| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 529 302 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
12.04.2006 Patentblatt 2006/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.08.2003 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2003/008757 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2004/023506 (18.03.2004 Gazette 2004/12) |
|
| (54) |
ELEKTRISCHES SCHALTGERÄT
ELECTRICAL SWITCHGEAR
COMMUTATEUR ELECTRIQUE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
10.08.2002 DE 10236790
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
11.05.2005 Patentblatt 2005/19 |
| (73) |
Patentinhaber: Moeller GmbH |
|
53115 Bonn (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- RÖSNER, Norbert
53227 Bonn (DE)
- GERVING, Karsten
53225 Bonn (DE)
- BAUJAN, Günter
53844 Troisdorf (DE)
- DAUER, Klaus
56075 Koblenz (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 633 588 FR-A- 2 742 918
|
FR-A- 1 286 699 US-A- 5 107 396
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrisches Schaltgerät nach dem Oberbegriff des Anspruches
1. Insbesondere betrifft die Erfindung Schaltgeräte, wie Schütze Motorschutzschalter,
Leitungsschutzschalter oder Leistungsschalter oder dergleichen. Aber auch programmierbare
Schaltgeräte, wie speicherprogrammierbare Steuerungen oder programmierbare Relais
sind im Anwendungsbereich der Erfindung angedacht.
[0002] Herkömmliche Schaltgeräte wie zum Beispiel Schütze weisen eingangs- und ausgangsseitig
für jeden zu schaltenden Pol einen Anschlusskontakt in Form eines Festkontaktes auf.
Zum Zwecke der Verbindung, beziehungsweise Unterbrechung werden die zugehörigen Festkontakte
über eine durch einen Magnetantrieb angetriebene Kontaktbrücke verbunden bzw. getrennt.
Bei derartigen Geräten sind die von außen zugänglichen Festkontaktanschlüsse in der
Regel über seitlich zugängliche Schraubanschlüsse, die von der Geräteoberseite verschraubt
bzw. gelöst werden können oder durch seitlich oder von oben zugängliche und auch wieder
von der Seite oder von oben lösbare Federklemmanschlüsse, gebildet.
[0003] Aus der Druckschrift DE 201 20 504 U1 ist bereits ein Schaltgerät mit derartigen
Anschlussvorrichtungen bekannt. Dieses Schaltgerät ist auf der einen Polseite mit
Schraubanschlüssen bestückt und auf der anderen gegenüberliegenden Polseite mit andersartigen
Anschlusselementen, wie zum Beispiel mit Federklemmelementen ausgestattet.
[0004] Ferner ist aus der Druckschrift DE 100 23 851 A1 eine Anschlussklemme für Schaltgeräte
bekannt, bei der ein basismäßig vorgesehener Schraubanschluss durch ein Modul für
einen Federklemmanschluss ausgetauscht werden kann.
[0005] Der Druckschrift EP 0 633 588 A1 ist eine Anschlussvorrichtung mit einer Stromschiene
zu entnehmen, über die eine Haupt-Schraubklemme und eine Hilfs-Schraubklemme verbunden
sind. Die Druckschrift FR 2 742 918 A1 zeigt ein Schaltgerät, das anschlussseitig
mit aufwändig herzustellenden, metallischen Klemmenblöcken versehen ist, in denen
jeweils eine Schraubklemme gelagert und eine Anschlussfahne zur Verbindung mit einer
Flachsteckhülse ausgebildet ist. In ähnlicher Weise offenbart die US 5 107 396 ein
Schaltgerät mit metallischen Klemmenblöcken, die Klemmschrauben für Lastanschlusskabelschuhe
und unmittelbar darunter befestigte, mit umgebenden Isolierhülsen nach außen vorstehende
Kontaktwinkel für Hilfsdrahtleiter aufweisen.
[0006] Aus der Druckschrift FR 1 289 699 A ist eine Schaltgerät mit Schraubklemmen zu entnehmen,
die es mittels speziell ausgebildeter Klemmschrauben gestatten, parallel zwei elektrische
Rundleiter anzuschließen.
