[0001] Die Erfindung betrifft einen Rundkamm für eine Kämmaschine mit einem Rundkammträger,
welcher drehfest auf einer Welle befestigt ist und auf welchem über einen Teilbereich
seines Umfanges auf einem Grundkörper Zahngarnituren befestigt sind.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind derartige Rundkämme bekannt, wobei die Garnitur aus
einer Vielzahl von Sägezahnstreifen gebildet wird. Wie z. B. aus der EP 1 083 250
zu entnehmen, ist dort ein Rundkamm gezeigt, bei welchem auf einem kreiszylinderförmigen
Trägerkörper ein Grundkörper befestigt ist, auf dessen Aussenfläche Sägezahn-Ganzstahlgarnituren
befestigt sind. Dabei werden die Sägezahngarnituren einzeln und nebeneinander im jeweiligen
Bereich auf den Grundkörper aufgezogen, bzw. auf diesen geklebt. Dies ist ein sehr
aufwendiges und teures Verfahren und erfordert sowohl bei der Herstellung der einzelnen
Garnituren wie auch beim Aufziehen auf den Grundkörper höchste Präzision.
[0003] Des Weiteren ist aus der EP- 0 953 662 ein Verfahren bekannt, wobei die Sägezahngarnituren
vor der Behandlung gebogen werden, um im Anschluss an die Behandlung ebenfalls auf
den Grundkörper geklebt zu werden.
[0004] Aus der DE-A1-198 29 159 ist eine Ausführung bekannt, wobei aneinander gereihte Sägezahnstanzteile
auf einen Riegel aufgeschoben werden. Der Riegel ist dabei über Schrauben mit einem
Kammsegment verbunden und weist eine schwalbenschwanzförmige Aufnahme auf, auf welche
die Sägezahnstanzteile, die ein entsprechendes Gegenprofil im Fussbereich aufweisen,
nacheinander aufgeschoben werden. Auch diese Ausführung erfordert einigen Aufwand
in der Herstellung der einzelnen Sägezahnstanzteile und beim Befestigen auf dem Kammsegment.
Eine ähnliche Ausführung, wobei eine Vielzahl von Zahnsegmenten nacheinander bei der
Montage auf einen Haltekörper aufgeschoben werden, ist auch aus der DE-A1-3336876
zu entnehmen.
[0005] Anhand des bekannten Standes der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde
einen Rundkamm vorzuschlagen, bei welchem eine einfache Montage der Kammgarnituren
sowie deren vereinfachte Herstellung gewährleistet wird.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, indem vorgeschlagen wird, dass der Grundkörper
und die Zahngarnituren einstückig sind und - in Drehrichtung des Rundkammes gesehen
- aus wenigstens zwei aufeinander folgenden Garniturelementen besteht. Daraus resultiert,
dass die Zahngarnitur komplett aus dem Material des Garniturelementes herausgearbeitet
wird, wodurch eine sehr genaue Fertigung der Zahnspitzen, bzw. der Garnitur ermöglicht
wird. Ausserdem wird durch die Verwendung derart hergestellter Garniturelemente der
anschliessende Einbau auf den Rundkammträger sehr vereinfacht. Ebenso vereinfacht
wird auch die Demontage eines Garniturelementes, sofern es gegen ein anderes ausgetauscht
werden muss. Auch die Oberflächenbehandlung der einzelnen Zähne der Garnitur kann
durch die Verwendung eines derartigen Garniturelementes vereinfacht werden.
[0007] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass wenigstens bei einem der Garniturelemente die
Zahnreihen der Zahngarnituren in einem Winkel (a, b) zur Drehrichtung verlaufen. Je
nach Verwendungszweck des Rundkammes, insbesondere in Bezug auf das zu verarbeitende
Material kann es von Vorteil sein z.B. zur Erhöhung der Kämmwirkung die Zahnreihen
unter einem Winkel zur Drehrichtung anzuordnen. Durch die vorgeschlagene Fertigung
der Zahngarnitur aus dem Vollmaterial des Garniturelementes ist in einfacher Weise
die Wahl der Schrägstellung der Zahngarnitur beliebig zu wählen. Dabei können einzelne
oder mehrere Garniturelemente mit schräg gestellten Zahnreihen versehen sein. Denkbar
ist es aufeinander folgende Garniturelemente mit schräg gestellten Zahnreihen auszubilden,
deren Schrägstellung jeweils in entgegen gesetzter Richtung verläuft.
