[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Lichtschranke in einem Münzgerät nach dem Anspruch
1.
[0002] Es ist bekannt, an mehreren Orten in Münzgeräten Lichtschranken anzuordnen. Eine
Lichtschranke besteht bekanntlich aus einem Sende- und einem lichtempfindlichen Empfangselement,
und das Empfangselement registriert, wenn das vom Sendeelement, beispielsweise einer
Sendediode, ausgehende Licht unterbrochen wird. So kann eine derartige Lichtschranke
z. B. als Anwesenheitsfühler in einem Münzprüfgerät eingesetzt werden.
[0003] Vielen Münzprüfgeräten ist ein Geldwechsler zugeordnet, der in der Regel Münzspeichertuben
enthält, in welche Münzen niedriger Werte einsortiert werden und aus welchen Münzen
als Wechselgeld ausgezahlt werden. Es ist für den einwandfreien Betrieb erforderlich,
den Füllstand in Münztuben zu überwachen. Zum einen wird ein Mindestfüllstand festgestellt
sowie auch ein maximaler Füllstand. Im ersteren Fall muß dafür gesorgt werden, daß
dem Bediener eines Automaten angezeigt ist, daß eine Wechselgeldrückgabe nicht möglich
ist (Direktpreis). Im zweiten Fall muß eine Überfüllung der Tube verhindert werden,
um ein Verklemmen der Münzen zu vermeiden. Es ist ferner bekannt, auch zwischen unterem
und oberem Ende einer Münztube eine Lichtschranke anzuordnen. Die letztere dient dazu,
den Füllstand in der Tube ggf. zu korrigieren, wenn der tatsächlich gemessene nicht
mit dem registrierten übereinstimmt. Die Einsortierung in und die Auszahlung von Münzen
aus einer Münztube wird von einem Tubenzähler überwacht. Es kann geschehen, daß diese
Überwachung fehlerhaft ist. Es ist daher erforderlich, die im Speicher des Prozessors
für das Münzgerät jeweils vorhandene Zahl von Münzen zu korrigieren.
[0004] Bei ungenügender Funktion des Sendeelements, beispielsweise einem Ausfall oder einem
Kurzschluß oder einer sonstigen Störung, wird dies vom Empfangselement als Abdeckung
durch eine Münze oder einen sonstigen Gegenstand gewertet. Bei der Korrektur von Tubenzählern
kommt es daher zu falschen Werten.
[0005] Aus US 5,458,536 ist eine Schaltungsanordnung bekannt geworden zur Aktivierung und
Abfrage einer Vielzahl von Lichtschranken für mehrere Münztuben eines Geldwechslers.
Die lichtempfindlichen Elemente einer Münztube sind mit einer Abfrageleitung verbunden,
so daß die Anzahl der Abfrageleitungen der Anzahl der Münztuben entspricht. Die Aktivierungsleitungen
für die Sendediode sind so geschaltet, daß alle Lichtschranken eines Niveaus für alle
Münztuben mit einer gemeinsamen Aktivierungsleitung verbunden sind. Auf diese Weise
ist eine matrixartige Ansteuerung und Abfrage der Lichtschranken möglich, was den
Schaltungsaufwand minimiert.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Lichtschranke in einem Münzgerät
so auszuführen, daß ihre Funktion überwacht wird.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Lichtschranke ist der Eingang der Sendediode an eine Überwachungsschaltung
angeschlossen, die ihrerseits mit einer Steuer- und Auswertevorrichtung verbunden
ist. Das Signal des lichtempfindlichen Empfangselements wird nicht verarbeitet, wenn
es unterhalb oder oberhalb eines vorgegebenen Spannungsbandes liegt.
[0009] Aus Energiespargründen und zur Verlängerung der Standzeit ist es üblich, die Sendedioden
einer Lichtschranke bei Münzprüfern nicht kontinuierlich mit Spannung zu beaufschlagen,
sondern nur von Zeit zu Zeit kurzzeitig. Hierfür wird eine Aktivierungsleitung verwendet,
die ggf. über einen Schalttransistor die Sendediode an eine Spannungsquelle anschließt.
Erst in diesem Fall beginnt die Sendediode Licht abzugeben, beispielsweise im Infrarotbereich.
Falls das lichtempfindliche Empfangselement nicht abgedeckt ist, gibt diese ein Ausgangssignal
ab. Im anderen Fall gibt diese kein oder ein anderes Ausgangssignal ab, das entsprechend
in der Steuer- und Auswertevorrichtung verarbeitet wird. Falls an der Diode ein Kurzschluß
eintritt oder eine Unterbrechung, ändert sich das Potential am Eingang der Sendediode
und liegt außerhalb eines Spannungsbandes, das normalerweise eingehalten wird, wenn
die Sendediode fehlerfrei arbeitet.
[0010] Wird, wie üblich, in einem Münzgerät eine Vielzahl von Lichtschranken eingesetzt,
ist es denkbar, eine einzige Überwachungsschaltung vorzusehen und durch diese nach
Maßgabe der Aktivierung der Sendedioden die jeweilige Lichtschranke zu überwachen.
