Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Ermittlung von Zufallszahlen, insbesondere von
Lottozahlen, mit einem geschlossenen, zumindest auf einer Seite durchsichtigen Behälter,
einer im Behälter angeordneten Rollfläche mit einer Mehrzahl von Ausnehmungen und
mindestens einer im Behälter zwischen der Rollfläche und der durchsichtigen Seite
frei beweglichen Kugel.
Stand der Technik
[0002] Aus den DE-G 86 27 463.5, DE-G 90 10 533.8 und DE 298 01 343 U1 sind eine Reihe von
Geräten zur Ermittlung von Zufallszahlen bekannt mit in einem durchsichtigen Behälter
frei beweglichen Kugeln. Der Behälter umfasst eine Rastplatte mit runden Ausnehmungen,
deren Durchmesser kleiner ist als der Durchmesser der Kugeln. Die Kugeln können in
die Ausnehmungen festhaltend aufgenommen werden. Wird der Behälter manuell geschüttelt,
können sich die Kugeln frei im Behälter bewegen. Sobald der Behälter nicht oder kaum
mehr bewegt wird, werden die Kugeln jeweils von einer der Ausnehmungen der Rastplatten
aufgenommen. Jeder der Ausnehmungen ist eine Zahl zugeordnet, so dass durch die aufgenommenen
Kugeln mehrere Zahlen zufällig ermittelt sind.
[0003] Bei den bekannten Geräten vergeht nach Beenden der Schüttelbewegung eine gewisse
Zeit, bis die Kugeln in die Ausnehmungen aufgenommen sind. In dieser Phase ist die
Bewegung der Kugeln unruhig, Kugeln können beispielsweise mehrmals in benachbarte
Ausnehmungen umgeleitet werden.
Darstellung der Erfindung
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein dem eingangs genannten technischen Gebiet zugehörendes
Gerät zur Ermittlung von Zufallszahlen zu schaffen, bei welchem die Aufnahme der mindestens
einen Kugel in eine Ausnehmung ruhig, schnell und sicher verläuft.
[0005] Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 definiert. Gemäss der
Erfindung weisen die Ausnehmungen zur Aufnahme der mindestens einen Kugel eine im
Wesentlichen polygonale, insbesondere eine regelmässig 3-8eckige, bevorzugt eine quadratische,
Form auf.
[0006] In einer im Wesentlichen polygonalen Ausnehmung liegt die Kugel bei mehreren beabstandeten
Punkten auf. Die Anzahl der Auflagepunkte entspricht im Allgemeinen der Anzahl Seiten
des Polygons. Dadurch ist die Rastposition klar definiert und die Aufnahme in die
Ausnehmung erfolgt von einem Moment auf den nächsten. Im Gegensatz dazu liegt eine
Kugel in runden Ausnehmungen entlang eines Kreisbogens auf, die Kugel ist aber schon
dann von der Ausnehmung zumindest teilweise erfasst, wenn sie sich leicht ausserhalb
der eigentlichen Ruheposition befindet. Dadurch ergeben sich Rotationsschwingungen,
bei welchen eine Kugel mehrmals in einer Ausnehmung oszilliert, bis sie zur Ruhe kommt,
oder Kreisbewegungen entlang des Randes einer Ausnehmung ausführt. Die Aufnahme der
Kugel in der Ausnehmung erfolgt allmählich, bereits bei geringen Störungen kann die
sich in einer Rotationsschwingung befindliche Kugel die Ausnehmung wieder verlassen.
[0007] Als polygonale Formen für die Ausnehmungen kommen insbesondere Dreiecke, Vierecke,
Fünfecke, Sechsecke, Siebenecke oder Achtecke in Frage. Diese weisen eine vergleichsweise
geringe Anzahl von Kontaktpunkten auf, unterscheiden sich also, was die Aufnahme der
Kugel betrifft, stark von einer runden oder annähernd runden Ausnehmung. Die Polygone
können regelmässig oder unregelmässig sein, wobei unregelmässige Polygone mit vier
oder mehr Seiten meist von Nachteil sind, weil sie keine eindeutige Aufnahmeposition
für eine Kugel definieren. Besonders bevorzugt ist eine quadratische Form der Ausnehmungen.
