(19)
(11) EP 1 533 404 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.05.2005  Patentblatt  2005/21

(21) Anmeldenummer: 04026063.0

(22) Anmeldetag:  03.11.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7D01G 19/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL HR LT LV MK YU

(30) Priorität: 14.11.2003 CH 19592003

(71) Anmelder: MASCHINENFABRIK RIETER AG
8406 Winterthur (CH)

(72) Erfinder:
  • Schatzmann, Hans-Peter
    8524 Uesslingen (CH)
  • Ott, Jakob
    8353 Elgg (CH)

   


(54) Rundkamm mit Garniturelementen


(57) Die Erfindung bezieht sich auf einen Rundkamm (1) für eine Kämmaschine mit einem Rundkammträger (3), welcher drehfest auf einer Welle (2) befestigt ist, und auf welchem über einen Teilbereich (f) seines Umfanges auf einem Grundkörper (4, GK) Zahngarnituren (5a - 5d) befestigt sind. Zur Vereinfachung der Montage, bzw. Demontage derartiger Zahngarnituren und zur Erweiterung der Variationsmöglichkeiten der Zahngarnituren selbst, wird vorgeschlagen, dass der Grundkörper (GK) und die Zahngarnituren (ZR) einstückig sind und - in Drehrichtung (D) des Rundkammes (1) gesehen - aus wenigstens zwei aufeinander folgenden Garniturelementen (6a - 6e) besteht.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Rundkamm für eine Kämmaschine mit einem Rundkammträger, welcher drehfest auf einer Welle befestigt ist und auf welchem über einen Teilbereich seines Umfanges auf einem Grundkörper Zahngarnituren befestigt sind.

[0002] Aus dem Stand der Technik sind derartige Rundkämme bekannt, wobei die Garnitur aus einer Vielzahl von Sägezahnstreifen gebildet wird. Wie z. B. aus der EP 1 083 250 zu entnehmen, ist dort ein Rundkamm gezeigt, bei welchem auf einem kreiszylinderförmigen Trägerkörper ein Grundkörper befestigt ist, auf dessen Aussenfläche Sägezahn-Ganzstahlgarnituren befestigt sind. Dabei werden die Sägezahngarnituren einzeln und nebeneinander im jeweiligen Bereich auf den Grundkörper aufgezogen, bzw. auf diesen geklebt. Dies ist ein sehr aufwendiges und teures Verfahren und erfordert sowohl bei der Herstellung der einzelnen Garnituren wie auch beim Aufziehen auf den Grundkörper höchste Präzision.

[0003] Des Weiteren ist aus der EP- 0 953 662 ein Verfahren bekannt, wobei die Sägezahngarnituren vor der Behandlung gebogen werden, um im Anschluss an die Behandlung ebenfalls auf den Grundkörper geklebt zu werden.

[0004] Aus der DE-A1-198 29 159 ist eine Ausführung bekannt, wobei aneinander gereihte Sägezahnstanzteile auf einen Riegel aufgeschoben werden. Der Riegel ist dabei über Schrauben mit einem Kammsegment verbunden und weist eine schwalbenschwanzförmige Aufnahme auf, auf welche die Sägezahnstanzteile, die ein entsprechendes Gegenprofil im Fussbereich aufweisen, nacheinander aufgeschoben werden. Auch diese Ausführung erfordert einigen Aufwand in der Herstellung der einzelnen Sägezahnstanzteile und beim Befestigen auf dem Kammsegment. Eine ähnliche Ausführung, wobei eine Vielzahl von Zahnsegmenten nacheinander bei der Montage auf einen Haltekörper aufgeschoben werden, ist auch aus der DE-A1-3336876 zu entnehmen.

[0005] Anhand des bekannten Standes der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde einen Rundkamm vorzuschlagen, bei welchem eine einfache Montage der Kammgarnituren sowie deren vereinfachte Herstellung gewährleistet wird.

[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, indem vorgeschlagen wird, dass der Grundkörper und die Zahngarnituren einstückig sind und - in Drehrichtung des Rundkammes gesehen - aus wenigstens zwei aufeinander folgenden Garniturelementen besteht. Daraus resultiert, dass die Zahngarnitur komplett aus dem Material des Garniturelementes herausgearbeitet wird, wodurch eine sehr genaue Fertigung der Zahnspitzen, bzw. der Garnitur ermöglicht wird. Ausserdem wird durch die Verwendung derart hergestellter Garniturelemente der anschliessende Einbau auf den Rundkammträger sehr vereinfacht. Ebenso vereinfacht wird auch die Demontage eines Garniturelementes, sofern es gegen ein anderes ausgetauscht werden muss. Auch die Oberflächenbehandlung der einzelnen Zähne der Garnitur kann durch die Verwendung eines derartigen Garniturelementes vereinfacht werden.

