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(11) |
EP 1 526 967 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.09.2006 Patentblatt 2006/37 |
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Anmeldetag: 12.07.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/007558 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/018207 (04.03.2004 Gazette 2004/10) |
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ZENTRIEREINHEIT FÜR EINE SIEBDRUCKVORRICHTUNG
CENTERING UNIT FOR A SILK-SCREEN PRINTING DEVICE
UNITE DE CENTRAGE POUR DISPOSITIF DE SERIGRAPHIE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
08.08.2002 DE 10237038
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.05.2005 Patentblatt 2005/18 |
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Patentinhaber: Thieme GmbH & Co. KG |
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D-79331 Teningen (DE) |
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Erfinder: |
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- WINTERHALTER, Elmar
79346 Endingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Wilhelm, Martin et al |
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Patentanwälte Ruff, Wilhelm,
Beier, Dauster & Partner
Postfach 10 40 36 70035 Stuttgart 70035 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 820 863
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EP-A- 1 193 060
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Zentriereinrichtung für eine Siebdruckvorrichtung mit
in einer Auflageebene für zu bedruckende Platten oder Scheiben angeordneten Anschlagrollen,
die am Außenrand der Platten oder Scheiben zur Anlage kommen und deren Lage zur Weiterbearbeitung
sichern.
[0002] Zentriereinrichtungen dieser Art sind bekannt. Die Positionierung der zu bedruckenden
Platten oder Scheiben erfolgt dabei in der Regel dadurch, dass die Platten pneumatisch
gegen feste Anschlagrollen gedrückt werden. Toleranzen in den Platten oder Scheibenabmessungen
können bei einer solchen Vorgehensweise gegenüber der theoretischen Scheiben- oder
Plattenmitte nicht ausgeglichen werden.
[0003] EP-A-1 193 060 offenbart eine Zentriereinrichtung für eine Siebdruckmaschine mit
in einer Auflageebene für zu bedruckende Platten angeordneter Anschlagrollen.
[0004] Bekannt ist es aber auch, jeweils gegenüberliegende Anschlagrollen mechanisch, z.B.
über Kettenspindeln oder Zahnriemen, untereinander zu koppeln, so dass bei einer Verstellung
der Anschlagrollen die gegenüberliegenden Anschlagrollen den gleichen Weg zurücklegen
und somit eine Zentrierung auf die Scheiben- oder Plattenmitte gewährleistet ist.
Diese Vorgehensweise ermöglicht einen Ausgleich von Abmessungstoleranzen der Scheiben
oder Platten. Nachteilig ist allerdings die sehr aufwendige mechanische Konstruktion,
die so gestaltet sein muss, dass eine Verdrehung und eine Verschiebung der Platten
oder Scheiben möglich wird. Dazu kommt, dass dort die Anschlagrollen in ihrer Bewegungsrichtung
durch die Konstruktion definiert sind. Platten oder Scheiben mit bestimmten Außenabmessungen,
z.B. die Seitenscheiben von Kraftfahrzeugen, lassen sich mit solchen Einrichtungen
nicht positionieren.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zentriereinrichtung der eingangs genannten
Art so auszubilden, dass mit verhältnismäßig geringem Bauaufwand eine Zentrierung
von Platten oder Scheiben beliebiger Form jeweils auf die Platten- oder Scheibenmitte
ausgerichtet möglich wird.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe werden bei einer Zentriereinrichtung der eingangs genannten
Art die Anschlagrollen an längsverstellbaren Servoachsen angebracht, die über der
Auflageebene liegen und ihrerseits an Trägern angebracht sind, die an einem ortsfesten
Gestell und oberhalb der Auflageebene angeordnet sind. Bei dieser Ausgestaltung ist
in relativ einfacher Weise eine Mittenzentrierung möglich; die gegenüberliegenden
Anschlagrollen können synchron bewegt werden, so dass Scheiben- oder Plattentoleranzen
ausgleichbar sind.
