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(11) |
EP 1 526 203 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.03.2009 Patentblatt 2009/13 |
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Anmeldetag: 19.10.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Vorrichtung zum Spülen von strangförmigem Textilgut
Method and device for rinsing fabric in roped form
Procédé et dispositif pour le rinçage d'un tissu sous forme de boyau
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE IT TR |
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Priorität: |
21.10.2003 DE 10349375
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.04.2005 Patentblatt 2005/17 |
| (73) |
Patentinhaber: THEN Maschinen (B.V.I.) Limited |
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Tortola (VG) |
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Erfinder: |
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- Cordes, Carl, Dr.
74523 Schwäbisch Hall (DE)
- Widmer, Thomas
6004 Luzern (CH)
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| (74) |
Vertreter: Rüger, Barthelt & Abel
Patentanwälte |
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Postfach 10 04 61 73704 Esslingen a.N. 73704 Esslingen a.N. (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 945 538 DE-A1- 3 636 517 US-A- 3 949 575
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EP-A1- 1 241 289 GB-A- 1 362 415
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- HEETJANS J H: "OPTIMISING THE BATCH DYEING PROCESS USING NEW RINSING PROCEDURES" INTERNATIONAL
DYER, TEXTILE BUSINESS PRESS LTD. LONDON, GB, Bd. 181, Nr. 11, 1. November 1996 (1996-11-01),
Seite 14,17,19,22,, XP000629413 ISSN: 0020-658X
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Bei der Nassbehandlung von strangförmigem Textilgut auf JET-Behandlungsmaschinen,
bspw. auf JET-Stückfärbemaschinen, wird das Textilgut in Gestalt eines endlosen Warenstranges
in einem geschlossenen Behälter mittels eines Transportdüsensystems in Form einer
JET-Düse in Umlauf versetzt, die mit einem Transportmediumsstrom beaufschlagt ist,
der dem Warenstrang seine Vorschubbewegung in dem vorgegebenen Umlaufsinn erteilt.
Das Transportmedium ist dabei bei vielen Maschinen eine Behandlungsflotte, der prozessabhängig
Zusatzmittel zugemischt werden können und die während des Prozessablaufes auf unterschiedliche
Temperaturen gebracht werden kann.
[0002] Bei jedem solchen Nassveredelungsprozess sind Spülvorgänge erforderlich, bei denen
Substanzen, die eine Affinität zu der Textilware aufweisen, sich in dieser befinden
oder auf deren Oberfläche haften,weggespült werden müssen, nachdem sie durch eigene
Vorbereitungsprozesse, wie Entschlichten, Bleichen, Waschen, Verseifen, usw. zuerst
oder simultan mit dem Spülverfahren in Lösung, Emulsion, oder Dispersion gebracht
wurden.
Beispielsweise aus der EP 1241289 A1 ist eine Jet-Färbemaschine nach dem aerodynamischen Prinzip bekannt, bei der der Transport
des endlosen Warenstranges durch Venturi-Transportdüsen erfolgt, die mit einem gasförmigen
Transportmedium erfolgt. Auf dem Warenlaufweg ist in dem Bereich vor einer den Warenstrang
in die Transportdüsen einleitenden Umlenkrolle eine Wasch/
Spüldüse angeordnet, die es erlaubt, erwärmtes Spülwasser auf den
umlaufenden Warenstrang aufzuspritzen, um diesen zu reinigen oder zu spülen.
[0003] Zum Spülen des Textilguts, bei dem es sich genau betrachtet um einen Verdünnungsprozess
handelt, in dessen Verlauf die Konzentration der wegzuspülenden Schmutzteilchen in
der Spülflüssigkeit abgesenkt wird, werden in der Praxis im Wesentlichen drei verschiedene
Verfahrensweisen eingesetzt. Dies ist z.B. erläutert in
Melliand Textilberichte 6/1997, Seiten 428 bis 433:
[0004] Bei dem sogenannten Chargenspülen wird in den Behälter ein Spülflüssigkeitsbad eingefüllt,
der Warenstrang wird in Umlauf versetzt, und nach einer vorbestimmten Anzahl von Warenstrangumläufen
wird das Spülmittelbad wieder abgelassen. Dadurch ergibt sich eine Vermischung der
schmutzbeladenen Behandlungsflotte auf der Ware mit der Spülflüssigkeit in dem Spülflüssigkeitsbad.
Nach einigen Badwechseln wird das gewünschte Spülergebnis erzielt.
[0005] Bei einer anderen Verfahrensweise erfolgt das Spülen zwischen zwei verschiedenen
Niveaus der Spülflüssigkeit in dem Behälter. Dabei wird die Umlaufbewegung des Warenstrangs
während des Spülvorgangs nicht durch ein Einfüllen und Ablassen der Behandlungsflüssigkeit
unterbrochen. Stattdessen wird die Spülflüssigkeit durch eine Zirkulationspumpe, in
der Regel die Flottenpumpe, während der Behandlungsdauer umgewälzt, wobei durch entsprechende
Steuerung des Spülflüssigkeitszulaufs in den Behälter und des Spülflüssigkeitsablaufs
aus dem Behälter in dem Behälter ein Spülflüssigkeitsniveau eingehalten wird, das
zwischen einem oberen und einem unteren Niveau (dem Mindestniveau für den einwandfreien
Betrieb der Umwälzpumpe) pendelt. Der Spülerfolg lässt sich ähnlich wie beim Chargenspülen
durch Ermittlung der Schmutzbeladung der abfließenden Spülflüssigkeit bestimmen.
[0006] Eine dritte Verfahrensweise ist schließlich das Spülen im Überlauf. Dabei wird bei
umlaufendem Warenstrang der in dem Behälter enthaltenen schmutzbeladenen Behandlungsflotte
laufend Spülflüssigkeit, in der Regel Wasser, zugeführt, während die überschüssige
durch die Spülflüssigkeit verdünnte Behandlungsflotte auf einem durch ein Überlaufrohr
bestimmten Niveau fortlaufend abgelassen wird. Der Spülerfolg ergibt sich hier durch
eine kontinuierliche Verdünnung des Behandlungsbades; er kann durch entsprechende
Überwachung der über die Überlaufleitung abströmenden, in zunehmenden Maße verdünnten
Behandlungsflotte ermittelt werden.
[0007] Von diesen Verfahrensweisen beim Spülen sind das Chargenspülen und das Spülen zwischen
zwei verschiedenen Niveaus im Hinblick auf den Spülflüssigkeitsverbrauch, d.h. in
der Regel den Wasserverbrauch, am effizientesten. Prinzipbedingt ist der Spülflüssigkeitsverbrauch
beim Überlaufspülen am höchsten, so dass diese Spülverfahrensweise im Hinblick auf
den Spülflüssigkeitsverbrauch ineffizient ist.
