[0001] Die Erfindung betrifft eine Eintrommelbeschichtungseinrichtung zur Oberflächenbeschichtung
von Kleinteilen der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art.
[0002] Verschiedene Vorrichtungen zur Oberflächenbeschichtung sind bekannt. Die Beschichtung
der Kleinteile erfolgt hierbei im Haufwerk mittels einer umlaufenden Trommel, welche
entweder zur Aufnahme des Beschichtungsmaterials in ein Beschichtungsbecken eingetaucht
wird (vgl. DE 196 13 927 und DE 102 09 908 C1) bzw. in welche das Beschichtungsmittel
eingesprüht wird (vgl. DE 34 20 859 C2).
[0003] Nach erfolgter Beschichtung wird die Beschichtungstrommel in schnelle Drehung versetzt,
um mittels der Zentrifugalkraft überschüssiges Beschichtungsmaterial abzuschleudern
und die Beschichtung auf der Oberfläche der Kleinteile zu vergleichmäßigen.
[0004] Durch zwei Kriterien ist das maximale Füllvolumen der Beschichtungstrommel begrenzt.
[0005] Zum einen besteht bei größeren Füllvolumen die Gefahr, dass sich die Kleinteile innerhalb
der Trommel ungleichmäßig verteilen, was zu nicht oder nur schwer beherrschbaren Unwuchten
beim Schleudervorgang führt.
[0006] Zum anderen ist die Trommel so zu dimensionieren, dass die Fallhöhe der Kleinteile
sowohl beim Beschicken als auch Entleeren der Trommel möglichst klein ist.
[0007] Diese Bedingungen führen zu einer Beschränkung des Trommeldurchmessers und damit
des Volumens der zu beschichtenden Kleinteile.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Einrichtung mit einer
Trommel zu schaffen, welche die genannten Bedingungen besser erfüllt und darüber hinaus
bei kleineren Anlagen einen größeren Durchsatz ermöglicht.
[0009] Nach dem Vorschlag gemäß Patentanspruch 1 wird diese Aufgabe gelöst. Es handelt sich
um eine Einrichtung, bei welcher die aus einem Hohlzylinder mit horizontal angeordneter
Trommelachse bestehende Trommel in zwei gleich dimensionierte, rotationssymmetrische
Kammern unterteilt ist, welche übereinander gegenüberliegende, zur Trommelachse symmetrisch
angeordnete Öffnungen mit den Kleinteilen beschickbar sind und die mittels an der
Trommel verschwenkbar angeordneter Klappen verschließbar sind.
[0010] Durch die Unterteilung der Trommel in zwei symmetrische Trommelkammern ist eine gleichmäßigere
Befüllung der Trommel möglich, wodurch vor allem bei größeren Füllmengen Unwuchten
vermieden werden.
[0011] Außerdem lassen sich diese Trommelkammern über ihre im Trommelmantel vorgesehene
Öffnungen bei geeigneter Winkelstellung dieser Trommel so befüllen bzw. entleeren,
dass die als Schüttgut einzubringenden bzw. auszubringenden Kleinteile nur einer sehr
geringen Fallhöhe unterworfen sind.
[0012] Nach dem Vorschlag gemäß Anspruch 1 sind die Öffnungen des Trommelmantels mit Klappen
verschließbar, welche vorzugsweise zwischen den Trommeldeckeln verschwenkbar angeordnet
sind.
[0013] Eine besonders vorteilhafte Ausbildung der Trennwand und der Klappen ist mit Anspruch
2 angegeben. Hierbei besteht die Trennwand aus zwei beidseitig der Trommelachse diametral
zueinander angeordneten Radialabschnitten, an welche sich bogenförmig bis zum Trommelmantel
verlaufende Abschnitte anschließen. Die Klappe besitzt hierbei gleichfalls einen bogenförmigen
Abschnitt, welcher dem bogenförmigen Abschnitt der Trennwand entspricht und der sich
an dessen Außenseite im geöffneten Zustand der Klappe anlegt. Der bogenförmige Abschnitt
der Klappe ist hierbei so dimensioniert, dass er die Öffnung der Trommel im geschlossenen
Zustand verschließt.
