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EP 1 530 402 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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24.08.2016 Patentblatt 2016/34 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.07.2009 Patentblatt 2009/27 |
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Anmeldetag: 14.10.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zur Adaption eines Hörgeräts unter Berücksichtigung der Kopfposition und
entsprechendes Hörgerät
Method for adapting a hearing aid considering the position of head and corresponding
hearing aid
Procédé pour l'adaptation d'une prothèse auditive en tenant compte de la position
de la tête et prothèse auditive correspondente
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
05.11.2003 DE 10351509
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.05.2005 Patentblatt 2005/19 |
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Patentinhaber: Sivantos GmbH |
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91058 Erlangen (DE) |
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Erfinder: |
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- Chalupper, Josef
85307 Paunzhausen (DE)
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Vertreter: FDST Patentanwälte |
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Nordostpark 16 90411 Nürnberg 90411 Nürnberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 017 253 EP-A2- 1 326 478 WO-A-99/43185
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EP-A2- 1 303 166 WO-A-98/54928 DE-A1- 10 148 006
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Hörgerät, das an die räumliche Richtung eines
eintreffenden Schallsignals adaptierbar ist, mit mehreren Mikrofonen zum Aufnehmen
von Eingangssignalen und einer Recheneinrichtung zum Berechnen mindestens einer Richtung,
aus der ein vorgebbares Schallsignal eintrifft. Darüber hinaus betrifft die vorliegende
Erfindung ein entsprechendes Verfahren zum Adaptieren eines Hörgeräts an mindestens
eine räumliche Richtung des Schalleinfalls.
[0002] Mit den bekannten Methoden zur"blinden Quellentrennung" (blind source separation,
BSS) können mehrere, gleichzeitig sprechende, räumlich verteilte Sprecher getrennt
und einer davon zur Verbesserung seiner Verständlichkeit hervorgehoben werden. Die
BSS, mit der aus einer Signalmischung die vom Hörgeräteträger gewünschte Nutzschallquelle
hervorgehoben werden kann, ist in dem Dokument
EP 1 017 253 A2 näher beschrieben. Diese oder ähnliche Methoden benötigen jedoch eine Adaptionszeit
von mehreren Sekunden, bis die Richtungen der Sprecher zuverlässig geschätzt sind.
Auf Grund von unvermeidbaren Kopfbewegungen, die jedes Mal eine erneute Adaption bedingen,
sind diese Algorithmen deshalb derzeit für Hörgeräte nur bedingt geeignet.
[0003] Aus der Druckschrift
DE 101 48 006 A1 ist eine tragbare Schallwiedergabeeinriehtung zur Erzeugung eines dreidimensionalen
Höreindrucks bekannt. Zur Erfassung von Bewegung und Orientierung eines Kopfes wird
in einer tragbaren Schallwiedergabeeinrichtung, insbesondere Kopfhörer oder Helm mit
integrierten Schallgebern, eine Einrichtung zur Kopforientierungsbestimmung integriert.
Damit folgen die virtuellen Schallwellen den Kopfbewegungen des Hörers nicht und die
künstlich hervorgerufene dreidimensionale Schallwahrnehmung entspricht der natürlichen
Schallwahrnehmung bei realen ortsfesten Schallquellen.
[0004] Weiterhin beschreibt die Druckschrift
WO 99/43185 A ein binaurales digitales Hörhilfesystem. Die dabei verwendeten Hörgeräte weisen jeweils
eine Übertragungseinrichtung zur drahtlosen Übertragung auf.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, eine Quellentrennung
trotz Kopfbewegungen in einem vertretbaren Zeitrahmen in Hörgeräten durchführen zu
können.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Hörgerät nach Anspruch 1 gelöst.
[0007] Darüber hinaus ist erfindungsgemäß ein Verfahren nach Anspruch 4 vorgesehen.
[0008] Durch die Vermeidung eines erneuten Adaptionsprozesses nach einer Kopfbewegung kann
die blinde Quellentrennung auch in Hörgeräten genutzt werden, wodurch in bestimmten
Situationen die Sprachverständlichkeit drastisch erhöht werden kann.
[0009] Vorzugsweise besitzt das Hörgerät bei binauraler Versorgung eine Übertragungseinrichtung
zum drahtlosen Übertragen der Kopfposition an das zweite Hörgerät. Damit genügt es,
wenn ein Hörgerät mit einer Positionsbestimmungseinrichtung zur Bestimmung der Kopfposition
ausgestattet ist. Die Übertragungseinrichtung ist in vielen Fällen bei binauraler
Versorgung ohnehin im Hörgerät vorgesehen.
[0010] Die Positionsbestimmungseinrichtung kann so gestaltet sein, dass die Position des
Kopfes anhand des Erdmagnetfeldes ermittelt wird. Dies hat den Vorteil, dass nicht
nur eine relative sondern auch eine absolute Position des Kopfes bestimmt werden könnte.
