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EP 1 521 538 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.09.2006 Patentblatt 2006/37 |
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Anmeldetag: 10.07.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2003/000195 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/006714 (22.01.2004 Gazette 2004/04) |
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EPILATIONSGERÄT
EPILATOR
APPAREIL D'EPILATION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
11.07.2002 AT 4632002 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.04.2005 Patentblatt 2005/15 |
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Patentinhaber: Payer International Technologies GmbH & Co. KG |
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8151 St. Bartholomä (AT) |
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Erfinder: |
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- HILLENMEIER, Andreas
55218 Ingelheim (DE)
- SCHÖFFMANN, Alexander
A-8042 Graz (AT)
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Vertreter: Haffner, Thomas M. |
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Patentanwalt
Schottengasse 3a 1014 Wien 1014 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 203 544
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US-A- 5 857 903
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Epilationsgerät mit einem zur Rotation um seine Achse
antreibbaren Drehzylinder, an dessen Umfang in Umfangsrichtung versetzt angeordnete
Klemmvorrichtungen zum Einklemmen und Auszupfen von Haaren vorgesehen sind.
[0002] Derartige Epilationsgeräte bzw. Drehzylinder für Epilationsgeräte sind aus dem Stand
der Technik, wie beispielsweise der WO 98/05234 oder der US 5,196,021, bekannt geworden.
Dabei sind meist mehrere Klemmvorrichtungen über den Umfang des Drehzylinders verteilt
angeordnet, wobei die Anordnung der Klemmvorrichtungen zumeist in mehreren Reihen
parallel zur Drehachse des Drehzylinders erfolgt, sodass alle Klemmvorrichtungen einer
Reihe gleichzeitig eine Zupfzone durchlaufen. Die in einer Reihe angeordneten Klemmvorrichtungen
werden hierbei gemeinsam und gleichzeitig betätigt und bilden somit einen linienförmigen
Zupfbereich auf der Haut des Benutzers.
[0003] Bei dem Epilationsgerät gemäß der US 5,196,021 besteht der Drehzylinder aus einer
Mehrzahl von Scheiben, welche radial nach außen vorstehende Klemmelemente aufweisen,
wobei jeweils zwei Klemmelemente zweier benachbarter Scheiben zueinander bewegbar
sind und eine Klemmvorrichtung bilden. Zur Betätigung der Klemmvorrichtungen weisen
die einzelnen Klemmelemente in axialer Richtung des Drehzylinders verlaufende Fortsätze
auf, welche bei Rotation des Drehzylinders an stirnseitigen Druckrollen vorbeigeführt
werden, sodass in einer Zupfzone des Gerätes jeweils zwei Klemmelemente durch eine
beidseitige Betätigung aufeinander zu bewegt und in Klemmkontakt miteinander gebracht
werden. Die Klemmelemente aller den Drehzylinder bildenden Scheiben sind dabei so
zueinander angeordnet, dass sich jeweils nur ein Paar Klemmelemente in einer Zupfzone
des Epilationsgerätes befindet.
[0004] Bei diesen bekannten Epilationsgeräten werden die Klemmvorrichtungen somit immer
derart betätigt, dass sich ein punktförmiger und bestenfalls ein sich in Richtung
der Drehachse des Drehzylinders erstreckender linienförmiger Zupfbereich auf der Haut
des Benutzers ergibt. Die Effizienz der Epilation wird dadurch jedoch wesentlich verringert,
da ein sicheres und effizientes Erfassen der auszuzupfenden Körperhaare nur dann gewährleistet
ist, wenn das Epilationsgerät vom Benutzer in einem vorbestimmten Winkel zur Hautoberfläche
gehalten wird und die Klemmvorrichtungen genau dann betätigt werden, wenn die Klemmvorrichtungen
in Berührung mit der Haut des Benutzers gelangen. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt,
dass das Einhalten einer vorbestimmten, stets gleich bleibenden Ausrichtung des Epilationsgerätes
relativ zur Haut nahezu unmöglich ist, sodass es sich nicht vermeiden lässt, dass
der Drehzylinder mit einem Bereich auf die Haut aufgelegt wird, in welchem die Klemmvorrichtungen
noch nicht, nur unvollständig oder nicht mehr geschlossen und daher unwirksam sind.
