[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement mit farbigen Codierungen, ein Verfahren
zu dessen Herstellung und dessen Verwendung.
[0002] Aus der EP 319 157 B1 ist ein Sicherheitspapier, das eine Sicherheitsvorrichtung
enthält, bekannt, wobei die Sicherheitsvorrichtung auf einem flexiblen wasserundurchlässigen
Substrat eine metallische Schicht mit Aussparungen aufweist.
[0003] Aus der EP 330 733 B1 ist ein Sicherheitselement in Form eines Fadens oder eines
Bandes bekannt, das eine lichtdurchlässige Kunststofffolie aufweist, die eine opake
nicht metallische Beschichtung mit Aussparungen aufweist, wobei zumindest in den zu
den Aussparungen deckungsgleichen Bereichen farbgebende und/oder lumineszierende Substanzen
vorhanden sind, durch die sich die Aussparungen unter geeigneten Lichtbedingungen
von der opaken Beschichtung in farblich kontrastierender Form unterscheiden.
Die farbgebende oder lumineszierende Schicht wird durch vollflächiges oder partielles
Drucken aufgebracht.
Durch Überdrucken lassen sich auch bei geringster Maschinentoleranz immer nur die
Aussparungen überlappende Bereiche mit der entsprechenden farbgebenden oder lumineszierenden
Druckfarbe versehen.
Femer ist zur Erzielung des farblichen Kontrasts die zusätzliche Schicht nötig, was
bei den immer strengeren Anforderungen an die Präzision und geringe Dicke der Sicherheitsmerkmale
für Wertdokumente einen Nachteil darstellt.
[0004] Aufgabe der Erfindung war es ein Sicherheitsmerkmal bereitzustellen, das mindestens
eine Beschichtung oder Schicht mit transparenten Aussparungen aufweist, wobei die
Aussparungen ohne anschließendes oder vorhergehendes Aufbringen einer zusätzlichen
farbigen Druckschicht im Durchlicht farbig oder farbig-transparent erscheinen.
[0005] Gegenstand der Erfindung ist daher ein Sicherheitselement, das auf einem transparenten
oder transluzenten Trägersubstrat mindestens eine opake Schicht mit zusammenhängenden
oder nicht zusammenhängenden Aussparungen aufweist, wobei die Aussparungen partiell
oder vollflächig färbig erscheinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen
nach dem Aufbringen einer in einem Lösungsmittel löslichen mit Farbstoffen angereicherten
Druckfarbe und anschließendem Entfernen dieser Druckfarbe mit einem entsprechenden
Lösungsmittel im Durchlicht farbig erscheinen, wobei die Färbung durch die dadurch
erfolgende partielle Einfärbung des vorerst farblosen transparenten Trägersubstrats
erzielt wird.
[0006] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Folienmaterial, das auf einem transparenten
oder transluzenten Trägersubstrat mindestens eine opake Schicht mit zusammenhängenden
oder nicht zusammenhängenden Aussparungen aufweist, wobei die Aussparungen partiell
oder vollflächig färbig erscheinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungennach
dem Aufbringen einer in einem Lösungsmittel löslichen mit Farbstoffen angereicherten
Druckfarbe und anschließendem Entfernen dieser Druckfarbe mit einem entsprechenden
Lösungsmittel im Durchlicht farbig erscheinen, wobei die Färbung durch die dadurch
erfolgende partielle Einfärbung des vorerst farblosen transparenten Trägersubstrats
erzielt wird
[0007] Das erfindungsgemäße Sicherheitselement weist also im Durchlicht farbig erscheinende
zusammenhängende oder nicht zusammenhöngende Aussparungen auf, wobei dieser Effekt
nicht durch eine zusätzliche farbgebende Schicht sondern durch exaktes partielles
Einfärben des transparenten oder transluzenten Trägersubstrats nach oder vor dem Aufbringen
der die Aussparungen aufweisenden opaken Schicht erzielt wird.
[0008] Als Trägersubstrat für das erfindungsgemäße Sicherheitsmerkmal kommen beispielsweise
Trägerfolien vorzugsweise flexible Kunststofffolien, beispielsweise aus PP, MOPP,
PE, PI, PEN, PET, PA, PC, PVC oder Zellglas in Frage. Die Trägerfolien weisen vorzugsweise
eine Dicke von 5 - 700 µm, bevorzugt 5 - 200 µm, besonders bevorzugt 5 - 50 µm auf.
Ferner können auch monoaxial gereckte flexible Kunststofffolien verwendet werden.
[0009] Die opake Schicht kann eine metallische oder nicht metallische opake Beschichtung
sein.
Unter metallischen Beschichtungen werden sowohl Metall-Beschichtungen als auch Beschichtungen
mit Metallverbindungen verstanden.
[0010] Als metallische Beschichtungen kommen beispielsweise Schichten aus Al, Cu, Fe, Ag,
Au, Cr, Ni, Zn und dergleichen in Frage. Als Metallverbindungen sind beispielsweise
Oxide oder Sulfide von Metallen, insbesondere TiO
2, Cr-Oxide, ZnS, ITO, ATO, FTO, ZnO, Al
2O
3 oder Siliciumoxide geeignet. Geeignete Legierungen sind beispielsweise Cu-Al Legierungen,
Cu-Zn Legierungen und dergleichen geeignet.