[0008] Zur Beeinflussung der Kämmwirkung wird weiter vorgeschlagen, dass - in Drehrichtung
gesehen - der Abstand der Zahnspitzen in den Zahnreihen des vorderen Garniturelementes
grösser ist als derjenige mindestens eines der nachfolgenden Garniturelemente. Sofern
bei der Kämmaschine eine geänderte Materialzusammensetzung verarbeitet werden muss,
ist es möglich durch einfachen Austausch von Garniturelementen die geforderte Kämmwirkung
einzurichten.
[0009] Ebenfalls zur Beeinflussung der Kämmwirkung wird vorgeschlagen, dass - in Drehrichtung
gesehen - wenigstens eines der Garniturelemente eine andere Länge als die übrigen
Garniturelemente aufweist. Dabei kann vorgesehen sein, dass - entgegen der Drehrichtung
gesehen - die Länge der aufeinander folgenden Garniturelemente ansteigt.
[0010] Es wird weiter vorgeschlagen, dass die Garniturelemente auf dem Rundkammträger über
ein Verbindungsmittel befestigt sind. Das Verbindungsmittel kann dabei ein Klebstoff
sein, mit welchem die Garniturelemente auf dem Rundkammträger befestigt werden. Diese
Befestigungsart wird man dann wählen, wenn ein Austausch der Garniturelemente nicht
oft vorgesehen ist. Je nach Art des Klebstoffes kann jedoch auch die Demontage und
anschliessende Montage ebenfalls problemlos durchgeführt werden.
[0011] Eine problemlose Montage und Demontage der Garniturelemente wird jedoch dann ermöglicht,
wenn, wie weiter vorgeschlagen, das Verbindungsmittel wenigstens ein mechanisches
Mittel ist, das z.B jeweils auf beiden Längsseiten des jeweiligen Garniturelements
in eine Ausnehmung des Rundkammträgers und des Garniturelements hineinragt. Dadurch
wird eine einfache und schnelle Befestigung über ein zusätzliches Verbindungsmittel,
z.B. eines Bolzens, des Garniturelementes auf dem Rundkammträger gewährleistet, wobei
durch die einstückige Ausbildung die Toleranzen in Bezug auf die Lage der Zahnspitzen
eingehalten werden.
[0012] Um eine noch präzisere und einfachere Positionierung der Garniturelemente zu erhalten,
wird weiter vorgeschlagen, dass die Garniturelemente auf der, den Zahnreihen gegenüberliegenden
Seite mit Fortsätzen versehen sind, welche mit entsprechend ausgebildeten Ausnehmungen
(bzw. Öffnungen) im Rundkammträger einen Formschluss bilden. Damit die Garniturelemente
auch in ihrer radialen Lage fixiert werden, wird vorgeschlagen, dass Befestigungselemente
vorgesehen sind, welche die Fortsätze in den Ausnehmungen fixieren.
[0013] Des Weiteren wird eine Befestigungsart vorgeschlagen, wobei die Garniturelemente
auf der, den Zahnreihen gegenüberliegenden Seite wenigstens eine in ihrer Längsrichtung
verlaufende Nut aufweisen, in welche formschlüssig ein Nutenstein eingreift, der über
Befestigungsmittel mit dem Rundkammträger fixierbar ist. Vorteilhaft zur exakten Fixierung
ist dabei, wenn die Nut schwalbenschwanzförmig ausgebildet ist.
[0014] Als weitere Befestigungsmöglichkeit der Garniturelemente wird vorgeschlagen, dass
der Rundkammkörper über den Bereich der Garniturelemente jeweils im Anschluss an deren
beiden äusseren Enden mit Flanschen versehen ist, wobei die Seite des Flansches, welche
am betreffenden Ende des Garniturelementes axial anliegt in radialer Richtung des
Rundkammes eine formschlüssige Verbindung mit dem entsprechend geformten Ende des
Garniturelementes bildet. Bei dieser Ausführung ist es möglich die einzelnen Garniturelemente
von einer Seite - entgegen der Drehrichtung des Rundkammes z. B. gegen einen Endanschlag
einzufädeln. Anschliessend können die Garniturelemente über ein oder mehrere Befestigungsmittel
in ihrer Lage in Bezug auf die Drehrichtung des Rundkammes fixiert werden.