Die vorliegende Erfindung zielt daher darauf ab, ein Epilationsgerät zu schaffen,
welches eine effiziente Epilation auch dann gewährleistet, wenn das Epilationsgerät
entsprechend dem natürlichen Bewegungsablauf während der Benützung unter wechselnden
Winkeln relativ zur Haut gehalten wird.
[0005] Zu diesem Zweck ist das Epilationsgerät der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsmittel für die Klemmvorrichtungen
derart ausgebildet und angeordnet sind, dass jeweils wenigstens zwei in Umfangsrichtung
versetzte Klemmvorrichtungen gleichzeitig betätigt werden. Dadurch, dass nun im Unterschied
zu den bekannten Epilationsgeräten die Klemmvorrichtungen nicht entlang eines in Richtung
der Achse des Drehzylinders verlaufenden linienförmigen Zupfbereiches betätigt werden,
sondern die Betätigung derart erfolgt, dass jeweils wenigstens zwei in Umfangsrichtung
versetzte Klemmvorrichtungen gleichzeitig betätigt werden, ergibt sich eine wirksame
Zupfzone, welche sich in Umfangsrichtung des Drehzylinders gesehen über einen vergrößerten
Bereich erstreckt. Dabei gelangt in Abhängigkeit von dem jeweils vom Benutzer gewählten
Winkel des Epilationsgerätes relativ zur Haut wenigstens eines der wenigstens zwei
Klemmvorrichtungen effizient zum Einsatz. Da sich wenigstens zwei Klemmvorrichtungen,
welche gleichzeitig betätigt werden, nun nicht auf einer gemeinsamen achsparallelen
Linie bzw. Erzeugenden des Drehzylinders befinden, wird der relative Abstand der gleichzeitig
betätigten Klemmeinrichtungen entsprechend vergrößert, wodurch subjektiv eine Verringerung
unangenehmer Empfindungen beobachtet werden kann.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausbildung beträgt der Versatz der gleichzeitig betätigten
Klemmvorrichtungen zwischen 3° und 45°, vorzugsweise 32°. Selbstverständlich ist auch
ein größerer Versatz in Umfangsrichtung denkbar. Durch den bevorzugt angegebenen Winkel
ergibt sich eine Zupfzone, welche sich über einen Zentriwinkel von etwa 50° über den
Umfang des Drehzylinders erstreckt, sodass das Auszupfen der Haare erleichtert wird.
Das Ausmaß des Versatzes kann hierbei derart gewählt werden, dass sich in Achsrichtung
des Drehzylinders eine Überlappung der gleichzeitig betätigten Klemmvorrichtungen
ergibt oder dass die gleichzeitig betätigten Klemmvorrichtungen in Umfangsrichtung
unmittelbar aneinander anschließen.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Epilationsgerät müssen somit während der Rotation des Drehzylinders
jeweils die die Zupfzone durchlaufenden, wenigstens zwei in Umfangsrichtung versetzten
Klemmvorrichtungen gleichzeitig betätigt werden. Hierzu ist es vorteilhaft, dass die
einzelnen Klemmvorrichtungen einzeln und gesondert voneinander betätigbar sind, wobei
naturgemäß dies zur Folge hat, dass der konstruktive Aufwand erhöht wird, wenn eine
Vielzahl von Klemmvorrichtungen entlang des Umfanges des Drehzylinders angeordnet
werden soll. Um nun dennoch eine einfachere Konstruktion zu erreichen ist die Ausbildung
bevorzugt derart weitergebildet, dass die jeweils wenigstens zwei in Umfangsrichtung
versetzten, gleichzeitig betätigten Klemmvorrichtungen in Achsrichtung versetzt angeordnet
sind. Bei dieser Ausbildung sind die gleichzeitig betätigten Klemmvorrichtungen somit
entlang einer zur Achse des Drehzylinders geneigt verlaufenden Linie angeordnet. Dadurch
wird die Möglichkeit geschaffen den gemeinsam betätigten Klemmvorrichtungen gemeinsame
Bauteile beispielsweise für die Führung, die Lagerung, die Betätigung und die Rückstellung
der Klemmvorrichtungen zuzuordnen und es kann in diesem Zusammenhang die Ausbildung
beispielsweise derart getroffen sein, dass den beweglichen Klemmelementen der jeweils
gleichzeitig betätigten Klemmvorrichtungen ein gemeinsames Federelement zugeordnet
ist, gegen dessen Kraft die Klemmelemente jeweils verschiebbar sind.
