[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Wärmeaustausch zwischen strömungsfähigen
Medien, von denen zumindest eines in flüssigem Zustand ist.
[0002] Bekannte Vorrichtungen (DE-A-196 51 988), die dazu dienen, den thermischen Zustand
einer sie durchströmenden Flüssigkeit zu beeinflussen, finden in der Technik weit
verbreitete Anwendung, insbesondere in Form von Flüssigkeits/Luft-Kühlern. Bei der
Anwendung in Verbindung mit Hydraulikanlagen oder Fertigungseinrichtungen, wobei Betriebsfluide
wie Hydrauliköl, Schmierstoffe oder Kühl-Schmierstoffe mittels Kühlluft gekühlt werden
sollen, die durch die Vorrichtung hindurch geführt wird, sind Vorkehrungen erforderlich,
um Betriebsstörungen oder das Versagen der Vorrichtung aufgrund der Temperaturabhängigkeit
der Viskosität der zu kühlenden Flüssigkeit zu vermeiden. Um den Wirkungsgrad des
Wärmeaustausches zu optimieren, sind in den Fluidwegen, die die zu kühlende Flüssigkeit
innerhalb der Vorrichtung durchströmt, üblicherweise Turbulenz erzeugende Schaufeln
oder Lamellen angeordnet, die von der Flüssigkeit umströmt werden müssen, die hierbei
verwirbelt wird, so dass sämtliche Bestandteile des Flüssigkeitsstromes mit den den
Fluidweg umgebenden Wänden für den Wärmeaustausch in Kontakt kommen.
[0003] Die die Verwirbelung bewirkenden Bauelemente bewirken eine gewisse Drosselung des
Flüssigkeitsstromes, so dass sich zwischen der eingangsseitigen Einströmkammer für
die zu kühlende Flüssigkeit und der ausgangsseitigen Ausströmkammer der Flüssigkeit
ein von der Drosselung abhängiger Differenzdruck aufbaut. Bei zu kühlenden Flüssigkeiten,
deren Viskosität stark temperaturabhängig ist, kann während Betriebsphasen, in denen
die betreffende Flüssigkeit eine niedrige Temperatur hat, also beispielsweise während
Anfahrphasen, in denen das betreffende Betriebsfluidum noch kalt ist, die entsprechend
hohe Viskosität der Flüssigkeit aufgrund der Drosselung in den Fluidwegen der Vorrichtung
zu einem übermäßigen Druckanstieg führen. Um solche Überdrücke, die zu Störungen oder
Beschädigungen führen könnten, zu vermeiden, ist üblicherweise eine Nebenstromeinrichtung
zwischen Einströmkammer und Ausströmkammer der Vorrichtung vorgesehen, die normalerweise
geschlossen ist, jedoch eine Druckbegrenzungseinrichtung aufweist, die den Nebenstrom
der Flüssigkeit solange ermöglicht, bis, wenn die zu kühlende Flüssigkeit ihre Betriebstemperatur
erreicht hat und sich die Viskosität entsprechend verringert hat, der Differenzdruck
an der Vorrichtung auf einen sicheren Wert abgesunken ist, bei dem der Nebenstrom
gesperrt wird und die Flüssigkeit ausschließlich die Fluidwege für den Wärmeaustausch
durchströmt.
[0004] Durch die DE-A-41 06 963 ist eine Kühlvorrichtung für fluide Medien bekannt, insbesondere
Wasserkühler für mit Öl betriebene Hydraulikanlagen und Verbrennungsmotoren, bei der
das zu kühlende Medium II unter Wärmeaustausch in indirekten Kontakt mit dem Kühlmedium
I gebracht wird, mit einem an sich bekannten Öl-Luftkühler mit Anschlußstutzen für
den Ein- bzw. Austritt des Mediums II in einen Kühlkörper, der mehrere voneinander
beabstandete, parallel verlaufende Kühlkanäle aufweist, deren Zwischenräume mit Lamellen
ausgefüllt sind, durch die das Medium 1 turbulent hindurchströmt und wobei an der
mit den Anschlußstutzen versehenen Längsseiten ein Deckel vorgesehen ist, der im Bereich
der Anschlußstutzen befestigt ist und innen- und außenliegende Dichtungen aufweist,
und mit einem in etwa hohlquaderförmigen Gußkörper mit mehreren Kammern und Stutzen
für den Ein- und Austritt des Mediums I, in den der Öl-Luftkühler im wesentlichen
formschlüssig derart eingesetzt und befestigt ist, dass im Gebrauchszustand der Außenrand
des Deckels über eine Dichtung abdichtend am Gehäuserand anliegt.
