| (19) |
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(11) |
EP 1 530 432 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.10.2009 Patentblatt 2009/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.08.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/009003 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/017775 (04.03.2004 Gazette 2004/10) |
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| (54) |
BELÜFTUNGSEINRICHTUNG FÜR EIN BEKLEIDUNGSSTÜCK
VENTILATION DEVICE FOR AN ITEM OF CLOTHING
SYSTEME D'AERATION POUR UNE PIECE VESTIMENTAIRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
19.08.2002 DE 10237825
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.05.2005 Patentblatt 2005/20 |
| (73) |
Patentinhaber: W.L. Gore & Associates GmbH |
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85640 Putzbrunn (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- OPITZ, Oliver
83098 Brannenburg (DE)
- AUMANN, Johann
83052 Bruckmühl (DE)
- SPINDLER, Ulrich
83254 Breitbrunn (DE)
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| (74) |
Vertreter: Klunker . Schmitt-Nilson . Hirsch |
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Destouchesstrasse 68 80796 München 80796 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 441 732 US-A- 4 019 227 US-A- 5 586 369
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US-A- 2 718 047 US-A- 5 159 719 US-B1- 6 263 510
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 2000, no. 03, 30. März 2000 (2000-03-30) -& JP 11 346810
A (FUJISAWA MITSUO), 21. Dezember 1999 (1999-12-21)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 2003, no. 07, 3. Juli 2003 (2003-07-03) -& JP 2003
064516 A (MORITO CO LTD;NEW KNIT:KK), 5. März 2003 (2003-03-05)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Bekleidungsstück mit Belüftungseinrichtung, einen dafür
geeigneten Reißverschluss und eine dafür geeignete Bekleidungsstück-Baueinheit.
[0002] Der Begriff Bekleidungsstück soll vorliegend sämtliche körperbedeckende Gegenstände,
insbesondere auch Schuhwerk, Handschuhe und Kopfbedeckungen umfassen.
[0003] Es gibt Bekleidungsstücke, beispielsweise für Motorradfahrer, die eine hohe Windfestigkeit,
vorzugsweise auch Wasserdichtigkeit aufweisen, und eine entsprechend geringe Luftdurchlässigkeit,
mit entsprechend geringer Belüftung der Innenseite des Bekleidungsstücks, was an warmen
Tagen unangenehm sein kann.
[0004] Aus der
US 5 845 336 A und der
US 6 263 510 B1 sind Jacken für Motorradfahrer bekannt, die mit einer Belüftungseinrichtung versehen
sind, die durch eine mittels eines Reißverschlusses mehr oder weniger schließbare
Belüftungsöffnung gebildet ist, durch welche hindurch Belüftungsluft zur Innenseite
der Jakke gelangen kann. Um ein zu weites Aufklaffen der Belüftungsöffnung und ein
Eindringen von Fremdkörpern, wie Steinchen und Insekten, zu verhindern, ist die Belüftungsöffnung
mit einem netzartigen Material hinterlegt, das bei beiden bekannten Jacken auf der
Innenseite des Reißverschlusses parallel zu dem Reißverschluss verläuft und damit
eine parallel zur Reißverschlussebene verlaufende, nicht zu öffnende zweite Verschlussebene
bildet. Im Fall der
US 5 845 336 A sind Seitenränder-des Netzmaterials an Textillagen der Jacke festgenäht, mit denen
auch Textilstreifen vernäht sind, an denen die die Schließketten des Reißverschlusses
tragenden Seitenbänder des Reißverschlusses befestigt sind. Im Fall der
US 6 263 510 B1 sind die beiden seitlichen Enden des Netzmaterials mit je einem der beiden Seitenbänder
des Reißverschlusses verbunden. In beiden Fällen ist die Breite des Netzmaterials
derart weit bemessen, dass sich die mit dem Reißverschluss schließbare Öffnung der
Jacke für eine Belüftung genügend weit öffnen läßt.
[0005] Je nachdem, ob für den Benutzer der Motorradjacke Belüftungsbedart besteht oder nicht,
wird der Reißverschluss geöffnet oder geschlossen gehalten. Im geöffneten Zustand
kann Belüftungsluft durch das hinter dem Reißverschluss angeordnete Netzmaterial hindurch
zur Innenseite der Motorradjacke gelangen.
[0006] Um die Belüftungsöffnungen gegen das Eindringen von Wasser zu schützen, sind sie
bei beiden bekannten Jacken mit Abdeckleisten, auch Flaps genannt, versehen, die mittels
Klettverschlüssen in einem geschlossenen Zustand, in welchem sie den Reißverschluss
der Belüftungsöffnung abdecken, und in einem geöffneten Zustand, in welchem sieden
Reißverschluss der Belüftungsöffnung frei lassen, fixierbar sind.
[0007] Da die beiden Reißverschlussseiten auch bei geöffneten Reißverschluss von dem Netzmaterial
zusammengehalten werden, also ein vollständiges freies Öffnen der mit dem Reißverschluss
verschließbaren Jackenöffnung nicht möglich ist, kann bei diesen bekannten Lösungen
die Belüftungseinrichtung nicht im Bereich der Vorderöffnung der Jacke, die zum An-
und Ausziehen der Jacke geöffnet werden muss, vorgesehen werden. Die aus den beiden
genannten Druckschriften bekannte Belüftungseinrichtung ist daher nur für Nebenöffnungen
der Jacke, beispielsweise im Brusttaschenbereich oder im Schulterbereich, geeignet.
Daher ist mit einer derartigen Belüftungseinrichtung auch nur eine relativ kleine
Belüftungsöffnung mit entsprechend begrenzter Belüftungswirkung realisierbar.
[0008] Wenn während der Motorradfahrt Belüftungsbedarf entsteht, weil es zu heiß wird, oder
wenn während der Motorradfahrt die Belüftungseinrichtung geschlossen werden soll,
beispielsweise weit es zu regnen beginnt, muß während der Fahrt der Reißverschluss
geöffnet bzw. geschlossen werden, und das mit einer Hand, die in einem relativ dicken
Motorradhandschuh steckt. Das Betätigen des Reißverschlusses während der Fahrt ist
daher mühsam, dauert entsprechend lange und bringt wegen der entsprechend lange andauernden
Ablenkung und dem Lenken des Motorrads mit nur einer Hand ein entsprechendes Gefahrenpotential
mit sich.
[0009] Um den Motorradfahrer vor Regen und/oder Spritzwasser zu schützen und Atmungsaktivität
der Motorradjacke zu gewährleisten, ist die Motorradjacke gemäß der
US 5 845 336 A mit einer wasserdichten, wasserdampfdurchlässigen Funktionsschicht ausgerüstet.
[0010] Aus der
EP 0 405 062 B1 ist es bekannt, den Vorderreißverschluss von jacken-oder mantelartigen Bekleidungsstücken,
die mit einer wasserdichten und wasserdampfdurchlässigen Funktionsschicht ausgerüstet
sind, mit einer über dem Reißverschluss liegenden Abdeckleiste und einer zwischen
dem Reißverschluss und der Abdeckleiste angeordneten Zwischenleiste zu versehen, die
je wasserdicht ausgebildet sind, um das Vordringen von Wasser zum Vorderreißverschluss
zu verhindern.
[0011] Aus der
WO 96/24263 ist ferner ein Bekleidungsstück bekannt, welches im Rückenbereich, im Schulterbereich
oder in zwischen einem Zentralreißverschluss und den Ärmelansätzen befindlichen seitlichen
Brustbereichen Belüftungsbereiche aufweist. Jeder Belüftungsbereich ist mit Luftdurchlassöffnungen
versehen, die mit einem an den Belüftungsbedarf anpassbaren Verschlusselement versehen
sind, das derart verstellbar ist, dass es von den Luftdurchlassöffnungen alle, nur
einen Teil oder keine verschließt. Zu diesem Zweck ist jedes der Verschlusselemente
mit einer Schließeinrichtung versehen, beispielsweise einem Reißverschluss, mit dem
das gänzliche Schließen oder gänzliche oder teilweise Öffnen der zugehörigen Belüftungsbereiche
möglich ist.
[0012] Das Betätigen der Schließeinrichtung eines solchen Verschlusselementes während des
Motorradfahrens mit behandschuhter Hand ist schwierig und daher problematisch.
[0013] Von der Firma BMW in München, Deutschland, gibt es eine unter der Bezeichnung "BMW
Canyon" angebotene Motorradfahrerjacke, die im Frontbereich einen inneren Reißverschluss
zum Öffnen und Schließen der Jacke und einen äußeren Reißverschluss zum Schließen
zweier Abdeckleistenteile aufweist. Der inneren Reißverschluss ist mit zwei Jackenfrontteifen
aus Leder verbunden. Die beiden Abdeckleistenteile umfassen je eine äußere Schicht
aus geschlossenem Leder und eine mit Belüftungslöchern versehene innere Schicht, die
mit der äußeren Schicht lose verbunden ist. Vom äußeren Reißverschluss abliegende
Seitenränder der Abdeckleisten sind mittels einer luftdurchlässigen Naht mit dem Obermaterial
der Jacke derart verbunden, dass bei geöffneten Abdeckleisten durch deren Belüftungslöcher
zwischen die innere Schicht und die äußere Schicht gelangte Luft zur Innenseite der
Jacke gelangen kann. Auch bei dieser Jacke muß zum Einstellen auf Belüftung und zum
Einstellen auf Nichtbelüftung ein Reißverschluss geöffnet bzw. geschlossen werden,
was, wie bereits erwähnt, mit behandschuhter Hand problematisch ist. Außerdem besteht
das Problem, dass bei zur Belüftung geöffneten Abdeckleisten deren mit den Belüftungsöffnungen
versehene innere Schichten von dem bei höherer Fahrgeschwindigkeit entstehenden Winddruck
derart gegen die äußeren Schichten der Abdeckleisten gedrückt werden, dass die Belüftung
nicht mehr funktioniert.
[0014] Aus
JP 11-346810 AA ist ein Reißverschluss bekannt, dessen Seitenbänder mit Belüftungslöchern versehen
sind.
[0015] Aus
US5 586 369 A1 ist ein Doppellagenreißverschlussband bekannt, dessen beide Lagen zu Belüftungszwecken
mittels eines steifen Verbindungsfadens auf Abstand miteinander verbunden sind, wobei
eine der Lagen gegenüber der anderen Lage einen mit Koppelgliedern versehenen Überstand
aufweist, welcher zum Erhalt von Schweißdurchlässigkeit eine grobere Maschenstruktur
als die andere Lage hat.
[0016] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bekleidungsstück mit einer Belüftungseinrichtung
zu schaffen, die mit Sicherheit eine großflächige Belüftung zur Innenseite des Bekleidungsstücks
hin zulässt und im Fall eines jacken- oder mantelförmigen Bekleidungsstückes eine
Belüftung auch im Bereich des Vorderverschlusses ermöglicht, ohne einen Vorderreißverschluss
öffnen zu müssen, wobei es nicht erforderlich sein soll, für die Aktivierung der Belüftungseinrichtung
einen Reißverschluss-Schieber betätigen zu müssen, was mit groben Handschuhen nur
schwer durchzuführen ist, wie im Fall eines Motorradfahrers, der die Belüftungseinrichtung
einer Motorradjacke während des Fahrens des Motorrads in den Belüftungszustand bringen
möchte, und wobei im Fall der Einstellung auf Belüftung auch eine Anpassung der Belüftungsstärke
an unterschiedlichen Belüftungsbedarf ermöglicht sein soll. Diese Aufgabe wird gelöst
mit einer Bekleidungsstück-Baueinheit gemäß Patentanspruch 1 oder 3 und mit einem
Bekleidungsstück gemäß Patentanspruch 16. Ausführungsformen der Erfindung sind in
den abhängigen Patentansprüchen angegeben. Dadurch, dass bei einem erfindungsgemäßen
Bekleidungsstück das Belüftungsmaterial nicht vor oder hinter der Hauptverschlussvorrichtung
parallel zu dieser angeordnet ist, wie bei den beiden oben genannten US-Patentschriften,
sondern in seitlicher Fortsetzung dazu, also seitlich anschließend an die Hauptverschlussvorrichtung,
stellt die erfindungsgemäße Belüftungseinrichtung einerseits kein Hindernis dar, die
Hauptverschlusseinrichtung beliebig weit zu öffnen, und ist andererseits eine Belüftung
auch bei geschlossener Hauptverschlusseinrichtung möglich. Daher kann die erfindungsgemäße
Belüftungseinrichtung auch im Bereich des Front- oder Vorderseitenverschlusses eines
jakken- oder mantelförmigen Bekleidungsstückes angeordnet werden. Denn die erfindungsgemäße
Belüftungseinrichtung begrenzt, anders als die beiden bekannten Belüftungseinrichtungen,
die Öffnungsweite der Hauptverschlussvorrichtung nicht, behindert somit also auch
nicht ein Öffnen eines Vorderreißverschlusses, wie es zum Anziehen oder Ausziehen
eines jacken- oder mantelförmigen Bekleidungsstückes auch nicht sein darf. Und eine
Belüftung über die erfindungsgemäße Belüftungseinrichtung erfordert auch nicht ein
teilweises oder vollständiges Öffnen der Hauptverschlusseinrichtung.
[0017] Über einen Vorderverschluss eines beispielsweise jackenartigen Bekleidungsstücks
lässt sich eine wesentlich höhere Belüftungswirkung erreichen als über die taschenartigen
Belüftungsöffnungen der Jacken gemäß den oben genannten US-Patentschriften.
[0018] Da sich im erfindungsgemäßen Fall bei in Belüftungsstellung befindlicher Anordnung
das Belüftungsmaterial von Belüftungsluft frei durchströmt werden kann und nicht mit
einer luftundurchlässigen Schicht hinterlegt ist wie bei der genannten BMW-Jacke,
ist eine wirksame Belüftung auch bei hohen Fahrgeschwindigkeiten und entsprechendem
Luftdruck ungehindert möglich.
