[0001] Die Erfindung betrifft eine Folienbahn für den Baubereich, die teilweise diffusionsoffen
und teilweise diffusionssperrend ausgebildet ist, wobei die Folienbahn, von einer
in Längsrichtung der Bahn verlaufenden Achse aus gesehen auf einer Seite der Achse
einen diffusionsoffenen und auf der anderen Seite der Achse einen diffusionssperrenden
Folienbereich aufweist und deren Vorderseite im Randbereich der Folienbahn eine überputzbare
Schicht umfasst.
[0002] Bei der Anschlussabdichtung von Fenstern zu tragenden Baukörpern ist grundsätzlich
zu unterscheiden nach vorgehängten Fassaden, bei denen auch die Fenster durch entsprechende
Konstruktionen vor dem tragenden Baukörper angebracht sind (vorwiegend bei größeren
Objekten, Bürobauten u. ä.), ein- bzw. zweischaligen Fassaden sowie Wärmedämm-Verbundsystemen
und sogenannten Lochfenstem, bei denen die Fenster im Bereich der tragenden Konstruktion
mehr oder weniger innerhalb der Öffnung montiert werden (vorwiegend Wohnungsbau, kleinere
Gebäude der Industrie oder Kommunen).
[0003] Um bei vorgehängten Fassaden den Anschluss der Fenster zum Baukörper wasserdicht
und luft- und winddicht zu erstellen, ist es Stand der Technik, diesen Bereich mit
Folien abzudichten. Diese Folien bestehen in der Regel aus EPDM. PIB, EVA oder Butyl,
TPO oder PVC, Polyethylen, Polyester, Polyurethan oder kaschierten Aluminiumfolien.
Die Folien werden dabei am Fassadenelement und auf dem Baukörper verklebt oder mechanisch
befestigt. Zusätzlich können Quetschdämmungen aus Schaumstoff in Verbindung mit einer
Folie verwendet werden, siehe z.B.
DE 299 00 197 U1.
[0004] Eine weitere Möglichkeit zur Befestigung besteht darin, die erwähnten Folien rückseitig
mit einem selbstklebenden Compound, z. B. auf Kunststoff Bitumenbasis, Butylbasis
o. ä., zu versehen und somit selbstklebend auszurüsten.
[0005] All diese Folien weisen jedoch den Nachteil auf, dass sie nicht oder nur mit sehr
großem Aufwand überklebbar sind. Sie sind darüber hinaus nicht mit handelsüblichen
Mörteln, wie sie beispielsweise in der DIN 18550 beschrieben sind, über putzbar.
[0006] Eine Möglichkeit, luft- und winddicht abzudichten und anschließend zu über putzen,
besteht im Einsatz von selbstklebenden Butylbändern, die auf der Ober fläche mit einem
Vlies versehen sind. Derartige Butylbänder sind auf dem Baukörper selbstklebend und
können in die Fensterkonstruktion entweder hineingeklebt oder mechanisch befestigt
werden. Diese Technik weist aber den Nachteil auf, dass die Butylbänder in der Regel
eine Dicke von mehr als 1 mm aufweisen und bei Verklebungen über Kopf bei Breiten
über 150 mm in der Regel zusätzlich mechanisch befestigt bzw. mit Putzträgern überspannt
werden müssen.
[0007] Eine wesentliche Aufgabe der genannten Folien besteht darin, die Wind- und Luftdichtigkeit,
zum Teil auch die Wasserdichtigkeit, der Anschlüsse sicherzustellen. Je nach der Einbausituation
der Fenster bzw. der Lage der Wärmedämmstoffe ist eine weitere Eigenschaft der Folien
von Bedeutung. Die Frage, ob eine diffusionsoffene oder diffüsionsbremsende bzw. -sperrende
Folie eingesetzt wird, war bislang üblicherweise davon abhängig, an welcher Stelle
die Folie eingebaut wurde. Wenn die Folie auf der sogenannten warmen Seite eingebaut
wurde, also an einer Stelle, an der die Temperatur aufgrund der Isothermenberechnung
die kritische Taupunkttemperatur noch nicht unterschreitet, wurden wasserdampfdiffusionsbremsende
bzw. -sperrende Folien eingesetzt. Wenn die Folie auf der sogenannten kalten Seite
eingebaut wurde, also an einer Stelle, an der die Temperatur jenseits der kritischen
Taupunkttemperatur liegt, mussten wasserdampfdiffusionsoffene Folien eingesetzt werden,
damit die im Winter hinter der Folie kondensierende Feuchtigkeit in der Sommerperiode
wieder durch die Folie hinaus diffundieren kann.
[0008] Beim Einsatz von wasserdampfbremsenden bzw. wasserdampfsperrenden Folien sind die
nachfolgend geschilderten bauphysikalischen Aspekte von besonderer Bedeutung. Aufgrund
der DIN 4108 sowie der geltenden Wärmeschutz-Verordnung und unter Berücksichtigung
der zukünftig noch verschärften Anforderungen aufgrund von Energie-Einsparungsgesetzen
ist es erforderlich, nicht nur die Anschlussfuge zwischen den Fenstern und tragendem
Baukörper selbst abzudichten und zu überbrücken, sondern die Abdichtungsfolie entsprechend
den bauphysikalischen Gegebenheiten großflächiger (beispielsweise 30 bis 300 mm vorzugsweise
50 bis 150 mm) auf die sogenannte wärmeübertragende Umfassungsfläche, also den tragenden
Baukörper, zu ziehen.
[0009] Diese Anforderung hat die folgenden Gründe: Im Winter ist die absolute Luftfeuchtigkeit
in der Regel raumseitig höher als außenseitig, d. h. raumseitig stellt sich ein höherer
Wasserdampfdruck ein als außenseitig. Das Dampfdruckgefälle führt zu einem Wasserdampfstrom
von innen nach außen. Jedes Material setzt dem Wasserdampfstrom einen gewissen Widerstand
entgegen. Die Eigenschaft, mehr oder weniger Wasserdampf durchzulassen, wird durch
die Wasserdampf diffusions-Widerstandszahl (µ-Wert) beschrieben.
[0010] Bei nebeneinander liegenden Bauteilen mit unterschiedlichen µ-Werten ist der Baustoff
mit dem niedrigsten µ-Wert für den Diffusionsstrom maßgeblich. Wird also nur der Anschluß
zwischen Fenster und tragendem Bauwerk, gegebenenfalls auch noch 1 bis 2 cm auf dem
tragenden Baukörper mit einem Dichtstoff oder einer Folie mit hohem Wasserdampfdiffusions-Widerstand
abgedichtet, gleichzeitig aber ein poröser Außenwandstein verwendet, wie es heute
in der Regel der Fall ist, umwandert der Diffusionsstrom diese Abdichtung und ist
damit in der Lage, in den Anschlussbereich zwischen Baukörper und Fenster einzudringen.
Dort kann der Wasserdampf zu Wasser kondensieren.
[0011] Ein weiteres Problem der bislang zur Herstellung einer Abdichtung zwischen Fenstern
und tragendem Bauwerk eingesetzten Folien bestand darin, dass in der Regel durch den
Einsatz von nur einer Folie das Problem der Ansammlung von Feuchtigkeit insbesondere
bei Bauwerken mit vorgehängten Fassaden nicht vollständig ausgeschlossen werden konnte.
Es war deshalb häufig baukonstruktiv notwendig, mit zwei unterschiedlichen Folien
zu arbeiten. Diese Vorgehensweise führt jedoch aufgrund des damit verbundenen Mehraufwands
in der Praxis zu einem höheren Zeitaufwand und damit oft zu höheren Kosten.
[0012] Die aus dem neueren Stand der Technik bekannten Lösungen zu diesen Problemen werden
beispielsweise in der
DE 297 15 660 U1 und der
WO 01/34922 A1 beschrieben.
