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EP 1 533 454 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.04.2009 Patentblatt 2009/14 |
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Anmeldetag: 13.10.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Treibstangenbeschlag
Espagnolette fitting
Ferrure à crémone
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
20.11.2003 DE 10354184
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.05.2005 Patentblatt 2005/21 |
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Patentinhaber: Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG |
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48291 Telgte (DE) |
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Erfinder: |
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- Renz, Dieter
49479, Ibbenbüren (DE)
- Hakenes, Andreas
48165, Münster (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 681 077 US-A1- 2002 180 218
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GB-A- 2 362 424 US-B1- 6 266 981
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Treibstangenbeschlag zur Verriegelung eines Flügels
in einem Rahmen eines Fensters, einer Fenstertür oder dergleichen mit einer längsverschieblich
geführten Treibstange, mit einem Kantengetriebe zum Antrieb der Treibstange und mit
einer von der Bewegung der Treibstange angetriebenen Baugruppe, wobei ein Schiebeteil
zum Antrieb der Baugruppe vorgesehen ist und zwischen dem Schiebeteil und der Treibstange
ein Übersetzungsgetriebe angeordnet ist und das Schiebeteil mit einem Ritzel in Eingriff
steht.
[0002] Solche Treibstangenbeschläge werden bei heutigen Fenstern, Fenstertüren oder dergleichen
häufig eingesetzt und sind allgemein bekannt. Die Treibstange des bekannten Treibstangenbeschlages
treibt häufig neben Schließzapfen weitere Baugruppen, wie beispielsweise eine Zwangsausstellvorrichtung
für ein Kippfenster oder Zusatzschlösser an. Zum Antrieb solcher Baugruppen ist es
häufig wünschenswert, dass die Treibstange zwischen zwei Stellungen einen möglichst
großen Stellweg zurücklegt. Beispielsweise soll bei einer Zwangsausstellvorrichtung
für ein Kippfenster zwischen einer Drehstellung oder Schließstellung des Treibstangenbeschlages
und einer Kippstellung ein in einer Führung einer Ausstellschere eindringender Steuerzapfen
bewegt werden. Über den Steuerzapfen wird der Flügel automatisch in eine Kippstellung
bewegt und dort gehalten. Bei der Bewegung des Treibstangenbeschlages in die Kippstellung
ist zudem der Treibstangenbeschlag zu entriegeln. Der Stellweg, den eine Treibstange
zwischen zwei Stellungen zurücklegt, ist jedoch meist auf weniger als 20 mm begrenzt.
[0003] Man könnte daran denken, den Weg, den die Treibstange zwischen zwei Stellungen zurücklegt,
zu vergrößern. Dies ist jedoch für die Bewegung der neben der Baugruppe meist vorhandenen
Schließzapfen unnötig und führt zu einem großen baulichen Aufwand des Treibstangenbeschlages.
Weiterhin erfordert ein solcher Treibstangenbeschlag für den großen Stellweg entsprechend
gestaltete Eckumlenkungen und Kantengetriebe zum Antrieb der Treibstange.
[0004] Daher ist aus der
US 6,266,981 B1 ein Treibstangenbeschlag der eingangs genannten Art bekannt geworden, bei dem das
Übersetzungsgetriebe Paare von unterschiedlich großen, auf einer gemeinsamen Achse
befestigen Zahnrädern hat. Diese Paare von Zahnrädern sind in einem Gehäuse gelagert
und stehen jeweils mit einer Zahnstange in Eingriff. Die Zahnstangen sind in dem Gehäuse
längsverschieblich geführt. Hierdurch sind das Übersetzungsgetriebe und damit der
Treibstangenbeschlag sehr aufwändig aufgebaut.
[0005] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Treibstangenbeschlag der eingangs
genannten Art so zu gestalten, dass er eine beliebige Baugruppe mit einem vorgesehenen
Stellweg anzutreiben vermag und möglichst einfach aufgebaut ist.
[0006] Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Treibstange mit einer
Lagerachse des Ritzels verbunden ist und dass auf der dem Schiebeteil abgewandten
Seite ein feststehendes Gegenstück angeordnet ist.
[0007] Durch diese Gestaltung lässt sich bei vorgegebenem Stellweg der Treibstange durch
eine entsprechende Auslegung des Übersetzungsgetriebes der Stellweg des Schiebeteils
frei wählen. Da die Baugruppe dank der Erfindung über das Schiebeteil angetrieben
wird, kann der Stellweg der Treibstange klein gehalten werden. Hierdurch ist es möglich,
vorhandene, für einen kleinen Stellweg vorgesehene Kantengetriebe und Eckumlenkungen
bei dem erfindungsgemäßen Treibstangenbeschlag einzusetzen und ausschließlich unmittelbar
vor der mit dem großen Stellweg anzutreibenden Baugruppe das Übersetzungsgetriebe
anzuordnen. Der erfindungsgemäße Treibstangenbeschlag ist daher besonders einfach
aufgebaut. Das Übersetzungsgetriebe gestaltet sich konstruktiv besonders einfach,
weil die Treibstange mit einer Lagerachse des Ritzels verbunden ist und auf der dem
Schiebeteil abgewandten Seite ein feststehendes Gegenstück angeordnet ist. Hierdurch
wird das Ritzel von der Treibstange verschoben und rollt sich an dem Gegenstück ab.
