| (19) |
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(11) |
EP 1 529 123 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.10.2011 Patentblatt 2011/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.07.2003 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2003/000503 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/016819 (26.02.2004 Gazette 2004/09) |
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| (54) |
INTERMETALLISCHES MATERIAL UND VERWENDUNG DIESES MATERIALS
INTERMETALLIC MATERIAL AND USE OF SAID MATERIAL
MATERIAU INTERMETALLIQUE ET SON UTILISATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE GB |
| (30) |
Priorität: |
16.08.2002 CH 140602
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.05.2005 Patentblatt 2005/19 |
| (73) |
Patentinhaber: Alstom Technology Ltd |
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5401 Baden (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KÜNZLER, Andreas
CH-5400 Baden (CH)
- NAZMY, Mohamed
CH-5442 Fislisbach (CH)
- STAUBLI, Markus, E.
CH-5605 Dottikon (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 076 157 GB-A- 607 616 US-A- 3 928 026
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WO-A-95/12004 GB-A- 1 456 554
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- DATABASE CA [Online] CHEMICAL ABSTRACTS SERVICE, COLUMBUS, OHIO, US; HAUGSRUD, REIDAR
ET AL: "On the oxidation of Ni-23Co-17Cr-12Al-0.5Y alloy serving as bond coat in thermal
barrier coatings" retrieved from STN Database accession no. 134:20082 CA XP002224930
& HIGH TEMPERATURE MATERIAL PROCESSES (NEW YORK) (2000), 4(3), 339-350, 2000,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung betrifft ein intermetallisches Material gemäss den Ansprüchen 1 und
2 und die Verwendung dieses Materials als Filz und als Hochtemperaturschutzschicht
gemäss den Ansprüchen 3 und 4.
STAND DER TECHNIK
[0002] Die Leit- und Laufschaufeln von Gasturbinen sind starken Belastungen ausgesetzt.
Um die Leckageverluste der Gasturbine klein zu halten wird beispielsweise das Laufrad
der Gasturbine mit einem sehr kleinen Spiel zum Stator eingepasst, so dass es zum
Anstreifen kommt. An dem Stator der Gasturbine ist eine Honigwabenstrukur angebracht.
Die Honigwabenstruktur besteht aus einer warmfesten Metallegierung. Eine weitere Bauart
sind glatte, beschichtete oder unbeschichtete Wärmestausegmente (WSS), welche der
rotierenden Schaufel am Aussenradius radial gegenüberstehen. Die Schaufelspitze reibt
dann gegen diese Wärmestausegmente. Um zu verhindern, dass die Schaufelspitze selbst
abgerieben wird, kann sie beschichtet sein, um dann in einem grösseren Masse die Wärmestausegmente
abzureiben. Nachteilig ist aber bei dieser Ausführungsform, dass die Beschichtung
nur eine begrenzte Haftbarkeit an der Turbinenschaufel hat. Zudem ist nachteilig,
dass Kühlluftbohrungen, mit welchen entweder das Wärmestausegment und/oder die Schaufel
versehen sein können, beim Reiben verstopft werden.
[0003] Aus den Schriften
DE-C2 32 35 230,
EP-132 667 oder
DE-C2-32 03 869 ist es bekannt, Metallfilze an verschiedenen Stellen von Gasturbinenkomponenten einzusetzen,
so z.B. an der Spitze einer Turbinenschaufel (
DE-C2-32 03 869), zwischen einem Metallkern oder einer keramischen Aussenhaut (
DE-C2 32 35 230) oder als Mantel der Turbinenschaufel (
EP-B1-132 667). Diese Ausführungen haben aber den Nachteil, dass der eingesetzte Metallfilz eine
ungenügende Oxidationsbeständigkeit aufweist. Die Erhöhungen der Heissgastemperaturen,
beispielsweise in heutigen Gasturbinen, führen dazu, dass die eingesetzten Materialien
immer höheren Anforderungen genügen müssen. Die Metallfilze in den erwähnten Schriften
erfüllen aber die Anforderung an heutige Massstäbe nicht mehr, insbesondere in bezug
auf ein notwendiges Mass an Oxdationsbeständigkeit.