[0005] Hierdurch ergibt sich eine kostengünstig zu realisierende Kühlvorrichtung für fluide
Medien mit einem verbesserten Wärmeaustausch; jedoch kann es insbesondere bei den
genannten Anfahrphasen, in denen die betreffende Flüssigkeit eine niedrigere Temperatur
hat und somit gegebenenfalls eine hohe Viskosität vorliegt, zu Überdrücken und mithin
zu Beschädigungen an der bekannten Kühlvorrichtung kommen.
[0006] Durch die DE 42 32 366 A ist eine gattungsgemäße Vorrichtung zum Wärmeaustausch zwischen
strömungsfähigen Medien bekannt, von denen zumindest eines in flüssigem Zustand ist,
mit einem Wärmetauscher-Block, der auf einer Seite durch eine Einströmkammer und auf
der gegenüberliegenden Seite durch eine Ausströmkammer für Zufuhr bzw. Abfuhr des
flüssigen Mediums begrenzt ist, der Fluidwege für das flüssige Medium, die sich durch
den Block von der Einströmkammer zur Ausströmkammer erstrecken und durch zwischen
ihnen befindliche Strömungswege für das Hindurchleiten des anderen strömungsfähigen
Mediums voneinander getrennt sind, sowie eine Deckplatte aufweist, die sich, die Fluidwege
und Strömungswege überdeckend, von Einströmkammer zur Ausströmkammer erstreckt und
den Block an einem Ende abschließt, wobei die Deckplatte zumindest einen inneren Durchgangskanal
aufweist, der sich, die Fluidwege umgehend als Nebenstromkanal von der Einströmkammer
zur Ausströmkammer erstreckt, durch zumindest eine Druckbegrenzungseinrichtung sperrbar
und durch Öffnen der Einrichtung aufgrund einer zwischen Einströmkammer und Ausströmkammer
herrschenden, einen vorbestimmten Schwellenwert überschreitenden Druckdifferenz freigebbar
ist.
[0007] Gemäß einer Ausführungsform der bekannten Lösung ist der Ölkühler einflutig ausgebildet,
so dass, wenn das Öl Betriebstemperatur hat und zu Kühlen ist statt über eine Überbrückungsleitung
in der Deckplatte des Kühlers das Öl im Rücklauf über die sonstigen Fluidwege innerhalb
des Wärmetauscherblockes von der Einströmkammer in Richtung zur Ausströmkammer hin
geführt wird. Demgemäß werden sämtliche Fluidwege des Rohrbündels des Wärmetauscherblockes
in der einen Richtung vom Öl durchströmt. Bei einer anderen zweifluidigen Ausführungsform
ermöglicht ein Rohrbündel des Wärmetauscherblockes den Vorlauf des über einen Öleinlaß
zugeführten Öls von der Ausströmkammer in Richtung der Einströmkammer, die insoweit
als Umkehrkammer dient und ein weiteres zweites Rohrbündel erlaubt den Rücklauf des
Öls von der Einströmkammer zurück zur Ausströmkammer und von dort zu einem Ölauslass.
Zur Trennung der Fluidströme dient eine Trennwand innerhalb der Ausströmkammer, die
diese insoweit in etwa gleich große Teilkammern trennt.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
unter Beibehalten der Vorteile im Stand der Technik die bekannten Vorrichtungen dahingehend
weiter zu verbessern, dass sie durch einen besonders einfachen Aufbau ausgezeichnet
sind, der sich einfach und kostengünstig realisieren läßt, und dass dennoch in hohem
Maße ein funktionssicherer Gebrauch bei unterschiedlichsten Temperaturen des zu kühlenden
Mediums erreicht ist.
