[0001] Die Erfindung geht nach der Gattung des Hauptanspruchs aus • von einem Injektor für
ein Einspritzsystem, das zur Einspritzung von Kraftstoff in einen Verbrennungsmotor
ausgebildet ist. Bei einem solchen System ist der Injektor mittels einer Hochdruckleitung
mit einem Hochdruckspeicher (Rail) des Einspritzsystems verbunden, der den für die
Einspritzung in einen Zylinder des Verbrennungsmotors benötigten Kraftstoff bereitstellt.
Der Kraftstoff wird dabei von einer Hochdruckpumpe mit einem bestimmten Betriebsdruck
in dem Hochdruckspeicher bereitgestellt. Bei einem Einspritzvorgang, der durch das
Abheben der Düsennadel von ihrem Sitz in einer Düseneinheit des Injektors eingeleitet
wird, kommt es jedoch zu Druckeinbrüchen und Druckwellen beziehungsweise zu Schwingungen
im Einspritzsystem, da die Verbindungsleitungen zwischen dem Hochdruckspeicher und
den in der Regel mehreren an dem Hochdruckspeicher angeschlossenen Injektoren relativ
lang sind. Diese Effekte sind insbesondere auch bei Mehrfacheinspritzungen mit kurzen
Zeitabständen besonders nachteilig, da sie den vorgesehenen Einspritzverlauf beeinträchtigen
können.
[0002] Bisher wurde dieses Problem dadurch zu lösen versucht, dass durch konstruktive Maßnahmen
die Verbindungsleitungen zwischen dem Hochdruckspeicher und den Injektoren möglichst
kurz gewählt wurden. Dies wurde beispielsweise dadurch erreicht, dass der Hochdruckspeicher
möglichst in unmittelbarer Nähe zum Zylinderkopf des Verbrennungsmotors angeordnet
wurde. Der Kraftstoff wird dann über die verkürzten Verbindungsleitungen und eine
in den Injektoren angeordnete Hochdruckbohrung mit konstantem Bohrungsdurchmesser
zu der Düseneinheit des Injektors geführt. Diese Anordnung stellt zwar eine gewisse
Verbesserung dar, liefert jedoch insbesondere für schnelle Mehrfacheinspritzungen
keine zufrieden stellenden Ergebnisse. Aus dem japanischen Patent Abstract
JP6088557 ist ein Injektor für ein Einspritzsystem bekannt, der zur Einspritzung von Kraftstoff
in einen Verbrennungsmotor ausgeführt ist. Der Injektor ist über eine unter Druck
stehende Kraftstoffleitung mit einem Hochdruckspeicher des Einspritzsystems verbindbar.
Weiterhin ist eine Hochdruckbohrung vorgesehen, durch die der Kraftstoff mittels einer
steuerbaren Düsennadel zu Einspritzlöchern des Injektors geführt wird. Die Hochdruckbohrung
ist in Form von Stufenbohrungen ausgebildet, wobei der Durchmesser der einzelnen Stufenbohrungen
in Richtung auf die Düsenspitze enger wird. Zudem ist eine weitere Bohrung vorgesehen,
die ebenfalls als Stufenbohrung ausgebildet ist, wobei der Durchmesser der einzelnen
Stufen der weiteren Bohrung ebenfalls in Richtung auf die Düsenspitze abnimmt.
[0003] Aus
EP 1275841 A1 ist ein Einspritzventil mit einer integrierten Dämpfeinheit bekannt.
[0004] Aus
US 2002/0109022 A1 ist ein Einspritzventil mit einer Hochdruckbohrung zum Zuführen von Kraftstoff zu
Einspritzlöchern einer Düsennadel vorgesehen. Die Hochdruckbohrung ist als Stufenbohrung
ausgebildet, wobei die Durchmesser der einzelnen Bohrungen in Richtung auf die Düsenspitze
abnehmen. Es ist eine weitere Bohrung vorgesehen, die ebenfalls als Stufenbohrung
ausgebildet ist, wobei der Durchmesser der Bohrung in Richtung auf die Düsenspitze
abnimmt.