[0019] Das Belüftungsmaterial einer erfindungsgemäßen Belüftungseinrichtung kann beidseits
der Hauptverschlussvorrichtung angeordnet sein oder nur auf einer Seite der Hauptverschlussvorrichtung.
Dieses gilt auch, wenn das Belüftungsmaterial in einen Reißverschluss integriert ist,
indem mindestens eines der beiden Seitenbänder oder auch beide Seitenbänder des Reißverschlusses
belüftungsfähig ausgebildet sind, indem sie mit Belüftungsmaterial aufgebaut sind.
[0020] Die Erfindung schafft ein Bekleidungsstück mit einer Hauptverschlussvorrichtung und
einer Zusatzverschlussvorrichtung, wobei die Hauptverschlussvorrichtung zum lösbaren
Verbinden von sich gegenüber liegenden Rändern zweier mit Bekleidungsstückmaterial
aufgebauter Bekleidungsstückteile ausgebildet ist und zwei in lösbarer Weise miteinander
verbindbare Hauptverschlussseiten aufweist, die je mit einer der beiden Bekleidungsstückränder
verbunden sind,
wobei wenigstens eine der beiden Hauptverschlussseiten mit dem zugehörigen Bekleidungsstückrand
über ein eine Belüftungseinrichtung bildendes Belüftungsmaterial verbunden ist, über
welches die Innenseite des Bekleidungsstücks auch bei geschlossener Hauptverschlussvorrichtung
für Belüftungsluft zugänglich ist, und wobei die Zusatzverschlussvorrichtung als Abdeckleiste
ausgebildet ist, die relativ zu der Hauptverschlussvorrichtung bewegbar ist zwischen
einer Schließstellung, in welcher sie mindestens das Belüftungsmaterial abdeckt, und
einer Offenstellung, in welcher sie das Belüftungsmaterial frei lässt.
[0021] Daher muss die Hauptverschlussvorrichtung nicht erst geöffnet werden, um die Belüftungseinrichtung
in einen belüftungsfähigen Zustand zu versetzen. Für den wahrscheinlichsten Fall,
dass es sich bei der Hauptverschlussvorrichtung um einen Reißverschluss handelt, braucht
dieser somit nicht betätigt zu werden, um die Belüftungseinrichtung wirksam zu machen,
was insbesondere mit dikken Motorradfahrerhandschuhen schwierig ist.
[0022] Im Fall der Verwendung eines Reißverschlusses als Hauptverschlussvorrichtung kann
gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ein herkömmlicher Reißverschluss verwendet
werden, mit vorzugsweise textilen Seitenbändern, die an ihren nicht mit den Schließketten
verbundenen Längsseiten je mit einer ersten Längsseite eines Belüftungsmaterialstreifens
verbunden sind, dessen zweite Längsseite mit dem Obermaterial des Bekleidungsstücks
verbunden ist. Dabei wird man vorzugsweise versuchen, Reißverschlüsse zu verwenden,
deren Seitenbänder möglichst die gleiche Farbe wie die Belüftungsmaterialstreifen
haben.
[0023] Dieses Problem der Farbanpassung besteht nicht, wenn man einen Reißverschluss verwendet,
dessen Seitenbänder selbst mit Belüftungsmaterial aufgebaut sind. Bei einem derartigen
Reißverschluss sind die Seitenbänder vorzugsweise breiter als bei einem herkömmlichen
Reißverschluss, um eine größere Belüftungsfläche verfügbar zu machen als wenn die
belüftenden Seitenbänder des Reißverschlusses nicht breiter wären als die Seitenbänder
herkömmlicher Reißverschlüsse. Durch die Verwendung eines derartigen erfindungsgemäßen
Reißverschlusses wird einerseits das Farbanpassungsproblem vermieden und wird andererseits
der Arbeitsaufwand beim Herstellen des Bekleidungsstückes verringert, weil zwei Nähte
wegfallen, nämlich diejenigen Nähte, die bei Verwendung eines herkömmlichen Reißverschlusses
zwischen dessen Seitenbändern und den beiden Belüftungsmaterialstreifen hergestellt
werden müßten.
[0024] Bei einem erfindungsgemäß verwendeten Reißverschluss weisen die Seitenbänder in ihrer
Quererstreckungsrichtung bei einer Ausführungsform unterschiedliche Materialdichte
auf. Im Bereich des Seitenbandrandes, an dem die Schließkette des Reißverschlusses
befestigt ist, ist die Materialdichte höher, um die Schließkettenelemente sicher an
den Seitenbändern befestigen zu können, während die Materialdichte im restlichen Bereich
der Seitenbänder geringer ist und eine höhere Porosität aufweist, um eine höhere Belüftungswirksamkeit
zu erzielen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Materialdichte an den beiden Seitenbandrändern
höher zu machen und nur den dazwischen befindlichen mittleren Bereich mit geringerer
Materialdichte zu versehen, um die Seitenbänder besser mit dem Obermaterial des Bekleidungsstücks
vernähen zu können.
[0025] Die Seitenbänder des Reißverschlusses selbst mit Belüftungsmaterial aufzubauen oder
die Seitenbänder eines herkömmlichen Reißverschlusses mit separaten Belüftungsmaterialstreifen
zu verbinden, sind keine sich ausschließenden Alternativen. Es mag auch Fälle geben,
in denen es vorteilhaft ist, einen erfindungsgemäßen Reißverschluss mit belüftungsfähigen
Seitenbändern mit separaten Belüftungsmaterialstreifen zu kombinieren, beispielsweise
um besondere farbliche Akzente zu setzen, indem für die Seitenbänder des Reißverschlusses
und die separaten Belüftungsmaterialstreifen unterschiedliche Farben gewählt werden.
[0026] Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung kann die erfindungsgemäße Belüftungseinrichtung
zusammen mit der Hauptverschlussvorrichtung und der die Zusatzverschlussvorrichtung
bildenden Abdeckleiste zu einer Bekleidungsstück-Baueinheit zusammengefasst und als
Baueinheit an den Hersteller des Bekleidungsstücks geliefert werden.
[0027] Die erfindungsgemäße Belüftungseinrichtung eignet sich nicht nur für Hauptverschlussvorrichtungen
in Form von Reißverschlüssen sondern auch für andere Hauptverschlussvorrichtungen,
beispielsweise in Form von Klettverschlüssen und Magnetverschlüssen.
[0028] Bei der mit Belüftungseinrichtung versehenen Verschlussvorrichtung eines erfindungsgemäßen
Bekleidungsstücks kann es sich beispielsweise um einen Vorderverschluss eines jacken-
oder mantelartigen Bekleidungsstückes handeln, jedoch auch um andere Verschlüsse,
beispielsweise zum lösbaren Verschließen eines Durchgriffs zu einer Innenseite des
Bekleidungsstücks oder zum lösbaren Verschließen einer Taschenöffnung des Bekleidungsstücks.
Bei der Hauptverschlussvorrichtung kann es sich aber auch um eine Vorrichtung zum
lösbaren Verbinden zweier aneinandersetzbarer Bekleidungsstückteile handeln, beispielsweise
um Hosenbeinteile oder Ärmelteile, mit denen eine Kurzbeinhose zu einer Langbeinhose
bzw. ein Kurzärmel zu einem Langärmel ergänzt werden kann, oder um mittels einer öffenbaren
Verschlussvorrichtung zusammen gehaltene Hosen- oder Ärmelnahtabschnitte.
[0029] Eine erfindungsgemäße Belüftungseinrichtung eignet sich nicht nur für Motorradfahrerkleidung
sondern auch als Bekleidungsstück für Radfahrer oder Skifahrer oder für Berufsschutzbekleidung.
[0030] Für Motorradfahrerkleidung ist sie besonders vorteilhaft, weil Motorradfahrerkleidung
aus Sicherheitsgründen und, um bei hohen Fahrgeschwindigkeiten ausreichenden Windschutz
zu bieten, im wesentlichen luftundurchlässig ist, so dass es insbesondere an heißen
Tagen und bei langsamen Fahrgeschwindigkeiten zu einem Bedarf nach Zufuhr von Kühlluft
zur Innenseite des Bekleidungsstücks kommt.
[0031] Besonders im Fall der Verwendung als Mtitorradfahrerbekleidung ist auch die Wasserdichtigkeit
des Bekleidungsstücks ein wichtiger Gesichtspunkt. Daher ist Motorradfahrerkleidung
heutzutage wasserdicht ausgerüstet, indem entweder ein wasserdichtes Obermaterial
verwendet wird oder auf der Innenseite von wasser- und luftdurchlässigem Obermaterial
eine wasserdichte Funktionsschicht angeordnet ist, die vorzugsweise auch wasserdampfdurchlässig
ist, um die Atmungsfähigkeit des Bekleidungsstück aufrecht zu erhalten, die ein Abführen
von Schwitzfeuchtigkeit an die Außenseite des Bekleidungsstücks ermöglicht.
[0032] Eine Belüftungseinrichtung im Bereich des Vorderverschlusses eines Bekleidungsstücks
anzuordnen, bringt bei Bekleidungsstücken, die mit einer solchen Funktionsschicht
ausgerüstet sind, einen weiteren Vorteil mit sich. Ordnet man die Belüftungseinrichtung
taschenartig außerhalb des Vorderverschlusses eines Bekleidungsstücks an, beispielsweise
im Brust- oder Schulterbereich, wie bei den Jacken gemäß den oben genannten US-Patentschriften,
muss man an dieser Stelle die Funktionsschicht durchbrechen, weil sonst die luftdichte
Funktionsschicht als Belüftungsstopp wirken würde. Dies erfordert einen hohen Aufwand,
da die Funktionsschicht im Bereich der Belüftungsöffnung, insbesondere im Bereich
der im Zusammenhang mit der Belüftungseinrichtung erforderlichen Nähte rund um die
Belüftungseinrichtung, abgedichtet werden muss. Die vorliegende Erfindung dagegen
ermöglicht die Anordnung der Belüftungseinrichtung im Bereich des Vorderverschlusses
eines jackenartigen Bekleidungsstücks, also in einem Bereich, in welchem die Funktionsschicht
ohnehin unterbrochen sein muss.
[0033] Um während solcher Zeiten, während welcher eine Belüftung durch die erfindungsgemäße
Belüftungseinrichtung nicht benötigt oder erwünscht ist, beispielsweise bei kühlen
Temperaturen oder starkem Wind, die Belüftung zu unterbinden, ist die Abdeckleiste
vorgesehen, die in einem geschlossenen Zustand die Belüftungseinrichtung abdeckt,
und für den Fall, dass Belüftung erwünscht ist, in einen geöffneten Zustand gebracht
werden kann, in welchem sie die Belüftungseinrichtung frei lässt. Im Fall eines wasserdichten
Bekleidungsstücks ist die Abdeckleiste vorzugsweise ebenfalls wasserdicht ausgebildet,
um in ihrem geschlossenen Zustand das Vordringen sowohl von Kühlluft als auch von
Wasser zur Innenseite des Bekleidungsstückes zu verhindern. Im Fall eines Bekleidungsstücks
mit einer wasserdichten und wasserdampfdurchlässigen Funktionsschicht ist auch die
Abdeckleiste vorzugsweise mit einem wasser-und luftdurchlässigen Obermaterial ausgerüstet
und mit einer wasserdichten und wasserdampfdurchlässigen Funktionsschicht versehen,
um im Bereich der Abdeckleiste die Atmungsfähigkeit des Bekleidungsstücks nicht zu
blockieren.
[0034] Ein besonders hoher Schutz gegen das Vordringen von Wasser bis zur Belüftungseinrichtung
wird erreicht, wenn man gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zwischen der Hauptverschlussvorrichtung
und der Abdeckleiste noch eine Zwischenleiste anordnet, welche in einem geschlossenen
Zustand die Belüftungseinrichtung abdeckt, wobei die Abdeckleiste und die Zwischenleiste
vorzugsweise auf verschiedenen Seiten der Hauptverschlussvorrichtung an dem Obermaterial
befestigt sind und in bevorzugter Weise das freie Ende der Zwischenleiste um sich
selbst zu dessen Außenseite umgeschlagen ist, um ein Auffanglabyrinth für Wasser und
Wind zu schaffen. Diese Maßnahmen sind besonders vorteilhaft bei Motorradfahrerbekleidung,
um zu verhindern, dass Wasser vom Fahrtwind zur Belüftungseinrichtung vorgetrieben
wird.
[0035] Um die Abdeckleiste und gegebenenfalls auch die Zwischenleiste in ihrer Schließposition
zu halten, sind die Abdeckleiste und das Obermaterial des Bekleidungsstücks bzw. bei
Verwendung einer Zwischenleiste die Abdeckleiste und die Zwischenleiste mit lösbaren,
komplementären Verschließelementenversehen, mittels welchen die Abdeckleiste im geschlossenen
Zustand gehalten werden kann. Besonders bevorzugt ist es, die Abdeckleiste und gegebenenfalls
auch die Zwischenleiste mit lösbaren Fixierelementen zu versehen, mittels welchen
diese in ihrem geöffneten Zustand lösbar fixiert werden können, damit bei Belüftungsbedarf
die Belüftungseinrichtung nicht durch ein sich unabsichtliches Schließen der Abdeckleiste
und gegebenenfalls der Zwischenleiste blokkiert wird.
[0036] Die Abdeckleiste und gegebenenfalls auch die Zwischenleiste können an je einem Längsende
der Hauptverschlussvorrichtung fixiert und von dort aus über die Hauptverschlussvorrichtung
geschlagen oder von ihr weg geschlagen werden. In den meisten Fällen wird es zu bevorzugen
sein, die Abdeckleiste und gegebenenfalls auch die Zwischenleiste neben Längsseiten
der Hauptverschlussvorrichtung zu befestigen, so dass sie von der jeweiligen Längsseite
der Hauptverschlussvorrichtung her über die Hauptverschlussvorrichtung und die Belüftungseinrichtung
geschlagen und von dieser weg geschlagen werden können.
