Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Steueranordnung für einen elektromagnetischen Antrieb,
insbesondere den Antrieb eines elektromagnetischen Schaltgerätes. Der elektromagnetische
Antrieb besteht im allgemeinen aus einer Antriebsspule, einem Magnetkern und einem
Magnetanker.
Stand der Technik
[0002] Aus der Druckschrift
DE 299 09 901 U1 ist eine elektronische Antriebssteuerung für einen Schützantrieb bekannt. Die Antriebssteuerung
enthält im wesentlichen eine über Steuereingänge gespeiste Gleichrichterschaltung,
eine von der Gleichrichterschaltung gespeiste Reihenschaltung der Antriebsspule mit
einem pulsbreitengesteuerten Transistorschalter, zwei den Ausgang der Gleichrichterschaltung
abfragende und durch eine Trenndiode eingangsseitig getrennte Spannungsteilerschaltungen
sowie eine elektronische Anordnung mit einem Mikroprozessor und zwei Speichern. Die
elektronische Anordnung gibt für den Anzugs- und Haltebetrieb der Antriebsspule Steuersignale
an den Transistor ab, wobei die entsprechenden Pulsbreiten im Anzugs- bzw. Haltebetrieb
entsprechend dem Ausgangssignal des zugeordneten Spannungsteilers über den zugeordneten
Speicher bestimmt werden. Aus der Druckschrift
DE 299 09 904 U1 ist es weiterhin bekannt, bei derartigen Antriebsteuerungen ein erster Transistorschalter
zum Schalten des Anzugsstromes und ein zweiter Transistorschalter zum Schalten des
Haltestromes vorzusehen. Der Nachteil derartiger Antriebsteuerungen ist der in der
elektronischen Anordnung begründete hohe Aufwand, der besonders stark bei den Antrieben
elektromagnetischer Schaltgeräte für kleinere Leistungen ins Gewicht fällt.
[0003] Aus der Druckschrift
DE 92 16 041 U1 ist eine Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines Relais bekannt. Über einer Betriebsgleichspannung
liegt die Reihenschaltung der Antriebsspule mit einem ersten Transistorschalter, und
parallel zur Schaltstrecke des ersten Transistorschalters liegt die Reihenschaltung
eines Haltewiderstandes mit einem zweiten Transistorschalter. Ein Gleichspannungssteuereingang
ist über ein differenzierendes Zeitglied aus einem Kondensator und einem Entladewiderstand
mit der Steuerelektrode des ersten Transistorschalters und über einen Vorwiderstand
mit der Steuerelektrode des zweiten Transistorschalters verbunden. Nach Anlegen einer
Steuerspannung werden sowohl der erste als auch der zweite Transistorschalter durchgesteuert,
wodurch über die Antriebsspule eine Anzugsspannung anliegt, die sich aus der um die
Restspannung des ersten Transistorschalter verminderten Betriebsgleichspannung ergibt.
Nach dem Absinken der Kondensatorspannung des Differenziergliedes geht der erste Transistorschalter
in den Sperrzustand über. Damit wird die Antriebspule nur noch mit einem Haltestrom
beaufschlagt, der sich im Wesentlichen aus dem Verhältnis der Betriebsgleichspannung
zu der Summe aus dem Haltewiderstand und dem ohmschen Widerstand der Antriebsspule
ergibt. Nach Abschalten der Steuerspannung wird auch der zweite Transistorschalter
gesperrt und damit das Relais ausgeschaltet. Mit dieser Ansteuerschaltung sind sowohl
das Anzugsverhalten als auch die Sicherheit und Wärmeverluste im Haltebetrieb im starken
Maße abhängig von Änderungen und Schwankungen der Betriebsgleichspannung. Die nur
für den Gleichspannungsbetrieb geeignete Antriebssteuerung verwendet neben der Betriebsspannung
zusätzlich eine von dieser unabhängige Steuerspannung. Über den Haltewiderstand geht
eine erhebliche zusätzliche Leistung verloren.
[0004] Eine für den Betrieb eines Relais vorgesehene Schaltungsanordnung nach
DE 44 10 819 C2 weist wiederum einen in der Anzugsphase durchgesteuerten ersten Transistorschalter
und einen in Reihe mit der Antriebsspule und einem Haltewiderstand über einer Betriebsgleichspannung
liegenden und im eingeschalteten Zustand des Relais durchgesteuerten zweiten Transistorschalter
auf. Der erste Transistorschalter liegt mit seiner Schaltstrecke parallel zum Haltewiderstand.
