[0001] Die Erfindung betrifft eine Strang- und Rohrpresse, umfassend einen aus über obere
und untere vorgespannte Zuglamellen sowie obere und untere Druckstützen kraftschlüssig
miteinander verbundenen Zylinderholm und Gegenholm bestehenden Pressenrahmen, in dem
ein beweglicher Laufholm und ein beweglicher Aufnehmer, der einen mit einer Ladevorrichtung
eingebrachten zu verpressenden Block in Preßposition vor dem Gegenholm mit Matrize
verbringt, angeordnet sind.
[0002] Eine solche Horizontalstrangpresse bzw. liegende Metallstrangpresse ist durch die
EP 0 428 989 A2 bekanntgeworden. Ein in einem Ofen auf Preßtemperatur erwärmter Block
wird von Ladeschalen übernommen und durch Verschwenken von drehfest auf einer Welle
angeordneten Schwenkarmen - sogenannter Schwenklader als Alternative zu ebenfalls
üblichen Linearblockladern - in die Pressenachse in den freien Raum zwischen der Matrize
und der Preßscheibe gebracht. Mittels eines Verstellzylinders werden der Laufholm
und der Blockaufnehmer auf die Matrize zu verschoben, wobei der Blockaufnehmer über
den Block gestülpt wird. Entsprechend dem Vorschub des Blockaufnehmers wird der axialbewegliche
Schwenkarm auf der Welle verschoben, bis der Block zwischen dem Preßstempel und dem
Gegenholm bzw. der in einem Halter befestigten Matrize geklemmt ist. Das Verfahren
des Aufnehmers geschieht mittels Seitenzylindern.
[0003] Die eingangs genannten Strang- und Rohrpressen sind hinlänglich bekannt und arbeiten
nach verschiedenen Preßverfahren, z.B. beim Rohrpressen über feststehendem Dorn, wie
es vorzugsweise für Aluminium und insbesondere zur Herstellung von kleinen Rohren
angewendet wird. Beim direkten und beim indirekten Rohrpressen ist das Lochen des
Blockes in der Presse möglich (vgl. z.B. "ALUMINIUM 49 (1973) 4, Seiten 296 bis 299").
[0004] Seit Beginn der schon sehr alten Strangpreßtechnik werden Laufholm und Aufnehmer
unverändert entweder auf einem separaten Grundrahmen oder auf den verbindenden Elementen
zwischen den Holmen (Druckkasten, Lamelle oder Druckhülse, Zuganker) über Gleitplatten
und Gleitbuchsen geführt. Letzere bestehen meistens aus Bronzematerialien oder Gleitkunststoffen,
so daß diese Bauteile einem relativ starken Verschleiß unterliegen. Das hat unvermeidlich
zur Folge, daß die Pressenausrichtung in regelmäßigen kurzen Abständen überprüft sowie
nachgestellt und die Gleit- bzw. Führungseinheiten ausgewechselt werden müssen. Da
sich dieser Verschleiß direkt auf die Lebensdauer der Werkzeuge, die Produktqualität,
die Wartungsintensität und -freundlichkeit sowie auf den Gesamtpressenzustand auswirkt,
z.B. auch auf den Verschleiß der Nebenzylinder, Druckplatten, etc., sind die Führungssysteme
von entscheidender Bedeutung für den generellen Preßbetrieb.
