[0001] Die Erfindung betrifft eine Leitschwellenanordnung mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Patentanspruchs 1.
[0002] Aus der DE 199 43 229 A1 ist eine Leitschwellenanordnung als schwenkbare Mittelstreifenschranke
zwischen zwei Fahrbahnen bekannt, welche mindest zwei Leitschwellen umfasst, die miteinander
lösbar gekoppelt sind. Im gelösten Zustand ist wenigstens eine Leitschwelle um eine
vertikale Schwenkachse verlagerbar. Dies setzt jedoch voraus, dass der Mittelstreifen
eine gewisse Mindestbreite besitzt, damit durch das seitliche Ausschwenken der fließende
Verkehr nicht behindert wird.
[0003] Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, Längenabschnitte eines schussweise zusammengesetzten
Leitschwellenstrangs komplett zu entfernen, um auf diese Weise eine Öffnung in den
Leitschwellenstrang zu schaffen. Allerdings sind hierfür in der Regel zusätzliche
Geräte und Vorrichtungen erforderlich, die erst zu der Öffnungsstelle transportiert
werden müssen. Eine Öffnung des Leitschwellenstrangs ist bei dieser Vorgehensweise
innerhalb weniger Minuten kaum realisierbar. Das ist insbesondere bei Unfällen ein
erheblicher Nachteil.
[0004] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, in einer geschlossenen
Leitschwellenanordnung zwischen zwei Fahrbahnen wenigstens eine Mittelstreifenschranke
vorzusehen, die bei Bedarf in kürzester Zeit geöffnet werden kann, um Fahrzeuge durchzuschleusen
und welche im geöffneten Zustand keinen zusätzlichen seitlichen Bauraum erfordert.
[0005] Diese Aufgabe ist bei einer Leitschwellenanordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0006] Kernpunkt der Erfindung ist, dass die Schrankenschüsse der Mittelstreifenschranke
einen nach unten hin offenen, auf den Querschnitt der Leitschwellenschüsse abgestimmten
U-förmigen Querschnitt besitzen, so dass die Schrankenschüsse die Leitschwellenschüsse
übergreifend, linear entlang der Leitschwellenschüsse verschiebbar sind. Durch die
lineare Verschiebung beanspruchen die einzelnen Schrankenschüsse bei geöffneter Mittelstreifenschranke
keinen weiteren Bauraum, sondern nutzen die ohnehin von den Leitschwellenschüssen
belegte Grundfläche optimal aus. Sie werden gewissermaßen über die Leitschwellenschüsse
gestülpt, ohne dass die Schrankenschüsse hierzu komplett angehoben und an anderer
Stelle wieder abgesetzt werden müssten, sondern vielmehr in einer Horizontalebene
auf dem Höhenniveau der Leitschwellenschüsse verschiebbar sind. Die lineare Verlagerbarkeit
setzt eine besondere U-förmige Querschnittskonfiguration der Schrankenschüsse voraus,
so dass der Innenraum der Schrankenschüsse bei geöffneter Mittelstreifenschranke möglichst
vollständig von den Leitschwellenschüssen ausgefüllt wird.
[0007] Um eine leichte horizontale Verlagerbarkeit der Schrankenschüsse zu gewährleisten,
ist nach den Merkmalen des Patentanspruchs 2 vorgesehen, dass im oberen Bereich der
Schrankenschüsse zwischen ihren Schenkeln wenigstens eine quer zu den Schrankenschüssen
ausgerichtete Tragrolle angeordnet ist. Die Tragrolle wälzt beim Verschieben der Schrankenschüsse
auf der oberen Fläche der Leitwellenschüsse ab, so dass die Schrankenschüsse bereits
mit geringer Muskelkraft verschoben werden können. Bei mehreren miteinander verbundenen
Schrankenschüssen ist es ausreichend, wenn innerhalb jedes Schrankenschusses eine
einzige Tragrolle angeordnet ist. Selbstverständlich können auch mehrere Tragrollen
innerhalb jedes Schrankenschusses vorgesehen sein. Die Tragrollen bestehen aus einem
witterungsbeständigen Material.
[0008] Wichtig für die Stabilität der Mittelstreifenschranke ist, dass die Schenkel des
U-förmigen Profils wellenförmig profiliert sind (Patentanspruch 3). Die wellenförmige
Profilierung verleiht den Schenkeln eine hinreichende Quersteifigkeit und gewährleistet
die Formstabilität der erfindungsgemäßen Leitschwellenanordnung im Bereich der Mittelstreifenschranke.
Gleichzeitig bringt die Profilierung bei einem Aufprall den geforderten Verformungswiderstand
auf. Die einzelnen Schrankenschüsse können problemlos im Durchlaufverfahren wie eine
normale Leitplanke aus zwei identisch profilierten Halbschalen hergestellt werden.
Die Halbschalen können im oberen Randbereich abgekantet sein, wobei die Abkantungen
zu einem, die Schenkel miteinander verbindenden Steg verschweißt werden, so dass sich
der U-förmige Querschnitt ergibt. Die Länge der Schenkel, die Breite des Stegs, sowie
die U-förmige Konfiguration insgesamt, ist von dem Querschnitt der Leitschwellenschüsse
abhängig und kann grundsätzlich in weiten Grenzen an diesen angepasst sein.
