[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spinnen und Aufwickeln mehrerer synthetischer
Fäden gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Vorrichtungen zum Spinnen und Aufwickeln von mehreren synthetischen Fäden,
die eine Spinneinrichtung mit mehreren Spinndüsen, zumindest eine Abzugsgalette und
eine Aufwickeleinrichtung mit mehreren Wickelstellen enthalten, sind allgemein bekannt.
Hierbei wird an der Spinneinrichtung eine Polymerschmelze mittels eines Schmelzeerzeugers
auf mehrere Spinndüsen verteilt. In den Spinndüsen wird die Polymerschmelze unter
Druck jeweils zu strangförmigen Filamentbündeln extrudiert, die nach der Abkühlung
zu einem Faden zusammengeführt werden. Dabei werden die Fäden, bzw. die Filamentbündel
vorzugsweise gemeinsam durch eine Abzugsgalette von den Spinndüsen abgezogen und zu
den Wickelstellen der Aufwickeleinrichtung geführt. Die Fäden werden innerhalb der
Vorrichtung entsprechend der Ausführungen der einzelnen Einrichtungen mit unterschiedlichen
Abständen zueinander geführt.
[0003] So ist beispielsweise aus der
EP 0 845 550 bekannt, daß der Abstand zwischen den Fäden beim Spinnen, beim Abziehen und beim
Aufwickeln jeweils unterschiedlich ausgebildet ist. So werden die Fäden auf der Abzugsgalette
mit einem kleinsten Abstand zueinander geführt. Damit wird zwar eine kompakte Bauweise
der Abzugsgalette ermöglicht, jedoch mit dem Nachteil, daß die Fadenschar vor der
Abzugsgalette zusammengeführt und hinter der Abzugsgalette gespreizt werden muß. Dazu
ist es erforderlich, insbesondere die Fäden im äußeren Bereich der Fadenschar auszulenken.
[0004] Zur Vermeidung von Schäden durch zu starke Umlenkungen und Umschlingungen bzw. zur
Vermeidung von unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften ist es bekannt, daß
bestimmte Grenzwerte beim Auslenken der Fäden nicht überschritten werden dürfen. Die
Auslenkung der Fäden ist dabei vom Abstand der Fäden in der Spinneinrichtung und von
der Anzahl der parallel nebeneinander gesponnenen Fäden abhängig. Insbesondere bei
einer großen Anzahl von Fäden tritt das Problem der unterschiedlich starken Auslenkung
auf, die jedoch aufgrund von Vermeidung zu hoher Umschlingungsreibung begrenzt sind.
Derartige Auslenkungen können nur durch eine entsprechend lange Zone zwischen der
Spinneinrichtung und der Abzugsgalette verringert werden. Ebenso ist der Abstand zu
der Aufwickeleinrichtung durch derartige begrenzte Auslenkungen vorbestimmt. Daraus
folgt, daß die bekannten Vorrichtungen zum Spinnen und Aufwickeln von mehreren Fäden
eine Einbauhöhe erfordert, die über mehrere Etagen reicht. Insbesondere ist damit
die Bedienbarkeit derartiger Vorrichtungen insbesondere zum Anlegen der Fäden nur
über mehrere Etagen möglich. Andererseits darf der Fadenabstand beim Zusammenführen
der Fäden nach der Spinneinrichtung nicht zu groß gewählt werden, um sehr lang auskragende
Abzugsgaletten zu vermeiden. Weiterhin tritt der Wunsch auf, aus Kosten- und Handhabungsgründen
die Bauhöhe und die Breite der Vorrichtung begrenzt zu halten. Damit tritt jedoch
das Problem auf, daß bei der Fadenführung zulässige Grenzwerte der Auslenkung überschritten
werden müßten.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der Eingang genannten Art derart weiterzubilden,
daß selbst bei einer großen Anzahl von parallel gesponnenen Fäden möglichst geringe
Einbauhöhen der Vorrichtung realisierbar sind.
[0006] Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, eine möglichst kompakte und bedienungsfreundliche
Vorrichtung zur Herstellung einer Vielzahl von Fäden bereitzustellen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen gemäß
Anspruch 1 gelöst.
[0008] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungen sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen
der Unteransprüche definiert.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich besonders dadurch aus, daß das Zusammenführen
und Spreizen der Fäden in unterschiedlich ausgerichteten Ebenen erfolgt. Das Aufspreizen
und Verteilen der Fadenschar zu den einzelnen Wickelstellen der Aufwickeleinrichtung
wird zum wesentlichen Teil in einer Näherungsweise horizontal ausgerichteten Verteilerebene
durchgeführt. Damit wird die Tiefe der Vorrichtung zur Führung der Fäden miteinbezogen.
Hierzu ist die Spinneinrichtung und die Abzugsgalette quer zu der Längsachse der Aufwickeleinrichtung
ausgerichtet und an einer Stirnseite der Aufwickeleinrichtung angeordnet. Die Abzugsgalette
befindet sich somit unmittelbar neben den Wickelstellen in der Aufspulmaschine. Die
Fäden lassen sich so vorteilhaft zunächst in einer vertikalen Spinnebene von der Spinneinrichtung
zu der Abzugsgalette führen, um anschließend an der quer zur Spinnebene ausgerichteten
Verteilebene zu den Wickelstellen der Aufwickeleinrichtung geführt zu werden.