[0005] Diese Beeinträchtigungen werden zwar gemildert durch die das Gerüst der Strangpresse
darstellende kompakte Baueinheit des Pressenrahmens, der funktionell die Preßkraft
aufnimmt. Die von dem Rahmen zu übertragende maximale Kraft setzt sich zusammen aus
den durch den Plunger des Preßzylinders, den Seitenzylindern und den Aufnehmerverschiebezylindern
erzeugten Kräften. Durch die über vier vorgespannte Zuglamellen und vier Druckstützen
kraftschlüssig miteinander verbundenen Bauteile Zylinderholm und Gegenholm wird der
Dehnweg um mehr als 50% gegenüber nicht vorgespannten Säulen mit den allgemein üblichen
Abmessungen verringert. Jedoch liegt nach wie vor ein elastisches Verhalten des Pressenrahmens
vor, was Einfluß auf die Laufgenauigkeit des Aufnehmers sowie des Laufholms und damit
der Gleitführungen hat.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Strang- und Rohrpresse
ohne die genannten Nachteile zu schaffen, insbesondere die Betriebseigenschaften auch
bei hohen Beanspruchungen zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Laufholm und der Aufnehmer
mit Wälzkörper aufweisenden Führungseinheiten im Pressenrahmen verfahrbar sind. Indem
das Führungssystem somit weder Gleit- noch Verschleißteile beinhaltet, sondern vielmehr
Wälzkörper (Rollen, Tonnen, Kugeln, Nadeln etc.), die keinem Gleitverschleiß unterliegen,
lassen sich mehrere Vorteile gleichzeitig erreichen. Es ist eine einmalige Warmausrichtung
der Strangpresse ausreichend, um die einmal eingestellte Pressenachse zu gewährleisten.
Die Führungseinheiten, die mit ihren Wälzkörpern auf Schienen oder Rundsäulen oder
dergleichen laufen können, erfordern keine nachträglichen Nachstellungen, die Lebensdauer
der Werkzeuge wird erhöht, die Produktqualität verbessert, die Wartungsintervalle
werden geringer sowie vereinfacht und insgesamt liegt ein deutlich besserer mechanischer
Gesamtzustand der Strang- oder Rohrpresse vor.
[0008] Nun kann zwar unterstellt werden, daß die spezifischen Eigenschaften von Wälz- und
Gleitlagern sowie deren unterschiedlichen physikalischen Lastübertragungsmechanismen
als solche bekannt sind, jedoch sind gleichwohl Strang- und Rohrpressen bisher stets
mit Gleitführungen gebaut worden. Als Grund hierfür müssen die Befürchtungen angesehen
werden, daß das sich beim Betrieb einer Strang- und Rohrpresse auswirkende, erhebliche
Lastkollektiv den Einsatz von Wälzkörpern aufgrund der Einflußgrößen ausschließt.
Hierzu zählen physikalisch bedingte Einflußgrößen wie das Eigengewicht der Bauteile
(Aufnehmer und Laufholm), Längenausdehungen aufgrund Temperaturveränderungen, die
Kinematik (Geschwindigkeit, Beschleunigung, Verfahrzyklus, Fahrstrecke), das elastische
Verhalten des Pressenrahmens, z.B. Durchbiegung der Führungseinheiten, Einklemmen
des Aufnehmers verursacht durch Rückstellkräfte der Druckstützen bei Bewegung zur
Pressenmitte, und die Längsdehnung der Druckstützen. Außerdem aber auch verfahrensbedingte
Einflußgrößen, z.B. exzentrisches Wirken der Preßkraft aufgrund ungleichmäßiger Temperaturverteilung
des Umformgutes oder unsymmetrisches Anstauchen des Blockes, die Überrollhäufigkeit,
die Stoßbelastung und die Sauberkeit der Umgebung, weiterhin aber auch noch konstruktionsbedingte
sowie fertigungs- oder montagebedingte Einflußgrößen, beispielsweise die Position
der Bauteile im Pressenrahmen bei Montage der Führungen und die Geradheit der Montagefläche
an den Druckstützen. Durch umfangreiche systematische Analyse aller Einflußgrößen
hat sich aber bestätigt, daß Schwerlast-Wälzkörper beim Einsatz in den Führungseinheiten
von Laufholm und Aufnehmer diesen Beanspruchungen standhalten und einen Betrieb einer
Rohr- und Strangpresse mit den genannten Vorteilen ermöglichen.
