[0001] Die Erfindung betrifft ein Bewegungshemmnis gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Ein solches Bewegungshemmnis ist aus der DE 101 57 572 A1 bekannt. Dieses bekannte
Bewegungshemmnis, das bspw. zum Objektschutz oder zu Markierungszwecken vorgesehen
sein kann, besteht aus einem elastischen Mikrodraht geringer Reißfestigkeit. Aus dem
Mikrodraht wird ein kompaktierter Drahtkörper gebildet, der mechanische Formänderungsenergie
speichert. Der kompaktierte Drahtkörper ist unter Ausnutzung gespeicherter Formänderungsenergie
expandierbar, wobei das durch den expandierten Drahtkörper abgegrenzte Volumen die
Gestalt eines dreidimensionalen geometrischen Körpers hat.
[0003] Dieses bekannte Bewegungshemmnis weist den Mangel auf, dass die notwendigen räumlichen,
d.h. dreidimensionalen Verbindungen der die Randkantenelemente bildenden Mikrodrahtabschnitte
miteinander definierte feste Winkel einschließen, was entweder zu einer eingeschränkten
Verdichtbarkeit, das heißt Kompaktierung, des jeweiligen Hemmnisses oder zu einem
Abknicken der Mikrodrähte insbesondere im Bereich der Verbindungen führt.
[0004] In Kenntnis dieser Gegebenheiten liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Bewegungshemmnis
der eingangs genannten Art zu schaffen, das leistungsgesteigert ist, d.h. das sehr
kleinvolumig packbar ist, wobei außerdem die Verbindungen der Randkantenelemente reißfester
als die Randkantenelemente selbst sind.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Bewegungshemmnis der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
durch die Merkmale des Kennzeichenteiles des Anspruches 1 gelöst. Bevorzugte Aus-
bzw. Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Bewegungshemmnisses sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
[0006] Das erfindungsgemäße Bewegungshemmnis weist Randkantenelemente auf, die von Mikrodrähten,
Fasern oder Faserbündeln, sogenannten Rowings, gebildet sein können. Die Mikrodrähte,
Fasern oder Faserbündel können aus Metallen, Metalllegierungen, Gläsern, Keramiken,
Polymerwerkstoffen, Kohlenstoff oder dergleichen bestehen. Die Randkantenelemente
werden zu mindestens einem Einzelelement der jeweils gewünschten Maschenweite bzw.
Elementgröße verbunden, indem sie an einigen oder allen Ecken oder Kreuzungspunkten
miteinander fest verbunden werden. Diese Verbindungen erfolgen beispielsweise mittels
eines Klebers.
[0007] Die federnde Verstellung des mindestens einen Einzelelementes vom kleinvolumigen
Pack- bzw. Lagerzustand in den großvolumigen Aktivzustand, d.h. das Aufrichten und
Ausdehnen des Bewegungshemmnisses erfolgt durch die Federelemente, die an den Ecken
oder im Bereich der Randkantenelemente befestigt sind. Bei den Federelementen kann
es sich einfach um Drahtstücke handeln, bevorzugt handelt es sich um Federdrahtsegmente.
Dabei werden feste Verbindungen zwischen den Federelementen maximal in einer Ebene,
d.h. zweidimensional hergestellt. Hierdurch wird erreicht, dass die erfindungsgemäßen
Bewegungshemmnisse ohne Knicken der Federelemente maximal verdichtet werden können
und somit einen sehr kleinvolumigen Pack- bzw. Lagerzustand einnehmen können. Beispielsweise
können erfindungsgemäße Bewegungshemmnisse in eine Ebene flachgedrückt und in diesem
flachgedrückten Zustand auf einen Rollen- oder Spulenkern aufgewickelt werden.
[0008] Weitere Einzelheiten, erfindungsgemäße Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung von in der Zeichnung schematisch verdeutlichten Ausführungsbeispielen
des erfindungsgemäßen Bewegungshemmnisses in Verbindung mit Dimensionierungsgesichtspunkten
derselben.
Es zeigen:
[0009]
- Figur 1
- eine erste Ausbildung des Bewegungshemmnisses im großvolumigen Aktivzustand,
- Figur 2
- eine der Figur 1 ähnliche räumliche Darstellung einer zweiten Ausbildung des Bewegungshemmnisses
im großvolumigen Aktivzustand,
- Figur 3
- eine räumliche Darstellung eines eine Vielzahl Einzelelemente aufweisenden wall- bzw.
mauerartigen Großhindernisses, und
- Figur 4
- benachbarte Einzelelemente des Großhindernisses gemäß Figur 3 insbesondere zur Verdeutlichung
der Federelemente der Einzelelemente.
