(19)
(11) EP 1 527 855 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
10.01.2007  Patentblatt  2007/02

(21) Anmeldenummer: 04105444.6

(22) Anmeldetag:  01.11.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B26D 7/00(2006.01)

(54)

Aufschnittschneidemaschine mit zusammengefasstem Drehknopf und Schalter

Slicer comprising integrated knob and switch

Trancheuse ayant une poignée rotative et un interrupteur intégrés


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE IT NL

(30) Priorität: 31.10.2003 AT 17312003

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
04.05.2005  Patentblatt  2005/18

(73) Patentinhaber: Kuchler, Fritz
A-9020 Klagenfurt (AT)

(72) Erfinder:
  • Kuchler, Fritz
    A-9020 Klagenfurt (AT)

(74) Vertreter: Müllner, Erwin et al
Weihburggasse 9 Postfach 159
1014 Wien
1014 Wien (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 022 102
US-A1- 2002 050 198
EP-A- 1 203 643
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Technisches Gebiet



    [0001] Die Erfindung betrifft eine Aufschnittschneidemaschine für Wurst, Käse od. dgl. mit einem von einem Messermotor angetriebenen Kreismesser, einer verstellbaren Anschlagplatte und mit einem die Hub- und Reversierbewegungen der Zyklen eines Schneidevorganges ausführenden elektromotorisch verfahrbaren Schnittgutwagen, der eine Spann- und Vorschubeinrichtung aufweist sowie vorzugsweise mit einer Programmsteuerung zur Ansteuerung einer Anzahl von Schneidezyklen und zur Aktivierung eines allfälligen Ablegesystems, wobei ein Drehknopf zur Schnittstärkeeinstellung und ein Schalter zum Ein- und Ausschalten eines Antriebs oder einer Kupplung für den Schnittgutwagen in einem einhandbetätigbaren Steuerkopf zusammengefasst sind und der Schalter als ein gegen Federkraft rückstellender Tastschalter ausgebildet ist.

    Stand der Technik



    [0002] Aufschnittschneidemaschinen weisen einen Elektromotor (Messermotor) für das Kreismesser auf. Darüber hinaus kann auch der Schnittgutwagen entweder permanent oder für einen Schneidezyklus oder eine vorgebbare Anzahl von Schneidezyklen angetrieben werden. Dieser Antrieb erfolgt entweder durch einen separaten oder den bereits vorhandenen Elektromotor über Zahnriemen und elektromagnetisch ein- und ausschaltbare Kupplungen für den Hub und das Reversieren des Schnittgutwagens. Es müssen also mehrere Schaltvorgänge durchgeführt werden, um die Maschine zu aktivieren, nämlich

    [0003] - Einschalten des Messermotors
    • Einstellen der Schnittstärke
    • Vorwahl der Antriebsart des Schnittgutwagens (entweder Dauerbetrieb oder Einzelzyklus)
    • Einschalten des Schnittgutwagenantriebs bzw. Einkuppeln des Antriebs


    [0004] Dazu befinden sich mehrere Schalter bzw. auch ein Drehknopf bedienerseitig auf dem Maschinengehäuse meist unterhalb der Bewegungsebene des Schnittgutwagens. Diese Schalter müssen von der geschulten Bedienungsperson identifiziert und zeitlich aufeinander folgend betätigt werden.

    [0005] Aus der gattungsgebender EP 1 022 102 A ist eine Schalteinheit zum Ein- und Ausschalten einer Schneidemaschine sowie eine Einstellvorrichtung für die Anschlagplatte der Schneidemaschine bekannt, die in einer Baugruppe als Handhabe zusammengefasst sind. Ein Auslösestift ist als Ein- und Ausschalter ausgebildet, der in die Schalteinheit hineingedrückt wird. Dies ist auch gegen Federkraft möglich, um einen Tastbetrieb zu realisieren. Die Praxis hat gezeigt, dass ein Drehvorgang und ein Eindrücken eines Tasters aus ergonomischen Gründen nicht optimal ist.

    Offenbarung der Erfindung


    Technische Aufgabe



    [0006] Die Erfindung zielt darauf ab, die Bedienung einer Maschine der eingangs beschriebenen Art zu vereinfachen und wesentlich sicherer zu gestalten.