Die Geschwindigkeit, mit der das Schiebeteil bewegt wird, setzt sich zusammen aus
der Abrollgeschwindigkeit des Ritzels und der Geschwindigkeit der Treibstange. Damit
wird das Gegenstück mit der doppelten Geschwindigkeit bewegt wie die Treibstange.
Dies hat zur Folge, dass bei einer Bewegung der Treibstange um beispielsweise 20 mm
das Gegenstück um 40 mm verschoben wird.
[0008] Das Ritzel könnte beispielsweise zwischen dem Schiebeteil und einer Stulpschiene
des Treibstangenbeschlages angeordnet sein. Da der Antrieb der Baugruppe jedoch nahe
der Stulpschiene erfolgt, benötigt das Schiebeteil hierfür eine Abkröpfung. Das Schiebeteil
lässt sich jedoch gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besonders
kostengünstig aus einem Flachmaterial fertigen, wenn das Schiebeteil flach an einer
Stulpschiene anliegt.
[0009] Die Befestigung des Gegenstücks erfordert gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung einen besonders geringen Aufwand, wenn das Gegenstück mit der Stulpschiene
verbunden ist.
[0010] Der Antrieb des Gegenstücks erfolgt gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung schlupffrei, wenn das Schiebeteil und das Gegenstück jeweils eine Längsverzahnung
für das Ritzel aufweisen.
[0011] Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung
ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt in
- Fig. 1
- schematisch ein Fenster mit einem erfindungsgemäßen Treibstangenbeschlag mit einer
Ausstellschere,
- Fig. 2
- eine stark vergrößerte Schnittdarstellung eines Übersetzungsgetriebes des Treibstangenbeschlages
mit angrenzenden Bereichen der Ausstellschere.
- Fig. 3
- eine Schnittdarstellung durch einen Teilbereich der Ausstellschere aus Figur 2 entlang
der Linie III - III.
[0012] Figur 1 zeigt schematisch ein Fenster mit einem gegen einem Rahmen 1 schwenkbaren
Flügel 2 und mit einem Treibstangenbeschlag 3. Der Flügel 2 lässt sich um eine horizontale
Achse 4 gegenüber dem Rahmen 1 kippen und um eine vertikale Achse 5 drehen. Hierfür
hat das Fenster ein Drehlager 6 mit einer einen Ausstellarm 7 aufweisenden Ausstellschere
8 und im Schnittpunkt der Achsen 4, 5 ein Dreh-/Kipplager 9. Der Treibstangenbeschlag
3 hat ein Kantengetriebe 10 und eine Handhabe 11 zum Antrieb einer Treibstange 12.
Die Handhabe 11 lässt sich von der eingezeichneten Schließstellung Z über eine Drehstellung
D in eine Kippstellung K verschwenken. Bei der Verschwenkung der Handhabe 11 von einer
Stellung in die nächste wird die Treibstange 12 meist um weniger als 20 mm verschoben.
Die Treibstange 12 ist über mehrere Eckumlenkungen 13 um den Flügel 2 geführt und
trägt Schließzapfen 14, welche in der dargestellten Schließstellung in Schließbleche
15 des Rahmens 1 eindringen.
[0013] Weiterhin ist die Treibstange 12 mit einem Übersetzungsgetriebe 16 verbunden, welches
über ein Schiebeteil 17 mit einer Zwangsausstellvorrichtung 18 verbunden ist. Die
Zwangsausstellvorrichtung 18 kippt den Flügel 2 automatisch von dem Rahmen 1 weg,
wenn der Treibstangenbeschlag 3 in die Kippstellung bewegt wird. Das Übersetzungsgetriebe
16 vergrößert den Stellweg des Schiebeteils 17 bei vorgegebenem Stellweg der Treibstange
12.
[0014] Die Zwangsausstellvorrichtung 18 ist beispielhaft für eine beliebige Baugruppe dargestellt,
die einen größeren Stellweg zum Antrieb benötigt, als die Treibstange 12 ausführt.
[0015] Figur 2 zeigt stark vergrößert eine Schnittdarstellung durch das Fenster im Bereich
des Übersetzungsgetriebes 16 mit angrenzenden Bauteilen der Zwangsausstellvorrichtung
18. Das Übersetzungsgetriebe 16 hat ein auf einem Gegenstück 19 abrollendes Ritzel
20. Eine Lagerachse 21 des Ritzels 20 ist mit der Treibstange 12 verbunden. Auf der
dem Gegenstück 19 gegenüberliegenden Seite steht das Ritzel 20 mit dem Schiebeteil
17 in Eingriff. Das Ritzel 20 hat eine Außenverzahnung 22, während das Gegenstück
19 und das Schiebeteil 17 eine Längsverzahnung 23, 24 aufweisen. Das Schiebeteil 17
ist unterhalb einer feststehenden Stulpschiene 25 des Treibstangenbeschlages 3 geführt.
