[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Filterzigaretten
nach dem Patentanspruch 1 oder 2.
[0002] Aus DE 36 35 958 oder US 4 807 647 ist eine Filterzigarette bekannt geworden, bei
der das Filter aus zwei in Längsrichtung fluchtenden luftdurchlässigen Komponenten
besteht, mit einer gemeinsamen Umhüllung. Die erste Komponente soll einen verhältnismäßig
großen Druckabfall in Längsrichtung des Filters erzeugen, in Radialrichtung des Filters
jedoch über ihren ganzen Querschnitt im Wesentlichen luftundurchlässig sein. Die zweite
Komponente soll in Längsrichtung des Filters einen relativ niedrigen Druckabfall erzeugen,
wobei diese in Radialrichtung ebenfalls luftdurchlässig sein soll. Die Komponenten
können aneinander stoßen oder auch einen Abstand voneinander aufweisen, wobei im Abstand
von der ersten, sich an den Tabakstock anschließenden Komponente eine Ventilation
des Filters gewährleistet sein soll, vorzugsweise durch die Kammer, die sich aus dem
Abstand zwischen den Filterkomponenten ergibt. In diesem Bereich ist die Umhüllung
perforiert, sodass eine bessere Verteilung des Tabakrauchs über den gesamten Querschnitt
im Filterbereich erreicht wird mit einer Reduzierung des Kondensat- und Nikotingehalts,
ohne dass der Zigarettengeschmack negativ beeinflusst wird. Der Aufbau der bekannten
Zigarette ist derart, dass die eine Filterkomponente eine eigene Umhüllung aufweist
und die gemeinsame Umhüllung zugleich die Umhüllung für die zweite Komponente darstellt.
Letztere ist zugleich die Umhüllung für den Tabakstock. Die Verbindung des Filterabschnitts
mit dem Tabakstock erfolgt mit Hilfe einer weiteren Umhüllung, die den Tabakstock
am zugekehrten Ende eine gewisse Teillänge überdeckt. Die Herstellung einer derartigen
Filterzigarette gestaltet sich außerordentlich aufwändig.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer Filterzigarette
mit im Wesentlichen den Komponenten der bekannten Filterzigarette anzugeben, das sich
auf einfache und wirksame Weise durchführen lässt und mit dem der Filteraufbau in
verschiedener Hinsicht in einfacher Weise variiert werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche 1 und 2 gelöst.
[0005] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird aus jedem Filtermaterial jeweils ein Endlosstrang
erzeugt. Das jeweilige Filtermaterial ist z.B. Acetat oder Kohlegranulat. Aus diesen
Endlossträngen werden erste und zweite Abschnitte mit ihrer Umhüllung vorgegebener
Länge abgetrennt. Die Länge für beide Abschnitte ist z.B. bzw. vorzugsweise gleich.
Aus dem ersten und zweiten Abschnitt wird ein weiterer Endlosstrang gebildet, indem
die Abschnitte nacheinander aufgereiht werden. Die Aufreihung geschieht mit einem
vorgegebenen Abstand voneinander, nach einem Ausführungsbeispiel 3 bis 6 cm, wobei
die Reihe fortlaufend mit einer weiteren Umhüllung umhüllt wird. Aus diesem weiteren
Endlosstrang werden Doppelfilterabschnitte erzeugt. Jeder Doppelfilterabschnitt weist
drei Teilabschnitte auf, nämlich in den Endbereichen einen ersten Abschnitt von halber
Länge und in der Mitte einen zweiten Abschnitt von ganzer Länge oder auch umgekehrt.
[0006] Bei Doppelfilteranordnungen, insbesondere solchen, die Kohlegranulat enthalten, ist
es üblich, den anderen Filterabschnitt, der z.B. aus Acetat oder einem Papierfilter
besteht, am Mundstückende vorzusehen. Dies geschieht in erster Linie aus ästhetisehen
Gründen. Daher ist die Anordnung der Teilabschnitte im Doppelfilterabschnitt derart,
dass die Endabschnitte halber Länge aus demjenigen Filtermaterial bestehen, das das
Ende des Mundstücks bilden soll. Die Doppelfilterabschnitte werden dann jeweils zwischen
zwei Tabakstöcken angeordnet und mit diesen verbunden und mittig durchtrennt. Üblicherweise
geschieht dies auf einer entsprechenden Trommel einer Zigaretten-Herstellmaschine.