[0005] Aus
GB 1487778 A ist ein weiteres Einspritzventil bekannt, das eine konisch zulaufende Bohrung zur
Zuführung von Kraftstoff zu einer Düsennadel aufweist.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Injektor für die Kraftstoffeinspritzung
derart weiter zu bilden, dass insbesondere die bei der Mehrfacheinspritzung von Kraftstoff
auftretenden Druckeinbrüche, -schwingungen und deren Wechselwirkungen reduziert werden
und eine gleichmäßigere Einspritzung ermöglicht wird. Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Injektor wird entsprechend der Merkmale des Hauptanspruchs
die Hochdruckbohrung, die innerhalb des Injektors angebracht ist, derart ausgebildet,
dass sie einen möglichst großen Pufferspeicher für den Kraftstoff bildet. Die Hochdruckbohrung
befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Einspritzlöchern der Düseneinheit. Dadurch
ist die Länge der Verbindungsleitungen zwischen dem Hochdruckspeicher und den angeschlossenen
Injektoren in vorteilhafter Weise als weniger kritisch anzusehen, da der bei der Einspritzung
auftretende Druckabfall insbesondere von dem Puffervolumen ausgeglichen werden kann,
das durch die erfindungsgemäße Hochdruckbohrung innerhalb des Injektors zur Verfügung
gestellt wird. Des weiteren wird als besonders vorteilhaft angesehen, dass durch die
erfindungsgemäße Lösung auch die unerwünschten Rückwirkungen auf den Rail und den
weiteren Injektoren weitgehend unterdrückt werden. Die Hochdruckbohrung im Injektor
ist als Stufenbohrung ausgebildet. Die Stufenbohrung weist dabei zwei oder mehrere
Bohrstufen auf. Erfindungsgemäß weist die Hochdruckbohrung wenigstens zwei Bohrdurchmesser
auf, wobei nachfolgende Bohrdurchmesser zur Düsenspitze hin enger ausgebildet sind.
Es ist eine weitere stufenförmige Bohrung vorgesehen, die parallel zur Hochdruckbohrung
angeordnet ist. Die Bohrungsdurchmesser der weiteren Bohrung erweitern sich in Richtung
der Düsenspitze.
[0008] Dadurch werden die sich in den einzelnen Bohrungsstufen ausbreitenden Druckwellen
an den Bohrungswänden unregelmäßig reflektiert, so dass sie sich teilweise gegenseitig
kompensieren oder abschwächen. Die Dämpfung der Druckwellen ist dabei um so stärker
ausgeprägt, je mehr Bohrstufen an der Hochdruckbohrung angebracht werden können.
[0009] Gemäß der Erfindung sind die benachbarten Querschnittsflächen der beiden Bohrungen
umgekehrt proportional zueinander ausgebildet. Dadurch wird erreicht, dass die Zwischenwand
zwischen den beiden Bohrungen stets die gleiche Stärke beibehält. Bei dieser Lösung
kann der Injektor insgesamt schlank ausgebildet werden, ohne die notwendige Festigkeit
im Hochdruckbereich zu gefährden.
[0010] Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Injektors gegeben.
[0011] Eine besonders vorteilhafte Lösung wird auch darin gesehen, die einzelnen Bohrstufen
der Hochdruckbohrung in Fließrichtung des Kraftstoffs beispielsweise jeweils enger
auszuführen. Man beginnt am oberen Ende des Injektors mit der weitesten Bohrung und
bohrt anschließend die nächste Bohrstufe mit einem kleineren Durchmesser, so dass
im Bereich der Düsenspitze die engste Bohrung ausgebildet ist. Eine derartige Anordnung
der einzelnen Bohrstufen ist fertigungstechnisch besonders einfach durchführbar. Des
weiteren ergibt sich strömungstechnisch gesehen der Vorteil, dass die Druckwellen
umso stärker gedämpft werden, je weiter sie sich von ihrem eigentlichen Entstehungsort
an der Spitze der Düsennadel entfernt haben.
[0012] Durch die Länge der einzelnen Bohrstufen in der Hochdruckbohrung kann auf einfache
Weise auch das Volumen für den zu speichernden Kraftstoff vorgegeben werden. Dabei
scheint es vorteilhaft, das Volumen für die einzelnen Bohrstufen in Fließrichtung
des Kraftstoffs kleiner auszubilden. Auf diese Weise erhält man im oberen Teil des
Injektors ein relativ großes Speichervolumen für den Kraftstoff, da hier in der Regel
genügend Raum für die Aufweitung der Hochdruckbohrung zur Verfügung steht. Bei den
unteren Bohrstufen kann dagegen das Volumen so ausgebildet sein, dass die Dämpfungswirkung
der Druckwellen besonders gut ausgeprägt ist.