[0015] Es ist auch denkbar, anstelle oder zusätzlich zur vorgehend beschriebenen, seitlich
- formschlüssigen Aufnahme die Garniturelemente über die den Zahnreihen gegenüberliegenden
Seite in ähnlicher Weise ein- oder mehrfach formschlüssig in radialer Richtung zu
halten. Dabei könnten z.B. zwischen den seitlichen Enden der Garniturelemente auf
deren Unterseite, die dem Rundkammträger gegenüberliegt, ein oder mehrere schwalbenschwanzförmige
Fortsätze vorgesehen sein. Diese Fortsätze würden dann in Drehrichtung des Rundkammes
verlaufen und in entsprechend geformte Ausnehmungen des Rundkammträgers hineinragen.
Zum Einfädeln dieser Fortsätze in die Führung des Rundkammträgers müsste an einer
Stelle eine vergrösserte Ausnehmung im Rundkammträger vorgesehen sein, welche eine
radiale Verschiebung zwischen den Fortsätzen und der Ausnehmung an dieser Stelle ermöglicht.
[0016] In Bezug auf die Garniturelemente gesehen, wird vorgeschlagen, dass der Grundkörper
und die Zahngarnitur einstückig ausgebildet sind.
[0017] Vorteilhafterweise wird bei der Verwendung eines derart ausgebildeten Garniturelementes
für ein Kämmsegment vorgeschlagen ,dass wenigstens zwei Garniturelemente vorgesehen
sind, die mit unterschiedlichen Geometrien der Zahngarnituren versehen sind. Dabei
können in montiertem Zustand jeweils die benachbarten Garniturelemente mit unterschiedlichen
Geometrien der Zahngarnituren versehen sein.
Unter dem Begriff "unterschiedlichen Geometrien" kann z.B. die Ausbildung der Zahnform
und dessen Anstellwinkel, wie auch z.B. die Zahndichte und der Abstand zwischen den
Zahnreihen verstanden werden. Es sind jedoch noch weitere Unterscheidungsmöglichen
denkbar, die hier nicht alle aufgeführt sind.
[0018] Weitere Vorteile der Erfindung werden anhand nachfolgender Ausführungsbeispiele näher
aufgezeigt und beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines Rundkammes bekannter Art
- Fig. 2
- eine schematische Teilansicht einer Kammgarnitur nach der Erfindung
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung eines Garniturelementes nach Fig.2
- Fig. 3a
- eine Ansicht X nach Fig. 3
- Fig. 4
- eine weitere Ausführung einer Kammgarnitur nach der Erfindung
- Fig. 4a
- eine Schnittdarstellung A-A nach Fig.4
- Fig. 5
- eine weitere Ausführung einer Kammgarnitur nach der Erfindung
- Fig. 6
- eine weitere Ausführung einer Kammgarnitur nach der Erfindung
- Fig. 7
- eine weitere Ausführung einer Kammgarnitur nach der Erfindung
- Fig. 7a
- eine Schnittdarstellung B-B nach Fig.7
- Fig. 8
- eine weitere Ausführung gemäss Schnittdarstellung B-B nach Fig.7
[0019] In Fig.1 wird ein Rundkamm 1 bekannter Art gezeigt, wobei auf einer Rundkammwelle
2 über nicht näher gezeigte Befestigungsmittel ein Rundkammträger 3 drehfest befestigt
ist. Der Rundkammträger 3 kann dabei ein- oder mehrstückig ausgebildet sein.
[0020] Auf dem Rundkammträger 3 ist ein Grundkörper 4 befestigt, der sich über einen Teil
seines Umfanges erstreckt. Auf dem Grundkörper 4 sind unterschiedlich ausgebildete
Reihen von Zahngarnituren 5a - 5d befestigt, wobei jeweils der Abstand zwischen den
Zahnspitzen nachfolgender Garniturensegmente beispielsweise kleiner gewählt ist. Die
Zahngarnituren 5a bis 5d bilden insgesamt ein Kämmsegment 8. Die Zahngarnituren sind
dabei entweder auf den Grundkörper 4 geklebt oder mittels entsprechenden Aufnahmen
befestigt, wie in der Einleitung zum Stand der Technik bereits beschrieben worden
ist.
