[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Wechseln von Fäden,
insbesondere am Spulengatter einer Schäranlage nach dem Oberbegriff von Anspruch 1,
bzw. nach dem Oberbegriff von Anspruch 8. Derartige Verfahren bzw. derartige Vorrichtungen
dienen in erster Linie dazu, für die Webereivorbereitung sogenannte Musterketten oder
Kurzketten herzustellen. Dabei können am Spulengatter Spulen mit Fäden unterschiedlicher
Gattung auf Vorrat gehalten und in einer beliebigen Reihenfolge an einem abgezogenen
Arbeitsfaden angeknüpft werden. Ähnliche Probleme könnten sich aber auch bei anderen
fadenverarbeitenden Maschinen stellen, wie z.B. bei Strickmaschinen oder dergleichen.
[0002] Durch die DE 100 29 492 ist eine Schäranlage bekannt geworden, bei welcher das Spulengatter
als Wechselgatter ausgebildet ist, bei dem jeweils einer Fadenabzugsstelle zwei oder
mehr Spulenaufsteckungen zugeordnet sind, die für Spulen unterschiedlicher Fadenart
bestimmt sind. Zu diesem Zweck ist an jeder Fadenabzugsstelle ein Drehtisch mit mehreren
Spulenaufsteckungen angeordnet. Mittels einer Schneidvorrichtung kann ein Faden von
einer Spule abgetrennt werden. Für das Verbinden eines abgetrennten Fadens mit einem
neuen Faden, ist eine Verbindungsvorrichtung vorgesehen.
[0003] Die WO 91/04 217 beschreibt eine Vorrichtung mit einer grossen Anzahl von Fäden von
den Spulen eines Gatters mit einer entsprechenden Anzahl Fadenklemmen und mit einem
schrittweise horizontal bewegbaren Schlitten, auf welchem eine Fadenverbindungseinrichtung
vorgesehen ist. Jeder Fadenklemme ist in einem Abstand senkrecht zum Fadenlauf ein
Fadenführerrohr zugeordnet, welches mit einem vertikal bewegbaren Absaugbalken in
Verbindung steht. Durch diese Absaugung erhält der Faden eine permanente Vorspannung.
[0004] Die bekannten Vorrichtungen sind entweder konstruktiv zu aufwendig oder sie eignen
sich nicht für den Einsatz am Spulengatter einer grossen Schäranlage. Insbesondere
eignen sie sich nicht für die Nachrüstung an einem bestehenden Spulengatter.
[0005] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, mit denen ein Fadenwechsel mit geringem
konstruktiven Aufwand und möglichst platzsparend automatisch durchgeführt werden kann.
Die Vorrichtung soll sich dabei auch für die Umrüstung bestehender Spulengatter eignen.
Diese Aufgabe wird in verfahrensmässiger Hinsicht mit einem Verfahren mit den Merkmalen
im Anspruch 1 und in vorrichtungsmässiger Hinsicht mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen
im Anspruch 8 gelöst.
[0006] Die als individuelle Fördervorrichtungen ausgebildeten Klemmstellen erlauben ein
schnelles Fördern der durchgeführten Fäden zur Vorbereitung des Verbindungsvorgangs.
Die Klemmstellen erfüllen damit eine Doppelfunktion und der Einsatz separater Einfädelvorrichtungen
wie z.B. bei der WO 91/04 217 kann entfallen.
[0007] Wenn die Klemmstellen als Klemmwalzenpaare ausgebildet sind, die zur Fadenförderung
vorübergehend angetrieben werden, lassen sich die Fäden praktisch millimetergenau
vorschieben. Alternativ wären anstelle der Klemmwalzenpaare selbstverständlich auch
andere Fördervorrichtungen denkbar, wie z.B. Klemmbänder, Klemmketten oder dergleichen.
[0008] Das Klemmwalzenpaar kann durch eine, zusammen mit der Fadenverbindungseinrichtung
verschiebbare Antriebsvorrichtung angetrieben sein, wobei die Antriebsvorrichtungen
nach dem Anfahren des betreffenden Klemmwalzenpaars mit letzterem in Wirkverbindung
gebracht wird. Auf diese Weise benötigt nicht jedes Klemmwalzenpaar einen individuellen
Antrieb. Die einzige Antriebsvorrichtung verschiebt sich zusammen mit der Fadenverbindungseinrichtung
und wird nur zur Vorbereitung des spezifischen Verbindungsvorgangs an das Klemmwalzenpaar
angekuppelt.