[0007] Die vorbeschriebenen Ausführungsformen haben sich in der Praxis bereits weitestgehend
bewährt. Aufgabe der Erfindung ist es ein Schaltgerät zu schaffen, welches im Hinblick
auf die Anschlusstechnik optimiert ist. Es soll sowohl eine einfache Benutzung durch
den Anwender gewährleistet, als auch die Flexibilität im Hinblick auf die Vielfältigkeit
der Anschlussmöglichkeiten verbessert werden.
[0008] Ausgehend von einem zumindest einpolig ausgebildeten Schaltgerät, bei dem jeder Pol
zumindest einen ankommenden und einen abgehenden Anschlusskontakt, jeder der Anschlusskontakte
erste Anschlussmittel für den Anschluss eines ersten externen elektrischen Leiters
und zumindest einer der Anschlusskontakte zweite Anschlussmittel für den Anschluss
eines zweiten elektrischen Leiters aufweist, wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass
die ersten und die zweiten Anschlussmittel sowie eine Verbindungsstelle zur geräteintemen
Kontaktierung Bestandteile eines zungenartigen Kontaktträgers sind. Zur Geräteaußenseite
realisiert das erfindungsgemäße Schaltgerät in konstruktiv und technologisch unaufwändiger
Weise sowohl in herkömmlicher Art und Weise ausgebildete erste Anschlussmittel als
auch zweite Anschlussmittel für zusätzliche Anschlussglieder.
[0009] Die zweiten Anschlussmittel sind gegenüber den ersten Anschlussmitteln entweder näher
zum Inneren oder näher zum Äußeren des Schaltgerätes angeordnet.
[0010] Der Anschlusskontakt trägt erfindungsgemäß einen zum Geräteinneren führenden Festkontakt
(z.B. bei Schützen) oder eine Verbindungsstelle für den Anschluss an elektrische interne
Geräteleiter (z.B. bei programmierbaren Steuergeräten). Die ersten Anschlussmittel
sind in Form herkömmlicher Schraubldemmanschlüsse. Federklemmanschlüsse (z.B. Käfig-Zugfederklemmanschlüsse),
Schneidklemmanschlüsse oder anderer Anschlussmittel ausgebildet.
[0011] Die zusätzlichen zweiten Anschlussmittel sind als Mittel für die kraft- und/oder
formschlüssige Aufnahme eines Anschlussgliedes insbesondere in Form eines Steckanschlusses
oder eines Schraubanschlusses ausgebildet.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die zweiten Anschlussmittel als zentrale
Lochaufnahmen für als Steckkontakte ausgebildete Anschlussglieder ausgeführt. Zur
Optimierung der Kontaktierung bei dem zweiten Anschlussmittel ist die lochartige Ausnehmung
- sei sie geschlossen (Lochaufnahme) oder randseitig offen (seitliche Ausnehmung)
- als gestanzter Durchzug ausgebildet, so dass randseitig um die Ausnehmung herum
zumindest bereichsweise zungenartige Erweiterungen nach außen abstehend gebildet sind.
Hierdurch wird auf konstruktionsmäßig einfachste Art eine zusätzliche Anschlussmöglichkeit
für den von außen zugänglichen Anschlusskontakt realisiert. Andere Ausführungen, wie
eine seitliche Ausnehmung des Anschlussgliedes bzw. des Kontaktträgers sind ebenso
möglich.
[0013] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform sind die zweiten Anschlussmittel als
Steckkontakte ausgebildet. Bei zentraler Ausbildung der Steckkontakte können die ersten
externen elektrischen Leiter bequem an den Steckkontakten links oder rechts oder beidseitig
vorbei in die ersten Anschlussmittel eingeführt werden.
[0014] Für den Zugang zu den zweiten im Geräteinneren angeordneten Anschlussmitteln weist
das aus Isolierstoffmaterial bestehende Gehäuse wahlweise in einem Bereich oberhalb
der zweiten Anschlussmittel Sollbruchstellen auf, die einen durch Herausbrechen herstellbaren
Zugangsbereich definieren. Auch kann der Zugangsbereich ursprünglich frei (unverschlossen)
ausgebildet sein.