[0011] Die nicht durchgängigen metallischen Beschichtungen können sowohl durch Drucken von
Metallpigmenten, beispielsweise AI-Plättchen, einer metallpigmenthaltigen Druckfarbe
in jedem bekannten Druckverfahren, als auch durch Aufdampfen, Sputtem, Abscheiden,
Metallisieren und gegebenenfalls anschließendes gegebenenfalls partielles Demetallisieren
mittels Ätztechniken oder unter Verwendung eines vorhergehenden löslichen Farbauftrags
und dergleichen aufgebracht werden.
[0012] Unter metallisch erscheinenden oder reflektierenden Beschichtungen werden Beschichtungen
verstanden, die elektromagnetische Wellen, vorzugsweise im sichtbaren Bereich reflektieren,
beispielsweise Pigmente, Farben, Glas- oder Keramikbeschichtungen, Kunststoffpigmente
oder Metalleffektfarben. Metalleffektfarben sind Farben oder Lacke z.B.: auf Basis
von dotierten oder undotierten Halbleiterpigmenten, vorzugsweise in Form von Plättchen.
Beispiele für derartige Pigmente sind beispielsweise Silizium-, Gallium- oder Tellur-Pigmente,
die einen metallischen Glanz aufweisen. Diese Pigmente und die unter Verwendung dieser
Pigmente hergestellte Farbe oder der damit hergestellte Lack weist einen metallischen
Glanz auf und erscheint daher visuell als metallisch glänzende oder reflektierende
Beschichtung.
Unter Metalleffektfarben werden hier auch auf Basis von Glimmer, belegt mit TiO
2 oder Fe, hergestellte Farben oder Lacke verstanden.
[0013] Als Lösungsmittel kommen beispielsweise Wasser oder organische Lösungsmittel, wie
Alkohole, Ketone, Aldehyde, Aliphate oder Aromate und dergleichen in Frage.
Als Bindemittel kommen verschiedene natürliche oder synthetische Bindemittel in Frage,
z.B. natürliche Öle und Harze, wie Phenolformaldehyd, Harnstoff-, Melamin-, Keton-,
Aldehyd-, Epoxy-, Polyterpenharzen verwenden. Als zusätzliche Bindemittel können beispielsweise
Polyester, Polyvinylakohole, Polyvinylacetate, - ether, -propionate und -chloride,
Poly(methyl)acrylate, Polystyrole, Olefine, Nitrocellulose, Polyisocyanat, Urethansysteme
und dergleichen.
[0014] Als nicht metallische opake Beschichtungen kommen auch beispielsweise bekannte opake
Druckfarben in Betracht.
[0015] In einer ersten Ausführungsform des Verfahrens wird die mit den Farbstoffen angereicherte
Druckfarbe partiell auf das Trägersubstrat aufgebracht, anschließend die opake Beschichtung,
beispielsweise durch Metallisieren aufgebracht, worauf die Druckfarbe mit einem geeigneten
Lösungsmittel, gegebenenfalls unterstützt durch mechanische Einwirkung entfernt wird,
wobei in jenen Bereichen in denen die Druckfarbe auf dem Substrat vorhanden war einerseits
die Färbung auf dem Trägersubstrat entsteht, andererseits auch die metallische Beschichtung
zusammen mit der Druckfarbe entfernt wird.
[0016] Die metallische oder nicht metallische opake Beschichtung weist dann die entsprechenden
Aussparungen in Form von Mustern, Zeichen, geometrischen Figuren, Linien, Guillochen
und dergleichen auf oder ist in Form von Mustern, Zeichen, geometrischen Figuren,
Linien, Guillochen und dergleichen auf das Trägersubstrat aufgebracht.
[0017] In einer weiteren Ausführungsform kann zuerst die metallische oder nicht metallische
opake Beschichtung mit den entsprechenden Aussparungen partiell auf das Trägersubstrat
aufgebracht werden.
Anschließend wird auf das mit der partiellen opaken Beschichtung versehene Trägersubstrat
eine in einem Lösungsmittel lösliche und mit Farbstoffen angereicherte Druckfarbe
aufgebracht.
[0018] Die Druckfarbe geht mit der opaken Beschichtung keine Verbindung ein. Das verwendete
Lösungsmittel wird so gewählt, dass es die opake Beschichtung nicht anlöst oder löst.
[0019] Vorzugsweise wird eine biologisch abbaubare Druckfarbe mit guten rheologischen Eigenschaften,
hoher Alkoholtoleranz und ausgezeichneter biologischer Abbaubarkeit, bestehend aus
einer Basis aus 5 - 30 Gew% Casein oder 5 - 30 Gew% Stärke oder 5- 35 Gew% Hydroxypropylcellulose
oder 5 -30 Gew% Polyvinylalkohol und 5 - 80 Gew% eines Farbstoffes und 15 - 87 Gew%
eines Lösungsmittels aufgebracht.
Gegebenfalls kann die Druckfarbe auch pigmentiert sein.
Es kann aber auch ein reiner Farbauftrag erfolgen.
Als Farbstoffe kommen alle in einem Lösungsmittel löslichen Farbstoffe, beispielsweise
Azofarbstoffe, Phthalocyaninblau, i-Indolidingelb, Dioxazinviolett, Triphenylmethanfarbstoffe,
Metallkomplex-Farbstoffe, anionische oder kationische Färbstoffe und Sublimationsfarbstoffe,
Textilfarbstoffe, Lumineszenzfarbstoffe, natürliche oder naturidente Farbstoffe, Papierfarbstoffe
und dergleichen in Frage.
