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EP 1 524 483 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.07.2009 Patentblatt 2009/27 |
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Anmeldetag: 04.10.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Kühlschrank- oder Gefrierfachtür mit einem Türgriff
Refrigerator or freezer door with a handle
Porte de réfrigérateur ou de congélateur avec une poignée
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
14.10.2003 DE 10347760
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.04.2005 Patentblatt 2005/16 |
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Patentinhaber: |
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- Liebherr-Hausgeräte Ochsenhausen GmbH
88416 Ochsenhausen (DE)
- Miele & Cie. KG
33332 Gütersloh (DE)
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Erfinder: |
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- Tarantik, Peter
87700 Memmingen (DE)
- Brauchle, Thomas
88427 Bad Schussenried (DE)
- Stahl, Matthias
33813 Oerlinghausen (DE)
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Vertreter: Thoma, Michael et al |
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Lorenz - Seidler - Gossel
Widenmayerstraße 23 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 849 551 EP-A- 1 176 375 DE-U- 29 912 563 US-A- 4 635 977
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EP-A- 1 174 668 WO-A1-00/08398 FR-A- 1 104 983 US-A- 5 915 805
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kühlschrank- oder Gefrierfachtür mit einem
Türgriff zum Öffnen der Tür mit einem an der Schmalseite der Tür verschieblich gelagerten
Schieber, der zum Aufdrücken der Tür gegen einen Türrahmen bzw. Gerätekorpus schiebbar
ist, sowie einem an der Frontseite der Tür vorgesehenen, mit dem Schieber gelenkig
verbundenen Handgriff zum Betätigen des Schiebers und Aufziehen der Tür, wobei für
den Handgriff eine auf der Außenseite der Tür angeordnete Schwenklagerung vorgesehen
ist, mittels derer der Handgriff relativ zur Tür zwischen einer Auf- und einer Zu-Stellung
schwenkbar ist.
[0002] Die Hauptfunktion eines Hebelgriffes für Kühlschrank- bzw. Gefrierfachtüren ist die
leichte und kraftarme Öffnung der jeweiligen Tür. Dabei gilt es die Zuhaltekraft der
Magnetdichtung solcher Türen und insbesondere bei Gefrierfachtüren die hohe Saugkraft,
die durch das Gefrierfachvakuum in Folge der Luftabkühlung entstehen kann, zu überwinden.
Es wurde daher bereits vorgeschlagen, die Türen nicht nur durch die auf den Handgriff
wirkende Zugkraft zu öffnen, sondern den Handgriff schwenkbar an der Tür zu lagern
und über ein Schwenkgetriebe mit einem Schieber zu verbinden, der gegen den Türrahmen
bzw. den Gerätekorpus drückt, um die Tür aufzudrücken. Ein solcher Türgriff ist beispielsweise
aus der
EP 1 174 668 A1 bekannt. Die entsprechende Schwenkbewegung des Handgriffs wird dabei mit einem gewissen
Übersetzungsverhältnis auf den Schieber übertragen, so dass die zum Öffnen erforderlichen
Kräfte über die Hebelwirkung aufgebracht werden. Nachteilig bei solchen Schwenkhebeltürgriffen
mit Aufdrückschieber ist jedoch regelmäßig die Baugröße. Insbesondere erfordert der
Getriebemechanismus zwischen Handgriff und Schieber eine vergrößerte Bauhöhe, so dass
die Türgriffe auf der Türaußenseite stark auftragen und wenig elegant aussehen. Zudem
ist bei solchen Türgriffen oftmals die Montage aufwendig, insofern als die üblichen
Befestigungsschrauben aufgrund des Getriebemechanismuses nicht beliebig plazierbar
sind.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt hier die Aufgabe zugrunde, eine Kühlschrank- oder
Gefrierfachtür mit einem verbesserten Türgriff der genannten Art zu schaffen, der
Nachteile des Standes der Technik vermeidet und letzteren in vorteilhafter Weise weiterbildet.