[0007] Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens kann auf einfache Weise ein Abstand zwischen
den Filterteilen erzeugt werden zur Bildung einer Ventilationskammer von gewünschter
Länge.
[0008] Bei der Lösung nach Patentanspruch 2 werden bei der Erstellung des dritten Endlosstrangs
die Filterabschnitte Stoß an Stoß angeordnet, und bei der Verbindung mit den Tabakstock
wird durch Abstandsbildung eine entsprechende Kammer erzeugt. Die Umhüllung um das
Filterteil kann beliebig perforiert sein. Eine geometrisch festgelegte Perforationsbohrungsanordnung
ist nicht erforderlich.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird anhand
von Zeichnungen näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt perspektivisch eine Filterzigarette nach dem Stand der Technik.
Fig. 2 zeigt einen Verfahrensschritt nach der Erfindung.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch eine Filterzigarette, die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellt worden ist.
[0010] Die Filterzigarette 10 nach Fig. 1 setzt sich zusammen aus einem Tabakstock 12 und
einem Filterteil 18. Der Tabakstock besteht aus einem Tabakstrangabschnitt 14, der
von einer Papierumhüllung 16 umgeben ist. Der Filterteil 18 besteht aus einem ersten
Filterabschnitt 20 und einem zweiten Filterabschnitt 22, die aus verschiedenen Materialien
bestehen und im Abstand zueinander angeordnet sind, wodurch sich ein Abstand ergibt,
der durch die gestrichelte Linie 24 angedeutet ist. Die beiden Filterabschnitte 20,
22 werden mittels einer gemeinsamen Umhüllung, die bei 26 angedeutet ist, mit dem
Tabakstock 12 verbunden.
[0011] Bei dem Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Filterzigarette werden Endlosstränge
aus dem Filtermaterial für das erste und zweite Filter, wie sie in Fig. 1 gezeigt
sind, erzeugt (nicht dargestellt). Das Filtermaterial kann z.B. zum einen aus Acetat
oder Papierfilter bestehen und zum anderen aus Kohlegranulat. Beides ist an sich bekannt.
Die Endlosstränge sind jeweils mit einer geeigneten Umhüllung, z.B. aus Papier, versehen.
[0012] Aus den Endlossträngen werden erste und zweite Abschnitte vorgegebener, vorzugsweise
gleicher Länge erzeugt. Dies kann in Stufen geschehen, indem z.B. zunächst Abschnitte
einer Länge von 132 mm erzeugt werden, die anschließend in Längen von 44 mm unterteilt
werden, die dann ihrerseits noch einmal zu Abschnitten von 22 mm Länge getrennt und
welche dann anschließend, wie in Fig. 2 gezeigt, abwechselnd zu einem weiteren Endlosstrang
aneinander gereiht werden. Die Abschnitte sind in Fig. 2 mit 30 bzw. 32 bezeichnet.
Wie in Fig. 2 dargestellt, werden die Abschnitte 30, 32 jeweils paarweise aneinander
gereiht, wobei zwischen den Abschnitten jeweils eine Lücke von z.B. 3 bis 6 mm gelassen
wird. Diese Lücke ist mit 34 bezeichnet. Dieser Endlosstrang wird während seiner Herstellung
mit einer Umhüllung versehen (nicht dargestellt). Der Endlosstrang wird, wie ebenfalls
in Fig. 2 angedeutet, in Doppelfilterabschnitte 36 unterteilt. Jeder Doppelfilterabschnitt
setzt sich zusammen aus einem mittleren Abschnitt 32 und Endabschnitten, welche von
der halben Länge jeweils eines Abschnitts 30 gebildet sind. Die umhüllten Doppelfilterabschnitte
36 werden zwischen zwei Tabakstöcken angeordnet, insbesondere auf einer üblichen Trommel
einer Zigarettenherstellungsmaschine (nicht gezeigt). Nach der Verbindung mit den
Tabakstöcken werden die Doppelfilterabschnitte 36 in der Mitte durchtrennt, wie durch
die strichpunktierte Linie 38 in Fig. 2 angedeutet. Dadurch ergeben sich Filterabschnitte
40, 42 von jeweils 11 mm Länge (die Abschnitte 30, 32 haben, wie beschrieben, eine
Länge von 22 mm). Der Abstand 34 ist der gleiche geblieben. Die Anordnung aus den
Filterabschnitten 40, 42 mit der gemeinsamen Umhüllung 44 wird dann anschließend mit
einem Tabakstock 46 mit Hilfe einer weiteren Umhüllung 48, welche den Tabakstock am
Ende etwas überdeckt, verbunden, wie dies an sich bekannt ist.
