[0001] Die Erfindung betrifft eine Wicklungsanordnung mit zumindest zwei nebeneinander in
einer Reihe angeordneten Wicklungen. Aus der
US-Patentschrift 4,318,066 ist eine Transformatorwicklung bekannt, die koaxial von einem rohrförmigen elektrostatischen
Schild umgeben ist. Das Schild erstreckt sich über die gesamte axiale Länge der Wicklung
und schließt mit beiden Wicklungsstirnseiten ab. Zwischen der Wicklung und dem elektrostatischen
Schild sind noch drei weitere rohrförmige, die Wicklung umgebende Schilder vorgesehen,
die gestuft von außen nach innen in ihrer axialen Länge abnehmen und alle mit der
oberen Wicklungsstirnseite der Wicklung abschließen. Dort ist auch der Anschluss der
Wicklung vorgesehen. Die in ihrer Länge variierenden elektrostatischen Schilder sind
dazu vorgesehen, bei einer Impulsspannungsbeanspruchung der Wicklung eine gleichmäßige
Spannungsverteilung entlang der Wicklung zu erreichen; dabei wirken die elektrostatischen
Schilder wie Kondensatoren zur Spannungsableitung.
[0002] In der
US 3,353,129 ist eine Wicklungsanordnung mit einer Unterspannungswicklung offenbart, die um einen
Transformatorkern gewickelt ist. Die Unterspannungswicklung ist von einer Oberspannungswicklung
umgeben, die konzentrisch zueinander verlaufende Wicklungsebenen aufweist, wobei die
Wicklungen der Wicklungsebenen auf Isolierelementen aufgewickelt sind. Darüber hinaus
ist eine Abschirmung vorgesehen, die beide Wicklungen konzentrisch umschließt. Die
Abschirmung weist neben einer aus Isolierstoff bestehende Tragstruktur unter anderem
eine leitende Schicht auf, die elektrisch mit der Hochspannungsseite verbunden ist.
An den beiden freien Enden bildet die Abschirmung rohrförmige Schilde aus, die in
axialer Richtung die äußerste Wicklungsschicht überragen.
[0003] Die
US 3,039,042 offenbart einen Transformator mit Primär- und Sekundärwicklung sowie mit einer Abschirmung
zum elektrostatischen Abschirmen der Wicklungen.
[0005] Wicklungsanordnungen mit zumindest zwei nebeneinander in Reihe angeordneten Wicklungen,
wie sie beispielsweise für Drosseln vorgesehen sind, können beispielsweise einen entsprechenden
Kern aufweisen, wobei jede der Wicklungen einen Schenkel des Kerns umschließt, der
außerhalb der Wicklungen mit Kernjoch magnetisch zu einem geschlossenen Kreis verbunden
sind. Weiterhin ist es üblich, eine solche Wicklungsanordnung in einem Kessel, gebildet
mit leitfähigen Wänden unterzubringen und den Kessel mit einem Isoliermedium, beispielsweise
Kühlöl, zu füllen.
[0006] Auch können solche Wicklungsanordnungen für Transformatoren vorgesehen sein, wobei
jede der beiden Wicklungen je eine Transformatorwicklung einer jeweiligen Transformatorwicklungskombination
bildet. Die mit den Wicklungen gebildeten Transformatorwicklungen sind dabei jeweils
einer Phase und einer elektrischen Seite, beispielsweise der Primärseite des Transformators
zugeordnet, wobei jede der Transformatorwicklungskombinationen eine zweite Transformatorwicklung
aufweist, die die andere elektrische Seite der entsprechenden Phase bildet.
[0007] Insbesondere bei einer Anwendung der Wicklungsanordnung bei einer Drossel oder eines
Transformators für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Anwendungen (HGÜ) kommt
es neben einer Beaufschlagung der Wicklungen mit einer oberwellenbehafteten elektrischen
Wechselspannung auch zu einer Gleichspannungsbeaufschlagung. Dementsprechend müssen
die Wicklungen für die Beaufschlagung mit solchen Oberwellen bzw. Gleichspannungen
ausgelegt sein. Entsprechend werden die Wicklungen vor Inbetriebnahme einer entsprechenden
Wechselspannungs- und Gleichspannungsprüfung unterzogen. Bei einer solchen Gleichspannungsprüfung
werden die Wicklungen eineln nacheinander oder alle gemeinsam mit einer Prüfgleichspannung
beaufschlagt.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Wicklungsanordnung anzugeben, die eine hohe elektrische
Festigkeit aufweist.