[0021] Fig. 2 zeigt eine Teilansicht eines Kämmsegmentes 10 gemäss Fig. 1. Das Kämmsegment
10 setzt sich, wie erfindungsgemäss beansprucht, aus mehreren hintereinander auf einem
Rundkammträger 3 befestigten Garniturelementen 6a - 6e zusammen. Dabei ist der Grundkörper
GK mit der jeweiligen Zahngarnitur ZG einstückig ausgebildet und - entsprechend der
Anzahl der unterschiedlichen Zahngarnituren- in mehrere Elemente aufgeteilt. Diese
Elemente werden nachfolgend als Garniturelemente bezeichnet. Die Garniturelemente
6a - 6e sind in dieser Ausführungsform auf den Rundkammträger aufgeklebt. Es wäre
jedoch auch denkbar, bei dieser Anordnung, die Garniturelemente mit dem Rundkammträger
3 durch Schweissen oder Löten oder eine weitere, hier nicht näher beschriebene, unlösbare
Art zu verbinden. Wie aus der Darstellung der Fig. 2 weiter zu entnehmen, ist beim
jeweils nachfolgenden Garniturelement der Zahnabstand z, bzw. die Zahnhöhe h kleiner
ausgebildet. Dadurch wird die Kämmarbeit, bzw. die Kämmintensität beeinflusst.
[0022] In Fig. 3 ist ein einzelnes Garniturelement 6b in der Perspektive gezeigt. Daraus
ist ersichtlich, dass die Zahngarnitur ZG der Garniturelemente aus einzelnen Zahnreihen
ZR besteht, die mittels entsprechenden Fertigungsmethoden aus dem vollen Material
des gezeigten Garniturelementes 6b herausgearbeitet wurden. Das Garniturelement 6b
besteht somit aus einem Grundkörper GK und aus einer Zahngarnitur ZG, die einstückig
miteinander verbunden sind. Die Herstellung dieser Zahnreihen ZR kann zum Beispiel
durch Fräsen und Schleifen mit anschliessender Vergütung erfolgen. Je nach Anwendungsfall
kann (wie gezeigt) die Zahnreihe ZR unter einem Winkel von 90° oder unter einem Winkel
a oder einem Winkel b zur Längskante des Garniturelementes 6b hergestellt werden.
Die Auflagefläche 12, mit welcher das Garniturelement auf dem Rundkammträger aufliegt,
weist einen Radius R auf, der sich mit der Grösse des Radius RR des Rundkammträgers
3 deckt.
[0023] In Fig. 3a wird eine Teilansicht X der Figur 3 gezeigt, wobei zwischen den einzelnen
Zahnreihen ZR ein Zahnspitzenabstand n vorgesehen ist. Dieser Zahnspitzenabstand n
ist je nach Verwendungszweck frei wählbar. Durch die vorgeschlagene Verwendung von
derartigen Garniturelementen, wobei die Zahnreihen aus dem vollen Material herausgearbeitet
werden, ist es möglich, jede beliebige Form der Zahnreihen in Bezug auf deren Schrägstellung,
Zahnhöhe, Zahnabstand usw. herzustellen.
[0024] In Fig. 4 wird eine weitere Ausführungsform gezeigt, wobei, wie in Fig. 2, ebenfalls
mehrere Garniturelemente 6a - 6e auf einem Rundkammträger 3 aufliegen. Der Rundkammträger
3 ist dabei (siehe Fig. 4a) im Bereich beider Enden E der Garniturelemente 6a - 6e
mit einem Flansch 15 versehen, der zumindest teilweise die Seitenflächen F der Garniturelemente
überdeckt. In Fig. 4a wird nur ein Flansch 15 des Rundkammträgers 3 gezeigt. Ein weiterer
Flansch 15 ist auch im Bereich des gegenüberliegenden Endes E des Garniturelementes
vorgesehen. Die Garniturelemente 6a - 6e sind mit je einer oder mehreren, quer zur
Drehrichtung D verlaufenden Bohrung 18 versehen, welchen je Bohrungen 20 des Flansches
15 gegenüberliegen. In diese Bohrungen 18, 20 ragt je ein Bolzen 22, durch welchen
die Garniturelemente 6a - 6e mit dem Rundkammträger 3 in ihrer Lage fixiert sind.