[0009] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Wälzkörper der Führungseinheiten
auf mit den unteren Druckstützen verbundenen Führungsschienen laufen, wobei vorteilhaft
der Laufholm auf zwei Führungseinheiten und der Aufnehmer auf vier Führungseinheiten
angeordnet ist, von denen sich entweder jeweils eine oder zwei auf jeder der parallel
im Abstand nebeneinander verlaufenden Führungsschienen abstützen. Die genaue Anzahl
der Führungseinheiten ist gleichwohl stets am konkreten Einzelfall, z.B. abhängig
von er Größe der Strangpresse, auszulegen. Für die Wälzkörper kann in den Führungen
eine X- oder O-Anordnung vorgesehen werden. Gegenüber X-förmig angeordneten Wälzkörpern
zeichnen sich Wälzkörper in O-Anordnung durch eine höhere Steifigkeit aus, sind allerdings
anfälliger bei Fertigungsfehlern und Montagetoleranzen.
[0010] Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung liegen der Laufholm und der Aufnehmer
über freie Auflagen auf den Führungseinheiten auf. Im Gegensatz zu einem alternativen
gekoppelten System, bei dem Laufholm und Aufnehmer mit ihren Führungseinheiten fest
verbunden werden mit der Festlegung, welche der drei Achsen (eine oder alle drei)
fixiert wird, läßt sich damit ein entkoppeltes System erreichen. Der Laufholm und
der Aufnehmer können sich in allen drei Achsen (X-Y-und Z-Achse) unabhängig von der
Führungseinheit bewegen.
[0011] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weisen die freien Auflagen ausgehend
von den Führungseinheiten zum Laufholm bzw. Aufnehmer hin eine Druckplatte, eine Kugelkalotte
und eine Gleitplatte auf. Die Kugelkalotte, vorgesehen in einer komplementären Aufnahme
verhindert hierbei einen von z.B. durch Fertigungstoleranzen oder Montagefehler hervorgerufenen
Zwang, während die Druckplatte eine gleichmäßige Spannungsverteilung auf die Führungseinheiten
gewährleistet und die Gleitplatte zur Tolerierung von Axialbewegungen der Druckstützen
beiträgt.
[0012] Wenn erfindungsgemäß zwischen der Gleitplatte und dem Laufholm bzw. Aufnehmer zumindest
ein Distanzmittel angeordnet ist, läßt sich in einfacher Weise eine Höheneinstellung
von Aufnehmer bzw. Laufholm zur Pressenachse vornehmen. Das Distanzmittel können z.B.
ein oder mehrere zwischengelegte Paßbleche oder Stellschrauben sein.
[0013] Nach einem Vorschlag der Erfindung sind die freien Auflagen der Führungseinheiten
mit einer Federkraft, vorzugsweise mit Vorspannung, beaufschlagt. Aufgrund der Federkraft,
z.B. ein Federpaket, insbesondere ein vorgespanntes Federpaket, werden Aufnehmer bzw.
Laufholm bei Auslenkungen in die Pressenmitte zurückgestellt. Hierbei läßt sich durch
Einstellen der Vorspannkraft auf die zum Verschieben des Aufnehmers bzw. Laufholms
benötigte Kraft sicherstellen, daß diese Bauteile selbst bei kleinen Auslenkungen
der Feder zurückgestellt werden. Die Vorteile eines vorgespannten gegenüber einem
nicht vorgespannten System bei gleichen Federkonstanten liegen darin, daß schon bei
kleinen Auslenkungen eine hohe Federkraft zur Verfügung steht.
[0014] Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
der Erfindung. Es zeigen:
- Fig. 1
- in perspektivischer Ansicht als Einzelheit einer Strang- und Rohrpresse deren Pressenrahmen
- ohne Gegenholm dargestellt - mit darin angeordnetem Laufholm und Aufnehmer;
- Fig. 2
- den Pressenrahmen nach Fig. 1 im Teilquerschnitt mit Ansicht auf den Aufnehmerhalter
von links in Fig. 1 gesehen;
- Fig. 3
- als Einzelheit eine Wälzlagerung einer Führungseinheit auf einer Führungsschiene des
Pressenrahmens nach Fig. 1;
- Fig. 4
- als Einzelheit zwei Führungseinheiten mit unterschiedlichen Wälzlager-Anordnungen;
und
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung der Einzel-Fahrstrecken der Baueinheiten Laufholm und
Aufnehmer.
