[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum individuellen do-it-yourself)
Herstellen von Kerzen gemäß den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 und 6 sowie ein
Kerzenset nach dem Oberbegriff des Anspruchs 8.
[0002] Das Herstellen von Kerzen im do-it-yourself-Verfahren, bei dem Kerzen nach der Schüttmethode
in Gläsern oder anderen Behältnissen entstehen und darin auch beim Abbrennen belassen
werden und bei denen das Brennmaterial granulierter Wachs ist, ist seit langem bekannt
Das Einbringen des Dochtes ist die Hauptschwierigkeit, wenn eine Docht-, d.h. Kerzenlänge,
gewünscht wird, die - wie es meistens der Fall ist - länger als bei den allseits bekannten
Teelichtem ist. Aus Granulat hergestellte Teelichter sind aus der DE 93 18 744 U1
bekannt. Hierbei stehen die mit einem Standfuß aus Aluminium versehenen, nur 2-3 cm
langen Dochte aufgrund ihrer Eigensteifigkeit auch beim Einfüllen des Wachsgranulates
per Hand sicher und aufrecht in dem umgebenden Glas- oder Aluminiumschälchen. Diese
Methode versagt jedoch bereits bei nur wenig höheren Kerzen aufgrund der Dochtstabilität.
Um beim individuellen Herstellen von Kerzen, die höher sind als übliche Teelichter,
das Einbringen eines oder mehrerer Dochte in das Brennmaterial zu vereinfachen, wird
ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1, eine Vorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 6 sowie ein Kerzenset mit den Merkmalen das Anspruchs 8 vorgeschlagen.
[0003] Durch die Erfindung wird u.a. erreicht, dass - anders als beim fabrikmäßigen Herstellen
von Kerzen im Gießverfahren, wie es aus der DE 22 02 784 A1 oder DE 85 29 451 U1 bekannt
ist - nur ein einziger und zudem sehr einfacher Füllvorgang mit Brennmaterial erforderlich
ist, den auch völlig ungeübte Personen mit Leichtigkeit ausführen können. Technische
Hilfsvorrichtungen, wie der erwähnte Stand der Technik sie fordert, entfallen. Die
Erfindung hat nämlich erkannt, dass das verwendete Dochtsetzerrohr welches - anders
als bei den erwähnten Gießverfahren - nach dem Brennmaterial-Einfüllen sofort entfernt
wird, ohne dass eine Abkühl- und Verfestigungsphase abzuwarten ist, bei dessen Abziehen
vom Docht ein Nachrutschen der Brennmaterialpartikel ausgelöst oder in einfacher Weise
erlaubt. Ein Ausgießen des von dem Dochsetzerrohr hinterlassenen rohrförmigen Hohlraums,
wie es beim erwähnten Stand der Technik notwendig ist, entfällt daher, wodurch das
Herstellen solcher Kerzen in ansprechender Qualität für den Laien überhaupt erst möglich
wird.
[0004] Durch das erfindungsgemäße Vorsehen eines sogenannten Dochtsetzerrohres wird der
üblichen Labilität des Dochtes in einer Weise entgegengewirkt, dass der Docht sowohl
vor als auch nach dem Befüllen eines Kerzenaufnahmebehälters mit Brennstoff an genau
diejenige Stelle einfach eingebracht werden kann, an welcher sich der Docht in der
Kerze letztendlich befinden soll. Nach dem Dochtsetzen mit Hilfe des Dochtsetzerrohres
wird das untere Dochtende im Brennmaterial der Kerze oder am Boden im Innern des Kerzenaufnahmebehälters
mittels eines Dochtrückhalters verankert. Das Dochtsetzerrohr kann aufgrund des seitlichen
Spieles zu dem sich in ihm erstreckenden Docht vom Docht abzogen werden, ohne dass
sich dieser aus der einmal eingenommenen Position wieder herausbewegt.
[0005] Die vorgenannten sowie die beanspruchten und in den Ausführungsbeispielen beschriebenen
erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung,
Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen,
so dass die in dem Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung
finden können.
[0006] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen
Zeichnungen, in denen - beispielhaft - ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Kerzenherstellungsverfahrens und des dazugehörigen Kerzensets dargestellt ist.