[0008] Der Wasserverbrauch einer Färbemaschine ist in vielen Industrieländern ein wesentliches
Kriterium für die Wirtschaftlichkeit eines Nassveredelungsverfahrens. Die Wirtschaftlichkeit
wird aber auch u.a. von der zur Erzielung des jeweils vorgegebenen Spülerfolges abhängigen
Spülzeit beeinflusst. Verhältnismäßig lange Spülzeiten ergeben entsprechend lange
Gesamtbehandlungszeiten und beschränken damit den auf der Maschine erzielbaren Warendurchsatz.
Vgl. dazu z.B. J.H. Heetjans, Thies GmbH & Co., Coesfeld, Germany, Optimising the
batch dyeing process using new rinsing procedures.
[0009] Da bei einer Düsenbehandlungsmaschine dieser Art auch beim Spülen der Antrieb des
endlosen Warenstrangs auf hydraulischem Wege durch den die Transportdüse beaufschlagenden
Flottenstrom erfolgt, ist unabhängig von dem verwendeten Spülverfahren die pro Zeiteinheit
erforderliche Spülflüssigkeitsmenge stark von der für den Antrieb des Warenstrangs
erforderlichen Flüssigkeitsmenge abhängig. Es wird mit anderen Worten eine erhebliche
Menge Spülflüssigkeit, d.h. in der Regel Spülwasser, einfach zum Antrieb des Warenstroms
benötigt. Es wurde zwar schon versucht (vgl. Melliand Textilberichte a.O.) beim Spülvorgang
auf den Antrieb des Warenstrangs durch die von der Umwälzpumpe umgewälzte Flotte zu
verzichten und den Warenstrang dadurch anzutreiben, dass ausschließlich frisches Spülwasser
als Transportmedium in die JET-Düse eingeführt wird um mit diesem sowohl das Spülen
als auch den Materialtransport zu bewerkstelligen, doch ist eine solche Verfahrensweise
wegen des hohen Spülwasserbedarfs und des schlechten Flüssigkeitsaustauschs zwischen
dem die Düse durchströmenden frischen Spülwasser und der von dem Warenstrang mitgeführten
schmutzbeladenen Behandlungsflotte sehr unwirtschaftlich.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb ein Spülverfahren für strangförmiges Textilgut
auf JET-Behandlungsmaschinen zu schaffen, das es erlaubt den Spülflüssigkeitsverbrauch,
d.h. in der Regel den Spülwasserverbrauch und den zur Durchführung des Spülvorgangs
erforderlichen Zeitaufwand niedrig zu halten und entsprechend den jeweils vorhandenen
Gegebenheiten so aufeinander abzustimmen, dass die Produktionskosten für das gesamte,
einen Spülvorgang erfordernde Nassveredelungsverfahren minimiert werden.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe weist das erfindungsgemäße Verfahren die Merkmale des Patentanspruchs
1 auf.
Eine zur Durchführung dieses Verfahrens dienende Vorrichtung ist Gegenstand des Patentanspruchs 17.
[0012] Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass bei JET-Behandlungsmaschinen nach
dem aerodynamischen Prinzip der Transport des endlosen Warenstranges von der Behandlungsflotte
unabhängig ist, weil der Warenstrang durch die Beaufschlagung der Venturi-Transportdüse
mit einem gasförmigen Transportmedium, ggfs. unterstützt von einer fremd angetriebenen
Haspel erfolgt und deshalb sich neue Möglichkeiten für das Spülen der Ware ergeben.
[0013] Bei dem neuen Verfahren zum Spülen von strangförmigem Textilgut wird demgemäß so
vorgegangen, dass das Textilgut in Gestalt eines endlosen Warenstranges mittels einer
Venturi-Transportdüse in einem geschlossenen Behälter durch ein gasförmiges Transportmedium
in Umlauf versetzt wird. Das Textilgut wird der Einwirkung einer Spülflüssigkeit ausgesetzt,
derart, dass das Spülen mit stetig fließendender Spülflüssigkeit vorgenommen wird.
Dabei werden der Spülflüssigkeitsauftrag pro Zeiteinheit und/oder die Warenstranglaufgeschwindigkeit
in Abhängigkeit von warenspezifischen Daten des Textilgutes, von maschinenspezifischen
Daten und von verfahrensspezifischen Daten zweckentsprechend gesteuert. Die aus der
Transportdüse austretende schmutzbeladene Spülflüssigkeit wird aus dem Behälter abgeführt.
[0014] Praktisch bedeutet dies, dass z.B. frisches Spülwasser direkt aus einer Wasserleitung,
ggfs. über eine Pumpe und einen Wärmetauscher im Warenstranglaufweg vor und/oder in
der Transportdüse und/oder nach dieser in der beschriebenen Weise auf die Ware aufgebracht
wird. Das ablaufende schmutzbeladene Spülwasser wird dann sofort abgelassen. Dadurch
wird erreicht, dass im Vergleich zu den Verhältnissen bei den eingangs erläuterten
hydraulischen JET-Behandlungsmaschine eine wesentlich verringerte Spülwassermenge
benötigt wird, während gleichzeitig die Spülzeit verkürzt werden kann.
[0015] Damit eröffnet sich die Möglichkeit den Spülflüssigkeitsverbrauch pro Zeiteinheit
und die Spülzeit, abhängig von vorgegebenen Kriterien, zu optimieren. In einer besonders
vorteilhaften Ausgestaltung des neuen Verfahrens kann dies in der Weise geschehen,
dass aus warenspezifischen Daten des Textilguts, bspw. Gewicht, Substrat und Aufmachung
des Warenstranges, aus konstruktionsbedingten Daten der Transportdüse, wie Düsendurchmesser,
Düsenlänge, etc. und aus behandlungsspezifischen Daten, wie Umlaufgeschwindigkeit
des Warenstrangs und dergleichen, ein Rechenmodel bestimmt wird, das das Spülverfahren
und dessen Erfolg abbildet. Die Steuerung des Spülflüssigkeitsdurchsatzes pro Zeiteinheit
durch die Transportdüse und der Warenstrangumlaufgeschwindigkeit erfolgt durch einen
Computer in Abhängigkeit von diesem vorgegebenen Rechenmodel.
[0016] Das Rechenmodel kann durch während des Spülvorganges aufgenommene Daten aktualisiert
werden. Davon abgesehen, lässt sich das Rechenmodel durch einfache Versuche mit den
im praktischen Spülbetrieb gewonnen Daten vergleichen und eichen.
[0017] In der Praxis wird der Erfolg eines Spülvorgangs entweder mit färberischem Gefühl
oder durch einfache von Hand durchgeführte Tests ermittelt. Diese Tests können z.B.
im Auswringen eines Stranges und dem Auffangen des heraustropfenden Wassers bestehen,
um die Restfarbigkeit zu bestimmen. Eine andere Möglichkeit ist z.B. die Messung des
pH-Wertes oder des elektrischen Leitwertes der schmutzbeladenen ablaufenden Spülflüssigkeit.