[0037] Für den Fall der Verwendung einer wasserdichten und vorzugsweise auch wasserdampfdurchlässigen
Funktionsschicht werden besondere Maßnahmen getroffen, um Nähte, mittels welchen einzelne
Komponenten der Abdeckleiste bzw. der Zwischenleiste aneinander und die Abdeckleiste
bzw. die Zwischenleiste an dem Obermaterial des Bekleidungsstücks befestigt werden,
wasserdicht zu machen und das Eindringen von Wasser über solche Nähte zu verhindern.
Zu diesem Zweck können solche Nähte beispielsweise mit einem Nahtabdichtungsband wasserdicht
gemacht werden oder dadurch, dass sie als wasserdichte Klebstoffnähte ausgebildet
werden.
[0038] Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die Belüftungseinrichtung mit zusätzlichen
Komponenten versehen, beispielsweise einer Tasche, einer Hauptverschlussvorrichtung
und/oder einer Licht reflektierenden Einrichtung, die in bzw. an dem Belüftungsmaterial
angeordnet ist.
[0039] Bei einem Bekleidungsstück, das mit einer erfindungsgemäßen Belüftungseinrichtung
und einer Abdeckleiste versehen ist und gegebenenfalls eine Zwischenleiste aufweist,
braucht der Benutzer des Bekleidungsstücks, beispielsweise ein Motorradfahrer, zum
Öffnen oder Schließen der Belüftungseinrichtung lediglich die Abdeckleiste und gegebenenfalls
auch die Zwischenleiste umzuschlagen, vom geöffneten Zustand in den geschlossenen
Zustand oder umgekehrt, um auf Belüftung oder Nicht-Belüftung zu stellen. Dies ist
auch mit einer Hand, die sich in einem dicken Handschuh befindet, in kürzester Zeit
und gänzlich unproblematisch möglich, so dass eine solche Betätigung auch während
des Motorradfahrens problemlos durchgeführt werden kann. Dies insbesondere dann, wenn
die Verschlußelemente, weiche die Abdeckleiste und gegebenenfalls auch die Zwischenleiste
in ihrem geschlossenem bzw. in ihrem geöffneten Zustand hält, Magnetelemente sind,
so dass das Öffnen und Schließen der Belüftungseinrichtung durch entsprechendes Bewegen
der Abdeckleiste und gegebenenfalls der Zwischenleiste mittels einer einfachen Wischbewegung
mit der behandschuhte Hand des Motorradfahrers durchgeführt werden kann.
[0040] Gemäß der Erfindung weist die Belüftungseinrichtung zusätzlich zu dem Belüftungsmaterial
eine Belüftungsdrosseleinrichtung auf, mittels welcher zu den beiden Möglichkeiten
keine Belüftung und Maximalbelüftung eine dazwischen liegende Belüftungsstufe mit
gedrosselter Belüftung wählbar ist. In einer Drosselstellung ist die Belüftungsdrosseleinrichtung
parallel zu dem Belüftungsmaterial und dieses mindestens teilweise überdeckend angeordnet
und reduziert die Menge der in das Jackeninnere gelangenden Belüftungsluft. In einer
Freigabestellung lässt die Belüftungsdrosseleinrichtung das Belüftungsmaterial frei
und bewirkt keine Belüftungsdrosselung. Bei einer Ausführungsform ist die Belüftungsdrosseleinrichtung
dadurch gebildet, dass die Abdeckleiste und /oder die Zwischenleiste in mindestens
zwei Leistenteile unterteilt ist, die unabhängig voneinander in eine Offenstellung
oder eine Schließstellung bewegbar sind. Dabei hängt die Belüftungsleistung davon
ab, wie viele Leistenteile sich in der Offenstellung befinden. Bei einer anderen Ausführungsform
ist die Belüftungsdrosseleinrichtung dadurch gebildet, dass zwischen dem Belüftungsmaterial
und der Abdeckleiste bzw. - falls vorhanden - der Zwischenleiste eine Drosselleiste
angeordnet ist, die relativ zum Belüftungsmaterial zwischen einer Schließstellung,
in welcher sie mindestens einen Teil des Belüftungsmaterials abdeckt, und einer Offenstellung,
in welcher sie das Belüftungsmaterial frei lässt, bewegbar ist, wobei die Drosselleiste
mit einem Belüftungsdrosselmaterial aufgebaut ist, das einen Luftdurchlässigkeitswert
aufweist, der geringer ist als der Luftdurchlässigkeitswert des Belüftungsmaterials.
Man kann auch beide Varianten der Belüftungsdrosseleinrichtung miteinander kombinieren.
In diesem Fall kommt man zu weiteren Abstufungen einer gedrosselten Belüftung.
[0041] Geeignete Materialien für die wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Funktionsschicht
sind insbesondere Polyurethan, Polypropylen und Polyester, einschließlich Polyetherester
und deren Laminate, wie sie in den Druckschriften
US-A-4,725,418 und
US-A-4,493,870 beschrieben sind. Besonders bevorzugt wird jedoch gerecktes mikroporöses Polytetrafluorethylen
(ePTFE), wie es beispielsweise in den Druckschriften
US-A-3,953,566 sowie
US-A-4,187,390 beschrieben ist, und gerecktes Polytetrafluorethylen, welches mit hydrophilen Imprägniermitteln
und/oder hydrophilen Schichten versehen ist; siehe beispielsweise die Druckschrift
US-A-4,194,041. Unter einer mikroporösen Funktionsschicht wird eine Funktionsschicht verstanden,
deren durchschnittliche Porengröße zwischen etwa 0,2 m und etwa 0,3 m liegt.
[0042] Die Porengröße kann mit dem Coulter Porometer (Markenname) gemessen werden, das von
der Coulter Electronics, Inc., Hialeath, Florida, USA, hergestellt wird.
[0043] Als "wasserdicht" wird ein Flächengebilde wie beispielsweise eine Funktionsschicht
oder wasserabweisendes Obermaterial, gegebenenfalls einschließlich wasserdichter Nähte,
angesehen, wenn es einem Wassereingangsdruck von mindestens 1x10
4 Pa standhält. Vorzugsweise hält das Funktionsschichtmaterial einen Wassereingangsdruck
von über 1x10
5 Pa aus. Dabei ist der Wassereingangsdruck nach einem Testverfahren zu messen, bei
dem destilliertes Wasser bei 20±2°C auf eine Probe von 100 cm
2 der Funktionsschicht mit ansteigendem Druck aufgebracht wird. Der Druckanstieg des
Wassers beträgt 60±3 cm Ws je Minute. Der Wassereingangsdruck entspricht dann dem
Druck, bei dem erstmals Wasser auf der anderen Seite der Probe erscheint. Details
der Vorgehensweise sind in der ISO-Norm 0811 aus dem Jahre 1981 angegeben.
[0044] Als "wasserdampfdurchtässig" wird ein Flächengebilde wie z.B. eine Funktionsschicht
dann angesehen, wenn sie eine Wasserdampfdurchlässigkeitszahl Ret von unter 150 m2xPaxW-1
aufweist. Die Wasserdampfdurchlässigkeit wird nach dem Hohenstein-Hautmodell getestet.
Diese Testmethode wird in der DIN EN 31092 (02/94) bzw. ISO 11092 (1993) beschrieben.
[0045] Die Luftdurchlässigkeit von Flächengebilden wird nach der europäischen Norm EN ISO
9237 (1955) bestimmt und in l/m
2/s angegeben. Das Belüftungsmaterial der erfindungsgemäßen Belüftungseinrichtung hat
einen Luftdurchlässigkeitswert von mindestens etwa 30 bis 40 l/m
2/s. Bei praktischen Ausführungsformen der Erfindung hat das Belüftungsmaterial einen
wesentlich höheren Luftdurchlässigkeitswert im Bereich von 100 l/m
2/s bis 1000 l/m
2/s oder auch darüber. Der Luftdurchlässigkeitswert des Belüftungsdrosselmaterials
liegt mindestens bei etwa 30 bis 40 l/m
2/s, kann aber auch beträchtlich höher liegen, beispielsweise im Bereich von etwa 100
l/m
2/s bis 400 l/m
2/s oder auch darüber.
[0046] Unter belüftungsfähigem Material ist im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung
solches Material zu verstehen, welches einen höheren Luftdurchlässigkeitswert aufweist
als bei Kleidungsstücken ohne erfindungsgemäße Belüftungseinrichtung üblicherweise
verwendete Materialien. Hierzu seien die folgenden Beispiele betrachtet.
- 1. Wasserabweisender Reißverschluss TIZIP der Firma TITEX:
- Luftdurchlässigkeitswert < 5,0 l/m2/s.
- Eine Luftdurchlässigkeit ist praktisch nicht gegeben.
- 2. Normaler Reißverschluss im Zusammenhang mit einer wasserdichten Doppelabdeckleiste
entsprechend Fig. 1 der EP 0 581 186 B1, mit einem eine ePTFE-Funktionsschicht und eine Webware aufweisenden Zweilagenlaminat
zwischen den Reißverschlussseitenbändern und der Abdeckleiste:
- Luftdurchlässigkeitswert < 15,0 l/m2/s.
- Es handelt sich um eine Bekleidungsstück-Frontkonstruktion, die kaum Luftdurchlässigkeit
aufweist.
- 3. Normaler Reißverschluss mit über dem Reißverschluss geschlossener wasserdichter
Doppelabdeckleiste, die rechts und links vom Reißverschluss je eine Abdeckleiste aufweist,
die beide mit zweilagigem Laminat mit einer ePTFE-Schicht aufgebaut sind (wie im Fall
2.):
- Luftdurchlässigkeitswert 2,3 l/m2/s.
- Eine Luftdurchlässigkeit ist praktisch nicht gegeben.
- 4. Belüftungsmaterial Cordura AFT der Firma Rökona, Kettenwirkware aus Polyamid 6.6:
- Luftdurchlässigkeitswert > 765,0 l/m2/s.
- Sehr hohe Luftdurchlässigkeit.
- 5. Drosselleistenmaterial Cordura Leinwandbindung mit 300dtex Seafield:
- Luftdurchlässigkeitswert 41,2 l/m2/s.
- Im Vergleich zu dem Belüftungsmaterial in 4. geringe aber noch fühlbare Luftdurchlässigkeit.
- 6. Erfindungsgemäße Belüftungskonstruktion entsprechend Fig. 3 mit Abdeckleiste 31
und Zwischenleiste 49 je in Offenstellung:
- Luftdurchlässigkeitswert 543,0 l/m2/s.
- Aufgrund der Verwendung eines herkömmlichen Reißverschlusses geringere Luftdurchlässigkeit
als die des verwendeten Belüftungsmaterials gemäß 4., aber immer noch vergleichsweise
hohe Luftdurchlässigkeit.
- 7. Erfindungsgemäße Belüftungskonstruktion entsprechend Fig. 2 mit Abdeckleiste 31
und Zwischenleiste 49 je in Schließstellung:
- Luftdurchlässigkeitswert 3,4 l/m2/s.
- Eine Luftdurchlässigkeit ist praktisch nicht gegeben.
[0047] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsformen näher erläutert. In den Zeichnungen
zeigen:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform eines Bekleidungsstücks;
- Fig. 2
- eine nicht maßstabsgetreue, schematisierte Schnittansicht durch einen Verschluß- und
Belüftungsbereich im geschlossenen Zustand entlang Schnittlinie II-II in Fig. 1;
- Fig. 2a bis 2c
- verschiedenartige Verschlußelemente für den in Fig. 2 gezeigten Aufbau;
- Fig. 3
- in nicht maßstabsgetreuer, schematisierter Schnittdarstellung den in Fig. 2 gezeigten
Verschluß- und Belüftungsteil des Bekleidungs stücks entlang Schnittlinie III-III
in Fig. 1;
- Fig.4a
- einen herkömmlichen Reißverschluss in Kombination mit erfindungsgemäßem Belüftungsmaterial;
- Fig. 4b
- einen Reißverschluss, der mit Belüftungsmaterial aufgebaut ist;
- Fig. 5
- ein Detail des in Fig. 2 gezeigten Aufbaus für ein Bekleidungsstück, das ein Obermaterial
und eine lose in das Obermaterial eingehängte Funktionsschicht aufweist;
- Fig. 6
- ein Detail des in Fig. 2 gezeigten Aufbaus, bei welchem ein Obermaterial und eine
Funktionsschicht miteinander zu einem Laminat verbunden sind;
- Fig. 7
- ein Detail des Aufbaus der Fig. 2, bei welchem das Bekleidungsstück ein Obermaterial
und ein davon getrenntes Funktionsfutter aufweist;
- Fig. 8
- eine Schnittansicht ähnlich der in Fig. 2, jedoch für eine Ausführungsform, bei welcher
sich eine Abdeckleiste und eine Zwischenleiste auf der zum Jackeninneren weisenden
Innenseite des Reißverschlusses befinden;
- Fig. 9
- eine Schnittansicht ähnlich der in Fig. 2, jedoch für eine Ausführungsform der Erfindung
mit einer Belüftungsdrosseleinrichtung in Form einer Drosselleiste; und
- Fig. 10
- ein Bekleidungsstück ähnlich dem in Fig. 1, jedoch für eine Ausführungsform der Erfindung
mit einer Belüftungsdrosseleinrichtung in Form einer Abdeckleiste mit zwei Abdeckleistenteilen,
die je unabhängig voneinander in eine Schließ-oder Offenstellung bringbar sind und
in Schließstellung je nur einen Teilbereich des Belüftungsmaterials abdecken.