[0009] Gegenstand des Patentanspruchs 4 ist, dass jedem Schrankenschuss ein Stützpfosten
lösbar zugeordnet ist. Der Stützpfosten weist an seinem Fußende eine Stützrolle auf
(Patentanspruch 5). Die Stützpfosten dienen zur Abstützung der Leitschwellenanordnung
auf dem Boden. Gleichzeitig wird über die Stützpfosten ein von dem Eigengewicht der
Mittelschranke abhängiger Widerstand gegenüber dem Mittelstreifen aufgebracht. Bis
zu einer bestimmten Länge der Mittelstreifenschranke ist der Widerstand groß genug
ist, um zu verhindern, dass die Mittelstreifenschranke bei einem Auffahrunfall über
die Maßen stark seitlich verlagert und gegebenenfalls in die parallele Fahrbahn ausgebeult
wird. Die wenigstens eine Stützrolle am Fußende der Stützpfosten besitzt die gleiche
Orientierung wie die Tragrolle zwischen den wellenförmig profilierten Schenkeln der
Schrankenschüsse. Auch die Stützrolle trägt dazu bei, dass die Mittelstreifenschranke
allein durch Muskelkraft geöffnet werden kann.
[0010] Gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 6 ist vorgesehen, dass die unteren Höhenbereiche
der Schenkel über Querbolzen und Distanzstücke mit den Stützpfosten verriegelbar sind.
Die Quersteifigkeit der Schrankenschüsse wird durch diese Querverriegelung im unteren
Bereich erhöht, da sich im Bereich der Querbolzen ein geschlossenes Kastenprofil ergibt.
Die Querbolzen dienen auch zur Fixierung der Stützpfosten innerhalb der Schrankenschüsse.
Vorteilhafterweise sind Distanzstücke zwischen den Stützpfosten und den Innenseiten
der Schenkel angeordnet, so dass der Querschnitt der Stützpfosten nicht auf die Profilierung
der einzelnen Schrankenschüsse abgestimmt zu werden braucht. Es können schlanke Stützpfosten
mit ebener Außenfläche zum Einsatz kommen, die von der Oberseite her, d.h. durch den
Steg in den Innenraum der einzelnen Schrankenschüsse eingeführt werden und über die
zwischengeschalteten passgenauen Distanzstücke seitlich lageorientiert werden. Als
Stützpfosten kann bevorzugt ein Vierkantrohr mit abgerundeten Ecken zum Einsatz kommen.
Dieses Vierkantrohr mit einer Stützrolle am unteren Ende kann an seinem oberen Ende
mit einem Handgriff versehen sein, der auf eine Ronde geschweißt ist. Die Ronde stellt
sicher, dass der Stützpfosten nicht durch die Einführöffnung in der Oberseite des
Schrankenschusses rutscht. Durch die Verwendung eines Vierkantrohrs, das in einer
entsprechend rechteckigen Einführöffnung in der Oberseite der Schrankenschüsse steckt,
wird die exakte Ausrichtung der Stützrolle sichergestellt. Zudem bietet der rechteckige
oder quadratische Querschnitt des Vierkantrohrs eine hinreichend große Anlagefläche
für die Distanzstücke.
[0011] Besonders günstig ist es, wenn die Distanzstücke selbst von dem Querbolzen durchsetzt
werden, um eine exakte Lageorientierung des Stützrohrs und gleichzeitig der Distanzstücke
zu gewährleisten. Je nach Profilierung der Schenkel können die Distanzstücke in einer
vorteilhaften Ausführungsform keilförmig konfiguriert sein.
[0012] Eine wichtige Funktion kommt den Distanzstücken zu, wenn diese Stützkonsolen für
die Schrankenschüsse bilden (Patentanspruch 7). Das heißt, dass sich die Distanzstücke
konsolenartig bis auf den Boden erstrecken, so dass die einzelnen Schrankenschüsse
über die Stützkonsolen abgestützt sind. Dieser Aspekt ist insbesondere dann von Bedeutung,
wenn eine kritische Länge der Mittelstreifenschranke überschritten wird und nicht
auszuschließen ist, dass bei einem Anfahrunfall eine Ausbeulung der Mittelstreifenschranke
in die parallele Fahrbahn erfolgt. Um diesem Zustand vorzubeugen, wird über die Stützkonsolen
ein aus dem Eigengewicht resultierender Widerstand gegenüber dem Boden aufgebracht,
der grundsätzlich größer ist als der über Stützrollen aufgebrachte Widerstand. Der
Widerstand kann zusätzlich dadurch erhöht werden, dass die Distanzstücke an ihren
Unterseiten eine Profilierung besitzen (Patentanspruch 8).