Diese Tests werden in der Regel direkt an der Maschine durchgeführt, indem entweder
Flotte entnommen oder die Maschine angehalten wird. Bei der fertigen nass behandelten
(ausgerüsteten) Ware werden dann meistens konsequent standardisierte Qualitätskontrollen
durchgeführt (Reibechtheit, Waschechtheit, Schweißechtheit, etc.), die weltweit verbreitet
und deren Ergebnisse auch miteinander vergleichbar sind.
[0018] Das erfindungsgemäße Verfahren, bei dem ein direktes Spülen der Ware mit Spülflüssigkeit
erfolgt, kann nun so ausgestaltet werden, dass der Erfolg des Spülvorganges laufend
oder in zeitlichen Abständen on-line überwacht wird. Die so ermittelten, für den jeweiligen
Spülerfolg kennzeichnenden Daten können in die Steuerung und insbesondere in das Rechenmodell
einfließen, um den Spülvorgang automatisch zu verändern oder das Ende des Spülvorgangs
festzulegen. Änderungen des Spülvorgangs können bspw. derart geschehen, dass der Spülflüssigkeitsauftrag
auf den Warenstrang zu Beginn des Spülvorgangs, d.h. bei den ersten Umläufen des Warenstrangs
anders, insbesonders höher ist als gegen Ende des Spülvorgangs.
[0019] Da bei dem neuen Spülverfahren ein direktes Spülen der Ware in der den Behälter durchströmenden
Spülflüssigkeit stattfindet, ist die Schmutzlast der schmutzbeladenen Spülflüssigkeit
ein Maß für den erzielten Spüleffekt. Zur Messung diese Schmutzlast können z.B. folgende
Sensoren verwendet werden:
- Sensoren zur pH-Wert Messung der schmutzbeladenen Spülflüssigkeit für das Ausspülen
von Säuren und Laugen,
- Sensoren zur Messung des elektrischen Leitwerts der schmutzbeladenen Spülflüssigkeit
für das Ausspülen von Salzen,
- Trübungssensoren für die Messung der Restfarbigkeit in der schmutzbeladenen Spülflüssigkeit.
[0020] Die Messung der Schmutzlast kann in dem aus dem Behälter ablaufenden Spülwasser und/oder
unmittelbar an dem Warenstrang erfolgen.
[0021] Zur Bestimmung des Endes der Spülzeit können u.a. folgende durch entsprechende Sensoren
gemessene und/oder durch den Computer berechnete Kriterien herangezogen werden:
- ein vorgegebener absoluter Messwert wenigstens einer für die Schmutzlast des schmutzbeladenen
Spülflüssigkeit kennzeichnenden Größe, bspw. deren Trübung, elektrischer Leitwert,
pH-Wert und dergleichen,
- ein vorgegebenes Verhältnis zwischen einem Anfangs- und einem Endwert wenigstens einer
für die Schmutzlast der schmutzbeladenen Flüssigkeit kennzeichnenden Größe
- die zeitliche Änderung einer für die Schmutzlast kennzeichnenden Größe der schmutzbeladenen
Spülflüssigkeit.
- Durch die erste zeitliche Ableitung des Messwerts dieser Größe wird die Frage beantwortet
um wieviel sich der Messwert pro gegebene Zeiteinheit verändert. Nachdem alle Spülvorgänge,
graphisch gesehen, in einer sich abflachenden Kurve enden, die anzeigt, dass sich
die Schmutzpartikelkonzentration mit fortschreitender Spülzeit kaum mehr ändert, kann
auch die erste Ableitung des erwähnten Messwerts als Kriterium für das Ende der Spülzeit
dienen.
[0022] Die Zusammenführung von theoretisch berechneten Werten und praktisch gemessenen Werten
in dem erwähnten Rechenmodel erlaubt eine weitere Optimierung des Spülvorgangs. Denkbar
ist z.B., dass zu Anfang des Spülprozesses, wo mit hohen Spülflüssigkeitsmengen schnell
ein großer Konzentrationsabfall erreicht wird, die Spülzeit optimiert wird. Gegen
Ende des Spülprozesses wenn die Konzentrationsunterschiede in der schmutzbeladenen
abfließenden Spülflüssigkeit von Warenumlauf zu Warenumlauf nicht mehr besonders groß
sind, ist es von Vorteil mit einer geringeren Spülflüssigkeitsmenge dafür aber mit
etwas höherem Zeitaufwand zu arbeiten. Das Ergebnis ist in jedem Fall ein Spülvorgang,
der sowohl in Bezug auf die benötigte Spülflüssigkeitsmenge als auch in bezug auf
die benötigte Spülzeit optimiert ist.
[0023] Diese Optimierung ist im praktischen Nassbehandlungsbetrieb, d.h. in der Färberei
von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Beispielsweise in gewissen Industrieländern
arbeiten die Färbereien in der Regel mit relativ geringer Produktion und hohen Wasserkosten
während in anderen Ländern eine hohe Produktion und sehr niedrige Wasserkosten gegeben
sind. Auch gibt es Gegenden in denen das Prozesswasser den Färbereien zugeteilt wird,
und damit eine Produktionserhöhung nur möglich ist, wenn mit der konstant zugeteilten
Wassermenge eine höhere Produktion und damit ein höherer Ertrag erreicht werden können.
[0024] Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt es in Kenntnis der für den Spülprozess erforderlichen
Daten den Spülprozess zu optimieren. Insbesondere unter Verwendung des Rechenmodels
kann die Steuerung selbst den Wasserverbrauch bzw. die benötigte Produktionszeit in
Abhängigkeit von den jeweils vorhandenen Produktionsbedingungen, wie Wasserpreis,
Produktionsumfang und dergleichen errechnen. Von dem Bediener oder Programmierer der
Nassbehandlungsmaschine benötigt die Steuerung lediglich die Angabe ob der Spülprozess
hinsichtlich des Wasserverbrauchs oder hinsichtlich der Produktionszeit optimiert
werden soll.
[0025] Weitere Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Sie ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Verfahrens das anhand der nachfolgenden Zeichnung veranschaulicht
wird.
[0026] In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine JET-Behandlungsmaschine nach dem aerodyna- mischen Prinzip, eingerichtet zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Spülverfahrens, in schema- tischer Darstellung
und im Querschnitt,
- Fig. 2
- ein Diagramm zur Veranschaulichung des Konzen- trationsabfalls der Schmutzlast in
dem schmutzbe- ladenen Spülwasser bei der Durchführung des er- findungsgemäßen Spülverfahrens
in Abhängigkeit von der Zahl der Warenstrangumläufe, unter Ver- anschaulichung der
Übereinstimmung zwischen ge- messenen und berechneten Konzentrationswerten ,
- Fig. 3 und 4
- zwei Diagramme zur Veranschaulichung der Spülzeit und des Wasserverbrauchs in Abhängigkeit
von der in die Transportdüse injizierten Spülwassermenge und der Umlaufgeschwindigkeit
des Warenstrangs bei Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens und
- Fig. 5
- ein Diagramm zur Veranschaulichung des gegenläu- figen Verlaufs der Spülzeit und des
Wasserver- brauchs bei der Durchführung des erfindungsgemä- ßen Spülverfahrens.