Vorzugsweise soll ein flachbauender, eleganter Türgriff geschaffen werden, der leicht
zu montieren ist und die Tür mit geringer Kraft zu öffnen erlaubt.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Kühlschrank- oder Gefrierfachtür mit
einem Türgriff gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0005] Die Kühlschrank- und/oder Gefrierfachtür zeichnet sich also erfindungsgemäß dadurch
aus, dass die Schwenklagerung für den Handgriff einen Momentandrehpol definiert, der
zumindest für einen Teil der Schwenkbewegung des Handgriffs zwischen Auf- und Zu-Stellung
auf der Innenseite der Tür liegt. Obwohl der Türgriff mit einer auf der Türaußenseite
angeordneten Schwenklagerung auf der Türaußenseite angelenkt ist, liegt der Momentandrehpol
bzw. der Schwenkmittelpunkt des Türgriffs auf der Innenseite der Tür bzw. innerhalb
der Außenhaut der Tür, auf der der Türgriff und seine Schwenklagerung befestigt sind.
Der auf der Innenseite der Tür liegende Momentandrehpol erlaubt eine niedere Bauhöhe
des gesamten Türgriffs, wobei ein hinreichender Stellweg des Schiebers ohne übergroße
Schwenkbewegung des Handgriffes erreicht werden kann.
[0006] Insbesondere kann die Schwenklagerung derart ausgebildet sein, dass sich der Momentandrehpol
des Handgriffs bei dessen Bewegung zwischen Auf- und Zu-Stellung auf einer Bahn bewegt,
die vorzugsweise gänzlich auf der Innenseite der Tür liegt, insbesondere jedoch zumindest
in dem Schwenkbereich des Türgriffs, in dem der Schieber gegen die Gegenflanke des
Gerätekorpuses drückt, auf der Innenseite der Tür liegt. Im Gegensatz zu bekannten
Lösungen besitzt der Handgriff also keine türfeste Schwenkachse. Vielmehr bewegt sich
der Momentandrehpol des Türgriffs bei dessen Aufziehen auf einer Bahn, wobei der Momentandrehpol
jedoch auf der Innenseite der Türaußenhaut gehalten wird. Hierdurch können für unterschiedliche
Schwenkstellungen des Türgriffs günstige Hebelverhältnisse bei der Umsetzung der Handgriffbewegung
in eine Schieberbewegung erreicht werden.
[0007] In Weiterbildung der Erfindung ist der Handgriff an einem Koppelglied schwenkbar
angelenkt, das seinerseits schwenkbar an der Türfrontseite bzw. einem daran befestigten
Türbeschlagteil angelenkt ist. Über dieses Koppelglied wird der auf der Innenseite
liegende Momentandrehpol und eine günstige Kraftübertragung bei niedriger Bauhöhe
erreicht. Insbesondere kann das Koppelglied unmittelbar, d.h. ohne Zwischenschaltung
weiterer Koppelglieder, an der Türfrontseite bzw. dem daran befestigten Beschlagteil
drehbar gelagert sein, so dass die Schwenkachse des Koppelglieds türfest ist. Auch
der Handgriff ist vorzugsweise unmittelbar ohne Zwischenschaltung weiterer Getriebeglieder
an dem Koppelglied schwenkbar befestigt. Besonders vorteilhaft ist es hier, wenn zwischen
dem Handgriff und dem Koppelglied eine lösbare Schnappverbindung vorgesehen ist. Hierdurch
vereinfacht sich die Montage.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung ist der Handgriff ebenso unmittelbar ohne Zwischenschaltung
von Getriebeelementen schwenkbar mit dem Schieber verbunden, wobei vorzugsweise die
Verbindung zwischen dem Handgriff und dem Schieber lösbar, insbesondere in Form einer
gelenkigen Schnapp- bzw. Rastverbindung ausgebildet ist. Dies erleichtert nicht nur
die Montage, sondern erlaubt es vor allen Dingen, den Schieber ggf. einfach von dem
Handgriff entkoppeln und demontieren zu können, um die unter dem Schieber liegenden
Türgriffteile zugänglich zu machen. Insbesondere kann der Schieber eine Befestigungsschraubenabdeckung
bilden, so dass eine separate Abdeckung der Befestigungselemente des Türgriffs an
der Tür entfallen kann. Zur Befestigung des Türgriffs an der Türe kann der Türgriff
eine Befestigungsplatte besitzen, an der sowohl der Schieber als auch der Handgriff
gelagert sein können. Die genannte Befestigungsplatte selbst ist durch geeignete Befestigungsmittel,
insbesondere -schrauben, an der Türe montierbar, wobei in vorteilhafter Ausgestaltung
der Erfindung die Befestigungsmittel ausschließlich auf der Schmalseite der Tür angeordnet
sind, so dass sie von dem Schieber abgedeckt sein können. Wird der Schieber von dem
Handgriff gelöst und demontiert, sind die Befestigungsmittel zugänglich, um die Befestigungsplatte
von der Tür lösen zu können.