[0004] Aus
US-B1-6,241,469,
US-B1-6,312,218,
DE-A1-199 12 701,
EP-A2-0 916 897 und
EP-A2-1 076 157 sind Metallfilze, welche sich aus einer intermetallischen Legierung zusammensetzen,
bekannt geworden. Diese Filze bestehen aus gesinterten und gepressten intermetallischen
Fasern und weisen durch die intermetallischen Phasen gegenüber den o.g. Materialien
deutlich verbesserte Materialeigenschaften in bezug auf Festigkeit, Oxidationbeständigkeit,
Verformbarkeit und Abreibbarkeit auf. Metallische Hochtemperaturfasern sind auch im
VDI-Bericht 1151, 1995 (Metallische Hochtemperaturfasern durch Schmelzextraktion -
Herstellung, Eigenschaften, Anwendungen) beschrieben worden.
[0005] Aus
US 3,928,026 ist eine Beschichtung für Ni- und Co-Basis-Superlegierungen bekannt mit folgender
chemischer Zusammensetzung (Angaben in Gew.-%): 11-48 Co, 10-40 Cr, 9-15 Al, 0.1-1.0
reaktives Metall aus der Gruppe von Y, Sc, Th, La und anderen seltenen Erden, Rest
Ni, wobei der Ni-Anteil mindestens 15 % beträgt.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0006] Die Erfindung, wie sie in den unabhängigen Ansprüchen gekennzeichnet ist, löst die
Aufgabe, die Materialeigenschaften von intermetallischen Legierungen noch weiter zu
verbessern, so dass sie als Filz oder als Hochtemperaturschutzschicht an thermisch
stark belasteten Gasturbinenbauteilen eingesetzt werden können. Durch eine entsprechende
Wahl der Zusammensetzung der intermetallischen Legierung soll sie eine ausreichende
Festigkeit, Oxidationsbeständigkeit, Verformbarkeit, Abreibbarkeit und ausreichende
schwingungsdämpfende Eigenschaften besitzen.
[0007] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf ein intermetallisches Material bestehend
aus folgender Zusammensetzung (Gew.-%) 12 Al, 22 Cr, 36 Co, 0.2 Y, 0.2 Hf, 3 Fe, Rest
Ni und unvermeidbare Verunreinigungen oder aus 10 Al, 22 Cr, 36 Co, 0.2 Y, 0.2 Hf,
2 Ta, 3 Fe, Rest Ni und unvermeidbare Verunreinigungen.
[0008] Ein solches intermetallisches Material kann aufgrund der Materialeigenschaften vorteilhaft
als Hochtemperaturbeschichtung von beispielsweise den Turbinenschaufeln oder anderen
Bauteilen eingesetzt werden.
[0009] Auch die Verwendung als intermetallischer Filz an reibungsbehafteten Komponenten
in thermischen Turbomaschinen ist denkbar. Es kann sich dabei beispielsweise um den
Rotor oder Stator, die Spitze einer Turbinenschaufel, um die der Turbinenschaufel
gegenüberliegend angeordneten Wärmestausegmente oder um die Plattform der Turbinenschaufel
handeln. Ein weiterer Vorteil entsteht, wenn der intermetallische Filz mit einem keramischen
Material überzogen ist, da auf der rauhen Oberfläche des intermetallischen Filzes
eine sehr gute Haftbarkeit des keramischen Materials erzielt wird. Dadurch erhält
beispielsweise die Spitze der Leit- oder Laufschaufel einen guten Schutz gegen thermische
und gegen durch Reibung bedingte mechanische Einwirkungen. Ein weiterer Vorteil entsteht
dadurch, dass Kühlluftbohrungen durch den Abrieb während des Betriebes nicht verstopfen,
da es sich um ein poröses Material handelt. Zudem hat der intermetallische Filz auch
ausreichende schwingungsabsorbierende Eigenschaften.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0010] Die Erfindung wird an Hand der beiliegenden Zeichnungen erläutert, in denen
- Fig. 1
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Turbinenschaufel mit einem intermetallischen
Filz an der Spitze zeigt,
- Fig. 2
- eine Ausführungsform einer Gasturbine mit Wärmestausegmenten, welche der Leit- bzw.
