[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Regeln des Druckes in einem Kraftstoffspeicher
einer Brennkraftmaschine, insbesondere einem Common-Rail-System. Darüber hinaus betrifft
die Erfindung ein Computerprogramm und eine Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens.
Stand der Technik
[0002] Aus dem Stand der Technik, zum Beispiel aus der
DE 199 16 100 A1 sind ein derartiges Verfahren und eine derartige Vorrichtung grundsätzlich bekannt.
Genauer gesagt lehrt diese Druckschrift, mindestens einen ersten und einen zweiten
Regelkreis zum Regeln des Druckes in einem Kraftstoffspeicher vorzusehen. In einem
ersten Regelmodus wird lediglich der erste Regelkreis zur Regelung des Druckes verwendet,
wobei der Druck in dem Kraftstoffspeicher durch geeignete Ansteuerung einer Hochdruckpumpe
als Druckregelmittel geregelt wird. Alternativ dazu ist ein zweiter Regelmodus vorgesehen,
bei dem die Druckregelung mit Hilfe des zweiten Regelkreises über ein Druckregelventil
erfolgt, welches unmittelbar auf den Kraftstoffspeicher einwirkt . Abhängig vom Betriebszustand
der Brennkraftmaschine wird entweder der erste oder der zweite Regelmodus zur Druckregelung
verwendet. So findet beispielsweise ein Umschaltvorgang von dem ersten auf den zweiten
Regelmodus dann statt, wenn bestimmte Werte für die Drehzahl oder die einzuspritzende
Kraftstoffmenge in einem bestimmten Betriebszustand der Brennkraftmaschine überschritten
werden. Für den komplementären Umschaltvorgang von dem zweiten auf den ersten Regelmodus
sind ebenfalls geeignete Kriterien definiert.
[0003] WO 03/046357 A1 beschreibt eine verfahren zur Steuerung einer Brennkraftmaschine, bei dem eine Regelstrecke
zur Regelung des Raildruckes bei einem festgestellten fehlerhaften Raildrucksensor
aufgetrennt und in einen gesteuerten Notbetrieb übergegangen wird. Während der Übergangsphase
in den gesteuerten Notbetrieb wird die Regelabweichung durch eine Übergangsfunktion
vorgegeben.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es deshalb die Aufgabe der Erfindung, ein
bekanntes Verfahren zum Regeln des Druckes in einem Kraftstoffspeicher einer Brennkraftmaschine
sowie ein bekanntes Computerprogramm und eine bekannte Vorrichtung zum Durchführen
dieses Verfahrens derart weiterzubilden, dass der Verlauf des Raildruckes während
eines Umschaltvorganges zwischen zwei verschiedenen Regelmodi nicht in inakzeptabler
Weise gestört wird.
[0004] Diese Aufgabe wird durch das in Patentanspruch 1 beanspruchte Verfahren gelöst. Dieses
Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung des Umschaltvorganges
die an dem Umschaltvorgang beteiligten Regelkreise geöffnet werden, indem ihre Regeleinrichtungen
anstelle mit dem bisherigen Eingangssignal mit für vorzugsweise jeden Umschaltvorgang
individuell vorbestimmten Umschalteingangssignalen angesteuert werden, welche so ausgebildet
sind, dass die Regeleinrichtungen in gewünschter Weise von einem durch den aktuellen
Regelmodus definierten aktuellen Betriebszustand in einen durch den zukünftigen Regelmodus
definierten zukünftigen Betriebszustand überführt werden.
[0005] Diese beanspruchte Vorgehensweise zur Durchführung eines Umschaltvorgangs von einem
aktuellen Regelmodus auf einen zukünftigen Regelmodus bietet den Vorteil, dass dadurch
unerwünschte Störungen des Raildrucks während des Umschaltvorganges vermieden werden.
Erfindungsgemäß erfolgt dies in der Weise, dass die an dem Umschaltvorgang beteiligten
Regelkreise durch das Umschalt-Eingangssignal auf stetige Weise von ihrem aktivierten
oder deaktivierten Betriebszustand während des aktuellen Regelmodus in ihren neuen
aktivierten oder deaktivierten Betriebszustand während des zukünftigen Regelmodus
überführt werden.
Vorteile der Erfindung
[0006] Zur Realisierung dieses erfindungsgemäßen homogenen Umschaltvorganges repräsentiert
das Umschalt-Eingangssignal vorteilhafterweise für jeden Umschaltvörgang individuell
geeignete Steuerwerte.
[0007] Vorteilhafterweise wird insbesondere ein Regelkreis, der im Rahmen eines Umschaltvorganges
von einem aktivierten in einen deaktivierten Betriebszustand oder umgekehrt wechselt,
zur Durchführung des Umschaltvorganges geöffnet, das heißt die Regelschleife wird
für die Dauer des Umschaltvorganges aufgetrennt. Wie bereits erwähnt wird die Regeleinrichtung
des aufgetrennten Regelkreises dann nicht mehr mit dem Eingangssignal, sondern mit
dem Umschalt-Eingangssignal betrieben, wobei der durch das Umschalt-Eingangssignal
repräsentierte Steuerwert zumindest näherungsweise an die zuletzt der Regeleinrichtung
zugeführten Regelabweichungen angepasst ist. Auf diese Weise wird ein möglichst glatter
beziehungsweise homogener Übergang von dem aktuellen Regelmodus in den Umschaltvorgang
gewährleistet.
[0008] Vorteilhafterweise wird das Umschalt-Steuersignal aus den vorgegebenen Steuerwerten
und einer auf diese aufgeschalteten Raildruck-Abweichung gebildet. Diese Raildruck-Abweichung
bewirkt eine Korrektur der fest vorbestimmten Steuerwerte im Hinblick auf eine aktuelle
Drucksituation im Kraftstoffspeicher 200, wobei je nach Betrag und Vorzeichen dieser
Druckabweichung die Geschwindigkeit, mit welcher der Druck im Kraftstoffspeicher 200
geregelt wird, im Hinblick auf die aktuelle dortige Drucksituaticn positiv beeinflusst
wird. Die Aufschaltung der Raildruck-Regelabweichung bewirkt außerdem, dass die durch
den Umschaltvorgang bewirkte Druckabweichung im Kraftstoffspeicher 200 möglichst gering
gehalten wird.
