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EP 1 529 923 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.03.2006 Patentblatt 2006/10 |
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Anmeldetag: 04.11.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Friestürblatt
Door with a frame
Porte à cadre
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE HU LI |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.05.2005 Patentblatt 2005/19 |
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Patentinhaber: Holz-Hogger Leimholzprodukte - Fertigungs GmbH |
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83112 Frasdorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Hogger, Herbert
83083 Riedering (Kohlstatt) (DE)
- Hogger, Wolfgang
83112 Frasdorf (DE)
- Hogger, Erich
83112 Frasdorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Szynka, Dirk |
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König Szynka Tilmann von Renesse
Patentanwälte Partnerschaft
Sollner Strasse 9 81479 München 81479 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Diese Erfindung bezieht sich auf ein im Wesentlichen aus dem Baustoff Holz bestehendes
Türblatt.
[0002] Holztürblätter werden in den verschiedensten Anwendungsgebieten benötigt. Im Einzelnen
zu nennen sind beispielsweise Gebäudetüren und -tore, Zimmertüren, Möbeltüren und
dgl. In manchen Fällen sind erhöhte Anforderungen an die Standfestigkeit der Holztürblätter,
und insbesondere an die Verzugsfreiheit bei schwankenden oder zu den beiden Seiten
abweichenden klimatischen Verhältnissen gefordert. Es ist an sich bekannt, dabei Türblätter
zu verwenden, die aus verschiedenen Holzbestandteilen zusammengeleimt sind und auch
Verstärkungselemente aus anderen Materialien enthalten können.
[0003] Einen Sonderfall solcher Türblätter bilden dabei Friestürblätter, die ein rahmenartiges
Fries an den Außenkanten des Türblatts mit einer durch das Fries eingefassten Füllung
aufweisen. Die Füllung kann dabei mehrteilig sein und insbesondere durch eine oder
eine Mehrzahl Quer- oder Längstraversen des Frieses untergliedert sein.
[0004] Die deutsche Gebrauchsmusterschrift 86 10 933.2 zeigt ein Türblatt nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0005] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein verbessertes Friestürblatt
anzugeben.
[0006] Die Erfindung richtet sich auf ein Türblatt mit einem Fries, welches Fries zumindest
eine Deckschicht zu einer Türflächenseite und einen an die Deckschicht flächig angrenzenden
Holzkern aufweist, welcher eine Vertiefung in seiner an die Deckschicht angrenzenden
Oberfläche aufweist, wobei eine Metallverstärkung in der Vertiefung vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Metallverstärkung durch eine Holzzwischenschicht
von der Deckschicht getrennt ist.
[0007] sowie auf ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Türblatts, bei dem eine Metallverstärkungsleiste
an einer großflächigen Seite mit einer Holzzwischenschicht und an der entgegengesetzten
großflächigen Seite mit einem ersten Holzkernstück verleimt wird und danach mit beiden
Längskanten mit einem weiteren zweiten bzw. einem weiteren dritten Holzkernstück verleimt
wird, wobei auch die Holzzwischenschicht und das erste Holzkernstück einerseits mit
dem zweiten und mit dem dritten Holzkernstück verleimt werden, der so hergestellte
metallverstärkte Massivholzkern plan geschliffen wird und mit einer Deckschicht verleimt
wird.
[0008] Bevorzugte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen und in der folgenden
Beschreibung angegeben. Die dabei offenbarten Merkmale haben jeweils sowohl für das
erfindungsgemäße Türblatt als auch für das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren
Bedeutung, ohne dass hier im Einzelnen unterschieden wird. Insbesondere richtet sich
die Erfindung auch auf ein Herstellungsverfahren für das beschriebene Türblatt im
Allgemeinen, bei dem die Metallverstärkung in der Vertiefung des Holzkerns angebracht
und eine Deckschicht aufgebracht wird.
[0009] Die Erfindung richtet sich auf Türblätter mit einem Fries in der beschriebenen Bauform
im allgemeinsten Sinn. Insbesondere richtet sich die Erfindung jedoch bevorzugt auf
solche Friestürblätter, bei denen die Friesstruktur von außen erkennbar ist, also
neben technischen auch stilistische bzw. ästhetische Gründe hat. Damit soll das Türblatt
unterschieden werden von flächigen Türblättern, bei denen der interne Aufbau in Folge
ganzflächiger durchgehender Deckschichten von außen nicht erkennbar ist.