[0008] Eine weitere Vereinfachung ergibt sich dadurch, dass, wie es einer bevorzugten Weiterbildung
entspricht, die Klemmvorrichtungen jeweils von einem relativ zum Drehzylinder feststehenden
Klemmelement und einem beweglichen, gegen das feststehende Klemmelement anpressbaren
Klemmelement gebildet sind. Dabei muss somit lediglich ein Klemmelement betätigt werden,
sodass der Betätigungsmechanismus wesentlich einfacher gestaltet werden kann. Die
feststehenden Klemmelemente können hierbei jeweils von einer Seitenwand einer im Drehzylinder
vorgesehenen Durchbrechung gebildet sein, in welche je ein bewegliches Klemmelement
eintaucht. Dadurch wird eine optimale Integration der Klemmevorrichtungen in dem Drehzylinder
und somit eine besonders hautschonende Epilation gewährleistet, wobei lediglich darauf
zu achten ist, dass die beweglichen Klemmelemente nicht aus den Durchbrechungen des
Drehzylinders über den Außenmantel des Drehzylinders hervorragen. Dadurch werden Irritationen
der Haut durch scharfkantige Klemmelemente vermieden.
[0009] Zur gesonderten Betätigung der einzelnen Klemmvorrichtungen umfassen die Betätigungsmittel
in bevorzugter Weise sich in Achsrichtung des Drehzylinders erstreckende Koppelglieder,
welche mit den Klemmvorrichtungen zusammenwirken. Die sich in Achsrichtung des Drehzylinders
erstreckenden Koppelglieder dienen hierbei der Weitergabe des Betätigungshubes von
der Stirnseite des Drehzylinders an die einzelnen Klemmvorrichtungen, wobei jeder
Klemmvorrichtung ein gesondertes Koppelglied zugeordnet ist, um eine gesonderte Betätigung
aller Klemmvorrichtungen zu erreichen. Bevorzugt ist die Ausbildung hierbei derart
weitergebildet, dass die Koppelglieder als in axialer Richtung des Drehzylinders bewegbar
geführte Schlitten ausgebildet sind, wobei die beweglichen Klemmelemente winkelsteif
mit jeweils einem Schlitten gekoppelt sind. Bei dieser Ausbildung wird der Betätigungshub
durch die winkelsteife Verbindung der Klemmelemente mit dem Koppelglied unmittelbar
an die Klemmelemente weitergegeben, sodass sich eine besonders vorteilhafte und direkte
Kraftübertragung ergibt. Die beweglichen Klemmelemente werden hierbei stets parallel
zum feststehenden Klemmelement geführt, wobei ein linienförmiger Kontakt zwischen
den beiden Klemmelementen einer Klemmvorrichtung erreicht wird. Dadurch können die
auszuzupfenden Haare besonders fest eingeklemmt und zuverlässig ausgezupft werden,
wobei auch Schwenkbewegungen und Verklemmungen bzw. Verkantungen der einzelnen Klemmelemente
vermieden werden können.
