[0001] Die Erfindung betrifft eine Skidiebstahlsicherung.
[0002] Da in der heutigen Zeit immer bessere und teurere Ski und Snowboards auf den Markt
kommen, und diese Ski oft in Gegenden abgestellt werden müssen, wo sich sehr viele
Menschen aufhalten und damit die Wahrscheinlichkeit recht groß wird, daß diese Ski
gestohlen werden, ist es notwendig, Ski gegen Diebstahl zu sichern. Teilweise können
die Ski in Abstellräume eingestellt werden, was schon einen gewissen Sicherheitsfaktor
bietet, jedoch auch'dort sind sie nicht gänzlich sicher.
[0003] Diebstahlsicherungen für Ski sind bekannt. Beispielsweise sind Skiständer auf Fahrzeugen
mit einer Diebstahlsicherung versehen. Des weiteren gibt es Diebstahlsicherungen,
die gesondert mitgeführt werden, um die Ski während einer Pause bei einer Skitour
zu sichern. Dies ist jedoch sehr lästig, da das Sicherungssystem gesondert mitgeführt
werden muß, das heißt, man benötigt einen Behälter, eine Tasche oder Rucksack, um
die Sicherung mitzunehmen.
[0004] Außerdem besteht die Gefahr von Verletzungen bei gesondert mitgeführten Sicherungssystemen,
da Sicherungssysteme harte Teile aufweisen, auf die man bei Sturz fallen kann.
[0005] Eine Diebstahlsicherung für ein Snowboard der in Rede stehenden Art ist aus der japanischen
Patentschrift 2001246040 A bekannt. Die in dieser Druckschrift vorgestellte Diebstahlsicherung
ist recht aufwendig und zudem auf dem Snowboard angeordnet. Damit wird eine zusätzliche
Gefahrenquelle für den Snowboard-Fahrer geschaffen. Die Vorrichtung ist zudem relativ
groß und damit gewichtsintensiv.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Skidiebstahlsicherung zu entwickeln, die praktikabel
und möglichst ungefährlich ist.
[0007] Die Aufgabe wird durch eine Skidiebstahlsicherung gelöst, mit einem Sicherungssystem,
das an oder in einem oder mehreren Teilen einer Skiausrüstung angeordnet ist, die
sich dadurch auszeichnet, daß eines oder mehrere Teile der Skiausrüstung einen Hohlraum
zur Aufnahme des Sicherungssystems bzw. von Teilen des Sicherungssystems aufweist.
[0008] Eine Skiausrüstung besteht im Wesentlichen aus einem Ski mit Bindung, wie bei einem
Snowboard, oder aus zwei Ski mit Bindung und Skistöcken für Langlauf oder Abfahrtslauf.
Zur Skiausrüstung zählt gegebenenfalls auch der Skischuh. Zumindest an oder in einem
oder mehreren dieser Einzelteile ist ein Sicherungssystem der erfindungsgemäßen Skidiebstahlsicherung
vorgesehen. Zusätzlich ist es natürlich auch möglich, an oder in weiteren Teilen einer
Skiausrüstung das Sicherungssytem vorzusehen. Beispielsweise sind die Ski- bzw. Snowboardschuhe
ebenfalls recht wertvoll, so daß es wünschenswert ist, auch diese eigenständig, unabhängig
von anderen Teilen vor Diebstahl (z.B. im Skiraum) zu sichern.
[0009] Eine an der in der Skiausrüstung integrierte Diebstahlsicherung hat den Vorteil,
daß sie von dem Skifahrer nicht vergessen und auch nicht verloren werden kann. Sie
ist höchst praktikabel, da sie immer mitgeführt wird und daher nicht vergessen wird
und keine zusätzlichen harten Teile in Jackentaschen oder im Rucksack mitgeführt werden
müssen. Die Anordnung in einem oder mehreren Hohlräumen der Skiausrüstung bietet den
besonderen Vorteil einer verdeckten und damit unfallverhütenden Unterbringung des
Sicherungssystems.
[0010] Die für die Diebstahlsicherung notwendigen stabilen und harten Elemente befinden
sich bereits an entsprechend robusten und stabilen Ausrüstungsgegenständen. Es entsteht
keine zusätzliche Verletzungsgefahr.
[0011] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, mit dem Sicherungssystem der Diebstahlsicherung eines
der Teile der Skiausrüstung mehrere oder alle Teile mit einer Sicherungsvorrichtung
zu versehen, so daß vor Ort ausgewählt werden kann, mit welchem der Sicherungssysteme
die Skiausrüstung vorteilhafterweise gesichert werden soll.
[0012] Nach einem Ausführungsbeispiel kann das Sicherungssystem oder Teile des Sicherungssystems
lösbar mit Teilen der Skiausrüstung verbunden sein, so daß es möglich ist, dieses
bei Wunsch auch von den Teilen der Skiausrüstung zu entfernen.
[0013] Nicht nur einzelne Teile der Skiausrüstung werden von der Diebstahlsicherung gesichert,
sondern alle Teile zusammen und/oder zusätzlich an einem festen Gegenstand, wie beispielsweise
einem Gestell, einem Zaun oder Vorrichtungen, die speziell für das Sichern von Skiausrüstungen
vorgesehen sind, befestigt. Vorteilhafterweise ist das Sicherungssystem derart ausgebildet,
daß weitere Teile der Skiausrüstung mit dem Sicherungssystem des einen Teils mitgesichert
werden können.
[0014] Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß jedes Teil der Skiausrüstung
ein eigenes Sicherungssystem aufweist, so daß jedes Teil selbst an einem festen Gegenstand
befestigt werden kann. Auch sind Sicherungssysteme einzelner Teile miteinander kombinierbar,
womit eine Verkettung der Einzelteile der Skiausrüstung möglich ist. So ist es möglich,
daß beispielsweise das Sicherungssystem, das an einem der Stöcke der Skiausrüstung
angeordnet ist, alle Teile der Skiausrüstung sichert. Dadurch ist vorgesehen, daß
es die anderen Teile der Skiausrüstung mit aufnimmt und alle Teile so an einem Ort
gesichert werden können. Der Einsatz der Erfindung ist daher nicht nur auf die Piste
beschränkt. Die komplette Skiausrüstung ist so zum Beispiel auch Nachts im Skiraum
des Hotels schützbar.