[0010] Die Erfindung sieht also eine Metallverstärkung eines Holzkerns vor. Diese Metallverstärkung
soll in einer Vertiefung des Holzkerns angebracht sein, die in der an die Deckschicht
angrenzenden Fläche des Holzkerns enthalten ist. Diese Vertiefung ist vorzugsweise
im Maß angepasst an die Metallverstärkung. Letztere ist also gewissermaßen holzkernseitig
von der Grenzfläche zwischen Holzkern und Deckschicht in den Holzkern eingelassen.
[0011] Mit der erfindungsgemäßen Metallverstärkung kann das Standfestigkeitsverhalten des
Frieses wesentlich verbessert werden, ohne die grundsätzlich auf Holz basierende Bauform
des Frieses zu stark zu verändern. Insbesondere kann die Metallverstärkung in einem
im Übrigen vollständig aus Holz bestehenden Fries vorgesehen sein. Die Deckschicht
selbst ist also ebenfalls vorzugsweise aus Holz aufgebaut. Ferner bestehen die Deckschicht
und der Holzkern vorzugsweise jeweils aus Massivholz.
[0012] Grundsätzlich kann die Metallverstärkung in Folge ihrer Unempfindlichkeit gegen den
Feuchtegehalt und aufgrund klimatischer Änderungen, insbesondere Temperaturschwankungen,
die Standfestigkeit günstig beeinflussen. Andererseits ändert die Metallverstärkung
den von außen erkennbaren Holzcharakter des Frieses nicht oder nicht wesentlich. Schließlich
ist sie in einer Vertiefung in dem Holzkern eingelassen. Damit erübrigt sich eine
Vertiefung in der Deckschicht bzw. kann eine solche Vertiefung in der Deckschicht
flacher ausgelegt werden. Vorzugsweise ist jedoch keinerlei Deckschichtvertiefung
vorgesehen, um die Metallverstärkung unterzubringen. Dies ist günstig, weil Deckschichten
häufig relativ schwach ausgelegt werden sollen, um, insbesondere bei Massivholzdeckschichten,
das Verzugsverhalten nicht durch die Deckschicht zu verschlechtern. Andererseits soll
die an sich schon nicht allzu starke Deckschicht möglichst nicht oder wenig durch
an bestimmten Stellen für die Metallverstärkung vorgesehene Vertiefungen weitergeschwächt
werden, was zu einer Rissgefahr bzw. Einschränkungen bei der Nachbehandelbarkeit oder
dem später für ein Abschleifen zur Verfügung stehenden Material führen würde.
[0013] Die Metallverstärkung ist gemäß der Erfindung durch eine Holzzwischenschicht von
der Deckschicht getrennt, schließt also nicht direkt an die Deckschicht an. Dies kann
für die Qualität einer Verleimung zwischen der Deckschicht und dem Türkernuntergrund
von Bedeutung sein. Insbesondere lässt sich die für die Verleimung verwendete Fläche
des Türkems, die bei dieser Ausgestaltung also durchgängig aus Holz besteht, besonders
leicht und genau planschleifen, was der Verleimungsqualität zu Gute kommt.
[0014] Die Metallverstärkung besteht vorzugsweise aus einer Aluminiumlegierung, also einer
Metalllegierung die im Wesentlichen durch den Legierungsbestandteil Aluminium geprägt
ist. Dazu gehören natürlich insbesondere gewöhnlich nur als "Aluminium" oder "technisches
Aluminium" bezeichnete Legierungen, die weitgehend nur aus Aluminium bestehen, sowie
reines Aluminium selbst. Aluminium ist nicht nur vergleichsweise leicht und hat ausreichende
mechanische Eigenschaften, es eignet sich ferner auch wegen seiner günstigen thermischen
Ausdehnungseigenschaften für den hier betrachteten Anwendungsfall und lässt sich ferner
bei geeigneter Leimwahl gut und stabil verleimen.