[0013] Im Zusammenhang mit der Erhöhung der Widerstandskraft gegen eine Unfallbedingte Querverlagerung
ist gemäß Patentanspruch 9 vorgesehen, dass die Stützrollen gegenüber den Stützpfosten
höhenverstellbar sind. Insbesondere sind die Stützrollen in die Stützpfosten integriert
und in den Wänden der Stützpfosten gelagert. Die Stützrollen stehen dann nicht über
den Außenumfang der Stützpfosten vor. Über die Höhenverstellung ist es möglich, den
betreffenden Schrankenschuss abzusenken, damit die als Stützkonsolen ausgebildeten
Distanzstücke in Kontakt mit dem Boden treten können und somit die gewünschte Widerstandskraft
aufgebracht werden kann. Für den Fall, dass die Mittelstreifenschranke geöffnet werden
muss, sind die Stützrollen wieder in eine Position zu bringen, in der die Distanzstücke
wieder vom Boden abheben, so dass die Widerstandskraft aufgehoben wird. Das heißt,
die Stützrollen müssen nach unten verlagert werden. In der angehobenen Position kann
die Mittelstreifenschranke leicht geöffnet werden.
[0014] In der Ausführungsform des Patentanspruchs 10 sind an den Stützpfosten mit den Distanzstücken
in Eingriff stehende Arretierungszapfen vorgesehen. Die Distanzstücke sind je nach
Konfiguration an ihrem oberen Ende lediglich durch den Querbolzen zwischen dem Stützpfosten
und der Innenseite der Schenkel klemmend fixiert. Wird die Klemmkraft, beispielsweise
bei einem Anprall überwunden, kann durch die zusätzlichen Arretierungszapfen sichergestellt
werden, dass die Distanzstücke die ihnen zugedachte Lage beibehalten. Die Arretierungszapfen
sind vorzugsweise in größerem Abstand von dem Querbolzen angeordnet, um eine möglichst
gleichmäßige Krafteinleitung in den Stützpfosten bzw. in die Distanzstücke zu ermöglichen.
[0015] Die Mittelstreifenschranke der erfindungsgemäßen Leitschwellenanordnung soll grundsätzlich
schnell und mit geringem Aufwand zu öffnen sein, wobei gleichzeitig sichergestellt
sein muss, dass eine sichere Verbindung zu den angrenzenden Leitschwellenschüssen
besteht. Daher ist gemäß Patentanspruch 11 beabsichtigt, dass die mit der Mittelstreifenschranke
verbundenen Leitschwellenschüsse bodenseitig verankerbar und vorzugsweise verankert
sind. Die Verankerung gewährleistet, dass die in eine Mittelstreifenschranke eingebrachte
Anprallkraft über die benachbarten Leitschwellenschüsse in den Boden eingeleitet wird.
Die entsprechenden Leitschwellenschüsse dienen gewissermaßen als Schrankenpfosten
der Mittelstreifenschranke. Die Verankerung kann durch einen oder mehrere Erdnägel
erfolgen, wenn die Leitschwellenschüsse auf dem Erdboden aufgestellt sind. Bei einem
befestigten Boden, wie z.B. einem Betonboden, können ein oder mehrere Befestigungsbolzen
mit Dübeln zur Fixierung des Leitschwellenschusses verwendet werden.
[0016] In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass aufeinander
folgende Schrankenschüsse stirnseitig aneinander stoßen und durch innere Laschen miteinander
verbunden sind (Patentanspruch 12). Die Laschen können sowohl im Bereich des Stegs
als auch an den seitlichen Schenkeln der Schrankenschüsse vorgesehen sein, um eine
hinreichende Steifigkeit der Mittelstreifenschranke zu gewährleisten. Je nach den
zur Verfügung stehenden Transportmitteln können dann die einzelnen Schüsse der Mittelstreifenschranke
vorab im Werk fertig montiert und an der Baustelle bereit gestellt werden. Selbstverständlich
ist es auch möglich, die einzelnen Schrankenschüsse vor Ort miteinander zu verlaschen.
[0017] Bei längeren Mittelstreifenschranken ist es von Vorteil, wenn diese in zwei Längenabschnitte
gegliedert ist (Patentanspruch 13). Die beiden Längenabschnitte können durch einen
Vertikalriegel umfassende Kupplungsmittel lösbar miteinander verbunden sein. Die Kupplungsmittel
umfassen einen stirnseitig eines Schrankenschusses in Längsrichtung vorstehenden Zapfenabschnitt
und einen mit dem Zapfenabschnitt korrespondierenden Aufnahmeabschnitt in der Stirnseite
des benachbarten Schrankenschusses (Patentanspruch 14). Der Zapfenabschnitt und der
Aufnahmeabschnitt sind durch Einführen des Vertikalriegels miteinander koppelbar.
[0018] Wichtig ist, dass im Kupplungsbereich eine hinreichende Quersteifigkeit der Mittelstreifenschranke
gewährleistet ist. Die Zapfenabschnitte besitzen daher eine bestimmte Mindestlänge,
so dass eine hinreichende Überlappung des Zapfenabschnitts mit dem Aufnahmeabschnitt
zur gegenseitigen Aussteifung gewährleistet ist. Durch eine Öffnung in der Oberseite
des den Aufnahmeabschnitt beinhaltenden Schrankenschusses kann der Zapfenabschnitt
mit dem Aufnahmeabschnitt durch Einführen des Vertikalriegels verriegelt werden. Diese
Art der Verbindung der beiden Längenabschnitte ermöglicht eine besonders schnelle
Öffnung der Mittelstreifenschranke.