[0048] Bei dem in Fig. 1 als Beispiel gezeigten Bekleidungsstück handelt es sich um eine
Jacke 11 mit einem Vorderverschluß mit einer Hauptverschlussvorrichtung in Form eines
Reißverschlusses 13 und einer Zusatzverschlussvorrichtung in Form einer Abdeckleiste
31. Wie besser in Fig. 4a zu sehen ist, umfaßt der Reißverschluss 13 zwei textile
Seitenbänder 15 und 17, an deren zueinander weisenden Längsseitenrändern je eine Schließkette
mit einer Reihe von Schließelementen 19 in Form von Zähnen, Spiralen Krampen oder
Rillen befestigt sind. Durch Verschieben eines nur in Fig. 1 gezeigten Schiebers 21
können die Schließketten zum Schließen ineinandergehakt und zum Öffnen auseinandergehakt
werden.
[0049] Die Seitenbänder 15 und 17 des Reißverschlusses 13 sind an den Rändern der beiden
mit dem Reißverschluss 13 zu schließenden Jackenteile 23 bzw. 25 nicht direkt sondern
unter Zwischenschaltung je eines Belüftungsstreifens 27 bzw. 29 befestigt, die je
aus einem Belüftungsmaterial bestehen. Bei dem Belüftungsmaterial handelt es sich
vorzugsweise um textiles Material, und zwar um Web-, Wirk-, Strick-, Filz-, Maschen-
oder Netzware mit derartiger Machart, dass es eine relativ hohe Luftdurchlässigkeit
aufweist, mit einem Luftdurchlässigkeitswert von mindestens etwa 30 bis 40 l/m
2/s, der bei praktischen Ausführungsformen noch viel höher liegen kann, beispielsweise
im Bereich von etwa 100 l/m
2/s bis 1000 l/m
2/s oder auch darüber. Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird als Belüftungsmaterial
ein textiles Flächengebilde mit einer gestrickten Maschenstruktur verwendet, das unter
der Handelsbezeichnung Cordura®AFT von der Firma Rökana erhältlich ist und einen Luftdurchlässigkeitswert
von mehr als 765 l/m
2/s aufweist.
[0050] Fig. 4b zeigt eine Ausführungsform der Erfindung, bei welcher die Seitenbänder 15a
und 17a des Reißverschlusses 13 selbst aus Belüftungsmaterial bestehen,
wobei die Seitenbänder 15a und 17a vorzugsweise eine größere Breite aufweisen als
die Seitenbänder 15 und 17 herkömmlicher Reißverschlüsse, um ausreichende Belüftungsflächen
zur Verfügung zu stellen. Auch für die Seitenbänder 15a und 17a dieses Reißverschlusses
13 eignet sich das oben genannte Material Cordura®AFT.
[0051] Wie im unteren Teil der Fig. 1 im Bereich einer Schnittlinie II-II gezeigt ist, sind
der Reißverschluss 13 und die Belüftungsstreifen 27 und 29 mittels der Abdeckleiste
31 abdeckbar, wenn die Belüftung über die Belüftungsstreifen 27 und 29 nicht erwünscht
ist.
[0052] Fig. 2 zeigt in nicht-maßstabgetreuer und schematisierter Weise eine Querschnittsansicht
eines Ausschnitts des Vorderteils der Jacke 11 entlang der in Fig. 1 gezeigten Schnittlinie
II-II. Zu sehen ist der Reißverschluss 13 mit seinen Seitenbändern 15 und 17 und den
daran angeordneten Schließelementen 19 in ineinandergehakter Form, sowie beidseits
der Seitenbänder 15 und 17 die Belüftungsstreifen 27 und 29 der Belüftungseinrichtung.
Dabei sind die Seitenbänder 15, 17 des Reißverschlusses 13 und die Belüftungsstreifen
27 und 29 der Belüftungseinrichtung mittels je einer Doppelnaht 33 bzw. 35 an ihren
einander je benachbarten Längsseitenrändern miteinander vernäht. Die vom Reißverschluss
13 abliegenden Längsseitenränder der Belüftungsstreifen 27 und 29 sind mittels einer
Naht 37 bzw. 39 an einem in Fig. 2 linken Bekleidungsstückrand 41 bzw. rechten Bekleidungsstückrand
43 befestigt.
[0053] Zur Einsparung einer weiteren Figur zeigt Fig. 2 auf der rechten Seite und auf der
linken Seite unterschiedliche Ausführungsformen hinsichtlich der verwendeten Materiallagen.
Das soll jedoch nicht heißen, dass man Jacken herstellt, die beidseits des Reißverschlusses
13 einen unterschiedlichen Aufbau haben.
Die rechte Seite von Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform mit einer so genannten LTD-Liner-Konstruktion,
wobei LTD für Liner-To-Drop steht. Dabei handelt es sich um eine Konstruktion für
ein wasserdichtes, wasserdampfdurchlässiges Bekleidungsstück, bei welchem ein Obermaterial
45 und ein davon getrenntes Funktionsfutter 47 verwendet werden. Das Funktionsfutter
47 besteht aus einem Laminat, das eine wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Funktionsschicht
und eine Futterschicht aufweist. Das Obermaterial 45 kann, muß jedoch nicht eine Funktionsschicht
aufweisen.
[0054] Vorteilhaft ist bei der LTD-Liner-Konstruktion, dass ein Extrafutter eingespart werden
kann, was zu einem leichteren Jackenaufbau führt, und dass man hinsichtlich der Gestaltung
auf der Obermaterialseite größere Freiheit hat als bei Verwendung eines sowohl das
Obermaterial als auch die Funktionsschicht aufweisenden Laminates. Bei Verwendung
des separaten Obermaterials 45 bei der LTD-Liner-Konstruktion können auf das Obermaterial
Taschen aufgenäht und Stickereien aufgebracht werden, unabhängig von den Bedingungen,
die für die Funktionsschicht eingehalten werden müßten oder für die Funktion der Funktionsschicht
störend sind. Während man bei Verwendung eines das Obermaterial und die Funktionsschicht
enthaltenden Laminates alle Nähte für Taschen und Stickereien mit Nahtabdichtungsband
abdichten müßte, besteht hierfür bei der LTD-Liner-Konstruktion keine Notwendigkeit,
da das Funktionsfutter 47 von solchen Nähten nicht betroffen ist.
[0055] Die linke Seite der Fig. 2 zeigt nicht eine LTD-Liner-Konstruktion sondern eine Konstruktion
mit einem Laminat 46, welches eine Obermaterialschicht und eine Funktionsschicht aufweist,
und mit einem keine Funktionsschicht aufweisenden Futter 48.
[0056] Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform ist im Bereich des Reißverschlusses 13
und der Belüftungsstreifen 27 und 29 die bereits erwähnte Abdeckleiste 31 und außerdem
zwischen der Abdeckleiste 31 und dem Reißverschluss 13 eine Zwischenleiste 49 vorgesehen.
Bei dieser Ausführungsform befinden sich die Abdeckleiste 31 und die Zwischenleiste
49 vom Körper des Benutzers der Jacke aus gesehen auf der Außenseite des Reißverschlusses.
Die beiden Leisten 31 und 49 können aber auch auf der Innenseite des Reißverschlusses
13 angeordnet sein, wie später noch anhand von Fig. 8 näher erläutert werden wird.
[0057] Bei der Ausführungsform der Fig. 2 weist die Abdeckleiste 31 eine fixierte Abdeckleistenseite
in Fig. 2 gesehen rechts vom Reißverschluss 13 und vom rechten Belüftungsstreifen
29 und eine freie Abdeckleistenseite 53 in Fig. 2 gesehen links vom Reißverschluss
auf. Die Zwischenleiste 49 weist eine fixierte Zwischenleistenseite 55 in Fig. 2 gesehen
links von dem Reißverschluss 13 und dem linken Belüftungsätreifen 27 und eine freie
Zwischenleistenseite 57 auf, die bei ausgestreckter Zwischenleiste 49 rechts vom Reißverschluss
13 liegen würde, sich jedoch oberhalb des Reißverschlusses 13 befindet, da ihr freies
Ende nach oben zurückgeschlagen ist. Dadurch ergibt sich eine Umschlagrinne 59, welche
zwischen die Abdeckleiste 31 und die Zwischenleiste 49 geratenes Wasser abfängt.
[0058] Die Abdeckleiste 31 weist ein vom Reißverschluss 13 aus gesehen außen liegendes Abdeckleistenaußenteil
61 und ein auf dessen Innenseite befindliches Abdeckleisteninnenteil 63 auf. Die Zwischenleiste
49 weist auf ihrer Außenseite ein Zwischenleistenaußenteil 65 und auf ihrer Innenseite
ein Zwischenleisteninnenteil 67 auf. Das Abdeckleistenaußenteil 61 und das Zwischenleistenaußenteil
65 bestehen aus dem Obermaterial 45 der Jacke 11, während das Abdeckleisteninnenteil
63 und das Zwischenleisteninnenteil 67 aus dem Material des Funktionsfutters 67 oder
einem anderen eine Funktionsschicht aufweisenden Material bestehen. Das Abdeckleistenaußenteil
61 und das Abdeckleisteninnenteil 63 sind an der freien Abdeckleistenseite 53 mittels
einer Doppelnaht 69 miteinander verbunden. Das Zwischenleistenaußenteil 65 und das
Zwischenleisteninnenteil 67 sind auf der freien Zwischenleistenseite 57 mittels einer
Doppelnaht 71 aneinander befestigt.
[0059] Die in Fig. 2 rechten Seiten von Abdeckleistenaußenteil 61 und Abdeckleisteninnenteil
63 sind mittels einer Doppelnaht 73 bzw. mittels einer Doppelnaht 75 an dem zugehörigen
Rand des Obermaterials 45 bzw. des Funktionsfutters 47 befestigt. Die in Fig. 2 linken
Enden des Zwischenleistenaußenteils 65 und des Zwischenleisteninnenteils 67 sind mittels
einer Doppelnaht 77 bzw. einer Einfachnaht 79 an dem zugehörigen Rand des Obermaterial-Funktionsschichtlaminats
46 bzw. des Futters 48 befestigt.
[0060] Im Bereich der fixierten Abdeckleistenseite 51 ist auf der Innenseite des Abdeckleistenaußenteils
61 ein abdeckleistenseitiges Leistenzwischenteil 81 angeordnet, dessen in Fig. 2 rechte
Seite mittels der Doppelnaht 73 am Abdeckleistenaußenteil 61 und am zugehörigen Rand
des Obermaterials 45 und in der Nähe seiner in Fig. 2 linken Seite mittels einer Klebstoffnaht
83 mit dem Abdeckleisteninnenteil 63 wasserdicht verbunden ist. Das abdeckleistenseitige
Leistenzwischenteil 81 weist eine wasserdichte Funktionsschicht auf. Wasser, das auf
der in Fig. 2 linken Seite der Klebstoffnaht 83 durch das Material des Abdeckleistenaußenteils
61 hindurch eingedrungen ist, kann daher nicht auf die rechte Seite der Klebstoffnaht
83 und damit zu den Nähten 39, 73 und 75 gelangen. Die Doppelnaht 75 ist auf der Außenseite
des Abdeckleisteninnenteils 63 und des Funktionsfutters 47 mittels eines Nahtabdichtungsbandes
85 wasserdicht abgedichtet, so dass Wasser, welches die Doppelnaht 73 und/oder das
rechts davon befindliche Obermaterial 45 durchdrungen hat, nicht die Nähte 39 und
75 erreichen und damit zur Innenseite der Jacke 11 vordringen kann.
[0061] Das Zwischenleistenaußenteil 65 ist im Bereich der fixierten Zwischenleistenseite
55 auf seiner Innenseite mit einem zwischenleistenseitigen Leistenzwischenteil 87
versehen, das auf seiner in Fig. 2 linken Seite mittels der Doppelnaht 77 sowohl am
Zwischenleistenaußenteil 65 als auch an dem zugehörigen Rand des Obermaterial-Funktionsschicht-Laminats
46 und in der Nähe seiner in Fig. 2 rechten Seite mittels einer wasserdichten Klebstoffnaht
89 mit der Außenseite des Zwischenleisteninnenteils 67 wasserdicht verbunden ist.
Die Doppelnaht 77 ist auf der Innenseite mittels eines Nahtabdichtungsbandes 91 abgedichtet.
[0062] Die in Fig. 2 linke Klebstoffnaht 89 verhindert, dass Wasser, welches über die Außenseite
des Zwischenleistenteils 65 eingedrungen ist, zu den Nähten 37 und 79 vordringt. Das
in Fig. 2 linke Nahtabdichtungsband 91 verhindert, dass Wasser durch die Doppelnaht
77 zur Innenseite der Jacke vordringt.
[0063] Anstelle der Klebstoffnaht 83 und/oder der Klebstoffnaht 89 kann auch eine andersartig
wasserdicht gemachte Naht vorgesehen werde, beispielsweise eine mittels eines Nahtabdichtungsbandes
abgedichtete Nähnaht.
[0064] In dem strichpunktiert gezeichneten Kreis II a in Fig. 2 sind zwei zusammenwirkende
Verschlußelemente angedeutet, ein an der Innenseite der Abdeckleiste 31 angeordnetes
Verschlußelement 93 und ein an der Außenseite der Zwischenleiste 49 angeordnetes Verschlußeleinent
95. Damit kann die Abdeckleiste 31 in einem geschlossenen Zustand an der Zwischenleiste
49 in lösbarer Weise fixiert werden, wenn die Belüftungseinrichtung nicht wirksam
sein soll. In den Fig. 2a bis 2c sind Alternativen für die Verschlußelemente 93 und
95 gezeigt. Bei der Ausführungsform in Fig. 2a werden Dauermagnetplatten entgegengesetzter
Polarität als Verschlußelemente verwendet, bei der Ausführungsform der Fig. 2b Klettverschlussstreifen
und bei der Ausführungsform nach Fig. 2c Druckknopfreihen.
[0065] Im praktischen Fall treten zwischen der Abdeckleiste 31 und der Zwischenleiste 49
einerseits und zwischen der Zwischenleiste 49 und dem Reißverschluss 13 und den Belüftungsstreifen
27, 29 keine Abstände auf, wie sie der Deutlichkeit halber in Fig. 2 zu sehen sind.