[0013] In Fig. 3 ist ein weiterer Abstand 50 dargestellt, der zwischen dem Filterabschnitt
42 und dem Tabakstock 46 gebildet ist. Dieser wird entweder alternativ zum Abstand
34 gebildet oder auch zusammen mit diesem. Beide Abstände 34, 50 bilden jeweils eine
Ventilationskammer für den Rauch aus dem Tabakstock 46, wodurch Kondensat- und Nikotingehalt
reduziert wird. Die Umhüllung 48 bzw. die Umhüllung 44 kann in bekannter Weise beliebig
perforiert sein. Die Anbringung von Perforationsbohrungen an bestimmten Stellen ist
nicht erforderlich. Das Perforieren von Umhüllungen ist ebenfalls an sich bekannt.
[0014] Das beschriebene Verfahren lässt sich mit bekannten Maschinen zur Herstellung von
Filterzigaretten durchführen. Ein besonderer apparativer Aufwand ist nicht erforderlich.
1. Verfahren zur Herstellung von Filterzigaretten, die in Längsrichtung mindestens zwei
Filterabschnitte aus unterschiedlichem Material aufweisen, mit den folgenden Verfahrensschritten:
- von jedem Filtermaterial werden Endlosstränge erzeugt, die aus einem ersten und
zweiten Filtermaterial mit einer Umhüllung bestehen
- aus den Endlossträngen werden erste und zweite Abschnitte aus unterschiedlichem
Filtermaterial vorgegebener Länge erzeugt
- die Abschnitte werden abwechselnd aneinander gereiht mit einem vorgegebenen Abstand
voneinander und fortlaufend umhüllt zur Bildung eines weiteren Endlosstrangs
- der weitere Endlosstrang wird in Doppelfilterabschnitte aufgeteilt, deren Enden
aus jeweils einem ersten oder zweiten Abschnitt halber Länge und deren mittlerer Bereich
aus einem ganzen zweiten oder ersten Abschnitt zusammengesetzt sind
- die Doppelfilterabschnitte werden jeweils zwischen zwei Tabakstöcken angeordnet
und mittels einer Endumhüllung jeweils mit dem zugeordneten Tabakstock verbunden
- die Filterabschnitte werden mittig durchtrennt.
2. Verfahren zur Herstellung von Filterzigaretten, die in Längsrichtung mindestens zwei
Filterabschnitte aus unterschiedlichem Material aufweisen, mit den folgenden Verfährensschritten:
- von jedem Filtermaterial werden Endlosstränge erzeugt, die aus einem ersten und
zweiten Filtermaterial mit einer Umhüllung bestehen
- aus den Endlossträngen werden erste und zweite Abschnitte aus unterschiedlichem
Filtermaterial vorgegebener Länge erzeugt
- die Abschnitte werden abwechselnd aneinander gereiht und fortlaufend umhüllt zur
Bildung eines weiteren Endlosstrangs
- der weitere Endlosstrang : wird in Doppelfilterabschnitte aufgeteilt, deren Enden
aus jeweils einem ersten oder zweiten Abschnitt halber Länge und deren mittlerer Bereich
aus einem zweiten oder ersten Abschnitt ganzer Länge zusammengesetzt sind die Doppelfilterabschnitte
werden jeweils zwischen zwei Tabakstöcken angeordnet und im Abstand zum zugehörigen
Tabakstock angeordnet und durch eine Endumhüllung mit diesem verbunden
- die Filterabschnitte werden mittig durchtrennt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen einem Filterabschnitt und dem Tabakstock oder zwischen dem ersten
und zweiten etwa 3 bis 6 mm beträgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung beliebig perforiert ist.
