Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines winkelartigen Schraubergeräts
mit Längsteil und einem am Ende des Längsteils im wesentlichen rechtwinklig angeordneten
Abtriebsteil, wobei beide Teile mittels einem Winkelgetriebe mit einem aus Metall
geformten Gehäuse verbunden sind, wobei das Getriebe und das Gehäuse zusammen einen
sogenannten Winkelkopf bilden und wobei auf dem Längsteil ein Griffbereich vorgesehen
ist. Siehe z.B.
DE-U-7402051.
Stand der Technik
[0002] Winkelartige Handgeräte werden in allen Industriebereichen eingesetzt, zum Schrauben,
Bohren, Schleifen, usw. Die Geräte bestehen in der Regel aus einem Längsteil und einem
an dem Längsteil angeordneten Abtriebsteil, wie in Fig. 1 gezeigt ist. Die Abtriebswelle
100 und das Längsteil oder Gerätekörper 105 werden mittels einem Metallgehäuse 101
umfassten Winkelgetriebe, die zusammen den sog. Winkelkopf 101 bilden, verbunden.
Die Hauptfunktion des Getriebes ist die Umlenkung der Abtriebswelle des Gerätes, d.h.
rein funktionell.
Diese Umlenkung ist gewünscht unter anderem, um den Gebrauch des Gerätes durch den
Benutzer zu vereinfachen. Ein so konzipiertes Gerät kann stabiler gehalten werden
im Vergleich zu einem ohne Winkelgetriebe gerade ausgeführten Gerät. Das Getriebe
wird als rein funktionelles Umlenkungsteil gesehen und wird deswegen mit einem stabilen
und billigen Metallgehäuse versehen.
Solche Geräte werden wegen ihres Gewichts und wegen des beim Schrauben/Bohren generierten
Reaktionsmoments in der Regel zweihändig geführt. Der Benutzer muss, um das Gerät
stabil zu führen, das Gerät mit zwei Händen festhalten. Dies tut er, in dem er entweder
mit der zweiten Hand auf das Längsteil 103 greift öder in dem er den oft vorhandenen,
dem Abtriebs- und Längsteil orthogonal zugeordneten zweiten Handgriff 102, ergreift.
Existierende winkelartige Geräte, insbesondere zweihändig zu führende Geräte, sind
wegen der Gerätegeometrie schwierig zu führen und zu verwenden.
Darstellung der Erfindung
[0003] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines
winkelartigen Schraubergeräts anzugeben, mit dem die geometriebezogenen Nachteile
der existierenden Geräte bezüglich des zweiten Handgriffs eliminiert werden können.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1.
[0005] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung finden sich in den Unteransprüchen.
Die Erfindung bietet den Vorteil, dass ein winkelartiges Schraubergerät ohne zusätzlichen,
dem Abtriebs- und Längsteil orthogonal angeordneten zweiten Handgriff geschaffen werden
kann, die optimal geführt werden kann.
[0006] Diese Vorteile werden dadurch erreicht, dass das aus Metall geformte Gehäuse, das
beide Teile, Abtriebsteil und Längsteil, verbindet, bis auf die Abtriebsseite mit
EVA-Kunststoff umspritzt ist, wobei Form, Oberfläche und Material der Kunststoffumhüllung
so ausgebildet sind, dass ein griffsicherer, zweiter integraler Handgriff entsteht.
Das umhüllte Gehäuse liegt im Gegenteil zu dem Metallgehäuse bequem in der Hand und
kann ohne Ermüdung oder Druckstellen in der Hand geführt werden. Der Benutzer kann
demzufolge Druck entlang der Drehachse des Gerätes aufbringen, um den Arbeitsprozess
optimal zu führen.
[0007] Der integrale Handgriff ist immer direkt oberhalb dem Arbeitspunkt des Werkstücks
positioniert. Das Schraubergerät kann deswegen mit dem zweiten'integralen Handgriff
stabilisiert und geführt werden, ohne ein mechanisches Kippmoment zu erzeugen und
ohne, dass der Arbeitsprozess negativ beeinflusst wird. Der auf diese Art und Weise
geschaffene integrale Handgriff bietet auch den mechanischen Vorteil, dass das Reaktionsmoment,
das durch die Beschleunigung der Abtriebswelle generiert wird, durch den Benutzter
optimal aufgenommen werden kann.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Oberfläche der Kunststoffumhüllung
mit Vertiefungen oder Strukturen versehen, die es erlauben, einen noch bequemeren
und deswegen stabileren Griff des Gerätes für den Benutzer zu haben.