Laufschaufel gegenüberliegend angeordnet sind und aus ei- nem intermetallischen Filz
bestehen, darstellt,
- Fig. 3
- eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemässen Turbinenschaufel, wobei der intermetallische
Filz auf der Plattform der Turbinenschaufel an- geordnet ist, darstellt,
- Fig. 4
- eine Variante der zweiten Ausführungsform des Details IV der Figur 3, wobei der intermetallische
Filz zwischen den Turbinenschaufeln auf den Plattformen der Turbinenschaufeln auf
einer tragenden Grundstruktur an- geordnet ist, darstellt,
- Fig. 5
- ein erfindungsgemässes Wärmestausegment mit einer tragenden Grund- struktur gemäss
dem Ausschnitt V in der Fig. 2 zeigt,
- Fig. 6
- einen Schnitt durch das Wärmestausegment gemäss der Linie VI-VI in der Fig. 5 darstellt,
- Fig. 7
- eine Darstellung des Oxidationsverhaltens von verschiedenen Materialien bei einer
Temperatur von 1050°C zeigt und
- Fig. 8
- eine Darstellung des Oxidationsverhaltens von verschiedenen Materialien bei einer
Temperatur von 1200°C zeigt.
[0011] Es sind nur die für die Erfindung wesentlichen Elemente dargestellt. Gleiche Elemente
sind in unterschiedlichen Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.
WEG ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0012] In der Figur 1 ist eine Turbinenschaufel 1 mit einer Spitze 11, einem Schaufelblatt
14, einer Plattform 12 und einem Schaufelfuss 13 dargestellt. Es kann sich dabei beispielsweise
um eine Leit- oder eine Laufschaufel einer Gasturbine oder eines Verdichters handeln.
An der Spitze 11 dieser Turbinenschaufel 1 ein erfindungsgemässer intermetallischer
Filz 2 angeordnet. Der intermetallische Filz 2 wurde auf der Basis eines Ni-Co-Aluminides
hergestellt. Um eine ausreichende Festigkeit, Oxidationbeständigkeit und Verformbarkeit
zu erreichen, sind die Elemente Ta, Cr, Y zugegeben. In der Tab. 1 ist die erfindungsgemässe
Zusammensetzung des Ni-Co-Aluminides angegeben (Bezeichnung IM 28 und IM 29).
[0013] Der Vorteil der intermetallischen Filze 2 ist die deutlich verbesserte Oxidationsbeständigkeit.
Aus den Fig. 7 und 8 ist die Oxidation verschiedener Materialien im Vergleich mit
den kommerziellen Nickelbasislegierungen Hastelloy X, Haynes 230, Haynes 214 und der
Legierung SV349 ersichtlich. Die Tab. 1 gibt die Zusammensetzung der Versuchslegierungen
wieder.