[0015] Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß mehrere oder jedes der
Teile der Skiausrüstung Elemente des Sicherungssystems aufweist, so daß mindestens
zwei verschiedene Teile der Skiausrüstung für das Sichern notwendig sind.
[0016] Nach einer Variante der Erfindung besteht das Sicherungssystem aus wenigstens einem
flexiblen Band und einem Schloß, die beispielsweise an nur einem Teil einer Skiausrüstung
befestigt sind, wobei das flexible Band beispielsweise nur die Skier oder die Skier
und die Stöcke, gegebenenfalls auch die Skischuhe umfängt, und mit diesem Band die
Skiausrüstung an einem festen Gegenstand befestigt werden kann. Das eine Ende des
Bandes findet in einem Schloß Aufnahme und bildet so eine geschlossene Schlaufe.
[0017] Nach einer anderen Variante besteht das Sicherungssystem aus einem Bügel und einem
Schloß, wobei der Bügel Teile der Skiausrüstung und den ortsfesten Gegenstand umgreift
und in dem Schloß verrastet wird.
[0018] Das erfindungsgemäße Schloß besteht aus einem Schloßkopf und einer Schloßkopfaufnahme.
Das Sicherungssystem kann beispielsweise aus zwei Bändern gebildet sein, die an einem
der Teile der Skiausrüstung befestigt sind und an jeweils ihren freien Enden einen
Schloßkopf und eine Schloßkopfaufnahme aufweisen. Die Bänder werden um Teile der Skiausrüstung
und den festen Gegenstand geschlungen und Schloßkopf und Schloßkopfaufnahme miteinander
verrastet. Auf diese Weise sind alle Teile der Skiausrüstung von einem Teil der Skiausrüstung,
dem Band und dem Schloß umfangen und so vor Diebstahl geschützt.
[0019] Die weiteren Teile der Skiausrüstung können beispielsweise mit Ösen und Laschen versehen
sein, durch die das Band mit Schloß oder Schloßkopf hindurchführbar sind, so daß die
Einzelteile nicht aus der Schlaufe herausgezogen werden können.
[0020] Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, die Schloßkopfaufnahme direkt
in einem der Teile der Skiausrüstung anzuordnen. Nach einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel
ist an diesem einen Teil ebenfalls das Band befestigt, wobei das Band die anderen
Teile der Skiausrüstung umfängt und das Ende des Bandes mit dem Schloßkopf in der
Schloßkopfaufnahme Aufnahme findet.
[0021] Des weiteren ist vorgesehen, Band mit Schloßkopf und Schloßkopfaufnahme auf zwei
Teile der Skiausrüstung zu verteilen. Beispielsweise ist an einem der Skistöcke das
Band mit Schloßkopf befestigt und an dem anderen der Skistöcke die Schloßkopfaufnahme,
so daß zur Sicherung der Skiausrüstung das Sicherungssystem einschließlich beider
Stöcke notwendig ist.
[0022] Vorteilhafterweise dient das Band an dem Stock als Handgelenkschlaufe, so daß der
Stock während der Skifahrt bei Sturz nicht verloren gehen kann. Die Schlaufe erfüllt
somit zwei Funktionen - erstens als "Fangriemen" und zweitens zur "Diebstahlsicherung".
[0023] Die Schlaufe hat jedoch eine begrenzte Länge, die für Sicherungszwecke aller Teile
der Skiausrüstung gegebenenfalls nicht ausreichend ist. Deshalb ist nach einem weiteren
Ausführungsbeispiel der Erfindung ein Verlängerungsband vorgesehen, das ebenfalls
mit Schloßkopf und Schloßkopfaufnahme versehen ist. Der Schloßkopf des einen Endes
des Bandes ist an die Schloßkopfaufnahme der Verlängerung anschließbar und der Schloßkopf
des Verlängerungsbandes wirkt mit der Schloßkopfaufnahme, beispielsweise des Skistocks
zusammen. Das Band kann genausogut am Ski, an der Skibindung oder an den Schuhen selbst
vorgesehen sein, wobei es während der Abfahrt auch hier ebenfalls als Fangriemen dient.
[0024] Nicht immer ist gewünscht, daß das Band an einem der Teile der Skiausrüstung als
Schlaufe frei hängt. Deshalb ist vorgesehen, dieses freie Band in einem, mehreren
oder allen Teilen der Skiausrüstung zu integrieren. Nach einem Ausführungsbeispiel
ist es möglich, das Band um das eine Teil der Skiausrüstung fest herumzuwickeln, so
daß es nicht lose herumhängt. Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel weisen Teile
der Skiausrüstung einen Hohlraum auf, in die das Band hineinlegbar ist. Dieser Hohlraum
kann aus einem Schlitz bestehen, in den das Band versenkt werden kann. Der Schloßkopf
kann von dem Teil hervorstehen oder in der Schloßkopfaufnahme oder in einer Verbreiterung
am Ende des Schlitzes Aufnahme.
[0025] Das Band ist vorteilhafterweise in dem Hohlraum verankert, so daß er herausgezogen,
jedoch nicht von dem Teil der Skiausrüstung gelöst werden kann. Ein Anschlag verhindert
das vollständige Herausziehen des Bandes aus dem Hohlraum.
[0026] Nach einer weiteren Ausführung besteht der Hohlraum aus einem geschlossenen Raum
mit einer Öffnung zum Herausziehen des Bandes, wobei am einen Ende des Bandes ebenfalls
ein Anschlag vorgesehen ist, der ein vollständiges Herausziehen verhindert. Vorteilhafterweise
ist der Anschlag gegenüber dem Band verstellbar. So kann die Länge des herausziehbaren
Bandes eingestellt werden. Das Band ist in den Hohlraum hineinschiebbar, so daß es
während der Fahrt nicht stört, wobei der Schloßkopf in einem Fall aus dem Teil der
Skiausrüstung hervorsteht oder in einem anderen Fall in einer Aussparung versenkt
wird.
