[0001] Die Erfindung betrifft eine Haarschneidemaschine nach der Gattung des Oberbegriffs
des Anspruchs 1.
[0002] Eine die Gattung bildende Haarschneidemaschine ist beispielsweise aus der
DE 43 17 530 bekannt. Hierbei handelt es sich um eine Haarschneidemaschine mit einem Gehäuse und
einem Schneidkopf, der mit einer ortsfesten gezahnten Klinge und einer quer zur Längsachse
des Gehäuses hin- und herschwingenden, gezahnten Klinge versehen ist. Eine der beiden
Klingen ist in Richtung der Längsachse des Gehäuses vor und zurück verstellbar geführt.
Mit einer derartigen Haarschneidemaschine ist es möglich, die Schnittlänge der Haare
einzustellen. Hierbei weist der Schneidkopf eine Schnittebene zur Längsachse des Gehäuses
einen negativen Neigungswinkel oberhalb der Längsachse auf. Hierdurch wird bei normaler
Haltung der Haarschneidemaschine eine im wesentlichen zur Kopfhaut paralleler Anordnung
der stationären Klinge erreicht, welche sich negativ auf das Schnittergebnis auswirkt.
[0004] Die besten Schnittergebnisse können im allgemeinen mit einer Schere erzielt werden,
allerdings erfordert ein Scherenschnitt ein höchstes handwerkliches Können mit einem
hohen Zeitaufwand. Mit dem Scherenschnitt lassen sich besonders harmonische Übergänge
im Nacken und Seitenbereich erreichen. Da ein Scherenschnitt aus vielen einzelnen
linienförmigen Schnitten besteht, wird ein optischer Effekt erzielt, der als weicher
Haarschnitt bezeichnet wird. Bei einem Haarschnitt mit einer Haarschneidemaschine
hingegen werden viele einzelne,längliche, stumpfe Schnittflächen erzeugt, wodurch
ein Treppeneffekt entsteht, der mit einer Effilierschere zeitaufwändig nachbearbeitet
werden muss, um diesen Treppeneffekt optisch vertretbar auszugleichen. Aber auch durch
diese Maßnahmen ist dieses Ergebnis von einem klassischen Scherenschnitt weit entfernt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine gattungsgleiche Haarschneidemaschine
zu schaffen, die ein Schneideergebnis am Kopfhaar derart verbessert, dass es einem
klassischen Scherenschnitt gleicht. Außerdem soll die Haarschneidemaschine aus ergonomischer
Sicht für den Anwender ohne Eine andere bekannte Haarschneidemaschine, die allerdings
zur Haarentfernung auf einen Hautstüch als Vorbereitung eines operativen Eingriffs
vorgesehen ist, ist die
US 4, 700, 476. Darin wird jedoch weder eine Annährung an den Scherenschnitt noch eine bestimmte
positive Winheleinstellung der Schneidebene vorgeschlagen. Handhabungsänderung und
dadurch in der gewohnt bequemen Handhabung benutzt werden können.
[0006] Diese Aufgabe wird nach den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Dadurch, dass bei der Haarschneidemaschine in der Gebrauchslage des Griffes die Schnittebene
in bezug auf die Längsachse des Griffes mit einem positiven Neigungswinkel (α) von
5° bei 35° nach unten geneigt ist, wobei die schwingbare Klinge oberhalb der stationären
Klinge angeordnet ist, ist die schwingbare Klinge auf dem Scherkopf der Haarschneidemaschine
so eingerichtet, dass die schwingende Klinge mit ca. 25 bis 50 Schwingungen pro Sekunde
einen Rütteleffekt zum kontinuierlichen Einführen von Haaren in die feste Klinge erzielt,
wodurch ein feines und dichtes Effilieren von Haar erzielt wird. Dieser Rütteleffekt
durch die schwingende Klinge ist ein zusätzliches Merkmal und wichtiger Bestandteil,
um mit einer Haarschneidemaschine ein Schneideergebnis zu erreichen, was einem Scherenschnitt
gleicht.