Ein Gleichspannungssteuereingang ist über einen Spannungsteiler mit der Steuerelektrode
des zweiten Transistorschalters verbunden. Die Steuerelektrode des ersten Transistorschalters
ist über ein aus einem Ladewiderstand und einem Kondensator bestehendes integrierendes
Zeitglied mit dem Verbindungspunkt von erstem Transistorschalter, zweitem Transistorschalter
und Haltewiderstand verbunden. Im ausgeschalteten Zustand des Relais wird der Kondensator
über die Antriebsspule, den Haltewiderstand und den Ladewiderstand aufgeladen, sodass
beim Anlegen einer Steuerspannung beide Transistorschalter durchsteuern. Dabei ergibt
sich die Anzugsspannung für die Antriebsspule aus der um die Summe der Restspannungen
der beiden Transistorschalter verminderten Betriebsgleichspannung. Gleichzeitig beginnt
sich der Kondensator über den Vorwiderstand und die Schaltstrecke des zweiten Transistorschalters
zu entladen. Nach Unterschreiten eines Schwellenwertes durch die Kondensatorspannung
sperrt der erste Transistorschalter. Damit wird die Antriebspule nur noch mit einem
Haltestrom beaufschlagt, der sich im Wesentlichen aus dem Verhältnis der Betriebsgleichspannung
zu der Summe aus dem Haltewiderstand und dem ohmschen Widerstand der Antriebsspule
ergibt. Nach Abschalten der Steuerspannung wird auch der zweite Transistorschalter
gesperrt und damit das Relais ausgeschaltet. Diese Antriebsteuerung ist mit den aufgeführten
Nachteilen der Lösung nach
DE 92 16 041 U1 behaftet und erfordert eine ständige oder zumindest mit ausreichender Zeit vor dem
Einschalten des Relais bereitgestellte Betriebsgleichspannung.
[0005] Eine nach
DE 196 38 260 C2 bekannte Schaltungsanordnung zur Steuerung kleiner Magnetspulen weist in Reihe zur
Magnetspule einen Transistorschalter auf. Ab Anlegen einer Steuerspannung beaufschlagt
der durchgesteuerte Transistorschalter die Magnetspule während eines durch ein differenzierendes
Zeitglied vorgegebenes Zeitintervall mit einem hohen Anzugsstrom. Danach wird der
Haltestrom durch eine parallel zur Schaltstrecke des Transistorschalters angeordnete
Reihenschaltung aus einem Haltewiderstand und einer Leuchtdiode bestimmt. Auch hier
sind Anzugs- und Haltestrom stark abhängig von der Höhe der Steuerspannung und geht
über den Haltewiderstand eine erhebliche Leistung verloren.
[0006] Bei einer Steueranordnung für Magnetventile nach
EP 0 091 648 A1 gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 ist die Antriebsspule über zwei elektronische Schaltmittel
nacheinander zunächst an eine Anzugstromquelle höherer Spannung und nach dem Öffnen
des Ventils an eine Haltestromquelle niedrigerer Spannung anschließbar. Die Umschaltung
erfolgt durch ein Zeitglied, das dem ersten Schaltmittel vorgeschaltet ist. Nachteilig
ist unter anderem, dass die Anzugs- und die Haltestromquelle ständig Spannungen bereitstellen.
Darstellung der Erfindung
[0007] Die Aufgabe der Erfindung liegt daher in einer unaufwändigen, leistungsarmen und
weitgehend spannungsunabhängigen Steueranordnung.
[0008] Ausgehend von einer Steueranordnung der eingangs genannten Art wird die Aufgabe erfindungsgemäß
durch eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung gemäß Anspruch 1 gelöst. Durch relativ
unaufwändige Mittel in Form einer von einem Zeitglied gesteuerten Spannungsquelle
und eines abwärtsregelnden Gleichspannungswandlers werden eine Anzugsspannung und
eine demgegenüber wesentlich niedrigere Haltespannung zur Verfügung gestellt. Der
Betrag der Anzugsspannung liegt unterhalb des zulässigen Bereiches für die Betriebsspannung
und ist weitgehend unabhängig von der Höhe der Steuerspannung. Die Haltespannung wird
auf einen Wert geregelt, der betragsmäßig weit unterhalb der Anzugsspannung liegt.
Durch die an den Steuereingang angelegte Spannung, die als Gleichspannung oder als
Wechselspannung gewählt werden kann, wird gleichzeitig die Steueranordnung versorgt.