[0009] Erfindungsgemäß löst diese Aufgabe eine Vorrichtung, die die Merkmale des Patentanspruches
1 in seiner Gesamtheit aufweist.
[0010] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist einen Wärmetauscherblock auf, bei dem sich
die Fluidwege für die am Wärmeaustausch beteiligte Flüssigkeit zwischen einer den
Block auf einer Seite begrenzenden Einströmkammer und einer den Block auf der gegenüberliegenden
Seite begrenzenden Ausströmkammer erstrecken; wobei sich Fluidwege und Strömungswege
für das Hindurchleiten des anderen strömungsfähigen Mediums, beispielsweise der Kühlluft,
miteinander abwechseln, d.h. im Block aufeinanderliegen. Als oberer Abschluß des Blockes
ist eine Deckplatte vorgesehen. Dadurch, dass gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches
1 die Deckplatte zwei Durchgangskanäle aufweist, die sich, die Fluidwege umgehend,
als Nebenstromkanäle von der Einströmkammer zur Auströmkammer erstrekken, ist der
jeweilige Durchgangskanal abhängig von der Druckdifferenz zwischen Einströmkammer
und Ausströmkammer mittels einer Druckbegrenzereinrichtung sperrbar oder freigebbar.
Erfindungsgemäß ist daher die als Sicherheitseinrichtung gegen einen Aufbau von Überdruck
vorgesehene jeweilige Nebenstromeinrichtung in die Deckplatte des Wärmetauscher Blockes
integriert. Dies führt zu einer wesentlichen Vereinfachung des Aufbaus der Vorrichtung,
die in erstrebter Weise einfach und billig herstellbar ist.
[0011] Die Herstellung der Vorrichtung gestaltet sich besonders einfach, der als Deckplatte
ein Abschnitt eines durch Extrudieren gebildeten Hohlprofilkörpers in Form eines Flachrohres
vorgesehen ist, das an beiden Enden durch eine Verschlußplatte abgeschlossen ist.
Dabei ist der Strang des das Flachrohr bildenden Hohlprofilkörpers so extrudiert,
dass das Flachrohr die beiden inneren Durchgangskanäle aufweist. Die Wand des Flachrohres
ist mit entsprechenden Durchgansgbohrungen versehen, die in den Endbereichen jedes
Durchgangskanales die Fluidverbindung zur Einströmkammer und Ausströmkammer ermöglichen,
wobei für jeden Durchgangskanal des Flachrohres zumindest je eine Druckbegrenzungseinrichtung
vor gesehen. Diese sind jeweils in einer der Durchgangsbohrungen in dem Flachrohr
angeordnet.
[0012] Bei der Vorrichtung kann die jeweilige Druckbegrenzungseinrichtung auch aus einem
mittels Druck und/oder Temperatur angesteuerten Schließteil bestehen, beispielsweise
in Form eines temperaturabhängigen Dehnstoff elementes. Ist das zu kühlende Medium
kalt, baut es in der Vorrichtung auch einen entsprechend hohen Druck auf und die Druckbegrenzungseinrichtung
hat die Bypass-Funktion des Kühlers freizugeben. Steigt die Temperatur des zu kühlenden
Mediums dann an und ist dergestalt dünnflüssig, kann es den Kühler unter Umgehung
der Bypass-Funktion unmittelbar durchströmen, in dem bei höherer Temperatur das Schließteil
den Bypass verschließt. Ein dahingehendes Schließteil läßt sich beispielsweise durch
ein Dehnstoffelement entsprechend realisieren und die erfindungsgemäße Bypass-Vorrichtung
läßt sich auch nachträglich an bestehende Kühler anschließen.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist als Druckbegrenzungseinrichtung für jeden
Durchgangskanal jeweils ein Rückschlagventil in Form eines federbelasteten Sitzventils
vorgesehen.
[0014] Bei der Fertigung des Wärmetauscher-Blockes können die die Fluidwege und die die
Strömungswege bildenden Bauelemente jeweils übereinander liegend zur Bildung eines
Blockes mit gewünschter Anzahl von Elementen verlötet werden, wobei gleichzeitig die
die Nebenströmeinrichtung bildendende Deckplatte an der Oberseite des Blockes durch
Verlöten festgelegt werden kann.
