(19)
(11) EP 1 522 392 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.04.2005  Patentblatt  2005/15

(21) Anmeldenummer: 04011601.4

(22) Anmeldetag:  15.05.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B27B 17/00, B27B 29/00, B27L 7/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL HR LT LV MK

(30) Priorität: 10.10.2003 DE 20315616 U
01.04.2004 DE 202004005124 U

(71) Anmelder:
  • Janssen, Marco
    26802 Moormerland (DE)
  • Janssen, Gerhard
    26802 Moormerland (DE)

(72) Erfinder:
  • Janssen, Marco
    26802 Moormerland (DE)
  • Janssen, Gerhard
    26802 Moormerland (DE)

(74) Vertreter: Jabbusch, Matthias, Dipl.-Ing. et al
Koppelstrasse 3
26135 Oldenburg
26135 Oldenburg (DE)

   


(54) Auflagevorrichtung für einen in Einzelstücke zu trennenden Gegenstand, vorzugsweise für einen Baumstamm


(57) Bei einer Auflagevorrichtung für einen in Einzelstücke zu trennenden Gegenstand, vorzugsweise für einen Baumstamm, mit einem Gestell (1), das Auflageelemente (5) für den Gegenstand aufweist, ist vorgesehen, daß die Auflageelemente (5) voneinander separat ausgebildet sind und daß die Auflageelemente (5) derart am Gestell (1) angeordnet sind, daß jeweils zwischen einander benachbarten Auflageelementen (5) ein wahlfrei ausgebildeter Abstand vorhanden ist.
Mit dieser Auflagevorrichtung ist das Trennen eines Gegenstandes in Einzelstücke erleichtert und beschleunigt durchzuführen.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Auflagevorrichtung für einen in Einzelstücke zu trennenden Gegenstand, vorzugsweise für einen Baumstamm, mit einem Gestell, das Auflageelemente für den Gegenstand aufweist.

[0002] Verschiedene Gegenstände können nicht im Ganzen eingesetzt werden. Sie sind in Einzelstücke zu trennen, bzw. zu zerteilen, um diese Einzelstücke anwenden zu können. Handelt es sich bei dem Gegenstand beispielsweise um einen Baumstamm oder um einen größeren Baumast, so ist eine Verwendung dieses Baumstammes bzw. Baumastes als Brennholz nicht im Ganzen möglich. Der Baumstamm in einzelne Stücke, beispielsweise in Baumstammscheiben zu zerteilen, um diese getrennt voneinander einer weiteren Verarbeitung oder auch ihrer Verbrennung in einem Kaminofen zuzuführen.

[0003] Auflagevorrichtungen der eingangs genannten Gattung sind aus dem Stand der Technik als sogenannte Holzsägeböcke bekannt. Auf einen derartigen Holzsägebock kann ein Baumstamm in horizontaler Ausrichtung aufgelegt werden, an einem über den Holzsägebock hinaus stehenden Ende des Baumstammes kann dann beispielsweise eine Motorsäge oder eine manuelle Säge angesetzt werden, um eine Baumstammscheibe abzuschneiden. Soll ein Baumstamm insgesamt in Einzelstücke zerlegt werden, ist jeweils vor dem Durchführen eines neuen Sägevorganges der Baumstamm nachzuführen, damit wieder ein ausreichendes freies Ende des Baumstammes über den Holzsägebock hinaussteht. Das Nachrücken des Baumstammes ist jedoch mühsam, da dieser ein hohes Gewicht aufweist. Das Unterbrechen der Sägevorgänge durch das zwischenzeitlich notwendige Nachrücken des Baumstammes erfordert zudem auf nachteilige Weise einen Zeitaufwand, der eine Verarbeitung eines gesamten Baumstammes oder eines anderen in Einzelstücke zu trennenden Gegenstandes verlängert.

[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Auflagevorrichtung der eingangs genannten Gattung aufzuzeigen, mit der das Trennen eines Gegenstandes in Einzelstücke erleichtert ist und beschleunigt durchzuführen ist.

