[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Hebeeinrichtung
zum Abpumpen von verunreinigten flüssigen Medien, insbesondere Kühlschmiermittel unter
Verwendung zumindest einer Freistromkreiselpumpe sowie eine Hebeeinrichtung und eine
Freistromkreiselpumpe zum Durchführen des Verfahrens.
[0002] Derartige Verfahren, Hebeeinrichtungen sowie Freistromkreiselpumpen sind in vielfältiger
Form und Ausführung im Markt bekannt und gebräuchlich. Im Markt werden bspw. derartige
Hebeeinrichtungen mit eingesetzten Freistromkreiselpumpen und anschliessenden Spülrinnen
eingesetzt, um insbesondere verunreinigte flüssige Medien, entstehend aus verspanenden
Bearbeitungsmaschinen aufzufangen, in der Hebeeinrichtung zu sammeln und mittels der
Freistromkreiselpumpe abzupumpen und einer bspw. Reinigungseinrichtung, Filtereinrichtung,
Wiederaufbearbeitungseinrichtung od. dgl. zuzuführen.
[0003] Nachteilig hierbei ist, dass derartige Hebeeinrichtungen apparativ aufwendig und
gross hergestellt werden müssen, so dass noch eine Mindestfüllstandshöhe bei eingesetzten
Freistromkreiselpumpen erreicht werden kann, um die verunreinigten Medien abzupumpen.
[0004] Durch sich ändernden Anforderungen an moderne Untergrundbeschaffenheitsstrukturen
in Fertigungshallen, hinsichtlich Dichtheit, Durchlässigkeit etc., können in herkömmliche
Fertigungszentren keine wannenartige Ausformungen mehr eingebracht werden, um entsprechende
Hebeeinrichtungen aufzustellen. Heutzutage werden Fertigungsmaschinen niedriger und
bedienerfreundlicher hergestellt, so dass auch betreffend die daran anschliessenden
Spülrinnen mit anschliessenden Hebebehältern bzw. Hebeeinrichtungen andere Anforderungen
gestellt werden.
[0005] Daher ist es erforderlich, die Mindestbefüllzustände von Hebeeinrichtungen zu reduzieren,
um noch herkömmliche Freistromkreiselpumpen einsetzen zu können.
[0006] Ein homogenes Abpumpen von verunreinigten Medien, insbesondere Kühlschmiermittel
ist bisher nicht möglich. Es stellt sich daher häufig ein Rückstau in der Kühlschmiermittelrinne
ein, wodurch die Spülwirkung für den Spänetransport unterbunden wird und ungleichmässig
viel Quantität an Kühlschmiermittel dem zerspanenden Bearbeitungszentrum oder den
zerspanenden Bearbeitungsmaschinen zur Verfügung gestellt wird. Daher ist keine homogene
Bearbeitung des verunreinigten Mediums, insbesondere flüssigem Kühlschmiermittels
sowie auch keine geringe Bevorratung von gereinigtem Kühlschmiermittel möglich, was
unerwünscht ist.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren, sowie
eine Hebeeinrichtung und eine Freistromkreiselpumpe zum Durchführen des Verfahrens
zu schaffen, mit welchen auf einfache und kostengünstige Weise die vorgenannten Nachteile
beseitigt werden können, und in welchen ein homogenes Absaugen von flüssigen verunreinigten
Medien, insbesondere Kühlschmiermittel ermöglicht wird. Zudem soll eine Gesamthöhe,
insbesondere Einbauhöhe der Hebeeinrichtung bei einem gleichzeitig reduzierten Mindestfüllstand
im Hebebehälter möglich sein.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe führen die Merkmale der Kennzeichen der Patentansprüche
1, 10 und 18.