[0009] Die Aufgabe wird mit einer Wicklungsanordnung mit zumindest zwei nebeneinander in
einer Reihe angeordneten Wicklungen, die jeweils von einer mit einem Isolierstoff
ausgebildeten Barrierenanordnung umgeben sind und mit jeweils einem rohrförmigen elektrischen
Schild im Bereich jeder der beiden Wicklungsstirnseiten von zumindest einer der Wicklungen,
wobei jedes Schild die zumindest eine Wicklung koaxial unter Belassung eines Zwischenspalts
umgibt und sich axial über die jeweilige Wicklungsstirnseite hinaus nach außen derart
erstreckt, dass seine axiale relativ zur jeweiligen Wicklungsstirnseite bezogene Höhe
gleich oder größer als die Hälfte der radialen Breite des Zwischenspalts ist.
[0010] Dadurch, dass die Wicklungen jeweils von einer mit Isolierstoff ausgebildeten Barrierenanordnung
umgeben sind, ist eine hohe elektrische Isolierung gegenüber einem möglicherweise
vorhandenen Kernschenkel und auch gegenüber einem möglicherweise vorhandenen Kessel,
der innenseitig magnetische Kesselwandabschirmungen aufweisen kann und in dem die
Wicklungsanordnung angeordnet ist, also gegenüber außerhalb der Wicklung liegenden
elektrischen Teilen, gegeben. Zusätzlich ist mit den rohrförmigen elektrischen Schilden
im Bereich jeder Wicklungsstirnseite erreicht, dass dort das elektrische Feld derart
geführt ist, dass dort eine möglichst geringe elektrische Belastung der Barrierenanordnung
erfolgt. Geht man davon aus, dass die Barrierenanordnung zumindest eine Wand aus Isolierstoff
aufweist, die die Wicklung umgibt und dabei insbesondere an den Wicklungsstirnseiten
der einen Wicklung die radial außen liegende, von der Wicklungsmantelfläche und der
Wicklungsstirnseite gebildete Wicklungskante umgreift, so ist mit den Schilden insbesondere
erreicht, dass die sich zwischen dem Schild und der entsprechenden Wicklung - insbesondere
deren Wicklungskante - ausbildende elektrische Feldstärke, die beispielsweise bei
einer Gleichspannungsbeaufschlagung oder Gleichspannungsprüfung der Wicklungen auftritt,
im wesentlichen senkrecht auf der Oberfläche der Wand der Barrierenanordnung stehend
in diese einmündet bzw. aus dieser wieder austritt. Es treten also hierbei sehr geringe
tangentiale, also entlang der Oberfläche der Wand der Barrierenanordnung gerichtete
elektrische Feldstärkekomponenten auf. Bei einer Ausführung ohne Schilde stellt sich
bei einer solchen Gleichspannungsbeaufschlagung insbesondere in den Bereichen der
Barrierenanordnung, in denen die Wicklungskanten der beiden benachbarten Wicklungen
nahe aneinanderliegen ein im wesentlichen sich in axialer Richtung gerichtetes elektrisches
Feld ein. Dies bewirkt, dass gerade in dem zur äußeren Wicklungskante benachbarten
Bereich der Barrierenanordnung starke tangentiale, entlang der Oberfläche der Wand
der Barrierenanordnung gerichtete elektrische Feldstärken auftreten, die zu einem
elektrischen Fehler führen können. Bei der Auslegung der Schilder im Hinblick auf
die relativ zur jeweiligen Wicklungsstirnseite bezogenen Höhe, um die jedes Schild
die Wicklungsstirnseite übersteigt, hat sich herausgestellt, dass es für eine gute
Feldführung ausreicht, wenn diese Höhe mindestens die Hälfte der radialen Breite des
Zwischenspalts beträgt. Insoweit muss die Höhe bei größer werdender radialer Breite
des Zwischenspalts auch entsprechend anwachsen. Insbesondere bei einer Verwendung
der erfindungsgemäßen Wicklungsanordnung für eine Drossel, bei der die beiden elektrischen
Wicklungen parallelgeschaltet sind, erweist sich die erfindungsgemäße Ausbildung der
Wicklungsanordnung als besonders vorteilhaft. Durch das Vorsehen der Barrierenanordnung
und der elektrostatischen Schilde ist darüber hinaus ein besonders kompakter Aufbau
der Wicklungsanordnung mit dem Kessel ermöglicht, da die sich insbesondere bei einer
