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(11) |
EP 1 519 037 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.07.2006 Patentblatt 2006/27 |
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Anmeldetag: 24.09.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Brennstoffeinspritzventil
Fuel injection valve
Soupape d'injection de carburant
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
29.09.2003 DE 10345203
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.03.2005 Patentblatt 2005/13 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Stier, Hubert
71665, Vaihingen/Enz (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 869 278 WO-A-01/25613 DE-A- 19 727 992
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WO-A-01/23745 DE-A- 3 533 085 US-A1- 2002 134 851
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Brennstoffeinspritzventil nach der Gattung des Hauptanspruchs.
[0002] Beispielsweise ist aus der DE 35 33 085 A1 ein Brennstoffeinspritzventil mit einem
piezoelektrischen oder magnetostriktiven Aktor bekannt, welcher in Wirkverbindung
mit einer Ventilnadel steht. Die Ventilnadel weist an ihrem abspritzseitigen Ende
einen Ventilschließkörper auf, der mit einer Ventilsitzfläche zu einem Dichtsitz zusammenwirkt.
Ein Koppler, welcher zum Ausgleich von Längenänderungen von Bauteilen des Brennstoffeinspritzventils,
insbesondere von temperaturbedingten Längenänderungen des Aktors, dient, ist zuströmseitig
des Aktormoduls angeordnet. Der Koppler weist zwei gegeneinander axial bewegliche
Abschnitte auf, die ineinander greifen und dabei einen Ringspalt und ein Hydraulik-Volumen
bilden. Der Ringspalt verbindet das Hydraulik-Volumen mit einem unter einem Vordruck
stehenden Ausgleichsraum. Zum Ausgleich von Längenänderungen des Aktors wird das Hydraulikmedium
zwischen dem Hydraulik-Volumen und dem Ausgleichsraum ausgetauscht, wobei der Ringspalt
als Drosselstelle dient.
[0003] Nachteilig bei dem aus der obengenannten Druckschrift bekannten Brennstoffeinspritzventil
ist insbesondere, daß die temperaturbedingte Ausdehnung des Hydraulikmediums nur unzureichend
kompensiert sind. Wird eine Volumenänderung des Hydraulikmediums durch Austausch von
Hydraulikmedium zwischen dem Hydraulik-Volumen und dem Ausgleichsraum ausgeglichen,
verändert sich der Druck im Ausgleichsraum, wobei sich bei Füllung des Ausgleichsraums
eine Druckerhöhung im Ausgleichsraum ergibt, welche einer weiteren Befüllung entgegenwirkt.
Die Kraft mit der der Ventilschließkörper im Dichtsitz wirkt, wird in dieser Weise
über verschiedene Temperaturzustände des Brennstoffeinspritzventils unerwünscht verändert.
Dies führt insbesondere dazu, daß die Bemessung anderer Bauteile des Brennstoffeinspritzventils
nur mit erheblich mehr Aufwand möglich ist und zudem geringere Toleranzen eingehalten
werden müssen.
Vorteile der Erfindung
[0004] Das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil mit den Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, daß insbesondere die Dichtkraft des Dichtsitzes in allen
Temperaturbereichen durch einfache und kostengünstige Maßnahmen konstanter gehalten
werden kann. Dadurch vereinfacht sich die Bemessung und die Bauweise anderer Bauteile
und des Brennstoffeinspritzventils als ganzes. Der Koppler wird in seinem Verhalten
zudem unabhängiger von Temperaturschwankungen.
[0005] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterentwicklungen
des im Hauptanspruch angegebenen Brennstoffeinspritzventils möglich.
[0006] In einer ersten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils weist
das Ausgleichselement bei den Betriebstemperaturen des Brennstoffeinspritzventils
einen festen Aggregatzustand auf. Damit läßt sich das Ausgleichselement in sehr einfacher
Weise vom Hydraulikmedium dauerhaft trennen.
[0007] Vorteilhaft ist es zudem, wenn der erste Koppler-Abschnitt eine einseitig geschlossene
hohlzylindrische Form bildet in den der zylindrisch ausgebildete zweite Koppler-Abschnitt
wenigstens teilweise eingreift und dabei den Spalt bildet. Der Koppler kann dadurch
in besonders einfacher Weise aufgebaut werden.
[0008] In einer weiteren Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils
besteht der zweite Koppler-Abschnitt wenigstens teilweise aus dem Ausgleichselement.