[0008] Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Haarschneidemaschine ist, dass sich maschinell
ein Haarschnitt erzielen lässt, der einen ähnlichen optischen Effekt wie der klassische
Scherenschnitt hat, ohne dass die Gefahr der Verletzung der Kopfhaut besteht. Ein
weiterer wesentlicher Vorteil ist, dass ein Kopfhaarschnitt mit dieser Haarschneidemaschine
in wesentlich kürzerer Zeit zu erzielen ist als ein klassischer Scherenschnitt, wodurch
sich auch wirtschaftliche Vorteile ergeben.
[0009] Die Haarschneidemaschine weist folgende Vorteile auf:
- Mögliches Schneiden von Kahlstellen und "Löchern" wird weitestgehend gemindert.
- Ergonomische Handhabung.
- Geringere Arbeitszeit gegenüber eines Scherenschnitts.
- Gute Sicht beim Arbeiten auf die Schneide und sichere Schneidhaltung.
- Einfaches Konturenschneiden, ohne die Haarschneidemaschine umdrehen zu müssen.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren dargestellt und wird im
Folgenden näher beschrieben.
[0011] Es zeigt:
Fig. 1 bis 3 eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung der Schnitttechnik des
klassischen Scherenschnitts (Stand der Technik);
Fig. 4 und 4a eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung der Schnitttechnik
eines Haarschnitts mit den bekannten Haarschneidemaschinen (Stand der Technik);
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht der Haarschneidemaschine;
Fig. 6 eine Schnittansicht der Haarschneidemaschine mit Scherkopf;
Fig. 7 eine schematische Ansicht zur Darstellung des Winkels der Schnittebene in bezug
auf die Längsachse;
Fig. 8 eine schematische Ansicht der Positionierung der Haarschneidemaschine in bezug
auf die Kopfhaut;
Fig. 9 die Führung der Haarschneidemaschine;
Fig. 9 a das Schnittergebnis mit der besonderen Schnitttechnik;
Fig. 10 eine schematische Darstellung des Positivwinkels der Haarschneidemaschine
im Verhältnis zur Schnittfläche;
Fig. 11 eine schematische Darstellung des Negativwinkels der Haarschneidemaschine
in bezug auf die Schnittfläche;
Fig. 12 eine schematische Darstellung eines Scherkopfes, der durch die steile Haltung
der Schnittebene zur Schnittfläche das Schnittergebnis der Effilation darstellt;
Fig. 13 eine schematische Darstellung eines Scherkopfes der durch die flache Haltung
der Schnittebene zur Schnittfläche das stumpfe Ergebnis darstellt;
Fig. 14 eine perspektivische Darstellung des Scherkopfes mit seinen Einzelteilen inkl.
Motor und Antriebswelle;
Fig. 15 eine schematische Darstellung von Antriebswelle, stationärer Klinge und schwingbarer
Klinge in der Seitenansicht, und
Fig. 16 eine Darstellung des zusammengefügten Scherblattes, in dem zu sehen ist, dass
der Metallstift durch das stationäre Scherblatt geführt ist und danach in einer Ausbuchtung
des schwingbaren Scherblattes ragt.
[0012] Die Figuren 1 bis 3 verdeutlichen eine Schnitttechnik mit einer Schere 51. Fig. 1
zeigt, dass die mit der Schere 51 abgeschnittenen Haare 32 eine unterschiedliche Länge
haben. Dies ist damit zu erklären, dass jeweils mehrere Haare 32 an einem Punkt, d.h.
der Schnittstelle 30 gleichzeitig horizontal abgeschnitten werden. Da die Haare 32
oberhalb und unterhalb der Schnittstelle 30 einen längeren Weg zur Schnittestelle
30 haben als das Haar 31 von der Schnittstelle 30, bleiben die Haare 32 länger als
das Haar 31 von der Schnittstelle 30. Dies ist in der Fig. 2 deutlich als gebogene
Schnittstelle 33 zu erkennen, in der die Haare 32 von der Kopfhaut 26 gleichmäßig
weggezogen sind. Infolge der Aneinanderreihung einer Vielzahl von Schnitten 34 entsteht
eine weiche Schnittfläche mit kleinen Abstufungen 35, so dass der Haarschnitt als
weich bezeichnet werden kann (Fig. 3).