[0009] Um dem Türgriff, genauer gesagt dem Handgriff ausreichend Stabilität gegenüber Querbelastungen
zu geben, die ggf. dadurch entstehen können, dass sich ein Kind an den Griff hängt,
bildet die Befestigungsplatte eine Führung, in der der Handgriff aufgenommen ist und
die den Handgriff zusätzlich zu dessen Lagerung am Schieber und an dem Koppelglied
stabilisiert. Insbesondere kann die Befestigungsplatte zwei zur Schwenkachse des Handgriffs
senkrechte Führungsflächen besitzen, zwischen denen der Handgriff mit entsprechenden
Führungsflächen aufgenommen ist. Zudem kann die Befestigungsplatte eine sich um den
Schwenkmittelpunkt des Handgriffs herum krümmende Führungsfläche besitzen, an der
der Handgriff entlang läuft.
[0010] Um dem gesamten Türgriff bezüglich der Befestigung an der Tür Stabilität zu geben,
kann in Weiterbildung der Erfindung eine Ankerplatte unter der Außenhaut der Tür in
diese auf der Schmalseite der Tür liegend eingeschäumt sein. In diese Ankerplatte
können die Befestigungsschrauben eingeschraubt werden, mit denen die Befestigungsplatte
für den Handgriff und den Schieber befestigt wird.
[0011] In Weiterbildung der Erfindung ist eine Einstellvorrichtung zur Einstellung der Lage
des Handgriffs in der Zu-Stellung relativ zu der Tür vorgesehen. Oftmals passt aufgrund
von Formtoleranzen der Tür der Türgriff nicht exakt an die Außenkontur der Tür. Insbesondere
soll der Handgriff mit seinem frei auskragenden Ende in der Zu-Stellung an der Frontseite
der Tür bündig anstehen. Mit Hilfe der genannten Einstellvorrichtung kann der Handgriff
präzise justiert werden, bis das auskragende Ende des Handgriffs exakt auf der Türaußenhaut
aufliegt.
[0012] Die Einstellvorrichtung kann dabei insbesondere die Winkellage der Befestigungsplatte
relativ zu der Tür einstellen. Vorzugsweise kann eine an der Schmalseite der Tür angeordnete,
gegen die Schmalseite drückende Einstellschraube vorgesehen sein.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und
zugehöriger Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- eine perspektivische Ansicht eines an einer ausschnittsweise dargestellten Kühlschranktür
montierten Türgriffs nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung,
- Fig. 2:
- eine Schnittansicht des Türgriffs aus Fig. 1 in einer Ruhe- bzw. Zu-Stellung,
- Fig. 3:
- eine Schnittansicht des Türgriffs ähnlich Fig. 2, wobei der Türgriff in einer Auf-Stellung
ist,
- Fig. 4:
- eine vergrößerte, ausschnittsweise Schnittansicht des Türgriffs aus den vorhergehenden
Figuren im Bereich dessen Schwenklagerung und des Schiebers zum Aufdrücken der Tür,
- Fig. 5:
- eine perspektivische Ansicht des schwenkbaren Handgriffs im demontierten Zustand,
- Fig. 6:
- eine perspektivische Ansicht eines Befestigungsbeschlags des Türgriffs, mit dem dieser
an der Tür befestigbar ist und der den Schieber und den schwenkbaren Handgriff trägt,
und
- Fig. 7:
- eine perspektivische Ansicht des Schiebers im demontierten Zustand.
