[0001] Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren zur Befestigung eines Fadens an einem vorzugsweise
aus einem elastisch verformbaren Werkstoff bestehenden Aufnahmebehältnis oder einem
ähnlichen Werkstück durch einen Knoten nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie
auf eine Vorrichtung zur Ausformung einer Schlaufe oder einer Schlinge nach dem Oberbegriff
des Anspruches 18 zur Anwendung der Verfahren.
[0002] Durch die US-PS 2114304 (Figur 54 bis 65) ist ein Verfahren zum Verknoten eines Fadens
an einem Aufgussbeutel nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 bekannt. Der Faden wird
hierbei mittels einer durch das Aufnahmebehältnis gestoßenen Nadel durch dieses auf
die gegenüberliegende Seite gebracht und auf einem seitlich zustellbaren Haken aufgefädelt,
durch den sodann das freie Ende des Fadens aufgenommen und durch die Schlaufe gezogen
wird.
[0003] Abgesehen davon, dass sowohl die Nadel als auch der Haken verschiedenartige Bewegungen
ausführen müssen, um letztlich das freie Ende des Fadens durch die Schlaufe hindurchzuführen,
wird das Ende des Fadens bei dessen Verstellbewegungen zwischen zwei Plättchen, die
den Haken bilden, eingeklemmt. Da eine Fixierung der Schlaufe bei der Knotenbildung
nicht vorgesehen ist, fällt diese mitunter zusammen, so dass diese an den Plättchen
hängen bleibt. Dies führt oftmals zu Betriebsstörungen, so dass trotz aufwendiger
Steuermittel eine Knotenbildung auf maschinelle und somit wirtschaftliche Weise demnach
nicht zu bewerkstelligen ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist des daher, Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Anwendung
der Verfahren zu schaffen, die es ermöglichen, das Anknoten eines Fadens an einem
Aufnahmebehältnis nicht nur in kurzer Zeit vorzunehmen, sondern vor allem einen störungsfreien
Betrieb beim Durchführen des freien Ende des Fadens durch die Schlaufe oder eine Schlinge
sicherzustellen. Der dazu erforderliche Bauaufwand soll gering gehalten werden, auch
sollen nur wenige und leicht zu steuernde Verfahrensschritte erforderlich sein, um
die Schlaufe oder die Schlinge in ihren geöffneten Lagen zu fixieren.
[0005] Gemäß der Erfindung wird dies bei einem Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruches
1 dadurch erreicht, dass die Schlaufe oder eine Schlinge während des Einführens des
durch diese hindurchzuziehenden Endes des Fadens mit Hilfe von Zangen, Zuggliedern,
unmittelbar durch die diese bildende Nadel oder mittels ähnlicher Werkzeuge fixiert
wird.
[0006] Die Bildung der Schlaufe kann auf einfache Weise mittels einer durch das Aufnahmebehältnis
gesteckten oder gezogenen Hakennadel vorgenommen werden, wobei zur Ausformung und
Fixierung der Schlaufe oder der Schlinge die Hakennadel nach dem Durchführen durch
das Aufnahmebehältnis um ca. 90° gedreht wird.
[0007] Nach einer andersartigen Ausführungsvariante kann die Schlaufe aber auch nach der
Durchführung durch das Aufnahmebehältnis mittels eines oder zweier gesonderter Zugglieder
ausgeformt und/oder fixiert werden, in dem die Zugglieder nach Aufnahme des die Schlaufe
bildenden Faden etwa achssenkrecht zu der Vorschubrichtung der durch das Aufnahmbehältnis
hindurchgeführten Hakennadel vorzugsweise gegeneinander versetzt von dieser weg und/oder
etwa in Längsrichtung des Aufnahmebehältnisses zur Fixierung der Schlaufe geringfügig
verstellt werden.
[0008] Die Schlaufe kann des Weiteren mittels einer zweiarmigen Zange gebildet werden, von
deren Armen der Faden auf der einen Seite des Aufnahmebehältnisses aufgenommen und
durch dieses hindurchgeführt wird und in dem die Arme der Zange auf der anderen Seite
des Aufnahmebehältnisses zur Ausformung und/oder Fixierung der Schlaufe um etwa 90°
oder um 90° und zusätzlich ein- oder mehrfach um 180° gedreht werden.
[0009] Zur Bildung der Schlaufe ist es nach einer weiteren Verfahrensweise möglich, den
Faden mittels einer zweiarmigen Zange durch das Aufnahmebehältnis hindurchzuführen,
und zur Ausformung und Fixierung der Schlaufe die beiden Arme der Zange auf den einander
gegenüberliegenden Seiten mit Schultern zu versehen und derart gegeneinander zu verschwenken,
dass die Schultern jeweils auf einer Außenseite der Arme eine Anlagefläche für die
Schlaufe bilden.
[0010] Die Schlaufe kann aber auch mittels Zuggliedern und/oder einer Zange etwa in Längsrichtung
des Aufnahmebehältnisses fixiert werden, und das in diese einzuführende Ende des Fadens
kann um das Kopfteil des Aufnahmebehältnisses herumgeführt oder ein- oder mehrfach
parallel zu der Schlaufe durch das Aufnahmebehältnis hindurchgestoßen werden, wobei
insbesondere zwei Schlaufen mit seitlichem Abstand zueinander vertikal übereinander
gebildet und das freie Ende des Fadens durch beide Schlaufen hindurchgeführt werden
können.
[0011] Nach einer Weiterbildung ist vorgesehen, das freie Ende des durch die Schlaufe geführten
Fadens zur Bildung eines weiteren Knotens um die Schlaufe herumzuführen und durch
diese zu stecken.
[0012] Nach einer andersartigen Verfahrensweise ist vorgesehen, die auf der dem freien Ende
des Fadens gegenüberliegende Seite gebildete Schlaufe in Form einer Schlinge auf der
Nadel zu fixieren und danach das freie Ende des Fadens von der Nadel aufzunehmen und
durch die Schlinge zu ziehen.
[0013] Zur Fixierung der Schlinge auf der Nadel ist es hierbei angebracht, diese über dem
Kopfteil des Aufnahmebehältnisses unmittelbar durch dieses oder durch eine in dieses
eingearbeitete weitere Durchbrechung bis in Höhe des freien Endes des Fadens vorzuschieben
und die Schlinge dabei durch das Kopfteil des Aufnahmbehältnisses auf dem Schaft der
Nadel zu fixieren.
[0014] Zweckmäßig ist es des Weiteren, die Schlaufe oder die Schlinge durch ein- oder mehrfaches
Verdrehen des durch das Aufnahmebehältnis hindurchgeführten Fadens im Bereich der
in dieses eingearbeiteten Durchbruches zu bilden und/oder zu fixieren.
[0015] Um den Faden auf der Nadel zu arretieren, kann diese nach der Aufnahme des freien
Endes des Fadens mit der Schlinge um cal 90° um ihre Längsachse verdreht werden.
[0016] Zur Fixierung der Schlinge auf der Nadel ist es angezeigt, diese nach der Aufnahme
des Fadens und Rückführung durch den Aufgussbeutel und vor der Verstellung zur Aufnahme
des freien Endes des Fadens gegenüber der Längsrichtung des Aufgussbeutels seitlich
zu versetzen.
[0017] Zur Aufnahme des Fadens ist es zweckmäßig, dass dieser im Bereich der der Nadel zugeordneten
Durchbrechung mittels eines vorzugsweise um ca. 90° verdrehbaren Verstellgliedes derart
ausgeformt wird, dass die Nadel diesen mit einer in Längsrichtung des Aufnahmebeutels
abstehende Hinterhakung aufnimmt.
[0018] Das freie Ende des Fadens sollte während der Verstellbewegungen der Nadel in einem
Bremsglied verstellbar geführt werden.
[0019] Selbstverständlich ist es auch möglich, den Faden in gleicher Weise wie diesen an
dem Beutel an einem Etikett anzuknoten.
[0020] Die Vorrichtung zur Ausformung einer durch einen Faden gebildeten Schlaufe an einem
vorzugsweise aus einem elastisch verformbaren Werkstoff bestehenden Aufnahmebehältnis
oder einem ähnlichen Werkstück, insbesondere einer durch einen mit einem Etikett versehenen
Faden an einem Aufgussbeutel vorgesehenen Schlaufe, wobei das freie Ende des Fadens
durch die Schlaufe geführt und die Schlaufe zu einem Knoten verformbar ist, zur Anwendung
der Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche, ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlaufe oder eine Schlinge während des Einführens des diese aufnehmenden
Endes des Fadens mittels einer Nadel, vorzugsweise unmittelbar durch eine die Schlaufe
oder die Schlinge bildenden Hakennadel, durch die Arme einer Zange, durch Zugglieder
oder mittels ähnlicher Werkzeuge in geöffneter Lage fixierbar ist.
[0021] Wird eine an einem Aufnahmbehältnis oder einem ähnlichen Werkstück vorgesehene Schlaufe
oder Schlinge mittels den erfindungsgemäßen Verfahren bzw. der vorschlagsgemäßen Vorrichtung
während des Einführens des freien Endes des anzuknotenden Fadens fixiert, so ist stets
gewährleistet, dass das freie Ende störungsfrei durch die Schlaufe oder Schlinge zu
ziehen ist. Dazu ist nur ein geringer mechanischer Aufwand erforderlich, auch sind
die Werkzeuge, mittels denen die Schlaufe oder Schlinge in geöffneter Lage für kurze
Zeit zu halten ist, leicht zu steuern, die Verknotung des Fadens mit dem Aufnahmbehältnis
ist somit, ohne dass Betriebsstörungen in Kauf zu nehmen sind, maschinell zu bewerkstelligen.
Eine wirtschaftliche Befestigung des Fadens, insbesondere an einem Aufgussbeutel,
ohne dass dazu metallische Klammern oder sonstige Hilfsstoffe erforderlich sind, durch
die unter Umständen der Geschmack des aufzubrühenden Getränkes beeinträchtigt werden
kann, ist demnach gegeben.
[0022] In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele zur Verwirklichung der erfindungsgemäßen
Verfahren zum Anknoten eines Fadens an einem Aufnahmebehältnis dargestellt und nachfolgend
im einzelnen erläutert. Hierbei zeigt:
- Figuren 1 bis 9
- die Ausformung einer Schlaufe an einem Aufgussbeutel, in mehreren Ausführungsvarianten
und in schematischen Darstellungen,
- Figuren 10 bis 15
- die Ausformung einer Schlaufe an einem Aufgussbeutel mittels einer Hakennadel und
dieser zugeordneten Zuggliedern,
- Figuren 16 und 17
- die Ausformung der gemäß den Figuren 10 bis 15 gebildete Schlaufe mittels zweier Zugglieder,
- Figur 18
- die Fixierung einer Schlaufe an einem Aufgussbeutel mittels zweier Zugglieder in Vorderansicht,
- Figur 19
- eine Seitenansicht zu der Darstellung nach Figur 18, teilweise im Schnitt,
- Figuren 20 und 21
- Ausführungsvarianten zu der Darstellung nach Figur 19,
- Figur 22 bis 25
- das Anknoten eines Fadens an einem Aufgussbeutel mittels einer Zange, in unterschiedlichen
Verfahrensschritten,
- Figuren 26 und 27
- eine Ausführungsvariante zu der Verfahrensweise nach den Figuren 22 bis 25,
- Figuren 28 bis 31
- die Ausformung einer Schlaufe an einem Aufgussbeutel mittels einer andersartig ausgebildeten
Zange, in unterschiedlichen Verfahrensschritten"
- Figuren 32 bis 34
- das Anknoten eines Fadens an einem Aufgussbeutel mit Hilfe von Zuggliedern, einem
Schieber und einem Stößel,
- Figur 35
- die Befestigung des Fadens an einem Aufgussbeutel mittels eines Doppelknotens,
- Figuren 36 bis 41
- die Ausformung einer Schlinge an einem Aufgussbeutel in mehreren Verfahrensschritten,
- Figur 42
- die Bildung eines Knotens durch Zusammenziehen der gem. den Figuren 36 bis 41 gebildeten
Schlinge,
- Figuren 43 bis 46
- die Ausformung einer Schlinge mittels zweier Durchbrechungen im Aufgussbeutel und
deren Zusammenziehen zu einem Knoten,
- Figur 47
- eine um 90° gegenüber der Ausgangslage verdrehte Nadel,
- Figur 48 und 49
- die Nadel nach Figur 47, seitlich versetzt und in unterschiedlichen Betriebsstellungen,
- Figur 50
- einen mittels eines Verstellgliedes im Bereich der in dem Aufgussbeutel vorgesehenen
Durchbrechung verschränkt angeordneten Faden,
- Figur 51
- einen in der Durchbrechung des Aufgussbeutels mittels der Nadel verdrillten Faden
und
- Figur 52
- die Bildung einer Schlinge aus dem gemäß Figur 51 verdrillten Faden.
[0023] In den Figuren 1 bis 9 ist dargestellt, in welcher Weise eine Schlaufe 7 am Kopfteil
2 eines Aufgussbeutels 1 auszuformen ist, um an diesem ein zum Beispiel mit einem
Etikett 5 versehenen Faden 4 durch einen maschinell hergestellten Knoten 10 sicher
und in kurzer Zeit befestigen zu können.
Der Faden 4 ist dazu, wie dies in Figur 1 gezeigt ist, auf einer Seite des Aufgussbeutels
1 anzuordnen. Sodann ist gemäß Figur 2 mittels eines nicht dargestellten Werkzeuges
der Faden 4 auf die gegenüberliegende Seite des Aufgussbeutels 1 zu ziehen oder zu
stoßen, indem das Werkzeug durch das Kopfteil 2 und einen auf diesem aufliegenden
Umschlag 3 hindurchgeführt wird. Ein Durchbruch 8 durch das Kopfteil 2 des Aufgussbeutels
1, durch den der Faden 4 gezogen oder gestoßen wird, kann dazu durch das Werkzeug
in den Aufgussbeutel 1 eingeformt werden oder vorher in diesen eingearbeitet sein.
[0024] Sodann wird nach Figur 3 die Schlaufe 7 aufgeweitet, damit eine Öffnung 7a gebildet
ist, durch die das freie Ende 6 des Fadens 4 gesteckt werden kann (Figur 4). Wird
daraufhin an einem der von der Schlaufe 7 abstehenden Teile des Fadens 4 gezogen,
ist der Faden 4, wie dies in Figur 5 gezeigt ist, durch den sich bildenden Knoten
10 an dem Kopfteil 2 des Aufgussbeutels 1 befestigt.
[0025] Nach Figur 6 ist die Schlaufe 7 in Höhe des Kopfteils 2 verschwenkt, so dass das
durch diese hindurchzuführende Ende 6 des Fadens 4 nicht um das Kopfteil 2 um 180
° herumzuführen, sondern lediglich um 90° abzuwinkeln ist, um das Einführen in die
Schlaufe 7 zu ermöglichen.
[0026] Bei der Ausführungsvariante nach Figur 7 ist die Schlaufe 7 durch mehrfaches Verdrehen
im Bereich des Durchbruches 8 stabilisiert.
[0027] Bei den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 8 und 9 sind in das Kopfteil 2 des
Aufgussbeutels 1 zwei übereinander angeordnete Durchbrüche 8 und 9 eingearbeitet,
durch die das freie Ende 6 des Fadens 4 (Figur 3) bzw. der Faden 4, jeweils in Form
einer Schlaufe 7, hindurchgeführt ist. Durch Einstecken des Endes 6 des Fadens 4 und
Anziehen an dem von den Schlaufen 7 abstehenden Faden 4 oder dem freien Ende 6 wird
dieser durch einen Knoten bzw. einen Doppelknoten an dem Aufgussbeutel 1 befestigt.
[0028] In den Figuren 10 bis 17 ist gezeigt, in welcher Weise zu verfahren ist, um mit Hilfe
einer Nadel 11 den Faden 4 an dem Aufgussbeutel 1 anzuknoten. Zunächst ist die mit
einer Hinterhakung 12 versehene Nadel 11 durch das Kopfteil 2 des Aufgussbeutels 1
zu stoßen (Figuren 10, 11 und 12), um den Faden 4 mittels der Hinterhakung 12 aufzunehmen.
Sodann wird der Faden 4 auf die gegenüberliegende Seite des Aufgussbeutels 1 gezogen
(Figuren 13 und 14). Wird nunmehr die Nadel 11 um 90° gedreht (Figur 15) wird die
Schlaufe 7 ausgeformt und das freie Ende 6 des Fadens 4 kann in die Öffnung 7a der
Schlaufe 7 eingesteckt werden.
[0029] Gemäß den Figuren 16 und 17 kann die mit Hilfe der Nadel 11 ausgebildete Schlaufe
7 durch zwei Zugglieder 13 und 14, die parallel zu dem Aufgussbeutel 1 verstellbar
sind, weiter geöffnet und fixiert werden. Die Zugglieder 13 und 14 nehmen dazu den
Faden 4 im Bereich der Schlaufe 7 auf und ziehen diese durch gegenläufige Verstellbewegungen
auf, so dass das Ende 6 des Fadens 4 problemlos in die Öffnung 7a der Schlaufe 7 eingeführt
werden kann.
[0030] In den Figuren 18 und 19 ist dargestellt, dass mittels der Zugglieder 13 und 14 die
Schlaufe 7 auch über das Kopfteil 2 hinaus anzuheben ist, um das Ende 6 des Fadens
4 leicht in diese einführen zu können.
[0031] Nach den Figuren 20 und 21 ist das durch die Schlaufe 7 zu steckende Ende 6 des Fadens
4 durch einen weiteren in dem Kopfteil 6 vorgesehenen zweiten Durchbruch 9 geführt,
so dass, auch bedingt durch die mehrfache Umlenkung des Fadens 4, dessen sichere Arretierung
an dem Kopfteil 3 durch den Knoten 10 gewährleistet ist.
[0032] Nach den Figuren 22 bis 25 wird der Faden 4 von den über einen Gelenkbolzen 18 gelenkig
miteinander verbundenen Armen 16 und 17 einer Zange 15 aufgenommen (Figur 22) und
durch den Durchbruch 8 gezogen (Figur 23). Sodann wird die Zange 15 um 90° gedreht,
so dass das um das Kopfteil 2 geführte Ende 6 des Fadens 4 problemlos durch die Schlaufe
7 gesteckt werden kann. Durch Anziehen an dem Faden 4 wird sodann der Knoten 10 verfestigt.
[0033] Nach den Figuren 26 und 27 ist vorgesehen, die Schlaufe 7 mit Hilfe der Zange 15
seitlich zu versetzen, so dass das Ende 6 des Fadens 4 durch einen Stößel 19 durch
den zweiten Durchbruch 9 und die Schlaufe 7 zu schieben ist.
[0034] Nach den Figuren 28 bis 31 kann zum Ausformen der Schlaufe 7 wiederum eine Zange
21 vorgesehen werden, deren Arme 22 und 23 ebenfalls durch einen Gelenkbolzen 24 miteinander
verbunden und zusätzlich mit Schultern 25 und 26 versehen sind, mit deren Hilfe die
Schlaufe 7 in geöffneter Lage fixiert werden kann.
[0035] Zunächst wird der Faden 4 von den Armen 22 und 23 der Zange 21 aufgenommen und durch
den Durchbruch 8 auf die gegenüberliegende Seite gebracht (Figur 28 und 29). Sodann
werden die Arme 22 und 23 derart verschwenkt, dass die Schultern 25 und 26 jeweils
auf den Außenseiten der Zange 21 angeordnet sind. Dabei liegt der Faden 4 an diesen
an und wird somit zu der Schlaufe 7 ausgeformt und in dieser Lage arretiert (Figur
30). Um dies bewerkstelligen zu können, sind die beiden Arme 22 und 23 mit einem Abstand
zueinander angeordnet, der etwa dem Durchmesser des Fadens 4 entspricht, so dass dieser
bei der Verstellbewegung nicht abgeschert wird. In dieser Lage kann ohne Schwierigkeit
das Ende 6 des Fadens 4 durch die Schlaufe 7 gesteckt werden. Anschließend werden
die Arme 22 und 23 in die Ausgangslage zurückgeführt (Figur 31), der Knoten 10 kann
gebildet werden.
[0036] Nach den Figuren 32 und 33 dienen zur Ausformung der Schlaufe 7 und dem Einführen
des Ende 6 des Fadens 4 in diese wiederum zwei Zugglieder 27 und 28 sowie ein Schieber
29 und ein Stößel 30. Die Zugglieder 27 und 28 nehmen den Faden 4 auf (Figur 32) und
formen diesen durch entsprechende Verstellbewegungen (Figur 33) zu der Schlaufe 7
aus. Sodann wird das Ende 6 des Fadens 4 durch den mit einer Öffnung 32 und einer
Nut 33 versehenen Schieber 29 in eine Lage gebracht, dass mit Hilfe des Stößels 30,
der in einer zugeordneten Ausnehmung 31 des Schiebers 29 geführt ist, das Ende 6 des
Fadens 4, wie dies strichpunktiert eingezeichnet ist, durch die Öffnung 7a der Schlaufe
7 zu stoßen ist. Nach dem Entfernen der Zugglieder 28 und 29 sowie durch Zusammenziehen
der Schlaufe 7 (Figur 34) ist der mit einem Etikett 5 versehene Faden 4 fest an dem
Aufgussbeutel 1 angeknotet.
[0037] Um eine besonders sichere Befestigung des Fadens 4 an dem Aufgussbeutel 1 zu bewerkstelligen,
kann ein zusätzlicher Knoten 20 vorgesehen werden. Dazu ist, wie dies in Figur 35
gezeigt ist, das freie Ende 6 des Fadens 4 um die Schlaufe 7 herumzuführen und nochmals
durch diese zu stecken. Auf diese Weise wird ein Doppelknoten 10, 20 gebildet, der
einer hohen Beanspruchung Stand hält.
[0038] In den Figuren 36 bis 41 ist die Ausbildung einer Schlinge 7' ausschließlich mittels
einer Nadel 51 dargestellt.
[0039] Der mit einen Etikett 5 versehene Faden 4 ist wiederum auf einer Seite des Aufgussbeutels
1 angeordnet und wird von der mit einer Hinterhakung 52 ausgestatteten Nadel 51 in
einer Öffnung 53 aufgenommen, indem die Nadel 51 durch die in dem Kopfteil 2 des Aufgussbeutels
1 in diesen eingearbeitete Durchbrechung 8 hindurchgeführt wird (Fig. 36). Sodann
wird der auf einer nicht gezeigten Vorratsrolle aufgewickelte Faden 4, der mittels
einer Schere 41 in entsprechender Länge abgeschnitten und dessen freies Ende 6 in
einer Bremseinrichtung 42 verschiebbar geführt ist, mittels der Nadel 51 durch die
Durchbrechung 8 gezogen und zu einer Schlinge 7', da der Faden 4 die Nadel 51 umgibt,
ausgeformt (Fig. 37). Durch vertikales Anheben der Nadel 51 wird diese in eine Lage
oberhalb des Kopfteils 2 des Aufgussbeutels 1 gebracht (Fig. 38), so dass diese durch
horizontales Verschieben mittels der Hinterhakung 52 das freie Ende 6 des Fadens,
das in der Bremseinrichtung 51 gehalten ist, aufnehmen kann (Fig. 39). Die Schlinge
7' bleibt dabei auf der Nadel 51 und ist auf dieser fixiert. Sodann wird die Nadel
51 zurückgezogen, so dass das freie Ende 6 des Fadens 4 durch de Schlinge 7' hindurchgeführt
(Fig. 40) und von dieser gelöst wird (Fig. 41). Durch Ziehen an dem freien Ende 6
des Fadens 4 oder an diesem wird daraufhin der Knoten 10' gebildet (Fig. 42).
[0040] In den Figuren 43 bis 46 ist gezeigt, in welcher Weise auch eine Verknotung des Fadens
4 an dem Aufgussbeutel 1 mittels zweier in dessen Kopfteil 2 eingearbeitete Durchbrechungen
8 und 9 zu bewerkstelligen ist. Die Nadel 51 ist hierbei in gleicher Weise, um den
Knoten 10' zu schaffen, in ihrer Lage zu verändern wie bei der Verfahrensweise nach
den Figuren 36 bis 41. Allerdings wurde hierbei, um die Schlinge 7' in der Öffnung
53 der Nadel 51 zu sichern und um eine Mitnahme der Schlinge 7' bei der Rückführung
der Nadel 51 zu vermeiden, diese nach der Aufnahme des Fadens 4 derart um 90° gedreht,
dass die Hinterhakung 52 nach unten gerichtet ist.
[0041] In Figur 47 ist im Einzelnen dargestellt, dass durch ein Verdrehen der Nadel 51 um
90° der aufgenommene Faden 4 in der Öffnung 53 gesichert ist, so dass dieser sich
nicht selbstständig lösen kann.
[0042] Auch durch ein seitliches Versetzen der Nadel 51, wie dies in den Figuren 48 und
49 gezeigt ist, ist der von dieser aufgenommene Faden 4 zu sichern. Ein selbstständiges
Lösen der Schlinge 7' von der Nadel 51 bei deren Verstellbewegungen wird dadurch vermieden.
[0043] Gemäß Figur 50 wird der Faden 4 mittels eines Verstellgliedes 43, an dem zwei diametral
einander gegenüberliegend angeordnete Zapfen 44 angeformt sind, im Bereich der Durchbrechung
8 gegenüber der Längsachse des Aufgussbeutels 1 derart verschränkt, dass dieser parallel
zu der Hinterhakung 52 verläuft und von der Nadel 51 leicht aufzunehmen ist. Ein Verdrehen
der Nadel 51 ist bei einer derartigen Ausrichtung des Fadens 4 somit nicht erforderlich.
[0044] In den Figuren 51 und 52 ist letztlich gezeigt, dass auch eine Knotenbildung des
in der Durchbrechung 8 mittels der Nadel 51 mehrfach verdrillten Fadens 4 zu bewerkstelligen
ist. Die Verdrillung erfolgt nach Aufnahme des Fadens 4 in der Öffnung 53 der Nadel
51 durch mehrfaches Verdrehen um deren Längsachse, bevor die einzelnen Verstellbewegungen
bis zur Bildung des Knotens 10 durchgeführt werden.
1. Verfahren zur Befestigung eines Fadens (4) an einem beispielsweise aus einem elastisch
verformbaren Werkstoff bestehenden Aufnahmebehältnis (1) oder dgl. durch einen Knoten
(10), insbesondere zum Verknoten eines an einem Ende mit einem Etikett (5) versehenen
Fadens (4) an einem Aufgussbeutel (1), wobei das freie Ende (6) des Fadens (4) mittels
einer Nadel (11; 51) oder einem ähnlichen Werkzeug zunächst durch eine Durchbrechung
(8) des Aufnahmebehältnisses (1) oder eines ähnlichen Werkzeugstückes von einer Seite
auf dessen andere Seite gebracht wird, dass sodann das freie Ende (6) des verbliebenen
Fadens (4) durch eine auf der gegenüberliegenden Seite des Aufnahmebehältnisses gebildeten
Schlaufe (7) gezogen wird und dass danach durch Ziehen an einem der Teile des von
der Schlaufe (7) abstehenden Fadens (4) diese zu einem Knoten (10) zugezogen wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlaufe (7) oder eine Schlinge (7') während des Einführens des durch diese hindurchzuziehenden
Endes (6) des Fadens (4) mit Hilfe von Zangen (11 bzw. 21), Zuggliedern (13, 14, 27,
28), unmittelbar durch die diese bildende Nadel (11; 51) oder mittels ähnlicher Werkzeuge
fixiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bildung der Schlaufe (7) mittels einer durch das Aufnahmebehältnis (1) gesteckten
oder gezogenen Hakennadel (11; 51) vorgenommen wird und dass zur Ausformung und Fixierung
der Schlaufe (7) oder der Schlinge (7') die Hakennadel (11; 51) nach dem Durchführen
durch das Aufnahmebehältnis (1) um ca. 90° gedreht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlaufe (7) nach der Durchführung durch das Aufnahmebehältnis (1) mittels eines
oder zweier gesonderter Zugglieder (13, 14) ausgeformt und/oder fixiert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zugglieder (13, 14) nach Aufnahme des die Schlaufe (7) bildenden Faden (4) etwa
achssenkrecht zu der Vorschubrichtung der durch das Aufnahmebehältnis (1) hindurchgeführten
Hakennadel (11) vorzugsweise gegeneinander versetzt von dieser weg und/oder etwa in
Längsrichtung des Äufnahmebehältnisses (1) zur Fixierung der Schlaufe (7) geringfügig
verstellt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlaufe (7) mittels einer zweiarmigen Zange (11) gebildet wird, von deren Armen
(12, 13) der Faden (4) auf der einen Seite des Aufnahmebehältnisses (1) aufgenommen
und durch dieses hindurchgeführt wird, und dass die Arme (12, 13) der Zange (11) auf
der anderen Seite des Aufnahmebehältnisses (1) zur Ausformung und/oder Fixierung der
Schlaufe (7) um etwa 90° oder um 90° und zusätzlich 180° ein- oder mehrfach gedreht
werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Bildung der Schlaufe (7) der Faden (4) mittels einer zweiarmigen Zange (21) durch
das Aufnahmebehältnis (1) hindurchgeführt wird und dass zur Ausformung und Fixierung
der Schlaufe (7) die beiden Arme (22, 23) der Zange (21) auf den einander gegenüberliegenden
Seiten mit Schultern (25, 26) versehen sind und derart gegeneinander verschwenkt werden,
dass die Schultern (25, 26) jeweils auf einer Außenseite der Arme (22, 23) eine Anlagefläche
für die Schlaufe (7) bilden.
7. Verfahren nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlaufe (7) mittels Zuggliedern (13, 14) und/oder einer Zange etwa in Längsrichtung
des Aufnahmebehältnisses (1) fixiert wird und dass das in diese einzuführende Ende
(6) des Fadens (4) um das Kopfteil des Aufnahmebehältnisses (1) herumgeführt oder
ein- oder mehrfach parallel zu der Schlaufe (7) durch das Aufnahmebehältnis (1) hindurchgestoßen
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei Schlaufen (7) mit seitlichem Abstand zueinander vertikal übereinander gebildet
werden und dass das freie Ende (6) des Fadens (4) durch beide Schlaufen (7) hindurchgeführt
wird.
9. Verfahren nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das freie Ende (6) des durch die Schlaufe (7) geführten Fadens (4) zur Bildung eines
weiteren Knotens (20) um die Schlaufe (7) herumgeführt und durch diese gesteckt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die auf der dem freien Ende (6) des Fadens (4) gegenüberliegende Seite gebildete
Schlaufe in Form einer Schlinge (7) auf der Nadel (51) fixiert wird und dass danach
das freie Ende (6) des Fadens(4) von der Nadel (51) aufgenommen und durch die Schlinge
(7') gezogen wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Fixierung der Schlinge (7') auf der Nadel (51) diese über dem Kopfteil (2) des
Aufnahmebehältnisses (1) unmittelbar durch dieses oder durch eine in dieses eingearbeitete
Durchbrechung (9) bis in Höhe des freien Endes (6) des Fadens (4) vorgeschoben und
die Schlinge (7') dabei durch das Kopfteil (2) des Aufnahmebehältnisses (1) auf dem
Schaft der Nadel (51) fixiert wird.
12. Verfahren nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlaufe (7) oder die Schlinge (7') durch ein- oder mehrfaches Verdrehen des
durch das Aufnahmebehältnis (1) hindurchgeführten Fadens (4) im Bereich der in dieses
eingearbeiteten Durchbruches (8) gebildet und/oder fixiert wird
13. Verfahren nach einem oder mehreren
der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Nadel (51) nach der Aufnahme des freien Endes (6) des Fadens (4) mit der Schlinge
(7') um ca. 90° um ihre Längsachse verdreht wird.
14. Verfahren nach einem oder mehreren
der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Fixierung der Schlinge (7') auf der Nadel (51) diese nach der Aufnahme des Fadens
(4) und Rückführung durch den Aufgussbeutel (1) und vor der Verstellung zur Aufnahme
des freien Endes (6) des Fadens (4) gegenüber der Längsrichtung des Aufgussbeutels
(1) seitlich versetzt wird.
15. Verfahren nach einem oder mehreren
der Ansprüche 10 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Aufnahme des Fadens (4) dieser im Bereich der der Nadel (51) zugeordneten Durchbrechung
(8) mittels eines vorzugsweise um ca. 90° verdrehbaren Verstellgliedes (43) derart
ausgeformt wird, dass die Nadel (51) diesen mit einer in Längsrichtung des Aufnahmebeutels
(1) abstehende Hinterhakung (51) aufnimmt.
16. Verfahren nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass das freie Ende (6) des Fadens (4) während der Verstellbewegungen der Nadel (51) in
einem Bremsglied (42) verstellbar geführt wird.
17. Verfahren nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Faden (4) nach der in einem der Ansprüche 1 bis 15 gekennzeichneten Weise an
einem Etikett (5) angeknotet wird.
18. Vorrichtung zur Ausformung einer durch einen Faden (4) gebildeten Schlaufe (7) an
einem aus einem elastisch verformbaren Werkstoff bestehenden Aufnahmebehältnis (1)
oder dgl., insbesondere einer durch einen mit einem Etikett (5) versehenen Faden (4)
an einem Aufgussbeutel (1) vorgesehenen Schlaufe (7), wobei das freie Ende (6) des
Fadens (4) durch die Schlaufe (7) geführt und die Schlaufe (7) zu einem Knoten (10)
verformbar ist, zur Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlaufe (7) oder eine Schlinge (7') während des Einführens des diese aufnehmenden
Endes (6) des Fadens (4) mittels einer Nadel (11; 51), vorzugsweise durch eine die
Schlaufe (7) oder Schlinge (7') bildenden Hakennadel (11; 51), durch die Arme (16,
17) einer Zange (15), durch Zugglieder (13, 14) oder ähnlicher Werkzeuge in geöffneter
Lage fixierbar ist.