[0011] Alternativ kann die Positionsbestimmungseinrichtung so ausgestaltet sein, dass die
Kopfposition mit Hilfe eines Beschleunigungssensors ermittelt wird. Dies hat den Vorteil,
dass eine gängige Technologie mit robusten Bauelementen verwendet werden kann.
[0012] Bei einer einfachen Ausgestaltung der Erfindung wird eine Kopfbewegung im adaptierten
Zustand des Hörgeräts berücksichtigt. Bei einer Weiterentwicklung wird die aktuelle
Kopfposition bereits während des Adaptionsprozesses im Hörgerät mit berücksichtigt.
Dadurch kann die Zeit zur Einstellung des Hörgeräts weiter reduziert werden.
[0013] Die vorliegende Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert,
die ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Hörgeräts zeigt.
[0014] Das nachfolgende näher beschriebene Ausführungsbeispiel stellt eine bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar.
[0015] Ein Hörgerät gemäß der Darstellung in der Zeichnung verfügt über mehrere Mikrofone
M1, Mn. Die Signale der Mikrofone werden von einer Vorverarbeitungseinheit VV aufgenommen.
Eine Positionsbestimmungseinheit PB liefert die aktuelle Kopfposition ebenfalls an
die Vorverarbeitungseinheit VV. Die vorverarbeiteten Signale der Vorverarbeitungseinheit
VV werden parallel an eine adaptive Verarbeitungs- und Entmischeinheit VE weitergeleitet.
Als Resultat liefert die Einheit VE die Signale der verschiedenen Quellen Q1, Qk.
Alternativ oder zusätzlich kann die Kopfposition von der Positionsbestimmungseinheit
PB auch an die Verarbeitungs- und Entmischeinheit VE geliefert werden.
[0016] Als Positionsbestimmungseinrichtung PB sind sogenannte "Head Tracker", die beispielsweise
das Erdmagnetfeld zur Positionsbestimmung nutzen, kommerziell erhältlich. Im Einsatzfall
gibt der Head Tracker ständig die aktuelle Kopfposition an die Vorverarbeitungseinheit
VV weiter. Vorzugsweise wird bei binauraler Versorgung diese Information drahtlos
auch an das Hörgerät an der anderen Kopfseite übertragen.
[0017] In der Vorverarbeitungseinheit VV wird die aktuelle Position mit den Mikrofonsignalen
derart verrechnet, dass im Falle einer Kopfbewegung die Richtungsänderung der Mikrofone
auf Grund der Kopfbewegung so berücksichtigt wird, dass keine neue Adaption durchgeführt
werden muss, solange die externen Sprecher bzw. Schallquellen ihre Positionen nicht
ändern. Falls die Kopfbewegung bereits während der Adaption stattfindet, muss die
Kopfbewegung entsprechend zeitlich registriert werden. In diesem Fall ist beim Adaptionsvorgang
die Zeitabhängigkeit der Signale zu berücksichtigen.
1. Hörgerät, das an die räumliche Richtung eines eintreffenden Schallsignals adaptierbar
ist, mit
- mehreren Mikrofonen (M1, Mn) zum Aufnehmen von Eingangssignalen und
- einer Recheneinrichtung (VV, VE) zum Berechnen mindestens einer Richtung, aus der
ein vorgebbares Schallsignal eintrifft, anhand der Eingangssignale,
gekennzeichnet durch
- eine Positionsbestimmungseinrichtung (PB) zur Bestimmung der aktuellen Position
des Kopfes des Hörgerätträgers, so dass die Position des Kopfes in der Recheneinrichtung
(VV, VE) für die Berechnung der mindestens einen Richtung berücksichtigbar ist, wobei
- mit der Positionsbestimmungseinrichtung (PB) die Position des Kopfes anhand des
Erdmagnetfeldes ermittelbar ist, oder
- die Positionsbestimmungseinrichtung (PB) über einen Beschleunigungssensor zur Bestimmung
der Position des Kopfes verfügt.
2. Hörgerät nach Anspruch 1, das eine Übertragungseinrichtung zum drahtlosen Übertragen
der Kopfposition an ein weiteres Hörgerät bei binauraler Versorgung aufweist.
3. Hörgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine aktualisierte Kopfposition
auch während einer Adaptionsphase, in der sich das Hörgerät auf die mindestens eine
Richtung des Schalleinfalls adaptiert, berücksichtigbar ist.