[0009] Bei der vorliegenden Erfindung hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, die Ansaugöffnung
oder einen Ansaugbereich der in eine Hebeeinrichtung eingesetzten Freistromkreiselpumpe
zusätzlich vorzugsweise über einen Bypass mit flüssigem Medium, insbesondere Kühlschmiermittel
zu versorgen. Dabei ist der Bypass vorzugsweise beabstandet und zentrisch vor der
Ansaugöffnung des Pumpengehäuses der Freistromkreiselpumpe angeordnet und führt vorzugsweise
permanent flüssiges Medium dem Pumpengehäuse bzw. dem Flügelrad der Freistromkreiselpumpe
zu. Hierdurch wird ein permanentes Entlüften bzw. Befüllen des Pumpengehäuses der
Freistromkreiselpumpe gewährleistet, wobei ca. 5% bis 15% des gesamten zu fördernden
flüssigen Mediums, vorzugsweise 5% bis 10% des flüssigen Mediums bzw. Kühlschmiermittels,
welches auch als verunreinigte Fraktion verwendet werden kann, dem Flügelrad bzw.
der Ansaugöffnung der Freistromkreiselpumpe zugeführt wird. Hierdurch lässt sich ein
Mindestfüllstand der Freistromkreiselpumpe im Betrieb wesentlich reduzieren, und ein
homogenes Fördern bzw. Abpumpen von flüssigem Medium stellt sich ein.
[0010] Es stellen sich keine Druckschwankungen oder unterschiedliche Niveaus im Hebebehälter
mehr ein, da die Freistromkreiselpumpe eine permanente homogene Förderleistung erbringt
und sich die Schwankungen, durch bisherige angesaugte Nebenluft, nicht mehr einstellen.
[0011] Auf diese Weise lässt sich auch eine Bauhöhe der Hebeeinrichtung reduzieren, so dass
insgesamt wesentlich niedrigere Hebeeinrichtungen mit anschliessenden Spülrinnen hergestellt
werden können. Auch lassen sich hierdurch die nachfolgenden Einrichtungen, wie bspw.
Aufbereitungseinrichtungen, Filtereinrichtungen, die verunreinigte flüssige Medien,
insbesondere verunreinigtes flüssiges Kühlschmiermittel reinigen, homogener betreiben.
Zusätzlich lässt sich auch ein Vorratsbehältnis zum Bereitstellen von gereinigten
flüssigem Kühlschmiermittel wesentlich kleiner ausbilden, da ein homogeneres Transportieren
und zur Verfügung stellen von Kühlschmiermittel auf diese Weise möglich ist.
[0012] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung soll ferner liegen, dass der Bypass ausserhalb
und separat der Freistromstromkreiselpumpe zugeordnet ist. Dieser kann bspw. in einem
Wannenboden der Hebeeinrichtung vorgesehen sein. Bei einer liegenden Ausführung der
Freistromkreiselpumpe kann der Bypass in eine Saugleitung eingesetzt sein, wobei in
allen Ausführungsbeispielen gemeinsam ist, dass eine Auslassöffnung des Bypasses vorzugsweise
zentrisch auf die Ansaugöffnung bzw. zentrisch auf das Flügelrad der Freistromkreiselpumpe
ausgerichtet ist.
[0013] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt
in
Figur 1 eine schematisch dargestellte Seitenansicht einer Hebeeinrichtung zum Abpumpen
von verunreinigten flüssigen Medien, insbesondere Kühlschmiermittel mit einer Freistromkreiselpumpe;
Figur 2 eine schematisch dargestellte Seitenansicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer weiteren Hebeeinrichtung gemäss Figur 1;
Figur 3 eine schematisch dargestellte teilweise aufgeschnittene Freistromkreiselpumpe
zum Betreiben einer Hebeeinrichtung.
[0014] Gemäss Figur 1 weist eine erfindungsgemässe Hebeeinrichtung R
1 eine Freistromkreiselpumpe F
1 auf, die in einen Hebebehälter 1 der Hebeeinrichtung R
1 einragt.
[0015] Die Freistromkreiselpumpe F
1 besitzt eine Antriebseinheit 2, insbesondere Elektromotor, der über eine hier nur
angedeutet Antriebswelle 3 ein gestrichelt angedeutetes Flügelrad 4 antreibt. Das
Flügelrad 4 sitzt in einem Pumpengehäuse 5, an welches vorzugsweise zentrisch zum
Flügelrad 4 in einem unteren Gehäuseteil 6 eine Ansaugöffnung 7 anschliesst.
[0016] Vom Pumpengehäuse 5 wird über die Ansaugöffnung 7 flüssiges Medium, insbesondere
Kühlschmiermittel angesaugt und über einen Auslass 8 einer weiteren Verwendung wie
bspw. Aufbereitungs- oder Reinigungseinrichtung, Filtereinrichtung etc. zugeführt,
damit verunreinigte flüssige Medien, bzw. verunreinigtes Kühlschmiermittel gereinigt
werden können und danach wieder einer gleichen oder weiteren Verwendung zugeführt
werden kann.
