielzahl von Ausnehmungen 105 vorgesehen sein können,
um Befestigungselemente, wie etwa Schrauben oder Nieten durchzuführen. Hieraus ist
der baukastenartige Aufbau ersichtlich. Weiterhin können größere Ausnehmungen 106
vorgesehen sein, die zur Gewichtsreduzierung dienen können und die weiterhin zu einem
ansprechenden optischen Erscheinungsbild führen.
[0056] Die Fig. 5 zeigt die Befestigung eines Montageelements 107 mittels Schrauben 108,
109. Dabei ist insbesondere ersichtlich, dass das Montageelement 107 gegen die verdickten
Bereiche 102, 103 anliegt, sodass sich eine Verdrehsicherung ergibt.
[0057] Die Fig. 4 zeigt ein Anwendungsbeispiel des erfindungsgemäßen Rahmenprofils bei einem
Rollstuhl-Rahmen, dessen Seitenrahmen 110, 111 jeweils aus dem erfindungsgemäßen Rahmenprofil
gefertigt sind. Dabei ist erkennbar, dass beispielsweise Sitzstreben 112 in einfacher
Weise an dem erfindungsgemäßen Rahmenprofil montierbar sind, wobei das Montageelement
107 als Gegendruckplatte wirken kann. In ähnlicher Weise sind seitliche Winkel einer
Fußplatte 113 verschraubt. Auch die Kipp- und verdrehgesicherte Befestigung von Lagerböcken
114 für Vorderräder 115 erfolgt in der beschriebenen Weise.
[0058] Die Fig. 6 zeigt in perspektivischer Darstellung eine mögliche Ausgestaltung des
erfindungsgemäßen Rollstuhls, an welchem das erfindungsgemäße Rollstuhlseitenteil
angebaut werden kann.
[0059] Der gezeigte Rollstuhl ist beidseitig eines Sitzes jeweils mit einem erfindungsgemäßen
Rollstuhlseitenteil 201 versehen, welches jeweils auf ein seitliches Rahmenrohr 202
bzw. 203 aufgeklipst ist, so wie sich dies beispielsweise aus der Schnittansicht der
Fig. 9 ergibt.
[0060] Bei dem gezeigten Rollstuhl sind die Rahmenrohre 202, 203, welche jeweils einen Seitenrahmen
bilden, bogenförmig. Dies bedeutet, dass sich die seitliche Kontur des Rollstuhlseitenteils
201 ebenfalls bogenförmig gestaltet, so dass das Rollstuhlseitenteil entsprechend
auf die Rahmenrohre 202 bzw. 203 aufklipsbar ist. Der Radius der bogenförmigen Kontur
ist dabei passend gewählt. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, das Rollstuhlseitenteil
201 an variabler Stelle aufzuklipsen und somit entsprechend weiter vorne oder weiter
hinten zu montieren, abhängig von der Position des Sitzes oder Sitzmoduls relativ
zu dem Rollstuhlrahmen.
[0061] Die Fign. 7 bis 10 zeigen ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Rollstuhlseitenteils
201 in detaillierterer Darstellung. Hieraus ergibt sich, dass dieses einen plattenförmigen
Grundkörper 204 umfasst, welcher beispielsweise in Form einer Halb-Ellipse konturiert
sein kann, um an die baulichen Gegebenheiten angepasst zu werden. Es können selbstverständlich
auch andere Außenkonturen des Grundkörpers 204 vorgesehen sein.
[0062] Zu seiner Verstärkung umfasst der Grundkörper 204 bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
eine umlaufende Verstärkungssicke oder Rippe 208.
[0063] An dem obenliegenden Bereich des Grundkörpers 204 ist ein Befestigungssteil 205 ausgebildet,
welcher einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweist (siehe Fign. 8 und 9).
