[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Abgasfilter zur Reinigung eines Abgases eines
Verbrennungsmotors aus mindestens einer streifenförmigen Filterlage, sowie ein Verfahren
zum Reinigen eines Abgases eines Verbrennungsmotors.
[0002] Aufgrund u. a. des relativ niedrigen Kraftstoffverbrauchs steigen in vielen Ländern
die Verkaufszahlen von Kraftfahrzeugen mit Dieselmotoren. Gegenüber benzinangetriebenen
: Kraftfahrzeugen weisen Dieselfahrzeuge eine deutlich reduzierte Kohlendioxidemission
auf, jedoch liegt der Anteil der bei der Verbrennung erzeugten Rußpartikel in einem
Dieselmotor deutlich über dem eines Benzinmotors. In zahlreichen Ländern müssen Kraftfahrzeuge
Abgasnormen erfüllen, in denen Höchstgrenzen für die Konzentrationen einzelner Komponenten
im an die Umwelt abgegebenen Abgas des Kraftfahrzeuges festgelegt werden.
[0003] Betrachtet man nun die Reinigung von Abgasen, insbesondere von Dieselmotoren, so
lassen sich Kohlenwasserstoffe (HC) wie auch Kohlenmonoxid (CO) im Abgas in bekannter
Weise oxidieren, indem diese beispielsweise mit einer katalytisch aktiven Oberfläche
in Kontakt gebracht werden. Die Reduktion von Stickstoffoxiden (NO
x) unter sauerstoffreichen Bedingungen ist allerdings schwieriger. Ein Dreiwegekatalysator,
wie er beispielsweise bei Ottomotoren eingesetzt wird, bringt nicht die gewünschte
Effektivität. Aus diesem Grunde wurde das Verfahren der selektiven katalytischen Reduktion
(Selective Catalytic Reduction, SCR) entwickelt. Weiterhin wurden NO
x-Adsorber auf ihren Einsatz im Hinblick auf die Stickoxidreduktion des Abgases erprobt.
[0004] Weiterhin sind zur Reduktion von Partikelemissionen im Abgas insbesondere von Dieselmaschinen
Partikelfallen bekannt, welche aus einem keramischen Substrat aufgebaut sind. Diese
weisen Kanäle auf, so dass das zu reinigende Abgas in die Partikelfalle einströmen
kann. Die benachbarten Kanäle sind abwechselnd verschlossen, so dass das Abgas auf
der Eintrittseite in den Kanal eintritt, durch die keramische Wand hindurchtritt und
durch den benachbarten Kanal auf der Austrittseite wieder entweicht. Derartige Partikelfallen
sind als geschlossene Partikelfilter bekannt. Sie erreichen eine Effektivität von
ca. 95% über die gesamte Breite der auftretenden Partikelgrößen.
[0005] Ein Problem stellt die sichere Regeneration des Filters im Abgassystem eines Automobils
dar. Die Regeneration der Partikelfalle ist erforderlich, da die zunehmende Ansammlung
von Partikelteilchen in der zu durchströmenden Kanalwand einen stetig steigenden Druckverlust
zur Folge hat, der negative Auswirkungen auf die Motorleistung hat. Die Regeneration
umfasst im wesentlichen das kurzzeitige Aufheizen der Partikelfalle bzw. der darin
angesammelten Partikel, so dass die Rußpartikel in gasförmige Bestandteile umgesetzt
werden. Diese hohe thermische Beanspruchung der Partikelfalle hat allerdings negative
Auswirkungen auf die Lebensdauer.
[0006] Um diese diskontinuierliche und thermisch verschleißfördernde Regeneration zu vermeiden,
wurde ein System zur kontinuierlichen Regeneration von Filtern entwickelt (Continous
Regeneration Trap, CR1). In einem solchen System werden die Partikel bei Temperaturen
bereits oberhalb von 200°C mittels Oxidation mit NO
2 umgesetzt. Diese Temperaturgrenze liegt deutlich niedriger als bei klassische Partikelfallen.
Das hierzu erforderliche NO
2 wird häufig durch einen Oxidationskatalysator erzeugt, der stromaufwärts vor der
Partikelfalle angeordnet ist. Hierbei stellt sich jedoch gerade im Hinblick auf die
Anwendung bei Kraftfahrzeugen mit Dieselkraftstoff das Problem, dass nur ein unzureichender
Anteil von Stickstoffmonoxid (NO) im Abgas existiert, der in das gewünschte Stickstoffdioxid
(NO
2) umgesetzt werden kann. Infolgedessen kann bislang nicht sichergestellt werden, dass
eine kontinuierliche Regeneration der Partikelfalle im Abgassystem erfolgt.
[0007] Zusätzlich zu einer minimale Reaktionstemperatur und einer spezifischen Verweildauer
muss zur kontinuierlichen Regeneration von Partikeln mit NO
2 ausreichend Stickoxyd zur Verfügung gestellt werden. Tests bezüglich der dynamischen
Emission von NO und Partikeln haben klar gezeigt, dass die Partikel gerade dann emittiert
werden, wenn kein oder nur sehr wenig NO im Abgas vorhanden ist und umgekehrt. Somit
muss ein Filter mit realer kontinuierlicher Regeneration im wesentlichen als Kompensator
oder Speicher fungieren, um zu gewährleisten, dass die beiden Reaktionspartner zu
einem gegebenen Zeitpunkt, bei dem u. a die minimale Reaktionstemperatur gegeben ist,
in den benötigten Mengen im Filter vorhanden sind. Weiterhin ist der Filter möglichst
nah an der Verbrennungskraftmaschine anzuordnen, um bereits unmittelbar nach dem Kaltstart
möglichst hohe Temperaturen annehmen zu können. Zur Bereitstellung des erforderlichen
NO
2 ist dem Filter ein Oxidationslcatalysator vorzuschalten, welcher Kohlenmonoxid und
Kohlenwasserstoffe umsetzt und insbesondere auch Stickstoffmonoxid in Stickstofdioxid
konvertiert.