[0017] Zu dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Freistromkreiselpumpe F
1 in einem Hebebehälter 1 lotrecht eingesetzt, an welchen ein Spülrinne 9 anschliesst.
[0018] Von einem hier nicht näher dargestellten Auffangbecken oder Spülrinne 9 selbst, gelangt
verunreinigtes flüssiges Medium, insbesondere Kühlschmiermittel, bestehend aus Emulsionen,
Ölen, verschmutzten Medien wie Späne, Abrieb od. dgl., bspw. von verspanenden Bearbeitungsmaschinen,
wie Drehzentren, Fräszentren etc. in den Hebebehälter 1.
[0019] Im Hebebehälter 1 sammelt sich im Bereich eines Wannenbodens 10 das Gemisch aus Kühlschmiermittel
und Verunreinigungen und wird dort zur weiteren Bearbeitung, insbesondere zur Reinigung
mittels der Freistromkreiselpumpe F
1 über den Auslass 8 weiter gepumpt bzw. weiter transportiert.
[0020] Bei derartigen Freistromkreiselpumpe F
1 ist von Nachteil, dass diese erst einen sehr grossen Füllstand erreichen müssen,
bis diese die vollständige Leistung, nach dem Entlüften und Ansaugen von Nebenluft
erzielen.
[0021] Bei der vorliegenden Erfindung hat sich als besonderes vorteilhaft erwiesen, an den
Wannenboden 10 einen Bypass 11 anzuschliessen, dessen Auslassöffnung 12 vorzugsweise
zentrisch zur Ansaugöffnung 7 bzw. zentrisch und in einer gemeinsamen Achse liegend
zum Flügelrad 4 der Freistromkreiselpumpe F
1 ausgerichtet ist.
[0022] Die Auslassöffnung 12 des Bypasses 11 ist zudem gegenüber im Flügelrad 4 bzw. der
Ansaugöffnung 7 der Freistromkreiselpumpe F
1 beabstandet.
[0023] Es hat sich bei der vorliegenden Erfindung als besonders vorteilhaft erwiesen, permanent
flüssiges Medium, insbesondere Kühlschmiermittel über den Bypass 11 der Freistromkreiselpumpe
F
1 zuzuführen, so dass sich ein Ansaugen von Nebenluft wesentlich reduzieren lässt,
so dass die Freistromkreiselpumpe F
1 erheblich schneller auf ihre Maximalleistung kommt und sich ein Mindestfüllstand
hierdurch deutlich reduzieren lässt.
[0024] Dabei wird bei der vorliegenden Erfindung über den Bypass 11 Kühlschmiermittel aus
dem gesamten System der Freistromkreiselpumpe F
1 permanent zugeführt, wobei die Zufuhr unter einem Druck von etwa 0,2 bar bis 3 bar,
vorzugsweise 0,5 bar erfolgt. Ferner wird ein Fördervolumen von etwa 5% bis 15%, vorzugsweise
10% der Gesamtfördermenge der Freistromkreiselpumpe F
1 dem Bypass 11 zugeführt, um angesaugte Nebenluft zu verdrängen und einen Mindestfüllstand
zu reduzieren.
[0025] Auf diese Weise lässt sich ein homogenes Ansaugen von flüssigen Medien, insbesondere
Kühlschmiermittel mit Verunreinigungen gewährleisten, ohne dass sich Kühlschmiermittel
bzw. das flüssige Medium in der Spülrinne 9 anstaut, bis die Freistromkreiselpumpe
F
1 entlüftet ist und die Nebenluft aus dieser abgeführt ist. Dies führt zu einem wesentlich
homogeneren Bereitstellen von Kühlschmiermitteln.
[0026] In dem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung gemäss Figur 2 ist eine Hebeeinrichtung
R
2 aufgezeigt, bei welcher eine Freistromkreiselpumpe F
2 auf einem Untergrund 13 in einer liegenden Ausführung angeordnet ist. An deren Ansaugöffnung
7 schliesst eine Saugleitung 14 an, die mit der Spülrinne 9 in Verbindung steht.
