[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Liefern von Fäden an eine Textilmaschine
sowie eine Fadenliefereinrichtung.
[0002] Eine Reihe von Textilmaschinen benötigt zur Herstellung textiler Ware, beispielsweise
textiler Flächengebilde im Web- oder Strickverfahren, mehrere Fadenliefergeräte, die
Fäden an unterschiedliche Fadenverbrauchsstellen liefern. Das Fadenliefergerät hat
die Aufgabe, den Faden von einer Garnspule abzuziehen und der Strickmaschine bereit
zu stellen. Dabei sind so genannte Positivfournisseure bekannt, die ein vom Faden
umschlungenes Fädenlieferrad aufweisen, wobei die Drehung des Fadenlieferrads die
Fadenlieferung an die nachfolgende Maschine bestimmt.
[0003] Ein solches Fadenliefergerät ist der
US-PS 3858416 zu entnehmen. Das Fadenliefergerät weist einen Elektromotor mit Fadenlieferrad auf,
das von dem zu liefernden Faden umschlungen ist. Der von dem Fadenlieferrad ablaufende
Faden läuft über einen Fadenspannungssensor zu einer Strickstelle einer Rundstrickmaschine.
Außerdem ist sowohl an der Strickmaschine als auch an den Elektromotor des Fadenlieferrads
jeweils ein Positions- oder Drehzahlsensor angeordnet. Die den Motor betreibende Ansteuerschaltung
kann nun über einen Umschalter an die Positionssensoren oder alternativ an den Spannungssensor
angeschlossen werden. In einem Fall dreht der Motor mit einer der Arbeitsgeschwindigkeit
der Strickmaschine proportionalen Drehzahl. Es wird Faden mit festgelegter Fadenmenge
pro Maschinenumdrehung an die Strickmaschine geliefert. Bei vorgegebener Arbeitsgeschwindigkeit
der Strickmaschine ist die Liefergeschwindigkeit konstant. Die Fadenspannung stellt
sich dabei in weiten Grenzen frei ein. Dieser Betrieb wird Positivbetrieb genannt.
Die alternative Betriebsart, die durch Umschalten des Schalterblocks erreicht wird,
heißt spannungsgeführter Betrieb. Hier wird der Antriebsmotor des Fadenliefergeräts
so angesteuert, dass sich die gewünschte Fadenspannung einstellt. Die dadurch an die
fadenverbrauchende Maschine gelieferte Fadenmenge stellt sich dabei in weiten Grenzen
frei ein.
[0004] Bei Strickmaschinen.oder anderen Textilmaschinen kommt es häufig darauf an, mehrere
Fäden parallel so zu liefern, dass einheitliche Maschengrößen entstehen.
[0005] Aus der
EP 0452800 B1 ist die Überwachung einer Strickmaschine mit dem Ziel bekannt, gestrickte Artikel,
wie beispielsweise Strumpfhosen, in einheitlicher vorgesehener Größe erzeugen zu können.
Dazu wird die genaue Drehzahl der Antriebswelle der Textilmaschine in einem Lernzyklus
aufgezeichnet. Außerdem wird die Garnbewegung in einem Probestrickablauf aufgezeichnet.
Der spätere Betrieb der Strickmaschine erfolgt dann anhand der aufgezeichneten Daten.
[0006] Außerdem ist es aus der
EP 0489307 A1 bekannt, die an eine maschenverbrauchende Maschine gelieferte Fadenmenge zu steuern,
indem in einem ersten Schritt, dem Lernschritt, ein Musterprodukt hergestellt wird.
Dabei wird die an die Maschine gelieferte Fadenmenge registriert. In einem zweiten
Schritt, dem Produktionsschritt, wird ein dem Musterprodukt ähnliches Produkt hergestellt.
Dabei werden wiederum die Fadenmengen bestimmt und mit den Musterdaten verglichen.
Eine Fadenliefereinrichtung über die der Faden der Maschine zugeliefert wird, wird
dann auf der Basis der abgespeicherten Daten angesteuert.
[0007] Weil die Daten in dem Musterstrickprozess gewonnenen werden, in dem der Faden von
der Garnspule durch den Zug der Maschine selbst, nicht jedoch durch das Fadenliefergerät
abgezogen wird, ist die Maschengröße der zu erzeugenden Maschen auf mehr oder weniger
zufällige Weise festgelegt.
[0008] Davon ausgehend ist, es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Liefern von Fäden
an eine Textilmaschine sowie eine entsprechende Fadenliefereinrichtung zur Lieferung
mehrerer Fäden an Fadenverbrauchsstellen zu schaffen, mit dem bzw. der ein Gestrick
mit einheitlicher Maschengröße erzeugt werden kanne.
[0009] Diese Aufgabe wird mit dem Lieferverfahren nach Anspruch 1 sowie der Fadenliefereinrichtung
nach Anspruch 13 gelöst:
[0010] Bei dem erfindungsgemäßen Fadenlieferverfahren werden mehrere Fadenliefergeräte in
ein oder mehreren Probephasen spannungsgeregelt betrieben. Dabei versuchen die Fadenliefergeräte
Faden mit einer vorgegebenen Fadenspannung zu liefern. Entsprechend dem Fadenverbrauch
jeder angeschlossenen Strickstelle entstehen dadurch individuelle Fadenliefermengen
bzw. Fadenliefergeschwindigkeiten an den einzelnen Fadenliefergeräten. Diese Fadenliefermengen
oder Fadengeschwindigkeiten werden erfasst und der Bestimmung eines Sollwerts, d.h.
einer Geschwindigkeitsvorgabe oder einer Fadenmengenvorgabe, zugrunde gelegt. Nach
Ablauf der Probephase erhalten die Fadenliefergeräte ein die Geschwindigkeitsvorgabe
oder die Fadenmengenvorgabe kennzeichnendes Signal und liefern dann die entsprechenden
Fadenmengen. Dadurch wird an allen an die Fadenliefergeräte angeschlossenen Strickstellen
die gleiche Maschengröße erzwungen. Die Fadenspannungen stellen sich dabei an den
einzelnen Fadenliefergeräten unterschiedlich ein.