Gleichspannungsbeaufschlagung ausbildenden elektrischen Felder - wie beschrieben -
geführt und auch nach außen hin vergleichmäßigt sind, wodurch die Wahrscheinlichkeit
eines Überschlags zwischen einer der Wicklungen und außerhalb der Wicklungen angeordneten
elektrisch leitfähigen Teile auf anderem Potential verringert ist. Eine elektrisch
besonders sichere Wicklungsanordnung ergibt sich, wenn alle Wicklungen im Bereich
ihrer Wicklungsstirnseiten solche Schilder aufweisen, wie sie bei der zumindest einen
Wicklung vorgesehen sind.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung sind die beiden elektrischen Schilde gemeinsam
mit einer durchgehenden, sich axial über die gesamte Wicklung erstreckenden rohrförmigen
Gesamtschild gebildet. Hierdurch ist entlang der gesamten Wicklung eine entsprechende
Abschirmung nach außen erreicht. Dies erweist sich besonders vorteilhaft bei einer
Anordnung der erfindungsgemäßen Wicklungsanordnung in einem Kessel, bei dem zur besseren
magnetischen Feldführung außerhalb der Wicklung parallel zu den Kernjochen ausgerichtete
und im Inneren des Kessels an der Kesselwand angeordnete Magnetkernpakete vorgesehen
sind. Bei Wicklungsanordnungen ohne elektrische Schilden können sich an den üblicherweise
bei den Magnetblechpaketen vorhanden Ecken und Kanten ausbildende Feldstärkeerhöhungen
zu Überschlägen zwischen der Wicklung und den Magnetblechpaketen führen. Durch die
elektrischen Schilder ist der elektrische Feldverlauf zwischen Wicklung und der Kesselwand
bzw. den Magnetblechpaketen vergleichmäßigt, wodurch die Gefahr eines elektrischen
Überschlags zwischen Wicklung und Kesselwand stark verringert ist.
[0012] Vorzugsweise bildet die Wicklungsanordnung eine Drossel für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungssysteme
(HGÜ-Systeme). Die erfindungsgemäße Wicklungsanordnung eignet sich besonders für eine
solche Drossel.
[0013] Nach einer anderen bevorzugten Ausgestaltung bildet jede der beiden Wicklungen jeweils
eine äußere Transformatorwicklung einer jeweiligen Transformatorwicklungskombination,
wobei jede Transformatorwicklungskombination die äußere Transformatorwicklung aufweist,
die eine innere Transformatorwicklung koaxial umgibt. Die beiden Transformatorwicklungen
sind dabei magnetisch gekoppelt und dienen der Transformation einer elektrischen Phase,
beispielsweise eines mehrphasigen elektrischen Netzes.
[0014] Bevorzugt ist die Wicklungsanordnung Bestandteil eines Transformators für HGÜ-Systeme.
In solchen HGÜ-Systemen kann eine Beaufschlagung des Transformators mit einer hohen
Gleichspannung erfolgen; aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist die Wicklungsanordnung
daher für einen solchen Transformator besonders gut geeignet.
[0015] Die Barrierenanordnung kann zum Umgreifen der äußeren Wicklungskante beispielsweise
so ausgebildet sein, dass die Wand mit einem die Wicklung radial umgebenden Rohr aus
Isolierstoff, das über die Wicklungsstirnseite hinausragt, und mit je einer das Isolierstoffrohr
deckelartig an jeder Stirnseite verschließenden Isolierstoffscheibe gebildet ist.
In einer bevorzugten Ausgestaltung weist jede Barrierenanordnung im Bereich der Wicklungsstirnseiten
jeweils zumindest einen abgerundeten Außenwinkelring auf, der die äußere Wicklungskante
umgreift.
[0016] In einer bevorzugten Ausgestaltung weisen die Schilde im Bereich ihrer Enden jeweils
eine Abschirmung zur Feldführung auf. Mit der Abschirmung zur Feldführung sind hohe
Konzentrationen elektrischer Feldstärke im Bereich der Enden der Schilde vermieden.
[0017] Vorzugsweise ist die Wicklungsanordnung in einem leitfähigen Kessel angeordnet.
[0018] Im folgenden ist die erfindungsgemäße Wicklungsanordnung anhand der Zeichnung näher
erläutert.