[0010] Um die Fäden nach dem Anspinnen durch eine Bedienperson aus der Spinneinrichtung
zu übernehmen und in den nachfolgenden Einrichtungen anzulegen, ist bei einer besonders
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung die Abzugsgalette dem Auslaß eines Fallschachtes
der Spinneinrichtung zugeordnet und die Abzugsgalette und der Auslaß des Fallschachtes
an der Bedienungsseite der Aufwickeleinrichtung in Reichweite einer Bedienperson angeordnet.
Somit können selbst bei einer Vielzahl von Fäden diese auf einfache Art und Weise
durch eine Bedienperson zum Einfädeln und Anlegen gehandelt werden.
[0011] Der Auslaß des Fallschachtes ist vorzugsweise in einer Entfernung zu einer Aufstellplattform
der Aufwickeleinrichtung angeordnet, die weniger als 250 cm beträgt. Somit lassen
sich alle unterhalb des Fallschachtes angeordneten Einrichtungen zur Führung und Behandlung
der Fäden wie beispielsweise Präparationseinrichtung, Fadenwächter von einer Person
bedienen.
[0012] Um Fäden mit einer vororientierten und nicht vollverstreckten Molekularstruktur herstellen
zu können, ist die Vorrichtung der Erfindung besonders geeignet, weil zwischen der
Abzugsgalette und den Wickelstellen der Aufwickeleinrichtung mehrere Verteilerrollen
angeordnet sind, durch welche die von der Abzugsgalette ablaufenden Fäden zum Einlauf
in die Wickelstellen separiert werden. So lassen sich die Fäden nach Ablauf von der
Abzugsgalette zu mehreren, paarweise oder einzeln durch die in Richtung der Längsachse
der Aufwickeleinrichtung hintereinander verteilt angeordneten Verteilerrolle führen.
[0013] Jeder Wickelstelle der Aufwickeleinrichtung werden jeweils eine Verteilerrolle zugeordnet.
Nach Ablauf der Fäden von der Abzugsgalette erfolgt somit eine entsprechend der Anordnung
der Wickelstellen separierte Aufteilung der Fäden. Die Verteilerrollen werden dabei
vorzugsweise unmittelbar einem Kopffadenführer der Wickelstelle vorgeordnet, so daß
jeder Faden bei der Führung von der der Wickelstelle zugeordneten Spinndüse eine Umlenkung
an der Abzugsgalette und eine Umlenkung an der Verteilrolle erfährt. Die Umschlingungsverhältnisse
jeder der Fäden ist im wesentlichen gleich, so daß keine wesentlichen Fadenspannungsunterschiede
aus der Verteilung auf die Wickelstellen resultiert.
[0014] Zur Einstellung einer Wickelspannung werden die Verteilerrollen gemäß einer vorteilhaften
Weiterbildung einzeln oder in Gruppen angetrieben. Somit lassen sich unterschiedliche
Umfangsgeschwindigkeiten an der Abzugsgalette unter den zugeordneten Verteilerrollen
einstellen.
[0015] Zur Durchführung zusätzlicher Behandlungsschritte ist die Weiterbildung der Erfindung,
bei welcher der Abzugsgalette im Fadenlauf eine zweite Galette zugeordnet ist, besonders
geeignet. Die Fäden werden somit vor der Verteilung auf die Wickelstellen in mehreren
Umschlingungen an der Abzugsgalette und der zweiten Galette geführt, bevor sie von
der Abzugsgalette unmittelbar zu den Wickelstellen weitergeleitet werden. Damit kann
eine Wärmebehandlung, eine Verstreckung oder eine Verwirbelung der Fäden vor Einlauf
in die Wickelstellen auf einfache Weise realisiert werden.
[0016] Um höhere Abzugskräfte beim Abziehen der Fäden aus der Spinneinrichtung zu erzeugen,
läßt sich die zweite Galette auch vorteilhaft durch eine angetriebene Überlaufrolle
bilden, so daß die Abzugsgalette mit einer Überlaufrolle durch mehrfach umschlungenen
Fadenlauf höhere Abzugskräfte aufbringen kann.
[0017] Die unterhalb der Spinneinrichtung vorgesehenen Einrichtungen insbesondere die Abzugsgalette
werden vorteilhaft unmittelbar an einem Gestellteil der Aufwickeleinrichtung gehalten.
Die Vorrichtung setzt sich somit im wesentlichen aus den Bauteilen der Spinneinrichtung,
die an einem eine Etage bildenden Träger gehalten sind, und den Bauteilen der Aufwickeleinrichtung,
die durch ein auf der Aufstellungsplattfonn angeordneten Maschinengestell gehalten
sind, zusammen.
[0018] Hierbei lassen sich die Antriebs- und Steuerelektronik aller dem Maschinengestell
der Aufwickeleinrichtung angeordneten Komponenten vorteilhaft zu einer Baueinheit
zusammenfügen. Dabei ist der Baueinheit vorzugsweise ein Bedientableau zugeordnet,
durch welches die Bedienperson jedes der steuerbaren Baueinheiten bedienen kann.