[0009] Vorzugsweise wird der Arbeitsfaden vor dem Abtrennen mit der Fördervorrichtung zur
Bildung einer Fadenschlaufe gefördert, wobei die Fadenschlaufe in ein Saugrohr an
der Fadenverbindungseinrichtung eingesaugt wird. Durch die Bildung der Fadenschlaufe
ist sichergestellt, dass für den nachfolgenden Verbindungsprozess ein genügend langes
Reststück des Arbeitsfadens zur Verfügung steht. Ausserdem ist es vorteilhaft, wenn
das Ende des abgetrennten Arbeitsfadens beim Verschieben zu einer anderen Klemmstelle
ausschliesslich durch die Saugwirkung im Saugrohr an der Fadenverbindungseinrichtung
festgehalten wird. Dadurch sind auch an der Fadenabzugsseite keinerlei zusätzliche
Klemmvorrichtungen erforderlich.
[0010] Zur optimalen Vorbereitung des Verbindungsvorgangs wird der mit dem abgetrennten
Arbeitsfaden zu verbindende Vorratsfaden bzw. dessen in der Klemmstelle gehaltenes
Ende ebenfalls bei der Förderung in das Saugrohr eingesaugt. Danach werden die beiden
im Saugrohr gehaltenen Fadenenden an einer Stelle ausserhalb des Saugrohrs verbunden.
Die Verbindung kann dabei mit einem konventionellen Fadenknoter erfolgen. Je nach
Qualität der Fäden, z.B. im Falle von Fäden aus Kunststoffmaterial, ist auch ein thermisches
Verspleissen der Fäden denkbar.
[0011] Nach dem Verbindungsvorgang werden die im Saugrohr verbleibenden Fadenenden abgetrennt
und über das Saugrohr abgesaugt. Der neue Arbeitsfaden wird sodann mittels einer Blasdüse
aus der Fadenverbindungseinrichtung ausgeblasen, um eine Beschädigung des Fadens beim
Anfahren der Abzugsvorrichtung zu vermeiden.
[0012] Bei der Vorrichtung wirkt sich die Ausbildung der Klemmstellen als Klemmwalzenpaare
als besonders vorteilhaft aus, wenn jedes Klemmwalzenpaar je eine fest gelagerte Treiberwalze
und eine beweglich gelagerte Presswalze aufweist. Die Presswalze kann dabei an einem
Walzenhebel gelagert sein, der zwischen einer Schliessstellung mit gegen die Treiberwalze
gepresster Presswalze und einer Offenstellung mit von der Treiberwalze abgehobener
Presswalze schwenkbar ist, wobei diese beiden Stellungen unter Federvorspannung gehalten
werden. Selbstverständlich wäre es alternativ aber auch denkbar, die Presswalze nur
in die Schliessstellung vorzuspannen, wobei die Offenstellung unter einer permanenten
Gegenkraft gehalten wird.
[0013] In bestimmten Fällen ist es vorteilhaft, das Klemmwalzenpaar bzw. wenigstens eine
der Walzen mit einer Bremseinrichtung zu versehen, um in der Klemmstellung ein unbeabsichtiges
Zurückziehen eines Fadens zu vermeiden. Denkbar wäre aber auch ein Freilauf, so dass
eine Drehung nur in eine Richtung möglich ist.
[0014] Der Walzenhebelarm kann als Doppelhebelarm ausgebildet sein, wobei der dem Teilhebelarm
mit der Presswalze gegenüberliegende Teilhebelarm mit einer Federvorrichtung, insbesondere
mit einer Blattfeder derart zusammenwirkt, dass diese nach der Überwindung eines Totpunktes
den Walzenhebelarm in der Offenstellung oder in der Schliessstellung vorspannt. Auf
diese Weise ist entweder manuell oder motorisch eine bestimmte Kraft aufzubringen,
um den Walzenhebelarm in die Offenstellung oder in die Schliessstellung zu bringen.
Anschliessend wird diese Stellung durch die Federvorrichtung gehalten.
[0015] Weitere Vorteile können erreicht werden, wenn die Fadentrennvorrichtung, die Fadenverbindungseinrichtung,
sowie eine Antriebsvorrichtung zum Antreiben der Fördervorrichtung an wenigstens einem
Schlitten angeordnet sind, der entlang den Klemmstellen verschiebbar gelagert ist.
Ein derartiger Schlitten lässt sich motorisch sehr genau positionieren und rasch verschieben.
Bei der vorzugsweise linearen Anordnung der Klemmstellen ist ersichtlicherweise auch
der Schlitten linear verschiebbar. Je nach Anordnung der Klemmstellen wäre aber auch
eine bogenförmige Verschiebung denkbar.
[0016] Die Antriebsvorrichtung zum Antreiben der Fördervorrichtung kann ein Reibrad aufweisen,
das zwischen einer Antriebsstellung und einer Ruhestellung bewegbar ist und das in
der Antriebsstellung gegen die Treiberwalze pressbar ist. Das Reibrad ermöglicht ein
unproblematisches Ankuppeln der Antriebsvorrichtung an das Klemmwalzenpaar. Anstelle
des Reibrades wäre allenfalls auch ein Zahnradgetriebe denkbar.