[0013] Eine weitere Verbesserung der Dämpfungswirkung für die Druckwellen kann auch dadurch
erzielt werden, wenn der Übergang zwischen zwei Bohrstufen mit einer abgeschrägten,
insbesondere mit einer kegelförmigen Ringfläche versehen wird. An der Ringfläche werden
die Druckwellen ebenfalls gebrochen und teilweise absorbiert.
[0014] Um zu vermeiden, dass sich am Übergang zwischen zwei benachbarten Bohrstufen durch
unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten in den einzelnen Bohrstufen neue Schwingungen
ausbilden können, wird in einer alternativen Ausführungsform der Erfindung vorgeschlagen,
die Übergänge stufenlos auszubilden. Derartige stufenlose Übergänge, die beispielsweise
bogenförmig ausgebildet sind, lassen sich fertigungstechnisch mit einem entsprechend
geformten Profilfräser leicht anbringen.
[0015] Günstig erscheint auch, die Druckwellen oder Schwingungen durch unterschiedlich lange
Bohrstufen zu beeinflussen.
[0016] Des weiteren ist vorteilhaft, dass die beiden Bohrungen parallel zur Längsachse des
Injektorgehäuses gebohrt sind und am oberen Ende des Injektorgehäuses eine Zugangsöffnung
aufweisen. Über diese Zugangsöffnungen besteht ein guter Zugang zum Anschluss von
elektrischen Leitungen für den piezoelektrische Aktor und einer externe Kraftstoffleitung.
[0017] Der erfindungsgemäße Injektor eignet sich besonders gut für die Verwendung bei einem
Common Rail Einspritzsystem. Insbesondere bei der Einspritzung von Diesel-Kraftstoff
wird mit einem sehr hohen Kraftstoffdruck gearbeitet, so dass hier bei der Einspritzung
die Intensität der Druckwellen und der Schwingungen besonders hoch ist.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in
der Beschreibung nachfolgernd erläutert.
Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen
Injektor,
Figur 2 zeigt schematisch zwei Übergang zwischen jeweils zwei Bohrstufen und
Figur 3 zeigt ein Common Rail Einspritzsystem mit einer Anordnung von vier erfindungsgemäße
Injektoren.
[0019] In Figur 1 ist in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Injektors 10 wiedergegeben. In der Querschnittszeichnung ist zunächst ein Injektorgehäuse
1 erkennbar, in das eine achsparallele, stufenförmige Längsbohrung eingebracht ist.
Die Längsbohrung ist im rechten Teil von Figur 1 erkennbar und ist als Hochdruckbohrung
2 ausgeführt. Sie weist an ihrem oberen Ende eine Zugangsöffnung 13 auf, an die eine
externe Kraftstoffleitung beispielsweise mit einem Schraubgewinde angeschlossen werden
kann.
[0020] Im linken Teil von Figur 1 ist eine weitere stufenförmige Bohrung 10 eingebracht.
Ihre Bohrstufen sind vorzugsweise so ausgebildet, dass die Bohrdurchmesser sich von
oben nach unten zur Düsenspitze hin erweitern. Am oberen Ende des Injektorgehäuses
1 ist ebenfalls eine Zugangsöffnung 13 vorgesehen, an der ein elektrischer Anschluss
und Steuerleitungen für den piezoelektrischen Aktor 9 vorsehbar sind.
[0021] Die nebeneinander liegenden beiden stufenförmigen Bohrungen 2,10 sind mit ihren Bohrdurchmessern
vorzugsweise derart ausgebildet, dass sich bei einem Bohrquerschnitt die beiden benachbarten
Querschnittsflächen 14a,14b umgekehrt proportional zueinander verhalten. Neben einer
engeren Bohrung liegt somit eine größere Bohrung, so dass vorzugsweise die Summe der
Bohrquerschnitte in verschiedenen Stufen vorzugsweise konstant ist. Dadurch wird in
vorteilhafter Weise erreicht, dass die Wandstärke zwischen den beiden Bohrungen stets
homogen und ausreichend stark ausgeführt ist, um dem hohen Kraftstoffdruck standzuhalten.