[0014] Zusammensetzung von Versuchslegierungen (Angaben in Gew.-%)
Tab. 1
| Bez. |
Ni |
Cr |
Co |
Mo |
W |
Fe |
Mn |
Si |
C |
Al |
Ta |
Y |
Zr |
Hf |
La |
| Hastelloy X |
bal |
22 |
1.5 |
9 |
0.6 |
18.5 |
0.5 |
0.5 |
0.1 |
0.3 |
-- |
-- |
-- |
-- |
-- |
| Haynes 230 |
bal |
22 |
3 |
2 |
14 |
3 |
0.5 |
0.4 |
-- |
-- |
-- |
-- |
-- |
-- |
0.02 |
| Haynes 214 |
bal |
16 |
-- |
-- |
-- |
3 |
-- |
-- |
-- |
-- |
-- |
0.01 |
-- |
-- |
-- |
| SV349 |
bal |
13 |
30 |
-- |
-- |
-- |
-- |
1.2 |
-- |
11.5 |
0.5 |
0.3 |
-- |
-- |
-- |
| IM14 |
bal |
22 |
-- |
-- |
-- |
3 |
-- |
-- |
-- |
10 |
-- |
0.2 |
-- |
-- |
-- |
| IM15 |
bal |
9 |
-- |
-- |
-- |
1.6 |
-- |
-- |
-- |
27 |
2 |
0.2 |
0.2 |
-- |
-- |
| IM 28 |
bal |
22 |
36 |
-- |
-- |
3 |
-- |
-- |
-- |
12 |
-- |
0.2 |
-- |
0.2 |
-- |
| M 29 |
bal |
22 |
36 |
-- |
-- |
3 |
-- |
-- |
-- |
10 |
2 |
0.2 |
-- |
0.2 |
-- |
[0015] Die Figur 8 zeigt die Gewichtszunahme der in Tab. 2 angegebenen in [mg/cm
2] über eine Zeit von 12 Stunden bei einer Temperatur von 1200° C. Die Gewichtszunahme
ist stellvertretend für die Oxidation der Materialien aufgetragen. Aus der Fig. 8
wird ersichtlich, dass die Vergleichslegierung Hastelloy X schon nach einer kurzen
Zeit von ca. 100 min. bis ca. 300 min. eine doppelte Gewichtszunahme aufweist. Mit
fortschreitender Zeit steigt die Gewichtszunahme der Hastelloy X kontinuierlich weiter,
während sich die intermetallischen Filze IM14 und IM15 auf einen konstanten Wert zwischen
0.6 - 0.8 mg/cm
2 einstellen, während die beiden Legierungen IM 28 und 29 noch darunter liegen. Es
wird deutlich, dass die Oxdiationbeständigkeit bei den intermetallischen Filzen wesentlich
verbessert ist, da sich eine konstante Oxidschicht gebildet hat. Für die erfindungsgemässe
Verwendung des intermetallischen Filzes an reibungsbehafteten Stellen einer thermischen
Turbomaschine ist die Oxidationsbeständigkeit einer der wichtigsten Faktor für die
Lebensdauer der ganzen Komponente. Die beiden Legierungen IM 28 und 29 unterscheiden
sich durch einen Co-Anteil von 36% von den Legierungen IM 14 und IM 15. Dies steigert
die Oxidationsbeständigkeit des intermetallischen Material noch weiter.
[0016] Die Fig. 7 zeigt eine mit der Fig. 8 vergleichbare Darstellung, jedoch wurden die
Versuche bei einer Temperatur von 1050°C durchgeführt.
[0017] Um die Festigkeit dieser Turbinenschaufel 1 der Figur 1 an der Spitze 11 noch zu
erhöhen, kann der intermetallische Filz 2 mit einem keramischen Material 3 überzogen
werden, beispielsweise mit einem TBC (Thermal Barrier Coating). Es handelt sich bei
TBC um ein mit Y stabilisiertes Zr-Oxid. Gleichwertige Materialien sind aber ebenso
denkbar. Das keramische Material 3 kann auf den intermetallischen Filz 2 aufgespritzt
werden, es hat durch die unebene Oberfläche des intermetallischen Filzes 2 einen sehr
guten Halt auf ihm und eine gute Oxidationsbeständigkeit. Das keramische Material
3 ist ein guter Schutz gegen thermische und mechanische, beispielsweise reibungsbedingte
Einwirkungen. Vorteilhaft können Kühlluftbohrungen, welche in der Turbinenschaufel
1 oder am Rotor/Stator 4 vorhanden sein können, nicht verstopfen, da es sich bei dem
intermetallischen Filz 2 um ein poröses Material handelt.
[0018] In der Figur 2 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt. Die Figur 2 zeigt schematische
eine Darstellung einer Gasturbine mit einem Rotor 4a, einem Stator 4b. An dem Rotor
4a sind Laufschaufeln 6, an dem Stator 7 sind Leitschaufeln 7 befestigt. Am Rotor
4a bzw. am Stator 4b sind üblicherweise dem Leit-/Laufschaufeln 6,7 gegenüberliegend
Wärmestausegmente 8 angeordnet. Erfindungsgemäss können diese Wärrriestausegmente
8 ebenfalls ganz oder teilweise aus einem intermetallischen Filz bestehen. Durch die
porösen Eigenschaften ist eine verbesserte Kühlung an dieser Stelle auch dann möglich,
wenn es zu einem Abrieb gekommen ist, da die poröse Struktur des intermetallischen
Filzes ein Verstopfen verhindert. Der Abrieb kann wie bereits beschrieben durch eine
Schicht aus TBC verringert werden. Das Bauteil kann auch unter der TBC Schicht gekühlt
sein, da das Kühlmedium seitlich durch den porösen Filz entweichen kann.
