| (19) |
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(11) |
EP 1 534 443 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.03.2006 Patentblatt 2006/12 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.01.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/000893 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/022256 (18.03.2004 Gazette 2004/12) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON STRUKTURBAUTEILEN AUS EINEM STRANGPRESSPROFIL
METHOD FOR THE PRODUCTION OF STRUCTURE COMPONENTS FROM AN EXTRUDED PROFILE
PROCEDE DE FABRICATION DE COMPOSANTS STRUCTURELS A PARTIR D'UN PROFILE EXTRUDE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CZ DE FR IT NL |
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Priorität: |
05.09.2002 DE 10241028
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.06.2005 Patentblatt 2005/22 |
| (73) |
Patentinhaber: Erbslöh Aktiengesellschaft |
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42553 Velbert (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- LINDNER, Karl-Heinz
45481 Mühlheim (DE)
- BIRKENSTOCK, Alf
42579 Heiligenhaus (DE)
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| (74) |
Vertreter: Sparing, Rolf Klaus et al |
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Bonnekamp & Sparing,
Patentanwälte,
Goltsteinstrasse 19 40211 Düsseldorf 40211 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 706 843 DE-A- 10 110 035 GB-A- 1 603 653
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EP-A- 1 201 348 DE-A- 10 120 953 US-A1- 2002 003 012
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Strukturbauteilen aus einem
Strangpreßprofil, insbesondere bestehend aus Aluminium (A1), Magnesium (Mg), oder
deren Legierungen, welches nach dem Austreten aus der Matrize der Strangpresse zum
Zwecke seiner Ausformung als gerades oder bogenförmiges bzw. gerundetes Profil von
einem oder mehreren Führungswerkzeugen geführt wird, wonach ein Endabschnitt mit einem
Trennwerkzeug abgetrennt und einer oder mehreren weiteren Bearbeitungsstationen nacheinander
zugeführt wird.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist in der Fachwelt, z.B. auf dem Gebiet der PKW-Herstellung,
bekannt. Das im Automobilbau bekannte Space-Frame-Konzept verwendet derartige Strangpreßprofile
aus Aluminium sowohl als gerade Profile als auch in Form gerundeter Profile. Ein Herstellungsverfahren
hierfür ist beispielsweise in der europäische Patentschrift EP 0706843 B1 beschrieben.
[0003] Mit wachsender Bedeutung des Leichtbaus bei der Konstruktion von Kraftfahrzeugen
werden neben Aluminiumprofilen zunehmend auch solche aus dem Werkstoff Magnesium oder
aus Legierungen der beiden Werkstoffe, z.B. AlMgSi, AlZnMg, MgAl3Zn1 (AZ 31) oder
MgMn2 (AM 503) eingesetzt. Bei der Herstellung von Strukturbauteilen aus den genannten
Werkstoffen treten nicht unerhebliche Probleme auf, die insbesondere zu tun haben
mit den herstellungsbedingten Querschnittsdeformationen bei gebogenen Strangpreßprofilen
sowie deren Rückfederung, die schwer beherrschbar ist und daher bei der Weiterverarbeitung
zusätzliche Kosten verursacht, z.B. wenn eine automatisierte Fertigung angestrebt
wird. Bei nachfolgenden Bearbeitungsvorgängen, wie Spanen oder Fügen, werden häufig
Eigenspannungen derartiger Strangpreßprofile freigesetzt, die nur schwer beherrschbar
sind und die Einhaltung der erforderlichen Genauigkeit in Frage stellen.
[0004] Gesucht ist daher ein neues Fertigungskonzept, bei welchem ausgehend vom Strangpreßverfahren
Strukturbauteile mit besonders hoher Genauigkeit hinsichtlich der Abmessung des Profilquerschnitts
und ggf. ihrer Krümmung bei gleichzeitiger Absenkung der Kosten bzw. vertretbar niedriger
Kostensteigerung herstellbar sind.
[0005] Um den technischen Anforderungen zu genügen wurde bereits vorgeschlagen, eine Kalibrierung
der Kontur und des Querschnitts mittels Innenhochdruckumformung (IHU) des Strangpreßprofils
vorzunehmen. Nachteilig sind hierbei allerdings die extrem hohen Werkzeugkosten.
[0006] Andererseits ist es schwierig oder sogar unmöglich, zumindest aber mit unvertretbar
hohem Aufwand verbunden, Strangpreßprofile mit der für das Endprodukt erforderlichen
Genauigkeit direkt, d.h. als unmittelbares Ergebnis des Strangpreßprozesses herzustellen.