[0014] Eine einfache und mit wenig Aufwand steuerbare Klappe ist Gegenstand des Anspruchs
3, nach welchem der bogenförmige Abschnitt der Klappe beidseitig von zwei kreissegmentförmigen
Seitenteilen getragen wird, welche verschwenkbar an den Trommeldeckeln gelagert sind,
wobei die Schwenkachse der Klappe parallel zur Trommelachse und nahe dem äußeren Umfang
der Trommel verläuft.
[0015] Ist, wie mit Anspruch 4 angegeben, die Schwenkachse mit der Klappe drehfest verbunden,
so kann mit dieser ein auf der Außenseite des Trommeldeckels gelegener Schwenkhebel
drehfest verbunden sein, mit welchem die Klappe durch Drehung der Trommel in der einen
oder anderen Richtung geschlossen bzw. geöffnet wird. Zu diesem Zweck ist lediglich
ein verschiebbarer Steuerschieber vorzusehen, auf welchen der Schwenkhebel bei Drehung
der Trommel aufläuft.
[0016] Unter der Wirkung der Zentrifugalkraft schließen sich die Klappen bei Rotation der
Trommel selbsttätig. Um die Klappe jedoch eindeutig in einer Offen- oder Schließstellung
zu halten, ist gemäß Anspruch 5 eine zwischen Schwenkhebel und Trommeldeckel angeordnete
Druckfeder vorgesehen, wobei Schwenkhebel und Druckfeder nach Art eines Kniehebels
ausgebildet sind.
[0017] Vorteilhafterweise kann die Klappe gemäß Anspruch 6 mit einer sich über ihre Breite
erstreckenden Rutsche versehen sein, welche die Kleinteile beim Befüllen bzw. Entleeren
der Trommelkammer bei geringer Fallhöhe schonend führt.
[0018] Wichtig für die gemäß der Erfindung zweigeteilte Trommel ist deren exakte Befüllung,
da ungleiche Füllmengen in den Trommelkammern eine Unwucht zur Folge haben.
[0019] Zu diesem Zweck ist gemäß Anspruch 7 eine Beschickungs- und Dosiereinrichtung vorgesehen,
bei welcher jeder der beiden Trommelkammern jeweils eine Beschickungsschütte zugeordnet
ist, die auf einer Trag- und Führungsschiene parallel zur Trommelachse verschiebbar
ist. Dieser Beschickungs- und Dosiereinrichtung ist gemäß Anspruch 8 eine Wiege- und
Befüllstation zugeordnet, mit welcher die beiden Beschickungsschütten mit genau dosierten,
gleichen Mengen von Kleinteilen befüllt werden.
[0020] Die mit der Erfindung vorgeschlagene Trommel eignet sich sowohl für eine kompakt
aufgebaute Anlage, bei welcher die Trommel mittels eines Transportschiebers nur in
zwei Stationen verfahrbar ist.
[0021] Die erste Station dient hierbei der Beschickung bzw. der Entleerung der Trommel,
während die zweite Station, welche ein gegen die Trommel anhebbares Beschichtungsbecken
aufweist, sowohl dem Beschichten als auch dem Zentrifugieren der in der Trommel befindlichen
Kleinteile dient.
[0022] Die für eine derartige Anlage erforderlichen Baugruppen, wie Drehantrieb, Spritzschutzhaube,
Ablagepaletten und Vorratsbehälter für Beschichtungsmittel sind Gegenstand der Ansprüche
10 bis 13.
[0023] Die gleiche Beschichtungstrommel eignet sich jedoch auch für eine Mehrtrommel-Umlaufbeschichtungsanlage,
wie sie im Einzelnen in DE 102 09 908 C1 beschrieben ist.