[0015] Die Form der Metallverstärkung ist im bevorzugten und einfachsten Fall ein einfacher
Flachmetalistreifen, der sich wiederum vorzugsweise zumindest entlang der vertikalen
Türfrieslänge über die gesamte Länge der Friesseite, bei Bedarf aber auch über die
gesamte Länge des Frieses überhaupt erstreckt. Solche Flachmetalle, etwa aus Aluminium
sind kostengünstig und erfordern bei der Einpassung in die Holzumgebung und bei der
Verleimung keine formbedingten zusätzlichen Maßnahmen.
[0016] Vorzugsweise wird die Metallverstärkung rundum, d. h. an allen Längsseitenflächen,
bei einem Flachmetall mit rechteckigem Querschnitt also an den großflächigen und an
den Kantenseitenflächen, mit der Holzumgebung verleimt. Bevorzugte Leimmaterialien
sind dabei PU- und PVAC-Leime sowie Weißleim-Härter-Verbindungen. Ganz besonders bevorzugt
sind jedoch Harnstoff- und/oder Melamin-Formaldehydleime oder -Leimmischungen. Beim
Verleimen mit der Metallverstärkung, insbesondere bei Aluminiumteilen, sind geeignete
Vorbehandlungen des Metalls von Vorteil, also sog. Primer. Technische Einzelheiten
zu passenden Primern sind durch den Fachmann am Günstigsten durch Nachfrage bei dem
Leimhersteller des ausgewählten Leims zu klären. Es hat sich herausgestellt, dass
sich insbesondere bei den erwähnten Formaldehyd-Leimen mit geeigneten Primern eine
hervorragende AW-feste Aluminium-Holz-Verleimung erzielen lässt.
[0017] Vorzugsweise ist das Türblatt auf beiden entgegengesetzten Flächen des Holzkerns,
die den großflächigen Türseiten entsprechen, mit einer Metallverstärkung ausgestattet.
Ferner sind vorzugsweise auf beiden Seiten Deckschichten vorgesehen, so dass die Erfindung
gewissermaßen nach zwei Seiten und insgesamt doppelt auftritt. Insbesondere ist dabei
bevorzugt, dass das Fries in dieser Hinsicht symmetrisch aufgebaut ist (was für Seitenfräsungen
für Doppelfalze, Fassungen für Füllungen und Kassetten und dgl. natürlich nicht gelten
muss).
[0018] Bei dem Holzkern handelt es sich vorzugsweise um eine stabverleimte Massivholzplatte,
bei der in der der Breitenrichtung des Türblatts entsprechenden Richtung eine Mehrzahl
Stäbe im Bereich der Metallverstärkung (also "darunter" bzw. "dazwischen") nebeneinander
liegen. Auch seitlich außerhalb des Flächenbereichs der Metallverstärkung sind (dto.)
vorzugsweise jeweils eine Mehrzahl Massivholzstäbe vorgesehen, wie das Ausführungsbeispiel
zeigt.
[0019] Es wurde bereits erwähnt, dass die Deckschicht oder die beiden Deckschichten relativ
schwach sein sollten. Erfindungsgemäß ist hierbei bevorzugt, dass die Deckschicht
oder Deckschichten höchstens (jeweils) 1/5, besser höchstens 1/8 und im besten Fall
höchstens 1/10 der Gesamtstärke des Frieses ausmachen. Insbesondere kommen dabei Deckschichten
von weniger als 24 mm, vorzugsweise weniger als 20 mm, besonders bevorzugter Weise
weniger als 15 mm und am besten weniger als 10 mm oder sogar weniger als 8 mm in Betracht.
Der Abstand der Metallverstärkung von der Friesaußenfläche kann damit auch gering
gehalten werden und beträgt vorzugsweise höchstens 1/4, besser höchstens 1/5 und am
besten höchstens 1/6 der Friesstärke.
[0020] Die erwähnte Holzzwischenschicht bzw. die beiden Holzzwischenschichten zwischen der
Metallverstärkung, etwa dem Aluminiumflachmetallstreifen, und dem Holzkern bzw. der
Deckschicht sind jeweils vorzugsweise höchstens 5 mm, besser höchstens 4 mm und im
günstigsten Fall höchstens 3 mm stark.