1. A method for the manufacture of filter cigarettes which in longitudinal direction
comprise at least two filter portions of different material with the following method
steps:
- endless lines are generated of at least a first and second material and are provided
with a wrap
- first and second sections are cut from the endless lines of different filter material,
the sections having a predetermined length
- the sections are alternatively filed with a predetermined spacing from each other
and are continuously wrapped in order to achieve a further endless line
- the further endless line is divided into double filter sections having end portions
and a center portion, the center portion being formed of a first filter section of
a first material and the end portions are formed by the half of the section of the
second filter material
- the double filter sections are located between aligned tobacco rods and connected
thereto by an end wrap
- the filter sections are cut in the center.
2. The method for the manufacture of filter cigarettes having at least two filter portions
of different filter material, with the following method steps:
- endless lines are manufactured from the first and second filter material, each having
a wrap
- first and second sections of different material of predetermined length are generated
from the first and second endless lines
- the sections are alternatively filed and continuously wrapped to form a further
endless line
- the further endless line is divided into double filter sections having end portions
and a center portion, the center portion being formed by the total length of a first
section and the end portions are formed by the half of the second sections
- the double filter sections are located between aligned tobacco rods forming a space
with respect to the associated tobacco rod and are connected to the tobacco rod by
a final wrap
- the double filter sections are cut in the center thereof.
3. The method of claim 1 or 2, wherein the spacing between the filter portions or the
tobacco rod and the associated filter portion, respectively, is between 3 and 6 mm.
4. The method of one of the claims 1 to 3, wherein the wrap is perforated at desired
portions.
1. Procédé de fabrication de cigarettes à filtre qui comportent dans le sens longitudinal
au moins deux sections de filtre de matériau différent, avec les étapes suivantes
de procédé :
- à partir de chaque matière filtrante sont produites des cordes en continu qui se
composent d'une première et d'une seconde matière filtrante avec une enveloppe
- à partir des cordes en continu sont produites des premières et des secondes sections
de matière filtrante différente d'une longueur prédéfinie
- les sections sont alignées tour à tour avec un écart prédéfini l'une de l'autre
et consécutivement enveloppées pour former une autre corde en continu
- l'autre corde en continu est divisée en sections à double filtre, dont les extrémités
se composent respectivement d'une première ou d'une seconde section de demi-longueur
et dont la zone médiane se compose d'une seconde ou première section entière
- les sections à double filtre sont disposées respectivement entre deux bâtons de
tabac et reliées respectivement, au moyen d'une enveloppe finale, au bâton de tabac
attribué
- les sections de filtre sont coupées au milieu.
2. Procédé de fabrication de cigarettes à filtre qui comportent dans le sens longitudinal
au moins deux sections de filtre de matériau différent, avec les étapes suivantes
de procédé :
- à partir de chaque matière filtrante sont produites des cordes en continu qui se
composent d'une première et d'une seconde matière filtrante avec une enveloppe
- à partir des cordes en continu sont produites des premières et des secondes sections
de matière filtrante différente d'une longueur prédéfinie
- les sections sont alignées tour à tour avec un écart prédéfini l'une de l'autre
et consécutivement enveloppées pour former une autre corde en continu
- l'autre corde en continu est divisée en sections à double filtre, dont les extrémités
se composent respectivement d'une première ou d'une seconde section de demi-longueur
et dont la zone médiane se compose d'une seconde ou première section entière
- les sections à double filtre sont disposées respectivement entre deux bâtons de
tabac et disposées à distance du bâton de tabac correspondant et reliées à celui-ci
par une enveloppe finale
- les sections de filtre sont coupées au milieu.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'écart entre une section de filtre et le bâton de tabac ou entre la première et
la seconde section est de 3 à 6 mm environ.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'enveloppe est perforée librement.