[0008] Das dafür benötigte thermisch hochbelastbare Filtermaterial ist aus der nicht vorveröffentlichten
deutschen Patentanmeldung
DE 101 53 283 bekannt. In dieser Schrift ist ein Filtersystem beschrieben, das im wesentlichen
als "offenes Filtersystem" bezeichnet werden kann. Bei einem solchen offenen System
wird auf ein konstruktives, wechselseitiges Verschließen der Filterkanäle verzichtet.
Die Kanalwände bestehen zumindest teilweise aus porösem oder hochporösem Material,
die Strömungskanäle des offenen Filters weisen Umlenk- oder Leitstrukturen auf, die
das Abgas mit den darin enthaltenen Partikeln hin zu den Bereichen aus porösem oder
hochporösem Material lenken. Ein Partikelfilter wird dann als offen bezeichnet, wenn
er grundsätzlich von Partikeln volltändig durchlaufen werden kann, und zwar auch von
Partikeln, die erheblich größer als die eigentlich auszufilternden Partikel sind.
Dadurch kann ein solcher Filter selbst bei einer Agglomeration von Partikeln während
des Betriebes nicht verstopfen. Ein geeignetes Verfahren zur Messung der Offenheit
eines Partikelfilters ist beispielsweise die Prüfung, bis zu welchem Durchmesser kugelförmige
Partikel noch durch einen solchen Filter rieseln können. Bei den vorliegenden Anwendungsfällen
ist ein Filter insbesondere dann offen, wenn Kugeln von größer oder gleich 0,1 mm
Durchmesser noch hindurchrieseln können, vorzugsweise Kugeln mit einem Durchmesser
oberhalb von 0,2 mm.
[0009] Der in dieser Schrift beschriebene offene Partikelfilter weist jedoch das Problem
auf, das bedingt durch den zwingend nötigen Oxidationskatalysator, der in Strömungsrichtung
der Partikelfalle vorgeschaltet sein muss, das Kaltstartverhalten der Partikelfalle
relativ träge ist, d. h. durch den zuerst aufzuheizenden Oxidationskatalysator vor
der Partikelfalle wird letztere nur relativ langsam aufgeheizt.
[0010] Die europäische Patentanmeldung EP A1 0798452 offenbart einen Partikelfilter zur
Verwendung in einem Dieselmotor, wobei dieser mehrere geradzahlige flache Filter und
mehrere geradzahlige gewellte Bleche aufweist, wobei die flachen Filter und gewellten
Bleche abwechselnd aufeinander geschichtet sind und so spiralförmig aufgerollt sind.
Die flachen Filter bestehen dabei aus einem nicht verwobenen, hitzebeständigen, porösen
und katalytisch beschichteten Stoff. Die so gebildeten Kanäle sind wechselweise verschlossen,
indem benachbarte Filter zusammengebogen und miteinander verschweißt werden. Der Partikelfilter
ist jedoch problematisch in der Herstellung und weist einen relativ hohen Druckverlust
auf.
[0011] Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, einen Abgasfilter zur Reinigung eines
Abgases eines Verbrennungsmotors, sowie ein Verfahren zur Reinigung eines Abgases
eines Verbrennungsmotors bereitzustellen, der/das ein schnelles Kaltstartverhalten
aufweist und die Bedingung einer kontinuierlichen Regeneration erfüllt.
[0012] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Abgasfilter nach Anspruch 1 und ein Verfahren
zum Reinigen eines Abgases nach Anspruch 13. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0013] Ein erfindungsgemäßer Abgasfilter zur Reinigung eines Abgases eines Verbrennungsmotors
ist aus mindestens einer streifenförmigen Filterlage mit mindestens einem Filterbereich
aus zumindest teilweise für ein Fluid durchströmbarem Material und einer Metallfolie
gebildet. Die Filterlage weist zumindest einen Kontaktbereich mit einer katalytisch
aktiven Beschichtung zur Umsetzung von gasförmigen Komponenten des Abgases und einen
Filterbereich zum Ausfiltern von Partikeln aus dem Abgas auf.
[0014] D. h., der Kontaktbereich der Filterlage erlaubt eine oxidative Umsetzung der gasförmigen
Bestandteile des Abgases, wobei vor allem Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe und
insbesondere auch Stickstoffmonoxid zu Stickstoffdioxid umgesetzt werden. Somit sorgt
der Kontaktbereich dafür, dass ab Erreichen der Betriebstemperatur soviel NO
2 im den Filterbereich durchströmenden Abgas vorhanden ist, das der Abgasfilter in
einem kontinuierlichen Regenerationsbetrieb bezüglich der ausgefilterten Partikel
betrieben werden kann, so dass auf die Ausbildung eines stromaufwärts liegenden Oxidationskatalysators
zur Bereitstellung des nötigen NO
2 verzichtet werden kann. Folglich ist ein motornaher Einbau des Abgasfilters möglich.
Dies bedingt ein schnelleres Aufheizen des eigentlichen Abgasfilters und somit ein
deutlich verbessertes Kaltstartverhalten im Vergleich zu dem aus dem Stand der Technik
bekannten offenen Filtersystem mit vorgeschaltetem Oxidationskatalysator.