[0007] Auch nach dem bekannten Verfahren der direkten Rundung des Strangpreßprofils beim
Austritt aus der Matrize durch Ausüben einer gesteuerten Querkraft zum Biegen des
Profils bereitet die Erzielung der erforderlichen Konturtreue besonders bei dreidimensionalen
Profilen mit variabler Krümmung kaum überwindbare technische Schwierigkeiten. Demgegenüber
besteht ein wesentlicher Vorschlag gemäß der vorliegenden Erfindung darin, daß nach
dem Abtrennen eines Abschnitts des Strangpreßprofils mittels eines Trennwerkzeugs
der abgetrennte Endabschnitt unter Erhaltung der Wärme des heißen Stranges im heißen
zustand mittels Greifwerkzeugen einem Warmumformprozeß zugeführt wird. Mit diesem
Schritt wird erreicht, daß die Wärme des heißen Stranges für den nachgeschalteten
Warmumformprozeß erhalten bleibt, wobei als Ergebnis dieses Warmumformprozesses einbaufertige
Komponenten herstellbar sind. Dabei kann das je nach Werkstoff geeignete Arbeitsfenster
in Bezug auf die Umformtemperatur bei optimalem Umformvermögen für Aluminium oder
Magnesium oder für Aluminium/Magnesium-Legierungen ohne zusätzlichen Energieaufwand
oder ohne großen Energieaufwand, z.B. durch Kühlen des Werkstücks verwirklicht werden.
[0008] Im Interesse der Herstellung verkaufsfähiger Produkte kommen anstelle eines aufwendigen
Umformprozesses, bspw. in der Ausgestaltung der Innenhochdruckumformung, bevorzugt
wirtschaftlich günstige Warmumformprozesse wie beispielsweise Schmieden oder Prägen
in Frage.
[0009] Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß es die
Möglichkeit bietet, geringere Genauigkeitsanforderungen hinsichtlich der Kontur des
Strangpreßprofils in Kauf zu nehmen, da der Warmumformschritt gleichzeitig zum Kalibrieren
zwecks Erzielung der genauen Gestalt des fertigen Strukturbauteils genutzt werden
kann.
[0010] Ein zusätzlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß durch
dessen Einbeziehung des Prozeßschrittes der Warmumformung eine Erhöhung der Wertschöpfung
dadurch ermöglicht wird, daß im selben Prozeßschritt weitere Gestaltungsmerkmale des
Endprodukts verwirklicht werden können wie das Einbringen von Löchern, das Erzeugen
kleiner Ausformungen oder dergleichen.
[0011] Infolge der geringeren Genauigkeitsanforderungen an das Strangpreßprofil kann die
Strangpreßgeschwindigkeit erhöht werden, womit eine wirtschaftlichere Nutzung der
in ihrer Anschaffung mit hohen Kosten verbundenen Strangpreßanlage möglich wird.
[0012] Bei der Herstellung von Strukturbauteilen aus Magnesium oder Magnesium-Legierungen
ist es zur Erhaltung des Gefüges zweckmäßig, daß die Fertigungskette ganz oder teilweise
in Schutzgas gehüllt ist, nämlich von der Strangpresse bis hin zum Warmumformprozeß.
In diesem Zusammenhang wurde bereits vorgeschlagen, auch den der Strangpresse vorgeschalteten
Gießprozeß ebenfalls in einer inerten Atmosphäre durchzuführen.
[0013] Gemäß einem weiteren Erfindungsvorschlag ist vorgesehen, daß Al- und Mg-Halbfertigteile
mittels Reibrührschweißens zu neuen Strukturbauteilen miteinander verbunden werden.
Dies kann zweckmäßig in einem Schweiß- und Bearbeitungszentrum geschehen, welches
der an den Warmumformprozeß anschließenden Warmaushärtung nachgeordnet ist.
[0014] Alternativ dazu kommt das Verbinden von Al- und Mg-Bauteilen durch Kleben in Frage.
Hierbei ist zu beachten, daß die Klebstoffkomponenten nach dem Warmumformprozeß aufgetragen
werden, so daß in der nachfolgenden Warmaushärtung die Endfestigkeit erzielt wird.
