[0001] Die Erfindung betrifft einen Zylinderkopf einer Brennkraftmaschine mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruches 1.
[0002] Ein derartiger Zylinderkopf wird in EP 1039108 A1 gezeigt.
[0003] Es ist allgemeiner Stand der Technik bei Brennkraftmaschinen, dass am Zylinderkopf
ein Auspuffkrümmer auf einer Flanschfläche angeschraubt wird, die gleichermaßen Auflagefläche
für eine Dichtung und einen Anschraubflansch eines Auspuffkrümmers ist. Auf diese
Weise wird eine einfache Bearbeitung des Zylinderkopfes erreicht, da nur eine durchgehende
Fläche bearbeitet wird, bzw. die Bearbeitung auf einer Ebene stattfindet. Da die Anschraubfläche
am Zylinderkopf wegen des Platzbedarfs der Schrauben zur Auspuffkrümmerbefestigung
und der Zylinderkopfschrauben nicht beliebig nahe in Richtung Brennraum verschoben
werden kann, ergibt sich dadurch ein langer Auslasskanal im Zylinderkopf. Ein langer
Auslasskanal im Zylinderkopf gibt viel Wärme aus dem Abgas in das Kühlmittel im Zylinderkopf,
die danach im Abgasturbolader bzw. an Einrichtungen zur Abgasnachbehandlung fehlt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es einen Zylinderkopf einer Brennkraftmaschine und einen
daran angeschraubten Auspuffkrümmer bereitzustellen, bei denen möglichst wenig Wärme
aus dem Abgas in das Kühlmittel übergeht.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Zylinderkopf und einen daran angeschraubten Auspuffkrümmer
mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0006] Der erfindungsgemäße Zylinderkopf einer Brennkraftmaschine besteht im Wesentlichen
aus einem Zylinderkopfboden, einem Zylinderkopfdach, einem Auslasskanal und einer
auslassseitigen Anschraubfläche. Die Einlassseite und der Bereich der Ventilsteuerung
sind für die Erfindung nicht von Bedeutung. Der Auslasskanal ist verkürzt und die
Dichtfläche am Übergang zum Auspuffkrümmer ist innerhalb der Außenkontur des Zylinderkopfes,
die durch die Anschraubfläche für den Auspuffkrümmer auf der Auslassseite gebildet
wird. Innerhalb der Außenkontur bedeutet, dass die Dichtfläche in einer Einbuchtung
der Anschraubfläche im Zylinderkopf angeordnet ist. Die Einheit aus Anschraubfläche
und Dichtfläche am Auslasskanal wird aufgelöst. Durch diese Anordnung der Dichtfläche
stromauf der Anschraubfläche gibt der verkürzte Auslasskanal weniger Wärme an das
Kühlmittel im Zylinderkopf ab, d.h. das heiße Abgas hat an einem Abgasturbolader oder
einer Einrichtung zur Abgasnachbehandlung mehr innere Energie. Der Auslasskanal im
Zylinderkopf ist mit der Kühlflüssigkeit der Brennkraftmaschine gekühlt, was aufgrund
des hohen Wärmeübergangs an die Kühlflüssigkeit eine starke Abkühlung bewirkt. Der
Auspuffkrümmer hingegen ist von Luft umgeben oder er ist sogar als luftspaltisolierter
Krümmer ausgeführt, was in beiden Fällen eine geringe Wärmeabgabe aus dem Abgas ergibt.
Das Ziel der Erfindung ist es den stark gekühlten Abschnitt der gesamten Abgasführung
möglichst kurz zu gestalten und den restlichen Teil der konstruktiv notwendigen Länge
der Abgasführung mit einer guten Isolierung, d.h. zum Beispiel Luft, zu versehen.
Dies wird dadurch erreicht, dass der Übergang vom stark gekühlten, d.h. flüssigkeitsgekühlten,
Abschnitt zum weniger stark gekühlten bzw. isolierten Abschnitt möglichst nahe an
das Auslassventil, jedoch mindestens stromauf der Anschraubfläche des Auspuffkrümmers
legt. Der Übergang vom stark gekühlten, d.h. flüssigkeitsgekühlten, Abschnitt zum
weniger stark gekühlten bzw. isolierten Abschnitt ist als Dichtfläche am Zylinderkopf
mit stromab folgender Dichtung und anschließendem Dichtflansch des Auspuffkrümmers
ausgebildet. Die Anschraubfläche des Auspuffkrümmers kann aus geometrischen Gründen
im Allgemeinen nicht verschoben werden, da der Anschraubflansch des Auspuffkrümmers
mit den Augen für die Befestigungsschrauben aus Stabilitätsgründen eine gewisse Baugröße
erfordert und da die Lage der Befestigungsschrauben aus Platz- und Stabilitätsgründen
im Zylinderkopf nicht beliebig verschoben werden kann. Die Befestigungsschrauben dürfen
zum Beispiel keine Gas- oder Kühlmittelkanäle schneiden und sind mit genügend Abstand
zu Zylinderkopfschrauben anzuordnen.