[0017] Die Fadenverbindungseinrichtung weist vorteilhaft ein Saugrohr zum Einsaugen der
zu verbindenden Fäden bzw. Fadenenden auf. Dieses Saugrohr ist vorteilhaft zusammen
mit dem Reibrad mittels einer Hubvorrichtung zwischen einer Ruhestellung und einer
Arbeitsstellung verschiebbar, wobei in der Arbeitsstellung das Reibrad an der Treiberwalze
anliegt und eine Eintrittsöffnung des Saugrohrs etwa auf der Ebene der Treiberwalze
positioniert ist. Diese Ebene kann etwa horizontal durch die Achse der Treiberwalze
oder leicht darüber oder leicht darunter verlaufen.
[0018] Der neue Arbeitsfaden kann nach dem Verbindungsvorgang mittels einer Blasdüse aus
der Fadenverbindungseinrichtung ausblasbar sein. Auf diese Weise ist gewährleistet,
dass vor dem Anfahren der Wickelvorrichtung der Faden wiederum frei gespannt ist.
[0019] Jeder Klemmstelle kann ausserdem ein Fadenwächter für die Daseinskontrolle des Fadens
zugeordnet sein. Derartige Fadenwächter sorgen am Spulengatter dafür, dass bei einem
Fadenbruch bzw. bei einem unzulässigen Nachlassen der Fadenspannung die Wickelmaschine
abgeschaltet wird.
[0020] Die einzelnen Klemmstellen können mittels einer Antriebsvorrichtung in die Offenstellung
bzw. in die Schliessstellung bringbar sein. Dies ermöglicht einen vollautomatischen,
rechnergesteuerten Betrieb der Verbindungsvorrichtung. Alternativ wäre natürlich auch
ein rein manuelles Öffnen und Schliessen der Klemmstellen denkbar. Besonders vorteilhaft
ist der Walzenhebelarm mit einem Schieber verschwenkbar, der dem Schlitten zugeordnet
ist und der am Ende eines Teilhebelarms angreift. Der Schaltschieber ist auf diese
Weise immer in der richtigen Position bzw. je nach Position des Schlittens einer bestimmten
Klemmstelle zugeordnet. Die Antriebsvorrichtung für den Schaltschieber lässt sich
am Schlitten besonders gut unterbringen. Anstelle des linear verschiebbaren Schiebers
wären natürlich auch andere Antriebsvorrichtungen denkbar, wie z.B. elektromagnetische
Antriebe, Zahnradgetriebe od. dgl..
[0021] Weitere Einzelmerkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels und aus den Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine stark schematisierte Seitenansicht einer Schäranlage,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Gatterseite gemäss Fig. 1,
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung eines Wechselmoduls in teilweise demontiertem Zustand,
- Fig. 4
- das Wechselmodul gemäss Fig. 3 in fertig montiertem Zustand,
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung des teilweise geöffneten Schlittens an der Vorrichtung
gemäss Fig. 4,
- Fig. 6 bis 16
- der Ablauf eines Anknüpfvorgangs in einzelnen Sequenzen dargestellt als Seitenansicht
der betroffenen Klemmstellen,
- Fig. 17
- eine Längsseitenansicht des Schlittens gemäss Fig. 5,
- Fig. 18
- eine Draufsicht des Schlittens gemäss Fig. 5,
- Fig. 19
- eine Schmalseitenansicht des Schlittens gemäss Fig. 5 in Fadenlaufrichtung gesehen,
- Fig. 20
- die Schlittenführung gemäss Fig. 3 in etwas vergrösserter Darstellung,
- Fig. 21
- ein mit zwei Schlitten bestücktes Verbindungsmodul, und
- Fig. 22
- eine schematische Darstellung eines Produktionsablaufs an einem Verbindungsmodul.
[0022] Die Figuren 1 und 2 zeigen stark vereinfacht eine Schäranlage 2, bestehend aus einem
Spulengatter 1 und einer Schärmaschine 3. Das Spulengatter 1, von dem in den Darstellungen
nur ein Teil einer Gatterseite dargestellt ist, besteht aus einer Mehrzahl von Fadenabzugsstellen,
die mit Fadenspulen 4 bestückt sind. Die Schärmaschine 3, beispielsweise eine Konus-Schärmaschine,
verfügt auf bekannte Weise über eine Schärtrommel 37 und einen Schärschlitten 35 mit
Schärblatt 38 und Umlenkwalze 36. Die vom Spulengatter 1 in Pfeilrichtung a abgezogenen
Fäden werden als Fadenschar 6 am Schärblatt 38 auf bekannte Weise in eine bestimmte
Reihenfolge gebracht und als Schärband auf die Schärtrommel 37 aufgewickelt.