[0015] Von einer hinlänglich bekannten Horizontal-Strangpresse ist in Fig. 1 als einzelnes
Bauteil deren das Pressengerüst bildender, kompakter Pressenrahmen 1 dargestellt.
[0016] Dieser besteht im Ausführungsbeispiel aus einem Zylinderholm 2, der über vier Zuglamellen
3 mit einem hier nicht gezeigten, auf den in Fig. 1 links zu erkennenden freien Enden
der Zuglamellen 3 vorgesehenen Gegenholm verspannt ist. Zur kraftschlüssigen Verbindung
dieser Baueinheit tragen weiterhin Druckstützen 4 bei, die die Zuglamellen 3 zwischen
dem Zylinderholm 2 und dem Gegenholm umschließen. Neben der Kraftübertragung dienen
die Druckstützen 4 noch zur Führungsaufnahme eines in dem Pressenrahmen 1 beweglichen
Laufholms 5 und eines beweglichen Aufnehmers 6.
[0017] Wie sich der Fig. 5, die auch die Einzelhübe bzw. Fahrstrecken 7 des Laufholms 5
bzw. 8 des Aufnehmers 6 in die jeweils gestrichelt dargestellte Endlage vor dem hier
angedeuteten Gegenholm 9 wiedergibt, entnehmen läßt, wird der Laufholm 5 durch Verschiebezylinder
10 und der Aufnehmer 6 durch Verschiebezylinder 11 verfahren. Aus der Schemadarstellung
wird auch deutlich, daß die Laufstrecken 7 bzw. 8 mit steigender Pressengröße zunehmen.
Sowohl der Laufholm 5 als auch der Aufnehmer 6 laufen mit Wälzkörpern 12 bzw. 13a
und 13b (vgl. die Fig. 3 und 4) auf Führungsschienen 14, die jeweils mit den beiden
unteren Druckstützen 4 des Pressenrahmens 1 verbunden sind (vgl. Fig. 1).
[0018] Die Wälzkörper 12 bzw. 13a oder 13b sind in als Wagen ausgebildeten Führungseinheiten
15 in entweder O-Anordnung (vgl. die Wälzkörper 13a in Fig. 4) oder in X-Anordnung
(vgl. die Wälzkörper 13b in der rechten Teilfigur 4) gelagert. Der Laufholm 5 ist
an jeder Seite über eine Führungseinheit 15 und der Aufnehmer 6 über an jeder Seite
zwei Führungseinheiten 15 auf den Führungsschienen 14 angeordnet; die beiden Führungseinheiten
15 des Aufnehmers 6 sind hierbei über eine Brücke 16 miteinander verbunden. Der Laufholm
5 und der Aufnehmer 6 liegen - wie in Fig. 2 am Beispiel des Laufholms 5 dargestellt
- über freie Auflagen 17 auf den Führungseinheiten 15 auf, d.h. sie sind nicht fest
mit dem Führungssystem verbunden. Die freien Auflagen 17 werden von einer Kugelkalotte
18 gebildet, die in einer komplementären, in den Laufholm 5 (bzw. Aufnehmer 6) unter
Zwischenschaltung einer Gleitplatte 19 eingreifenden Aufnahme 20 angeordnet sind.
Zwischen den Führungseinheiten 15 und den Kugelkalotten 18 ist weiterhin eine Druckplatte
21 angeordnet, und oberhalb der Gleitplatte 19 können noch Paßbleche 22 vorgesehen
werden, über das bzw. die sich die Höheneinstellung von Laufholm 5 bzw. Aufnehmer
6 auf Pressenmitte einjustieren läßt.