[0027] Nach einer weiteren Ausfürungsform der Erfindung ist für das Band eine Rückholvorrichtung
vorgesehen, die das Band aufrollt oder in den Hohlraum hineinzieht. Vorteilhafterweise
ist die Rückholvorrichtung in dem Hohraum selbst angeordnet. Diese kann aus einem
Elastikband oder einer Feder bestehen, wobei, je nachdem in welchem Teil der Skiausrüstung
das Sicherungssystem vorgesehen ist, die Feder eine Schraubenfeder oder eine Spiralfeder
sein kann.
[0028] Um das Schloß gegen Eindringen von Feuchtigkeit zu schützen, ist eine Schutzabdeckung
vorgesehen. Ebenfalls kann die Schloßkopfaufnahme mit einer Schutzabdeckung verschlossen
werden.
[0029] Für das Öffnen des Schlosses ist ein Schlüssel geeignet. Auch läßt sich solch ein
Schloß mit einem Zahlencode oder einer Magnetkarte öffnen. Bei Zahlencodes ist der
Schließmechanismus direkt am Schloß befestigt, womit er vor Verlust gesichert ist
und Magnetkarten werden in der Regel im Geldbeutel mitgeführt, wo sie auch nicht so
leicht verloren werden.
[0030] Als Band können Riemen, Seile, Drahtseile, Ketten und dergleichen vorgesehen sein,
die in jedem Fall einen gewissen Schutz vor Diebstahl bieten. Drahtseile und Ketten
haben jedoch den Vorteil, daß sie nicht so einfach mit einem Messer durchgeschnitten
werden können. Sie bieten somit einen höheren Sicherungsfaktor. Um zu verhindern,
daß Drahtseile und Ketten in einer preiswerten Ausführung gegebenenfalls rosten, sind
sie mit einer Ummantelung versehen. Sie können auch aus einem hochwertigen, nicht
rostenden Material bestehen. Des weiteren werden Drahtseile und Ketten im Winter sehr
kalt und da man im Winter sowieso schon klamme Finger durch die Kälte hat, ist es
erwünscht, Materialien zu verwenden, die die Kälte nicht so leicht übertragen. Deshalb
ist vorgesehen, solche Teile mit Kunststoff zu ummanteln, so daß sie vor dem Rosten
geschützt und angenehm zum Anfassen sind.
[0031] Als konkretes Ausführungsbeispiel sei ein Sicherungssystem genannt, das an einem
der Skistöcke angeordnet ist. Beispielsweise ist am Griff eines der Skistöcke ein
Band befestigt und dieses Band ist an seinem freien Ende mit einem Schloßkopf versehen.
Zusätzlich ist in der Nähe der Stelle, an der das Band am Skistock angeordnet ist,
eine Schloßkopfaufnahme vorgesehen, so daß beim Einstecken des Schloßkopfes in die
Schloßkopfaufnahme das Band eine Schlaufe bildet. Diese Schlaufe kann während der
Fahrt als Handgelenkschlaufe verwendet werden. Da bei dieser Ausführungsform der Erfindung
die Länge des Bandes doch relativ kurz ist und mit dem Band die anderen Teile der
Skiausrüstung, wie dem zweiten Skistock und die Ski von dem Band umschlungen und an
einem ortsfesten Gegenstand gesichert werden sollen, reicht unter Umständen die Länge
des Bandes nicht aus. Zu diesem Zweck ist es möglich, das Band mit einer Verlängerung
zu versehen.
[0032] Nach einem anderen Ausführungsbeispiel kann das Band in das Innere des Stockes, der
aus einem Rohr besteht, eingeschoben werden und ist somit in dem Stock aufgeräumt.
Der Schloßkopf steht gegebenfalls aus dem Skistock hervor. An dem Skistock kann auch
eine Aussparung vorgesehen sein, in die der Schloßkopf versenkbar ist.
[0033] Vorteilhafterweise ist in dem Stock eine Rückholvorrichtung vorgesehen, die das Band
selbständig in das Innere des Stockes hineinzieht. Diese Rückhohlvorrichtung kann
aus einer Schraubenfeder bestehen kann, die in der Nähe der Stockspitze verankert
ist und das Band in das Innere des Stockes hineinzieht. Gegen die Kraft der Feder
wird das Band aus dem Inneren des Stockes herausgezogen. Anstelle einer Feder kann
auch ein elastisches Band, wie ein Gummiband, vorgesehen sein. Das Längenverhältnis
von Gummiband zu Band beträgt ungefähr 1 zu 3. Da durch die Feder oder das Gummiband
die Größe der Schluafe variabel ist, besteht die Gefahr, daß die einzelnen Teile der
Skiausrüstung aus der Schlaufe des Sicherungssystemes herausgezogen werden können.
Deshalb ist vorgesehen, das Band soweit im Inneren des Skistockes zu sichern, so daß
die Länge des herausgezogenen Bandes begrenzt ist. Zu diesem Zweck ist an dem Band
ein Anschlag befestigt. Das Verbindungsteil zwischen Gummiband und Band -beispielsweise
eine Öse - kann ebenfalls als Anschlag dienen. Nach einer Ausführungsform der Erfindung
soll es möglich sein, den Anschlag an dem Band zu verstellen, so daß die gewünschte
Länge des herausgezogenen Bandes bestimmbar ist.
[0034] Die Länge der Schlaufe zu verstellen ist dann notwendig, wenn man in einem Fall die
Skier umwickelt oder in einem anderen Fall die Skier an einem Gegenstand befestigen
möchte. Für diese beiden Möglichkeiten muß die Länge des Bandes unterschiedlich sein.
Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel könnte vorgesehen sein, auch die Schuhe an
dem Band aufzufädeln, wobei die Schuhe dabei selbst mit Ösen versehen sind, durch
die das Band hindurchgezogen wird.
[0035] Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel kann das Band an einem der Skistöcke und
die Schloßkopfaufnahme an einem weiteren der Skistöcke angeordnet sein, so daß jeweils
zwei Skistöcke zur Sicherung der Skiausrüstung dienen.