[0007] Natürlich ist es auch möglich, einzelne Anschlagrollen fest zu positionieren, wenn
die Anwendung es erfordern sollte. Dabei erfolgt die Positionierung in Ausgestaltung
der Erfindung durch die Erfassung der von den Servoachsen ausgeübten Drehmomente,
die jeweils feinfühlig abgegriffen werden. Bei Berührung jeder Anschlagrolle mit dem
Rand der Platte oder Scheibe steigt das Drehmoment an. Über die Erfassung des Drehmomentes
kann somit auch die Position der Platte erfasst werden. Es ergibt sich die Möglichkeit,
die Soll-Ist-Position abzugleichen, so dass die Zentrierung in einfacher Weise möglich
wird.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung können alle Bewegungsabläufe und Positionserfassungen
speicherbar sein, so dass sie bei einem neuen Druckauftrag abrufbar sind. Die Zentrierkraft
selbst kann über das Drehmoment der Servoachsen eingestellt werden. Es besteht auch
die Möglichkeit, die Plattendaten über ein CAD-System auf das Positioniersystem zu
übertragen. Damit entfällt das Abtasten der Platten durch die Servoachsen.
[0009] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung werden die Servoachsen schwenkbar an
den Trägern angebracht, so dass auch ihre Wirkrichtung verstellbar ist. Die Träger
können zu diesem Zweck mit in Abständen angeordneten Löchern und die Servoachsen mit
in diesen verankerbaren Stiften versehen werden. Auf diese Weise wird ohne großen
Aufwand eine Einstellung der Wirkachsen möglich. Dies kann bei bestimmten Scheiben-
oder Plattenformen notwendig sein, wie später noch erläutert werden wird.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung kann der Auflageebene eine Transportstrecke vorgeschaltet
und ein parallel zu ihr verlaufendes Transportband zugeordnet sein, von dem die Platten
oder Scheiben über eine Hubeinrichtung in die Auflageebene anhebbar sind. Diese Hubeinrichtung
kann vorteilhaft mit mehreren in einer Ebene liegenden Kugelführungen versehen sein,
die gemeinsam über die vom Transportband gebildete Ebene in die Auflageebene anhebbar
sind. Die Platten oder Scheiben liegen dann auf den Kugelführungen auf und lassen
sich in einfacher und leichter Weise durch Betätigung der Servoachsen in die gewünschte
Zentrierposition verstellen.
[0011] Die Anschlagrollen stehen zweckmäßig einseitig von den Servoachsen ab. Sie können
dabei im Abstand verstellbar an den Servoachsen, beispielsweise schwenkbar, angeordnet
sein, so dass sie, um zur Anlage an den Außenkonturen der Scheiben oder Platten zu
kommen, aus einer ersten Außerbetriebsstellung in die Betriebsstellung nach unten
abgeschwenkt werden können.
[0012] Es ist aber auch möglich, die Anschlagrollen mit ihren Achsen fest an den Servoachsen
anzubringen und die Träger für die Servoachsen gemeinsam anheb- und absenkbar am Gestell
anzuordnen. Diese Ausgestaltung sichert eine größere Festigkeit und damit eine stabilere
Anordnung von Servoachsen und Anschlagrollen zu. Die Anhebebewegung des Trägersystems
selbst macht keine Schwierigkeiten. Sie kann beispielsweise in ähnlicher Weise ausgebildet
werden, wie das für das Anheben und Absenken bei den Siebdruckmaschinen-Oberwerken
auch vorgesehen ist.