In der Zeichnung zeigen:
[0007]
- Fig. 1A - 1C
- die Bestandteile eines Kerzensets und einer Kerzenherstellungs-vorrichtung in Gestalt
eines Kerzenaufnahmebehälters 12 befüllt mit Kerzenbrennmaterial 14 in Gestalt von
Granulatkörnern aus Wachs (Fig. 1A); ein Dochtsetzerrohr 16 (Fig. 1B) und einen Docht
18 mit Dochtrückhalter 20 (Fig. 1C);
- Fig. 2A - 2C
- den Kerzenherstellungsvorgang mit dem Kerzenset nach Fig. 1A-1C, wobei Fig. 2A und
2B den Vorgang des Dochtsetzens und Fig. 2C den Vorgang des Dochtsetzerrohr-Abziehens
darstellen;
- Fig. 3A - 3E
- verschiedene Ausführungsformen eines Dochtrückhalters.
[0008] Bei dem in Fig. 1A gezeigten Kerzenaufnahmebehälter 12 kann es sich um einen beliebig
geformten, unten geschlossenen und oben offenen Behälter aus beliebigem Material handeln,
der bei etwa Raumtemperatur bzw. Kerzenherstellungstemperatur ausreichend stabil ist
und/oder einem Sinterungsprozess eines als Schüttgut vorliegenden Kerzenbrennmaterials
standhält. Im dargestellten und in soweit bevorzugten Ausführungsbeispiel besteht
der Kerzenaufnahmebehälter 12 aus Glas und soll nicht nur als Herstellungsform sondern
auch zum Abbrennen der fertigen Kerze dienen. Er ist daher für das Kerzenabbrennen
hinreichend hitzebeständig und gewünschtenfalls transparent.
[0009] Als Kerzenbrennmaterial 14 kann neben dem in Fig. 1A dargestellten Granulat auch
ein solches aus Pulver, Prills oder in Flockenform jeweils unregelmäßig oder speziell
geformt, wie Sternchen, Kugeln oder ähnliches verwendet werden, um auf einfache Weise
schüttbar zu sein und auch eine einfache Farbgestaltungen in Form unterschiedlich
gefärbter Schichten oder farblich durchmischter Körner zu gestalten. Ebenso ist es
aber möglich, gelförmiges Kerzenbrennmaterial zu verwenden. Im Falle von als Schüttgut
vorliegendem Kerzenbrennmaterial kann dieses ohne weitere Behandlung verwendet werden
oder aber nach dem Einbringen des Dochtes einem Sinterungsvorgang, d.h. einem Kompaktieren,
bei dem die Schüttgutkömer zu einer mehr oder minder zusammenhängenden Masse miteinander
verbunden werden, unterzogen werden, eine solche Sinterung ist durch Anwendung von
mechanischem Druck und/oder Wärmeeinleitung möglich. Z. B. kann die Oberfläche der
Schüttgutpartikel oder des Schüttgutes nach dem Einbringen des Dochtes durch die Einwirkung
einer Wärmequelle , wie einer Lampe, eines Strahlers oder Heissluft, angeschmolzen
oder verflüssigt werden. Dies führt nach Abschalten des Wärmeeintrags zu einer Verfestigung.
Das Schüttgut wird dadurch (auch im Behälter) fixiert und die Kerzenoberfläche zumindest
teilweise geschlossen.
[0010] Weiterhin können die Hohlräume des Schüttgutes mit einer brennbaren Flüssigkeit,
z. B. Lampenöl aufgefüllt werden. Wird dafür erwärmtes Gelwachs verwendet, ist nach
dessen Erkalten das Schüttgut ebenfalls sehr gut fixiert. Dadurch wird außerdem die
Brenndauer verlängert und der optische Eindruck z. B. durch farbige Flüssigkeit variiert.
[0011] In allen drei Fällen werden die Kerzenbrennmaterialkörner an ihren Kontaktstellen
sozusagen miteinander verklebt. Je nach Stärke des Sintervorganges werden die Zwischenkornräume
verkleinert (Kompaktierungsvorgang) und im Extremfall mehr oder minder stark beseitigt.
[0012] Ein Dochtsetzerrohr 16 nach Fig. 1 B kann wiederum aus grundsätzlich beliebigem Material
hergestellt sein, solange es eine gewisse, für das Dochtsetzen ausreichende Eigensteifigkeit
aufweist. Als Quer- und Längsschnittsformen wird man in einfachen Fällen von kreiszylindrischen
geraden Röhrchen etwa konstanter Wandstärke Gebrauch machen. Das ist aber nicht zwingend.