Hierzu ist ein vertikaler Schenkel 209 vorgesehen, welcher in einen oberen Schenkel
206 und einen unteren Schenkel 207 übergeht. Der obere Schenkel 206 ist verlängert
ausgebildet, so dass er nicht nur das Rahmenrohr 202, 203, sondern auch einen Teil
des benachbarten Rades abdecken kann und zugleich als Arm-Auflagefläche dienen kann.
[0064] Der untere Schenkel 207 geht entsprechend der Darstellung in den plattenförmigen
Grundkörper 204 über.
[0065] Um die Klemmwirkung hervorzurufen und ein sicheres Anklipsen zu gewährleisten, sind,
wie insbesondere in den Fign. 8 und 9 gezeigt, an dem oberen Schenkel 206 sowie an
dem unteren Schenkel 207 eine obere Wulst oder Einschnürung 210 bzw. eine untere Wulst
oder Einschnürung 211 ausgebildet, durch welche der freie Querschnitt der U-Form verringert
wird. Durch elastische Verformung beim Aufschieben des Befestigungsteils 205 ergibt
sich somit der Aufklips-Effekt. Dieser ist grundsätzlich unabhängig von der Querschnittsform
des Rahmenrohrs 202, 203. Es versteht sich, dass der Befestigungsteil 205 hinsichtlich
seiner Dimensionierung an den Querschnitt des Rahmensrohrs 202, 203 angepasst werden
muss.
[0066] Wie die Fig. 10 zeigt, kann der obere Schenkel 206 an seinen Eckbereichen abgerundet
sein, um zum einen Verletzungen zu vermeiden und um zum anderen das optische Erscheinungsbild
zu verbessern.
[0067] Die Erfindung ist nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel beschränkt, vielmehr
ergeben sich im Rahmen der Erfindung vielfältige Abwandlungs- und Modifikationsmöglichkeiten.
Bezugszeichenliste
[0068]
- 1
- Hinterrad
- 2
- Vorderrad
- 3
- Rechter Seitenrahmen
- 4
- Linker Seitenrahmen
- 5
- Rückenlehne
- 6
- Sitz
- 7
- Rechte Rückstrebe
- 8
- Linke Rückstrebe
- 9
- Querstrebe
- 10
- Fußplatte
- 11
- Sitzstrebe
- 12
- Schieberohr rechts
- 13
- Schieberohr links
- 14
- Bügel
- 15
- Kippstütze
- 16
- Seitenabdeckung
- 17
- Gabel
- 18
- Lagerbock
- 19
- Gelenk
- 20
- Rückenstrebe
- 21
- Lagerrohr
- 101
- Flacher Mittelbereich
- 102
- Oberer verdickter Bereich
- 103
- Unterer verdickter Bereich
- 104
- Mittelebene
- 105
- Ausnehmung
- 106
- Ausnehmung
- 107
- Montageelement
- 108
- Schraube
- 109
- Schraube
- 110
- Rechter Seitenrahmen
- 111
- Linker Seitenrahmen
- 112
- Sitzstrebe
- 113
- Fußplatte
- 114
- Lagerbock
- 115
- Vorderrad
- 201
- Rollstuhlseitenteil
- 202
- Rahmenrohr
- 203
- Rahmenrohr
- 204
- Grundkörper
- 205
- Befestigungsteil
- 206
- Oberer Schenkel
- 207
- Unterer Schenkel
- 208
- Verstärkungssicke
- 209
- Vertikaler Schenkel
- 210
- Obere Wulst
- 211
- Untere Wulst
1. Rollstuhlrahmen für einen mit Hinterrädern (1) und lenkbaren Vorderrädern (2) versehenen
Rollstuhl mit einem rechten (3) und einem linken (4) Seitenrahmen sowie mit einem
zwischen den Seitenrahmen (3, 4) angeordneten, mit einer Rückenlehne (5) versehenen
Sitz (6), dadurch gekennzeichnet, dass der Seitenrahmen (3, 4) in Form eines einzigen bogenförmigen Profils ausgebildet
ist, welches sich zumindest teilweise oberhalb des Hinterrads (1) vom Bereich der
Rückenlehne (5) aus zu einem Anlenkbereich des Vorderrads (2) erstreckt, dass an dem
hinteren Bereich des Seitenrahmens (3, 4) eine Rückstrebe (7, 8) befestigt ist, deren
freies Ende eine Achse für das Hinterrad (1) lagert und dass der Sitz (6) mit der
Rückenlehne (5) als Sitzmodul ausgebildet und in verschiedenen Positionen an den Seitenrahmen
(3, 4) montierbar ist.
2. Rollstuhlrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den freien Enden der Rückstreben (7, 8) eine diese verbindende Querstrebe (9)
ausgebildet ist.
3. Rollstuhlrahmen nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die vorderen Endbereiche der Seitenrahmen (3, 4) mittels einer Fußplatte (10) verbunden
sind.
4. Rollstuhlrahmen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fußplatte (10) in verschiedenen Positionen montierbar ist.
5. Rollstuhlrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sitzmodul (5, 6) jeweils eine seitliche, im Wesentlichen horizontale Sitzstrebe
(11) umfasst, deren Endbereiche mit den Rückenstreben (7, 8) bzw. mit dem bogenförmigen
Profil des Seitenrahmens (3, 4) verbunden sind.
6. Rollstuhlrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sitzmodul in einem Winkel zur Horizontalen zur Erzielung einer geneigten Sitzposition
schräg einbaubar ist.
7. Rollstuhlrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstreben (7, 8) jeweils Teil eines Schieberohrs (12, 13) sind, wobei die Schieberohre
(12, 13) mittels eines Bügels (14) verbunden sind.
8. Rollstuhlrahmen nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Querstrebe (9) lösbar eine Kippstütze (15) gelagert ist.
9. Rollstuhlrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das bogenförmige Profil des Seitenrahmens (3, 4) eine Seitenabdeckung (16) lagert.
10. Rahmenprofil für einen Rollstuhlrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, welches einen
zentrischen flachen Mittelbereich (101) sowie zu beiden Seiten jeweils einen sich
anschließenden verdickten Bereich (102, 103) umfasst.
11. Rahmenprofil nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch einen zu einer Mittelebene (104) symmetrischen Profilquerschnitt.
12. Rahmenprofil nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der verdickte Bereich (102, 103) als Rohr ausgebildet ist.
13. Rahmenprofil nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der flache Mittelbereich (101) einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweist.
14. Rahmenprofil nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der flache Mittelbereich (101) mit zumindest einer Ausnehmung (105, 106) versehen
ist.
15. Rahmenprofil nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass an dem flachen Mittelbereich (101) zumindest ein Montageelement (107) befestigbar
ist.
16. Rahmenprofil nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageelement (107) verdrehsicher an die verdichteten Bereiche (102, 103) anlegbar
ist.
17. Rollstuhlseitenteil für einen Rollstuhlrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit
einem an einem Rollstuhlrahmen lösbar befestigbaren Grundkörper (204), dadurch gekennzeichnet, dass an dem Grundkörper (204) einstückig ein an ein Rahmenrohr (202, 203) des Rollstuhls
anklipsbarer Befestigungsteil (205) ausgebildet ist.
18. Rollstuhlseitenteil nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsteil (205) einen Querschnitt aufweist, welcher passend zu der Außenkontur
des Rahmenrohrs (202, 203) ausgebildet ist und dieses hintergreift.
19. Rollstuhlseitenteil nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsteil (205) mit einem über im Wesentlichen seine gesamte Länge gleichen
Querschnitt versehen ist.
20. Rollstuhlseitenteil nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsteil (205) einen im montierten Zustand sich im Wesentlichen horizontal
erstreckenden oberen Schenkel (206) umfasst.
21. Rollstuhlseitenteil nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsteil (205) im Wesentlichen der Kontur eines Rades angepasst ist und
dieses umschließt.