Diese ist im Allgemeinen ästhetisch befriedigend und derartige Ausnehmungen lassen
sich symmetrisch und regelmässig entlang von Reihen und Spalten anordnen. Eine dreieckige
Form der Ausnehmungen ist ebenfalls von Vorteil, weil derartige Ausnehmungen auch
Kugeln aufnehmen können, welche nicht exakt rund sind, sie bilden nämlich in jedem
Fall eine Dreipunkt-Auflage für die aufzunehmenden Kugeln bzw. kugelähnlichen Körper.
Der erfindungsgemässe Effekt wird auch mit im Wesentlichen polygonalen Ausnehmungen
erreicht, welche beispielsweise aus ästhetischen oder Handhabungsgründen leicht abgerundete
Ecken aufweisen.
[0008] Das erfindungsgemässe Gerät kann für Lottozahlen, aber auch für Totozahlen oder andere
Glückszahlen sowie für eine andere zufällige Auswahl aus einer begrenzten Zahl von
Möglichkeiten verwendet werden. In bestimmten Fällen ist es von Vorteil, unterschiedliche
Kugeln, z. B. Kugeln von unterschiedlicher Farbe einzusetzen: Soll z. B. eine 6-stellige
Lottozahl und eine Zusatzzahl ermittelt werden, können sechs weisse Kugeln und eine
rote Kugel vorgesehen werden, wobei die Aufnahmeposition der roten Kugel die Zusatzzahl
anzeigt.
[0009] Bevorzugt ist ein maximaler Durchmesser der Ausnehmungen kleiner als ein Durchmesser
der mindestens einen Kugel. Dies hat zur Folge, dass bei der Aufnahme einer Kugel
nur ein kleiner Teil der Kugel, d. h. eine Kugelkalotte geringer Höhe, in die Ausnehmung
eindringt, und dass die Kugel in einer eindeutig bestimmten Position gehalten ist.
Ein gründliches Mischen der Kugeln erfolgt bereits bei mässigem Schütteln des Geräts.
Trotzdem sind die Kugeln nach der Aufnahme aufgrund der polygonalen Form fest und
sicher in den Ausnehmungen gehalten. Bei polygonalen Ausnehmungen entspricht der maximale
Durchmesser der längsten innerhalb der Ausnehmungsfläche verlaufenden Strecke, welche
durch den Schwerpunkt der Fläche verläuft.
[0010] Durch Änderung des Verhältnisses des Durchmessers der Ausnehmungen zum Durchmesser
der Kugeln und durch die Wahl der Form der Ausnehmungen lässt sich das Roll- und Aufnahmeverhalten
der Kugeln beeinflussen. Die Parameter können also so gewählt werden, dass sich die
Kugeln nach Ende der Schüttelbewegung möglichst zufällig in die Ausnehmungen verteilen.
Sowohl die Form als auch die Grösse der Ausnehmungen können dabei in unterschiedlichen
Bereichen der Rollfläche unterschiedlich gewählt werden, wenn z. B. aus geometrischen
Gründen bei gleich ausgestalteten Ausnehmungen die Wahrscheinlichkeit für die Aufnahme
einer Kugel nicht für alle Ausnehmungen gleich gross ist. Durch die unterschiedliche
Wahl der Parameter der Ausnehmungen können die Wahrscheinlichkeitsunterschiede kompensiert
werden, so dass sämtliche Zahlenkombinationen mit möglichst gleicher Wahrscheinlichkeit
ermittelt werden.
[0011] Mit Vorteil werden die Ausnehmungen durch Löcher in einer Rastplatte gebildet. Eine
derartige Rastplatte lässt sich auf einfache Weise z. B. durch Stanzen, Giessen oder
Schneiden, z. B. Laserschneiden, herstellen.
[0012] Alternativ können die Ausnehmungen lediglich Einsenkungen bzw. Mulden in der Rastplatte
sein oder als Vertiefungen direkt in einer Wand des Behälters angeordnet sein.