[0023] Von jeweils einer Etage des Spulengatters 1 wird wenigstens ein Faden als Arbeitsfaden
7 der Schärmaschine 3 zugeführt, während die restlichen Spulen dieser Etage als Vorratsspulen
dienen, deren Fäden als Vorratsfäden 8 bereitgestellt werden. Zum Abschneiden eines
Arbeitsfadens und zum Anknüpfen an einen bereitgestellten Vorratsfaden ist am Ende
des Spulengatters auf jeder Etage ein Wechselmodul 5 angeordnet. Jedes Wechselmodul
bildet dabei eine autonome Einheit, mit welcher ein bestehendes Spulengatter umgerüstet
werden kann.
[0024] Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 wäre beispielsweise ein roter Faden von der
Spule 4a als Arbeitsfaden 7 abgezogen und verarbeitet. Alle anderen Fäden sind als
Vorratsfäden 8 am Verbindungsmodul 5 fixiert. Nach einer vorgegebenen Länge des roten
Fadens 4a soll der Arbeitsfaden 7 abgetrennt und mit einem blauen Faden der Spule
4b zu einem neuen Arbeitsfaden 7' verbunden werden. Der Aufbau des Wechselmoduls und
die einzelnen Sequenzen zum Ausführen dieses Farbenwechsels werden nachstehend genauer
beschrieben.
[0025] Wie in Fig. 3 dargestellt, besteht jedes Wechselmodul 5 im wesentlichen aus einer
Klemmeinheit 9 und aus wenigstens einem Schlitten 10, der mittels einer Schlittenführung
11 entlang der Klemmeinheit 9 verschiebbar ist. Die Klemmeinheit 9 weist eine der
maximalen Anzahl Fadenabzugsstellen pro Etage entsprechende Anzahl Klemmstellen 12
auf, von denen jede als Klemmwalzenpaar mit einer Presswalze 13 und einer Treiberwalze
14 ausgebildet ist. Die Treiberwalzen 14 sind ortsfest aber drehbar an einer Treiberwalzenachse
16 angeordnet. Demgegenüber sind die Presswalzen 13 schwenkbar an je einem Walzenhebelarm
15 montiert, welcher um eine Achse 17 schwenkbar gelagert ist.
[0026] Jeder Klemmstelle 12 ist in Fadenlaufrichtung gesehen ein Fadenwächter 18 mit einer
Wächternadel 22 vorgelagert. Dieser Fadenwächter stellt fest, ob ein Faden mit der
erforderlichen Zugspannung durch die entsprechende Klemmstelle geführt ist.
[0027] Weitere Einzelheiten einer einzelnen Klemmstelle sind aus Fig. 6 ersichtlich. Jeder
Walzenhebelarm 15 ist in einen oberen Teilhebelarm 25 und einen unteren Teilhebelarm
26 unterteilt. Das Ende des unteren Teilhebelarms 26 ist als Schaltnocken 28 ausgebildet,
der mit einem in Pfeilrichtung C verschiebbaren Schaltschieber 21 am Schlitten 10
zusammenwirkt. Zwischen der Achse 17 und dem Schaltnocken 28 ist eine Federrolle 34
angeordnet, die mit einer abgebogenen Blattfeder 27 zusammenwirkt. Je nachdem, auf
welcher Seite der Abbiegung die Federrolle 34 sich befindet, ist die Presswalze 13
in die Offenstellung (wie dargestellt in Fig. 6) oder in die Schliessstellung (z.B.
Fig. 7) vorgespannt.
[0028] Ein durchlaufender Arbeitsfaden 7 wird jeweils durch Fadenführungselemente 44, 44'
über die Wächternadel 22 gespannt und zwischen einer Presswalze 13 und einer Treiberwalze
14 positioniert.
[0029] Der Schlitten 10 (Fig. 3) ist mittels der Schlittenführung 11 verschiebbar, deren
Einzelheiten aus Fig. 20 genauer ersichtlich sind. Die Schlittenführung besteht aus
einem quaderförmigen Gehäuse 48, das zwischen den Seitenwangen 49, 49' des Schlittens
10 befestigt wird. Auf der Oberseite dieses Gehäuses sind an jeder Ecke Führungsrollen
19 angeordnet, die sich an einem nicht näher dargestellten C-Profil auf der Unterseite
einer Klemmeinheit 9 abstützen. Im Gehäuse ist ein Antriebsmotor 45, beispielsweise
ein Schrittmotor angeordnet, der über ein Getriebe 46 ein Antriebsritzel 20 auf der
Gehäuseoberseite antreibt. Dieses Antriebsritzel kämmt mit einer ebenfalls nicht dargestellten
Zahnstange auf der Unterseite der Klemmeinheit 9. Ein Sensor 47, beispielsweise ein
Näherungsschalter, ermittelt jeweils die Endposition des Schlittens an der Klemmeinheit,
so dass jede Klemmstelle exakt angefahren werden kann.