[0021] Die beschriebenen Einzelheiten zu dem erfindungsgemäßen Türblatt beziehen sich zu
einem großen Teil auf den Aufbau des Frieses. Die Anmelderin reserviert sich daher
vorsorglich die Aufstellung eines auf das Fries als solches gerichteten Patentanspruchs.
[0022] Ferner ist erfindungsgemäß besonders folgendes Herstellungsverfahren bevorzugt: Zunächst
wird eine Metallverstärkungsleiste, etwa die Aluminiumflachmetallleiste, an zumindest
einer großflächigen Seite mit einer Holzzwischenschicht verleimt und an der entgegengesetzten
großflächigen Seite entweder indirekt über die zweite Holzzwischenschicht oder direkt
mit einem Teil des bereits mehrfach erwähnten Holzkerns verleimt. Dieser Teil wird
hier als erstes Holzkernstück bezeichnet und entspricht vorzugsweise in seiner flächigen
Erstreckung genau der Metallverstärkungsleiste. Daraufhin können die Seitenflächen
der Metallverstärkungsleiste sowie der darüber liegenden Holzzwischenschicht und des
darunter liegenden ersten Holzkernstücks - ggf. mit der weiteren Holzzwischenschicht
- seitlich verleimt werden mit einem weiteren zweiten und einem weiteren dritten Teil
des Holzkerns. Insgesamt ist dadurch ein metallverstärkter Holzkern hergestellt worden,
der Holzaußenflächen zeigt. Die eine oder die beiden Deckschicht/en der zugewandten
Flächen dieses Massivholzkerns werden dann plangeschliffen und mit der oder den Deckschicht/en
verleimt. Im Übrigen gelten natürlich die verschiedenen bevorzugten Ausgestaltungen
auch für das Herstellungsverfahren.
[0023] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Dabei dargestellte Einzelmerkmale können auch in anderen Kombinationen erfindungswesentlich
sein und beziehen sich ferner sowohl auf den Vorrichtungs- als auch auf den Verfahrenscharakter
der Erfindung.
- Fig. 1
- zeigt eine Metallverstärkung mit aufgeleimten Holzzwischenschichten für ein erfindungsgemäßes
Türblattfries.
- Fig. 2
- zeigt das Türblattfries mit zwei Metallverstärkungen gemäß Fig. 1.
- Fig. 3
- zeigt ein erfindungsgemäßes Türblatt mit einem Fries gemäß 2.
[0024] Fig. 1 zeigt in einer Querschnittsdarstellung eine Flachmetallleiste 1 aus technischem
Aluminium mit einer Stärke von 1 - 10 mm, in diesem Fall 5 mm. Die Flachmetallleiste
1 ist zwischen 30 und 90 mm breit, in diesem Fall 70 mm. Sie ist auf ihrer flächigen
Oberseite und ihrer flächigen Unterseite jeweils verleimt mit einer Holzzwischenschicht
von in diesem Fall 2,5 mm, wobei die obere Holzzwischenschicht mit 2 und die untere
mit 3 bezeichnet ist. Für diese Verleimungen wird ein Harnstoff-Formaldehydleim mit
einem für Aluminium ausgelegten Primer eingesetzt.
[0025] Fig. 2 zeigt das gesamte Fries, das zwei der Metallverstärkungen aus Fig. 1 enthält.
Das in Fig. 2 perspektivisch und im Schnitt dargestellte Fries kann für Gebäudeaußentüren
eingesetzt werden, wobei die in Fig. 2 obere und untere Seite dann die Außen- bzw.
Innenseite des Türblatts darstellen. Der Aufbau von Gebäudeaußentüren mit Friesen
ist an sich bekannt und muss hier nicht im Einzelnen erläutert werden. Dabei werden
insbesondere die notwendigen Strukturen in die in Fig. 2 linke und rechte Seite des
Frieses eingefräst, was Fig. 2 nicht zeigt.
[0026] Das Fries wird nun anhand seiner Herstellung erläutert. Zunächst werden zwei mit
Holzzwischenschichten 2 und 3 verleimte Aluminium-Flachmetallleisten 1 gemäß Fig.