[0019] Zur Vermeidung von Auswirkungen der möglichen Einflußgrößen auf das Walzkörper-Führungssystem
und damit dessen Lebensdauer können weitere Optimierungen vorgenommen werden, wie
die Verminderung der zwischen der Kugelkalotte 18 und der Gelitplatte 19 wirkenden
Reibungskräfte durch beispielsweise Verwendung von Gleitplatten 19 mit einem niedrigen
Reibungskoeffizienten oder Schmierstoffzufuhr, die Anpassung der Größe der Gleitplatten
19 an die aus den Baueinheiten wirkende Gewichtskraft, die Verringerung der wirkenden
Hebelabstände oder die Erhöhung der statischen Tragzahl der Führungseinheiten 15 durch
Reduzierung des Abstandes zwischen der Oberseite der Führungsschienen 14 und der innenliegenden
Unterseite der Führungseinheiten 15 durch die Befestigung eines Bleches 23 mit der
Dicke h, wie in Fig. 3 angedeutet.
[0020] Durch die Verwendung der Gleitplatte 19 zwischen der Kugelkalotte 18 und dem Laufholm
5 bzw. Aufnehmer 6 kann eine axiale Relativbewegung der die Führungsschienen 14 tragenden
Druckstützen 4 zu dem Laufholm 5 bzw. Aufnehmer 6 toleriert werden. Diese Bewegung
kann aufgrund von Bauteilausdehnungen durch Temperaturschwankungen, des elastischen
Verhaltens des Pressenrahmens 1 oder beispielsweise Axialkräften im Aufnehmer 6, hervorgerufen
durch Kontakt der Preßscheibe in der Aufnehmerinnenbohrung bei Fluchtungsungenauigkeiten,
bewirkt werden. Um den Laufholm 5 bzw. Aufnehmer 6 bei Positionsverlagerungen gleichwohl
in Pressenmitte zurückstellen zu können, sind die freien Auflagen 17 der Führungseinheiten
15 von einem vorgespannten Federpaket 24, das über eine Nutmutter 25 mit nahezu beliebigem
Kennlinienverlauf eingestellt werden kann, beaufschlagt.
1. Strang- und Rohrpresse, umfassend einen aus über obere und untere vorgespannte Zuglamellen
(3) sowie obere und untere Druckstützen (4) kraftschlüssig miteinander verbundenen
Zylinderholm (2) und Gegenholm bestehenden Pressenrahmen (1); in dem ein beweglicher
Laufholm (5) und ein beweglicher Aufnehmer (6), der dazu geeignet ist, einen mit einer
Ladevorrichtung eingebrachten zu verpressenden Block in Preßposition vor den Gegenholm
mit Matrize zu verbringen, angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Laufholm (5) und der Aufnehmer (6) mit Wälzkörper (12) aufweisenden Führungseinheiten
(15) im Pressenrahmen (1) verfahrbar sind.
2. Strang- und Rohrpresse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wälzkörper (12) der Führungseinheiten (15) auf mit den unteren Druckstützen (4)
verbundenen Führungsschienen (14) laufen.
3. Strang- und Rohrpresse nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Laufholm (5) auf zwei Führungseinheiten (15) und der Aufnehmer (6) auf vier Führungseinheiten
(15) angeordnet ist.
4. Strang- und Rohrpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Laufholm (5) und der Aufnehmer (6) über freie Auflagen (17) auf den Führungseinheiten
(15) aufliegen.
5. Strang- und Rohrpresse nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die freien Auflagen (17) ausgehend von den Führungseinheiten (15) zum Laufholm (5)
bzw. Aufnehmer (6) hin eine Druckplatte (21), eine Kugelkalotte (18) und eine Gleitplatte
(19) aufweisen.
6. Strang- und Rohrpresse nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Gleitplatte (19) und dem Laufholm (5) bzw. Aufnehmer (6) zumindest ein
Distanzmittel (22) angeordnet ist.
7. Strang- und Rohrpresse nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die freien Auflagen (17) der Führungseinheiten (15) mit einer Federkraft (24) beaufschlagt
sind.
8. Strang- und Rohrpresse nach Anspruch 7,
gekennzeichnet durch
eine Federkraft (24) mit Vorspannung.