Das Brennstoffeinspritzventil kann dadurch sehr einfach aufgebaut und zusammengebaut
werden.
[0009] Weiterhin ist es vorteilhaft, das in einem der Koppler-Abschnitte eine Ausnehmung
eingebracht ist, in welcher das Ausgleichselement angeordnet ist. Der Koppler kann
dadurch kompakter und einfacher aufgebaut werden.
[0010] Weist das Ausgleichselement einen geringeren Temperatur-Ausdehnungskoeffizienten
auf als das Hydraulikmedium, so kann die Kompensation in besonders einfacher Weise
erfolgen.
[0011] Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn zumindest ein Teil des ersten Koppler-Abschnitts,
insbesondere im Bereich der hohlzylindrischen Form, aus dem Ausgleichselement besteht
und wenn der Temperatur-Ausdehnungskoeffizient größer oder gleich dem des Hydraulikmediums
ist. Dadurch läßt sich der Koppler besonders einfach aufbauen und montieren.
[0012] Vorteilhaft ist es zudem, den flexiblen Abschnitt lochscheibenförmig oder wellrohrförmig
auszubilden. Der Koppler kann dadurch besser in den Betätigungsstrang des Brennstoffeinspritzventils
integriert werden, da beispielsweise der flexible Abschnitt leicht so am Koppler angeordnet
werden kann, daß der flexible Abschnitt nicht in der Betätigungsachse des Betätigungsstrangs
liegt. Der flexible Abschnitt läßt sich dadurch sehr einfach herstellen und montieren.
Außerdem können die Bewegungen des Aktormoduls direkt auf die Koppler-Abschnitte übertragen
werden und die dynamischen Eigenschaften des Brennstoffeinspritzventils werden nur
minimal negativ beeinflußt.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils
besteht das Hydraulikmedium idealerweise aus einem Öl oder einem Gel.
Zeichnung
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine vereinfachte schematische axiale Schnittdarstellung durch das Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0015] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beispielhaft beschrieben.
[0016] Ein in Fig. 1 in einer axialen Schnittdarstellung gezeigtes erfindungsgemäßes Brennstoffeinspritzventil
1 dient insbesondere zum direkten Einspritzen von Brennstoff in einen Brennraum einer
gemischverdichtenden, fremdgezündeten Brennkraftmaschine.
[0017] In jeweils einem ineinandergreifenden Gehäuseoberteil 4 und einem koaxial dazu angeordneten
Gehäuseunterteil 5 sind eine Ventilnadel 8, ein Aktor 2, ein Düsenkörpers 6 und ein
hydraulischer Koppler 3 jeweils zueinander koaxial angeordnet. Der Düsenkörper 6 durchgreift
von Innen mit seinem abströmseitigen Ende das abströmseitige Ende des Gehäuseunterteils
5. Die Ventilnadel 8, welche wiederum den Düsenkörper 6 am abströmseitigen Ende von
Innen durch eine Abspritzöffnung 12 durchgreift, weist an ihrem abströmseitigen Ende
einen Ventilschließkörper 7 auf, welcher mit einer am abspritzseitigen Ende des Düsenkörpers
6 ausgebildeten Ventilsitzfläche 13 zu einem Dichtsitz zusammenwirkt.
[0018] Der in der unteren Hälfte des Gehäuseoberteils 4 angeordnete Aktor 2 steht mit der
Ventilnadel 8 über einen Aktorkopf 10 und ein Zwischenstück 9, welches das Gehäuseoberteil
4 im Bereich des abspritzseitigen Endes des Gehäuseoberteils 4 durchgreift, in Wirkverbindung.
[0019] Ein spiralförmiges, um die Ventilnadel 8 umlaufendes erstes Federelement 21 spannt
die Ventilnadel 6 entgegen der Abspritzrichtung vor. Das erste Federelement 21 ist
dabei zwischen einer im Düsenkörper 6 ausgebildeten Schulter 40 und einem zuströmseitig
davon angeordneten, an der Ventilnadel 8 fixierten Flansch 26 eingespannt. Die Federkraft
des ersten Federelements 21 zieht den Ventilschließkörper 7 bei dem in diesem Ausführungsbeispiel
nach außen öffnenden Brennstoffeinspritzventil 1 in den Dichtsitz.