[0015] Besonders vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang, dass der Kontaktbereich in Bereichen
ausgebildet sein kann, in denen die Filterlage mit ggf. benachbarten Blechlagen oder
auch mit einem den Abgasfilter umschließenden Mantelrohr verbunden ist. Die Ausbildung
einer solchen fügetechnischen Verbindung erfolgt oftmals durch Löten, jedoch sind
auch Schweißen oder andere fügetechnische Verfahren möglich. Ist die Filterlage aus
einem zumindest teilweise für ein Fluid durchströmbarem Material aufgebaut, führt
die Ausbildung dieser Verbindung mit anderen Blechlagen und/oder dem Mantelrohr im
Regelfall dazu, dass in diesem Bereich die Filterlage nicht mehr oder nur in sehr
geringem Maße für ein fluid durchströmbar ist, da beispielsweise im Falle des Lötens
sich das Material mit Lot vollsaugt, so dass hier keine Aufnahme von Partikeln mehr
erfolgen kann. Somit tragen diese Bereiche nur in vermindertem Maße zur Effektivität
des Abgasfilters bei. Von daher ist es vorteilhaft, in diesen Bereichen die Kontaktbereiche
auszubilden, da dadurch bei gleichem Aufbau die Filtereffektivität der Filterung von
Partikeln aus dem Abgas nicht wesentlich vermindert, jedoch der Einbau eines gesonderten
Oxidationskatalysators vermieden werden kann. Der Kontaktbereich besteht zumindest
teilweise aus einer Metallfolie. Die Ausbildung des Kontaktbereichs zumindest teilweise
aus einer Metallfolie erlaubt in vorteilhafter Weise eine einfache Beschichtung des
Kontaktbereichs, da eine Metallfolie in bekannter Weise mit katalytisch aktivem Material
beschichtet werden kann, beispielsweise in Form eines sogenannten Washcoats, in den
die katalytisch aktiven Substanzen, beispielsweise Edelmetalle wie Platin oder Rhodium
eingebracht werden können. ErSndungsgemäß ist es auch möglich, bereits beschichtete
Folien zur Ausbildung des Kontaktbereichs zu verwenden.
[0016] Der Abgasfilter weist eine Hauptströmungsrichtung auf, in der er vom Abgas durchströmt
wird. Der Kontaktbereich ist in Hauptströmungsrichtung stromaufwärts des Filterbereichs
ausgebildet. Dies gestattet in vorteilhafter Weise die Ausbildung des Kontaktbereichs
gerade auch im gaseintrittsseitigen Randbereich der regelmäßig zur Ausbildung einer
Verbindung der verschiedenen. Filterlagen und/oder Metalllagen untereinander und/oder
mit dem Mantelkörper verwendet wird. Somit liegt in diesem Bereich sowieso nur eine
verminderte Filtereffektivität vor, da es je nach Art der ausgebildeten fügetechnischen
Verbindung zu einem Vollsaugen des für ein Fluid durchströmbaren Materials mit beispielsweise
Lot und/oder Schweißadditiv und/oder zu einer Komprimierung dieses Bereichs kommt
Zudem hat eine solche Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Abgasfilters den Vorteil,
dass für den zur Effektivität des Partikelniterprozesses beitragende Bereich, also
für den stromabwärts gelegenen Filterbereich, sehr schnell eine genügend große Menge
an Stickstoffdioxid bereit steht, so dass der Filterbereich sehr schnell auch nach
einem Kaltstart im CRT-Modus betrieben werden kann. Metallfolie und Filerbereich überlappen
sich in einem Verbindungsbereich In diesem ist eine fügetechnische Verbindung zwischen
der Metallfolie also dem Kontaktbereich und dem Filterbereich ausgeführt. Dieser Verbindungsbereich
kann beispielsweise durch Nieten, Löten oder Schweißen oder durch eine Kombination
von mindestens zwei dieser Verfahren hergestellt werden, wobei der Verbindungsbereich
in axialer Richtung kleiner ist als der Kontaktbereich, siehe auch Fig. 1.
[0017] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist die Metallfolie mikrostrukturiert.
Eine mikrostruktvaierte Metallfolie führt bei entsprechender Ausgestaltung der Strukturen
dazu, dass die Strömung im Strömungskanal turbulenter wird und sich keine randseitigen
Schichten laminarer Strömung bilden. Dies führt dazu, dass ein größerer Anteil des
Gasstroms in Richtung der zumindest teilweise für ein Fluid durchströmbaren Materialbereiche
gelenkt wird. Insgesamt wird dadurch in vorteilhafter Weise die Effektivität des Filters
verbessert. Weiterhin kann je nach Verhältnis der Dicke der Metallfolie zur Dicke
des zumindest teilweise für ein Fluid durchströmbaren Materials eine Mikrostruktunerung
der Metallfolie zum Dickenausgleich zwischen dem Kontaktbereich und dem Filterbereich
benutzt werden Zudem erlaubt die Mikrowellung der Metallfolie eine deutliche erhöhte
Reaktionsfläche für die Umsetzung des zumindest einen gasförmigen Bestandteils des
Abgases.
[0018] Gemäß einer nicht erfindungsgemäßen Variante des Abgasfilters kann der Kontaktbereich
zumindest teilweise aus dem für ein Fluid durchströmbaren Material bestehen. Dies
erlaubt in vorteilhafter Weise die einfache Herstellung des Abgasfilters, da so beispielsweise
die gesamte Filterlage nur aus dem für ein Fluid durchströmbaren Material besteht
und dieses nur im Kontaktbereich mit dem katalytisch aktiven Material beschichtet
beziehungsweise getränkt wird.