[0019] Weitere Vorteile der Erfindung sind anhand einiger Ausführungsbeispiele gemäß dem
beigefügten Figuren nachfolgend näher erläutert.
[0020] Es stellen dar:
- Fig. 1
- schematisch eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung
- Fig. 2
- schematisch eine Vorderansicht des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1
- Fig. 3
- schematisch eine Draufsicht des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1
- Fig. 4
- schematisch eine Vorderansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung
- Fig. 5
- schematisch eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung
[0021] In den Fig. 1, 2 und 3 ist ein ersten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in mehreren Ansichten dargestellt. In Fig. 1 ist die Vorrichtung in einer Seitenansicht,
in Fig. 2 in einer Vorderansicht und in Fig. 3 in einer Draufsicht gezeigt. Die nachfolgende
Beschreibung gilt, insoweit kein ausdrücklicher Bezug zu einer der Figuren gemacht
ist, für alle Figuren.
[0022] Die erfindungsgemäße Vorrichtung setzt sich aus einer Spinneinrichtung 1 und einer
Aufwickeleinrichtung 10 zusammen, wobei in dem Übergang zwischen der Spinneinrichtung
1 und der Aufwickeleinrichtung 10 eine Abzugsgalette 8 angeordnet ist. Die Spinneinrichtung
1 enthält einen beheizten Spinnbalken 2, der über eine Schmelzezuführung 3 mit einer
hier nicht dargestellten Schmelzequelle beispielsweise einem Extruder verbunden ist.
Dabei können mehrere Spinneinrichtungen einer gemeinsamen Schmelzequelle zugeordnet
sein. Der Spinnbalken 2 weist auf einer Unterseite mehrere Spinndüsen 4.1, 4.2, 4.3
und 4.4 auf. Die Anordnung der Spinndüsen sowie die Anzahl der Spinndüsen ist beispielhaft.
So lassen sich eine Mehrzahl von Spinndüsen auch in mehreren Reihen oder kreisförmig
anordnen.
[0023] Jede der Spinndüsen 4.1 bis 4.4 besitzt eine Vielzahl von Düsenbohrungen, um aus
einer über die Schmelzezuführung zugeführte Polymerschmelze jeweils ein Filamentbündel
eines mulitfilen Faden 9.1 bis 9.4 zu extrudieren. Unterhalb des Spinnbalkens 2 ist
ein Kühlschacht 5 vorgesehen, durch welche die Filamentbündel zum Zweck der Abkühlung
geführt werden. Dazu wird in dem Kühlschacht 5 vorzugsweise ein Kühlluftstrom durch
eine Anblasung 6 erzeugt.
[0024] Im Auslaßbereich des Kühlschachtes 5 ist eine Präparationsvorrichtung 20 und mehrere
Fadenführer 21 angeordnet, um die Filamentbündel zu den jeweiligen Fäden 9.1 bis 9.4
zusammenzuführen. In dem Kühlschacht 5 schließt sich unmittelbar ein Fallschacht 7
sowie eine Abzugsgalette 8 an. Durch die Abzugsgalette 8 werden die Fäden 9.1 bis
9.4 im wesentlichen in einer Spinnebene von den Spinndüsen 4.1 bis 4.4 abgezogen.
Dabei werden die Fäden 9.1 bis 9.4 durch die Fadenführer 21 auf der Auslaßseite des
Kühlschachtes 5 und der Fadenführerleiste 23.1 von einer durch die Spinnteilung bedingten
Fadenabstand zu einem kleineren Behandlungsabstand zusammengeführt. Die Fäden 9.1
bis 9.4 werden sodann mit dem Behandlungsabstand zueinander am Umfang der Abzugsgalette
8 geführt. Zwischen der Fadenführerleiste 23.1 und der Abzugsgalette 8 ist eine Fadensammelvorrichtung
22 vorgesehen, durch welche die Fadenschar bei Fadenbruch bei einer Absaugung geführt
wird. Die Fadensammelvorrichtung 22 besitzt einen bewegliches Führungsmittel und eine
Absaugung, um bei Fadenbruch die Fäden 9.1 bis 9.4 einsamneln zu können. Eine derartige
Fadensammelvorrichtung ist aus der
EP 1 049 821 A1 bekannt.
[0025] Unterhalb der Spinneinrichtung 1 ist eine Aufwickeleinrichtung 10 angeordnet, wobei
die Aufwickeleinrichtung 10 mit ihrer Längsachse quer zur Spinnebene der Fadenschar
der Fäden 9.1 bis 9.4 ausgerichtet ist. Die Spinneinrichtung 1 und die Abzugsgalette
8 befinden sich quer zur Längsachse der Aufwickeleinrichtung 10 im Bereich einer Stirnseite
29 der Aufwickeleinrichtung 10.
[0026] Der Fadenablauf der Abzugsgalette 8 liegt vorzugsweise unterhalb einer Oberkante
des Maschinengestells der Aufwickeleinrichtung 10. Um eine Kapselung der Aufwickeleinrichtung
zu ermöglichen, laßt sich die Abzugsgalette auch komplett unterhalb der Oberkante
der Aufwickeleinrichtung anordnen.