    Technische Lösung



    [0007] Dies wird bei einer Aufschnittschneidemaschine der eingangs beschriebenen Art dadurch erreicht, dass der Schalter einen an den Drehknopf auf gleicher geometrischer Achse anschließenden Drehring aufweist, der gegen Federkraft aus einer Grundstellung bis zu einem Anschlag winkelverdrehbar ist. Somit kann mit einem Griff der Hand die Schnittstärke vorgewählt werden und durch Übergreifen des Drehknopfes mit der gewählten Schnittstärke der Drehring z.B. in die Richtung für einzelne Schneidezyklen gedreht und dort so lange gehalten werden, bis die gewünschte Anzahl von Schneidezyklen bzw. die Anzahl der Scheiben erreicht ist. Lässt man den Drehring los, dann springt er in die Nullstellung zurück und der Schnittgutwagen bleibt am Ende des laufenden Schneidezyklus stehen. Dadurch ergibt sich ein Sicherheitseffekt, denn immer dann, wenn man den Steuerkopf mit Drehknopf und Drehring loslässt, kommt die Maschine zum Stillstand.

    [0008] Der Messermotor kann gleichzeitig mit der Schnittstärkevorwahl bei Wegdrehen aus der Nullstellung (Anschlagplatte liegt in der Messerebene) aktiviert werden. Der Schalter des Messermotors kann aber auch mit dem Drehring kombiniert werden, sodass das Messer erst anläuft, sobald ein Steuerbefehl an den Antrieb für den Schnittgutwagen erfolgt.

    [0009] Es ist zweckmäßig, wenn der Drehring aus der Grundstellung in zwei Drehrichtungen gegen Schaltstücke von Schaltern verdrehbar ist und der Drehring zumindest in der einen Drehrichtung selbstrückstellend ist und den Schneidevorgang nach Loslassen des verdrehten Drehringes mit der Beendigung des laufenden Schneidezyklus unterbricht und in der anderen Drehrichtung nach einem vorgegebenen Drehwinkel in einer Schaltstellung des Schalters einrastet, in der der Schnittgutwagen im Dauerbetrieb arbeitet bzw. die Programmsteuerung den Schneidevorgang nach einer eingestellten Scheibenzahl beendet. Die Stellung für Dauerbetrieb kann also bedeuten, dass eine Wurst zur Gänze aufgeschnitten wird, oder aber bei programmgesteuerten Maschinen mit Ablegesystem das Abarbeiten des gewählten Programms bis zu seinem Ende. Ein typisches Ablegesystem verfügt über Förderketten mit Spikes, die das abgeschnittene Schnittgutblatt vom Messer nehmen und infolge ihres programmgesteuerten Antriebs bis in eine variable Position fördern, in der die Blätter von den Ketten durch einen Schläger auf das Ablagetablett geworfen werden.

    [0010] Eine alternative Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass der Drehknopf zusätzlich zur Verdrehbarkeit aus einer Grundstellung gegen Federkraft in axialer Richtung verschiebbar ist und als Tastschalter am Ende des axialen Verschiebungsweges gegen Schaltstücke zur Aktivierung der Schneidezyklen aufläuft. Die Funktion des oben beschriebenen Drehringes als selbstrückstellender Tastschalter übernimmt der Drehknopf, den man herausziehen oder hineindrücken kann, um den Schnittgutwagen zu aktivieren. Dabei ist es zweckmäßig, wenn der Drehknopf in axialer Richtung von einer Grundstellung ausgehend sowohl einschiebbar als auch herausziehbar ausgebildet ist, wobei in der einen Richtung eine rückstellende Feder und in der anderen Richtung am Ende des Verschiebungsweges eine Rasteinrichtung, z.B. eine Kugelraste, gegenüber einer Ausnehmung vorgesehen ist. Die eine Stellung muss gegen Federkraft festgehalten werden, damit der Schnittgutwagen in Bewegung bleibt. Die andere Stellung entspricht dem Dauerbetrieb bzw. dem Abarbeiten eines vorgegebenen Programms (Blattzahl allenfalls in Verbindung mit einem Ablegebild).

    [0011] Um den einhandbetätigbaren Steuerkopf, mit dem alle wesentlichen Funktionen einer Maschine auf einem Griff geschaltet werden können, aus dem unmittelbaren Aktionsbereich des Schnittgutwagens zu rücken, kann der Steuerkopf auf dem stirnseitigen freien Ende einer zylindrischen bzw. kegelstumpfförmigen Konsole vorgesehen sein.