[0013] Bevorzugt umfasst der Behälter einen Bodenteil und einen Deckelteil, wobei der Deckelteil
durchsichtig ist und kraftschlüssig mit dem Bodenteil verbindbar ist. Der Behälter
kann also durch Entfernen und Wiederanbringen des Deckelteils vom Bodenteil beliebig
oft geöffnet und wieder verschlossen werden. Dies eröffnet neben der Bestimmung von
Zufallszahlen weitere Anwendungsmöglichkeiten des erfindungsgemässen Geräts, insbesondere
als Warenverpackung. Beispielsweise kann der Innenraum des Behälters zwischen der
Rollfläche und dem durchsichtigen Deckel zunächst mit Waren (z. B. Süsswaren) gefüllt
verkauft werden. Sobald die Waren aus dem Behälter entnommen worden sind, steht der
Innenraum der mindestens einen Kugel zur Verfügung, das Gerät kann also nunmehr zur
Ermittlung von Zufallszahlen dienen. Das Öffnen und Wiederverschliessen des Behälters
erlaubt im Weiteren auch einen Austausch der Kugeln und/oder der Rastplatte, wenn
z. B. eine andere Anzahl von Zufallszahlen oder Zahlen in einem anderen Bereich ermittelt
werden sollen. Als Material für den durchsichtigen Deckelteil und gegebenenfalls auch
für den Bodenteil ist ein hochtransparenter Kunststoff besonders geeignet.
[0014] Alternativ kann der Behälter einstückig ausgebildet oder aus einer grösseren Anzahl
von Elementen zusammengesetzt sein. Der Deckelteil kann mit dem Bodenteil ausserdem
verklebt, verschweisst oder vergossen sein, so dass eine feste Verbindung gebildet
wird.
[0015] Vorzugsweise sind Distanzhalter im Behälter angeordnet zum formschlüssigen Halten
der Rastplatte. Dadurch werden Klebungen oder Verschweissungen vermieden. Die Rastplatte
kann zudem einfach ausgewechselt werden.
[0016] Mit Vorteil ist die Rastplatte durchsichtig und unterhalb der Rastplatte ist ein
Zwischenblatt mit den Ausnehmungen zugeordneten Zahlen angeordnet. Dank der durchsichtigen
Rastplatte können die Zahlen zwischen den Ausnehmungen angeordnet sein, so dass sie
auch dann noch abgelesen werden können, wenn eine Kugel von einer Ausnehmung aufgenommen
ist. Das Zwischenblatt kann ausserdem mit weiterer Information, z. B. mit bildlichen
Darstellungen, die ein bestimmtes Thema betreffen, oder mit Werbeaussagen versehen
werden. Beispielsweise kann das Zwischenblatt ein Spielfeld einer Sportart (z. B.
Fussball, Basketball, Handball etc.) zeigen, und die Kugeln können den entsprechenden
Bällen nachempfunden sein. Ein derartig gestaltetes Gerät eignet sich hervorragend
als Werbe- oder Promotionsmittel.
[0017] Bei einer undurchsichtigen Rastplatte können die Zahlen durch durchgehende Öffnungen
hindurch sichtbar sein. Hier bietet die polygonale (insbesondere viereckige) Form
den zusätzlichen Vorteil, dass eine grössere Sichtfläche für Zahlen möglich ist als
bei runden Öffnungen. Alternativ können die Zahlen statt hinter der Rastplatte auch
auf oder vor der Rastplatte angeordnet sein, insbesondere am durchsichtigen Deckel.
Dies bietet den Vorteil, dass die ermittelten Zahlen unmittelbar sichtbar bleiben,
also nicht von den aufgenommenen Kugeln verdeckt werden können.
[0018] Bevorzugt weisen sowohl der Bodenteil als auch der Deckelteil rechteckige Grundflächen
und daran senkrecht anschliessend je vier Seitenwände auf, wobei der Deckelteil in
den Bodenteil einführbar ist, so dass die kraftschlüssige Verbindung geschaffen wird.
Der Deckelteil weist also eine um die Wandstärke der Seitenwände des Bodenteils verminderte
Grundfläche auf. Eine derartige Gestaltung ist einfach und schafft einen formschönen
Behälter.