[0013] Demgegenüber erzeugt ein Haarschnitt mit der Haarschneidemaschine nach der
DE4317530 einen stumpfen Abschnitt. Da die Haare 32 von einer stationären Klinge 18 parallel
zur Schnittfläche 36 erfasst und stumpf abgeschnitten werden.
[0014] Beim Gestalten eines Haarschnittes sind die kürzeren Nacken- und Seitenhaare schneidtechnisch
am schwierigsten zu bearbeiten. Hier wird ein harmonischer Verlauf zwischen dem Nackenansatz
(Haarlänge 0 %) und den darüberliegenden längeren Haaren (Haarlänge 100 %) angestrebt.
Die entstehende Schnittfläche verläuft schräg zur Kopfhaut und wird nachfolgend als
schräge Schnittfläche bezeichnet. Eine schräge Schnittfläche entsteht aber auch dann,
wenn kein Übergang geschnitten wird und die Haare im Nackenansatz zum Beispiel eine
Länge von 1 cm aufweisen, während die Haare am Oberkopf beispielsweise 10 cm lang
sind.
[0015] Die Fig. 4 und 4a verdeutlichen die Schnitttechnik mit einer konventionellen Haarschneidemaschine
52. Die Haarschneidemaschine 52 wird in einer Richtung 37 entlang der gewünschten
Schnittfläche 36 von 0 bis 100% der gewünschten Haarlänge L geführt. Dadurch entsteht
eine harte und stumpfe Schnittfläche 36 ohne kleine Abstufungen, wodurch der Haarschnitt
unharmonisch wirkt.
[0016] Die Führung der Haarschneidemaschine 52 ist insbesondere im Nackenbereich dann besonders
schwierig, wenn sich ein Schneidekamm 53 nicht mehr unterlegen lässt. Um hier Schnitthilfe
zu geben, werden oft Schneideaufsätze benutzt, mit denen aber eine schräge Schnittfläche
36 nicht entstehen kann. Vielmehr werden alle Haare auf der gleichen Länge abgeschnitten.
Diese Schneideaufsätze dienen lediglich dazu, unerwünschte Stufen und Kahlstellen
zu vermeiden.
[0017] Die Haarschneidemaschine 10 nach den Fig. 5 und 6 umfasst einen einen elektromotorischen
Antrieb aufnehmenden Griff 12 mit einer Ober- und Unterseite 12a, 12b und einen am
vorderen Griffende 14 angeordneten Scherkopf 16, wobei die schwingbare Klinge 20 oberhalb
der stationären Klinge 18 angeordnet ist. Mit der Positivwinkel-Haarschneidemaschine
10 ist bei üblicher flacher Handhabung der Haarschneidemaschine 10 der Winkel (das
Verhältnis der Kopfhaut 26 oder Schnittfläche 28 zur Schnittebene 22) steiler als
bei konventionellen Haarschneidemaschinen 52, was das Ergebnis speziell beim Übergangsschneiden
verbessert und durch eine geringere Fehlerquote ein schnelleres Arbeiten ermöglicht.
[0018] Fig. 7 zeigt die Winkelbeziehung zwischen der Schnittebene 22 der beiden Klingen
18,20 und der Längsachse 24 der Haarschneidemaschine 10, wobei der Winkel Alpha 5
bis 35 Grad beträgt. In der Praxis hat sich ein optimaler Winkel Alpha von ungefähr
30 Grad bewährt. Die Schnittebene 22 der Haarschneidemaschine 10 ist bezüglich deren
Längsachse 24 nach unten U geneigt. Da die schwingbare Klinge 20 oberhalb der stationären
Klinge 18 (Fig. 6) der Haarschneidemaschine 10 angeordnet ist, ist bei einem Exzenter-Antrieb
54 ein Metallstift 43 (Fig. 15) vorgesehen, der mit einer Exzenterwelle 42 und einer
Antriebswelle 41 verbunden ist, wobei dieser Metallstift 43 durch die untere stationäre
Klinge 18 über eine Öffnung 44 geführt ist, um die obere schwingbare Klinge 20 über
eine Ausbuchtung 45 antreiben zu können.