[0009] Die Übergänge zwischen stationärem Regelbetrieb und Umschaltvorgang werden in beiderlei
Richtung weiterhin dadurch geglättet beziehungsweise homogenisiert, dass während des
Umschaltvorganges eine durch das Umschalt-Eingangssignal bedingte Verschiebung des
Arbeitspunktes bei zumindest derjenigen Regeleinrichtung überwacht wird, die während
des Umschaltvorganges von einem aktivierten in einen deaktivierten Betriebszustand
oder umgekehrt wechselt. Es ist dann zu Homogenisierungszwecken vorteilhaft, wenn
der Übergang von dem Umschaltvorgang in den zukünftigen Regelmodus erst dann tatsächlich
durch Abklemmen des Umschalt-Eingangssignals und Anklemmen des üblichen Eingangssignals
an die Reglereinrichtung vollzogen wird, wenn zumindest die überwachte Regeleinrichtung
ihren für den zukünftigen Regelmodus vorgesehenen aktivierten oder deaktivierten Betriebszustand
erreicht hat. Im Hinblick auf einen Übergang von einem ersten auf einen zweiten Regelmodus,
bei denen jeweils nur ein unterschiedlicher Regelkreis aktiviert ist, ist es im Hinblick
auf eine Harmonisierung des Übergangs vorteilhaft, wenn nicht sofort von dem ersten
auf den zweiten oder von dem zweiten auf den ersten Regelmodus umgeschaltet wird,
sondern wenn stattdessen von dem aktuellen ersten oder zweiten Regelmodus zunächst
auf den dritten Regelmodus und von dort aus auf den zweiten oder ersten Regelmodus
umgeschaltet wird.
[0010] Schließlich ist es vorteilhaft, dass während des dritten Regelmodus, währenddessen
beide Regelkreise zur Regelung des Drucks in dem Kraftstoffspeicher aktiviert sind,
die Regeleinrichtungen der beiden Regelkreise jeweils mit einem Eingangssignal gespeist
werden, welches nicht nur die dem jeweiligen Regelkreis zugeordnete Regelabweichung,
sondern auch die dem jeweils anderen Regelkreis zugeordnete Regelabweichung repräsentiert.
[0011] Die oben genannte Aufgabe der Erfindung wird weiterhin durch eine Vorrichtung und
ein Computerprogramm zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens gelöst. Die
Vorteile dieser genannten Lösungen entsprechen den oben mit Bezug auf das beanspruchte
Verfahren genannten Vorteilen.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens und der Vorrichtung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Zeichnungen
[0013] Der Beschreibung sind insgesamt zwei Figuren beigefügt, wobei
- Figur 1
- den schematischen Aufbau einer erfindungsgemäßen Vorrichtung; und
- Figur 2
- den schematischen Aufbau einer Management-Regeleinrichtung als Bestandteil der erfindungsgemäßen
Vorrichtung
zeigt.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend in Form verschiedener Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die Figuren 1 und 2 detailliert beschrieben.
[0015] Figur 1 zeigt den Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 zum Regeln des Druckes
in einem Kraftstoffspeicher 200 einer Brennkraftmaschine (hier nicht gezeigt) gemäß
der Erfindung. Bei dem Kraftstoffspeicher handelt es sich insbesondere um ein sogenanntes
Common-Rail.
[0016] Die Vorrichtung umfasst einen ersten Regelkreis 110 mit einer ersten Differenzbildungseinrichtung
112 zum Bereitstellen einer Regelabweichung r1, einer ersten Regeleinrichtung 114
und einem Drosselventil 116 als Stellglied. Dieser erste Regelkreis regelt über das
Drosselventil 116 die einer Hochdruckpumpe 210 zugeführte Kraftstcffmenge. Der erste
Regelkreis gewährleistet, dass über das Drosselventil 116 der Hochdruckpumpe 210 genau
diejenige Kraftstoffmenge zugeführt wird, welche über ein Sollmengensignal S
M-Soll der Differenzbildungseinheit 112 vorgegeben wird. Zu diesem Zweck führt die Differenzbildungseinrichtung
112 einen ständigen Vergleich zwischen der durch das Sollmengensignal S
M-Soll angeforderten Soll-Kraftstoffmenge mit der durch das Drosselventil 116 tatsächlich
bereitgestellten und durch das ist-Mengen-Signal S
M-ist repräsentierten Ist-Kraftstoffmenge durch und gibt eine eventuell festgestellte Differenz
r1 zwischen der Soll- und der Ist-Menge als Mengenabweichung aus. Diese Mengenabweichung
r1 wird während eines stationären Betriebs des ersten Regelkreises als Regelabweichung
in Form eines Eingangssignals e1 auf die Regeleinrichtung 114 ausgegeben. Als Besonderheit
bei dem ersten Regelkreis sei darauf hingewiesen, dass die durch das Drosselventil
116 tatsächlich dosierte Kraftstoffmenge gemäß Figur 1 nicht etwa mit Hilfe eines
Durchflussmessers am Ausgang des Drosselventil 116 erfasst wird, sondern dass stattdessen
die Regelgröße am Ausgang der ersten Regeleinrichtung 114 als Repräsentant für die
tatsächlich eingestellte Ist-Kraftstoffmenge ausgewertet wird. Aufgrund einer physikalisch
eindeutigen Zuordnung zwischen dieser Regelgröße und der tatsächlich eingestellten
Kraftstoffmenge ist dieser Abgriff gemäß Figur 1 gleichermaßen zielführend wie eine
direkte Erfassung der Durchflussmenge.
[0017] Wie soeben beschrieben regelt der erste Regelkreis 110 zunächst nur die der Hochdruckpumpe
210 zugeführte Kraftstoffmenge. Die Hochdruckpumpe 210 ist jedoch über eine Kraftstoffleitung
220 mit dem Kraftstoffspeicher 200 verbunden. Über die Steuerung der dem Kraftstoffspeicher
200 zugeführten Kraftstoffmenge mit Hilfe des ersten Regelkreises kann deshalb indirekt
auch der Druck in dem Kraftstoffspeicher gesteuert werden.
[0018] Neben dem ersten Regelkreis umfasst die Vorrichtung 100 gemäß Figur 1 weiterhin einen
zweiten Regelkreis 120. Dieser umfasst eine zweite Differenzbildungseinrichtung 122,
welche eine eventuelle Abweichung zwischen einem vorgegebenen Soll-Druck, repräsentiert
durch ein Signal S
D-Soll und dem von einem. Drucksensor 230 gemessenen tatsächlichen Druck in dem Kraftstoffspeicher
200, repräsentiert durch ein Signal S
D-Ist erfasst. Der zweite Regelkreis 120 umfasst darüber hinaus eine zweite Regeleinrichtung
124, welche die von der zweiten Differenzbildungseinrichtung 122 erfasste Druckabweichung
r2 während eines stationären Regelbetriebs in Form eines Eingangssignal e2 empfängt
und nach Maßgabe durch diese Druckabweichung r2 ein Druckregelventil 126 ansteuert,
welches unmittelbar auf den Druck im Kraftstoffspeicher 200 einwirkt. Im Unterschied
zu dem ersten Regelkreis führt der zweite Regelkreis deshalb eine direkte Regelung
des Drucks im Kraftstoffspeicher aus.