Insbesondere während des Fahrens auf einem Motorrad oder während einer Skiabfahrt
werden die Abdeckleiste 31 und die Zwischenleiste 49 vom Fahrtwind dicht an den Reißverschluss
13 und die Belüftungsstreifen 27 und 29 gedrückt, so dass die Möglichkeit für das
Eindringen von Wind und Wasser bis zum Reißverschluss 13 und den Belüftungsstreifen
27, 29 noch viel geringer ist als es bei der Darstellung der Fig. 2 vermutet werden
könnte. Aufgrund der Umschlagrinne 59 ist, wie bereits erwähnt, die Wahrscheinlichkeit
für das Vordringen von Wasser zu den Belüftungsstreifen 27, 29 ohnehin äußerst gering.
[0066] Fig. 3 zeigt den Aufbau nach Fig. 2 entlang der Schnittlinie III-III in Fig. 1 in
geöffnetem Zustand, in welchem sowohl die Abdeckleiste 31 als auch die Zweischenleiste
49 so weit geöffnet sind, dass die Belüftungsstreifen 27 und 29 frei zugänglich für
Belüftungsluft sind. In der Praxis können die Abdeckleiste 31 und die Zwischenleiste
49 noch weiter umgeschlagen sein, bis sie auf-dem je benachbarten Bereich des Obermaterials
45 aufliegen, wo sie entweder durch den Fahrtwind oder durch (nicht dargestellte)
weitere Verschluß- oder Fixierelemente festgehalten werden.
[0067] Um die Belüftungseinrichtung wirksam werden zu lassen, braucht also nicht - wie bei
den zuvor betrachteten Jacken des Standes der Technik - der Reiß verschluss 13 geöffnet
zu werden sondern reicht es aus, die Abdeckleiste 31 und die Zwischenleiste 49 aus
ihrer in Fig. 2 gezeigten Position in die in Fig. 3 gezeigte oder eine noch weiter
geöffnete Position zu bringen. Dies ist mit einer sehr einfachen Handbewegung möglich
und auch, wenn .die Hand in einem dicken Handschuh steckt.
[0068] Anhand der Fig. 5 bis 7 werden noch unterschiedliche Ausführungsformen betrachtet,
die sich hinsichtlich des konstruktiven Aufbaus betreffend Materialschichten der Jacke
11 unterscheiden. Dabei ist je nur derjenige Teil des Aufbaus bei geschlossener Abdeckleiste
31 gezeigt, welcher dem rechten Teil der Fig. 2 entspricht.
[0069] Fig. 5 zeigt eine so genannte Z-Liner-Konstruktion, bei welcher die Jacke mit einem
Obermaterial 45 und einer davon getrennten, in das Obermaterial 45 lose eingehängten
Funktionsschicht 97 aufgebaut ist. Dabei ist die Funktionsschicht 97 nur in Umfangsbereichen
mit dem Obermaterial 45 vernäht, und zwar mittels einer Doppelnaht 99. Bei dieser
Konstruktion weist das Abdeckleistenaußenteil 61 auf der Außenseite ein Obermaterial,
das vorzugsweise aus dem gleichen Material besteht wie das Obermaterial 45 der Jacke,
und auf dessen Innenseite eine Funktionsschicht 101 auf, wobei das Obermaterial 45
und die Funktionschicht 101 des Abdeckleistenaußenteils 61 zu einem Laminat verbunden
sein können. Das Abdeckleisteninnenteil 63 ist ebenfalls mit einer Funktionsschicht
aufgebaut. Diese ist mittels der Naht 39 mit der rechten Seite des Belüftungsstreifens
29 und mittels der Klebstoffnaht 83 mit der Funktionsschicht 101 des Abdeckleistenaußenteils
61 verbunden. Die Doppelnaht 99, mittels welcher das Obermaterial 45 und die Funktionsschicht
101 des Abdeckleistenaußenteils 61 mit dem zugehörigen Rand des Obermaterials 45 und
der Funktionsschicht 97 der Jacke verbunden sind, ist mittels eines Nahtabdichtungsbandes
103 abgedichtet. Wasser, das bis zur linken Seite der Klebstoffnaht 83 vorgedrungen
ist, wird von der Klebstoffnaht 83 daran gehindert, bis zu der Naht 39 und damit bis
zur Innenseite der Jacke vorzudringen. Wasser, welches die Doppelnaht 99 durchdrungen
hat, wird von dem Nahtabdichtungsband 103 am Vordringen bis zur Naht 39 und damit
bis zur Jackeninnenseite gehindert.
[0070] Hinsichtlich des Aufbaus des Abdeckleistenaußenteils 61 sind mehrere Varianten möglich.
Verwendet werden können ein wasserdichtes Obermaterial oder ein mit einer Funktionsschicht
kombiniertes Obermaterial, wobei die Funktionsschicht mit dem Obermaterial lose oder
in Form eines Laminats verbunden sein kann.
[0071] Die in Fig. 6 gezeigte Ausführungsform zeigt einen so genannten Laminat-Aufbau. Dabei
sind das Obermaterial und die Funktionsschicht der Jacke 11 miteinander zu einem Laminat
105 verbunden, bei dem es sich um ein Zweilagenlaminat mit einer Obermaterialschicht
und einer Funktionsschicht oder um ein Dreilagenlaminat mit einer Obermaterialschicht,
einer Futterschicht und einer dazwischen befindlichen Funktionsschicht handeln kann.
Dies führt zu einem besonders einfachen und leichten Aufbau der Jacke. Auch das Abdeckleistenaußenteil
61 besteht bei der Ausführungsform in Fig. 6 aus einem derartigen Laminat mit mindestens
einer Obermaterialschicht und einer Funktionsschicht. Ansonsten stimmt der Aufbau
dieser Ausführungsform mit dem Aufbau gemäß Fig. 5 überein.
[0072] Hinsichtlich des Aufbaus der Abdeckleiste 31 dieser Ausführungsform sind wieder mehrere
Varianten möglich. Das Abdeckleistenaußenteil 61 und/oder das Abdeckleisteninnenteil
63 können mit einem Zweilagenlaminat oder einem Dreilagenlaminat mit den bereits erwähnten
Materialschichten aufgebaut sein. Bei einer Variante weist das
Abdeckleistenaußenteil 61 ein Funktionsschichtlaminat und das Abdeckleisteninnenteil
63 eine funktionsschichtfreie Textilschicht auf. Bei einer anderen Variante weist
das Abdeckleisteninnenteil 63
ein Funktionsschichtlaminat und das Abdeckleistenaüßenteil 61 eine funktionsschichtfreie
Textilschicht auf.
[0073] Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform der bereits erwähnten und im rechten Bereich der
Fig. 2 gezeigten LTD-Liner-Konstruktion, bei welcher das Obermaterial 45 und ein davon
getrenntes Funktionsfutter 47 mit einer Funktionsschicht und einer Futterschicht verwendet
werden. Fig. 7 zeigt diese Konstruktion in vergrößerter Darstellung, stimmt aber ansonsten
mit der auf der rechten Seite der Fig. 2 gezeigten LTD-Liner-Konstruktion überein,
so dass im Zusammenhang mit Fig. 7 auf die dortige Beschreibung verwiesen werden kann.
[0074] Fig. 8 zeigt eine bereits zuvor angedeutete Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Belüftungseinrichtung, bei welcher die Abdeckleiste 31 und die Zwischenleiste 49 auf
der zum Körper des Benutzers der Jacke 11 weisenden Innenseite des Reißverschlusses
13 angeordnet sind. Ansonsten haben die Leisten 31 und 49 den gleichen Aufbau und
können die gleichen Varianten aufweisen, wie sie bereits im Zusammenhang mit den vorausgehenden
Figuren erläutert worden sind Daher werden in Fig. 8 auch die in den vorausgehenden
Figuren verwendeten Bezugszeichen benutzt.
[0075] Fig. 9 und 10 zeigen Ausführungsformen der Erfindung, bei welchen die Belüftungseinrichtung
zusätzlich zu den Belüftungsstreifen 27 und 29 eine Belüftungsdrosseleinrichtung aufweist,
mittels welcher zu den beiden Möglichkeiten keine Belüftung und Maximalbelüftung eine
dazwischen liegende Belüftungsstufe mit gedrosselter Belüftung wählbar ist. In einer
Drosselstellung ist die Belüftungsdrosseleinrichtung parallel zu dem Belüftungsmaterial
und mindestens einen Teilbereich des Belüftungsmaterials überdeckend angeordnet und
reduziert die Menge der in das Jackeninnere gelangenden Belüftungsluft. In einer Freigabestellung
lässt die Belüftungsdrosseleinrichtung das Belüftungsmaterial frei und bewirkt keine
Belüftungsdrosselung.
[0076] Eine Schnittansicht entlang der Schnittlinie II-II in Fig. 1 einer ersten Ausführungsform
mit Belüftungsdrosseleinrichtung ist in Fig. 9 gezeigt. Diese Belüftungsdrosseleinrichtung
ist dadurch gebildet, dass zwischen den Belüftungsstreifen 27, 29 und dem Reißverschluss
13 einerseits und der Abdeckleiste 31 und der Zwischenleiste 49 andererseits eine
Drosselleiste 111 angeordnet ist, die relativ zu den Belüftungsstreifen 27 und 29
zwischen einer Schließstellung, in welcher sie mindestens einen Teil der Belüftungsstreifen
27 und 29 abdeckt, und einer Offenstellung, in welcher sie die Belüftungsstreifen
27, 29 frei lässt, bewegbar ist. Die Drosselleiste 111 ist mit einem Belüftungsdrosselmaterial
aufgebaut, das einen Luftdurchlässigkeitswert aufweist, der geringer ist als der Luftdurchlässigkeitswert
des Belüftungsmaterials. Der Luftdurchlässigkeitswert des Belüftungsdrosselmaterials
beträgt mindestens etwa 30 l/m
2/s und liegt bei praktischen Ausführungsformen in einem Bereich von etwa 20 l/m
2/s bis etwa 400 l/m
2/s. Bei einer praktischen Verwirklichung der erfindungsgemäßen Belüftungseinrichtung
mit Drosselleiste 111 ist die Drosselleiste 111 mit einem unter der Bezeichnung Cordura
Leinwandbindung mit 300dtex von der Firma Seafield erhältlichen Material aufgebaut
und weist einen Luftdurchlässigkeitswert von etwa 40 l/m
2/s auf.
[0077] Die Drosselleiste 111 ist auf ihrer in Fig. 9 linken Seite mittels der Naht 37 mit
dem linken Rand des Belüftungsstreifens 27 und mit dem Zwischenteisteninnenteil 67
verbunden. Auf ihrer in Fig. 9 rechten Seite ist die Drosselleiste 111 mit mindestens
einem Verschlusselement 113 versehen, mittels welchem die Drosselleiste 111 in geschlossener
Stellung oder Drosselstellung gehalten werden kann und bei welchem es sich beispielsweise
um einen Magnetknopf, einen Druckknopf oder einen Klettverschluss handeln kann. Das
Verschlusselement wirkt mit einem an der Innenseite des Abdeckleisteninnenteils 63
angeordneten komplementären Verschlusselement zusammen. Um die Drosselleiste 111 auch
in ihrer Offenstellung fixieren zu können, kann eine (nicht gezeigte) weitere komplementäre
Verschlusseinrichtung im Bereich der in Fig. 9 linken Seite der Drosselleiste 111
vorgesehen sein.
[0078] Fig. 10 zeigt in einer der Fig. 1 ähnlichen Vorderansicht eine Jacke 115 mit einer
zweiteiligen Abdeckleiste mit einem in Fig. 10 oberen Abdeckleistenteil 117 und einem
in Fig. 10 unteren Abdeckleistenteil 119, die auf verschiedenen Höhen des Reißverschlusses
13 befestigt und je wahlweise in eine Offenstellung und eine Schließstellung verschwenkbar
sind. Bei der Darstellung in Fig. 10 befindet sich das obere Abdeckleistenteil 117
in Offenstellung und das untere Abdeckleistenteil 119 in Schließstellung. Bei dieser
Ausführungsform ist auch die Zwischenleiste unterteilt in ein in Fig. 10 oberes Zwischenleistenteil
120 und ein in Fig. 10 nicht sichtbares, weil von dem unteren Abdeckleistenteil 119
verdecktes unteres Zwischenleistenteil. Dies führt bei der in Fig. 10 gezeigten Stellung
dazu, dass beide Belüftungsstreifen 27, 29 nur im oberen Jackenbereich frei bleiben
und eine Belüftungswirkung der Belüftungseinrichtung nur im oberen Bereich der Jacke
115 gegeben ist. Befinden sich beide Abdeckleistenteile 117, 119 in Schließstellung,
sind beide Belüftungsstreifen 27, 29 gänzlich abgedeckt und ist die Belüftungseinrichtung
blockiert. Jedes der Leistenteile 117,119, 120 und das nicht sichtbare Zwischenleistenteil
ist bei der in Fig. 10 gezeigten Ausführungsform mit mehreren Verschlusselementen
121, 123 versehen, mittels welchen diese Leistenteile in geschlossener Stellung gehalten
werden können und bei welchen es sich beispielsweise um Magnetknöpfe, Druckknöpfe
oder Klettverschlüsse handeln kann. Es können auch Verschlusselemente vorgesehen sein,
mittels welchen diese Leistenteile in geöffneter Stellung gehalten werden können.
[0079] In ihren je unteren Endbereichen sind die beiden Abdeckleistenteile 117, 119 und
die beiden Zwischenleistenteile je mittels Klettverschlusselementen 125, 127 versehen,
um sie dort in Schließstellung halten zu können, wobei wegen des geschlossenen Zustandes
der beiden unteren Leistenteile nur die Klettverschlusselemente der beiden oberen
Leistenteile 117, 120 sichtbar sind.