[0014] Der in den Figuren gezeigte Türgriff umfasst einen plattenförmigen Beschlagteil 1,
der zwei zueinander abgewinkelte Schenkel besitzt, so dass der Beschlag von zwei Seiten
auf die Tür 2 setzbar ist. Wie Figur 4 zeigt, ist ein erster Schenkel 3 des Beschlagteils
1 auf die Schmalseite der Tür und ein zweiter Schenkel 4 auf die Frontseite der Tür
setzbar. Der Beschlagteil 1 wird dabei mittels vier Befestigungsschrauben 5 an der
Tür festgeschraubt. Sämtliche vier Befestigungsschrauben 5 sind an dem ersten Schenkel
3 vorgesehen und in die Schmalseite der Tür 2 schraubbar. In die Türe 2 ist zur Verstärkung
eine Ankerplatte 6 eingeschäumt, die unmittelbar hinter der Außenhaut 7 der Türe 2
auf deren Schmalseite liegt (vgl. Figur 4). Die Befestigungsschrauben 5 sind durch
die Außenhaut 7 hindurch in die Ankerplatte 6 eingeschraubt.
[0015] Die genaue Lage des Beschlagteils 1 ist durch eine Einstelleinrichtung 8 einstellbar,
die in der gezeichneten Ausführungsform zwei Einstellschrauben 9 umfasst, die ebenfalls
im ersten Schenkel 3 des Beschlagteils 1 eingeschraubt sind und gegen die Schmalseite
der Tür 2 drücken. Wie Figur 4 zeigt, kann durch Einschrauben der Einstellschrauben
9 die Winkellage des Beschlagteiles 1 fein justiert werden. In der gezeichneten Ausführung
ist ein Winkel gegenüber der Schmalseite von 2° eingestellt. Es versteht sich, dass
hier andere Winkel eingestellt werden können. Mittels der Einstelleinrichtung 8 wird
die Lage des Beschlagteiles 1 so justiert, dass der Handgriff 10 mit seinem freien
Ende 11 auf der Frontseite der Tür 2 aufliegt. Die Einstelleinrichtung 8 kann unterschiedlich
ausgebildet sein. Sie ist dabei vorteilhafterweise derart ausgebildet, dass sie die
Winkelstellung des gesamten Türgriffs um eine zur Frontseite der Tür parallele und
zur Längsrichtung des Handgriffs im wesentlichen senkrechte Schwenkachse verändern
kann.
[0016] An dem Beschlagteil 1 ist ein Schieber 12 verschieblich gelagert, mit Hilfe dessen
die Tür kraftökonomisch aufgedrückt werden kann. Der Schieber 12 ist an der Schmalseite
der Türe 2 angeordnet und an dem türschmalseitigen Schenkel 3 des Beschlagteiles 1
verschieblich geführt. Wie Figur 6 zeigt, besitzt der Schenkel 3 des Beschlagteiles
1 zwei Längsführungsmittel in Form von Längsstegen bzw. Längsnuten 30, in die der
Schieber 12 mit komplementären Längsnuten bzw. Längsstegen 31 eingesetzt ist. Der
Schieber 12 ist dabei parallel zur Türschmalseite im wesentlichen senkrecht zur Ebene
der Tür 2 verschiebbar.
[0017] Wie Figur 4 zeigt, steht der Schieber 12 in der Zu-Stellung des Handgriffs 10 über
die Innenkontur der Tür 2 über und erstreckt sich im Bereich der Magnetdichtung 13
hin zu der den Türrahmen bildenden Kontur des Gerätekorpus 14. In der Zu-Stellung
steht der Schieber 12 mit seiner Stirnseite bzw. seinem Druckkopf 12a nicht an dem
Gerätekorpus 14 an.