[0020] Als Lösungsmittel kommen je nach verwendetem Trägersubstrat beispielsweise Wasser,
Glykol, Ethylacetat, Methylethylketon, Ethanol und dergleichen in Frage. Besonders
gute Ergebnisse werden beispielsweise bei der Verwendung von PET als Trägersubstrat
und Glykol als Lösungsmittel oder Quellmittel erzielt.
[0021] Die Aufbringung der Druckfarbe kann auf jede bekannte konventionelle Weise erfolgen,
beispielsweise durch Spin-Coating, Aufstreichen, Aufdampfen, durch Drucken, (Tiefdruck,
Flexodruck, Siebdruck, Offsetdruck, Digitaldruck und dergleichen) durch Aufsprühen,
Sputtem oder Walzenauftragstechniken und dergleichen erfolgen.
[0022] Der in der Druckfarbe vorhandene Farbstoff migiriert in das Trägersubstrat und zwar
definiert in jenem Bereich, in dem die Aussparungen der opaken Schichten vorhanden
sind oder anschließend durch Entfärben generiert werden und färbt jeweils definiert
in diesem Bereich das Trägersubstrat ein.
[0023] Bei Verwendung monoaxial gereckter flexibler Kunststofffolien als Trägersubstrat
lagern sich die organischen Farbstoffe bevorzugt in Richtung der Hauptverstreckung
an, wodurch zusätzliche optische Effekte wie gerichtete oder polarisierte Emission
der Strahlung erzeugt werden.
[0024] In Abhängigkeit vom verwendeten Trägersubstrat, dem verwendeten Farbstoff und dem
verwendeten Lösungsmittel wird die Verweildauer der Druckfarbe bzw. des Farbauftrags
auf dem beschichteten Trägersubstrat gewählt.
[0025] Die Migration der Druckfarbe in das Trägersubstrat kann einerseits durch Anquellen
des Trägersubstrats durch das in der Druckfarbe vorhandene Lösungsmittel, andererseits
durch Temperatur oder durch eine Kombination der beiden Mechanismen erfolgen.
[0026] Nach dem Trocknen wird die lösliche Druckfarbe mittels eines geeigneten Lösungsmittels,
vorzugsweise Wasser, gegebenenfalls kombiniert mit mechanischer Einwirkung, entfernt.
In den durch die opake Beschichtung definierten Aussparungen zeigt sich eine in Abhängigkeit
vom verwendeten Farbstoff definierte Einfärbung des Trägersubstrats, während die von
der opaken Beschichtung bedeckten Bereiche und die Oberfläche der opaken Beschichtung
frei von jeglicher Färbung sind.
[0027] Gegebenenfalls können durch ein- oder mehrmalige Wiederholung des Vorgangs mit entsprechenden
Druckfarben, die unterschiedliche Farbstoffe enthalten, definierte Mischfarben erzeugt
werden.
[0028] Anschließend kann das so beschichtete und definiert gefärbte Trägersubstrat mit weiteren
funktionellen und/oder dekorativen Schichten versehen werden.
Die Aufbringung dieser Schicht(en) kann durch ein beliebiges Verfahren, beispielsweise
durch Tiefdruck, Flexodruck, Siebdruck, Offset-, Digitaldruck (Inkjet-, Trocken- und
Flüssigtoner) und dergleichen erfolgen.
[0029] Als Farb- bzw. Lackschichten können jeweils verschiedenste Zusammensetzungen verwendet
werden. Die Zusammensetzung der einzelnen Schichten kann insbesondere nach deren Aufgabe
variieren, also ob die einzelnen Schichten ausschließlich Dekorationszwecken dienen
oder eine funktionelle Schicht darstellen sollen oder ob die Schicht sowohl eine Dekorations-
als auch eine Funktionsschicht sein soll.
[0030] Die zu druckenden Schichten können pigmentiert oder nicht pigmentiert sein. Als Pigmente
können alle bekannten Pigmente, beispielsweise Pigmente auf anorganischer Basis, wie
Titandioxid, Zinksulfid, Kaolin, ITO, ATO, FTO, Aluminium, Chrom- und Siliciumoxide,
oder Pigmente auf organischer Basis, wie Phthalocyaninblau, i-Indolidingelb, Dioxazinviolett
und dergleichen als auch farbige und/oder verkapselte Pigmente in chemisch, physikalisch
oder reaktiv trocknenden Bindemittelsystemen verwendet werden. Als Farbstoffe kommen
beispielsweise 1,1- oder 1,2- Chrom-Cobalt-Komplexe in Frage.
Dabei sind lösungsmittelhaltige Farben- und/oder Lacksysteme, wässrige und auch lösungsmittelfreie
Lacksysteme verwendbar.
Als Bindemittel kommen verschiedene natürliche oder synthetische Bindemittel in Frage.
[0031] Die funktionellen Schichten beispielsweise können bestimmte elektrische, magnetische,
chemische, physikalische und auch optische Eigenschaften aufweisen.