[0007] Gemäß der Erfindung ist der Auspuffkrümmer wenigstens teilweise vom Zylinderkopf
umgriffen, d.h. zwischen Auspuffkrümmer und Zylinderkopf ist über einen Teil oder
den gesamten Umfang des Auspuffkrümmers zumindest im Bereich unmittelbar nach der
Dichtfläche ein enger Spalt, der durch den Auspuffkrümmer und den Zylinderkopf gebildet
wird. Dadurch dass der Zylinderkopf den Auspuffkrümmer zumindest teilweise umgreift,
ist in diesem Abschnitt, der mit Luft angefüllt ist, eine isolierende Schicht, die
die Wärmeabgabe verringert. Je weiter der Bereich des Umgreifens ist, umso besser
ist der Auspuffkrümmer gegen ungewollte Wärmeabgabe isoliert, weil nicht nur die absolute
wärmeabgebende Fläche maßgebend ist, sondern auch bei einem großen Abschnitt, der
von Zylinderkopfmaterial umgeben ist, die Möglichkeit einer die Wärmeabgabe beschleunigenden
Luftbewegung im isolierenden Abschnitt sinkt.
[0008] Weiterhin ist die Gewindebohrung zur Befestigung des Auspuffkrümmers am Zylinderkopf
im Zylinderkopfboden und im Zylinderkopfdach angeordnet. Auf diese Weise ist eine
stabile und betriebssichere Befestigung des Auspuffkrümmers am Zylinderkopf gewährleistet,
weil bei einer üblichen Zylinderkopfausführung der Zylinderkopfboden und das Zylinderkopfdach
die stabilsten Bereiche des Zylinderkopfes sind. Bei einer Anordnung der Schraubenaugen
mit den Gewindebohrungen zum Beispiel nur an der Anschraubfläche der Seitenwand des
Zylinderkopfes ohne weitere Verankerung am Zylinderkopfboden oder am Zylinderkopfdach
wäre eine Verformung der Seitenwand bei der Gewichtsbelastung und der Wärmebelastung
durch den Auspuffkrümmer nur schlecht zu verhindern. Bei einer Verankerung der Gewindebohrung
zur Befestigung des Auspuffkrümmers am Zylinderkopf im Zylinderkopfboden und im Zylinderkopfdach
werden die Kräfte, die durch das Gewicht des Auspuffkrümmers und gegebenenfalls daran
befestigten Abgasturboladers und durch die Wärmeausdehnung des Auspuffkrümmers auf
die Befestigungsschrauben wirken, ideal auf einer großen Basis in der gesamten Struktur
des Zylinderkopfes abgestützt bzw. aufgefangen.
[0009] Gemäß der Erfindung ist ein Abschnitt des Kanals des Auspuffkrümmers, der zwischen
der Dichtfläche zum Zylinderkopf und der Anschraubfläche verläuft, gekrümmt ausgeführt.
Üblicherweise tritt die Kanalmitte des Auslasskanals senkrecht oder nahezu senkrecht
aus der Anschraubfläche für den Auspuffkrümmer aus dem Zylinderkopf, verläuft jedoch
anschließend in einem ungefähr rechtwinkeligen Bogen im Auspuffkrümmer in einen gemeinsamen
Sammelkanal. Da der Bogen aus strömungstechnischen Gründen mit einem möglichst großen
Radius ausgeführt wird, benötigt eine derartige Anordnung seitlich des Zylinderkopfes
viel Bauraum. Wenn ein Teilabschnitt des rechtwinkeligen Bogens im Auslasskrümmer
schon in den Abschnitt vor der Anschraubfläche verlegt ist, nämlich zwischen der Dichtfläche
und der Anschraubfläche, benötigt der restliche Bogenabschnitt stromab der Anschraubfläche
weniger Bauraum als eine herkömmliche Kanalausführung bei gleichen Radien der Krümmung
des Kanals, da der gemeinsame Sammelkanal näher am Zylinderkopf verläuft. Eine gekrümmte
Ausführung des Kanalabschnittes zwischen der Dichtfläche und der Anschraubfläche ist
ohne Nachteile bei der Montage oder im Betrieb möglich, da die Richtung und Krümmung
der Kanalmitte an der Anschraubfläche unerheblich ist, und dementsprechend der Kanal
gekrümmt und mit einem beliebeigen Winkel die Ebene der Anschraubfläche durchtreten
kann.