[0036] Eine Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die Sicherung selbst
nicht mehr aus dem Rohr unterhalb des Handgriffes herausgeführt wird, sondern durch
den Handgriff selbst geführt wird und dann oben durch eine Öffnung im Griff beispielsweise
herausgezogen werden kann. Bei diese Ausführungsform ist es vermieden, daß Materialschwächungen
an dem Skistock selbst eintreten. Diese werden dadurch vermieden, daß die Öffnungen
für die Durchführung des Bandes jetzt nach dieser Ausführungsform in dem Griff angeordnet
sind. Dabei ist es erfindungsgemäß ebenso vorgesehen, daß sich die Öffnungen seitlich
am Griff erstrecken, wie auch daß sich die Öffnungen - oder wenigstens eine Öffnung
- direkt im Kopf des Griffes befinden. Eine mögliche Sollbruchstelle bzw. eine Schwächung
des Materials des Skistockes wird durch diese Ausführungsform komplett vermieden.
Eine Beeinträchtigung der Benutzung des Skistockes durch die Skidiebstahlsicherung
ist nicht vorhanden.
[0037] Die Öffnungen sind dabei vorzugsweise im oberen Teil des Griffes angeordnet. Dabei
besteht das hier bevorzugt vorgesehene Sicherungssystem aus einem im Skistock angeordneten
Band, das durch den geführt ist. Der Schloßkopf ist ebenfalls mit der Schloßaufnahme
in dem Griff des Skistocks vorgesehen. Das Band selbst wird im Skistock durch den
Griff und durch den Stock selbst nach unten geführt und dort beispielsweise von einer
Feder oder von einem anderen Rückzugselement gehalten. Dieses Rückzugselement bewirkt,
daß, wenn die Diebstahlsicherung um einen Sicherungsgegenstand gelegt ist, sich das
Seil von selbst strafft. Nach der Verriegelung des Schlosses ist dann das Band ebenfalls
blockiert, so daß es nicht mehr aufgezogen werden kann. Die Öffnungen können, wie
bereits erwähnt, in einem bestimmten Winkel, bevorzugt in einem stumpfen Winkel bezogen
auf die Achse des Skistockes angeordnet sein. Durch eine stumpfe Ausbildung des Winkels
kann vermieden werden, daß das Band beschädigt wird.
[0038] Die Kombination der Öffnungen im Skistock ist dabei äußerst vielfältig. So ist es
entsprechend einer Ausführungsform der Erfindung möglich, das Band aus dem Griff oben,
beispielsweise mittig, herauszuführen und auf der Rückseite des Griffes wieder hineinzuführen.
Das Schloß selbst ist bei dieser Ausführungsform auf der Gegenseite vorn angeordnet.
[0039] Selbstverständlich sind auch andere Varianten der Seilführung möglich. Beispielsweise
ist es vorgesehen, das Band oben hineinzuführen und seitlich herauszuführen. Das Schloß
befindet sich bei dieser Ausführungsform ebenfalls im hinteren Teil des Griffes. Weitere
Varianten der Bandführung werden noch in den Ausführungsbeispielen gezeigt.
[0040] Eine Weiterbildung der zuvor beschriebenen Skistocksicherung zeichnet sich dadurch
aus, daß im Inneren des Skistockes selbst eine Rückholvorrichtung vorgesehen ist.
Entsprechend einer Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Skistocksicherung ist
dabei eine im Rohr des Skistockes laufende Feder als Rückholvorrichtung vorgesehen.
Dabei ist es bevorzugt, wenn die Feder in einem zusätzlichen, vorzugsweise aus Kunststoffmaterial
gebildeten Rohr läuft. Das Seil kann entsprechend einer Variante im Inneren der Feder
laufen.
[0041] Die Feder als Rückholvorrichtung kann auch als Druckfeder vorgesehen sein, wobei
ein Kunststoffstift als Führung dient. Der Kunststoffstift dient dann gleichzeitig
als Seilführung für das Band.
[0042] Die Erfindung stellt auch ein Nachrüstset - bestehend aus einem Griff mit einem Band,
einer Feder mit entsprechender Führung, mit Schloß und Schloßkopf sowie Schloßkopfaufnahme
- zur Verfügung, das in einfacher Weise in Skistöcke oder andere Stöcke einsetzbar
ist, die noch keine Sicherung aufweisen. Das Nachrüstset wird in einfacher Weise an
vorhandenen Stöcken anbringbar sein, indem die Griffe der Stöcke zunächst entfernt
werden und dann das Nachrüstset, inklusive des neuen Griffes und der Sicherungselemente
insgesamt, an bzw. in dem Stock befestigt wird. Zur Befestigung kann dabei sowohl
ein Aufkleben als auch ein Aufschrauben vorgesehen sein.
[0043] Das Sicherungssystem kann erfindungsgemäß auch an den Skiern angeordnet sein. Skier
der heutigen Generation sind nicht sehr flach. Sie weisen ein Profil auf, das ausreichend
dick ist, um ein Band, wie es für das Sicherungssystem notwendig ist, aufzunehmen.
Auch ein in dem Ski vorgesehener Hohlraum kann mit einer Rückholvorrichtung, wie gerade
bei den Skistöcken beschrieben, versehen sein.
[0044] Als weiteres Beispiel sei genannt, das Sicherungssystem in der Bindung zu verstauen.
Eine Skibindung für Skier besteht aus einer Befestigungsplatte mit Befestigungsmittel
für die Schuhe. Diese Befestigungsplatte kann derart gestaltet sein, daß auch sie
ausreichend Platz für einen Hohlraum zur Aufnahme des Bandes bietet. Um das Band in
dem Hohlraum einer Befestigungsplatte einzuziehen, ist ein Gummiband oder eine Schraubenfeder
nicht geeignet, da hierfür eine bestimmte Länge notwendig ist. Für diesen Zweck ist
in dem Hohlraum beispielsweise eine Spiralfeder vorgesehen, die das Sicherungsband
aufwickelt.
[0045] Eine Anordnung des Sicherungssystems an den Teilen der Bindung, die zur Befestigung
der Schuhe vorgesehen sind, ist ebenfalls möglich.