[0010] Figur 1 zeigt ein Bewegungshemmnis 10, das als Einzelelement 12 ausgebildet ist,
das federnd von einem kleinvolumigen Lagerzustand in einen großvolumigen Aktivzustand
verstellbar ist. Dieser großvolumige Aktivzustand ist in Figur 1 perspektivisch dargestellt.
Das Einzelelement 12 weist Randkantenelemente 14 auf, die miteinander beispielsweise
mittels hochfester Klebeverbindungen 16 verbunden sind.
[0011] Im großvolumigen Aktivzustand bilden die Randkantenelemente 14 mit den Klebeverbindungen
16 einen Quader.
[0012] Zur Verstellung des Einzelelementes 12 vom kleinvolumigen Lagerzustand in den großvolumigen
quaderförmigen Aktivzustand weist das Einzelelement 12 Federelemente 18 auf, die mit
den Randkantenelementen 14 verbunden sind.
[0013] Bei dem in Figur 1 gezeichneten Ausführungsbeispiel besitzt das Einzelelement 12
beispielsweise ein Volumen von 1 dm
3. Bei einem solchen relativ kleinvolumigen Einzelelement 12 erstrecken sich die Federelemente
18 zwischen den Klebeverbindungen 16 in den Raumdiagonalen. Bei einem solchen relativ
kleinvolumigen Einzelelement 12 ist im Kreuzungspunkt der raumdiagonalen Federelemente
18 keine Fixierung vorhanden, sondern die Federelemente 18 verlaufen hier zueinander
benachbart, ohne im Raummittelpunkt miteinander verbunden zu sein.
[0014] Figur 2 zeigt in einer der Figur 1 ähnlichen räumlichen Darstellung ein von einem
Einzelelement 12 gebildetes Bewegungshindernis 10, bei dem die Randkantenelemente
14 im großvolumigen Aktivzustand einen Quader bilden. Bei diesem Einzelelement 12,
das im Aktivzustand beispielsweise ein Volumen zwischen 30 und 50 dm
3 besitzt, erstrecken sich die Federelemente 18 nicht in den Raumdiagonalen sondern
in den Flächendiagonalen des Mantels des Quaders.
[0015] Im Vergleich mit der Ausbildung gemäß Figur 1 weist das Ausführungsbeispiel des Einzelelementes
12 gemäß Figur 2 eine größere Anzahl Federelemente 18 auf, wodurch eine stärkere Federwirkung
erreicht wird.
[0016] Einzelelemente gemäß den Figuren 1 oder 2 können beispielsweise verwendet werden,
um Treppenhäuser, Hausflure, Räume oder dergleichen "zuzuschütten" und zu blockieren.
Demgegenüber verdeutlicht die Figur 3 in einer räumlichen Darstellung eine Bewegungshemmnis
10 mit einer Anzahl miteinander zu einem wall- oder mauerartigen Großhindernis nebeneinander
und übereinander verbundenen Einzelelementen 12, die in Figur 3 im großvolumigen Aktivzustand
gezeichnet sind. Mit einem solchen Großhindernis können Volumina von mehreren 100
m
3 realisiert werden, um beispielsweise Straßensperren, Schutzmauern um Plätze oder
um gefährdete Anlagen usw. zu realisieren. Auch solche Großhindernisse können im Lagerzustand
kleinvolumig zusammengedrückt, zusammengefaltet oder zusammengerollt werden, so dass
sie im gepackten inaktiven Lagerzustand nur einen geringen Raumbedarf besitzen.
[0017] Da die zweckmäßigerweise von vorzugsweise federelastischen Drahtsegmenten 20 gebildeten
Federelemente 18 mit zunehmender Dicke, d.h. mit zunehmenden Drahtdurchmesser, zur
Bildung von bleibenden Knicken durch plastische Verformung neigen, und Verbindungspunkte
von mehr als zwei Drahtsegmenten 20, die nicht in einer Ebene liegen, überhaupt nicht
knickfrei komprimierbar sind, sind also bei der Ausbildung des Einzelelementes 12
gemäß Figur 1 die Drahtsegmente 20 im Zentrum des Quaders nicht miteinander verbunden,
auch wenn das aus Steifigkeitsgründen an sich wünschenswert wäre. Bei der Ausbildung
gemäß Figur 2 resultiert hieraus, dass an den Ecken des Quaders maximal zwei Federelemente
18 miteinander verbundensind. Es können folglich maximal vier und nicht alle sechs
Seiten des Quaders mit Hilfe flächendiagonaler Drahtsegmente 20 aufgespannt werden.