[0011] Im einfachsten Fall ist die Fadengeschwindigkeit im Probebetrieb an allen Strickstellen
konstant. Dies ist der Fall, wenn glatte Ware erzeugt wird. Wird hingegen gemusterte
Ware erzeugt, schwankt die Fadenmenge. Die Schwankung kann mit der Drehposition des
Nadelzylinders und/oder mit den Daten eines Musterspeichers korreliert sein. In diesen
Fällen erhält die Zentraleinheit zusätzlich Signale, die die Drehposition einer Rundstrickmaschine
und/oder Vorgabewerte aus dem Musterspeicher entsprechen. Die Zentraleinheit bestimmt
im Probebetrieb dann für jeden Arbeitsabschnitt der Strickmaschine, in dem die Fadenabnahme
der Strickstellen konstant ist, die Fadensollgeschwindigkeit unter der Prämisse, dass
Strickstellen ohne Fadenabnahme der allgemeinen Mittelwertbildung entzogen werden.
Sie werden vielmehr als zeitweilig inaktive Strickstellen erkannt. Entsprechend werden
die Fadengeschwindigkeitssollwerte der ihnen zugeordneten Fadenliefergeräte auf einen
niedrigen Sollwert oder Null gesetzt.
[0012] Außerdem können zur Vermeidung von Fadenspannungsspitzen bei Beschleunigung oder
Verzögerung des Fadens (z.B. im Musterbetrieb) den Produktionsphasen vorauseilende
Fadenmengenvorgaben errechnet werden.
[0013] Diese Vorgehensweise kann alle Fadenliefergeräte einer Strickmaschine oder einer
anderweitigen Textilmaschine betreffen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind
die Fadenliefergeräte jedoch zu Gruppen zusammengefasst, wobei die genannte Vorgehensweise
für jede Gruppe einzeln angewendet wird. Die zu einer Gruppe zusammengefassten Fadenliefergeräte
sind vorzugsweise solche, die eine Fadensynchronlieferung durchführen sollen. Sollen
Muster erzeugt werden, die es erfordern, dass eine Gruppe von Fadenliefergeräten zeitweilig
aussetzt oder andere Fadengeschwindigkeiten liefert als Fadenliefergeräte einer anderen
Gruppe, kann dies zwanglos erreicht werden, indem die Fadenliefergeräte mit entsprechenden
Geschwindigkeitssollsignalen versorgt werden. Damit können die einzelnen Fadenliefergeräte
jeder Gruppe einen echten Positivbetrieb durchführen und dennoch intermittierende
Fadenlieferungen realisieren. Dazu können sie beispielsweise mit einem Rapportsignal
und/oder mit einem Nadelsignal versorgt und somit mit der Strickmaschine oder sonstigen
Textilmaschine synchronisiert werden. Entsprechende Steuersignale können durch Auslesen
und Verarbeiten von Musterdaten eines Musterspeichers erzeugt werden.
[0014] Es ist auch möglich, den Fadenliefergeräten ein Fadenmengensignal zu übermitteln,
das die Fadenmenge pro Maschinenumdrehung kennzeichnet. Bei dieser Ausführungsform
erhalten die Fadenliefergeräte bei Betrieb von der Zentraleinheit oder einer anderen
Stelle ständig Signale, die die Maschinengeschwindigkeit bestimmen. Aus diesen und
dem zuvor empfangenen Fadenmengensignal bestimmen die Fadenliefergeräte dann ständig
die erforderliche Fadengeschwindigkeit und regulieren diese ein. Die Fadenliefergeräte
laufen dann synchron phasenstarr mit der Maschine. Sollen einzelne Fadenliefergeräte
stoppen oder andere Fadenmengen liefern, sendet die Zentraleinheit entsprechende Signale
an die Fadenliefergeräte.
[0015] Es wird als vorteilhaft angesehen, die Fadenliefergeräte in der Probephase mit übereinstimmenden
Sollspannungen zu betreiben. Bedarfsweise kann von dieser Vorgehensweise jedoch abgewichen
werden. Die übereinstimmenden Sollspannungen gelten vorzugsweise jeweils für eine
Gruppe von Fadenliefergeräten, die später synchron betrieben werden sollen.
[0016] Die von den Fadenliefergeräten in der Probephase bereit gestellten Fadenmengen oder
Fadengeschwindigkeiten werden als Signal vorzugsweise in Form von Digitaldaten an
eine Zentraleinheit geliefert. Diese bildet daraus einen Mittelwert und gibt diesen
als Sollgeschwindigkeit an die zu der Gruppe zusammengefassten Fadenliefergeräte wieder
aus. Bei dieser Vorgehensweise reduziert sich der Datenverkehr auf den Kommunikationsleitungen
zwischen den Fadenliefergeräten und der Zentraleinheit auf ein Minimum. Haben die
Fadenliefergeräte ihren Fadengeschwindigkeitssollwert erhalten, speichern sie diesen
ab und liefern mit der entsprechenden Fadengeschwindigkeit. Weitere Datenübertragung
ist nur und erst dann erforderlich, wenn die Fadenliefermenge geändert werden soll.
Haben sie einen Fadenmengensollwert erhalten, benötigen sie dauernd ein Geschwindigkeitssignal
für die Maschinengeschwindigkeit.
[0017] Es kann genügen, wenn die während der Probephase zu ermittelnde Fadengeschwindigkeit
lediglich an einigen Fadenliefergeräten einer Fadenliefergerätegruppe ermittelt wird.
Dies gilt insbesondere bei relativ großen Gruppen und in Fällen, in denen nur geringe
Liefergeschwindigkeitsabweichungen innerhalb einer Gruppe von Fadenliefergeräten auftreten.