[0046] Das gleiche gilt für den Fall, bei dem der Hohlraum zur Aufnahme des Bandes im Absatz
eines Schuhes vorgesehen ist.
[0047] Bei all diesen angeführten Beispielen ist es möglich, den Schloßkopf am Ende des
Bandes und die Schloßkopfaufnahme an dem gleichen Teil der Skiausrüstung oder die
Schloßkopfaufnahme an einem der anderen Teile der Skiausrüstung vorzusehen. Auf diese
Weise ist es möglich, jeweils ein Teil mit dem anderen zu verbinden und das letzte
Teil dieser Kette wiederum mit dem ersten, so daß es einen geschlossenen Kreis bildet.
Oder die Schlösser für mehrere Teile werden in einer Leiste von mehreren Schloßkopfaufnahmen
miteinander verbunden, wobei diese Leiste selbst an einem ortsfesten Gegenstand befestigt
oder befestigbar ist.
[0048] Die Erfindung betrifft auch einen Stock, wie Ski-, Wander-, Nordish-Walking-Stock,
insbesondere als Teil einer Skiausrüstung, mit einer erfindungsgemäßen Diebstahlsicherung.
Der Stock selbst weist ein Sicherungssystem auf, welches insbesondere an oder im Stock
mitgeführt ist. Das Sicherungssystem ist ebenfalls an einem Stock vorgesehen, der
in der Länge variabel ist. Dies gilt insbesondere für Wander- oder Nordish-Walkingstöcke,
die bei Nichtgebrauch im Rucksack untergebracht werden sollen und nur wenig Platz
einnehmen dürfen.
[0049] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Zeichnungen näher beschrieben:
[0050] Es zeigen:
- Fig. 1a:
- das untere Teil eines Skistocks in Seitenansicht nach der Erfindung,
- Fig. 1b:
- den oberen Teil eines Skistocks in Seitenansicht nach der Erfindung,
- Fig. 1c:
- ein Verlängerungsteil nach der Erfindung,
- Fig. 2a:
- den unteren Teil eines Skistocks geschnitten nach der Erfindung,
- Fig. 2b:
- den oberen Teil eines Skistocks geschnitten nach der Erfindung,
- Fig. 3, 3a, 3b:
- weitere Varianten des Skistockoberteils geschnitten nach der Erfindung,
- Fig. 4a, 4b
- Ausführungsformen der Erfindung mit Sicherungssystem im Skistock,
- Fig. 5
- verschiedene Varianten der Bandführung im Griff.
[0051] Der in Fig. 1a dargestellte, untere Teil eines Skistocks 1 besteht aus einem Rohr
2 einer Skistockspitze 3 und einem Teller 4. Das Rohr 2 ist vorteilhafterweise aus
Aluminium, wobei jedoch auch andere geeignete Materialien Verwendung finden können.
[0052] Fig. 1b zeigt den oberen Teil eines Skistocks 1 mit Griff 5, wobei an dem Griff 5
das erfindungsgemäße Sicherungssystem 6 angeordnet ist. Dieses Sicherungssystem 6
besteht aus einem an oder in der Nähe des Griffes 5 angeordneten Band 7, das in einem
Schloßkopf 8 endet. Dieser Schloßkopf 8 wirkt mit einer Schloßkopfaufnahme 9 verrastend
zusammen.
[0053] In diesem Ausführungsbeispiel besteht das Schloß aus einem Zahlenschloß, wobei jedoch
Schlösser, die mit Schlüssel oder mit Magnetkarten oder auf andere Weise zu öffnen
sind, ebenfalls für diesen Zweck zur Diebstahlsicherung von Skiausrüstung geeignet
sind.
[0054] Dieses Sicherungsband 7 kann gleichzeitig als Fangriemen zum Sichern vor Verlust
eines Skistockes bei Sturz verwendet werden und wird während der Abfahrt um das Handgelenk
des Skifahrers geschlungen. Gleichzeitig dient dieses Band dazu, in den Fällen, wenn
die Skiausrüstung vor beispielsweise Gaststätten abgestellt werden soll, die gesamte
Skiausrüstung vor Diebstahl zu sichern. Zu diesem Zweck wird das Schloß mittels eines
Schlüssels, Zahlenkombination oder Magnetkarte usw. geöffnet, das Band 7 um Teile
der Skiausrüstung, beispielsweise den zweiten Skistock und die Skier, gewickelt und
an einem festen Gegenstand, z.B. Zaun, Gestell oder Spezialvorrichtung, zum Abstellen
von Skiern befestigt. Zur Verlängerung dieses Bandes kann gegebenenfalls ein Verlängerungteil
10 vorgesehen sein. Dieses Verlängerungsteil 10 besteht ebenfalls aus einem Band 11,
das an dem einen Ende 12 mit einem Schloßkopf 13 und am anderen Ende 14 mit einer
Schloßkopfaufnahme 15 versehen ist.
[0055] Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in der Fig. 2 geschnitten dargestellt. Fig.
2a zeigt wiederum den unteren Teil des Stockes 1 und Fig. 2b den oberen Teil des Stockes
1. Wie zu erkennen ist, besteht der Skistock aus einem Rohr 2, in dessen Innerem 16,
das den erfindungsgemäßen Hohlraum bildet, das Band 7 Aufnahme findet. Zum einen kann
das Sicherungsband 7 durch eine Öffnung 17 in den Skistock 1 eingeschoben werden oder
wird mittels einer Rückhohlvorrichtung 18 in den Stock 1 hineingezogen.
[0056] Nach diesem Ausführungsbeispiel besteht die Rückhohlvorrichtung 18 aus einem elastischen
Gummiband 19, das im unteren Teil des Stockes 1 in der Nähe der Skistockspitze 3 verankert
ist. Dieses Gummiband 19 ist mittels einer Öse 20 mit dem Band 7 des Sicherungssystems
1 verbunden ist. Diese Öse 20 dient gleichzeitig als Anschlag, der das Band 7 vor
vollständigem Herausziehen aus dem Skistock 1 sichert.
[0057] In entspanntem Zustand des Gummibandes 19 ist das Band 7 des Sicherungssystems 1
vollständig in dem Skistock 1 eingezogen. Nur der Schloßkopf 8 steht hervor. Das Längenverhältnis
von Gummiband 19 zu Band 7 beträgt ungefähr 1 zu 3.