[0013] Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung dargestellt und
wird im folgenden erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Frontansicht einer Zentriereinrichtung nach der Erfindung,
- Fig. 2
- die Draufsicht auf die Einrichtung der Fig. 1, jedoch ohne die vorgeschaltete Transportstrecke,
- Fig. 3
- die Seitenansicht der Zentriereinrichtung der Fig. 2 in Richtung des Pfeiles III gesehen,
- Fig. 4 bis Fig. 7
- Darstellungen des zeitlichen Funktionsablaufes der Zuführung der Ausrichtung und des
Weitertransporters einer in einer nachgeordneten Siebdruckmaschine zu bedruckenden
Platte oder Scheibe,
- Fig. 8
- eine Detaildarstellung einer Zentriereinrichtung nach der Erfindung in vergrößerter
Darstellung und bei einer gegenüber der Ausführungsform der Fig. 1 bis 3 abgewandelten
Ausführung,
- Fig. 9
- die Darstellung eines Schnittes in Richtung der Schnittlinie IX-IX in Fig. 8,
- Fig. 10
- die schematische Darstellung eines Zentriervorganges bei einer ersten Scheibenform,
- Fig. 11
- die Darstellung in Richtung des Pfeiles XI der Fig. 10 gesehen,
- Fig. 12
- eine Darstellung ähnlich Fig. 10, jedoch bei der Zentrierung einer Platte oder Scheibe
mit anderen Außenkonturen als sie in Fig. 10 gezeigt sind und
- Fig. 13
- die Darstellung ähnlich Fig. 12, jedoch für die Zentrierung einer weiteren Platten-
oder Scheibenform.
[0014] In den Fig. 1 bis 3 ist eine Zentriereinrichtung 1 gezeigt, die ein auf einem nicht
gezeigten Boden aufstellbares Gestell 2 besitzt, in dem Platten 3 in der im folgenden
noch erläuterten Weise zentriert werden können. Der Zentriereinrichtung 1 ist eine
Transporteinrichtung 4 mit einer Rollenbahn vorgeschaltet, auf der die Platten 3 in
Richtung des Pfeiles 6 der Zentriereinrichtung 1 zugeführt werden können.
[0015] Innerhalb des Gestelles 1 ist angrenzend an die Transporteinrichtung 4 ein Tragrahmen
7 mit vier Querträgern 8 vorgesehen, die mit jeweils vier nach oben gerichteten Kugelführungen
9 bestückt sind. Die Kugelführungen 9 bzw. die jeweils oberste Kontur jeder Kugel
liegen dabei in einer gemeinsamen Ebene. Die Kugelführungen 4 stützen daher die Platte
3 in der in Fig. 1, 2 und 3 gezeigten Lage der Zentriereinrichtung 1 ab. Die Fig.
4 macht dabei deutlich, dass in einer Ausgangslage, nämlich dann, wenn die Platte
3 zunächst noch von der Rollenbahn 5 aus im Sinn des Pfeiles 6 in die Zentriereinrichtung
1 eingefahren wird, der Rahmen 7 mit den Kugelführungen 9 unterhalb der Transportebene
für die Platte 3 liegt, die innerhalb des Gestelles 1 von einem in den Fig. 1 und
3 nicht dargestellten, aus den Fig. 2 und 4 aber ersichtlichen Förderband 10 aufgenommen
und im Sinn der Pfeile 11 in die Zentriereinrichtung 1 herein transportiert wird.
Ist dies geschehen, dann wird der Rahmen 7 in die aus den Fig. 1 und 3 ersichtliche
Höhe angehoben, so dass die Kugelführungen 9 gemeinsam eine Auflageebene 12 für die
Platte 3 bilden.
[0016] Im Gestell 1 ist oberhalb dieser Auflageebene 12 eine Trageinrichtung in der Form
eines Rahmens mit drei senkrecht zu den Trägern 8 verlaufenden Profilträgern 13 vorgesehen,
die im einzelnen auch in Fig. 8 und den folgenden Fig. zu erkennen sind. An diesen
am oberen Abschluss des Gestelles 1 liegenden Trägern und unterhalb von diesen, sind
jeweils sogenannte Servoachsen 14, 14a, 14b und 15 und 15a so angeordnet, dass die
gehäuseartig entsprechende Verstellspindeln umgebenden Leisten unterhalb der Träger
13 liegen. Die Halteleisten 16 für diese Servoachsen sind dabei, wie Fig. 9 gut erkennen
lässt, jeweils an Winkelleisten 17 der Träger 13 befestigt, die ihrerseits an Querträgern
18 an der Oberkante des Gestells 1 befestigt sind. Die Fig. 8 und 9 machen dabei deutlich,
dass die Führungsgehäuse 16 für die Servoachsen 14 und 15 über U-förmige Klemmeinrichtungen
19 mit Knebelschrauben und über formschlüssig in Löcher 20 der Leisten 17 eingreifende
Stifte 21 an den Trägern 13 gehalten sind. Jede Servoachse ist dabei in an sich bekannter
Weise mit einer Verstellspindel und mit einem Elektroantrieb 22 versehen, mit dem
es möglich ist, eine beispielsweise an einer Mutter der Spindel geführte Halterung
23 (Fig. 9) zwischen einer ersten Endlage 23a und einer zweiten Endlage 23 zu verschieben.