    [0012] Maschinen, bei welchen kein Ablegesystem vorhanden ist und die geschnittenen Scheiben von Hand vom Messer abgenommen und auf das Ablegetablett gelegt werden, lassen es zweckmäßig erscheinen, die Geschwindigkeit eines Schneidezyklus auf die Geschwindigkeit des händischen Ablegens einzustellen und zu synchronisieren. Dazu kann auf den Steuerkopf bzw. auf der Konsole ein Stellschalter, z.B. ein Schiebeschalter oder ein Einstellrad, zur Vorwahl einer Hubgeschwindigkeit für den Schnittgutwagen bzw. für die Länge eines Zeitintervalls am Ende eines jeden Schneidezyklus vorgesehen sein. den man herausziehen oder hineindrücken kann, um den Schnittgutwagen zu aktivieren. Dabei ist es zweckmäßig, wenn der Drehknopf in axialer Richtung von einer Grundstellung ausgehend sowohl einschiebbar als auch herausziehbar ausgebildet ist, wobei in der einen Richtung eine rückstellende Feder und in der anderen Richtung am Ende des Verschiebungsweges eine Rasteinrichtung, z.B. eine Kugelraste, gegenüber einer Ausnehmung vorgesehen ist. Die eine Stellung muss gegen Federkraft festgehalten werden, damit der Schnittgutwagen in Bewegung bleibt. Die andere Stellung entspricht dem Dauerbetrieb bzw. dem Abarbeiten eines vorgegebenen Programms (Blattzahl allenfalls in Verbindung mit einem Ablegebild).

    [0013] [0010] Um den einhandbetätigbaren Steuerkopf, mit dem alle wesentlichen Funktionen einer Maschine auf einem Griff geschaltet werden können, aus dem unmittelbaren Aktionsbereich des Schnittgutwagens zu rücken, ist es zweckmäßig, wenn der Steuerkopf auf dem stimseitigen freien Ende einer zylindrischen bzw. kegelstumpfförmigen Konsole vorgesehen ist.

    [0014] [0011] Maschinen, bei welchen kein Ablegesystem vorhanden ist und die geschnittenen Scheiben von Hand vom Messer abgenommen und auf das Ablegetablett gelegt werden, lassen es zweckmäßig erscheinen, die Geschwindigkeit eines Schneidezyklus auf die Geschwindigkeit des händischen Ablegens einzustellen und zu synchronisieren. Dies wird dadurch erreicht, dass auf den Steuerkopf bzw. auf der Konsole ein Stellschalter, z.B. ein Schiebeschalter oder ein Einstellrad, zur Vorwahl einer Hubgeschwindigkeit für den Schnittgutwagen bzw. für die Länge eines Zeitintervalls am Ende eines jeden Schneidezyklus vorgesehen ist.

    Kurze Beschreibung der Zeichnungen



    [0015] [0012] Ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Aufschnittschneidemaschine ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt.

    [0016] Fig. 1 zeigt eine Aufschnittschneidemaschine mit den im Zusammenhang mit der Erfindung wesentlichen Bauteilen, Fig. 2 einen Steuerkopf mit Konsole in Ansicht von oben, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2 und die Fig. 4 und 5 zwei unterschiedliche Betriebsstellungen nach Fig. 3.

    Eine mögliche Ausführungsform der Erfindung



    [0017] Eine Aufschnittschneidemaschine verfügt über ein Maschinengehäuse 1, auf dem ein Schnittgutwagen 2, von der dargestellten Grundstellung ausgehend, eine Hubbewegung gegen ein Kreismesser 3 (Schnitt) und eine Reversierbewegung in die Grundstellung als Schneidezyklus ausführt. Der Antrieb des Schnittgutwagens erfolgt durch einen Elektromotor über einen Kurbeltrieb oder wie hier beim Ausführungsbeispiel durch einen Messermotor 4, der neben dem Kreismesser 3 noch zwei durch ein Steuergerät elektromagnetisch ansteuerbare Kupplungen 5, 6 über Zahnriemen antreibt. Ein abtreibendes Zahnrad der Kupplung 5 ist hier symbolisch mit einem gekreuzten Zahnriemen verbunden, der schließlich einen Zahnriemen 7 treibt. Ein abtreibendes Zahnrad der Kupplung 6 treibt ungekreuzt den Zahnriemen 7. Je nachdem, welche der Kupplungen 5 oder 6 durch das Steuergerät aktiviert ist, erfolgt ein Hub des Schnittgutwagens 2 oder ein Reversieren desselben, da der Zahnriemen 7 an den Schnittgutwagen 2 angeschlossen ist.