[0024] Hierbei ist eine Anzahl von erfindungsgemäßen Beschichtungstrommeln vorgesehen, welche
mittels eines Längsförderers gemäß Anspruch 14 nacheinander in folgende Stationen
transportierbar sind:
- Beschickungsstation zur Befüllung der Trommeln;
- Beschichtungsstation, in welcher die umlaufende Trommel in ein Beschichtungsbad getaucht
wird;
- Abtropfstation, in welcher überschüssiges Beschichtungsmaterial bei langsamer Trommeldrehung
abtropft und in einer Wanne aufgefangen wird;
- Schleuderstation, in welcher die Trommeln in schnellere Drehung versetzt werden, wodurch
eine Vergleichmäßigung der Beschichtung erfolgt und noch vorhandenes, überschüssiges
Beschichtungsmaterial abgeschleudert wird; sowie
- Entleerstation, in welcher die Trommeln bei geringer Drehzahl entleert werden.
[0025] Gemäß Anspruch 15 ist, wie auch in der o. g. Patentschrift angegeben, eine Transporteinrichtung
zur Rückführung der entleerten Trommeln vorgesehen.
[0026] Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen, die
in den Zeichnungen teils schematisch dargestellt sind, im Einzelnen erläutert. In
den Zeichnungen zeigen
- Figur 1
- perspektivische Darstellung einer Eintrommelbeschichtungsanlage mit erfindungsgemäßer
Beschichtungstrommel,
- Figur 2
- schematischer Längsschnitt der Vorrichtung längs der Linie II-II in Figur 4,
- Figur 3
- schematische Aufsicht der Vorrichtung gemäß Figur 2,
- Figur 4
- schematische rechte Ansicht der Vorrichtung gemäß Figur 2 und 3,
- Figur 5
- schematischer Längsschnitt einer Mehrtrommel-Umlaufanlage längs der Linie V-V in Figur
7,
- Figur 6
- Aufsicht der Anlage gemäß Figur 5,
- Figur 7
- linke Ansicht der Anlage gemäß Figur 5 und 6,
- Figur 8
- perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Beschichtungstrommel, Klappe geschlossen,
- Figur 9
- perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Beschichtungstrommel ohne einen
der beiden Trommeldeckel,
- Figur 10
- Radialschnitt der Trommel gemäß Figur 8 und 9,
- Figur 11
- Seitenansicht der Trommel gemäß Figur 10,
- Figur 12
- perspektivische Darstellung der Trommel entsprechend Figur 8, jedoch mit geöffneter
Klappe und schematischer Darstellung eines Steuerschiebers,
- Figur 13
- Seitenansicht der Trommel gemäß Figur 12 mit strichpunktiert angedeuteten Klappen
und
- Figur 14
- Radialschnitt der Trommel mit Beschickungsschütte und Auffangpalette zur Darstellung
des Materialflusses.
[0027] Zur Veranschaulichung der Einsatzmöglichkeiten und der Arbeitsweise der erfindungsgemäßen
Trommel sind zunächst anhand der Figuren 1 bis 7 zwei Beschichtungsanlagen erläutert,
bei welchen die Trommel in vorteilhafter Weise eingesetzt werden kann.
[0028] Der genaue Aufbau der erfindungsgemäßen Trommel ist anschließend anhand der Figuren
8 bis 14 erläutert.
[0029] Die sehr kompakte Eintrommel-Beschichtungseinrichtung 10 weist einen Maschinenständer
11 auf, an welchem eine transversal verschiebbare Beschichtungstrommel 12 angeordnet
ist. Diese Beschichtungstrommel 12 ist frei verdrehbar in einem Trommeltransportschieber
15 gelagert, mit welchem die Trommel 12 aus einer Beschickungs- und Entleerstation
in die mit zur 12' angedeutete Beschichtungsstation verfahren werden kann. Um die
Beschichtungstrommel 12 bzw. 12' in Rotation versetzen zu können, sind am Maschinenständer
11 der Trommel 12a bzw. 12a' zugeordnete ankuppelbare Antriebsmotoren 19, 20 vorgesehen,
welchen auf der gegenüberliegenden Seite Anpressvorrichtungen 21 und 22 zugeordnet
sind. Zum Transport der Trommel 12 in die Position 12' und umgekehrt werden die Antrieb-
und Anpressvorrichtungen 20, 22 bzw. 19, 21 axial auseinandergefahren, so dass die
Trommel in Querrichtung frei verfahrbar ist.