[0019] Es zeigen:
Figur 1 eine Schnittdarstellung einer Drossel mit der erfindungsgemäßen Wicklungsanordnung,
Figur 2 einen Transformator mit der erfindungsgemäßen Wicklungsanordnung,
Figur 3 einen Ausschnitt einer Wicklungsanordnung mit einer Abschirmung zur Feldführung
in einer ersten Modifikation und
Figur 4 einen Ausschnitt einer Wicklungsanordnung mit einer Abschirmung zur Feldführung
in einer zweiten Modifikation.
[0020] In Figur 1 ist eine Wicklungsanordnung mit zwei nebeneinander in einer Reihe angeordneten
Wicklungen 1 und 2, die sich jeweils entlang einer Achse 85 und 86 erstrecken, dargestellt.
Die elektrischen Anschlüsse der Wicklungen 1 und 2 sind der Übersichtlichkeit halber
in Figur 1 weggelassen. Jede der Wicklungen 1 und 2 ist von einer jeweiligen aus Isolierstoff
gebildeten Barrierenanordnung 3 bzw. 4 umgeben. Jede der Barrierenanordnungen 3 und
4 weist an jeder der Wicklungsstirnseiten 5, 6, 7 und 8 einen Außenwinkelring 9, 10
bzw. 11, 12 auf. Ebenso ist an den Wicklungsstirnseiten 5, 6 bzw. 7, 8 ein Innenwinkelring
13, 14 bzw. 15, 16 vorgesehen. Die Außenwinkelringe 9, 10 bzw. 11, 12 umgreifen jeweils
die mit der Wicklungsmantelfläche 17 bzw. 18 und der angrenzenden Wicklungsstirnseite
5 bzw. 6 sowie 7 bzw. 8 gebildete, radial außen liegende Wicklungskante 19 bzw. 20
sowie. 21 bzw. 22. Die Innenwinkelringe 13, 14 bzw. 15, 16 umgreifen jeweils eine
radial innen liegende Wicklungskante 19A, 20A bzw. 21A, 22A.
[0021] Zur Abschirmung sind vorliegend bei beiden Wicklungen 1 und 2 in den Bereichen ihrer
Wicklungsstirnseiten 5, 6 bzw. 7, 8 die rohrförmigen Gesamtschilde 23 bzw. 24 vorgesehen.
Die Gesamtschilde 23 und 24 umgeben die Wicklungen 1 bzw. 2 unter Belassung eines
Zwischenspalts 23A und 24A und sind an Erdpotential angelenkt, d. h. über eine Verbindung
mit Erdpotential verbunden. Vorliegend erstrecken sich die Gesamtschilde 23 und 24
jeweils über die gesamte axiale Länge der zugeordneten Wicklungen 1 bzw. 2 und an
den Wicklungsstirnseiten 5, 6 bzw. 7, 8 über die Wicklungsstirnseiten hinaus, und
zwar derart, dass - wie beispielhaft am Gesamtschild 23 erläutert - die axiale, relativ
zur Wicklungsstirnseite 5 bezogene Höhe B mehr als die Hälfte der radialen Breite
A des Zwischenspalts 23A ist.
[0022] Betrachtet man beispielsweise die Wicklungskante 19, so ist diese mit dem Außenwinkelring
9 besonders gut elektrisch gegenüber außerhalb der Wicklung 1 angeordneten leitfähigen
Teile - wie z. B. dem Kern 25, dem Kessel 26 oder den im Kessel 26 an dessen Wand
27 angeordneten Magnetblechpaket 28 - isoliert. Mit dem Gesamtschild 23 ist in diesem
Bereich zusätzlich erreicht, dass das von der Wicklungsstirnseite 5 und der Wicklungsmantelfläche
17 im Bereich der Wicklungskante 19 ausgehende, sich im Betrieb oder bei einer Gleichspannungsprüfung
einstellende elektrische Feld derart geführt ist, dass es auf den Oberflächen 29 und
30 des Außenwinkelrings 9 nahezu senkrecht steht und auf dem Schild 23 endet. Insoweit
ist hierdurch die elektrische Belastung der Barrierenanordnung 3 im Bereich der Wicklungskante
19 bei Beaufschlagung mit einer Gleichspannung im Betrieb oder bei einer Gleichspannungsprüfung
gering.