    [0018] Auf dem Schnittgutwagen 2 ist ein Schnittguthalter 8 vorgesehen, der über eine Vorschubeinrichtung 9 verfügt. Diese schiebt das Schnittgut 10 in Richtung auf eine Anschlagplatte 11.

    [0019] Ein Steuerkopf 12 ist auf einer Konsole 13 am Maschinengehäuse 1, vorgerückt aus dem Aktionsbereich des Schnittgutwagens 2, angeordnet. Der Steuerkopf 12 umfasst einen Drehknopf 14 zum Einschalten des Messermotors 4 und zur Einstellung der Schnittstärke, z.B. durch mechanisches oder elektrisches Zurückfahren der Anschlagplatte 11 aus der Ebene des Kreismessers 3. Etwas versetzt zu dem Drehknopf 14 ist ein Drehring 15 auf dem Steuerkopf 12 angeordnet, der aus einer Grundstellung gegen Federkraft um einen Drehwinkel in eine Taststellung nach rechts (H) und in eine Raststellung nach links (A) gedreht werden kann. Der Drehring 15 aktiviert beim Rechtsdrehen (Handbetrieb) einen Schneidezyklus über das Steuergerät und die Kupplungen 5 und 6. Solange der Drehring 15 in dieser Drehstellung (H) gehalten wird, folgt ein Schneidezyklus auf den anderen. Beim Loslassen springt der Drehring 15 zurück und die Maschine bleibt am Ende des laufenden Schneidezyklus stehen. Die Fig. 2 zeigt den Steuerkopf 12 von oben und die Fig. 3 einen Schnitt durch die Drehringebene (III-III in Fig. 2). Ein Schalter 16 (Fig. 3) gibt den Steuerbefehl, wenn er geschlossen ist, wie Fig. 5 zeigt.

    [0020] Die Rechtsdrehung (H) erfolgt gegen eine rückstellende Federkraft. Dazu ist eine mit dem Drehring 15 verbundene Drehachse 17 abgeflacht, und auf die Flachseiten drücken beiderseits Blattfedern 18 (Fig. 3). Nimmt die Drehachse 17 eine Winkelstellung ein (Fig. 5), dann erfolgt eine Krafteinwirkung auf die diametralen Enden der Abflachung der Drehachse 17 im Sinne eines rückstellenden Drehmomentes. Fig. 4 zeigt, dass bei Drehung in die Gegenrichtung (Linksdrehung) die Abflachungen der Drehachse 17 abgeschrägt sind, sodass die Rückstellkraft bzw. das Rückstellmoment durch die Blattfedern 18 geringer ist, als bei der Ausführung nach Fig. 5.

    [0021] Bei einer Linksdrehung des Drehringes 15 in die Position A rastet ein Federkontakt 19 in eine Ausnehmung 20 und schließt einen Stromkreis zu dem nicht näher bezeichneten Steuergerät, das den Antrieb für den Schnittgutwagen 2 in Dauerbetrieb versetzt. Die Kupplungen 5 und 6 werden dann jeweils bei Erreichen einer Endlage des Schnittgutwagens 2 durch Mikroschalter (Reedkontakte, Hallelemente) umgeschaltet, sodass auf jeden Hub ein Reversieren und unverzüglich (oder nach einem einstellbaren Zeitintervall) der nächste Hub erfolgt. Die Maschine arbeitet in dieser eingerasteten Drehlage des Drehringes 15 im Dauerbetrieb bzw. Automatikbetrieb (A). In Fig. 1 sind die Mikroschalter sowie die Komponenten des Steuergerätes angedeutet.

    [0022] Wenn ein Ablegesystem zur Erfassung jeder geschnittenen Scheibe und zur Positionierung auf einem Ablegetablett vorgesehen ist, mit dem über eine Programmsteuerung ein Ablegebild eingegeben werden kann (z.B. 5 Scheiben in einer Zeile und 3 Zeilen parallel zueinander überlappend aufgelegt), dann wird bei Auswahl des Programms und Linksdrehen des Drehringes 15 dieses komplette Programm abgearbeitet. Im gewählten Beispiel werden also 15 Schneidezyklen im Automatikbetrieb unmittelbar nacheinander durchgeführt, bis die Maschine wieder abschaltet. Dieses Abschalten erfolgt durch elektromagnetisches Zurückziehen des Federkontaktes 19, sodass die Blattfedern 18 auf der Drehachse 17 zur Wirkung kommen und den Drehring 15 aus der Position gemäß Fig. 4 in die Position gemäß Fig. 3 selbsttätig zurückdrehen.