[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Auflageelemente voneinander separat ausgebildet sind und daß die Auflageelemente derart am Gestell angeordnet sind, daß jeweils zwischen einander benachbarten Auflageelementen ein wahlfrei ausgebildeter Abstand vorhanden ist.

[0006] Bei der erfindungsgemäßen Auflagevorrichtung sind neben dem eigentlichen Gestell separate Auflageelemente vorhanden, die eine besondere Anordnung aufweisen. Die Auflageelemente sind nicht einstückig wie bei einem Holzsägebock ausgebildet, vielmehr liegt eine voneinander separate Ausbildung der Auflageelemente vor. Dabei ist zwischen jeweils einander benachbarten Auflageelementen ein Abstand ausgebildet.

[0007] Bei der erfindungsgemäßen Auflagevorrichtung ist der zu trennende Gegenstand, vorzugsweise Baumstamm, somit von mehreren Auflageelementen getragen, wobei die Auflageelemente jeweils einen Abstand zwischen sich aufweisen. Durch diesen Abstand kann ein Trennorgan, beispielsweise eine Motorsäge, hindurchgeführt werden, mit welcher der Gegenstand in Einzelstücke getrennt wird. Der Gegenstand verbleibt dabei vorteilhaft in seiner ursprünglichen Auflage auf der Auflagevorrichtung, ein Nachführen des Gegenstandes ist nicht erforderlich.

[0008] Der Abstand zwischen den einander benachbarten Auflageelementen ist wahlfrei ausgebildet. Durch das Einstellen dieses Abstandes ist bestimmbar, welche Dimensionen die Einzelstücke nach dem Trennen des Gegenstandes aufweisen. Die Auflageelemente können dazu auch am Gestell verschieblich angeordnet sein, so daß der Abstand zwischen einander benachbarten Auflageelementen ohne einen Austausch der Auflageelemente verändert werden kann. Nach dem Verschieben eines Auflageelementes kann dieses am Gestell wieder fixiert werden, beispielsweise mit geeigneten Befestigungsmitteln. Die Auflageelemente und das Gestell können aber auch einstückig ausgebildet sein. Dann kann es möglich sein, entsprechende Gestellabschnitte mit den Auflageelementen auswechselbar zu gestalten.

[0009] Eine nächste Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß jedes Auflageelement flächige Abschnitte aufweist, die Auflageflächen für den zu trennenden Gegenstand und für die Einzelstücke nach dem Trennen des Gegenstandes ausbilden. Der zu trennenden Gegenstand wird auf die Auflageelemente aufgelegt. Diese weisen nach dieser Weiterbildung flächige Abschnitte auf, so daß sie in der Lage sind, auch die Einzelstücke nach dem Trennen des Gegenstandes zu tragen, ohne daß diese von der erfindungsgemäßen Auflagevorrichtung herunterfallen. Der auf die Auflageelemente aufgelegte Gegenstand kann somit beispielsweise mit einer Säge in nachfolgenden Sägevorgängen in Einzelstücke zerteilt werden, ohne daß der Gegenstand zu verschieben oder zu verrücken ist. Die voneinander separierten Einzelstücke liegen nach den Sägevorgängen auf den Auflageelementen auf und können anschließend von diesen abgenommen werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung trägt die Einzelstücke somit nach Art eines Eierschneiders. Bei der erfindungsgemäßen Auflagevorrichtung kann ein Gegenstand in beispielsweise scheibenförmige Einzelstücke getrennt werden, wobei jedes nach der Trennung des Gegenstandes vorliegende Einzelstück auf einem Auflageelement aufliegt.