[0030] In der Befüllstation, in welcher sich die Trommel 12 befindet, sind Beschickungsschütten
25, 26 vorgesehen, welche auf einer Trag- und Führungsschiene 27 in die strichpunktiert
gezeichneten Positionen quer verschiebbar sind. Jeweils eine der beiden Schütten 25
und 26 ist, wie nachstehend noch anhand der Figuren 8 bis 14 erläutert ist, einer
der beiden Trommelkammern zugeordnet.
[0031] Die Befüllung der Beschickungsschütten mit gleich dosierten Mengen von Kleinteilen
erfolgt in den in den Figuren 3 und 4 strichpunktiert gezeichneten Positionen. Nach
Befüllung der Trommelkammern wird die Trommel 12 in die Position 12' verfahren, wobei
in nachstehend erläuterter Weise die Trommelöffnungen verschlossen werden.
[0032] Unterhalb der Trommel 12' befindet sich in der Beschichtungsstation ein Beschichtungsbecken
16, das zum Zwecke der Beschichtung gegen die in langsamer Drehung umlaufende Trommel
12 angehoben wird. Die Trommelwandung, vorzugsweise der Trommelmantel, sind perforiert,
so dass Beschichtungsmittel ins Trommelinnere gelangen kann und hierbei die im Trommelinnern
befindlichen Kleinteile mit Beschichtungsmittel benetzt. Das Beschichtungsbecken 16
ist über Verbindungsschläuche 24 mit einem Vorratsbehälter 23 verbunden, so dass mittels
eines Niveaureglers für eine ausreichende Menge an Beschichtungsmittel im Beschichtungsbecken
16 gesorgt werden kann.
[0033] Nach erfolgter Beschichtung wird das Beschichtungsbecken 16 abgesenkt und die Trommel
12' zunächst in langsame Drehung versetzt, so dass überschüssiges Beschichtungsmittel
abtropfen kann. Hierauf folgt eine schnelle Drehung der Trommel 12', wodurch unter
der Wirkung der Zentrifugalkräfte zum einen eine Vergleichmäßigung der Beschichtung
erreicht und zum anderen überschüssiges Beschichtungsmittel abgeschleudert wird. Hierbei
wird die oberhalb der Beschichtungstrommel 12' befindliche Spritzschutzhaube 14 abgesenkt,
so dass das abgeschleuderte Beschichtungsmaterial nicht in das die gesamte Vorrichtung
überdeckende Gehäuse 13 gelangt.
[0034] Vor dem Rücktransport der Trommel aus Position 12' mittels des Trommeltransportschiebers
15 in die Position der Trommel 12 muss die Spritzschutzhaube 14 wieder in die in der
Zeichnung dargestellte obere Position hochgefahren werden.
[0035] In Position 12 werden nunmehr in langsamer Drehung die Klappen geöffnet, so dass
die beschichteten Kleinteile in die unterhalb der Trommel 12 befindliche Palette 17
fallen können.
[0036] Mittels einer Palettentransporteinrichtung 18 wird die Palette 17 in die strichpunktierte
Position 17' verfahren, um von dort zur Nachbearbeitung einem Ofen oder einer sonstigen
Trockenanlage zugeführt zu werden. Trotz eines recht großen Trommelvolumens ist die
Eintrommel-Beschichtungsanlage gemäß den Figuren 1 bis 4 recht kompakt aufgebaut.
Vorteilhafterweise ist die Vorrichtung mit Ausnahme von zwei Öffnungen zur Beschickung
und Entleerung mittels des Gehäuses 13 vollständig eingehaust. Auch die Öffnungen
im Bereich der Beschickungsschütten 25, 26 bzw. der Auffangpalette 17 können mit Klappen
ausgestattet sein, wodurch weitgehend ein Luftaustausch mit der umgebenden Luft und
damit Austritt von Lösemittel des Beschichtungsmaterials vermieden ist.