[0019] Die Figur 5 zeigt ein erfindungsgemässes Wärmestausegment 8 gemäss dem Ausschnitt
V in der Figur 2. Der intermetallische Filz 2 wurde an einer tragenden Grundstruktur
5 angebracht. Die tragenden Grundstruktur 5 weist Befestigungsmittel 9 auf, welche
zur Befestigung am in der Figur 5 nicht dargestellten Rotor 4a bzw. Stator 4b dienen.
Die seitlichen Befestigungsmittel 9 sind durch Streben 10 miteinander verbunden. Zwischen
den Streben 10 ist auf der Seite, welche den Turbinenschaufeln zugewandt ist, der
intermetallische Filz 2 eingesetzt und mit ihm mechanisch verbunden. Dies kann beispielsweise
durch Löten, Schweissen oder durch Eingiessen geschehen. Aus Haltbarkeitsgründen sollte
der Filz stoffschlüssig an der tragenden Grundstruktur 5 befestigt sein.
[0020] Die Figur 6 zeigt den Schnitt VI-VI der Figur 5. Dort ist ersichtlich, dass die die
beiden Befestigungsmittel 9 verbindenden Streben 10 den intermetallischen Filz 2 nicht
durchdringen, sondern der intermetallische Filz 2 lediglich an ihnen befestigt ist.
Wie aus der Figur 6 ersichtlich ist, kann, um die Temperaturbeständigkeit des Wärmestausegments
8 noch zu erhöhen, der intermetallische Filz 2 wiederum mit einem keramischen Material
3 überzogen werden, beispielsweise mit einem TBC (Thermal Barrier Coating). Gleichwertige
Materialien sind aber ebenso denkbar. Wie bei der Turbinenschaufel 1 der Figur 1 bleibt
eine Kühlwirkung auch bei einem Abrieb erhalten, da es zu keinem Verstopfen des intermetallischen
Filzes 2 kommt.
[0021] Zu verbesserten Kühlzwecken ist der intermetallische Filz im Ausführungsbeispiel
in der Figur 3 auf der Plattform 12 der Turbinenschaufel 1 der thermischen Turbomaschine
angebracht. Auch hier macht es Sinn, wie bereits bei den Figur 1,2,5 und 6 beschrieben,
den Filz 2 mit einem keramischen Material 3 zu überziehen. Das hat den Vorteil, dass
das TBC besonders gut auf dem intermetallischen Filz haftet und der Filz oxidationsbeständig
ist. Es wird keine zusätzliche Bindeschicht (z.B. MCrA-IY) benötigt. In der Figur
3 ist dies neben der rechten Turbinenschaufel 1 dargestellt. Das TBC dient auch als
Schutz gegen Abnutzung.
[0022] Figur 4 zeigt eine zweite Variante des Ausführungsbeispiels des Details IV aus Figur
3. Zwischen zwei Turbinenschaufeln 1 - auf der Plattform 12 der Turbinenschaufel 1
- ist der intermetallische Filz 2 auf einer tragenden Grundstruktur 5, bestehend aus
einem Gussteil oder einem anderen Metall, befestigt. Die tragende Grundstruktur 5
kann auch aus verschiedenen Kammern bestehen, um eine optimale Luftzufuhr zum intermetallischen
Filz 2 zu gewährleisten.
[0023] Der intermetallischen Filzes kann auch an Stellen innerhalb der Gasturbine eingesetzt
werden, die schwingungsbehaftet sind, da der Filz neben der erwähnten Oxidationsbeständigkeit
zudem sehr gute schwingungsdämpfende Eigenschaften besitzt.