Nach dem Anlegen der Steuerspannung wird unmittelbar über die Gleichrichteranordnung
die Betriebsspannung aufgebaut. Durch die sich aufbauende Betriebsspannung wird zum
einen ein Zeitglied aktiviert und über den Gleichspannungswandler die Haltespannung
aufgebaut. Durch die aktivierte Spannungsquelle wird über die ersten Schaltmittel
die Antriebsspule stromführend, wobei gleichzeitig die mit der Antriebsspule in Reihe
liegende Schaltstrecke der zweiten Schaltmittel durchgesteuert wird. Eine Trenndiode
verhindert ein Durchgreifen der Anzugsspannung auf den Ausgang des Gleichspannungswandlers.
Nach Ablauf einer bestimmten Zeit, d.h. nach Ablauf der Anzugszeit, deaktiviert das
Zeitglied die Spannungsquelle und damit auch die ersten Schaltmittel. Die Versorgung
der Antriebsspule sowie die aufrechterhaltene Durchsteuerung der zweiten Schaltmittel
wird nun von dem Gleichspannungswandler mit der über die Trenndiode gelieferten Haltespannung
übernommen. Nach dem Abschalten der Steuerspannung brechen die Betriebsspannung und
die Haltespannung zusammen, worauf infolge des Sperrens der zweiten Schaltmittel die
Antriebsspule in den energielosen Zustand übergeht. Das Zeitverhalten des Zeitgliedes
und die Anzugsspannung sind so zu wählen, dass der von der Antriebsspule aktivierte
Magnetanker sicher vom Magnetkern angezogen wird. Während der Haltephase liegt über
der Antriebsspule eine wesentlich niedrigere Spannung als in der Anzugsphase. Die
Haltespannung ist durch Einstellen des Gleichspannungswandlers gerade so groß zu wählen,
dass der Magnetanker sicher in seiner angezogenen Position gehalten wird.
[0009] Die vorgeschlagene Steueranordnung benötigt keine aufwändigen digitalen Mittel, insbesondere
keinen Mikrocontroller. Die Steueranordnung eignet sich sowohl für DC-Antriebe als
auch für AC-Antriebe und insbesondere für Magnetantriebe kleinerer Leistung. Da die
Anzugszeit und der Haltestrom niedrige Werte annehmen, können mit der erfindungsgemäßen
Steueranordnung auch AC-Magnetantriebe mit niederohmigen Antriebsspulen verwendet
werden, die ohne Verwendung der vorgeschlagenen Steueranordnung sonst nur für den
Wechselstrombetrieb geeignete sind. Daher kann man sich bei der Herstellung elektromagnetischer
Schaltgeräte allein auf AC-Antriebe beschränken, damit die notwendigen Varianten für
die Antriebsspulen reduzieren und dadurch die Kosten deutlich senken.
[0010] Das Zeitglied kann vorteilhaft durch ein einfaches integrierendes oder differenzierendes
RC-Glied (auch als Tiefpass oder Hochpass bezeichnet) realisiert werden. Die Kombination
mit einem Spannungsbegrenzungselement, beispielsweise einer Z-Diode, führt zu einer
Begrenzung der Ladungsendspannung und damit zu einer erheblichen Herabsetzung der
Abhängigkeit des Lade- bzw. Entladevorgangs von der Höhe der Betriebsspannung.
[0011] Die steuerbare Spannungsquelle besteht in kostengünstiger Weise aus einer mit einer
Schwellwertschaltung kombinierten Spannungsbegrenzeranordnung. Bei Verwendung eines
integrierenden Zeitgliedes wird üblicherweise die am Ladekondensator des RC-Gliedes
ansteigende Ladespannung als bestimmender Wert für die Beendigung der Anzugsphase
vom Schwellenwertschalter ausgewertet. Bei Verwendung eines differenzierenden Zeitgliedes
wird üblicherweise die am Entladewiderstand absinkende Spannung infolge des Entladestromes
vom Schwellenwertschalter ausgewertet.
[0012] Parallel zur Schaltstrecke der zweiten Schaltmittel angeordnete Freilaufmittel, beispielsweise
eine Z-Diode, sorgen beim Abschalten - gegebenenfalls im Zusammenwirken mit weiteren
Freilaufmitteln - für eine schnelle Entmagnetisierung der Antriebsspule.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0013] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem folgenden, anhand
von Figuren erläuterten Ausführungsbeispiel. Es zeigen
- Figur 1:
- die schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Steueranordnung;
- Figur 2:
- die ausführliche Darstellung einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Steueranordnung.