[0037] Allerdings ist die Taktzeit für die Beschichtung bei dieser kompakten Vorrichtung
dadurch eingeschränkt, dass in Position der Beschichtungstrommel 12 befüllt und entleert
und der Position 12' beschichtet und zentrifugiert wird.
[0038] Soweit kürzere Taktzeiten gefordert werden, empfiehlt sich eine Mehrtrommel-Umlauf-Beschichtungseinrichtung,
wie sie in Figuren 5 bis 7 schematisch dargestellt und in DE 34 20 859 C2 im Einzelnen
beschrieben ist.
[0039] Bei dieser Einrichtung ist eine Anzahl von Beschichtungstrommeln 41a bis 41n vorgesehen,
wobei die verschiedenen Arbeitsvorgänge nacheinander in unterschiedlichen Stationen
erfolgen.
[0040] Die beiden Kammern der Trommel 41a werden über Schütten 48 in beschriebener Weise
mit Kleinteilen befüllt. Mittels einer nicht dargestellten Hubbalken-Transportvorrichtung
wird die Trommel in Position 41b weiter transportiert und in ein Beschichtungsbecken
22 bei langsamer Drehung eingetaucht.
[0041] In Position 41c tropft überschüssiges Material bei langsamer Drehung ab. Das Material
wird mit einer Abtropfwanne 43 aufgefangen.
[0042] In Position 41d wird die Beschichtungstrommel in höhere Drehzahl versetzt, so dass
überschüssiges Beschichtungsmaterial unter der Wirkung der Zentrifugalkräfte abgeschleudert
und mittels der die Trommel 41d umfassenden unteren und oberen Spritzschutzhauben
44, 45 aufgefangen wird.
[0043] In Position 41f werden die Trommelklappen geöffnet, so dass das beschichtete Material
bei langsamer Drehung der Trommel nach unten austreten und mittels einer Palette 46
aufgefangen werden kann.
[0044] Die entleerten Trommeln werden über die Positionen 41g bis 41n in die Ausgangsposition
zurückgeführt.
[0045] Kernstück beider Anlagen und Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die in allen
Einzelheiten in den Figuren 8 bis 14 dargestellte Beschichtungstrommel 60. Die Beschichtungstrommel
60 hat die Form eines Hohlzylinders, der aus einem Trommelmantel 63 und beidseitigen
Trommeldeckeln 64, 65 besteht. Trommeldeckel 64, 65 und/oder Trommelmantel 63 sind
perforiert, um den Eintritt von Beschichtungsmaterial in das Trommelinnere zu ermöglichen.
[0046] Zum Antrieb und Transport der Trommel 60 ist eine Antriebsund Transportachse 66 vorgesehen,
welche das Trommelinnere durchsetzt und beidseitig die Trommeldeckel 64 und 65 überragt.
[0047] Das Innere der Trommel ist mittels einer Trennwand 67 in zwei gleich große, rotationssymmetrische
Trommelkammern 61 und 62 unterteilt. Die Trennwand besteht aus zwei beidseitig der
Antriebs- und Transportachse 66 diametral zueinander angeordneten Diagonalabschnitten
67a (Radialabschnitten) und sich an diese anschließenden und bis zum Trommelmantel
63 reichenden bogenförmigen Abschnitten 67b.
[0048] Der Trommelmantel 63 ist auf einander gegenüberliegenden Seiten durch zwei Öffnungen
73 unterbrochen. Diese Öffnungen 73 sind mit um die strichpunktiert eingezeichneten
Achsen S verschwenkbaren Klappen versehen, wie die aus der in Figur 9 oben geöffnet
dargestellten Position in die unten geschlossen dargestellte Position verschwenkt
werden können.