[0015] Eine besonders einfache Bauweise ergibt sich, wenn das die Deckplatte bildende Flachrohr
an den Enden des Durchgangskanales oder der Durchgangskanäle durch eine Verschlußplatte
angeschlossen ist, die beim Löten des Wärmetauscher-Blockes mit angelötet wird. Wenn
sich die Verschlußplatten über die Enden mehrerer Durchgangskanäle erstrecken, weisen
die Verschlußplatten vorzugsweise einen in ihnen ausgebildeten Durchlaß auf, welcher
eine Fluidverbindung zwischen den Durchgangskanälen ermöglicht. Dieser Durchlaß kann
durch eine in die Verschlußplatten eingearbeitete, langgestreckte Vertiefung gebildet
sein, die sich über die Enden der im Flachrohr befindlichen Durchgangskanäle erstreckt.
[0016] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
im einzelnen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1 eine stark schematisch vereinfachte Darstellung eines Ausführungsbeispieles
der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Form eines Luft/Flüssigkeits-Kühlers;
- Fig. 2 eine lediglich zur Verdeutlichung der Fluidströmung im Ausführungsbeispiel
gedachte Schemaskizze der Nebenstromeinrichtung des Ausführungsbeispieles mit zugeordneten
Druckbegrenzungseinrichtungen;
- Fig. 3 eine Schnittdarstellung eines zweizügigen Flachrohres der Nebenstromeinrichtung
des Flachrohres, entsprechend der Schnittlinie III/III von Fig. 1 und
- Fig. 4 eine Draufsicht der Innenseite einer Verschlußplatte für den endsetitigen Abschluß
des in Fig. 3 gezeigten Flachrohres.
[0017] In Fig. 1, die in stark schematisch vereinfachter Darstellung ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung in Form eines Flüssigkeits/Luft-Kühlers in Blockbauweise zeigt, sind
eine Einströmkammer für die Zufuhr der zu kühlenden Flüssigkeit und eine Ausströmkammer
zur Abgabe der Flüssigkeit mit 1 bzw. mit 3 bezeichnet. Zwischen Einströmkammer 1
und Ausströmkammer 3 weist der Wärmetauscher-Block sich abwechselnde, übereinander
liegende Wärmetauschelemente plattenförmiger Gestalt auf, nämlich Fluidführungskörper
5, die innere Fluidwege 7 enthalten, durch die die zu kühlende Flüssigkeit von der
Einströmkammer 1 zur Ausströmkammer 3 fließt, sowie Gitterkörper 8, die Strömungswege
für hindurchströmende Kühlluft bilden, die Kühllamellen der Gitterkörper 8 bestreicht.
Die Fluidführungskörper 5 und die Gitterkörper 8 sind plattenartige Bauelemente mit
quadratischem oder rechteckigem Umriß.
[0018] Der Wärmetauscher-Block mit seitlicher Einströmkammer 1 und seitlicher Ausströmkammer
3 und dem zwischen ihnen befindlichen Stapel aus Fluidführungskörpern 5 und Gitterkörpern
8, welche Bauelemente sämtlich miteinander verlötet sind, ist an der Oberseite durch
eine Deckplatte 9 abgeschlossen, die ebenfalls aufgelötet ist. Diese Deckplatte 9
bildet eine Nebenstromeinrichtung für eine Fluidverbindung zwischen Einströmkammer
1 und Ausströmkammer 3 unter Umgehung der Fluidwege 7 in den Fluidführungskörpern
5, siehe die in Fig. 1 und 2 doppellienig eingezeichneten Strömungspfeile, die das
Einströmen der Flüssigkeit aus der Einströmkammer 1 in die Deckplatte 9 sowie das
Strömen der Flüssigkeit aus der Deckplatte 9 in die Ausströmkammer 3 über federbelastete
Kugelrückschlagventile 11 verdeutlichen.