Bester Weg zur Ausführung der Erfindung
[0014] Die in Fig. 1 gezeigte Steueranordnung 2 für eine Antriebsspule 4 eines nicht weiter
dargestellten Magnetantriebes eines elektromagnetischen Schaltgerätes, beispielsweise
eines Schützes, wird über einen Steuereingang 6 von einer Steuerspannung Ue betrieben.
Die Steuerspannung Ue kann wahlweise als Gleichspannung oder als Wechselspannung angelegt
werden. Bei angelegter Steuerspannung Ue steht am Ausgang einer Gleichrichteranordnung
8 eine geglättete Betriebsspannung Ub an, die unter anderem der Energieversorgung
der Steueranordnung 2 und der Antriebsspule 4 dient. Der Gleichrichteranordnung 8
ist ein Gleichspannungswandler 10 nachgeschaltet, der aus der Betriebsspannung Ub
eine erheblich niedrigere geglättete Haltespannung Uh erzeugt. Nach Anlegen der Steuerspannung
Ue wird durch die rasch hochfahrende Betriebsspannung Ub ein Zeitglied 12 angestoßen,
dessen Zeitverhalten bestimmend für die Dauer der Anzugsphase der Steueranordnung
2 ist. Das angestoßene Zeitglied 12 aktiviert eine Spannungsquelle 14, die im aktiven
Zustand eine aus der Betriebsspannung Ub abgeleitete Anzugsspannung Ua an ihrem Ausgang
abgibt. Der Betrag der Anzugsspannung Ua liegt unterhalb des Betrages der minimal
zulässigen Betriebsspannung Ub und ist innerhalb eines weiten Bereiches der Betriebsspannung
Ub weitgehend unabhängig von dieser. Durch die Anzugsspannung Ua werden erste elektronische
Schaltmittel 16 aktiviert, die als Spannungsfolger wirken und deren Ausgang mit dem
ersten Anschluss 18 der Antriebsspule 4 verbunden ist. Damit steht in der Anzugsphase
am ersten Anschluss 18 der Antriebsspule 4 ein Potenzial an, das sich - bedingt durch
eine bauelementebedingte Restspannung der ersten Schaltmittel 16 - nur geringfügig
von der Anzugsspannung Ua unterscheidet. Der Ausgang der ersten Schaltmittel 16 ist
weiterhin mit dem Steuereingang zweiter elektronischer Schaltmittel 22 verbunden,
deren Schaltstrecke vom zweiten Anschluss 20 der Antriebsspule 4 zum Bezugspotenzial
der Betriebsspannung Ub führt. Die Anzugsspannung Ua bewirkt das Durchsteuem der Schaltstrecke
der zweiten Schaltmittel 22. Damit ist in der Anzugsphase die Antriebsspule 4 mit
einer Spannung beaufschlagt, deren Betrag gegenüber der Anzugsspannung Ua geringfügig
um die Restspannungen der beiden Schaltmittel 16 und 22 verringert ist. Vom Ausgang
des Gleichspannungswandlers 10 ist in Durchlassrichtung eine Trenndiode 24 zum Ausgang
der ersten Schaltmittel 16 geführt. In der Anzugsphase sperrt die Trenndiode 24, da
der Betrag der Anzugsspannung Ua wesentlich größer als der Betrag der Haltespannung
Uh ist.
[0015] Am Ende der Anzugszeit hat sich das Ausgangssignal des Zeitgliedes 12 so weit verändert,
dass die bisher am Ausgang der Spannungsquelle 14 anstehende Anzugsspannung Ua abgeschaltet
wird. Dadurch sinkt die Spannung am Ausgang der ersten Schaltmittel 16 so weit ab,
dass nun die Haltespannung Uh über die Trenndiode 24 an den ersten Anschluss 18 der
Antriebsspule 4 sowie an den Steuereingang der zweiten Schaltmittel 22 durchgreift.
Damit hat die Haltephase begonnen. In der Haltephase ist die Antriebsspule 4 mit einer
Spannung beaufschlagt, deren Betrag gegenüber der Haltespannung Uh lediglich um die
Restspannungen der leitenden Trenndiode 24 und der durchgesteuerten Schaltstrecke
der zweiten Schaltmittel 22 vermindert ist.