[0058] Nach einem weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel, ist an dem Stock 1
oder am Griff 5 eine Aussparung vorgesehen, in die der Schloßkopf 8 in nicht benötigtem
Zustand eingelegt sein kann.
[0059] Das Sicherungsband 7 besteht in diesem Ausführungsbeispiel aus einem dünnen Drahtseil;
kann jedoch in einem anderen Fall aus einem einfachen Riemen, einem normalen Seil
oder auch einer Kette, die gegebenenfalls ummantelt ist, bestehen. Bänder aus anderen
flexiblen Materialien sind ebenfalls geeignet.
[0060] Nach dem dargestellten Ausführungsbeispiel nach Fig. 2a und 2b ist die Schloßkopfaufnahme
9 für den Schloßkopf 8 beispielsweise in dem zweiten Skistock vorgesehen. Es ist jedoch
auch möglich, - siehe Fig. 3 - die Schloßkopfaufnahme 9 an dem Skistock 1 bzw. im
Griff 5 des Skistockes 1 vorzusehen, der auch das Sicherungsband 7 trägt.
[0061] Im Fall, in dem die Diebstahlsicherung verwendet wird, wird das Band 7 entgegen der
Kraft des Gummibandes 19 aus dem Skistock 1 bis zum Anschlag herausgezogen, um den
weiteren Skistock und die Skier sowie um einen festen Gegenstand, wie ein Gestell
oder eine Verankerungsvorrichtung, herumgewickelt und in der Schloßkopfaufnahme 9
verrastet. Auf diese Weise kann die so gesicherte Skiausrüstung nicht mehr gestohlen
werden.
[0062] Die Skischuhe behält der Skifahrer in der Regel an, wenn er eine kurze Pause macht.
Jedoch wird die Skiausrüstung zumindest über Nacht in einen Abstellraum, beispielsweise
von Hotels, abgestellt, wobei auch hier die Schuhe zum Trocknen hingestellt werden.
Auch Schuhe sind recht teuer. Deshalb besteht auch hier der Wunsch, diese gegen Diebstahl
zu sichern. Zu diesem Zweck können die Schuhe Ösen aufweisen, durch die das Sicherungsband
7 hindurchgefädelt wird. Die Schuhe selbst können mit einem Sicherungssystem versehen
sein. In diesem Fall kann das Sicherungssystem im Absatz des Schuhes angeordnet sein.
Als Rückholvorrichtung ist in diesem Fall eine Spiralfeder vorgesehen, die das Sicherungsband
in den Absatz des Schuhes aufwickelt. Zur Aufnahme des Schloßkopfes kann am Absatz
des Schuhes eine Ausnehmung vorgesehen sein. Andererseits kann der Schloßkopf mit
der Schloßkopfaufnahme eines der anderen Teile der Skiausrüstung zusammenwirken. Die
Schloßkopfaufnahme ist nach einem Ausführungsbeispiel an dem gleichen Schuh vorgesehen
wie das Sicherungsband. Nach einem anderen Ausführungsbeispiel ist sie am zweiten
Schuh vorgesehen, so daß diese Schuhe miteinander gesichert werden.
[0063] Das Sicherungsband ist so lang, daß es nur um einen Gegenstand oder gleichzeitig
um die Skier oder die Stöcke gewickelt wird. Des weiteren ist es auch möglich, eine
Leiste mit mehreren Schloßkopfaufnahmen vorzusehen, so daß die einzelnen Teile einer
Skiausrüstung, die jeweils mit einem eigenen Band mit Schloßkopf versehen sind, an
dieser Leiste befestigt werden. Die Leiste selbst ist fest an einem Gegenstand zu
befestigen oder ebenfalls mit einem Sicherungsband an einem Gegenstand.
[0064] Die Fig. 3a und 3b zeigen verschiedene Ansichten einer weiteren Variante einer Skisicherung
im Skistock. Der Griff 5 ist dabei mit der Schloßaufnahme 9 ausgestattet, die sich
im oberen Teil des Skistockes befindet. Das Sicherungssystem 6 ist mit einem Pfeil
lediglich schematisch angedeutet. Das Band 7 wird durch eine Öffnung 17 geführt, welche
sich seitlich schräg nach oben im Griff 5 befindet. Mit dem Bezugszeichen 21 ist eine
Schloßverriegelung bzw. Bandverriegelung nur schematisch angedeutet. Alle anderen
Bezugszeichen wurden bei den vorhergehenden Figuren bereits vorgestellt und werden
in gleicher Weise wieder verwendet.
[0065] Die Fig. 4a und 4b zeigen weitere Ausführungsformen der Erfindung mit Sicherungssystem
im Skistock. Dabei ist im Stockinneren 16 als Rückholvorrichtung 18 eine Feder vorgesehen.
Die Fig. 4a zeigt dabei die Feder in ihrer gestreckten Stellung, wodurch das Band
7 in das Innere des Rohres 2 gezogen wird. Das Band selbst ist beispielsweise an einem
Teller, der die Feder selbst trägt, befestigt. Die Fig. 4b zeigt die ausgezogene Stellung
in der sich das Band 7 außerhalb des Rohres 2 befindet. Alle anderen Bezugszeichen
werden in gleicher Weise wie zuvor beschrieben verwendet, so daß auf eine erneute
Vorstellung verzichtet wird.