[0017] Die Halterungen 23 sind jeweils mit Anschlagrollen 24 versehen, die beim Ausführungsbeispiel
der Fig. 8, 9 und folgende mit ihren Achsen fest an der Halterung 23, aber selbst
drehbar angeordnet sind.
[0018] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 3 sind die Anschlagrollen 24 zwar ebenfalls
mit einer an den Servoachsen 14, 15 verschiebbaren Halterung verbunden, dort aber
über nicht näher gezeigte Schwenkhebel 25, mit deren Hilfe die Anschlagrollen 24 aus
der Ebene der Auflageebene 12 nach oben entfernt werden können, ohne dass die Servoachsen
14, 15 hierzu bewegt werden müssen.
[0019] Die Ausführungsform der Fig. 8 und 9, die auch in den folgenden Fig. 10 bis 13 beibehalten
ist, sieht, wie auch den Zeichnungen zu entnehmen ist, die Anordnung der Anschlagrollen
24 an sehr viel kürzeren Führungen vor. Die Anordnung ist dadurch stabiler, setzt
aber voraus, dass die Servoachsen 14, 15 einschließlich ihrer Träger 13 und dem ihnen
zugeordneten Trägersystem nach oben anhebbar sind, um beim Einführvorgang der Platten
3 in die Zentriereinrichtung - siehe Fig. 4 - dessen Einfahrvorgang nicht zu behindern.
Das Anheben des Trägersystems für die Servoachsen 14, 15 kann in der gleichen Art
und Weise geschehen, wie das bei den Oberwerken von Siebdruckmaschinen der Fall ist,
von denen eine - nicht gezeigt - die Pfeilrichtung III (Fig. 2) der Zentriereinrichtung
1 nachgeordnet wird.
[0020] Anhand der Fig. 4 bis 7 soll nun erläutert werden, wie die Zentrierung der Platten
3 in der Zentriereinrichtung 1 erfolgt und wie dann der Weitertransport der zentrierten
Platten zu der nicht gezeigten Siebdruckmaschine vorgenommen wird.
[0021] Die Fig. 4 zeigt zunächst, wie bereits angedeutet, dass beim Einfahrvorgang der Platte
3 in die Zentriereinrichtung sowohl die Kugelführungen 9 als auch die Anschlagrollen
24 aus der an der Unterkante der Platte 3 liegenden Auflageebene 12 nach oben bzw.
unten herausgefahren sind. Wenn die Platte 3 in der Zentriereinrichtung angekommen
ist, werden die Kugelführungen 9 nach oben gefahren, so dass sie, wie vorher ausgeführt
wurde, die Auflageebene 12 für die Platte 3 bilden, die dadurch nicht mehr auf dem
Transportriemen 10 liegt. Danach werden die Anschlagrollen 24 in die Auflageebene
12 gefahren, was entweder bei der Ausführungsform der Fig. 1 bis 3 durch Abschwenken
der Hebel 25 oder, bei der Ausführungsform der Fig. 8 und 9 durch das Absenken der
Träger 13 erfolgt.