[0022] Der piezoelektrische Aktor 9 ist mit seinem oberen Ende am Injektorgehäuse 1 fest
angeordnet. Sein unteres Ende ist beweglich ausgebildet und wirkt bei axialer Längenänderung
auf eine Düsennadel 6, die in einer Düseneinheit 11 angeordnet ist. Die Düsenadel
6 kann in Abhängigkeit von Steuersignalen an dem Aktor mit ihrem unteren kegelförmigen
Teil Einspritzlöcher 5 der Düseneinheit 11 öffnen oder kraftstoffdicht verschließen.
[0023] Zur Steuerung der Düsennadel 6 sind des weiteren in der Düseneinheit 11 eine Hochdruckkammer
7 sowie eine Zulaufdrossel 3 und eine Ablaufdrossel 8 vorgesehen. Die Zulaufdrossel
3 ist mit einer Zulaufleitung 4 verbunden, die von der Hochdruckbohrung 2 gespeist
wird und im wesentlichen den unter hohem Druck stehenden Kraftstoff zur Düsennadel
6 fördert, so dass der Kraftstoff beim Abheben der Düsenadel 6 über die Einspritzlöcher
5 austritt und in den Brennraum eines Verbrennungsmotors eingespritzt werden kann.
[0024] Die Hochdruckbohrung 2 bildet mit ihrem gesamten Volumen V1, V2, Vn einen Pufferspeicher
für den einzuspritzenden Kraftstoff. Im oberen Teil der Hochdruckbohrung V1 ist an
der Zugangsöffnung 13 ein Anschluss für eine externe Verbindungsleitung vorgesehen,
die beispielsweise mittels einer Überwurfmutter mit der Hochdruckbohrung 2 fest verbunden
werden kann. Über die Verbindungsleitung wird der einzuspritzende Kraftstoff, beispielsweise
Benzin oder Diesel zum Injektor 11 gefördert. Der schwarze Pfeil oberhalb der Hochdruckbohrung
2 soll die Fließrichtung des Kraftstoffs anzeigen.
[0025] Die Hochdruckbohrung 2 ist im Gegensatz zu einer üblichen zylindrischen Bohrung als
mehrfache Stufenbohrung ausgebildet. In Figur 1 sind beispielhaft drei Bohrstufen
mit den Bohrdurchmessern d1, d2 und dn dargestellt. Die oberste Bohrstufe weist den
größten Durchmesser d1 auf, während die darunter liegenden Bohrstufen mit einem jeweils
kleineren Durchmesser d2, dn ausgebildet sind. Die Anzahl der Bohrstufen ist frei
wählbar und richtet sich nach dem Injektortyp oder dem Verwendungszweck. Alternativ
können nachfolgende Bohrungen auch weiter ausgebildet sein.
[0026] Des weiteren ist vorgesehen, die Länge der Bohrungen vorzugsweise so zu wählen, dass
ein möglichst großes Puffervolumen entsteht aber dennoch genügend große Wandstärken
für die Hochdruckbohrung verbleiben. Die oberste Bohrstufe weist eine Länge L1 und
die nachfolgenden Bohrstufen weisen die Längen L2 beziehungsweise Ln auf. Auf diese
Weise kann somit mit sehr einfachen Mitteln für jede Bohrstufe ein bestimmtes Volumen
V1, V2, Vn für den zu speichernden Kraftstoff vorgegeben werden, da sich die einzelnen
Volumina V nach der trigonometrischen Formel

berechnen lassen (d= Bohrdurchmesser, L= Länge der Bohrung).
[0027] Es wird angestrebt, das Speichervolumen des gesamten Pufferspeichers möglichst groß
auszubilden, so dass je nach dem, für welchen Motortyp der Injektor 1 verwendet werden
soll, unter Umständen der per se bekannte Hochdruckspeicher (Rail) eines handelsüblichen
Common Rail Einspritzsystems eingespart werden kann. Des weiteren kann das Einspritzsystem
mit dem erfindungsgemäßen Injektor einfacher und preiswerter hergestellt werden. Hinzu
kommt auch, dass sich der notwendige Einbauraum in dem Fahrzeug in vorteilhafter Weise
verringert, so dass das Einspritzsystem insbesondere bei Verbrennungsmotoren mit vielen
Zylindern sowie bei engen Platzverhältnissen im Motorraum verwendet werden kann.