[0019] Die Leitschwellenschüsse der Leitschwellenanordnung gemäß Patentanspruch 15 sind
aus trapezförmigen Gehäusen, oberen rechteckigen Holmen sowie die Gehäuse mit den
Holmen verbindenden Pfosten gebildet. Diese auch als "Vario Guard" bekannte Bauform
aus Stahl ist ein bevorzugter Anwendungsbereich für die erfindungsgemäße Leitschwellenanordnung.
Grundsätzlich können die Leitschwellenschüsse auch aus nichtmetallischen, insbesondere
mineralischen Werkstoffen, wie z.B. Beton bestehen. Günstig ist es hierbei, wenn die
Leitschwellenschüsse einen im Querschnitt trapezförmigen Sockel und einen sich nach
oben verjüngenden Steg besitzen. Derartige Betonschwellen sind auch als "New Jersey"-Typ
bekannt (Patentanspruch 16).
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Leitschwellenanordnung mit
einer Mittelstreifenschranke;
- Figur 2
- eine vergrößerte Darstellung der Kuppelmittel zwischen einander benachbarten Schrankenschüssen
der Mittelstreifenschranke;
- Figur 3
- die Übergangsbereiche zwischen einer Mittelstreifenschranke und angrenzenden Leitschwellenschüsse,
wobei die Leitschwellenschüsse zum einen aus Metall und zum anderen aus Beton gefertigt
sind;
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung eines Leitschwellenschusses mit angrenzendem Schrankenschuss
im geschlossenen Zustand;
- Figur 5
- eine perspektivische Darstellung eines Schrankenschusses mit einem Leitschwellschuss,
wobei der Schrankenschuss zur linearen Verlagerung vorbereitet ist;
- Figur 6
- einen Schrankenschuss im vertikalen Querschnitt;
- Figur 7
- einen Horizontalschnitt durch den Stützpfosten der Figur 6 mit angegliederten Distanzkonsolen;
- Figur 8
- den Stützpfosten der Figur 6 in der Seitenansicht;
- Figur 9
- einen vertikalen Querschnitt durch die Mittelstreifenplanke in Blickrichtung auf einen
angrenzenden Leitschwellenschuss aus Stahl;
- Figur 10
- einen Querschnitt durch eine Mittelstreifenschranke, die einem Leitschwellenschuss
aus Beton zugeordnet und an diesem festgelegt ist und
- Figur 11
- eine vergrößerte Darstellung des Querbolzens der Figuren 9 und 10.
[0021] Die Figur 1 zeigt eine Leitschwellenanordnung 1, die zwischen zwei nicht näher dargestellten
Fahrbahnen auf einem Mittelstreifen 2 angeordnet ist. Die Leitschwellenanordnung 1
ist aus mehreren lösbar aneinander gesetzten Leitschwellenschüssen 3, 4 gebildet,
wobei zwischen den Leitschwellenschüssen 3, 4 eine Mittelstreifenschranke 5 angeordnet
ist. Die Mittelstreifenschranke 5 ist aus mehreren Schrankenschüssen 6 zusammengesetzt
und ist in diesem Ausführungsbeispiel in einen ersten Längenabschnitt 7 und einen
zweiten Längenabschnitt 8 gegliedert. Jeder dieser Längenabschnitte 7, 8 besteht aus
jeweils vier Schrankenschüssen, wobei die mittig einander benachbarten Schrankenschüsse
9, 10 über Kupplungsmittel 11 miteinander verriegelbar sind. Die genauere Funktion
der Kupplungsmittel 11 wird nachfolgend anhand der Figur 2 verdeutlicht.
[0022] Aus Figur 1 ist erkennbar, dass die Schrankenschüsse 6, 9, 10 einen auf den Querschnitt
der Leitschwellenschüsse 3, 4 abgestimmten nach unten offenen U-förmigen Querschnitt
besitzen. Dabei werden die jeweilig benachbarten Leitschwellenschüsse 3, 4 bei geschlossener
Mittelstreifenschranke 5 von den jeweils äußeren Schrankenschüssen 6 umgriffen. Die
Längenabschnitte 7, 8 der Mittelstreifenschranke 5 sind insgesamt entlang der Leitschwellenschüsse
3, 4 linear verfahrbar, so dass sich eine Öffnung in der Leitschwellenanordnung 1
ergibt.
[0023] Figur 2 zeigt eine vergrößerte Darstellung der einander benachbarten Schrankenschüsse
9, 10 mit den dazu gehörigen Kupplungsmitteln 11. An dem in der Bildebene linken Schrankenschuss
9 sind zwei in unterschiedlichen Höhenniveaus stirnseitig vorstehende Zapfenabschnitte
12, 13 vertikal übereinander angeordnet, die in korrespondierende Aufnahmeabschnitte
14, 15 des benachbarten Schrankenschusses 10 eingefügt werden können. Sowohl in den
Zapfenabschnitten 12, 13 als auch in den Aufnahmeabschnitten 14, 15 sind zueinander
fluchtende Öffnungen 16, 17 vorgesehen, in die bei Deckungsgleichheit ein Vertikalriegel
18 von der Oberseite 19 des Schrankenschusses 10 her einführbar ist. Durch die im
Abstand zueinander angeordneten Zapfenabschnitte 12, 13 und Aufnahmeabschnitte 14,
15 ist sichergestellt, dass sich die Schrankenschüsse 9, 10 bei einem Anprall nicht
um ihre Längsachse gegeneinander verdrehen können. Zudem ist die Länge der Zapfenabschnitte
12, 13 so bemessen, dass eine hinreichende Quersteifigkeit der Mittelschranke 5 gewährleistet
ist. Durch den Vertikalriegel 18 sind die Schrankenschüsse 9, 10 zugsicher miteinander
gekoppelt. Eine am oberen Ende des Vertikalriegels 18 angeschweißte Ronde 20 stellt
sicher, dass der Vertikalriegel 18 nicht unkontrolliert in die Öffnung 17 rutschen
kann. Ein Handgriff 21 an der Ronde 20 vereinfacht die Handhabung.