1 jeweils auf die Oberseite und die Unterseite eines aus drei nebeneinander liegenden
einzelnen Massivholzstäben aufgebauten ersten Hofzkernstücks aufgeleimt. Da es sich
bei den aufeinander zu leimenden Teilen um Holzoberflächen handelt, nämlich die jeweils
freie Oberfläche der jeweiligen Holzzwischenschichten 3 und die jeweiligen Oberflächen
des Holzkernstücks 4, 5, 6, kann mit einem Harnstoff-Formaldehydleim und den üblichen
Pressverfahren eine sehr gute Verleimung erzielt werden. Insbesondere können die jeweiligen
Oberflächen plangeschliffen sein.
[0027] In einem weiteren Schritt werden nun seitlich jeweils zwei weitere Massivholzleisten
7, 8 und 9, 10 angeleimt, die jeweils paarweise ein zweites und ein drittes Holzkernstück
bilden. Diese Verleimung erfolgt mit der gleichen Technik. Auf den seitlichen Kantenflächen
der Aluminium-Flachmetallleisten 1 kann, muss aber nicht unbedingt, Primer eingesetzt
werden, weil es sich um eher kleine Flächenanteile handelt und hinsichtlich der Standfestigkeit
des in Fig. 2 dargestellten Frieses im Sinn der Fig. 2 horizontale Leimflächen ohnehin
wichtiger sind. Das zweite und das dritte Holzkernstück 7, 8 und 9, 10 sind jeweils
in sich zuvor verleimt worden.
[0028] Daraufhin können die nun durch den gesamten aluminiumverstärkten Holzkern 1 - 10
für die aufzubringenden Deckschichten 11 und 12 (vgl. Fig. 2) gebildeten Oberflächen
insgesamt plan verschliffen werden, wobei aufgrund der Holzzwischenschichten 2 kein
störender Metall-Holz-Übergang auftritt. Damit haben die Verleimungen zwischen den
Deckschichten 11 bzw. 12 und dem Holzkern 1 - 10 eine besonders hohe Festigkeit. Wieder
wird ein Harnstoff-Formaldehydleim mit entsprechender Verpressung eingesetzt. Die
Aluminium-Flachmetallleisten 1 erstrecken sich bei diesem Beispiel nicht über das
gesamte Fries, sondern nur in den vertikalen Friesteilen entlang der Höhe des Türblatts.
[0029] Die Deckschichten können 2,5 - 24 mm stark sein und betragen in diesem Fall 7 mm.
Die Massivholzstäbe 4 - 10 haben jeweils eine Breite (im Sinn der Fig. 2) von 10 -
30 mm, in diesem Fall 23,3 mm. Die Massivholzstäbe 7 - 10 haben eine Höhe (im Sinn
der Fig. 2), d. h. Stärke im Sinn des gesamten Frieses, von größenordnungsmäßig 20
mm, vorzugsweise 35, bis 100 mm, im vorliegenden Fall von 54 mm.
[0030] Insgesamt zeigt die Erfindung ein weitgehend aus Massivholz bestehendes Türblattfries
mit kostengünstigen, weil geometrisch einfachen und materialökonomischen Aluminium-Flachmetallleisten
1 als Verzügssperre. Diese Aluminiumleisten 1 liegen wegen der geringen Stärken der
Holzzwischenschichten 2 und der Deckschichten 11 und 12 im Vergleich zu der Gesamtstärke
des Frieses relativ weit außen. Insbesondere ist bevorzugt, dass der Abstand der jeweils
äußeren Fläche der Aluminium-Flachmetallleisten 1 und der Außenfläche des Gesamtfrieses
weniger als 1/4, vorzugsweise weniger als 1/5 und in günstigsten Fall weniger als
1/6 der Gesamtstärke ausmacht (im vorliegenden Fall 9,5/68 = knapp 14%). Das dargestellte
Herstellungsverfahren erfordert insbesondere keine Fräsung, und vor allem keine Fräsung
in den Deckschichten 11 und 12. Es ist damit ökonomisch und erlaubt besonders geringe
Deckschichtstärken.
[0031] Damit können die Aluminium-Flachmetallleisten 1 besonders hebelgünstig als Verzugssperre
wirken. Ferner ist das Fries von außen nicht von einem reinen Massivholzfries zu unterscheiden.