[0019] Die durch Federbelastung normalerweise geschlossenen Rückschlagventile 11 bilden
eine Druckbegrenzungseinrichtung, die den Flüssigkeitsdurchstrom freigibt, wenn die
Druckdifferenz zwischen Einströmkammer 1 und Ausströmkammer 3 einen durch Einstellung
der Ventilfederkraft vorgewählten Schwellenwert übersteigt. In Fig. 1 ist lediglich
ein Rückschlagventil 11 gezeigt. Im Interesse eines Ventildurchlaßquerschnittes in
gewünschter Größe sind jedoch beim vorliegenden Ausführungsbeispiel mehrere hintereinander
liegende Rückschlagventile 11 vorgesehen, wie aus Fig. 2 entnehmbar ist, die mit gegenüber
Fig. 1 senkrechter Blickrichtung gesehen die Fluidströmung der durch die Deckplatte
9 gebildete Nebenstromeinrichtung durch die Rückschlagventile 11 hindurch, d. h. in
die Ausströmkammer 3 hinein, verdeutlicht.
[0020] Die Deckplatte 9 ist, wie aus Fig. 3 zu ersehen ist, durch einen Strangabschnitt
eines extrudierten Hohlkörperprofiles in Form eines Flachrohres gebildet, das beim
vorliegenden Beispiel zweizügig ist, also zwei innere Durchgangskanäle 13 aufweist.
Beide Enden des die Deckplatte 9 bildenden Flachrohres sind durch je eine Verschlußplatte
15 abgeschlossen, die in Fig. 4 näher dargestellt ist. Durchgangsbohrungen in der
Wand des die Deckplatte 9 bildenden Flachrohres bilden die Fluidverbindung zwischen
Einströmkammer 1 und den inneren Durchgangskanälen 13 sowie die Fluidverbindung der
Durchgangskanäle 13 mit der Ausströmkammer 3. Die der Einströmkammer 1 zugeordneten
Durchgangsbohrungen, von denen in Fig. 1 nur eine sichtbar ist, sind mit 17 bezeichnet.
Die der Ausströmkammer 3 zugeordneten Durchgangsbohrungen sind mit 19 bezeichnet.
Entsprechend der beim Ausführungsbeispiel vorgesehenen Anzahl von zwei Durchgangskanälen
13 sind beim vorliegenden Beispiel zwei Durchgangsbohrungen 17 an der Einströmkammer
1 und zwei Durchgangsbohrungen 19 an der Ausströmkammer 3 vorgesehen.
[0021] Wie aus Fig. 2 entnehmbar ist, ist in jeder Durchgangsbohrung 19 ein Rückschlagventil
11 angeordnet, um, wie bereits oben angedeutet, einen ausreichend großen Ventilsdurchtrittsquerschnitt
zu erreichen, ohne übermäßig große Ventile verwenden zu müssen. Um an den Enden des
die Deckplatte 9 bildenden Flachrohres eine Fluidverbindung zwischen den beiden Durchgangskanälen
13 zu ermöglichen, sind die Verschlußplatten 15 mit einer eingearbeiteten, vertieften,
langgestreckten Nut 21 versehen. Bei mit der Deckplatte 9 an den Enden der Durchgangskanäle
13 verlöteten Verschlußplatten 15 erstreckt sich die Nut 21 über die Enden beider
Durchgangskanäle 13, wie beim Vergleichen der Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, wodurch
ein Durchlaß gebildet wird, der eine Fluidverbindung zwischen den Durchgangskanälen
13 an deren beiden Enden herstellt.
[0022] Um im fertigen Zustand der Vorrichtung einen Zugang zu den als Druckbegrenzungseinrichtung
dienenden Rückschlagventilen 11 zu ermöglichen, sind in der Wand des die Deckplatte
9 bildenden Flachrohres Zugangsbohrungen 23 ausgebildet, die dem betreffenden Rückschlagventil
11 jeweils gegenüberliegend ausgebildet sind, siehe Fig. 1 und 3. Wie aus Fig. 1 ersichtlich
ist, sind die Zugangsbohrungen 23 durch ein Verschlußteil 25 abschließbar, bei dem
es sich um ein eingeschraubtes Deckelteil oder dergleichen handeln kann.