[0015] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem folgenden, anhand
von Figuren erläuterten Ausführungsbeispiel. Dabei wird die Erfindung stellvertretend
für alle anderen elektrischen Schaltgeräte am Beispiel eines Schützes erläutert. Es
zeigen
- Figur 1:
- ein mehrpoliges Schütz in schematischer Explosionsdarstellung;
- Figur 2a:
- Anschlusskontakte des Schützes mit verschiedenen ersten Anschlussmitteln (Schraubklemm-
bzw. Federklemmanschlüssen) sowie einer möglichen Ausführung der zweiten Anschlussmittel
(Lochaufnahme) gemäß Fig. 1;
- Figur 2b:
- eine alternative Ausführungsform der zweiten Anschlussmittel;
- Figur 3:
- eine Detaildarstellung der Lochaufnahme gemäß Fig. 2;
- Figur 4, 5:
- mögliche Ausführungen eines Steckkontaktes für die Lochaufnahme gemäß Fig.2a;
- Figur 6:
- einen mehrpoligen Schutzschalter im Teillängsschnitt mit einer weitere Ausführungsform
der zweiten Anschlussmittel;
- Figur 7:
- eine perspektivische Einzeldarstellung aus Fig. 6.
[0016] Fig. 1 zeigt in schematischer Explosionsdarstellung den Aufbau eines mehrpoligen
Schützes (vorliegend z.B. 3-polig oder 4-polig nebst Versorgungsanschluss für die
Antriebsspule des Magnetantriebs) mit einem Gehäuse 2 aus Isolierstoff, wobei jeder
Pol einen ankommenden und einen abgehenden Anschlusskontakt 4 aufweist.
[0017] Das Gehäuse 2 des Schützes ist vorliegend dreiteilig ausgeführt und besteht aus einem
Basisgehäuseteil 2a zur Aufnahme eines Magnetantriebs, einem auf das Basisgehäuseteil
2a aufsetzbaren oberen Gehäuseteil 2b und einem Gehäusedeckel 2c. Ferner sind beidseitig
die Anschlusskontakte 4 dargestellt, die für den Anschluss ankommender und abgehender
Anschlussleitungen dienen. Das Gehäuse 2 kann je nach Schaltgerätetyp auch zweiteilig
oder gar einteilig ausgebildet sein. Eingeklammert sind als Alternativanschlüsse zu
den dargestellten Anschlussklemmen 4a mit Federklemmanschluss auch Anschlussklemmen
4b mit Schraubklemmanschluss dargestellt. Für das dargestellte Gehäuse 2 sind vorliegend
Anschlussklemmen 4a mit Federklemmanschluss vorgesehen. Für etwaige Anschlussklemmen
4b mit Schraubklemmanschluss müsste das vorhandene Deckelteil 2c ausgetauscht werden,
welches dann entsprechende Zugangsöffnungen für die Schraubenköpfe anstatt Öffnungen
für die Federklemmen aufweist Das dargestellte Deckelteil 2c ist für die Anschlussklemmen
4a mit Federklemmanschluss vorgesehen und weist eine erste Reihe von Öffnungen 21
für die Verbindung bzw. den Zugang von ersten Anschlussleitungen 410 mit bzw. zu ersten
Anschlussmitteln 41 des Anschlusskontaktes 4a, eine zweite Reihe von (Doppel-) Öffnungen
22 für den Eingriff eines Werkzeuges (z.B. Schraubendreher) und eine dritte Reihe
von Öffnungen 23 bzw. eine Öffnung in Form eines Öffnungsschlitzes für die Verbindung
von zweiten Anschlussleitungen 420 mit zusätzlichen zweiten Anschlussmitteln 42 des
Anschlusskontaktes 4 auf. Die gemäß der Erfindung vorgesehene zusätzliche Reihe von
Öffnungen 23 (bzw. der Öffnungsschlitz) ist in einer bevorzugten Ausführung der Erfindung
im Ausgangszustand über ein Deckelteil verschlossen. Dabei kann die Öffnung durch
ein wiederverschließbares Deckelteil über eine Rastverbindung oder ein Filmscharnier
verschlossen sein. Vorzugsweise ist die Öffnung 23 jedoch nicht wieder verschließbar
durch einen oder mehrere von Söllbruchstellen umrissene(n) heraustrennbare(n) Gehäusebereich(e),
der (die) den späteren Zugangsbereich zu den zweiten Anschlussmitteln 42 bildet (bilden)
verschlossen. Hierdurch wird eine besonders einfache Konstruktion gewährleistet und
zusätzlicher Lager- und Verwaltungsaufwand für separate Deckelteile vermieden.