[0010] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Dichtfläche und die Anschraubfläche
des Auslasskanals parallel ausgerichtet. Bei einer parallelen Ausrichtung der beiden
Flächen zueinander entstehen durch die Schraubenkräfte bei der Montage und in montiertem
Zustand keine Kräfte, die in der Ebene der Dichtfläche liegen und die Dichtfläche
des Auspuffkrümmers gegenüber der Dichtfläche des Zylinderkopfes verschieben könnten.
Auf diese Weise ist eine betriebsichere Verschraubung auch bei hohen mechanischen
und thermischen Belastungen möglich.
[0011] Weitere Merkmale und Merkmalskombinationen ergeben sich aus der Beschreibung sowie
den Zeichnungen. Konkrete Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Zylinderkopfes,
Fig. 2 einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Zylinderkopf und
Fig. 3 einen weiteren Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Zylinderkopf.
[0012] In Fig. 1 ist der erfindungsgemäße Zylinderkopf 1 in einer Seitenansicht auf die
Auslassseite eines Zylinders gezeigt. In dieser Ansicht ist die Dichtfläche 2 des
Auslasskanals 3 und die Anschraubfläche 4a, 4b mit vier Gewindebohrungen 5a, 5b zur
Befestigung eines nicht gezeigten Auspuffkrümmers. Die vier Gewindebohrungen 5a, 5b
sind möglichst gleichmäßig über den Umfang verteilt, um an der Dichtfläche 2 eine
gleichmäßige Belastung einer zwischen dem nichtgezeigten Auspuffkrümmer und der Dichtfläche
eingelegten, nicht gezeigten Dichtung zu erzielen. Des weiteren sind bei der Lage
der Gewindebohrungen die Montierbarkeit des Auspuffkrümmers und die möglichst solide
Abstützung bzw. Verankerung der Gewindebohrungen 5a, 5b im Zylinderkopf 1 berücksichtigt.
Auf diese Weise ist die Dichtfläche 2 teilweise von Zylinderkopfgussmaterial umgriffen.
[0013] In Fig. 2 ist der erfindungsgemäße Zylinderkopf 1 aus Fig. 1 in einem Querschnitt,
der durch eine Gewindebohrung 5a, 5b führt, gezeigt. Die Dichtfläche 2 ist gegenüber
der Anschraubfläche 4a, 4b mit den Gewindebohrungen 5a, 5b parallel, stromauf des
Auslasskanals 3 verschoben. Die Gewindebohrung 5a trifft mit ihrer gedachten Verlängerung
auf das Zylinderkopfdach 6, d.h. die Trennwand zwischen dem Ölraum 7 und dem Wasserraum
8 des Zylinderkopfes 1. Die Gewindebohrung 5b trifft mit ihrer gedachten Verlängerung
auf den Zylinderkopfboden 9. Auf diese Weise sind die Schraubenkräfte, die von der
Auspuffkrümmerverschraubung über die Gewindebohrungen 5a,5b in den Zylinderkopf 1
eingebracht werden, ideal und ohne Verformung des Zylinderkopfes abgefangen.
[0014] Die Dichtfläche 2 ist so weit wie möglich stromauf des Auslasskanals 3 verschoben.
Eine weitere Verschiebung ist wegen nichtgezeigter Wasser-, Ölkanäle und Bohrungen
für die Zylinderkopfverschraubung nicht möglich, jedoch ist der Abschnitt des Auslasskanals,
der Wärme an das Kühlmittel im Wasserraum 8 abgibt, verkürzt gegenüber einem herkömmlichen
Zylinderkopf. Aus dem gleichen Grunde ist eine Verschiebung der Anschraubfläche 4a,
4b und der Gewindebohrungen 5a, 5b nicht möglich, ohne die Krafteinleitung in den
Zylinderkopf zu verschlechtern.