[0019] Alternativ kann der Bodenteil eine entsprechend kleinere Grundfläche aufweisen und
in den Deckelteil einführbar sein. Die Gestaltungsmöglichkeiten für einen Behälter
mit Deckelteil und Bodenteil sind gross; besonders formschön ist auch ein Behälter,
bei welchem Deckel- und Bodenteil eine gleich grosse Grundfläche aufweisen und bei
welchen jeweils die Seitenwände so gegeneinander abgestuft sind, dass nach dem Zusammensetzen
ein quaderförmiger Körper ohne Vorsprünge oder Stufen an seiner Aussenseite gebildet
wird.
[0020] Mit Vorteil ist der Bodenteil durchsichtig, und ein flächiges Bild- oder Werbeobjekt
ist innerhalb des Behälters, anschliessend an den Bodenteil positionierbar, so dass
das Bildoder Werbeobjekt bei verschlossenem Behälter von aussen sichtbar ist. Das
erfindungsgemässe Gerät kann also zusätzlich als Fotostation eingesetzt werden. Kann
der Behälter geöffnet werden, kann vorgesehen werden, dass das Bild- oder Werbeobjekt
vom Benutzer ausgewechselt werden kann. Ist der Behälter aus jeweils einem rechteckigen
Boden- und Deckelteil gebildet, wobei der Deckelteil in den Bodenteil einführbar ist,
ergibt sich eine umlaufende Stufe am Übergang zwischen den Seitenwänden des Bodenteils
und den Seitenwänden des Deckelteils. Beim Aufstellen des Geräts auf eine der seitlichen
Flächen ergibt sich aufgrund der Stufe sowohl in Quer- als auch in Hochrichtung eine
gewisse Neigung, d. h. das Bild- oder Werbeobjekt steht nicht senkrecht sondern leicht
nach hinten geneigt. Dadurch ergibt sich eine ideale optische Wirkung des gezeigten
Objekts.
[0021] Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben
sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0022] Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1A
- Eine Draufsicht auf ein erfindungsgemässes Gerät zur Ermittlung von Zufallszahlen;
- Fig. 1B
- einen vertikalen Querschnitt durch das Gerät in Längsrichtung;
- Fig. 1C
- einen vertikalen Querschnitt durch das Gerät in Querrichtung;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Rastplatte des Geräts;
- Fig. 3A, B
- eine in einer Ausnehmung des Geräts eingerastete Kugel;
- Fig. 4
- die Verwendung des Geräts als Fotostation.
[0023] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0024] Die Figur 1A zeigt eine Draufsicht auf ein erfindungsgemässes Gerät zur Ermittlung
von Zufallszahlen, die Figur 1B zeigt einen vertikalen Querschnitt in Längsrichtung,
entlang der Achse AA', und die Figur 1C zeigt einen vertikalen Querschnitt in Querrichtung,
entlang der Achse BB'. Das Gerät umfasst einen Bodenteil 1 und einen Deckelteil 2
mit jeweils rechteckiger Grundfläche und vertikal dazu hochgezogenen Seitenwänden.
Sowohl der Bodenteil 1 als auch der Deckelteil 2 sind vollständig aus hochtransparentem
Kunststoff gefertigt. Die Grundfläche des Deckelteils 2 ist gegenüber der Grundfläche
des Bodenteils 1 um die Wandstärke des Bodenteils 1 verkleinert, so dass der Deckelteil
2 passgenau in den Bodenteil 1 aufgenommen werden kann. Durch den Kraftschluss zwischen
den Seitenwänden des Deckelteils 2 mit den Seitenwänden des Bodenteils 1 werden die
Teile aneinander gehalten. Zum Öffnen des durch den Bodenteil 1 und den Deckelteil
2 gebildeten Behälters muss die Reibungskraft überwunden werden, welche derart ist,
dass ein unbeabsichtigtes Öffnen verhindert wird. Der Kraftschluss kann durch an sich
bekannte Mittel wie Verzahnungen, Rastungen, Reibflächen etc. verstärkt bzw. durch
lösbaren Formschluss unterstützt werden.