[0013] Die
DE 297 15 660 U1 beschreibt ein bandartiges Verbindungselement zwischen einem Rahmenbauteil und einem
Mauerwerk mit einer Klebeverbindbarkeit zu dem Rahmenbauteil hin und einem sich anschließenden
fahnenartigen Streifenelement, wobei das Verbindungselement zwei auf Basis einer Dauerklebemasse
gebildete Haftungsstreifen aufweist, welche über einen diffusionsoffenen Bandabschnitt
verbunden sind. Problematisch wirkt sich bei dem beschriebenen Verbindungselement
aus, dass die verwendete Folie sowohl nach innen als auch nach außen eine identische
Durchlässigkeit gegenüber Wasserdampf aufweist. Die
WO 01/34922 betrifft eine mehrlagige Folienbahn in diffusionsoffener bis diffusionssperrender
Ausführung für den Baubereich. Die beschriebene Folienbahn besteht aus einem wasser-
und luftdichten Kunststoff als Mittellage und überputzbaren Außenlagen aus Vlies,
Gewebe, technischem Gewirke und der gleichen und einer randseitigen Selbstklebeschicht.
Die Druckschrift beschreibt eine kombinierte Abdichtung eines Fenstereinbaus, bei
dem zur Innenseite und zur Außenseite jeweils eine Folie mit unterschiedlichem Diffusionsverhalten
eingesetzt wird. Eine Kombination beider Folien zu einer in einem Arbeitsgang anbringbaren
Folie lässt sich der Druckschrift jedoch nicht entnehmen.
[0014] In der
DE 201 17 273 U1 wird ein Dichtstreifen zum abdichtenden Überbrücken einer Fuge zwischen einem in
eine Laibung eines Gebäudes eingesetzten Rahmen und der Laibung beschrieben. Der beschriebene
Streifen wird aus einer mehrschichtigen Verbundbahn gebildet. Die Druckschrift beschreibt
einen Dichtstreifen, der einen diffusionsoffenen und einen wasserdampfdichten Bereich
aufweist, wobei der Streifen entlang der Bereichsgrenze beispielsweise mit Hilfe eines
doppelseitigen Klebebandes am Rahmen befestigt werden kann.
[0015] Nachteilig an den dort beschriebenen Folien ist jedoch eine sehr geringe Wärme- und
Schalldämmung. Die verbleibenden Zwischenräume zwischen z.B. dem Fenster oder Türelement
und dem tragenden Baukörper müssen daher gemäß der
DE 201 17 273 U1 nachträglich mit Füllstoffen bzw. Stoffen zur Wärme- und Schalldämmung ausgefüllt
werden.
[0016] Die Folienbahnen wie sie im Stand der Technik beschrieben werden, verhalten sich
zudem wenig widerstandsfähig und wenig elastisch im Fall von Kompressionen der Folie,
so dass eine weitere mechanische Stabilisierung der bekannten Folien wünschenswert
ist.
[0017] Es bestand daher ein Bedürfnis nach einer Folienbahn, die sich insbesondere zur Abdichtung
von Fenstereinbauten in Bauwerken mit vorgehängten Fassaden oder Lochfenstern eignet,
bei der die Abdichtung nach innen und die Abdichtung nach außen im Hinblick auf die
Diffusionseigenschaften gegenüber Wasserdampf unterschiedlich ausgebildet sind. Weiterhin
bestand ein Bedürfnis nach einer solchen Folienbahn, die in einem Arbeitsgang anbringbar
ist. Weiterhin bestand ein Bedürfnis nach einer solchen Folienbahn, die im wesentlichen
selbstklebend an Fensterrahmen und gegebenenfalls auch am Mauerwerk des Bauwerks anbringbar
ist Weiterhin bestand ein Bedürfnis nach einer solchen Folienbahn, die in den am Mauerwerk
anliegenden Bereichen überputzbar ist.
[0018] Hierfür wurde in der
EP 1 221 524 A2 eine Folienbahn vorgeschlagen, die einen diffusionsoffenen und einen diffusionssperrenden
Folienbereich aufweist und die zumindest teilweise verputzbar ist.
[0019] Darüber hinaus bestand ein Bedürfnis nach einer Folienbahn, die gute Wärme- und Schalldämpfungseigenschaften
aufweist. Weiterhin bestand ein Bedürfnis nach einer Folienbahn, deren Zwischenräume
nicht nachträglich mit Füllstoffen oder wärme- und/oder schalldämpfenden Materialien
ausgefüllt werden müssen. Darüber hinaus bestand ein Bedürfnis nach einer Folienbahn,
die auch nach häufig wiederholten Kompressionen über eine hohe mechanische Stabilität
verfolgt.
[0020] Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, eine Folienbahn zur Verfügung
zu stellen, welche eines oder mehrere der obengenannten Bedürfnisse erfüllt. Insbesondere
lag der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde eine Folienbahn, insbesondere
eine wärme- und schalldämpfende Folienbahn, zur Verfügung zu stellen, mit der direkt
auf der Baustelle ohne größeren Aufwand ein luft- und winddichter Anschluss eines
Fensters an ein Mauerwerk erzielbar ist, wobei der Anschlussbereich gegenüber Wasserdampf
nach zum Gebäudeinneren hin einen erheblich größeren Diffusionswiderstand aufweist
als nach außen.
[0021] Die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegenden Aufgaben werden durch eine Folienbahn
gelöst, wie sie im Rahmen des nachfolgenden Textes näher beschrieben wird.
[0022] Gegenstand der Erfindung ist daher eine Folienbahn für den Baubereich, die teilweise
diffusionsoffen und teilweise diffusionssperrend ausgebildet ist, wobei die Folienbahn,
von einer in Längsrichtung der Bahn verlaufenden Achse aus gesehen auf einer Seite
der Achse einen diffusionsoffenen und auf der anderen Seite der Achse einen diffusionssperrenden
Folienbereich aufweist und deren Vorderseite oder Rückseite oder Vorder- und Rückseite
einen überputzbaren Bereich umfasst und wobei die Folienbahn auf der Rückseite mit
einem expandierbaren Schaumstoffdichtband versehen ist, das im komprimierten Zustand
weniger als 50 % seines Volumens im expandierten Zustand einnimmt.
[0023] Als Folien zur Gestaltung des diffusionsoffenen und des diffusionssperrend ausgebildeten
Folienbereichs werden beispielsweise thermoplastische Kunststoffe eingesetzt, die
als Folie die Eigenschaften haben, wasser- und luftdicht und bis zu einem bestimmten,
steuerbaren Maß gegenüber Wasserdampf undurchlässig (diffusionssperrend) bzw. diffusionsoffen
zu sein.
[0024] Die Wasserdampfdiffusion durch eine Folie wird mit dem sd-Wert charakterisiert, der
von den eingesetzten Folienpolymeren abhängt. Für den diffusionssperrenden Bereich
(sd-Wert > 15 m bis etwa 100 m) werden dabei bevorzugt Polyolefine, beispielsweise
LDPE, EPDM, Butyl, TPO oder PVC eingesetzt, während für den diffusionsoffenen Bereich
(sd-Wert 15 m oder weniger) besonders Polyamide, Polyester oder thermoplastische Polyurethane
geeignet sind. Der sd-Wert gibt dabei die Dicke einer Luftschicht an, die den gleichen
Widerstand gegenober Wasserdampfdiffusion wie der Werkstoff aufweist.
[0025] Eine erfindungsgemäße Folienbahn weist, von einer in Längsrichtung der Bahn verlaufenden
Achse aus gesehen, auf einer Seite der Achse einen diffusionsoffenen und auf der anderen
Seite der Achse einen diffusionsbremsenden bzw, diffusionssperrenden Folienbereich
auf. Es ist dabei im Rahmen der vorliegenden Erfindung möglich, dass die beiden unterschiedlichen
Folientypen, welche die Folienbereiche mit diffusionssperrenden und diffusionsoffenen
Eigenschaften ausbilden, entlang der in Längsrichtung der Bahn verlaufenden Achse
aneinander stoßen oder sogar überlappen.
[0026] Es ist jedoch erfindungsgemäß ebenfalls vorgesehen, dass die beiden unterschiedlichen
Folientypen entlang der in Längsrichtung der Bahn verlaufenden Achse nicht überlappen
oder aneinander stoßen sondern in Distanz zueinander angeordnet sind. Eine derartige
Distanz kann beispielsweise dadurch her gestellt werden, dass die beiden unterschiedlichen
Eigenschaften aufweisenden Folienbereiche auf eine Trägerschicht aufgebracht sind,
welche einerseits eine Verbindung der beiden unterschiedlichen Folienbereiche gewährleistet
andererseits jedoch auch eine Distanz zwischen den beiden Folienbereichen überbrückt.