[0024] Aus Figur 2 ist erkennbar, dass jeder Leitschwellenschuss 9, 10 einen nach unten
offenen U-förmigen Querschnitt besitzt, wobei die den jeweiligen Fahrbahnen zugewandten
seitlichen Schenkel 22, 23 wellenförmig profiliert sind. Die Schenkel 22, 23 sind
über einen die Oberseite 19 bildenden Steg 24 miteinander verbunden. Die Profilierung
ist derart konfiguriert, dass unterhalb eines jeden Zapfenabschnitts 12, 13 bzw. Aufnahmeabschnitts
14, 15 eine trapezförmige Auswölbung 25, 26 vorgesehen ist, wobei die Schenkel 22,
23 im Bereich der Zapfenabschnitte 12, 13 bzw. Aufnahmeabschnitte 14, 15 parallel
zueinander verlaufen. An die untere Auswölbung 26 schließt sich jeweils eine den unteren
Höhenbereich der Schenkel 22, 23 bildende schräg nach außen ausgestellte Fixierleiste
27 an, die unter anderem zur Lagefixierung von Stützpfosten 28 zwischen den Schenkeln
22, 23 dient. Aus Figur 2 wird deutlich, dass die einzelnen Schrankenschüsse 6, 10
der Mittelstreifenschranke 5 stirnseitig aneinander stoßen und durch nicht näher dargestellte
innere Laschen miteinander verbunden sind. Am rechten Bildrand sind die Befestigungsstellen
der Laschen erkennbar. Die Schrankenschüsse 6, 10 sind sowohl im Bereich ihrer Schenkel
22, 23 als auch im Bereich ihres die Oberseite 19 bildenden Stegs 24 miteinander verlascht.
[0025] Figur 3 zeigt zwei unterschiedliche Ausführungsformen von Leitschwellenschüssen 3,
29, bei denen Mittelstreifenschranken mit U-förmigem Querschnitt zum Einsatz kommen.
Der Leitschwellenschuss 3 aus Stahl ist aus einem unteren trapezförmigen Gehäuse 30,
einem oberen rechteckigen Holm 31 sowie einem das Gehäuse 30 mit dem Holm 31 verbindenden
vertikalen Pfosten 32 gebildet. Neben dieser Ausführung in Stahlbauweise kann eine
ähnliche Querschnittskonfiguration auch bei einem Leitschwellenschuss 29 aus Beton
gegeben sein. Der dargestellte Leitschwellenschuss 29 besitzt einen trapezförmigen
Sockel 33 mit einem sich nach oben verjüngenden Steg 34. Der korrespondierende Schrankenschuss
6 besitzt in diesem Ausführungsbeispiel einen etwas breiteren Steg 24 als bei der
in der Bildebene linken Ausführungsform. Auch sind die seitlichen Schenkel 22, 23
entsprechend der Höhe des Stegs 34 etwas länger gestaltet, wobei jedoch die Profilierung
der Schenkel 22, 23 mit den im Abstand zueinander angeordneten Auswölbungen 25, 26
und der sich daran anschließenden Fixierleiste 27 grundsätzlich ähnlich ist.
[0026] Die Ausführungsform der Figur 4 unterscheidet sich von derjenigen der Figur 3 dadurch,
dass an der Oberseite 19 des Stegs 24 eine nach oben offene U-förmige Halterung 35
ausgebildet ist, während bei den Schrankenschüssen der Figur 3 lediglich ein Halteschlitz
36 quer zur Längsrichtung der Schrankenschüsse 6 eingebracht ist. Die Halterung 35
bzw. der Halteschlitz 36 dienen zur Aufnahme des jeweiligen Stützpfostens 28 des Schrankenschusses
6. Zum Öffnen der Mittelstreifenschranke 5 ist es erforderlich, dass die einzelnen
Stützpfosten 28 nach oben aus dem Innenraum der Schrankenschüsse 6 entfernt werden,
damit diese linear entlang der Leitschwellenschüsse 3, 4, 29 verlagert werden können.
Hierzu wird ein die Fixierleisten 27 und den Stützpfosten 28 durchsetzender Querbolzen
37 seitlich herangezogen, so dass anschließend der Stützpfosten 28 über einen Bügelgriff
38 an seinem oberen Ende vertikal nach oben aus dem Leitschwellenschuss 6 herausgezogen
werden kann. Der Bügelgriff 38 ist bei diesem Ausführungsbeispiel auf eine Ronde 39
geschweißt, die bei eingestecktem Stützpfosten 28 auf der Oberseite 24 des Schrankenschusses
6 aufliegt. Dadurch ist eine exakt definierte Höhenlage des Stützpfostens 28 gegeben,
was das Einführen des Querbolzens 37 bei der Montage vereinfacht und gleichzeitig
verhindert, dass der Stützpfosten 28 zwischen die Schenkel 22, 23 fällt.