[0018] Der Schieber 12 kann durch den Handgriff 10 betätigt werden, der zu diesem Zweck
schwenkbar an dem Beschlagteil 1 gelagert ist. Genauer gesagt ist der Handgriff 10
einerseits gelenkig mit dem Schieber 12 verbunden, und andererseits schwenkbar an
dem Beschlagteil 1 angelenkt. Wie Figur 4 zeigt, ist die Gelenkverbindung 15 zwischen
dem Handgriff 10 und dem Schieber 12 als lösbare Schnappverbindung ausgebildet. Der
Handgriff 10 und der Schieber 12 besitzen komplementäre Verrastungsmittel in Form
einer federnden, gabelförmigen Gelenkpfanne mit einer nutförmigen Ausnehmung sowie
einem komplementären wulstförmigen Gelenkkopf (vgl. Figuren 5 und 7). Die Gelenkachse
16, um die der Handgriff und der Schieber relativ zueinander kippbar sind, erstreckt
sich dabei senkrecht zur Schiebeachse des Schiebers 12 und im wesentlichen parallel
zur Schmalseite der Tür.
[0019] Andererseits ist der Handgriff 10 von der Gelenkverbindung 15 beabstandet an dem
zweiten Schenkel 4 des Beschlagteiles 1 auf der Frontseite der Tür angelenkt, und
zwar mittels eines Koppelglieds 17, das starr ausgebildet ist und seinerseits schwenkbar
an dem Schenkel 4 des Beschlagteiles 1 angelenkt ist. Wie Figur 4 zeigt, ist das Koppelglied
17 um eine im wesentlichen vertikale Schwenkachse 18 an dem Schenkel 4 drehbar befestigt.
In der gezeichneten Ausführung ist dabei ein Befestigungsteil 19 vorgesehen, das die
Schwenkachse 18 trägt und an dem Schenkel 4 festgeschraubt ist, und zwar mittels einer
Befestigungsschraube 20 (vgl. Figur 2 und 3). Die Schwenkachse 18 liegt im wesentlichen
unmittelbar an der Frontseite der Tür bzw. dem Schenkel 4 des daran befestigten Beschlagteiles
1.
[0020] Mit seinem anderen Ende ist das Koppelglied 17 schwenkbar mit dem Handgriff 10 verbunden,
wobei die Gelenkverbindung 21 ebenfalls als lösbare Schnappverbindung ausgebildet
ist. Die von der Gelenkverbindung 21 definierte Schwenkachse zwischen Handgriff 10
und Koppelglied 17 ist parallel zur Schwenkachse 18.
[0021] Die Schwenkbarkeit des Koppelgliedes 17 ist dabei durch Anschläge 22, 23 bezüglich
des Beschlagteiles 1 begrenzt, wobei die Anschläge 22, 23 an dem Befestigungsteil
19 realisiert sind (vgl. Figur 2, 3). Es versteht sich jedoch, dass auch andere Schwenkbegrenzungen
möglich sind.
[0022] Wie Figur 3 zeigt, ist die Anordnung und Ausbildung des Koppelgliedes 17 derart getroffen,
dass sich das Koppelglied 17 mit seiner Längsachse im wesentlichen senkrecht zu der
Frontseite der Tür 2 erstreckt, wenn der Handgriff 10 in seiner Auf-Stellung ist.
Wenn der Handgriff 10 in seiner Ruhe- bzw. Zu-Stellung gemäß Figur 2 ist, erstreckt
sich das Koppelglied 17 mit seiner Längsachse in spitzem Winkel von der Frontseite
der Tür weg, wobei es zu dem freien Ende des Handgriffs 10 hin geneigt ist (vgl. Figuren
2 und 4). Um eine niedrigbauende Anordnung zu erreichen, erstreckt sich das Koppelglied
17 im Inneren des Handgriffs 10. Die Gelenkverbindung 21 liegt im wesentlichen unmittelbar
an der Innenseite der die Frontseite bildenden Wandung des Handgriffs 10 (vgl. Figur
4).