[0019] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Abgasfilters ist der Kontaktbereich
im gaseintrittsseitigen Stirnbereich des Abgasfilters ausgebildet, bevorzugt in einem
Längenbereich von weniger als 20% der axialen Länge des Abgasfilters, besonders bevorzugt
in einem Längenbereich von weniger als 10% der axialen Länge des Abgasfilters. Dies
ermöglicht in vorteilhafter Weise die Bereitstellung einer genügend großen Menge von
Stickstoffdioxid für den CRT-Betrieb des Filterbereichs bei einem nur kleinen Effekt
auf die Filtereffektivität des Filterbereichs. Zudem führt die Ausbildung des Kontaktbereich
an der Gaseintrittsseite zu einem Ausblasschutz, durch den die durch die Abgaspulse
stark belasteten gaseintrittsseitigen Randbereiche der Filter- und/oder Blechlagen
vor einem Ausfransen geschützt werden, so dass die Lebensdauer des Abgasfilters erhöht
wird.
[0020] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Abgasfilters ist der Abgasfilter durch
miteinander verschlungene Lagen ausgebildet, die zumindest teilweise Filterlagen sind.
Andere Lagen können beispielsweise Blechlagen, die strukturiert oder im wesentlichen
glatt ausgeführt sein können, sein. Besonders vorteilhaft ist es in diesem Zusammenhang,
dass der Abgasfilter aus im wesentlichen glatten Blechlagen und strukturierten Filterlagen
oder auch aus im wesentlichen glatten Filterlagen und strukturierten Blechlagen ausgebildet
ist. Ein solcher Aufbau erlaubt es beispielsweise, den Abgasfilter als Wabenkörper
aus glatten und strukturierten Lagen aufzubauen. Die Entscheidung, ob strukturierte
Filterlagen und glatt Blechlagen oder strukturierte Blechlagen und glatte Filterlagen
zu wählen sind, ist abhängig von den Anforderungen an den Abgasfilter zu treffen.
[0021] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Abgasfilters sind die Metallfolie
und das zumindest teilweise für ein Fluid durchströmbare Material fiigetechnisch miteinander
verbunden. Besonders bevorzugt ist in diesem Zusammenhang, dass die Metallfolie und
das zumindest teilweise für ein Fluid durchströmbare Material verschweißt, gelötet
und/oder genietet sind, bevorzugt verschweißt und/oder gelötet, besonders bevorzugt
gelötet. Dies erlaubt in vorteilhafter Weise eine stabile Verbindung zwischen Metallfolie
und dem zumindest teilweise für ein Fluid durchströmbarem Material, die sich positiv
auf die Haltbarkeit der Filterlage auswirkt. Besonders vorteilhaft ist es in diesem
Zusammenhang, wenn die Metallfolie als Kontaktbereich stromaufwärts des Filterbereichs
im gaseintrittsseitigen Bereich des Abgasfilters ausgebildet ist. Dann dient die Metallfolie
gleichzeitig auch als Ausblasschutz in diesem durch die Abgaspulse der Verbrennungsmaschine
und thermische Wechselbeanspruchungen stark belasteten Teilbereich des Abgasfilters.
Die Wirkung dieser Abgaspulse wird noch dadurch verstärkt, wenn ein besonders motornaher
Einbau vorliegt.
[0022] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Abgasfilters ist das zumindest teilweise
für ein Fluid durchströmbare Material aus Metallfasern aufgebaut Dies ist vorteilhaft,
da ein solches, für ein Fluid durchströmbares Material sehr hitzebeständig ist und
damit den thermischen Wechselbelastungen im Abgassystem eines Kraftfahrzeugs bei einer
relativ langen Lebensdauer ausgesetzt werden kann. Besonders vorteilhaft ist es, wenn
das für ein Fluid durchströmbare Material aus Metallfasern gesintert aufgebaut ist.
[0023] Gemäß einem weiteren Aspekt des erfinderischen Gedankens wird ein Verfahren zum Reinigen
eines Abgases eines Verbrennungsmotors vorgeschlagen, das insbesondere in einem erfindungsgemäßen
Abgasfilter durchgeführt wird. Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt in einem
Wabenkörper sowohl eine Umsetzung der gasförmigen Bestandteile des Abgases als auch
ein Ausfiltern von Partikeln aus dem Abgas.
[0024] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens erfolgt die Umsetzung der
gasförmigen Bestandteile des Abgases bezüglich einer Hauptdurchströmungsrichtung des
Abgasfilters stromaufwärts der Ausfilterung von Partikeln. Dies erlaubt in vorteilhafter
Weise das Bereitstellen von Stickstoffdioxid, das zum GRT-Betrieb des Filterbereichs
des Abgasfilters benötigt wird. Somit ist es in vorteilhafter Weise möglich, auf einen
separaten Oxidationskatalysator vor dem Abgasfilter zu verzichten. Dies gestattet
einen motornäheren Einbau des Abgasfilters, der dadurch ein verbessertes Kaltstartverhalten
im Vergleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten offenen Filtersystemen aufweist.
[0025] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird die Umsetzung der gasförmigen
Partikel durch zumindest einen Katalysator, bevorzugt einen Edelmetallkatalysator,
katalysiert. Dies gestattet in vorteilhafter Weise die Senkung der Betriebstemperaturen
des Abgasfilters.
[0026] Die Erfindung wird nun anhand der Figuren näher erläutert, diese zeigen besonders
vorteilhafte und besonders bevorzugte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Abgasfilters
bzw. des erfindungsgemäßen Verfahrens. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die in den
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt
[0027] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer Filterlage eines erfindungsgemäßen Abgasfilters
im Längsschnitt;
- Fig. 2
- eine nicht erfindungsgemäße Filterlage aus porösem Material im Längsschnitt;
- Fig. 3
- ein Ausführungsbeispiel einer Filterlage eines erfindungsgemäßen Abgasfilters in perspektivischer
Darstellung; und
- Fig. 4
- einen erfindungsgemäßen Abgasfilter.