[0022] Die Servoachsen 14 und 15 werden dann betätigt, bis die Anschlagrollen 24, wie in
Fig. 5 gezeigt, an der Außenkontur der Platte 3 anliegen und diese fixieren. Diese
Position wird dadurch festgehalten, dass eine Abgreifeinrichtung für das Drehmoment
der Antriebsmotoren 22 der Servoachsen 14, 15 vorgesehen wird, was beispielsweise
aufgrund der Erfassung des für den Betrieb der Motoren 22 erforderlichen Stromes erfolgen
kann. Eine solche Abgreifeinrichtung kann sehr feinfühlig arbeiten, so dass bei einem
entsprechenden Anstieg des Drehmomentes auch die dadurch eingestellte Position der
Platte 3 in der Zentriereinrichtung eindeutig erfasst und beispielsweise durch einen
Abgleich von Soll- und Ist-Positionen eine exakte Mittenzentrierung der Platte 3 ermöglicht,
die unabhängig von etwaigen Toleranzen in der Kontur der Platte 3 ist. Die ermittelten
Werte dieser angefahrenen Endposition können in einer Speichereinrichtung auch gespeichert
und für die Zentrierung einer nachfolgenden Platte wieder abgerufen werden.
[0023] Es ist aber auch möglich, auf das Abgreifen des Drehmomentes und die daraus resultierende
Abspeicherung der ermittelten Werte zu verzichten, wenn die Daten der zu bedruckenden
Platten bekannt sind. Es besteht dann die von anderen Einrichtungen bekannte Möglichkeit,
diese Plattendaten mittels eines CAD-Systems direkt auf das Positioniersystem zu übertragen
und zu speichern.
Die Fig. 6 zeigt, dass die Platte 3 in ihrer zentrierten Position von unten durch
eine Transporteinrichtung 26, beispielsweise mit Saugnäpfen 27, erfasst und in Pfeilrichtung
6 aus der Zentrierrichtung zu der nicht dargestellten Siebdruckmaschine befördert
wird. Diese Arbeitsschritte sind in Fig. 6 gezeigt, wo die Saugnäpfe 27 der Transporteinrichtung
26 aktiv werden, ehe die Anschlagrollen 24 von der Platte 3 entfernt sind. Fig. 7
zeigt, dass danach die Anschlagrollen 24 und die Kugelführungen 9 von der Platte 3
und von der Auflageebene 12 entfernt werden, so dass die Platte 3 in Richtung des
Pfeiles 6 zu der nicht dargestellten und im Sinn des Pfeiles III der Fig. 2 der Zentriereinrichtung
1 nachgeschalteten Siebdruckmaschine befördert werden kann. Danach erfolgt gemäß Fig.
4 der erneute Zuführvorgang einer weiteren Platte 3.
[0024] Die Fig. 8 und die Fig. 10 bis 13 zeigen Beispiele von Platten 3, 3a, 3b und 3c mit
verschiedenen Außenkonturen, die durch die erfindungsgemäße Einrichtung ohne Probleme
zentriert werden können. Die Fig. 8 zeigt zunächst, dass die Servoachsen 14 und 14a
parallel zueinander zwischen den benachbarten Trägern 13 verlaufen und dass parallel
zu ihnen auf der gegenüberliegenden Seite die Servoachse 14b angeordnet. Nicht gezeigt
sind senkrecht dazu verlaufende Servoachsen, die zur Anschlagbildung quer zur Bewegungsrichtung
der Servoachsen 14, 14a und 14b dienen.
[0025] Die in Fig. 8 gezeigte quadratische Platte 3 lässt sich zum Mittelpunkt der Zentriereinrichtung
durch die Betätigung der Servoachsen zentrieren. Die Anschlagrollen 24 der drei Servoachsen
werden zu diesem Zweck von entgegengesetzten Seiten aus an die Außenkanten der Platte
3 angedrückt. In gleicher Weise erfolgt das Andrücken von Anschlagrollen an die senkrecht
zu den Seiten, an denen die Anschlagrollen 24 der Servoachsen 14a und 14b anliegen,
verlaufenden Seiten der Platte 3. Die Fig. 8 macht aber auch klar, dass Platten bis
zur Größe 3' - siehe die diagonal verlaufenden Linien 29 - in der Einrichtung zentriert
werden können, wenn dies erforderlich sein sollte. Es ist auch möglich, wie gestrichelt
gezeigt, die Servoachsen 14', 14a' oder 14b' schräg zum Verlauf der Träger 13 anzuordnen
dadurch, dass die Stifte 21 oder zusätzliche Stifte 28 in entsprechende Löcher 20
der Leisten 27 eingeführt werden und die Servoachsen dann durch ihre Klemmeinrichtungen
19 in dieser Lage festgelegt werden. Diese Möglichkeit eröffnet die Zentrierung von
Platten 3, 3a, 3b, 3c und von Platten oder Scheiben mit noch anderen Außenkonturen
in relativ einfacher Weise, was bisher nicht möglich war.