[0027] Wie in dem Ausführungsbeispiel gemäss Figur 2 angedeutet, schliesst an die Saugleitung
14 ein Bypass 11 an, der in oben beschriebener Weise einen Teilstrom an flüssigem
Medium, insbesondere Kühlschmiermittel der Ansaugöffnung 7 bzw. des Flügelrades 4
der Freistromkreiselpumpe F
2 zuführt. Vorzugesweise ist die Auslassöffnung 12 bzw. der Bypass 11 auf das Flügelrad
4 zentrisch und in einer Achse liegend ausgerichtet, so dass hierüber in oben beschriebener
Weise flüssiges Medium bzw. Kühlschmiermittel der Freistromkreiselpumpe F
2 permanent zugeführt werden kann, um zu entlüften bzw. ein Ansaugen von Nebenluft
zu vermindern, wobei ein Wirkungsgrad der Freistromkreiselpumpe F
1, insbesondere der Hebeeinrichtung R
2 wesentlich verbessert wird.
[0028] In dem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung gemäss Figur 3 ist eine Freistromkreiselpumpe
F
3 herkömmlicher Art aufgezeigt, bei welcher in einem Pumpengehäuse 5, insbesondere
in einem unteren Gehäuseteil 6 zumindest eine oder eine Mehrzahl von Bypässen 11 an
unterschiedlichen Orten anschliessen bzw. angeschlossen werden können, um in oben
beschriebener Weise Nebenluft beim Ansaugen von flüssigem Medium zu reduzieren bzw.
die Freistromkreiselpumpe F
3 zu entlüften.
[0029] Auf diese Weise lässt sich auch ein Mindestfüllstand zum Betreiben der Freistromkreiselpumpe
F
3 erheblich reduzieren.
[0030] Ferner soll im Rahmen der vorliegenden Erfindung liegen, dass zusätzlich oberhalb
des Flügelrades 4, und oberhalb des Pumpengehäuses 5 in einem Zwischengehäuse 15,
insbesondere bei Unterdruck zusätzlich Sperrflüssigkeit, bspw. als reines Kühlschmiermittel
über eine separate Zuführleitung 16 zugeführt werden kann, so dass ein Ansaugen von
Nebenluft im lagerseitigen Bereich der Antriebswelle 3 zusätzlich vermieden bzw. reduziert
wird.
[0031] Dies soll ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Erfindung liegen.
[0032] Wichtig ist jedoch bei der vorliegenden Erfindung, dass insbesondere der Bypass 11
vorzugsweise zentrisch vor der Ansaugöffnung 7 der Freistromkreiselpumpe F
3 zugeordnet werden kann oder direkt in den unteren Gehäuseteil 6 des Pumpengehäuses
5 einmündet, so dass die Auslassöffnung 12 des Bypasses 11 auf das Flügelrad 4 der
Freistromkreiselpumpe F
3 ausgerichtet ist. Dabei kann der Bypass 11 im Pumpengehäuse 5 bzw. Gehäuseteil 6
axial, oder radial oder dazwischenliegend axial bis radial auf das Flügelrad 4 ausgerichtet
sein. Bevorzugt ist jedoch die Ausführung, dass der Bypass 11 zentrisch und beabstandet
vor Ansaugöffnung 7 angeordnet ist.
[0033] Ferner kann auf ein Ansaugverhalten bzw. ein Entlüftungsverhalten Einfluss genommen
werden, in dem der Volumenstrom bzw. der Druck des flüssigen Mediums auf den Bypass
11 verändert wird oder ein Abstand zwischen Bypass 11 bzw. Auslassöffnung 12 und Ansaugöffnung
7 verändert bzw. variiert wird. Dies soll ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Erfindung
liegen.