[0023] Wären die Gesamtschilde 23 und 24 nicht vorhanden, so würde sich insbesondere bei
einer - insbesondere gleichzeitigen - Gleichspannungsbeaufschlagung der Wicklungen
1 und 2 im Bereich der sehr nahe beieinander liegenden Wicklungskanten 19 und 21,
also im Kernfenster 31 des Kerns 25, ein elektrisches Feld ergeben, das im wesentlichen
in axialer Richtung verläuft, also nicht mehr senkrecht auf den Oberflächen 29 und
39 des Außenwinkelrings 9 und den entsprechenden Oberflächen des Außenwinkelrings
11 steht. Dadurch würde es zu einer starken elektrischen Beanspruchung entlang der
Oberfläche 29 bzw. 30 insbesondere im Bereich nah bei der Wicklungskante 19 kommen,
die zu einem elektrischen Fehler führen kann.
[0024] Die Barrierenanordnungen 3 und 4 mit ihren Außenwinkelringen 9, 10, 11 und 12 sowie
den Innenwinkelringen 13, 14, 15 und 16 sind insbesondere aus Presspan ausgebildet.
[0025] Der Transformatorkessel 26 kann mit einem Isolationsmedium beispielsweise Kühlöl
aufgefüllt sein.
[0026] Darüber hinaus ist es auch möglich, das Gesamtschild 24 wegzulassen. Ebenso kann
auch der Kern 25 weggelassen werden, so dass sich eine kernlose Drossel ergibt.
[0027] In Figur 2 ist eine Schnittdarstellung durch eine für einen Zwei-Phasentransformator
vorgesehene Wicklungsanordnung dargestellt.
[0028] Es sind zwei Transformatorwicklungskombinationen 32 und 33 vorgesehen, die sich jeweils
entlang einer Achse 87 bzw. 88 erstrecken, wobei die Transformatorwicklungskombination
32 eine äußere Transformatorwicklung 34 und eine innere Transformatorwicklung 35 aufweist
und die zweite Transformatorwicklungskombination 33 eine äußere Transformatorwicklung
37 und eine innere Transformatorwicklung 36 aufweist. Die jeweils äußeren Transformatorwicklungen
34 und 37 umgeben die jeweils inneren Transformatorwicklungen 35 bzw. 36 koaxial.
Auch hier sind die elektrischen Anschlüsse der Transformatorwicklungen 34, 35, 36
und 37 der Übersichtlichkeit nicht dargestellt. Jede der Transformatorwicklungen 34,
35, 36, 37 ist von einer ihr zugeordneten Barrierenanordnung 38, 39, 40, 41 umgeben.
Jede der Barrierenanordnungen 38, 39, 40, 41 weisen zu den Außenwinkelringen 9, 10,
11 und 12 gemäß Figur 1 vergleichbare Außenwinkelringe 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48
und 49 sowie zu den Innenwinkelringen 13,14, 15 und 16 gemäß Figur 1 vergleichbare
Innenwinkelringe 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57 auf.
[0029] Im Bereich der Wicklungsstirnseiten 58, 59, 60 und 61 der äußeren Transformatorwicklungen
34 und 37 sind rohrförmige, die Transformatorwicklungen 34 bzw. 37 umgebende, elektrische
Schilde 62, 63 bzw. 64 und 65 vorgesehen. Die elektrischen Schilde 62, 63, 64 und
65 umgeben ihre jeweilige Wicklung unter Bildung eines jeweiligen Zwischenspalts 62A,
63A, 64A bzw. 65A. Im Vergleich zu der Wicklungsanordnung nach Figur 1 sind hier beispielsweise
an Stelle des Gesamtschilds 23 die beiden einzelnen Schilde 62 und 63 vorgesehen,
die sich jeweils nur über einen Teil der axialen Länge der Transformatorwicklung 34
erstrecken. Mit anderen Worten: Die Gesamtschilde 23 und 24 vereinen jeweils die Funktion
der beiden Schilde 62 und 63 bzw. 64 und 65. Auch die Schilde 62, 63, 64 und 65 erstrecken
sich in axialer Richtung über die jeweilige Wicklungsstirnseite 58, 59, 60 und 61
derart hinaus, dass - wie am Beispiel des Schilds 62 erläutert - ihre jeweilige axiale
relativ zur Wicklungsstirnseite 58, 59, 60, 61 bezogene Höhe D zumindest gleich der
Hälfte der radialen Breite C des Zwischenspalts 62A ist.
[0030] Die Wicklungsanordnung gemäß Figur 2 ist innerhalb eines Transformatorkessels 66
angeordnet. Jede der Transformatorwicklungskombinationen 32 und 33 umgibt einen Kernschenkel
67 bzw. 68 eines Transformatorkerns 69; die Kernschenkel 67 und 68 sind über Kernjoche
70 und 71 magnetisch zu einem geschlossenen magnetischen Kreis verbunden. An den Innenseiten
72 und 73 des Transformatorkessels 66 sind zur besseren Magnetfeldführung Magnetblechpakete
74 und 75 vorgesehen.