Eine entsprechende Trägerschicht kann beispielsweise mittels eines einseitig oder
insgesamt doppelseitig selbstklebenden Bandelements gewährleistet werden, auf welchem
die beiden Folienbereiche mit unterschiedlichen Eigenschaften in entsprechender Distanz
zueinander aufgeklebt werden.
[0027] Es ist jedoch im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugt, wenn die beiden Folienbereiche
entlang der Längsachse der erfindungsgemäßen Folienbahn nur eine geringe Distanz zueinander
oder keine Distanz zueinander aufweisen oder sogar überlappen.
[0028] Eine erfindungsgemäße Folienbahn kann im Querschnitt eine Folienlage oder zwei oder
mehr Folienlagen, beispielsweise drei, vier oder fünf Folienlagen aufweisen. Die Zahl
der Folienlagen kann dabei für den diffusionssperrenden Folienbereich und den diffusionsoffenen
Folienbereich unterschiedlich sein.
[0029] In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann auf den dif fusionssperrenden
Folienbereich beispielsweise zusätzlich eine Metallfolie, insbesondere eine Aluminiumfolie
kaschiert sein. Dadurch wird eine Wasserdampf diffusion durch das Produkt fast vollständig
verhindert und der sd-Wert je nach Dicke der Aluminiumfolie auf deutlich mehr als
100 m erhöht. Es ist ebenfalls möglich, dass der diffusionssperrende Folienbereich
eine zusätzliche Metallfolie, insbesondere eine Aluminiumfolie als Zwischenschicht
zwischen zwei oder mehr Folienlagen, insbesondere jedoch zwischen zwei Folienlagen
aufweist.
[0030] Das Flächengewicht der für die Folienbereiche mit unterschiedlichen Eigenschaften
eingesetzten Folien kann dem Anforderungsprofil entsprechend von etwa 20 g/m
2 bis etwa 1000 g/m
2, beispielsweise etwa 30 bis etwa 500 g/m
2 oder etwa 40 bis etwa 250 g/m
2 betragen und liegt bevorzugt bei etwa 80 g/m
2. bis etwa 130 g/m
2.
[0031] In einer bevorzugten Ausführung wird als diffusionssperrender Folienbereich eine
LDPE-Folie mit einem Flächengewicht von etwa 130 g/m
2 eingesetzt.
[0032] Die Folienbereiche mit unterschiedlichen Eigenschaften können im Rahmen der vorliegenden
Erfindung, bezogen auf die Folienbreite, beispielsweise nur einen Teil der Fläche
der Folie ausmachen, welche für die selbst tragenden Eigenschaften der Folie verantwortlich
ist. So kann eine erfindungsgemäße Folienbahn beispielsweise, ausgehend von der obengenannten
Längsachse in Richtung Folienrand, zunächst eine Folienbahn mit diffusionsoffenen
Eigenschaften und anschließend ein weiteres Material mit selbsttragenden Eigenschaften
aufweisen, das sich beispielsweise bis zum Folienrand erstreckt. Vorzugsweise erstreckt
sich jedoch, ausgehend von der Längsachse der Folienbahn, der jeweilige Folienbereich
mit diffusionsoffenen bzw. diffusionssperrenden Eigenschaften bis zum Folienrand.
[0033] Die Längsachse, entlang derer die Folienbahn in Folienbereiche mit unterschiedlichen
Eigenschaften eingeteilt ist, kann im wesentlichen in beliebigem Abstand von den Rändern
der Folienbahn angeordnet sein. Es hat sich jedoch bewährt, wenn die Längsachse in
einem Bereich der Folienbahn angeordnet ist, welcher sich in einem Abstand von etwa
30 % von der Mittelachse jeweils nach rechts oder nach links, bezogen auf die gesamte
Breite der Folienbahn, angeordnet ist.
[0034] Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Längsachse
in einem Bereich der Folienbahn angeordnet, welcher sich in einem Abstand von weniger
als 20 % von der Mittelachse, bezogen auf die gesamte Breite der Folienbahn, vorzugsweise
weniger als 15 oder weniger als 10 %, befindet.
[0035] Der Begriff "Längsachse" bezieht sich dabei auf eine imaginäre gerade Linie entlang
der Längsrichtung des erfindungsgemäßen Folienbands. Die Längsachse selbst, als räumlich-körperliche
Ausgestaltung auf dem Folienband kann jedoch vom Ideal der geraden Linie abweichen
und beispielsweise mäandernd, gezackt oder in sonstiger Weise von der geraden Linie
abweichend gestaltet sein. Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung liegt die räumlich-körperliche Ausgestaltung der Längsachse eines erfindungsgemäßen
Folienbands jedoch als im wesentlichen gerade Linie, vorzugsweise im wesentlichen
parallel zu den Rändern des Folienbands, vor.
[0036] Die erfindungsgemäßen Folienbahnen weisen auf der Vorderseite oder auf der Rückseite
oder auf der Vorder- und der Rückseite einen Bereich mit einer Beschichtung auf, welche
die Überputzbarkeit der Folie in diesem Bereich gewährleistet. Eine geeignete Beschichtung
kann sich dabei beispielsweise über die gesamte Vorderseite oder die gesamte Rückseite
oder, über die gesamte Vorder- und Rückseite der erfindungsgemäßen Folienbahn erstrecken.
Eine Geeignete Beschichtung kann sich jedoch auch nur einen Randbereich der Folienbahn
abdecken. Eine überputzbare Beschichtung kann sich dabei beispielsweise nur an einem
Rand der Folienbahn befinden, beispielsweise an dem Rand der Folienbahn, welcher auf
der Seite mit dem diffusionssperrenden Folienbereich liegt. Es ist jedoch ebenso möglich,
und im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugt, wenn mindestens beide Randbereich
der Folienbahn, also sowohl der Randbereich der auf der Seite mit dem diffusionssperrenden
Folienbereich liegt als auch der Randbereich der auf der Seite mit dem diffusionsoffenen
Folienbereich liegt, eine entsprechende Beschichtung aufweisen, wobei eine solche
Beschichtung sowohl die Vorderseite als auch die Rückseite oder Vorder und Rückseite
betreffen kann.
[0037] Als überputzbare Beschichtung können im Rahmen der vorliegenden Erfindung Vliese,
Gewebe, technische Gewirke und Stricke aus synthetischen und natürlichen Fasern und
Glas sowie verstärktes Papier und Folien eingesetzt werden, sofern sie einen haftenden
Verbund zur Folie, beispielsweise mittels Klebstoff, eingehen können und den Produktanforderungen
im Hinblick auf die Überputzbarkeit genügen. Die Flächengewichte der überputzbaren
Beschichtungen können von etwa 20 g/m
2 bis etwa 1000 g/m
2, beispielsweise von etwa 30 g/m
2 bis etwa 500 g/m2 oder etwa 50 bis etwa 25o g/m
2 oder etwa 80 g/m
2 bis etwa 100 g/m
2, betragen. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden als überputzbare
Beschichtung Polyester-Nadelvliese mit einem Flächengewicht von etwa 80 g/m
2 eingesetzt.
[0038] Der Begriff "Randbereich" betrifft dabei im Rahmen des vorliegenden Texts einen Bereich
der erfindungsgemäße Folie, der sich vom Folienrand in Richtung Folienmitte erstreckt.
Die überputzbare Beschichtung nimmt dabei vorzugsweise etwa 1 bis etwa 99,9 % der
Fläche zwischen Follenrand und Längsachse, beispielsweise etwa 5 bis etwa 90 und oder
etwa 10 bis etwa 80% der Fläche zwischen Folienrand und Längsachse des erfindungsgemäßen
Folienbands ein.