[0007] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass wenigstens bei einem der Garniturelemente die Zahnreihen der Zahngarnituren in einem Winkel (a, b) zur Drehrichtung verlaufen. Je nach Verwendungszweck des Rundkammes, insbesondere in Bezug auf das zu verarbeitende Material kann es von Vorteil sein z.B. zur Erhöhung der Kämmwirkung die Zahnreihen unter einem Winkel zur Drehrichtung anzuordnen. Durch die vorgeschlagene Fertigung der Zahngarnitur aus dem Vollmaterial des Garniturelementes ist in einfacher Weise die Wahl der Schrägstellung der Zahngarnitur beliebig zu wählen. Dabei können einzelne oder mehrere Garniturelemente mit schräg gestellten Zahnreihen versehen sein. Denkbar ist es aufeinander folgende Garniturelemente mit schräg gestellten Zahnreihen auszubilden, deren Schrägstellung jeweils in entgegen gesetzter Richtung verläuft.

[0008] Zur Beeinflussung der Kämmwirkung wird weiter vorgeschlagen, dass - in Drehrichtung gesehen - der Abstand der Zahnspitzen in den Zahnreihen des vorderen Garniturelementes grösser ist als derjenige mindestens eines der nachfolgenden Garniturelemente. Sofern bei der Kämmaschine eine geänderte Materialzusammensetzung verarbeitet werden muss, ist es möglich durch einfachen Austausch von Garniturelementen die geforderte Kämmwirkung einzurichten.

[0009] Ebenfalls zur Beeinflussung der Kämmwirkung wird vorgeschlagen, dass - in Drehrichtung gesehen - wenigstens eines der Garniturelemente eine andere Länge als die übrigen Garniturelemente aufweist. Dabei kann vorgesehen sein, dass - entgegen der Drehrichtung gesehen - die Länge der aufeinander folgenden Garniturelemente ansteigt.

[0010] Es wird weiter vorgeschlagen, dass die Garniturelemente auf dem Rundkammträger über ein Verbindungsmittel befestigt sind. Das Verbindungsmittel kann dabei ein Klebstoff sein, mit welchem die Garniturelemente auf dem Rundkammträger befestigt werden. Diese Befestigungsart wird man dann wählen, wenn ein Austausch der Garniturelemente nicht oft vorgesehen ist. Je nach Art des Klebstoffes kann jedoch auch die Demontage und anschliessende Montage ebenfalls problemlos durchgeführt werden.

[0011] Eine problemlose Montage und Demontage der Garniturelemente wird jedoch dann ermöglicht, wenn, wie weiter vorgeschlagen, das Verbindungsmittel wenigstens ein mechanisches Mittel ist, das z.B jeweils auf beiden Längsseiten des jeweiligen Garniturelements in eine Ausnehmung des Rundkammträgers und des Garniturelements hineinragt. Dadurch wird eine einfache und schnelle Befestigung über ein zusätzliches Verbindungsmittel, z.B. eines Bolzens, des Garniturelementes auf dem Rundkammträger gewährleistet, wobei durch die einstückige Ausbildung die Toleranzen in Bezug auf die Lage der Zahnspitzen eingehalten werden.

[0012] Um eine noch präzisere und einfachere Positionierung der Garniturelemente zu erhalten, wird weiter vorgeschlagen, dass die Garniturelemente auf der, den Zahnreihen gegenüberliegenden Seite mit Fortsätzen versehen sind, welche mit entsprechend ausgebildeten Ausnehmungen (bzw. Öffnungen) im Rundkammträger einen Formschluss bilden. Damit die Garniturelemente auch in ihrer radialen Lage fixiert werden, wird vorgeschlagen, dass Befestigungselemente vorgesehen sind, welche die Fortsätze in den Ausnehmungen fixieren.