[0027] Figur 5 zeigt nun, dass zur Aufbewahrung des Stützpfostens 28 die Ronde 39 in den
Halteschlitz 36 eingesetzt wird, so dass der Stützpfosten 28 nicht seitlich von dem
Steg 24 herunterfallen kann. Des Weiteren ist der Querbolzen 37 von oben her durch
zwei keilförmige Distanzstücke 40 und durch den Stützpfosten 28 geführt. Der Querbolzen
37 greift in eine Bohrung 41 in der Oberseite 19 des Stegs 24 ein, so dass der Stützpfosten
28 an zwei Punkten lageorientiert ist und nicht herunterfallen kann. Die Distanzstücke
40 sind entsprechend der Neigung der Fixierleisten 27 keilförmig konfiguriert und
liegen in der dargestellten Position mit ihren Schrägflächen aneinander. In der Ausführungsform
der Figur 4 ist anstelle des Halteschlitzes 36 die Halterung 35 vorgesehen, deren
nach oben weisende Schenkel 42 ebenfalls das Herunterfallen des Stützpfostens 28 verhindern
sollen.
[0028] Wenn die Mittelstreifenschranke 5 geöffnet werden soll, wird der dem feststehenden
Leitschwellenschuss 3 benachbarte Stützpfosten 28 aus dem Schrankenschuss 6 herausgezogen
und auf dessen Steg 24 fixiert. Dann kann der entsprechende Längenabschnitt der Mittelstreifenschranke
wieder um die Länge eines Schrankenschusses in Richtung der Leitschwellenschüsse 3
verlagert werden, bis der Stützpfosten 28 des nächsten Schrankenschusses 6 herausgezogen
wird. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis eine genügend große Öffnung in der
Leitschwellenanordnung 1 vorhanden ist. Beim Schließen der Leitschwellenanordnung
ist in umgekehrter Reihenfolge vorzugehen.
[0029] In Figur 5 ist schematisch angedeutet, wie in Bohrungen 64 innerhalb von seitlichen
Auffahrschenkeln 65 Befestigungsbolzen 66 eingesetzt sind, die den Leitschwellenschuss
3 auf dem nicht näher dargestellten Mittelstreifen fixieren.
[0030] Die Schnittdarstellung der Figur 6 und die Detaildarstellung der Figur 8 zeigen ,
dass im oberen Bereich 42 der Schrankenschüsse 6 zwischen ihren Schenkeln 22, 23 eine
quer zu den Schrankenschüssen 6 ausgerichtete Tragrolle 43 angeordnet ist. Die Tragrolle
43 ist dafür vorgesehen, dass sich die einzelnen Schrankenschüsse 6 auf den Holmen
31 bzw. den Oberseiten 19 der Stege 34 abwälzen, so dass der entsprechende Schrankenschuss
6 in lineare Richtung leicht verlagerbar ist. Zusätzlich ist am Fußende 44 eines jeden
Stützpfostens 28 jeweils eine quer zu den Schrankenschüssen 6 ausgerichtete Stützrolle
45 angeordnet. In der Ausführungsform der Figur 6 ist erkennbar, dass die Stützrolle
45 innerhalb des Stützpfostens 28 angeordnet und höhenverstellbar ist. Die Stützrolle
45 ist in einem Lagerrahmen 46 gelagert, der im Inneren des Stützpfostens 28 verdrehsicher
geführt ist. Ein entlang der Mittellängsachse des Stützpfostens 28 ausgerichteter
Schraubbolzen 47 ist in eine Gewindebohrung 48 des Lagerrahmens 46 eingeschraubt.
Oberhalb des Lagerrahmens 46 ist eine Stützplatte 49 angeordnet, die ebenfalls von
dem Schraubbolzen 47 durchsetzt wird. Der Schraubbolzen 47 ist beiderseits der Stützplatte
49 durch verdrehfest mit dem Schraubbolzen 47 verbundene Muttern 48, 50 gegenüber
der Stützplatte 49 in seiner Höhenlage fixiert. Die in der Bildebene obere Mutter
50 dient als Stellmutter zur Höhenverstellung des Lagerrahmens 46. Wird durch die
Montageöffnung 52 in der Seitenwand des Stützpfostens 28 ein Schraubenschlüssel auf
die Verstellmutter 50 gesetzt und der Schraubbolzen 47 gedreht, wird der Lagerrahmen
46 mit der Stützrolle 45 je nach Drehrichtung aufwärts oder abwärts bewegt.