[0032] Zur Einstellung elektrischer Eigenschaften, beispielsweise Leitfähigkeit können beispielsweise
Graphit, Ruß, leitfähige organische oder anorganische Polymere, Metallpigmente (beispielsweise
Kupfer, Aluminium, Silber, Gold, Eisen, Chrom und dergleichen), Metalllegierungen
wie Kupfer-Zink oder Kupfer-Aluminium oder auch amorphe oder kristalline keramische
Pigmente wie ITO, FTO, ATO und dergleichen zugegeben werden. Weiters können auch dotierte
oder nicht dotierte Halbleiter wie beispielsweise Silicium, Germanium, Galliumarsenid,
Arsen oder lonenleiter wie amorphe oder kristalline Metalloxide oder Metallsulfide
als Zusatz verwendet werden. Ferner können zur Einstellung der elektrischen Eigenschaften
der Schicht polare oder teilweise polare Verbindungen, wie Tenside oder unpolare Verbindungen
wie Silikonadditive oder hygroskopische oder nicht hygroskopische Salze verwendet
oder zugesetzt werden. Ebenso können intrinsisch leitfähige organische Polymere wie
Polyanilin, Polyacetylen, Polyethylendioxythiophen und/oder Polystyrolsulfonat zugesetzt
werden.
[0033] Als elektrisch leitfähige Schichten können beispielsweise auch metallische oder polymere
leitfähige Schichten verwendet werden.
[0034] Als metallische leitfähige Schichten kommen beispielsweise Farben oder Lacke mit
Metallpigmenten (beispielsweise Kupfer, Aluminium, Silber, Gold, Eisen, Chrom und
dergleichen), Metalllegierungen wie Kupfer-Zink oder Kupfer-Aluminium in Frage.
Weiters können auch dotierte oder nicht dotierte Halbleiter wie beispielsweise Silicium,
Germanium oder lonenleiter wie amorphe oder kristalline Metalloxide oder Metallsulfide
als Zusatz verwendet werden. Ferner können zur Einstellung der elektrischen Eigenschaften
der Schicht polare oder teilweise polare Verbindungen, wie Tenside oder unpolare Verbindungen
wie Silikonadditive oder hygroskopische oder nicht hygroskopische Salze verwendet
oder zugesetzt werden.
[0035] Die Aufbringung der elektrisch leitfähigen Schicht kann beispielsweise durch bekannte
Demetallisierungsverfahren unter Verwendung eines Ätzmittels oder vorzugsweise einer
löslichen Waschfarbe erfolgen.
[0036] Als nicht metallische leitfähige Schicht wird beispielsweise eine mit Ruß, Graphit,
amorphen oder kristallinen keramischen Pigmenten wie ITO, ATO, FTO und dergleichen
pigmentierte Dispersion oder Lösung in Ethylenacrylatcopolymer, Nitrocellulose, PVB,
PA, Acrylat oder PVC oder deren Copolymeren verwendet.
[0037] Als elektrisch leitfähige polymere Schichten können beispielsweise Polyacetylen,
Poly-p-phenylen, Polypyrrole, Polythiophene, Poly-pphenylenvinylen, niedermolekulare
makrocyclische Halbleiter, Organopolysilane, Polyschwefelnitrid und/oder Polyaniline
und/oder deren Derivate verwendet werden. Bevorzugt werden als elektrisch leitfähige
Polymere Polyanilin oder Polythiophene verwendet. Besonders bevorzugt wird als elektrisch
leitfähiges Polymer Polyethylendioxythiophen verwendet.
[0038] Die Polymere können in Form einer Dispersion oder in Form ihrer Monomere bzw. Vorpolymere
mit nachfolgender Aufbringung eines Initiator und/oder Katalysator oder bereits in
Mischung mit einem Initiator und/oder Katalysator auf ein Trägersubstrat aufgebracht
werden.
[0039] Als handelsübliche elektrische leitfähige Polymersuspension ist beispielsweise Baytron®
P der Fa. H.C. Stark einsetzbar. Als Dispersionsmittel kommen beispielsweise inerte
Lösungsmittel, vorzugsweise wässrige Lösungsmittel oder Alkohole, wie i-Propanol in
Frage. Gegebenenfalls können den Polymerdispersionen auch Matrixpolymere, beispielsweise
wasserlösliche Polyester, Polyurethane, Polystyrolsulfonate, Polyacrylate oder Ethylenacrylatcopolymere
als Matrixpolymere zugesetzt werden.
Beispielsweise kann Polyethylendioxythiophen mit Polystyrolsulfonat als Matrixpolymer
verwendet werden.
Es werden aber bevorzugt die Monomere bzw. Vorpolymere zur Bildung der elektrisch
leitfähigen Polymere aufgebracht und in situ polymerisiert.
[0040] Dabei können als Initiator und/oder Katalysator sowohl radikalische, als auch Redox-
oder Photo-Initiator und/oder Katalysatoren und/oder -Katalysatoren, beispielsweise
UV-Initiatoren, verwendet werden.
[0041] Sowohl Monomer als auch Initiator und/oder Katalysator und/oder Katalysator werden
bevorzugt in einem Lösungs- bzw. Dispersionsmittel bereitgestellt, beispielsweise
in einem Alkohol, wie Propanol oder n-Butanol.
[0042] Besonders bevorzugt wird als Initiator/Katalysator Fe(III)toluolsulfonat verwendet.