[0015] Eine mögliche Ausgestaltung des Umformprozesses besteht darin, daß die Strangpreßprofile
in einem IHU-Schritt (Innenhochdruckumformung) weiterverarbeitet werden. Die damit
verbundenen hohen Werkzeugkosten sprechen jedoch vielfach gegen den Einsatz des wegen
seiner Genauigkeit an sich wünschenswerten IHU-Verfahrens. Zum Kalibrieren von Al-Bauteilen
ist die IHU wie üblich stets als Kaltumformung ausgestaltet; bei Mg-Bauteilen handelt
es sich hingegen vorteilhaft um einen Warmumformprozeß. Auf diese Weise wird erstmals
die Ausbildung einer ungünstigen hexagonalen Metallgitterstruktur vermieden.
[0016] Als wesentlich günstigeres Umformverfahren ist das Schmieden in Betracht zu ziehen;
möglich ist auch ein als Warmumformung ausgeführter Prägeschritt, dem gegenüber dem
Schmieden eine höhere Genauigkeit zukommt. Auch eine sequentielle Abfolge beider Verfahren
kann ggfs. vorteilhaft sein.
[0017] Um beispielsweise in einem Warmumformprozeß durch Schmieden hergestellte Strukturbauteile
mit einer gewünschten hohen Formgenauigkeit zu erhalten, ist es erfindungsgemäß vorteilhaft,
daß der Warmumformprozeß auch einen Kalibrierschritt umfaßt, welcher beispielsweise
an das Schmieden anschließt.
[0018] Allen Verfahrenschritten ist gemeinsam, daß sie zu ihrer Optimierung eine genaue
Temperatursteuerung erfordern. Ausgehend von der Wärme des heißen Stranges aus der
Strangpresse geht es darum, diese für den anschließenden Warmumformprozeß auszunutzen,
d.h. für die Warmumformung denjenigen Temperaturbereich sicherzustellen, innerhalb
welchem in Anpassung an den verarbeiteten Werkstoff ein optimales Umformergebnis zu
erwarten ist.
[0019] In diesem Sinne ist nach einem weiteren erfindungsgemäßen Vorschlag vorgesehen, daß
im Warmumformprozeß die Warmumformtemperatur oder vor anderen Bearbeitungsstationen
die Bearbeitungstemperatur durch Kühlen des Werkstücks auf die für die jeweilige Legierung
des herzustellenden Werkstücks optimale Temperatur eingestellt wird.
[0020] Für die Herstellung von Mg-Strukturbauteilen bedeutet dies vorteilhafterweise die
Einstellung einer Warmumformtemperatur von 180°C bis 400°C, vorzugsweise 225° bis
280°C.
[0021] Bei einer sog. aushärtbaren Aluminium-Knetlegierung (Al-Mg-Si-Legierungen) liegt
eine geeignete Temperatur für die Warmumformung nach dem Strangpressen unter 200°C.
Hierbei hat die Abkühlung des stranggepreßten Profils zweckmäßigerweise derart schroff
zu erfolgen, daß es nicht zu Mg
2Si-Ausscheidungen in einem Temperaturbereich von 520°C bis 200°C kommt. Der anschließende
Warmumformschritt ist dann in möglichst kurzer Zeit durchzuführen, um auch hier das
volle Umformvermögen dieses Werkstoffes auszunutzen; bevor es zur Materialhärtung
durch Mg
2Si-Ausscheidungen kommt.
[0022] Für die Herstellung von Al-Strukturbauteilen ist es erfindungsgemäß vorteilhaft,
die Warmumformtemperatur zwischen 300°C und 600°C, vorzugsweise zwischen 400°C und
520°C einzustellen; ist ein Prägeschritt vorgesehen, so ist es zweckmäßig, die Umformtemperatur
eher an der Obergrenze des genannten Temperaturbereichs, also nahe 600°C einzustellen.
[0023] Im Rahmen der Erfindung können sich bei der Verarbeitung von Al- und Mg-Strukturbauteilen
an den Warmumformprozeß weitere Bearbeitungsstationen anschließen, bevorzugt die Warmaushärtung
im Wärmeofen und danach verschiedene mechanische Bearbeitungsstationen, wobei das
Werkstück vor der Warmaushärtung in einer vorgeschalteten Kühlzone gekühlt werden
kann. Die Kühlzone kann aber auch vor dem Warmumformprozeß vorgesehen sein. Dies trifft
insbesondere auf die Verarbeitung von aushärtbaren Al-Knetlegierungen zu. Wie bereits
vorstehend zum Ausdruck gebracht, geht es dabei um die Vermeidung einer unerwünschten
Gefügehärtung durch Mg
2Si-Ausscheidungen.