Es wird jedoch als vorteilhaft angesehen, zur Geschwindigkeitsvorgabe die Fadengeschwindigkeiten
aller Fadenliefergeräte einer Gruppe von Fadenliefergeräten auszuwerten. Die Auswertung
kann in Form einer Mittelwertbildung erfolgen, wobei der Mittelwert sowohl ein arithmetischer
Mittelwert als auch ein geometrischer Mittelwert als auch ein nach anderen Vorschriften
gebildeter Mittelwert sein kann. Beispielsweise können Fadengeschwindigkeiten einzelner
Geräte auch über- oder untergewichtet werden, wenn sie zu stark von dem sonstigen
Gruppendurchschnitt abweichen.
[0018] Es ist auch möglich, die Mittelwertbildung mehrfach nach unterschiedlichen Verfahren
durchzuführen. Beispielsweise kann ein erster Probelauf erfolgen, nachdem die Fadengeschwindigkeitsvorgabe
als geometrisches Mittel der einzelnen Fadengeschwindigkeiten gebildet worden ist.
Wenn in einem nachfolgenden fadengeschwindigkeitsgesteuerten Probebetrieb dann die
sich einstellenden Fadenspannungen unbefriedigend sind, d.h. zu weit auseinander liegen,
können die Fadengeschwindigkeitsvorgaben in einem zweiten Prozess nochmals neu berechnet
werden, indem nun beispielsweise eine arithmetische Mittelwertbildung versucht und
in einem erneuten Probebetrieb geprüft wird, ob sich nun enger beieinander liegende
Fadenspannungen ergeben. Ist dies nicht der Fall, kann beispielsweise ein wiederum
anderer Mittelwert beispielsweise als quadratischer Mittelwert für die Fadengeschwindigkeit
gebildet werden, mit dem dann ein erneuter Probebetrieb durchgeführt wird. Es ist
darüber hinaus möglich, die Wichtungfaktoren bei der Mittelwertbildung adaptiv anzupassen.
Zur Vermeidung von zu hohen Fadenspannungen können beispielsweise die im Probebetrieb
ermittelten Liefergeschwindigkeiten der Fadenliefergeräte, die besonders hohe Fadenliefergeschwindigkeiten
aufzeigen, übergewichtet werden. Zeigt sich dann im Probebetrieb mit vorgegebener
Fadenmenge oder Fadengeschwindigkeit an einzelnen Strickstellen eine zu große oder
zu niedrige Fadenspannung können die Wichtungsfaktoren der Fadengeschwindigkeiten
bei der Mittelwertbildung angepasst werden. Z.B. können hohe Fadengeschwindigkeiten
untergewichtet werden, wenn im geschwindigkeitsgesteuerten Betrieb zu niedrige Fadenspannungen
aufgetreten sind. Umgekehrt können die Wichtungsfaktoren von im spannungsgesteuerten
Betrieb ermittelten besonders hohen Liefergeschwindigkeiten erhöht werden, wenn beim
nachfolgenden geschwindigkeitsgesteuerten Probebetrieb zu hohe Spannungsspitzen aufgetreten
sind.
[0019] In den genannten Fällen läuft die Probephase zweistufig ab. In einer ersten Stufe
werden die Fadenliefergeräte spannungsgesteuert betrieben und die Fadengeschwindigkeiten
werden registriert. Nach entsprechender Mittelwertbildung zur Ermittlung eines Vorgabewerts
für die Fadengeschwindigkeit erfolgt in einer zweiten Stufe ein Probebetrieb mit Fadengeschwindigkeitsvorgabe
zur Überprüfung der sich einstellenden Fadenspannungen.
[0020] Es können auch einzelne Fadenliefergeräte mit verwendet werden, die keinen Fadenspannungssensor
aufweisen. Diese Fadenliefergeräte übernehmen als Slavegeräte die Fadenlieferraddrehzahl
eines oder mehrerer Master-Fadenliefergeräte. Dies gilt sowohl für den spannungsgeregelten
als auch für den geschwindigkeitsgeregelten Betrieb.
[0021] Weiter ist es möglich, die einzelnen Fadengeschwindigkeiten daraufhin zu untersuchen,
ob sie zu weit von Vorgabewerten abweichen. Dies kann als Hinweis auf Fehlerin oder
an der angeschlossenen Maschine gewertet werden. Auf diese Weise kann Fehlbetrieb
mit der Gefahr von Fadenbruch oder Nadelbruch vermieden werden.
[0022] Es ist alternativ und/oder ergänzend möglich, während des regulären Betriebs der
Fadenliefereinrichtung die Fadenspannungen dauernd oder stichprobenhaft zu überwachen
und mit einem Sollwert zu vergleichen. Hier ergibt sich die Möglichkeit, ein Fehlersignal
zu erzeugen, wenn die ermittelten Fadenspannungsdifferenzen (Abweichungen der Fadenspannung
von einem Idealwert) einen Vorgabewert über- oder unterschreiten, d.h. zu groß oder
zu klein werden. Als Idealwert kann der im Probebetrieb zugrunde gelegte Fadenspannungswert
genutzt werden.
[0023] Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus
der Zeichnung, der Beschreibung oder aus Unteransprüchen.
[0024] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Textilmaschine mit zentral gesteuerten Fadenliefergeräten in schematisierter
Darstellung,
- Figur 2
- ein Fadenliefergerät der Anlage nach Figur 1 als schematisiertes Blockschaltbild,
- Figur 3
- eine abgewandelte Ausführungsform eines Fadenliefergeräts als Blockschaltbild,
- Figur 4
- die Zentraleinheit der Anlage nach Figur 1 als Blockschaltbild und
- Figur 5
- einen Ablaufplan zur Erläuterung der Funktion der erfindungsgemäßen Fadenliefereinrichtung.