[0010] Die Schlitten können an jeweils zwei sich in Achsrichtung erstreckenden Lagerstangen
gleitend gelagert sein, wobei in Umfangsrichtung benachbarte Betätigungselemente höchstens
eine gemeinsame Lagerstange aufweisen. Durch die Verwendung von durchgehenden Lagerstangen,
wird die Gefahr von Verkantungen durch außenmittige Belastungen vermieden. Weiters
wird dadurch die Möglichkeit geschaffen mehrere Schlitten an denselben zwei durchgehenden
Lagerstangen zu führen, sodass die Anzahl der Bauteile weiter verringert werden kann.
Dabei können die Schlitten der jeweils gleichzeitig betätigten Klemmvorrichtungen
auf zwei gemeinsamen Lagerstangen geführt sein, wobei zwischen diesen Schlitten ein
in axialer Richtung wirksames Federelement angeordnet ist, und wobei weiters wenigstens
einer dieser Schlitten einen in Drehrichtung des Drehzylinders versetzten Bereich
und wenigstens ein anderer dieser Schlitten einen entgegen der Drehrichtung des Drehzylinders
versetzten Bereich aufweist, mit welchen versetzten Bereichen jeweils das bewegliche
Klemmelement gekoppelt bzw. verbunden ist. Durch diese Konstruktion wird erreicht,
dass die gemeinsam betätigten Klemmvorrichtungen auf einer gemeinsamen axialen Führung
gelagert werden und dennoch in Umfangsrichtung versetzt angeordnet werden können.
[0011] Zur Ansteuerung und Betätigung der einzelnen Klemmvorrichtungen müssen geeignete
Steuerungselemente vorgesehen sein und es ist die Ausbildung mit Vorteil derart ausgebildet,
dass die Betätigungsmittel an den Stirnseiten des Drehzylinders angeordnete Steuerungselemente
umfassen, welche zur Betätigung der Klemmvorrichtung mit den Koppelgliedern zusammenwirken.
Bevorzugt ist die Ausbildung hierbei derart getroffen, dass an jeder Stirnseite des
Drehzylinders eine Druckrolle angeordnet ist, auf welche die Koppelglieder auflaufen,
wobei die eine Druckrolle relativ zur gegenüberliegenden Druckrolle in Umfangsrichtung
des Drehzylinders versetzt angeordnet ist, wobei durch die versetzte Anordnung der
Druckrollen, welche den Betätigungshub auslösen, erreicht wird, dass in Umfangsrichtung
versetzt angeordnete Klemmevorrichtungen gleichzeitig betätigt werden. Dasselbe Ergebnis
kann naturgemäß auch umgekehrt dadurch erreicht werden, dass beispielsweise die Kontaktflächen
der Koppelglieder, welche mit den Druckrollen zusammenwirken, in Umfangsrichtung des
Drehzylinders versetzt angeordnet sind, wobei in diesem Fall ein Versatz der Druckrollen
selbst nicht erforderlich ist. Ausgehend von der zuerst genannten Alternative, bei
welcher die Druckrollen in Umfangsrichtung versetzt angeordnet sind, bestimmt das
Ausmaß des Versatzes der Druckrollen den wirksamen Zupfbereich des Epilationsgerätes
und es ist in diesem Zusammenhang die Ausbildung mit Vorteil derart ausgebildet, dass
der Versatz der Druckrollen < 60°, vorzugsweise 32° beträgt.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. In dieser zeigt Fig.1 eine perspektivische
Ansicht eines Drehzylinders eines Epilationsgerätes, Fig.2 eine perspektivische Ansicht
des Zupfzylinders ohne Zylindermantel, Fig.3 eine Teilansicht von Fig.2 und Fig.4
eine schematische Abwicklung des Drehzylinders.