[0019] Der erste und der zweite Regelkreis 110, 120 können sowohl einzeln wie auch gleichzeitig,
das heißt parallel betrieben werden. So ist in einem ersten Regelmodus nur der erste
Regelkreis 110 und in einem zweiten Regelmodus nur der zweite Regelkreis 120 aktiviert,
während in einem dritten Regelmodus der erste und der zweite Regelkreis 110, 120 gleichzeitig
aktiviert sind. Die Entscheidung darüber, in welchem der drei genannten Regelmodi
die Vorrichtung gemäß Figur 1 betrieben wird, erfolgt im Ansprechen auf ein Regelmodussignal
S
R, welches einen aktuellen oder zukünftigen Regelmodus insbesondere in Abhängigkeit
eines aktuellen Betriebszustandes der Brennkraftmaschine vorgibt. In Figur 1 ist zu
erkennen, dass dieses Regelmodussignal S
R einer Regelmanagementeinrichtung 130 zugeführt wird, in welcher unter anderem vorzugsweise
die beiden bereits erwähnten Differenzbildungseinrichtungen 112 und 122 integriert
sind.
[0020] Diese Regelmanagementeinrichtung 130 ist ausgebildet, die jeweiligen Regeleinrichtungen
114, 124 der beiden Regelkreise 110, 120 im Ansprechen auf einen jeweils gewünschten,
durch das Regelmodussignal S
R repräsentierten Regelmodus anzusteuern.
[0021] Figur 2 zeigt den erfindungsgemäßen Aufbau der Regelmanagementeinrichtung 130. Die
Eingangssignale dieser Einrichtung 130 wurden unter Bezugnahme auf Figur 1 erwähnt;
sie sind in Figur 2 mit gleichen Eezugszeichen bezeichnet. Es ist zu erkennen, dass
die Regelmanagementeinrichtung 130 neben den beiden Differenzbildungseinrichtungen
120, 122 weiterhin eine Speichereinrichtung 132 aufweist zum Speichern und Bereitstellen
von vorbestimmten Steuerwerten. Diese Steuerwerte prägen wesentlich die Umschalt-Eingangssignale
u1, u2 für die Regeleinrichtungen 114, 124 während eines Umschaltvorgangs. Weiterhin
umfasst die Regelmanagementeinrichtung 130 eine erste und eine zweite Umschalteinrichtung
134, 136 zum Generieren des ersten und zweiten Eingangssignals e1, e2 für die erste
und die zweite Regeleinrichtung 114, 124 bei stationären Regelbetrieb in einem der
drei genannten Regelmodi oder zum Generieren des Umschalt-Eingangssignals u1, u2 für
mindestens eine der Regeleinrichtungen 114, 124 während eines Umschaltvorganges. Schließlich
umfasst die Regelmanagementeinrichtung 130 eine Steuereinrichtung 138 zum Steuern
der Speichereinrichtung 132 und der Umschalteinrichtungen 134, 136 im Ansprechen auf
das Regelmodus-Signal S
R über Steuersignale St1, St2 und St3.
[0022] Die Funktionsweise der in Figur 2 dargestellten erfindungsgemäßen Regelmanagementeinrichtung
130 wird nachfolgend detailliert beschrieben. Dabei wird zwischen einem stationären
Regelbetrieb der Vorrichtung 100 in den drei genannten Regelmodi und zwischen den
möglichen Übergangsvorgängen zwischen diesen Regelmodi unterschieden.
[0023] Zum Betrieb der Vorrichtung 100 während eines ersten Regelmodus, währenddessen der
Druck in dem Kraftstoffspeicher 200 nur mit Hilfe des ersten Regelkreises 110 geregelt
wird, arbeitet die Regelmanagementeinrichtung 130 wie folgt: In diesem Fall steuert
die Steuereinrichtung 138 die erste Umschalteinrichtung 134 über das erste Steuersignal
St1 so an, dass die Umschalteinrichtung 134 an ihrem Ausgang das Eingangssignal e1
für die erste Regeleinrichtung 114 so ausbildet, dass dieses die von der zweiten Differenzbildungseinrichtung
112 bereitgestellte Druckabweichung r2 repräsentiert. Gleichzeitig steuert die Steuereinrichtung
138 die zweite Umschalteinrichtung 136 über das Steuersignal St2 in der Weise an,
dass die Umschalteinrichtung 136 das Eingangssignal e2 für die zweite Regeleinrichtung
124 auf Basis von vorbestimmten Steuerwerten generiert. Diese Steuerwerte werden der
zweiten Umschalteinrichtung 136 durch die Speichereinrichtung 132 bereitgestellt,
nachdem diese durch das dritte Steuersignal St3 der Steuereinrichtung 138 darüber
informiert wurde, welche Steuerwerte aus welchen Speicheradressen innerhalb der Speichereinrichtung
132 aktuell an die zweite Umschalteinrichtung 136 auszugeben sind. Die Steuerwerte
sind in diesem Fall vorzugsweise so vorbestimmt, dass sie die zweite Regeleinrichtung
124 in einem unwirksamen, das heißt deaktivierten Zustand halten. Alternativ dazu
können die Steuerwerte auch eine Abschaltung der zweiten Regeleinrichtung, vorzugsweise
in einen Standby-Modus bewirken.
[0024] Bei einem Betrieb der Vorrichtung 100 während des zweiten Regelmodus, währenddessen
der Druck in dem Kraftstoffspeicher 200 nur mit Hilfe des zweiten Regelkreises 120
geregelt wird, arbeitet die Regelmanagementeinrichtung 130 wie folgt. Mit ihrem ersten
und dritten Steuersignal St1, St3 steuert sie die Speichereinrichtung 132 und die
erste Umschalteinrichtung 134 in analoger Weise an, wie die zweite Umschalteinrichtung
136 während des im letzten Absatz beschriebenen Betriebs in dem ersten Regelmodus.
Die erste Umschalteinrichtung 134 generiert dann ein Eingangssignal e1 für die erste
Regeleinrichtung 114 auf Basis von geeigneten, durch die Speichereinrichtung 132 bereitgestellten
Steuerwerten. Diese Steuerwerte sind dann so ausgebildet, dass sie die erste Regeleinrichtung
deaktivieren oder abschalten. Bei Betrieb in dem zweiten Regelmodus wird die zweite
Umschalteinrichtung 136 durch das zweite Steuersignal St2 der Steuereinrichtung 138
so angesteuert, dass sie das Eingangssignal e2 für die zweite Regeleinrichtung 124
aus der von der zweiten Differenzbildungseinrichtung 122 bereitgestellten Druckabweichung
r2 bildet.