[0015] In Fig. 3 ist der erfindungsgemäße Zylinderkopf 1 aus Fig. 1 und Fig. 2 in einem
Querschnitt gezeigt, der senkrecht zur Dichtfläche 2 und durch die Mitte des Auslasskanals
3 geführt ist. Auch hier ist deutlich die zurückgesetzte Dichtfläche 2 zu sehen. Parallel
zur Dichtfläche 2 sind stromab entlang des Auslasskanals bzw. außerhalb die Anschraubflächen
4a, 4b angeordnet, die den nicht gezeigten Auspuffkrümmer teilweise umgreifen. Weiterhin
ist ein gebohrter Kühlmittelkanal 10 gezeigt, der zur Ventilsitskühlung dient und
eine Verbindungsbohrung 11 zum nicht gezeigten Zylindergehäuse aufweist. Da die Verbindungsbohrung
11 und der Kühlmittelkanal 10 aufgrund der Zylinderkopfgeometrie nicht beliebig verlegt
werden können eine Lage der Anschraubflächen 4a, 4b, die nahe an der Dichtfläche 2
liegt oder mit ihr zusammenfällt nicht möglich bzw. vorteilhaft.
[0016] Sowohl in Fig. 2 als auch in Fig. 3 ist zu erkennen, dass der Verlauf einer Kanalmitte
in einem nicht gezeigten Auspuffkrümmer ab der Dichtfläche 2 stromab beliebig geführt
werden kann. D.h. der Verlauf einer Kanalmitte eines Auspuffkrümmers kann auf große
Krümmungsradien, geringer Bauraum, Fertigungs- und Montagemöglichkeiten oder ähnliche
Kriterien hin optimiert werden.
1. Zylinderkopf (1) einer Brennkraftmaschine mit einem Auslasskanal (3), einem Zylinderkopfboden
(9), einem Zylinderkopfdach (6), einer auslassseitigen Anschraubfläche (4a,4b) und
einem daran angeschraubten Auspuffkrümmer,
wobei
eine Dichtfläche (2) am Ende des Auslasskanals in Strömungsrichtung gesehen vor der
Anschraubfläche angeordnet ist, der Auspuffkrümmer vom Zylinderkopf wenigstens teilweise
umgriffen ist, die Gewindebohrungen (5) zur Befestigung des Auspuffkrümmers im Zylinderkopfboden
(9) und im Zylinderkopfdach (6) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kanalabschnitt des Auspuffkrümmers, zwischen Dichtfläche (2) und Anschraubfläche
(4a,4b) gekrümmt ausgeführt ist.
2. Zylinderkopf (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anschraubfläche (4a,4b) und die Dichtfläche (2) des Auslasskanals parallel ausgerichtet
sind.
1. Cylinder head (1) of an internal combustion engine, having an exhaust passage (3),
a cylinder head base (9), a cylinder head cover (6), a screw-on surface (4a, 4b) on
the exhaust side and an exhaust manifold which is screwed thereon, a sealing surface
(2) being arranged at the end of the exhaust passage upstream of the screw-on surface,
as seen in the direction of flow, the cylinder head at least partially fitting around
the exhaust manifold, threaded holes (5) for fastening the exhaust manifold being
arranged in the cylinder head base (9) and in the cylinder head cover (6), characterized in that a passage section of the exhaust manifold, between the sealing surface (2) and screw-on
surface (4a, 4b), is of curved design.
2. Cylinder head (1) according to Claim 1, characterized in that the screw-on surface (4a, 4b) and the sealing surface (2) of the exhaust passage
are aligned in parallel.
1. Culasse de cylindre (1) d'un moteur à combustion interne avec une canalisation de
sortie (3), un fond inférieur de culasse de cylindre (9), un fond supérieur de culasse
de cylindre (6), une surface de vissage (4a, 4b), côté sortie et un collecteur d'échappement
vissé sur cette dernière,
une surface d'étanchéité (2) étant disposée sur l'extrémité de la canalisation de
sortie, en amont de la surface à visser, considérée dans le sens d'écoulement, le
collecteur d'échappement de la culasse de cylindre étant au moins partiellement enveloppé,
les taraudages (5) pour la fixation du collecteur d'échappement étant disposés dans
le fond inférieur de la culasse de cylindre (9) et dans le fond supérieur de la culasse
de cylindre (6), caractérisée en ce qu'un tronçon de canalisation du collecteur d'échappement est conçue de façon courbée,
entre la surface d'étanchéité (2) et la surface de vissage (4a, 4b).
2. Culasse de cylindre (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la surface de vissage (4a, 4b) et la surface d'étanchéité (2) de la canalisation
de sortie sont orientées en parallèle.