[0013] In Fig.1 ist ein Drehzylinder 1 ersichtlich, welcher um eine Achse 2 rotierbar gelagert
ist. Der Antrieb des Zylinders 1 erfolgt über ein an einer Stirnseite des Zylinders
1 angeordnetes Ritzel 3, welches mit einer nicht näher dargestellten Antriebseinheit
zusammenwirkt. Im Mantel 4 des Zylinders sind Durchbrechungen 5 vorgesehen, in welche
von Winkelblechen 6 gebildete Klemmelemente eintauchen. Die Klemmelemente 6 sind beweglich
angeordnet und bilden gemeinsam mit den Seitenwänden der Durchbrechungen 5 jeweils
Klemmvorrichtungen 7. Die beweglichen Klemmelemente 6 sind starr mit Schlitten 8 verbunden,
welche sich in Richtung der Achse 2 erstrecken. Dabei ist jeder Schlitten 8 mit einem
einzigen Klemmblech 6 verbunden, sodass jede Klemmvorrichtung durch Verschiebung des
Schlittens 8 entsprechend dem Doppelpfeil 9 gesondert betätigt werden kann. Jeder
Schlitten 8 ist hierbei auf jeweils zwei der über den Umfang gleichmäßig verteilten
Lagerstangen 10 geführt. Die Betätigung der Schlitten 8 erfolgt über eine an jeder
Stirnseite des Zylinders 1 angeordnete Druckrolle, auf welche die Schlitten 8 mit
ihren Stirnflächen 11 auflaufen, sodass sich eine Verschiebung der Schlitten 8 ergibt.
[0014] Der Mantel 4 des Zylinders 1 ist weiters mit so genannten Einfädelrillen 12 versehen,
wobei jeder Klemmvorrichtung 7 eine Einfädelrille zugeordnet ist. Die Einfädelrillen
12 dienen dazu die auszuzupfenden Haare während der Rotation des Zylinders 1 derart
in Bahnen zu lenken, dass sie den Klemmvorrichtungen 7 zugeführt werden. Zu diesem
Zweck münden die Einfädelrillen 12 in den Durchbrechungen 5, wobei die Einfädelrillen
12 bis zur Klemmvorrichtung 7 stetig enger werdend ausgebildet sind. Der Mantel 4
des Zylinders 1 ist weiters über den gesamten Umfang mit Rippen 13 ausgebildet, welche
während der Rotation des Zylinders 1 mit der Hautoberfläche in Berührung gelangen
und zu einer Stimulation der Haut führen, sodass die durch das Auszupfen der Haare
hervorgerufenen Schmerzreize überlagert werden und subjektiv weniger deutlich wahrgenommen
werden. Dies führt zu einer deutlichen Schmerzreduktion bei dem Auszupfen der Haare.
[0015] In Fig. 2 ist nun der Drehzylinder 1 ohne den Außenmantel 4 dargestellt und es ist
die Anordnung der Schlitten 8 mit den Klemmelementen 6 besser ersichtlich. Die Betätigung
der einzelnen Klemmelemente erfolgt nun derart, dass jeweils 2 in Umfangsrichtung
versetzt angeordnete Klemmvorrichtungen gleichzeitig betätigt werden.
[0016] In Fig.2 sowie in der Detailansicht gemäß Fig.3 sind die Schlitten 14 und 15 samt
den dazugehörigen Klemmelementen 16 und 17 als gleichzeitig betätigt und daher in
einer zueinander verschobenen Lage dargestellt. Die Verschiebung der Schlitten 14
und 15 erfolgt wie bereits erwähnt über nicht näher dargestellte, stirnseitig angeordnete
Druckrollen und gegen die Kraft einer zwischen den Schlitten 14 und 15 angeordneten
Feder 18. Nach einer Rotation des Zylinders 1 um einen der Breite eines Schlittens
entsprechenden Winkel werden die jeweils benachbarten Schlitten von den Druckrollen
betätigt, wobei die Rückstellung der zuvor verschobenen Schlitten 14 und 15 durch
die Kraft der Feder 18 erfolgt. Die Schlitten 14 und 15 sind auf zwei gemeinsamen
Lagerstangen 19 und 20 geführt, wie dies noch deutlicher in Fig.3 dargestellt ist.
Die Schlitten 14 und 15 weisen hierbei einen Basisbereich auf, mit welchem sie auf
den Lagerstangen 19 und 20 geführt sind und einen oberen Bereich, auf welchem die
Klemmelemente 16 bzw. 17 angeordnet und welcher in Umfangsrichtung versetzt ist.