[0027] Die in Figur 1 schematisch dargestellte Hochtemperatur (HT)-Stückfärbemaschine weist
einen druckfesten, zylindrischen Behälter 1 auf, in den eine durch einen Deckel 2
verschließbare Bedienungsöffnung 3 führt, durch welche eine Warenstrang 4 eingebracht
werden kann. Der Warenstrang 4 wird über eine fremd angetriebene Haspel 5 in eine
Venturi-Transportdüse 6 eingeführt, an die sich ein Abtafler 7 anschließt. Der Abtafler
7 legt den aus der Transportdüse 6 austretenden Warenstrang 4 abgetafelt in einem
Speicher 8 ab, aus dem der endlose Warenstrang durch die Haspel 5 wieder herausgezogen
wird. Die Haspel 5 und die Transportdüse 6 sind in Gehäuseteilen 9 untergebracht,
die mit dem Behälter 1 flüssigkeitsdicht verbunden sind. Der Warenstrang 4 wurde nach
dem Einbringen durch die Bedienungsöffnung 3 an seinen Enden zu einer endlosen Warenschlaufe
verbunden.
[0028] Die Transportdüse 6 ist mit einem gasförmigen Transportmediumstrom beaufschlagt,
der den durchlaufenden Warenstrang 4 in einem durch einen Pfeil 10 angedeuteten Umlaufsinn
in Umlauf versetzt. Das Transportmedium ist im vorliegenden Fall Luft oder ein Dampf-Luftgemisch,
das durch ein Gebläse 11 und eine Saugleitung 12 aus dem Behälter 1 abgesaugt und
über eine Druckleitung 13 in die Transportdüse 6 befördert wird.
[0029] An dem Behälter 1 ist unten ein Flottenablauf 14 angeordnet, der ein Flottensieb
15 enthält und der mit einer Saugleitung 16 einer Flottenumwälzpumpe 17 verbunden
ist, deren Druckleitung 18 einen Wärmetauscher 19 enthält und über ein Regelventil
20 in die Transportdüse 6 mündet. Die Flottenumwälzpumpe 17 erlaubt es aus dem Behälter
1 angesaugte Flotte über die Transportdüse 6 und den Behälter 1 zirkulieren zu lassen.
Parallel zu dem Wärmetauscher 19 und der Flottenumwälzpumpe liegt eine Bypassleitung
22, die ein Absperrventil 23 enthält und den Flottenablass 14 mit der Druckleitung
21 verbindet.
[0030] Schließlich ist noch ein Zusatzmittelbehälter 24. vorgesehen, der in wässriger Lösung,
Emulsion oder Dispersion ein chemisches Zusatzmittel enthält, das über eine Zusatzmittelpumpe
25 und eine Verbindungsleitung 26 in die Saugleitung 16 der Flottenumwälzpumpe 17
eingespeist werden kann.
[0031] Die insoweit beschriebene, nach dem aerodynamischen Prinzip arbeitende Stückfärbemaschine
ist an sich bekannt. Wenn es im Verlaufe eine Behandlungsvorganges erforderlich ist
den Warenstrang 4 zu spülen, wird folgendermaßen vorgegangen:
[0032] Ein Ablassventil 27 des Flottenablasses 14 und ein Einlassventil 28 in die Saugleitung
16 der Flottenumwälzpumpe 17 werden geöffnet. Über das Einlassventil 28 strömt Spülwasser
in die Saugleitung 16 ein, wie dies durch einen Pfeil 29 angedeutet ist. Das einströmende
Spülwasser kann aus dem Zusatzbehälter 24 ggfs. mit den Spülvorgang erleichternden
oder unterstützenden Zusatzmitteln versetzt und in dem Wärmetauscher 19 auf eine zweckentsprechende
Spültemperatur gebracht werden bevor es in die Transportdüse 6 eintritt.
[0033] Das Gebläse 11 ist eingeschaltet und fördert einen über die Leitungen 12, 13, die
Transportdüse 6 und dem Behälter 1 zirkulierenden Transportluftstrom, der den Warenstrang
4 im Umlaufsinn 10 antreibt.
[0034] Das in die Transportdüse 6 eintretende Spülwasser wird in der Transportdüse 6 auf
die den Warenstrang bildende Ware aufgebracht. Der von der Haspel 5 aus dem Speicher
8 abgezogene Warenstrang 4 ist beim Eintritt in die Transportdüse 6 mit schmutzbeladener
Flotte getränkt, die durch den Warenstrang in die Transportdüse 6 eingebracht wird.
In der Transportdüse 6 erfolgt eine Vermischung der mit Schmutz beladenen Flotte,
die über den Warenstrang in die Transportdüse gelangt und der durch die Injektion
über die Druckleitung 21 zugeführten Spülwassermenge.
[0035] Das aus der Transportdüse 6 austretende, schmutzbeladene Spülwasser wird in dem Behälter
1 aufgefangen und sodann über den Flottenablass 14 und das Ablassventil 27 abgelassen,
wie dies durch einen Pfeil 30 angedeutet ist. Die Saugleitung 16 ist durch ein Absperrventil
31 gegen die Saugseite der Flottenumwälzpumpe 17 abgesperrt.
[0036] Mit zunehmender Zahl der Umläufe des Warenstranges 4 wird die in ihm enthaltene schmutzbeladene
Flotte in zunehmenden Maße durch das über die Transportdüse 6 injizierte Spülwasser
ausgedünnt, bis schließlich der jeweils angestrebte Spülerfolg eingetreten ist. Der
Eintritt dieses Spülerfolges kann durch Sensormittel 32 on-line festgestellt werden,
die von dem aus dem Behälter 1 abströmenden schmutzbeladenen Spülwasser durchströmt
sind. Die Sensormittel 32 überwachen bspw. den pH-Wert, den elektrischen Leitwert
und die Trübung des abströmenden Spülwassers und geben entsprechende, für diese Größen
kennzeichnende elektrische Signale als Daten in einen Computer 33 der Steueung ein.
[0037] Ist der angestrebte Spüleffekt erreicht, wird die Zufuhr wieder abgestellt und die
Stückfärbemaschine wird für den nächstfolgenden Nassbehandlungsschritt eingerichtet.
[0038] Während des Spülvorgangs ist der Warenstrang durch den von dem Gebläse 11 geförderten
Luftstrom unabhängig von der injizierten Spülwassermenge angetrieben. Durch entsprechende
Steuerung des Gebläses 11 kann die Umlaufgeschwindigkeit des Warenstrangs 4 stetig
verändert werden, während das Regelventil 20 es erlaubt, die pro Zeiteinheit injizierte
Spülwassermenge, gesteuert von einem Computer 33, zu verändern.
[0039] Alternativ oder zusätzlich kann die Umlaufgeschwindigkeit des Warenstrangs 4 auch
dadurch verändert werden, dass der Computer 33 eine dem Gebläse 11 nachgeschaltete
in der Druckleitung 13 liegende Drosselklappe 340 steuert. Die injizierte Spülwassermenge
kann auch durch einen Steuereingriff auf die Umwälzpumpe 17 verändert werden, wie
dies in Figur 1 angedeutet ist.