[0016] Nach Abschaltung der Steuerspannung Ue vom Eingang 6 der Steueranordnung 2 brechen
die Betriebsspannung Ub und die Haltespannung Uh rasch zusammen. Damit nehmen beide
Schaltmittel 16, 22 den gesperrten Zustand an, worauf die Antriebsspule 4 in den stromlosen
Zustand übergeht.
[0017] Fig. 2 zeigt eine detaillierte vorteilhafte Ausgestaltung der vorstehend beschriebenen
Steueranordnung 2. Hierbei sind die in Fig. 1 benutzen Bezugszeichen für die Funktionsgruppen
übernommen worden.
[0018] Die Gleichrichteranordnung 8 besteht in üblicher Weise aus einer eingangsseitigen
Begrenzeranordnung 28, einem Brückengleichrichter 26 und einem ausgangsseitigen ersten
Glättungskondensator 30. Nach dem Anlegen der Steuerspannung Ue ist die Betriebsspannung
Ub in kurzer Zeit hochgelaufen. Beim Ansteuern und Betreiben der Steueranordnung mittels
einer Gleichspannung als Steuerspannung Ue dient der Brückengleichrichter 26 als Verpolschutz.
[0019] Das Zeitglied 12 ist als integrierendes RC-Glied ausgebildet. Ausgehend von einer
die Betriebsspannung Ub führenden Versorgungsleitung 32 fließt nach Erscheinen der
Betriebsspannung Ub ein Ladestrom über die Reihenschaltung zweier Ladewiderstände
34 und 36 zu einem Ladekondensator 38. Die Spannung an einem ersten Verbindungspunkt
40 der beiden Ladewiderstände 34, 36 wird durch ein Spannungsbegrenzungselement in
Form einer ersten Z-Diode 42 begrenzt. Damit ist das Zeitverhalten des Zeitgliedes
12 weitgehend unabhängig von der Höhe der Betriebsspannung Ub. Es wird im wesentlichen
durch die Dimensionierung des aus dem Ladewiderstand 36 und dem Ladekondensator 38
gebildeten RC-Gliedes bestimmt.
[0020] Nach Abschaltung der Steuerspannung Ue entlädt sich der Ladekondensator 38 über einen
Entladewiderstand 44 und eine Entladediode 46 auf die nun spannungslose Versorgungsleitung
32. Damit ist das Zeitglied 12 wieder einschaltbereit.
[0021] Die steuerbare Spannungsquelle 14 besteht aus einer die Ladespannung des Ladekondensators
38 auswertenden Schwellwertschaltung und einer mit deren Ausgang gekoppelten Spannungsbegrenzeranordnung.
Die Spannungsbegrenzeranordnung besteht aus der Reihenschaltung eines ersten Vorwiderstandes
48 und einer Z-Dioden-Reihe 50 und ist zwischen der Versorgungsleitung 32 und dem
Bezugspotenzial angeordnet. Die Schwellwertschaltung weist einen in Sourceschaltung
angeordneten dritten Transistor 52 auf. Der Ladekondensator 38 ist über eine zweite
Z-Diode 54 mit dem Gateanschluss des dritten Transistors 52 verbunden. Ein zwischen
dem Gateanschluss des dritten Transistors 52 und Bezugspotenzial angeordneter Ableitwiderstand
56 dient dem Schutz der Gateelektrode. Der Drainanschluss des dritten Transistors
52 ist über einen Arbeitswiderstand 58 mit einem zweiten Verbindungspunkt 60, der
dem ersten Vorwiderstand 48 und der Z-Dioden-Reihe 50 gemeinsam ist, verbunden. Solange
die Spannung über dem Ladekondensator 38 noch nicht die Summe aus der Z-Spannung der
zweiten Z-Diode 54 und der Schaltschwelle der Gatespannung des dritten Transistors
52 überschritten hat, befindet sich der dritte Transistor 52 im gesperrten bzw. nichtleitenden
Zustand. In diesem Falle steht am zweiten Verbindungspunkt 60 die Anzugsspannung Ua
an, die sich aus der Summe der Z-Spannungen der Z-Dioden-Reihe 50 ergibt. Überschreitet
am Ende der Anzugsphase die Spannung am Ladekondensator 38 die Summe aus der Z-Spannung
der zweiten Z-Diode 54 und der Schaltschwelle der Gatespannung des dritten Transistors
52, gelangt dieser in den durchgesteuerten bzw. leitenden Zustand. In diesem Falle
sinkt die Spannung am zweiten Verbindungspunkt 60 weit unter die Anzugsspannung Ua.