[0018] Als ankommender bzw. abgehender Anschlusskontakt 4 sind zwei verschiedene alternative
Ausführungen dargestellt. In einer ersten Ausführungsform ist der Anschlusskontakt
4a mit ersten Anschlussmitteln 41 in Form von Federklemmanschlüssen gebildet, während
in der alternativen Ausführung anstelle der Federklemmanschlüsse Schraubklemmanschlüsse
angeordnet sind. Beiden Ausführungen gemein ist die erfindungsgemäße Ausbildung mit
zusätzlichen zweiten Anschlussmitteln 42. Bevorzugt ist ein erfindungsgemäßer Anschlusskontakt
4 durch eine zungenartige Anschlussfahne gebildet, die zum Geräteinneren an elektrische
Geräteleiter angeschlossen ist oder wie im vorliegenden Fall einfach als Kontaktträger
einen Festkontakt 43 trägt, die zur Geräteaußenseite hin in herkömmlicher Art und
Weise die ersten Anschlussmittel 41 (wie Schraubklemmanschlüsse oder Federklemmanschlüsse)
aufweist und die im Bereich zwischen diesen Anschlussstellen die - vorzugsweise als
Lochaufnahme ausgebildeten - zweiten Anschlussmittel 42 aufweist. Dabei sind die zweiten
Anschlussmittel 42 vorzugsweise von den ersten Anschlussmitteln 41 räumlich beabstandet
und in ihrer Betätigung bzw. Anschlussbedienung autark ausgebildet derart, dass bei
einer Verdrahtung der ersten Anschlussmittel 41 zum einen die zweiten Anschlussmittel
für eine weitere Verdrahtung frei zugänglich sind und andererseits für eine Verdrahtung
der zweiten Anschlussmittel 42 die ersten Anschlussmittel 41 nicht betätigt (gelöst
und wieder gesichert) werden.
[0019] Zur Kontaktierung der zweiten Anschlussmittel 42 dient insbesondere ein als Steckkontakt
ausgebildetes Anschlussglied 6. Mittels dieses Anschlussgliedes 6 ist der entsprechende
Schützkontakt in herkömmlicher Weise frei zu verdrahten. Insbesondere sind auch formstabile
kombinierte Mehrfachsteckkontakte vorkonfektionierbar, so dass beispielsweise zwei
benachbarte Schütze über die jeweils zweiten Anschlussmittel 42 in Form einer Wendeschaltung
oder einer Stern-Dreieckschaltung auf einfache Weise über formfeste Steckkontaktreihen
(vor-)verdrahtet werden können. Auch andere Anwendungen wie die Kombination eines
Motorschutzschalters mit einem Schütz zu einem einfachen Motorstarter können bei entfernt
positionierten zu verdrahtenden Geräten auf einfache Weise durch vorkonfektionierte
Mehrfachsteckkontakte, die über flexible Freiverdrahtung verbunden sind, realisiert
werden. All diese Anwendungen können durch die Erfindung auf besonders einfache Weise
verdrahtet werden, ohne dass hierdurch etwa bereits die Standard-Anschlussstelle "verbraucht"
bzw. belegt wäre. Für den Fall weiterer Verdrahtungen müsste demnach nicht eine bereits
belegte Anschlussstelle gelöst, weitere Kabel eingelegt und die Anschlussstelle wieder
gesichert werden. Hierdurch wird eine häufige Fehlerquelle ausgeschaltet - bereits
funktionsfähige Verbindungen müssen nicht mehr gelöst werden oder zusätzliche Kabel
untergeschoben werden. So wird vermieden, dass bei nachträglicher Verdrahtung ursprünglich
funktionierende Verdrahtungen auf einmal fehlerhaft werden, weil vielleicht eine bereits
verdrahtete Leitung sich gelöst hat. Weiterhin ist vorgesehen, die Schnittstelle auch
für eine Funktionskontrolle zu nutzen. Eine Funktionskontrolle ist bei dem erfindungsgemäßen
Gegenstand ohne ein Entfernen der Anschlussverdrahtung möglich.