Durch den erfindungsgemäßen Aufbau sowie durch das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren
lassen sich insbesondere die stabilitätswichtigen Verleimungen zwischen den Deckschichten
11 und 12 und dem Holzkern 1 - 10 sowie die Verleimungen zwischen den Holzzwischenschichten
3 und dem ersten Holzkernstück 4 - 6 in uneingeschränkter Qualität einer Holz-Holz-Verleimung
ausführen. Erfindungsgemäß hat sich ferner herausgestellt, dass bei Verwendung geeigneter
Leime und Primer die Aluminium-Holz-Verleimungen zwischen den Aluminium-Flachmetallleisten
1 und den Holzzwischenschichten 2 und 3 in gleicher Qualität ausgeführt werden können.
Damit zeigt das gesamte Fries eine sehr gute Kombination aus tragbaren Herstellungskosten
und enormer Standfestigkeit.
[0032] Fig. 3 veranschaulicht eine mit einem Türblattfries gemäß Fig. 2 ausgestattetes Türblatt.
Das Türblatt besteht aus rahmenartig zusammengesetzten Türblattfriesteilen 13, 14,
15, 16. Ferner zeigt das Türblatt eine Mittelstrebe 17, die die vertikalen Friesteile
13 und 15 verbindet. Damit haben die Friesteile 13 und 15 einerseits und 14, 16 und
17 andererseits jeweils gleiche Längen. Die Friesteile 13 und 15 zeigen im Querschnitt
jeweils den Aufbau gemäß Fig. 2 und bilden damit die stabilitätsrelevante Grundstruktur
des Türblatts. Die Querfriesteile entsprechen der dargestellten Querschnittsstruktur,
zeigen aber keine Metallverstärkung und dementsprechend keine Vertiefung in dem Holzkern.
[0033] In die Zwischenräume zwischen den oberen Teilen der Friesteile 13 und 15 sowie der
Friesteile 14 und 17 einerseits und zwischen den unteren Teilen der Friesteile 13
und 15 und den Friesteilen 16 und 17 andererseits sind an sich konventionelle Füllungen
aus Massivholz oder Sperrholz oder anderen Materialien eingesetzt, die hier mit 18
und 19 bezeichnet sind. Es kann sich dabei auch um Lichtausschnitte aus Glas handeln.
1. Türblatt mit einem Fries (13 - 17),
welches Fries (13 - 17) zumindest eine Deckschicht (11, 12) zu einer Türflächenseite
und
einen an die Deckschicht (11, 12) flächig angrenzenden Holzkern aufweist,
welcher eine Vertiefung in seiner an die Deckschicht (11, 12) angrenzenden Oberfläche
aufweist, wobei eine Metallverstärkung (1) in der Vertiefung vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Metallverstärkung (1) durch eine Holzzwischenschicht (2) von der Deckschicht
(11, 12) getrennt ist.
2. Türblatt nach Anspruch 1, bei dem die Metallverstärkung (1) aus einer Aluminiumlegierung
besteht
3. Türblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die Metallverstärkung (1)
ein Flachmetallstreifen ist.
4. Türblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem sich die Metallverstärkung
(1) über die gesamte vertikale Länge des Frieses (13 - 17) erstreckt.
5. Türblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die Metallverstärkung (1)
an ihren Längsseitenflächen vollflächig verleimt ist.
6. Türblatt nach Anspruch 5, bei dem für die Verleimung Hamstoff-Formaldehydharzleime
und/oder Melamin-Formaldehydharzleime verwendet worden sind.
7. Türblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche, das auf zwei entgegengesetzten Seiten
des Holzkerns eine Vertiefung mit einer darin vorgesehenen Metallverstärkung (1) sowie
jeweils eine Deckschicht (11, 12) aufweist.
8. Türblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem der Holzkern abgesehen von
der Metallverstärkung (1) eine stabverleimte Massivholzplatte ist
9. Türblatt nach Anspruch 8, bei dem der Holzkern im Bereich der Metallverstärkung (1)
eine Mehrzahl in der Breitenrichtung der Tür nebeneinander liegende Massivholzstäbe
aufweist.
10. Türblatt nach Anspruch 9, bei dem die Metallverstärkung (1) durch eine Holzzwischenschicht
(3) von den Massivholzstäben getrennt ist.