[0031] In diesem Ausführungsbeispiel sind die zwischen den Fixierleisten 27 der Schenkel
22, 23 und dem Stützpfosten 28 Distanzstücke 53 angeordnet, die sich bis auf den Boden,
d.h. bis auf den Mittelstreifen 2 erstrecken. Die Distanzstücke 53 sind entsprechend
der Neigung der Fixierleisten 27 keilförmig konfiguriert und liegen über ihre gesamte
Höhenerstreckung an dem Stützpfosten 28 an. Die Distanzstücke 53 besitzen an ihren
Unterseiten 54 eine Profilierung 55. Die Distanzstücke 53 stehen jeweils mit seitlich
von dem Stützpfosten 28 abstehenden Arretierungszapfen 56 im Eingriff, wie insbesondere
aus Figur 7 hervorgeht. Die Arretierungszapfen 56 besitzen einen im Durchmesser verdickten
Kopf 57, so dass die Distanzstücke 53 nach Art eines Bajonettverschlusses in eine
schlüssellochartige Arretierungsöffnung 58 einsetzbar und durch vertikale Verlagerung
lageorientierbar sind. Zusätzlich sind die sich gegenüberliegenden Seitenwände 59
der Distanzstücke 53 so bemessen, dass sie den im Querschnitt rechteckig konfigurierten
Stützpfosten 28 außenseitig zumindest teilweise übergreifen, so dass eine Verlagerung
der Distanzstücke 53 in Längsrichtung der Leitschwellenanordnung unmöglich ist, wenn
der Querbolzen 37 eingesetzt ist.
[0032] Aus Figur 6 ist erkennbar, dass der Querbolzen 37 auf seinem einen Ende in eine mit
der Fixierleiste 27 verschweißte Mutter 60 eingeschraubt ist und an seinem anderen
Ende mit einem Kopf versehen ist, der einen schräg abstehenden Hebel 61 trägt, so
dass der Querbolzen 37 ohne Zuhilfenahme von Werkzeug aus der Mutter 60 herausgeschraubt
werden kann.
[0033] Die Schnittdarstellung der Figur 9 zeigt die bereits im Zusammenhang mit Figur 5
erwähnten keilförmigen Distanzstücke 40, die sich lediglich im unteren Höhenbereich,
d.h. im Bereich der Fixierleiste 27 erstrecken. Des Weiteren ist der Querbolzen 62
nicht als Schraubbolzen konfiguriert, sondern als Steckbolzen, der durch einen Querstift
63 gesichert ist, wie es in Figur 11 dargestellt wird. Bei diesem Querstift handelt
es sich insbesondere um einen Klappsplint oder Federstecker und ein ähnliches, schnell
lösbares Sicherungselement. Aus Figur 9 ist auch erkennbar, wie die Tragrolle 43 auf
dem Holm 31 abwälzt, wobei der Schrankenschuss 6 gleichzeitig über die Stützrolle
45 am Fußende 44 des Stützpfostens 28 gelagert ist.
[0034] Wenn es sich bei dem Leitschwellenschuss um eine Bauform aus Beton handelt, wie in
Figur 10 dargestellt, kann die Tragrolle 43 selbstverständlich entsprechend länger
gestaltet sein. Die größere Länge ergibt sich daraus, dass der Sockel 33 des Leitschwellenschusses
29 im unteren Höhenbereich des Schrankenschusses 6 eine größere Breite besitzt, als
bei der Ausführungsform in Stahl. Daher kommt zur Verriegelung mit dem Leitschwellenschuss
29 auch ein entsprechend längerer Querbolzen 37 zum Einsatz, der in der Ausführungsform
der Figur 10 ebenfalls ein Steckbolzen ist. Aus den Figuren 9 und 10 ist es weiterhin
erkennbar, dass die U-Form der Schrankenschüsse 6 jeweils aus zwei Halbschalen gebildet
ist, die mittig im Bereich des Stegs 24 miteinander verschweißt sind. Das hat den
Vorteil, dass die jeweiligen Schenkel 22, 23 im Querschnitt identisch konfiguriert
sein können und lediglich in ihrem oberen Höhenbereich abgewinkelt werden müssen.
Bezugszeichenaufstellung:
[0035]
- 1 -
- Leitschwellenanordnung
- 2 -
- Mittelstreifen
- 3 -
- Leitschwellenschuss v. 1
- 4 -
- Leitschwellenschuss v. 1
- 5 -
- Mittelstreifenschranke v. 1
- 6 -
- Schankenschuss v. 5
- 7 -
- erster Längenabschnitt v. 5
- 8 -
- zweiter Längenabschnitt v. 5
- 9 -
- Schrankenschuss v. 5
- 10 -
- Schrankenschuss v. 5
- 11 -
- Kupplungsmittel zwischen 7 u. 8
- 12 -
- Zapfenabschnitt v. 11
- 13 -
- Zapfenabschnitt v. 11
- 14 -
- Aufnahmeabschnitt v. 11
- 15 -
- Aufnahmeabschnitt v. 11
- 16-
- Öffnung in 12, 13
- 17 -
- Öffnung in 14, 15
- 18 -
- Vertikalriegel v. 11
- 19 -
- Oberseite v. 10
- 20 -
- Ronde v. 18
- 21 -
- Handgriff v. 18
- 22 -
- Schenkel v. 10
- 23-
- Schenkel v. 10
- 24 -
- Steg v. 10
- 25 -
- Auswölbung v. 22, 23
- 26 -
- Auswölbung v. 22, 23
- 27 -
- Fixierleiste
- 28 -
- Stützpfosten
- 29 -
- Leitschwellenschuss
- 30 -
- Gehäuse v. 3
- 31 -
- Holm v. 3
- 32 -
- Pfosten v. 3
- 33 -
- Sockel v. 29
- 34 -
- Steg von 29
- 35 -
- Halterung auf 24
- 36 -
- Halteschlitz in 24
- 37 -
- Querbolzen
- 38 -
- Bügelgriff auf 39
- 39 -
- Ronde an 28
- 40 -
- Distanzstücke