[0027] Die Aufwickeleinrichtung 10 weist an ihrer Längsachse verteilt mehrere Wickelstellen
11.1 bis 11.4 auf. In jeder der Wickelstellen 11.1 bis 11.4 wird jeweils einer der
Fäden 9.1 bis 9.4 zu einer der Spulen 13.1 bis 13.4 gewickelt. Die Spulen 13.1 bis
13.4 sind hierzu an einer Spulspindel 12.1 gehalten. Die Spulspindel 12.1 wird derart
angetrieben, daß eine gleichmäßige Aufwickelgeschwindigkeit zum Aufwickeln der Fäden
9.1 bis 9.4 vorliegt. Die Spulspindel 12.1 ist auskragend parallel zur Längsachse
an einem Spulenrevolver 15 drehbar gelagert. An dem Spulenrevolver 15 ist eine im
Abstand zweite Spulspindel 12.2 angeordnet. Der Spulenrevolver 15 ist in dem Maschinengestell
19 drehbar gelagert, so daß die Spulspindel 12.1 und 12.2 abwechselnd in einen Aufspulbereich
und einen Wechselbereich geführt werden können. Hierzu ist dem Spulrevolver 15 ein
Antrieb zugeordnet. In dem Aufspulbereich wirkt die Spulspindel 12.1 oder 12.2 mit
einer Andrückwalze 14 zusammen, die am Umfang der zu wickelnden Spulen 13.1 bis 13.4
anliegt. Die Andrückwalze 14 ist drehbar gelagert, vorzugsweise an einem beweglichen
Träger, der beispielsweise schwenkbar mit dem Maschinengestell 19 verbunden ist.
[0028] Um die Fäden 9.1 bis 9.4 in die jeweiligen Wickelstellen 11.1 bis 11.4 zu den Spulen
13.1 bis 13.4 zu wickeln, ist in jeder der Wickelstellen 11.1 bis 11.4 eine Changiereinrichtung
16 vorgesehen, durch welche der Faden innerhalb eines Changierhubes hin und hergeführt
wird.
[0029] Oberhalb der Changiereinrichtung 16 sind an einem Gestellteil 19.1 jeder der Wickelstellen
11.1 bis 11.4 jeweils ein Kopffadenführer 17.1 bis 17.4 und eine frei drehbare Verteilerrolle
18.1 bis 18.4 vorgeordnet. Die Verteilerrollen 18.1 bis 18.4 werden vorzugsweise durch
jeweils eine glatte Rolle gebildet, die an einer Achse frei drehbar gelagert ist.
Seitlich neben der Wickelstelle 11.1 ist an dem Gestellteil 19.2 die Abzugsgalette
8 angeordnet. Zur Verteilung der am Umfang der Abzugsgalette 8 geführten Fäden 9.1
bis 9.4 ist der Abzugsgalette 8 eine Fadenführerleiste 23.2 nachgeordnet, durch welchen
die Fäden im parallelen Lauf von der Abzugsgalette 8 abgeführt werden. Anschließend
werden die Fäden 9.1 bis 9.4 über die Verteilerrollen 18.1 bis 18.4 zu den Wickelstellen
11.1 bis 11.4 geführt. So läuft der Faden 9.1 nach Ablauf von der Abzugsgalette 8
über die Verteilerrolle 18.1 in die Wickelstelle 11.1. Die Führung der Fäden 9.2,
9.3 und 9.4 erfolgt entsprechend über die hintereinander den Wickelstellen 11.2, 11.3
und 11.4 angeordneten Verteilerrollen 18.2, 18.3 und 18.4.
[0030] Die Stirnseite 29 der Aufwickeleinrichtung 10 ist gleichzeitig die Bedienseite der
Aufwickeleinrichtung. An dem freien Ende des Maschinengestells 19 ist oberhalb der
frei auskragenden Spulspindeln 12.1 und 12.2 ein Bedientableau 30 angeordnet. Über
das Bedientableau 30 lassen sich alle steuerbaren Aktoren sowie Funktionsabläufe der
Aufwickeleinrichtung 10 sowie der Abzugsgalette 8 durch eine Bedienperson bedienen.
Gleichzeitig lassen sich die Einrichtungen im Bereich der Stirnseite 29 der Aufwickeleinrichtung
10, die unterhalb des Fallschachtes 7 der Spinneinrichtung 1 angeordnet sind, durch
eine Person bedienen. Der Auslaß des Fallschachtes 7 ist hierzu vorzugsweise in einer
Höhe oberhalb einer Aufstellungsplattform 24 angeordnet, die unterhalb von 250 cm
liegt. Die für die Bedienung der Einrichtungen unterhalb der Spinneinrichtung 1 maßgebliche
Bauhöhe ist in der Fig. 1 und Fig. 2 durch den Großbuchstaben L gekennzeichnet. Die
Bauhöhe der Spinneinrichtung, die mit dem Buchstaben S gekennzeichnet ist, stellt
den Übergang von einem Spinnabstand zu einem Behandlungsabstand zwischen den Fäden
9.1 bis 9.4 dar. Die Bauhöhe S wird wesentlich durch die zulässigen Auslenkwinkel
der Fäden bestimmt. Hierbei ist ein Winkelbereich von ca. 7° möglichst einzuhalten.