[0040] Die mit dem Warenstrang 4 in die Transportdüse 6 eingebrachte Menge der schmutzbeladenen
Flotte hängt im Wesentlichen von Faktoren ab, wie Gewicht, Substrat und Aufmachung
des Warenstranges 4. Daraus berechnet sich wieviel Liter Flüssigkeit der Warenstrang
aufnehmen kann. Die Menge der tatsächlich aufgenommenen Flüssigkeit ins Verhältnis
zum Warenstranggewicht gesetzt ergibt den sogenannten "Pick-Up". Außerdem ist sie
abhängig von der Geschwindigkeit des Warenstrangs 4. Die mit dem Warenstrang in die
Transportdüse 6 eingebrachte schmutzbeladene Flottenmenge hängt nämlich direkt von
der Umlaufgeschwindigkeit des Warenstrangs ab.
[0041] Auf diesen Erkenntnissen aufbauend lässt sich ein Rechenmodel entwickeln, das den
Erfolg des Spülens abbildet. Dieses Rechenmodel kann durch Versuche mit den praktischen
Verhältnissen verglichen und geeicht werden. Figur 2 zeigt das Ergebnis solcher Vergleichsversuche
zwischen der theoretischen Rechnung und den tastsächlichen Messwerten.
[0042] Aufgetragen ist die Schmutzkonzentration in Gramm pro Liter in dem aus dem Flottenablass
14 ablaufenden schmutzbeladenen Spülwasser in Abhängigkeit von der Zahl der Umläufe
des Warenstrangs 4. Die beiden Kurven zeigen, dass die Konzentration während der ersten
Umläufe des Warenstrangs steil abfällt und sich mit zunehmender Zahl der Warenstrangumläufe
asymptotisch einem minimalen Restwert annähert. Die Übereinstimmung zwischen Rechnung
und tatsächlicher Messung ist ersichtlich gut.
[0043] Mit dem so gewonnen Rechenmodel können die Parameter für den Spülprozess in Simulationsrechnungen
optimiert werden. Das Ergebnis dieser Rechnungen ist für ein Ausführungsbeispiel in
den Figuren 3 bis 5 veranschaulicht.
[0044] Das den Figuren 3 bis 5 zugrundeliegende Ausführungsbeispiel gilt für eine Baumwollmaschenware
mit einem durchschnittlichen Quadratmetergewicht von 250gr/m
2 und mit folgenden Parametern:
| Pick-Up (%) |
330 |
| Beladung Speicher (Kg) |
200 |
| Anfängliche Schmutzlast (gr/ltr) |
35 |
| Restschmutzlast bei Spülzeitende (gr/ltr) |
3 |
[0045] Daraus ergeben sich folgende Werte für die Spülzeit in Minuten und für den Spülwasserverbrauch
in Liter pro Kilogramm, die in den Schaubildern der Figuren 3, 4 graphisch veranschaulicht
sind, welche die prozentuale Veränderung ausgehend von einer bestimmten Maschineneinstellung
wiedergeben.

[0046] Diese Werte und die Schaubilder nach Figur 3, 4 zeigen, dass die Spülzeit durch geänderte
Spülwasserzufuhr deutlich verkürzt werden kann und dass andererseits der Spülwasserverbrauch
durch Verlängerung der Spülzeiten verringert werden kann. Bei Unterbeladung der Maschine
verringert sich, nebenbei bemerkt, automatisch die Spülzeit.
[0047] Aus Figur 5 ist zu entnehmen, dass mit abnehmender Spülzeit der Spülwasserverbrauch
ansteigt, um einen bestimmten vorgegebenen Spüleffekt zu erzielen. Im ersten (linke)
Drittel fällt die benötigte Spülzeit sehr stark ab. Im letzten (rechten) Drittel steigt
der Spülwasserverbrauch sehr stark an, obwohl die Spülzeit nur noch wenig abfällt.
Der optimale Betriebsbereich liegt deshalb in dem mitteleren Drittel, in dem bei fast
gleichbleibenden Spülwasserverbrauch die Spülzeit deutlich reduziert werden kann.
[0048] Die in den Tabellen 1, 2 angegebenen Werte zeigen, dass durch Variation der Spülwassermenge
pro Zeiteinheit (Injektionsmenge) und der Warenlaufgeschwindigkeit wie sie durch die
dunkel angelegten Felder der Tabelle angezeigt ist, z.B. eine Zeiteinsparung um 75%
erreicht werden kann, während gleichzeitig die benötigte Spülwassermenge nur um 38%
ansteigt.
[0049] Das dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt, dass bei niedrigen Spülwasserkosten zu
Lasten eines erhöhten Spülwasserverbrauchs die produzierte Warenmenge und damit der
Ertrag deutlich erhöht werden können, weil die Spülzeit verkürzt wird, während bei
hohen Spülwasserkosten durch Verlängerung der Spülzeit und, dadurch bedingt, durch
Einsatz zusätzlicher Maschinenkapazität der Kostenaufwand deutlich gesenkt werden
kann.
[0050] In der vorstehenden Beschreibung wurde allgemein von "Spülflüssigkeit" gesprochen,
die, worauf hingewiesen wurde, in der Regel Spülwasser ist. Grundsätzlich können aber
auch andere Spülflüssigkeiten, auch solche organischer Art verwendet werden, wenn
dies im Hinblick auf die zu spülende Textilware von Nutzen ist.
[0051] Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel wird die Spülflüssigkeit in
die Transportdüse 6 injiziert (Figur 1) und damit auf den Warenstrang 4 aufgebracht.
Alternativ oder zusätzlich kann das neue Spülverfahren aber auch derart durchgeführt
werden, dass die Spülflüssigkeit im Warenstranglaufweg und/oder nach der Transportdüse
6 auf den Warenstrang 4 aufgebracht wird. Dies ist in Figur 1 schematisch beispielhaft
veranschaulicht. In das Gehäuse 9 mündet oberhalb der Haspel 5 eine bspw. von der
Druckleitung 21 abgehende Spülflüssigkeitsleitung 34, in der ein Regelventil 35 liegt,
das von dem Computer 33 angesteuert werden kann. Damit wird erreicht, dass der in
die Transportdüse 6 eintretende Warenstrang bereits mit Spülflüssigkeit beladen ist.
[0052] Die Leitung 34 braucht nicht unbedingt in dem Bereich über der Haspel 5 zu münden.
Abhängig von den jeweiligen Gegebenheiten kann die Mündung der Leitung 34 irgendwo
zwischen der Haspel und dem Düsenspalt der Venturi-Transportdüse 6 liegen. Daneben
sind auch Ausführungsformen denkbar, bei denen die Mündung der Leitung 34 in dem zwischen
dem Speicher 8 und der Haspel 5 liegenden (vertikalen) Laufwegsbereich des Warenstranges
4 liegt und Spülflüssigkeit schon auf den Warenstrang 4 aufgebracht wird bevor dieser
die Haspel 5 erreicht. In Fig. 1 ist diese Variante mit einer strickpunktierten Linie
angedeutet, die eine Druckleitung 34a wiedergibt in der ein Regelventil 35a liegt,
das ebenfalls von dem Computer 33 angesteuert werden kann.