[0025] Innerhalb des durch den Bodenteil 1 und den Deckelteil 2 gebildeten Behälters ist
eine Rastplatte 3, ebenfalls aus transparentem Kunststoff, angeordnet. Deren Grundfläche
entspricht im Wesentlichen der Grundfläche des Deckelteils 2, die Rastplatte 3 ist
also in horizontaler Richtung formschlüssig vom Deckelteil 2 gehalten.
[0026] Die Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf die Rastplatte 3 des Geräts. Die Rastplatte
3 weist eine Mehrzahl gleichartiger quadratischer Öffnungen 4 auf, welche regelmässig
entlang der Hauptfläche angeordnet sind. Im dargestellten Beispiel sind die Öffnungen
gitterartig angeordnet und bilden in Längsrichtung neun Reihen mit je fünf Öffnungen.
In der Mitte der beiden Querseiten der Rastplatte 3 sind in Randnähe jeweils zwei
runde durchgehende Öffnungen 5 nebeneinander, parallel zum Rand angeordnet.
[0027] Zwischen der Rastplatte 3 und dem Unterteil 1 des Geräts ist angrenzend an die Rastplatte
3 ein Zwischenblatt 6 eingelegt, welches auf seiner der Rastplatte 3 zugewandten Seite
bedruckt ist, so dass es durch die durchsichtige Rastplatte 3 und den durchsichtigen
Deckelteil 2 sichtbar ist. Der Aufdruck zeigt ein Fussballfeld 6a mit Randbegrenzung,
Mittellinie, Torraum etc. sowie Zahlen 6b, wobei jeder Öffnung der Rastplatte 3 eine
Zahl 6b zugeordnet ist. Insgesamt sind also 45 Zahlen aufgedruckt. Unterhalb des Zwischenblatts,
angrenzend an den Unterteil 1 ist ein Werbebogen 7 eingelegt, welcher auf seiner Unterseite
bedruckt ist, so dass der Aufdruck durch den transparenten Unterteil 1 sichtbar ist.
[0028] Die Rastplatte 3 wird durch zwei Distanzstücke 8 in ihrer Position gehalten, wobei
die Distanzstücke 8 zwischen der Rastplatte 3 und der Grundfläche des Oberteils 2
angeordnet sind, und zwar beidseitig in Querrichtung mittig, nahe und parallel zum
Querrand der Rastplatte 3. Die Distanzstücke 8 bilden also optisch die "Tore" des
Fussballfelds, sind also in die Gestaltung des Geräts integriert. Die Distanzstücke
8 sind mittels jeweils zweier Noppen 8a an der Rastplatte 3 fixiert, indem die Noppen
8a in die Öffnungen 5 der Rastplatte 3 eingreifen. Die Rastplatte 3 ist also durch
ihre Fläche und die Distanzstücke 8 formschlüssig innerhalb des Geräts gehalten.
[0029] Im Zwischenraum zwischen der Rastplatte 3 und der Grundfläche des Oberteils 2 des
Geräts sind sechs Kugeln 9 frei beweglich. Die Kugeln 9 sind entsprechend dem Thema
"Fussball" optisch verkleinerten Fussbällen nachempfunden. Im dargestellten Beispiel
sind die Kugeln 9 je in eine der Öffnungen 4 der Rastplatte 3 aufgenommen, so dass
sich entsprechend den besetzten Feldern die Zufallszahlen 6, 14, 18, 21, 30 und 38
ergeben. Diese Zahlen entsprechen beispielsweise einer Lottozahl in einem sogenannten
Spiel "6 aus 45". Durch Schütteln des Geräts werden die Kugeln 9 aus den Öffnungen
4 gelöst, so dass sie sich frei bewegen können. Sie werden also gleichsam gemischt
und nach Beenden der Schüttelbewegung kommen sie auf zufällige Weise wiederum in Öffnungen
4 zur Ruhe und bestimmen so eine neue Gruppe von Zufallszahlen.
[0030] Die Figuren 3A, 3B zeigen eine in einer Ausnehmung des Geräts eingerastete Kugel.