[0026] Die Fig. 10 zeigt z.B. die Zentrierung einer Platte 3a mit einseitig runden Konturen.
Hier erfolgt die Zentrierung im Prinzip in der gleichen Weise wie das anhand von Fig.
8 dargestellt ist. Die Servoachsen 14, 14a und 14b greifen in einer Wirkrichtung an
gegenüberliegenden Seiten der Platte 3a an, während die Servoachsen 15, 15a in einer
senkrechten Wirkrichtung ihre Anschlagrollen 24 gegen die Außenkontur drücken.
[0027] In Fig. 12, wo nur zwei senkrecht zueinander verlaufende Außenkonturen vorliegen,
drücken Servoachsen 14 und 14a in einer Richtung gegen die Außenkontur 31 der Platte
3b, während eine Servoachse 14b in etwa senkrecht auf die kurvenförmige Außenkontur
32 der Platte 3b gerichtet ist und eine weitere Servoachse 15 senkrecht zur Wirkrichtung
der Servoachsen 14 und 14a ausgerichtet ist. Es wird deutlich, dass durch eine solche
Anordnung und die entsprechende Anlage der Anschlagrollen 24, die Platte 3b einwandfrei
in ihrer Lage fixiert werden kann und zwar mittenzentriert, so dass etwaige Toleranzen
der Außenkonturen keinen Einfluss auf die Zentrierlage haben.
[0028] Fig. 13 schließlich zeigt eine Platte 3c mit einer Aussparungskontur 33, an der zwei
Anschlagrollen 24 von parallel zueinander wirkenden Servoachsen angelegt werden. Dagegen
wirkt die Anschlagrolle 24 einer Servoachse 14b, und die Seitenzentrierung wird durch
die Anschlagrollen 24 von Servoachsen 15 und 15a vorgenommen, von denen eine senkrecht
zur Wirkrichtung der Servoachse 14b, die andere dagegen unter einem Winkel zu den
Wirkachsen der anderen Servoachsen verläuft. Die entsprechende Servoachse 15a liegt
dann mit ihrer Anschlagrolle 24 an dem kurvenförmigen Außenrand der Platte 3c an.
[0029] Die gezeigten Beispiele machen daher deutlich, dass mit der erfindungsgemäßen Einrichtung
alle Plattenformen mittenzentriebar sind. Aufwendige mechanische Konstruktionen sind
dabei nicht erforderlich. Die Positionierung wird jeweils durch Elektroantriebe und
durch eine entsprechende Steuerung derselben vorgenommen, wobei, wie vorher schon
angedeutet, ein Soll-Ist-Wert abgleichmöglich ist, um die exakte Ausrichtposition
zu erreichen.
[0030] In der vorstehenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele ist stets die Rede von
der Zentrierung von Platten. Wie eingangs schon ausgeführt, können natürlich auch
Scheiben, z.B. für Kraftfahrzeuge, auf diese Weise zentriert und anschließend im Siebdruckverfahren
bedruckt werden, wenn dies erforderlich ist. Der Ausdruck "Platten" ist daher auch
im Sinn von Scheiben zu verstehen.
1. Zentriereinrichtung für eine Siebdruckvorrichtung mit in einer Auflageebene (12) für
zu bedruckende Platten (3, 3a, 3b) angeordneten Anschlagrollen (24), die am Außenrand
der Platten (3, 3a, 3b) zur Anlage kommen und deren Lage zur Weiterbearbeitung sichern,
dadurch gekennzeichnet,dass
die Anschlagrollen (24) an längsverstellbaren Servoachsen (14, 15) angebracht sind,
die über der Auflageebene (12) liegen und ihrerseits an Trägern (13) angebracht sind,
die an einem ortsfesten Gestell (2) und oberhalb der Auflageebene (12) angeordnet
sind.
2. Zentriereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Servoachsen (14, 15) schwenkbar an den Trägern (13) angebracht sind, so dass
ihre Wirkrichtung verstellbar ist.
3. Zentriereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehmoment der Antriebsmotoren (22) der Servoachsen (14, 15) abgegriffen und
zur Bestimmung der Plattenposition benutzt wird.
4. Zentriereinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe des Drehmomentes und die Antriebsfunktion für die Servoachsen (14, 15)
in einer Speichereinheit wieder abrufbar erfasst wird.
5. Zentriereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenabmessungen über ein CAD-System auf ein Positioniersystem zur Steuerung
der Servoachsen (14, 15) übertragen und gegebenenfalls gespeichert werden.
6. Zentriereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger (13) mit in Abständen angeordneten Löchern (20) und die Servoachsen (14,
15) mit in diesen verankerbaren Stiften (21, 28) versehen sind.
7. Zentriereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflageebene (12) eine Transportstrecke (4) vorgeschaltet und ein parallel zu
ihr verlaufendes Transportband (10) zugeordnet ist, von dem die Platten (3, 3a, 3b)
über eine Hubeinrichtung in die Auflageebene (12) anhebbar sind.
8. Zentriereinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung mit mehreren in einer Ebene liegenden Kugelführungen (9) versehen
ist, die gemeinsam über die vom Transportband (10) gebildete Ebene in die Auflageebene
(12) anhebbar sind.
9. Zentriereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagrollen (24) einseitig von den Servoachsen (14, 15) abstehen.
10. Zentriereinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagrollen (24) im Abstand verstellbar zu den Servoachsen (14, 15) angebracht
sind.
11. Zentriereinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagrollen (24) schwenkbar, insbesondere über Schwenkhebel (25) an den Servoachsen
(14, 15) angeordnet sind.
12. Zentriereinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagrollen (24) mit ihren Achsen fest an verstellbaren Halterungen der Servoachsen
(14, 15) angebracht sind und dass die Träger (13) für die Servoachsen (14, 15) Teil
eines anheb- und absenkbaren Rahmens sind, der an der Oberseite des Gestells (2) vorgesehen
ist.
1. Centering system for a screen printing apparatus, with abutment wheels (24) arranged
on a platform (12) for plates (3, 3a, 3b) to be printed, which come in contact with
the outside margin of the plates (3, 3a, 3b) and secure their position for further
processing,
characterized in that the abutment wheels (24) are mounted on longitudinally adjustable servo shafts (14,
15) which lie above the platform (12) and are in turn mounted on beams (13) which
are arranged on a stationary frame (2) and above the platform (12).
2. Centering system according to claim 1, characterized in that the servo shafts (14, 15) are mounted swivelingly on the beams (13) so that their
direction of action is adjustable.
3. Centering system according to claim 1 or 2, characterized in that the torque of the motors (22) driving the servo shafts (14, 15) are detected and
used for determining the plate position.
4. Centering system according to claim 3, characterized in that the magnitude of the torque and the drive for the servo shafts (14, 15) are recorded
recoverably in a memory unit.
5. Centering system according to claim 1, characterized in that the plate dimensions are transmitted through a CAD system to a positioning system
for controlling the servo shafts (14, 15) and in some cases stored in memory.
6. Centering system according to claim 1, characterized in that the beams (13) are provided with holds (20) arranged at intervals and the servo shafts
(14, 15) are provided with pins (21, 26) which can be anchored therein.
7. Centering system according to claim 1, characterized in that a transport line (4) is placed before the platform (12) and a conveyor belt (10)
running parallel to it is associated with it, by which the plates (3, 3a, 3b) can
be raised by a lifting means to the platform level (12).
8. Centering system according to claim 7, characterized in that the lifting means is provided with a plurality of ball guides (9) lying in one plane,
which can be lifted together above the level formed by the conveyor belt (10) to the
platform level (12).