Auf der in Fig. 4a nicht gezeigten gegenüberliegenden Seite erfolgt eine entsprechend
gleiche Verbindung. Der Bolzen 22 könnte beispielsweise auch durch eine Schraube ersetzt
werden, wobei das Loch in den jeweiligen Garniturelementen 6a - 6e z.B. mit einem
Gewinde versehen ist.
[0025] In der folgenden Fig. 5 wird eine weitere Befestigungsmöglichkeit der Garniturelemente
6a - 6e auf dem Rundkammträger 3 gezeigt. Dabei sind die Garniturelemente auf ihrer
Unterseite jeweils mit einem oder mehreren Fortsätzen 24 versehen, welche in entsprechende
Ausnehmungen 25 des Rundkammträgers 3 hineinragen. Um die Garniturelemente in radialer
Richtung auf dem Rundkammträger 3 zu fixieren, ist eine Durchgangsbohrung 26 im Rundkammträger
3 angebracht, welche stufenförmig ausgebildet ist und jeweils in der Ausnehmung 25
mündet. In dieser Bohrung 26 befindet sich eine Schraube 28, welche in eine Gewindebohrung
29 hineinragt, die im Fortsatz 24 vorhanden ist. Durch Anziehen der jeweiligen Schraube
28 wird die Auflagefläche 12 des jeweiligen Garniturelements 6a - 6e gegen die Auflagefläche
des Rundkammträgers 3 verspannt und in dieser Lage fixiert. In jedem Fall sind zwei
solcher Schraubverbindungen im Bereich beider Enden E der jeweiligen Garniturelemente
vorgesehen. Es ist jedoch auch denkbar, zwischen diesen beiden Enden E weitere Schraubverbindungen
vorzusehen.
[0026] In Fig. 6 wird eine weitere Ausführung gezeigt, wobei die Garniturelemente 6a - 6e
jeweils mit schwalbenschwanzförmigen Nuten 32 versehen sind. In diese Nuten greift
ein entsprechend geformter Nutenstein 34 ein, dessen anderes Ende in einer Ausnehmung
35 des Rundkammträgers 3 hineinragt. Die Ausnehmung 35 kann dabei z.B. als eine Nut
ausgebildet sein, die quer zur Drehrichtung D im Rundkammträger 3 angebracht ist.
In diese Ausnehmung 35 ragt (ebenfalls wie in Fig. 5) eine stufenförmige Bohrung 26.
In diese Bohrung 26 wird eine Schraube 28 eingeführt, die in ein Gewinde 30 des jeweiligen
Nutensteins 34 ragt. Beim Festziehen der Schraube 28 wird der Nutenstein 34 in radialer
Richtung zur Rundkammachse 2 verschoben, wobei über die schwalbenschwanzartige Verbindung
zwischen dem Nutenstein 34 und der Nute 32 das jeweilige Garniturelement gegen die
Auflagefläche des Rundkammträgers verspannt und fixiert wird. Auch in diesem Fall
ist die Schraubverbindung im Bereich beider Enden der Garniturelemente vorgesehen,
wobei auch zusätzliche Schraubverbindungen zwischen den beiden Enden vorhanden sein
können.
[0027] In den nachfolgenden Figuren 7 und 7a wird ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt,
wobei ebenfalls wie im Beispiel der Fig. 4 im Bereich beider Enden E ein Flansch 38
vorgesehen ist, dessen innere Seite, welche dem Ende E des jeweiligen Garniturelements
zugekehrt ist, mit einer profilierten Fläche 39 versehen ist. Die Aussenfläche 40
des jeweiligen Garniturelements 6a ist mit einer entsprechenden konträren Profilierung
versehen, sodass ein Formschluss in radialer Richtung zwischen dem Rundkammträger
3 und dem Garniturelement 6a entsteht. Auf der anderen gegenüberliegenden Seite des
Garniturelementes ist ein entsprechend gleicher Formschluss vorgesehen. Die beidseitigen
Flansche 38 erstrecken sich über einen Winkel f. An einem Ende der Flansche 38 ist
ein fester Anschlag 42 auf dem Rundkammträger 3 befestigt. Am anderen Ende des Flansches
38 ist ein lösbarer Anschlag 43 vorgesehen, der über Schraubverbindungen 44 mit dem
Rundkammträger 3 feststellbar ist.