[0013] Des Weiteren wird eine Befestigungsart vorgeschlagen, wobei die Garniturelemente auf der, den Zahnreihen gegenüberliegenden Seite wenigstens eine in ihrer Längsrichtung verlaufende Nut aufweisen, in welche formschlüssig ein Nutenstein eingreift, der über Befestigungsmittel mit dem Rundkammträger fixierbar ist. Vorteilhaft zur exakten Fixierung ist dabei, wenn die Nut schwalbenschwanzförmig ausgebildet ist.

[0014] Als weitere Befestigungsmöglichkeit der Garniturelemente wird vorgeschlagen, dass der Rundkammkörper über den Bereich der Garniturelemente jeweils im Anschluss an deren beiden äusseren Enden mit Flanschen versehen ist, wobei die Seite des Flansches, welche am betreffenden Ende des Garniturelementes axial anliegt in radialer Richtung des Rundkammes eine formschlüssige Verbindung mit dem entsprechend geformten Ende des Garniturelementes bildet. Bei dieser Ausführung ist es möglich die einzelnen Garniturelemente von einer Seite - entgegen der Drehrichtung des Rundkammes z. B. gegen einen Endanschlag einzufädeln. Anschliessend können die Garniturelemente über ein oder mehrere Befestigungsmittel in ihrer Lage in Bezug auf die Drehrichtung des Rundkammes fixiert werden.

[0015] Es ist auch denkbar, anstelle oder zusätzlich zur vorgehend beschriebenen, seitlich - formschlüssigen Aufnahme die Garniturelemente über die den Zahnreihen gegenüberliegenden Seite in ähnlicher Weise ein- oder mehrfach formschlüssig in radialer Richtung zu halten. Dabei könnten z.B. zwischen den seitlichen Enden der Garniturelemente auf deren Unterseite, die dem Rundkammträger gegenüberliegt, ein oder mehrere schwalbenschwanzförmige Fortsätze vorgesehen sein. Diese Fortsätze würden dann in Drehrichtung des Rundkammes verlaufen und in entsprechend geformte Ausnehmungen des Rundkammträgers hineinragen. Zum Einfädeln dieser Fortsätze in die Führung des Rundkammträgers müsste an einer Stelle eine vergrösserte Ausnehmung im Rundkammträger vorgesehen sein, welche eine radiale Verschiebung zwischen den Fortsätzen und der Ausnehmung an dieser Stelle ermöglicht.

[0016] In Bezug auf die Garniturelemente gesehen, wird vorgeschlagen, dass der Grundkörper und die Zahngarnitur einstückig ausgebildet sind.

[0017] Vorteilhafterweise wird bei der Verwendung eines derart ausgebildeten Garniturelementes für ein Kämmsegment vorgeschlagen ,dass wenigstens zwei Garniturelemente vorgesehen sind, die mit unterschiedlichen Geometrien der Zahngarnituren versehen sind. Dabei können in montiertem Zustand jeweils die benachbarten Garniturelemente mit unterschiedlichen Geometrien der Zahngarnituren versehen sein.
Unter dem Begriff "unterschiedlichen Geometrien" kann z.B. die Ausbildung der Zahnform und dessen Anstellwinkel, wie auch z.B. die Zahndichte und der Abstand zwischen den Zahnreihen verstanden werden. Es sind jedoch noch weitere Unterscheidungsmöglichen denkbar, die hier nicht alle aufgeführt sind.

[0018] Weitere Vorteile der Erfindung werden anhand nachfolgender Ausführungsbeispiele näher aufgezeigt und beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1
eine schematische Seitenansicht eines Rundkammes bekannter Art
Fig. 2
eine schematische Teilansicht einer Kammgarnitur nach der Erfindung
Fig. 3
eine perspektivische Darstellung eines Garniturelementes nach Fig.2
Fig. 3a
eine Ansicht X nach Fig. 3
Fig. 4
eine weitere Ausführung einer Kammgarnitur nach der Erfindung
Fig. 4a
eine Schnittdarstellung A-A nach Fig.4
Fig. 5
eine weitere Ausführung einer Kammgarnitur nach der Erfindung
Fig. 6
eine weitere Ausführung einer Kammgarnitur nach der Erfindung
Fig. 7
eine weitere Ausführung einer Kammgarnitur nach der Erfindung
Fig. 7a
eine Schnittdarstellung B-B nach Fig.7
Fig. 8
eine weitere Ausführung gemäss Schnittdarstellung B-B nach Fig.7


[0019] In Fig.1 wird ein Rundkamm 1 bekannter Art gezeigt, wobei auf einer Rundkammwelle 2 über nicht näher gezeigte Befestigungsmittel ein Rundkammträger 3 drehfest befestigt ist. Der Rundkammträger 3 kann dabei ein- oder mehrstückig ausgebildet sein.