[0039] Es ist dabei möglich, dass die von der überputzbaren Beschichtung bedeckte Fläche
auf beiden Seiten der Längsachse im wesentlichen identisch ist. Es ist jedoch ebenso
vorgesehen, dass die von der überputzbaren Beschichtung bedeckte Fläche auf beiden
Seiten der Längsachse, also auf Folienbereichen mit unterschiedlichen Eigenschaften
im Hinblick auf ihren Widerstand gegenüber der Diffusion von Wasserdampf durch die
Folie, unterschiedlich sind. So ist es beispielsweise bei der Verwendung der erfindungsgemäßen
Folienbahnen zur Abdichtung von Fenstereinbauten an Gebäuden mit vorgehängten Fassaden
häufig sinnvoll, den sich in Richtung der vorgehängten Fassade erstreckenden Folienbereich
im Hinblick auf seine Abmessungen und beispielsweise auch im Hinblick auf eine Beschichtung
mit überputzbarem Material anders zu gestalten als den Folienbereich, der sich in
Richtung des tragenden Mauerwerks und in Richtung des Gebäudeinneren erstreckt.
[0040] Als weiteres funktionelles Element weist ein erfindungsgemäßes Folienband auf der
Rückseite noch mindestens ein expandierbares Schaumstoffdichtband auf. Eingesetzt
werden dabei Schaumstoffdichtbänder, die im komprimierten Zustand weniger als 50%,
vorzugsweise weniger als 30% ihres Volumens im expandierten Zustand einnehmen.
[0041] Das expandierbare Schaumstoffdichtband oder die zwei oder mehr expandierbaren Schaumstoffdichtbänder
können grundsätzlich an einer beliebigen Stelle bzw. an beliebigen Stellen auf der
Rückseite des erfindungsgemäßen Folienbands angebracht sein, insbesondere jedoch an
solchen Stellen, an denen eine Abdichtung zwischen Folienband und dem Baukörper erfolgen
soll. Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die
Rückseite des erfindungsgemäßen Folienbands mindestens an der Stelle oder an den Stellen
mit einem expandierbaren Schaumstoffdichtband oder mit zwei oder mehr expandierbaren
Schaumstoffdichtbändern versehen, die sich gegenüber der Stelle oder den Stellen befindet,
an der die Vorderseite des Folienbands mit einem Fensterprofil verbunden werden soll,
vorzugsweise demnach also auf der Rückseite entlang der oben beschriebenen Längsachse
des Folienbands. Diese Anordnung weist den Vorteil auf, dass der Bereich zwischen
Fensterprofil und Baukörper eine weitere Abdichtung und mechanische Stabilisierung
erfährt.
[0042] Im Rahmen einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist
die Rückseite des erfindungsgemäßen Folienbands beispielsweise an der Stelle mit einem
expandierbaren Schaumstoffdichtband versehen, die mit dem nach außen gerichteten Ende
eines Fensterprofils abschließt. In diesem Fall ist es beispielsweise möglich, dass
die Folie zusammen mit dem Schaumstoffdichtband an der nach außen gerichteten Seite
endet.
[0043] Geeignete expandierbare Schaumstoffdichtbänder sind bekannt. Grundsätzlich erfüllen
alle derartigen Schaumstoffdichtbänder die erfindungsgemäß gewünschte Funktion. In
der Regel bestehen derartige Schaumstoffdichtbänder aus einem offenzelligen Schaumstoffmaterial,
das bei Kompression und Entlastung wieder in seine ursprüngliche, vor der Kompression
bestehende Form zurückkehrt. Derartige Schaumstoffmaterialien sind üblicherweise mit
Verbindungen imprägniert, welche die Rückstellung nach einer Kompression stark verzögern
und damit eine angemessene Verarbeitungszeit ermöglichen.
[0044] Besonders geeignet sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung beispielsweise die unter
dem Namen Sista von der Firma Henkel oder die unter dem Namen blocoband ® oder SIP-bloco
® vertriebenen Produkte der Firma ISO-Chemie.
[0045] Geeignete Schaumstoffbänder können grundsätzlich eine Breite aufweisen die in einen
Bereich von etwa 0,1 bis etwa 20%, insbesondere etwa 0,5 bis etwa 10% der gesamten
Breite des erfindungsgemäßen Folienbands liegt.
[0046] Dabei hat es sich dabei herausgestellt, dass ein entsprechendes expandierbares Schaumstoffband
in vielen Fällen dazu in der Lage ist, den üblicherweise nachdem Einpassen eines Rahmenelements
in die Laibung erforderlichen Schritt des Ausschäumens des Zwischenraums zwischen
Rahmenelement und Laibung zu ersetzen und damit das gesamte Verfahren des Einpassens
eines Rahmenelements zu vereinfachen und sicherer zu gestalten
[0047] Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist ein
geeignetes Schaumstoffdichtband beispielsweise eine Breite von etwa 1 bis etwa 50
cm, beispielsweise etwa 2,5 bis etwa 40 cm oder etwa 3 bis etwa 30 cm, insbesondere
etwa 2 bis etwa 10 cm oder etwa 4 bis etwa 8 cm, auf.
[0048] Ein geeignetes Schaumstoffdichtband kann auf der der Folie abgewandten Seite ebenfalls
eine Klebeschicht aufweisen. Es ist jedoch ebenso möglich, dass das Schaumstoffdichtband
auf der der Folie abgewandten Seite keine Klebeschicht aufweist.
[0049] Um eine einfache Befestigungsmöglichkeit der erfindungsgemäßen Folienbahn an einem
Fensterprofil zu schaffen, ist eine erfindungsgemäße Folienbahn im Rahmen einer bevorzugten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung entlang der die Folienbahn in einen diffusionsoffenen
und einen diffusionssperrenden Bereich teilenden Längsachse auf der Vorderseite mit
einem Verbindungselement versehen, das eine einfache Befestigung der Folie beispielsweise
an einem Fensterprofil ermöglicht. Grundsätzlich eignen sich dabei alle Verbindungselemente,
die eine belastbare Verbindung zwischen Fensterprofil und Folie ermöglichen. Geeignet
sind beispielsweise Klebeelemente oder mechanische Verbindungselemente.
[0050] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist eine erfindungsgemäße
Folienbahn daher auf ihrer Vorderseite mit einer beidseitig klebenden Klebstofffläche
A versehen. Grundsätzlich eignet sich als Klebstofffläche beispielsweise ein beliebiges,
beidseitig klebendes Klebeband, das vorzugsweise auf der die beiden unterschiedlichen
Folienbereiche trennenden Längsachse auf der Vorderseite der Folie aufgebracht ist.
Als beidseitig klebende Klebebänder eignen sich grundsätzlich alle haftklebrigen Klebebänder,
beispielsweise solche mit oder ohne Gewebeverstärkung. Vorzugsweise wird im Rahmen
der vorliegenden Erfindung als Klebstofffläche A ein gewebeverstärktes Klebeband eingesetzt.
[0051] Es ist jedoch erfindungsgemäß ebenso möglich, als Klebstofffläche A einen Schmelzklebstoff
oder einen Schmelzhaftklebstoff aufzutragen. Dabei wird gleichzeitig ein Trennpapier
zulaufen gelassen um den Klebstoff bis zur Verarbeitung zu schützen. Ebenso kann eine
Gewebeverstärkung eingebracht werden.
[0052] Die Klebstofffläche A kann beispielsweise im Rahmen der erfindungsgemäßen Folie ausschließlich
zum Herstellen einer Verbindung zwischen Folie und Fensterprofil dienen. Es ist jedoch
ebenfalls möglich, dass der Klebstofffläche A eine funktionelle Aufgabe innerhalb
der erfindungsgemäßen Folie zukommt, insbesondere eine Funktion im Hinblick auf den
Zusammenhalt der unterschiedlichen Folienbereiche entlang der oben beschriebenen Längsachse.
[0053] Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die
Klebstofffläche A eine Breite von 10 bis 50 mm, insbesondere von 20 bis 30 mm, auf.