Fe(III)toluolsulfonat ist ein radikalischer Initiator bzw. Katalysator, der zugleich
eine Redoxreaktion bei der Polymerisation initiiert. Das Fe(III)-lon wirkt als Initiator
und das Toluolsolfonat bildet im leitfähigen Polymer die Matrix
[0043] Die elektrisch leitfähigen Polymerschichten können auch pigmentiert sein, wobei alle
bekannten Pigmente geeignet sind. Soll die Transparenz nicht deutlich beeinflusst
werden, sind anerdings stark deckende bzw. färbende Pigmente wie Ruß oder Graphit
nicht geeignet.
[0044] Der Anteil an Pigmenten im Festkörper kann bis zu 40% betragen.
[0045] Gegebenenfalls kann das Trägermaterial vorher zur Verbesserung der Haftung des verwendeten
leitfähigen Polymers mit einem Haftvermittler behandelt werden. Im Allgemeinen ist
jedoch insbesondere bei der Verwendung der in situ Polymerisation der Monomere bzw.
Vorpolymere die Haftung der elektrisch leitfähigen Polymere auf allen Trägersubstraten
durchaus mehr als befriedigend.
[0046] Die magnetischen Eigenschaften der Schicht können beispielsweise mit bekannten Magnetpigmentfarben
erzeugt werden. Besonders geeignet zur Herstellung von Schichten mit gegebenenfalls
variierbaren magnetischen Eigenschaften sind Magnetfarben, die in der Lage sind ein
magnetisches Feld mit hoher Flussdichte hervorzurufen. Der messbare Gradient des magnetischen
Flusses wird dann durch Dickenmodulation der magnetischen Schichten erzeugt.
[0047] Besonders geeignet sind Magnetpigmentfarben mit Pigmenten auf Basis von Fe-oxiden,
wie Fe
2O
3 oder Fe
3O
4, Eisen, Nickel, Cobalt und deren Legierungen, Barium oder Cobalt-ferrite, hart- und
weich magnetische Eisen- und Stahlsorten in wässrigen bzw. lösungsmittelhaltigen Dispersionen.
Als Lösungsmittel kommen beispielsweise i-Propanol, Ethylacetat, Methylethylketon,
Methoxypropanol und deren Mischungen in Frage.
[0048] Vorzugsweise sind die Pigmente in Acrylat- Polymerdispersionen mit einem Molekulargewicht
von 150.000 bis 300.000, in Acrylat-Urethan-Dispersionen, Acrylat- Styrol oder PVC-haltigen
Dispersionen oder in lösemittelhaltige derartige Dispersionen eingebracht.
[0049] Insbesondere geeignet sind Magnetfarben mit Pigmenten auf Basis von Cr/Ni-Stahl.
Diese Magnetfarben zeigen im Gegensatz zu den konventionellen Magnetfarben, die schwarz,
braun oder grau erscheinen, ein silbriges Erscheinungsbild und weisen gleichzeitig
die oben beschriebenen erforderlichen magnetischen Eigenschaften auf.
Dadurch ist es möglich, das für viele Anwendungen erwünschte bzw. erforderliche metallisch
glänzende Erscheinungsbild in einem Arbeitsgang bereits durch Verdrucken dieser Magnetfarben
zu erzeugen. Ein Überdrucken bzw. Beschichten mit metallischen oder Metall-Schichten
zur Erzeugung des gewünschten Erscheinungsbildes ist daher nicht nötig, kann aber
beispielsweise zur Einbringung weiterer Identifikationsmerkmale problemlos erfolgen.
[0050] Ferner können optisch wirksamen Strukturen auf dem Trägersubstrat vorhanden sein,
die auf jeweils jede bekannte Weise hergestellt werden können. Vorzugsweise werden
diese beugungswirksamen Strukturen jedoch durch Beschichten des Trägersubstrats, das
gegebenenfalls bereits eine oder mehrere der beschriebenen Schichten aufweist, mit
einem strahlungshärtbaren Lack, der bis zum Gelpunkt durch Anregung mit Strahlung
einer definierten Wellenlänge vorgehärtet wird, und gleichzeitige Abformung der Oberflächenstruktur,
worauf die weitere Aushärtung (Haupthärtung) des strahlungshärtbaren Lacks durch Anregung
Strahlung einer zum Vorhärtungsschritt unterschiedlichen Wellenlänge durchgeführt,
worauf ggf. eine Nachhärtung erfolgt.
[0051] Die optischen Eigenschaften der jeweiligen Schicht werden durch sichtbare Farbstoffe
bzw. Pigmente, lumineszierende Farbstoffe bzw. Pigmente, die im sichtbaren, im UV-Bereich
oder im IR-Bereich fluoreszieren bzw. phosphoreszieren, durch TiO
2, ZnS, Kaolin, ATO, FTO, Aluminium, Chrom- und Siliziumoxide oder beispielsweise organische
Pigmente wie Phthalocyaninblau, i-Indolidingelb, Dioxazinviolett und dergleichen,
durch Effektpigmente, wie Flüssigkristalle, Perlglanz, Bronzen und/oder Multilayer-Farbumschlagpigmente
und/oder wärmeempfindliche Farben bzw. Pigmente eingestellt. Diese sind in allen möglichen
Kombinationen einsetzbar. Zusätzlich können auch diese Pigmente jeweils allein oder
in Kombination mit anderen Farbstoffen und/oder Pigmenten eingesetzt werden.