Somit ist die Bauhöhe S abhängig von der Anzahl der in der Spinneinrichtung parallel
nebeneinander gesponnenen Fäden sowie der Anordnung der Spinndüsen. So lassen sich
die Spinndüsen einreihig oder Doppelreihig zueinander anordnen. Es besteht auch die
Möglichkeit, die Spinndüsen in einer kreisförmigen Anordnung zu plazieren, um eine
vorteilhafte Schmelzeverteilung zu erhalten.
[0031] Bei Prozeßbeginn werden die Fäden 9.1 bis 9.4 nach dem Anspinnen und Einfädeln in
der Spinneinrichtung 1 am Auslaß des Fallschachtes 7 mittels einer Saugpistole durch
die Bedienperson aufgenommen. Durch manuelle Führung der Saugpistole, die die Fäden
kontinuierlich zu einem Abfallbehälter abführt, werden die Fäden 9.1 bis 9.4 nacheinander
in die Fadenführer der Fadenführerleiste 23.1, der Fadensammelvorrichtung 22 und der
Abzugsgalette 8 sowie der nachgeordneten Fadenführerleiste 23.2 angelegt. Anschließend
erfolgt die Verteilung der Fäden 9.1 bis 9.4 auf die einzelnen Verteilerrollen 18.1
bis 18.4. Dieses kann durch manuelle Führung oder durch Hilfseinrichtungen wie beispielsweise
aus der
EP 0 886 623 A1 bekannt, erfolgen. Es ist jedoch auch möglich, die Verteilerrollen 18.1 bis 18.4
an einer Linearführung anzuordnen, an welcher die Verteilerrollen zum Anlegen in eine
Anlegeposition nahe der Stirnseite der Aufwickeleinrichtung führbar sind. Zum Verteilen
der Fäden würden die Verteilerrollen anschließend in ihre jeweilige Betriebsposition
gebracht. Nach Start der Aufwickeleinrichtung 10 und Anlegen der Fäden 9.1 bis 9.4
in den Wickelstellen 11.1 bis 11.4 wird der Prozeß gestartet.
[0032] Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Vorrichtung ist insbesondere geeignet, um vororientierte
Fäden zu sogenannten POY-Garnen herzustellen. Durch die L-förmige Anordnung der Spinneinrichtung
und der Aufwickeleinrichtung zueinander läßt sich vorteilhaft die Verteilung der Fäden
nach der Behandlung zur Aufwickeleinrichtung in eine quer zu einer vertikalen Spinnebene
ausgerichtete geneigte Verteilebene ausführen. Somit läßt sich eine sehr geringe Bauhöhe
verwirklichen. Die gesamte Vorrichtung erstreckt sich nur über zwei Etagen, wobei
in der untersten Etage die Aufwickeleinrichtung mit allen Behandlungseinrichtungen
aufgestellt ist und wobei die obere Etage die Spinneinrichtung mit den Schmelzequellen
wie Extruder aufweist.
[0033] In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
schematisch in einer Vorderansicht dargestellt. Das Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist im wesentlichen identisch zu dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel,
so daß auf die vorhergehende Beschreibung Bezug genommen wird und an dieser Stelle
nur die Unterschiede aufgezeigt werden. Die Bauteile gleicher Funktion haben hierbei
identische Bezugszeichen erhalten.
[0034] Die Spinneinrichtung 1, die Abzugsgalette 8 sowie die Aufwickeleinrichtung 10 sind
in der zuvor beschriebenen L-förmigen Anordnung zueinander aufgestellt. Fig. 4 zeigt
hierbei die Bedienseite der Aufwickeleinrichtung 10, von der aus eine Bedienperson
das Anlegen und Einfädeln der Fäden 9.1 bis 9.4 vornimmt. Die Aufwickeleinrichtung
10 ist im wesentlichen identisch zu dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel, wobei
an dem Maschinengestell 19 oberhalb der Changiereinrichtung 16 eine Elektronikeinheit
28 angeordnet ist. Ein derartiger Aufbau der Aufspulmaschine 10 ist beispielsweise
aus der
EP 0 845 432 A1 bekannt. An der zu der Elektronikeinheit 28 gegenüberliegenden Seite ist das Gestellteil
19.1 mit dem Maschinengestell 19 der Aufwickeleinrichtung 10 fest verbunden. Am oberen
Ende des Gestellteils 19.1 ist die Abzugsgalette 8 drehbar gelagert gehalten. Die
Abzugsgalette 8 wird durch einen Galettenantrieb 25 angetrieben. Die Versorgung und
die Ansteuerung des Galettenantriebes erfolgt über die Elektronikeinheit 28. Hierzu
ist der Galettenantrieb 25 mit der Elektronikeinheit 28 gekoppelt. Unterhalb der Abzugsgalette
8 sind an dem Maschinengestell 19.1 pro Faden jeweils eine Verteilerrolle angeordnet.