[0025] Für den Fall, dass die Vorrichtung 100 in dem dritten Regelmodus betrieben wird,
während dessen der Druck in dem Kraftstoffspeicher 200 mit Hilfe von sowohl dem ersten
wie auch dem zweiten Regelkreis 110, 120 geregelt wird, arbeitet die Regelmanagementeinrichtung
130 wie folgt. Die Steuereinrichtung 138 steuert dann über das erste Steuersignal
St1 die erste Umschalteinrichtung 134 so an, dass sie das Eingangssignal e1 für die
erste Regeleinrichtung 114 auf Basis der von der ersten Differenzbildungseinrichtung
112 bereitgestellten Mengenabweichung r1 bildet. Gleichzeitig steuert die Steuereinrichtung
die zweite Umschalteinrichtung 136 über das zweite Steuersignal St2 so an, dass das
Eingangssignal e2 für die zweite Regeleinrichtung 124 auf Basis der durch die zweite
Differenzbildungseinrichtung 122 bereitgestellten Druckabweichung r2 gebildet wird.
Vorteilhafterweise werden die Eingangssignale jedoch nicht nur auf Basis der erwähnten,
sondern unter zusätzlicher Berücksichtigung der jeweils anderen Abweichungen r1, r2
gebildet.
[0026] Bisher wurde das Verhalten der Regelmanagementeinrichtung 130 für einen jeweils stationären
Regelbetrieb in entweder dem ersten, zweiten oder dritten Regelmodus beschrieben.
Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verhalten der Regelmanagementeinrichtung 130
während eines Umschaltvorganges, bei dem von einem aktuellen Regelmodus auf einen
zukünftig gewünschten Regelmodus im Ansprechen auf das Regelmodus-Signal S
R umgeschaltet wird. Zur Durchführung dieses Umschaltvorganges ist die Regelmanagementeinrichtung
130 ausgebildet, die an einem Umschaltvorgang beteiligten Regelkreise zu öffnen, indem
ihre Regeleinrichtung 114, 124 nicht mehr wie bisher bei stationärem Regelbetrieb
mit den Eingangssignal e1 beziehungsweise e2, sondern stattdessen mit speziellen Umschalt-Eingangssignal
u1, u2 angesteuert werden. Diese Umschalt-Eingangssignale sind so ausgebildet, dass
die Regeleinrichtungen 114, 124 in gewünschter Weise von einem durch den aktuellen
Regelmodus definierten aktuellen Betriebszustand, aktiv oder passiv, in einen durch
den zukünftigen Regelmodus definierten zukünftigen Betriebszustand, aktiv oder passiv,
überführt werden.
[0027] Die Umschalt-Eingangssignale u1, u2 basieren grundsätzlich auf geeignet vorbestimmten,
durch die Speichereinrichtung 132 bereitgestellten Steuerwerten. Die Steuerwerte sind
für jeden einzelnen möglichen Umschaltvorgang zwischen zwei verschiedenen Regelmodi
individuell vorbestimmt. Bei dem in Figur 2 dargestellten Aufbau der Regelmanagementeinrichtung
130 werden die erste und die zweite Umschalteinrichtung 134, 136 dann während eines
Umschaltvorganges durch das erste und das zweite Steuersignal St1, St2 so gesteuert,
dass sie die Umschaltsignale u1, u2 auf Basis von durch die Speichereinrichtung 132
bereitgestellten geeigneten Steuerwerten generieren. Die Speichereinrichtung 132 wird
dazu wiederum durch das dritte Steuersignal St3 entsprechend angewiesen.
[0028] Zur Optimierung der Geschwindigkeit, mit welcher der Druck während eines Umschaltvorganges
in dem Kraftstoffspeicher 200 verändert beziehungsweise geregelt werden soll, ist
es vorteilhaft, wenn die Umschalt-Eingangssignale u1, u2 nicht nur aus den reinen
Steuerwerten gebildet werden, sondern wenn sie stattdessen aus Steuerwerten gebildet
werden, welche mit der aktuellen, durch die zweite Differenzbildungseinrichtung 122
bereitgestellten Druckabweichung r2 beaufschlagt wurden. Je nach Betrag und Vorzeichen
dieser Druckabweichung weichen die Umschalt-Eingangssignale u1, u2 dann mehr oder
weniger stark von den ursprünglich vorbestimmten Steuerwerten ab; auf diese Weise
wird nicht nur die Regelgeschwindigkeit im Hinblick auf die aktuelle Drucksituation
im Kraftstoffspeicher optimiert, sondern es wird auch die durch den Umschaltvorgang
hervorgerufene Druckabweichung möglichst gering gehalten.
[0029] Die Steuereinrichtung 138 kann als Zustandsautomat ausgebildet sein, welcher eine
Überwachung der Arbeitspunkte der Regeleinrichtung 114, 124 während eines Umschaltvorganges
ermöglicht.
[0030] Bei einem Umschaltvorgang von dem dritten Regelmodus, bei dem beide Regelkreise aktiv
sind, auf den ersten oder zweiten Regelmodus, bei dem jeweils nur ein Regelkreis aktiv
ist, wird wie folgt verfahren: Zunächst werden beide Regelkreise 110, 120 geöffnet,
indem diese nicht mehr mit den Eingangssignalen e1, e2, sondern stattdessen mit den
Umschalt-Eihgangssignal u1, u2 angesteuert werden. Es erfolgt dann eine Überwachung
der durch die Umschalt-Eingangssignale u1, u2 bedingten Verschiebung der Arbeitspunkte
beider Regeleinrichtung 114, 124 insbesondere im Hinblick darauf, wann die bei diesem
Umschaltvorgang zu deaktivierende Regeleinrichtung ihren bisherigen wirksamen Arbeitsbereich
verlässt. Wenn dieser Zeitpunkt erreicht ist, wird bei der aktiv bleibenden Regeleinrichtung
das bisher eingegebene Umschalt-Eingangssignal u1, u2 abgeschaltet. Der zugehörige
Regelkreis wird dann wieder geschlossen, indem die Regeleinrichtung - statt mit dem
Umschalt-Eingangssignal - mit dem für den ausgewählten zukünftigen ersten oder zweiten
Regelmodus vorgegebenen Eingangssignal e1, e2, welches eine der besagten Regelabweichungen
repräsentiert, angesteuert wird.
[0031] Parallel dazu wird die zu deaktivierende Regeleinrichtung so lange weiterhin mit
dem Umschalt-Eingangssignal gespeist, bis diese Regeleinrichtung aufgrund der Arbeitspunktverschiebung
deaktiviert worden ist. Alternativ dazu kann die zu deaktivierende Regeleinrichtung
auch einfach abgeschaltet werden.