[0030] Der in Pfeilrichtung c verschiebbare U-förmige Schaltschieber 21 ragt durch einen
Schlitz auf der Oberseite des Gehäuses 48. Er wird mit Hilfe eines Druckmittelzylinders
52 betätigt.
[0031] Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, kann der Schlitten 10 in Pfeilrichtung b über die
gesamte Länge der Klemmeinheit 9 verschoben werden. Die eigentliche Schlittenführung
ist dabei von aussen nicht sichtbar. Im Innern des Schlittens sind verschiedene Arbeitselemente
angeordnet, wie aus den Fig. 5 sowie 17 bis 19 ersichtlich ist. Dabei lassen sich
grundsätzlich drei verschiedene Arbeitseinheiten unterscheiden, nämlich eine Fadentrennvorrichtung
23, eine Fadenverbindungseinrichtung 24 und ein Antriebsmittel 29 zum Antreiben der
Klemmwalzenpaare.
[0032] Die Fadentrennvorrichtung 23 besteht aus einer Schere mit einer festen und einer
beweglichen Klinge. Die bewegliche Klinge wird über einen Messerantrieb 42 beispielsweise
pneumatisch betätigt.
[0033] Die Fadenverbindungseinrichtung besteht aus mehreren Teilelementen, die zum Herstellen
einer Verbindung insgesamt erforderlich sind. Ein Saugrohr 30 (Fig. 6) mit einer Saugöffnung
43 (Fig. 18 ermöglicht durch Ansaugen die Aufnahme von zwei miteinander zu verbindenden
Fadenenden. Ein handelsüblicher Knoter 24 nimmt zwei miteinander zu verbindende Fadenenden
auf und verknotet diese auf an sich bekannte Weise. Es ist dabei denkbar, dass ein
Schlitten mit verschiedenen Knotertypen zum Herstellen verschiedener Knoten bestückt
werden kann. Zum Einführen der im Saugrohr 30 vorpositionierten Fadenenden in den
Knoter dient ein Schwenkhebel 32, der mit Hilfe eines Schwenkhebelantriebs 39 um ca.
180° schwenkbar ist.
[0034] Das Antriebsmittel zum Antrieb der Klemmwalzenpaare besteht aus einem Reibrad 29,
das mit einem gleichachsig angeordneten Antriebsmotor 40 antreibbar ist. Das Reibrad
29 mit dem Antriebsmotor 40 sowie das Saugrohr 30 sind miteinander gekoppelt und können
mit Hilfe eines Hubzylinders 41 in Pfeilrichtung d angehoben bzw. abgesenkt werden.
In der angehobenen Position presst sich das Reibrad 29 gegen die Treiberwalze der
angefahrenen Klemmstelle und die Saugrohröffnung 43 liegt auf einer Ebene, auf welcher
die durch die Klemmstellen geführten Fäden leicht eingesaugt werden können.
[0035] Ebenfalls im Schlitten 10 angeordnet ist eine Blasdüse 31 (Fig. 15), mit deren Hilfe
ein neu geknoteter Arbeitsfaden 7' wiederum aus dem Knoter ausgeblasen werden kann.
[0036] Der Ablauf eines Fadenwechsels wird anschliessend anhand der Fig. 6 bis 16 in einzelnen
Sequenzen genauer beschrieben. Dabei wird vorausgesetzt, dass das entsprechende Verbindungsmodul
am Spulengatter vorgängig richtig bestückt wurde, d.h. dass alle geschlossenen Klemmstellen
das Ende eines Vorratsfadens halten, und dass an wenigstens einer geöffneten Klemmstelle
wenigstens ein Arbeitsfaden bis zur Schärmaschine geführt ist.
[0037] Fig. 6 zeigt dabei die Ausgangslage, bei dem ein beispielsweise roter Arbeitsfaden
7 durch das geöffnete Klemmwalzenpaar 13, 14 durchgezogen und verarbeitet wird. Der
Schlitten 10 ist dabei so positioniert, dass seine Arbeitswerkzeuge auf diese Klemmstelle
ausgerichtet sind, d.h. dass der Schaltschieber 21 auf der Ebene des Schaltnockens
28 positioniert ist. Reibrad 29 und Saugrohr 30 sind abgesenkt und die Fadentrennvorrichtung
23 ist geschlossen.
[0038] Nachdem die entsprechende Länge des roten Arbeitsfadens 7 an der Schärmaschine 3
aufgewickelt wurde, wird die Schärmaschine angehalten und das Klemmwalzenpaar 13,
14 wird gemäss Fig. 7 geschlossen. Die Schliessbewegung erfolgt dabei durch Verschieben
des Schaltschiebers 21, wobei die Federrolle 34 den Totpunkt an der Blattfeder überfährt,
so dass die Federkraft in der Abbildung ein Drehmoment im Uhrzeigersinn auf den Walzenhebelarm
15 ausübt.