[0025] In Figur 1 ist eine Fadenliefereinrichtung 1 zum Liefern mehrerer Fäden 2 an eine
Strickmaschine 3 oder eine anderweitige fadenverbrauchende Maschine veranschaulicht.
Die Fäden 2 werden gruppenweise geliefert, indem vier einzelne Fäden 4, 5, 6, 7 von
einer ersten Gruppe 8 von Fadenliefergeräten 11, 12, 13, 14 an die Strickmaschine
3 geliefert wird. Weitere Fäden 15, 15a, 15b werden von einer zweiten Gruppe 16 von
Fadenliefergeräten 17, 18, 19 an die Strickmaschine 3 geliefert. Jedes Fadenliefergerät
11, 12, 13, 14, 17, 18, 19 zieht seinen jeweiligen Faden 4, 5, 6, 7, bzw. 15, 15a,
15b von einer Garnspule 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27 ab. Alle Fadenliefergeräte 11,
12, 13, 14 sowie 17, 18, 19 sind an eine Zentraleinheit 31 angeschlossen, die den
Fadenliefergeräten 11, 12, 13, 14, 17, 18, 19 Steuerbefehle erteilt. Zur Befehlsübertragung
dient ein Datenbus 32, an den alle Fadenliefergeräte 11, 12, 13, 14, 17, 18, 19 und
die Zentraleinheit 31 angeschlossen sind. Über den Datenbus 32 können die Fadenliefergeräte
11, 12, 13, 14, 17, 18, 19 zumindest gruppenweise Befehle empfangen und individuell
Daten an die Zentraleinheit 31 senden.
[0026] Figur 2 veranschaulicht schematisch den Aufbau des Fadenliefergeräts 11 exemplarisch
für alle anderen Fadenliefergeräte 12, 13, 14, 17, 18, 19. Die nachfolgende Beschreibung
gilt somit entsprechend für alle Fadenliefergeräte:
[0027] Das Fadenliefergerät 11 weist ein Fadenlieferrad 33 auf, das von dem der Strickmaschine
3 zu liefernden Faden 4 in mehreren Windungen umschlungen ist. Das Fadenliefergerät
ist mit der Antriebswelle eines Motors 34 verbunden, der mit unterschiedlichen Drehzahlen
betreibbar ist. Es handelt sich beispielsweise um einen Gleichstrommotor, einen Servomotor
oder einen Schrittmotor. Im vorliegenden Beispiel nach Figur 2 wird vorausgesetzt,
dass der Motor 34 ein permanent erregter Gleichstrommotor ist. Der Faden 4 läuft,
nachdem er das Fadenlieferrad 33 verlassen hat, über ein bewegliches Element 35, beispielsweise
einen Fühlstift eines Fadenspannungssensors 36, der an seinem Ausgang 37 ein Fadenspannungssignal
liefert. Der Fadenspannungssensor 36 ist Teil eines Fadenspannungsreglers 38. Zu diesem
gehört ein Summierer 39, mit dem die Differenz aus einem Fadenspannungssollsignal
und dem an dem Ausgang 37 anstehenden Fadenspannungs-Istsignal gebildet wird. Diese
Differenz wird über einen Schalterblock 41 einem Regelverstärker 42 zugeführt, der
als Ansteuerschaltung für den Motor 34 dient. Das Sollsignal für die Fadenspannung
wird von einer Steuereinheit 43 bereitgestellt. Diese steuert auch den Schalterblock
41.
[0028] Die Fadenliefergeräte 11, 12, 13, 14, 17, 18, 19 sind Positiv-Fadenliefergeräte.
Dies bedeutet, dass das Fadenlieferrad von mehreren Fadenwindungen, vorzugsweise von
mehr als vier Fadenwindungen umschlungen ist, wodurch der Faden schlupffrei gefördert
wird. Es wird jedoch bei einigen Anwendungsfällen als durchaus vorteilhaft angesehen,
einen gewissen Schlupf zwischen Fadenlieferrad und Faden zuzulassen. Dies kann erfolgen,
indem nur wenige Windungen, z.B. nur zwei oder drei Fadenwindungen, um das Fadenlieferrad
geschlungen werden. Alternativ können in Nachbarschaft des Fadenlieferrads auch ein
oder mehrere fest oder beweglich gelagerte Fadenabhebeelemente angeordnet sein, über
die ein oder mehrere Fadenwindungen laufen. Die Fadenabhebeelemente können beispielsweise
im Wesentlichen parallel zur Drehachse des Fadenlieferrads ausgerichtete Stifte sein.
Dadurch kann das Fadenlieferrad unter dem Faden schneller drehen, wobei die Nacheilung
des Fadens gegenüber dem Fadenlieferrad sowohl in der Probephase als auch in der Produktionsphase
auftreten kann bzw. auftritt. Beispielsweise kann sich das Fadenlieferrad 10 % schneller
drehen als Faden geliefert wird. Wenn die Fadenabhebeelemente fest, d.h. durch die
Fadenspannung nicht verstellbar, angeordnet sind, tritt in der Regel ein voraussehbarer
und reproduzierbarer Schlupf auf.
[0029] Das Fadenliefergerät 11 enthält außer dem Fadenspannungsregler 38 einen Liefermengenregler,
der hier als Fadengeschwindigkeitsregler 44 bezeichnet ist. Zu diesem gehört ein Summierer
45, der die Differenz aus einem Fadengeschwindigkeitssollsignal und einem Fadengeschwindigkeits-Istsignal
bildet. Diese Differenz wird dem Schalterblock 41 zugeleitet und über diesen, bei
entsprechender Stellung desselben, an den Eingang des Regelverstärkers 42 gegeben.
Das Fadengeschwindigkeits-Istsignal kann als Spannungssignal an dem Ausgang des Regelverstärkers
42 abgegriffen werden, wenn die Betriebsspannung des Motors 34 in ausreichender Genauigkeit
seiner Drehzahl entspricht. Sein Fadengeschwindigkeitssollsignal erhält der dengeschwindigkeitsregler
44 von der Steuereinheit 43. Dieser ist über einen Leitungszweig 46 außerdem ein Signal
zugeleitet, das der Fadengeschwindigkeit entspricht.