[0010] Jedes Auflageelement ist vorzugsweise im Schnitt V-förmig ausgebildet, wobei die V-Schenkel die Auflageflächen bereitstellen. In ein V-förmiges Auflageelement kann ein länglicher Gegenstand formschlüssig eingelegt werden. Handelt es sich bei diesem Gegenstand um einen radialsymmetrischen Gegenstand, beispielsweise einen Baumstamm mit etwa kreisförmigem Querschnitt, so können sich die V-Schenkel tangential an die Oberfläche des aufliegenden Gegenstandes anlegen. Durch eigene Schwerkraft wird bei einem entsprechend schweren Gegenstand, wie bei einem Baumstamm, verhindert, daß dieser sich nach seinem Auflegen noch bewegt, beispielsweise verdreht. Es können aber auch zusätzliche Haltemittel für den zu trennenden Gegenstand vorgesehen sein, beispielsweise geeignete Riemen.

[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Gestell torartig ausgebildet ist, wobei es im Bereich des horizontal verlaufenden Torabschnittes einen abgesenkten Bereich aufweist, in dem sich Auflageelemente befinden. Das Gestell ist beispielsweise durch ein Profil ausgebildet, das eine ausreichende Dimensionierung zum Aufbringen der erforderlichen Kräfte aufweist. Durch die Absenkung im horizontal verlaufenden Torabschnitt sind in das Gestell Abwinklungen eingearbeitet, welche die mechanische Festigkeit des Gestells erhöhen. Auch im Bereich der Absenkung sind Auflageelemente angeordnet, so daß eine gleichmäßige Abstützung des zu trennenden Gegenstandes über seine Länge gegeben ist.

[0012] Die von den im abgesenkten Bereich angeordneten Auflageelementen bereitgestellten Auflageflächen sind vorzugsweise etwa in einer Höhenebene mit den nicht abgesenkten Bereichen des horizontal verlaufenden Torabschnittes angeordnet. Im nicht abgesenkten Bereich des horizontal verlaufenden Torabschnittes können weitere Auflageelemente angeordnet sein. Durch die Höhenanordnung der im abgesenkten Bereich angeordneten Auflageelemente ist sichergestellt, daß sich alle Auflageelemente in einer Höhe befinden, so daß auf diese ein Baumstamm aufgelegt werden kann. Die Auflageelemente sind dazu zudem etwa in einer Linie angeordnet.

[0013] Nach einer nächsten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß an dem Gestell der Auflagevorrichtung wenigstens eine Trenneinrichtung für die Einzelstücke angeordnet ist. Mit dieser Trenneinrichtung können die nach dem Zerteilen des Gegenstandes vorliegenden Einzelstücke weiter zerkleinert werden. Die Trenneinrichtung kann beispielsweise eine Spalteinrichtung sein, welche eine Hydraulikpresse umfaßt. Mit dieser Spalteinrichtung können zugesägte Baumstammscheiben in einzelne Holzscheite aufgespalten werden.

[0014] Zur weiteren Ausbildung der Erfindung ist noch vorgesehen, daß die Trenneinrichtung etwa in der Höhenebene der nicht abgesenkten Bereiche des horizontal verlaufenden Torabschnittes angeordnet ist. Die Trenneinrichtung liegt dann in der gleichen Höhenebene wie die nach dem Zerteilen des Gegenstandes voneinander separierten Einzelstücke. Die Einzelstücke können anschließend in dieser Höhenebene der Trenneinrichtung zugeführt werden, ein Anheben der Einzelstücke ist vorteilhaft vermieden.

[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, aus dem sich weitere erfinderische Merkmale ergeben, ist in der Zeichnung dargestellt. Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine perspektivische Seitenansicht einer Auflagevorrichtung für einen in Einzelstücke zu trennenden Gegenstand.

[0016] Die in der Zeichnung dargestellte Auflagevorrichtung weist ein Gestell 1 auf. Das Gestell 1 ist aus einem mehrfach abgewinkelten Profil 2 mit rechteckigem Querschnitt ausgebildet. Das Gestell 1 ist grundsätzlich torartig ausgebildet, im horizontal verlaufenden Torabschnitt ist ein abgesenkter Bereich 3 angeordnet. In diesem Bereich 3 weist das Profil 2 einen U-förmigen Verlauf auf.