[0052] Zur Einstellung der magnetischen Eigenschaften können paramagnetische, diamagnetische
und auch ferromagnetische Stoffe, wie Eisen, Nickel, Barium, und Cobalt oder deren
Verbindungen oder Salze (beispielsweise Oxide oder Sulfide) verwendet werden. Besonders
geeignet sind Fe(II) und Fe(III)oxde, Barium- bzw. Cobaltferrite, seltene Erden und
dergleichen.
[0053] Die optischen Eigenschaften der Schicht lassen sich durch sichtbare Farben bzw. Pigmente,
lumineszierende Farbstoffe bzw. Pigmente, die im sichtbaren, im UV-Bereich oder im
IR-Bereich fluoreszieren oder phosphoreszieren, wärmeempfindliche Farben bzw. Pigmente,
Effektpigmente, wie Flüssigkristalle, Perlglanz-, Bronzen und/oder Multilayer-Farbumschlagspigmente
beeinflussen. Diese sind in allen möglichen Kombinationen einsetzbar.
[0054] Es können auch verschiedene Eigenschaften durch Zufügen verschiedener oben genannter
Zusätze kombiniert werden. So ist es möglich angefärbte und/oder leitfähige Magnetpigmente
zu verwenden. Dabei sind alle genannten leitfähigen Zusätze verwendbar.
Speziell zum Anfärben von Magnetpigmenten lassen sich alle bekannten löslichen und
nicht löslichen Farbstoffe bzw. Pigmente verwenden. So kann beispielsweise eine braune
Magnetfarbe durch Zugabe von Metallen in ihrem Farbton metallisch, beispielsweise
silbrig eingestellt werden.
[0055] Ferner können die Sicherheitselemente mit einer Schutzlackschicht ein- oder beidseitig
versehen sein. Der Schutzlack kann pigmentiert oder nicht pigmentiert sein, wobei
als Pigmente alle bekannte Pigmente oder Farbstoffe, beispielsweise TiO
2, ZnS, Kaolin, ATO, FTO, Aluminium, Chrom- und Siliziumoxide oder beispielsweise organische
Pigmente wie Phthalocyaninblau, i-Indolidingelb, Dioxazinviolett und dergleichen verwendet
werden können. Ferner können lumineszierende Farbstoffe bzw. Pigmente, die im sichtbaren,
im UV-Bereich oder im IR-Bereich fluoreszieren bzw. phosphoreszieren, Effektpigmente,
wie Flüssigkristalle, Perlglanz, Bronzen und/oder Multilayer-Farbumschlagpigmente
und wärmeempfindliche Farben bzw. Pigmente zugegeben werden. Diese sind in allen möglichen
Kombinationen einsetzbar. Zusätzlich können auch phosphoreszierende Pigmente allein
oder in Kombination mit anderen Farbstoffen und/oder Pigmenten eingesetzt werden.
[0056] Ferner kann das erfindungsgemäße Sicherheitselement ein- oder beidseitig mit einem
Heiß- oder Kaltsiegelkleber oder einer Selbstklebebeschichtung zur Aufbringung auf
oder zur Einbettung in ein Substrat versehen sein, der gegebenenfalls auch pigmentiert
sein kann.
[0057] In den Fig. 1 bis 3 sind erfindungsgemäße Sicherheitselemente dargestellt.
Darin bedeuten 1 das Trägersubstrat, 2 die opake Beschichtung 3 die Aussparungen,
4 ein gegebenenfalls vorhandenes weiteres funktionelles Merkmal.
[0058] Die Sicherheitselemente bzw. das Folienmaterial sind gegebenenfalls nach entsprechender
Konfektionierung daher als Sicherheitsmerkmale in Datenträgem, insbesondere Wertdokumenten
wie Ausweisen, Karten, Banknoten oder Etiketten, Siegeln und dergleichen geeignet,
aber auch als Verpackungsmaterial beispielsweise in der pharmazeutischen, der Elektronikund/oder
Lebensmittelindustrie, beispielsweise in Form Blisterfolien, Faltschachteln, Abdeckungen,
Folienverpackungen und dergleichen geeignet.
[0059] Für die Anwendung als Sicherheitsmerkmale werden die Substrate bzw. Folienmaterialien
bevorzugt in Streifen oder Fäden oder Patches geschnitten, wobei die Breite der Streifen
oder Fäden vorzugsweise 0,05 - 10 mm betragen kann und die Patches vorzugsweise mittlere
Breiten bzw. Längen von 0,3 - 20 mm.
[0060] Für die Anwendung in oder auf Verpackungen wird das Folienmaterial bevorzugt in Streifen,
Bänder, Fäden oder Patches geschnitten, wobei die Breite der der Fäden, Streifen bzw.
Bänder vorzugsweise 0,05 - 50 mm beträgt und die Patches vorzugsweise mittlere Breiten
und Längen von 0,5 - 200 mm aufweisen.
Ein entsprechender Sicherheitsfaden oder -streifen kann auch als Randverstärkung von
Verpackungen, Wertdokumenten und dergleichen im Bereich der Kanten aber auch als beispielsweise
Längs- oder Quer - Verstärkung in der Verpackung oder im Wertdokument verwendet werden,
wobei auch jeweils mehrer Fäden oder Streifen in definiertem Abstand zueinander vorgesehen
sein können.
1. Sicherheitselement, das auf einem transparenten oder transluzenten Trägersubstrat
mindestens eine opake Schicht mit zusammenhängenden oder nicht zusammenhängenden Aussparungen
aufweist, wobei die Aussparungen partiell oder vollflächig färbig erscheinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen nach dem Aufbringen einer in einem Lösungsmittel löslichen mit Farbstoffen
angereicherten Druckfarbe und anschließendem Entfernen dieser Druckfarbe mit einem
entsprechenden Lösungsmittel im Durchlicht farbig erscheinen, wobei die Färbung durch
die dadurch erfolgende partielle Einfärbung des vorerst farblosen transparenten Trägersubstrats
erzielt wird.
2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen nach mehrmaligem Aufbringen einer in einem Lösungsmittel löslichen
mit gegebenenfalls unterschiedlichen Farbstoffen angereicherten Druckfarbe und jeweiligem
anschließenden Entfernen dieser Druckfarben mit einem entsprechenden Lösungsmittel
im Durchlicht farbig erscheinen, wobei die definierte Färbung oder definierter Farbverlauf
durch die dadurch erfolgende partielle Einfärbung des transparenten Trägersubstrats
erzielt wird.
3. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Trägersubstrat monoaxial gereckte flexible Kunststofffolien verwendet werden.
4. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Druckfarbe aus einer Basis aus 5 - 30 Gew% Casein oder 5 - 30 Gew%
Stärke oder 5- 35 Gew% Hydroxypropylcellulose oder 5 -30 Gew% Polyvinylalkohol und
5 - 80 Gew% eines Farbstoffes und 15 - 87 Gew% eines Lösungsmittels besteht.
5. Sicherheitselement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfarbe pigmentiert ist.
6. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die opake Beschichtung eine metallische oder nicht metallische opake Beschichtung
ist.
7. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement zusätzlich weitere funktionelle und/oder dekorative Schichten
aufweist.
8. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement eine optisch wirksame Struktur aufweist.
9. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, durch gekennzeichnet, dass das
Sicherheitselment zusätzlich eine Schicht mit konstanten oder variablen magnetischen
Eigenschaften aufweist.
10. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement zusätzlich eine Schicht mit elektrischen Eigenschaften aufweist.
11. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement ein- oder beidseitig mit einer Schutzlackschicht versehen
ist.
12. Sicherheitselement nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzlackschicht pigmentiert ist.
13. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement mit einem oder mehreren Trägersubstrat(en), das/die gegebenenfalls
funktionelle und/oder dekorative Schichten aufweist/aufweisen, kaschiert ist.
14. Sicherheitselement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kaschierkleber pigmentiert ist.
15. Sicherheitselemente nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement ein- oder beidseitig mit einem Heiß- oder Kaltsiegelkleber
oder einer selbstklebenden Beschichtung versehen ist.
16. Sicherheitselemente nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Heiß- oder Kaltsiegelkleber bzw. die selbstklebende Beschichtung vollflächig
oder partiell oder strukturiert aufgebracht ist.
17. Sicherheitselemente nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Heiß- oder Kaltsiegelkleber bzw. die selbstklebende Beschichtung pigmentiert
ist.
18. Folienmaterial, das auf einem transparenten oder transluzenten Trägersubstrat mindestens
eine opake Schicht mit zusammenhängenden oder nicht zusammenhängenden Aussparungen
aufweist, wobei die Aussparungen partiell oder vollflächig färbig erscheinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungennach dem Aufbringen einer in einem Lösungsmittel löslichen mit Farbstoffen
angereicherten Druckfarbe und anschließendem Entfernen dieser Druckfarbe mit einem
entsprechenden Lösungsmittel im Durchlicht farbig erscheinen, wobei die Färbung durch
die dadurch erfolgende partielle Einfärbung des vorerst farblosen transparenten Trägersubstrats
erzielt wird.
19. Folienmaterial nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen nach mehrmaligem Aufbringen einer in einem Lösungsmittel löslichen
mit gegebenenfalls unterschiedlichen Farbstoffen angereicherten Druckfarbe und jeweiligem
anschließenden Entfernen dieser Druckfarben mit einem entsprechenden Lösungsmittel
im Durchlicht farbig erscheinen, wobei die definierte Färbung durch die dadurch erfolgende
partielle Einfärbung des vorerst transparenten Trägersubstrats erzielt wird.
20. Folienmaterial nach einem der Ansprüche 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass als Trägersubstrat monoaxial gereckte flexible Kunststofffolien verwendet werden.
21. Folienmaterial nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Druckfarbe aus einer Basis aus 5 - 30 Gew% Casein oder 5 - 30 Gew%
Stärke oder 5- 35 Gew% Hydroxypropylcellulose oder 5 -30 Gew% Polyvinylalkohol und
5 - 80 Gew% eines Farbstoffes und 15 - 87 Gew% eines Lösungsmittels besteht.
22. Folienmaterial nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfarbe pigmentiert ist
23. Folienmaterial nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die opake Schicht eine metallische oder nicht metallische opake Schicht ist.
24. Folienmaterial nach einem der Ansprüche 18 bis 23 dadurch gekennzeichnet, dass das Folienmaterial zusätzlich weitere funktionelle und/oder dekorative Schichten
aufweist.
25. Folienmaterial nach einem der Ansprüche 18 bis 24 dadurch gekennzeichnet, dass das Folienmaterial eine optisch wirksame Struktur aufweist.