[0028] Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Fiterlage 1, die zum Aufbau eines
erfindungsgemäßen Abgasfilters dient. Die Filterlage 1 weist einen Filterbereich 2
und einen Kontaktbereich 3 auf. Der Filterbereich 2 ist aus zumindest teilweise für
ein Fluid durchströmbarem Material gebildet. Der Filterbereich 2 besteht also aus
einem porösen oder auch hochporösen Material. Bevorzugt ist hier die Ausbildung aus
Metallfasern, besonders bevorzugt aus gesinterten Metallfasern. Der Filterbereich
2 weist eine hohe thermische Stabilität auf. In diesem Ausführungsbeispiel einer Filterlage
1 ist der Kontaktbereich 3 als Metallfolie 4 ausgebildet Der Kontaktbereich 3 ist
mit einem katalytisch aktiven Material beschichtet. Besonders bevorzugt ist hierbei
die Beschichtung in Form eines Washcoats, in den Edelmetallkatalysatoren eingebracht
werden. Im Kontaktbereich 3 kommt es zur zumindest teilweisen Umsetzung zumindest
eines gasförmigen Bestandteils eines Abgases, das im Abgasfilter gereinigt werden
soll. Bei den Reaktionen der oder des gasförmigen Bestandteils, die durch die katalytisch
aktive Beschichtung katalysiert werden, handelt es sich in jedem Fall um die Umsetzung
von NO zu NO
2, weiterhin ist es erfindungsgemäß möglich, auch Kohlenwasserstoffe, die unverbrannt
den Abgasfilter erreichen, sowie Kohlenmonoxid umzusetzen.
[0029] Der Filterbereich 2 ist zumindest teilweise für ein Fluid durchströmbar. In diesem
Filterbereich 2 kommt es zur Abfiltrierung der sich im Abgas befindlichen Partikel.
Diese treten gerade im Abgas von Dieselmotoren verstärkt auf. Beim Aufbau eines Abgasfilters
zumindest teilweise aus Filterlagen 1 kommt es durch Interception und/oder Impaktion
der Partikel an und/oder im porösen Filterbereich 2 zu einer Haftung zumindest eines
Teils der sich im Abgas befindlichen Partikel. Für das Zusammenkommen dieser Wirkung
sind die Druckunterschiede im Strömungsprofil des strömenden Abgases von Bedeutung.
Durch Mikrostrukturierung in der Metallfolie 4 sowie in benachbarten, in Fig. 1 nicht
gezeigten Blechlagen kann dieser Effekt noch erhöht werden, da zusätzlich lokale Unterdruck-
oder Überdruckverhältnisse entstehen. Diese erhöhen den Filtrationseffelct durch die
poröse Wand hindurch.
[0030] Metallfolie 4 und Filterbereich 2 überlappen sich in einem Verbindungsbereich 5.
In diesem ist eine fügetechnische Verbindung zwischen der Metallfolie 4, also dem
Kontaktbereich 3, und dem Filterbereich 2 ausgeführt. Dieser Verbindungsbereich 5
kann beispielsweise durch Nieten, Löten oder Schweißen oder durch eine Kombination
von mindestens zwei dieser Verfahren hergestellt werden. Beim Löten sind verschieden
Lötverfahren möglich, bei denen das Lot als Pulver oder Lötfolie aufgetragen wird.
Weiterhin ist es erfindungsgemäß möglich, dass die Metallfolie 4 Mikrostrukturen,
bevorzugt Milcrowellungen, aufweist Diese können einerseits zur Verhinderung von Schichtströmungen
im Randbereich dienen, andererseits ist es hierdurch aber auch möglich, in vorteilhafter
Weise einen Höhenunterschied zwischen dem Filterbereich 2 und dem Kontaktbereich 3
auszugleichen und so den Aufbau des Abgasfilters zu vereinfachen. Dieser Bereich kann
aus besonders dünner Folie bestehen, z.B. mit einer Dicke von 15 bis 30 µm, und/oder
Löcher aufweisen, um die Wärmekapazität gering zu halten, was das Kaltstartverhalten
verbessert.
[0031] Es ist weiterhin auch vorteilhafterweise möglich, den Verbindungsbereich 5 zu verdichten.
Dies kann durch Pressen, Walzen oder auch im Rahmen eines Schweißverfahrens, wie z.
B. dem Rollnahtschweißverfahren, erfolgen.
[0032] Fig. 2 zeigt ein nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel einer Filterlage
1 zum Aufbau eines Abgasfilters. Auch diese Filterlage 1 weist einen Filterbereich
2 und einen Kontaktbereich 3 auf. Der Kontaktbereich 3 ist im Unterschied zum in Fig.
1 gezeigten Ausfubrungsbeispiel jedoch auch aus porösem Material gebildet, das mit
einem katalytisch aktiven Material beschichtet bzw. getränkt wurde. Besonders vorteilhaft
ist in diesem Zusammenhang die Tränkung des Kontalrtbereichs 3 mit einem Washcoat,
der die Edelmetallkatalysatoren enthält. Vorteilhafterweise ist es möglich, den Kontaktbereich
3 vorzubehandeln, um die benötigte Beschichtungs- bzw. Washcoatmenge zu reduzieren.
Hier ist es vorteilhafterweise möglich, eine Vortränkung mit Lot vorzunehmen, der
von dem porösen bzw. hochporösen Material des Kontaktbereichs 3 aufgenommen wird.
Weiterhin kann der Kontaktbereich 2 auch durch eine Komprimierung, beispielsweise
durch Pressen oder Walzen, vorbehandelt werden um die Menge des aufgenommenen Washcoats
zu verringern.