Der Widerstandswert des Vorwiderstandes 48 wird groß gegenüber dem Widerstandswert
des Arbeitswiderstandes 58 gewählt.
[0022] Die ersten Schaltmittel 16 bestehen aus einem als Sourcefolger geschalteten ersten
Transistor 62 mit einer ersten Schutzdiode 64 zum Schutz des ersten Transistors 62
vor negativen Spannungsspitzen zwischen dessen Gate- und Sourceanschluss. Der mit
dem ersten Anschluss 18 der Antriebsspule 4 verbundene Ausgang der ersten Schaltmittel
16 ist mit dem Sourceanschluss des ersten Transistors 62 identisch und gibt während
der Anzugsphase die um die Gate-Source-Spannung des ersten Transistors 62 verminderte
Haltespannung Ua aus. Durch das Absinken des Potenzials an dem zweiten Verbindungspunkt
60 zum Ende der Anzugsphase wird der erste Transistor 62 gesperrt.
[0023] Der Gleichspannungswandler 10 besteht aus einem eingangsseitig mit der Versorgungsleitung
32 verbundenen Wandlerschaltkreis 66, aus ausgangsseitigen Glättungsmitteln sowie
Erfassungsmitteln zur Erfassung und Regelung der ausgegebenen Haltespannung Uh. Die
Glättungsmittel bestehen in üblicher Weise aus einer Glättungsdrossel 68 sowie einer
Rückführdiode 70 am Ausgang des Wandlerschaltkreises 66 und aus einem der Glättungsdrossel
68 nachgeschalteten zweiten Glättungskondensator 72. Über dem zweiten Glättungskondensator
72 steht bei angelegten Steuerspannung Ue die Haltespannung Uh an. Die Erfassungsmittel
bestehen aus einer parallel zum zweiten Glättungskondensator 72 angeordneten Reihenschaltung
einer dritten Z-Diode 74 mit einer Fotodiode 76 und aus einem optisch mit der Fotodiode
76 gekoppelten Fototransistor 78. Der Fototransistor 78 ist mit seinem Emitteranschluss
an den Ausgang und mit seinem Kollektoranschluss an einen Stelleingang des Wandlerschaltkreises
66 geführt. Die Haltespannung Uh wird damit durch die Summe aus der Z-Spannung der
dritten Z-Diode 74 und der Durchlassspannung der Fotodiode 76 bestimmt. Nach dem Anlegen
der Steuerspannung Ue ist die Haltespannung Uh in etwa 30 ms hochgelaufen. Nach dem
Abschalten der Steuerspannung Ue entlädt sich der zweite Glättungskondensator 72 in
kurzer Zeit über den aus Trenndiode 24, Antriebsspule 4 und Schaltstrecke des zweiten
Schaltmittels 22 gebildeten Strompfad.
[0024] Die zweiten Schaltmittel 22 enthalten einen in Sourceschaltung angeordneten zweiten
Transistor 80. Dieser ist eingangsseitig über einen zweiten Vorwiderstand 82 mit dem
ersten Anschluss 18 der Antriebsspule 4 verbunden und mit einer zweiten Schutzdiode
84 beschaltet. Die zweite Schutzdiode 84 ist als Z-Diode ausgebildet und schützt den
Gateanschluss des zweiten Transistors 80 - insbesondere während der Anzugsphase -
vor zu hohen Spannungen. Der Drainanschluss des zweite Transistors 80 ist mit dem
zweiten Anschluss 20 der Antriebsspule 4 verbunden. Der zweite Transistor 80 ist in
der Anzugsphase aufgrund der Anzugsspannung Ua vom Ausgang der ersten Schaltmittel
16 und in der Haltephase aufgrund der Haltespannung Uh über die leitende Trenndiode
24 in den durchgesteuerten bzw. leitenden Zustand geschaltet, sodass die Antriebsspule
4 in beiden Phasen dauerhaft stromführend ist. Bei fehlender oder abgeschalteter Steuerspannung
Ue befindet sich der zweite Transistor 80 im gesperrten bzw. nichtleitenden Zustand,
sodass die Antriebsspule 4 keinen dauerhaften Strom führen kann. Parallel zur Schaltstrecke
des zweiten Transistors 80 ist ein Freilaufmittel 86 angeordnet, das im Beispiel als
Z-Diode ausgeführt ist. Sowohl in der Anzugsphase als auch in der Haltephase ist das
Freilaufmittel 86 durch die durchgesteuerte Schaltstrecke des zweiten Transistors
80 kurzgeschlossen und damit wirkungslos. Beim Sperren des zweiten Transistors 80
läuft sich die Antriebsspule 4 dagegen über den aus Freilaufmittel 86, Rückführdiode
70, Glättungsdrossel 68 und Trenndiode 24 bestehenden Strompfad in kurzer Zeit frei.