[0030] Die Steuereinheit 43 weist einen Eingang 47 auf, der an den Datenbus 32 angeschlossen
ist.
[0031] In Figur 4 ist die Zentraleinheit 31 vereinfacht veranschaulicht. Zum Anschluss an
den Datenbus 32 weist die Zentraleinheit 31 einen Kommunikationsblock 48, der sowohl
einzelne Fadenliefergeräte 11, 12, 13, 14, 17, 18, 19 ansprechen, sowie Daten zu diesen
senden, als auch Daten von diesen empfangen kann, auf. Der Kommunikationsblock 48
ist an einen Mittelwertbildner 49 angeschlossen, der dazu eingerichtet ist, den Durchschnitt
aus Zahlenwerten zu bilden, die der Kommunikationsblock 48 liefert und die die Fadenliefergeschwindigkeiten
der einzelnen Fadenliefergeräte 11, 12, 13, 14 bzw. 17, 18, 19 einer Gruppe 8 bzw.
16 kennzeichnen. Außerdem kann der Kommunikationsblock 48 Signale an die einzelnen
Fadenliefergeräte 11, 12, 13, 14 bzw. 17, 18, 19 senden, die wiederum deren Steuereinheit
43 veranlassen, die jeweiligen Schalterblöcke 41 so zu schalten, dass entweder der
Fadenspannungsregler 38 oder der Fadengeschwindigkeitsregler 44 aktiv ist.
[0032] Das von dem Mittelwertbildner 49 gelieferte Signal wird einem Multiplikationsblock
51 zugeleitet, der das von dem Mittelwertbildner 49 gebildete Signal mit einem normierten
Maschinendrehzahlsignal multipliziert. Dieses wird über einen entsprechenden Empfangsblock
52 erhalten, der an einen Drehzahlsensor der Strickmaschine 3 angeschlossen ist. Der
Multiplikationsblock 51 liefert ein Signal an den Kommunikationsblock 48, der das
so ermittelte Signal als Fadengeschwindigkeitssollsignal an die Fadenliefergeräte
liefert.
[0033] An den Kommunikationsblock 48 ist eine Eingabeeinrichtung 53 angeschlossen, die dazu
dient, die Fadenliefereinrichtung 1 von Probebetrieb in regulären Betrieb umzuschalten
sowie sonstige Eingaben vorzunehmen. Näheres ergibt sich aus der nachfolgenden Funktionsbeschreibung:
[0034] Die Fadenliefereinrichtung 1 ist eine Positiv-Liefereinrichtung, die außerdem eine
Probebetriebsart aufweist. Zum Durchführen der Probebetriebsart wird die Eingabeeinrichtung
entsprechend betätigt, so dass die Zentraleinheit 31 ein Probebetriebsartensignal
an die Fadenliefergeräte 11, 12, 13, 14 der Gruppe 8 und/oder an die Fadenliefergeräte
17, 18, 19 der Gruppe 16 sendet. Damit schalten die Schalterblöcke 41 der jeweiligen,
zu der angesprochenen Gruppe 8 oder 16 gehörigen Fadenliefergeräte, in die in Figur
2 veranschaulichte untere Stellung um, in der die Fadenspannungsregler 38 aktiviert
sind. Als nächstes sendet die Zentraleinheit 31 nun ein Fadenspannungssollsignal,
das von der jeweiligen Steuereinheit 43 an den Fadenspannungsregler 38 gegeben wird.
Bei dem nun folgenden Probebetrieb reguliert der Fadenspannungsregler an jedem Fadenliefergerät
die gewünschte Fadenspannung ein. Dabei ergeben sich an den einzelnen Fadenliefergeräten
11, 12, 13, 14 bzw. 17, 18, 19 in Folge des unterschiedlichen Fadenverbrauchs der
jeweils angeschlossenen Strickstelle unterschiedliche Fadenliefergeschwindigkeiten
(bzw. Fadenliefermengen pro Maschinenumdrehung). Diese Fadengeschwindigkeiten werden
erfasst und über den Leitungszweig 46 an die Steuereinheit 43 weitergegeben. Diese
sendet die Fadenliefergeschwindigkeit an die Zentraleinheit. Dies kann periodisch,
fortwährend, nach Ende des Probebetriebs oder alternativ auf Abfrage durch die Zentraleinheit
31 erfolgen. In dieser liegen somit spätestens nach Durchführen eines Probebetriebs
die Fadengeschwindigkeiten bzw. Fadenliefermengen aller Fadenliefergeräte 11, 12,
13, 14, 17, 18, 19 vor. Die Fadenliefermengen jeder Gruppe 8, 16 werden nun einzeln
durch den Mittelwertbildner 49 gemittelt und abgespeichert.
[0035] Für den nachfolgenden Betrieb der Strickmaschine 3 wird die gemittelte Fadengeschwindigkeit
(Fadenliefermenge pro Maschinenumdrehung) als Sollwert für die angeschlossenen Fadenliefergeräte
11, 12, 13, 14, 17, 18, 19 zugrunde gelegt.
[0036] Dazu sendet der Kommunikationsblock 48 zunächst ein Schaltsignal an die Schalterblöcke
41 der einzelnen Fadenliefergeräte 11, 12, 13, 14, 17, 18, 19. Diese schalten somit
den Fadengeschwindigkeitsregler 44 ein. Von nun an sendet die Zentraleinheit 31 jeweils,
wenn sich die Maschinengeschwindigkeit ändert, das in dem Multiplikationsblock 51
erzeugte Fadengeschwindigkeitssignal an die angeschlossenen Fadenliefergeräte, so
dass diese jeweils gruppenweise übereinstimmende Fadenmengen bzw. Fadengeschwindigkeiten
liefern. Die Fadenspannungen der Fäden 4, 5, 6, 7 der Gruppe 8 können somit erheblich
voneinander abweichen, jedoch wird wegen der Positivlieferung, d.h. der Lieferung
festgelegter Fadenmengen pro Zeiteinheit eine einheitliche Maschengröße erreicht.