    [0023] In Fig. 2 ist noch ein durch den Daumen betätigbares Einstellrad 21 dargestellt. Mit Hilfe dieses Einstellrades 21 kann ein Zeitintervall, insbesondere mit frei wählbarer Länge, nach jedem Reversieren des Schnittgutwagens 2 vor dem nächsten Hub ein- bzw. zwischengeschaltet werden. Dies kann bei Maschinen ohne Ablegesystem von Vorteil sein, wenn die Bedienungsperson mit der rechten Hand den Drehring 15 in der rechten Drehlage (H) hält und mit der linken Hand die abgeschnittenen Scheiben vom Messer abnimmt und auf das Ablegetablett auflegt. Die Abfolge der einzelnen Schneidezyklen kann mit dem Einstellrad 21 zeitlich so justiert werden, dass nach jedem einzelnen händischen Ablegen das nächste Blatt genau dann geschnitten wird, wenn die Bedienungsperson zur Abnahme desselben vom Kreismesser 3 bereit ist. Während im Dauerbetrieb bzw. beim einfachen Schneiden ohne Ablegevorgang höchste Geschwindigkeiten für Hub und Reversieren bei unterbrechungsloser Aneinanderreihung der Schneidezyklen möglich und sinnvoll sind, kann diese Maschine für den individuellen Handbetrieb auf eine Bedienungsperson so synchronisiert werden, dass ein optimales händisches Ablegen parallel zum Schneidevorgang ermöglicht wird.

    [0024] Alle diese Steuerfunktionen sind im Steuerkopf 12 bzw. in der Konsole 13 so zusammengefasst, dass bloß ein Griff mit der rechten oder linken Hand erforderlich ist, um die Maschine genau nach den Wünschen des Kunden zu steuern.


    Ansprüche

    1. Aufschnittschneidemaschine für Wurst, Käse od. dgl. mit einem von einem Messermotor angetriebenen Kreismesser (3), einer verstellbaren Anschlagplatte (11) und mit einem die Hub- und Reversierbewegungen der Zyklen eines Schneidevorganges ausführenden elektromotorisch verfahrbaren Schnittgutwagen, der eine Spann- und Vorschubeinrichtung aufweist sowie vorzugsweise mit einer Programmsteuerung zur Ansteuerung einer Anzahl von Schneidezyklen und zur Aktivierung eines allfälligen Ablegesystems, wobei ein Drehknopf zur Schnittstärkeeinstellung und ein Schalter zum Ein- und Ausschalten eines Antriebs oder einer Kupplung für den Schnittgutwagen in einem einhandbetätigbaren Steuerkopf (12) zusammengefasst sind und der Schalter als ein gegen Federkraft rückstellender Tastschalter ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter einen an den Drehknopf (14) auf gleicher geometrischer Achse anschließenden Drehringes (15) aufweist, der gegen Federkraft aus einer Grundstellung bis zu einem Anschlag winkelverdrehbar ist.
     
    2. Aufschnittschneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehring (15) aus der Grundstellung in zwei Drehrichtungen gegen Schaltstücke von Schaltern (16, 19) verdrehbar ist und der Drehring (15) zumindest in der einen Drehrichtung selbstrückstellend ist und den Schneidevorgang nach Loslassen des verdrehten Drehringes mit der Beendigung des laufenden Schneidezyklus unterbricht und in der anderen Drehrichtung nach einem vorgegebenen Drehwinkel in einer Schaltstellung des Schalters (19) einrastet, in der der Schnittgutwagen (2) im Dauerbetrieb arbeitet bzw. die Programmsteuerung den Schneidevorgang nach einer eingestellten Scheibenzahl beendet.
     
    3. Aufschnittschneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehknopf (14) zusätzlich zur Verdrehbarkeit aus einer Grundstellung gegen Federkraft in axialer Richtung verschiebbar ist und als Tastschalter am Ende des axialen Verschiebungsweges gegen Schaltstücke zur Aktivierung der Schneidezyklen aufläuft.
     
    4. Aufschnittschneidemaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehknopf (14) in axialer Richtung von einer Grundstellung ausgehend sowohl einschiebbar als auch herausziehbar ausgebildet ist, wobei in der einen Richtung eine rückstellende Feder und in der anderen Richtung am Ende des Verschiebungsweges eine Rasteinrichtung, z.B. eine Kugelraste, gegenüber einer Ausnehmung vorgesehen ist.
     