26. Folienmaterial nach einem der Ansprüche 18 bis 25, durch gekennzeichnet, dass das
Folienmaterial zusätzlich eine Schicht mit konstanten oder variablen magnetischen
Eigenschaften aufweist.
27. Folienmaterial nach einem der Ansprüche 18 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Folienmaterial zusätzlich eine Schicht mit elektrisch leitfähigen Eigenschaften
aufweist
28. Folienmaterial nach einem der Ansprüche 18 - 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Folienmaterial ein- oder beidseitig mit einer Schutzlackschicht versehen ist.
29. Folienmaterial nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzlackschicht pigmentiert ist.
30. Folienmaterial nach einem der Ansprüche 18 - 29, dadurch gekennzeichnet, dass das Folienmaterial mit einem oder mehreren Trägersubstrat(en), das/die gegebenenfalls
funktionelle und/oder dekorative Schichten aufweist/aufweisen, kaschiert ist.
31. Folienmaterial nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass der Kaschierkleber pigmentiert ist.
32. Folienmaterial nach einem der Ansprüche 18 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement ein- oder beidseitig mit einem Heiß- oder Kaltsiegelkleber
oder einer selbstklebenden Beschichtung versehen ist.
33. Folienmaterial nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass der Heiß- oder Kaltsiegelkleber bzw. die selbstklebende Beschichtung vollflächig
oder partiell oder strukturiert aufgebracht ist.
34. Folienmaterial nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass der Heiß- oder Kaltsiegelkleber bzw. die selbstklebende Beschichtung pigmentiert
ist.
35. Verfahren zur Herstellung der Sicherheitselemente nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass die partielle opake Beschichtung durch Spin-Coating, Aufstreichen, Aufdampfen, durch
Drucken, (Tiefdruck, Flexodruck, Siebdruck, Offsetdruck, Digitaldruck und dergleichen)
durch Aufsprühen, Sputtem oder Walzenauftragstechniken aufgebracht wird, anschließend
die in einem geeigneten Lösungsmittel mit Farbstoffen angereicherte Druckfarbe durch
Spin-Coating, Aufstreichen, Aufdampfen, durch Drucken, (Tiefdruck, Flexodruck, Siebdruck,
Offsetdruck, Digitaldruck und dergleichen) durch Aufsprühen, Sputtem oder Walzenauftragstechniken
aufgebracht wird, worauf diese Druckfarbe durch Einwirkung eines geeigneten Lösungsmittels,
gegebenenfalls kombiniert mit mechanischer Einwirkung wieder entfernt wird und das
Trägersubstrat im Bereich der Aussparungen der opaken Schicht durch Migrieren des
in der Druckfarbe vorhandenen Farbstoffes eingefärbt wird.
36. Verfahren zur Herstellung der Sicherheitselemente nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass die mit den Farbstoffen angereicherte Druckfarbe partiell auf das Trägersubstrat
aufgebracht, anschließend die opake Beschichtung, beispielsweise durch Metallisieren
aufgebracht, worauf die Druckfarbe mit einem geeigneten Lösungsmittel, gegebenenfalls
unterstützt durch mechanische Einwirkung entfernt wird, wobei in jenen Bereichen in
denen die Druckfarbe auf dem Substrat vorhanden war die Färbung auf dem Trägersubstrat
entsteht, und die metallische Beschichtung zusammen mit der Druckfarbe entfernt wird.
37. Verwendung der Sicherheitselemente nach einem der Ansprüche 1 bis 17 ggf. nach Konfektionierung
als Sicherheitsmerkmale in Datenträgem, insbesondere Wertdokumenten wie Ausweisen,
Karten, Banknoten oder Etiketten, Siegeln auf oder als Verpackungsmaterial beispielsweise
in der pharmazeutischen, Elektronik- und/oder Lebensmittelindustrie, beispielsweise
in Form Blisterfolien, Faltschachteln, Abdeckungen, Folienverpackungen.
38. Verwendung des Folienmaterials nach einem der Ansprüche 18 bis 34 ggf. nach Konfektionierung
als Sicherheitselemente in Datenträgem, insbesondere Wertdokumenten wie Ausweisen,
Karten, Banknoten oder Etiketten, Siegeln auf oder als Verpackungsmaterial beispielsweise
in der pharmazeutischen, Elektronik- und/oder Lebensmittelindustrie, beispielsweise
in Form Blisterfolien, Faltschachteln, Abdeckungen, Folienverpackungen.
39. Wertdokumente, die ein Sicherheitsmerkmal nach einem der Ansprüche 1 bis 17 aufweisen.
40. Wertpapiere, die zumindest ein Sicherheitsmerkmal nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
vollflächig oder partiell in Form eines Fadens, eines Fensterfadens oder eines Patches
eingebettet oder zumindest teilweise an einer oder beiden Oberflächen appliziert,
aufweisen.
41. Verpackungen, die ein Sicherheitsmerkmal nach einem der Ansprüche 1 bis 17 aufweisen.
42. Verwendung der als Fäden oder Streifen konfektionierten Sicherheitselemente oder Folienmaterialien
nach einem der Ansprüche 1 -17 oder 18 - 34 als Randverstärkung oder Langs- oder Querverstärkung
in Wertdokumenten oder Verpackungen.