[0019] Fig. 8 zeigt die Führung der Haarschneidemaschine 10 zur Herstellung eines Übergangs
von 0 bis 100% der gewünschten Haarlänge L. Die schräge Schnittfläche ist mit der
Bezugsziffer 28 bezeichnet.
[0020] Die Fig. 9 und 9a verdeutlichen die besondere Schnitttechnik mit der Haarschneidemaschine
10, die von Schnittstellen 39 weg entlang bogenförmiger Bahnen 38 geführt wird. Das
Schnittergebnis zeigt Fig. 9a. Es wird ein dem klassischen Scherenschnitt ähnliches
Schnittergebnis erzielt, das sich mit den kleinen Abstufungen 35 durch eine weiche
Schnittfläche auszeichnet.
[0021] Der Unterschied zwischen einer Haarschneidemaschine 52 (Fig. 11) mit negativem Winkel
47 zur Schnittfläche 36 - wie er allgemein bekannt ist - und einer Haarschneidemaschine
10 (Fig. 10) mit positivem Winkel 48 ist am besten dadurch zu erkennen, wenn man die
Längsachse 24 senkrecht aufstellt. Befindet sich die schwingbare Klinge 20 auf der
nach unten geneigten Seite des Scherkopfes 16, so ist es ein negativer Winkel 47,
da sich bei der Anwendung der Haarschneidemaschine 52die Auswirkungen durch diesen
negativen Winkel dadurch bemerkbar machen, dass sich dadurch ein fast zwangsweiser
paralleler Verlauf der Schnittebene 22 zur Schnittfläche 36 ergibt, da bei einem parallelen
Verlauf der Schnittebene 22 zur Schnittfläche 36 die stationäre Klinge 18 die Haare
stumpf erfasst, fixiert und dadurch hart bzw. glatt in einer Fläche abgeschnitten
werden. Befindet sich die bewegliche Klinge 20 oberhalb der stationären Klinge 18,
so handelt es sich um einen positiven Winkel (Fig. 10) mit all den positiv beschriebenen
Vorteilen, wie zum Beispiel der Rütteleffekt (Fig. 12), bei dem beim Schneiden durch
eine Haarschneidemaschine 10 mit positivem Winkel das Haar 32 einen scherenschnittähnlichen
Effekt durch eine minimale Effilation 40 erhält.
[0022] Der Erfinder hat in überraschender Weise festgestellt, dass die Schneideergebnisse
erheblich besser sind, je steiler der Scherkopf der Haarschneidemaschine, d.h. die
Schnittebene 22 in Richtung zur Kopfhaut gerichtet ist, da dadurch das Haar nicht
stumpf erfasst und abgeschnitten wird, sondern durch das schnelle Hin- und Herbewegen
der schwingenden Klinge 20 das Haar erst gerüttelt (Fig. 12) wird, wenn es in Schnittrichtung
37 geführt wird. Erst nach dem Rütteln erfasst die stationäre Klinge 18 das unterschiedlich
hineinfallende Haar, fixiert es und es wird dabei abgeschnitten. Durch dieses Rütteln
wird die Schnittfläche 34 sauber, aber nicht stumpf abgeschnitten und sie erhält dabei
eine minimale Effilation 40, was dem Scherenschnitteffekt nahe kommt.
[0023] Um einen positiven Winkel mit einer Haarschneidemaschine zu erreichen, kann die Bedienungsperson
eine konventionelle Haarschneidemaschine zwar um 180 Grad um die Längsachse drehen,
hierbei entsteht aber nicht der Rütteleffekt, da die stationäre Klinge das Haar zuerst
erfasst und es fixiert, so dass keine Effilation entstehen kann. Ebenfalls besteht
eine Verletzungsgefahr der Kopfhaut, da die schwingende Klinge in dieser Lage zur
Kopfhaut gerichtet ist. Ferner werden die Haare nur schlecht erfasst und ungenügend
abgeschnitten.