Sowohl die Außen- als auch die Innenkontur können in vielfacher Weise von der Kreisform
abweichen, ebenso die Wandstärke und die Erstreckungsrichtung. Zum Beispiel können
von der Kreisform abweichende Außenkonturen die Griffigkeit der Oberfläche und damit
die Manövrierbarkeit beim Dochtsetzen und beim späteren Abziehen vom Docht verbessern.
Eine Durchsichtigkeit des Dochtsetzerrohres kann als Orientierungshilfe für die Dochtposition
dienen. Eine gewisse radiale oder axiale Verformbarkeit des Dochtsetzerrohres kann
hilfreich sein, um mit zunächst vergleichbar großem seitlichem Spiel und geringem
axialem Widerstand den Docht 18 (Fig. 1 C) einzuschieben. Wenn sich das Dochtsetzerrohr
nachfolgend plastisch in Maßen verformen lässt, kann dadurch das seitliche Spiel zum
Docht eingeengt und der Docht an einem einfachen Herausrutschen während des Dochtsetzens
gehindert werden. Auch können dadurch Dochte verschiedener Stärke mit demselben Dochtsetzerrohr
gesetzt werden. Andere Hilfsmittel, mit denen das Dochtsetzerrohr ausgestattet sein
kann, sind in der Zeichnung nicht eigens dargestellt, wie Handlingsmittel zur besseren
Führbarkeit des Dochtsetzerrohres, wie sie etwa von medizinischen Kanülen als Butterfly
bekannt sind oder wie Biegungen oder Abwinklungen des Dochtsetzerrohres am oberen
Ende oder dergleichen. Auch die Dochtlänge im Verhältnis zum Dochtsetzerrohr kann
sehr unterschiedlich gewählt werden. Wenn der Docht aus dem Dochtsetzerrohr oben herausschaut
kann er in dieser Position zum Beispiel durch Abwinkeln zunächst festgeklemmt werden.
Es ist aber auch möglich, Dochte, die kürzer als das Dochtsetzerrohr sind, am oberen
Ende klemmend im Dochtsetzerrohr zu halten, zum Beispiel wenn das Dochtsetzerrohr
aus einem elastisch verformbaren Material, wie einem Kunststoff besteht und sich durch
Aufbringen radialen Druckes im Querschnitt flachdrücken lässt, und zwar beispielsweise
an der Stelle, an der sich das obere Dochtende befindet, welches sich dadurch zeitweise
festklemmen lässt.
[0013] Der in Fig. 1 C gezeigte Docht 18 weist im entspannten Zustand eine krumme Form auf,
wie sie zum Beispiel nach dem Abwickeln von einer Spule entsteht. Diese Biegung erzeugt
eine willkommene Vorspannung zum Halten des Dochtes im Dochtsetzerrohr. Die Dochte
können getränkt oder ungetränkt, gewachst oder ungewachst oder anderweitig behandelt
sein. Jedenfalls sind übliche Dochte nicht ausreichend eigensteif, um mit einem Ende
voraus vom anderen Ende her in ein Kerzenbrennmaterial in zum Beispiel gerade gestreckter
Form hineingeschoben zu werden, da er sich hierbei aufgrund des axialen Widerstandes
zum Beispiel meandrierend verformt. Dieser Nachteil wird aufgehoben, wenn ein derartiger
Docht in ein Dochtsetzerrohr eingeschoben oder anderweitig von diesem umgeben wird,
wie es in Fig. 2A in der oberen Bildhälfte gezeigt ist.
[0014] Ein Dochtsetzerrohr und ein Docht reichen aber noch nicht aus, um den Docht an einer
vorbestimmten Stelle innerhalb eines Kerzenbrennmaterials zu plazieren. Vielmehr wird
ein Dochtrückhalter 20 benötigt, wie er in Fig. 3A - 3E beispielhaft dargestellt ist.
Es wurde erkannt, dass ein Dochtrückhalter es ermöglicht, das samt Docht in das Kerzenbrennmaterial
eingebrachte Dochtsetzerrohr nachfolgend von dem Docht wieder abzuziehen, ohne dass
letzterer seine beim Dochtsetzen eingenommene Solllage (Fig. 2B und 2C) wieder verlässt.
Die in Fig. 3A - 3E gezeigten Dochtrückhalter sind beispielhafter Natur. Fig. 3A zeigt
eine Haftmasse 22, mit der sich das untere Dochtende am Boden des Kerzenaufnahmebehälters
12 befestigen lässt. Hierzu kann das untere Dochtende zunächst mit der Haftmasse 22
umgeben werden. Die dadurch auftretende Verdickung wird so groß gewählt, dass sie
größer ist als der lichte Querschnitt am unteren Ende des Dochtsetzerrohres 16 ist.