| Positionszahlenliste |
| 1 |
Hebebehälter |
34 |
|
67 |
|
| 2 |
Antriebseinheit |
35 |
|
68 |
|
| 3 |
Antriebswelle |
36 |
|
69 |
|
| 4 |
Flügelrad |
37 |
|
70 |
|
| 5 |
Pumpengehäuse |
38 |
|
71 |
|
| 6 |
Gehäuseteil |
39 |
|
72 |
|
| 7 |
Ansaugöffnung |
40 |
|
73 |
|
| 8 |
Auslass |
41 |
|
74 |
|
| 9 |
Spülrinne |
42 |
|
75 |
|
| 10 |
Wannenboden |
43 |
|
76 |
|
| 11 |
Bypass |
44 |
|
77 |
|
| 12 |
Auslassöffnung |
45 |
|
78 |
|
| 13 |
Untergrund |
46 |
|
79 |
|
| 14 |
Saugleitung |
47 |
|
|
|
| 15 |
Zwischengehäuse |
48 |
|
R1 |
Hebeeinrichtung |
| 16 |
Zuführleitung |
49 |
|
R2 |
Hebeeinrichtung |
| 17 |
|
50 |
|
|
|
| 18 |
|
51 |
|
|
|
| 19 |
|
52 |
|
F1 |
Freistromkreiselpumpe |
| 20 |
|
53 |
|
F2 |
Freistromkreiselpumpe |
| 21 |
|
54 |
|
F3 |
Freistromkreiselpumpe |
| 22 |
|
55 |
|
|
|
| 23 |
|
56 |
|
|
|
| 24 |
|
57 |
|
|
|
| 25 |
|
58 |
|
|
|
| 26 |
|
59 |
|
|
|
| 27 |
|
60 |
|
|
|
| 28 |
|
61 |
|
|
|
| 29 |
|
62 |
|
|
|
| 30 |
|
63 |
|
|
|
| 31 |
|
64 |
|
|
|
| 32 |
|
65 |
|
|
|
| 33 |
|
66 |
|
|
|
1. Verfahren zum Betreiben einer Hebeeinrichtung (R1, R2) zum Abpumpen von verunreinigten flüssigen Medien, insbesondere Kühlschmiermittel
unter Verwendung zumindest einer Freistromkreiselpumpe (F1, F2, F3),
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Ansaugöffnung (7) oder ein Ansaugbereich der Freistromkreiselpumpe (F1, F2, F3) permanent mit einem flüssigen Medium beaufschlagt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssige Medium, insbesondere das Kühlschmiermittel, über einen Bypass (11) die
Ansaugöffnung (7) oder den Ansaugbereich, insbesondere den Bereich des Flügelrades
(4) der Freistromkreiselpumpe (F1, F2, F3) anströmt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auslassöffnung (12) des Bypasses (11) zu einer Ansaugöffnung (7) beabstandet
angeordnet wird, so dass ein Teil des flüssigen Mediums, insbesondere ein Teil des
Kühlschmiermittels permanent das Flügelrad (4) der Freistromkreiselpumpe (F1, F2, F3) beaufschlagt bzw. anströmt.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bypass (11) in einem Gehäuseteil (6) der Freistromkreiselpumpe (F1, F2, F3) nahe des Flügelrades (4) einmündet.
5. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in etwa 5% bis 15%, vorzugsweise 10% des Fördervolumens der Freistromkreiselpumpe
(F1, F2, F3) über den Bypass (11) auf das Flügelrad (4) zugeführt werden.
6. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssige Medium, insbesondere das Kühlschmiermittel mit etwa 0,2 bar bis 3 bar,
insbesondere 0,5 bar Druck aus dem Bypass (11) auf das Flügelrad (4), die Ansaugöffnung
(7) oder den Ansaugbereich der Freistromkreiselpumpe (F1, F2, F3) beaufschlagt werden.
7. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Bypass (11) mittig und beabstandet vor der Ansaugöffnung (7) angeordnet wird,
und das flüssige Medium aus dem Bypass (11) in etwa lotrecht auf das Flügelrad (4)
der Freistromkreiselpumpe (F1, F2, F3) beaufschlagt oder beschleunigt wird.
8. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Bypass (11) bei einer senkrechten Anordnung der Freistromkreiselpumpe (F1, F3) in einem Wannenboden (10) der Hebeeinrichtung (R1, R2) und bei einer liegenden Anordnung der Freistromkreiselpumpe (F2) in eine Saugleitung (14) der Hebeeinrichtung (R1, R2) einmündet.
9. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass antriebswellenseitig oberhalb des Flügelrades (4) bei Unterdruck in der Freistromkreiselpumpe
(F1, F2, F3) Sperrflüssigkeit zusätzlich zugeführt wird.