[0020] Auf dem Rundkammträger 3 ist ein Grundkörper 4 befestigt, der sich über einen Teil seines Umfanges erstreckt. Auf dem Grundkörper 4 sind unterschiedlich ausgebildete Reihen von Zahngarnituren 5a - 5d befestigt, wobei jeweils der Abstand zwischen den Zahnspitzen nachfolgender Garniturensegmente beispielsweise kleiner gewählt ist. Die Zahngarnituren 5a bis 5d bilden insgesamt ein Kämmsegment 8. Die Zahngarnituren sind dabei entweder auf den Grundkörper 4 geklebt oder mittels entsprechenden Aufnahmen befestigt, wie in der Einleitung zum Stand der Technik bereits beschrieben worden ist.

[0021] Fig. 2 zeigt eine Teilansicht eines Kämmsegmentes 10 gemäss Fig. 1. Das Kämmsegment 10 setzt sich, wie erfindungsgemäss beansprucht, aus mehreren hintereinander auf einem Rundkammträger 3 befestigten Garniturelementen 6a - 6e zusammen. Dabei ist der Grundkörper GK mit der jeweiligen Zahngarnitur ZG einstückig ausgebildet und - entsprechend der Anzahl der unterschiedlichen Zahngarnituren- in mehrere Elemente aufgeteilt. Diese Elemente werden nachfolgend als Garniturelemente bezeichnet. Die Garniturelemente 6a - 6e sind in dieser Ausführungsform auf den Rundkammträger aufgeklebt. Es wäre jedoch auch denkbar, bei dieser Anordnung, die Garniturelemente mit dem Rundkammträger 3 durch Schweissen oder Löten oder eine weitere, hier nicht näher beschriebene, unlösbare Art zu verbinden. Wie aus der Darstellung der Fig. 2 weiter zu entnehmen, ist beim jeweils nachfolgenden Garniturelement der Zahnabstand z, bzw. die Zahnhöhe h kleiner ausgebildet. Dadurch wird die Kämmarbeit, bzw. die Kämmintensität beeinflusst.

[0022] In Fig. 3 ist ein einzelnes Garniturelement 6b in der Perspektive gezeigt. Daraus ist ersichtlich, dass die Zahngarnitur ZG der Garniturelemente aus einzelnen Zahnreihen ZR besteht, die mittels entsprechenden Fertigungsmethoden aus dem vollen Material des gezeigten Garniturelementes 6b herausgearbeitet wurden. Das Garniturelement 6b besteht somit aus einem Grundkörper GK und aus einer Zahngarnitur ZG, die einstückig miteinander verbunden sind. Die Herstellung dieser Zahnreihen ZR kann zum Beispiel durch Fräsen und Schleifen mit anschliessender Vergütung erfolgen. Je nach Anwendungsfall kann (wie gezeigt) die Zahnreihe ZR unter einem Winkel von 90° oder unter einem Winkel a oder einem Winkel b zur Längskante des Garniturelementes 6b hergestellt werden. Die Auflagefläche 12, mit welcher das Garniturelement auf dem Rundkammträger aufliegt, weist einen Radius R auf, der sich mit der Grösse des Radius RR des Rundkammträgers 3 deckt.

[0023] In Fig. 3a wird eine Teilansicht X der Figur 3 gezeigt, wobei zwischen den einzelnen Zahnreihen ZR ein Zahnspitzenabstand n vorgesehen ist. Dieser Zahnspitzenabstand n ist je nach Verwendungszweck frei wählbar. Durch die vorgeschlagene Verwendung von derartigen Garniturelementen, wobei die Zahnreihen aus dem vollen Material herausgearbeitet werden, ist es möglich, jede beliebige Form der Zahnreihen in Bezug auf deren Schrägstellung, Zahnhöhe, Zahnabstand usw. herzustellen.