9. Centering system according to claim 1, characterized in that the abutment wheels (24) stand apart unilaterally from the servo axes (14, 15).
10. Centering system according to claim 9, characterized in that the abutment wheels (24) are adjustable in distance from the servo shafts (14, 15).
11. Centering system according to claim 10, characterized in that the abutment wheels (24) are disposed for swiveling especially by pivoted levers
(25) at the servo shafts (14, 15).
12. Centering system according to claim 9, characterized in that the abutment wheels (24) are mounted with their axles fixedly on adjustable mountings
of the servo shafts (14, 15) and that the beams (13) for the servo shafts (14, 15)
are part of a raisable and lowerable frame which is provided at the top side of the
frame (2).
1. Unité de centrage pour un dispositif de sérigraphie avec des rouleaux de butée (24)
placés dans un plan de support (12) pour des plaques d'impression (3, 3a, 3b), lesquels
viennent en contact avec le bord extérieur des plaques (3, 3a, 3b) et assurent ainsi
leur position pour la poursuite du traitement,
caractérisée en ce que les rouleaux de butée (24) sont montés sur des servo-axes (14, 15) réglables en longueur
qui se trouvent au-dessus du plan de support (12) et sont montés de leur côté sur
des supports (13), qui sont disposés sur un châssis fixe (2) et au-dessus du plan
de support (12).
2. Unité de centrage selon la revendication 1,
caractérisée en ce que les servo-axes (14, 15) sont montés de manière à pouvoir pivoter sur les supports
(13), de façon à ce que leur direction d'action soit réglable.
3. Unité de centrage selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que le couple de rotation des moteurs d'entraînement (22) des servo-axes (14, 15) est
mesuré et utilisé pour définir la position des plaques.
4. Unité de centrage selon la revendication 3,
caractérisée en ce que la valeur du couple de rotation et la fonction d'entraînement des servo-axes (14,
15) sont enregistrées dans une unité de mémoire de manière à pouvoir être prélevées
à nouveau.
5. Unité de centrage selon la revendication 1,
caractérisée en ce que les dimensions des plaques sont transmises par le biais d'un système DAO à un système
de positionnement pour commander les servo-axes (14, 15) et enregistrées le cas échéant.
6. Unité de centrage selon la revendication 1,
caractérisée en ce que les supports (13) sont munis de trous (20) espacés les uns des autres et que les
servo-axes (14, 15) sont munis de tiges (21, 28) pouvant être ancrées dans ceux-ci.
7. Unité de centrage selon la revendication 1,
caractérisée en ce qu'un chemin de transport (14) est prévu en amont du plan de support (12) et qu'une bande
transporteuse (10) parallèle au chemin de transport lui est attribuée, depuis laquelle
les plaques (3, 3a, 3b) peuvent être soulevées dans le plan de support (12) par un
dispositif élévateur.
8. Unité de centrage selon la revendication 7,
caractérisée en ce que le dispositif élévateur est muni de plusieurs guides sphériques (9) placés dans un
plan, qui peuvent être soulevés ensemble dans le plan de support (12) au-dessus du
plan formé par la bande transporteuse (10).
9. Unité de centrage selon la revendication 1,
caractérisée en ce que les rouleaux de butée (24) sont en saillie d'un côté des servo-axes (14, 15).
10. Unité de centrage selon la revendication 9,
caractérisée en ce que les rouleaux de butée (24) sont disposés de manière à être réglables en distance
par rapport aux servo-axes (14, 15).
11. Unité de centrage selon la revendication 10,
caractérisée en ce que les rouleaux de butée (24) sont disposés sur les servo-axes (14, 15).de manière à
pouvoir pivoter, en particulier par des leviers de pivotement (25),
12. Unité de centrage selon la revendication 9,
caractérisée en ce que les rouleaux de butée (24) sont disposés de manière fixe avec leurs axes sur des
éléments de fixation des servo-axes (14, 15) réglables et que les supports (13) pour
les servo-axes (14, 15) font partie d'un cadre pouvant être levé ou baissé qui est
prévu sur le dessus du châssis (2).