22. Rollstuhlseitenteil nach einem der Ansprüche 17 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsteil (205) einen oberen (206) und einen unteren (207), das Rahmenrohr
(202, 203) im montierten Zustand hintergreifenden Schenkel umfasst.
23. Rollstuhlseitenteil nach einem der Ansprüche 17 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (204) von der Seite des Sitzes des Rollstuhls aus anklipsbar ist.
24. Rollstuhlseitenteil nach einem der Ansprüche 17 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (204) mit zumindest einer Verstärkungssicke (208) versehen ist.
25. Rollstuhlseitenteil nach einem der Ansprüche 17 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (204) in der Seitenansicht abgerundet ist.
26. Rollstuhlseitenteil nach einem der Ansprüche 20 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Schenkel (206) in der Draufsicht abgerundet ist.
27. Rollstuhlseitenteil nach einem der Ansprüche 17 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsteil (205) in der Seitenansicht bogenförmig ausgebildet ist.
1. Wheelchair frame for a wheelchair provided with rear wheels (1) and steerable front
wheels (2) and having a right-hand (3) and a left-hand (4) side frame and having a
seat (6) arranged between the side frames (3, 4) and provided with a backrest (5),
characterized in that the side frame (3, 4) is constructed in the form of a single arcuate profile which
extends at least partly above the rear wheel (1) from the region of the backrest (5)
to an attachment region of the front wheel (2), in that a rear stanchion (7, 8), the free end of which supports an axle for the rear wheel
(1), is fixed to the rear region of the side frame (3, 4), and in that the seat (6) with the backrest (5) is constructed as a seat module and can be mounted
in various positions on the side frame (3, 4).
2. Wheelchair frame according to Claim 1, characterized in that on the free ends of the rear stanchions (7, 8) there is formed a transverse strut
(9) connecting the latter.
3. Wheelchair frame according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the front end regions of the side frames are connected by means of a foot plate (10).
4. Wheelchair frame according to Claim 3, characterized in that the foot plate (10) can be mounted in various positions.
5. Wheelchair frame according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the seat module (5, 6) in each case comprises a lateral, substantially horizontal,
seat strut (11), the end regions of which are connected to the rear stanchions (7,
8) and .to the arcuate profile of the side frame (3, 4).
6. Wheelchair frame according to Claims 1 to 5, characterized in that the seat module can be installed obliquely at an angle to the horizontal in order
to achieve an inclined sitting position.
7. Wheelchair frame according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the rear stanchions (7, 8) are in each case parts of a pushing tube (12, 13), the
pushing tubes (12, 13) being connected by means of a handle (14).
8. Wheelchair frame according to one of Claims 2 to 7, characterized in that a tilting support (15) is in each case detachably mounted on the transverse strut
(9).
9. Wheelchair frame according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the arcuate profile of the side frame (3, 4) supports a side covering (16).
10. Frame profile for a wheelchair frame according to one of Claims 1 to 9, which comprises
a central flat middle region (101) and an adjacent thickened region (102, 103) on
both sides in each case.
11. Frame profile according to Claim 10, characterized by a profile cross section that is symmetrical with respect to a central plane (104).
12. Frame profile according to Claim 10 or 11, characterized in that the thickened region (102, 103) is formed as a tube.
13. Frame profile according to one of Claims 10 to 12, characterized in that the flat central region (101) has a substantially rectangular cross section.
14. Frame profile according to one of Claims 10 to 13, characterized in that the flat central region (101) is provided with at least one cut-out (105, 106).
15. Frame profile according to one of Claims 10 to 14, characterized in that at least one mounting element (107) can be fixed to the flat central region (101).
16. Frame profile according to Claim 15, characterized in that the mounting element (107) can be placed on the thickened regions (102, 103) so as
to be secure against rotation.
17. Wheelchair side part for a wheelchair frame according to one of Claims 1 to 9, having
a basic body (204) that can be fixed detachably to a wheelchair frame, characterized in that a fixing part (205) that can be clipped on to a frame tube (202, 203) of the wheelchair
is formed in one piece with the basic body (204).