[0017] In Fig.4 ist schematisch eine Abwicklung des Zylinders 1 dargestellt, wobei die Anordnung
der einzelnen Klemmvorrichtungen 7 noch deutlicher ersichtlich ist. Die Achsrichtung
des Drehzylinders 1 ist hierbei durch den Doppelpfeil 21 und die Umfangsrichtung durch
den Doppelpfeil 22 angegeben. Beispielhaft sind wiederum die Klemmelemente 15 und
16 dargestellt, welche in Umfangsrichtung 22 versetzt angeordnet sind und gleichzeitig
betätigt werden. Während der Rotation des Drehzylinders 1 werden nacheinander die
in Umfangsrichtung 22 aufeinanderfolgenden Klemmelemente betätigt, wobei jeweils zwei
in Umfangsrichtung versetzt angeordnete Klemmvorrichtungen gleichzeitig betätigt werden.
Durch diese Art der Betätigung entsteht ein Zupfbereich, welcher dem Abstand a entspricht
und welcher somit wesentlich größer ist als bei Epiliergeräten, bei welchen die Klemmvorrichtungen
entlang einer sich in Achsrichtung 21 erstreckenden Linie bzw. Reihe betätigt werden.
1. Epilationsgerät mit einem zu Rotation um seine Achse antreibbaren Drehzylinder, an
dessen Umfang in Umfangsrichtung versetzt angeordnete Klemmvorrichtungen zum Einklemmen
und Auszupfen von Haaren vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsmittel für die Klemmvorrichtungen (7) derart ausgebildet und angeordnet
sind, dass jeweils wenigstens zwei in Umfangsrichtung versetzte Klemmvorrichtungen
(7) gleichzeitig betätigt werden.
2. Epilationsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Versatz der gleichzeitig betätigten Klemmvorrichtungen (7) zwischen 3° und 45°,
vorzugsweise 32° beträgt.
3. Epilationsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils wenigstens zwei in Umfangsrichtung versetzten, gleichzeitig betätigten
Klemmvorrichtungen (7) in Achsrichtung versetzt angeordnet sind.
4. Epilationsgerät nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtungen (7) jeweils von einem relativ zum Drehzylinder (1) feststehenden
Klemmelement (5) und einem beweglichen, gegen das feststehende Klemmelement (5) anpressbaren
Klemmelement (6) gebildet sind.
5. Epilationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die feststehenden Klemmelemente (5) jeweils von einer Seitenwand einer im Drehzylinder
(1) vorgesehenen Durchbrechung gebildet sind, in welche je ein bewegliches Klemmelement
(6) eintaucht.
6. Epilationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsmittel sich in Achsrichtung (2) des Drehzylinders (1) erstreckende
Koppelglieder umfassen, welche zur Betätigung der Klemmvorrichtungen (7) mit diesen
zusammenwirken.
7. Epilationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppelglieder als in axialer Richtung (2) des Drehzylinders (1) bewegbar geführte
Schlitten (8) ausgebildet sind, wobei die beweglichen Klemmelemente (6) winkelsteif
mit jeweils einem Schlitten (8) gekoppelt sind.
8. Epilationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitten (8) an jeweils zwei sich in Achsrichtung (2) erstreckenden Lagerstangen
(10) gleitend gelagert sind, wobei in Umfangsrichtung benachbarte Schlitten (8) höchstens
eine gemeinsame Lagerstange (10) aufweisen.
9. Epilationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass den beweglichen Klemmelementen (6) der jeweils gleichzeitig betätigten Klemmvorrichtungen
(7) ein gemeinsames Federelement (18) zugeordnet ist, gegen dessen Kraft die Klemmelemente
(6) jeweils verschiebbar sind.
10. Epilationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitten (8) der jeweils gleichzeitig betätigten Klemmvorrichtungen (7) auf
zwei gemeinsamen Lagerstangen (10) geführt sind, wobei zwischen diesen Schlitten (8)
ein in axialer Richtung wirksames Federelement (18) angeordnet ist, und dass wenigstens
einer dieser Schlitten (8) einen in Drehrichtung des Drehzylinders (1) versetzten
Bereich und wenigstens ein anderer dieser Schlitten (8) einen entgegen der Drehrichtung
des Drehzylinders (1) versetzten Bereich aufweist, mit welchen versetzten Bereichen
jeweils das bewegliche Klemmelement (6) gekoppelt bzw. verbunden ist.
11. Epilationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsmittel an den Stirnseiten des Drehzylinders (1) angeordnete Steuerungselemente
umfassen, welche zur Betätigung der Klemmvorrichtung (7) mit den Koppelgliedern zusammenwirken.
12. Epilationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Stirnseite des Drehzylinders (1) eine Druckrolle angeordnet ist, auf welche
die Koppelglieder auflaufen, wobei die eine Druckrolle relativ zur gegenüberliegenden
Druckrolle in Umfangsrichtung des Drehzylinders (1) versetzt angeordnet ist.
13. Epilationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Versatz der Druckrollen < 60°, vorzugsweise 32° beträgt.
1. Depilation device having a rotation cylinder drivable for rotation around its axis
at whose periphery clamping devices for the clamping and picking of hair are arranged
offset in the direction of the circumference, characterized in that the actuating means for the clamping devices (7) are formed and arranged such that
at least two clamping devices (7) offset in the direction of the circumference are
actuated simultaneously.
2. Depilation device according to claim 1, characterized in that the offset of the simultaneously actuated clamping devices (7) is between 3° and
45° and preferably 32°.
3. Depilation device according to claims 1 or 2, characterized in that the at least two simultaneously actuated clamping devices (7) offset in the direction
of the circumference are arranged offset in the direction of the axis.
4. Depilation device according to claims 1, 2 or 3, characterized in that the clamping devices (7) are each formed by a clamping element (5) fixed relative
to the rotation cylinder (1) and a movable clamping element (6) able to be pressed
on the fixed clamping element (5).
5. Depilation device according to anyone of claims 1 to 4, characterized in that the fixed clamping elements (5) are each formed by a side wall of a through hole
provided in the rotation cylinder, in which through holes plunges a movable clamping
element (6) at anyone time.
6. Depilation device according to anyone of claims 1 to 5, characterized in that the actuating means comprise coupling members extending in the axial direction (2)
of the rotation cylinder (1), which coupling members cooperate with these for actuating
the clamping devices (7).
7. Depilation device according to anyone of claims 1 to 6, characterized in that the coupling members are devised as slides being movably guided in the axial direction
(2) of the rotation cylinder (1), whereby the movable clamping elements (6) are coupled
with a respective slide (8) in a fixed angle.
8. Depilation device according to anyone of claims 1 to 7, characterized in that the slides (8) are supported slidingly at two bearing rods (10) at a time extending
in the axial direction (2), whereby adjacent slides (8) feature at the most one common
bearing rod (10).
9. Depilation device according to anyone of claims 1 to 8, characterized in that a common spring element (18) is assigned to the movable clamping elements (6) of
the simultaneously actuated clamping devices (7) against whose force the clamping
elements (6) are each displaceable.
10. Depilation device according to anyone of claims 1 to 9, characterized in that the slides (8) of the simultaneously actuated clamping devices (7) are guided on
two common bearing rods (10), whereby a spring element (18) effective in an axial
direction is arranged between these slides (8) and that at least one of these slides
(8) features an area offset in the rotational direction of the rotation cylinder (1)
and at least another one of theses slides features an area offset against the rotational
direction of the rotation cylinder (1), with which offset areas the movable clamping
element (6) is respectively coupled or connected.
11. Depilation device according to anyone of claims 1 to 10, characterized in that the actuating means comprise steering elements arranged at the face sides of the
rotation cylinder (1), which cooperate with the coupling members in order to actuate
the clamping device (7).
12. Depilation device according to anyone of claims 1 to 11, characterized in that a pressure castor is arranged at each face side of the rotation cylinder (1) on which
pressure castor the coupling members accrue, whereby one pressure castor is arranged
offset in the direction of the circumference of the rotation cylinder (1) relative
to the opposite pressure castor.