[0080] Bei einer (nicht dargestellten) Modifikation der in Fig. 10 gezeigten Ausführungsform
ist die Abdeckleiste und gegebenenfalls auch die Zwischenleiste nicht durch Querteilung
sondern durch Längsteilung in zwei Leistenteile unterteilt, die unabhängig voneinander
in eine Offenstellung oder eine Schließstellung bringbar sind.
[0081] Man kann auch beide in den Fig. 9 und 10 gezeigten Varianten miteinander kombinieren,
nämlich eine Belüftungsdrosseleinrichtung gemäß Fig. 9 und eine mehrteilige Abdeckleiste
und gegebenenfalls eine mehrteilig Zwischenleiste gemäß Fig. 10. In diesem Fall kommt
man zu weiteren Abstufungen einer gedrosselten Belüftung.
1. Bekleidungsstück-Baueinheit mit zwei Baueinheitseitenrändern, die für das Verbinden
mit zwei sich gegenüber liegenden Rändern (41, 43) zweier mit Bekleidungsstückmaterial
aufgebauter Bekleidungsstückteile ausgebildet sind, wobei:
die Baueinheit eine Hauptverschlussvorrichtung (13) mit zwei in lösbarer Weise miteinander
verbindbaren Verschlussseiten, die je mit einer der beiden Baueinheitseitenränder
verbunden sind, aufweist,
wenigstens eine der beiden Verschlussseiten mit dem zugehörigen Baueinheitseitenrand
über ein eine Belüftungseinrichtung bildendes Belüftungsmaterial (27, 29) verbunden
ist, über welches die Baueinheit auch bei geschlossener Hauptverschlussvorrichtung
(13) für Belüftungsluft durchlässig ist,
an der Hauptverschlussvorrichtung (13) eine Zusatzverschiussvorrichtung in Form einer
Abdeckleiste (31) angeordnet ist, die relativ zu der Hauptverschlussvorrichtung (13)
bewegbar ist zwischen einer Schließstellung, in welcher sie mindestens einen Teil
des Belüftungsmaterials (27, 29) abdeckt, und einer Offenstellung, in welcher sie
mindestens einen Teil des Belüftungsmaterials (27, 29) frei lässt,
und eine zusätzlich zur Abdeckleiste (31) parallel zu dem Belüftungsmaterial angeordnete
Belüftungsdrosseleinrichtung (111; 117,119) vorgesehen ist, die wahlweise in eine
Drosselstellung, in welcher sie mindestens einen Teilbereich des Belüftungsmaterials
abdeckt und die Belüftungsleistung des Belüftungsmaterials drosselt, und einer Freigabestellung,
In welcher sie das Belüftungsmaterial frei lässt, bewegbar ist,
wobei die Belüftungsdrosseleinrichtung eine zwischen dem Belüftungsmaterial und der
Abdeckleiste (31) angeordnete Drosselleiste (111) aufweist, die relativ zum Belüftungsmaterial
zwischen einer Schließstellung, in welcher sie mindestens einen Teil des Belüftungsmaterials
(27, 29) abdeckt, und einer Offenstellung, in welcher sie mindestens einen Teil des
Belüftungsmaterials (27, 29) frei lässt, bewegbar ist, wobei die Drosselleiste (111)
mit einem Belüftungsdrosselmaterial aufgebaut ist, das einen Luftdurchlässigkeitswert
aufweist, der geringer ist als der Luftdurchlässigkeitswert des Belüftungsmaterials.
2. Bekleidungsstück-Baueinheit nach Anspruch 1, dessen Abdeckleiste (31) einteilig ausgebildet
ist und in der Schließstellung das Belüftungsmaterial (27, 29) gänzlich abdeckt und
in der Offenstellung gänzlich frei lässt.
3. Bekleidungsstück-Baueinheit mit zwei Baueinheitseitenrändern, die für das Verbinden
mit zwei sich gegenüber liegenden Rändern (41, 43) zweier mit Bekleidungsstückmaterial
aufgebauter Bekleidungsstückteile ausgebildet sind, wobei:
die Baueinheit eine Hauptverschlussvorrichtung (13) mit zwei in lösbarer Weise miteinander
verbindbaren Verschlussseiten, die je mit einer der beiden Baueinheitseitenränder
verbunden sind, aufweist,
wenigstens eine der beiden Verschlussseiten mit dem zugehörigen Baueinheitseitenrand
über ein eine Belüftungseinrichtung bildendes. Belüftungsmaterial (27, 29) verbunden
ist, über welches die Baueinheit auch bei geschlossener Hauptverschlussvorrichtung
(13) für Belüftungsluft durchlässig ist,
an der Hauptverschlussvorrichtung (13) eine Zusatzverschlussvorrichtung in Form einer
Abdeckleiste (31) angeordnet ist, die relativ zu der Hauptverschlussvorrichtung (13)
bewegbar ist zwischen einer Schließstellung, in welcher sie mindestens einen Teil
des Belüftungsmaterials (27, 29) abdeckt, und einer Offenstellung, in welcher sie
mindestens einen Teil des Belüftungsmaterials (27, 29) frei lässt,
und eine zusätzlich zur Abdeckleiste (31) parallel zu dem Belüftungsmaterial angeordnete
Belüftungsdrosseleinrichtung (111; 117,119) vorgesehen ist, die wahlweise in eine
Drosselstellung, in welcher sie mindestens einen Teilbereich des Belüftungsmaterials
abdeckt und die Belüftungsleistung des Belüftungsmaterials drosselt, und einer Freigabestellung,
in welcher sie das Belüftungsmaterial frei lässt, bewegbar ist,
wobei die Belüftungsdrosseleinrichtung eine mehrteilig ausgebildete Abdeckleiste (31)
aufweist, deren einzelne Leistenteile (117, 119) je unabhängig voneinander in eine
Offenstellung, in der sie je einen zugeordneten Teil des Belüftungsmaterials abdecken,
und je unabhängig voneinander in eine Schließstellung, in der sie den je zugeordneten
Teil des Belüftungsmaterials frei lassen, bewegbar sind, sodass die Belüftungsleistung
davon abhängt, wie viele der Leistenteile (117, 119) sich in der Offenstellung befinden.
4. Bekleidungsstück-Baueinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei welchem die Abdeckleiste
(31) das Belüftungsmaterial (27, 29) auf dessen Außenseite abdeckt.
5. Bekleidungsstück-Baueinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dessen Belüftungsmaterial
(27, 29) durch ein luftdurchlässiges textiles Flächengebilde gebildet ist.
6. Bekleidungsstück-Baueinheit nach Anspruch 5, dessen Belüftungsmaterial (27, 29) netz-
oder maschenartiges Material aufweist.
7. Bekleidungsstück-Baueinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dessen Belüftungsmaterial
(27, 29) einen Luftdurchlässigkeitswert von mindesten 30 l/m2/s aufweist.
8. Bekleidungsstück-Baueinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dessen Hauptverschlussvorrichtung
(13) aus der Gruppe Reißverschluss, Klettverschluss, Magnetverschluss und Druckknopfverschluss
ausgewählt ist.
9. Bekleidungsstück-Baueinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8, mit einer sich zur Abdeckleiste
(31) parallel erstreckenden Zwischenleiste (49), die sich in einem Schließzustand
zwischen der Hauptverschlussvorrichtung (13) und der Abdeckleiste (31) befindet und
in einem Offenzustand mindestens einen Teil des Belüftungsmaterials (27, 29) frei
lässt.
10. Bekleidungsstück-Baueinheit nach Anspruch 9, dessen Zwischenleiste (49) einteilig
ausgebildet ist und in der Offenstellung das Belüftungsmaterial (27, 29) gänzlich
frei lässt.
11. Bekleidungsstück-Baueinheit nach Anspruch 10, dessen Zwischenleiste (49) mehrteilig
ausgebildet ist und deren einzelne Leistenteile (117, 119) je unabhängig voneinander
in eine Offenstellung bewegbar sind, in der sie je einen zugeordneten Teil des Belüftungsmaterials
(27, 29) frei lassen.
12. Bekleidungsstück-Baueinheit nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dessen Zwischenleiste
(49) wasserdicht ausgebildet ist.
13. Bekleidungsstück-Baueinheit nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei von der Abdeckleiste
(31) und der Zwischenleiste (49) mindestens eine ein Leistenzwischenteil (81, 87)
aufweist, das zwischen einem Leisteninnenteil (63, 67) und einem Leistenaußenteil
(61, 65) angeordnet ist und ein erstes Leistenzwischenteilende, das mittels einer
Leistenzwischenteilnaht (83, 89) an dem Leisteninnenteil (63, 67) befestigt ist, und
ein zweites Leistenzwischenteilende, das mittels der zweiten Leistennaht (73, 77)
an dem Leistenaußenteil (61, 65) befestigt ist, aufweist.
14. Bekleidungsstück-Baueinheit nach Anspruch 13, dessen Leistenzwischenteil (81, 87)
eine wasserdichte Funktionsschicht aufweist.
15. Bekleidungsstück-Baueinheit nach einem der Ansprüche 1, 2, 4 bis 12, wenn auf Anspruch
1 rückbezogen, dessen Belüftungsdrosselmaterial einen Mindest-Luftdurchlässigkeitswert
im. Bereich von etwa 30 l/m2/s und 40 l/m2/s aufweist.
16. Bekleidungsstück mit einer Bekleidungsstück-Baueinheit nach mindestens einem der Ansprüche
1 bis 15, wobei die zwei Baueinheitsseitenränder mit den zwei sich gegenüberliegenden
Rändern (41, 43) der zwei mit dem Bekleidungsstückmaterial aufgebauten Bekleidungsstückteile
verbunden sind.
17. Bekleidungsstück nach Anspruch 16, dessen Abdeckleiste (31) eine fixierte Abdeckleistenseite
(51), die neben einer ersten Seite der Hauptverschlussvorrichtung (13) an einem Obermaterial
(45) des Bekleidungsstücks befestigt ist, und eine freie Abdeckleistenseite (53) aufweist,
wobei die Abdeckleiste (31) um ihre fixierte Abdeckleistenseite (51) zwischen der
Offenstellung und der Schließstellung verschwenkbar ist.
18. Bekleidungsstück nach Anspruch 17, wobei dessen Abdeckleiste (31) im wesentlichen
parallel zu der Hauptverschlussvorrichtung (13) verläuft, die fixierte Abdeckleistenseite
(51) und die freie Abdeckleistenseite (53) je durch eine Abdeckleistenlängsseite gebildet
sind und die fixierte Abdeckleistenlängsseite neben einer ersten Längsseite der Hauptverschlussvorrichtung
(13) an dem Bekleidungsstückobermaterial (45) befestigt ist.
19. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 16 bis 18, bei welchem das Bekleidungsstückmaterial
und die Abdeckleiste (31) wasserdicht ausgebildet sind und die Abdeckleiste (31) an
dem Bekleidungsstückmaterial wasserdicht befestigt ist.
20. Bekleidungsstück nach Anspruch 19, das einschließlich der Abdeckleiste (31) mit wasser-
und luftdurchlässigem Material (45) aufgebaut und mit einer wasserdichten Funktionsschicht
versehen ist.
21. Bekleidungsstück nach Anspruch 16, bei Ausbildung der Hauptverschlusseinrichtung als
Reißverschluss (13), wobei der Reißverschluss (13) zwei sich gegenüber liegende Seitenbänder
(15, 17) aufweist und jedes Seitenband (15, 17) eine mit Schließketten versehene erste
Längsseite und eine mit einem zugehörigen Bekleidungsstückrand (41, 43) verbundene
zweite Längsseite aufweist, und wobei eine Verbindung zwischen der ersten Längsseite
wenigstens eines der beiden Seitenbänder (15, 17) und dem zugehörigen Bekleidungsstückrand
(41, 43) mindestens teilweise durch das Belüftungsmaterial (27, 29) gebildet ist.
22. Bekleidungsstück nach Anspruch 21, bei welchem der Reißverschluss (13) selbst als
Belüftungseinrichtung ausgebildet ist, dadurch, dass wenigstens eines der beiden Seitenbänder (15a, 17a) des Reißverschlusses (13)
belüftungsfähig ausgebildet ist, indem es über mindestens einen Teil seiner Quererstreckung
und über mindestens einen Teil seiner Längserstreckung mit Belüftungsmaterial aufgebaut
ist.
23. Bekleidungsstück nach Anspruch 21 oder 22, mit einem Reißverschluss (13) ohne eigenes
Belüftungsmaterial (27, 29), bei welchem die zweite Längsseite mindestens eines der
beiden Seitenbänder (15, 17) des Reißverschlusses (13) mit dem zugehörigen Bekleidungsstückrand
(41, 43) über Belüftungsmaterial (27, 29) verbunden ist.
24. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 16 bis 23, bei welchem die Hauptverschlussvorrichtung
(13) zum lösbaren Verschließen einer Vorderöffnung eines jacken- oder mantelartigen
Bekleidungsstücks vorgesehen ist.
25. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 16 bis 24, bei welchem die Hauptverschlussvorrichtung
(13) zum lösbaren Verbinden zweier aneinander setzbarer Bekleidungsstückteile vorgesehen
ist.
26. Bekleidungsstück nach Anspruch 16, wenn auf einen der Ansprüche 9 bis 12 rückbezogen,
dessen Zwischenleiste (49) eine fixierte Zwischenleistenseite (55), die auf einer
der ersten Seite der Hauptverschlussvorrichtung (13) gegenüber liegenden zweiten Seite
der Hauptverschlussvorrichtung (13) an dem Bekleidungsstückobermaterial (45) wasserdicht
befestigt ist, und eine freie Zwischenleistenseite (57) aufweist, wobei die Zwischenleiste
(49) um ihre fixierte Zwischenleistenseite (55) verschwenkbar ist.