18. Wheelchair side part according to Claim 17, characterized in that the fixing part (205) has a cross section which is formed so as to match the external
contour of the frame tube (202, 203) and engages behind the latter.
19. Wheelchair side part according to Claim 17 or 18, characterized in that the fixing part (205) is provided with a cross section that is the same over substantially
its entire length.
20. Wheelchair side part according to one of Claims 17 to 19, characterized in that the fixing part (205) comprises an upper limb (206) which extends substantially horizontally
when mounted.
21. Wheelchair side part according to one of Claims 17 to 20, characterized in that the fixing part (205) is substantially matched to the contour of a wheel and encloses
the latter.
22. Wheelchair side part according to one of Claims 17 to 21, characterized in that the fixing part (205) comprises an upper limb (206) and a lower limb (207) which
engage behind the frame tube (202, 203) when mounted.
23. Wheelchair side part according to one of Claims 17 to 22, characterized in that the basic body (204) can be clipped on from the side of the seat of the wheelchair.
24. Wheelchair side part according to one of Claims 17 to 23, characterized in that the basic body (204) is provided with at least one reinforcing bead (208).
25. Wheelchair side part according to one of Claims 17 to 24, characterized in that the basic body (204) is rounded in side view.
26. Wheelchair side part according to one of Claims 20 to 25, characterized in that the upper limb (206) is rounded in plan view.
27. Wheelchair side part according to one of Claims 17 to 26, characterized in that the fixing part (205) is formed like an arc in side view.
1. Châssis de fauteuil roulant pour un fauteuil roulant muni de roues arrière (1) et
de roues avant (2) orientables, comportant un châssis latéral droit (3) et un châssis
latéral gauche (4), ainsi qu'un siège (6) muni d'un dossier (5) et agencé entre les
châssis latéraux (3, 4), caractérisé en ce que le châssis latéral (3, 4) est réalisé sous la forme d'un seul profilé courbe qui
s'étend au moins en partie au-dessus de la roue arrière (1) depuis la zone du dossier
(5) vers une zone d'articulation de la roue avant (2), en ce qu'une entretoise dorsale (7, 8) est fixée contre la zone arrière du châssis latéral
(3, 4) et un essieu pour la roue arrière (1) est monté sur l'extrémité libre de ladite
entretoise dorsale, et en ce que le siège (6) avec le dossier (5) est réalisé sous forme de module de siège et est
apte à être monté dans différentes positions sur les châssis latéraux (3, 4).
2. Châssis de fauteuil roulant selon la revendication 1, caractérisé en ce que sur les extrémités libres des entretoises dorsales (7, 8) est réalisée une entretoise
transversale (9) reliant celles-ci.
3. Châssis de fauteuil roulant selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les zones d'extrémité avant des châssis latéraux (3, 4) sont reliées par un marchepied
(10).
4. Châssis de fauteuil roulant selon la revendication 3, caractérisé en ce que le marchepied (10) est apte à être monté dans différentes positions.
5. Châssis de fauteuil roulant selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le module de siège (5, 6) comporte respectivement une entretoise latérale (11) sensiblement
horizontale, dont les zones d'extrémité sont assemblées aux entretoises dorsales (7,
8) et avec le profilé courbe du châssis latéral (3, 4).
6. Châssis de fauteuil roulant selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le module de siège peut être monté en oblique en formant un angle avec l'horizontale
en vue d'obtenir une position inclinée du siège.
7. Châssis de fauteuil roulant selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les entretoises dorsales (7, 8) sont chacune une partie d'un tube coulissant (12,
13), lesdits tubes coulissants (12, 13) étant reliés au moyen d'un arceau (14).
8. Châssis de fauteuil roulant selon l'une quelconque des revendications 2 à 7, caractérisé en ce qu'un support basculant (15) est monté de manière amovible contre l'entretoise transversale
(9).