[0054] Wenn eine erfindungsgemäße Folienbahn als Verbindungselement im Rahmen der vorliegenden
Erfindung eine Klebstofffläche A aufweist, so wird die Breite einer derartigen Klebstofffläche
mindestens so gewählt, dass die Klebstofffläche A als Verbindungselement dies ermöglicht,
die erfindungsgemäße Folienbahn derart mit dem Rahmenelement zu verbinden, dass mindestens
ein Abschluss der Folienbahn mit der Rückseite des Rahmenelements vorliegt. Im Rahmen
einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die Klebstofffläche
A daher eine Breite von mindestens etwa 20 bis mindestens etwa 300 mm, insbesondere
von mindestens etwa 25 bis mindestens etwa 200 mm oder mindestens etwa 30 bis mindestens
etwa 150 mm oder mindestens etwa 35 bis mindestens etwa 80 mm, auf. Es ist in diesem
Zusammenhang beispielsweise möglich, entsprechende erfindungsgemäße Folienbahnen mit
Klebstoffflächen A unterschiedlicher Breite herzustellen, wobei die Folienbahnen mit
einem Hinweis auf der Verpackung versehen werden für welche Rahmentiefe sie geeignet
sind.
[0055] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erfüllt die Klebefläche
A daher zusätzlich zu Ihrer Funktion, für eine Befestigung der Folie an einem Fensterprofil
geeignet zu sein, den Zweck, zumindest teilweise für den Zusammenhalt der unterschiedlichen
Folienbereiche der erfindungsgemäßen Folienbahn entlang der Längsachse zu sorgen.
[0056] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann eine erfindungsgemäße
Folienbahn entlang der Klebstofffläche A ganz oder teilweise mit mechanischen Befestigungselementen
ausgestattet sein, beispielsweise mit sogenannten Kedern, die sich in das Fensterprofil
einklemmen lassen. Die Keder können beispielsweise auf der Klebstofffläche befestigt
sein oder mechanisch, beispielsweise durch Einklemmen, mit der erfindungsgemäßen Folienbahn
verbunden sein.
[0057] Eine erfindungsgemäße Folienbahn weist demnach auf ihrer Vorderseite mindestens ein
Verbindungselement und auf der Vorderseite oder auf der Rückseite oder auf der Vorder
und der Rückseite eine überputzbare Beschichtung auf, wobei die überputzbare Beschichtung
die Vorderseite oder die Rückseite oder die Vorder- und die Rückseite vollflächig
oder in einem Randbereich oder in beiden Randbereichen bedeckt.
[0058] Die Rückseite einer erfindungsgemäßen Folienbands kann darüber hinaus weiterhin funktionell
ausgestaltet sein um die Anwendung der erfindungsgemäßen Folienbahn weiter zu vereinfachen.
[0059] So ist es beispielsweise möglich, die Rückseite der erfindungsgemäßen Folienbahn
in einem Randbereich oder in beiden Randbereichen mit einer Klebeschicht zu versehen.
Hierzu eignen sich grundsätzlich alle Klebstoffe, mit denen sich die Rückseite einer
erfindungsgemäßen Folienbahn beschichten lässt und die dazu geeignet sind, die Folienbahn
mit einem entsprechenden Untergrund zu verbinden. Geeignet sind beispielsweise Klebstoffe,
die in einer Schichtdicke aufgetragen werden können welche bei mindestens etwa 0,01
mm, vorzugsweise jedoch darüber, beispielsweise bei mindestens etwa 0,2, 0,3, 0,4
oder mindestens etwa 1,0 mm oder darüber, beispielsweise bei mindestens etwa 2, 3,
4 oder 5 mm liegt.
[0060] Die im Rahmen der vorliegenden Erfindung im Zusammenhang mit einer erfindungsgemäßen
Folienbahn beschriebenen Klebeschichten weisen vorzugsweise auf ihrer der Folie abgewandten
Seite eine Abdeckung auf. Geeignete Materialien für eine derartige Abdeckung sind
dem Fachmann bekannt. Beispielsweise geeignet sind Trennpapiere mit einer Silikonbeschichtung.
[0061] Die Herstellung der erfindungsgemäßen Folienbahnen kann im wesentlichen auf jede
beliebige, dem Fachmann bekannte Weise erfolgen. So ist es zwar aufwändig, jedoch
möglich, in einem ersten Schritt eines entsprechenden Herstellungsverfahrens jeweils
einer extrudierte Folie mit diffusionssperrenden Eigenschaften und eine extrudierte
Folie mit diffusionsoffenen Eigenschaften durch geeignete Maßnahmen noch im plastischen
Zustand überlappend entlang ihrer Längsachse an den Rändern zu verbinden. Ebenso ist
es möglich, zwei Folien mit entsprechenden Eigenschaften überlappend thermisch zu
verschweißen, sofern die Materialien dies zulassen. Eine weitere Möglichkeit zur Verbindung
zweier Folien mit entsprechenden Eigenschaften besteht beispielsweise in der überlappenden
Verklebung mit einem geeigneten Klebstoff.
[0062] Darüber hinaus ist es möglich, zwei Folien mit entsprechenden Eigenschaften unter
Verwendung einer geeigneten Klebstofffläche, beispielsweise unter Verwendung eines
doppelseitig klebenden Klebebandes, miteinander entlang der Folienränder zu verbinden.
Die Verbindung kann dabei beispielsweise so ausgeführt werden, dass beiden Folien
im wesentlichen randschlüssig miteinander verbunden werden. Es ist jedoch ebenso möglich,
zwischen den Folienrändern der zu verbindenden Folien einen Abstand zu belassen. Eine
Entsprechende Klebefläche kann dabei sowohl auf der Vorderseite der Folienbahn als
auch auf der Rückseite der Folienbahn aufgebracht sein.
[0063] Ebenso ist es möglich, zwei Folien mit entsprechenden Eigenschaften unter Verwendung
eines Schmelzklebstoffs miteinander entlang der Folienränder zu verbinden. Die Verbindung
kann dabei beispielsweise so ausgeführt werden, dass beiden Folien im wesentlichen
randschlüssig miteinander verbunden werden. Es ist jedoch ebenso möglich, zwischen
den Folienrändern der zu verbindenden Folien einen Abstand zu belassen. Die Verbindung
zwischen den beiden Folienbereichen kann dabei beispielsweise durch Einsatz eines
Gewebebandes in der Klebstofffläche verstärkt werden.
[0064] Die funktionelle Ausstattung der Folienbereiche, insbesondere die Ausstattung mit
überputzbaren Beschichtungen oder mit einem expandierbaren Schaumstoffband, kann vor
oder nach dem Zusammenfügen der diffusionsoffenen und der diffusionssperrenden Folienteile
erfolgen. So ist es beispielsweise möglich, zunächst die jeweiligen diffusionsoffenen
und diffusionssperrenden Folienteile her zustellen, diese zu der erfindungsgemäßen
Folienbahn zusammenzufügen und anschließend mit einer überputzbaren Beschichtung oder
einem expandierbaren Schaumstoffband oder beidem zu versehen. Es ist jedoch ebenso
möglich und im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugt, dass zunächst die einzelnen
bereits mit einer überputzbaren Beschichtung oder einem expandierbaren Schaumstoffband
oder beidem versehenen Folienteile hergestellt werden und diese anschließend zur erfindungsgemäßen
Folienbahn zusammengefügt werden.
[0065] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung einer
Folienbahn, bei dem
a. eine diffusionsoffene und eine diffusionssperrende Folie, die auf der Vorderseite
oder auf der Rückseite oder auf der Vorder und der Rückseite einen überputzbaren Bereich
aufweist entlang einer Längsachse verbunden und mit einem expandierbaren Schaumstoffband
ausgestattet werden oder
b. eine diffusionsoffene und eine diffusionssperrende Folie entlang einer Längsachse
verbunden werden und diese anschließend auf der Vorderseite oder auf der Rückseite
oder auf der Vorder- und der Rückseite mit einer Uberputzbaren Schicht versehen werden
sowie auf der Rückseite mit einem expandierbares Schaumstoffdichtband versehen werden,
wobei das expandierbare Schaumstoffdichtband in komprimierten Zustand weniger als
50 % seines Volumens im expandierten Zustand einnimmt.