[0049] Jede Klappe 68 weist beidseitige kreissegmentförmige Bleche 68a auf, welche über
dem bogenförmigen Abschnitt 68b miteinander verbunden sind, mit dem die Trommelöffnung
73 verschließbar ist. Im geöffneten Zustand liegt der bogenförmige Abschnitt 68b an
der Außenseite des bogenförmigen Abschnittes 67b der Trennwand 67 an. Im geschlossenen
Zustand ergänzt dieser bogenförmige Abschnitt 68b den bogenförmigen Abschnitt 67b
zu einem vollständigen Verschluss der Öffnung 73. An der Klappe 68 ist schließlich
als Einfüll- und Entleerhilfe eine Rutsche 68c vorgesehen, deren Funktionsweise anhand
von Figur 14 nachstehend noch erläutert ist.
[0050] Die Klappe 68, genauer gesagt die kreissegmentförmige Bleche 68a der Klappe 68, ist/sind
drehfest mit einer Schwenkachse 69 verbunden, welche um die in Figur 8 strichpunktiert
dargestellte Achse S verdrehbar ist. Fest mit dieser Schwenkachse 69 verbunden ist
ein Schwenkhebel 70, der auf der Außenseite des Trommeldeckels 64 gelegen ist. Sein
freies Ende ist mit einem Ende der Druckfeder 71 verbunden, welche andererends mit
einem Bolzen 72 des Trommeldeckels 64 verbunden ist. Schwenkhebel 70 und Druckfeder
71 sind nach Art eines Kniehebels derart angeordnet, dass der Schwenkhebel 70 und
damit die mit ihm drehfest verbundene Klappe 68 in zwei Positionen, nämlich der Offen-
und der Geschlossenstellung, festgelegt ist, wie dies vor allem die Darstellungen
in Figur 10, 12 und 13 deutlich machen.
[0051] Diese einfache Kniehebelanordnung ermöglicht eine problemlose Steuerung der Klappen.
Zu diesem Zweck ist lediglich ein koaxial zur Antriebs- und Transportachse 66 angeordneter,
gegen den Trommeldeckel 64 bzw. von diesem weg verschiebbarer Steuerschieber 74 notwendig.
Dieser Steuerschieber ist derart angeordnet und steuerbar, dass sein außen befindlicher
Bolzen 74a in der vorgeschobenen Position des Steuerschiebers 74 im Wege des freien
Endes des Schwenkhebels 70 gelegen ist. Bei Drehung der Trommel 60 in Richtung des
Pfeils D läuft der Schwenkhebel 70 auf den Bolzen 74a auf, wodurch die Klappe 68 auf
Grund der Drehung der Beschichtungstrommel 60 geöffnet bzw. geschlossen wird.
[0052] Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäß ausgebildeten Beschichtungstrommel 60
ist neben der gleichmäßigen Befüllbarkeit der Trommelkammern 61 und 62 die schonende
Befüllung bzw. Entleerung.
[0053] In Figur 14 ist eine Beschichtungstrommel 60 dargestellt, deren Trommelkammer 61
über die strichpunktiert gezeichnete Beschickungsschütte 25 mit nicht dargestellten,
in Form von Schüttgut vorliegenden Kleinteilen beschickt wird. Die in der Beschickungsschütte
25 befindlichen Kleinteile gleiten hierbei bei geringst möglicher Fallhöhe über die
Rutsche 68c der Klappe 68 und entlang der Diagonalabschnitte 67b der Trennwand 67
in die Trommelkammer 61. Der Weg, den die Kleinteile durchlaufen, ist mit dem Pfeil
B angedeutet.
[0054] Mit der zweiten Kammer 62, deren Klappe 68 in geöffneter Position dargestellt ist,
ist die Entleerung veranschaulicht. Hierbei gleiten die in der Trommelkammer 62 befindlichen
Kleinteile etwa entlang des Pfeils A durch die unten gelegene Kammeröffnung 73 auf
die strichpunktiert dargestellte Palette 17.