[0032] Bei einem Umschaltvorgang von einem aktuellen ersten oder zweiten Regelmodus, bei
dem nur ein Regelkreis aktiv ist, auf den dritten Regelmodus, bei dem beide Regelkreise
110, 120 aktiv sind, verfährt die Regelmanagementeinrichtung 130 wie folgt:
Sie steuert über eines der Steuersignal St1, St2 zunächst nur diejenige Umschalteinrichtung
134, 136 an, die der bei dem aktuellen Regelmodus deaktivierten, aber für den zukünftigen
Regelmodus zu aktivierenden Regeleinrichtung 114, 124 zugeordnet ist. Die Ansteuerung
erfolgt so, dass diese Umschalteinrichtung 134 oder 136 der zu aktivierenden Regeleinrichtung
ein auf geeigneten, wiederum durch die Speichereinrichtung 132 bereitgestellten Steuerwerten
basierendes Umschalt-Eingangssignal u1, u2 zuführt. Es wird dann vorzugsweise wiederum
über die als Zustandsautomat ausgebildete Steuereinrichtung 138 eine Verschiebung
des Arbeitspunktes bei der zu aktivierenden Regeleinrichtung überwacht, um festzustellen,
wann diese Regeleinrichtung überhaupt wieder in einen wirksamen Arbeitsbereich eintritt.
Der Zeitpunkt des Eintritts des Arbeitspunktes in den wirksamen Arbeitsbereich ist
zu unterscheiden von einem anderen Zeitpunkt, wann der Arbeitspunkt der zu aktivierenden
Regeleinrichtung einen durch den zukünftigen Regelmodus geprägten Betriebspunkt repräsentiert;
zwischen beiden Zeitpunkten liegt üblicherweise ein zeitlicher Abstand.
[0033] Sobald festgestellt wurde, dass die zu aktivierende Regeleinrichtung in den wirksamen
Arbeitsbereich eingetreten ist, wird auch diejenige Regeleinrichtung, die sowohl bei
dem aktuellen wie auch bei dem zukünftig gewünschten Regelmodus aktiviert ist und
bisher noch mit dem Eingangssignal e1, e2 des aktuellen Regelmodus angesteuert wird,
von diesem Eingangssignal abgeschnitten und stattdessen mit demselben Umschalt-Eingangssignal
u1, u2 wie die zu aktivierende Regeleinrichtung gespeist. Beide Regeleinrichtung werden
dann so lange mit vorzugsweise demselben Umschalt-Eingangssignal gespeist, bis beide
Regeleinrichtungen in einen solchen aktiven Betriebszustand überführt worden sind,
wie er für den zukünftig gewünschten Regelmodus vorgesehen ist.
[0034] Umschaltvorgänge von dem ersten auf den zweiten Regelmodus oder umgekehrt werden
vorzugsweise nicht durch eine direkte Umschaltung zwischen diesen Regelmodi realisiert.
Eine derartige direkte Umschaltung hätte nachteiligerweise starke Störungen des Raildrucks
während des Umschaltvorganges zur Folge. Erfindungsgemäß wird deshalb vorgeschlagen,
bei derartigen Umschaltvorgängen einen Umweg über den dritten Regelmodus zu wählen.
Konkret bedeutet dies, dass bei einem Umschaltvorgang von dem ersten auf den zweiten
Regelmodus zunächst ein Umschaltvcrgang von dem ersten auf den dritten und nachfolgend
ein Umschaltvorgang von dem dritten auf den zweiten Regelmodus erfolgen soll. Analog
wird ein Umschaltvorgang von dem zweiten Regelmodus auf den ersten Regelmodus dadurch
realisiert, dass zunächst von dem zweiten auf den dritten und nachfolgend von dem
dritten auf den ersten Regelmodus umgeschaltet wird. Diese beschriebenen Umschaltvorgänge
unter Beteiligung des dritten Regelmodus erfolgen vorzugsweise wie oben beschrieben.
[0035] Die Steuereinrichtung 138 ist so ausgebildet, dass sie für jeden der genannten Umschaltvorgänge
die Speichereinrichtung 132 sowie die erste und zweite Umschalteinrichtung 134, 136
über die Steuersignale St1, St2 geeignet ansteuert, um insbesondere die Umschalt-Eingangssignale
u1, u2 in geeigneter Weise zu realisieren.
[0036] Das beschriebene erfindungsgemäße Verfahren wird vorzugsweise in Form eines Computerprogramms
realisiert. Das Computerprogramm kann gegebenenfalls zusammen mit weiteren Computerprogrammen
auf einem computerlesbaren Datenträger abgespeichert sein. Bei dem Datenträger kann
es sich um eine Diskette, eine Compact Disc oder einen sogenannten Flash-Memory handeln.
Das auf dem Datenträger abgespeicherte Computerprogramm kann dann als Produkt an einen
Kunden übertragen oder verkauft werden. Das Computerprogramm kann jedoch auch ohne
die Zuhilfenahme eines Datenträgers über ein elektronisches Kommunikationsnetzwerk,
insbesondere das Internet, als Produkt an den Kunden übertragen werden.
1. Verfahren zum Regeln des Druckes in einem Kraftstoffspeicher (200) einer Brennkraftmaschine,
umfassend die Schritte:
a) Stationäres Betreiben der Druckregelung gemäß einem aktuellen Regelmodus, in dem
mindestens ein erster Regelkreis zur Regelung des Druckes aktiviert ist;
b) Durchführen eines Umschaltvorganges zum Umschalten der Druckregelung von dem aktuellen
auf einen zukünftig gewünschten Regelmodus im Ansprechen auf ein Regelmodussignal
(SR); und
c) Stationäres Betreiben der Druckregelung gemäß dem zukünftigen Regelmodus, in dem
ein mindestens zweiter Regelkreis zur Regelung des Druckes aktiviert ist;
wobei bei jedem stationären Betrieb eines Regelkreises eine jedem Regelkreis individuell
zugeordnete Regeleinrichtung (114, 124) mit einem Eingangssignal (e1, e2) angesteuert
wird, welches eine Regelabweichung repräsentiert;
dadurch gekennzeichnet, dass auf der Basis von in einer Speichereinrichtung (132) bereitgestellten, vorbestimmten
Steuerwerten für jeden Umschaltvorgang Umschalt-Eingangssignale (u1, u2) individuell
bestimmt werden, und dass zur Durchführung des Umschaltvorganges gemäß Schritt b)
die an dem Umschaltvorgang beteiligten Regelkreise (110, 120) geöffnet werden, indem
ihre Regeleinrichtungen (114, 124) anstelle mit dem bisherigen Eingangssignal (e1,
e2) mit den Umschalt-Eingangssignalen (u1, u2) angesteuert werden, und die Regeleinrichtungen
(114, 124) mittels der Umschalt-Eingangssignale (u1, u2) von einem durch den aktuellen
Regelmodus definierten aktuellen Betriebszustand in einen durch den zukünftigen Regelmodus
definierten zukünftigen, also gegenüber dem aktuellen Zeitpunkt späteren Betriebszustand
umgeschaltet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalt-Eingangssignale vorbestimmte Steuerwerte repräsentieren, welche je nach
gewünschtem Umschaltvorgang individuell dimensioniert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalt-Eingangssignale vorbestimmte, konstante Steuerwerte repräsentieren.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltsignale neben den Steuerwerten jeweils auch eine aktuelle Raildruckabweichung
berücksichtigen.
5. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überführung der Regeleinrichtungen (114, 124) von dem aktuellen in den zukünftigen
Betriebszustand anhand einer durch die Umschalt-Eingangssignale (u1, u2) verursachten
Verschiebung des Arbeitspunktes der jeweiligen Regeleinrichtung (114, 124) überwacht
wird.
6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster, ein zweiter und ein dritter Regelmodus alternativ verfügbar sind, wobei
bei dem ersten Regelmodus nur ein erster Regelkreis (110), bei dem zweiten Regelmodus
nur ein zweiter Regelkreis (120) und bei dem dritten Regelmodus sowohl der erste wie
auch der zweite Regelkreis (110, 120) zum Regeln des Druckes aktiviert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Umschaltvorgang von dem dritten auf den ersten oder zweiten Regelmodus
das Verfahren folgende Teilschritte aufweist:
b1.1) Öffnen des ersten und des zweiten Regelkreises durch Ansteuern von sowohl der
im Rahmen des Umschaltvorganges zu deaktivierenden wie auch der aktiv bleibenden Regeleinrichtung
(114, 124) anstatt mit den Eingangssignalen (e1, e2) aus dem aktuellen stationären
Regelbetrieb mit vorzugsweise denselben, die vorbestimmten Steuerwerte repräsentierenden
Umschalt-Eingangssignalen (u1, u2);
b1.2) Überwachen der durch die Umschalt-Eingangssignale (u1, u2) bedingten Verschiebung
der Arbeitspunkte beider Regeleinrichtungen (114, 124) und Ausführen der folgenden
Schritte, wenn die zu deaktivierende Regeleinrichtung ihren bisherigen wirksamen Arbeitsbereich
verlässt:
b1.3) Abschalten des bisherigen, die vorgegebenen Steuerwerte repräsentierenden Umschalt-Eingangssignals
(u1, u2) bei dem aktiv bleibenden Regelkreis (110, 120) und Schließen dieses Regelkreises
durch Ansteuern von dessen Regeleinrichtung mit einem anderen, gemäß Verfahrensschritt
c) und dem ausgewählten zukünftigen ersten oder zweiten Regelmodus vorgegebenen Eingangssignal,
welches eine Regelabweichung repräsentiert;
b1.4) Fortsetzen der Ansteuerung der Regeleinrichtung (114, 124) des zu deaktivierenden
Regelkreises mit dem Umschalt-Eingangssignal (u1, u2) solange, bis dessen Regeleinrichtung
(114, 124) aufgrund der Arbeitspunktverschiebung deaktiviert worden ist; und
während des Verfahrensschrittes c): Halten des deaktivierten Regelkreises in dem deaktivierten
Zustand entweder durch weiterhin geeignete Ansteuerung mit dem Umschalt-Eingangssignal
(u1, u2) oder durch Abschalten dieses Regelkreises vorzugsweise in einen Stand-By-Modus.
8. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Umschaltvorgang gemäß Verfahrensschritt b) von dem aktuellen ersten oder zweiten
Regelmodus auf den dritten Regelmodus das Verfahren folgende Teilschritte aufweist:
b2.1) Ansteuern der bisher bei dem aktuellen Regelmodus deaktivierten, aber für den
zukünftigen Regelmodus zu aktivierenden Regeleinrichtung (114, 124) mit einem geeigneten
Umschalt-Eingangssignal (u1, u2);
b2.2) Überwachen der durch die Ansteuerung bedingten Verschiebung des Arbeitspunktes
der Regeleinrichtung des zu aktivierenden Regelkreises, um festzustellen, wann die
bisher deaktivierte Regeleinrichtung wieder in einen wirksamen Arbeitsbereich eintritt;
b2.3) Fortsetzen der Ansteuerung der zu aktivierenden Regeleinrichtung (u1, u2) mit
dem Umschaltsignal (u1, u2) über den Zeitpunkt der Feststellung gemäß Schritt b2.2)
hinaus und gleichzeitig Öffnen des während des aktuellen und des zukünftigen Regelmodus
aktivierten Regelkreises (110, 120) durch Ansteuern von dessen Regeleinrichtung (114,
124) mit vorzugsweise demselben Umschaltsignal (u1, u2), wie die zu aktivierende Regeleinrichtung,
jeweils solange, bis beide Regeleinrichtungen in einen aktiven Betriebszustand, wie
er für den zukünftig gewünschten dritten Regelmodus vorgesehen ist, überführt worden
sind.
9. Verfahren mindestens nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Übergang von dem aktuellen ersten Regelmodus auf einen zukünftigen zweiten Regelmodus
gemäß Schritt b) folgende Teilschritte umfasst: Durchführen eines Umschaltvorganges
von dem aktuellen ersten Regelmodus auf den dritten Regelmodus gemäß den Ansprüchen
1 und 8; und Durchführen eines Umschaltvorganges von dem dritten Regelmodus auf den
zukünftigen zweiten Regelmodus gemäß den Ansprüchen 1 und 7.
10. Verfahren mindestens nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Übergang von dem aktuellen zweiten Regelmodus auf einen zukünftigen ersten Regelmodus
gemäß Schritt b) folgende Teilschritte umfasst:
Durchführen eines Umschaltvorganges von dem aktuellen zweiten Regelmodus auf den dritten
Regelmodus gemäß den Ansprüchen 1 und 8; und
Durchführen eines Umschaltvorganges von dem dritten Regelmodus auf den zukünftigen
ersten Regelmodus gemäß den Ansprüchen 1 und 7.
11. Verfahren mindestens nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei Betrieb gemäß dem dritten Regelmodus die Eingangssignale (e1, e2) für beide Regeleinrichtungen
(114, 124) jeweils nicht nur eine dem eigenen Regelkreis zugeordnete Regelabweichung,
sondern auch eine dem anderen Regelkreis zugeordnete Regelabweichung repräsentieren.
12. Computerprogramm für eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass es dazu programmiert ist, ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 durchzuführen.
13. Vorrichtung (100) zum Regeln des Druckes in einem Kraftstoffspeicher (200) einer Brennkraftmaschine,
dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Speicher aufweist, auf dem ein Computerprogramm nach Anspruch 12 gespeichert
ist, und dadurch, dass sie ausgebildet ist, ein Computerprogramm nach Anspruch 12
auszuführen.
14. Vorrichtung (100) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Kraftstoffspeicher (200) um ein Common-Rail System handelt.