[0066] In der Praxis hat es sich beispielsweise bewährt, eine erfindungsgemäße Folienbahn
dadurch herzustellen, dass eine Folie mit den gewünschten diffusionsoffenen oder diffusionssperrenden
Eigenschaften durch Extrusion hergestellt wird. Oberhalb und unterhalb des Extrusionsspalts
werden der noch weichen, extrudierten Folie Vliesstoffe zugeführt, die mittels Walzen
derart mit der extrudierten Folie verpresst werden, dass die Vliesstoffe auf der noch
weichen Folie haften und anschließend beim Abkühlen der Folie mit dieser verbunden
bleiben. Die Folie übernimmt dabei die Aufgabe eines Klebstoffs, der für den Zusammenhalt
zwischen Folie und Vliesstoff sorgt.
[0067] Diesem Herstellungsprinzip ist zu entnehmen, dass es sich bei einer "Folie" im erfindungsgemäßen
Sinne nicht unbedingt um ein Gebilde mit einer im wesentlichen glatten Oberfläche
handeln muss. Durch das hier beschriebene Herstellungsverfahren bedingt kann eine
Folie im erfindungsgemäßen Sinne auch eine entsprechend raue Oberfläche aufweisen.
Entscheidend ist das Grundprinzip das die Durchlässigkeit der Folie für Wasserdampf
und Wasser in den einzelnen Bereichen einer erfindungsgemäßen Folienbahn betrifft.
[0068] Ein entsprechender Effekt ist demnach nicht nur durch das oben beschriebene Verfahren
zu erzielen. Grundsätzlich eignet sich jedes Herstellungsverfahren im Rahmen der vorliegenden
Erfindung, bei dem eine Folie mit entsprechenden Eigenschaften auf beliebige Weise,
beispielsweise durch Verkleben oder durch das oben beschriebene Extrusionsverfahren
mit anschließender Kalandrierung, mit einer überputzbaren Beschichtung versehen werden
kann.
[0069] Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird das expandierbare
Schaumstoffdichtband erst an die Folienbahn angebracht, wenn die diffusionsoffene
und eine diffusionssperrende Folie bereits entlang ihrer Längsachse verbunden worden
sind.
[0070] Das expandierbare Schaumstoffdichtband kann grundsätzlich auf beliebige Weise auf
der Rückseite der Folienbahn befestigt werden. Das expandierbare Schaumstoffdichtband
kann beispielsweise auf der Folienbahnrückseite aufgeklebt, aufgeschweißt oder mechanisch,
beispielsweise durch Nähte oder Nieten, mit der Folienbahn verbunden werden. Vorzugsweise
wird das expandierbare Schaumstoffdichtband entlang Längsachse und mittig zur Querachse
auf die Folienbahnrückseite aufgebracht. Es ist jedoch auch möglich dass mehr als
ein expandierbares Schaumstoffdichtband, beispielsweise zwei, drei, vier, fünf oder
sechs oder mehr expandierbare Schaumstoffdichtbänder in mehr als einem Längsstreifen,
beispielsweise in zwei, drei, vier, fünf oder sechs oder mehr Längsstreifen, entlang
der Längsachse der Folienbahnrückseite verlaufen.
[0071] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann zuerst die Vorderseite oder die Rückseite
oder die Vorder- und Rückseite mit einer überputzbaren Schicht versehen werden und
dann das expandierbare Schaumstoffdichtband auf die Rückseite der Folienbahn aufgebracht
werden. Es ist jedoch ebenso möglich, dass zuerst das expandierbare Schaumstoffdichtband
oder die zwei oder mehr expandierbaren Schaumstoffdichtbänder auf die Rückseite der
Folienbahn aufgebracht werden und anschließend die Vorderseite oder die Rückseite
oder die Vorder und Rückseite mit einer überputzbaren Schicht versehen wird.
[0072] Das erfindungsgemäße Folienband kann am Fenster mechanisch, z. B. durch Einklemmen,
eine Kederverbindung oder mittels eines Selbstklebestreifens befestigt werden, der,
wie oben beschrieben, bereits auf der Vorderseite der Folienbahn aufgebracht- sein
kann, oder durch Einsatz eines Klebstoffs verklebt werden. Auf dem Baukörper dagegen
kann die Folienbahn mit einer Klebemasse, die in handelsüblichen Kartuschen oder Folienbeuteln
geliefert werden kann, verklebt werden. Dies hat den Vorteil, dass durch Aufbringen
einer entsprechenden Menge der Klebemasse die baustellenüblichen Unebenheiten der
Baukörperoberfläche rationell und sicher ausgeglichen werden können. Die Folienbahn
ist nach Trocknung des Klebstoffes mit allen bautechnisch üblichen Putzen überputzbar.
Sie kann überstrichen oder, was wichtig bei Wärmedämm-Verbundsystemen ist, durch Einsatz
aller handelsüblichen Klebstoffe mit Dammstoffen überklebt werden.
[0073] Wenn eine erfindungsgemäße Folienbahn auf der Rückseite im Randbereich mit einer
oder mehreren Klebeschichten ausgerüstet ist, so kann bei der Anbringung der erfindungsgemäßen
Folienbahn am Baukörper auch auf eine weitere Klebemasse verzichtet werden.
[0074] Aufgrund der geringen Dicke der verwendeten Materialien kann die erfindungsgemäße
Folienbahn schnell und korrekt auch in Ecken eingepasst werden. Die Summe der Eigenschaften
der Folie in Zusammenhang mit der rationellen Verarbeitung gewährleistet unter baustellenüblichen
Bedingungen sowohl die Wasserdichtigkeit als auch die Luft- und Winddichtigkeit, wobei
die erfindungsgemäße Folienbahn je nach Ausstattung und entsprechender Folienbreite
zum Gebäudeinneren hin die Wasserdampfdiffusion bremst bzw. fast vollständig verhindert
während sie auf der sogenannten kalten Seite wasserdampfdiffusionsoffen ist.
[0075] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, dass die Dicke einer erfindungsgemäßen
Folienbahn an ihrer dünnsten Stelle etwa 0,1 bis 1 mm, insbesondere etwa 0,4 bis etwa
0,7 mm beträgt.
[0076] Insgesamt weist eine erfindungsgemäße Folienbahn vorzugsweise mindestens eines oder
mehrere der folgenden Merkmale aufweist:
- die Breite der Folienbahn beträgt 5 bis 80 cm
- die Dicke der Folienbahn beträgt an ihrer dünnsten Stelle 0,1 bis 1 mm, insbesondere
0,4 bis 0,7 mm
- die Dicke der Folienbahn und die Art des Klebstoffs der Klebstofffläche A, sofern
eine Klebstofffläche A vorliegt, sowie die Breite der Klebstoff fläche A sind derart
aufeinander abgestimmt, dass die Folienbahn alleine durch Kleben und ohne mechanische
Befestigung dauerhaft an Fensterprofilen befestigbar ist.
[0077] Die erfindungsgemäßen Folienbahnen können gerollt oder beispielsweise gefaltet, insbesondere
in zick-zack Form, dem Anwender zur Verfügung gestellt werden. Es ist jedoch ebenso
möglich und im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass Fenster bzw. Fensterprofile
bereits mit einer erfindungsgemäßen Folienbahn ausgerüstet werden.
[0078] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher auch ein Fensterrahmen mit einer
angeklebten oder eingeklemmten oder in sonstiger Weise verbundenen diffusionssperrenden
und diffusionsoffenen Folienbahn, gemäß der vorliegenden Erfindung.
[0079] Fensterrahmen können dabei bereits werksseitig mit der Folienbahn ausgerüstet werden,
so dass sie auf der Baustelle nur eingesetzt und die Folienbahn angeklebt sowie verputzt
werden muss.
[0080] Besonders vorteilhaft kann die erfindungsgemäße Folienbahn zum Abdichten der Anschlüsse
von Fensterrahmen an tragende Baukörper bei Lochfenstern oder vorgehängten Fassaden
sowie bei ein- oder mehrschichtigen Fassaden und mit Wärmedämm-Verbundsystemen zu
beschichtenden Fassaden eingesetzt werden.