11. Türblatt nach einem der Ansprüche 8 - 10, bei dem in der Breitenrichtung der Tür seitlich
außerhalb des Flächenbereichs der Metallverstärkung (1) jeweils eine Mehrzahl in der
Breitenrichtung nebeneinander liegende Massivholzstäbe vorgesehen ist
12. Türblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die Deckschicht/en (11, 12)
schwächer als 1/5 der Gesamttürblattstärke ist/sind.
13. Türblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die Holzzwischenschicht/en
(2, 3) schwächer als 5 mm ist/sind.
14. Türblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem der Abstand der jeweils äußeren
Fläche der Metallverstärkung (1) und der Außenfläche des Gesamtfrieses (13-17) weniger
als 1/4 der Gesamtstärke ausmacht.
15. Verfahren zum Herstellen eines Türblatts nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei
dem bei der Herstellung des Frieses (13-17)
eine Metallverstärkungsleiste (1) an einer großflächigen Seite mit einer Holzzwischenschicht
(2) und
an der entgegengesetzten großflächigen Seite mit einem ersten Holzkernstück (4 - 6)
verleimt wird und
danach mit beiden Längskanten mit einem weiteren zweiten (7, 8) bzw. einem weiteren
dritten Holzkernstück (9, 10) verleimt wird, wobei auch die Holzzwischenschicht (2)
und das erste Holzkernstück (4 - 6) mit dem zweiten (7, 8) und mit dem dritten Holzkernstück
(9, 10) verleimt werden,
der so hergestellte metallverstärkte Massivholzkem (1 - 10) plangeschliffen wird und
mit einer Deckschicht (11, 12) verleimt wird.
1. A door leaf having a frieze (13-17),
which frieze (13-17) comprises at least one cover layer (11, 12) directed towards
a door leaf side and
a wooden core adjacent to said cover layer (11, 12) in a laminar way,
which wooden core comprises a recess in a surface thereof which is adjacent to said
cover layer (11, 12),
wherein a metallic reinforcement (1) is provided in said recess,
characterized by the metallic reinforcement (1) being separated from said cover layer (11, 12) by
a wooden intermediate layer (2).
2. The door leaf of claim 1 in which said metallic reinforcement (1) consists of an aluminium
alloy.
3. The door leaf according to one of the preceding claims in which said metallic reinforcement
(1) is a flat metal slat.
4. The door leaf according to one of the preceding claims in which said metallic reinforcement
(1) extends over the total vertical length of said frieze (13-17).
5. The door leaf according to one of the preceding claims in which said metallic reinforcement
(1) is glued all-over its longitudinal side surfaces.
6. The door leaf according to claim 5 in which urea-formaldehyde resin size and/or melamine-formaldehyde
resin size has been used for the gluing.
7. The door leaf according to one of the preceding claims which comprises at two opposing
sides of said wooden core a recess with a metallic reinforcement (1) provided therein
and a respective cover layer (11, 12).
8. The door leaf according to one of the preceding claims in which said wooden core is,
apart from said metallic reinforcement (1), a massive wooden board glued together
from rods.
9. The door leaf according to claim 8 in which said wooden core comprises a plurality
of massive wooden rods within the range of said metallic reinforcement (1), which
are arranged next to each other to make up at least part of the width of the door.
10. The door leaf according to claim 9 in which said metallic reinforcement (1) is separated
from said massive wooden rods by a wooden intermediate layer (3).
11. The door leaf according to one of the claims 8 - 10 in which a plurality of massive
wooden rods is provided, which are arranged next to each other to make up at least
a part of the width of the door laterally outside of the planar range of the metallic
reinforcement (1) respectively.
12. The door leaf according to one of the preceding claims in which the cover layer(s)
(11, 12) is (are) thinner than 1/5 of the total thickness of said door leaf.
13. The door leaf according to one of the preceding claims in which said wooden intermediate
layer(s) (2, 3) is (are) thinner than 5 mm.
14. The door leaf according to one of the preceding claims in which the distance between
the outer surface of said metallic reinforcement (1) and the outer surface of said
whole frieze (13-17) is less than ¼ of the total thickness.