13. Depilation device according to anyone of claims 1 to 12, characterized in that the offset of the pressure castor is less than 60° and preferably 32°.
1. Appareil d'épilation avec un cylindre de révolution actionnable à rotation autour
de son axe, dont le périmètre est doté avec des dispositifs de serrage échelonnés
dans la direction du périmètre pour le serrage et pour pincer des poils, caractérisé en ce que les moyens d'actuation pour les dispositifs de serrage (7) sont formés et arrangés
de telle manière, qu'au moins deux dispositifs de serrage échelonnés dans la direction
du périmètre sont actionnés à la fois.
2. Appareil d'épilation selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'échelonnement des dispositifs de serrage (7) actionnés à la fois est compris entre
3° et 45°, et est de préférence 32°.
3. Appareil d'épilation selon une des revendications 1 ou 2 caractérisé en ce que les au moins deux dispositifs de serrage (7) échelonnés dans la direction du périmètre
et à la fois actionnés sont arrangés échelonnement dans la direction de l'axe.
4. Appareil d'épilation selon une des revendications 1, 2 ou 3 caractérisé en ce que les dispositifs de serrage (7) sont formés d'un élément de serrage fixe (5) relative
au cylindre de révolution (1) et d'un élément de serrage mobile (6) pouvant être pressé
contre l'élément de serrage fixe (5).
5. Appareil d'épilation selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les dispositifs de serrage fixe (5) sont formés d'une face latérale d'un ajour prévu
dans le cylindre de révolution (1), dans laquelle plonge un élément de serrage mobile
(6).
6. Appareil d'épilation selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les moyens d'actionnement comprennent des membres de couplage s'étendant dans la
direction de l'axe (2) du cylindre de révolution (1), qui coopèrent avec lesdites
pour l'actionnement des dispositifs de serrage (7).
7. Appareil d'épilation selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les membres de couplage sont façonnés comme chariots (8), guidés de manière mobile
dans la direction de l'axe (2) du cylindre de révolution (1), et les éléments de serrage
mobiles (6) sont couplés avec un chariot (8) respectif sous angle fixe.
8. Appareil d'épilation selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les chariots (8) sont logés de manière glissant dans deux barres de logement s'étendant
dans la direction de l'axe, et des chariots avoisinants dans la direction de la périphérie
présentent au maximum une seule barre de logement commune.
9. Appareil d'épilation selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'un élément de ressort (18) est attribué aux éléments de serrage mobiles (6) des dispositifs
de serrage respectivement actionné à la fois, contre la force de ledit élément de
ressort (18) les éléments de serrage (6) sont mobiles.
10. Appareil d'épilation selon une des revendications 1 à 9 caractérisé en ce que les chariots (8) des dispositifs de serrage (7) actionnés à la fois sont guidés sur
deux barres de logement (10) commune et un élément de ressort (18) est arrangé entre
ces chariots (8) et en ce qu'au moins un de ces chariots (8) présente une domaine échelonnée dans la direction
de rotation du cylindre de révolution (1) et au moins un autre de ces chariots (8)
présente une domaine échelonnée contre la direction de rotation du cylindre de révolution
(1), avec lesquelles domaines l'élément de couplage mobile (6) est couplé ou bien
connecté.
11. Appareil d'épilation selon une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les moyens d'actionnement comprennent des éléments de pilotage arrangés aux fronts
du cylindre de révolution (1), qui coopèrent avec les membres de couplage pour l'actionnement
du dispositif de serrage (7).
12. Appareil d'épilation selon une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'a chaque front du cylindre de révolution (1) une bobine de pression est arrangé, que
les membres de couplage contactent et l'une des bobines de pression est arrangée de
manière échelonnée dans la direction du périmètre du cylindre de révolution (1) relatif
à la bobine de pression opposée.
13. Appareil d'épilation selon une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que l'échelonnement des bobines de pression est moins de 60° et de préférence 32°.