1. An extruding and tube extruding press comprising a press frame (1) consisting of a
cylinder beam (2) and counter-beam connected to each other non-positively by upper
and lower pre-clamped tension plates (3) and upper and lower pressure supports (4),
in which frame are arranged a movable running beam (15) and a movable pick-up device
(6) which is suitable for bringing a block into the pressing position in front of
the counter-beam, with a die, which block is pressed and installed with a loading
device, characterised in that the running beam (5) and the pick-up device (6) are displaceable in the press frame
(1) by means of guide units (15) having rolling bodies (12).
2. The extruding and tube extruding press according to Claim 1, characterised in that the rolling bodies (12) of the guide units (15) run on guide rails (14) connected
to the lower pressure supports (4).
3. The extruding and tube extruding press according to Claim 1 or 2, characterised in that the running beam (5) is arranged on two guide units (15) and the pick-up device (6)
is arranged on four guide units (15).
4. The extruding and tube extruding press according to Claims 1 to 3, characterised in that the running beam (5) and the pick-up device rest on free supports (17) on the guide
units (15).
5. The extruding and tube extruding press according to Claim 4, characterised in that the free supports (17) have a pressure plate (21), a spherical cap (18) and a guide
plate (19) extending from the guide units (15) to the running beam (5) or pick-up
device (6).
6. The extruding and tube extruding press according to Claim 5, characterised in that at least one spacer means (22) is arranged between the guide plate (19) and the running
beam (5) or pick-up device (6).
7. The extruding and tube extruding press according to Claims 4 to 6, characterised in that the free supports (17) of the guide units (15) are loaded with a resilience (24).
8. The extruding and tube extruding press according to Claim 7, characterised by a resilience (24) with initial tension.
1. Boudineuse et boudineuse à tubes, comprenant un châssis de presse composé d'une traverse
cylindrique (2) et d'une contre-traverse reliées entre elles par complémentarité de
force par des lamelles de traction (13) inférieures et supérieures précontraintes
et par des supports de pression (4) inférieurs et supérieurs, dans lequel sont disposés
une traverse de service (5) et un leveur (6) mobile, qui est adapté pour amener un
bloc à comprimer introduit par un dispositif de chargement en position de compression
à l' avant de la contre-traverse avec matrice ,
caractérisées en ce que la traverse de service (5) et le leveur (6) peuvent être déplacés dans le châssis
de presse (1) par des unités de guidage (15) comportant des corps de roulement (12).
2. Boudineuse et boudineuse à tubes selon la revendication 1, caractérisées en ce que les corps de roulement (12) de l'unité de guidage (15) se déroulent sur des rails
de guidage (14) reliés aux supports de pression inférieurs (4).
3. Boudineuse et boudineuse à tubes selon la revendication 1 ou 2, caractérisées en ce que la traverse de service (5) est disposée sur deux unités de guidage (15) et en ce que le leveur (6) est disposé sur quatre unités de guidage (15).
4. Boudineuse et boudineuse à tubes selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisées en ce que la traverse de service (5) et le leveur (6) s'appuient sur les unités de guidage
(15) par l'intermédiaire de supports libres (17).
5. Boudineuse et boudineuse à tubes selon la revendication 4, caractérisées en ce qu'en partant des unités de guidages (15) en direction de la traverse de service (5)
ou du leveur (6), les supports libres (17) comportent une plaque de compression (21),
une calotte sphérique (18) et une plaque directrice (19).
6. Boudineuse et boudineuse à tubes selon la revendication 5, caractérisées en ce qu'au moins un moyen d'écartement (22) est disposé entre la plaque directrice (19) et
la traverse de service (5) ou le leveur (6).
7. Boudineuse et boudineuse à tubes selon l'une quelconque des revendications 4 à 6,
caractérisées en ce que les supports libres (17) des unités de guidage (15) sont soumis à la tension d'un
ressort.
8. Boudineuse et boudineuse à tubes selon la revendication 7, caractérisées par la tension d'un ressort (24) avec précontrainte.