[0053] Außerdem kann zum Spülflüssigkeitsauftrag auf den Warenstrang 4 auch eine im Warenstranglaufweg
hinter der Transportdüse 6 mündende Druckleitung 36 vorgesehen sein, die bspw. von
der Druckleitung 21 abzweigt und ein Regelventil 37 enthält, das von dem Computer
33 angesteuert wird. Auf diese Weise ist es möglich hinter der Transportdüse Spülflüssigkeit
entweder alternativ oder zusätzlich auf den Warenstrang 4 aufzugeben.
[0054] Die von dem Warenstrang 4 ablaufende schmutzbeladene Spülflüssigkeit wird in dem
Behälter 1 aufgefangen und über den Sumpf und das Ablassventil 27 abgelassen. Alternativ
kann aber auch so vorgegangen werden, dass die schmutzbeladene Spülflüssigkeit aus
dem Behälter chargenweise abgeführt wird, d.h. die Spülflüssigkeit wird in dem Behälter
aufgefangen um einer späteren Wiederverwendung zugeführt zu werden.
[0055] Abschließend sei erwähnt, dass die den Eintritt des Spülerfolgs feststellenden Sensormittel
32 nicht notwendigerweise hinter dem Ablassventil 27 angeordnet sein müssen, um die
ablaufende schmutzbeladene Spülflüssigkeit zu überwachen. Die Messung oder Bestimmung
für die Schmutzlast kennzeichnender Daten kann auch unmittelbar an dem Warenstrang
4 erfolgen.
1. Verfahren zum Spülen von strangförmigem Textilgut auf JET-Behandlungsmaschinen bei
dem
- das Textilgut in Gestalt eines endlosen Warenstranges (4) durch eine Venturi-Transportdüsen
(6) in einem Behälter (1) durch ein gasförmiges Tranportmedium in Umlauf versetzt
wird,
- dabei das Spülen mit auf den Warenstrang in Warenstranglaufrichtung vor und/oder
in und/oder nach der Transportdüse (6) aufgebrachter Spülflüssigkeit vorgenommen wird,
wobei der Spülflüssigkeitsauftrag pro Zeiteinheit und/oder die Warenstrangumlaufgeschwindigkeit
in Abhängigkeit von warenspezifischen Daten des Textilguts und/oder von maschinenspezifischen
und/oder verfahrensspezifischen Daten gesteuert und die schmutzbeladene Spülflüssigkeit aus den Behälter abgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schmutzbeladene Spülflüssigkeit aus dem Behälter (1) kontinuierlich abgeführt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schmutzbeladene Spülflüssigkeit aus dem Behälter (1) chargenweise abgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Schmutzlast der schmutzbeladenen
Spülflüssigkeit bestimmt und dafür kennzeichnende Daten zur Steuerung des Spülflüssigkeitsauftrags
pro Zeiteinheit und/oder der Warenstrangumlaufgeschwindigkeit verwendet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bestimmung der Schmutzlast Sensormittel (32) benutzt werden, die unter der Einwirkung
der schmutzbeladenen Spülflüssigkeit stehen.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert und/oder der elektrische Leitwert und/oder die Trübung der schmutzbeladenen
Spülflüssigkeit bestimmt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende der Spülzeit in Abhängigkeit von gemessenen Daten der schmutzbeladenen Spülflüssigkeit
bestimmt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bestimmung des Endes der Spülzeit ein vorgegebener absoluter Messwert wenigstens
einer für die Schmutzlast der schmutzbeladenen Spülflüssigkeit kennzeichnenden Größe
verwendet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bestimmung des Endes der Spülzeit das Verhältnis zwischen einem Anfangs- und
Endwert wenigstens einer für die Schmutzlast der schmutzbeladenen Flüssigkeit kennzeichnenden
Größe verwendet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass für die Bestimmung des Endes der Spülzeit die zeitliche Änderung einer für die Schmutzlast
kennzeichnenden Größe der schmutzbeladenen Spülflüssigkeit verwendet wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Messung oder Bestimmung der für die Schmutzlast kennzeichnenden Daten an dem
Warenstrang erfolgt.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass lediglich der Spülflüssigkeitsauftrag pro Zeiteinheit oder die Warenstranggeschwindigkeit
während der Spülzeit verändert wird und der jeweils andere Parameter konstant gehalten
bleibt.
13. Verfahren nach einem der vorhergeheden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zu Beginn des Spülvorgangs ein höherer Spülflüssigkeitsauftrag pro Zeiteinheit verwendet
wird als gegen Endes des Spülvorgangs.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass aus warenspezifischen Daten des Textilguts, aus maschinenspezifischen Daten und aus
behandlungsspezifischen Daten ein Rechenmodel bestimmt wird und dass die Steuerung
des Spülflüssigkeitsauftrags pro Zeiteinheit und/oder der Warenstranggeschwindigkeit
durch einen Computer (33) in Abhängigkeit von diesem vorgegebenen Rechenmodel erfolgt.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Rechenmodel durch während des Spülvorganges aufgenommene Daten aktualisiert wird.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spülflüssigkeitsverbrauch pro Zeiteinheit und die Spülzeit abhängig von vorgegebenen
Kriterien optimiert werden.
17. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche
mit einem geschlossenem Behälter (1),
der Flüssigkeitsablaufmittel (14,27) aufweist, einem dem Behälter (1) zugeordneten Venturi-Transportdüsensystem (6), das mit einem
gasförmigen Transportmedium beaufschlagt ist und mit einer Einrichtung zum Auftragen
einer Spülflüssigkeit auf einen durch das Transportdüsensystem (6) in dem Behälter
(1) in Umlauf versetzten laufenden Warenstrang (4),
dadurch gekennzeichnet, dass
- sie Mittel (34,34a;21;36) zum Aufbringen von Spülflüssigkeit in Warenstranglaufrichtung
vor, im Bereiche von oder hinter dem Transportdüsensystem (6) und Einrichtungen (17;11,34)
zur Veränderung des Spülflüssigkeitsauftrags pro Zeiteinheit auf den Warenstrang (4)
und/oder der Warenstrangumlaufgeschwindigkeit aufweist und dass Steuermittel (33)
vorgesehen sind, durch die die Einrichtungen zur Veränderung des Spülflüssigkeitsauftrags
pro Zeiteinheit und/oder der Warenstrangumlaufgeschwindigkeit derart ansteuerbar sind,
dass der Spülflüssigkeitsauftrag pro Zeiteinheit und/oder die Warenstrangumlaufgeschwindigkeit
programmabhängig steuerbar sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Veränderung des Spülflüssigkeitsauftrags pro Zeiteinheit in ihrer
Förderleistung veränderbare Pumpenmittel (17) und/oder den Spülflüssigkeitsdurchsatz
steuernde Mittel (20,35;55a) aufweist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Veränderung der Warenstrangumlaufgeschwindigkeit in ihrem Transportmediumsdurchsatz
veränderbare Gebläsemittel (11) und/oder den Transportmediumsdurchsatz steuernde Mittel
(34) aufweist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass sie den Warenstrang (4) und/oder die Spülflüssigkeit überwachende Sensormittel (32)
aufweist, die für den Spülflüssigkeitsauftrag auf den Warenstrang während des Spülvorgangs
kennzeichnende Daten in die Steuermittel (33) eingeben und dass die Steuermittel (33)
zur programmgemäßen Verarbeitung dieser Daten eingerichtet sind.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel (33) einen bedienerseitig zugänglichen Eingang zu einer bedienerseitigen
Eingabe von Daten zur Beeinflussung des Spülflüssigkeitsauftrags pro Zeiteinheit und
der Warenstranggeschwindigkeit aufweisen.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel (33) mit einem Rechenmodel programmiert sind, das auf der Basis
warenspezifischer Daten des Textilguts, maschinenspezifischer Daten und behandlungsspezifischer
Daten den Spülvorgang und den Spülerfolg abbildet.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Steuermittel (33) der Spülflüssigkeitsverbrauch pro Zeiteinheit und die
Spülzeit abhängig von vorgegebenen Kriterien optimierbar sind.