[0039] In einem nächsten Schritt wird gemäss Fig. 8 die Schere der Fadentrennvorrichtung
23 geöffnet. Der rote Arbeitsfaden 7 steht nach wie vor still. Das Walzenpaar 13 und
14 übt lediglich eine Klemmfunktion aus.
[0040] In einem weiteren Arbeitsschritt wird gemäss Fig. 9 die Einheit bestehend aus Fadentrennvorrichtung
23 (Reibrad 29 und Saugrohr 30) angehoben. Das Reibrad 29 setzt das Treiberrad 14
in Bewegung und fördert den Arbeitsfaden 7 um eine vorbestimmte Strekke, wobei er
als Fadenschlaufe 50 in das Saugrohr 30 eingesaugt wird. Bei dieser Vorschubbewegung
durchläuft der Arbeitsfaden 7 die geöffneten Klingen der Fadentrennvorrichtung 23.
[0041] Nach der Vorschubbewegung stoppt das Reibrad 29 und der Arbeitsfaden 7 wird mittels
der Fadentrennvorrichtung 23 abgetrennt. Nach dem Schnitt wird die Fadenschlaufe 50
gestreckt, so dass das Fadenende 7a völlig in das Saugrohr 30 eingesaugt wird. Die
Klemmstelle 12 bleibt geschlossen und hält das Ende 7b des vormaligen Arbeitsfadens
als zukünftigen Vorratsfaden fest.
[0042] Im Anschluss an diesen Vorgang wird die Einheit bestehend aus Reibrad 29, Saugrohr
30 und Fadentrennvorrichtung 23 wiederum abgesenkt. Der Schlitten 10 ist jetzt bereit
für eine Querverschiebung, wobei die Steuerung den gewünschten Vorratsfaden bzw. die
entsprechende Klemmstelle auswählt, an welcher der abgetrennte Arbeitsfaden 7a anzuknüpfen
ist. Fig. 11 zeigt die Position des Schlittens 10 an einer alternativen Klemmstelle
12a, an der beispielsweise ein blauer Vorratsfaden 8a gehalten ist. Während des Verschiebevorgangs
des Schlittens 10 bleibt das Ende des abgetrennten Arbeitsfadens 7a im Saugrohr 30
angesaugt, so dass eine bestimmte Zugspannung aufrecht erhalten bleibt. Beim Verschieben
des Schlittens sind ausserdem sämtliche Klemmstellen in der Schliessstellung, so dass
der Schaltschieber 21 jede beliebige Klemmstelle bzw. jeden beliebigen Schaltnocken
28 in der Schliessstellung anlaufen kann.
[0043] Nach der Verschiebung des Schlittens 10 wird die Einheit bestehend aus Reibrad 29,
Saugrohr 30 und Fadentrennvorrichtung 23 wiederum angehoben. Im Gegensatz zum vorausgegangenen
Arbeitsvorgang (Fig. 9) bleibt das Messer der Fadentrennvorrichtung 23 allerdings
geschlossen, weil nach dem Einzug des Fadens in die Fadentrenneinrichtung kein Schnitt
erforderlich ist. Wie in Fig. 12 dargestellt, wird beim Antrieb des Presswalzenpaares
13, 14 das Ende des blauen Vorratsfadens 8a ebenfalls in das Saugrohr 30 gefördert
bzw. von diesem angesaugt.
[0044] Nach der Förderung des Vorratsfadens 8a wird die Einheit bestehend aus Reibrad 29,
Saugrohr 30 und Fadentrennvorrichtung 23 zusammen mit den im Saugrohr angesaugten
Enden der Fäden 7a und 8a abgesenkt. Diese Position ist aus Fig. 13 ersichtlich.
[0045] Jetzt können gemäss Fig. 14 die beiden Fadenenden in den eigentlichen Knoter 23 eingeführt
werden. Zu diesem Zweck wird der Schwenkhebel 32 in der Abbildung im Uhrzeigersinn
geschwenkt, so dass die beiden Fadenenden etwa horizontal und straff im Knoter gespannt
sind. Im Knoter werden die beiden Fäden auf an sich bekannte Weise miteinander verknotet
und die überstehenden Endstücke werden durch hier nicht dargestellte Mittel abgeschnitten
bzw. durch das Saugrohr abgesaugt.
[0046] Anschliessend wird der Schwenkhebel 32 wiederum in seine Ausgangslage zurückgeschwenkt
und der neue Arbeitsfaden 7' mit dem Knoten 51 wird mittels einer Blasdüse 31 aus
dem Knoter 24 ausgeblasen. Gemäss Fig. 15 ist der neue Arbeitsfaden 7' jetzt bereit
für eine Fortsetzung des Arbeitsprozesses an der Schärmaschine.
[0047] Dazu muss gemäss Fig. 16 zuerst die betreffende Klemmstelle 12a geöffnet werden.