Bei einem Antrieb der Treibstange 12 wird das Schiebeteil 17 um den doppelten Stellweg
der Treibstange 12 verschoben.
[0016] Das Schiebeteil 17 haltert einen die Stulpschiene 25 im Bereich eines Langlochs durchdringenden
Steuerzapfen 26, der in eine in Figur 3 dargestellte Steuerplatte 27 eindringt. Die
Steuerplatte 27 hat ein Langloch 28 zur Führung des Steuerzapfens 26 zwischen der
Schließstellung und der Drehstellung des Treibstangenbeschlages 3. Ein zweiter Steuerzapfen
29 ist auf der Steuerplatte 27 befestigt und dringt in ein in den Ausstellarm 7 der
Ausstellschere 8 schräg angeordnetes Langloch 30 ein. Bei einem Antrieb des Treibstangenbeschlages
3 zwischen der Schließstellung und der Drehstellung gleitet der auf dem Schiebeteil
17 befestigte Steuerzapfen 26 in dem Langloch 28 der Steuerplatte 27, ohne diese zu
bewegen. Bei einem Antrieb des Treibstangenbeschlages 3 zwischen der Drehstellung
und der Kippstellung wird der Flügel 2 zunächst entriegelt. Anschließend gleitet der
auf der Steuerplatte 27 angeordnete Steuerzapfen 29 in dem Langloch 30 des Ausstellarms
7 und verschwenkt diesen. Hierbei wird der Flügel 2 gegenüber dem Rahmen 1 gekippt.
1. Treibstangenbeschlag zur Verriegelung eines Flügels (2) in einem Rahmen (1) eines
Fensters, einer Fenstertür oder dergleichen mit einer längsverschieblich geführten
Treibstange (12), mit einem Kantengetriebe (10) zum Antrieb der Treibstange (12) und
mit einer von der Bewegung der Treibstange (12) angetriebenen Baugruppe, wobei ein
Schiebeteil (17) zum Antrieb der Baugruppe vorgesehen ist und zwischen dem Schiebeteil
(17) und der Treibstange (12) ein Übersetzungsgetriebe (16) angeordnet ist, das Schiebeteil
(17) mit einem Ritzel (20) in Eingriff steht, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibstange (12) mit einer Lagerachse (21) des Ritzels (20) verbunden ist und
dass auf der dem Schiebeteil (17) abgewandten Seite ein feststehendes Gegenstück (19)
angeordnet ist.
2. Treibstangenbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebeteil (17) flach an einer Stulpschiene (25) anliegt.
3. Treibstangenbeschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenstück (19) mit der Stulpschiene (25) verbunden ist.
4. Treibstangenbeschlag nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebeteil (17) und das Gegenstück (19) jeweils eine Längsverzahnung (23, 24)
für das Ritzel (20) aufweisen.
1. Espagnolette fitting for locking a window casement (2) in the frame (1) of a window,
a French window or the like, comprising a drive rod (12) guided in a longitudinally
displaceable manner, a locking mechanism (10) for driving the drive rod (12) and an
assembly driven by the movement of the drive rod (12), a sliding part (17) being provided
for driving the assembly, a transmission gear (16) being arranged between the sliding
part (17) and the drive rod (12), and the sliding part (17) engaging with a pinion
(20), characterised in that the drive rod (12) is connected to a bearing shaft (21) of the pinion (20) and in that a fixed counterpiece (19) is arranged on the side remote from the sliding part (17).
2. Espagnolette fitting according to claim 1, characterised in that the sliding part (17) lies flat against a cover rail (25).
3. Espagnolette fitting according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the counterpiece (19) is connected to the cover rail (25).
4. Espagnolette fitting according to at least one of the preceding claims, characterised in that the sliding part (17) and the counterpiece (19) each comprise a longitudinal toothing
(23, 24) for the pinion (20).
1. Crémone pour le verrouillage d'un vantail (2) dans un dormant (1) d'une fenêtre, d'une
porte-fenêtre ou élément similaire, avec une tringle de commande (12) logée de manière
mobile dans le sens longitudinal, avec un engrenage de chant (10) destiné à actionner
la tringle de commande (12) et avec un module actionné par le mouvement de la tringle
de commande (12), un élément coulissant (17) étant prévu pour actionner le module
et un réducteur (16) étant disposé entre l'élément coulissant (17) et la tringle de
commande (12), ledit élément coulissant (17) engrenant avec un pignon (20), caractérisée en ce que la tringle de commande (12) est reliée à un axe de palier (21) du pignon (20) et
en ce qu'un élément complémentaire (19) fixe est disposé sur le côté détourné de l'élément
coulissant (17).
2. Crémone selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément coulissant (17) est en appui plat contre un rail de recouvrement (25).
3. Crémone selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'élément complémentaire (19) est relié au rail de recouvrement (25).
4. Crémone selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément coulissant (17) et l'élément complémentaire (19) comportent chacun une
denture longitudinale (23, 24) pour le pignon (20).


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