[0024] Um eine optimierte Verkettung des gesamten Fertigprozesses zu verwirklichen, ist
- schon aufgrund der hohen Prozeßtemperaturen - eine weitgehende Automatisierung vorteilhaft.
Insbesondere kann man dadurch das Zwischenlagern von Halbfertigteilen vermeiden.
[0025] Diesem Ziel dienen weitere Ausgestaltungen der Erfindung, wonach das Werkstück zwischen
den Bearbeitungsstationen von Greifwerkzeugen in Art von HandlingRobotern übergeben
wird und ferner, daß Führungs- und Trennwerkzeuge ebenfalls jeweils in Art von Robotern
ausgebildet sind, nämlich als Führungs- und Trennroboter. Während die Führungsroboter
außerhalb des Strangs raumfest abgestützt sind, um Verformungskräfte übernehmen zu
können, ermöglichen die Trennroboter deren Bewegung mit dem Strang, indem sie auf
dem austretenden Strang im Bereich der Trennstelle fixiert sind, zumindest solange
die Trenneinrichtung des Trennroboters arbeitet.
[0026] Die Führungsroboter besitzen eine Führungseinrichtung, die in einer zur Preßebene
senkrechten Ebene bewegbar und/oder um seine Längsachse drehbar ist. Sie dient zum
Verformen des Strangpreßprofils innerhalb einer Ebene mit konstantem oder variablem
Radius und zum Tordieren des Profils um seine Längsachse.
[0027] Ferner ist vorteilhaft, daß die Taktzeiten, mit welcher die Prozeß- und Bearbeitungsschritte
aufeinanderfolgen, maßgeblich an die jeweilige Strangpreßgeschwindigkeit angepaßt
werden. Dementsprechend ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß für die Herstellung von
Al-Strukturbauteilen nach dem Strangpressen eine Vervielfachung, z.B. eine Verdoppelung
der für Mg-Strukturbauteile erforderlichen Herstellungskette eingerichtet wird. Dies
ergibt sich als Folge deutlich höherer Strangpreßgeschwindigkeiten bei Aluminium-Komponenten
(bis 25 m/min) gegenüber Magnesium-Komponenten (bis 1,5 m/min).
[0028] Bei der Herstellung von Strukturbauteilen aus gerundeten Strangpreßprofilen, welche
besonders häufig im Karosseriebau vorkommen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß wenigstens
ein Führungsroboter abhängig vom Preßweg des Strangpreßprofils sowie vom jeweiligen
Krümmungsverlauf Weg-gesteuert wird, wobei der Preßweg direkt am austretenden Strang
mittels einer am Führungsroboter befestigten Sensoreinrichtung gemessen werden kann.
[0029] Das Strangpreßprofil wird dabei von dem Führungsroboter verformt und zweckmäßig durch
einen Handlingroboter gestützt, um schließlich von einem Trennroboter abgelängt zu
werden. Bei einfacher Geometrie des Bauteils kann zur Abstützung auch ein Auslauftisch
genügen.
[0030] In der Minimalausstattung kann für das erfindungsgemäße Fertigungsverfahren neben
dem Trennroboter und einem Handlingroboter, der das abgetrennte Bauteil aufnimmt und
dem Warmumformprozeß zuführt, ggf. nur ein Führungsroboter erforderlich sein, der
das Runden des geradlinig aus der Strangpresse austretenden Strangpreßprofils übernimmt
und dieses gleichzeitig unterstützt. Unter bestimmten geometrischen Voraussetzungen
können damit sowohl gerade als auch beliebig gekrümmte Bauteile hergestellt werden.
Für besonders komplexe Bauteile, die z.B. mit variablen Radien gerundet und auch noch
durch Tordieren verformt werden, sind wenigstens zwei Führungsroboter zweckmäßig.
[0031] Die Robotertechnik erfordert einen besonders großen Aufwand für die Herstellung räumlich
gerundeter Strangpreßprofile mit variabler Krümmung. Bei der Verwirklichung derartiger
Konturen sind neben einem Weg-Sensor mindestens zwei Raumachsen und der Verdrehwinkel
numerisch zu steuern. Dabei kann das dreidimensional gekrümmte Strangpreßprofil nicht
mehr auf einem Auslauftisch abgesetzt werden, sondern muß im Raum von zwei oder mehreren
Handlingrobotern derart unterstützt werden, daß eine unerwünschte Deformation des
noch weichen Strangpreßprofils vermieden wird.