[0055] Sowohl bei Befüllung als auch bei Entleerung ergeben sich nur vergleichsweise geringe
Fallhöhen, was für ein schonendes Handling der in Form von Schüttgut vorliegenden
Kleinteile außerordentlich wichtig ist.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 10
- Eintrommel-Beschichtungseinrichtung
- 11
- Maschinenständer
- 12
- Beschichtungstrommel, beim Befüllen bzw. Entleeren
- 12'
- Beschichtungstrommel, beim Beschichten bzw. Zentrifugieren
- 13
- Gehäuse
- 14
- Spritzschutzhaube
- 15
- Trommeltransportschieber
- 16
- Beschichtungsbecken
- 17
- Palette
- 18
- Palettentransporteinrichtung
- 19
- Antrieb
- 20
- Antrieb
- 21
- Anpressvorrichtung
- 22
- Anpressvorrichtung
- 23
- Vorratsbehälter
- 24
- Verbindungsschläuche
- 25
- Beschickungsschütten
- 26
- Beschickungsschütten
- 27
- Trag- und Führungsschiene
- 40
- Mehrtrommel-Umlauf-Beschichtungseinrichtung
- 41
- a bis n Beschichtungstrommeln
- 42
- Beschichtungsbecken
- 43
- Abtropfwanne
- 44
- untere Spritzschutzhaube
- 45
- obere Spritzschutzhaube
- 46
- Palette
- 47
- Palettentransporteinrichtung
- 48
- Beschichtungsschütte
- 49
- Trag- und Führungsschiene
- 50
- Vorratsbehälter
- 51
- Verbindungsschläuche
- 60
- Beschichtungstrommel
- 61
- erste Trommelkammer
- 62
- zweite Trommelkammer
- 63
- Trommelmantel
- 64
- Trommeldeckel
- 65
- Trommeldeckel
- 66
- Antriebs- und Transportachse
- 67
- Trennwand
- 67a
- Diagonalabschnitt der Trennwand
- 67b
- bogenförmiger Abschnitt der Trennwand
- 68
- Klappe
- 68a
- kreissegmentförmiges Blech
- 68b
- bogenförmiger Abschnitt der Klappe
- 68c
- Rutsche
- 69
- Schwenkachse
- 70
- Schwenkhebel
- 71
- Druckfeder
- 72
- Federbefestigung
- 73
- Öffnungen
- 74
- Steuerschieber
1. Eintrommelbeschichtungseinrichtung (10) zur Oberflächenbeschichtung von Kleinteilen,
bestehend aus einer Beschichtungstrommel mit teilweise perforierter Wandung und wenigstens
einer verschließbaren Beschickungs- und Entleeröffnung sowie einem Drehantrieb, ferner
bestehend aus einer Beschickungs- und Entleerstation, einer Beschichtungsstation mit
Beschichtungsbecken, in welches die Beschichtungstrommel eintauchbar ist, und einer
Transporteinrichtung zum Transport der Beschichtungstrommel von der Beschickungs-
und Entleerstation zur Beschichtungsstation,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beschichtungstrommel (60) aus einem Hohlzylinder mit einem Trommelmantel (63),
beidseitigen Trommeldeckeln (64, 65) und einer horizontal angeordneten Antriebs- und
Transportachse (66) besteht, welche (60) mittels einer etwa längs der Diagonalen verlaufenden
Trennwand (67) in zwei gleich dimensionierte, rotationssymmetrische Trommelkammern
(61, 62) unterteilt ist, dass der Trommelmantel (63) einander gegenüberliegende, zur
Antriebs- und Transportachse (66) symmetrisch angeordnete Öffnungen (73) aufweist,
welche jeweils mittels zwischen den Trommeldeckeln (64, 65) verschwenkbar angeordneter
Klappe (68) verschließbar sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trennwand (67) aus zwei beidseitig der Antriebs- und Transportachse (66) diametral
zueinander angeordneten Radialabschnitten(67a) und sich an diese anschließenden, bogenförmig
bis zum Trommelmantel (63) verlaufenden Abschnitten (67b) besteht,
dass die Klappen (68) jeweils einen dem bogenförmigen Abschnitt (67b) der Trennwand (67)
entsprechenden bogenförmigen Abschnitt (68b) spiegelbildlich zum radialen Trennwandabschnitt
(67a) aufweist, der sich im geöffneten Zustand der Klappe (68) an die Außenseite des
bogenförmigen Abschnittes (67b) der Trennwand (67) anlegt und bei geschlossenem Zustand
der Klappe (68) die Öffnung (73) der Beschichtungstrommel (60) verschließt.
3. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der bogenförmige Abschnitt (68b) der Klappe (68) beidseitig von zwei kreissegmentförmigen
Blechen (68a) getragen wird, welche verschwenkbar an den Trommeldeckeln (64, 65) gelagert
sind, wobei die Schwenkachse (69) der Klappe (68) parallel zur Antriebs- und Transportachse
(66) und nahe dem äußeren Umfang der Beschichtungstrommel (60) verläuft.
4. Einrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schwenkachse (69) mit der Klappe (68) drehfest verbunden ist,
dass mit der Schwenkachse (69) ein auf der Außenseite des Trommeldeckels (64) gelegener
Schwenkhebel (70) drehfest verbunden ist und
dass dem Schwenkhebel (70) ein derart vorschiebbarer Steuerschieber (74) zugeordnet ist,
dass die Klappe (68) bei Drehung der Beschichtungstrommel (60) in einer Richtung geöffnet
und bei Drehung in entgegengesetzter Richtung geschlossen wird.
5. Einrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das freie Ende des Schwenkhebels (70) mit einer Druckfeder (71) verbunden ist, welche
andererends an der Außenseite des Trommeldeckels (64) festgelegt ist, wobei Schwenkhebel
(70) und Druckfeder (71) nach Art eines Kniehebels angeordnet sind.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Klappe (68) eine sich über seine Breite erstreckende Rutsche (68c) für die Führung
der einzufüllenden bzw. zu entleerenden Kleinteile gehört.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass oberhalb der Öffnung (73) der Beschichtungstrommel (12; 60) eine Beschickungs- und
Dosiereinrichtung vorgesehen ist, welche aus mindestens zwei parallel zur Antriebs-
und Transportachse (66) auf einer Trag- und Führungsschiene (27) verschiebbaren Beschickungsschütten
(25, 26) besteht, mit welchen portionierte Mengen von Kleinteilen in die Trommelkammern
(61, 62) einfüllbar sind.
8. Einrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Beschickungs- und Dosiereinrichtung eine Wiege- und Befüllstation zugeordnet
ist, mit welcher die beiden Beschickungsschütten (25, 26) mit genau dosierten, gleichen
Mengen von Kleinteilen befüllt werden.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beschichtungstrommel (12) mittels eines Trommeltransportschiebers (15) aus einer
der Beschickung dienenden Station in eine der Beschichtung dienende Station verfahrbar
ist, in welcher ein gegen die Beschichtungstrommel (12') anhebbares Beschichtungsbecken
(16) vorgesehen ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass sowohl in der Beschickungs- als auch in der Beschichtungsstation jeweils ein ankuppelbarer
Drehantrieb (20, 22; 19, 21) für die Beschichtungstrommel (40) vorgesehen ist.
11. Einrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass oberhalb der in der Beschichtungsstation befindlichen Beschichtungstrommel (12')
eine Spritzschutzhaube (14) angeordnet ist.
12. Einrichtung nach Anspruch 9, 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass unterhalb der in der Beschickungs- und Entleerstation befindlichen Beschichtungstrommel
(12) eine Palette (17) zum Ablegen der beschichteten Kleinteile vorgesehen ist, welche
mittels einer Palettentransporteinrichtung (18) zu einem Ofen oder dergleichen transportierbar
ist.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Beschichtungsbecken (16) mit einem Vorratsbehälter (23) verbunden ist.
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von Beschichtungstrommeln, welche mittels eines Längsförderers nacheinander
in folgende Stationen transportierbar sind:
Beschickungsstation
Beschichtungsstation
Abtropfstation
Schleuderstation
Entleerstation.
15. Einrichtung nach Anspruch 14,
gekennzeichnet durch eine der Rückführung der entleerten Trommeln dienende Transporteinrichtung.