27. Bekleidungsstück nach Anspruch 16 oder 26, wenn auf einen der Ansprüche 9 bis 12 rückbezogen,
wobei dessen Zwischenleiste (49) im wesentlichen parallel zu der Hauptverschlusseinrichtung
(13) verläuft, die fixierte Zwischenleistenseite (55) und die freie Zwischenleistenseite
(57) je durch eine Zwischenleistenlängsseite gebildet sind und die fixierte Zwischenleistenseite
(55) neben einer zweiten Längsseite der Hauptverschlussvorrichtung (13) an dem Bekleidungsstückobermaterial
(45) befestigt ist.
28. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 16 bis 27, wobei von der Abdeckleiste (31)
und der Zwischenleiste (49) mindestens eine von der Innenseite zur Außenseite des
Bekleidungsstücks gesehen übereinander liegend ein Leisteninnenteil (63, 67), ein
Leistenaußenteil (61, 65) und einen Leistenendbereich, der sich im Bereich der fixierten
Leistenseite (51, 55) befindet, aufweist.
29. Bekleidungsstück nach Anspruch 28, dessen Leistenaußenteil (61, 65) und dessen Leisteninnenteil
(63, 67) je mit einem textilen Flächengebilde aufgebaut sind, die im Bereich der freien
Leistenseite (53, 57) durch eine erste Leistennaht (69, 71) und im Bereich der fixierten
Leistenseite (51, 55) durch eine zweite Leistennaht (73, 75, 77, 83) miteinander verbunden
sind.
30. Bekleidungsstück nach Anspruch 29, dessen zweite Leistennaht (73, 75, 77, 83) wasserdicht
ist.
31. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 20, 24, 25, 28 bis 30, wenn auf Anspruch
20 rückbezogen, dessen Funktionsschicht wasserdicht und wasserdampfdurchlässig ist.
32. Bekleidungsstück nach Anspruch 31, dessen Funktionsschicht eine Schicht aus gerecktem
Polytetrafluorethylen (ePTFE) aufweist.
33. Bekleidungsstück nach Anspruch 31 oder 32, dessen Leistenzwischenteilnaht (83, 89)
eine wasserdichte Klebstoffnaht aufweist.
34. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 31 bis 33, dessen Leistenzwischenteilnaht
(83, 89) eine mit einem wasserdichten Nahtabdichtungsband abgedichtete Nähnaht aufweist.
35. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 29 bis 34, dessen zweite Leistennaht (73,
77) eine mit einem wasserdichten Nahtabdichtungsband (85, 91) abgedichtete Nähnaht
(75, 77) aufweist.
36. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 16 bis 35, dessen Belüftungseinrichtung
zusätzlich mindestens eine aus der Gruppe Tasche, Hauptverschlusseinrichtung und lichtreflektierende
Einrichtung ausgewählte Vorrichtung aufweist.
1. Garment module with two module side edges, which are designed to be joined to two
opposing edges (41, 43) of two garment pieces made up of garment material:
wherein the module has a main fastening device (13) with two fastening sides which
can be joined to each other in a detachable way and which are each joined to one of
the two module side edges,
at least one of the two fastening sides being joined to the associated module side
edge by means of a ventilating material (27, 29) forming a ventilating means, by means
of which the module is permeable to ventilating air even when the main fastening device
(13) is closed,
a supplementary fastening device in the form of a covering strip (31), which is movable
in relation to the main fastening device (13) between a closed position, in which
it covers at least part of the ventilating material (27, 29), and an open position,
in which it exposes at least part of the ventilating material (27, 29), being arranged
on the main fastening device (13), and a ventilation restricting means (111; 117,
119) being provided which is arranged additionally to the covering strip (31) parallel
to the ventilating material and can be moved according to choice into a restricting
position, in which it covers at least a partial region of the ventilating material
and restricts the ventilating performance of the ventilating material, and a release
position, in which it exposes the ventilating material,
wherein the ventilation restricting means has a restricting strip (111) which is arranged
between the ventilating material and the covering strip (31) and can be moved in relation
to the ventilating material between a closed position, in which it covers at least
part of the ventilating material (27, 29), and an open position, in which it exposes
at least part of the ventilating material (27, 29), the restricting strip (111) being
made up of a ventilation restricting material which has an air permeability value
which is lower than the air permeability value of the ventilating material.
2. Garment module according to Claim 1, wherein the covering strip (31) is of a one-piece
design and, in the closed position, completely covers the ventilating material (27,
29) and, in the open position, completely exposes it.
3. Garment module with two module side edges, which are designed to be joined to two
opposing edges (41, 43) of two garment pieces made up of garment material:
wherein the module has a main fastening device (13) with two fastening sides which
can be joined to each other in a detachable way and which are each joined to one of
the two module side edges,
at least one of the two fastening sides being joined to the associated module side
edge by means of a ventilating material (27, 29) forming a ventilating means, by means
of which the module is permeable to ventilating air even when the main fastening device
(13) is closed,
a supplementary fastening device in the form of a covering strip (31), which is movable
in relation to the main fastening device (13) between a closed position, in which
it covers at least part of the ventilating material (27, 29), and an open position,
in which it exposes at least part of the ventilating material (27, 29), being arranged
on the main fastening device (13), and a ventilation restricting means (111; 117,
119) being provided which is arranged additionally to the covering strip (31) parallel
to the ventilating material and can be moved according to choice into a restricting
position, in which it covers at least a partial region of the ventilating material
and restricts the ventilating performance of the ventilating material, and a release
position, in which it exposes the ventilating material,
wherein the ventilation restricting means has a covering strip (31) of a multi-piece
design and the individual strip parts (117, 119) of which can each be moved independently
of each other into a open position, in which they each cover an assigned part of the
ventilating material, and can each be moved independently of each other into a closed
position, in which they expose the respectively assigned part of the ventilating material,
with the result that the ventilating performance depends on how many of the strip
parts (117, 119) are in the open position.
4. Garment module according to one of Claims 1 to 3,
wherein the covering strip (31) covers the ventilating material (27, 29) on the outer
side of the latter.
5. Garment module according to one of Claims 1 to 4,
wherein the ventilating material (27, 29) is formed by an air-permeable textile fabric.
6. Garment module according to Claim 5, wherein the ventilating material (27, 29) comprises
net- or mesh-like material.
7. Garment module according to one of Claims 1 to 6,
wherein the ventilating material (27, 29) has an air permeability value of at least
30 1/m2/s.
8. Garment module according to one of Claims 1 to 7,
wherein the main fastening device (13) is selected from the group comprising a zip
fastener, a hook-and-loop fastener, a magnetic fastener and a press-stud fastener.
9. Garment module according to one of Claims 1 to 8, with an intermediate strip (49)
which extends parallel to the covering strip (31) and, in a closed state, is located
between the main fastening device (13) and the covering strip (31) and, in an open
state, exposes at least part of the ventilating material (27, 29).
10. Garment module according to Claim 9, wherein the intermediate strip (49) is of a one-piece
design and, in the open position, completely exposes the ventilating material (27,
29).
11. Garment module according to Claim 10, wherein the intermediate strip (49) is of a
multi-piece design and the individual strip parts (117, 119) can each be moved independently
of each other into an open position, in which they each expose an assigned part of
the ventilating material (27, 29).
12. Garment module according to one of Claims 9 to 11,
wherein the intermediate strip (49) is of a waterproof design.
13. Garment module according to one of Claims 9 to 12,
wherein at least one of the covering strip (31) and the intermediate strip (49) has
a strip intermediate part (81, 87), which is arranged between a strip inner part (63,
67) and a strip outer part (61, 65), and a first strip intermediate part end, which
is fastened by means of a strip intermediate part seam (83, 89) on the strip inner
part (63, 67), and a second strip intermediate part end, which is fastened by means
of the second strip seam (73, 77) on the strip outer part (61, 65).
14. Garment module according to Claim 13, wherein the strip intermediate part (81, 87)
has a waterproof functional layer.
15. Garment module according to one of Claims 1, 2, 4 to 12, if referred back to Claim
1, wherein the ventilation restricting material has a minimum air permeability value
in the range from approximately 30 1/m2/s to 40 1/m2/s .
16. Garment with a garment module according to at least one of Claims 1 to 15, wherein
the two module side edges are joined to the two opposing edges (41, 43) of the two
garment pieces made up of the garment material.
17. Garment according to Claim 16, wherein the covering strip (31) has a fixed covering
strip side (51), which is fastened next to a first side of the main fastening device
(13) on an outer material (45) of the garment, and a free covering strip side (53),
the covering strip (31) being able to be swivelled about its fixed covering strip
side (51) between the open position and the closed position.
18. Garment according to Claim 17, its covering strip (31) running substantially parallel
to the main fastening device (13), the fixed covering strip side (51) and the free
covering strip side (53) each being formed by a covering strip longitudinal side,
and the fixed covering strip longitudinal side being fastened next to a first longitudinal
side of the main fastening device (13) on the outer material (45) of the garment.
19. Garment according to one of Claims 16 to 18,
wherein the garment material and the covering strip (31) are waterproof and the covering
strip (31) is fastened on the garment material in a waterproof manner.
20. Garment according to Claim 19, wherein the garment, including the covering strip (31),
is made up of water- and air-permeable material (45) and is provided with a waterproof
functional layer.
21. Garment according to Claim 16, wherein the main fastening device is designed as a
zip fastener (13), the zip fastener (13) having two opposing side stringers (15, 17)
and each side stringer (15, 17) having a first longitudinal side, provided with closing
links, and a second longitudinal side, joined to a corresponding garment edge (41,
43), and wherein a connection between the first longitudinal side of at least one
of the two side stringers (15, 17) and the respective garment edge (41, 43) is formed
at least partially by the ventilating material (27, 29).
22. Garment according to Claim 21, wherein the zip fastener (13) is itself designed as
a ventilating means, in that at least one of the two side stringers (15a, 17a) of
the zip fastener (13) is of a ventilatable design, being made up of ventilating material
along at least part of its transverse extent and along at least part of its longitudinal
extent.
23. Garment according to Claim 21 or 22, with a zip fastener (13) without its own ventilating
material (27, 29), wherein the second longitudinal side of at least one of the two
side stringers (15, 17) of the zip fastener (13) is joined to the respective garment
edge (41, 43) by means of ventilating material (27, 29).
24. Garment according to one of Claims 16 to 23,
wherein the main fastening device (13) is provided for the detachable fastening of
a front opening of a jacket- or coat-like garment.
25. Garment according to one of Claims 16 to 24,
wherein the main fastening device (13) is provided for the detachable joining of two
garment pieces which can be placed against each other.
26. Garment according to Claim 16, if referred back to one of Claims 9 to 12, wherein
the intermediate strip (49) has a fixed intermediate strip side (55), which is fastened
in a waterproof manner on the outer material (45) of the garment on a second side
of the main fastening device (13), lying on the opposite side of the first side of
the main fastening device (13), and a free intermediate strip side (57), the intermediate
strip (49) being able to be swivelled about its fixed intermediate strip side (55).
27. Garment according to Claim 16 or 26, if referred back to one of Claims 9 to 12, its
intermediate strip (49) running substantially parallel to the main fastening device
(13), the fixed intermediate strip side (55) and the free intermediate strip side
(57) each being formed by an intermediate strip longitudinal side, and the fixed intermediate
strip side (55) being fastened next to a second longitudinal side of the main fastening
device (13) on the outer material (45) of the garment.
28. Garment according to one of Claims 16 to 27,
wherein at least one of the covering strip (31) and the intermediate strip (49) has,
lying one on top of the other as seen from the inner side to the outer side of the
garment, a strip inner part (63, 67), a strip outer part (61, 65) and a strip end
region, which is located in the region of the fixed strip side (51, 55).
29. Garment according to Claim 28, wherein the strip outer part (61, 65) and the strip
inner part (63, 67) are each made up of a textile fabric, which fabrics are joined
to each other in the region of the free strip side (53, 57) by a first strip seam
(69, 71) and in the region of the fixed strip side (51, 55) by a second strip seam
(73, 75, 77, 83).
30. Garment according to Claim 29, wherein the second strip seam (73, 75, 77, 83) is waterproof.
31. Garment according to one of Claims 20, 24, 25, 28 to 30, if referred back to Claim
20, wherein the functional layer is waterproof and water-vapor-permeable.
32. Garment according to Claim 31, wherein the functional layer has a layer of expanded
polytetrafluoroethylene (ePTFE).
33. Garment according to Claim 31 or 32, wherein the strip intermediate part seam (83,
89) has a waterproof adhesive seam.
34. Garment according to one of Claims 31 to 33,
wherein the strip intermediate part seam (83, 89) has a sewn seam sealed by a waterproof
seam sealing tape.
35. Garment according to one of Claims 29 to 34,
wherein the second strip seam (73, 77) has a sewn seam (75, 77) sealed by a waterproof
seam sealing tape (85, 91).
36. Garment according to one of Claims 16 to 35,
wherein the ventilating means additionally has at least one device selected from the
group comprising a pocket, a main fastening device and light-reflecting means.
1. Composant de pièce de vêtement comprenant deux bords latéraux de composant qui sont
configurés pour un assemblage avec deux bords (41, 43) opposés l'un à l'autre de deux
parties de pièce de vêtement constituées de matériau de pièce de vêtement,
le composant présentant un dispositif de fermeture principal (13) muni de deux côtés
de fermeture pouvant être reliés entre eux de manière amovible et qui sont chacun
reliés avec l'un des deux bords latéraux de composant,
au moins l'un des deux côtés de fermeture étant relié avec le bord latéral de composant
associé par le biais d'un matériau de ventilation (27, 29) qui forme un dispositif
de ventilation et par le biais duquel le composant est perméable à l'air de ventilation
même lorsque le dispositif de fermeture principal (13) est fermé,
un dispositif de fermeture supplémentaire sous la forme d'une lisière de recouvrement
(31) étant disposé sur le dispositif de fermeture principal (13), lequel est mobile
par rapport au dispositif de fermeture principal (13) entre une position fermée dans
laquelle il recouvre au moins une partie du matériau de ventilation (27, 29) et une
position ouverte dans laquelle il laisse au moins une partie du matériau de ventilation
(27, 29) dégagée,
et un dispositif d'obturation de la ventilation (111 ; 117, 119) étant prévu en plus
de la lisière de recouvrement (31) parallèlement au matériau de ventilation, lequel
peut être déplacé, au choix, dans une position d'obturation dans laquelle il recouvre
au moins une zone partielle du matériau de ventilation et réduit la capacité de ventilation
du matériau de ventilation et dans une position de libération dans laquelle il laisse
le matériau de ventilation dégagé,
le dispositif d'obturation de la ventilation présentant une lisière d'obturation (111)
disposée entre le matériau de ventilation et la lisière de recouvrement (31), laquelle
peut être déplacée par rapport au matériau de ventilation entre une position fermée
dans laquelle elle recouvre au moins une partie du matériau de ventilation (27, 29)
et une position ouverte dans laquelle elle laisse au moins une partie du matériau
de ventilation (27, 29) dégagée, la lisière d'obturation (111) étant constituée d'un
matériau d'obturation de la ventilation qui présente un indice de perméabilité à l'air
inférieur à l'indice de perméabilité à l'air du matériau de ventilation.