[0028] Zur Montage der Garniturelemente 6a - 6e auf dem Rundkammträger 3 werden bei gelöstem
Anschlag 43 die einzelnen Garniturelemente, beginnend mit dem Garniturelement 6e bis
zum Garniturelement 6a auf dem Rundkammträger 3 zwischen die beidseitig angebrachten
Flansche 38 eingeschoben. Das Garniturelement 6e kann soweit verschoben werden, bis
es am Anschlag 42 ansteht. Nachfolgende Garniturelemente werden auf Stoss an das Ende
des zuvor eingeführten Garniturelementes eingeschoben. Sobald das letzte Garniturelement
6a eingeschoben ist, wird über die Anbringung des Anschlages 43 mittels den Schraubverbindungen
44 die Lage der Garniturelemente in Drehrichtung D fixiert. Um eventuelle Toleranzen
auszugleichen, ist es denkbar, dass der Anschlag 43 z.B. mit Langlöchern versehen
ist, durch welche die Schraubverbindungen 44 ragen. Dadurch ist es möglich, den Anschlag
43 in Umfangsrichtung des Rundkammträgers zu verschieben, sodass die einzelnen Garniturelemente
im Bereich ihrer Längsseiten gegeneinander gepresst sind.
[0029] In Fig. 8 wird eine weitere Ausführung gezeigt, wobei zusätzlich zur bereits beschriebenen
seitlichen formschlüssigen Profilierung 39, 40 eine zusätzliche formschlüssige Verbindung
zwischen der Auflagefläche des jeweiligen Garniturelementes 6a auf dem Rundkammträger
3 vorgesehen ist. Dabei weist das Garniturelement auf seiner Unterseite ein oder mehrere
schwalbenschwanzförmige Fortsätze 46 auf, die in Drehrichtung D des Rundkammes verlaufen.
Diese Fortsätze 46 sind in schwalbenschwanzförmige Nute 47 des Rundkammträgers 3 eingeführt
und fixieren das Garniturelement in radialer Richtung. Zum Einfädeln des Fortsatzes
46 ist die Nut 47 an einer nicht gezeigten Stelle mit einer nach aussen hin vergrösserten
Öffnung versehen.
Es wäre auch denkbar, dass zur radialen Fixierung des jeweiligen Garniturelementes
mehrere derartige Fortsätze 46, die über die Länge des Garniturelementes verteilt
angeordnet sind, zu verwenden, wobei auf die seitliche Profilierung 39, 40, bzw. die
seitliche formschlüssige Verbindung verzichtet wird.
[0030] Die Garniturelemente könnten auch über eine Schrumpfverbindung oder andersartige
mechanische Verbindungen auf dem Rundkammträger befestigt werden, z.B könnte eine
ähnliche formschlüssige Verbindung über die der Verzahnung entgegengesetzten Seite
der Garniturelemente 6a - 6e mit den Rundkammträger 3 erfolgen oder auch eine Kombination
von mehreren Befestigungsmöglichkeiten.
[0031] Mit den gezeigten Ausführungen erhält man eine Anordnung, wobei das jeweilige Kämmsegment
10 leicht und schnell zu montieren, bzw. zu demontieren ist und alle Variationsmöglichkeiten
zur Gestaltung der Zahngarnitur gegeben sind.
1. Rundkamm für eine Kämmaschine mit einem Rundkammträger (3), welcher drehfest auf einer
Welle (2) befestigt ist und auf welchem über einen Teilbereich seines Umfanges auf
einem Grundkörper (4, GK) Zahngarnituren (5a - 5d, ZG) befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (GK) und die Zahngarnituren (ZG) einstückig sind und -in Drehrichtung
(D) des Rundkammes (1) gesehen- aus wenigstens zwei aufeinander folgenden Garniturelementen
(6a - 6e) besteht.
2. Rundkamm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens bei einem der Garniturelemente (6a - 6e) die Zahnreihen (ZR) der Zahngarnituren
(ZG) in einem Winkel (a, b) zur Drehrichtung (D) verlaufen.