Für das Großhindernis gemäß Figur 3 ergibt sich aus dem Obigen, dass die vier außenseitigen
bzw. die acht innenseitigen, an einer Quaderecke zu verbindenden Drahtsegmente 20
im jeweiligen Verbindungspunkt parallel gelegt werden. Daraus resultieren viertelkreisförmige
Drahtsegmente 20 in den Einzelelementen 12, wie aus Figur 4 ersichtlich ist.
[0018] Bei Einzelelementen 12 gemäß Figur 1 oder gemäß Figur 2 sind zum Aufspannen der gewünschten
quaderförmigen Form stets eine entsprechende Anzahl Federelemente 18 erforderlich.
Der Aufbau derartiger Einzelelemente 12 ist unkritisch. Es ist jedoch die Größe der
Einzelelemente 12, die gewünschte Schütthöhe und die Drahtstärke der Federelemente
18 derartig zu dimensionieren, dass sich die Einzelelemente 12 mit ausreichender Sicherheit
vom kleinvolumigen Lagerzustand in den großvolumigen Aktivzustand entfalten. Bei großen
Hindernissen aus einer Vielzahl von Elementen 12 gemäß Figur 3 reicht bei passender
Dimensionierung unter Umständen ein Federelement 18 pro Einzelelement 12 aus, wie
oben in Verbindung mit Figur 4 ausgeführt worden ist.
[0019] Der Kraftbeitrag eines viertelkreisförmigen Drahtsegmentes 20 (siehe Figur 4) beim
Entfalten bzw. beim Zusammendrücken ist zwar nicht analytisch berechenbar, aber hier
führt eine Finite-Elemente-Berechnung weiter, die darauf basiert, die Kraft F als
Funktion des Weges S zu berechnen
[0020] Denn obwohl ein rein elastisches Problem zu behandeln ist, muss wegen der relativ
großen auftretenden Verschiebungen eine nichtlineare Rechnung durchgeführt werden.
Die Finite-Elemente-Berechnung ergibt beispielsweise, dass pro Drahtsegment 20 mit
einem Drahtdurchmesser d = 0,1 mm bei einer Wegstrecke S = 100 mm ein maximaler Beitrag
zur Aufstellkraft von 5 x 10
-4 N entsteht. Eine Abschätzung mit diesem Betrag der Aufstellkraft ergibt, dass mit
einer solchen Aufstellkraft keine Hindernisse herstellbar sind, die sich mit ausreichender
Sicherheit selbst entfalten. Aus diesem Grunde wird das Drahtsegment 20 beispielsweise
mit einem Faktor 5 elastisch vorgespannt. Der daraus resultierende Kraftverlauf F
ist dann zum Aufrichten von Hindernissen ausreichend.
[0021] Mit den oben beschriebenen Randbedingungen ist eine Parameterwert-Abschätzung für
ein Großhindernis, wie es beispielsweise in Figur 3 dargestellt ist, möglich. Dabei
werden in Abhängigkeit vom Durchmesser von federnden Drahtsegmenten 20 die Elementgrößen
der Einzelelemente 12, das Gesamtgewicht eines Großhindernisses z.B. mit einem Aktivvolumen
von 200 m
3, dessen Packvolumen und der Expansionsfaktor beim Entfalten berechnet. Die bei den
Berechnungen durchgeführten Parameter-Variationen sind die Anzahl der Federelemente
18 pro Einzelelement 12, der Vorspannfaktor der Drahtsegmente 20, sowie die Gesamthöhe
des gewünschten Hindernisses. Die aufspannbare Größe der Einzelelemente 12 steigt
mit zunehmendem Drahtdurchmesser an. In der Praxis anzuwendende Parameter liegen für
Elementgrößen zwischen ca. 75 mm und 200 mm bei Drahtdurchmessern zwischen ca. 0,15
mm und 0,6 mm liegen. Eine Erhöhung der Vorspannung der Drahtsegmente 20 lässt ebenso
größere Einzelelemente 12 zu, wie eine geringere aufzuspannende Gesamthöhe des Großhindernisses.