[0024] In Fig. 4 wird eine weitere Ausführungsform gezeigt, wobei, wie in Fig. 2, ebenfalls mehrere Garniturelemente 6a - 6e auf einem Rundkammträger 3 aufliegen. Der Rundkammträger 3 ist dabei (siehe Fig. 4a) im Bereich beider Enden E der Garniturelemente 6a - 6e mit einem Flansch 15 versehen, der zumindest teilweise die Seitenflächen F der Garniturelemente überdeckt. In Fig. 4a wird nur ein Flansch 15 des Rundkammträgers 3 gezeigt. Ein weiterer Flansch 15 ist auch im Bereich des gegenüberliegenden Endes E des Garniturelementes vorgesehen. Die Garniturelemente 6a - 6e sind mit je einer oder mehreren, quer zur Drehrichtung D verlaufenden Bohrung 18 versehen, welchen je Bohrungen 20 des Flansches 15 gegenüberliegen. In diese Bohrungen 18, 20 ragt je ein Bolzen 22, durch welchen die Garniturelemente 6a - 6e mit dem Rundkammträger 3 in ihrer Lage fixiert sind. Auf der in Fig. 4a nicht gezeigten gegenüberliegenden Seite erfolgt eine entsprechend gleiche Verbindung. Der Bolzen 22 könnte beispielsweise auch durch eine Schraube ersetzt werden, wobei das Loch in den jeweiligen Garniturelementen 6a - 6e z.B. mit einem Gewinde versehen ist.

[0025] In der folgenden Fig. 5 wird eine weitere Befestigungsmöglichkeit der Garniturelemente 6a - 6e auf dem Rundkammträger 3 gezeigt. Dabei sind die Garniturelemente auf ihrer Unterseite jeweils mit einem oder mehreren Fortsätzen 24 versehen, welche in entsprechende Ausnehmungen 25 des Rundkammträgers 3 hineinragen. Um die Garniturelemente in radialer Richtung auf dem Rundkammträger 3 zu fixieren, ist eine Durchgangsbohrung 26 im Rundkammträger 3 angebracht, welche stufenförmig ausgebildet ist und jeweils in der Ausnehmung 25 mündet. In dieser Bohrung 26 befindet sich eine Schraube 28, welche in eine Gewindebohrung 29 hineinragt, die im Fortsatz 24 vorhanden ist. Durch Anziehen der jeweiligen Schraube 28 wird die Auflagefläche 12 des jeweiligen Garniturelements 6a - 6e gegen die Auflagefläche des Rundkammträgers 3 verspannt und in dieser Lage fixiert. In jedem Fall sind zwei solcher Schraubverbindungen im Bereich beider Enden E der jeweiligen Garniturelemente vorgesehen. Es ist jedoch auch denkbar, zwischen diesen beiden Enden E weitere Schraubverbindungen vorzusehen.

[0026] In Fig. 6 wird eine weitere Ausführung gezeigt, wobei die Garniturelemente 6a - 6e jeweils mit schwalbenschwanzförmigen Nuten 32 versehen sind. In diese Nuten greift ein entsprechend geformter Nutenstein 34 ein, dessen anderes Ende in einer Ausnehmung 35 des Rundkammträgers 3 hineinragt. Die Ausnehmung 35 kann dabei z.B. als eine Nut ausgebildet sein, die quer zur Drehrichtung D im Rundkammträger 3 angebracht ist. In diese Ausnehmung 35 ragt (ebenfalls wie in Fig. 5) eine stufenförmige Bohrung 26. In diese Bohrung 26 wird eine Schraube 28 eingeführt, die in ein Gewinde 30 des jeweiligen Nutensteins 34 ragt. Beim Festziehen der Schraube 28 wird der Nutenstein 34 in radialer Richtung zur Rundkammachse 2 verschoben, wobei über die schwalbenschwanzartige Verbindung zwischen dem Nutenstein 34 und der Nute 32 das jeweilige Garniturelement gegen die Auflagefläche des Rundkammträgers verspannt und fixiert wird. Auch in diesem Fall ist die Schraubverbindung im Bereich beider Enden der Garniturelemente vorgesehen, wobei auch zusätzliche Schraubverbindungen zwischen den beiden Enden vorhanden sein können.

[0027] In den nachfolgenden Figuren 7 und 7a wird ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, wobei ebenfalls wie im Beispiel der Fig. 4 im Bereich beider Enden E ein Flansch 38 vorgesehen ist, dessen innere Seite, welche dem Ende E des jeweiligen Garniturelements zugekehrt ist, mit einer profilierten Fläche 39 versehen ist. Die Aussenfläche 40 des jeweiligen Garniturelements 6a ist mit einer entsprechenden konträren Profilierung versehen, sodass ein Formschluss in radialer Richtung zwischen dem Rundkammträger 3 und dem Garniturelement 6a entsteht. Auf der anderen gegenüberliegenden Seite des Garniturelementes ist ein entsprechend gleicher Formschluss vorgesehen. Die beidseitigen Flansche 38 erstrecken sich über einen Winkel f. An einem Ende der Flansche 38 ist ein fester Anschlag 42 auf dem Rundkammträger 3 befestigt. Am anderen Ende des Flansches 38 ist ein lösbarer Anschlag 43 vorgesehen, der über Schraubverbindungen 44 mit dem Rundkammträger 3 feststellbar ist.

[0028] Zur Montage der Garniturelemente 6a - 6e auf dem Rundkammträger 3 werden bei gelöstem Anschlag 43 die einzelnen Garniturelemente, beginnend mit dem Garniturelement 6e bis zum Garniturelement 6a auf dem Rundkammträger 3 zwischen die beidseitig angebrachten Flansche 38 eingeschoben. Das Garniturelement 6e kann soweit verschoben werden, bis es am Anschlag 42 ansteht. Nachfolgende Garniturelemente werden auf Stoss an das Ende des zuvor eingeführten Garniturelementes eingeschoben. Sobald das letzte Garniturelement 6a eingeschoben ist, wird über die Anbringung des Anschlages 43 mittels den Schraubverbindungen 44 die Lage der Garniturelemente in Drehrichtung D fixiert. Um eventuelle Toleranzen auszugleichen, ist es denkbar, dass der Anschlag 43 z.B. mit Langlöchern versehen ist, durch welche die Schraubverbindungen 44 ragen. Dadurch ist es möglich, den Anschlag 43 in Umfangsrichtung des Rundkammträgers zu verschieben, sodass die einzelnen Garniturelemente im Bereich ihrer Längsseiten gegeneinander gepresst sind.

[0029] In Fig. 8 wird eine weitere Ausführung gezeigt, wobei zusätzlich zur bereits beschriebenen seitlichen formschlüssigen Profilierung 39, 40 eine zusätzliche formschlüssige Verbindung zwischen der Auflagefläche des jeweiligen Garniturelementes 6a auf dem Rundkammträger 3 vorgesehen ist. Dabei weist das Garniturelement auf seiner Unterseite ein oder mehrere schwalbenschwanzförmige Fortsätze 46 auf, die in Drehrichtung D des Rundkammes verlaufen. Diese Fortsätze 46 sind in schwalbenschwanzförmige Nute 47 des Rundkammträgers 3 eingeführt und fixieren das Garniturelement in radialer Richtung. Zum Einfädeln des Fortsatzes 46 ist die Nut 47 an einer nicht gezeigten Stelle mit einer nach aussen hin vergrösserten Öffnung versehen.
Es wäre auch denkbar, dass zur radialen Fixierung des jeweiligen Garniturelementes mehrere derartige Fortsätze 46, die über die Länge des Garniturelementes verteilt angeordnet sind, zu verwenden, wobei auf die seitliche Profilierung 39, 40, bzw. die seitliche formschlüssige Verbindung verzichtet wird.

[0030] Die Garniturelemente könnten auch über eine Schrumpfverbindung oder andersartige mechanische Verbindungen auf dem Rundkammträger befestigt werden, z.B könnte eine ähnliche formschlüssige Verbindung über die der Verzahnung entgegengesetzten Seite der Garniturelemente 6a - 6e mit den Rundkammträger 3 erfolgen oder auch eine Kombination von mehreren Befestigungsmöglichkeiten.

[0031] Mit den gezeigten Ausführungen erhält man eine Anordnung, wobei das jeweilige Kämmsegment 10 leicht und schnell zu montieren, bzw. zu demontieren ist und alle Variationsmöglichkeiten zur Gestaltung der Zahngarnitur gegeben sind.


Ansprüche

1. Rundkamm für eine Kämmaschine mit einem Rundkammträger (3), welcher drehfest auf einer Welle (2) befestigt ist und auf welchem über einen Teilbereich seines Umfanges auf einem Grundkörper (4, GK) Zahngarnituren (5a - 5d, ZG) befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (GK) und die Zahngarnituren (ZG) einstückig sind und -in Drehrichtung (D) des Rundkammes (1) gesehen- aus wenigstens zwei aufeinander folgenden Garniturelementen (6a - 6e) besteht.
 