[0023] Die Anordnung des Koppelgliedes 17 und seine Ausrichtung relativ zu der Gelenkverbindung
15 des Handgriffs 10 am Schieber 12 sind dabei derart getroffen, wie Figuren 2 bis
4 zeigen, dass der Momentandrehpol 24 bzw. der Schwenkmittelpunkt des Handgriffs 10,
um den dieser effektiv relativ zur Tür zu schwenken ist, auf der Innenseite der Tür
2 liegt, obwohl die gesamte Schwenklagerung auf der Außenseite der Tür befestigt und
angeordnet ist. Dies erlaubt einerseits eine sehr flache Bauhöhe und andererseits
günstige Übersetzungsverhältnisse, um die Bewegung des Handgriffes und die daran wirkenden
Kräfte in eine Bewegung des Schiebers 12 und die durch diesen bewirkten Aufdrückkräfte
umzusetzen.
[0024] Wie die Figuren 1, 5 und 6 zeigen, ist zur stabilen Lagerung des Handgriffes 10 dieser
nicht nur über das Koppelglied 17 und die Gelenkverbindung 15 am Schieber 12, sondern
auch über Führungsflächen an dem Beschlagteil 1 gelagert. Das Beschlagteil 1 besitzt,
wie Figur 6 zeigt, zwei parallele, zur Schwenkachse des Handgriffs 10 senkrechte Führungsstege
25, zwischen denen der Handgriff 10 aufgenommen ist. Der Handgriff 10 besitzt hierbei
entsprechende Führungsflächen 26 (vgl. Figur 5), mit denen er auf den Innenseiten
der Führungsstege 25 abgleitet. Zusätzlich ist an dem Beschlagteil 1 eine sich um
den Schwenkmittelpunkt des Handgriffs 10 herum krümmende Wandfläche 27 (vgl. Figur
4) vorgesehen, welche eine Spaltbildung zwischen dem Beschlagteil 1 und dem Handgriff
10 verhindert, wenn sich der Türgriff in Auf-Stellung befindet.
[0025] Wie Figur 4 zeigt, ist die Gelenkverbindung 21 zwischen dem Handgriff 10 und dem
Koppelglied 17 so ausgelegt, dass von dem Koppelglied 17 Zug auf den Handgriff 10
übertragen werden kann. Das Koppelglied 17 wirkt als Zugglied, das die auf den Handgriff
10 ausgeübte Zugkraft in eine Druckkraft auf den Schieber 12 umsetzt.
[0026] Um den Türgriff demontieren zu können, wird die Schnappverbindung 15 zwischen dem
Schieber 12 und dem Handgriff 10 gelöst, so dass der Schieber 12 abgezogen und demontiert
werden kann. Dies macht einerseits die Befestigungsschrauben 5 und andererseits die
Einstellschrauben 9 zugänglich.
1. Kühlschrank- oder Gefrierfachtür mit einem Türgriff zum Öffnen der Tür mit einem an
der Schmalseite der Tür (2) verschieblich gelagerten Schieber (12), der zum Aufdrücken
der Tür (2) verschiebbar ist, sowie einem an der Frontseite der Tür (2) vorgesehenen,
mit dem Schieber (12) gelenkig verbundenen Handgriff (10) zum Betätigen des Schiebers
(12) und Aufziehen der Tür (2), wobei für den Handgriff (10) eine auf der Außenseite
der Tür (2) angeordnete Schwenklagerung (29) vorgesehen ist, mittels derer der Handgriff
(10) relativ zur Tür (2) zwischen einer Auf- und einer Zu-Stellung schwenkbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenklagerung (29) für den Handgriff (10) einen Momentandrehpol (24), der sich
auf einer Bahn bewegt, und der zumindest für einen Teil der Schwenkbewegung des Handgriffs
(10) zwischen Auf- und Zu-Stellung auf der Innenseite bzw. innerhalb der Aussenhaut
der Tür (2) liegt, aufweist.
2. Kühlschrank- oder Gefrierfachtür nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Schwenklagerung
(29) derart ausgebildet ist, dass sich der Momentandrehpol (24) des Handgriffs (10)
bei dessen Bewegung zwischen Auf- und Zu-Stellung auf einer Bahn bewegt, die gänzlich
auf der Innenseite der Tür (2) liegt.