[0031] Auch bei dieser Anordnung können die Barrierenanordnungen 38 bis 41 aus Pressspan
ausgebildet sein und der Transformatorkessel 66 kann ebenso mit einem Isoliermedium,
beispielsweise Kühlöl aufgefüllt sein.
[0032] Die elektrischen Schilde 62, 63, 64 und 65 haben die gleiche Aufgabe wie die Gesamtschirme
23 und 24 gemäß Figur 1, nämlich insbesondere im Kernfenster 76 des Transformatorkerns
69 das elektrische Feld so zu führen, dass es tangential durch die Außenwinkelringe
46 und 42 bzw. 43 und 47 tritt und eine geringe elektrische Belastung der Barrierenanordnung
38 und 40 auftritt.
[0033] Anstelle der Gesamtschirme 23 und 24 gemäß Figur 1 können dort auch die in Figur
2 gezeigten Schilde 62 bis 64 vorgesehen sein.
[0034] Umgekehrt können die Schilde 62 und 63 und/oder 64 und 65 gemäß Figur 2 bei der Wicklungsanordnung
gemäß Figur 2 jeweils durch entsprechende axial durchgehenden Gesamtschirme, wie in
Figur 1 gezeigt, ersetzt sein. Die Schilde 62 und 63 sind dann gemeinsam, also einstückig,
mit einem durchgehenden, sich axial über die gesamte Wicklung erstreckenden Gesamtschild
gebildet; gleiches gilt dann für die Schilde 64 und 65. Darüber hinaus kann auch hier
der Transformatorkern 69 weggelassen werden. Die Schilde 64 und 65 können auch bei
dieser Ausführung weggelassen werden, die Schilde 62 und 63 reichen zur Abschirmung
aus; um jedoch eine besonders gute Abschirmung zu erreichen, sind im Bereich aller
Wicklungsstirnseiten 58 bis 60 Schilde 62, 63, 64 und 65 vorgesehen.
[0035] Auch können die Barrierenanordnungen 3, 4 gemäß Figur 1 und38 bis 41 gemäß Fig. 2
mit mehreren Lagen, d. h. mit mehreren Außenwinkelringen und Innenwinkelringen ausgebildet
sein.
[0036] Die Schilde 62 bis 65 sowie 84 und die Gesamtschilde 23 und 24 können im Bereich
ihrer Enden Abschirmungen zur Feldführung aufweisen, wie in den Figuren 3 und 4 jeweils
dargestellt.
[0037] In Figur 3 ist ein Ausschnitt im Bereich einer Wicklungsstirnseite 79 einer Wicklung
77 liegender Ausschnitt gezeigt. Die Wicklung 77 erstreckt sich entlang einer Achse
78 und ist unter Belassung eines Zwischenspalts 80 von einem Schild 81 umgeben, das
stellvertretend für die Schilde 62 bis 65 oder die Gesamtschilde 23 und 24 zu sehen
ist. Im Bereich ihres Endes 82 weist das Schild 81 eine Abschirmung 83 zur Feldführung
auf. Diese umgibt die Achse 78 und verläuft in Umfangsrichtung des Schildes 81 entlang
des Endes 82. Die Abschirmung weist zwei leitfähige Drähte 84 und 84A auf, die jeweils
mit einer entsprechenden Isolierung 89 und 89A und gemeinsam mit einer Gesamtisolierung
90 elektrisch isoliert sind. Die beiden leitfähigen Drähte 84 und 84A sind mit Erdpotential
verbunden. Die beiden Drähte 84 und 85 sind entlang ihrer Länge entlang des Umfangs
des Schildes 81 zumindest einmal unterbrochen, damit sich keine geschlossene Windung
ergibt. Die Abschirmung 83 dient zur Vermeidung von Feldüberhöhungen oder hohen Feldkonzentrationen
im Bereich des Endes 82 des Schirms 81.
[0038] In Figur 4 ist eine modifizierte Abschirmung 91 zur Feldführung gezeigt; sie weist
im Vergleich zur Abschirmung 93 nach Figur 3 einen einzelnen leitfähigen Draht 92
auf, der von einer elektrischen Isolierung 93 umgeben ist. Auch der Draht 92 ist mit
Erdpotential verbunden und entlang seiner Länge entlang des Umfangs des Schildes 81
zumindest einmal unterbrochen, damit sich keine geschlossene Windung ergibt.