Bei einer nicht näher dargestellten Ausführungsform der Vorrichtung kann die jeweilige
Druckbegrenzungseinrichtung 11 auch aus einem mittels Druck und/oder Temperatur angesteuerten
Schließteil bestehen, beispielsweise in Form eines temperaturabhängigen Dehnstoffelementes.
Ist das zu kühlende Medium kalt, baut es in der Vorrichtung auch einen entsprechend
hohen Druck auf und die Druckbegrenzungseinrichtung 11 hat die Bypass-Funktion des
Kühlers freizugeben. Steigt die Temperatur des zu kühlenden Mediums dann an und ist
dergestalt dünnflüssig, kann es den Kühler unter Umgehung der Bypass-Funktion unmittelbar
durchströmen, indem bei höherer Temperatur das Schließteil den Bypass verschließt.
Ein dahingehendes Schließteil läßt sich beispielsweise durch ein Dehnstoffelement
entsprechend realisieren.
[0023] Die erfindungsgemäße Bypass-Vorrichtung läßt sich auch nachträglich an bestehende
Kühler anschließen, da vorzugsweise die Bypass-Vorrichtung eine Höhe aufweist, die
einem Fluidkanal 7 sowie einem nachfolgenden Lamellenkanal 8 in der Bauhöhe entspricht.
Entfernt man mithin bei einer bereits ausgelieferten Kühleinrichtung die dahingehende
obere Lamellenreihe nebst Fluidkanal, ist Bauraum geschaffen, um die in der Höhe standardisierte
Bypass-Vorrichtung nachträglich anzubringen und anzuschweißen, so daß eine nachträgliche
Nachrüstung mit der Bypass-Vorrichtung ohne weiteres möglich ist, ohne daß die Kühlleistung
der derart umgebauten Kühlvorrichtung wesentlich reduziert wäre.
1. Vorrichtung zum Wärmeaustausch zwischen strömungsfähigen Medien, von denen zumindest
eines in flüssigem Zustand ist, mit einem Wärmetauscher-Block, der auf einer Seite
durch eine Einströmkammer (1) und auf der gegenüberliegenden Seite durch-eine Ausströmkammer
(3) für Zufuhr bzw. Abfuhr des flüssigen Mediums begrenzt ist, der Fluidwege (7) für
das flüssige Medium, die sich durch den Block von der Einströmkammer (1) zur Ausströmkammer
(3) erstrecken und durch zwischen ihnen befindliche Strömungswege (8) für das Hindurchleiten
des anderen strömungsfähigen Mediums voneinander getrennt sind, sowie eine Deckplatte
(9) aufweist, die sich, die Fluidwege (7) und Strömungswege (8) überdeckend, von Einströmkammer
(1) zur Ausströmkammer (3) erstreckt und den Block an einem Ende abschließt, wobei
die Deckplatte (9) zumindest einen inneren Durchgangskanal (13) aufweist, der sich,
die Fluidwege (7) umgehend, als Nebenstromkanal von der Einströmkammer (1) zur Ausströmkammer
(3) erstreckt, durch zumindest eine Druckbegrenzungseinrichtung (11) sperrbar und
durch Öffnen der Einrichtung (11) aufgrund einer zwischen Einströmkammer (1) und Ausströmkammer
(3) herrschenden, einen vorbestimmten Schwellenwert überschreitenden Druckdifferenz
freigebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass als Deckplatte (9) ein Abschnitt eines durch Extrudieren gebildeten Hohlprofilkörpers
in Form eines Flachrohres (9) vorgesehen ist, das an beiden Enden durch eine Verschlußplatte
(15) abgeschlossen ist, dass in der Wand des Flachrohres (9) in dessen an die Einströmkammer
(1) und die Ausströmkammer (3) angrenzenden Endbereichen Durchgangsbohrungen (17,
19) ausgebildet sind, die eine Fluidverbindung zwischen dem zumindest einen Durchgangskanal
(13) des Flachrohres (9) und der Einströmkammer (1) und der Ausströmkammer (3) bilden,
dass das Flachrohr (9) zwei innere Durchgangskanäle (13) aufweist, die jeder über
die Durchgangsbohrungen (17, 19) mit der Einströmkammer (1) bzw. der Ausströmkammer
(3) in Verbindung sind, dass für jeden Durchgangskanal (13) des Flachrohres (9) zumindest
je eine Druckbegrenzungseinrichtung (11) vorgesehen ist, dass die Druckbegrenzungseinrichtung
(11) für jeden Durchgangskanal (13) in einer die Wand des Flachrohres (9) durchdringenden
Durchgangsbohrung (17, 19) angeordnet ist, und dass die Druckbegrenzungseinrichtungen
(11) jeweils in der den Durchgangskanal (13) mit der Ausströmkammer (3) verbindenden