[0028] In alternativer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, die einzelnen Volumina
V1, V2, Vn in Abhängigkeit von Betriebsbedingungen des Verbrennungsmotors auszubilden.
Beispielsweise könnte das oberste Volumen V1 etwas kleiner, das Volumen V2 größer
und das Volumen Vn wieder kleiner oder gleich groß ausgebildet sein. Auf diese Weise
lassen sich Erfordernisse des Verbrennungsmotors beispielsweise hinsichtlich der Emissionen,
der Motorleistung und des Kraftstoffverbrauch optimieren.
[0029] Ein wesentlicher weiterer Vorteil der Erfindung wird auch darin gesehen, dass durch
die unterschiedlichen Bohrdurchmesser d1, d2, dn die beim Einspritzvorgang auftretenden
Druckwellen beziehungsweise -schwingungen gedämpft werden. Da die Druckwellen an den
Seitenwänden der einzelnen Bohrstufen unregelmäßig gebrochen, reflektiert und absorbiert
werden, ergibt sich durch die Dämpfung ein gleichmäßigerer Einspritzverlauf. Insbesondere
bei der Mehrfacheinspritzung, bei der der Kraftstoff in mehreren einzelnen Einspritzimpulsen
in kürzesten Zeitabständen eingespritzt wird, ist die exakte Steuerung besonders wichtig.
Der Pufferspeicher der Hochdruckbohrung 2 unterstützt auch dieses Einspritzverfahren.
[0030] Figur 2 zeigt in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt von der in Figur 1 erläuterten
Hochdruckbohrung 2 des Injektors 11. In Figur 2 werden insbesondere die Übergänge
20 erläutert, die sich zwischen zwei benachbarten Bohrstufen ausbilden. Erfindungsgemäß
ist vorgesehen, die Übergänge 20 beispielsweise mit einer abgeschrägten, insbesondere
einer kegelförmigen Ringfläche auszubilden. Durch diesen weichen Übergang zum Beispiel
von dem Durchmesser d1 auf den Durchmesser d2 werden die Druckwellen noch mehr diffus
reflektiert und dabei absorbiert, so dass die Dämpfungseigenschaften weiter verbessert
werden.
[0031] Zwischen den beiden Bohrstufen d2 und dn wurden beispielhaft die Kanten der Ringfläche
20, die jeweils zwischen einer Bohrstufe und der Ringsfläche entstehen, mit einem
entsprechenden Werkzeug weiter abgerundet, so dass ein stufenloser Übergang von der
Bohrstufe d2 zur Bohrstufe dn entsteht. Dadurch wird verhindert, dass an den Kanten
neue Druckwellen oder -schwingungen entstehen können, die den gleichmäßigen Verlauf
der Einspritzung beeinträchtigen könnten.
[0032] Figur 3 zeigt eine schematische Anordnung für eine Common Rail Einspritzsystem, wie
es beispielsweise bei der Dieseleinspritzung verwendet wird. Es zeigt den zuvor beschriebenen
und per se bekannte Hochdruckspeicher (Rail) 31, an dem über vier Verbindungsleitungen
32 insgesamt vier Injektoren 11 hydraulisch verbunden sind. Die Größe des Hochdruckspeichers
31 und die Anzahl der angeschlossen Injektoren 11 hängt im wesentlichen von der Anzahl
und dem Volumen der Brennkammern (Zylinder) des verwendeten Motortyps ab. In diesem
Fall sind die vier Injektoren 11 für einen Vierzylindermotor vorgesehen.