[0033] Die in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiele einer Filterlage 1 sind beispielhaft
glatt dargestellt Die Filterlage 1 kann jedoch auch strukturiert, bevorzugt gewellt
werden. Es ist erfindungsgelnäß möglich, glatte Filterlagen 1 mit gewellten, hier
nicht dargestellten Lagen zu einem Abgasfilter zu kombinieren. Dies kann beispielsweise
durch den Aufbau eines an und für sich bekannten Wabenkörpers beispielsweise in Spiral-,
S-, SM- oder einen sonstigen Form erfolgen. Genauso gut ist jedoch der Aufbau eines
Abgasfilters, beispielsweise in Form eines Wabenkörpers, auch möglich, indem eine
strukturierte Filterlage 1 mit glatten weiteren Lagen kombiniert wird.
[0034] Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer strukturierten, nämlich gewellten, Filterlage
1. Diese Filterlage 1 weist einen ersten Kontaktbereich 6, einen zweiten Kontaktbereich
7, einen ersten Filterbereich 8 und einen zweiten Filterbereich 9 auf. In den beiden
Kontakibereichen 6, 7 erfolgt die Umsetzung zumindest eines Teils der gasförmigen
Bestandteile des Abgases. Bevorzugt erfolgt in diesen Bereichen die Umsetzung von
NO zu NO
2. Mit dem dadurch entstehenden NO
2 ist es möglich, den erfindungsgemäßen Abgasfilter im CRT-Modus zu betreiben. Durch
den Aufbau mehrerer Kontaktbereiche 6, 7 erfolgt im Mittel eine gleichmäßigere Verteilung
des NO
2-Gehalts in axialer Richtung 10, da hier nicht nur ein absolutes Maximum des NO
2-Gehalts am Ende des ersten Kontaktbersichs 6 auftritt, sondern zwei lokale Maxima
jeweils am Ende des ersten Kontaktbereichs 6 und des zweiten Kontaktbereichs 7. Auch
die Ausbildung weiterer Kontakt- und Filterbereiche ist erfindungsgemäß möglich.
[0035] Fig. 4 zeigt einen erfindungsgemäßen Abgasfilter 11. Dieser wird von einem Abgasstrom
12 in axialer Richtung durchströmt, der Abgasstrom 12 strömt durch die Gaseintrittsseite
13 in den Abgasfilter 11 hinein und verlässt diesen durch die Gasaustrittsseite 14.
Der Abgasfilter 11 ist als Wabenkörper aufgebaut. Wie in dem kleinen detaillierten
Bereich gezeigt, ist der Abgasfilter 11 aus glatten Lagen 15 und strukturierten Lagen
16 aufgebaut, die einander abwechseln und S-förmig verschlungen sind Genauso gut wäre
es erfindungsgemäß möglich, glatte Lagen 15 und strukturierte Lagen 16 in anderer
Weise zu kombinieren, beispielsweise diese spiral- oder SM-förmig, oder auch in beliebigen
anderen Formen zu wickeln. Die glatten Lagen 15 und die strukturierten Lagen 16 bilden
Kanäle 19, die für ein Fluid, beispielsweise für den Abgasstrom 12 durchströmbar sind.
[0036] Es ist erfindungsgemäß möglich, als glatte Lagen Filterlagen 1 und als strukturierte
Lagen 16 Blechlagen zu verwenden, genauso gut ist es aber auch möglich, als strukturierte
Lagen 16 Filterlagen 1 und als glatte Lagen 15 Blechlagen zu verwenden. Auch die zumindest
teilweise Verwendung von Filterlagen 1 sowohl als glatte Lagen 15 als auch als strukturierte
Lagen 16 ist erfindungsgemäß möglich.
[0037] An der Gaseintrittsseite 13 weist der Abgasfilter 11 einen Kontaktbereich 3 auf,
in dem die Umsetzung zumindest eines Teils zumindest einer gasförmigen Komponente
des Abgasstroms 12 erfolgt. Bevorzugt erfolgt im Kontaktbereich 3 die Umsetzung von
Stickstoffoxid zu Stickstoffdioxid, also von NO zu NO
2, so dass durch die Umsetzungen im Kontaktbereich der für den CRT-Betrieb notwendigen
Anteil an NO
2 erzeugt wird. Bevorzugt erfolgt zumindest im Kontaktbereich 3 auch die Anbindung
der glatten Lagen 15 an die gewellten Lagen 16 und/oder an das nicht explizit gezeigte
Mantelrohr, das den Wabenkörper umgibt. Durch die Ausbildung des Kontaktbereichs in
Form von Metallfolien, die mit dem Filterbereich 2 verbunden werden, ergibt sich an
der Gaseintrittsseite 13 ferner ein Ausblasschutz, da besonders die Gaseintrittsseite
ohne Ausblasschutz verstärkter Alterung unterworfen wird, weil durch die pulsförmig
auftreffenden Abgase des Abgasstroms 12 eine besonders große Belastung auf die Lagen
15, 16 ausgeübt wird.