9. Châssis de fauteuil roulant selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'un cache latéral (16) est monté contre le profilé courbe du châssis latéral (3, 4).
10. Profilé pour un châssis de fauteuil roulant selon l'une quelconque des revendications
1 à 9, lequel comporte une zone centrale (101) plate centrée, ainsi qu'une zone épaissie
(102, 103) adjacente à chacun des deux côtés de celle-ci.
11. Profilé pour châssis selon la revendication 10, caractérisé par une section symétrique par rapport à un plan médian (104).
12. Profilé pour châssis selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que la zone épaissie (102, 103) est réalisée sous la forme d'un tube.
13. Profilé pour châssis selon l'une quelconque des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que la zone centrale (101) plate a une section sensiblement rectangulaire.
14. Profilé pour châssis selon l'une quelconque des revendications 10 à 13, caractérisé en ce que la zone centrale (101) plate comporte au moins un évidement (105, 106).
15. Profilé pour châssis selon l'une quelconque des revendications 10 à 14, caractérisé en ce qu'au moins un élément de montage (107) peut être fixé contre la zone centrale (101)
plate.
16. Profilé pour châssis selon la revendication 15, caractérisé en ce que l'élément de montage (107) est en appui immobile en rotation contre les zones épaissies
(102, 103).
17. Partie latérale pour un châssis de fauteuil roulant selon l'une quelconque des revendications
1 à 9, comportant un corps de base (204) pouvant être fixé de manière amovible contre
un châssis de fauteuil roulant, caractérisée en ce qu'une partie de fixation (205), apte à être encliquetée sur un tube de châssis (202,
203) du châssis de fauteuil roulant, est réalisée d'un seul tenant sur le corps de
base (204).
18. Partie latérale de châssis de fauteuil roulant selon la revendication 17, caractérisée en ce que la partie de fixation (205) a une section qui est adaptée au contour extérieur du
tube de châssis (202, 203) et enserre celui-ci de l'arrière.
19. Partie latérale de châssis de fauteuil roulant selon la revendication 17 ou 18, caractérisée en ce que la partie de fixation (205) a une section identique sensiblement sur toute sa longueur.
20. Partie latérale de châssis de fauteuil roulant selon l'une quelconque des revendications
17 à 19, caractérisée en ce que la partie de fixation (205) comporte une branche supérieure (206) qui, dans la position
montée, est orientée sensiblement horizontalement.
21. Partie latérale de châssis de fauteuil roulant selon l'une quelconque des revendications
17 à 20, caractérisée en ce que la partie de fixation (205) est sensiblement adaptée au contour d'une roue et entoure
celle-ci.
22. Partie latérale de châssis de fauteuil roulant selon l'une quelconque des revendications
17 à 21, caractérisée en ce que la partie de fixation (205) comporte une branche supérieure (206) et une branche
inférieure (207) qui, dans la position montée, enserrent par l'arrière le tube de
châssis (202, 203).
23. Partie latérale de châssis de fauteuil roulant selon l'une quelconque des revendications
17 à 22, caractérisée en ce que le corps de base (204) peut être encliqueté depuis le côté du siège du châssis de
fauteuil roulant.
24. Partie latérale de châssis de fauteuil roulant selon l'une quelconque des revendications
17 à 23, caractérisée en ce que le corps de base (204) comporte au moins une nervure de renforcement (208).
25. Partie latérale de châssis de fauteuil roulant selon l'une quelconque des revendications
17 à 24, caractérisée en ce que le corps de base (204) est arrondi sur une vue de profil.
26. Partie latérale de châssis de fauteuil roulant selon l'une quelconque des revendications
20 à 25, caractérisée en ce que la branche supérieure (206) est arrondie sur une vue en élévation.
27. Partie latérale de châssis de fauteuil roulant selon l'une quelconque des revendications
17 à 26, caractérisée en ce que la partie de fixation (205) est réalisée avec une forme incurvée sur la vue de profil.