[0039] Die Abschirmungen 83 und 91 sollen sicherstellen, dass am Ende 82 des Schildes 81
keine Feldüberhöhungen auftreten. Sie können auch als entlang des Endes des Schildes
81 die Achse 78 umlaufendes elektrisches leitfähiges Rohr, beispielsweise mit kreisrundem
oder elliptischem Querschnitt ausgebildet sein. Ebenso kann anstelle eines Rohres
eine leitfähige Folie auf einem entsprechend geformten Trägerkörper vorgesehen sein.
Auch können die Abschirmungen 83 und 91 mit dem Schild 81 selbst gebildet sein, indem
das Schild 81 so umgebogen ist, dass eine abgerundete Krempe gebildet ist, oder es
kann auch soweit umgebogen sein, dass der umgebogene Teil eine Art umlaufendes Rohr
ergibt.
[0040] Die Schilde 62 bis 65 und die Gesamtschilde 23 und 24 können jeweils im Bereich an
ihren Enden eine Abschirmung 83 oder 91 zur Feldführung aufweisen.
1. Wicklungsanordnung mit zumindest zwei nebeneinander in einer Reihe angeordneten Wicklungen
(1,2,34,37) die jeweils von einer ausschließlich aus Isolierstoff ausgebildeten Barrierenanordnung
(3,4,38,40) umgeben sind, und mit jeweils einem rohrförmigen elektrischen Schild (23,62,63)
im Bereich jeder der beiden Wicklungsstirnseiten (5,6,58,59) von zumindest einer der
Wicklungen (1,34) wobei jedes Schild (23,62,63) die zumindest eine Wicklung (1,34)
koaxial unter Belassung eines Zwischenspalts (23A,62A,63A) umgibt und sich axial über
die jeweilige Wicklungsstirnseite (5,6,58,59) hinaus nach außen derart erstreckt,
dass seine axiale, relativ zur jeweiligen Wicklungsstirnseite (5,6,58,59) bezogene
Höhe (B,D) gleich oder größer als die Hälfte der radialen Breite (A,C) des Zwischenspalts
(23A,62A,63A) ist.
2. Wicklungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden elektrischen Schilde gemeinsam mit einem durchgehenden, sich axial über
die gesamte Wicklung (1,2) erstreckenden rohrförmigen Gesamtschild (23,24) gebildet
sind.
3. Wicklungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
die eine Drossel für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungssysteme bildet.
4. Wicklungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dass jede der beiden Wicklungen (34;37)
jeweils eine äußere Transformatorwicklung (34;37) einer jeweiligen Transformatorwicklungskombination
(32;33) bildet, wobei jede Transformatorwicklungskombination (32;33) die äußere Transformatorwicklung
(34;37) aufweist, die eine innere Transformatorwicklung (35;36) koaxial umgibt.
5. Wicklungsanordnung nach Anspruch 4, die Bestandteil eines Transformators für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungssysteme
ist.
6. Wicklungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Barrierenanordnung (3,4;38,40) im Bereich der jeweiligen Wicklungsstirnseite
(5,6;7,8;58,59;60,61) jeweils zumindest einen Außenwinkelring (9-12;42,43,46,47) aufweist,
der die radial äußere Wicklungskante (19-21) umgreift.
7. Wicklungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass die Schilde (62-64;23,24) im Bereich ihrer Enden jeweils eine Abschirmung (83,91)
zur Feldführung aufweisen.
8. Wicklungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die in einem leitfähigen
Kessel (26,66) angeordnet ist.
9. Wicklungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wicklungen (1,2;34,37,35,36) jeweils einen Kernschenkel (67;68) eines Transformatorkerns
(25,69) umgeben.
1. Winding arrangement having at least two windings (1, 2, 34, 37), which are arranged
next to one another in a row and each of which is surrounded by a barrier arrangement
(3, 4, 38, 40) formed exclusively of insulating material, and each having a tubular
electric shield (23, 62, 63) in the region of each of the two winding end sides (5,
6, 58, 59) of at least one of the windings (1, 34), each shield (23, 62, 63) coaxially
surrounding the at least one winding (1, 34) leaving an intermediate gap (23A, 62A,
63A) and extending axially outwards beyond the respective winding end side (5, 6,
58, 59) such that its axial height (B, D), in relation to the respective winding end
side (5, 6, 58, 59), is equal to or greater than half the radial width (A, C) of the
intermediate gap (23A, 62A, 63A).