[0032] Im Folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele für die erfindungsgemäß vorgeschlagene
Fertigungskette beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt ein Blockdiagramm zu einer Fertigungskette für ein Al-Strukturbauteil;
- Fig.. 2
- zeigt ein Blockdiagramm zu einer Fertigungskette für ein Mg-Strukturbauteil.
[0033] Soweit die beiden Fertigungsketten gemäß den Fig. 1 und 2 übereinstimmen, werden
die gleichen Bezugsziffern verwendet.
[0034] Gemäß Fig. 1 sind einer Strangpresse 1, ein oder mehrere Führungsroboter 2 nachgeschaltet,
die mittels einer Weg-Steuerung 4 gesteuert sind. Die Führungsroboter 2 besitzen Führungseinrichtungen,
z.B. in Form von Rollenkäfigen, welche das aus der Strangpresse 1 extrudierte Strangpreßprofil
führen bzw. stützen und - im Falle eines gerundeten Profils - mit konstanter oder
variabler Krümmung in einer Ebene oder im Raum verformen. Dazu ist es erforderlich,
den Weg des die Presse verlassenden Strangpreßprofils exakt zu messen, was vorteilhaft
mit einem berührungslosen Weg-Sensor einer Weg-Steuerung 4 geschieht, sowie die Krümmung
zu messen, was vorzugsweise durch drei berührungsfrei arbeitende optische Sensoren
geschieht, die quer zum Profil verfahrbar auf Schienen angeordnet sind.
[0035] Je nach Komplexität der Kontur des Strangpreßprofils und abhängig von dessen Formstabilität
im heißen Zustand können bis zu drei Handlingroboter 3 erforderlich sein, welche ohne
Ausübung von Verformungskräften das Profil fassen, stützen und schließlich an einen
nachfolgenden Trennroboter 5 weitergeben, der mit einem Trennwerkzeug, beispielsweise
in Form einer Kreissäge versehen ist, die während einer kurzen Unterbrechung des Strangpreßvorgangs
das Strangpreßprofil durchtrennt. Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, eine fliegende
Säge einzusetzen, die ohne Unterbrechung des Strangpreßvorgangs das Strangpreßprofil
durchtrennt, indem sie zusammen mit dem Trennroboter, an dem sie befestigt ist, mit
dem Strangpreßprofil mitbewegt wird.
[0036] Im Falle einer dreidimensionalen Kontur des gerundeten Strangpreßprofils sind eine
Mehrzahl mitlaufender Handlingroboter 3 erforderlich, welche so gesteuert sind, daß
sie beim Erreichen einer Endposition in eine Startposition zurückgeführt werden können,
so daß vorzugsweise stets zwei Handlingroboter 3 am Strangpreßprofil angreifen, während
ein dritter Handlingroboter 3 umgesetzt wird. Bei dreidimensional gerundeten bzw.
gekrümmten Bauteilen kann es vorteilhaft sein, anstatt eines Führungsroboters 3 mit
einem Rollenkäfig, durch den sich der austretende Strang hindurchbewegt, mindestens
zwei Führungsroboter einzusetzen, die mit einem Greifersystem versehen sind, welches
in der Lage ist, das Strangpreßprofil fest zu fassen, um auch Momente auf dieses übertragen
zu können, so daß die jeweils gewünschte dreidimensionale Kontur des Strangpreßprofils
bestehend aus Krümmungen und Verdrehungen erzielbar ist. In diesem Fall übernehmen
die Führungsroboter 2 jeweils auch die Aufgabe eines Handlingroboters 3.
[0037] Das abgetrennte Strangpreßprofil wird von einem Handlingroboter 3 übernommen, welcher
es entweder direkt dem Warmumformprozeß 8 oder einer diesem vorgeschalteten Kühlzone
9 zuführt (Fig. 1). Nach Durchlaufen des Warmumformprozesses 8, z.B. in einem Schmiedegesenk,
wird das fertiggeformte Strukturbauteil wiederum über Handlingroboter 3 oder eine
andere Transporteinrichtung dem Prozeßschritt der Warmaushärtung 10 unterworfen, bevor
es z.B. mittels weiterer Handlingroboter 3 einem nachgeschalteten Bearbeitungszentrum
zugeführt wird.
[0038] Falls das Al-Strukturbauteil gemäß Fig. 1 mit weiteren Mg-Modulen zu verbinden ist,
erfolgt dies entweder durch Kleben 7 vor der Warmaushärtung 10 oder in einem Schweiß-
und Bearbeitungszentrum 11 für Reibrührschweißen von Al-Mg-Modulen. Eine weitere spanabhebende
Bearbeitung kann in einem herkömmlichen Bearbeitungszentrum 12 erfolgen. Erst danach
kann das fertige Strukturbauteil an den Versand 13 abgegeben werden.