[0020] Der hydraulische Koppler 3 weist in diesem Ausführungsbeispiel im wesentlichen einen
ersten Koppler-Abschnitt 23 und einen zylinderförmigen zweiten Koppler-Abschnitt 24
auf. In diesem Ausführungsbeispiel bildet der erste Koppler-Abschnitt 23 eine einseitig
geschlossene, im Gehäuseoberteil 4 eingebrachte, hohlzylindrische Form 17, in die
der zweite Koppler-Abschnitt 24 abströmseitig eingreift. Ein zwischen dem Grund der
Form 17 und der der Form 17 zugewandten Stirnseite des zweiten Abschnitts 24 befindliches
Hydraulik-Volumen 36 ist durch die axiale Verschiebbarkeit des zweiten Koppler-Abschnitts
24 gegenüber dem ersten Koppler Abschnitt 23 variierbar.
[0021] Der zweite Koppler-Abschnitt 24 ist im ersten Koppler-Abschnitt 23, bzw. in der Form
17, mit einem Spiel 32, welches beispielsweise zwischen 2 und 10 Mikrometer beträgt
und durch einen Spalt 25 erzeugt ist, geführt. Das Verhältnis der minimalen Eingreiftiefe
des zweiten Abschnitts 24 zu seinem Durchmesser ist so gewählt, daß sich der zweite
Abschnitt 24 in der Form 17 nicht verkanten kann.
[0022] Zuströmseitig des Aktors 2 steht der Aktor 2 über einen plattenförmigen, sich zuströmseitig
durch eine zweite Stufe 43 nach oben verjüngenden Aktorfuß 11 mit dem abströmseitigen
Ende des zweiten Koppler-Abschnitts 24 in Wirkverbindung. Der Durchmesser des Aktorfußes
2 ist größer als der des zweiten Koppler-Abschnitts 24, wobei beide Bauteile zueinander
koaxial angeordnet sind. Ein in diesem Ausführungsbeispiel als Spiralfeder ausgebildetes
zweites Federelement 20 läuft um den zweiten Koppler-Abschnitt 24 im Bereich seines
abströmseitigen Endes um. Das zweite Federelement 20 drückt den Aktorfuß 11 mit einer
Vorspannung auf den Aktor 2, wobei sich das zweite Federelement 20 zuströmseitig an
einer um die Form 17 umlaufenden ersten Stufe 42 und abströmseitig an der zweiten
Stufe 43 abstützt.
[0023] Ein in diesem Ausführungsbeispiel wellrohrförmiger, aus Stahl bestehender und elastischer
flexibler Abschnitt 27 ist innerhalb des zweiten Federelements 20 angeordnet. Das
zuströmseitige Ende des flexiblen Abschnitts 20 ist im Bereich der ersten Stufe 42
hermetisch dicht, beispielsweise durch Schweißen, gefügt. Das abströmseitige Ende
des flexiblen Abschnitts 20 ist in der Nähe des Aktorfußes 11 seitlich am zweiten
Koppler-Abschnitt 24 hermetisch dicht, beispielsweise durch Schweißen gefügt. Der
flexible Abschnitt 27 verschließt den Spalt 25 und begrenzt zusammen mit dem Bereich
des abspritzseitigen Endes des zweiten Koppler-Abschnitts 24 einen Ausgleichsraum
14. Der Ausgleichsraum 14 ist durch den Spalt 25 mit dem Hydraulik-Volumen 36 verbunden.
[0024] Im zweiten Koppler-Abschnitt 24 ist eine zum Hydraulik-Volumen 36 hin geöffnete Ausnehmung
16 angeordnet, welche dem Hydraulik-Volumen 36 zugeordnet ist und in diesem Ausführungsbeispiel
hohlzylinderförmig ausgebildet ist. In der Ausnehmung 16 ist ein der Form der Ausnehmung
16 ähnliches Ausgleichselement 15 angeordnet, wobei das Ausgleichselement 15 nur in
die Ausnehmung 16 eingelegt ist und somit alle seine Außenflächen von Hydraulikmedium
umgeben sind. In anderen Ausführungsbeispielen kann das Ausgleichselement 15 in der
Ausnehmung 16 fixiert bzw. gefügt sein, beispielsweise durch eine Schweißung am Boden
der Ausnehmung 16 oder eine formschlüssige Verbindung.