3. Rundkamm nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass - in Drehrichtung (D) gesehen - der Abstand (z) der Zahnspitzen in den Zahnreihen
(ZR) der Zahngarnituren (ZG) des vorderen Garniturelementes (6a) grösser ist als derjenige
mindestens eines der nachfolgenden Garniturelemente (6b - 6e).
4. Rundkamm nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass - in Drehrichtung (D) gesehen - wenigstens eines der Garniturelemente (6a - 6e) eine
andere Länge als die übrigen Garniturelemente aufweist.
5. Rundkamm nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass - entgegen der Drehrichtung (D) gesehen - die Länge der aufeinander folgenden Garniturelemente
(6a - 6e) ansteigt.
6. Rundkamm nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Garniturelemente (6a - 6e) auf dem Rundkammträger (3) über ein Verbindungsmittel
(22, 28) befestigt sind.
7. Rundkamm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel ein Klebstoff, eine Schweissung, Lötung oder ein anderweitiges,
nicht näher bezeichnetes unlösbares Verbindungsmittel ist.
8. Rundkamm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel wenigstens ein mechanisches Mittel (22) ist, das jeweils auf
beiden Längsseiten (F) des jeweiligen Garniturelements (6a - 6e) in eine Ausnehmung
(18, 20) des Rundkammträgers (3) und des Garniturelements hineinragt.
9. Rundkamm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Garniturelemente (6a - 6e) auf der, den Zahnreihen (ZR) gegenüberliegenden Seite
mit Fortsätzen (24) versehen sind, welche mit entsprechend ausgebildeten Ausnehmungen
(25) im Rundkammträger (3) einen Formschluss bilden.
10. Rundkamm nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungselemente (28) vorgesehen sind, welche die Fortsätze (24) in den Ausnehmungen
(25) fixieren.
11. Rundkamm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Garniturelemente (6a - 6e) auf der, den Zahnreihen (ZR) gegenüberliegenden Seite
wenigstens eine in ihrer Längsrichtung verlaufende Nut (32) aufweisen, in welche formschlüssig
ein Nutenstein (34) eingreift, der über Befestigungsmittel (28) mit dem Rundkammträger
(3) fixierbar ist.
12. Rundkamm nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (32) schwalbenschwanzförmig ausgebildet ist.
13. Rundkamm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rundkammträger (3) über den Bereich der Garniturelemente (6a - 6e) jeweils im
Anschluss an deren beiden äusseren Enden (E) mit Flanschen (38) versehen ist, wobei
die Seite (39) des Flansches, welche am betreffenden Ende (40) des Garniturelementes
axial anliegt in radialer Richtung des Rundkammes (1) eine formschlüssige Verbindung
mit dem entsprechend geformten Ende (40) des Garniturelementes bildet.
14. Rundkamm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Garniturelemente (6a - 6e) auf der, den Zahnreihen (ZR) gegenüberliegenden Seite
(12) - in radialer Richtung - mit dem Rundkammträger (3) wenigstens eine formschlüssige
Verbindung bildet.
15. Rundkamm nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich - in radialer Richtung - wenigstens eine formschlüssige Verbindung zwischen
dem Rundkammträger (3) und der, den Zahnreihen (ZR) gegenüberliegenden Seite (12)
vorgesehen ist.
16. Rundkamm nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungsmittel (43, 44) vorgesehen sind, um die Garniturelemente (6a - 6e) in
der Drehrichtung (D) zu fixieren.
17. Garniturelemente (6a - 6e) für einen Rundkamm (1) einer Kämmaschine mit Zahnreihen
(ZR) einer Zahngarnitur (ZG) die auf einem Grundkörper (4, GK) angeordnet sind dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (GK) und die Zahnreihen (ZR) der Zahngarnitur (ZG) einstückig ausgebildet
sind.
18. Kämmsegment (10) für einen Rundkamm (1) einer Kämmaschine mit Garniturelementen (6a
- 6e) gemäss Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Kämmsegment (10) wenigstens zwei Garniturelemente (6a -6e) aufweist, die mit
unterschiedlichen Geometrien der Zahngarnituren (ZG) versehen sind.