3. Kühlschrank- oder Gefrierfachtür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Schwenklagerung (29) ein Koppelglied (17) aufweist, das einerseits schwenkbar mit
dem Handgriff (10) verbunden ist und andererseits schwenkbar an der Türfrontseite
bzw. einem daran befestigten Beschlagteil (1) angelenkt ist.
4. Kühlschrank- oder Gefrierfachtür nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei zwischen
dem Handgriff (10) und dem Koppelglied (17) eine lösbare Schnappverbindung (21) vorgesehen
ist.
5. Kühlschrank- oder Gefrierfachtür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
Handgriff (10) ohne Zwischenschaltung von Getriebeelementen schwenkbar mit dem Schieber
(12) verbunden ist.
6. Kühlschrank- oder Gefrierfachtür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwischen
dem Handgriff (10) und dem Schieber (12) eine lösbare Schnappverbindung (15) vorgesehen
ist.
7. Kühlschrank- oder Gefrierfachtür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
Schieber (12) und/oder der Handgriff (10) an einem Beschlagteil (1) gelagert sind,
das auf der Tür (2) befestigbar ist.
8. Kühlschrank- oder Gefrierfachtür nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Beschlagteil
(1) an der Tür (2) mittels Befestigungsschrauben (5) montierbar ist, die ausschließlich
auf der Schmalseite der Tür (2) angeordnet und/oder alle von dem Schieber (12) abgedeckt
sind.
9. Kühlschrank- oder Gefrierfachtür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine
Einstellvorrichtung (8) zur Einstellung der Lage des Handgriffs (10) in seiner Zu-Stellung
relativ zur Tür (2) vorgesehen ist.
10. Kühlschrank- oder Gefrierfachtür nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Einstellvorrichtung
(8) die Winkellage des Beschlagteils (1) relativ zur Tür (2) einstellt, vorzugsweise
eine an der Schmalseite der Tür (2) angeordnete, gegen die Schmalseite schraubbare
Einstellschraube aufweist.
1. Refrigerator or freezer door with a door handle for opening the door, having a slide
(12), which is mounted in a displaceable manner on the narrow side of the door (2)
and can be displaced in order to push open the door (2), and having a handgrip (10),
which is provided on the front side of the door (2), is connected in an articulated
manner to the slide (12) and is intended for actuating the slide (12) and for pulling
open the door (2), wherein a pivot bearing (29) is provided for the handle (10), and
the pivot bearing is arranged on the outside of the door (2) and can be used to pivot
the handgrip (10) relative to the door (2) between an open position and a closed position,
characterized in that the pivot bearing (29) for the handgrip (10) has an instantaneous centre of rotation
(24) which moves along a path and, at least for a part of the pivoting movement of
the handgrip (10) between the open and closed positions, is located on the inside,
or within the outer skin, of the door (2).
2. Refrigerator or freezer door according to the preceding claim, in which the pivot
bearing (29) is formed such that the instantaneous centre of rotation (24) of the
handgrip (10), as the latter moves between the open and closed positions, moves along
a path which is located entirely on the inside of the door (2).
3. Refrigerator or freezer door according to one of the preceding claims, in which the
pivot bearing (29) has a coupling member (17) which, on the one hand, is connected
in a pivotable manner to the handgrip (10) and, on the other hand, is articulated
in a pivotable manner on the front side of the door or on a fitting part (1) which
is fastened thereon.
4. Refrigerator or freezer door according to the preceding claim, in which a releasable
snap-fit connection (21) is provided between the handgrip (10) and the coupling member
(17).
5. Refrigerator or freezer door according to one of the preceding claims, in which the
handgrip (10) is connected in a pivotable manner to the slide (12) without the interposition
of gear-mechanism elements.
6. Refrigerator or freezer door according to one of the preceding claims, in which a
releasable snap-fit connection (15) is provided between the handgrip (10) and the
slide (12).
7. Refrigerator or freezer door according to one of the preceding claims, in which the
slide (12) and/or the handgrip (10) are/is mounted on a fitting part (1) which can
be fastened on the door (2).