Entsprechendes gilt für die Fäden 15, 15a, 15b der Gruppe 16.
[0037] Bei einer alternativen Ausführungsform hat der Empfangsblock 52 in Figur 4 eine alternative
Aufgabe: er errechnet nicht ständig anhand der Maschinendrehzahl erneut Fadengeschwindigkeitsvorgabewerte
sondern er unternimmt dies nur einmal zu Ende des Probebetriebs. Danach wird diese
Geschwindigkeit als Koeffizient an die Fadenliefergeräte 11, 12, 13, 14, 17, 18, 19
gesendet und dort abgespeichert. Die Fadenliefergeräte erhalten danach Signale, die
die jeweils aktuelle Maschinendrehzahl kennzeichnen. Die Umrechnung der Fadenliefergeschwindigkeit
des Probebetriebs auf die aktuelle Maschinendrehzahl erfolgt dann in den Steuereinheiten
43.
[0038] Das Fadenliefergerät 11 nach Figur 2 kann außerdem eine Prüfeinrichtung 55 enthalten,
die die von dem Fadenspannungssensor 36 erfasste Fadenspannung ständig oder bedarfsweise
überprüft. Der Eingang der Prüfeinrichtung 55 ist dazu mit dem Ausgang 37 verbunden.
Außerdem besteht eine Verbindung zu der Steuereinheit 43, um von dieser den Fadenspannungs-Sollwert
zu erhalten und an diese ein Fehlersignal zu senden, wenn die Abweichung zwischen
dem Fadenspannungs-Sollwert und dem -Istwert zu groß ist. Tritt ein solcher Fall während
des Betriebs des Fadenliefergeräts 11 auf, kann eine entsprechende Mitteilung über
den Datenbus 32 an die Zentraleinheit 31 gesendet werden, die die Meldung weitergibt
oder den Betrieb der Strickmaschine 3 stoppt.
[0039] Figur 3 veranschaulicht eine weiter abgewandelte Ausführungsform des Fadenliefergeräts
11. Die Abweichung besteht in der Erfassung der Drehzahl des Motors 34 bzw. der Winkelposition
seines Fadenlieferrads 33. Dazu ist der Motor 34 bzw. sein Abtrieb mit einem Drehzahlsensor
56 verbunden, dessen Ausgang mit dem Summierer 45 und über den Leitungszweig 46 mit
der Steuereinheit 43 verbunden ist. Ansonsten gilt die vorsehende Funktionsbeschreibüng.
[0040] Die Vorgehensweise ist in dem Ablaufplan nach Figur 5 zusammengefasst. Gemäß diesem
Ablaufplan kann bei der Verarbeitung der einzelnen Fadengeschwindigkeiten zu einem
Gruppendurchschnitt zusätzlich geprüft werden, ob dieser innerhalb eines Toleranzfeldes
liegt, um Fehler erkennen zu können.
[0041] Eine Fadenliefereinrichtung 1 enthält mehrere Fadenliefergeräte 11, 12, 13, 14 die
zu einer Gruppe 8 zusammengefasst sind. Im Probebetrieb arbeiten die Fadenliefergeräte
11, 12, 13, 14 individuell spannungsgesteuert anhand eines vorgegebenen Fadenspannungswerts.
Die sich dadurch an den einzelnen Fadenliefergeräten 11, 12, 13, 14 ergebenden Fadenliefermengen
bzw. Fadengeschwindigkeiten werden an eine Zentraleinheit gemeldet. Diese errechnet
aus den gemeldeten Fadengeschwindigkeiten einen Gruppendurchschnitt und sendet diesen
als Vorgabewert für den nachfolgenden Betrieb an die Fadenliefergeräte 11, 12, 13,
14. Dadurch können die einzelnen Fadenliefergeräte 11, 12, 13, 14 nachfolgend im reinen
Positivbetrieb arbeiten. Außerdem kann die Zentraleinheit 31 über einen Eingang 57
sowohl Signale, die die Maschinengeschwindigkeit (Drehzahl) kennzeichnen als auch
Mustersignale erhalten, anhand derer die Fadenliefergeräte der jeweils anzusprechenden
Gruppe 8 bzw. 16 ein- und ausgeschaltet bzw. beschleunigt oder verlangsamt werden.