[0081] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung, teilweise anhand von Zeichnungen,
näher beschrieben. Es zeigen
- Figur 1
- einen Schnitt durch einen Außenwandteil im Bereich eines Fensters bei einer mit einem
Wärmedämm-Verbundsystem ausgestatteten Fassade mit der Verwendung einer Folienbahn
gemäß dem Stand der Technik in einer wasserdampfdiffusionssperrenden Ausführung auf
der Innenseite des Fensters,
- Figur 2
- einen Schnitt durch einen Außenwandteil aus wärmedämmendem Baustoff, im Bereich des
Fensters mit der Verwendung einer Folienbahn gemäß Stand der Technik in diffusionsoffener
Ausführung an der Außenseite des Fensters und
- Figur 3
- einen Schnitt durch einen Außenwandteil, im Bereich des Fensters mit der Verwendung
einer erfindungsgemäßen Folienbahn, die zur Innenseite einen wasserdampfdiffusionssperrenden
Folienbereich, zur Außenseite einen wasserdampfdiffusionsoffenen Folienbereich aufweist.
[0082] In allen Zeichnungen haben gleiche Bezugszeichen die gleiche Bedeutung und werden
daher gegebenenfalls nur einmal erläutert.
Erläuterung der Verwendung anhand der Zeichnungen
[0083] In Figur 1 ist ein winddichter Fensteranschluss auf der Innenseite unter Verwendung
einer aus dem Stand der Technik, bekannten Folienbahn in dampfsperrender Ausführung
dargestellt. Ein Fensterrahmen 1 ist in üblicher Weise mit der Fassade 2 verbunden.
Gezeigt wird der luft- und winddichte wasserdampfdiffusionsbremsende Anschluß des
Fensterrahmens 1 an das tragende Mauerwerk 3. Dazu wird eine Dampfsperrfolienbahn
4 an das Profil des Fensterrahmens 1 angeklebt. Die Folienbahn 4 weist dazu einen
etwa 2 cm breiten Seibstkiebestreifen an ihrem einen Rand auf. Der andere Rand der
Folienbahn 4 wird mittels einer Klebstoffpaste 5 an das tragende Mauerwerk 3, welches
natürlich auch eine Betonwand sein kann, angeklebt. Auf diesen am Mauerwerk 3 angeklebten
Teil der Folienbahn 4 kann dann in üblicher Weise der Innenputz 6 in nur geringer
Dicke aufgebracht werden.
[0084] In Figur 2 ist ein winddichter Fensteranschluss auf der Außenseite unter Verwendung
einer aus dem Stand der Technik bekannten Folienbahn in diffusionsoffener Ausführung
dargestellt. Ein Fensterrahmen 1 ist in üblicher Weise mit dem wärmedämmenden, tragenden
Mauerwerk 3 verbunden. Gezeigt wird der luft- und winddichte, wasserdichte aber wasserdampfdiffusionsoffene
Anschluß des Fensterrahmens 1 an das tragende Mauerwerk 3. Dazu wird die Folienbahn
4 an das Profil des Fensterrahmens 1 angeklebt. Die Folienbahn 4 weist dazu einen
etwa 2 cm breiten Selbstklebestreifen an ihrem einen Rand auf. Der andere Rand der
Folienbahn 4 wird mittels einer Klebstoffpaste 7 an das tragende Mauerwerk 3 angeklebt.
Auf diesem am Mauerwerk 3 angeklebten Teil der Folienbahn 4a kann dann in üblicher
Weise der Außenputz 8 aufgebracht werden.
[0085] In Figur 3 ist eine kombinierte Abdichtung auf der Innen- und Außenseite mit einer
erfindungsgemäßen wasserdampfdiffusionsbremsenden und wasserdampfdiffusionsoffenen
Folienbahn dargestellt. Ein Fensterrahmen 1 ist in üblicher Weise mit dem tragenden
Mauerwerk 3 verbunden. Die erfindungsgemäße Folienbahn mit Bereichen 4a und 4b wird
nun so am Fensterprofil 1 angebracht, dass der wasserdampfdiffusionssperrende Bereich
4a der erfindungsgemäßen Folienbahn sich auf der zum Gebäudeinneren gerichteten Seite,
der wasserdampfdiffusionsoffene Bereich 4b der erfindungsgemäßen Folienbahn sich auf
der zur Außenseite gerichteten Seite des Fensterprofils 1 befindet. Die Folie ist
in den Randbereichen der Folienbereiche 4a und 4b mittels einer Klebstoffschicht 7
am Mauerwerk befestigt. Die Haftung am Fensterprofil 1 wird durch ein doppelseitig
klebendes Klebeband 10 mit Gewebeverstärkung erzielt. Zwischen Fensterprofil und Mauerwerk
befindet sich ein expandierter Streifen 9 eines Schaumstoffbandes. Auf der Innenseite
kann dann auf dem überputzbar beschichteten wasserdampfdiffusionssperrenden Bereich
4a der Folienbahn ein Innenputz 6 in üblicher Dicke und auf der Außenseite mit dem
wasserdampfdiffusionsoffenen Bereich der Folie 4a ein Außenputz oder, wie hier dargestellt,
ein Wärmedämmsystem aufgebracht werden.
Bezugszeichenliste
[0086]
- 1
- Fensterrahmen, Fensterprofil
- 2
- Fassade
- 3
- tragendes Mauerwerk
- 4
- Folienbahn
- 4a
- Folienbereich, wasserdampfdiffusionssperrend
- 4b
- Folienbereich, wasserdampfdiffusionsoffen
- 5
- Klebstoff-Paste
- 6
- Innenputz
- 7
- Klebstoffschicht
- 8
- Außenputz
- 9
- expandiertes Schaumstoffband
- 10
- Doppelklebeband
1. Folienbahn (4a, 4b) für den Baubereich, die teilweise diffusionsoffen und teilweise
diffusionssperrend ausgebildet ist, wobei die Folienbahn (4a, 4b), von einer in Längsrichtung
der Bahn verlaufenden Achse aus gesehen auf einer Seite der Achse einen diffusionsoffenen
(4b) und auf der anderen Seite der Achse einen diffusionssperrenden (4a) Follenbereich
aufweist und deren Vorderseite oder Rückseite oder Vorder- und Rückseite einen überputzbaren
Bereich umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienbahn (4a, 4b) auf der Rückseite mit einem expandierbaren Schaumstoffdichtband
(9) versehen ist, das im komprimierten Zustand weniger als 50 % seines Volumens im
expandierten Zustand einnimmt.
2. Folienbahn (4a, 4b) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie entlang der die Folienbahn (4a, 4b) in einen diffusionsoffenen (4b) und einen
diffusionssperrenden (4a) Bereich teilenden Längsachse auf der Vorderseite mit einem
Verbindungselement (10) versehen ist.
3. Folienbahn (4a, 4b) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die die Folienbahn (4a, 4b) in einen diffusionsoffenen (4b) und einen diffusionssperrenden
(4a) Bereich teilende Längsachse in einem um 30% oder weniger um die Mittellängsachse
der Folienbahn liegenden Bereich angeordnet ist.
4. Folienbahn (4a, 4b) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie in mindestens einem Randbereich auf der Rückseite der Folienbahn mindestens eine
doppelseitig klebende Klebstofffläche (7) B oder ein sonstiges Verbindungselement
aufweist.
5. Folienbahn (4a, 4b) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass sie eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweist:
a. die Breite der Folienbahn (4a, 4b) beträgt 5 bis 80 cm
b. die Dicke der Folienbahn (4a, 4b) beträgt an ihrer dünnsten Stelle 0,1 bis 1 mm,
insbesondere 0,4 bis 0,7 mm.
6. Folienbahn (4a, 4b) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Verbindungselement (10) eine Klebstofffläche A oder einen Keder oder beides
aufweist.
7. Folienbahn (4a, 4b) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstofffläche (10) A eine Breite von 10 bis 50 mm, insbesondere von 20 bis
30 mm, aufweist.
8. Fensterprofil (1) mit einer daran befestigten Folienbahn (4a, 4b) nach einem der Ansprüche
1 bis 7.