4. Verfahren zum Adaptieren eines Hörgeräts an mindestens eine räumliche Richtung eines
auf das Hörgerät eintreffenden Schallsignals durch
- Aufnehmen mehrerer Mikrofoneingangssignale und
- Berechnen der mindestens einen Richtung, aus der ein vorgebbares Schallsignal eintrifft
anhand der Mikrofoneingangssignale,
gekennzeichnet durch
- Bestimmen der aktuellen Position des Kopfes des Hörgeräteträgers und
- Berücksichtigen der aktuellen Position des Kopfes beim Berechnen der mindestens
einen aktuellen Richtung, aus der das Schallsignal eintrifft, wobei
- die Position des Kopfes anhand des Erdmagnetfelds ermittelt wird, oder
- die Position des Kopfes mit Hilfe eines Beschleunigungssensors ermittelt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die Kopfposition an ein weiteres Hörgerät bei binauraler
Versorgung drahtlos übertragen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, wobei eine aktualisierte Kopfposition auch während
einer Adaptionsphase, in der sich das Hörgerät auf die mindestens eine Richtung des
Schalleinfalls adaptiert, berücksichtigt wird.
1. Hearing aid, which can be adapted to the spatial direction of an incoming acoustic
signal, having
- a plurality of microphones (M1, Mn) for recording input signals and
- a computing device (VV, VE) for calculating at least one direction from which a
predefined acoustic signal comes in, based on the input signals,
characterised by
- a position determining device (PB) for determining the current position of the head
of the hearing aid wearer, so that the position of the head is taken into consideration
in the computing device (VV, VE) for calculating the at least one direction, whereby
- the position of the head can be determined based on the earth's magnetic field,
by means of the position determining device (PB), or
- the position determining device (PB) has an acceleration sensor for determining
the position of the head.
2. Hearing aid according to claim 1, having a transmission device for wireless transmission
of the head position to a further hearing aid with binaural supply.
3. Hearing aid according to one of the preceding claims, whereby an up-to-date head position
can also be taken into consideration during an adaptation phase, wherein the hearing
aid adapts to the at least one direction of the acoustic incidence.
4. Method for adapting a hearing aid to at least one spatial direction of an acoustic
signal arriving at the hearing aid by
- recording a plurality of microphone input signals and
- calculating the at least one direction from which a predefined acoustic signal comes
in, based on the microphone input signals
characterised by
- determining the current position of the head of the hearing aid wearer and
- considering the current position of the head whilst calculating the at least one
current direction from which the acoustic signal comes in, whereby
- the position of the head is determined on the basis of the earth's magnetic field,
or
- the position of the head is determined with the aid of an acceleration sensor.
5. Method according to claim 4, whereby the head position is transmitted wirelessly to
a further hearing aid, in the case of binaural supply
6. Method according to claim 4 or 5, whereby an up- to-date head position is also taken
into account during an adaptation phase, wherein the hearing aid is adapted to the
at least one direction of the acoustic incidence.
1. Prothèse auditive adaptable à la direction spatiale d'un signal sonore d'entrée, avec
- plusieurs microphones (M1, Mn) pour la réception des signaux d'entrée et
- un dispositif de calcul (VV, VE) pour le calcul d'au moins une direction par laquelle
un signal sonore prédéterminable arrive, à l'aide des signaux d'entré, caractérisée par
- un dispositif de détermination de la position (PB) pour la détermination de la position
actuelle de la tête du porteur de la prothèse auditive afin que la position de la
tête puisse être prise en compte dans le dispositif de calcul (VV, VE) pour la calcul
de l'au moins une direction, dans laquelle
- la position de la tête peut être évaluée par le dispositif de détermination de la
position (PB) à l'aide du champ magnétique terrestre, ou
- le dispositif de détermination de la position (PB) dispose d'un capteur d'accélération
pour la détermination de la position de la tête.
2. Prothèse auditive selon la revendication 1, qui présente un dispositif de transmission
sans fil pour la transmission de la position de la tête à une autre prothèse auditive
via couverture binaurale.
3. Prothèse auditive selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle une position
actualisée de la tête peut également être prise en compte durant une phase d'adaptation
au cours de laquelle la prothèse auditive s'adapte à l'au moins une direction de l'incidence
sonore.
4. Procédé pour l'adaptation d'une prothèse auditive à au moins une direction spatiale
d'une incidence sonore d'entrée sur la prothèse auditive par
- la réception de plusieurs signaux d'entré de microphone et
- calcul de l'au moins une direction par laquelle un signal sonore prédéterminable
arrive, à l'aide des signaux d'entré de microphone, caractérisé par
- la détermination de la position actuelle de la tête du porteur de la prothèse auditive
et
- prise en compte de la position actuelle de la tête lors du calcul de l'au moins
une direction actuelle par laquelle un signal sonore arrive, dans laquelle
- la position de la tête est évaluée à l'aide du champ magnétique terrestre, ou
- la position de la tête est évaluée à l'aide d'un capteur d'accélération.
5. Procédé selon la revendication 4, dans lequel la position de la tête est transmise
sans fil à une autre prothèse auditive via couverture binaurale.
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5, dans lequel une position actualisée de la tête
est également prise en compte durant une phase d'adaptation au cours de laquelle la
prothèse auditive s'adapte à l'au moins une direction de l'incidence sonore.

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