Eine Vergrößerung der Anzahl Drahtelemente 20 besitzt kaum einen Einfluss, weil damit
auch ein größeres Gesamtgewicht aufgespannt werdenmüßte.
[0022] Man kann zeigen, dass Großhindernisse mit nur einem Drahtsegment 20 pro Einzelelement
12 entsprechend leichter gewichtig gebaut werden können. Eine Erhöhung der Vorspannkraft
der Drahtsegmente 20 führt ebenso zu einem geringeren Gesamtgewicht, wie eine kleinere
Maximalhöhe. Großhindernisse mit einem Drahtsegment 20 pro Einzelelement (siehe Figur
4) zeigen ein Gewichtsminimum bei einem Drahtdurchmesser von ca. 0,35 mm - und damit
einer Einzelelementgröße um 100 mm bei einer fünffachen Vorspannung bzw. um 130 mm
bei einer zehnfachen Vorspannung bei einer Höhe von 2 m.
[0023] Aus dem Obigen ergibt sich beispielsweise eine Gewichtsoptimierung des Großhindernisses
mit einem Vorspannfaktor 10, einem Drahtdurchmesser von 0,35 mm, einer Elementgröße
von 165 mm und einer Höhe von 1 m. Das solchermaßen dimensionierte Großhindernis würde
bei 200 m
3 Volumen ca. 26 kg wiegen. Das entspricht 130 g pro m
3. Das Packvolumen des Großhindernisses beträgt dabei gemäß ca. 23 dm
3. Der Expansionsfaktor des Großhindernisses vom gepackten, d.h. inaktiven Lagerzustand
in den entfalteten, d.h. großvolumigen Aktivzustand würde für ein derartiges Realisierungsbeispiel
also bei 9000 liegen.
[0024] Aus dem Obigen folgt, dass Bewegungshemmnisse bspw. aus Mikrofasern, die durch elastische
Drahtsegmente aufspannbar sind, realisierbar sind. Diese Bewegungshemmnisse können
so ausgelegt werden, dass sie sich selbst aus dem inaktiven gepackten Zustand aufrichten.
[0025] Erfindungsgemäße Bewegungshemmnisse aus Mikrofasern mit Drahtsegmenten sind bspw.
Hindernisse für Personen und leichte Fahrzeuge, wobei hochfeste Fasern zur Anwendung
kommen können. Diese werden in Netzwerken angeordnet und an ausgewählten Verbindungspunkten
beispielsweise mittels Klebstoffen festverbunden.
[0026] Die Verbringung von gepackten Einzelelementen, wie sie in den Figuren 1 und 2 dargestellt
sind, kann beispielsweise durch Ausstoßen aus Dosen oder Fässern erfolgen. Dieses
Ausstoßen kann pyrotechnisch unterstützt sein. Die Hindernisse können auch als Wirkteil
eines nichtlethalen Geschosses über größere Entfernungen verbracht werden. Das kann
mit Hilfe eines entfernungsbegrenzenden Werfers geschehen. Eine weitere Möglichkeit
besteht darin, erfindungsgemäße Hemmnisse in ein geschlossenes Gebäude bzw. in einen
geschlossenen Raum einzubringen. Das kann beispielsweise nach dem Prinzip "Bunkerfaust"
geschehen, wobei eine Vorhohlladung in die Außenwand eine Öffnung freisprengt, durch
die die Nachschussladung, die die zu verbringenden Bewegungshemmnisse enthält, in
den Raum gelangt und diese dort ausstößt.
[0027] Ausgedehnte, d.h. wall- bzw. mauerartige Großhindernisse können von Personen oder
Fahrzeugen durch Abrollen von einem Rollen- oder Spulenkern ausgelegt werden. Für
die Verbringung solcher Großhindernisse kann auch ein selbstfahrender Roboter zur
Anwendung gelangen.