2. Composant de pièce de vêtement selon la revendication 1, dont la lisière de recouvrement
(31) est réalisée d'une seule pièce et qui, en position fermée, recouvre entièrement
le matériau de ventilation (27, 29) et le laisse entièrement dégagé en position ouverte.
3. Composant de pièce de vêtement comprenant deux bords latéraux de composant qui sont
configurés pour un assemblage avec deux bords (41, 43) opposés l'un à l'autre de deux
parties de pièce de vêtement constituées de matériau de pièce de vêtement,
le composant présentant un dispositif de fermeture principal (13) muni de deux côtés
de fermeture pouvant être reliés entre eux de manière amovible et qui sont chacun
reliés avec l'un des deux bords latéraux de composant,
au moins l'un des deux côtés de fermeture étant relié avec le bord latéral de composant
associé par le biais d'un matériau de ventilation (27, 29) qui forme un dispositif
de ventilation et par le biais duquel le composant est perméable à l'air de ventilation
même lorsque le dispositif de fermeture principal (13) est fermé,
un dispositif de fermeture supplémentaire sous la forme d'une lisière de recouvrement
(31) étant disposé sur le dispositif de fermeture principal (13), lequel est mobile
par rapport au dispositif de fermeture principal (13) entre une position fermée dans
laquelle il recouvre au moins une partie du matériau de ventilation (27, 29) et une
position ouverte dans laquelle il laisse au moins une partie du matériau de ventilation
(27, 29) dégagée,
et un dispositif d'obturation de la ventilation (111 ; 117, 119) étant prévu en plus
de la lisière de recouvrement (31) parallèlement au matériau de ventilation, lequel
peut être déplacé, au choix, dans une position d'obturation dans laquelle il recouvre
au moins une zone partielle du matériau de ventilation et réduit la capacité de ventilation
du matériau de ventilation et dans une position de libération dans laquelle il laisse
le matériau de ventilation dégagé,
le dispositif d'obturation de la ventilation présentant une lisière de recouvrement
(31) configurée en plusieurs parties dont les parties de lisière (117, 119) individuelles
peuvent être déplacées chacune indépendamment l'une de l'autre dans une position ouverte
dans laquelle elles recouvrent respectivement une partie associée du matériau de ventilation
et peuvent être chacune déplacées indépendamment l'une de l'autre dans une position
fermée dans laquelle elles laissent dégagée la partie respectivement associée du matériau
de ventilation, de sorte que la capacité de ventilation dépend du nombre de parties
de lisière (117, 119) qui se trouvent en position ouverte.
4. Composant de pièce de vêtement selon l'une des revendications 1 à 3, avec lequel la
lisière de recouvrement (31) recouvre le matériau de ventilation (27, 29) sur son
côté extérieur.
5. Composant de pièce de vêtement selon l'une des revendications 1 à 3, dont le matériau
de ventilation (27, 29) est formé par un produit plat textile perméable à l'air.
6. Composant de pièce de vêtement selon la revendication 5, dont le matériau de ventilation
(27, 29) présente un matériau de type tressé ou maillé.
7. Composant de pièce de vêtement selon l'une des revendications 1 à 6, dont le matériau
de ventilation (27, 29) présente un indice de perméabilité à l'air d'au moins 30 1/m2/s.
8. Composant de pièce de vêtement selon l'une des revendications 1 à 7, dont le dispositif
de fermeture principal (13) est choisi dans le groupe suivant : fermeture éclair,
fermeture à velcro, fermeture magnétique et fermeture par bouton-pression.
9. Composant de pièce de vêtement selon l'une des revendications 1 à 8, comprenant une
lisière intermédiaire (49) qui s'étend parallèlement à la lisière de recouvrement
(31) et qui, à l'état fermé, se trouve entre le dispositif de fermeture principal
(13) et la lisière de recouvrement (31) et, à l'état ouvert, laisse dégagée au moins
une partie du matériau de ventilation (27, 29).
10. Composant de pièce de vêtement selon la revendication 9, dont la lisière intermédiaire
(49) est réalisée d'une seule pièce et, en position ouverte, laisse dégagée la totalité
du matériau de ventilation (27, 29).
11. Composant de pièce de vêtement selon la revendication 10, dont la lisière intermédiaire
(49) est réalisée en plusieurs parties et dont les parties de lisière (117, 119) individuelles
peuvent être déplacées chacune indépendamment l'une de l'autre dans une position ouverte
dans laquelle elles laissent respectivement dégagée une partie associée du matériau
de ventilation (27, 29).
12. Composant de pièce de vêtement selon l'une des revendications 9 à 11, dont la lisière
intermédiaire (49) est réalisée étanche.
13. Composant de pièce de vêtement selon l'une des revendications 9 à 12, au moins la
lisière de recouvrement (31) ou la lisière intermédiaire (49) présentant au moins
une partie intermédiaire de lisière (81, 87) qui est disposée entre une partie intérieure
de lisière (63, 67) et une partie extérieure de lisière (61, 65) et présente une première
extrémité de partie intermédiaire de lisière qui est fixée à la partie intérieure
de lisière (63, 67) au moyen d'une couture de partie intermédiaire de lisière (83,
89) et une deuxième extrémité de partie intermédiaire de lisière qui est fixée à la
partie extérieure de lisière (61, 65) au moyen de la deuxième couture de lisière (73,
77).
14. Composant de pièce de vêtement selon la revendication 13, dont la partie intermédiaire
de lisière (81, 87) présente une couche de fonction étanche.
15. Composant de pièce de vêtement selon l'une des revendications 1, 2, 4 à 12, lorsqu'elles
se réfèrent à la revendication 1, dont le matériau d'obturation de la ventilation
présente un indice de perméabilité à l'air minimum compris entre environ 30 1/m2/s et 40 1/m2/s.
16. Pièce de vêtement munie d'un composant de pièce de vêtement selon au moins l'une des
revendications 1 à 15, les deux bords latéraux du composant étant reliés avec les
deux bords (41, 43) opposés l'un à l'autre des deux parties de pièce de vêtement constituées
du matériau de pièce de vêtement.
17. Pièce de vêtement selon la revendication 16, dont la lisière de recouvrement (31)
présente un côté de lisière de recouvrement fixe (51) qui est fixé à côté d'un premier
côté du dispositif de fermeture principal (13) sur un matériau du dessus (45) de la
pièce de vêtement et un côté de lisière de recouvrement libre (53), la lisière de
recouvrement (31) pouvant pivoter autour de son côté de lisière de recouvrement fixe
(51) entre la position ouverte et la position fermée.
18. Pièce de vêtement selon la revendication 17, sa lisière de recouvrement (31) s'étendant
pour l'essentiel parallèlement au dispositif de fermeture principal (13), le côté
de lisière de recouvrement fixe (51) et le côté de lisière de recouvrement libre (53)
étant respectivement formés par un côté longitudinal de lisière de recouvrement et
le côté long de lisière de recouvrement fixe étant fixé à côté d'un premier côté long
du dispositif de fermeture principal (13) sur le matériau du dessus (45) de la pièce
de vêtement.
19. Pièce de vêtement selon l'une des revendications 16 à 18, avec laquelle le matériau
de pièce de vêtement et la lisière de recouvrement (31) sont réalisés étanches et
la lisière de recouvrement (31) est fixée de manière étanche au matériau de pièce
de vêtement.
20. Pièce de vêtement selon la revendication 19, laquelle est constituée, y compris la
lisière de recouvrement (31), de matériau perméable à l'eau et à l'air (45) et lequel
est doté d'une couche de fonction étanche.
21. Pièce de vêtement selon la revendication 16, avec laquelle le dispositif de fermeture
principal est réalisé sous la forme d'une fermeture éclair (13), la fermeture éclair
(13) présentant deux bandes latérales (15, 17) opposées l'une à l'autre et chaque
bande latérale (15, 17) présentant un premier côté long muni de chaînettes de fermeture
et un deuxième côté long relié avec un bord de pièce de vêtement (41, 43) associé,
et une liaison entre le premier côté long d'au moins l'une des deux bandes latérales
(15, 17) et le bord de pièce de vêtement (41, 43) associé étant au moins partiellement
formée par le matériau de ventilation (27, 29).
22. Pièce de vêtement selon la revendication 21, avec laquelle la fermeture éclair (13)
est elle-même réalisée sous la forme d'un dispositif de ventilation en ce qu'au moins
l'une des deux bandes latérales (15a, 17a) de la fermeture éclair (13) est réalisée
apte à la ventilation en ce qu'elle est constituée de matériau de ventilation sur
au moins une partie de son extension transversale et sur au moins une partie de son
extension longitudinale.
23. Pièce de vêtement selon la revendication 21 ou 22, comprenant une fermeture éclair
(13) sans matériau de ventilation (27, 29) propre, avec laquelle le deuxième côté
long d'au moins l'une des deux bandes latérales (15, 17) de la fermeture éclair (13)
est relié avec le bord de pièce de vêtement (41, 43) associé par du matériau de ventilation
(27, 29).
24. Pièce de vêtement selon l'une des revendications 16 à 23, avec laquelle le dispositif
de fermeture principal (13) est prévu pour la fermeture amovible d'une ouverture avant
d'une pièce de vêtement de type veste ou manteau.
25. Pièce de vêtement selon l'une des revendications 16 à 24, avec laquelle le dispositif
de fermeture principal (13) est prévu pour l'assemblage amovible de deux parties de
pièce de vêtement qui peuvent être séparées l'une de l'autre.
26. Pièce de vêtement selon la revendication 16, lorsqu'elle se réfère à l'une des revendications
9 à 12, dont la lisière intermédiaire (49) présente un côté de lisière intermédiaire
fixe (55), qui est fixé de manière étanche sur un deuxième côté du dispositif de fermeture
principal (13) à l'opposé du premier côté du dispositif de fermeture principal (13)
sur le matériau du dessus (45) de la pièce de vêtement, et un côté de lisière intermédiaire
libre (57), la lisière intermédiaire (49) pouvant pivoter autour de son côté de lisière
intermédiaire fixe (55).
27. Pièce de vêtement selon la revendication 16 ou 26, lorsqu'elles se réfèrent à l'une
des revendications 9 à 12, sa lisière intermédiaire (49) s'étendant pour l'essentiel
parallèlement au dispositif de fermeture principal (13), le côté de lisière intermédiaire
fixe (55) et le côté de lisière intermédiaire libre (57) étant respectivement formés
par un côté longitudinal de lisière intermédiaire et le côté de lisière intermédiaire
fixe (55) étant fixé à côté d'un deuxième côté long du dispositif de fermeture principal
(13) sur le matériau du dessus (45) de la pièce de vêtement.
28. Pièce de vêtement selon l'une des revendications 16 à 27, au moins la lisière de recouvrement
(31) ou la lisière intermédiaire (49) présentant une partie intérieure de lisière
(63, 67), une partie extérieure de lisière (61, 65) et une zone d'extrémité de lisière
qui se trouve dans la zone du côté de lisière fixe (51, 55), lesquelles sont superposées
l'une à l'autre vues dans le sens du côté intérieur vers le côté extérieur de la pièce
de vêtement.
29. Pièce de vêtement selon la revendication 28, dont la partie extérieure de lisière
(61, 65) et dont la partie intérieure de lisière (63, 67) sont chacune formées par
un tissu et sont reliées entre elles par une première couture de lisière (69, 71)
dans la zone du côté de lisière libre (53, 57) et par une deuxième couture de lisière
(73, 75, 77, 83) dans la zone du côté de lisière fixe (51, 55).
30. Pièce de vêtement selon la revendication 29, dont la deuxième couture de lisière (73,
75, 77, 83) est étanche.
31. Pièce de vêtement selon l'une des revendications 20, 24, 25, 28 à 30, lorsqu'elles
se réfèrent à la revendication 20, dont la couche de fonction est étanche et perméable
à la vapeur d'eau.
32. Pièce de vêtement selon la revendication 31, dont la couche de fonction présente une
couche de polytétrafluoréthylène étiré (ePTFE).
33. Pièce de vêtement selon la revendication 31 ou 32, dont la couture de partie intermédiaire
de lisière (83, 89) présente un cordon d'adhésif étanche.
34. Pièce de vêtement selon l'une des revendications 31 à 33, dont la couture de partie
intermédiaire de lisière (83, 89) présente un cordon cousu rendu étanche par une bande
d'étanchéité de couture étanche.
35. Pièce de vêtement selon l'une des revendications 29 à 34, dont la deuxième couture
de lisière (73, 77) présente un cordon cousu (75, 77) rendu étanche par une bande
d'étanchéité de couture (85, 91) étanche.
36. Pièce de vêtement selon l'une des revendications 16 à 35, dont le dispositif de ventilation
présente en plus au moins un élément choisi parmi le groupe suivant : poche, dispositif
de fermeture principal et dispositif réfléchissant la lumière.
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