[0033] Der Kraftstoff wird von einer Hochdruckpumpe 33, die mit dem Hochdruckspeicher 31
verbunden ist, mit hohem Druck in den Hochdruckspeicher 31 gepumpt und steht dann
in den einzelnen Pufferspeichern der angeschlossenen Injektoren 11 zur Einspritzung
zur Verfügung. Die Hochdruckpumpe 33 wird ihrerseits von einer Kraftstoffpumpe 35
versorgt. Hierzu fördert die Kraftstoffpumpe 35 aus einem Vorratsbehälter (in Figur
3 durch den Pfeil symbolisiert) den Kraftstoff mit einem geringeren Überdruck über
Leitungen 36 und einem oder mehreren Filtereinheiten 34 zur Hochdruckpumpe 33. Mit
Hilfe einer elektronischen Steuerung können dann die Einspritzlöcher 5 (Figur 1) geöffnet
beziehungsweise wieder geschlossen werden und somit der Einspritzvorgang gesteuert
werden.
1. Injektor für ein Einspritzsystem, das zur Einspritzung von Kraftstoff in einen Verbrennungsmotor
ausgebildet ist, wobei der Injektor (11) über eine unter Druck stehende Kraftstoffleitung
(32) mit einem Hochdruckspeicher (31) des Einspritzsystems verbindbar ist, und mit
einer Hochdruckbohrung (2), durch die der Kraftstoff mittels einer steuerbaren Düsennadel
(6) zu Einspritzlöchern (5) des Injektors (11) führbar ist, wobei die Hochdruckbohrung
(2) des Injektors (11) als Pufferspeicher (V1,V2,Vn) für den unter Druck stehenden
Kraftstoff ausgebildet ist, wobei im Injektorgehäuse (1) bei wenigstens einer Bohrstufe
der Hochdruckbohrung (2) eine weitere stufenförmige Bohrung (10) parallel angeordnet
ist, wobei die Bohrdurchmesser der weiteren Bohrung (10) sich von oben nach unten
hin erweitern, dadurch gekennzeichnet, dass bei wenigstens zwei folgenden Bohrungen der Hochdruckbohrung (2) und der stufenförmigen
Bohrung (10) eine Querschnittsfläche (14a) der Hochdruckbohrung (2) umgekehrt proportional
zu einer Querschnittsfläche (14b) der weiteren stufenförmigen Bohrung (10) ausgebildet
ist.
2. Injektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochdruckbohrung (2) als Stufenbohrung ausgebildet ist.
3. Injektor nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der erste Bohrdurchmesser (d1) der Hochdruckbohrung (2) größer ist als der zweite
Bohrdurchmesser (d2) und dieser größer ist als gegebenenfalls ein dritter Bohrdurchmesser
(dn).
4. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das den Kraftstoff aufnehmende Volumen (V1,V2,Vn) der einzelnen Bohrstufen unter
Berücksichtigung der Raumverhältnisse im Injektor (11) und/oder von Betriebsbedingungen
eines Motors ausgebildet ist.
5. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Bohrstufen an ihren Übergängen (20) eine abgeschrägte, insbesondere
eine kegelförmige Ringfläche aufweisen.
6. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang (20) zwischen zwei benachbarten Bohrstufen stufenlos ausgebildet ist.
7. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Bohrstufen unterschiedliche Längen (L1,L2,Ln) aufweisen, wobei die
Längen (L1, L2, Ln) zur Düsenspitze hin nach einem vorgegebenen Verhältnis abnehmen.
8. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochdruckbohrung (2) und/oder die weitere Bohrung (10) parallel zur Längsachse
des Injektorgehäuses (1) gebohrt sind und am oberen Ende des Injektorgehäuses (1)
eine Zugangsöffnung (13) aufweisen.
9. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Injektor (11) für eine Common-Rail Einspritzsystem, insbesondere zur Einspritzung
von Diesel-Kraftstoff verwendbar ist.
1. Injector for an injection system designed for the injection of fuel into an internal
combustion engine, wherein the injector (11) can be connected to a high-pressure accumulator
(31) of the injection system via a pressurized fuel line (32), and having a high-pressure
bore (2) through which the fuel can be conducted by means of a controllable nozzle
needle (6) to injection holes (5) of the injector (11), wherein the high-pressure
bore (2) of the injector (11) is designed as a buffer accumulator (V1, V2, Vn) for
the pressurized fuel, wherein in the injector housing (1), a further stepped bore
(10) is arranged parallel to at least one drilled stage of the high-pressure bore
(2), wherein the drilled diameter of the further bore (10) widens from the top downwards,
characterized in that, in at least two successive bores of the high-pressure bore (2) and of the stepped
bore (10), a cross-sectional area (14a) of the high-pressure bore (2) is formed so
as to be inversely proportional to a cross-sectional area (14b) of the further stepped
bore (10).