Die Figur 3A zeigt einen vertikalen Querschnitt, welcher durch das Zentrum der Kugel
9 verläuft, parallel zu einer Begrenzung der quadratischen Öffnung 4. Die Kugel liegt
an genau zwei Punkten 10 ihrer Umrandung auf den seitlichen Begrenzungen der Öffnung
4 auf. Die Figur 3B zeigt einen horizontalen Querschnitt, welcher durch die obere
Hauptfläche der Rastplatte 3 verläuft. In dieser Fläche kontaktiert die Kugel 9 die
Rastplatte 3 an vier Punkten 10, jeweils mittig der begrenzenden Seiten der Öffnung
4. Dadurch ergibt sich eine stabile Aufnahme der Kugel 9 in der Öffnung 4. In der
dargestellten Ebene verläuft der horizontale Querschnitt unterhalb des maximalen Kugelquerschnitts
(welcher gestrichelt angedeutet ist), die Kugel ragt also in einer geringfügig höheren
Horizontalebene teilweise über die Öffnung 4 hinaus. Die Durchmesser der Kugeln und
der Öffnungen können so gewählt werden, dass eine Öffnung von einer in ihr aufgenommenen
Kugel vollständig überdeckt ist.
[0031] Die Figur 4 zeigt die Verwendung des Geräts als Fotostation. Dazu ist das Gerät zum
Darbieten eines Werbebogens 7 im Hochformat auf eine Querseite gestellt. Selbstverständlich
können auch Werbebogen im Querformat dargeboten werden, indem das Gerät auf eine Längsseite
gestellt wird. Weil der Bodenteil 1 den Deckelteil 2 mit seinen Seitenwänden überragt,
ergibt sich für das Gerät eine Stellung, in welcher die Hauptfläche des Bodenteils
1 leicht nach hinten geneigt ist. Der Werbebogen 7, welcher durch die Hauptfläche
des Bodenteils 1 sichtbar ist, wird also optimal präsentiert. Durch Wahl der Wandstärke
sowie der Länge der Seitenwände des Bodenteils 1 lässt sich die Neigung verändern.
[0032] Die konkrete Gestaltung des erfindungsgemässen Geräts kann auf vielfältige Weise
verändert werden. Beispielsweise können die Anzahl Kugeln und/oder Löcher den zu erzeugenden
Zufallszahlen angepasst werden (z. B. sechs weisse und eine rote Kugel und 49 Löcher
für Lottozahlen und Zufallszahl im Spiel "6 aus 49"). Das Gerät kann überdies mehrere
Bereiche vorsehen, in welchen sich jeweils eine oder mehrere Kugeln frei bewegen können,
wobei aber Kugeln nicht in einen anderen Bereich gelangen können. Ein Gerät zum Bestimmen
von achtstelligen Zufallszahlen umfasst z. B. acht Kugeln, welche einzeln in acht
Bereichen mit je zehn Löchern frei beweglich sind.
[0033] Die Gestaltung kann im Weiteren einem anderen Thema als "Fussball" angepasst werden,
z. B. einer anderen Sportart, einem zu bewerbenden Produkt oder Tierkreiszeichen und
anderen Glücksbringern. Dabei kann der eingelegte Werbebogen dem Thema angepasst sein,
oder anstelle eines Werbebogens erhält der Benutzer die Möglichkeit, eigene Bilder
bzw. Fotos einzulegen.
[0034] Die Zahlen können statt unterhalb der Öffnungen auch neben den jeweiligen Öffnungen
angeordnet werden, so dass die ermittelten Zufallszahlen nicht von den Kugeln verdeckt
sind und direkt abgelesen werden können. Die Zahlen können bei Bedarf auch oberhalb
der Öffnungen, insbesondere auf dem Deckelteil, angeordnet sein. Ein anderer Weg,
die ermittelten Zahlen unmittelbar sichtbar zu machen, besteht darin, die Kugeln aus
einem durchsichtigen Material zu fertigen und die Zahlen so unterhalb der Öffnungen
aufzudrucken, dass sie durch die Kugeln, welche als Linsen wirken, hindurch gut lesbar
sind.