[0039] Die in Fig. 1 gestrichelt eingezeichnete Kühlzone 9 ist nur für spezielle Werkstoffe
erforderlich, bei denen eine schroffe Abkühlung vor dem Warmumformprozeß 8 unumgänglich
ist, wie dies beispielsweise auf aushärtbare Aluminium-Knetlegierungen (Al-Mg-Si-Legierungen)
zutrifft. Bei diesen Legierungen kommt es darauf an, in einem Temperaturbereich von
520° bis 200°C eine Härtung durch Mg
2Si-Ausscheidungen zu vermeiden.
[0040] Fig. 2 betrifft die Herstellung von Strukturbaukomponenten aus Mg oder Mg-Legierungen.
Dort ist eine durch einen gestrichelten Rahmen 14 angedeutete Inertgasatmosphäre erforderlich,
um die unveränderte Gefügestruktur des verarbeiteten Werkstoffs sicherzustellen. Die
Inertgasatmosphäre umfaßt alle Fertigungsschritte vom Ausgang aus der Strangpresse
1 bis zum Eingang in den Warmumformprozeß 8.
[0041] An den Warmumformprozeß 8 kann sich eine Kühlzone 9 anschließen, welche einer Beschleunigung
des Verfahrensablaufs dient, d.h. eine raschere Zuführung des Strangpreßprofils an
die nachfolgende Aushärtung im Wärmeofen 10 ermöglicht. Eine derartige Kühlzone 9
ist selbstverständlich auch im Zusammenhang mit der Prozeßführung gemäß Fig. 1 denkbar.
Ggfs. kann das Bauteil vor der Warmaushärtung 10 mit weiteren Komponenten oder Modulen
durch Kleben 7 verbunden werden.
1. Verfahren zur Herstellung von Strukturbauteilen aus einem Strangpreßprofil, insbesondere
bestehend aus Al, Mg oder deren Legierungen, welches nach dem Austreten aus der Matrize
der Strangpresse (1) zum Zwecke seiner Ausformung als gerades oder bogenförmiges bzw.
gerundetes Profil von einem oder mehreren Führungswerkzeugen (2) geführt wird, wonach
ein Endabschnitt mit einem Trennwerkzeug abgetrennt und einer oder mehreren weiteren
Bearbeitungsstationen nacheinander zugeführt wird , dadurch gekennzeichnet, daß der abgetrennte Endabschnitt nach dem Trennvorgang unter Erhaltung der Wärme des
heißen Stranges im heißen Zustand mittels Greifwerkzeugen einem Warmumformprozeß (8)
zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Herstellung von Mg-Strukturbauteilen, die Fertigungskette ganz oder teilweise
in Schutzgas gehüllt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Herstellung von Werkstücken aus Al- und Mg-Strukturbauteilen diese mittels
Reibrührschweißens (11) oder Kleben (7) miteinander verbunden werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Warmumformprozeß (8) als Innenhochdruckumformung, Schmieden oder Prägen ausgestaltet
ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Warmumformprozeß (8) einen Kalibrierschritt umfaßt.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem Warmumformprozeß (8) die Warmumformtemperatur oder vor anderen Bearbeitungsstationen
die Bearbeitungstemperatur durch Kühlen des Werkstücks auf die optimale Prozeßtemperatur
eingestellt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Herstellung von Mg-Strukturbauteilen die Warmumformtemperatur zwischen 180°C
und 400°C, vorzugsweise 225°C bis 280°C, beträgt.
8. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Herstellung von Al-Strukturbauteilen die Warmumformtemperatur zwischen 300
°C und 600°C, vorzugsweise 400 bis 520°C beträgt.
9. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als weitere Bearbeitungsstationen nach dem Warmumformprozeß (8) die Warmaushärtung
(10) und danach die mechanische Bearbeitung folgen, wobei das Bauteil vor der Warmaushärtung
(10) in einer vorgeschalteten Kühlzone (9) gekühlt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Werkstück zwischen den Bearbeitungsstationen von Greifwerkzeugen in Art von Handlingrobotern
(3), welche dem Strangpreßprofil folgen, übergeben wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß Führungs- und Trennwerkzeuge jeweils in Art von Robotern, nämlich als Führungs- (2)
und Trennroboter (5) ausgebildet sind.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß Führungsroboter (2) jeweils außerhalb des Strangpreßprofils raumfest abgestützt und
mit einer Führungseinrichtung versehen sind, die in einer zur Preßebene senkrechten
Ebene bewegbar und/oder um seine Längsachse drehbar ist.
13. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß Trennroboter (5) jeweils in Reichweite einer Trennstelle fest mit dem Strangpreßprofil
verbunden sind, zumindest während die Trenneinrichtung arbeitet.
14. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Herstellung von Strukturbauteilen mit variabler Krümmung wenigstens ein das Strangpreßprofil
greifender Führungsroboter (2) abhängig vom Preßweg sowie vom Krümmungsverlauf des
Strangpreßprofils Weg-gesteuert wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Preßweg direkt am austretenden Strang mittels einer am Führungsroboter (2) befestigten
Sensoreinrichtung gemessen wird.
16. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Strangpreßprofil zu seiner Ausformung durch mehrere rückführbar gesteuerte Führungsroboter
(2) geführt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Taktzeiten, mit welcher die Prozeß- und Bearbeitungsschritte aufeinander folgen,
maßgeblich an die Strangpreßgeschwindigkeit angepaßt werden.
18. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Herstellung von Al-Strukturbauteilen nach dem Strangpressen mindestens eine
Verdoppelung der für Mg-Strukturbauteile erforderlichen Herstellungskette eingerichtet
wird.
19. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Strangpreßprofil von mindestens einem Führungsroboter (2) verformt wird, wobei
wenigstens zwei Handlingroboter (3) abwechselnd an den Stranganfang zurückgeführt
werden und das austretende Strangpreßprofil unterstützen.
1. A method for manufacturing structural components from an extruded section, especially
consisting of Al, Mg or their alloys, which after its exit from the die of the extrusion
press (1), is guided by one or a plurality of guide tools (2) for the purpose of forming
it into a straight, an arc-shaped or a rounded section, respectively, after which
an end section is separated by a separating tool and is fed successively to one or
a plurality of processing stations, characterized in that, after the separating step, the separated end section is fed in the hot state by
means of gripping tools to a hot-forming process (8) retaining the heat of the hot
section.
2. The method according to claim 1, characterised in that, for manufacturing Mg structural components, the production chain is completely or
partly enveloped by protective gas.
3. The method according to claim 1, characterised in that, for the manufacturing of workpieces made of Al and Mg structural components, these
are joined together by means of friction stir welding (11) or adhesion (7).
4. The method according to claim 1, characterised in that the hot-forming process (8) is configured as internal high-pressure forming, forging
or embossing.
5. The method according to claim 1, characterised in that the hot-forming process (8) comprises a calibration step.
6. The method according to claim 1, characterised in that before the hot-forming process (8), the hot-forming temperature or before either
processing stations, the processing temperature is adjusted to the optimum process
temperature by cooling the workpiece.
7. The method according to claim 6, characterised in that, for the manufacture of Mg structural components, the hot-forming temperature is
between 180 °C and 400°C, preferably 225 °C to 280 °C.
8. The method according to claim 6, characterised in that, for the manufacture of Al structural components, the hot-forming temperature is
between 300°C and 600 °C, preferably 400 °C to 520 °C.
9. The method according to claim 1, characterised in that as further processing stations the hot-forming process (8) is followed by artificial
ageing (10) and then by mechanical processing, wherein the component is cooled in
a preceding cooling zone (9) before the artificial ageing (10).
10. The method according to claim 1, characterised in that the workpiece is transferred between the processing stations by gripping tools in
the form of handling robots (3) which follow the extruded section.
11. The method according to claim 1, characterised in that guide and separating tools are each constructed in the fashion of robots, namely
as guiding (2) and separating robots (5).
12. The method according to claim 11, characterised in that guiding robots (2) are each supported in a spatially fixed position outside the extruded
section and are provided with a guiding device which is moveable in a plane perpendicular
to the pressing plane and/or is rotatable about its axis of rotation.
13. The method according to claim 11, characterised in that separating robots (5) are each connected firmly to the extruded section in the range
of a separating point, at least while the separating device is operating.
14. The method according to claim 1, characterised in that, for the manufacture of structural components having a variable curvature, at least
one guiding robot (2) gripping the extruded section is path-controlled depending on
the pressing path and on the curvature trend of the extruded section.
15. The method according to claim 14, characterised in that the pressing distance is measured directly on the emerging strand by means of a sensor
device attached to the guiding robot (2).