1. Method for rinsing textile fabric in rope form on JET treatment machines, in which
• the textile fabric in the form of a continuous rope (4) is caused to circulate through
a venturi transport tube (6) in a container (1) by means of a gaseous transport medium,
• during this, rinsing is conducted with rinsing fluid applied to the goods in rope
form before and/or in and/or after the transport nozzle (6) in the running direction
of the goods in rope form, wherein the application of rinsing fluid is controlled
per unit time and/or the rotational speed of the goods in rope form is controlled
in dependence on goods-specific data of the textile fabric and/or machine-specific
and/or process-specific data and the dirt-laden rinsing fluid is discharged from the
container.
2. Method according to claim 1, characterised in that the dirt-laden rinsing fluid is discharged continuously from the container (1).
3. Method according to claim 1, characterised in that the dirt-laden rinsing fluid is discharged in batches from the container (1).
4. Method according to one of the preceding claims, in which the dirt load of the dirt-laden
rinsing fluid is determined and data characteristic thereof are used to control the
application of rinsing fluid per unit time and/or the rotational speed of the goods
in rope form.
5. Method according to claim 4, characterised in that sensor elements (32), which are exposed to the action of the dirt-laden rinsing fluid,
are used to determine the dirt load.
6. Method according to claim 5, characterised in that the pH value and/or the electric conductance and/or the cloudiness of the dirt-laden
rinsing fluid are determined.
7. Method according to one of claims 4 to 6, characterised in that the end of the rinsing period is determined in dependence on measured data of the
dirt-laden rinsing fluid.
8. Method according to claim 7, characterised in that a predetermined absolute measured value of at least one magnitude characterising
the dirt load of the dirt-laden rinsing fluid is used to determine the end of the
rinsing period.
9. Method according to claim 7, characterised in that the ratio between a start value and an end value of at least one magnitude characterising
the dirt load of the dirt-laden rinsing fluid is used to determine the end of the
rinsing period.
10. Method according to one of claims 4 to 9, characterised in that the time change of a magnitude characterising the dirt load is used to determine
the end of the rinsing period.
11. Method according to one of claims 4 to 10, characterised in that the measurement or determination of the data characterising the dirt load is conducted
on the goods in rope form.
12. Method according to one of the preceding claims, characterised in that only the application of rinsing fluid per unit time or the speed of the goods in
rope form is changed during the rinsing period and the respective other parameter
remains constant.
13. Method according to one of the preceding claims, characterised in that a higher application of rinsing fluid per unit time is used at the beginning of the
rinsing process than towards the end of the rinsing process.
14. Method according to one of the preceding claims, characterised in that a computing model is determined from goods-specific data of the textile fabric, from
machine-specific data and from treatment-specific data, and that the control of the
application of rinsing fluid application per unit time and/or the speed of the goods
in rope form is conducted by a computer (33) in dependence on this predetermined computing
model.
15. Method according to claim 14, characterised in that the computing model is updated by data recorded during the rinsing process.
16. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the consumption of rinsing fluid per unit time and the rinsing period are optimised
in dependence on predetermined criteria.
17. Device for implementing the method according to one of the preceding claims, with
a closed container (1) that has fluid discharge means (14, 27), a venturi transport
tube system (6) associated with the container (1), to which a gaseous transport medium
is applied, and with a means for applying a rinsing fluid to goods in rope form (4)
caused to circulate through the transport tube system (6) in the container (1),
characterised in that
• it has means (34, 34a; 21; 36) for applying rinsing fluid before, in the region
of or behind the transport tube system (6) in the running direction of the goods in
rope form and means (17; 11, 34) for changing the application of rinsing fluid per
unit time to the goods in rope form (4) and/or the rotation sped of the goods in rope
form,
and that control elements (33) are provided, by means of which the means for changing
the application of rinsing fluid per unit time and/or the rotational speed of the
goods in rope form can be actuated in such a manner that the application of rinsing
fluid per unit time and/or the rotational speed of the goods in rope form can be program-controlled.
18. Device according to claim 17, characterised in that the means for changing the application of rinsing fluid per unit time has pumping
elements (17), which are variable in pumping capacity, and/or elements (20, 35; 55a)
controlling the throughput of rinsing fluid.
19. Device according to claim 17 or 18, characterised in that the means for changing the speed of the goods in rope form per unit time has blower
elements (11), which are variable in their throughput of transport medium and/or elements
(34) controlling the throughput of transport medium.
20. Device according to one of claims 17 to 19, characterised in that it has sensor elements (32), which monitor the goods in rope form (4) and/or the
rinsing fluid and which input data characterising the application of rinsing fluid
to the goods in rope form during the rinsing process into the control elements (33),
and that the control elements (33) are arranged for the program-based processing of
these data.
21. Device according to claim 20, characterised in that the control elements (33) have a user-accessible input for an input of data by the
user to influence the application of rinsing fluid per unit time and the speed of
the goods in rope form.
22. Device according to one of claims 17 to 21, characterised in that the control elements (33) are programmed with a computing model, which displays the
rinsing process and the degree of rinsing success on the basis of goods-specific data
of the textile fabric, machine-specific data and treatment-specific data.
23. Device according to one of claims 17 to 22, characterised in that the consumption of rinsing fluid per unit time and the rinsing period are optimised
by the control elements (33) in dependence on predetermined criteria.