Der verwendete Kunststoff weist vibrationsabsorbierende Eigenschaften auf. Die Handhabung
des Gerätes ist durch den vibrationsarmen integralen Griff erheblich erleichtert,
weil die Hände des Benutzers nicht durch die Vibrationen ermüdet werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
den Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Prinzipschaltbild einer aus dem Stand der Technik bekannten winkelartigen Handmaschine
- Figur 2
- ein erfindungsgemäß ausgeführter Winkelkopf
[0010] In den Figuren sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente
und Bauteile in schematisierter Darstellung wiedergegeben.
Gleiche oder gleichwirkende Bauteile sind in den Figuren weitgehend mit gleichen Bezugszeichen
gekennzeichnet.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0011] In Figur 2 ist ein erfindungsgemäß hergestelltes Schraubergerät in Seitenansicht
dargestellt. Das Gerät besteht im wesentlichen aus einem Längsteil 203 (Gerätekörper),
einem Winkelgetriebegehäuse/Winkelkopf 201 und einer Abtriebswelle 200. Das Längsteil
selbst kann aus Stahl oder einem ähnlichen mechanisch sehr stabilen Material geformt
sein, es wird vorzugsweise mit einer Kunststoffbeschichtung versehen und wird im Betrieb
als Haupthandgriff verwendet.
Am Ende des Längsteils 203 ist ein Winkelgetriebe angebracht, um die Abtriebsrichtung
mechanisch um 90 Grad zu drehen. Das Getriebe besteht aus einem einfachen Metallgehäuse
201, das beide Teile verbindet und die Abtriebswelle 200 mechanisch abstützt.
[0012] Das in Fig. 2 dargestellte Gerät ist ein Schraubergerät, wobei, um eine formschlüssige
Verbindung mit der Schraube 207 zu gewährleisten und um das gewünschte Drehmoment
aufzubringen, ein zum Werkstück 207 passendes Werkzeug (Schraubendrehereinsatz 209)
an der Abtriebswelle 200 angebracht ist. Während des Schraubprozesses wird durch die
Drehung 205 der Abtriebswelle 200 und der Schraubereinsatz 209 ein Drehmoment auf
die Schraube 207 aufgebracht, das zu einer Drehung der Schraube 207 führt. Um die
Schraube 207 schnell und effizient einzuschrauben, muss nicht nur ein Drehmoment sondern
auch eine axiale Druckkraft 204 auf die Schraube 207 aufgebracht werden. Der Druckkraftvektor
204 muss in einer axialen Richtung 208 zur Längsachse der Schraube 207 sein, um ein
Kippmoment zu vermeiden. Die Druckkraft 204 wird vom Gerätebenutzer ausgeübt, in dem
er mit seiner Hand auf die Kunststoffumhüllung 202 des Gerätes, d.h. auf den integralen
Handgriff greift, und in Schraubrichtung 204 andrückt. Wenn trotz der idealen Einbringung
am integralen Handgriff 202 ein Kippmoment vorhanden sein sollte, ist der Effekt des
Kippmoments minimiert, weil der Abstand zwischen der Außenfläche der Umhüllung 204
und dem Abtriebspunkt 205, der wie ein Hebel wirkt, sehr kurz ist.
Fig. 2 zeigt auch in schematischer Form die Richtung des durch die Beschleunigung
der Abtriebswelle 200 produzierten Reaktionsmoments 206 des Gerätes. Das Reaktionsmoment
206, das wie ein Moment um die Abtriebsachse 208 wirkt, wird durch die Beschleunigung
der Antriebswelle 200 erzeugt und muss von dem Gerätebenutzer aufgenommen werden.
Der Benutzer kann das Moment 206 optimal aufnehmen, weil er mit einer Hand direkt
entlang der Drehachse 208 des Gerätes einen gerätestabilisierenden Druck aufbringen
kann und mit seiner zweiten Hand ein dem Reaktionsmoment entgegengesetztes Moment
aufbringen kann.
[0013] Die erfindungsgemäß hergestellte Kunststoffumhüllung des Winkelkopfes eines Schraubergerätes
erzielt nicht nur eine bezüglich des Designs, sondern insbesondere auch eine ergonomische
und technische Verbesserung des Gerätes. Die schon erwähnten technischen Vorteile
ermöglichen eine einfachere und vor allem genauere und bequemere Führung des Handgerätes
und dadurch eine erhöhte Produktivität.