1. Method for controlling the pressure in a common rail (200) of an internal combustion
engine, comprising the steps:
a) steady-state operation of the pressure control in accordance with a current control
mode in which at least a first control circuit for controlling the pressure is activated;
b) carrying out a switch-over process for switching over the pressure control from
the current control mode to a control mode which will be desired in the future, in
response to a control mode signal (SR); and
c) steady-state operation of the pressure control according to the future control
mode in which an at least second control circuit for controlling the pressure is activated;
wherein during each steady-state operation of a control circuit a control device (114,
124) which is individually assigned to each control circuit is actuated with an input
signal (e1, e2) which represents a control error;
characterized in that on the basis of predetermined control values which are made available in a memory
device (132) switch-over input signals (u1, u2) are determined individually for each
switch-over process, and
in that in order to carry out the switch-over process according to step b) the control circuits
(110, 120) which are involved in the switch-over process are opened
in that their control devices (114, 124) are actuated by means of the switch-over input signals
(u1, u2) instead of with the previous input signal (e1, e2), and the control devices
(114, 124) are switched over by means of the switch-over input signals (u1, u2) from
a current operating state, defined by the current control mode, into a future operating
state, which is defined by the future control mode and is therefore later compared
to the current time.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the switch-over input signals represent predetermined control values which are dimensioned
individually depending on the desired switch-over process.
3. Method according to Claim 2, characterized in that the switch-over input signals represent predetermined constant control values.
4. Method according to Claim 2 or 3, characterized in that the switch-over signals take into account not only the control values but in each
case also a current rail pressure error.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the transfer of the control devices (114, 124) from the current operating state into
the future operating state is monitored on the basis of a shift of the working point
of the respective control device (114, 124) which is caused by the switch-over input
signals (u1, u2).
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a first, a second and a third control mode are available alternatively, wherein in
the first control mode only a first control circuit (110) is activated, in the second
control mode only a second control circuit (120) is activated, and in the third control
mode both the first and the second control circuit (110, 120) for controlling the
pressure are activated.
7. Method according to Claim 6,
characterized in that during a switch-over process from the third control mode to the first or second control
mode the method has the following partial steps:
b1.1) The opening of the first and of the second control circuit by actuating both
the control device (114) which is to be deactivated within the scope of the switch-over
process and the control device (124) which remains active within the scope of the
switch-over process instead of with the input signals (e1, e2) from the current steady-state
control mode with preferably the same switch-over input signals (u1, u2) which represent
the predetermined control values;
b1.2) Monitoring of the shifting, due to the switch-over input signals (u1, u2), of
the working points of the two control devices (114, 124), and execution of the following
steps if the control device which is to be deactivated leaves its previous effective
working range:
b1.3) Switching off the previous switch-over input signal (u1, u2) which represents
the predefined control values, when the control circuit (110, 120) remains active,
and closing this control circuit by actuating the control device thereof with a different
input signal which is predefined according to method step c) and the selected future
first or second control mode and which represents a control error;
b1.4) Continuation of the actuation of the control device (114, 124) of the control
circuit which is to be deactivated, with the switch-over input signal (u1, u2) until
the control device (114, 124) thereof has been deactivated on the basis of the shifting
of the working point; and during the method step c): Stopping of the deactivated control
circuit in the deactivated state either by continued suitable actuation with the switch-over
input signal (u1, u2) or by switching off this control circuit, preferably into a
stand-by mode.
8. Method according to Claim 6,
characterized in that a switch-over process according to method step b) from the current first or second
control mode to the third control mode of the method has the following partial steps:
b2.1) Actuation of the control device (114, 124) which was previously deactivated
in the current control mode but is to be activated for the future control mode, with
a suitable switch-over input signal (u1, u2);
b2.2) Monitoring of the shifting, due to the actuation, of the working point of the
control device of the control circuit which is to be activated, in order to determine
when the previously deactivated control device enters an effective working range again;
b2.3) Continuation of the actuation of the control device (u1, u2) which is to be
activated with the switch-over signal (u1, u2) beyond the time of detection according
to step b2.2) and simultaneous opening of the control circuit (110, 120), activated
during the current control mode and the future control mode, by actuating the control
device (114, 124) of said control circuit (110, 120) with preferably the same switch-over
signal (u1, u2) as the control device which is to be activated, in each case until
both control devices have been transferred into an active operating state, such as
is provided for the third control mode which will be desired in future.
9. Method at least according to Claim 6, characterized in that a transition from the current first control mode to a future second control mode
according to step b) comprises the following partial steps: execution of a switch-over
process from the current first control mode to the third control mode according to
Claims 1 and 8; and execution of a switch-over process from the third control mode
to the future second control mode according to Claims 1 and 7.
10. Method at least according to Claim 6,
characterized in that a transition from the current second control mode to a future first control mode
according to step b) comprises the following partial steps:
Execution of a switch-over process from the current second control mode to the third
control mode according to Claims 1 and 8; and
Execution of a switch-over process from the third control mode to the future first
control mode according to Claims 1 and 7.
11. Method at least according to Claim 6, characterized in that during operation according to the third control mode the input signals (e1, e2) for
both control devices (114, 124) each represent not only a control error which is assigned
to the particular control circuit but also a control error which is assigned to the
other control circuit.
12. Computer program for an open-loop and/or closed-loop control device, characterized in that said computer program is programmed to carry out a method according to one of Claims
1 to 11.
13. Device (100) for controlling the pressure in a common rail (200) of an internal combustion
engine, characterized in that said device (100) has a memory on which a computer program according to Claim 12
is stored, and in that said device (100) is designed to carry out a computer program according to Claim
12.
14. Device (100) according to Claim 13, characterized in that the common rail (200) is a common rail system.
1. Procédé de régulation de la pression dans un accumulateur de carburant (200) de moteur
à combustion interne, présentant les étapes suivantes :
a) activation stationnaire de la régulation de pression selon un mode de régulation
actuel dans lequel au moins un premier circuit de régulation est activé pour réguler
la pression ;
b) mise en oeuvre d'un processus de commutation servant à commuter la régulation de
pression du mode de régulation actuel dans un mode de régulation souhaité à l'avenir
en réponse à un signal de mode de régulation (SR) ; et
c) activation stationnaire de la régulation de pression selon le futur mode de régulation
dans lequel au moins un deuxième circuit de régulation est activé pour réguler la
pression ;
un dispositif de régulation (114, 124) associé à chaque circuit de régulation étant
commandé individuellement à chaque fonctionnement stationnaire d'un circuit de régulation
à l'aide d'un signal d'entrée (e1, e2) représentant un écart de régulation ;
caractérisé en ce que des signaux d'entrée de commutation (u1, u2) sont définis individuellement sur la
base des valeurs de commande prédéfinies mises à la disposition dans un dispositif
de mémoire (132) pour chaque processus de commutation et que les circuits de régulation
(110, 120) prenant part au processus de commutation sont ouverts pour mettre en oeuvre
le processus de commutation selon l'étape b) en commandant leurs dispositifs de régulation
(114, 124) à l'aide des signaux d'entrée de commutation (u1, u2) à la place du signal
d'entrée (e1, e2) précédent et que les dispositifs de régulation (114, 124) sont commutés
d'un état de fonctionnement actuel défini par le mode de régulation actuel dans un
état de fonctionnement futur défini par le mode de régulation futur, ultérieur, par
rapport au moment actuel, à l'aide des signaux d'entrée de commutation (u1, u2).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les signaux d'entrée de commutation représentent des valeurs de commande prédéfinies
respectivement dimensionnées sur le plan individuel en fonction du processus de commutation
souhaité.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que les signaux d'entrée de commutation représentent des valeurs de commande constantes
prédéfinies.