Das untere Ende des Dochtsetzerrohres kann somit einen gewissen Druck auf die Haftmasse
beim Aufsetzen auf den Boden des Kerzenaufnahmebehälters ausüben, so dass dort am
Boden eine Haftung eintritt.
[0015] Fig. 3B und 3D zeigen sich nach unten hin verjüngende Enden des Dochtrückhalters,
die ein Eindringen in das Kerzenbrennmaterial beim Setzen des Dochtes mit dem Dochtsetzerrohr
fördern. Hierbei kann es sich auch um ein scheibchenförmiges Element handeln, bei
dem zwei Seiten hochgebogen werden. Bei den Ausführungsbeispiel nach Fig. 3B weist
das untere Dochtende gleichzeitig eine Verdickung 24 auf, deren äußere Abmessungen
über den Außenumfang des Dochtsetzerrohres hinausragen und damit beim Zurückziehen
des Dochtsetzerrohres von dem Kerzenbrennmaterial zurückgehalten wird. Eine Verdickung
des unteren Dochtendes wird auch durch einen Knoten wie in Fig. 3C gezeigt, ermöglicht,
welcher als Dochtrückhalter dient. In Fig. 3D ist der Dochtrückhalter als am unteren
Dochtende befestigbares eigenständiges Bauteil, z. B. aus Kunststoff oder Metall vorgesehen,
ebenso in Fig. 3E, wo Arme des Dochtrückhalters 20 etwa rechtwinklig vom unteren Dochtende
abstehen, sei es als einzelne Arme oder sei es in Tellerform oder dergleichen. Als
Dochtrückhalter eignet sich aber auch ein um das (distale) Mündungsende am Dochtsetzerrohr
umgebogenes Endstück des Dochtes. Dann erfolgt das Abziehen des Dochtsetzerrohres
z.B. unter leichter Drehung um seine Längsachse.
[0016] Die Funktionsweise des Dochtsetzerrohres und des Dochtrückhalters lassen sich besonders
deutlich aus den Fig. 2A - 2C erkennen. Jedoch kann das Brennmaterial auch dann erst
in den Kerzenaufnahmebehälter eingefüllt werden, wenn das Dochtsetzerrohr mit dem
Docht darin bereits eingesetzt ist.. Sobald der Dochtrückhalter in der vorgesehenen
Endposition ausreichend Halt am Kerzenbrennmaterial oder an der Behälterwandung findet,
kann das Dochtsetzerrohr vom Docht abgezogen werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0017]
- 12
- Kerzenaufnahmebehälter
- 14
- Kerzenbrennmaterial
- 16
- Dochtsetzerrohr
- 18
- Docht
- 20
- Dochtrückhalter
- 22
- Haftmasse
- 24
- Verdickung
1. Verfahren zum individuellen (do-it-yourself) Herstellen von aus mindestens einem Docht
geeigneter Länge und geeigneten Durchmessers und den Docht umgebendem Brennmaterial
bestehenden Kerzen in einem Kerzenaufnahmebehälter, dessen Innenkontur die Kerze annimmt
und in dem die Kerze abgebrannt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Docht mit seitlichem Spiel in ein Dochtsetzerrohr eingebracht wird,
dass eines der Dochtenden vor oder nach dem Einbringen des Dochtes in das Dochtsetzerrohr
mit einem Dochtrückhalter versehen wird,
dass das mindestens eine den Docht aufnehmende Dochtsetzerrohr vor oder nach dem Befüllen
des Kerzenaufnahmebehälters mit partikelförmigem Brennmaterial in den Kerzenaufnahmebehälter
eingesetzt wird, und
dass das Dochtsetzerrohr bei mit Brennmaterial gefülltem Kerzenaufnahmebehälter von dem
Docht abgezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das partikelförmige Brennmaterial in Form eines Granulates, Pulvers oder in Flockenform
in den Kerzenaufnahmebehälter eingefüllt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das partikelförmige Kerzenbrennmaterial nach dem Einfüllen in den Kerzenaufnahmebehälter
und dem Einbringen des mindestens einen den Docht enthaltenden Dochtsetzerrohres nach
dem Abziehen des Dochtsetzerrohres von dem Docht durch Kompaktieren, Erhitzen und/oder
anderes Behandeln des Kerzenbrennmaterials einem Sinterungsschritt unterzogen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Docht vor seinem Einbringen in das Dochtsetzerrohr durch Wachsen oder auf andere
Weise versteift wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Dochtrückhalter derart ausgebildet wird, dass er den Außenumfang des Dochtsetzerrohres
zumindest an dessen einem Ende und zumindest auf einem Teil von dessen Außenumfang
seitlich, überragt.