8. Refrigerator or freezer door according to the preceding claim, in which the fitting
part (1) can be mounted on the door (2) by means of fastening screws (5) which are
arranged exclusively on the narrow side of the door (2) and/or are all covered by
the slide (12).
9. Refrigerator or freezer door according to one of the preceding claims, in which an
adjusting device (8) is provided for adjusting the positioning of the handgrip (10)
in its closed position relative to the door (2).
10. Refrigerator or freezer door according to the preceding claim, in which the adjusting
device (8) adjusts the angular position of the fitting part (1) relative to the door
(2), and preferably has an adjusting screw which is arranged on the narrow side of
the door (2) and can be screwed against the narrow side.
1. Porte de réfrigérateur ou de congélateur avec une poignée pour l'ouverture de la porte
avec un coulisseau (12) logé d'une manière déplaçable au côté étroit de la porte (2),
qui est déplaçable pour l'ouverture de la porte (2), et avec une manette (10) prévue
au côté frontal de la porte (2), reliée d'une manière articulée au coulisseau (12)
pour l'actionnement du coulisseau (12) et l'ouverture de la porte (2), où est prévu
pour la manette (10) un palier de pivotement (29) disposé sur le côté extérieur de
la porte (2) au moyen duquel la manette (10) peut être amenée à pivoter relativement
à la porte (2) entre une position ouverte et une position fermée, caractérisée en ce que le palier de pivotement (29) pour la manette (10) présente un centre instantané de
rotation (24), qui se déplace sur un chemin qui se situe au moins pour une partie
du mouvement de pivotement de la manette (10) entre la position d'ouverture et de
fermeture au côté intérieur respectivement à l'intérieur de la peau extérieure de
la porte (2).
2. Porte de réfrigérateur ou de congélateur selon la revendication précédente, où le
palier de pivotement (29) est réalisé de façon que le centre instantané de rotation
(24) de la manette (10), lors de son mouvement, se déplace entre la position d'ouverture
et de fermeture sur un chemin qui se situe entièrement au côté intérieur de la porte
(2).
3. Porte de réfrigérateur ou de congélateur selon l'une des revendications précédentes,
où le palier de pivotement (29) présente un organe de couplage (17) qui est relié,
d'une part, d'une manière pivotante à la manette (10) et qui est articulé, d'autre
part, d'une manière pivotante au côté frontal de la porte respectivement à une pièce
de garniture (1) fixée sur celui-ci.
4. Porte de réfrigérateur ou de congélateur selon la revendication précédente, où est
prévu entre la manette (10) et l'organe de couplage (17) une liaison d'enclenchement
(21) relâchable.
5. Porte de réfrigérateur ou de congélateur selon l'une des revendications précédentes,
où la manette (10), sans intercaler des éléments de transmission, est reliée d'une
manière pivotante au coulisseau (12).
6. Porte de réfrigérateur ou de congélateur selon l'une des revendications précédentes,
où est prévu entre la manette (10) et le coulisseau (12) une liaison d'enclenchement
(15) relâchable.
7. Porte de réfrigérateur ou de congélateur selon l'une des revendications précédentes,
où le coulisseau (12) et/ou la manette (10) sont logés à une pièce de garniture (1)
qui peut être fixée sur la porte (2).
8. Porte de réfrigérateur ou de congélateur selon la revendication précédente, où la
pièce de garniture (1) peut être montée sur la porte (2) par des vis de fixation (5)
qui sont disposées exclusivement sur le côté étroit de la porte (2) et/ou sont toutes
recouvertes par le coulisseau (12).
9. Porte de réfrigérateur ou de congélateur selon l'une des revendications précédentes,
où est prévu un dispositif de réglage (8) pour le réglage de la position de la manette
(10) dans sa position de fermeture relativement à la porte (2).
10. Porte de réfrigérateur ou de congélateur selon la revendication précédente, où le
dispositif de réglage (8) règle la position angulaire de la pièce de garniture (1)
relativement à la porte (2), de préférence présente une vis de réglage disposée au
côté étroit de la porte (2), pouvant être vissée contre le côté étroit.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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