2. Injector according to Claim 1, characterized in that the high-pressure bore (2) is formed as a stepped bore.
3. Injector according to Claim 1, characterized in that the first drilled diameter (d1) of the high-pressure bore (2) is larger than the
second drilled diameter (d2), and the latter is larger than a third drilled diameter
(dn) that may be provided.
4. Injector according to one of the preceding claims, characterized in that the volume (V1, V2, Vn), which accommodates the fuel, of the individual drilled stages
is formed taking into consideration the spatial conditions in the injector (11) and/or
operating conditions of an engine.
5. Injector according to one of the preceding claims, characterized in that the individual drilled stages have at their transitions (20) a beveled, in particular
conical annular surface.
6. Injector according to one of the preceding claims, characterized in that the transition (20) between two adjacent drilled stages is designed to be continuous.
7. Injector according to one of the preceding claims, characterized in that the individual drilled stages have different lengths (L1, L2, Ln), wherein the lengths
(L1, L2, Ln) decrease according to a predefined ratio in the direction of the nozzle
tip.
8. Injector according to one of the preceding claims, characterized in that the high-pressure bore (2) and/or the further bore (10) are drilled parallel to the
longitudinal axis of the injector housing (1) and have an access opening (13) at the
top end of the injector housing (1).
9. Injector according to one of the preceding claims, characterized in that the injector (11) can be used for a common rail injection system, in particular for
the injection of diesel fuel.
1. Injecteur pour système d'injection, qui est conformé pour injecter du carburant dans
un moteur à combustion, dans lequel l'injecteur (11) peut être raccordé par un conduit
de carburant (32) sous pression à un réservoir haute pression (31) du système d'injection
et à un perçage haute pression (2) à travers lequel le carburant peut être acheminé
au moyen d'une aiguille de buse (6) qui peut être commandée jusqu'à des trous d'injection
(5) de l'injecteur (11), dans lequel le perçage haute pression (2) de l'injecteur
(11) se présente sous la forme d'un réservoir tampon (V1,V2,Vn) pour le carburant
sous pression, dans lequel, dans le boîtier d'injecteur (1), au niveau d'au moins
un étage du perçage haute pression (2), il est agencé parallèlement un autre perçage
étagé (10), le diamètre de l'autre perçage (10) s'évasant de haut en bas, caractérisé en ce que, dans au moins deux perçages successifs du perçage haute pression (2) et du perçage
étagé (10), une surface de section transversale (14a) du perçage haute pression (2)
est conformée de manière inversement proportionnelle à une surface de section transversale
(14b) de l'autre perçage étagé (10).
2. Injecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le perçage haute pression (2) se présente sous la forme d'un perçage étagé.
3. Injecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier diamètre (d1) du perçage haute pression (2) est supérieur au deuxième
diamètre de perçage (d2) et celui-ci est supérieur éventuellement à un troisième diamètre
de perçage (dn).
4. Injecteur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le volume récepteur de carburant (V1,V2,Vn) des étages de perçage individuels est
conformé en tenant compte des rapports spatiaux dans l'injecteur (11) et/ou des conditions
de fonctionnement d'un moteur.
5. Injecteur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les étages de perçage individuels présentent, à leurs transitions (20), une surface
annulaire biseautée, en particulier une surface annulaire de forme conique.
6. Injecteur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la transition (20) entre deux étages de perçage adjacents se fait en continu.
7. Injecteur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les étages de perçage individuels présentent des longueurs (L1,L2,Ln) différentes,
les longueurs (L1,L2,Ln) diminuant selon un rapport prédéfini jusqu'à la pointe de
la buse.
8. Injecteur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le perçage haute pression (2) et/ou l'autre perçage (10) est ou sont percés parallèlement
à l'axe longitudinal du boîtier d'injecteur (1) et présentent une ouverture d'accès
(13) à l'extrémité supérieure du boîtier d'injecteur (1).
9. Injecteur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'injecteur (11) peut être utilisé pour un système d'injection de type Common Rail,
en particulier pour injecter du carburant diesel.