[0025] Das in der Ausnehmung 16 eingelegte, aus Invar-Stahl bestehende Ausgleichselement
15 weist einen geringeren Temperatur-Ausdehnungskoeffizienten auf als das Hydraulikmedium
und/oder die Materialien aus denen der erste Koppler-Abschnitt 24 im Bereich des Hydraulik-Volumens
36 besteht. Da sich die für gewöhnlich verwendeten Hydraulikmedien stärker ausdehnen
als die Koppler-Abschnitte 23, 24, aber das Ausgleichselement 15 sich weniger stark
ausdehnt, gleicht das Ausgleichselement 15 die unterschiedlichen Ausdehnungen der
Koppler-Abschnitte 23, 24 und des Hydraulikmediums wenigsten teilweise aus.
[0026] In anderen Ausführungsbeispielen kann zumindest ein Teil des ersten Koppler-Abschnitts
23, insbesondere im Bereich der hohlzylindrischen Form 17 bzw. des Hydraulik-Volumens
36, aus dem Ausgleichselement 15 bestehen. In diesem Fall weist der beispielsweise
aus Bronze, Messing, Aluminium oder einem thermoplastischen Kunststoffmaterial bestehende
Teil des ersten Koppler-Abschnitts 23 einen Ausdehnungskoeffizienten auf, der größer
oder gleich dem des Hydraulikmediums ist.
[0027] In diesem Ausführungsbeispiel sind der Ausgleichsraum 14, der Spalt 25 und das Hydraulik-Volumen
36 mit der Ausnehmung 16 vollständig mit einem ölartigen, gasfreien und inkompressiblen
Hydraulikmedium gefüllt. Der flexible Abschnitt 27 ist durch die Auswahl der Materialien
und/oder durch eine Beschichtung diffusionsdicht und beaufschlagt das Hydraulikmedium
durch seine Elastizität mit einem Druck.
[0028] Wird der Aktor 2 über eine nicht dargestellte elektrische Leitung erregt, so dehnt
er sich schnell aus. Da das Hydraulikmedium nicht schnell genug vom Hydraulik-Volumen
36 in den Ausgleichsraum 14 abfließen kann, verhält sich der Koppler 3 sehr hart,
wodurch die Längenausdehnung des Aktors 2 fast vollständig auf die Ventilnadel 8 wirkt.
Die Ventilnadel 8 wird entgegen der Vorspannkraft des ersten Federelements 21 axial
in Abspritzrichtung bewegt. Dadurch öffnet der Dichtsitz und der über den nur teilweise
dargestellten Brennstoffkanal 22 druckbehaftet zugeleitete Brennstoff wird über die
Abspritzöffnung 12 in den nicht dargestellten Brennraum abgespritzt. Langsame Längenänderungen
des Aktors 2 werden durch den Austausch von Hydraulikmedium zwischen dem Hydraulik-Volumen
36 und dem Ausgleichsraum 14 ausgeglichen.
[0029] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt und
kann z. B. auch für nach innen öffnende Brennstoffeinspritzventile verwendet werden.
1. Brennstoffeinspritzventil (1), insbesondere zum direkten Einspritzen von Brennstoff
in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine, mit einem piezoelektrischen, elektrostriktiven
oder magnetostriktiven Aktor (2), einem mit dem Aktor (2) in Wirkverbindung stehenden
Ventilschließkörper (7), der mit einer Ventilsitzfläche (13) zu einem Dichtsitz zusammenwirkt,
und einem Koppler (3), der einen ersten Koppler-Abschnitt (23) und einen zweiten Koppler-Abschnitt
(24) aufweist, wobei die beiden Koppler-Abschnitte (23, 24) gegeneinander beweglich
sind und miteinander über ein in einem Hydraulik-Volumen (36) befindliches Hydraulikmedium
in Wirkverbindung stehen, wobei das Hydraulik-Volumen (36) mit zumindest einem Ausgleichsraum
(14) zum Austausch von Hydraulikmedium in Verbindung steht und wobei zumindest einer
der Koppler-Abschnitte (23, 24) mit einem Spiel (32), welches durch einen Spalt (25)
gebildet ist, geführt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest ein Ausgleichselement (15) die temperaturbedingten Volumenänderungen des
Hydraulikmediums ausgleicht, wobei das Ausgleichselement (15) das Hydraulik-Volumen
(36) wenigstens teilweise begrenzt und/oder im Hydraulik-Volumen (36) angeordnet ist.
2. Brennstoffeinspritzung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausgleichselement (15) bei den Betriebstemperaturen des Brennstoffeinspritzventils
(1), insbesondere zwischen 20° Celsius und 100° Celsius, einen festen Aggregatzustand
aufweist.
3. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Koppler-Abschnitt (23) durch eine einseitig geschlossene hohlzylindrische
Form (17) gebildet ist, in den der zylindrisch ausgebildete zweite Koppler-Abschnitt
(24) wenigstens teilweise eingreift und dabei den Spalt (25) bildet.
4. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
das der zweite Koppler-Abschnitt (24) wenigstens teilweise aus dem Ausgleichselement
(15) besteht.
5. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß in zumindest einem der Koppler-Abschnitte (23, 24) zumindest eine zum Hydraulik-Volumen
(36) unmittelbar geöffnete Ausnehmung (16) eingebracht ist und in der Ausnehmung (16)
das zumindest eine Ausgleichselement (15) angeordnet ist.
6. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die gesamte Außenfläche des Ausgleichselements (15) mit dem Hydraulikmedium in Kontakt
steht.
7. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausgleichselement (15) einen geringeren Temperatur-Ausdehnungskoeffizienten aufweist
als das Hydraulikmedium und/oder als die Materialien aus denen der erste Koppler-Abschnitt
(24) im Bereich des Hydraulik-Volumens (36) besteht.
8. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausgleichselement (15) aus Invar-Stahl besteht.
9. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest ein Teil des ersten Koppler-Abschnitts (23), insbesondere im Bereich der
hohlzylindrischen Form (17), aus dem Ausgleichselement (15) besteht.
10. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Temperatur-Ausdehnungskoeffizient des Ausgleichselements (15) größer oder gleich
dem des Hydraulikmediums ist.
11. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausgleichselement (15) wenigstens teilweise aus einer Kupfer-Zinn-Legierung,
Kupfer-Zink-Legierung, Aluminium oder einem thermoplastischen Werkstoff besteht.
12. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein flexibler Abschnitt (27) einen Ausgleichsraum (14) wenigstens teilweise begrenzt.
13. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der flexible Abschnitt (27) lochscheibenförmig oder wellrohrförmig ausgebildet ist.
14. Brennstoffeinspritzventile nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Hydraulikmedium ein Öl oder Gel ist.
1. Fuel injection valve (1), in particular for direct injection of fuel into a combustion
chamber of an internal combustion engine, having a piezoelectric, electrostrictive
or magnetostrictive actuator (2), a valve closing body (7) which is operatively connected
to the actuator (2) and interacts with a valve seat face (13) to form a sealing seat,
and a coupler (3) which has a first coupler section (23) and a second coupler section
(24), the two coupler sections (23, 24) being moveable towards one another and being
operatively connected to one another by means of a hydraulic medium situated in a
hydraulic volume (36), the hydraulic volume (36) being connected to at least one equalizing
space (14) for the exchange of hydraulic medium, and at least one of the coupler sections
(23, 24) being guided with play (32) formed by a gap (25),
characterized
in that at least one equalizing element (15) equalizes the temperature-induced volume changes
of the hydraulic medium, the equalizing element (15) at least partially delimiting
and/or being arranged in the hydraulic volume (36).
2. Fuel injection according to Claim 1,
characterized
in that the equalizing element (15) is solid at the operating temperatures of the fuel injection
valve (1), in particular between 20° Celsius and 100° Celsius.
3. Fuel injection valve according to Claim 1 or 2,
characterized
in that the first coupler section (23) is formed by a hollow cylindrical shape (17) which
is closed at one side and into which the cylindrically-formed second coupler section
(24) at least partially engages and thereby forms the gap (25).
4. Fuel injection valve according to Claim 3,
characterized
in that the second coupler section (24) at least partially comprises the equalizing element
(15).
5. Fuel injection valve according to Claim 3 or 4,
characterized
in that at least one recess (16) which opens directly into the hydraulic volume (36) is formed
in at least one of the coupler sections (23, 24), and the at least one equalizing
element (15) is arranged in the recess (16).
6. Fuel injection valve according to Claim 5,
characterized
in that the entire outer face of the equalizing element (15) is in contact with the hydraulic
medium.
7. Fuel injection valve according to one of Claims 3 to 6,
characterized
in that the equalizing element (15) has a lower thermal expansion coefficient than the hydraulic
medium and/or than the materials which the first coupler section (24) is composed
of in the region of the hydraulic volume (36).