    Claims

    1. Slicer for sausage, cheese or the like comprising a circular blade (3) driven by a blade motor, an adjustable stop plate (11) and a sliced product carriage, which can be moved by an electric motor and carries out the lifting and reciprocating movements of the cycles of a cutting process and which has a clamping and feed device, and preferably also comprising a programme controller to activate a number of cutting cycles and to activate a possible depositing system, wherein a turning knob to adjust the cutting thickness and a switch for switching a drive or a coupling on and off for the sliced product carriage are combined in a control head (12) which can be operated with one hand and the switch is configured as a push button which resets against a spring force, characterised in that the switch has a turning ring (15) adjoining the turning knob (14) on the same geometric axis, which can be turned at an angle against a spring force from a base position up to a stop.
     
    2. Slicer according to claim 1, characterised in that the turning ring (15) can be turned from the base position in two directions of rotation against contact members of switches (16, 19) and the turning ring (15) is automatically re-setting at least in one direction of rotation and interrupts the cutting process after releasing the turned turning ring at the ending of the running cutting cycle and, in the other direction of rotation, latches, after a predetermined angle of rotation, in a switching position of the switch (19), in which the sliced product carriage (2) works in continuous operation or the programme controller ends the cutting process after a set number of slices.
     
    3. Slicer according to claim 1, characterised in that the turning knob (14) in addition to being rotatable, can be displaced from a base position against a spring force in the axial direction and runs, as a push button, at the end of the axial displacement path against contact members to activate the cutting cycles.
     
    4. Slicer according to claim 3, characterised in that the turning knob (14) is configured so that it may be both pushed in and pulled out in the axial direction starting from a base position, wherein a resetting spring is provided in one direction and, in the other direction, at the end of the displacement path, a latching device, for example a ball catch, is provided opposite a recess.
     


    Revendications

    1. Trancheuse pour la charcuterie, le fromage ou similaires, avec une lame circulaire (3) commandée par un moteur couteau, une plaque réglable de butée (11) et avec un chariot de produit à trancher déplaçable de façon électromotrice, exécutant les mouvements de course et de va-et-vient des cycles d'un processus de coupe, et qui présente un dispositif de tension et d'avance, et, de préférence, avec une commande à programme pour la commande d'une série de cycles de coupe et pour l'activation d'un éventuel système de dépose, dans laquelle un bouton tournant pour le réglage de l'épaisseur de coupe, et un interrupteur pour allumer et éteindre un mécanisme d'actionnement ou un embrayage pour le chariot de produit à trancher, sont regroupés dans une tête de commande (12) pouvant être actionnée d'une main, et l'interrupteur est réalisé sous la forme d'un poussoir revenant à l'état initial par la force d'un ressort, caractérisée en ce que l'interrupteur présente un anneau tournant (15) adjacent sur un même axe géométrique au niveau du bouton tournant (14), qui est susceptible de rotation angulaire à partir d'une position initiale jusqu'à une butée, en s'opposant à la force d'un ressort.
     
    2. Trancheuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'anneau tournant (15) est susceptible de rotation à partir de la position initiale dans deux sens de rotation contre des pièces de contact d'interrupteurs (16, 19), et l'anneau tournant (15) est à retour automatique au moins dans un sens de rotation, et interrompt le processus de coupe après libération de l'anneau tournant tourné avec l'achèvement du cycle courant de coupe, et s'enclenche dans l'autre sens de rotation après un angle prédéfini de rotation dans une position de contact de l'interrupteur (19), dans laquelle le chariot de produit à trancher (2) fonctionne en fonctionnement normal, ou la commande à programme termine le processus de coupe après un nombre déterminé de coupes.
     
    3. Trancheuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que le bouton tournant (14) est déplaçable, en plus de la faculté de rotation, à partir d'une position initiale, en s'opposant à la force d'un ressort, dans une direction axiale, et bute en tant que poussoir, à l'extrémité du chemin axial de déplacement, contre des pièces de contact pour l'activation du cycle de coupe.
     
    4. Trancheuse selon la revendication 3, caractérisée en ce que le bouton tournant (14) est réalisé aussi bien enfichable qu'extractible en direction axiale à partir d'une position initiale, et dans laquelle on a prévu, dans une direction, un ressort revenant à l'état initial et, dans l'autre direction, à l'extrémité du chemin de déplacement, un dispositif d'encliquetage, par exemple une butée à billes, face à un évidement.
     




    Zeichnung