Bezugszeichenliste:
[0042]
- 1
- Fadenliefereinrichtung
- 2
- Faden
- 3
- Strickmaschine
- 4 bis 7
- Faden
- 8
- Gruppe
- 11 bis 14
- Fadenlieferung
- 15, 15a, 15b
- Fäden
- 16
- Gruppe
- 17 bis 19
- Fadenliefergeräte
- 21 bis 27
- Garnspule
- 31
- Zentraleinheit
- 32
- Datenbus
- 33
- Fadenlieferrad
- 34
- Motor
- 35
- Element
- 36
- Fadenspannungssensor
- 37
- Ausgang
- 38
- Fadenspannungsregler
- 39
- Summierer
- 41
- Schalterblock
- 42
- Regelverstärker
- 43
- Steuereinheit
- 44
- Fadengeschwindigkeitsregler
- 45
- Summierer
- 46
- Leitungszweig
- 47
- Ausgang
- 48
- Kommunikationsblock
- 49
- Mittelwertbildner
- 51
- Multiplikationsblock
- 52
- Empfangsblock
- 53
- Eingabeeinrichtung
- 55
- Prüfeinrichtung
- 56
- Drehzahlsensor
- 57
- Eingang
1. Verfahren zum Liefern von Fäden (4, 5, 6, 7, 15, 15a, 15b) an eine Textilmaschine,
insbesondere zum Betrieb von Fadenliefergeräten (11, 12, 13, 14),
dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenliefergeräte in einer Probephase spannungsgeregelt betrieben werden, wobei
die von den Fadenliefergeräten erzeugten Fadengeschwindigkeiten oder gelieferten Fadenmengen
erfasst werden, und dass
die Fadenliefergeräte nach Ablauf der Probephase anhand einer Geschwindigkeitsvorgabe
oder einer Fadenmengenvorgabe geregelt oder gestreut betrieben werden, die aus den
erfassten Geschwindigkeiten oder Fadenmengen ermittelt worden ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenliefergeräte in der Probephase gemäß übereinstimmender Sollspannungen betrieben
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Fadenliefergeräten erzeugten Fadengeschwindigkeiten oder Fadenmenge über
eine Signalleitung zu einer Zentraleinheit geliefert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadengeschwindigkeiten oder Fadenmengen als Digitaldaten zu einer Zentraleinheit
geliefert werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeits- oder Mengenvorgabe aus den Fadengeschwindigkeiten oder -mengen
aller Fadenliefergeräte einer Gruppe von Fadenliefergeräten ermittelt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeits- oder Mengenvorgabe proportional zu der Maschinengeschwindigkeit
einer maschenbildenden Maschine, die mit Fäden beliefert wird, festgelegt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeits- oder Mengenvorgabe der Fadenliefergeräte bestimmt wird, indem
aus mehreren Fadengeschwindigkeiten oder -mengen ein Mittelwert gebildet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadengeschwindigkeiten vor oder bei der Mittelwertbildung einer Wichtung unterworfen
werden.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fehlersignal erzeugt wird, wenn im Probebetrieb Unterschiede zwischen einzelnen
Fadengeschwindigkeiten oder -mengen auftreten, die einen Vorgabewert übersteigen.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fehlersignal erzeugt wird, wenn nach Ablauf des Probebetriebs Fadenspannungsdifferenzen
auftreten, die einen Vorgabewert überschreiten.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeitsvorgaben oder maschinengeschwindigkeitsbezogene Mengendaten als
Signale von einer Zentraleinheit an die Fadenliefergeräte übermittelt und dort abgespeichert
werden.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeitsvorgaben oder maschinengeschwindigkeitsbezogene Mengendaten als
Digitalsignale von einer Zentraleinheit an die Fadenliefergeräte übermittelt und dort
abgespeichert werden.
13. Fadenliefereinrichtung (1) zur Lieferung gemäß dem Verfahren nach Anspruch 1 mehrerer
Fäden (4, 5, 6, 7, 15, 15a, 15b) an Fadenverbrauchstellen,
gekennzeichnet durch mehrere Fadenliefergeräte (11, 12, 13, 14), die eine Gruppe (8) bilden, und von denen
wenigstens einige einen Fadenspannungssensor (36), einen Antriebsmotor (34) mit einem
Fadenlieferrad (33), einen Fadenspannungsregler (38) und einen Fadengeschwindigkeitsregler
(44) aufweisen,
und durch eine Zentraleinheit (31), die mit den Fadenliefergeräten (11, 12, 13, 14) verbunden
ist, um von diesen Fadengeschwindigkeitssignale oder Fadenmengensignale zu empfangen
und Fadengeschwindigkeitsvorgabesignale oder Fadenmengenvorgabesignale an diese zu
senden.
14. Fadenliefereinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenspannungsregler (38) und der Fadengeschwindigkeitsregler (44) über einen
Schalterblock (41) wechselweise aktivierbar sind.
15. Fadenliefereinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentraleinheit (31) eine Recheneinheit (49, 51.) aufweist, die aus empfangenen
Fadengeschwindigkeitssignalen ein Fadengeschwindigkeitsvorgabesignal oder ein Fadenmengenvorgabesignal
ermittelt.
16. Fadenliefereinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentraleinheit (31) einen Eingang (52) für ein Signal aufweist, das die Arbeitsgeschwindigkeit
der maschenbildenden Maschine (3) kennzeichnet.
1. Method for feeding threads (4, 5, 6, 7, 15, 15a, 15b) to a textile machine, in particular
for operating thread feed devices (11, 12, 13, 14),
characterised in that the thread feed devices are operated in a tension controlled manner in a test phase,
wherein the thread speeds generated by or thread quantities fed by the thread feed
devices are detected, and that
after running through the test phase the thread feed devices are operated in a regulated
or scattered manner on the basis of a predefined speed or a predefined thread quantity,
which has been determined from the detected speeds or thread quantities.
2. Method according to claim 1, characterised in that in the test phase the thread feed devices are operated in accordance with corresponding
desired tensions.
3. Method according to claim 1, characterised in that the thread speeds or thread quantities generated by the thread feed devices are delivered
via a signal line to a central unit.
4. Method according to claim 1, characterised in that the thread speeds or thread quantities are delivered as digital data to a central
unit.
5. Method according to claim 1, characterised in that the predefined speed or quantity value is determined from the thread speeds or quantities
of all the thread feed devices of a group of thread feed devices.
6. Method according to claim 1, characterised in that the predefined speed or quantity value is defined proportionally to the machine speed
of a stitch-forming machine, which is fed with threads.
7. Method according to claim 1, characterised in that the predefined speed or quantity value of the thread feed devices is determined by
forming a mean value from a plurality of thread speeds or quantities.
8. Method according to claim 7, characterised in that the thread speeds are subjected to a weighting before or during the mean value formation.
9. Method according to claim 1, characterised in that an error signal is generated if differences occur during the test operation between
individual thread speeds or quantities, which exceed a predefined value.
10. Method according to claim 1, characterised in that an error signal is generated if thread tension differences, which exceed a predefined
value, occur after the test operation has been run.
11. Method according to claim 1, characterised in that the predefined speed values or machine speed-related quantity data are transmitted
as signals from a central unit to the thread feed devices and stored there.