Die in der Hauptsache durch die Z-Spannung des Freilaufmittels 86 bewirkte relativ
hohe Freilaufspannung führt zu einem raschen Abbau der in der Antriebsspule 4 gespeicherten
magnetischen Energie und damit zu einer schnellen Abschaltung des Magnetantriebes.
[0025] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebene Ausführungsform
beschränkt. So kann die Erfindung auch mit einem differenzierenden Zeitglied ausgeführt
werden, wie es beispielsweise der eingangs genannten Druckschrift
DE 92 16 041 U1 entnommen werden kann.
1. Steueranordnung für einen elektromagnetischen Antrieb, insbesondere für den Antrieb
eines elektromagnetischen Schaltgerätes, wobei die Steueranordnung über einen Steuereingang
(6) von einer Steuerspannung (Ue) betrieben wird und enthält:
- erste elektronische Schaltmittel (16), die ausgangsseitig in Reihe mit der Antriebsspule
(4) liegend nach dem Anlegen der Steuerspannung (Ue) über ein Zeitglied (12) für die
Dauer der Anzugsphase des Antriebes aktiviert sind,
- zweite elektronische Schaltmittel (22), die mit ihrer Schaltstrecke in Reihe mit
der Antriebsspule (4) liegend während des Anliegens der Steuerspannung (Ue) durchgesteuert
sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine mit dem Steuereingang (6) eingangsseitig verbundene Gleichrichteranordnung
(8) ausgangsseitig eine geglättete Betriebsspannung (Ub) abgibt,
- ein sich an die Gleichrichteranordnung (8) anschließender abwärts regelnder Gleichspannungswandler
(10) ausgangsseitig eine geglättete Haltespannung (Uh) abgibt,
- das Zeitglied (12) mit dem durch das Anlegen der Steuerspannung (Ue) verursachte
Hochfahren der Betriebsspannung (Ub) aktiviert wird,
- eine vom Zeitglied (12) steuerbare Spannungsquelle (14) die ersten Schaltmittel
(16) durch eine Anzugsspannung (Ua) aktiviert,
- die als Spannungsfolger ausgebildeten ersten Schaltmittel (16) und die mit deren
Ausgang verbundene Reihenschaltung aus Antriebsspule (4) und Schaltstrecke der zweiten
Schaltmittel (22) von der Betriebsspannung (Ub) beaufschlagt sind und
- der Ausgang des Gleichspannungswandlers (10) über eine in Durchlassrichtung gepolte
Trenndiode (24), der Ausgang der ersten Schaltmittel (16) und der Steuereingang der
zweiten Schaltmittel (22) miteinander verbunden sind.
2. Steueranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeitglied (12) als integrierendes RC-Glied (34, 36, 38) ausgebildet ist.
3. Steueranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeitglied (12) als differenzierendes RC-Glied ausgebildet ist.
4. Steueranordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das RC-Glied (34, 36, 38) mit einem Spannungsbegrenzungselement (42) kombiniert ist.
5. Steueranordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungsquelle (14) eine von der Betriebsspannung (Ub) beaufschlagte Spannungsbegrenzeranordnung
(48, 50) enthält, deren Ausgang mit der Schaltstrecke einer eingangsseitig mit dem
Zeitglied (12) verbundenen Schwellwertschaltung (52 ... 60) wirkverbunden ist.
6. Steueranordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur Schaltstrecke der zweiten Schaltmittel (22) ein Freilaufmittel (86)
angeordnet ist.