Die Anordnung der Verteilerrollen entspricht dem zuvor gezeigten Ausführungsbeispiel
so daß in Fig. 4 nur die erste Verteilerrolle 18.1 dargestellt ist. Die Verteilerrolle
18.1 sowie alle weiteren hier nicht dargestellten Verteilerrollen sind mit einem Rollenantrieb
26 gekoppelt. Durch den Rollenantrieb 26 wird die zugeordnete Verteilerrolle mit einer
vorgegebenen Umfangsgeschwindigkeit angetrieben. Die Versorgung sowie die Ansteuerung
des Rollenantriebes 26 erfolgt über die Elektronikeinheit 28. Der Rollenantrieb 26
ist somit mit der Elektronikeinheit 28 gekoppelt. Dabei läßt sich die Steuerung der
Abzugsgalette 8 und der Verteilerrollen 18.1 sowie die nicht dargestellten Verteilerrollen
durch das Bedientableau 30 ausführen.
[0035] Das in Fig. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zeichnet sich somit durch einen hohen Integrationsgrad auf. Die Vorrichtung wird somit
im wesentlichen durch die Spinneinrichtung 1 und die Aufwickeleinrichtung 10 gebildet,
wobei die Aufwickeleinrichtung 10 alle übrigen Einrichtungen zur Behandlung der Fäden
beinhaltet und elektronisch versorgt. Die Anbindung erfolgt somit auf einfache Art
und Weise unmittelbar über die Elektronikeinheit 28.
[0036] Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel können die Verteilerrollen einzeln
durch jeweils einen Rollenantrieb oder gemeinsam durch einen gemeinsamen Rollenantrieb
angetrieben werden. Bei einzeln angetriebenen Verteilerollen lassen sich individuelle
Fadenspannungseinstellungen insbesondere Vergleichmäßigungen der Fadenspannungen zum
Aufwickeln der Fäden einstellen. Bei einem Gruppenantrieb der Verteilerrollen läßt
sich vorteilhaft eine zwischen der Abzugsgalette und den Verteilerrollen wirkende
Differenzgeschwindigkeit zur Behandlung der Fäden einstellen.
[0037] In Fig. 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
gezeigt. Das Ausführungsbeipiel ist im wesentlichen identisch zu dem vorhergehenden
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 3. Insoweit wird auf die vorhergehende Beschreibung
zu den Fig. 1 bis 3 Bezug genommen und an dieser Stelle nur die Unterschiede erläutert.
[0038] In Fig. 5 ist das Ausführungsbeispiel in einer Seitenansicht dargestellt. Die Spinneinrichtung
1 ist identisch zu dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel. Ebenso weist die Aufwickeleinrichtung
10 nur Unterschiede im Aufbau des Maschinengestells auf. So ist an dem Maschinengestell
19.2 neben der Abzugsgalette 8 eine zweite Galette 31 angeordnet. Die Abzugsgalette
8 und die zweite Galette 31 sind auskragend an dem Maschinengestell 19.2 drehbar gehalten,
wobei jede der Galetten 8 und 31 durch einen Antrieb angetrieben werden. Zwischen
der Abzugsgalette 8 und der zweiten Galette 31 ist eine Tangeleinrichtung 27 angeordnet,
durch welche die mehrfach um die Abzugsgalette 8 und die zweite Galette 31 geführten
Fäden 9.1 bis 9.4 in einem Umschlingungsast geführt sind. Die Verteilung der Fäden
nach der Behandlung und nach Ablauf von der Abzugsgalette 8 erfolgt entsprechend den
vorhergehenden Ausführungsbeispielen.
[0039] Das in Fig. 5 dargestellte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
unterscheidet sich somit in der Behandlung der Fäden vor dem Aufwickeln. So läßt sich
durch die vor Ablauf der Fäden durchgeführte Tangelung in der Tangelvorrichtung 27
eine für das Aufwickeln der Fäden optimale Fadenspannung einstellen. Ebenso können
größere Abzugskräfte durch die Abzugsgalette 8 zum Abziehen der Fäden 9.1 bis 9.4
aus der Spinneinrichtung 1 aufgebaut werden. Dabei kann die Abzugsgalette 8 und /
oder die zweite Galette 31 beheizbar ausgebildet sein. Es besteht auch die Möglichkeit,
die zweite Galette 31 durch eine nicht angetriebene frei drehbare Überlaufrolle zu
ersetzen. Grundsätzlich läßt sich die Behandlung der Fäden noch durch weitere hier
nicht dargestellte Einrichtungen wie beispielsweise zusätzliche Galetten, Heizeinrichtungen
oder Verwirbelungseinrichtungen ergänzen.
[0040] Die in den Figuren 1 bis 5 gezeigten Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sind im Aufbau und Wahl der einzelnen Prozeßaggregate beispielhaft.