6. Vorrichtung zum individuellen (do-it-yourself) Herstellen von aus mindestens einem
Docht und diesen umgebendem partikelförmigen Kerzenbrennmaterial bestehenden Kerzen
in einem formgebendem Kerzenaufnahmebehälter
gekennzeichnet durch
mindestens ein Dochtsetzerrohr zur zumindest teilweisen Aufnahme des Dochtes seiner
Länge nach und mit seitlichem Spiel, und
durch einen an einem der Dochtenden vorgesehenen Dochtrückhalter.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, dass der Dochtrückhalter des mindestens einen Dochtes den Außenumfang des Dochtsetzerrohres
an dem betreffenden Ende nach außen hin zumindest auf einem Teil des Außenumfangs
des Dochtsetzerrohres überragt.
8. Kerzenset zumindest bestehend aus einem oder mehreren Dochten und partikelförmigem
Kerzenbrennmaterial, wie in Form eines Granulates, Pulvers, oder in Flockenform oder
als aufschmelzbare Masse, mit oder ohne Kerzenaufnahmebehälter, zum individuellen
(do-it-yourself) Herstellen von Kerzen
dadurch gekennzeichnet,
dass es weiterhin mindestens ein Dochtsetzerrohr umfasst, welches zur im wesentlichen
langgestreckten Aufnahme eines Dochtes geeigneter Länge und geeigneten Durchmessers
mit seitlichem Spiel geeignet ist oder den Docht bereits aufnimmt, und dass ein Dochtrückhalter
in Gestalt eines an einem Dochtende befestigbaren oder befestigten Bauteils oder in
Gestalt einer an dem Dochtende ausbildbaren oder ausgebildeten Dochtverdickung vorgesehen
oder vorsehbar ist.
9. Kerzenset nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Dochtrückhalter den Außenumfang des Dochtsetzerrohres zumindest an dessen einem
Ende und zumindest auf einem Teil dessen Außenumfangs seitlich überragt.
10. Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr gerade gestreckt ist.
11. Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr transparent ist.
12. Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr aus Glas, Metall oder Kunststoff besteht.
13. Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr länger ist als der Docht.
14. Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr kürzer als der Docht ist.
15. Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6 - 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr einen anderen als einen kreisrunden Innenquerschnitt aufweist.
16. Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6 - 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr einen anderen als einen runden Außenquerschnitt aufweist.
17. Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6 - 16, dadurch gekennzeichnet, dass das seitliche Spiel zwischen Docht und Dochtsetzerrohr 0,01 - 5 mm aufweist.
18. Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6 - 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Kerzenbrennmaterial ein schüttbares Material ist, wie Granulat, Pulver oder Flocken
aus Wachs oder Harz.
19. Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6 - 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr an seinem dem Dochtrückhalter gegenüberliegenden Ende mit einer
Handling-Vorrichtung, wie einem Handgriff versehen ist.
20. Vorrichtung oder Kerzenset nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Dochtsetzerrohr an seinem dem Dochtrückhalter gegenüberliegenden Ende mindestens
eine Biegung aufweist.
21. Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6 - 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Dochtrückhalter ein eigenständiges, mit dem betreffenden Dochtende verbundenes
oder verbindbares Bauteil ist.
22. Vorrichtung oder Kerzenset nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Dochtrückhalter flächig mit gerundetem oder polygonem Außenumfang ist.
23. Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6 - 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Dochtrückhalter als Verdickung des Dochtes oder als ein in das Dochtende eingebrachter
Knoten ausgebildet ist.
24. Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6 - 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Dochtrückhalter eine das Einbringen in eine Schüttung aus Kerzenbrennmaterial
vereinfachende, sich vom unteren Dochtende nach oben verbreiternde Form aufweist.
25. Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Dochtrückhalter eine Querschnittsverbreiterung, z.B. beim Abziehen des Dochtsetzerrohres,
gestattet, wenn Zugkräfte auf den Docht ausgeübt werden.
26. Vorrichtung oder Kerzenset nach einem der Ansprüche 6 - 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Docht gewachst oder anderweitig versteifend vorbehandelt ist.