Dies geschieht durch automatische Verschiebung des Schaltschiebers 21 in der Abbildung
nach rechts, so dass der Walzenhebelarm 15 eine Schwenkbewegung im Gegenuhrzeigersinn
ausführt und die Presswalze 13 von der Treiberwalze 14 abhebt.
[0048] In dieser Position wird der Walzenhebelarm durch die Blattfeder 27 gehalten, bis
ein neuer Anknüpfprozess beginnt.
[0049] Figur 21 zeigt eine Klemmeinheit 9, die wie die vorstehend beschriebene Klemmeinheit
mit insgesamt 24 Klemmstellen versehen ist. Diese sind in zwei Hauptgruppen zu je
zwölf Klemmstellen unterteilt. Um bei mehreren Arbeitsfäden pro Klemmeinheit ein schnelleres
Arbeiten zu ermöglichen, sind zwei Schlitten 10 und 10' vorgesehen, welche völlig
unabhängig voneinander in Pfeilrichtung b verschoben werden können. Vorzugsweise bedient
jeder der Schlitten eine der beiden Hälften der Klemmeinheit.
Die schematische Darstellung gemäss Figur 22 zeigt beispielhaft den Arbeitsablauf
an einer Klemmeinheit mit insgesamt 24 Klemmstellen. Jede Klemmstelle 1 bis 24 ist
am Spulengatter auf der entsprechenden Etage einer Eingangspule zugeordnet, wobei
beispielsweise vier verschiedene Spulenfarben F1 bis F4 vorkommen. Die insgesamt 24
Klemmstellen sind in sechs Gruppen G1 bis G6 zu je vier Spulen unterteilt, wobei in
jeder Gruppe jede Spulengattung je einmal vorkommt. In jeder Gruppe ist jeweils ein
Faden aktiv, d.h. der gebildete Arbeitsfaden, während die drei restlichen Fäden als
Vorratsfäden in den Klemmstellen geklemmt sind. Die gesamte Klemmeinheit verfügt somit
immer über sechs Arbeitsfäden.
[0050] Beim gezeigten Beispiel wird zuerst ein erstes Schärband gebildet, wobei nur Fäden
gleicher Gattung F1 abgezogen werden. Es entsteht dabei ersichtlicherweise ein unifarbenes
Schärband. Bei einem zweiten Schärband bleiben die Arbeitsfäden F1 der Gruppen 1,
5 und 6 unverändert, während die Fäden an den Gruppen 2, 3 und 4 umgeknüpft werden.
Dabei entsteht ersichtlicherweise ein buntes Schärband. Bei einem dritten Schärband
bleibt lediglich der Arbeitsfaden F2 der Gruppe 2 unverändert, während alle übrigen
Fäden umgeknüpft werden. Auf diese Weise können bis zum letzten Schärband n endlos
verschiedene Muster in verschiedenen Längen geschärt werden. Ersichtlicherweise ist
je nach Anzahl der Klemmstellen pro Klemmeinheit bzw. nach Anzahl Spulstellen pro
Gatter eine Vielzahl unterschiedlicher Kombinationsmöglichkeiten denkbar.
1. Verfahren zum Wechseln von Fäden, insbesondere am Spulengatter (1) einer Schäranlage
(2), bei dem eine Mehrzahl von Vorratsfäden (8) mit ihren Enden an nebeneinanderliegenden,
geschlossenen Klemmstellen (12) gehalten werden, und bei dem durch wenigstens eine
offene Klemmstelle wenigstens ein Arbeitsfaden (7) geführt ist, der mittels einer
Fadentrennvorrichtung (23) abgetrennt wird, wobei das eine Ende des abgetrennten Arbeitsfadens
mit einer mobilen Fadenverbindungseinrichtung (24) zu einer anderen Klemmstelle gefahren
wird und mit dem dort gehaltenen Fadenende des Vorratsfadens zu einem neuen Arbeitsfaden
(7') verbunden wird, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Klemmstellen geführten Fäden zum Vorbereiten des Verbindungsvorgangs
mittels der als Fördervorrichtung ausgebildeten, geschlossenen Klemmstelle gefördert
und dabei in die Fadenverbindungseinrichtung (24) eingeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmstellen (12) als Klemmwalzenpaare ausgebildet sind, die zur Fadenförderung
vorübergehend angetrieben werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmwalzenpaar durch eine, zusammen mit der Fadenverbindungseinrichtung verschiebbare
Antriebsvorrichtung angetrieben wird, wobei die Antriebsvorrichtung nach dem Anfahren
des betreffenden Klemmwalzenpaars mit letzterem in Wirkverbindung gebracht wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsfaden (7) vor dem Abtrennen mit der Fördervorrichtung zur Bildung einer
Fadenschlaufe gefördert wird, wobei die Fadenschlaufe in ein Saugrohr (30) an der
Fadenverbindungseinrichtung (24) eingesaugt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende des abgetrennten Arbeitsfadens (7) beim Verschieben zu einer anderen Klemmstelle
ausschliesslich durch die Saugwirkung im Saugrohr (30) an der Fadenverbindungseinrichtung
(24) festgehalten wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem abgetrennten Arbeitsfaden zu verbindende Vorratsfaden bzw. dessen in
der Klemmstelle gehaltenes Ende ebenfalls bei der Förderung in das Saugrohr eingesaugt
wird, und dass danach die beiden im Saugrohr gehaltenen Fadenenden an einer Stelle
ausserhalb des Saugrohr verbunden werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verbindungsvorgang die im Saugrohr (30) verbleibenden Fadenenden abgetrennt
und über das Saugrohr abgesaugt werden und dass der neue Arbeitsfaden (7') mittels
einer Blasdüse (31) aus der Fadenverbindungseinrichtung (24) ausgeblasen wird.