2. Rundkamm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens bei einem der Garniturelemente (6a - 6e) die Zahnreihen (ZR) der Zahngarnituren (ZG) in einem Winkel (a, b) zur Drehrichtung (D) verlaufen.
 
3. Rundkamm nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass - in Drehrichtung (D) gesehen - der Abstand (z) der Zahnspitzen in den Zahnreihen (ZR) der Zahngarnituren (ZG) des vorderen Garniturelementes (6a) grösser ist als derjenige mindestens eines der nachfolgenden Garniturelemente (6b - 6e).
 
4. Rundkamm nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass - in Drehrichtung (D) gesehen - wenigstens eines der Garniturelemente (6a - 6e) eine andere Länge als die übrigen Garniturelemente aufweist.
 
5. Rundkamm nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass - entgegen der Drehrichtung (D) gesehen - die Länge der aufeinander folgenden Garniturelemente (6a - 6e) ansteigt.
 
6. Rundkamm nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Garniturelemente (6a - 6e) auf dem Rundkammträger (3) über ein Verbindungsmittel (22, 28) befestigt sind.
 
7. Rundkamm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel ein Klebstoff, eine Schweissung, Lötung oder ein anderweitiges, nicht näher bezeichnetes unlösbares Verbindungsmittel ist.
 
8. Rundkamm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel wenigstens ein mechanisches Mittel (22) ist, das jeweils auf beiden Längsseiten (F) des jeweiligen Garniturelements (6a - 6e) in eine Ausnehmung (18, 20) des Rundkammträgers (3) und des Garniturelements hineinragt.
 
9. Rundkamm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Garniturelemente (6a - 6e) auf der, den Zahnreihen (ZR) gegenüberliegenden Seite mit Fortsätzen (24) versehen sind, welche mit entsprechend ausgebildeten Ausnehmungen (25) im Rundkammträger (3) einen Formschluss bilden.
 
10. Rundkamm nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungselemente (28) vorgesehen sind, welche die Fortsätze (24) in den Ausnehmungen (25) fixieren.
 
11. Rundkamm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Garniturelemente (6a - 6e) auf der, den Zahnreihen (ZR) gegenüberliegenden Seite wenigstens eine in ihrer Längsrichtung verlaufende Nut (32) aufweisen, in welche formschlüssig ein Nutenstein (34) eingreift, der über Befestigungsmittel (28) mit dem Rundkammträger (3) fixierbar ist.
 
12. Rundkamm nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (32) schwalbenschwanzförmig ausgebildet ist.
 
13. Rundkamm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rundkammträger (3) über den Bereich der Garniturelemente (6a - 6e) jeweils im Anschluss an deren beiden äusseren Enden (E) mit Flanschen (38) versehen ist, wobei die Seite (39) des Flansches, welche am betreffenden Ende (40) des Garniturelementes axial anliegt in radialer Richtung des Rundkammes (1) eine formschlüssige Verbindung mit dem entsprechend geformten Ende (40) des Garniturelementes bildet.
 
14. Rundkamm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Garniturelemente (6a - 6e) auf der, den Zahnreihen (ZR) gegenüberliegenden Seite (12) - in radialer Richtung - mit dem Rundkammträger (3) wenigstens eine formschlüssige Verbindung bildet.
 
15. Rundkamm nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich - in radialer Richtung - wenigstens eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Rundkammträger (3) und der, den Zahnreihen (ZR) gegenüberliegenden Seite (12) vorgesehen ist.
 
16. Rundkamm nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungsmittel (43, 44) vorgesehen sind, um die Garniturelemente (6a - 6e) in der Drehrichtung (D) zu fixieren.
 
17. Garniturelemente (6a - 6e) für einen Rundkamm (1) einer Kämmaschine mit Zahnreihen (ZR) einer Zahngarnitur (ZG) die auf einem Grundkörper (4, GK) angeordnet sind dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (GK) und die Zahnreihen (ZR) der Zahngarnitur (ZG) einstückig ausgebildet sind.
 
18. Kämmsegment (10) für einen Rundkamm (1) einer Kämmaschine mit Garniturelementen (6a - 6e) gemäss Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Kämmsegment (10) wenigstens zwei Garniturelemente (6a -6e) aufweist, die mit unterschiedlichen Geometrien der Zahngarnituren (ZG) versehen sind.
 




Zeichnung
















Recherchenbericht