1. Control circuit for an electromagnetic operating mechanism, in particular, for the
operating mechanism of an electromagnetic switching device, wherein the control circuit
is operated via a control input (6) for a control voltage (Ue) and comprises:
- first electronic switching means (16), arranged in series with the operating coil
(4) at the output side, which are activated for the duration of the pickup phase of
the operating mechanism after a control voltage (Ue) has been applied via a timer
(12),
- second electronic switching means (22), arranged in series with the operating coil
(4) with their switching path, which are turned on while the control voltage (Ue)
is present
characterised in that
- a rectifier assembly (8) connected to the control input (6) at the input side supplies
at its output side a smoothed operating voltage (Ub),
- a step-down d.c. converter (10) downstream of the rectifier assembly (8) supplies
at its output side a smoothed holding voltage (Uh),
- the timer (12) is activated by the progressive increase of the operating voltage
(Ub) which is generated by applying the control voltage (Ue)
- a voltage source (14) which can be controlled by the timer (12) activates the first
switching means (16) by a pick-up voltage (Ua),
- the first switching means (16), which are constructed as a voltage follower, and
the series circuit which is connected to the output of said first switching means
and composed of the operating coil (4) and the switching path of the second switching
means (22) are supplied by the operating voltage (Ub), and
- the output of the d.c. converter (10), the output of the first switching means (16)
and the control input of the second of the second switching means (22) are connected
to each other via a forward biased isolation diode (24).
2. Control circuit according to claim 1, characterised in that the timer (12) is constructed as an integrating RC element (34, 36, 38).
3. Control circuit according to claim 1, characterised in that the timer (12) is constructed as a differentiating RC element.
4. Control circuit according to either claim 2 or claim 3, characterised in that the RC element (34, 36, 38) is combined with a voltage limitation element (42).
5. Control circuit according to any one of the preceding claims, characterised in that the voltage source (14) comprises a voltage limitation device (48, 50) supplied by
the operating voltage (Ub), the output of said device being functionally connected
to the switching path of a threshold circuit (52...60) connected to the timer (12)
at the input side.
6. Control device according to any one of the preceding claims, characterised in that a freewheel means (86) is arranged in parallel with the switching path of the second
switching means (22).
1. Dispositif de commande pour un entraînement électromagnétique, notamment pour l'entraînement
d'un appareil de commutation électromagnétique, le dispositif de commande étant actionné
par une tension de commande (U
e) par le biais d'une entrée de commande (6) et contenant:
- des premiers moyens de commutation électronique (16) qui, disposés en série avec
la bobine d'entraînement (4) sur le côté de sortie, sont activés pour la durée de
la phase de démarrage de l'entraînement, par le biais d'un relais de temporisation
(12), après l'application de la tension de commande (Ue),
- des seconds moyens de commutation électronique (22) qui, disposés en série avec
la bobine d'entraînement (4) avec leur section de commutation, sont sous tension pendant
l'application de la tension de commande (Ue),
caractérisé par le fait que
- un dispositif redresseur (8) relié à l'entrée de commande (6) sur le côté d'entrée
délivre sur le côté de sortie une tension de service lissée (Ub),
- un convertisseur de tension continue (10) à réglage vers le bas connecté au dispositif
redresseur (8) délivre sur le côté de sortie une tension de maintien lissée (Uh),
- le relais de temporisation (12) est activé par l'augmentation progressive de la
tension de service (Ub) provoquée par l'application de la tension de commande (Ue),
- une source de tension (14) pouvant être commandée par le relais de temporisation
(12) active les premiers moyens de commutation (16) grâce à une tension d'appel (Ua),
- les premiers moyens de commutation (16), façonné comme suiveur de tension, et le
circuit série formé de la bobine d'entraînement (4) et de la section de commutation
des seconds moyens de commutation (22) qui est relié à leur sortie sont alimentés
par la tension de service (Ub) et
- la sortie du convertisseur de tension continue (10), par le biais d'une diode de
séparation (24) polarisée dans le sens de conduction, la sortie des premiers moyens
de commutation (16) et l'entrée de commande des seconds moyens de commutation (22)
sont reliées les unes aux autres.
2. Dispositif de commande selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le relais de temporisation (12) est façonné comme circuit RC intégrateur (34, 36,
38).
3. Dispositif de commande selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le relais de temporisation (12) est façonné comme circuit RC différentiateur.
4. Dispositif de commande selon la revendication 2 ou 3, caractérisé par le fait que le circuit RC (34, 36, 38) est combiné à un élément limiteur de tension (42).
5. Dispositif de commande selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la source de tension (14) contient un dispositif limiteur de tension (48, 50) alimenté
par la tension de service (Ub) dont la sortie est connectée de manière fonctionnelle à la section de commutation
d'un circuit à seuil (52 ... 60) relié au relais de temporisation (12) sur le côté
d'entrée.
6. Dispositif de commande selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'un moyen de roue libre (86) est disposé parallèlement à la section de commutation
des seconds moyens de commutation (22).