(19)
(11) EP 1 522 968 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.04.2005  Patentblatt  2005/15

(21) Anmeldenummer: 04023922.0

(22) Anmeldetag:  07.10.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7G07B 15/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL HR LT LV MK

(30) Priorität: 07.10.2003 DE 10347538

(71) Anmelder: Hectronic GmbH
79848 Bonndorf (DE)

(72) Erfinder:
  • Troll, Manfred
    80687 München (DE)

(74) Vertreter: Schmitz, Hans-Werner, Dipl.-Ing. 
Hoefer & Partner Patentanwälte Gabriel-Max-Strasse 29
81545 München
81545 München (DE)

   


(54) Parkschein-oder Tankautomat


(57) Die vorliegende Erfindung betrifft einen Parkschein- oder Tankautomat 1 mit einem Gehäuse 2, und mit einem externen oder internen unabhängigen Stromanschluss 3 bzw. einer Stromversorgung, wobei im Gehäuse 2 eine Kommunikationseinheit 4 angeordnet ist.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Parkschein- oder Tankautomat gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

[0002] Derartige Automaten sind in großer Menge nahezu flächendeckend in Städten, Dörfern und auf dem Land verteilt. Sie sind üblicherweise mit einem wetterfesten Gehäuse versehen und einem externen bzw. internen unabhängigen Stromanschluss bzw. einer Stromversorgung versehen.

[0003] Ein Trend in der Kommunikationstechnik geht in die Richtung drahtloser Verbindungen, mit denen man einen Zugang zu Informationsdiensten aller Art, wie z.B. zum Internet, ermöglichen will. Das Problem derartiger Zugänge besteht jedoch in aller Regel in der begrenzten Reichweite, die häufig noch dadurch beschränkt wird, dass die nötigen Einrichtungen in Gebäuden installiert werden müssen, die durch Abschirmeffekte die Reichweite noch mehr vermindern.

[0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Parkschein- oder Tankautomaten, der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenene Art zu schaffen, der den Zugang zu Informationsdiensten aller Art, wie z.B. zum Internet, für mobile oder stationäre Einheiten auf einfache und zuverlässige Art und Weise möglich macht.

[0005] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruches 1.

[0006] Dadurch, dass handelsübliche Parkschein- oder Tankautomaten, unter denen im Rahmen dieser Anmeldung auch handelsübliche Zapfsäulen verstanden werden, mit einer geeigneten Kommunikationseinheit, vorzugsweise in Form einer drahtlosen Kommunikationseinheit, versehen werden können, kann durch die zumindestens in gewissen Gebieten nahezu flächendeckende Anordnung derartiger Automaten die prinzipbedingte geringe Reichweite der Kommunikationseinheiten ausgeglichen werden, da eben eine große Anzahl derartiger Automaten zur Ausrüstung mit einer Kommunikationseinheit zur Verfügung steht.

[0007] Somit ist es möglich, dass der entsprechend der Erfindung ausgerüstete Automat mittels der Kommunikationseinheit über verschiedene technische Standards einen Zugang zu Informationsdiensten aller Art für mobile oder stationäre Einheiten zur Verfügung stellen kann.

[0008] Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.

[0009] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform einer Kommunikationseinheit stellt ein so genannter WLAN-Modul dar. Unter "WLAN" (wireless local area network) versteht man ein drahtloses lokales Netzwerk, das, vorzugsweise in einem Modul eingebaut, die gemäß Anspruch 1 definierte Kommunikationseinheit zur drahtlosen (Funk-)Verbindung mit Informationsdiensten aller Art, wie insbesondere dem Internet, darstellen kann.

[0010] Da die ohnehin vorgesehenen Parkschein- und/oder Tankautomaten mit einem wetterfesten Gehäuse versehen sind, dessen Innenraum ausreichend groß ist, um ohne weitere bauliche Veränderungen den jeweiligen Kommunikationsmodul aufzunehmen, ergibt sich eine äußerst kostengünstige und einfach zu installierende Konstruktion. Diese ist überdies nicht mit den Abschirmungsproblemen behaftet, wie sie häufig mit dem Einbau von Kommunikationsmodulen in Gebäude einhergehen.

[0011] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.

[0012] Die einzige Figur der Zeichnung zeigt ein schematisch stark vereinfachtes Blockdiagramm eines erfindungsgemäßen Automaten in Form eines Parkscheinautomaten.

[0013] Der in der Figur dargestellte Parkscheinautomat 1 weist ein Gehäuse 2 auf, das mit einem Stromanschluss 3 oder einer internen unabhängigen Stromquelle versehen sein kann.

[0014] Um einen Zugang zu Informationsdiensten, wie insbesondere dem Internet, möglich zu machen, ist im Gehäuse 2 ein Kommunikationsmodul 4 angeordnet, der beispielsweise als WLAN-Modul ausgebildet sein kann.

[0015] Dieses Modul 4 kann sowohl werkseitig im Automaten integriert oder als Nachrüstsatz für den späteren Einbau ausgebildet sein.

[0016] Das Modul 4 weist im Beispielsfall ein Gehäuse 5 auf, das mit geeigneten Anschlüssen für die nötigen Verbindungen zur internen oder externen Stromquelle oder sonstigen Zusatzeinrichtungen versehen sein kann.

[0017] Ferner weist das Gehäuse 5 vereinfacht dargestellte Befestigungseinrichtungen 6 und 7 auf, mit denen das Modul 4 im Gehäuse 2 des Automaten 1 fixiert werden kann.

[0018] Mithin kann der Automat an sich in üblicher Art und Weise ohne weitere bauliche Veränderungen ausgebildet sein.


Ansprüche

1. Parkschein- und/oder Tankautomat (1)

- mit einem Gehäuse (2); und

- mit einem externen oder internen unabhängigen Stromanschluss (3) bzw. einer Stromversorgung;

dadurch gekennzeichnet,

- dass im Gehäuse (2) eine Kommunikationseinheit (4) zur drahtlosen Bereitstellung von Informations- und Kommunikationsdiensten für mobile oder stationäre Nutzer angeordnet ist.


 
2. Automat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinheit als Modul (4) in Form eines Nachrüstsatzes ausgebildet ist.
 
3. Automat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinheit bzw. der Modul (4) an den vorhandenen Stromanschluss (3) oder die unabhängige Stromversorgung angeschlossen ist.
 
4. Automat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Modul (4) in einem Modulgehäuse (5) angeordnet ist.
 
5. Automat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Modulgehäuse (5) geeignete Befestigungseinrichtungen (6, 7) aufweist.
 
6. Automat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinheit (4) als WLAN-Modul oder Bluetooth-Modul ausgebildet ist.
 




Zeichnung