8. Fuel injection valve according to one of Claims 3 to 7,
characterized
in that the equalizing element (15) is composed of invar steel.
9. Fuel injection device according to Claim 3,
characterized
in that at least part of the first coupler section (23), in particular in the region of the
hollow cylindrical shape (17), comprises the equalizing element (15).
10. Fuel injection valve according to Claim 9,
characterized
in that the thermal expansion coefficient of the equalizing element (15) is greater than
or equal to that of the hydraulic medium.
11. Fuel injection valve according to Claim 9 or 10,
characterized
in that the equalizing element (15) is at least partially composed of a copper-tin alloy,
a copper-zinc alloy, aluminium or a thermoplastic material.
12. Fuel injection valve according to one of the preceding claims,
characterized
in that a flexible section (27) at least partially delimits an equalizing space (14).
13. Fuel injection valve according to Claim 12,
characterized
in that the flexible section (27) is embodied in the form of a perforated plate or a corrugated
pipe.
14. Fuel injection valves according to one of the preceding claims,
characterized
in that the hydraulic medium is an oil or a gel.
1. Injecteur de carburant (1), en particulier, destiné à injecter directement du carburant
dans une chambre de combustion d'un moteur à combustion interne, comportant un actionneur
piézoélectrique, électrostrictif ou magnétostrictif (2), un obturateur de soupape
(7) en liaison active avec l'actionneur (2) et qui coopère avec une surface de siège
de soupape (13) pour former un siège d'étanchéité, et un coupleur (3) qui présente
un premier segment de coupleur (23) et un second segment de coupleur (24), les deux
segments de coupleur (23, 24) mobiles l'un contre l'autre étant en liaison active
l'un avec l'autre par un milieu hydraulique situé dans un volume hydraulique (36),
lequel volume hydraulique (36) est en liaison avec au moins une chambre de compensation
(14) pour échanger le moyen hydraulique, alors qu'au moins l'un des segments de coupleur
(23, 24) est guidé avec un jeu (32) formé par une fente (25),
caractérisé en ce qu'
au moins un élément de compensation (15) compense les modifications de volume du milieu
hydraulique dues aux températures, et l'élément de compensation (15) au moins en partie
limite le volume hydraulique (36) et/ou est installé dans le volume hydraulique (36).
2. Injecteur de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément de compensation (15) présente un état solide avec des températures de service
de l'injecteur de carburant (1), en particulier entre 20°C et 100°C.
3. Injecteur de carburant selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le premier segment de coupleur (23) est une forme cylindrique creuse fermée sur un
côté (17), et le second segment de coupleur (24) cylindrique s'engage au moins en
partie pour former la fente (25).
4. Injecteur de carburant selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
le second segment de coupleur (24) se compose au moins en partie de l'élément de compensation
(15).
5. Injecteur de carburant selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce qu'
au moins un évidement (16) ouvert directement vers le volume hydraulique (36) est
pratiqué dans au moins l'un des segments de coupleur (23, 24), avec au moins un élément
de compensation (15) installé dans l'évidement (16).
6. Injecteur de carburant selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
la surface extérieure totale de l'élément de compensation (15) est en contact avec
le milieu hydraulique.
7. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 3 à 6,
caractérisé en ce que
l'élément de compensation (15) présente un coefficient de dilation de température
plus faible que le milieu hydraulique et/ou que les matériaux dont se compose le premier
segment de coupleur (24) dans la zone du volume hydraulique (36).
8. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 3 à 7,
caractérisé en ce que
l'élément de compensation (15) se compose d'acier Invar.
9. Injecteur de carburant selon la revendication 3,
caractérisé en ce qu'
au moins une partie du premier segment de coupleur (23), en particulier dans la zone
de la forme cylindrique creuse (17), se compose de l'élément de compensation (15).
10. Injecteur de carburant selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
le coefficient de dilation de température de l'élément de compensation (15) est supérieur
ou égal à celui du milieu hydraulique.
11. Injecteur de carburant selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que
l'élément de compensation (15) se compose au moins en partie d'un alliage cuivre-étain,
d'un alliage cuivre-zinc, d'aluminium ou d'un matériau thermoplastique.
12. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
une partie flexible (27) limite au moins en partie la chambre de compensation (14).
13. Injecteur de carburant selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
la partie flexible (27) a la forme d'un disque à trous ou d'un tube ondulé.
14. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le milieu hydraulique est une huile ou un gel.