[0035] Die Form des erfinderischen Geräts, insbesondere des Boden- und Deckelteils sowie
der Rastplatte und der Distanzhalter lässt sich ebenfalls variieren. So können Boden-
und Deckelteil so geformt sein, dass beim Zusammensetzen ein genau quaderförmiger
Behälter geschaffen wird, z. B. indem die Seitenflächen von Boden- und Deckelteil
einander entsprechende Stufen aufweisen. Neben ihrer unterschiedlichen Optik lassen
sich quaderförmige Behälter einfacher und platzsparender stapeln und lagern als Behälter
mit aussenliegenden Stufen.
[0036] Die Form der Rastplatte kann verändert werden, um eine andere Optik zu erreichen
oder um die Bewegung der Kugeln zu beeinflussen, z. B. indem ein die Öffnungen umgebender
Rand leicht nach innen geneigt ist. Die Öffnungen selbst können ebenfalls verschiedenartig
geformt werden, z. B. als nicht durchgehende Mulden oder mit einer drei-, fünf- oder
sechseckigen Form. Die Rastplatte kann zudem fest am Deckelteil befestigt werden,
so dass beim Auswechseln eines Fotos durch den Benutzer nicht die Gefahr besteht,
dass Kugeln das Gerät verlassen.
[0037] Die Distanzhalter können ebenfalls unterschiedlich gestaltet werden, z. B. um optisch
einen Zusammenhang mit dem durch das Gerät dargestellten Thema zu bilden. Die Distanzhalter
können ausserdem direkt am Deckelteil angeordnet und mit diesem fest verbunden sein.
[0038] Schliesslich können die Materialien des Geräts frei gewählt werden, neben Kunststoffen
auch z. B. Metalle oder Holz. Auch die äussere Form ist in weiten Grenzen wählbar,
das Gerät kann z. B. als Quader, Würfel, Kugel oder als Prisma mit praktisch beliebiger
Grundfläche ausgebildet sein.
[0039] Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch die Erfindung ein Gerät zur Ermittlung
von Zufallszahlen geschaffen wird, bei welchem die Aufnahme der mindestens einen Kugel
in eine Ausnehmung ruhig, schnell und sicher verläuft.
1. Gerät zur Ermittlung von Zufallszahlen, insbesondere von Lottozahlen, mit
a) einem geschlossenen, zumindest auf einer Seite durchsichtigen Behälter (1, 2);
b) einer im Behälter (1, 2) angeordneten Rollfläche (3) mit einer Mehrzahl von Ausnehmungen
(4); und
c) mindestens einer im Behälter (1, 2) zwischen der Rollfläche (3) und der durchsichtigen
Seite frei beweglichen Kugel (9);
dadurch gekennzeichnet, dass
d) die Ausnehmungen (4) zur Aufnahme der mindestens einen Kugel (9) eine im Wesentlichen
polygonale, insbesondere eine regelmässig 3-8-eckige, bevorzugt eine quadratische,
Form aufweisen.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein maximaler Durchmesser der Ausnehmungen (4) kleiner ist als ein Durchmesser der
mindestens einen Kugel (9).
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (4) durch Löcher in einer Rastplatte (3) gebildet werden.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1, 2) einen Bodenteil (1) und einen Deckelteil (2) umfasst, wobei der
Deckelteil (2) durchsichtig ist und kraftschlüssig mit dem Bodenteil (1) verbindbar
ist.
5. Gerät nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass Distanzhalter (8) im Behälter (1, 2) angeordnet sind zum formschlüssigen Halten der
Rastplatte (3).
6. Gerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastplatte (3) durchsichtig ist und dass unterhalb der Rastplatte (3) ein Zwischenblatt
(6) mit den Ausnehmungen (4) zugeordneten Zahlen angeordnet ist.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Bodenteil (1) und der Deckelteil (2) rechteckige Grundflächen und daran senkrecht
anschliessend je vier Seitenwände aufweisen und dass der Deckelteil (2) in den Bodenteil
(1) einführbar ist, wodurch die kraftschlüssige Verbindung geschaffen wird.
8. Gerät nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Bodenteil (1) durchsichtig ist und dass ein flächiges Bild- oder Werbeobjekt
(7) innerhalb des Behälters (1, 2), anschliessend an den Bodenteil (1) positionierbar
ist, so dass das Bild- oder Werbeobjekt (7) bei verschlossenem Behälter (1, 2) von
aussen sichtbar ist.