Bezugszeichenliste
[0014]
- 100
- Abtriebswelle
- 101
- Winkelgetriebegehäuse/Winkelkopf
- 102
- Griff
- 103
- Längsgriff
- 105
- Gerätekörper
- 200
- Abtriebswelle
- 201
- Winkelgetriebegehäuse / Winkelkopf
- 202
- Kunststoffumhüllung
- 203
- Längsgriff
- 204
- Handdruckkraft-Vektor
- 205
- Abtrieb
- 206
- Reaktionsmoment
- 207
- Schraube
- 208
- Drehachse
- 209
- Schraubereinsatz
1. Verfahren zur Herstellung eines winkelartigen Schraubergerätes mit Längsteil (203)
und einem am Ende des Längsteils im wesentlichen rechtwinklig angeordneten Abtriebsteil
(200), wobei beide Teile, Abtriebsteil (200) und Längsteil (203), mittels einem Winkelgetriebe
(201) mit einem aus Metall geformten Gehäuse verbunden sind, wobei das Getriebe und
das Gehäuse zusammen einen so genannten Winkelkopf (201) bilden und wobei auf dem
Längsteil ein Griffbereich (203) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkelkopf (201) mit Kunststoff umhüllt wird, wobei die Kunststoffumhüllung des
Winkelkopfes (201) mittels einer den Winkelkopf (201) bis auf die Abtriebsseite allseitig
umgebenden Umspritzung hergestellt ist, wobei Form, Oberfläche und Material der Kunststoffumhüllung
(202) so ausgebildet sind, dass ein griffsicherer, zweiter, integraler Handgriff entsteht
und der Druckkraftvektor in einer axialen Richtung zur Längsachse einer einzudrehenden
Schraube wirkt, wobei die Umspritzung mittels EVA - Kunststoff erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der Abstand zwischen dem auf dem Längsteil (203)
vorgesehenen Griffbereich und dem zweiten integralen Handgriff (202) so gestaltet
ist, dass die durch den Abtrieb (205) des Gerätes generierten Reaktionskräfte/ - momente
(206) bei ausreichender Bewegungsflexibilität von einem Benutzer unter Betriebsbedingungen
dauerhaft sicher kompensiert werden können.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei Griffvertiefungen/ - mulden
und/oder Griffstrukturen auf der Oberfläche der Kunststoffumhüllung (202) angebracht
sind.
1. Method for producing an angle-type screwdriver having a longitudinal part (203) and
an output part (200) which is essentially arranged at a right angle at the end of
the longitudinal part, both parts, the output part (200) and the longitudinal part
(203), being connected to a housing formed from metal by means of an angular gear
(201), the gear and the housing together forming a so-called angle head (201) and
a grip region (203) being provided on the longitudinal part, characterized in that the angle head (201) is encased with plastic, the plastic casing of the angle head
(201) being produced using an injection-moulded encapsulation which surrounds the
angle head (201) on all sides apart from the output side, the shape, surface and material
of the plastic casing (202) being designed in such a manner that a second integral
handle with a secure grip is produced and the pressure force vector acts in an axial
direction with respect to the longitudinal axis of a screw to be screwed in, the injection-moulded
encapsulation being effected using EVA plastic.
2. Method according to Claim 2, the distance between the grip region, which is provided
on the longitudinal part (203), and the second integral handle (202) being configured
in such a manner that the reaction forces/moments (206) generated by the output (205)
of the device can be permanently compensated for in a reliable manner by a user under
operating conditions given sufficient flexibility in terms of movement.
3. Method according to one of the preceding claims, grip depressions/cavities and/or
grip structures being fitted on the surface of the plastic casing (202).
1. Procédé de fabrication d'une visseuse d'angle comportant une partie longitudinale
(203) et, à son extrémité, une partie d'entraînement (200) pratiquement perpendiculaire
à celle-ci, les deux parties, la partie d'entrainement (200) et la partie longitudinale
(203) étant reliées par une transmission d'angle (201) ayant un boîtier moulé en métal,
la transmission et le boîtier formant en combinaison, une tête coudée (201) et la
partie longitudinale comporte une zone formant une poignée (203),
caractérisé en ce que
- la tête coudée (201) est enveloppée de matière plastique,
- l'enveloppe en matière plastique de la tête coudée (201) est réalisée par un surmoulage
entourant tous les côtés, sauf le côté d'entrainement de la tête coudée (201),
- la forme, la surface et la matière de l'enveloppe en matière plastique (202) réalisant
une seconde poignée intégrale, de bonne préhension et le vecteur de poussée agit dans
la direction axiale de l'axe longitudinal de la vis à enfoncer,
- le surmoulage par injection est fait EVA (éthylène vinyle acétate).
2. Procédé selon la revendication 1,
dans lequel
la distance entre la zone formant poignée prévue sur la partie longitudinale (203)
et la seconde poignée intégrale (202) est telle que les forces de réaction/couples
de réaction (206) générés par l'entrainement (205) de la visseuse puissent être compensés
sûrement, de façon permanente, par une souplesse de mouvements suffisante de l'utilisateur
dans les conditions de fonctionnement.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
selon lequel
la surface de l'enveloppe en matière plastique (202) comporte des cavités de préhension/gorges
de préhension et/ou des structures de préhension.