[0024] Eine weitere Möglichkeit besteht in einer Drehung der Haarschneidemaschine um die
Querachse, um auf diese Weise eine steilere Ausrichtung der Schnittebene zur Kopfhaut
zu erreichen. Diese Haltung der Haarschneidemaschine erfordert von der Bedienungsperson
jedoch eine ergonomisch ungewohnte Haltung, die zu einer schnellen Ermüdung führt.
[0025] Bei der erfindungsgemäßen Haarschneidemaschine wird bei einer ergonomisch günstigen
Haltung für die Bedienungsperson ohne die Gefahr einer Verletzung ein ausgezeichnetes
Schneideergebnis erzielt.
[0026] Die Fig. 10 zeigt nun den Positivwinkel 48 der Haarschneidemaschine 10, bei einer
Anhebung 11 der Längsachse 24 von der Schnittfläche 34 weg, wobei der Scherkopf 16
seine Abstandsposition zur Schnittfläche 34 behält, richtet sich der Scherkopf 16
steiler zur Schnittfläche 34 auf. Durch die obenliegende schwingende Klinge 20 werden
die Haare 32 zuerst gerüttelt, bevor sie durch die Fixierung mit der stationären Klinge
18 festgehalten und abgeschnitten werden.
[0027] Die Fig. 11 zeigt den Negativwinkel 47 von Schnittebene 22 zur Schnittfläche 36.
Sobald der Anwender die Längsachse 24 anhebt 11, um Richtung Schnittfläche 36 zu schneiden,
entsteht automatisch eine Parallele, welche einen stumpfen und harten Schnitt 36 nach
sich zieht, weil sich die Haare in der stationäre Klinge 18 fixieren und nicht bewegen
können, wenn sie abgeschnitten werden. Ein Hineinfallen der Haare in die schwingende
Klinge 20 kann nicht erfolgen, da vorher die stationäre Klinge 18 die Haare erfasst
und fixiert.
[0028] Die Fig. 12, 12a zeigen eine schematische Darstellung von senkrecht fallenden Haaren
32, die von einem Scherkopf 16 mit schwingender Klinge 20 und stationärer Klinge 18
in Schnittrichtung 37 erfasst werden. Man kann deutlich erkennen, dass die Haare 32
zuerst in die schwingende Klinge 20 fallen. Der dabei entstehende Effilationsbereich
40 in der Schnittfläche 34 gibt dem Maschinenschnitt mit positivem Neigungswinkel
zur Schnittfläche 34 ein scherenschnittähnliches Aussehen, weil sie vor dem Abschneiden
gerüttelt werden und dadurch ungleich von der stationären Klinge 18 fixiert und erfasst
werden, bevor das Haar 32 abgeschnitten wird.
[0029] Der entscheidende Vorteil der erfindungsgemäßen Haarschneidemaschine 10 liegt in
der Erkenntnis des Erfinders, dass je flacher (paralleler) die Schnittebene 22 der
Haarschneidemaschine 10 zur Schnittfläche 34 ist, um so härter oder progressiver der
Haarschnitt ist. Dies entsteht dadurch, dass alle Haare 32 (Fig. 13), die zuerst durch
die feststehende, stationäre Klinge 18 fallen, von dieser fixiert werden und dadurch
stumpf 36 abgeschnitten werden. Wenn die Schnittebene 22 zur Schnittfläche 34 hingegen
steil ausgerichtet ist, wird der Haarschnitt weicher und somit harmonischer. Dies
ist darauf zurückzuführen, dass bei einem Winkel von 45 Grad zur Kopfhaut 26 die Haare
32 nicht so tief in die Klingen 20, 18 der Haarschneidemaschine 10 hineinfallen können.