[0020] Figur 2a zeigt die beiden in Figur 1 bereits dargestellten alternativen Ausführungsform
der Anschlusskontakte 4 des Schützes mit verschiedenen ersten Anschlussmitteln 41
(Schraubklemm- bzw. Federklemmanschlüssen) sowie einer möglichen Ausführung der zweiten
Anschlussmittel 42 in Form einer Lochaufnahme. Anstelle der Lochaufnahme sind auch
andere Kontaktierungs- bzw. Anschlussmöglichkeiten denkbar, wie z.B. eine oder mehrere
lediglich randseitige nutartige Ausnehmungen des Anschlusskontaktes 4 bzw. des Kontaktträgers
(Fig. 2b). Für eine Kontaktierung der Lochaufnahme oder der randseitigen Ausnehmung
eignen sich insbesondere Steckerformen wie in den Figuren 4 und 5 abgebildet. Dabei
ist der Stecker mit Vorteil über eine kraftschlüssige oder kraftformschlüssige Verbindung
in der Lochaufnahme fixierbar. Hierfür kann der Stecker von seinem insbesondere länglich
und quaderförmig ausgebildeten Kontaktierungskörper seitlich abstehende fedemd ausgebildete
Fortsätze aufweisen (Fig. 5). Des Weiteren ist auch denkbar, den Steckkontakt im Querschnitt
gesehen kreisrund auszubilden, so dass dieser mit seinem ebenfalls im Querschnitt
kreisrunden Kontaktierungskörper in eine entsprechend ausgebildete Lochaufnahme einschraubbar
ist. Hierfür kann die Lochaufnahme mit einem fertigen Gewinde ausgestattet sein oder
aber dieses erst durch Eindrehen des Steckkontaktes eingeschnitten werden.
[0021] Figur 3 zeigt die Lochaufnahme in einer vergrößerten Detaildarstellung. Dabei ist
die Lochaufnahme vorzugsweise in Form eines gestanzten Durchzugs ausgebildet, so dass
um die Lochaufnahme herum nach oben oder nach unten gerichtete Kontaktzungenabschnitte
(8) gebildet sind und hierdurch eine Vergrößerung der Kontaktfläche entsteht und somit
eine Optimierung der Kontaktierung gewährleistet wird.
[0022] Figur 6 zeigt eine Hälfte eines mehrpoligen Schutzschalters. In einem Gehäuse 2 ist
für jeden Schaltpol ein Anschlusskontakt 5 gelagert, der in Fig. 7 gesondert dargestellt
ist. Jeder Anschlusskontakt 5 trägt zum Inneren des Schaltgerätes einen Festkontakt
43, der mit einer zugehörigen, nicht dargestellten Kontaktbrücke zusammenwirkt. Nach
außen hin ist der Anschlusskontakt 5 mit einem ersten Anschlussmittel 41 in Form eines
Klemmanschlusses versehen. Das erste Anschlussmittel 41 weist eine in einer Gewindebohrung
411 des Anschlusskontaktes 5 geführten Klemmschraube 412 und eine auf dieser gelagerten
Klemmscheibe 413 auf. Über das erste Anschlussmittel 41 kann mindestens ein erster
extern elektrischer Leiter angeschlossen werden. Jenseits der Gewindebohrung 411,
d.h. näher zum Äußeren des Schutzschalters gelegen, läuft der Anschlusskontakt 5 in
einem im rechten Winkel zur Frontseite abgebogenen zweiten Anschlussmittel 52 in Form
eines flachen Steckkontaktes aus. Auf dieses zweite Anschlussmittel 52 ist eine Steckbuchse
7 in Form einer flachen Steckhülse kraft- und formschlüssig aufsteckbar. Die Steckbuchse
7 ist fest mit einen Ende eines zweiten externen Leiters 520 verbunden. Das zweite
Anschlussmittel 52 ist mittig zum Anschlusskontakt ausgebildet, d.h., es befindet
sich in Flucht zur Achse Längsachse der Klemmschraube 412. Das zweite Anschlussmittel
52 ist dabei nur so breit ausgebildet, dass zu beiden Seiten desselben bequem erste
externe Leiter in das Klemmraum des ersten Anschlussmittels 41 eingeführt werden können.