12. Method according to claim 1, characterised in that the predefined speed values or machine speed-related quantity data are transmitted
as digital signals from a central unit to the thread feed devices and stored there.
13. Thread feed assembly (1) for feeding a plurality of threads (4, 5, 6, 7, 15, 15a,
15b) to thread consumption points with the method according to claim 1,
characterised by a plurality of thread feed devices (11, 12, 13, 14), which form a group (8), and
at least some of which have a thread tension sensor (36), a drive motor (34) with
a thread feeder wheel (33), a thread tension regulator (38) and a thread speed regulator
(44),
and by a central unit (31), which is connected to the thread feed devices (11, 12,
13, 14) in order to receive thread speed signals or thread quantity signals from this
and transmit predefined thread speed value signals or predefined thread quantity value
signals to this.
14. Thread feed assembly according to claim 13, characterised in that the thread tension regulator (38) and the thread speed regulator (44) can be alternately
activated via a switch block (41).
15. Thread feed assembly according to claim 13, characterised in that the central unit (31) has an arithmetic unit (49, 51), which determines a predefined
thread speed value signal or a predefined thread quantity value signal from received
thread speed signals.
16. Thread feed assembly according to claim 13, characterised in that the central unit (31) has an input (52) for a signal, which identifies the working
speed of the stitch-forming machine (3).
1. Procédé de délivrance de fils (4, 5, 6, 7, 15, 15a, 15b) à une machine textile, destiné
en particulier au fonctionnement d'appareils (11, 12, 13, 14) de délivrance de fils,
caractérisé en ce que les appareils de délivrance de fils sont mis en fonctionnement avec un réglage de
la tension mécanique dans une phase d'essai, les vitesses de fil produites par les
appareils de délivrance de fils, ou les quantités de fil délivrées étant saisies,
et en ce qu'une fois la phase d'essai terminée les appareils de délivrance de fils sont mis en
fonctionnement en faisant l'objet d'un réglage de tension et d'une répartition selon
une prescription de vitesse, ou une prescription de quantité de fil qui ont été établies
à partir des vitesses ou des quantités de fil qui ont été saisies.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les appareils de délivrance de fils sont mis en fonctionnement, lors de la phase
d'essai, avec des tensions assignées concordantes.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les vitesses de fil, ou les quantités de fil produites par les appareils de délivrance
de fils sont fournies à une unité centrale par l'intermédiaire d'un conducteur de
signal.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les vitesses de fil, ou les quantités de fil sont fournies à une unité centrale sous
forme de données numériques.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la prescription de vitesse, ou de quantité, est établie à partir des vitesses de
fil ou des quantités de fil de tous les appareils de délivrance de fils appartenant
à un groupe d'appareils de délivrance de fils.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la prescription de vitesse, ou de quantité, est fixée proportionnellement à la vitesse
de fonctionnement de machine d'une machine destinée à former des mailles, qui reçoit
des fils.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la prescription de vitesse, ou de quantité, des appareils de délivrance de fils est
déterminée en calculant une valeur moyenne à partir de plusieurs vitesses de fil ou
de plusieurs quantités de fil.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que les vitesses de fil sont soumises à une pondération avant ou pendant le calcul de
la valeur moyenne.
9. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un signal d'erreur est émis lorsque, lors du fonctionnement d'essai, il se produit
des différences entre des vitesses de fil individuelles, ou entre des quantités de
fil individuelles, qui dépassent une valeur prescrite.
10. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un signal d'erreur est émis lorsqu'une fois le fonctionnement d'essai terminé, il
se produit des différences de tension de fil qui dépassent une valeur prescrite.
11. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les prescriptions de vitesse ou les données de quantité en rapport avec la vitesse
de fonctionnement de machine sont transmises sous forme de signaux d'une unité centrale
aux appareils de délivrance de fils et y sont mises en mémoire.
12. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les prescriptions de vitesse ou les données de quantité en rapport avec la vitesse
de fonctionnement de machine sont transmises sous forme de signaux numériques d'une
unité centrale aux appareils de délivrance de fils et y sont mises en mémoire.
13. Installation (1) de délivrance de fils destinée à la délivrance, selon le procédé
de la revendication 1, de plusieurs fils (4, 5, 6, 7, 15, 15a, 15b) aux postes d'utilisation
de fils,
caractérisée en ce qu'elle comporte plusieurs appareils (11, 12, 13, 14) de délivrance de fils, qui forment
un groupe (8), et dont au moins quelques uns présentent un capteur (36) de tension
de fil, un moteur d'entraînement (34) doté d'une roue de délivrance de fils (33),
un dispositif (38) de réglage de la tension de fil et un dispositif (44) de réglage
de la vitesse de fil, et en ce qu'elle comporte une unité centrale (31) qui est reliée aux appareils (11, 12, 13, 14)
de délivrance de fils, en vue de recevoir de ceux-ci des signaux concernant la vitesse
de fil ou des signaux concernant la quantité de fil et pour envoyer à ceux-ci des
prescriptions de vitesse de fil ou des prescriptions de quantité de fil.
14. Installation de délivrance de fils selon la revendication 13, caractérisée en ce que le dispositif (38) de réglage de tension de fil et le dispositif (44) de réglage
de vitesse de fil peuvent être activés alternativement par l'intermédiaire d'un bloc
de commutation (41).
15. Installation de délivrance de fils selon la revendication 13, caractérisée en ce que l'unité centrale (31) présente une unité de calcul (49, 51) qui détermine un signal
de prescription de vitesse de fil ou un signal de prescription de quantité de fil
à partir de signaux concernant la vitesse de fil qui ont été reçus.
16. Installation de délivrance de fils selon la revendication 13, caractérisée en ce que l'unité centrale (31) présente une entrée (52) pour un signal qui caractérise la
vitesse de fonctionnement de la machine (3) destinée à la formation de mailles.