[0041] Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird üblicherweise in einer Mehrzahl zu einer kompletten
Anlage aufgestellt. Dabei ist die erfindungsgemäße L-förmige Anordnung der Vorrichtung
besonders geeignet, um eine hohe Integration zu erhalten. So lassen sich die Oberseiten
der Aufwickeleinrichtungen begehbar ausführen, um beispielsweise einen Bediengang
für die Spinneinrichtung zu bilden. Zudem lassen sich zentrale Kabelführungen zur
Energieversorgung der Vorrichtung auf einfache Weise realisieren.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Spinneinrichtung
- 2
- Spinnbalken
- 3
- Schmelzezuführung
- 4.1, 4.2, 4.3, 4.4
- Spinndüse
- 5
- Kühlschacht
- 6
- Anblasung
- 7
- Fallschacht
- 8
- Abzugsgalette
- 9.1, 9.2, 9.3, 9.4
- Faden
- 10
- Aufwickeleinrichtung
- 11.1, 11.2, 11.3, 11.4
- Wickelstelle
- 12.1, 12.2
- Spulspindel
- 14
- Andrückwalze
- 15
- Spulrevolver
- 16
- Changiereinrichtung
- 17.1, 17.2, 17.3, 17.4
- Kopffadenführer
- 18.1, 18.2, 18.3, 18.4
- Verteilerrolle
- 19
- Maschinengestell
- 19.1, 19.2
- Gestellteile
- 20
- Präparationsvorrichtung
- 21
- Fadenführer
- 22
- Fadensammelvorrichtung
- 23.1,23.2
- Fadenführerleiste
- 24
- Aufstellungsplattform
- 25
- Galettenantrieb
- 26
- Rollenantrieb
- 27
- Tangeleinrichtung
- 28
- Elektronikeinheit
- 29
- Stirnseite
- 30
- Bedientableau
- 31
- Galette
1. Vorrichtung zum Spinnen und Aufwickeln mehrerer synthetischer Fäden (9.1 - 9.4) mit
einer Spinneinrichtung (1), welche mehrere Spinndüsen (4.1 - 4.4) zum Schmelzspinnen
der Fäden (9.1 - 9.4) aufweist, mit einer Abzugsgalette (8), welche die Fäden (9.1
- 9.4) von den Spinndüsen (4.1 - 4.4) abzieht, und mit einer Aufwickeleinrichtung
(10), welche mehrere entlang einer Längsachse verteilte Wickelstellen (11.1 - 11.4)
zum Wickeln der Fäden (9.1 - 9.4) zu Spulen (13.1 - 13.4) aufweist, wobei jeder Wickelstelle
(11.1 - 11.4) zumindest eine Spinndüse (4.1 - 4.4) zugeordnet ist und wobei die Spinneinrichtung
(1) und die Abzugsgalette (8) quer zu der Längsachse der Aufwickeleinrichtung (10)
im Bereich einer Stirnseite (29) der Aufwickeleinrichtung (10) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Abzugsgalette (8) und den Wickelstellen (11.1 - 11.4) der Aufwickeleinrichtung
(10) mehrere Verteilerrollen (18.1 - 18.4) angeordnet sind, durch welche die Fäden
(9.1 - 9.4) zum Einlauf in die Wickelstellen (11.1 - 11.4) separiert werden, wobei
jeder Wickelstelle (11.1 - 11.4) der Aufwickeleinrichtung (10) eine der Verteilerrollen
(18.1 - 18.4) zugeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsgalette (8) einem Auslass eines Fallschachtes (6) der Spinneinrichtung
(1) zugeordnet ist und dass die Abzugsgalette (8) und der Auslass des Fallschachtes
(6) an der Stirnseite (29) der Aufwickeleinrichtung (10) in Reichweite einer Bedienperson
angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslass des Fallschachtes (6) eine Entfernung zu einer Aufstellungsplattform
(24) der Aufwickeleinrichtung (10) von weniger als 250 cm aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilerrollen (18.1 - 18.4) einzeln oder in Gruppen antreibbar ausgebildet
sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abzugsgalette (8) im Fadenlauf eine zweite Galette (31) zugeordnet ist, um die
Fäden (9.1 - 9.4) vor der Verteilung auf die Wickelstellen (11.1-11.4) in mehreren
Umschlingungen zu führen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Abzugsgalette (8) und der zweiten Galette (31) in einer der Umschlingungen
eine Tangeleinrichtung (27) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Galette (31) durch eine nicht angetriebene Überlaufrolle gebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsgalette (8) an einem fest mit der Aufwickeleinrichtung (10) verbunden Maschinengestellteil
(19.1) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebs- und Steuerelektronik der Abzugsgalette (8) und die Antriebs- und Steuerelektronik
der Aufwickeleinrichtung (10) zu einer Baueinheit (28) in dem Maschinengestell (19)
der Aufwickeleinrichtung (10) zusammengefügt sind.