Damit lassen sich in den Klemmenraum auch mit Vorteil gabelartig ausgebildete Anschlusselemente
einführen, wie sie insbesondere bei Drehstromschienenblöcken verwendet werden.
1. Elektrisches mindestens einpolig ausgebildetes Schaltgerät mit einem Gehäuse (2) aus
Isolierstoffmaterial.
- wobei jeder Pol zumindest einen ankommenden und einen abgehenden Anschlusskontakt
(4; 5) aufweist und jeder der Anschlusskontakte (4; 5) erste Anschlussmittel (41)
für den Anschluss mindestens eines ersten externen elektrischen Leiters aufweist und
- zumindest einer der Anschlusskontakte (4; 5) zweite Anschlussmittel (42; 52) zur
steckbaren Verbindung mit einem zweiten elektrischen Leiter aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- jeder Anschlusskontakt (4) einen zungenförmigen Kontaktträger mit einer an einem
Ende angeordneten Verbindungsstelle zur geräteinternen Kontaktierung, den ersten Anschlussmitteln
(41) sowie den zweiten Anschlussmitteln (42; 52) aufweist.
2. Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Anschlussmittel (42; 52) zwischen den jeweiligen Verbindungsstellen und
anderendig angeordneten ersten Anschlussmitteln (41) angeordnet sind.
3. Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Anschlussmittel (41) zwischen den jeweiligen Verbindungsstellen und anderendig
angeordneten zweiten Anschlussmitteln (42; 52) angeordnet sind.
4. Schaltgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeiehnet, dass die Verbindungsstelle als Festkontakt (43) eines Schaltkontaktes
oder in Form einer Verbindungsstelle zur Verdrahtung ausgebildet ist.
5. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Anschlussmittel (41) als Schraubklemmanschluss oder als Federklemmanschluss
oder in Schneidklemmtechnik ausgebildet sind.
6. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Anschlussmittel (42; 52) für die kraft- und/oder formschlüssige Aufnahme
eines Anschlussgliedes ausgebildet sind.
7. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Anschlussmittel (42) als Lochaufnahmen oder seitliche Ausnehmungen der
Anschlusskontaktes (4) für die Aufnahme von mit den zweiten elektrischen Leitern verbundenen
Steckkontakten (6) ausgebildet sind.
8. Schaltgerät nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die/jede Lochaufnahme einen zumindest bereichsweise randseitig nach oben und/oder
unten gerichteten Kontaktzungenabschnitt (8) aufweist.
9. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Anschlussmittel (52) als zur Frontseite gerichtete Steckkontakte für
die Aufnahme in mit den zweiten elektrischen Leitern verbundenen Kontaktbuchsen (7)
ausgebildet sind.
10. Schaltgerät nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Anschlussmittel (52) mittig zu den ersten Anschlussmitteln (41) angeordnet
sind, wobei die ersten elektrischen Leiter beidseitig der Steckkontakte in die ersten
Anschtussmittel (41) einführbar sind.
11. Schaltgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) für den Zugang zu den zweiten Anschlussmitteln (42; 52) einen von
Sollbruchstellen umrissenen Zugangsbereich aufweist.
1. Electrical switching device which has at least one pole and a housing (2) comprising
insulating material,
- with each pole having at least one incoming and one outgoing connection contact
(4; 5) and each of the connection contacts (4; 5) having first connection means (41)
for connecting at least one first external electrical conductor, and
- at least one of the connection contacts (4; 5) having second connection means (42;
52) for the purpose of plug-connection with a second electrical conductor,
characterized in that
- each connection contact (4) has a tongue-like contact carrier with a connecting
point which is arranged at one end and serves for contact purposes within the device,
the first connection means (41) and the second connection means (42; 52).
2. Switching device according to Claim 1, characterized in that the second connection means (42; 52) are arranged between the respective connecting
points and first connection means (41) which are arranged at the other end.
3. Switching device according to Claim 1, characterized in that the first connection means (41) are arranged between the respective connecting points
and second connection means (42; 52) which are arranged at the other end.
4. Switching device according to Claim 2 or 3, characterized in that the connecting point is in the form of a fixed contact (43) of a switching contact
or in the form of a connecting point for wiring purposes.