[0011] Die Erfindung ist in einer Ausgestaltung der Erfindung vorzugsweise anwendbar auf
die Füllstandsmessung in Münztuben. Mit Hilfe der Erfindung lassen sich daher Fehler
bei der Korrektur eines Tubenzählers wirksam vermeiden.
[0012] Eine andere Anwendung sieht erfindungsgemäß vor, daß die Lichtschranke zur Durchmesserbestimmung
in einem Münzprüfer verwendet wird.
[0013] Schließlich ist auch denkbar, die erfindungsgemäße Überwachungsschaltung bei einer
Lichtschranke zur Feststellung der Endstellung eines Motors anzuwenden, der die Ausgabe
von Münzen aus den Münztuben bewerkstelligt.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher
erläutert.
[0015] Die einzige Figur zeigt ein Schaltungsbeispiel nach der Erfindung.
[0016] In der Figur ist eine Lichtschranke dargestellt, bestehend aus einer lichtemittierenden
Diode D1, die z. B. Infrarotlicht abgibt, und einem lichtempfindlichen Transistor
Tl. Eine derartige Lichtschranke ist z. B. vorgesehen an einer Münztube eines Geldwechslers
zur Feststellung des Pegels der Münzen in der Münztube. Üblicherweise weist jede Münztube
zwei oder drei derartige Lichtschranken auf. Es ist aber auch denkbar, eine derartige
Lichtschranke zur Anwesenheitsbestimmung aller Münzen in einem Münzgerät vorzusehen
oder zur Bestimmung der Endstellung eines Motors für eine Auszahlvorrichtung aus einer
Münztube oder dergleichen.
[0017] Derartige Lichtschranken werden nicht permanent eingeschaltet, sondern periodisch.
Die Einschaltung erfolgt über einen Schalttransistor T2, der über einen Widerstand
sowie mit einer Aktivierungsleitung A1 verbunden ist. Die Aktivierungsleitung ist
an eine geeignete Spannungsquelle angeschlossen. Diese legt an die Diode D1 eine Spannung
U1 an, wobei ein Teil der Spannung am Widerstand W2 abfällt. Der lichtempfindliche
Transistor T1 ist mit einer Ausgangsleitung Q1 verbunden, die zu einer nicht gezeigten
Steuer- und Auswertevorrichtung führt. Die Steuer- und Auswertevorrichtung fragt im
Takt mit der Aktivierung der Sendediode D1 die Leitung Q1 ab, um festzustellen, ob
die Strecke zwischen Sendediode D1 und Transistor T1 frei oder durch einen Gegenstand
unterbrochen ist.
[0018] Mit einem Punkt zwischen dem Widerstand W2 und der Anode der Diode D1 ist eine Auswerteschaltung
AW verbunden. Diese ermittelt das Potential an dem besagten Punkt, das bei intakter
Diode D1 sich innerhalb einer bestimmten Bandbreite bewegt. Wird hingegen bei der
Aktivierung der Diode D1 ein oberhalb oder unterhalb dieser Bandbreite liegendes Potential
gemessen, wird über eine Leitung Q2, die mit der Steuer- und Auswertevorrichtung verbunden
ist, ein entsprechendes Signal abgegeben. Dieses Signal sorgt dafür, daß das Ausgangssignal
des Transistors T1 nicht gewertet wird, weil es möglicherweise ein Falschsignal ist.
Befindet sich z. B. kein Hindernis in der Lichtschranke, wird aber vom Transistor
T1 ein Signal abgegeben, das dem Vorhandensein eines Hindernisses entspricht, würde
ein Falschsignal abgegeben. Z. B. würde für eine Münztube ein Füllstand angezeigt,
der in Wahrheit nicht existiert.
1. Lichtschranke in einem Münzgerät, die eine Sendediode und ein lichtempfindliches Empfangselement
aufweist sowie eine über einen Schalter an eine Steuerspannungsquelle anlegbare Aktivierungsleitung
für die Sendediode, wobei das Münzgerät eine Steuer- und Auswerteschaltung aufweist,
mit der das lichtempfindliche Element bei spannungsbeaufschlagter Aktivierung abgefragt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingang der Sendediode (D1) an eine Überwachungsschaltung (AW) angeschlossen
ist, die ihrerseits mit der Steuer- und Auswertevorrichtung verbunden ist und das
Signal des lichtempfindlichen Empfangselements (T1) nicht verarbeitet wird, wenn es
unterhalb oder oberhalb eines vorgegebenen Spannungsbandes liegt.
2. Lichtschranke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils mindestens eine Lichtschranke an jeweils einer Tube eines Geldwechslers angeordnet
ist.
3. Lichtschranke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie zur Durchmesserbestimmung im Münzweg eines Münzprüfers angeordnet ist.
4. Lichtschranke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einem Motor zur Ausgabe von Münzen aus Münztuben zugeordnet ist.