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que les signaux de commutation prennent également respectivement en compte, outre les
valeurs de commande, un écart de pression de rail actuel.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le passage des dispositifs de régulation (114, 124) de l'état de fonctionnement actuel
dans l'état de fonctionnement futur est surveillé par le biais du déplacement du point
de travail du dispositif de régulation (114, 124) respectif provoqué par les signaux
d'entrée de commutation (u1, u2).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un premier, un deuxième et un troisième mode de régulation sont disponibles en alternance,
seul un premier circuit de régulation (110) étant activé dans le premier mode de régulation,
seul un deuxième circuit de régulation (120) étant activé dans le deuxième mode de
régulation et tant le premier que le deuxième circuit de régulation (110, 120) étant
activés dans le troisième mode de régulation pour réguler la pression.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce que lors d'un processus de commutation permettant de passer du troisième au premier ou
au deuxième mode de régulation, le procédé présente les étapes partielles suivantes
:
b1.1) ouverture du premier et du deuxième circuit de régulation en commandant tant
le dispositif de régulation (114, 124) à désactiver dans le cadre du processus de
commutation que celui restant actif au lieu des signaux d'entrée (e1, e2) composés
du mode de fonctionnement de régulation stationnaire actuel avec de préférence les
mêmes signaux d'entrée de commutation (u1, u2) représentant les valeurs de commande
prédéfinies ;
b1.2) surveillance du déplacement des points de travail des deux dispositifs de régulation
(114, 124) conditionné par les signaux d'entrée de commutation (u1, u2) et mise en
oeuvre des étapes suivantes lorsque le dispositif de régulation à désactiver quitte
sa zone de travail active précédente ;
b1.3) déconnexion du signal d'entrée de commutation (u1, u2) précédent représentant
les valeurs de commande prédéfinies pour le circuit de régulation (110, 120) restant
actif et fermeture de ce circuit de régulation par commande du même dispositif de
régulation à l'aide d'un autre signal d'entrée selon l'étape de procédé c) et du signal
d'entrée sélectionné prédéfinissant le futur premier ou deuxième mode de régulation
et représentant un écart de régulation ;
b1.4) continuation de la commande du dispositif de régulation (114, 124) du circuit
de régulation à désactiver à l'aide du signal d'entrée de commutation (u1, u2) jusqu'à
ce que son dispositif de régulation (114, 124) soit désactivé sur la base du déplacement
du point de travail ; et
pendant l'étape de procédé c) : maintien du circuit de régulation désactivé dans l'état
désactivé soit en poursuivant une commande adaptée à l'aide du signal d'entrée de
commutation (u1, u2) soit en déconnectant ce circuit de régulation de préférence dans
un mode de veille.
8. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce que lors d'un processus de commutation selon l'étape de procédé b) permettant de passer
du premier ou du deuxième mode de régulation actuel dans le troisième mode de régulation,
le procédé présente les étapes partielles suivantes :
b2.1) commande du dispositif de régulation (114, 124) désactivé jusqu'ici dans le
mode de régulation mais devant être activé dans le futur mode de régulation à l'aide
d'un signal d'entrée de commutation (u1, u2) adapté ;
b2.2) surveillance du déplacement, conditionné par la commande, du point de travail
du dispositif de régulation du circuit de régulation à activer pour déterminer le
moment où le dispositif de régulation désactivé jusqu'ici entre de nouveau dans une
zone de travail active ;
b2.3) continuation de la commande du dispositif de régulation (u1, u2) à activer à
l'aide du signal de commutation (u1, u2) au-delà du moment de détection selon l'étape
b2.2) et ouverture simultanée du circuit de régulation (110, 120) activé pendant le
mode de régulation actuel et futur par commande de son dispositif de régulation (114,
124) avec de préférence le même signal de commutation (u1, u2) que celui du dispositif
de régulation à activer, respectivement jusqu'à ce que les deux dispositifs de régulation
soient passés dans un état de fonctionnement actif tel que prévu pour le troisième
mode de régulation souhaité à l'avenir.
9. Procédé selon la revendication 6 au moins, caractérisé en ce qu'une transition du premier mode de régulation actuel à un futur deuxième mode de régulation
selon l'étape b) comprend les étapes partielles suivantes : mise en oeuvre d'un processus
de commutation du premier mode de régulation actuel au troisième mode de régulation
selon les revendications 1 et 8 ; et mise en oeuvre d'un processus de commutation
du troisième mode de régulation au futur deuxième mode de régulation selon les revendications
1 et 7.
10. Procédé selon la revendication 6 au moins,
caractérisé en ce qu'une transition du deuxième mode de régulation actuel à un futur premier mode de régulation
selon l'étape b) comprend les étapes partielles suivantes :
mise en oeuvre d'un processus de commutation du deuxième mode de régulation actuel
à un troisième mode de régulation selon les revendications 1 et 8 ; et
mise en oeuvre d'un processus de commutation du troisième mode de régulation au futur
premier mode de régulation selon les revendications 1 et 7.
11. Procédé selon la revendication 6 au moins, caractérisé en ce qu'en cas de fonctionnement selon le troisième mode de régulation, les signaux d'entrée
(e1, e2) des deux dispositifs de régulation (114, 124) représentent respectivement
non seulement un écart de régulation associé à leur propre circuit de régulation mais
aussi un écart de régulation associé à l'autre circuit de régulation.
12. Programme informatique conçu pour un dispositif de commande et/ou de régulation, caractérisé en ce qu'il est programmé pour mettre en oeuvre un procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 11.
13. Dispositif (100) de régulation de la pression dans un accumulateur de carburant (200)
de moteur à combustion interne, caractérisé en ce qu'il comporte une mémoire sur laquelle est mémorisée un programme informatique selon
la revendication 12 et caractérisé en ce qu'il est réalisé pour exécuter un programme informatique selon la revendication 12.
14. Dispositif (100) selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'accumulateur de carburant (200) envisagé est un système à rampe commune.