[0066] Die Fig. 5 zeigt verschiedene Varianten der Bandführung im Griff 5 selbst. Dabei
ist der Griff 5 derart abgebildet, daß die rechts oben zu sehende Spitze als Vorderseite
des Griffes 5 bezeichnet wird. Das bedeutet, daß gemäß der Darstellung die rechte
Seite als Vorderseite zu betrachten ist. Die einzelnen Führungsmöglichkeiten des Bandes
7 sind in den unterschiedlichen Darstellungen ersichtlich. Dabei ist es in der ersten
Variante vorgesehen, daß das Band 7 aus dem oberen Teil des Griffes 5 herausziehbar
ist. Es wird hinten wieder hineingeschoben. Das Schloß selbst befindet sich auf der
Vorderseite. In der zweiten Variante, von links gesehen, befindet sich das Schloß,
im Gegensatz zur ganz linken Darstellung, hinten. Die dritte Variante von links zeigt
die Führungsmöglichkeit, bei der das Band 7 seitlich heraus- und ebenfalls seitlich
hineingeführt wird. Das Schloß befindet sich ebenfalls hinten. In der nächsten Variante
wird das Seil nach vorn herausgezogen und oben wieder hineingesteckt. Das Schloß befindet
sich dann hinten. Die nächste Abbildung zeigt eine Möglichkeit, bei der das Seil im
oberen Teil seitlich hinten aus dem Griff 5 geführt wird. Die Schloßaufnahme 9 befindet
sich oben im Zentrum des Griffes 5 und die Schloßverriegelung 21 befindet sich hinten.
Die rechte Darstellung zeigt eine Führungsmöglichkeit, bei der das Seil 7 seitlich
herausgeführt wird, vorn in die Schloßaufnahme 9 eingeführt wird und das Schloß bzw.
die Schloßverriegelung befindet sich auf der Hinterseite des Griffes 5.
[0067] Die erfindungsgemäße Diebstahlsicherung ist hier nur anhand der Skistöcke dargestellt,
jedoch kann sie Teil der Schuhe, wie gerade beschrieben, oder Teil der Skier oder
der Bindung sein.
[0068] Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf einen Stock, wie Ski-, Wander-, Nordish-Walking-Stock,
insbesondere als Teil einer Skiausrüstung mit einem erfindungsgemäßen Sicherungssystem,
wobei das Sicherungssystem an oder im Stock mitgeführt wird. Insbesondere Wander-
oder Nordish-Walking-Stöcke gibt es derzeit in teleskopartig ausziehbaren Varianten,
wobei die Ski-Diebstahlsicherung in einem derartigen Stock mit variabler Länge angeordnet
sein kann.
[0069] Die jetzt mit der Anmeldung und später eingereichten Ansprüche sind Versuche zur
Formulierung ohne Präjudiz für die Erzielung weitergehenden Schutzes.
[0070] Sollte sich hier bei näherer Prüfung, insbesondere auch des einschlägigen Standes
der Technik, ergeben, daß das eine oder andere Merkmal für das Ziel der Erfindung
zwar günstig, nicht aber entscheidend wichtig ist, so wird selbstverständlich schon
jetzt eine Formulierung angestrebt, die ein solches Merkmal, insbesondere im Hauptanspruch,
nicht mehr aufweist.
[0071] Die in den abhängigen Ansprüchen angeführten Rückbeziehungen weisen auf die weitere
Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches durch die Merkmale des jeweiligen
Unteranspruches hin. Jedoch sind diese nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines
selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale der rückbezogenen Unteransprüche
zu verstehen.
[0072] Merkmale, die bislang nur in der Beschreibung offenbart wurden, können im Laufe des
Verfahrens als von erfindungswesentlicher Bedeutung, zum Beispiel zur Abgrenzung vom
Stand der Technik beansprucht werden.
[0073] Merkmale, die nur in der Beschreibung offenbart wurden, oder auch Einzelmerkmale
aus Ansprüchen, die eine Mehrzahl von Merkmalen umfassen, können jederzeit zur Abgrenzung
vom Stande der Technik in den ersten Anspruch übernommen werden, und zwar auch dann,
wenn solche Merkmale im Zusammenhang mit anderen Merkmalen erwähnt wurden beziehungsweise
im Zusammenhang mit anderen Merkmalen besonders günstige Ergebnisse erreichen.
1. Skidiebstahlsicherung, wobei ein Sicherungssystem (6) an oder in einem oder mehreren
Teilen (1) einer Skiausrüstung angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß eines oder mehrere der Teile (1) der Skiausrüstung einen Hohlraum (16) zur Aufnahme
des Sicherungssystems, zumindest eines Teils des Sicherungssystems, aufweisen.
2. Skidiebstahlsicherung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungssystem (6) an oder in der Skiausrüstung mitgeführt wird und/oder mehrere
oder jedes der Teile (1) der Skiausrüstung ein Sicherungssystem (6) aufweist und/oder
die Sicherungssysteme (6) der einzelnen Teile (1) miteinander kombinierbar sind beziehungsweise
zusammenwirken.
3. Skidiebstahlsicherung nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das in einem Teil der Skiausrüstung mitgeführte Sicherungssystem (6) dazu dient,
mehrere oder alle Teile der Skiausrüstung zu sichern.
4. Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungssystem (6) aus wenigstens einem flexiblen Band (7) und einem Schloß
besteht und/oder das Sicherungssystem (6) aus wenigstens einem Bügel und einem Schloß
besteht und/oder das Schloß aus einem Schloßkopf (8) und einer Schloßkopfaufnahme
(9) besteht und/oder Schloß, Schloßkopf (8), Schloßkopfaufnahme (9), Band (7) und/oder
eine Öse beziehungsweise Lasche an dem Teil, durch die das Band führbar ist, je Elemente
des Sicherungssystems (6) sind.
5. Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere oder jedes der Teile (1) der Skiausrüstung Elemente des Sicherungssystems
(6) aufweisen und die Elemente zusammenwirken und/oder das Band (7) mit seinem einen
Ende an einem der Teile (1) der Skiausrüstung befestigbar oder festlegbar ist und
an seinem jeweilig anderen Ende mit den Schloßkopf (8) bzw. mit der Schloßkopfaufnahme
(9) versehen ist und/oder die Schloßkopfaufnahme (9) direkt an einem der Teile (1)
der Skiausrüstung angeordnet ist.
6. Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Schloßkopf (8) und Schloßkopfaufnahme (9) ein Verlängerungsband (10) einsetzbar
ist, das ebenfalls mit Schloßkopf (13) und Schloßkopfaufnahme (15) versehen ist und/oder
das Sicherungsystem (6) in geschlossenen Zustand eine Schlaufe bildet und/oder ein
Teil der Skiausrüstung im geschlossenen Zustand der Skidiebstahlsicherung sowohl das
Band (7) als auch das Schloß (8, 9) trägt und/oder eines oder mehrere der Teile der
Skiausrüstung mit Band (7) und Schloßkopf (8) und ein oder mehrere weitere Teile der
Skiausrüstung mit der Schloßkopfaufnahme (9) versehen ist.
7. Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (7) in einem oder mehreren der Teile (1) der Skiausrüstung und/oder insbesondere
in dem Hohlraum (16) integrierbar ist und/oder das Band (7) in dem Hohlraum (16) verankert
ist und/oder das Band (7) zur Verankerung in dem Hohlraum (16) mit einem Anschlag
versehen ist und/oder der Anschlag gegenüber dem Band (7) verstellbar ist.
8. Skidiebstahlsicherung gekennzeichnet durch eine Rückholvorrichtung (18) für das Band (7).
9. Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückholvorrichtung (18) in dem Hohlraum (16) angeordnet ist und/oder die Rückholvorrichtung
(18) aus einem Elastikband (19) oder einer Feder, insbesondere einer Schrauben- oder
Spiralfeder besteht.
10. Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile (1) der Skiausrüstung Aussparungen zur Aufnahme des Schloßkopfes (8) und/oder
der Schloßkopfaufnahme (9) aufweisen und/oder die Schloßkopfaufnahme (9) fest in mindestens
einem der Teile (1) der Skiausrüstung integriert ist und/oder eine Schutzabdeckung
für den Schloßkopf (8) bzw. die Schloßkopfaufnahme (9) vorgesehen ist.
11. Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest zum Öffnen des Schlosses (8, 9) ein Schlüssel, Zahlencode, Magnetkarte
vorgesehen ist.
12. Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Band (7) ein Riemen, Seil, Drahtseil, Kette vorgesehen ist und/oder das Band
(7) ummantelt ist und/oder die Skiausrüstung aus mindestens einem Ski oder Snowboard
besteht und/oder als Teile der Skiausrüstung Ski, Skistöcke, Skibindung und/ oder
Schuhe vorgesehen sind.
13. Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungssystem an einem oder beiden der Skistöcke (1), der Skier, der Bindungen
und/oder der Schuhe vorgesehen ist.
14. Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (7) des Sicherungssystems (6) als Fangriemen an dem Ski, der Bindung oder
den Stöcken (1) angeordnet ist, einen Schloßkopf (8) aufweist und die Schloßkopfaufnahme
(9) ebenfalls an dem Ski, der Bindung und/oder den Stöcken (1) vorgesehen ist und/oder
im Profil des Skis ein Hohlraum zur Aufnahme des Bandes vorgesehen ist und/oder die
Bindung aus einer Platte besteht und darauf angeordnete Befestigungsmittel für die
Schuhe aufweist und die Befestigungsplatte mit einem Hohlraum zur Aufnahme des Bandes
versehen ist und/oder die Bindung beziehungsweise die Befestigungsmittel einem Hohlraum
zur Aufnahme des Bandes aufweist und/oder der Hohlraum im Absatz des Schuhs vorgesehen
ist.
15. Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Skistock (1) aus einem Rohr (2) besteht und die Rückholvorrichtung (18) und/oder
das Band (7) in dem Inneren (16) des Rohres (2) als Hohlraum angeordnet ist.
16. Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- das Sicherungssystem (6) an einem Skistock (1), bestehend aus einem Rohr (2), versehen
mit einer Skistockspitze (3), einem Teller (4) und einem Griff (5), angeordnet ist,
- das Innere (16) des Rohrs (2) den Hohlraum bildet,
- im Inneren (16) des Rohres (2) in der Nähe der Skistockspitze (3) ein Gummiband
(19) als Rückholvorrichtung (18) verankert ist,
- das Gummiband (19) mit dem Sicherungsband (7) verbunden ist,
- das Band (7) einen Anschlag (20) aufweist, der die herausziehbare Länge des Bandes
(7) begrenzt,
- das Band durch eine Öffnung (17) aus dem Rohr herausgeführt ist,
- an dem freien Ende des Sicherungsbandes (7) der Schloßkopf (8) vorgesehen ist, der
in der Schloßkopfaufnahme (9) desselben oder des anderen Skistocks oder einer Schloßkopfaufnahme
eines der weiteren Teile der Skiausrüstung Aufnahme findet.
17. Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Sicherungssystem (6) an dem Skistock (1) befindet und das Innere des Rohres
(2) den Hohlraum bildet, wobei das Band (7) durch eine Rückholvorrichtung (18) im
Inneren des Rohres (2) gehalten und geführt ist und die Rückholvorrichtung (18) von
einer auf Druck belastbaren Feder und/oder die Rückholvorrichtung (18) von einer auf
Zug belastbaren Feder angegeben ist.
18. Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (17) im oberen Teil des Griffes (5) angeordnet sind und/oder sich die
Schloßkopfaufnahme (9) und eine Schloßverriegelung (21) im oberen Teil des Griffes
(5) befinden.
19. Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die als Zug- bzw. Druckfeder ausgebildete Rückholvorrichtung (18) in einer Kunststoffbuchse
bzw. in einem Kunststoffrohr geführt ist und/oder das Band (7) im Inneren der Feder
läuft und/oder als Führung für die Feder ein Kunststoffstift vorgesehen ist, über
den die Feder gezogen ist und das Band (7) im Inneren dieses Kunststoffstiftes geführt
ist.
20. Nachrüstset für eine Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Nachrüstset aus einem Griff (5) mit einem durch den Griff (5) geführten Band
(7) mit Schloßkopf (8), Schloßkopfaufnahme (9) sowie einer Schloßverriegelung (21),
einer Rückholvorrichtung (18) sowie entsprechenden Führungen für die Rückholvorrichtung
(18) besteht.
21. Stock wie Ski-, Wander-, Nordish-Walking-Stock, insbesondere als Teil der Skiausrüstung
mit einer Skidiebstahlsicherung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Stock ein Sicherungssystem, welches insbesondere an bzw. im Stock mitgeführt
ist aufweist.
22. Stock nach Anspruch 21, gekennzeichnet durch einen in der Länge variablen Stock.