[0024] Ein erfindungsgemässes intermetallisches Material kann aufgrund der Materialeigenschaften
vorteilhaft auch als Hochtemperaturbeschichtung 15 an den Turbinenschaufeln oder anderen
Bauteilen eingesetzt werden. Wie aus den beiden Fig. 8 und 7 ersichtlich, haben die
beiden Legierungen im Gegensatz zu der Legierung SV 349 ebenfalls verbesserte Eigenschaften
in bezug auf die Oxidation. Für eine solche Turbinenschaufel sind verschiedene Beschichtungsverfahren
aus dem Stand der Technik bekannt, um die Schutzschicht aufzutragen, beispielsweise
ist ein Plasma-Spritz-Verfahren. Dabei wird ein aus dem aufzutragenden Material bestehendes,
metallisches Pulver in eine Flamme oder einen Plasmastrahl eingeführt. Dieses Pulver
schmilzt auf der Stelle und wird gegen die zu beschichtende Oberfläche gespritzt,
wo sich das Material verfestigt und eine durchgehende Schicht bildet.
[0025] Auch ein physikalisches (oder chemisches) Aufdampf-Verfahren ist möglich. Bei diesem
Verfahren wird festes Beschichtungsmaterial in blockförmiger Form erhitzt und evaporiert
(z.B. mit einem Laser oder einem Elektronenstrahl). Der Dampf schlägt sich auf dem
Grundmaterial nieder und bildet dort nach einer adäquaten Zeit eine Beschichtung.
Andere, gleichwertige Beschichtungsverfahren sind ebenso denkbar.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0026]
- 1
- Turbinenschaufel
- 2
- Intermetallischer Filz
- 3
- Keramischer Überzug
- 4
- Rotor bzw. Stator
- 4a
- Rotor
- 4b
- Stator
- 5
- Tragende Grundstruktur
- 6
- Laufschaufel
- 7
- Leitschaufel
- 8
- Wärmestausegment
- 9
- Befestigungsmittel
- 10
- Streben
- 11
- Spitze der Turbinenschaufel 1
- 12
- Plattform
- 13
- Schaufelfuss der Turbinenschaufel 1
- 14
- Schaufelblatt der Turbinenschaufel 1
- 15
- Hochtemperaturbeschichtung
1. Intermetallisches Material bestehend aus folgender Zusammensetzung (Gew.-%) 12 Al,
22 Cr, 36 Co, 0.2 Y, 0.2 Hf, 3 Fe, Rest Ni und unvermeidbare Verunreinigungen.
2. Intermetallisches Material bestehend aus folgender Zusammensetzung (Gew.-%) 10 Al,
22 Cr, 36 Co, 0.2 Y, 0.2 Hf, 2 Ta, 3 Fe, Rest Ni und unvermeidbare Verunreinigungen.
3. Verwendung eines intermetallischen Materials gemäss einem der Ansprüche 1 bis 2 als
Hochtemperaturbeschichtung (15) in thermischen Turbomaschinen.
4. Verwendung eines intermetallischen Materials gemäss einem der Ansprüche 1 bis 2 als
Filz an reibungsbehafteten Komponenten in thermischen Turbomaschinen.
5. Verwendung eines intermetallischen Filzes gemäss Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der intermetallische Filz an einem Rotor (4,4a) oder Stator (4,4b) angeordnet ist.
6. Verwendung eines intermetallischen Filzes gemäss Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Komponente (1, 8) eine Turbinenschaufel (1) ist und die Spitze (11) der Turbinenschaufel
(1) mit einem intermetallischen Filz (2) ausgestattet ist.
7. Verwendung eines intermetallischen Filzes gemäss Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Komponente (1, 8) eine Turbinenschaufel (1) ist und die Plattform (12) der Turbinenschaufel
(1) mit einem intermetallischen Filz (2) ausgestattet ist.
8. Verwendung eines intermetallischen Filzes gemäss Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Komponente (1, 8) ein Wärmestausegment (8) ist und das Wärmestausegment (8) ganz
oder teilweise aus einem intermetallischen Filz (2) besteht.