5. Switching device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the first connection means (41) are in the form of a screw terminal connection or
in the form of a spring terminal connection or are formed using insulation displacement
terminal technology.
6. Switching device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the second connection means (42; 52) are formed to hold a connection element in a
force-fitting and/or interlocking manner.
7. Switching device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the second connection means (42) are in the form of perforated holders or lateral
recesses in the connection contact (4) for holding plug-in contacts (6) which are
connected to the second electrical conductors.
8. Switching device according to the preceding claim, characterized in that the/each perforated holder has a contact tongue section (8) which is directed upwards
and/or downwards at least in regions of its edge.
9. Switching device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the second connection means (52) are in the form of plug-in contacts which are directed
towards the front face and can be held in contact sockets (7) which are connected
to the second electrical conductors.
10. Switching device according to the preceding claim, characterized in that the second connection means (52) are arranged centrally with respect to the first
connection means (41), it being possible to insert the first electrical conductors
into the first connection means (41) on both sides of the plug-in contacts.
11. Switching device according to one of the preceding claims, characterized in that the housing (2) for providing access to the second connection means (42; 52) has
an access region which is surrounded by predetermined breaking points.
1. Appareillage de commutation électrique à configuration au moins unipolaire comprenant
un boîtier (2) en matériau isolant
- chaque pôle présentant au moins un contact de raccordement entrant et un sortant
(4 ; 5) et chacun des contacts de raccordement (4 ; 5) présentant des premiers moyens
de raccordement (41) pour le raccordement d'au moins un premier conducteur électrique
externe et
- au moins l'un des contacts de raccordement (4 ; 5) présentant des deuxièmes moyens
de raccordement (42 ; 52) pour la liaison enfichable avec un deuxième conducteur électrique,
caractérisé en ce que
- chaque contact de raccordement (4) présente un support de contact en forme de languette
muni d'un point de liaison disposé à une extrémité pour établir le contact interne
à l'appareillage, les premiers moyens de raccordement (41) ainsi que les deuxièmes
moyens de raccordement (42 ; 52).
2. Appareillage de commutation selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deuxièmes moyens de raccordement (42 ; 52) sont disposés entre les points de
liaison respectifs et les premiers moyens de raccordement (41) disposés à l'autre
extrémité.
3. Appareillage de commutation selon la revendication 1, caractérisé en ce que les premiers moyens de raccordement (41) sont disposés entre les points de liaison
respectifs et les deuxièmes moyens de raccordement (42 ; 52) disposés à l'autre extrémité.
4. Appareillage de commutation selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que le point de liaison est réalisé sous la forme d'un contact fixe (43) d'un contact
de commutation ou sous la forme d'un point de liaison destiné au câblage.
5. Appareillage de commutation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les premiers moyens de raccordement (41) sont réalisés sous la forme d'une borne
de serrage à vis ou d'une borne de serrage à ressort ou d'une borne guillotine.
6. Appareillage de commutation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les deuxièmes moyens de raccordement (42 ; 52) sont configurés pour recevoir un élément
de raccordement par engagement par force et/ou par coopération.
7. Appareillage de commutation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les deuxièmes moyens de raccordement (42) sont réalisés sous la forme de trous d'accueil
ou de creux latéraux du contact de raccordement (4) pour recevoir des contacts enfichables
(6) reliés avec les deuxièmes conducteurs électriques.
8. Appareillage de commutation selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le/chaque trou d'accueil présente une section de languette de contact (8) dirigée
au moins dans certaines sections latéralement vers le haut et/ou le bas.
9. Appareillage de commutation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les deuxièmes moyens de raccordement (52) sont réalisés sous la forme de contacts
enfichables dirigés vers la face avant pour recevoir des douilles de contact (7) reliées
avec les deuxièmes conducteurs électriques.
10. Appareillage de commutation selon la revendication précédente, caractérisé en ce que les deuxièmes moyens de raccordement (52) sont disposés au centre par rapport aux
premiers moyens de raccordement (41), les premiers conducteurs électriques pouvant
être introduits dans les premiers moyens de raccordement (41) de chaque côté des contacts
enfichables.
11. Appareillage de commutation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le boîtier (2) présente une zone d'accès entourée de points de rupture voulus pour
l'accès aux deuxièmes moyens de raccordement (42 ; 52).