9. Verfahren zur Herstellung einer Folienbahn (4a, 4b) nach einem der Ansprüche 1 bis
7, bei dem
a. eine diffusionsoffene (4b) und eine diffusionssperrende (4a) Folie, die auf der
Vorderseite oder auf der Rückseite oder auf der Vorder- und der Rückseite einen überputzbaren
Bereich aufweist entlang einer Längsachse verbunden und mit einem expandierbaren Schaumstoffband
(9) ausgestattet werden oder
b. eine diffusionsoffene (4b) und eine diffusionssperrende (4a) Folie entlang einer
Längsachse verbunden werden und diese anschließend auf der Vorderseite oder auf der
Rückseite oder auf der Vorder- und der Rückseite mit einer überputzbaren Schicht versehen
werden sowie auf der Rückseite mit einem expandierbaren Schaumstoffdichtband (9) versehen
werden, wobei das Schaumstoffdichtband (9) im komprimierten Zustand weniger als 50
% seines Volumens im expandierten Zustand einnimmt.
10. Verwendung einer Folienbahn (4a, 4b) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 zum Abdichten
der Anschlüsse von Fensterrahmen (1) an tragende Baukörper (3) bei Lochfenstern oder
vorgehängten Fassaden sowie bei ein- oder mehrschichtigen Fassaden und mit Wärmedämm-Verbundsystemen
zu beschichtenden Fassaden.
1. A film web (4a, 4b) for the construction sector, which is configured to be partially
permeable and partially impermeable to diffusion, the film web (4a, 4b), when viewed
from an axis extending in the longitudinal direction of the web, comprising a diffusion-permeable
film region (4b) on one side of the axis and a diffusion-impermeable film region (4a)
on the other side of the axis, and the front or rear or front and rear of which film
web comprises an area which can be rendered over, characterised in that the film web (4a, 4b) is provided on the rear with an expandable foam sealing strip
(9), which in the compressed state occupies less than 50 % of its volume in the expanded
state.
2. A film web (4a, 4b) according to claim 1, characterised in that it is provided on the front with a connecting element (10) along the longitudinal
axis dividing the film web (4a, 4b) into a diffusion-permeable region (4b) and a diffusion-impermeable
region (4a).
3. A film web (4a, 4b) according to claim 1 or claim 2, characterised in that the longitudinal axis dividing the film web (4a, 4b) into a diffusion-permeable region
(4b) and a diffusion-impermeable region (4a) is arranged in a region 30% or less away
from the central longitudinal axis of the film web.
4. A film web (4a, 4b) according to any one of claims 1 to 3, characterised in that its comprises an adhesive area (7) B adhesive on both sides or another connecting
element in at least one edge region on the rear of the film web.
5. A film web (4a, 4b) according to any one of claims 1 to 4,
characterised in that it comprises one or more of the following features:
a. the width of the film web (4a, 4b) amounts to 5 to 80 cm
b. the thickness of the film web (4a, 4b) amounts at its thinnest point to 0.1 to
1 mm, in particular 0.4 to 0.7 mm.
6. A film web (4a, 4b) according to any one of claims 1 to 5, characterised in that it comprises as connecting element (10) an adhesive area A or a weatherstrip or both.
7. A film web (4a, 4b) according to claim 6, characterised in that the adhesive area (10) A has a width of 10 to 50 mm, in particular of 20 to 30 mm.
8. A window profile (1) with a film web (4a, 4b) according to any one of claims 1 to
7 attached thereto.
9. A method of producing a film web (4a, 4b) according to any one of claims 1 to 7, in
which
a. a diffusion-permeable film (4b) and a diffusion-impermeable film (4a), which comprise
a region on the front or the rear or on the front and rear which can be rendered over,
are joined together along a longitudinal axis and provided with an expandable foam
strip (9) or
b. a diffusion-permeable film (4b) and a diffusion-impermeable film (4a) are joined
together along a longitudinal axis and they are then provided on the front or the
rear or on the front and the rear with a layer which can be rendered over and on the
rear with an expandable foam sealing strip (9), the foam sealing strip (9) occupying
in the compressed state less than 50 % of its volume in the expanded state.
10. Use of a film web (4a, 4b) according to any one of claims 1 to 7 for sealing the joints
of window frames (1) to load-bearing structural elements (3) in the case of punched
opening windows or curtain-type facades and in the case of single- or multi-layer
facades and facades to be coated with composite heat-insulating systems.
1. Feuille en bande (4a, 4b) pour le secteur de la construction, laquelle bande est réalisée
en partie de manière ouverte à la diffusion et en partie de manière à empêcher la
diffusion, la feuille en bande (4a, 4b) présentant, vue depuis un axe allant dans
le sens longitudinal de la bande, une zone de feuille ouverte à la diffusion (4b)
d'un côté de l'axe et une zone de feuille antidiffusion (4a) de l'autre côté de l'axe,
et l'avant ou l'arrière ou l'avant et l'arrière de ladite feuille comprenant une zone
pouvant être recouverte de crépi, caractérisée en ce que la feuille en bande (4a, 4b) est pourvue, sur l'arrière, d'une bande d'étanchéité
en mousse expansive (9) qui, à l'état comprimé, occupe moins de 50 % de son volume
expansé.
2. Feuille en bande (4a, 4b) selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'elle est pourvue d'un élément de liaison (10) sur l'avant le long de l'axe longitudinal
qui sépare la feuille en bande (4a, 4b) en une zone ouverte à la diffusion (4b) et
une zone antidiffusion (4a).
3. Feuille en bande (4a, 4b) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'axe longitudinal qui sépare la feuille en bande (4a, 4b) en une zone ouverte à
la diffusion (4b) et une zone antidiffusion (4a) est situé dans une zone qui se trouve
à raison de 30 % ou moins autour de l'axe longitudinal médian de la feuille en bande.
4. Feuille en bande (4a, 4b) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'elle comporte, dans au moins une zone de bord, sur l'arrière de la feuille en bande,
au moins une surface de colle (7) B collante des deux côtés ou un autre élément de
liaison.
5. Feuille en bande (4a, 4b) selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce qu'elle présente l'une ou plusieurs des caractéristiques suivantes :
a) la largeur de la feuille en bande (4a, 4b) est de 5 à 80 cm ;
b) l'épaisseur de la feuille en bande (4a, 4b) est, en son endroit le plus mince,
de 0,1 à 1 mm, et plus particulièrement de 0,4 à 0,7 mm.
6. Feuille en bande (4a, 4b) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'elle comporte, en tant qu'élément de liaison (10), une surface de colle A ou un bourrelet
ou les deux.
7. Feuille en bande (4a, 4b) selon la revendication 6, caractérisée en ce que la surface de colle (10) A présente une largeur de 10 à 50 mm, et plus particulièrement
de 20 à 30 mm.
8. Profilé de fenêtre (1) avec une feuille en bande (4a, 4b) selon l'une des revendications
1 à 7 qui y est fixée.
9. Procédé de fabrication d'une feuille en bande (4a, 4b) selon l'une des revendications
1 à 7, dans lequel :
a) une feuille ouverte à la diffusion (4b) et une feuille antidiffusion (4a) présentent,
sur l'avant ou sur l'arrière ou sur l'avant et sur l'arrière, une zone pouvant être
recouverte de crépi, sont reliées le long d'un axe longitudinal et dotées d'une bande
en mousse expansive (9) ou
b) une feuille ouverte à la diffusion (4b) et une feuille antidiffusion (4a) sont
reliées le long d'un axe longitudinal et sont ensuite pourvues, sur l'avant ou sur
l'arrière ou sur l'avant et sur l'arrière, d'une couche pouvant être recouverte de
crépi et sont pourvues, sur l'arrière, d'une bande d'étanchéité en mousse expansive
(9), la bande d'étanchéité en mousse (9), occupant, à l'état comprimé, moins de 50
% de son volume expansé.
10. Utilisation d'une feuille en bande (4a, 4b) selon l'une des revendications 1 à 7 pour
rendre étanches les jonctions de châssis de fenêtres (1) au niveau de corps de construction
porteurs (3) dans le cas de fenêtres simples ou de bardages de façades ainsi que dans
le cas de façades à une ou plusieurs couches et de façades à recouvrir de systèmes
composites d'isolation thermique.