[0038] Im Vergleich zur axialen Länge 17 des Abgasfilters 11 ist die Längenausdehnung 18
des Kontaktbereich 3 deutlich kleiner gewählt. Bevorzugt beträgt die Längenausdehnung
18 des Kontaktbereichs 3 weniger als 20 %, besonders bevorzugt weniger als 10 % der
axialen Länge 17 des Abgasfilters 11. Somit ist es auf vorteilhafte Weise möglich,
durch Ausbildung des Kontaktbereichs 3 im Bereich der Gaseintrittsseite 13 für den
Filterbereich 2 genügend NO
2, zum Betrieb im CRT-Modus bereitzustellen. Somit kann ohne Ausbildung eines zusätzlichen
Oxidationskatalysators stromaufwärts des Abgasfilters 11 ein motornaher Einbau des
Abgasfilters 11 erfolgen, der ein sehr gutes Kaltstartverhalten des Abgasfilters 11
bewirkt. Weiterhin können so Produktionskosten gespart werden, da kein gesonderter
Oxidationskatalysator stromaufwärts des Abgas-Filteis 11 auszubilden ist
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Filterlage
- 2
- Filterbereich
- 3
- Kontaktbereich
- 4
- Metallfolie
- 5
- Verbindungsbereich
- 6
- erster Kontaktbereich
- 7
- zweiter Kontaktbereich
- 8
- erster Filterbereich
- 9
- zweiter Filterbereich
- 10
- axiale Richtung
- 11
- Abgasfilter
- 12
- Abgasstrom
- 13
- Gaseintrittsseite
- 14
- Gasaustrittsseite
- 15
- glatte Lage
- 16
- strukturierte Lage
- 17
- axiale Länge
- 18
- Längenausdehnung
- 19
- Kanal
1. Abgasfilter (11) zur Reinigung eines Abgases eines Verbrennungsmotors, aufweisend
- eine Gaseintrittsseite (13) und eine Gasaustrittsseite (14), wobei ein Abgasstrom
(12) in einer axialen Richtung (10) von der Gaseintrittsseite (13) zur Gasaustrittsseite
(14) strömt;
- mindestens eine streifenförmige Filterlage (1), die sich entlang der axialen Richtung
(10) erstreckt, mit einem Filterbereich (2) aus zumindest teilweise für ein Fluid
durchströmbarem Material zum Ausfiltern von Partikeln aus dem Abgas und einem Kontaktbereich
(3) mit einer katalytisch aktiven Beschichtung zur Umsetzung von gasförmigen Komponenten
des Abgases,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktbereich (3) eine Metallfolie (4) aufweist mit einer katalytisch aktiven
Beschichtung und die Metallfolie (4) in axialer Richtung (10) stromaufwärts des Filterbereichs
(2) angeordnet ist und die Metallfolie (4) und der Filterbereich (2) sich in einem
Verbindungsbereich (5) überlappen, wobei der Verbindungsbereich (5) in der axialen
Richtung (10) kleiner ist als der Kontaktbereich (3).
2. Abgasfilter (11) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallfolie (4) mikrostrukturiert ist.
3. Abgasfilter (11) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktbereich (3) zumindest teilweise aus dem für ein Fluid durchströmbaren
Material besteht.
4. Abgasfilter (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abgasfilter (11) eine Hauptströmungsrichtung aufweist, in der dieser vom Abgas
durchströmt wird, und dass der Kontaktbereich (3) in Hauptströmungsrichtung stromaufwärts
des Filterbereichs (2) ausgebildet ist.
5. Abgasfilter (11) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktbereich (3) im gaseintrittsseitigen Stirnbereich (14) des Abgasfilters
(11) ausgebildet ist, bevorzugt in einem Längenbereich von weniger als 20% der axialen
Länge (17) des Abgasfilters (11), besonders bevorzugt in einem Längenbereich von weniger
als 10% der axialen Länge (17) des Abgasfilters (11).
6. Abgasfilter (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abgasfilter (11) durch miteinander verschlungene Lagen (15, 16) ausgebildet ist,
die zumindest teilweise Filterlagen (1) sind.
7. Abgasfilter (11) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Abgasfilter (11) aus im wesentlichen glatten Blechlagen (15) und strukturierten
Filterlagen (1) ausgebildet ist.
8. Abgasfilter (11) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Abgasfilter (11) aus im wesentlichen glatten Filterlagen (1) und strukturierten
Blechlagen (16) ausgebildet ist.
9. Abgasfilter (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallfolie (4) und das zumindest teilweise für ein Fluid durchströmbare Material
fügetechnisch miteinander verbunden sind.
10. Abgasfilter (11) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallfolie (4) und das zumindest teilweise für ein Fluid durchströmbare Material
verschweißt, gelötet und/oder genietet sind, bevorzugt verschweißt und/oder gelötet,
besonders bevorzugt gelötet.
11. Abgasfilter (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest teilweise für ein Fluid durchströmbare Material aus Metallfasern aufgebaut
ist.
12. Verfahren zum Reinigen eine Abgases eines Verbrennungsmotors, in einem Abgasfilter
(11) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass bezüglich einer Hauptdurchströmungsrichtung des Abgasfilters (11) die Umsetzung der
gasförmigen Bestandteile des Abgases stromaufwärts der Ausfilterung von Partikeln
erfolgt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung der gasförmigen Partikel durch zumindest einen Katalysator, bevorzugt
einen Edelmetallkatalysator, katalysiert wird.
1. An exhaust gas filter (11) for cleaning an exhaust gas of an internal combustion engine
comprising
- a gas inlet side (13) and a gas outlet side (14), wherein an exhaust gas stream
(12) flows in an axial direction (10) from the gas inlet side (13) to the gas outlet
side (14);
- at least one strip-shaped filter layer (1) extending along the axial direction (10),
with a filter region (2) made of material through which a fluid can at least partially
flow for filtering out particulates from the exhaust gas and a contact region (3)
with a catalytically active coating for the conversion of gaseous components of the
exhaust gas,
characterized in that the contact region (3) has a metal foil (4) with a catalytically active coating and
the metal foil (4) is disposed in axial direction (10) upstream of the filter region
(2) and the metal foil (4) and the filter region (2) overlap in a connecting region
(5), wherein the connecting region (5) in the axial direction (10) is smaller than
the contact region (3).
2. Exhaust gas filter (11) according to claim 1, characterized in that the metal foil (4) is microstructured.
3. Exhaust gas filter (11) according to claim 1 or 2, characterized in that the contact region (3) is formed at least partly of said material through which a
fluid can flow.
4. Exhaust gas filter (11) according to one of the preceding claims, characterized in that the exhaust gas filter (11) has a main direction of flow in which said filter is
flown through by the exhaust gas, and in that the contact region (3) is formed in the main direction of flow upstream of the filter
region (2).