16. The method according to claim 15, characterised in that the extruded section is guided to its forming by several reversibly controlled guiding
robots (2).
17. The method according to claim 1, characterised in that the cycle times with which the process and processing steps fellow one another are
substantially matched to the extrusion speed.
18. The method according to claim 17, characterised in that, for the manufacture of Al structural components, at least one doubling of the production
chain required for Mg structural components is installed after the extrusion press.
19. The method according to claim 16, characterised in that the extruded section is deformed by at least one guiding robot (2) wherein at least
two handling robots (3) can be alternately returned to the beginning of the strand
and support the emerging extruded section.
1. Procédé de fabrication de composants structuraux à partir d'un profilé extrudé, en
particulier en Al, Mg ou leurs alliages, lequel profilé extrudé est guidé par un ou
plusieurs outils de guidage (2) après la sortie de la matrice de l'extrudeuse (1)
afin de le conformer en profilé droit ou incurvé respectivement arrondi, une portion
d'extrémité étant séparée au moyen d'un outil de séparation et amenée successivement
à une ou plusieurs autres stations de traitement, caractérisé en ce que la portion d'extrémité séparée est amenée à l'état chaud au moyen d'outils de préhension
à un processus de formage à chaud (8) après le processus de séparation en maintenant
la chaleur de l'élément extrudé.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que lors de la fabrication de composants structuraux en Mg, la chaîne de fabrication
est totalement ou partiellement enveloppée dans un gaz de protection.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que lors de la fabrication de pièces à partir de composants structuraux en Al et Mg,
ces pièces sont reliées entre elles par soudage par friction (11) ou par collage (7).
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le processus de formage à chaud (8) est un processus de formage à pression interne
élevée, un processus de forgeage ou un processus d'estampage.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le processus de formage à chaud (8) comporte une étape d'étalonnage.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'avant le processus de formage à chaud (8) ou avant de passer par d'autres stations
de traitement, la température de formage à chaud ou respectivement la température
de traitement est réglée à la température de processus optimale en refroidissant la
pièce.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que pour fabriquer des composants structuraux en Mg, la température de formage à chaud
est comprise entre 180°C et 400°C, avantageusement entre 225°C et 280°C.
8. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que pour fabriquer des composants structuraux en Al, la température de formage à chaud
est comprise entre 300°C et 600°C, avantageusement entre 400°C et 520°C.
9. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que comme autres stations de traitement suivent le traitement de durcissement à chaud
(10) puis le traitement mécanique après le processus de formage à chaud (8), dans
lequel le composant est refroidi avant le traitement de durcissement à chaud (10)
dans une zone de refroidissement (9) située en amont.
10. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce est passée entre les stations de traitement au moyen d'outils de préhension
du type robots de manipulation (3) qui suivent le profilé extrudé.
11. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que des outils de guidage et de séparation sont conformés chacun à la façon de robots,
c'est-à-dire en robots de guidage (2) et en robots de séparation (5).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que des robots de guidage (2) sont supportés de façon fixe à l'extérieur du profilé extrudé
et sont dotés d'un dispositif de guidage qui est mobile dans un plan perpendiculaire
au plan d'extrusion et/ou qui est apte à tourner autour de son axe longitudinal.
13. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que des robots de séparation (5) sont chacun reliés fixes au profilé extrudé dans le
rayon d'action d'une station de séparation, au moins pendant le fonctionnement du
dispositif de séparation.
14. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que lors de la fabrication de composants structuraux de courbure variable, au moins un
robot de guidage (2) qui saisit le profilé extrudé est commandé en fonction de la
course de l'extrudeuse ainsi que de la courbure du profilé extrudé.
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que la course de l'extrudeuse est mesurée directement au niveau de la pièce extrudée
qui sort au moyen d'un dispositif à capteur fixé sur le robot de guidage (2).
16. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que le profilé extrudé est guidé jusqu'à son démoulage par plusieurs robots de guidage
(2) commandes de façon à pouvoir reculer.
17. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les durées de cycle avec lesquelles les étapes de processus et de traitement se succèdent,
sont adaptées à la vitesse d'extrusion.
18. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce que pour fabriquer des composants structuraux en Al après l'extrusion, il faut au moins
doubler la chaîne de fabrication nécessaire aux composants structuraux Mg.
19. Procédé selon la revendication 16, caractérisé en ce que le profilé extrudé est déformé par au moins un robot de guidage (2), au moins deux
robots de manipulation (3) étant ramenés alternativement au début de la pièce extrudée
et supportant le profilé extrudé sortant.