- 41 -
- Bohrung in 24
- 42 -
- oberer Bereich v. 22, 23
- 43 -
- Tragrolle zwischen 22 u. 23
- 44 -
- Fußende v. 28
- 45 -
- Stützrolle an 44
- 46 -
- Lagerrahmen
- 47 -
- Schraubbolzen
- 48 -
- Gewindebohrung in 46
- 49 -
- Stützplatte
- 50 -
- Verstellmutter
- 51 -
- Mutter
- 52 -
- Montageöffnung
- 53 -
- Distanzstück
- 54 -
- Unterseite v. 53
- 55 -
- Profilierung an 54
- 56 -
- Arretierungszapfen an 28
- 57 -
- Kopf v. 56
- 58 -
- Arretierungsöffnung in 53
- 59 -
- Seitenwände v. 53
- 60 -
- Mutter
- 61 -
- Hebel
- 62 -
- Querbolzen
- 63 -
- Querstift
- 64 -
- Bohrung in 65
- 65 -
- Auffahrschenkel v. 3
- 66 -
- Befestigungsbolzen
1. Leitschwellenanordnung zwischen zwei Fahrbahnen, die mehrere lösbar aneinander gesetzte
Leitschwellenschüsse (3, 4, 29) aufweist und eine aus wenigstens zwei Schrankenschüssen
(6, 9, 10) gebildete Mittelstreifenschranke (5) besitzt, die zwischen zwei Leitschwellenschüssen
(3, 4, 29) lösbar eingegliedert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrankenschüsse (6, 9, 10) der Mittelstreifenschranke (5) einen nach unten hin
offenen, auf den Querschnitt der Leitschwellenschüsse (3, 4, 29) abgestimmten U-förmigen
Querschnitt besitzen, die Leitschwellenschüsse (3, 4, 29) übergreifen und linear entlang
der Leitschwellenschüsse (3, 4, 29) verschiebbar sind.
2. Leitschwellenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im oberen Bereich (42) der Schrankenschüsse (6) zwischen ihren Schenkeln (22, 23)
wenigstens eine quer zu den Schrankenschüssen (6, 9, 10) ausgerichtete Tragrolle (43)
angeordnet ist.
3. Leitschwellenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Schenkel (22, 23) wellenförmig profiliert sind.
4. Leitschwellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Schrankenschuss (6, 9, 10) ein Stützpfosten (28) lösbar zugeordnet ist.
5. Leitschwellenanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützpfosten (28) an seinem Fußende (44) eine Stützrolle (45) aufweist.
6. Leitschwellenanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die unteren Höhenbereiche (27) der Schenkel (22, 23) über Querbolzen (37, 62) und
Distanzstücke (4, 53) mit den Stützpfosten (28) verriegelbar sind.
7. Leitschwellenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzstücke (53) Stützkonsolen für die Schrankenschüsse (6, 9, 10) bilden.
8. Leitschwellenanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzstücke (53) an ihren Unterseiten (54) eine Profilierung (55) besitzen.
9. Leitschwellenanordnung nach einem der Ansprüche 5 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützrollen (45) gegenüber den Stützpfosten (28) höhenverstellbar sind.
10. Leitschwellenanordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an den Stützpfosten (29) mit den Distanzstücken (53) in Eingriff stehende Arretierungszapfen
(56) vorgesehen sind.
11. Leitschwellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Mittelstreifenschranke (5) verbundenen Leitschwellenschüsse (3, 4) bodenseitig
verankerbar sind.
12. Leitschwellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass aufeinander folgende Schrankenschüsse (6, 10) stirnseitig aneinander stoßend durch
innere Laschen miteinander verbunden sind.
13. Leitschwellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelstreifenschranke (5) in zwei Längenabschnitte (7, 8) gegliedert und durch
einen Vertikalriegel (18) umfassende Kupplungsmittel (11) lösbar miteinander verbunden
ist.
14. Leitschwellenanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsmittel (11) einen stirnseitig eines Schrankenschusses (9) in Längsrichtung
vorstehenden Zapfenabschnitt (12, 13) und einen mit dem Zapfenabschnitt (12, 13) korrespondierenden
Aufnahmeabschnitt (14, 15) in der Stirnseite des benachbarten Schrankenschusses (10)
umfassen, wobei der Zapfenabschnitt (12, 13) und der Aufnahmeabschnitt (14, 15) durch
Einführen des Vertikalriegels (18) miteinander koppelbar sind.
15. Leitschwellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitschwellenschüsse (3, 4) aus unteren trapezförmigen Gehäusen (30), oberen
rechteckigen Holmen (31) sowie die Gehäuse (30) mit den Holmen (31) verbindenden Pfosten
(32) gebildet sind.
16. Leitschwellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitschwellenschüsse (29) einen im Querschnitt trapezförmigen Sockel (33) und
einen sich nach oben verjüngenden Steg (34) besitzen und aus einem mineralischen Werkstoff
bestehen.