5. Exhaust gas filter (11) according to claim 4, characterized in that the contact region (3) is formed in the frontal gas inlet side (14) of the exhaust
gas filter (11), preferably in a length region of less than 20 % of the axial length
(17) of the exhaust gas filter (11), particularly preferred in a length region of
less than 10 % of the axial length (17) of the exhaust gas filter (11).
6. Exhaust gas filter (11) according to one of the preceding claims, characterized in that the exhaust gas filter (11) is formed by intertwined layers (15, 16), which are at
least partly filter layers (1).
7. Exhaust gas filter (11) according to claim 6, characterized in that the exhaust gas filter (11) is made of substantially smooth metal sheets (15) and
structured filter sheets (1).
8. Exhaust gas filter (11) according to claim 6, characterized in that the exhaust gas filter (11) is made of substantially smooth filter layers (1) and
structured metal sheets (16).
9. Exhaust gas filter (11) according to one of the preceding claims, characterized in that the metal foil (4) and the material through which a fluid can at least partly flow
are connected to each other by joining technique.
10. Exhaust gas filter (11) according to claim 9, characterized in that the metal foil (4) and the material through which a fluid can at least partly flow,
are welded, brazed and/or riveted, preferably welded and/or brazed, more preferably
brazed.
11. Exhaust gas filter (11) according to one of the preceding claims, characterized in that the material through which a fluid can at least partly flow, is made up of metal
fibers.
12. A method for cleaning an exhaust gas of an internal combustion engine in an exhaust
gas filter (11) according to one of the claims 1 to 11, characterized in that relative to a main direction of flow of the exhaust gas filter (11) the conversion
of the gaseous particulates of the exhaust gas is effected upstream of the filtering-out
of particles.
13. Method according to claim 12 characterized in that the conversion of the gaseous particles is catalysed by at least one catalyst, preferably
a noble metal catalyst.
1. Filtre pour gaz d'échappement (11) pour l'épuration d'un gaz d'échappement d'un moteur
à combustion interne, présentant
- un coté entrée de gaz (13) et un coté sortie de gaz (14), un flux de gaz d'échappement
(12) s'écoulant dans une direction axiale (10) du coté entrée du gaz (13) jusqu'au
coté sortie du gaz (14) ;
- au moins une couche de filtre en forme de bandes (1) qui s'étend le long de la direction
axiale (10), avec une région de filtre (2) d'un matériau à travers lequel un fluide
peut s'écouler au moins partiellement pour extraire par filtration des particules
du gaz d'échappement et une région de contact (3) avec un revêtement à effet catalytique
pour transformer des composants gazéiformes du gaz d'échappement,
caractérisé en ce que la région de contact (3) a une feuille métallique (4) avec un revêtement à activité
catalytique et la feuille métallique (4) est agencée en direction axiale (10) en amont
de la région de filtre (2) et la feuille métallique (4) et la région de filtre (2)
se chevauchent dans une région de connexion (5), en direction axiale (10) la région
de connexion (5) étant plus petite que la région de contact (3).
2. Filtre pour gaz d'échappement (11) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la feuille métallique (4) est microstructurée.
3. Filtre pour gaz d'échappement (11) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la région de contact (3) consiste au moins partiellement en matériau à travers lequel
un fluide peut s'écouler.
4. Filtre pour gaz d'échappement (11) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le filtre pour gaz d'échappement (11) a une direction d'écoulement principale, dans
laquelle le filtre pour gaz d'échappement est traversé et en ce que 1a région de contact (3) est réalisée en direction d'écoulement principale en amont
de la région de filtre (2).
5. Filtre pour gaz d'échappement (11) selon la revendication 4, caractérisé en ce que la région de contact (3) est réalisée dans la région frontale coté entrée du gaz
(14) du filtre pour gaz d'échappement (11), de préférence dans une région de longueur
de moins que 20 % de la longueur axiale (17) du filtre pour gaz d'échappement (11),
de préférence dans une région de longueur de moins que 10 % de la longueur axiale
(17) du filtre pour gaz d'échappement (11).
6. Filtre pour gaz d'échappement (11) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le filtre pour gaz d'échappement (11) est réalisé par des couches entrelacées (15,
16), qui sont au moins partiellement des couches de filtre (1).
7. Filtre pour gaz d'échappement (11) selon la revendication 6, caractérisé en ce que le filtre pour gaz d'échappement (11) est réalisé de couches de tôles sensiblement
lisses (15) et de couches de filtre structurées (1).
8. Filtre pour gaz d'échappement (11) selon la revendication 6, caractérisé en ce que le filtre pour gaz d'échappement (11) est réalisé de couches de filtre sensiblement
lisses (1) et des couches de tôles structurées (16).
9. Filtre pour gaz d'échappement (11) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la feuille métallique (4) et le matériau à travers lequel un fluide peut s'écouler
au moins partiellement, sont reliés par technique de jointoiement.
10. Filtre pour gaz d'échappement (11) selon la revendication 9, caractérisé en ce que la feuille métallique (4) et le matériau à travers lequel un fluide peut s'écouler
au moins partiellement sont soudés, brasés et/ou rivetés, de préférence soudés et/ou
brasés, de façon particulièrement préférée brasés.
11. Filtre pour gaz d'échappement (11) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau pouvant être traversé au moins partiellement par un fluide est fabriqué
de fibres métalliques.
12. Procédé pour l'épuration d'un gaz d'échappement d'un moteur à combustion interne,
dans un filtre pour gaz d'échappement (11) selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que quant à une direction d'écoulement principale du filtre pour gaz d'échappement (11),
la transformation des composants gazéiformes du gaz d'échappement est effectuée en
amont de l'extraction par filtration de particules.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que la transformation des particules gazéiformes est catalysée par au moins un catalyseur,
de préférence par un catalyseur en métal précieux.