1. Apparatus for spinning and winding a plurality of synthetic filament yarns (9.1-9.4)
with a spinning device (1), which includes a plurality of spinnerets (4.1-4.4) for
melt spinning the filament yarns (9.1-9.4), with a withdrawal godet (8), which withdraws
the yarns (9.1-9.4) from the spinnerets (4.1-4.4), and with a takeup device (10),
which comprises a plurality of winding positions (11.1-11.4) distributed along a longitudinal
axis for winding the yarns (9.1-9.4) to packages (13.1-13.4), with at least one spinneret
(4.1-4.4) being associated to each winding position (11.1-11.4), and whereby
the spinning device (1) and the withdrawal godet (8) are arranged in transverse relationship
with the longitudinal axis of the takeup device (10) in the region of a front end
(29) of the takeup device (10),
characterized in that
between the withdrawal godet (8) and the winding positions (11.1-11.4) of the takeup
device (10), a plurality of distributor rolls (18.1-18.4) are arranged, which separate
the yarns (9.1-9.4) leaving the withdrawal godet (8) for entering the winding positions
(11.1-11.4), whereby respectively one of the distributor rolls (18.1-18.4) is associated
to each of the winding positions (11.1-11.4) of the takeup device (10).
2. Apparatus of claim 1,
characterized in that
the withdrawal godet (8) is associated to an outlet of a chute (6) of the spinning
device (1), and that the withdrawal godet (8) and the outlet of the chute (6) are
arranged at the front end (29) of the takeup device (10) within the reach of an operator.
3. Apparatus of claim 2,
characterized in that
the outlet of the chute (6) has a distance of less than 250 cm from a service platform
(24) of the takeup device (10).
4. Apparatus of claim 1-3,
characterized in that
the distributor rolls (18.1-18.4) are constructed for being driven individually or
in groups.
5. Apparatus of one of claims 1-4,
characterized in that
in the path of the advancing yarn, a second godet (31) is associated to the withdrawal
godet (8) for advancing the yarns (9.1-9.4) with several loopings before their distribution
to the winding positions (11.1-11.4).
6. Apparatus of claim 5,
characterized in that
an entanglement device (27) is arranged in one of the loopings between the withdrawal
godet (8) and the second godet (31).
7. Apparatus of claim 5 or 6,
characterized in that
the second godet (31) is formed by a nondriven guide roll.
8. Apparatus of one of claims 1-7,
characterized in that
the withdrawal godet (8) is arranged on a machine frame section (19.1) that is rigidly
connected to the takeup device (10).
9. Apparatus of claim 8,
characterized in that
the electronic equipment for driving and controlling the withdrawal godet (8) and
the electronic equipment for driving and controlling the takeup device (10) are combined
to a constructional unit (28) in the machine frame (19) of the takeup device (10).
1. Dispositif destiné au filage et à l'enroulement d'une pluralité de fils synthétiques
(9.1-9.4) avec un dispositif de filage (1), qui a une pluralité de filières (4.1-4.4))
pour la filature en fusion des fils (9.1-9.4), avec une galette de retirage (8), qui
tire les fils (9.1-9.4) des filières (4.1-4.4), et avec un dispositif d'enroulement
(10) qui dispose d'une pluralité de postes d'enroulement (11.1-11.4) pour l'enroulement
des fils (9.1-9.4) en bobines 13.1-13.4), les postes d'enroulement (11.1-11.4) étant
répartis le long d'un axe longitudinal et au moins une filière (4.1-4.4) étant attribuée
à chaque poste d'enroulement (11.1-11.4) et le dispositif de filage (1) et la galette
de retirage (8) étant agencés transversalement par rapport à l'axe longitudinal du
dispositif d'enroulement (10) dans la région d'une face frontale (29) du dispositif
d'enroulement (10), caractérisé en ce qu'entre la galette de retirage (8) et les postes d'enroulement (11.1-11.4) du dispositif
d'enroulement (10) plusieurs rouleaux de distribution (18.1-18.4) sont agencés au
moyen desquels pour entrer dans les postes d'enroulement (11.1-11.4) les fils (9.1-9.4)
sont séparés, un des rouleaux de distribution (18.1-18.4) étant attribué à chaque
poste d'enroulement (11.1-11.4) du dispositif d'enroulement (10).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la galette de retirage (8) est attribuée à une sortie d'un puits de chute (6) du
dispositif de filage (1) et en ce que la galette de retirage (8) et la sortie du puits de chute (6) sont agencées sur la
face frontale (29) du dispositif d'enroulement (10) à portée d'un opérateur.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que la sortie du puits de chute (6) a une distance qui comporte moins que 250 cm jusqu'á
une plate-forme d'implantation (24) du dispositif d'enroulement (10).
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les rouleaux de distribution (18.1-18.4) sont réalisés de manière à pouvoir être
entraînés individuellement ou en groupes.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'une deuxième galette (31) est attribuée à la galette de retirage (8) dans le trajet
de fil, pour guider les fils (9.1-9.4) en plusieurs enlacements avant la distribution
sur les postes d'enroulements (11.1-11.4).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'un dispositif à tourbillonnement (27) est agencé entre la galette de retirage (8)
et la deuxième galette (31) dans un des enlacements.
7. Dispositif selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que la deuxième galette (31) est formée par un rouleau de guidage qui n'est pas entraîné.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la galette de retirage (8) est agencée sur une pièce de bâti de machine (19.1) qui
est solidement reliée au dispositif d'enroulement (10).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'électronique d'entraînement et de commande de la galette de retirage (8) et l'électronique
d'entraînement et de commande du dispositif d'enroulement (10) sont assemblées en
une unité de construction (28) dans le bâti de machine (19) du dispositif d'enroulement
(10).