[0028] Schüttungen von Einzelelementen, wie sie in den Figuren 1 und 2 gezeichnet sind,
sind beispielsweise zum Festsetzen von Personen in Gebäuden oder Räumen bzw. zum Blockieren
von Räumen, Fluren, Fluchtwegen oder dergleichen geeignet. Eine Verstärkung der Hemmwirkung
ist denkbar, wenn die Einzelelemente einer "Ladung" durch längere Faserstücke miteinander
fest verbunden sind. Die Anwendung solcher Schüttungen von Einzelelementen kann passiv
derartig erfolgen, dass bestimmte Räume bzw. Raumbereiche blockiert werden. Es ist
jedoch auch denkbar, einzelne Personen oder Personengruppen mit solchen sich im Flug
nach dem Ausstoß aus einem Träger, Werfer oder Trägergeschoss entfaltenden Hemmnissen
zu bewerfen, so dass diese in aktiver Weise zu einer Verstrickung der Personen oder
Personengruppen in den Fasern führen. Desgleichen ist ein Einsatz in Form einer "nichtlethalen
Mine" realisierbar, die bei Annäherung oder Berührung durch eine Person Bewegungshemmnisse
ausstößt. Großhindernisse können beispielsweise ausgelegt werden, um bei gewalttätigen
Demonstrationen Straßen oder Plätze zu sperren oder um Objekte oder Personengruppen
zu schützen. Mit den Hemmnissen können Straßen und Wege für Personen und leichte Fahrzeuge
wie Fahrräder, Motorräder oder dergleichen gesperrt werden. Ferner ist es möglich,
Wasserstraßen und Hafeneinfahrten für Schiffe unpassierbar zu machen, weil sich geeignete
Faserhemmnisse beispielsweise in die Schiffsschrauben wickeln und den Antrieb blockieren.
Bezugsziffernliste
[0029]
- 10
- Bewegungshemmnis
- 12
- Einzelelement (von 10)
- 14
- Randkantenelemente (von 12)
- 16
- Klebeverbindungen (für 14)
- 18
- Federelemente (von 12)
- 20
- Drahtsegment (von 18)
1. Bewegungshemmnis mit mindestens einem Einzelelement (12), das federnd von einem kleinvolumigen
Lagerzustand in einen großvolumigen Aktivzustand aufstellbar ist, wobei das/jedes
Einzelelement (12) von miteinander verbundenen Randkantenelementen (14) gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das mindestens eine Einzelelement (12) zu seiner federnden Aufstellung vom kleinvolumigen
Lagerzustand in den großvolumigen Aktivzustand Federelemente (18) aufweist, die mit
den Randkantenelementen (14) verbunden sind.
2. Bewegungshemmnis nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Randkantenelemente (14) des mindestens einen Einzelelementes (12) im großvolumigen
Aktivzustand einen Quader bilden, und dass die Federelemente (18) sich diagonal zwischen
den Ecken des Quaders erstrecken und mit diesem verbunden sind.
3. Bewegungshemmnis nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federelemente (18) sich in den Raumdiagonalen des Quaders erstrecken.
4. Bewegungshemmnis nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federelemente (18) sich in den Flächendiagonalen des Mantels des Quaders erstrecken.
5. Bewegungshemmnis nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Randkantenelemente (14) von Mikrodrähten, Fasern oder Faserbündeln gebildet sind.
6. Bewegungshemmnis nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Randkantenelemente (14) verbrennbar oder verrottbar sind.
7. Bewegungshemmnis nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federelemente (18) Drahtsegmente (20)enthalten.
8. Bewegungshemmnis nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drahtsegmente (20) von hochfesten Federstahldrähten gebildet sind.
9. Bewegungshemmnis nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das mindestens eine Einzelelement (12) oder eine Anzahl miteinander zu einem wall-
oder mauerartigen Großhindernis nebenund/oder übereinander angeordnete Einzelelemente
(12) im Lagerzustand kleinvolumig, federnd in einer Verpackung zusammengedrückt, zusammengefaltet
oder zusammengerollt sind.
10. Bewegungshemmnis nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass Einzelelemente (12), pyrotechnisch unterstützt, aus dosen- oder fassartigen Verpackungen
ausstoßbar sind.
11. Bewegungshemmnis nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass Einzelelemente (12) als Wirkteil nichtlethaler Geschosse mittels eines entfernungsbegrenzenden
Werfers über größere Entfernungen verbringbar sind.
12. Bewegungshemmnis nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass Einzelelemente (12) nach Art einer Bunkerfaust verbracht werden, wobei die Nachschussladung
die Einzelelemente (12) enthält.
13. Bewegungshemmnis nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Großhindernis aus einer Anzahl Einzelelemente (12) auf einen Rollen- oder Spulkern
aufgewickelt ist.