Dadurch kann der Friseur durch mehrere kurze Bewegungen gezielter und besser erkennen,
ob die gewünschte Haarlänge L bereits erreicht wird. Die Haarschneidemaschine 10 hat
noch den Vorteil, dass die Haarschneidemaschine 10 beim Schneiden von der Kopfhaut
26 weggeführt 38 wird, ohne dass der Rütteleffekt verloren geht. Somit werden unschöne
Kahlstellen und Löcher sowie Schnittstufen vermieden, was auch für Berufsanfänger
von erheblicher Bedeutung sein dürfte.
[0030] Die Fig. 13, 13a zeigen eine schematische Darstellung, bei der das stumpfe Abschneiden
36 der Haare 32 zu sehen ist. Man sieht deutlich, dass die Haare 32 zuerst von der
stationären Klinge 18 fixiert werden, bevor sie von der schwingenden Klinge 20 abgeschnitten
werden. Hierdurch entsteht ein stumpfer harter Haarschnitt 36.
[0031] Die Fig. 14 zeigt in einer Explosionsdarstellung eine schwingbare und stationäre
Klinge 20,18 mit einem Exzenterantrieb 54. Von einem Elektromotor 49 wird eine Antriebswelle
41 angetrieben, auf der eine Exzenterwelle 42 angebracht ist. Auf der gegenüberliegenden
Seite der Exzenterwelle 42 ist außermittig ein Metallstift 43 befestigt. Dieser Metallstift
43 wird durch die Öffnung 44 in der stationären Klinge 18 geführt und in einen Mitnehmer
45 der schwingbaren Klinge 20 eingeführt. Die schwingbare Klinge 20 wird mit den Haltefedern
46 auf der stationären Klinge 18 beweglich durch eine Parallelogrammführung fixiert.
Durch die rotierende Bewegung des außermittig angebrachten Metallstiftes 43 bewegt
sich die schwingbare Klinge 20 hin und her, da ihr die Haltefeder 46 der beweglichen
Klinge genügend Spielraum lässt, um sich bewegen zu können. Der Scherkopf 16 wird
durch ein an sich bekanntes verschnappbares Verbindungssystem an dem Haarschneidemaschinengriff
12 befestigt. Diese Anordnung einer Parallelogrammführung mit einer Haltefeder 46
ist an sich bekannt durch die
EP0147134B1, die hiermit als vollständig geoffenbart gilt.
[0032] Fig. 15 zeigt eine Seitenansicht nach der Fig. 14.
[0033] Fig. 16 zeigt den zusammengesetzten Scherkopf 16, bei dem der Metallstift 43 durch
die Öffnung 44 in der stationären Klinge 18 in den Mitnehmer 45 der schwingbaren Klinge
20 eingeführt ist. Es kann aber auch umgekehrt der Mitnehmer 45 so verlängert sein,
dass er durch die Öffnung 44 geführt ist. Anstatt der Öffnung 44 kann auch eine nicht
dargestellte Ausnehmung vorgesehen werden. Je nach Zusammenspiel des Metallstifts
43 und des Mitnehmers 45 könnte auch auf eine Öffnung 44 bzw. Ausnehmung verzichtet
werden. Der Antrieb des Scherkopfes 16 der Haarschneidemaschine 10 mit positivem Winkel
zur Längsachse 24 erfolgt über eine Antriebswelle 41, welche durch einen Motor 49
in Bewegung gesetzt wird. Auf dieser Antriebswelle 41 steckt eine runde Exzenterwelle
42, auf der ein Metallstift 43 außermittig auf der gegenüberliegenden Seite dieser
Exzenterwelle 42 angebracht ist. Dieser Metallstift 43 bekommt, wenn der Motor 49
eingeschaltet ist, eine kreisende Bewegung. Um die schwingbare Klinge 20 antreiben
zu können, muss der Metallstift 43 durch eine Öffnung 44 in der stationären Klinge
18 geführt werden. Diese Öffnung 44 muss so groß sein, dass der Metallstift 43, wenn
er in Bewegung ist, nicht an die stationäre Klinge 18 anstößt. Das Ende des Metallstiftes
43 ist in den Mitnehmer 45 der schwingbaren Klinge 20 eingeführt. Die Haltefeder 46
fixiert die bewegliche Klinge 20 auf der stationären Klinge 18, wobei die Haltefeder
46 ihr aber gleichzeitig soviel Spielraum gibt, dass sie sich hin und herbewegen kann.