10. Hebeeinrichtung zum Abpumpen von verunreinigten flüssigen Medien, insbesondere Kühlschmiermittel
mit zumindest einer Freistromkreiselpumpe (F1, F2, F3), dadurch gekennzeichnet, dass über zumindest einen Bypass (11) eine Ansaugöffnung (7) oder ein Ansaugbereich der
Freistromkreiselpumpe (F1, F2, F3) mit flüssigem Medium, insbesondere Kühlschmiermittel beaufschlagbar ist.
11. Hebeeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Bypass (11) in einem Gehäuseteil (6) der Freistromkreiselpumpe (F1, F2, F3) angeordnet ist, und eine Auslassöffnung (12) des Bypasses (11) auf das Flügelrad
(4) der Freistromkreiselpumpe (F1, F2, F3) ausgerichtet ist.
12. Hebeeinrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Bypass (11) im Bereich eines Wannenbodens (10) vorgesehen ist, und auf Flügelrad
(4) der Freistromkreiselpumpe (F1, F2, F3) ausgerichtet ist, wobei eine Auslassöffnung (12) des Bypasses (11) zur Ansaugöffnung
(7) der Freistromkreiselpumpe (F1, F2, F3) beabstandet, insbesondere höhenverstellbar ist.
13. Hebeeinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Bypass (11) an eine an den Ansaugbereich anschliessende Saugleitung
(14) der Freistromkreiselpumpe (F2) bei einer liegenden Bauweise einmündet, wobei eine Auslassöffnung (12) des Bypasses
(11) vorzugsweise mittig auf das Flügelrad (4) der Freistromkreiselpumpe (F2) ausgerichtet ist.
14. Hebeeinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Bypass (11) in einem Gehäuseteil (6) nahe des Flügelrades (4) der Freistromkreiselpumpe
(F1, F2, F3) anschliesst, und die Auslassöffnung (12) des Bypasses (11) auf das Flügelrad (4)
axial bis radial ausgerichtet ist.
15. Hebeeinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssige Medium, insbesondere Kühlschmiermittel mit einem Druck von 0,2 bar bis
3 bar, insbesondere 1 bar, zuführbar ist.
16. Hebeeinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Bypass (11) ein Fördervolumen an flüssigem Medium, insbesondere Kühlschmiermittel,
von etwa 5% bis 15%, insbesondere 10% des Fördervolumens der Freistromkreiselpumpe
(F1, F2, F3) zuführbar ist.
17. Hebeeinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Freistromkreiselpumpe (F1, F2, F3) oberhalb des Flügelrades (4) eine Zuführleitung (16), die in ein Zwischengehäuse
(15) einmündet, über welche Sperrflüssigkeit bei Unterdruckbetrieb zuführbar ist.
18. Freistromkreiselpumpe zum Abpumpen von verunreinigten flüssigen Medien, insbesondere
Kühlschmiermittel, mit einem Flügelrad (4) und einer Ansaugöffnung (7), dadurch gekennzeichnet, dass der Ansaugöffnung (7), dem Ansaugbereich oder dem Flügelrad (4) über zumindest einen
Bypass (11) zusätzlich flüssiges Medium, insbesondere Kühlschmiermittel zuführbar
ist.
19. Freistromkreiselpumpe nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Bypass (11) in ein Gehäuseteil (6) einmündet und eine Auslassöffnung (12) des
Bypasses (11) axial, radial, sowie axial bis radial auf ein Flügelrad (4) ausgerichtet
ist.
20. Freistromkreiselpumpe nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Bypass (11) ausserhalb einer Ansaugöffnung (7), zu dieser beabstandet ausgerichtet
ist, wobei eine Öffnung des Bypasses (11) in etwa lotrecht und zentrisch in einer
Achse liegend auf das Flügelrad (4) axial ausgerichtet ist.
21. Freistromkreiselpumpe nach wenigstens einem Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass über den Bypass (11) flüssiges Medium, insbesondere Kühlschmiermittel mit 0,2 bar
bis 3 bar, insbesondere 1 bar Druck dem Flügelrad (4) zuführbar ist.
22. Freistromkreiselpumpe nach wenigstens einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass über den Bypass (11) in etwa 5% bis 15%, insbesondere 10% des Gesamtfördervolumens
der Freistromkreiselpumpe (F1, F2, F3) dem Flügelrad (4) zuführbar sind.