[0017] An ihrem unteren Ende weisen die pfostenartigen Torabschnitte des Gestells 1 Verbreiterungen 4 auf, welche durch Profile bereitgestellt sind. Diese Verbreiterungen 4 sorgen für ein kippfreies Aufstehen des Gestells 1.

[0018] Das Gestell 1 trägt fünf Auflageelemente 5. Die Auflageelemente 5 weisen zueinander winkelig angestellte flächige Abschnitte 6, wobei die flächigen Abschnitte 6 eines Auflageelementes 5 jeweils zueinander in V-Form angeordnet sind. Die flächigen Abschnitte 6 jedes Auflageelementes 5 schließen beispielsweise einen Winkel von 45° ein.

[0019] Einige der Auflageelemente 5 sind über vertikal ausgerichtete Profile 7 dem abgesenkten Bereich 3 angeordnet. Die Profile 7 sind derart bemessen, daß sämtliche Auflageelemente 5 in einer Höhenebene angeordnet sind. Auf den abgesenkten Bereich 3 des Profils 2 sind noch Holzbalken 8 aufgelegt, welche eine z. B. zwischen den Profilen 7 nach unten bewegte Motorsäge auffangen können, bevor Bauteile der Motorsäge durch ein Auftreffen auf das Profil 2 beschädigt werden.

[0020] An das Gestell 1 ist seitlich ein Hilfsgestell 9 angesetzt, das im wesentlichen als L-Profil ausgebildet ist. Dieses Hilfsgestell 9 trägt eine Spalteinrichtung 10, mit welcher z. B. Baumstammscheiben in Holzscheite aufgespaltet werden können. Die Spalteinrichtung 10 ist motorisch betrieben, sie weist beispielsweise eine Hydraulikpresse auf. Mit dieser können z. B. Baumstammscheiben gegen einen Keil 11 gedrückt werden.


Ansprüche

1. Auflagevorrichtung für einen in Einzelstücke zu trennenden Gegenstand, vorzugsweise für einen Baumstamm, mit einem Gestell (1), das Auflageelemente (5) für den Gegenstand aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auflageelemente (5) voneinander separat ausgebildet sind und daß die Auflageelemente (5) derart am Gestell (1) angeordnet sind, daß jeweils zwischen einander benachbarten Auflageelementen (5) ein wahlfrei ausgebildeter Abstand vorhanden ist.
 
2. Auflagevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflageelemente (5) und das Gestell (1) einstückig ausgebildet sind.
 
3. Auflagevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflageelemente (5) an dem Gestell (1) mit Befestigungsmitteln angeschlagen sind.
 
4. Auflagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Auflageelement (5) flächige Abschnitte (6) aufweist, die Auflageflächen für den zu trennenden Gegenstand und für die Einzelstücke nach dem Trennen des Gegenstandes ausbilden.
 
5. Auflagevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Auflageelement (5) im Schnitt V-förmig ausgebildet ist, wobei die V-Schenkel die Auflageflächen bereitstellen.
 
6. Auflagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell (1) torartig ausgebildet ist, wobei es im Bereich des horizontal verlaufenden Torabschnittes einen abgesenkten Bereich (3) aufweist, in dem sich Auflageelemente (5) befinden.
 
7. Auflagevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die von den im abgesenkten Bereich (3) angeordneten Auflageelementen (5) bereitgestellten Auflageflächen etwa in einer Höhenebene mit den nicht abgesenkten Bereichen des horizontal verlaufenden Torabschnittes angeordnet sind.
 
8. Auflagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gestell (1) wenigstens eine Trenneinrichtung für die Einzelstücke angeordnet ist.
 
9. Auflagevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Trenneinrichtung eine Spalteinrichtung (10) ist.
 
10. Auflagevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Spalteinrichtung (10) eine Hydraulikpresse umfaßt.
 
11. Auflagevorrichtung nach einem der Ansprüche 7 und 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Trenneinrichtung etwa in der Höhenebene der nicht abgesenkten Bereiche des horizontal verlaufenden Torabschnittes angeordnet ist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht