[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Straßenfräsmaschine mit einem Fahrerstand,
der eine Bodenplatte aufweist, und einer am Chassis der Baumaschine befestigten Lenkeinrichtung,
die eine Konsole aufweist, auf der ein Lenkrad angeordnet ist.
[0002] Es sind Straßenfräsmaschinen bekannt, an deren Chassis ein Fahrerstand vorgesehen
ist. Der Fahrerstand bietet Platz für den Fahrzeugführer, indem eine Bodenplatte geschaffen
wird, auf der der Fahrzeugführer steht. Zum Großteil kommen Fahrerstände zum Einsatz,
auf deren Bodenplatte zusätzlich eine Sitzgelegenheit für den Fahrzeugführer vorgesehen
ist, so dass sich dieser bei einer längeren Bearbeitung der Verkehrsfläche auch setzen
kann.
[0003] Die Lenkeinrichtung der bekannten Straßenfräsmaschinen umfasst im allgemeinen eine
Konsole, auf der das Lenkrad angeordnet ist. Die Konsole ist dabei an einer dem Fahrerstand
zugewandten, geschlossen ausgeführten Seite des Chassis angeordnet. Die Lenkung selbst
erfolgt in der Regel über eine Hydraulik.
[0004] Bei der Bearbeitung einer Verkehrsfläche mit einer Straßenfräsmaschine ist es häufig
erforderlich, dass der Fahrzeugführer die zu bearbeitende Verkehrsfläche genau im
Auge behält. So muss die Straßenfräsmaschine beispielsweise häufig einer auf der Verkehrsfläche
aufgebrachten Markierung folgen, so dass der Fahrzeugführer stets die genaue Fahrt
der Straßenfräsmaschine entlang der Markierung überwachen muss. Auch bei der Bearbeitung
einer Verkehrsfläche entlang eines Randsteines oder um einen Kanaldeckel herum muss
der Fahrzeugführer stets die durch die genannten Hindernisse vorgegebene Grenze der
zu bearbeitenden Verkehrsfläche überwachen.
[0005] Die bekannten Straßenfräsmaschinen haben den Nachteil, dass die Überwachung bzw.
Beobachtung der zu bearbeitenden Verkehrsfläche vom Fahrerstand aus erschwert ist.
[0006] Aus der US 3 895 843 ist eine Straßenfräsmaschine bekannt, deren Fräswerkzeug in
Fahrtrichtung vor dem Fahrerstand angeordnet ist. Das Fräswerkzeug ist von dem Fahrerstand
durch eine Aussparung in der Bodenplatte teilweise sichtbar. Nachteilig ist, dass
die Sicht von der Konsole mit den Instrumenten und der sich von der Bodenplatte nach
oben erstreckenden Lenksäule behindert wird. Darüber hinaus wird auch die Beinfreiheit
des Fahrers behindert.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zu Grunde, eine Straßenfräsmaschine
zu schaffen, die eine einfache und bequeme Beobachtung der zu bearbeitenden Verkehrsfläche
vom Fahrerstand aus ermöglicht.
[0008] Die Lösung diese Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1. Vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Straßenfräsmaschine sind Gegenstand
der Unteransprüche.
[0009] Die erfindungsgemäße Straßenfräsmaschine weist einen Fahrerstand auf, der mit einer
Bodenplatte versehen ist. Auf dieser Bodenplatte kann der Fahrzeugführer stehen oder
auch sitzen, sofern eine entsprechende Sitzgelegenheit auf der Bodenplatte angebracht
ist. Am Chassis der Straßenfräsmaschine ist eine Lenkeinrichtung befestigt, die der
Lenkung beispielsweise eines Rades, der Räder einer Achse oder der Kettenlaufwerke
dient, auf denen eine Straßenfräsmaschine üblicherweise abgestützt ist. Die Lenkeinrichtung
umfasst eine Konsole sowie ein daran angeordnetes Lenkrad. Unter einem Lenkrad ist
in diesem Zusammenhang jegliches handbetätigbare Lenkmittel zu verstehen. Erfindungsgemäß
ist die Konsole mit einem Ende seitlich am Chassis befestigt. Der Begriff seitlich
bezieht sich hierbei auf die Fahrtrichtung. Ausgehend von dem befestigten Ende erstreckt
sich die Konsole oberhalb der Bodenplatte unter Ausbildung einer Öffnung zwischen
der Bodenplatte und der Konsole zur Seite. Unter dem Begriff oberhalb ist hierbei
zu verstehen, dass die Konsole höher als die Bodenplatte angeordnet ist. Eine unmittelbare
Anordnung der Konsole über der Bodenplatte ist nicht erforderlich. Das andere Ende
der Konsole bildet ein freies Ende aus.
[0010] Durch die unterhalb der Konsole verbleibende Öffnung hat der Fahrzeugführer die Möglichkeit,
die zu bearbeitende Verkehrsfläche zu beobachten, ohne sich zur Seite lehnen zu müssen,
wie dies bei herkömmlichen Straßenfräsmaschinen der Fall ist, bei denen die Seite
des Chassis die Sicht versperrt, an der die Konsole angeordnet ist. Darüber hinaus
bewirkt die einseitige Befestigung der Konsole, dass ein freies Ende der Konsole entsteht,
das nicht nach unten gegenüber dem Chassis abgestützt werden muss, so dass kein die
Sicht behinderndes Abstützmittel an diesem Ende erforderlich ist. Darüber hinaus gewährleistet
die Öffnung unterhalb der Konsole dem Fahrzeugführer eine größere Beinfreiheit. Die
Aussparung der Bodenplatte, durch die der Fahrer den Straßenbelag erkennt, kann sich
entweder nur über einen Teil oder die gesamte Länge der Bodenplatte erstrecken.
[0011] Die Konsole der erfindungsgemäßen Straßenfräsmaschine braucht nicht an der äußersten
Seitenwand des Chassis seitlich angeordnet zu werden, sondern kann auch nach innen
versetzt in Fahrtrichtung hinter einem Teil des Chassis angeordnet sein. Bei einer
besonders vorteilhaften Ausführungsform der Straßenfräsmaschine ist die Konsole nach
innen versetzt, wobei das Chassis in Fahrtrichtung vor der Öffnung derart ausgespart
ist, dass der Straßenbelag sichtbar ist. So ist einerseits eine geringe Gesamtbreite
der Straßenfräsmaschine erzielbar, da die Konsole nicht über die äußerste Seitenwand
des Chassis vorsteht, während andererseits ist die zu bearbeitende Verkehrsfläche
weiterhin gut sichtbar ist.
[0012] In einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Straßenfräsmaschine
kann das Lenkrad um die Längsachse der Konsole verschwenkt werden. Damit kann die
Position des Lenkrades daran angepasst werden, ob der Fahrzeugführer die Straßenfräsmaschine
stehend oder sitzend bedient.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Straßenfräsmaschine
kann das Lenkrad mitsamt der Konsole verschwenkt werden. Vorzugsweise sind an der
Konsole weitere Bedienungs- und/oder Anzeigeelemente angeordnet, deren relative Anordnung
zum Lenkrad erhalten bleibt, so dass die Bedienung vereinfacht ist.
[0014] Um ein sicheres Lenken in den unterschiedlichen Schwenkpositionen des Lenkrades zu
gewährleisten, kann das Lenkrad in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform in unterschiedlichen
Schwenkpositionen arretiert werden. Eine solche Arretierung kann eine stufenweise
oder stufenlose Einstellung der Schwenkposition ermöglichen.
[0015] Um eine einfache Montage der erfindungsgemäßen Straßenfräsmaschine sowie eine einfache
Austauschbarkeit der Lenkeinrichtung zu ermöglichen, ist die Straßenfräsmaschine in
einer vorteilhaften Ausführungsform derart ausgebildet, dass die Konsole lösbar an
dem Chassis befestigt ist.
[0016] Um eine besonders einfache Montage bzw. Demontage der Lenkeinrichtung zu ermöglichen,
kann die Konsole bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform in Richtung deren
Längsachse auf das Chassis aufgesteckt und mittels einer Drehbewegung der Konsole
um deren Längsachse befestigt werden. Unter Befestigen ist in diesem Zusammenhang
zu verstehen, dass die Konsole nicht mehr in Richtung ihrer Längsachse bewegt und
somit abgezogen werden kann. Es kann somit auch von einem sogenannten Bajonett-Verschluss
gesprochen werden.
[0017] Vorzugsweise weist die erfindungsgemäße Straßenfräsmaschine eine hydraulische Lenkung
auf, wobei die Steuerelemente der hydraulischen Lenkung in einer besonders vorteilhaften
Ausführungsform der Erfindung innerhalb der Konsole angeordnet sind und über das Lenkrad
betätigt werden können.
[0018] Im Folgenden wird die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren im Einzelnen erläutert.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Straßenfräsmaschine
in Form einer Hecklader-Straßenfräsmaschine in der Seitenansicht,
- Fig. 1a
- eine teilweise Draufsicht auf die Straßenfräsmaschine von Fig. 1,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Konsole von Fig. 1, wobei das Lenkrad nicht dargestellt ist,
- Fig. 3
- einen Schnitt entlang der Linie A-A von Fig. 2,
- Fig. 4
- einen Schnitt entlang der Linie B-B von Fig. 2 und
- Fig. 5
- einen Schnitt entlang der Linie B-B von Fig. 2, wobei das Chassis nicht dargestellt
ist, so dass lediglich die Konsole zu sehen ist.
[0020] Die Straßenfräsmaschine 2 weist ein Chassis 4 auf, das bei der vorliegenden Ausfiihrungsform
auf drei Rädern 6, 6, 8 abgestützt ist, wobei die beiden Hinterräder 6, 6 (nur eines
ist in Fig. 1 zu sehen) seitlich im Bereich des Hecks und das Vorderrad 8 mittig im
Bereich der Frontseite der Straßenfräsmaschine 2 angeordnet ist. Die Hinterräder 6,
6 sind mittels einer Hydraulik höhenverstellbar, wobei die Lenkung der Straßenfräsmaschine
2 über das Vorderrad 8 erfolgt, das um eine senkrechte Achse a rotiert werden kann.
Alternativ kann eine solche Straßenfräsmaschine 2 an Stelle der Räder 6, 6, 8 auch
von Kettenlaufwerken getragen werden. Auch kann die Anzahl der vorgesehenen Räder
oder Kettenlaufwerke variieren.
[0021] Innerhalb des Chassis 4 ist ferner mindestens ein Antriebsmotor für eine Fräswalze
und die Räder 6, 6, 8 sowie eine Hydraulik vorgesehen. Ferner sind die aus dem Stand
der Technik bekannten Zusatzaggregate vorgesehen, wobei auf deren Darstellung aus
Übersichtlichkeitsgründen verzichtet werden soll.
[0022] Der Fahrerstand 10 ist oben im Heck der Straßenfräsmaschine 2 vorgesehen, wo sich
unter anderem eine Sitzgelegenheit 12 für den Fahrzeugführer befindet, die auf einer
Bodenplatte 14 angeordnet ist. Die Straßenfräsmaschine 2 kann durch den Fahrzeugführer
sowohl auf der Bodenplatte 14 stehend als auch auf der Sitzgelegenheit 12 sitzend
bedient werden.
[0023] Unterhalb des Fahrerstandes 10 befindet sich ein Walzengehäuse 16. Das Walzengehäuse
16 ist ein nach unten, also in Richtung des Straßenbelages 18, geöffnetes Gehäuse,
in dem eine Fräswalze 20 angeordnet ist, wobei sich die Längsachse der Fräswalze 20
quer zur Fahrtrichtung erstreckt, die in Fig. 1 an Hand des Pfeils b dargestellt ist.
Die Fräswalze 20 ragt aus dem Walzengehäuse 16 nach unten in Richtung des Straßenbelages
18 hervor.
[0024] An dem in Fahrtrichtung b hinteren Ende des Walzengehäuses 16 ist eine höhenverstellbare
Abstreifeinrichtung 22 vorgesehen. In Fahrtrichtung b hinter der Abstreifeinrichtung
22 ist wiederum eine Transporteinrichtung 24 vorgesehen, über die das abgefräste Fräsgut
einem begleitenden LKW mit entsprechender Ladefläche zugeführt werden kann (nicht
dargestellt). Da das Fräsgut über das Heck der Straßenfräsmaschine 2 dem LKW zugeführt,
handelt es sich um eine sogenannte Hecklader-Straßenfräsmaschine. Die Straßenfräsmaschine
kann aber auch ein sogenannter Frontlader sein.
[0025] Im Bereich des Fahrerstandes 10 ist ferner eine Lenkeinrichtung 26 vorgesehen, die
eine Konsole 28 sowie ein an der Konsole 28 angeordnetes Lenkrad 30 umfasst. Die Konsole
28 ist mit einem Ende 32 seitlich am Chassis 4 befestigt, wohingegen das andere Ende
der Konsole 28 als freies Ende 34 ausgebildet ist. Die Konsole 28 erstreckt sich ausgehend
von ihrem befestigten Ende 32 quer zur Fahrtrichtung b zur Seite, wobei die Konsole
oberhalb der Bodenplatte 14 verläuft, so dass eine Öffnung 36 zwischen der Bodenplatte
14 und der Konsole 28 ausgebildet ist.
[0026] Wie aus Fig. 1a ersichtlich, ist die Konsole 28 an einer nach innen zurück versetzten
Seitenwand des Chassis 4 befestigt. Um dem Fahrzeugführer (nicht dargestellt) auf
dem Fahrerstand 10 freie Sicht durch die Öffnung 36 auf den Straßenbelag 18 zu ermöglichen,
ist die Straßenfräsmaschine 2 bzw. das Chassis 4 der Straßenfräsmaschine 2 in der
dargestellten Ausführungsfbrm in Fahrtrichtung b vor der Öffnung 36 ausgespart. Dies
bedeutet, dass sich in Fahrtrichtung b vor der Öffnung 36 eine Aussparung 38 befindet,
die sich in der dargestellten Ausführungsform über die gesamte Höhe des Chassis 4
erstreckt. Wenn der Fahrzeugführer sitzt, kann er beispielsweise durch die Öffnung
36 und die Aussparung 38 auf den Straßenbelag 18 schauen. Wenn der Fahrzeugführer
steht, aber sich nach vorne beugt, kann er beispielsweise direkt durch die Aussparung
38 schauen.
[0027] Das Lenkrad 30 kann um die Längsachse 40 der Konsole 28 verschwenkt werden,
wobei vorteilhafterweise die Konsole 28 zusammen mit dem Lenkrad 30 um die Achse 40
gedreht wird. Damit ist es möglich, die Position des Lenkrades optimal daran anzupassen,
ob der Fahrer steht oder sitzt. Auch eine Anpassung an die Größe des Fahrers ist damit
möglich. In besonderen Anwendungsfällen ist die Verschwenkbarkeit des Lenkrades aber
auch insofern von Vorteil, als durch Verschwenken des Lenkrades die Sicht aus unterschiedlichen
Blickwinkeln freigegeben wird. Zur Illustration werden in Fig. 1 unterschiedliche
Blickwinkel des Fahrers durch Pfeile c, d, e, f gekennzeichnet. Die Pfeile zeigen,
dass in Abhängigkeit von der Position des Lenkrades die eine oder andere Blickrichtung
freigegeben wird. Für den Fahrer kann es bestimmten Fahrsituationen sinnvoll sein,
das Lenkrad ungeachtet der ergonomischen Gesichtspunkte zu verschwenken, damit die
Sicht auf die Fahrbahn nicht von dem Lenkrad verdeckt wird.
[0028] Das Lenkrad 30 kann in unterschiedlichen Schwenkpositionen arretiert werden. Ferner
ist die Konsole 28 lösbar an dem Chassis 4 befestigt, wobei die Konsole 28 zur einfachen
Montage auf dem Chassis 4 aufgesteckt und mittels einer Drehbewegung um die Längsachse
40 der Konsole 28 befestigt werden kann. Wie die vorstehend genannten Merkmale durch
eine besondere Ausführungsform von Konsole 28 und Chassis 4 realisiert werden können,
wird imFolgenden unter Bezugnahme auf die Fig. 2 bis 5 beschrieben.
[0029] Die Konsole 28 weist ein im Wesentlichen zylindrisches Gehäuse 42 auf, wobei die
Wand des Gehäuses 42 in einem Bereich als ebene Fläche 44 ausgebildet ist, an der
das Lenkrad 30 befestigt wird, auf dessen Darstellung in den Fig. 2 bis 5 aus Übersichtlichkeitsgründen
verzichtet wird. An dem freien Ende 34 der Konsole 28 ist das Gehäuse offen, um eine
leichte Zugänglichkeit zu den Steuermitteln (nicht dargestellt) der hydraulischen
Lenkung zu gewährleisten. Dennoch sollte die Konsole 28 mittels einer Abdeckung 46
geschützt sein, die an Hand der gestrichelten Linie in Fig. 3 dargestellt ist.
[0030] Die Wand des Gehäuses 42 weist an der ebenen Fläche 44 mehrere Öffnungen 61 zur Montage
von in Fig. 2 nicht dargestellten Bedienungs- und/oder Anzeigeelementen 62, 63 auf,
die an der Oberseite der Konsole neben dem Lenkrad angeordnet sind (Fig. 1a). Die
in den Figuren nicht dargestellten Zuleitungen für die Bedienungs- und Anzeigelemente
werden zusammen mit den ebenfalls nicht dargestellten Hydraulikleitungen entlang der
Längsachse 40 durch die rohrförmige Achse 54 in den chassisseitigen Hohlraum 56 geführt.
Da die Leitungen eine ausreichende Länge haben, können sich die Leitungen beim Verschwenken
der Konsole verdrehen, ohne dabei beschädigt zu werden.
[0031] An dem dem Chassis 4 zugewandten Ende 32 weist die Konsole 28 eine Verbindungsplatte
48 auf, die insbesondere in Fig. 5 näher dargestellt ist. Die Verbindungsplatte 48
weist eine Verbindungsöffnung 50 auf, die länglich ausgebildet ist. Darüber hinaus
sind mehrere Arretierbohrungen 52 in der Verbindungsplatte 50 vorgesehen, die alle
den selben Abstand zum Mittelpunkt 55 der Verbindungsplatte 50 aufweisen.
[0032] Chassisseitig ist eine feststehende, rohrförmige Achse 54 vorgesehen, die in einen
chassisseitigen Hohlraum 56 mündet, durch den sich Hydraulikleitungen erstrecken können.
An der Achse 54 sind zwei Flansche 57, 58 vorgesehen, wobei der der Konsole zugewandte
Flansch 58 im Wesentlichen länglich ausgebildet ist und in einer bestimmten Schwenkstellung
der Verbindungsplatte 48 durch die Verbindungsöffnung 50 hindurchführbar ist. Der
dem Chassis 4 zugewandte Flansch 57 ist von dem Flansch 58 beabstandet angeordnet,
so dass sich zwischen diesen eine nach außen weisende, ringförmige Nut 60 ausbildet.
Ferner sind an den einander zugewandten Seiten der Flansche 57, 58 Gleit- oder Dichtungsmittel
62 in Form von Gleit- oder Dichtringen vorgesehen.
[0033] Um die Konsole 28 mit dem Chassis 4 zu verbinden, wird diese in einer Schwenkstellung
auf die Achse 54 geschoben, in der der längliche Flansch 58 durch die Verbindungsöffnung
50 hindurchfürbar ist. Im Anschluss daran wird die Konsole um deren Längsachse 40
gedreht, so dass der Rand der Verbindungsöffnung 50 in der Nut 60 zwischen den beiden
Flanschen 57, 58 einliegt. Ein Abziehen der Konsole 28 in Richtung der Längsachse
40 ist in dieser Position nicht mehr möglich, so dass die Konsole 28 befestigt ist.
Man spricht auch von einem sogenannten Bajonett-Verschluss. Um die Konsole 28 in einer
bestimmten Schwenkstellung zu arretieren, kann beispielsweise ein vorgespannter Stift
(nicht dargestellt) in eine Arretierungsöffnung 64 in dem feststehenden Flansch 57
und eine der Arretierbohrungen 52 geschoben werden. Eine weitere Rotation der Konsole
28 sowie des daran befestigten Lenkrades (nicht dargestellt) wird hierdurch unterbunden.
1. Straßenfräsmaschine mit einem Fahrerstand (10), der eine Bodenplatte (14) aufweist,
und einer am Chassis (4) der Straßenfräsmaschine (2) befestigten Lenkeinrichtung (26)
aufweisend eine Konsole (28) auf der ein Lenkrad (30) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Konsole (28) mit einem Ende (32) seitlich am Chassis (4) befestigt ist, während
das andere Ende (34) der Konsole (28) frei ist, wobei sich die Konsole (28) oberhalb
der Bodenplatte (14) unter Ausbildung einer Öffnung (36) zwischen der Bodenplatte
(14) und der Konsole (28) zur Seite erstreckt.
2. Straßenfräsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Chassis der Straßenfräsmaschine (2) in Fahrtrichtung (b) vor der Öffnung (36)
eine Aussparung (38) aufweist, so dass der Straßenbelag (18) durch die Öffnung (36)
sichtbar ist.
3. Straßenfräsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Lenkrad (30) um die Längsachse (40) der Konsole (28) verschwenkbar ist.
4. Straßenfräsmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Lenkrad (30) zusammen mit der Konsole (28) verschwenkbar ist.
5. Straßenfräsmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Lenkrad (30) in unterschiedlichen Schwenkpositionen arretierbar ist.
6. Straßenfräsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Konsole (28) lösbar an dem Chassis (4) befestigt ist.
7. Straßenfräsmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Konsole (28) in Richtung deren Längsachse (40) auf das Chassis (4) aufsteckbar
und mittels einer Drehbewegung der Konsole (28) um deren Längsachse (40) befestigbar
ist.
8. Straßenfräsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine hydraulische Lenkung vorgesehen ist.
9. Straßenfräsmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelemente der hydraulischen Lenkung innerhalb der Konsole (28) angeordnet
und über das Lenkrad (30) betätigbar sind.
10. Straßenfräsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Konsole (28) Bedienungs- und/oder Anzeigeelemente (62, 63) angeordnet sind.