Durchgangsbohrung (19) vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Druckbegrenzungseinrichtung jeweils ein Rückschlagventil (11) in Form eines federbelasteten
Sitzventiles vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wand jedes Durchgangskanales (13) in dem dem Rückschlagventil (11) gegenüberliegenden
Bereich eine den Zugang zum Ventil (11) ermöglichende Zugangsbohrung (23) ausgebildet
ist, die durch ein Verschlußteil (25) abschließbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in den die Enden des Flachrohres (9) abschließenden Verschlußplatten (15) ein eine
Fluidverbindung zwischen den Durchgangskanälen (13) bildender Durchlaß (21) ausgebildet
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchlaß der Verschlußplatten (15) durch eine in sie eingearbeitete, langgestreckte
Vertiefung (21) gebildet ist, die sich über die Enden der im Flachrohr (9) befindlichen
Durchgangskanäle (13) erstreckt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige Druckbegrenzungseinrichtung (11) aus einem mittels Druck und/oder Temperatur
angesteuerten Schließteil besteht.
1. Means for heat exchange between flowable media, of which at least one is in a liquid
condition, with a heat exchanger block limited on one side by an inlet chamber (1),
and on the opposite side by an outlet chamber (3) for the supply, i.e. removal of
the liquid medium, comprising fluid paths (7) for the liquid medium, which extend
through the block from the inlet chamber (1) to the outlet chamber (3), and separated
by flow paths (8) for the conveying of the other flowable medium located between the
same, as well as a cover plate (9) which extends from the inlet chamber (1) to the
outlet chamber (3) covering the fluid paths (7) and flow paths (8) and closes off
the block at one end, whereby the cover plate (9) comprises at least one inner passage
channel (13) which extends as a by-pass channel from the inlet channel (1) to the
outlet channel (3) whilst by-passing the fluid paths (7) through at least one pressure
limiting device (11), lockable and releasable by means of a pressure difference exceeding
a pre-determined limit value existing between the inlet chamber (1) and the outlet
chamber (3), characterised in that a section of a hollow profile body in the form of a flat pipe (9) created by means
of extruding is envisaged as the cover plate (9), the same being closed off at both
ends by a closure plate (15), and in that passage bores (17, 18) are formed in the wall of the flat pipe (9), i.e. in the end
sections of the same adjacent to the inlet chamber (1) and the outlet chamber (3),
which form a fluid connection between the at least one passage channel (13) of the
flat pipe (9) and the inlet chamber (1) and the outlet chamber (3), and in that the flat pipe (9) comprises two inner passage channels (13), each of which in connected
with the inlet chamber (1), i.e. the outlet chamber (3) via the passage bores (17,
19), and in that at least one pressure limiting device (11) each is envisaged for each passage channel
(13) of the flat pipe (9), and in that the pressure limiting device (11) for each passage channel (13) is located in a passage
bore (17, 19) penetrating the wall of the flat pipe (9), and in that the pressure limiting devices (11) are each envisaged in the passage bores (19) connecting
the passage channel (13) with the outlet chamber (3).
2. Means according to Claim 1, characterised in that a non-return valve (11) each in the form of a spring loaded seat valve is envisaged
as the pressure limiting device.
3. Means according to Claim 1 or 2, characterised in that an access bore (23) enabling access to the valve (11) is envisaged in the wall of
each passage channel (13) in the area opposite the non-return valve (11), the same
being closable by means of a closure part (25).
4. Means according to one of the Claims 1 to 3, characterised in that a passage (21) forming a fluid connection between the passage channels (13) is formed
in the closure plates (15) closing off the ends of the flat pipe (9).
5. Means according to Claim 4, characterised in that the passage in the closure plates (15) is formed by a longitudinal recess (21) inserted
into the same which extends across the ends of the passage channels (13) located in
the flat pipe (9).
6. Means according to one of the Claims 1 to 5, characterised in that the relevant pressure limiting device (11) consists of a closure part being controlled
by pressure and/or temperature.
1. Dispositif d'échange de chaleur entre des milieux aptes à s'écouler, dont l'un au
moins est à l'état liquide, comprenant un bloc d'échangeur de chaleur, qui est délimité
d'un côté par une chambre (1) d'entrée et, du côté opposé, par une chambre (3) de
sortie pour l'afflux et l'évacuation du milieu liquide, qui a des voies (7) de fluide
pour le milieu liquide qui vont dans le bloc de la chambre (1) d'entrée à la chambre
(3) de sortie et qui sont séparés les uns des autres par des voies (8) de courant
se trouvant entre elles pour le passage de l'autre milieu à s'écouler, ainsi qu'une
plaque (9) de couverture qui va, en recouvrant les voies (7) de fluide et les voies
(8) de courant, de la chambre (1) d'entrée à la chambre (3) de sortie et qui ferme
le bloc à une extrémité, la plaque (9) de couverture ayant au moins un canal (13)
de passage qui, en contournant les voies (7) de fluide, va en tant que canal de courant
secondaire de la chambre (1) d'entrée à la chambre (3) de sortie, qui peut être obturé
par au moins un dispositif (11) limiteur de pression et qui peut être dégagé par l'ouverture
du dispositif (11) en raison d'une différence de pression dépassant une valeur de
seuil déterminée à l'avance régnant entre la chambre (1) d'entrée et la chambre (3)
de sortie, caractérisé en ce qu'il est prévu comme plaque (9) de couverture une partie sous la forme d'un tube (9)
plat d'un corps profilé creux formé par extrusion qui est fermé aux deux extrémités
par une plaque (15) de fermeture, en ce qu'il est formé dans la paroi du tube (9) plat, dans ses parties d'extrémité voisines
de la chambre (1) d'entrée et de la chambre (3) de sortie, des trous (17, 19) de passage
qui forment une liaison fluidique entre le au moins un canal (13) de passage du tube
(9) plat et la chambre (1) d'entrée et la chambre (3) de sortie, en ce que le tube (9) plat a deux canaux (13) intérieurs de passage qui communiquent chacun
par les trous (17, 19) de passage avec la chambre (1) d'entrée et respectivement la
chambre (3) de sortie, en ce qu'il est prévu pour chaque canal (13) de passage du tube (9) plat au moins respectivement
un dispositif (11) limiteur de pression, en ce que le dispositif (11) limiteur de pression pour chaque canal (13) de passage est disposé
dans un trou (17, 19) de passage traversant la paroi du tube (9) plat, et en ce que les dispositifs (11) limiteurs de pression sont prévus respectivement dans le trou
(19) de passage mettant en communication le canal (13) de passage avec la chambre
(3) de sortie.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu comme dispositif limiteur de pression respectivement un clapet antiretour
(11) sous la forme d'une vanne à siège soumise à l'action d'un ressort.
3. Dispositif suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est constitué dans la paroi de chaque canal (13) de passage, dans la zone opposée
au clapet antiretour (11), un trou (23) d'accès permettant d'accéder à la vanne (11)
et pouvant être fermé par une pièce (25) de fermeture.
4. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il est constitué dans les plaques (15) de fermeture des extrémités du tube (9) plat
une traversée (21) formant une liaison fluidique entre les deux canaux (13) de passage.
5. Dispositif suivant la revendication 4, caractérisé en ce que la traversée des plaques (15) de fermeture est formée par une cavité (21) qui est
usinée, qui s'étend en longueur et qui s'étend sur les extrémités des canaux (13)
de passage se trouvant dans le tube (9) plat.
6. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif (11) limiteur de pression respectif est constitué d'une pièce de fermeture
commandée au moyen de la pression et/ou de la température.