1. Procédé de rinçage de matériau textile sous forme de bande étroite dans des machines
de traitement du type JET, dans lequel
- le matériau textile se présentant sous forme de bande étroite de matériau (4) sans
fin est mis en circulation dans un récipient (1) au moyen d'un fluide de transport
gazeux, au moyen de buses de transport (6) du type venturi,
- le rinçage est réalisé au moyen d'un fluide de rinçage amené sur la bande étroite
de matériau dans la direction de déplacement de la bande étroite de matériau en amont
et/ou dans et/ou en aval de la buse de transport (6), l'apport de liquide de rinçage
par unité de temps et/ou la vitesse de circulation de la bande étroite de matériau
étant commandés en fonction de données spécifiques de la matière du matériau textile
et/ou de données spécifiques de la machine et/ou de données spécifiques du procédé
et le liquide de rinçage chargé d'impuretés étant évacué hors du récipient.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le liquide de rinçage chargé d'impuretés est évacué en continu du récipient (1).
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le liquide de rinçage chargé d'impuretés est évacué du récipient (1) sous forme de
charges.
4. Procédé selon l'une des revendications qui précèdent, dans lequel la charge d'impuretés
du liquide de rinçage chargé d'impuretés est déterminée et dans lequel les données
caractérisant celle-ci sont utilisées pour la commande de l'apport de liquide de rinçage
par unité de temps et/ou de la vitesse de circulation de la bande étroite de matériau.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'on utilise des moyens formant capteurs (32) pour la détermination de la charge
d'impuretés, lesquels se trouvent sous l'effet du liquide de rinçage chargé d'impuretés.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la valeur de pH et/ou la valeur de conductivité électrique et/ou la turbidité du
liquide de rinçage chargé d'impuretés sont déterminées.
7. Procédé selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que la fin du temps de rinçage est déterminée en fonction de données mesurées du liquide
de rinçage chargé d'impuretés.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que pour la détermination de la fin du temps de rinçage on utilise une valeur de mesure
absolue déterminée à l'avance d'au moins une des grandeurs caractérisant la charge
d'impuretés du liquide de rinçage chargé d'impuretés.
9. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que pour la détermination de la fin du temps de rinçage on utilise le rapport entre une
valeur de début et une valeur de fin d'au moins une grandeur caractérisant la charge
d'impuretés du liquide de rinçage chargé d'impuretés.
10. Procédé selon l'une des revendications 4 à 9, caractérisé en ce que pour la détermination de la fin du temps de rinçage on utilise la variation dans
le temps d'une grandeur caractérisant la charge d'impuretés.
11. Procédé selon l'une des revendications 4 à 10, caractérisé en ce que la mesure ou la détermination des données caractérisant la charge d'impuretés est
effectuée sur la bande étroite de matériau.
12. Procédé selon l'une des revendications qui précèdent, caractérisé en ce que seul l'apport de liquide de rinçage par unité de temps ou bien la vitesse de la bande
étroite de matériau est modifié pendant le temps de rinçage et en ce que chacun des autres paramètres demeure maintenu constant.
13. Procédé selon l'une des revendications qui précèdent, caractérisé en ce qu'au début du processus de rinçage on utilise un apport de liquide de rinçage par unité
de temps plus important que vers la fin du processus de rinçage.
14. Procédé selon l'une des revendications qui précèdent, caractérisé en ce que l'on détermine un modèle de calcul à partir de données spécifiques de la matière
du matériau textile, de données spécifiques de la machine et de données spécifiques
du traitement, et en ce que la commande de l'apport de liquide de rinçage par unité de temps et/ou de la vitesse
de la bande étroite de matériau est effectué au moyen d'un ordinateur (33) en fonction
de ce modèle de calcul déterminé à l'avance.
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que le modèle de calcul est actualisé au moyen de données recueillies au cours du processus
de rinçage.
16. Procédé selon l'une des revendications qui précèdent, caractérisé en ce que la consommation de liquide de rinçage par unité de temps et le temps de rinçage sont
optimisés en fonction de critères déterminés à l'avance.
17. Dispositif pour l'exécution du procédé selon l'une des revendications qui précèdent,
comportant un récipient fermé (1) qui présente des moyens d'écoulement de liquide
(14, 27), un système de buses de transport (6) du type venturi affecté au récipient
(1) qui est alimenté en un fluide de transport gazeux et un dispositif d'apport d'un
liquide de rinçage sur une bande étroite de matériau (4) en mouvement mis en circulation
dans le récipient (1) par le système (6) de buses de transport, caractérisé en ce que
il présente des moyens (34, 34a ; 21 ; 36) d'apport de liquide de rinçage dans la
direction de déplacement de la bande étroite de matériau en amont du système (6) de
buses de transport, dans la zone de celui-ci, ou en aval de celui-ci, et des dispositifs
(17 ; 11, 34) destinés à faire varier l'apport de liquide de rinçage par unité de
temps sur la bande étroite (4) de matériau et/ou la vitesse de circulation de la bande
étroite de matériau et en ce que des moyens de commande (33) sont prévus, grâce auxquels les dispositifs de modification
de l'apport de liquide de rinçage par unité de temps et/ou de la vitesse de circulation
de la bande étroite de matériau peuvent être commandés de telle manière que l'apport
de liquide de rinçage par unité de temps et/ou la vitesse de circulation de la bande
étroite de matériau peuvent être commandés en fonction d'un programme.
18. Dispositif selon la revendication 17, caractérisé en ce que l'agencement destiné à modifier l'apport de liquide de rinçage par unité de temps
présente des moyens formant pompes (17) dont le débit peut être modifié et/ou des
moyens (20,35; 55a) de commande le débit du liquide de rinçage.
19. Dispositif selon la revendication 17 ou 18, caractérisé en ce que l'agencement destiné à modifier la vitesse de circulation de la bande étroite de
matériau présente des moyens (11) formant souffleries dont le débit de fluide de transport
peut être modifié et/ou des moyens (34) de commande du débit de fluide de transport.
20. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 19, caractérisé en ce qu'il présente des moyens formant capteurs (32) qui surveillent la bande étroite (4)
de matériau et/ou le liquide de rinçage, et qui introduisent dans les moyens de commande
(33) des données caractérisant l'apport de liquide de rinçage sur la bande étroite
de matériau pendant le processus de rinçage et en ce que les moyens de commande (33) sont agencés en vue du traitement de ces données selon
un programme.
21. Dispositif selon la revendication 20, caractérisé en ce que les moyens de commande (33} présentent une entrée accessible côté opérateur en vue
de l'introduction, côté opérateur, de données destinées à affecter l'apport de liquide
de rinçage par unité de temps et la vitesse de la bande étroite de matériau.
22. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 21, caractérisé en ce que les moyens de commande (33) sont programmés au moyen d'un modèle de calcul qui représente
le processus de rinçage et le résultat du rinçage sur la base de données spécifiques
du matériau textile, de données spécifiques de la machine et de données spécifiques
du traitement.
23. Dispositif selon l'une des revendications 17 à 22, caractérisé en ce que la consommation de liquide de rinçage par unité de temps et le temps de rinçage peuvent
être optimisés à l'aide des moyens de commande (33) en fonction de critères déterminés
à l'avance.


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- Melliand Textilberichte, 1997, 428-433 [0003]