15. A method for producing a door leaf according to one of the preceding claims in which
during the production of said frieze (13-17)
a metallic reinforcement slat (1) is glued together with a wooden intermediate layer
(2) at an extensive side, and
with a first wooden core part (4-6) at the opposing extensive side,
and subsequently with an additional second (7, 8) and an additional third wooden core
part (9, 10) with both longitudinal edges, respectively, wherein also said wooden
intermediate layer (2) and said first wooden core part (4-6) are glued to said second
(7, 8) and to said third wooden core part (9, 10),
wherein the mutual reinforced massive wooden core (1-10) thus produced is grinded
plane and
glued to a cover layer (11,12).
1. Porte à cadre (13-17),
lequel cadre (13-17)présente au moins une couche de revêtement (11,12) sur un côté
de surface de la porte et
une âme en bois contiguë à plat de la couche de revêtement (11, 12),
lequel cadre présente une cavité dans sa surface contiguë à la couche de revêtement
(11,12), moyennant quoi un renforcement en métal (1) est prévu dans la cavité,
caractérisée en ce que le renforcement en métal (1) est séparé de la couche de revêtement (11,12) par une
couche intermédiaire en bois (2).
2. Porte selon la revendication 1, dans laquelle le renforcement en métal (1) est constitué
d'un alliage d'aluminium.
3. Porte selon une des revendications précédentes, dans laquelle le renforcement en métal
(1) est une bande plate de métal.
4. Porte selon une des revendications précédentes, dans laquelle le revêtement en métal
s'étend sur toute la longueur verticale du cadre (13-17).
5. Porte selon une des revendications précédentes, dans laquelle le revêtement en métal
(1) est collé sur toute la surface de ses surfaces de côtés longitudinaux.
6. Porte selon la revendication 5, dans laquelle une colle de résine d'urée-formol et/ou
une colle de résine de mélamine-formol sont utilisées pour le collage.
7. Porte selon une des revendications précédentes, qui présente, sur deux côtés opposés
de l'âme en bois, une cavité à l'intérieur de laquelle un renforcement en métal (1)
est prévu ainsi qu'une couche de revêtement (11,12) respective.
8. Porte selon une des revendications précédentes, dans laquelle l'âme en bois est, à
l'exception du renforcement en métal (1), une plaque de bois massif constituée de
barres contrecollées.
9. Porte selon la revendication 8, dans laquelle l'âme en bois présente au niveau du
renforcement en métal (1) une pluralité de barres en bois massif reposant les unes
à côté des autres dans le sens de la largeur de la porte.
10. Porte selon la revendication 9, dans laquelle le renforcement en métal (1) est séparé
des barres de bois massif par une couche intermédiaire en bois (3).
11. Porte selon une des revendications 8 à 10, dans laquelle, dans le sens de la largeur
de la porte, latéralement à l'extérieur de la zone aplatie du renforcement en métal
(1), une pluralité de barres de bois massif reposant les unes à côté des autres dans
le sens de la largeur sont respectivement prévues.
12. Porte selon une des revendications précédentes, dans laquelle la (les) couche(s) de
revêtement (11,12) est/sont plus minces qu'1/5 de l'épaisseur totale de la porte.
13. Porte selon une des revendications précédentes, dans laquelle la (les) couche(s) intermédiaire(s)
en bois (2, 3) est/sont plus minces que 5 mm.
14. Porte selon une des revendications précédentes, dans laquelle la distance entre la
surface extérieure respective du renforcement en métal (1) et la surface extérieure
de l'ensemble du cadre (13-17) correspond à moins d'1/4 de l'épaisseur totale.
15. Procédé de fabrication d'une porte selon une des revendications précédentes, dans
lequel, lors de la fabrication du cadre (13-17),
une baguette de renforcement en métal (1) est collée sur un côté de surface principale
à une couche intermédiaire en bois (2) et
est collée sur le côté de surface principale opposé à une première pièce d'âme en
bois (4-6) et
est ensuite collée sur les deux arêtes longitudinales à une deuxième (7,8), respectivement
une troisième pièce d'âme en bois (9,10), moyennant quoi la couche intermédiaire en
bois (2) et la première pièce d'âme en bois (4-6) sont également collées d'un côté
avec la deuxième (7,8) et la troisième pièce d'âme en bois (9,10),
l'âme en bois massif (1-10) renforcée par du métal ainsi produite est soumise à une
rectification plane et
est collée à une couche de revêtement (11,12).