8. Vorrichtung zum Wechseln von Fäden, insbesondere am Spulengatter (1) einer Schäranlage
(2), mit einer Mehrzahl von nebeneinanderliegenden Klemmstellen (12), die zwischen
einer Offenstellung und einer Schliessstellung verstellbar sind, und die in der Schliessstellung
zur Aufnahme der Enden von ruhenden Vorratsfäden (8) und in der Offenstellung zur
Durchführung wenigstens eines bewegten Arbeitsfadens (7, 7') bestimmt sind, mit wenigstens
einer Fadentrennvorrichtung (23) zum Abtrennen des Arbeitsfadens, sowie mit wenigstens
einer entlang der Klemmstellen verschiebbaren Fadenverbindungseinrichtung (24), mit
der das eine Ende des abgetrennten Arbeitsfadens zu einer anderen Klemmstelle gefahren
und mit dem dort gehaltenen Fadenende des Vorratsfadens zu einem neuen Arbeitsfaden
(7') verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmstellen (12) als Fördervorrichtung ausgebildet sind, mit welcher in der
Schliessstellung zum Vorbereiten des Verbindungsvorgangs die durchgeführten Fäden
in die Fadenverbindungseinrichtung (24) einführbar sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmstellen (12) als Klemmwalzenpaare ausgebildet sind, die zur Fadenförderung
in der Schliessstellung antreibbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Klemmwalzenpaar je eine fest gelagerte Treiberwalze (14) und eine beweglich
gelagerte Presswalze (13) aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Presswalze (13) an einem Walzenhebelarm (15) gelagert ist, der zwischen einer
Schliessstellung mit gegen die Treiberwalze (14) gepresster Presswalze und in der
Offenstellung mit von der Treiberwalze (14) abgehobener Presswalze schwenkbar ist,
wobei diese beiden Stellungen unter Federvorspannung gehalten werden.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenhebelarm (15) als Doppelhebelarm ausgebildet ist, und dass der dem Teilhebelarm
(25) mit der Presswalze (13) gegenüberliegende Teilhebelarm (26) mit einer Federvorrichtung
(27), insbesondere mit einer Blattfeder, derart zusammenwirkt, dass diese nach der
Überwindung eines Totpunktes den Walzenhebelarm (15) in der Offenstellung oder in
der Schliessstellung vorspannt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadentrennvorrichtung (23), die Fadenverbindungseinrichtung (24), sowie eine
Antriebsvorrichtung zum Antreiben der Fördervorrichtung an wenigstens einem Schlitten
(10) angeordnet sind, der entlang den Klemmstellen (12) verschiebbar gelagert ist.
14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 9, 10 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung ein Reibrad (29) aufweist, das zwischen einer Antriebsstellung
und einer Ruhestellung bewegbar ist und das in der Antriebsstellung gegen die Treiberwalze
(14) pressbar ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenverbindungseinrichtung (24) ein Saugrohr (30) zum Einsaugen der zu verbindenden
Fäden bzw. Fadenenden aufweist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Reibrad (29) und das Saugrohr (30) mittels einer Hubvorrichtung zwischen einer
Ruhestellung und einer Arbeitsstellung verschiebbar sind, wobei in der Arbeitsstellung
das Reibrad (29) an der Treiberwalze (14) anliegt und eine Eintrittsöffnung des Saugrohr
(30) etwa auf der Ebene der Treiberwalze positioniert ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der neue Arbeitsfaden (7') mittels einer Blasdüse (31) aus der Fadenverbindungseinrichtung
(24) ausblasbar ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Klemmstelle ein Fadenwächter (18) für die Daseinskontrolle des Fadens zugeordnet
ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmstellen (12) mittels einer Antriebsvorrichtung in die Offenstellung bzw.
in die Schliessstellung bringbar sind.
20. Vorrichtung nach Anspruch 12, 13 und 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenhebelarm (15) mit einem Schieber (21) verschwenkbar ist, der dem Schlitten
(10) zugeordnet ist und der am Ende eines Teilhebelarms (26) angreift.