Durch die kreisende Bewegung des Metallstiftes 43 wird die schwingbare Klinge 20 in
Hin- und Herschwingungen versetzt.
[0034] Dadurch, dass der Neigungswinkel (Alpha) der Haarschneidemaschine 10 einstellbar
ausgebildet ist, lässt sich individuell eine ergonomische Anpassung vornehmen. Eine
solche Einstelleinrichtung ist beispielsweise aus der
EP0147134B, beispielsweise aus der Fig. 30, bekannt, die hiermit als vollständig geoffenbart
gilt.
[0035] Dadurch, dass die schwingbare Klinge 20 relativ zur stationären Klinge 18 in Längsrichtung
55 der Schnittebene 22 einstellbar ausgebildet ist, lässt sich in gewissen Grenzen
der Grad der Effilation 40 einstellen.
[0036] Die stationäre Klinge 18 und die schwingbare Klinge 20 sind als ein auswechselbarer
Scherkopf 16 ausgebildet, wodurch dieser Scherkopf 16 durch einen konventionellen
Scherkopf ausgewechelt werden kann.
[0037] Die schwingbare Klinge 20 ist zum Teil mit einer flachen Abdeckung 56 versehen, wodurch
verhindert wird, dass sich abgeschnittene Haare 32 auf der schwingbaren Klinge 20
ansammmeln können.
Bezugsziffernliste:
[0038]
- 10
- Haarschneidemaschine
- 11
- Anhebung der Längsachse
- 12
- Griff
- 12 a
- Oberseite
- 12 b
- Unterseite
- 14
- Griffende
- 16
- Scherkopf
- 18
- Stationäre Klinge (unten)
- 20
- Schwingbare Klinge (oben)
- 22
- Schnittebene
- 24
- Längsachse
- 26
- Kopfhaut
- 28
- Schräge Schnittfläche
- 30
- Schnittstelle
- 31
- Haar
- 32
- Haare
- 33
- Gebogene Schnittfläche
- 34
- Schnittfläche
- 35
- Kleine Abstufungen
- 36
- Harte, stumpfe Schnittfläche
- 37
- Schnittrichtung
- 38
- Bogenförmige Bahn
- 39
- Schnittstelle
- 40
- Minimale Effilation
- 41
- Antriebswelle
- 42
- Exzenterwelle
- 43
- Metallstift
- 44
- Öffnung in der stationären Klinge
- 45
- Mitnehmer
- 46
- Haltefeder
- 47
- Negativer Winkel
- 48
- Positiver Winkel
- 49
- Motor
- 51
- Schere
- 52
- Konventionelle Haarschneidemaschine
- 53
- Schneidkamm
- 54
- Exzenterantrieb
- 55
- Längsrichtung
- 56
- Abdeckung
- L,L1,L2
- Haarlänge
1. Haarschneidemaschine mit einem elektromotorischen Antrieb aufnehmenden Griff (12)
und einem in der vertikalen Gebrauchslage des Griffes am oberen Griffende (14) angeordneten
Scherkopf (16), der eine stationäre Klinge (18) und eine in der vertikalen Gebrauchslage
des Griffes darüber angeordnete schwingbare Klinge (20) aufweist, wobei die stationäre
und die schwingbare Klinge (18, 20) eine zwischen beiden Klingen (18, 20) liegende
Schnittebene (22) bilden, die in Bezug auf die Längsachse (24) des Griffes (12) so
geneigt ist, dass in der vertikalen Gebrauchslage des Griffes (12) die Schnittebene
(22) in Bezug auf die Längsachse (24) des Griffes (12) mit einem positiven Neigungswinkel
nach unten geneigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel (α) von 5° bei 35° beträgt.
2. Haarschneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittebene (22) mit der Längsachse (24) des Griffes (12) einen positiven Neigungswinkel
(Alpha) von ungefähr 30 Grad einschließt.
3. Haarschneidemaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel (Alpha) einstellbar ausgebildet ist.
4. Haarschneidemaschine nach mindestens Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schwingbare Klinge (20) relativ zur stationären Klinge (18) in Längsrichtung
(55) der Schnittebene (22) einstellbar ausgebildet ist.
5. Haarschneidemaschine nach mindestens Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die stationäre Klinge (18) und die schwingbare Klinge (20) als ein auswechselbarer
Scherkopf (16) ausgebildet sind.
6. Haarschneidemaschine nach mindestens Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schwingbare Klinge (20) zum Teil mit einer flachen Abdeckung (56) versehen ist.
1. A haircutting machine, comprising a handle (12) housing an electric drive unit and
a cutter head (16) arranged at the upper handle end (14) in the vertical operating
position of the handle, which cutter head comprises a stationary blade (18) and an
oscillating blade (20) disposed above the stationary blade in the vertical operating
position of the handle, wherein the stationary blade (18) and the oscillating blade
(20) define a cutting plane (22) that extends there between, which cutting plane (22)
is inclined in relation to a longitudinal axis (24) of the handle (12) such that in
the vertical operating position of the handle (12) the cutting plane (22) is inclined
downwardly in relation to a longitudinal axis (24) of the handle (12) at a positive
inclination angle, characterized in that the inclination angle (α) is from 5° to 35°.
2. The hair cutting machine according to claim 1, characterized in that the cutting plane (22) together with the longitudinal axis (24) of the handle (12)
enclose a positive inclination angle (alpha) of approximately 30 degrees.
3. The hair cutting machine according to claim 2, characterized in that the inclination angle (alpha) is designed to be adjustable.
4. The hair cutting machine according to at least claim 1, characterized in that the oscillating blade (20) is designed to be adjustable relative to the stationary
blade (18) in the longitudinal direction (55) of the cutting plane (22).
5. The hair cutting machine according to at least claim 1, characterized in that the stationary blade (18) and the oscillating blade (20) are designed as a replaceable
cutter head (16).
6. The hair cutting machine according to at least claim 1, characterized in that the oscillating blade (20) is provided at least in part with a flat cover (56).
1. Tondeuse à cheveux composée d'un manche (12) logeant un entraînement à moteur électrique
et d'une tête de rasage (16) fixée à l'extrémité du manche (14) dans la position d'utilisation
verticale de la poignée et présentant une lame fixe (18) et une lame oscillante (20)
disposée par-dessus dans la position d'utilisation verticale de la poignée, la lame
fixe et la lame oscillante (18, 20) formant un plan de coupe (22) situé entre les
deux lames (18, 20), qui est incliné par rapport à l'axe longitudinal (24) du manche
(12) de telle façon que, dans la position d'utilisation verticale du manche (12),
le plan de coupe (22) est incliné vers le bas avec un angle d'inclinaison positif
par rapport à l'axe longitudinal (24) du manche (12), caractérisé en ce que l'angle de d'inclinaison (α) est de 5° à 35°.
2. Tondeuse à cheveux selon la revendication 1, caractérisée en ce que le plan de coupe (22) forme un angle d'inclinaison positif (Alpha) d'environ 30 degrés
avec l'axe longitudinal (24) du manche (12).
3. Tondeuse à cheveux selon la revendication 2, caractérisée en ce que l'angle d'inclinaison (Alpha) est configuré de façon à pouvoir être réglé.
4. Tondeuse à cheveux selon au moins la revendication 1, caractérisée en ce que la lame oscillante (20) est conçue de façon à pouvoir être réglée par rapport à la
lame fixe (18) dans le sens longitudinal (55) du plan de coupe (22).
5. Tondeuse à cheveux selon au moins la revendication 1, caractérisée en ce que la lame fixe (18) et la lame oscillante (20) sont conçues sous la forme d'une tête
de rasage remplaçable (16).
6. Tondeuse à cheveux selon au moins la revendication 1, caractérisée en ce que la lame oscillante (20) est partiellement pourvue d'un couvercle plat (56).