2. Winding arrangement according to Claim 1,
characterized in that
the two electric shields are formed jointly with a continuous, tubular, joint shield
(23, 24) which extends axially over the entire winding (1, 2).
3. Winding arrangement according to Claim 1 or 2,
which forms an inductor for high-voltage DC transmission systems.
4. Winding arrangement according to Claim 1 or 2,
characterized in that each of the two windings (34; 37) forms a respective external transformer winding
(34; 37) of a respective transformer winding combination (32; 33), each transformer
winding combination (32; 33) having the external transformer winding (34; 37) which
coaxially surrounds an internal transformer winding (35; 36).
5. Winding arrangement according to Claim 4, which is part of a transformer for high-voltage
DC transmission systems.
6. Winding arrangement according to one of the preceding claims,
characterized in that,
in the region of the respective winding end side (5, 6; 7, 8; 58, 59; 60, 61), the
barrier arrangement (3, 4; 38, 40) has in each case at least one outer flange ring
(9-12; 42, 43, 46, 47) which engages around the radially outer winding edge (19-21).
7. Winding arrangement according to one of the preceding claims,
characterized in that
the shields (62-64; 23, 24) each have a screen (83, 91) for field guidance purposes
in the region of their ends.
8. Winding arrangement according to one of the preceding claims, which is arranged in
a conductive tank (26, 66).
9. Winding arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the windings (1, 2; 34, 37, 35, 36) each surround a core limb (67; 68) of a transformer
core (25, 69).
1. Agencement d'enroulement ayant au moins deux enroulements (1, 2, 34, 37) disposés
les uns à côté des autres suivant une rangée
qui sont entourés respectivement
d'un agencement (3, 4, 38, 40) de barrière en matière isolante et ayant respectivement
un bouclier (23, 62, 63) électrique tubulaire
dans la région de chacun des deux côtés (5, 6, 58, 59) frontaux
d'au moins l'un des enroulements (1, 34),
chaque bouclier (23, 62, 63) entourant le au moins un enroulement (1, 34)
coaxialement en laissant un intervalle (23A, 62A, 63A) intermédiaire et s'étendant
axialement vers l'extérieur au-delà du côté (5, 6, 58, 59) frontal de l'enroulement,
de manière à ce que sa hauteur (B, D) axiale rapportée au côté (5, 6, 58, 59) frontal
de l'enroulement soit supérieure ou égale à la moitié de la largeur (A, C) radiale
de l'intervalle (23A, 62A, 63A) intermédiaire.
2. Agencement d'enroulement suivant la revendication 1, caractérisé en ce que
les deux boucliers électriques sont formés conjointement par un bouclier (23, 24)
conjoint tubulaire continu et s'étendant axialement sur tout l'enroulement (1, 2)
3. Agencement d'enroulement suivant la revendication 1 ou 2, qui forme une bobine pour
des systèmes de transmission de courant continu à haute tension.
4. Agencement d'enroulement suivant la revendication 1 ou 2, en ce que chacun des deux
enroulements (34 ; 37) forme respectivement un enroulement (34 ; 37) extérieur de
transformateur d'une combinaison (32 ; 33) d'enroulement de transformateur, chaque
combinaison (32 ; 33) d'enroulement de transformateur ayant l'enroulement (34 ; 37)
extérieur de transformateur qui entoure coaxialement un enroulement (35 ; 36) intérieur
de transformateur.
5. Agencement d'enroulement suivant la revendication 4, qui fait partie d'un transformateur
pour des systèmes de transmission de courant continu en haute tension.
6. Agencement d'enroulement suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'agencement (3, 4 ; 38, 40) de barrière, a, dans la zone des côtés (5, 6 ; 7, 8 ;
58, 59 ; 60, 61) frontaux d'enroulement, respectivement au moins un arceau (9 à 12
; 42, 43, 46, 47) extérieur qui prend le bord (19 à 21) de l'enroulement extérieur
radialement.
7. Agencement d'enroulement suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les boucliers (62 à 63 ; 23, 24) ont dans la partie de leur extrémité respectivement
un blindage (83, 91) de guidage du champ.
8. Agencement d'enroulement suivant l'une des revendications précédentes, qui est disposé
dans un chaudron (26, 66) conducteur de l'électricité.
9. Agencement d'enroulement suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les enroulements (1, 2 ; 34, 37, 35, 36) entoure respectivement une branche (67 ;
68) d'un noyau (25, 69) de transformateur.