9. Verwendung eines intermetallischen Filzes gemäss einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der intermetallische Filz (2) mit einem keramischen Material (3) überzogen ist.
10. Verwendung eines intermetallischen Filzes gemäss Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Filz an schwingungsbehafteten Komponenten in thermischen Turbomaschinen eingesetzt
wird.
1. Intermetallic material, consisting of the following composition (% by weight: 12 Al,
22 Cr, 36 Co, 0.2 Y, 0.2 Hf, 3 Fe, remainder Ni and inevitable impurities.
2. Intermetallic material, consisting of the following composition (% by weight): 10
Al, 22 Cr, 36 Co, 0.2 Y, 0.2 Hf, 2 Ta, 3 Fe, remainder Ni and inevitable impurities.
3. Use of the intermetallic material according to one of Claims 1 to 2 as a high-temperature
coating (15) in thermal turbomachines.
4. Use of the intermetallic material according to one of Claims 1 to 2 as a felt on components
which are subject to friction in thermal turbomachines.
5. Use of the intermetallic felt according to Claim 4, characterized in that the intermetallic felt is arranged on a rotor (4, 4a) or stator (4, 4b).
6. Use of the intermetallic felt according to Claim 4, characterized in that the component (1, 8) is a turbine blade or vane (1), and the tip (11) of the turbine
blade or vane (1) is equipped with an intermetallic felt (2).
7. Use of the intermetallic felt according to Claim 4, characterized in that the component (1, 8) is a turbine blade or vane (1) and the platform (12) of the
turbine blade or vane (1) is equipped with an intermetallic felt (2).
8. Use of the intermetallic felt according to Claim 4, characterized in that the component (1, 8) is a heat shield segment (8) made partially or completely from
an intermetallic felt (2).
9. Use of the intermetallic felt according to one of Claims 4 to 7, characterized in that the intermetallic felt (2) is covered with a ceramic material (3).
10. Use of the intermetallic felt according to Claim 4, characterized in that the felt is used on components which are subject to vibration in thermal turbomachines.
1. Matériau intermétallique de composition suivante (en % en poids) : 12 Al, 22 Cr, 36
Co, 0,2 Y, 0,2 Hf, 3 Fe, et le reste Ni et des impuretés inévitables.
2. Matériau intermétallique de composition suivante (en % en poids) : 10 Al, 22 Cr, 36
Co, 0,2 Y, 0,2 Hf, 2 Ta, 3 Fe, et le reste Ni et des impuretés inévitables.
3. Utilisation d'un matériau intermétallique selon l'une quelconque des revendications
1 ou 2, en tant que revêtement haute température (15) dans des turbomachines thermiques.
4. Utilisation d'un matériau intermétallique selon l'une quelconque des revendications
1 ou 2, en tant que feutre sur des composants sujets à la friction dans des turbomachines
thermiques.
5. Utilisation d'un feutre intermétallique selon la revendication 4,
caractérisée en ce que le feutre intermétallique est disposé sur un rotor (4, 4a) ou un stator (4, 4b).
6. Utilisation d'un feutre intermétallique selon la revendication 4,
caractérisée en ce que le composant (1, 8) est une aube de turbine (1) et la pointe (11) de l'aube de turbine
(1) est munie d'un feutre intermétallique (2).
7. Utilisation d'un feutre intermétallique selon la revendication 4,
caractérisée en ce que le composant (1, 8) est une aube de turbine (1) et la plate-forme (12) de l'aube
de turbine (1) est munie d'un feutre intermétallique (2).
8. Utilisation d'un feutre intermétallique selon la revendication 4,
caractérisée en ce que le composant (1, 8) est un segment accumulateur de chaleur (8) et le segment accumulateur
de chaleur (8) se compose en totalité ou en partie d'un feutre intermétallique (2).
9. Utilisation d'un feutre intermétallique selon l'une quelconque des revendications
4 à 7,
caractérisée en ce que le feutre intermétallique (2) est revêtu d'un matériau céramique (3).
10. Utilisation d'un feutre intermétallique selon la revendication 4,
caractérisée en ce que le feutre est utilisé sur des composants sujets à des vibrations dans des turbomachines
thermiques.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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